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Unilever schert sich nicht um Palmöl-OpferWeitere Informationen

 
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    Spacer 28.01.2012 1:40SpacerOptimiert für das Format 16:9      
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Der Radiotipp

Alltag im Niemandsland. Zankapfel Nordkosovo. Zehntausende feierten an diesem Tag in den Straßen von Prishtina. Am 17. Februar 2008 erklärte sich die einst jugoslawische Provinz Kosovo zum unabhängigen Staat. Faktisch ist Kosovo seitdem ein geteiltes Land. Im Norden leben etwa 50.000 Serben. Die aller­meisten wollen mit den kosova­rischen Institu­tionen nichts zu tun haben. Über­quert man den Fluss Ibar in der geteilten Stadt Mitro­vica, betritt man faktisch ein anderes Land. Während im übrigen Kosovo der Euro das Zahlungs­mittel ist, wird hier ganz selbst­verständ­lich weiter mit dem serbi­schen Dinar bezahlt. An den Kiosken liegen Belgrader Zei­tun­gen aus, auch die Gehälter der Ange­stellten des Kranken­hauses und der Uni­ver­sität kommen direkt aus Belgrad. Bislang wurde die faktische Eigen­ständig­keit des Nord­kosovo weit­gehend toleriert. Doch in Prishtina mehren sich nun die Stimmen, den Norden des Landes notfalls auch mit Gewalt zu inte­grieren. Und für Belgrad erweist sich der unge­klärte Status des Nord­kosovo als Haupt­hinder­nis für die Annä­herung an die Europäi­sche Union.
Am 28. Jan. um 11.05 Uhr. Deutsch­land­funk.

Deutsches Theater
Spielplanänderung
Die für Dienstag, 31. Januar, ange­kün­digte Vorstellung Der Zauber­berg muss entfal­len (die Vor­stel­lung wird am 6. März nach­geholt). Anstelle der für Mitt­woch, 1. Februar ange­kündig­ten Vorstel­lung Tor­quato Tasso zeigt das DT um 19.45 Uhr im Großen Haus Patrick Barlows Die 39 Stufen (die entfal­lende Vorstel­lung wird am 14. März nach­geholt). Auf­grund der Länge der Insze­nierung wird die für Freitag, 3. Feb­ruar im Anschluss an die Vorstel­lung Der Zauber­berg ange­kün­digte Diskus­sion Im Dialog – Theater trifft auf Philo­sophie ver­schoben, der neue Mati­nee-Ter­min wird noch bekannt­gegeben.

Torhaus-Galerie
Finissage
Mehr als 400 Besucher/innen haben bis­lang trotz ein­geschränk­ter Öff­nungs­zeiten die Ausstel­lung „Energie­wände“ des Malers Dietmar Robert Schröter im Torhaus des Alten Stadt­fried­hofs besucht. Dieser Erfolg wird mit einer kleinen Finis­sage am 5. Februar gefeiert. Schröter wird bereits zwei Stunden früher anwe­send sein, um Fragen zu seinen Arbei­ten zu beant­worten und den Wün­schen einiger Besu­cher/in­nen nach einem persön­lichen Gespräch zu ent­spre­chen. Anschlie­ßend spricht Nils König über Kunst e.V. und stellt das Pro­gramm der Kunst-Gala am 19. Februar vor. Angelika Campos de Melo wird die Finis­sage wieder musi­kalisch beglei­ten.
Veranstaltungen.

Pauliner Kirche
„Der rote Wunderschirm“
Ausstellung verlängert
Mehr als 5000 Besucher haben die Aus­stel­lung von Kinder­büchern bislang besucht. Auf­grund des großen Inter­esses wird sie nun um zwei Wochen verlän­gert und ist bis zum 26. Februar zu sehen. Im Mittel­punkt steht die kultur­histo­risch einzig­artige Samm­lung histori­scher Kinder- und Jugend­literatur des Hanno­vera­ner Politik­wissen­schaft­lers und Ver­fas­sungs­recht­lers Prof. Dr. Jürgen Seifert (1928 bis 2005), die die Entwick­lung der Kinder- und Jugend­litera­tur in einem Zeit­raum von nahezu 300 Jahren doku­men­tiert. 2008 wurde die „Samm­lung Seifert“ vom Semi­nar für Deut­sche Philo­logie erwor­ben.
Ausstellungen

Museum
Bis März völlig ausgebucht
Zusätzliche Angebote
pdg — Bereits jetzt sind sämtliche Veran­staltun­gen des Städtischen Mu­seums in den Monaten Januar bis März ausge­bucht. Wegen der erfreu­lich großen Nach­frage werden deshalb mehrere Zusatz­termine ange­boten. Sie betreffen die Reihe „Museum für Kinder“. Einzel­heiten dazu siehe Veranstaltungen.

Preisverleihung
Göttinger Elch
Ohne Antje Kunstmann
aber mit Alice Schwarzer

Franziska BeckerAlice Schwarzer, Herausgeberin der Zeitschrift Emma, wird ihrer Freundin Franziska Becker mit einem Grußwort zum Göttinger Elch gratulieren. Leider musste Verlegerin Antje Kunstmann ihre Teilnahme an der Verleihung wegen einer Erkrankung kurzfristig absagen.
Restkarten unter Tel. 496911.

Reihe Historischer Musik
Le Petit Concert Baroque
gewinnt Wettbewerb

Petit Concert BaroqueDas Ensemble Le Petit Concert Baroque ist der Gewinner des Nach­wuchs­wett­bewerbs Göttinger Reihe Histo­rischer Musik 2011/12. Das Ensemble setzte sich gegen Ombre et Soleil, Concordi Musici und Michaelis Consort durch. Besonders her­vor­gehoben wurde von der Jury die Ensemble­leistung der zwei Cem­balistin­nen. In ihrem Prog­ramm thema­tisierten die zwei Schwes­tern Chani und Nadja Lesaul­nier „Liebes­gefühle auf der weltli­chen und geistli­chen Bühne“. Die ausge­wählten Werke hatten die Musike­rinnen selbst trans­kribiert. Bei­spiels­weise erklang die Arie „Venti, turbini, prestate“ aus der Hän­del-Oper „Rinaldo“ auf dem Cem­balo. Bei der Aus­wahl und Transkription der Kompo­sitionen achte­ten sie unter ande­rem beson­ders darauf, dass die Musik die im Text trans­portier­ten Gefühle aus­drücke, so das Schwes­tern­paar.
Das Publikum kann die Gewinner nochmals bei einem Auftritt im Rahmen der Hän­del-Fest­spiele am 20. Mai in der Aula der Univer­sität in Göttin­gen erleben. Die Inter­natio­nalen Hän­del-Fest­spiele Göttin­gen finden vom 17. bis 28. Mai statt.

Skulpturenwettbewerb
am Markt entschieden

pdg — Der im August dieses Jahres gestar­tete „Skulp­turen­wett­bewerb Korn­markt­pas­sage“ ist erfolg­reich abge­schlos­sen worden. Unter insgesamt 20 Beiträ­gen hat sich die Jury in ihrer Sitzung am 14. Dezem­ber für den Ent­wurf „Göttin­ger Erhe­bung“ von Andreas Weizen­bach aus Hütt­lingen entschie­den. Für die Reali­sierung und den Ankauf des preis­gekrön­ten Ent­wurfs sowie für die Ver­gabe weiterer Preis­gelder stehen privat gespen­det 30.000 Euro zur Ver­fü­gung.Weitere Informationen

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Wissenschaft

PhysikOlympiade 2012
Nachwuchsphysiker im DLR
Deutschlands beste Nachwuchsphysi­ker treten vom 28. Januar bis 3. Februar am Deutschen Zentrum für Luft- und Raum­fahrt (DLR) in Göttingen im Aus­wahl­verfah­ren für die Inter­natio­nale Physik­Olym­piade 2012 gegen­ein­ander an. Die 51 Schü­ler/in­nen im Alter von 15 bis 19 Jahren haben sich unter bun­des­weit mehr als 500 Kandi­daten quali­fiziert. Darun­ter befin­det sich erst­mals seit Jahren ein Schüler aus Göttin­gen.Weitere Informationen

Aerodynamik
Buckelwale als Vorbild
Hubschrauber wendiger machen
Buckelwal.Moderne Hubschrauber könnten deutlich schneller und manö­vrier­fähiger sein, wenn ihnen nicht die Aero­dyna­mik bestimmte Grenzen aufer­legen würde. Forscher des Deut­schen Zentrums für Luft- und Raum­fahrt (DLR) in Göttin­gen haben jetzt eine Mög­lich­keit, die Manö­vrier­fähig­keit zu stei­gern, im Flug­ver­such getestet. Die Idee haben sie beim Buckel­wal abgeschaut.Weitere Informationen

Renaissance-Epos
wiederentdeckt

pug — Rund 500 Jahre lang galt die Felsinais, ein Epos des italienischen Dich­ters Marco Giro­lamo Vida, als ver­schol­len. Nun hat der Philo­loge Prof. Dr. Thomas Haye von der Univer­sität Göttin­gen das Werk in der Vati­kani­schen Biblio­thek entdeckt. Vida verherr­lichte in der Felsinais den Kampf von Papst Julius II. um die Stadt Bologna zu Beginn des 16. Jahr­hun­derts. Bei dem nun entdeck­ten Schrift­stück handelt es sich um die Wid­mungs­hand­schrift, die Papst Julius II. im Jahr 1507 über­reicht wurde. „Diese sen­satio­nelle Entde­ckung ermög­licht zahl­reiche neue Er­kennt­nisse über Vidas frühe Biografie“, erläu­tert Prof. Haye. „Ferner stellt die Felsinais einen wich­tigen Beitrag zur litera­rischen Ver­herr­lichung von Papst Julius II. dar.“
Marco Girolamo Vida (1485 bis 1566) gilt als größter latei­nischer Dichter seiner Zeit, dessen Werke die weitere Ent­wick­lung der früh­neu­zeit­lichen Lite­ratur maß­geb­lich prägten. In seinem Lehr­gedicht De arte poetica, einer Anlei­tung zur Kompo­sition von Epen, formu­lierte er die wich­tigste Dich­tungs­theorie der Renais­sance. Über Vidas frühe Werke war bislang nur wenig bekannt. Von der Felsinais kannte man lediglich den Titel, der sich vom antiken Namen der Stadt Bologna (Felsina) ableitet. Die Wissen­schaft­ler am Zentrum für Mittel­alter- und Früh­neuzeit­forschung der Univer­sität Göttin­gen wollen den Fund nun durch eine text­kriti­sche Edition der wissen­schaft­lichen Öffent­lich­keit zugäng­lich machen. Die Deutsche For­schungs­gemein­schaft fördert das Projekt drei Jahre lang mit insge­samt 158.000 Euro.

Klimafolgen in Niedersachsen
Zweite Förderphase beginnt
pug — Den Folgen des Klimawandels für Nieder­sach­sen gehen in einem groß angelegten Projekt zur Klima­fol­gen­for­schung insge­samt 19 Uni­ver­si­täten und For­schungs­ein­rich­tun­gen nach. Der For­schungs­ver­bund „Kli­ma­fol­gen­for­schung in Nieder­sachsen (KLIFF)“ wird koordi­niert von der Uni­ver­sität Göttingen. Das Nieder­sächsi­sche Minis­terium für Wissen­schaft und Kultur fördert das Projekt seit 2009. Nun wurde nach einer erfolg­reichen Zwischen­begut­achtung eine weitere zwei­jährige Förder­phase mit einem Volumen von insge­samt fünf Millionen Euro bewilligt. Insge­samt besteht KLIFF aus sieben themen­bezoge­nen For­schungs­verbün­den, die sich auf die Berei­che Klima, Land- und Forst­wirt­schaft, Natur­schutz und Touris­mus, Wasser­wirt­schaft, Küsten­schutz und Raum­planung konzen­trieren. Weitere Informationen

Elektronischer Service für
ausländische Forscher-Alumni

Konzept ausgezeichnet
pug — Die Alexander von Humboldt-Stif­tung hat im Wett­bewerb „Forscher-Alumni deutscher Univer­sitäten“ unter anderem das Konzept der Univer­sität Göttingen ausge­zeichnet. Die Hoch­schule plant elektro­nische Ser­vice-An­gebote für auslän­dische Gast­wissen­schaftler und will damit auf ihre erfolg­reiche Alum­ni-Ar­beit aufbauen. Ein spezielles eRe­search-Por­tal soll Informa­tionen und Kontakte rund um die Univer­sität und die außer­universi­tären Ein­rich­tun­gen des Göttin­gen Research Campus bündeln. Aus­ländi­schen Forsche­rinnen und Forschern will die Univer­sität Weiter­bildungs­möglich­keiten im Bereich eResearch anbieten. Darüber hinaus erhalten die Gast­wissen­schaftler Online-Zugang zu den elektro­nischen Ressour­cen der Nieder­sächsi­schen Staats- und Uni­versitäts­biblio­thek Göttingen.

Bioenergie
Land verlängert Förderung
für Forschungsprojekt

„Akzeptanz stößt an Grenzen“
pug — Das Land Niedersachsen hat die Förderung für ein Forschungsprojekt zum Thema Bioenergie an der Universität Göttingen um zwei weitere Jahre verlängert. Die Fördersumme des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur beträgt insgesamt 1,6 Millionen Euro. Der seit Anfang 2009 laufende Forschungsverbund „Nachhaltige Nutzung von Energie aus Biomasse im Spannungsfeld von Klimaschutz, Landschaft und Gesellschaft“ ist am Interdisziplinären Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Universität angesiedelt.Weitere Informationen

Geowissenschaften
Algen heute stärker verbreitet
als im Präkambrium

pug — Algen gibt es seit mehr als 1,5 Milliarden Jahren auf der Erde, doch über ihre Verbreitung in den erdgeschichtlich frühen Ozeanen ist bislang nur wenig bekannt. Wissenschaftler der Universität Göttingen und der amerikanischen University of Tennessee in Knoxville haben nun herausgefunden, dass die Organismen in ihrer heutigen Form entgegen bisheriger Annahmen zu Beginn ihrer Existenz wohl nur wenig verbreitet waren: In den sauerstoff- und nährstoff­armen Gewässern der damaligen Zeit waren sie den besser angepassten Bakterien unter­legen.Weitere Informationen

Ideenwettbewerb
Uni prämiert Vorschläge für
bessere Lehr- und Lernkultur

pug — Aus über 50 Vorschlägen hat die Uni­versi­tät Göttingen die dies­jähri­gen Preis­träger ihres Ideen­wett­bewerbs für Studie­rende gekürt. Unter dem Motto „Inno­vativ Lernen – Neugierig Forschen – Ideen für eine bessere Lehr- und Lern­kultur“ haben Studie­rende ihre Ideen und Wünsche einge­sandt. „Die zahl­reichen innova­tiven Ideen zeigen das hohe kreative Potenzial der Studie­renden und machen den Ideen­wettbe­werb zu einer wichti­gen Quelle für Verbes­serun­gen in der Lehre“, so Vize­präsi­dent Prof. Dr. Wolf­gang Lücke, Schirm­herr des Ideen­wett­bewerbs. Ins­gesamt sechs Vorschläge wurden prämiert, die besten drei erhielt­en Geld­preise.Weitere Informationen

Gender Studies
Wissenschaftskarrieren
und Geschlecht

pug — „Wissenschaftskarrieren und Ge­schlecht. Fall­studien zu Frank­reich – Deutsch­land – Öster­reich“ heißt der Titel eines For­schungs­projekts an der Sozial­wissen­schaft­lichen Fakultät, das von der Deut­schen For­schungs­gemein­schaft (DFG) geför­dert wird. Ein­gewor­ben wurde das Projekt von der Sozio­login PD Dr. Ilse Costas vom Institut für Sozio­logie der Univer­sität. Im Rahmen eines „Paket­antrags“ von Wissen­schaft­lerin­nen aus Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz wird unter­sucht, wie sich die Konsti­tution von Wissen­schafts­karrie­ren und Geschlecht durch die Umstel­lung von Hoch­schulen und For­schungs­einrich­tungen auf unter­nehme­rische Steue­rungs­formen seit dem Jahr 2000 verän­dert hat. Das Gesamt­projekt wird von der Deut­schen For­schungs­gemein­schaft, dem öster­reichi­schen Fonds zu Förde­rung der wissen­schaft­lichen For­schung und dem Schwei­zeri­schen Natio­nal­fonds geför­dert.Weitere Informationen

Mikroskopie
Deutschlandweit einzigartiges
Gerät in Göttinger Zoologie

pug — An der Universität Göttingen ist das deutsch­land­weit erste Elek­tronen­mikro­skop (FEI Quanta 250 FEG) mit einem inte­grier­ten Ultra­mikro­tom für die Unter­suchung kleinster Tiere und Gewebe­proben in Betrieb genom­men worden. Es deckt das Leis­tungs­spek­trum her­kömm­licher elek­tronen­mikro­skopi­scher Verfah­ren ab und bietet zusätz­lich die Mög­lich­keit, Proben von Zell­größe bis ins kleinste Detail hinein drei­dimen­sional darzu­stellen. Das neue Elek­tronen­mikro­skop soll insbe­sondere dazu dienen, neue Erkennt­nisse zur Evo­lution und den Ver­wandt­schafts­beziehun­gen der Orga­nis­men zu gewinnen.Weitere Informationen

Raumfahrt
Antriebstest eines
Experimental-Raumfahrzeuges

Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raum­fahrt (DLR) in einem der europa­weit bedeu­tends­ten Hyper­schall­wind­kanäle in Göttin­gen nach. Sie testen den Antrieb des austra­lischen Experi­mental-Raum­fahr­zeuges Scram­space 1, das 2013 star­ten soll.Weitere Informationen

Demografieforschung
Bevölkerungsrückgang
per Genomanalyse verifiziert

pug — Zeitgleich mit dem Eintreffen der Euro­päer in Nord- und Süd­ame­rika kam es zu einer deut­lichen Redu­zierung der indi­genen Bevöl­kerung auf den beiden Konti­nenten. Das haben W­issen­schaft­ler der Univer­sität Göttingen und der ameri­kani­schen Univer­sity of Washing­ton in Seattle erst­mals in einer geneti­schen Studie gezeigt. Die Forscher konnten mithilfe einer umfas­senden Analyse weib­licher Genome nach­weisen, dass die Bevöl­kerungs­zahlen vor rund 500 Jahren vorüber­gehend um etwa 50 Prozent sanken. Damit bestä­tigen sie histo­rische Über­liefe­run­gen, nach denen Krank­heiten, Krieg, Hunger und Verskla­vung, die mit den Euro­päern Einzug in die ameri­kani­schen Konti­nente hielten, schwer­wie­gende Folgen für die dort leben­den Men­schen hatten.Weitere Informationen

Biophysik
Neues aus der
Enzymforschung

pug — Bestimmte Enzyme, die bei der Zell­teilung für den Trans­port von Chromo­somen zuständig sind, können sowohl ihre Geschwin­digkeit als auch ihre Lauf­richtung ändern. Das haben Wissen­schaft­ler des DFG-For­schungs­zentrums und Exzel­lenz­clus­ters „Mole­kular­physio­logie des Gehirns“ an der Uni­versi­tät Göt­tin­gen sowie der Ben-Gurion-Uni­versität des Negev in Israel heraus­gefun­den. Die Forscher wider­legten damit die bis­herige An­nah­me, dass jedes dieser soge­nannten Motor­proteine auf eine bestimmte Lauf­richtung vorpro­gram­miert sei. Die neuen Erkennt­nisse lassen die Nano­meter-großen „Bio“-Maschinen weit leistungs­fähiger und viel­seitiger er­schei­nen als bis­lang ver­mutet.Weitere Informationen

Agrarökologie
Natürlichen Feinden von
Blattläusen auf der Spur

pug — Getreideblattläuse können in Ge­treide­feldern großen Schaden an­rich­ten und erheb­liche Ertrags­ausfälle verur­sachen. Doch die Blatt­läuse haben zahl­reiche natür­liche Feinde, die ihre Vermeh­rung begrenzen. Agrar­ökolo­gen der Univer­sität Göttingen haben nun in einer europa­weiten Studie experi­mentell unter­sucht, wie die Gegen­spieler der Blatt­läuse wirken. Sie fanden heraus, dass die Blatt­laus­dichte ohne natür­liche Feinde drei­mal höher ist.Weitere Informationen

Neue Sonderforschungsbereiche
Regenwald als Plantagen/
Entstehung von Planeten

pug — Die Deutsche For­schungs­gemein­schaft (DFG) fördert ab dem 1. Januar 2012 an der Univer­sität Göt­tingen zwei neue Son­der­for­schungs­berei­che (SFB): „Ökolo­gische und sozio­ökono­mische Funk­tionen tropi­scher Tief­land­regen­wald-Trans­forma­tions­systeme (Sumatra, Indo­nesien)“ an der Biologi­schen Fakul­tät und „Astro­physi­kalische Strö­mungs­insta­bilität und Turbu­lenz“ an der Fakul­tät für Physik. Weitere Informationen

Geobiologie
Pilz- und Baum-Symbiosen
schon vor 52 Millionen Jahren

pug — Geobiologen der Universität Göt­tin­gen haben in einem 52 Millio­nen Jahre alten indi­schen Bern­stein frühe Belege für eine noch heute vorkom­mende Form der Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzen­wurzeln entdeckt, die soge­nann­ten Mykorrhizen. Diese bezeich­nen eine weit­verbrei­tete Form der Lebens­gemein­schaft zwischen Boden­pilzen und den Wurzeln bestimm­ter Pflanzen.Weitere Informationen

Bestseller
Göttinger Predigten
im Internet

Bereits 6 Millionen Besucher
Internet-PredigtenDie „Göttinger Predigten im Internet“, 1997 von dem Göttinger Theologen Prof. Dr. Ulrich Nembach ins Leben gerufen, gehören inzwischen zu den meist­besuchten Internet­seiten der Univer­sität. Sie sind zudem Vorreiter für eine ganze Reihe weiterer Predigt­projekte im Internet. Im Oktober verzeich­nete die Seite den sechs­mil­lionsten Besucher seit ihrem Erscheinen. Durch­schnitt­lich werden pro Monat über 700.000 Anfragen beantwortet. Auf der Internet­seite www.predigten.uni-goettingen.de können die Besucher aktuelle Predigten zu allen Sonn- und Feier­tagen des Jahres in fünf Sprachen abrufen, außerdem Predigten zu beson­deren Anlässen wie etwa dem Schul­beginn. Auch ganze Reihen mit thema­tischen Schwer­punkten beispiels­weise zur christ­lichen Liebe oder dem Vater­unser sind vorhan­den, ebenso ein umfang­reiches Archiv mit zurzeit über 6.500 Texten.
Die Besucher der Internetseite kommen aus rund 120 Ländern. Inter­national ist auch die Gruppe der Auto­rinnen und Autoren der Predigten. Dabei handelt es sich um Uni­versitäts­angehö­rige, Bischöfe oder Gemeinde­pfarrer aus aller Welt. Die Predigten wenden sich an Menschen in ganz unter­schied­lichen Lebens­umstän­den. „Die Autoren bemü­hen sich daher beson­ders, homi­letische, soziolo­gische und wirt­schaft­liche Frage­stellun­gen mit metho­dischen und didak­tischen Ansätzen zu verknüpfen und die Ansätze von Theolo­ginnen und Theologen weltweit mit einzu­binden“, erklärt Prof. Nembach. Aktuell werden Texte in deutscher, englischer, dänischer, spanischer und portu­giesischer Sprache angeboten.

Paläontologe
Bernsteinvorkommen
in der Südsee

pug — Ein internationales Forscherteam untersucht während einer sechswöchigen Expedition nach Neuseeland und Neukaledonien erstmals systematisch die Bernsteinvorkommen der Region. Die Wissenschaftler unter Leitung des Paläontologen Dr. Alexander Schmidt vom Courant Forschungszentrum Geobiologie erhoffen sich davon Aussagen über die Entwicklung der Ökosysteme Neuseelands. Für Paläontologen sind Bernsteine der südlichen Halbkugel besonders interessant, da sich die meisten bisher bekannten Vorkommen auf der Nordhalbkugel befinden. Weitere Informationen

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Politische Gängelung
Erster Europäischer Theatertag für Toleranz
Angesichts der politischen Entwicklungen in Ungarn haben zahlreiche Theater in ganz Europa den 1. Februar als ersten Europäischen Theatertag für Toleranz ausgerufen. An diesem Mittwoch wird das „Neue Theater Budapest“ an zwei Intendanten übergeben, die bekannte ungarische Rechtsradikale sind.

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Neues Theater in BudapestSpacerFoto: Misibacsi

Einer von ihnen war Gründer einer rechtsextremen Partei und betreibt heute noch eine Zeitschrift, in der er antisemitische, antiziganistische und rassistische Hetzschriften veröffentlicht. Da es sich um ein subventioniertes Theater einer europäischen Hauptstadt handelt und der Oberbürgermeister im Alleingang diese Entscheidung gefällt hat, sehen viele Theatermacher und Schauspieler einen Tabubruch. Gemeinsam mit C. Bernd Sucher haben sie eine Initiative gestartet, die sich gegen die schleichende Akzeptanz von Faschisten im öffentlichen Leben richtet. Ungarn ist nicht das einzige Land Europas mit starken rechtsextremen Parteien. In zahlreichen europäischen Theatern, auch im Deutschen Theater in Göttingen, wird am 1. Februar vor den Vorstellungen ein Memorandum verlesen, das zu Toleranz, Vielfalt und Solidarität für die Schwächeren im eigenen Umfeld aufruft.

Das Memorandum können Sie unter dem folgenden Link nachlesen.

 

Regionale Landwirtschaft
Städter erobern sich naturnahe Lebensweise zurück
„Veggie-Day“ am Hainberg-Gymnasium ▪ Aktion „Bauer hält Hof“ / Göttinger Genussfahrten
„Wir haben es satt!“ – Demo zur Grünen Woche ▪ Transition Town: Solidarische Landwirtschaft

Das Turbo-Abitur kam später, Turbo-Landwirt­schaft hingegen gibt es schon länger. Seit jenen Tagen nämlich, als bäuerliche Betriebe zur Großpro­duktion ansetzten, als aus ihnen Industrie­betriebe wurden mit Massen­tierhaltung, aus Bauern Agrar­ingenieure. Mit verheerenden Folgen: Nun wird voraus­sichtlich sogar das Getreide knapp, wird der Brotpreis steigen, weil Landwirte heute Zulieferer der Auto­industrie sind, weil Acker­flächen für die Produktion von „Bio“-Sprit gebraucht werden, die sich eher rentieren als der Anbau gesunder Lebens­mittel. Es sind Flächen, auf denen frei laufende Hühner scharren und genießbare Eier legen könnten, Schweine oder Rinder genug Auslauf hätten, so dass sie – wenn auch weniger – so doch schmack­haftes Fleisch nach einem artge­rechten, kurzen Leben liefern könnten.

Spacer Hühnerstall
  Respekt vor der lebenden Kreatur: Früher übliche HühnerhaltungSpacerFoto: Maqi

Dem entgegen stehen jedoch die Gier und der Zynismus einer Industrie, die mit bäuerlicher Landwirt­schaft so viel am Hut hat wie die Agrar­minister mit Tier- und Land­schafts­schutz und mit ihrem Respekt vor der lebenden Kreatur. Es gehört schon eine gute Portion Zynismus dazu, Lebe­wesen so aufwachsen zu lassen, wie es immer noch in beispiels­weise nieder­sächsi­schen Ställen an der Tages­ordnung ist, mithilfe skrupel­loser Massen­produzenten und protegiert durch politische Handlanger in den Ministerien, deren verwandt­schaftliche Beziehungen mitunter bis in die Betriebe der industriellen Massen­tierhalter hinein reichen. Land­wirtschafts­minister/innen, eilfertig zum Kotau gegenüber jenen Vertretern bereit, deren Namen sie bereits im Titel führen, zugleich auch noch mit dem Tier- oder Ver­braucher­schutz zu betrauen, das ist ähnlich absurd wie etwa das Umwelt-Res­sort einem Wirt­schafts- oder Verkehrs­ministe­rium anzu­gliedern – oder einer Bauver­waltung wie etwa in Göttingen.

Rapsfeld Spacer
„Biomasse“ auf endlosen Mono­kulturen: RapsfeldSpacerFoto: Daniel Schwen

Die Ergebnisse solch indu­striel­len Wachs­tums­wahns bre­chen sich nun lang­sam Bahn. Aktuell etwa durch anti­bio­tika­ver­seuch­te Land­wirte mit multi­resis­ten­ten Keimen, von denen mittler­weile ein Viertel der nieder­sächsi­schen Bauern­schaft betrof­fen ist. Nicht mehr ganz so aktuell, weil seit langem schon ge­bräuch­lich, durch den Anbau von „Biomasse“ auf endlosen Mono­kulturen für die angeblich so umwelt­schonende Energie­gewin­nung, die tatsächlich jedoch die natürliche Flora und Fauna radikal ausrottet. Und der gern auch gentechnisch noch nach­geholfen werden darf, was sich dann, obwohl in Deutsch­land eigentlich verboten, auf unserem Früh­stücks­tisch wieder­findet. Denn bereits heute sind, beispiels­weise über das Viehfutter, „70 bis 80 Prozent der europäi­schen Lebens­mittel“ mit der Petrischale im Labor in Berührung gekommen. So jedenfalls äußerte sich freimütig Philip von dem Bussche, Vorstands­vorsit­zender eines der führenden Unter­nehmen von genmani­puliertem Saatgut, der KWS Saat AG, auf der letzten Jahres­haupt­versamm­lung im Dezember 2011 und quittierte damit und mit einem müden Lächeln dies­bezüg­liche Protest­aktionen aus dem anderen Lager.

Es sind Auswüchse einer Massen­gesell­schaft, wie sie selbst nicht allzu naturver­wöhnte, an kunst­stoff­verschweißte Lebens­mittel gewöhnte und feinstaub­belastete Stadt­bewohner allmählich buch­stäblich satt haben. Und so lautete auch die Parole während einer Großdemonstration anlässlich der Grünen Woche am 21. Januar in Berlin, als wütende Bürger massenhaft gegen Antibiotika im Geflügel und andere Sauereien in der Landwirtschaft auf die Straße gingen. Die Sensibilität gegenüber solche Produk­tions­weisen zum Nutzen von Groß­betrieben und zum Schaden der Verbraucher ist inzwischen derart gewachsen, dass immer mehr Menschen dagegen aufbegehren — rechnet man die Teilnahme an der Demonstration während der Grünen Woche nicht mit dazu, allein mit drei weiteren Veranstaltungen in Göttingen während der zweiten Januar-Hälfte. Es zeigt, wie wichtig quer durch alle sozialen und Alters­schichten hindurch dieses Anliegen den Menschen geworden ist und wie sehr sie sich von der Politik, aber auch von vielen Erzeugern, verschaukelt vorkommen.Weitere Informationen

 

Kundenfang im Internet
Cyber-Betrüger geben sich als falsche Polizeibeamte aus
Polizei warnt und rät zur Vorsicht
ok — Cyber-Betrüger versuchen aktuell bundesweit massiv, auf Online­verkaufs­platt­formen (z.B. www.quoka.de) Kunden für hochwertige Elektronik­artikel (iPad II) zu gewinnen. Die Betrugs­masche ist jetzt bis in unsere Region vorgedrungen: auch ein Göttinger Bürger hat mehrere Verkaufs­angebote erhalten.

Spacer Cyber Crime
  Oft betrügerisch: verführerische Angebote im InternetSpacerMontage: vs

Die Cyber-Betrüger gehen dabei wie folgt vor: Das günstige Angebot weckt die Vorstellung beim Interes­senten, ein „Schnäppchen“ machen zu können. Vertrauen beim Kauf­interes­senten wird erzeugt, indem die Betrüger vortäuschen, seriöse „Polizei­beamte“ zu sein. Als Beweis werden den potentiellen Käufern Kopien von Dienstaus­weisen via E-Mail übersandt. Was der Kunde nicht ahnt: die Dokumente sind verfälscht bzw. werden unberechtigt genutzt.

Später teilt der Cyber-Betrüger mit, dass er gerade leider Probleme mit seinem Girokonto habe, daher solle man den Kaufpreis an seine Schwester überweisen oder die Ware in Sylt abholen. So motiviert überweist der Kunde, welcher nicht extra nach Sylt fahren kann, sein Geld auf ein deutsches Girokonto – die Waren­lieferung bleibt jedoch aus. Die Online­betrüger haben bundesweit eine Vielzahl von Finanz­agenten angeworben, welche den Tätern Ihr Girokonto für Zahlungs­eingänge zur Verfügung gestellt haben. Die Finanz­agenten leiten die Zahlungs­eingänge dann nach Abzug von 10% via Geld­transfer­unternehmen (z.B. Western Union) an Geldempfänger im Ausland weiter. Eine Finanz­agentin der Cyber-Betrüger konnte durch die Göttinger Polizei lokalisiert werden – die Ermitt­lungen wegen Geldwäsche gegen die Frau hat das LKA Mecklen­burg-Vor­pommern aufgenommen. Ermitt­lungen wegen Geldwäsche laufen außerdem aktuell bei den Landes­kriminal­ämtern NRW, Sachsen, Mecklen­burg-Vor­pommern, Berlin.

Da die Betrüger äußerst profes­sionell agieren und immer noch aktiv sind, rät die Polizei zu besonderer Vorsicht und empfiehlt, auch bei vermeint­lichen Schnäpp­chen aufmerksam zu bleiben, sich nicht von Ausweisen beein­drucken zu lassen, da diese gefälscht sein können, und Zahlungen nur im Austausch gegen Ware zu leisten (abholen falls möglich). Girokonten dritter Personen sollten tabu sein (Verkäufer und Zahlungs­empfänger müssen identisch sein!) und die Identität des Verkäufers solle man – z.B. via Telefon­rückruf – überprüfen.

 

Stadtplanung
Ein Bach verschwindet
Kritik des BUND an geplanten Baumaßnahmen in Weende
Eine „Straßenbau-Orgie“ wird einem schon arg malträ­tierten Bach den Rest geben, befürchtet die Natur­schutz-Organi­sation BUND Göttingen und meint den Verlauf der Lutter im Weender Industrie­gebiet. Während Bürger des Ortsteils noch vor einiger Zeit in mühevoller, ehren­amt­licher Klein­arbeit und unter tatkräf­tiger Mitwir­kung des dama­ligen Ortsbürger­meisters etwas weiter östlich den Bach­verlauf gereinigt und versucht haben, ihn zu einem halbwegs natür­lichen Gewässer zurückzu­entwickeln, hat der Ortsrat gegen die jetzigen Pläne einer weiteren Versiege­lung nichts einzuwenden.

GVZ

Vielmehr verspricht er sich ebenso wie die Stadtver­waltung durch die neu zu schaffende Anbindung an das Güter­verkehrs­zentrum (GVZ II) eine verkehr­liche Entlastung – und da darf man nicht zimperlich sein. Bei den Planungen zum GVZ III zwischen Grone und Rosdorf war man es ja auch nicht, ebenso wenig wie bei den Erwei­terungs­planun­gen für Freizeit In und Göttinger Tageblatt, auf deren bislang relativ unberührten Flächen plötzlich keinerlei schützens­werte Kreatur mehr vorzufinden war.

Immer noch sei die „autogerechte Stadt“ Ziel der Stadtver­waltung in Göttingen, wirft die Göttinger Sektion des Bund für Umwelt und Natur­schutz den städtischen Planern vor. Die Stadt werde immer mehr auf die Bedürf­nisse einer straßen­gebun­denen Logistik ausgerichtet, der Grundsatz „Güter­verkehr auf die Schiene“ scheine unbekannt. Unter dem massivem Einsatz finan­zieller Steuer­mitteln werden nicht nur wertvolle Acker­flächen unter Asphalt und Beton begraben und neue Gewerbe­gebiete errichtet, es werden auch für den daraus resultie­renden Güter­verkehr ständig neue Straßen gebaut und bestehende erweitert. Das sei das Gegenteil einer nachhal­tigen Entwick­lung.

Beispiel Lutter: Von der Quelle im Göttinger Wald wird sie schon durch Herber­hausen als Kanal geleitet, darf sich vor der Knochen­mühle ein bisschen ausbreiten, wird dann aber unter die B27 gezwängt und muss sich bis Hoff­manns­hof durch ein neues Korsett quälen. In Weende dann immer mehr eingeengt, entschwindet sie ganz unter dem Boden, ist bis zur Einmün­dung in die Leine völlig verbaut und kommt im Lutter­anger nur noch in kleinen Abschnitten an die Ober­fläche. Nun hat der Bauaus­schuss noch eins draufgesetzt und beschlossen, dass auch diese Reste für die Erschlie­ßung des Güter­verkehrs­zentrums größten­teils geopfert werden sollen. Die BUND-Kreis­gruppe fordert deshalb eine Vermin­derung des Güter­verkehrs, seine Verla­gerung auf die Schiene und die vertiefte Prüfung einer alterna­tiven, ggf. kosten­günsti­geren und natur­verträg­licheren Erschlie­ßung über den Rinschen­rott oder die Hanno­versche Straße.

Dazu allerdings müssten die Mitglieder im Göttinger Bau-Aus­schuss wie auch jene in der Verwal­tung erst einmal eine Sensi­bilität für Nach­haltig­keit entwickeln.

 

Neues Klimaschutz-Modellvorhaben
Stadt wirbt Fördermittel ein
pdg — Das Innenstadtquartier am Alten Botanischen Garten in Göttingen soll modellhaft nach Möglichkeiten für eine energetische Stadt­erneue­rung untersucht werden. Die Stadt hat dafür erfolgreich Fördermittel aus dem Energie- und Klimafonds des Bundes in Höhe von knapp 93.000 Euro eingeworben. Damit erhöht sich die der Stadt aktuell zufließende Summe an Förderung für Klima­schutz­aktivi­täten auf über 340.000 Euro.

Noerdl. Innenstadt

Im Rahmen ihrer Klimaschutz­bemühungen will die Stadt Göttingen auch die historische Innenstadt mit ihrem baukulturell wertvollen und denkmal­geschützten Gebäudebestand in den Fokus nehmen. Die Göttinger Altstadt wurde jetzt in einem bundesweiten Wettbewerb um Fördermittel aus dem Energie- und Klimafonds des Bundes als eines von mehreren Projekten ausgewählt, in denen modellhaft die Möglichkeiten und Potenziale der energetischen Stadter­neuerung ermittelt werden sollen. Die Stadt wird dieses Modell­vorhaben im „Quartier am Botanischen Garten“ durchführen, dem nordöstlichen Viertel der Göttinger Altstadt zwischen Weender Straße, Theaterstraße und Wall. In diesem Bereich findet sich eine große Vielfalt von Gebäuden, wie sie für die Altstadt von Göttingen typisch sind. Das Spektrum reicht dabei vom denkmalge­schützten Fachwerk­haus bis zum Neubau der 1980er Jahre.

Neben sinnvollen Maßnahmen zur Energieeinsparung und -effizienz an Gebäuden, prüft das Projekt auch Möglichkeiten der zukunftsfähigen Energieerzeugung und -verteilung. Daraus wird für das Quartier ein Teil-Klimaschutz­konzept entwickelt. Ziel ist ein wirksamer Beitrag zur Energieeinsparung, aber auch die Sensibilisierung für die besonderen Anforderungen im historischen Stadtquartier. In einem ersten Schritt hat die Stadt alle Gebäude- und Grundstückseigentümer/innen des Quartiers am Botanischen Garten aufgerufen, sich an diesem Prozess zu beteiligen, sie erhalten einen Fragebogen. Zusätzlich werden von der Energieagentur Region Göttingen exemplarisch für zehn Gebäude kostenlos Energie­bilanzen und -konzepte erstellt, die in das Quartiers­konzept einfließen.

Weitere Fördermittel erhält Göttingen für die Erstellung eines Klimaschutz-Teilkonzepts „Klimafreundlicher Verkehr“ im Rahmen der Fortschreibung des Verkehrsent­wicklungsplans (Gesamtkosten: rd. 150.000 Euro, Förderung von 70 Prozent für 2012/13) und für die Erarbeitung eines Wärme­versorgungs­konzeptes zur Ermittlung von Potenzialen zur Energie­einsparung und zum Einsatz von erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung im Gebäudebereich (Gesamtkosten: rd. 48.000 Euro, Förderung von 70 Prozent für 2012). Gefördert werden daneben die teilweise Sanierung der Innenbeleuchtung in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (Installation von 250 energieeffizienten Leuchten mit sogenannten Präsenzsteuerungen; Stromeinsparung pro Jahr 38.000 Kilowattstunden; Kosten: rd. 67.000 Euro, Förderung von 25 Prozent für 2012) und die Anwendung von Klimaschutztechnologie bei der Stromnutzung in der Außenbeleuchtung (Installation von 430 energieeffizienten Leuchten mit LED-Lampen; Stromeinsparung pro Jahr 150.000 Kilowattstunden; Gesamtkosten rd. 240.000 Euro, Förderung von 40 Prozent für 2012).

Gute Aussichten hat die Stadt nach Angaben der Verwaltung ebenfalls bei der Aufnahme in das Förderprogramm „Masterplan Klimaschutz 100 Prozent“. Dort stehen für die Jahre 2012 bis 2015/16 jährlich weitere knapp 130.000 Euro in Aussicht. Die Entscheidung darüber fällt im Januar 2012.
→www.klimaschutz.goettingen.de

 

Skimming
Schon wieder Kartenlesegeräte manipuliert
Bislang rund 50 Geschädigte
Vier Wochen nach einem Skim­ming-Fall in Göttingen wurden jetzt vermutlich in einem Duder­städter Super­markt im Einkaufs­zentrum „Feilen­fabrik“ ebenfalls Kunden­daten über zuvor manipu­lierte Karten­lese­geräte ausge­lesen. Bislang haben sich rund 50 Geschädigte bei der Polizei in Duder­stadt gemeldet. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Zahl der Betrugs­opfer aber noch ansteigen wird. Nach ersten Schät­zungen beträgt die aktuelle Schadens­höhe ca. 30.000 Euro.

Spacer Kartenlesegerät
 
Banken gaukeln immer wieder Sicherheit beim Elec­tron­ic Banking vor, die es so nicht gibt: Karten­lese­gerätSpacerFoto: Archiv

Unklar ist derzeit noch, wann und in welcher Form die Lese­geräte mani­puliert wurden. Als mög­licher Tatzeit­raum wird im Moment Mitte November ange­nommen. Aufschluss hierüber versprechen sich die Ermittler von der Auswer­tung der Konten­bewegun­gen der Geschä­digten. Wie schon in Göttingen erfolgten die Geldab­buchungen vom Ausland aus, darunter u.a. aus Mexiko. Die Polizei Duder­stadt hat zehn Karten­lese­geräte für weitere Unter­suchun­gen sicher­gestellt.

Die Ermittler raten Geschäfts­leuten angesichts des aktuellen Falls zu beson­derer Aufmerk­samkeit und dazu, sich ihre Karten­lese­geräte genau auszu­sehen. Manipula­tionen an Terminals sind manchmal mit dem bloßen Auge zu erkennen. Eine Über­prüfung des Gerätes vor Inbetrieb­nahme sollte daher zur tägli­chen Routine gehören. Folgende Auffällig­keiten können Hinweise auf eine mögliche Manipu­lation sein:

  • das Gehäuse kann ungewöhn­liche Kratz­spuren, geschmol­zene Stellen oder andere Beschädi­gungen aufweisen,
  • die angebrachten/aufgeklebten Siegel sind beschädigt oder sonst unge­wöhn­lich verändert,
  • Ober- und Unterschale des Gerätes sind nicht mehr pass­genau,
  • die Schraubversiegelungen an der Unterseite des Gerätes weisen Beschädi­gungen auf.

Bei Verdachtsmomenten das Gerät auf keinen Fall in Betrieb nehmen und sofort die Polizei infor­mieren. Sachdien­liche Hinweise nimmt die Duder­städter Polizei unter Telefon 05527/98010 entgegen.

 

Dritte Welt
Göttinger IGS-Schüler sammeln
mehr als 8000 Euro für Projekte in Nicaragua

Spenden ermöglichen Kindern armer Familien den Besuch der teuren Sekundarstufe
Mit enormen Elan und großer Ausdauer haben die Jüngsten der Lichtenberg-Gesamtschule in Geismar (5. und 6. Jahrgang) am 10. und 11. November in den umliegenden Dörfern ihr Martins-Lied für Nicaragua in die Bevölkerung getragen. Während des Martins-Umzuges in der Göttinger Innenstadt hatte eine Schülerin der 5.6 besonderes Glück: ein Spender hatte kein Kleingeld und gab ihr gleich einen 50-Euro-Schein.

La Paz Centro
Überschwängliche Freude bei den Schülern der IGS-Partnerschule. Rechts im Bild Gisbert Teepe, ehemaliger Schüler der IGS, der dort seinen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst absolviert, und Carla Ostermayer aus Stuttgart

Insgesamt beteiligten sich alle 12 Klassen des 5. und 6. Jahrgangs an der Aktion. Normalerweise lässt die Sammelleidenschaft im 6. Jahrgang bei den älteren Schülern etwas nach, nicht jedoch in diesem Jahr. Als stolzes Ergebnis sind nun 4.958,65 (5. Jahrgang) und 3.465,05 Euro (6. Jahrgang) zusammengekommen, und selbst aus dem 7. Jahrgang machten sich noch zwei Schülerinnen auf den Weg und haben 75,10 Euro eingesammelt. Nach Abzug aller Kosten kommen damit 10.600 $ der Partnerschule in Nicaragua zugute. Angesichts solcher Summen war selbst der Zählautomat der Sparkasse Göttingen überfordert: an die zehnmal wohl versagte er unter dem Entsetzens-Geschrei der Schüler seinen Dienst, so dass ihm immer wieder ein Mitarbeiter auf die Sprünge helfen musste. Was der Zählautomat dann letztlich hartnäckig verweigerte – gute alte D-Mark etwa, auch Geld aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, aus Mexico, Russland und weiteren Ländern – konnten die Schüler wieder mitnehmen.

Ein Geschenk mit Sinn:
Patenschaften, die armen Schülern Bildung ermöglichen

Mit einem größeren Betrag soll nun zehn Grundschülern der Besuch einer weiterführenden Schule ermöglicht werden. Dabei handelt es sich um Schüler aus extrem armen Familien, die hochmotiviert und intelligent sind und unbedingt weiter zur Schule gehen wollen. Doch damit ist es nicht getan. Viele arme Schüler müssen dennoch weiterhin warten und darauf hoffen, dass sie eventuell von einem deutschen Paten gefördert werden, so dass sie ab Januar die teure Sekundarstufe besuchen und ihr Abitur machen können.Weitere Informationen

 

Innenstadt
Erneute Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt
Platzverweise und Elternbriefe
jk — Beamte der Polizei Göttingen und Mitarbeiter des Ordnungs­amtes der Stadt Göttingen haben von Freitag, 11.11., 21.00 Uhr, bis zum Sonntag, 12.11., gegen 3.00 Uhr in der Innenstadt und hier insbesondere in der Nikolai­straße erneut eine gezielte Kontroll­aktion von Szenetreff­punkten durch­geführt. Parallel dazu war die Jugendhilfe Göttingen mit aufsuchenden Jugend­pflegern u.a. im Bereich Chelten­hampark und auf dem Wilhelms­platz unterwegs.

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  Brennpunkte Wilhelmsplatz, Nikolaistraße: Jugend in hilflosem ZustandSpacerFotos: vs

Bis Mitternacht konzentrierten sich die Brennpunkt-Kontrollen auf anwesende Kinder und Jugendliche. An den verschie­denen Kontroll­orten wurden dabei rund 50 Personen überprüft. Die Ordnungs­hüter stellten insgesamt 16 Verstöße nach dem Jugend­schutz­gesetz fest und sprachen Platzver­weise aus. Ab 24.00 Uhr verlagerten die Kontroll­teams ihre Tätigkeiten stationär in die Nikolaistraße. In einer dortigen Diskothek fand zu diesem Zeitpunkt eine Karnevals­veranstal­tung statt. Das Lokal war entsprechend gut besucht. Gegen eine größere Gruppe alkoholi­sierter und laut auf der Straße herum grölender junger Heran­wachsender sprachen die Beamten ebenfalls Platzver­weise aus.

An bekannten Treffpunkten in der Innenstadt stellten die Streifen­teams außerdem bei zwölf Jugend­lichen die Personalien wegen Verstoßes gegen das Jugend­schutz­gesetz fest und fertigten in diesem Zusammen­hang elf sogenannte Eltern­briefe wegen des uner­laubten Konsums von Alkohol und einen weiteren wegen Rauchens in der Öffent­lichkeit. Ein 15 Jahre alter Jugend­licher musste wegen Verdachts auf eine Alkohol­vergiftung in ein Göttinger Krankenhaus eingeliefert werden. Beamte entdeckten den jungen Göttinger in hilflosem Zustand und kaum ansprechbar in einer Bushalte­stelle in der Zindel­straße und forderten einen Rettungs­wagen an.

Drei weitere alkoholisierte Jugendliche wurden von der Polizei an ihre Erziehungs­berechtigten übergeben. Die beiden 15 und 16 Jahre alten Jungen und ein 15-jähriges Mädchen waren an verschie­denen Orten aufgegriffen worden. Ein bei dem 15 Jahre alten Jugend­lichen durchge­führter Atemalko­holtest ergab 1,56 Promille. In allen Fällen festgestellter Verstöße gegen das Jugend­schutz­gesetz werden die Jugend­ämter jetzt weitere Maßnahmen ergreifen, z.B. eine Gesprächs­aufnahme mit den Erziehungs­berechtigten. In dieser Nacht fertigten die Beamten darüber hinaus drei Ordnungs­widrigkeiten gegen die Betreiber einer Gaststätte und zweier Einkaufs­märkte der Innenstadt wegen unerlaubter Abgabe von Alkohol an Jugend­liche sowie eine weitere OWI-Anzeige nach der Stadtver­ordnung wegen Urinierens in der Öffent­lichkeit. Erst am Wochenende zuvor hatten Polizei und Stadt gemeinsame Kontrollen durchgeführt und dabei ebenfalls etliche Verstöße festgestellt.

 

Landtag
„Dramatische Ballung der Probleme
in Schünemanns Amtsbereich“

Fall Grahl/Rechtsterrorismus/Flüchtlingspolitik – Grüne fordern umfassende Unterrichtung
Angesichts mehrerer sich aktuell zuspitzender Konfliktlagen mit möglicherweise weitreichenden Konsequenzen für die niedersächsische Innenpolitik haben die Landtagsgrünen für Mittwoch dieser Woche die umfassende Unterrichtung des zuständigen Landtagsausschusses beantragt. „Die Landesregierung muss sowohl zum ‚Fall Grahl‘ als auch zur Abschiebung der Familie Ngyuen, zum Vorwurf der Schikane gegenüber Asylbewerber/innen und zu den Aktivitäten der rechtsextremen Terroristen in Niedersachsen und der Rolle der niedersächsischen Sicherheitsbehörden umfassend Auskunft geben“, fordert der rechtspolitische Sprecher Helge Limburg in Hannover. Der Grünen-Politiker sprach von einer „fast dramatischen Ballung“ der Probleme im Amtsbereich von Innenminister Schünemann.

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Asylanten-Mobber: Innenminister Uwe SchünemannSpacerFoto: Archiv

Im Fall Grahl sind aus Sicht der Grünen immer noch die genauen Umstände des Steintorbesuchs des früheren Chefs der Zentralen Polizei-Direktion (ZPD) unklar. Auch eine Begründung für das späte Handeln des Innenministers stehe noch aus. „Der Innenminister täte gut daran, den Eindruck, er habe einen Parteifreund geschützt und erst unter öffentlichem Druck reagiert, wirksam zu entkräften. Bislang ist ihm das nicht gelungen“, sagte Limburg.

Im Zusammenhang mit den Verbindungen der Rechtsterroristen nach Niedersachsen erinnerte Limburg daran, dass dem hiesigen Verfassungsschutz in den letzten Jahren kontinuierlich neue Befugnisse, mehr Mittel und mehr Personal genehmigt wurden. Es stelle sich die Frage, warum es trotzdem möglich war, dass offenbar von Niedersachsen aus eine Terrorzelle derart massiv unterstützt werden konnte, so Limburg. Noch 2009 habe die Landesregierung auf seine Landtagsanfrage geantwortet, dass es keinerlei Hinweise auf rechtsterroristische Aktivitäten oder geplante Straftaten mit Waffen gebe.

Kürzlich ist darüber hinaus ein Fall bekannt geworden, in dem der als rechter Hardliner bekannte Innenminister mit juristisch fragwürdigen Mitteln versucht, eine gut integrierte algerische Asylanten-Familie aus Deutschland hinauszumobben. Notfalls sollte dem mit neuen Strafverfahren nachgeholfen werden. „Die Familie erhält zwar [im Falle einer Verurteilung] tatsächlich nur Tagessätze mit einem geringen Geldbetrag, allerdings ist dieser im Hinblick auf die bereits mehrfach gekürzten Leistungen nur schwierig aufzubringen“, wird der Minister in der Presse zitiert und hofft auf diese Weise, den Menschen das Leben hier unerträglich zu machen.

 

Energie
Stadt Göttingen bezieht nur noch Öko-Strom
pdg — Die Stadt Göttingen bezieht ganz im Sinne ihrer vielfältigen Klima­schutz-Aktivi­täten weiterhin Strom nur aus regene­rativen Energie­quellen. Ab 1. Januar 2012 tritt ein entspre­chender Liefervertrag zur Strom­versorgung der städtischen Gebäude und der Straßen­beleuch­tung außerhalb der Kernstadt mit der Lichtblick AG in Kraft.

Das ist das Ergebnis einer städtischen Ausschrei­bung, die nur Strom­lieferung aus erneuer­baren Quellen oder aus der Kraft-Wärme-Kopplung vorsah. Der jährliche Strombedarf der Stadt liegt bei rund 10,6 Millionen Kilowatt­stunden. An der Ausschrei­bung haben sich allerdings neben dem Landkreis Northeim auch weitere städtischen Gesell­schaften und Einrich­tungen (Beschäf­tigungs­förderung Göttingen, Deutsches Theater, Göttinger Senioren­zentrum gGmbH, Göttinger Sport- und Freizeit GmbH, Göttinger Bioenergie­zentrum GmbH, Volks­hoch­schule Göttingen, Kommunale Daten­verarbeitungs­zentrale Süd­nieder­sachsen, musa e.V.) mit einem Gesamt­volumen von weiteren 13 Millionen Kilowatt­stunden beteiligt.

Der Liefervertrag ist über zwei Jahre abgeschlossen worden. Er beinhaltet die Option für zwei einjährige Verlänge­rungen. Im Vergleich zur vergan­genen Ausschrei­bung für den städtischen Strombedarf im Jahr 2007 sei der Energiepreis relativ konstant geblieben, meint Ober­bürger­meister Wolfgang Meyer. Andere, den Strompreis belastenden Abgaben seien allerdings deutlich gestiegen. Dennoch sei man mit dem Ergebnis der Ausschrei­bung wirt­schaftlich zufrieden. Vor allem aber sei der ausschließ­liche Einsatz von Öko-Strom ein „deutliches Zeichen dafür, dass wir nicht nur über Klimaschutz reden, sondern dass unsere Stadt auch handelt“, erklärt der OB.

 

Universitätsbibliothek
Öffentlichkeit ausgeschlossen
Historischer Heyne-Saal wird dauerhaft geschlossen
Bibel von 1866pug/eb — Was nicht niet- und nagelfest ist, ist vor Kultur­banausen auch nicht gefeit. Kunstwerke werden heutzutage vielfach eher als Kapital­anlage gesehen denn als Kulturgut – wöchent­liche Auktionen wie auch spektakuläre Diebstähle oder Fälschungen zeugen davon. Das Kulturgut Buch, zumal in alten Ausgaben, bleibt nicht verschont davon, es wird ebenso wertsteigernd verhökert wie auch geklaut, wohl auch von der heran­wachsenden akademi­schen Elite. Mitarbeiter in der Alten Univer­sitäts­biblio­thek können ein Lied davon singen: 157 Bände im Wert von rund 30.000 Euro sind nicht mehr auffindbar. Nun soll der historische Heyne-Saal vor Langfingern – und vor der Öffentlichkeit – geschützt werden. Nur Forschung ist dann noch möglich.

Die Niedersächsische Staats- und Universitäts­bibliothek Göttingen (SUB) unterzieht derzeit ihren gesamten historischen Buchbestand einer General­revision. Die Mitarbeiter der SUB prüfen rund 510.000 Bände, um die Vollzähligkeit zu ermitteln, etwaige Bücher­verluste festzu­stellen und die Sicherheit der wertvollen historischen Bestände zu verbessern. Im sogenannten Heyne-Saal, in dem rund 160.000 alte Bücher zu ausgewählten Themen­bereichen aufgestellt sind, ist die Revision mittlerweile beendet. Dort gelten 157 Bände im Wert von rund 30.000 Euro als Verluste. „Dabei handelt es sich um empfindliche Lücken in einem seit der Gründung unserer Bibliothek systematisch aufgebauten historischen Bestand, der in diesem Umfang in Deutschland einmalig ist“, erläutert SUB-Direktor Prof. Dr. Norbert Lossau. Nach jetzigem Kenntnis­stand besteht kein Zusammenhang zu den Bücher­diebstählen eines Mitarbeiters der SUB in den Jahren 2006 bis 2009. Damals wurde eine erhebliche Anzahl wertvoller Bücher systematisch gestohlen.Weitere Informationen

 

Altes Stadtbad / Am Leinebogen
Baubeginn für weitere Kästen
in der nördlichen Innenstadt

Miteinander von Wohnen und gewerblicher Nutzung
Zu feiern gibt es immer was, auch in der Politik. Besonderes Talent dazu hatte einst Hans-Christoph Seebohm, 17 Jahre lang Bundes­verkehrs­minister dieser Republik. Er ließ keine Gelegenheit aus, hier mal ein quer über die Autobahn gezogenes weiß-rotes Absperrband durchzu­schneiden oder dort mal einen Spaten anzusetzen, auf dass bald danach die Bagger den Rest erledigten.

Spacer Stadtbadgelände
  Eitel Sonnenschein mit eingeplant: Ostansicht Richtung WaageplatzSpacerAbb.: Delta-Bau

Den Spaten angesetzt hatte am 7. November auch Ober­bürger­meister Wolfgang Meyer, um einen sich „elendig lange“ hinzie­henden Baubeginn in der nördlichen Innenstadt auf dem ehemaligen alten Stadtbad­gelände zusammen mit Stadtbaurat Thomas Dienberg feierlich zu begehen. Geladen zu diesem „Festakt … mit anschlie­ßendem Mittag­essen“ hatte der Investor Delta Bau AG. Der „hoch­wertige, sensible inner­städtische Standort am Leinekanal“ erfordert nach Aussagen der Stadtver­waltung eine „äußerste plane­rische Sorgfalt bei einer Neube­bauung“, wird aber gleichwohl letztlich Gebäude in neumo­discher Kasten­bauweise gebären. Die zunehmende Konzen­tration solcher Bauweise in der nördlichen Innenstadt – benachbart befinden sich die Klötze Carree, Gothaer Haus und das alte Sparkassen­gebäude – dürfte, sobald die Patina des Neuen erst einmal verblasst ist, dem Quartier noch mehr von seinem immer mehr schwindenden Charme nehmen. Allerdings: besser als die beinahe zehn Jahre lang währende Brach­land­schaft ist die nun begonnene Bebauung allemal und so kann nicht verwundern, dass die Verwal­tung nach dem Strohhalm Delta Bau griff. Die geplanten Gebäude sollen nun „zwischen den vorhan­denen Baustruk­turen vermitteln und eine der zentralen Lage im Stadtgebiet angemes­sene bauliche Dichte wider­spiegeln“.

Die jetzt entstehende Bebauung ist Ergebnis eines Wettbewerbs, dessen ursprüng­liche Intention im Laufe der Zeit zumindest teilweise immer mehr verwässert wurde. So ließ sich die Stock­leffsche Mühle am Leinekanal nicht zusammen mit dem übrigen Gelände vermarkten – und lässt sich immer noch nicht vermarkten, sodass nun die Städtische Wohnungsbau dafür einspringen soll. Und die einstigen Planungen einer Göttinger „Museums­meile“ mit „Wissens­häusern“, die sich vom Städtischen Museum über das Neubau­gelände bis zum Waageplatz erstrecken sollte, sind ebenfalls Makulatur. Denn als „Wissens­haus“ – Museum der Wissen­schaft – liebäugelt die Universität nun mit dem alten Auditorium Maximum. Die Stadtver­waltung hat sich dem inzwischen angeschlossen, präferierte einst jedoch die ehemalige Justiz­vollzugs­anstalt – und ist dafür auch finanziell bereits in Vorleis­tung getreten.

Für die nun zu errichtenden Gebäude, die sich ebenso­wenig in die einst kleinteilige Innenstadt­struktur einfügen wie die übrigen „Klötze“ an dieser Stelle, sondern nur weiter zerstören, was eh’ schon zerstört ist, ist „eine Nutzungs­mischung festgesetzt, die eine geschäftlich und gastro­nomisch genutzte Erdgeschoss­zone und in den Oberge­schossen Dienstleis­tungen und Wohnen vorsieht“. Es soll der Belebung und Entwicklung des Zentrums dienen, entsprechend dem Leitbild für inner­städtische Planungen, das u.a. auf dem Miteinander von Wohnen und gewerblicher Nutzung in der Innenstadt von Göttingen beruht.

Groner Tor Spacer
„Fehlgriff“: Ursprünglich geplanter Bau am Groner TorSpacerAbb.: bauwo Grundstücks AG

Die Göttinger CDU-Rats­frak­tion hat sich erfreut über den lang erwar­teten Start der Bauar­beiten am Stadt­bad­areal gezeigt, fordert aber gleichzeitig zeitnahe Nutzungs­konzepte für die Zukunft der Stockleff­mühle, darüber hinaus des alten Stadt­gefäng­nisses und der alten Tier­medizin am Groner Tor. Der baupoliti­sche Sprecher der Fraktion, Holger Welskop, verspricht sich mit der Realisie­rung dieser Bebauung und der umfassenden Sanierung des Gothaer Hauses eine erheb­liche Aufwer­tung dieses Teils der Innen­stadt.

Die CDU fordert aber auch gleichzeitig Konzepte für die zukünftige Entwicklung anderer städtischer Flächen und Gebäude in der Innenstadt: „Wir warten seit fast einem Jahr auf eine realistische planerische Perspektive für die Stockleff­mühle und seit kurzem steht dazu auch die Nach­nutzung des alten Stadt­gefäng­nisses zur Disposition“, erklärt Welskop. Darüber hinaus sei die alte Tiermedizin am Groner Tor inzwischen zu einem Schandfleck in bester Lage geworden. Die von der Stadt angestrebte zukünftige Nutzung des Areals am Groner Tor für einen anspre­chenden Hotel­neubau in Kombination mit weiteren Angeboten halte die CDU-Fraktion nach wie vor für richtig, „städte­baulich und architek­tonisch darf aber nicht wieder so ein Fehlgriff wie beim letzten Auswahl­verfahren passieren, denn damit würde die Chance einer baulichen Aufwertung des Groner Tores als Entree in die Stadt sträflich vertan“, warnt er.

 

Öffentlicher Personen-Nahverkehr
Einzigartige Studie
untersucht detailliert Alternativen zum Busliniennetz

Konstruktive Bürgerbeteiligung wie von Parteien gefordert
Eine „stärker ausgeprägte Kultur der Mitsprache und der Beteiligung von Bürgern nicht nur bei städtebaulichen Planungsprozessen“ – so eine Forderung von Bündnis 90/Die Grünen im Göttinger Rat vom Frühjahr dieses Jahres – hat sich in Göttingen längst herausgebildet. Erinnert sei beispielsweise an das Engagement von Anwohner­initiativen etwa in Roringen oder im Brauweg, insbesondere auch in der Wiesenstraße, wo es – im besten konservativen Sinn – um den Erhalt dort gewachsener Strukturen ging. Es ist ein Engagement, das mitunter ganz eigene, alternative Konzepte zur Bewahrung der Lebensqualität im jeweiligen Viertel hervorbringt, und diese Konzepte sind durchaus nicht immer identisch mit den Vorstellungen der Göttinger Stadtplaner.

Hans P.G. Hoorn Spacer
Hans P.G. Hoorn im JacobiviertelSpacerFoto: Uwe-Scheibler

Weniger mit städtebau­lichen als mit verkehrs­lenkenden Aspekten beschäftigt sich die Bürger­initiative Jacobi­viertel, welcher der ständige Busverkehr in der Jüden­straße ein Dorn im Auge ist. Nach Ansicht von Anwohnern führt er sowohl durch seine hohe Frequenz als auch wegen massiver Erschütte­rungen während des Vorbei­fahrens zu erheb­lichen Beeinträch­tigungen der Aufent­halts­qualität im Quartier. Bereits in einer Eingabe vom November 2008 forderte die Initiative ein „Neues Buskonzept“ und arbeitete dazu Alter­nativen aus mit Tan­gential­linien und nur noch einigen wenigen Busver­bindun­gen quer durch die Innen­stadt, die jedoch nach Meinung des von der Verwal­tung bestell­ten Gutachters Volker Stölting nicht realisierbar sind. Der „ÖPNV in der City ist optimal“ jubilierte daraufhin die Verwal­tung am 8. Januar 2010 in einer Presse­mel­dung unter Verweis auf Stölting.

Ganz anderer Ansicht ist hingegen der nieder­ländische Experte Hans P.G. Hoorn, den die Initiative kürzlich erneut nach Göttingen einlud und der bei seinem zweiten Besuch die „autogerechte und bus-angepasste Innenstadt … ganz schwach“ fand und die „Radfahrer in der Fussgän­gerzone“ dazu. Während Hoorns Urteil „offensichtlich davon ab[hängt], wer ihn einlädt“, zielte Ober­bürger­meister Wolfgang Meyer ein wenig unter die Gürtellinie, war das bei Stölting, der noch dazu von den Einladenden bezahlt wurde, selbstver­ständlich nicht der Fall. Das zeugt von wenig Souveränität gegenüber abweichenden Meinungen und auch von geringer Offenheit gegenüber neuen Ideen – was nicht weiter schlimm wäre, bliebe die Stadt­planung davon unberührt.

Wenig berührt hat sie offenbar auch ein umfang­reiches „Ideen­konzept zur Optimierung des ÖPNV in Göttingen“, das nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit vor einiger Zeit im Bauaus­schuss kurz abgehandelt wurde und das von dem heute in Israel lebenden ehemaligen Göttinger Matthias Doerfer stammt. Zu kurz, wie Gö-Polis meint und das diskussions­würdige Konzept hiermit einem größeren Publikum zur Verfügung stellt (Download am Ende des Beitrags). Doerfers Konzept hat vermutlich allein schon deshalb wenig Chancen, weil es versucht, teilweise radikal umzudenken, statt lediglich auf den vorhan­denen Gegeben­heiten aufzubauen, obgleich es diese syste­matisch weiter­entwickelt. In letzter Konsequenz führt es hin zu Taktzeiten von teilweise nur 10 Minuten – ein Ansinnen, das die Verwaltung in ihrer Bewertung mit zwei empörten Ausrufungs­zeichen (!!) versieht –, zu Ober­leitungs­bussen an der Peripherie bis hin zur Vernetzung regionaler S-Bahn-Verbin­dungen ins Umland. Ein solches Konzept erfordert jedoch eine lang­fristige Strategie und Denkweise, statt nur auf kurz­fristige Erfolge zu setzen.Weitere Informationen

 

Kommunalstruktur
Eingeschränkt zukunftsfähig
Erste politische Stellungnahmen
Wozu eigentlich ein Gutachten, wenn sich sowieso niemand danach richten will? Die Vorstellung einer wissenschaftlichen Studie zu den Kommunalstrukturen im südlichen Niedersachsen hat einmal mehr deutlich gemacht, dass empirisch gewonnene Ergebnisse das eine sind – politische Willensentscheidungen sind das andere. Und nicht immer sind sie unter einen Hut zu bekommen.

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„Unabweisbarer Handlungsbedarf“: Landräte Reuter, Wickmann, Gutachter Hesse, OB Meyer, Land­rat SchermannSpacerFoto: vs

Die drei Land­räte und der Göttin­ger Ober­bürger­meister, die da kürzlich mit dem Staats­wissen­schaftler Joachim Jens Hesse beisam­men saßen, um sich von ihm die Zukunfts­fähig­keit der Region erklären zu lassen, gingen durchaus nicht immer d’accord mit den Schluss­folge­rungen des von ihm erstell­ten Gutach­tens – und das war ihnen auch wichtig zu betonen.

Hesse diagnostiziert einen „unab­weis­baren Hand­lungs­bedarf“ zur Refor­mierung der kommu­nalen Struk­turen in Süd­nieder­sachsen. Denn die Kreise Göttingen, Northeim und Osterode seien „aus sich selbst heraus“ nur noch „einge­schränkt zukunfts­fähig“, nicht zuletzt auch, weil es an „großräu­migem Denken und Handeln“ mangelt. Nachteilige Kleintei­ligkeit, die einer weiteren Entwicklung entgegen­steht, sieht Hesse also nicht nur in den Struk­turen, sondern auch in den Köpfen.

Zu erkennen sei dies nicht zuletzt daran, führt der Wissen­schaftler aus, dass Süd­nieder­sachsen „keine Stimme nach außen“ besitze, weder beim Bund noch gar bei der EU richtig wahrge­nommen werde. Ansätze zur Schaf­fung einer regionalen Identität, etwa mithilfe des Regional­verbandes Süd­nieder­sachsen oder der Süd­nieder­sachsen­Stiftung, seien sogar eher kontra­produktiv verlaufen. Weitere Informationen

 

Naturschutz
Umweltvernichtungsausschuss
In einer Art vorauseilendem Gehorsam hat eine rot-grüne Mehrheit im Bauaus­schuss schnell noch vor der Sommer­pause ein Göttinger Naherho­lungs­gebiet zur Bebauung freigegeben und obendrein noch aus dem Land­schafts­schutz entlassen. Plötzlich ist das, was man einst für wertvoll und schützens­wert erachtete, einem opportu­nistischen Werte­wandel unterworfen.

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Deutliches Profil im internationalen Standortwettbewerb: Land­schafts­schutz­gebiet um NikolausbergSpacerFoto: vs

Und zwar ohne Not. Nicht dass dort etwa gebaut werden soll in absehbarer Zeit, aber es könnte ja mal gebaut werden oben in Niko­laus­berg am Fassberg. Obgleich die Max-Planck-Gesellschaft betont hat, dass auf absehbare Zeit keine Erweite­rungen beabsichtigt sind und man nicht einmal wegen eines solchen Themas an die Stadt heran­getreten ist. Dennoch hat diese sich zu einer „strate­gischen Bauland­vorberei­tung“ entschlossen, dem nun eines von drei unter Land­schafts­schutz stehenden Arealen zum Opfer fallen wird.

Zwar handelt es sich dabei um die „am wenigsten wertvolle“ Fläche, wie die Untere Natur­schutz­behörde den Bauversessenen zu verstehen gab, gleichwohl aber um eine wertvolle Fläche. Doch solche Nuancen waren im Bauaus­schuss wenig gefragt. Gefragt war vielmehr, „im interna­tionalen Standort­wettbewerb ein deutliches Profil und weiterhin eine führende Rolle einzunehmen“, da sind frühere Bewer­tungen eher hinderlich. Und jegliches Gerede über Nachhal­tigkeit sowieso. Weitere Informationen

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Kurz & bündig
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Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Ortsrat Groß Ellershsn/
Spacer Hetjershsn/Knutbühren:
30. Januar

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Welt-Lepra-Tag
OB ruft zur Unterstützung
gegen Lepra auf

pdg — Der Göttinger Oberbürgermeister Wolf­gang Meyer ruft die Göttinger Bevöl­kerung auf, aus Anlass des Welt-Lepra-Tages am Sonntag, 29. Januar, die Arbeit der Deutschen Lepra- und Tuber­kulose­hilfe (DAHW) zu unter­stützen. Medizi­nisch ist Lepra heute voll­ständig heilbar – voraus­gesetzt, sie wird recht­zeitig erkannt. Obwohl bereits 1981 ein Heil­mittel gefunden wurde, leiden immer noch Hundert­tau­sende an dieser Krank­heit. Die Deutsche Lepra- und Tuber­kulose­hilfe e.V. engagiert sich seit 50 Jahren für Men­schen mit Lepra und ihre Familien und sorgt für medizi­nische und soziale Hilfe. Damit die DAHW den Kampf gegen die Lepra weiterhin so erfolg­reich führen kann, braucht sie Unter­stützung.
Spenden können auf das Konto Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V., Konto-Nummer: 9696, Bankleitzahl: 790 500 00, Sparkasse Mainfranken Würzburg überwiesen werden.

Grüne
Bespitzelung von Politiker/innen
und Journalisten unangemessen

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat unter­stützt die Forderung des Göttinger Land­tagsab­geord­neten Patrick Humke nach Offen­legung seiner Ver­fas­sungs­schutz­akte. „Die will­kür­liche Dauer­bespit­zelung linker Struk­turen aus nicht nach­voll­zieh­baren Grün­den muss ein Ende haben“, erklärt der Frak­tions­vorsit­zende Rolf Becker, erst recht wenn die Betrof­fenen auf Grund ihrer gesell­schaft­lichen Funktion mit beson­deren Persön­lich­keits­rechten ausge­stattet sind. „Der Land­tagsab­geord­nete Patrick Humke und der Göttin­ger Jour­nalist Kai Budler sind nur die zwei promi­nentes­ten Göttin­ger Bei­spiele für mindes­tens zwei grund­legen­de Fehl­ent­wick­lungen des Ver­fassungs­schutzes in Deutsch­land“, erläu­tert Becker. „Damit meine ich erstens die syste­matische Gleich­setzung des Gefähr­dungs­potenzials „linker“ und „rechter“ Struk­turen, die, wie die Morde der „Zwickauer Terror­zelle“ beweisen, fern jeder Realität ist, und zweitens die zuneh­mende Außer­kraft­setzung von Grund­rechten zur Befrie­digung staat­licher Neugier mit immer umfas­sende­ren techni­schen Mitteln.“

Heilsarmee
Einigkeit über weiteres Vorgehen
pdg — Heilsarmee und Stadt Göttingen haben im Rahmen eines Gesprächs am 25. Januar vereinbart, wie im Hin­blick auf die Zukunft des Männer­wohn­heims verfah­ren werden soll. Gemein­same Priorität hat nach Mittei­lung der Stadt­verwal­tung die Weiter­führung des Wohn­heims für allein­stehende Woh­nungs­lose durch die Heils­armee nach dem bishe­rigen Konzept. Der Weiter­betrieb des Wohn­heims hängt jedoch von seiner künftigen Auslas­tung ab. Gemein­sam werden der Träger Heils­armee und die Stadt den Bedarf und die künftige Bele­gungs­situa­tion beob­achten.
Sollte die Belegung in Zukunft eine Weiter­füh­rung des bishe­rigen Wohn­heim­konzepts nicht mehr erlauben, wollen Heils­armee und die Stadt ein gemein­sames ambu­lantes Nach­folge­kon­zept erar­beiten. Die heutigen Bewoh­ner der Ein­rich­tung sollen, sofern sie Sozial­hilfe­empfän­ger sind, auch bei einem Konzept­wechsel am Standort weiter­leben können. Heils­armee und die Stadt werden in den nächsten Tagen mit den Bewoh­nern sprechen, um ent­spre­chende Befürch­tungen auszu­räumen.

CDU/FDP: Reserveflächen vermarkten
Reserveflächen, die seinerzeit für Schul­erwei­terun­gen oder andere Planungen vorge­sehen waren und die die Stadt vor Jahren gezielt erworben hat, sollten nach Auffas­sung der CDU/FDP-Rats­gruppe „zu Gunsten des dünnen Stadt­säckels ver­nünftig ver­wertet“ werden. Sie hat deshalb eine ent­spre­chende Anfrage im Finanz­aus­schuss einge­bracht – und entdeckt dabei sogar ihr Herz für die Natur: „Ökolo­gisch wie finan­ziell ist es immer von Vorteil, wenn bevorzugt Flächen­reser­ven inner­halb des alten Sied­lungs­kerns genutzt werden, bevor gute Acker­flächen mit hohem Erschlie­ßungs­auf­wand neu erschlos­sen werden“, erklärt die finanz­politi­sche Spre­cherin, Brigitte Eiselt.

Haushaltsberatungen
CDU/FDP-Bündnis
sucht Zusammenarbeit

SPD und Grüne nicken zustimmend
Die CDU/FDP-Gruppe hielte es für ein „besonderes Sig­nal“, wenn die Gespräche über den Haushalt 2012 und das vom Ober­bürger­meister Wolf­gang Meyer ange­kündigte Ent­schul­dungs­programm gemein­sam ange­gangen würden und bietet dafür „kon­struk­tive Gespräche“ an. In die­sem Sinne hat sie sich mit ent­spre­chen­den Schreiben an die Frak­tionen des Mehr­heits­bünd­nisses gewandt. Letzlich gehe es „um die Zu­kunfts­fähig­keit unserer Stadt“, darum, finan­zielle Spiel­räume wieder zurück­zuge­winnen. „Wir werden die großen Heraus­forde­run­gen, die vor uns stehen, nur gemein­sam lösen können“, so begründet der Vorsit­zende der CDU-FDP-Gruppe im Rat, Fritz Güntzler, seinen Vor­stoß. Um die Zu­kunfts­fähig­keit der Stadt zu erhal­ten, sollte der Rat mit mög­lichst breiter Mehr­heit die mit der Ent­schul­dungs­hilfe des Landes verbun­denen Ent­schei­dun­gen treffen.
SPD und Grüne haben inzwischen das Gesprächsangebot angenommen, wollen sich aber bis nach dem 17. Februar damit Zeit lassen. An diesem Tag findet die nächste Ratssitzung statt.

Amtsblatt Nr. 2
pdg — Die öffentliche Bekannt­machung der Sitzung der Ver­bands­versamm­lung der Spar­kassen­zweck­ver­ban­des Göttingen am 30. Januar ist einziges Thema der zweiten Ausgabe des Amts­blatts für die Stadt Göttingen in diesem Jahr, die am Freitag, 20. Januar, erschienen ist.
Inhalt von Amtsblatt 1 war die Einladung zur Ver­bands­versamm­lung des Zweck­verban­des für Tier­körper­beseiti­gung Süd­nieder­sach­sen / Han­nover als einziges Thema.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und auch im Internet unter www.goettingen.de →Rathaus & OB →Politik & Rat →Amtsblatt zu finden.

Gelebte Städtepartnerschaften
Vorschau auf das Jahr 2012
pdg — 30jähriges Jubiläum der Zusammen­arbeit mit Pau in Frankreich, feierlicher Auftakt im Jahr der in London stattfin­denden Olym­pischen Spiele in Chelten­ham und Musiker aus Nanjing beim Göttinger Jazz-Festival – das sind einige der Höhe­punkte im Rahmen der für 2012 geplanten Partner­schafts­aktivi­täten der Stadt Göttingen. Weitere Informationen

Demografie
Mehr Kinder, weniger Ehen
pdg — Erste vorläufige Zahlen hat das Göttinger Stan­desamt im Rahmen seiner Jahres­statistik für 2011 vorgelegt: Danach wurden im vergan­genen Jahr 2.246 Geburten* beur­kundet. 2010 waren in Göttingen 2.158 Kinder zur Welt gekom­men. Als belieb­teste Vornamen für Mädchen ent­pupp­ten sich 2011 wie 2010 und 2009 Marie und Sophie. Auf Platz drei hat Anna die Mia abgelöst. Die Favoriten bei den Jungen hießen Maxi­milian, Elias und Lukas. 480 Ehen wurden im vergan­genen Jahr in Göttingen geschlos­sen, 20 weniger als im Vorjahr. Gestiegen von acht auf elf ist die Zahl der regis­trierten Lebens­partner­schaften 2011, alle zwischen Frauen. Das Göttinger Sterbe­buch verzeichnete 2.202 Beur­kundun­gen*. 2010 waren es 2.178 gewesen. Die Zahl der Kirchen­austrit­te ist leicht gesun­ken – von 662 auf 655.
* Die Angaben beinhalten auch Personen ohne Wohnsitz in Göttingen.

Schülerwettbewerb I
Alle für Eine Welt. Eine Welt für Alle

Das Thema des Schulwettbewerbs des Bundes­präsi­denten zur Ent­wick­lungs­politik „Alle für Eine Welt. Eine Welt für Alle“ lautet „Was siehst du, was ich nicht sehe? Per­spek­tive wechseln!“
Noch bis zum 7. März können Schüler/innen der Klas­sen­stufen 1 bis 13 in Schul­klassen sowie in Schüler­teams oder Arbeits­gemein­schaften und Lern­grup­pen aller Art, auch aus deut­schen Schulen im Ausland mit­machen. Außer­dem können ganze Schulen teilneh­men. Die Wett­bewerbs­bei­träge und -projekte können Themen auf­greifen wie etwa „Kinder der Welt“, „Lebens­welten von Mäd­chen“, „Kinder­rechte und (Mäd­chen-)Fuß­ball“, „Ent­wick­lung und Klima­schutz“ sowie „China als Ent­wick­lungs­land“. Der Fan­tasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. So können Texte, Filme, Daumen­kinos und Thea­ter­stücke ebenso einge­reicht werden wie Multi­media­präsen­tatio­nen, Panto­mime, Kunst­werke oder Plakate. Für die Gewin­ner gibt es Geld­preise. Zudem erhal­ten alle Teil­neh­mer/in­nen eine Urkunde des Bun­des­präsi­denten.
www.eineweltfueralle.de

Schülerwettbewerb II
Gegen Rechtsextremismus

Mit der Initiative „Gerechte Sache“ hat das Bundes­justiz­minis­terium einen Wett­bewerb für Schü­ler/in­nen zwischen 14 und 20 Jahren ausge­rufen, in dem die besten Ideen, Konzepte und Aktionen gegen Rechts­extre­mismus sowie deren Umset­zung prämiert werden sollen. Darauf macht der Göttinger Bundes­tags­abgeord­nete Lutz Knopek (FDP) auf­merk­sam. Mit ihren Beiträ­gen können sich Einzel­perso­nen, Klein­gruppen und ganze Schul­klassen noch bis zum 30. April bewerben. Zu gewinnen gibt es Klassen­reisen und für einzelne Teilneh­mer ein MacBook Air sowie weitere interes­sante Preise. Politi­scher Extre­mismus sei unver­einbar mit unserer frei­heit­lich-demo­krati­schen Grund­ord­nung. „Solche Ideen­wett­bewerbe leisten einen nicht un­wesent­lichen Beitrag, unser gesell­schaft­lich-demo­krati­sches Immun­system intakt zu halten“, meint der FDP-Poli­tiker.
www.gerechte-sache.de/wettbewerb

Bundestag
Beifall von ungewohnter Seite
Der Göttinger FDP-Bun­des­tags­abge­ord­nete Dr. Lutz Knopek begrüßt das „über­fällige Bekenntnis“ der Grü­nen-Bun­destags­fraktion zum Ausbau sechs west­deut­scher Auto­bahnen und damit „zur Notwen­digkeit zentraler Straßen­infra­struk­tur­projekte“. Knopek hat damit zugleich die von ihm immer wieder prote­gierten Projekte einer Neu­trassie­rung der B241 bei Uslar oder eine weitere Verle­gung der B247 bei Obernfeld, Minge­rode, Gerblin­gerode und Duder­stadt im Blick. Zwar sieht Knopek „im Flächen­ver­brauch und dem Natur­schutz wichtige Argu­mente, die im Einzelfall mit den Vorteilen gut ausge­bauter Straßen abge­wogen werden müssten“ – dann aber wohl eher doch zu Lasten der Natur: „Der Um- und Ausbau wichtiger Ver­kehrs­projekte ist auch jenseits der A7 für Süd­nieder­sachsen elementar. Wir brauchen auch künftig Investi­tionen in unsere Landes- und Bundes­straßen, um die Attrak­tivität der Region und die Zukunfts­chancen der hier ansäs­sigen Betriebe zu stärken, die Bürger und insbe­sondere die Pendler zu entlasten, mehr Verkehrs­sicher­heit zu gewähr­leisten und lästige Staus zu vermeiden“, so das Göttinger Bun­destags­mit­glied.
Unter einer solchen Maxime kann es jedoch nur darum gehen, die Natur allenfalls „behutsam“ zu zerstören anstatt sie – zu Lasten des Straßen­baus – intakt zu lassen. Es sind Argumente, mit denen vor gar nicht mal allzu langer Zeit regionale Partei­gliede­run­gen kläglich baden gegan­gen sind.

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Deutsche Bahn AG
Von wegen Pünktlichkeit
Mehr als 2 Millionen Zugankünfte überprüft
DampflokVier von fünf Fern­zügen fahren pünkt­lich, sagt die Deut­sche Bahn. Doch es gibt große Unter­schiede – zum Bei­spiel je nach Zug­art und Region. Die Stif­tung Waren­test hat im ver­gan­genen Jahr an 20 wich­tigen Bahn­höfen mehr als 2 Millio­nen Zugan­künfte über­prüft. Dabei schnit­ten Stral­sund im Norden und Frei­burg im Süd­westen am besten ab. Als Bahnhof mit den häufig­sten Verspä­tungen erwies sich der Ham­burger Haupt­bahn­hof.Weitere Informationen

GWG
CDU gegen Personal-Geschachere
Die Göttinger CDU/FDP Ratsgruppe hat Ober­bürger­meis­ter Meyer aufge­fordert, den Ablauf des Bewer­bungs­verfah­rens und einen mögli­chen Aus­schrei­bungs­text für die Geschäfts­führer­nach­folge bei der städti­schen Wirt­schafts­förde­rungs­gesell­schaft GWG in der nächsten Auf­sichts­rats­sitzung vorzu­stellen. Es gibt Vermu­tun­gen, dass dieser Posten intern vergeben werden soll.
Nach Ansicht der CDU/FDP Gruppe hat die Wirt­schafts­förde­rungs­gesell­schaft mit dem zuge­höri­gen Bereich des Veran­staltungs­manage­ments von Lokhalle und Stadt­halle eine heraus­gehobene Bedeu­tung für die wirtschaft­liche und kultu­relle Weiter­entwick­lung Göttingens. „Es muss jeder Eindruck vermie­den werden, dass diese oder irgend­eine andere Geschäfts­führer­position einer städti­schen Gesell­schaft nach Partei­buch vergeben wird, hier geht es um Trans­parenz und Qualität bei wichtigen Personal­ent­schei­dun­gen“, erklärt der stell­vertre­tende CDU/FDP Gruppen­vorsit­zende Holger Welskop und bemän­gelt: „Wir vermis­sen bis jetzt dazu eine ein­deutige Aussage des Ober­bürger­meisters und Auf­sichts­ratsvor­sitzen­den Wolf­gang Meyer.“
Die hat er inzwischen gegeben: der Posten wird öffentlich ausgeschrieben.

Arbeitsmarkt im Dezember
Zum Jahresende stabil
Zum Jahresende präsentierte sich der Arbeitsmarkt in Süd­nieder­sach­sen stabil. Der saison­übliche Anstieg der Arbeits­losen­zahlen zum Jahres­ende fiel im Dezem­ber deutlich geringer aus als in den vergan­genen Jahren. So stieg die Zahl der Arbeits­losen im Agen­tur­bezirk Göttingen im zurück­liegen­den Monat um 186 bzw. 1,3%. Damit waren 14.858 Men­schen ar­beits­los gemel­det, 2.652 bzw. 15,1% weni­ger als im Vorja­hres­monat. Die Arbeits­losen­quote betrug kons­tant 6,6% und lag damit 1,2 Prozent­punkte unter dem De­zem­ber-Wert 2010.Weitere Informationen

Göttinger Statistik – Aktuell
Nahversorgung mit Lebensmitteln
Statistikpdg — In der Stadt Göttingen gibt es insgesamt ein breites Angebot an Lebensmittelhandel, allerdings nicht mehr in manchen Bereichen außerhalb der Kernstadt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung zur „Nahversorgung mit Lebensmitteln in Göttingen 2011“, die in der Publikationsreihe des Fachdienstes Statistik und Wahlen der Stadt Göttingen „Göttinger Statistik - Aktuell“ veröffentlicht wird. Deren Heft 35 ist jetzt erschienen.Weitere Informationen

Rettet den Regenwald
Die Euphorie, die sich einst um nachwachsende Rohstoffe als allein selig machender Ersatz für konventionelle Energieträger gebildet hatte, ist längst der Ernüchterung gewichen. Denn für die Gewinnung von Palm- und Sojaöl werden in Südamerika und Südostasien in großem Stil Urwälder vernichtet. Ebenso dafür, um unter dem Label der Ökologie in Europa angeblich umweltfreundlich gewonnene Nahrungs­mittel anbieten zu können – bevorzugt auch in Ökoläden. EU und selbst der Wissen­schaftliche Beirat der Bundes­regierung nehmen längst eine kritische Haltung gegenüber diesen „Alternativen“ ein. Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewunderns­werte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis wird sie an dieser Stelle ebenso regelmäßig veröffentlichen und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Seelöwen in Chile:
Sterben für Lachsbrötchen?

Rettet den Regenwald
SpacerFoto: RdR

Die chilenische Regierung will Seelöwen, die an der Küste des Landes leben, abschießen. Die Meeres­säuger würden der Fische­rei-Indus­trie angeb­lich die Fänge weg­schnap­pen und die Lachs­käfige ausräu­bern. Doch nicht die Seelöwen haben den Pazifik vor Chile leer­gefressen – die Fische­rei-Indus­trie hat sich durch Über­fischung selbst in die Krise gebracht. Und die in riesigen schwim­menden Käfigen gezüch­teten Lachse sterben massen­haft an einem aus Europa ein­geschlepp­ten Virus. Die Lachs­zucht verseucht zudem massiv die Ökosys­teme. Zehn­tausend Fischer und Arbeiter haben nun kein Einkom­men mehr. Als Sünden­böcke für das Disaster sollen die See­löwen sterben. Die chileni­schen Umwelt­organisa­tionen bitten um unsere Unter­stüt­zung. Bitte schreiben Sie an den chileni­schen Präsi­denten:
http://www.regenwald.org
Lesen Sie dazu auch den Bericht über die Aktivitäten des Göttinger Nicaragua-Vereins und sein Bemühen um Patenschaften für Kinder aus armen Verhältnissen in La Paz Centro, der Partnergemeinde.Weitere Informationen

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Beruf und Karriere

Informationsveranstaltung
Arbeiten und Leben im Ausland
Schwerpunkt Europa
Wer sich mit dem Gedanken trägt oder bereits beschlossen hat, im Ausland zu arbeiten, sollte vor dem Reiseantritt wichtige Fragen klären. Interessierte erhalten bei dieser Informationsveranstaltung zahlreiche Tipps und Anregungen von den Spezialisten der Auslandsvermittlung der Agentur für Arbeit. Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Agentur bietet dafür am Dienstag, den 31. Januar, die Gelegenheit, sich dazu zu informieren und Fragen zu stellen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich: Tel. 520-670 oder per E-Mail: goettingen.biz@arbeitsagentur.de.
Am 31. Januar um 10.00 Uhr in der Bahnhofsallee 5.

Freiwilliges Ökologisches Jahr
Das Entwicklungspolitische Informationszentrum (EPIZ) vergibt vom 1. Februar bis 31. August eine Stelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Themenbereich „Eine Welt“. Träger der Stelle ist das Institut für angewandte Kulturforschung e.V. Die Aufgaben umfassen die Mitwirkung bei unseren Aktivitäten zur entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit wie etwa die Herstellung des regelmäßigen Informationsblattes, Planung und Durchführung von Veranstaltungen, Mitbetreuung der Leihbücherei und des Archivs und anderes mehr. Die Aufgaben werden weitgehend im Büro erledigt, wobei PC-Kenntnisse erforderlich und eigene Ideen willkommen sind. Gelegentliche Arbeiten am Abend oder am Wochenende sind möglich. Gesucht wird eine/n Freiwillige/n im Alter zwischen 18 und 26 Jahren, bei der oder dem entsprechendes Interesse vorhanden ist.
Kontakt: Tel. 487066, info@epiz-goettingen.de

„Zurück in den Beruf“
Geförderte Bildungsangebote 2012
Coverpdg — Frauen und Männer, die ihre Berufs­tätig­keit für die Ar­beit in der Familie un­ter­bro­chen haben, finden im Wei­ter­bildungs­pro­gramm der von der städti­schen Koor­dinie­rungs­stelle „Frauen­förde­rung in der pri­vaten Wirt­schaft“ heraus­gege­benen Broschüre „Zurück in den Beruf“ zahl­reiche Ange­bote. Mehr als 30 Fort­bildun­gen in Göttingen, Hann. Mün­den und Duder­stadt finden immer vor­mittags statt, damit Prob­leme mit der Kinder­betreu­ung möglichst gering sind. „Wer während der Elternzeit beruflich am Ball bleiben oder als Berufsrückkehrerin die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern will, findet im Programm vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten“ betont Ina Langanke, die Leiterin der städtischen Koordinierungsstelle.Weitere Informationen

Fernkurse Betriebswirtschaft
Große Preisunterschiede für Bildung
Kenntnisse in Betriebswirtschaft kann man sich „gut“ in sieben von neun Kursen in einem Fernlehrgang aneignen. So lautet das Urteil der Stiftung Warentest nach einer Untersuchung von neun Grundlagenkursen für Quereinsteiger. Unterschiede gab es vor allem bei Preis, Dauer und Art der Abschlussprüfung. Zwei Fernkurse erhielten nur die Note „Befriedigend“. Alle Kurse im Test sind von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen, kosten 430 bis 2 700 Euro und dauern mindestens sechs Monate.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Abofalle statt Flugticket
Gefälschten Gewinnspiel
Noch nie wurden so viele Daten wie heute gesammelt, analysiert und für (Abzock)-Geschäfte genutzt. Der aktuelle Face­book-Fall eines gefälschten Gewinn­spiels im Namen der Luft­hansa zeigt, wie schnell Daten für dreiste Abzock­metho­den miss­braucht werden können. An der virtuel­len Pinn­wand vieler Face­book-Freunde klebt der Satz: „Gewin­nen Sie zwei Luft­hansa-Tickets für Flüge in die ganze Welt (nur für be­grenzte Zeit)“. Wer den Link anklickte, landete auf einer betrü­geri­schen Gewinn­spiele­seite und wurde aufge­fordert, die Handy­num­mer anzu­geben. Danach schnappte die Falle zu. Statt kosten­loser Tickets hatte der Nutzer ein Spiele-Abonne­ment für knapp drei Euro pro Woche abge­schlos­sen. Wer auf ein solches Abo herein­gefallen ist, sollte schnellst­möglich den angeb­lichen Vertrags­schluss sowohl gegen­über dem Mobil­funk­anbieter als auch dem Gewinn­spiele­anbie­ter bestrei­ten und darauf bestehen, ledig­lich an einem kosten­losen Gewinn­spiel teil­genom­men zu haben. Darüber hinaus ist der ver­meint­liche Vertrag wegen arglis­tiger Täu­schung anzu­fechten und schließ­lich vor­sorg­lich zu kündi­gen, rät Kathrin Körber von der Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen.

Girokonto
Bei Sparkassen und
Genossenschaftsbanken selten gratis

Nur knapp fünf Prozent der Sparkassen und Genos­sen­schafts­banken bieten ihr Girokonto wenigs­tens bei einem Konto­modell gratis an. Das zeigt eine Unter­suchung der Zeitschrift Finanztest bei allen deutschen Banken. Häufig gibt es aber kostenlose Alter­nativen.Weitere Informationen

Verbraucherzentrale
Terminvereinbarung online möglich
Ratsuchende können jetzt über die neu­gestal­tete Inter­net­seite der Ver­braucher­zentrale direkt mit ihrer Bera­tungs­stelle einen Termin verein­baren. Dazu brauchen sie nur ihre Daten und den Bera­tungs­wunsch in das An­melde­formu­lar eintragen. Die Mitar­beiter der Bera­tungs­stelle nehmen dann Kontakt zum Verbrau­cher auf. Ergän­zend zur On­line-An­meldung ist die telefo­nische Erreich­barkeit ausge­weitet worden.
www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/ beratungsstellen. Die zentrale Rufnummer zur Termin­verein­barung lautet: (0511) 91196-0 (Mo bis Do 9 bis 17 Uhr, Fr 9 bis 14 Uhr).

Konrad Herzog & Partner
Kaffeefahrtenanbieter droht:
Wer nicht mitfährt, soll zahlen

Vor einigen Wochen verschickte der angeb­liche Finanz­dienst­leister Konrad Herzog & Partner aus Ambühren zahl­reiche Gewinn­mittei­lun­gen über 951,72 Euro. Aktuell erhalten Ver­brau­cher von Konrad Herzog ein Erin­nerungs­schrei­ben, in dem auf den fest­gesetz­ten Gewinn­über­gabe­termin hinge­wiesen wird. Der Anbie­ter finde es sehr unge­wöhn­lich, dass man auf den Gewinn ver­zichten wolle. Er habe deshalb kurzer­hand für die Ange­schrie­benen Plätze reser­viert für 25 Euro pro Person.Weitere Informationen

Abzocke am Geldautomaten
Bis zu 7,50 Euro Gebühr
Geldziehen bei Sparkassen und Volksbanken ist für Kunden fremder Banken oft sehr teuer. Den Spitzen­satz von 7,50 Euro berech­net die Volks­bank Eisen­berg laut einer Erhe­bung der Zeit­schrift Finanztest. Die Spar­kasse Fürsten­feld­bruck verlangt 5,99 und zahl­reiche weitere Spar­kassen und Volks­ban­ken berech­nen 5 Euro. Die güns­tigste Gebühr beträgt 1,89 Euro bei der PSD Nieder­bayern-Ober­pfalz.
Besonders in ländlichen Gebieten, in denen es wenige Alter­nati­ven gibt, muss man bei Spar­kassen und Volks­ban­ken aber oft tief in die Tasche greifen, wenn man kein Kunde ist und Geld ziehen will. Nicht selten sind hier 5 Euro fällig. Billiger ist es bei den PSD-Banken (höchs­tens 1,95 Euro) und priva­ten Banken mit eigenen Auto­maten und ihren Auto­maten­verbün­den. Fremd­kunden zahlen hier meist eben­falls 1,95 Euro, der teuerste ermittelte Anbie­ter ist die SKG Bank mit einer Gebühr in Höhe von 4 Euro.

Immobilienrente
Die Immobilie zu Geld machen
und trotzdem darin wohnen bleiben

Wenn die Rente nicht zum Leben reicht, können Hauseigentümer jetzt ihre Immobilie zu Geld machen und gleichzeitig darin wohnen bleiben. Sie beleihen ihr Haus, nehmen einmalig einen Kredit auf, für den sie keine Raten zahlen müssen oder bekommen monatlich eine Rente ausgezahlt. Die Zeitschrift Finanztest hat sich die zurzeit angebotenen Modelle angesehen und berichtet darüber in ihrer Februar-Ausgabe.Weitere Informationen

Sonnenschutzmittel
Fantasiewerte beim Lichtschutzfaktor
Wer sich auf der Piste gegen Sonnen­brand schützen möchte, braucht eine gute Sonnen­creme und auch Schutz für die Lippen. Die Stiftung Waren­test hat acht Sonnen­schutz­mittel für den Winter untersucht und nicht immer ist drin, was drauf steht. Zwei unter­schreiten den Licht­schutz­faktor um mehr als 20 Prozent, ein Mittel gibt Licht­schutz­faktor 30 an, kam aber im Labor auf mehr als 100. Das ist zu viel und nicht für jeden verträglich. Weitere Informationen

Wäschetrockner
Mit Wärmepumpe besser
Trockner mit Wärmepumpe erobern den Markt. Zu Recht, urteilt die Stiftung Warentest. Die Technik spart gegenüber herkömm­lichen Kondens­trocknern mehr als die Hälfte an Strom und ist mittlerweile kaum noch teurer. Der billigste „gute“ Trockner mit Wärme­pumpe ist bereits für 500 Euro zu haben. Weitere Informationen

Test
Roher Schinken:
Bio und Discounter liegen vorn

In einer Untersuchung der Stiftung Warentest von 27 abgepackten rohen Schinken in Scheiben der Sorten Schwarz­wälder, Serrano und Parma schnitten Produkte mit Biosiegel sowie Discoun­terware am besten ab. Neben vielen „guten“ und „befriedi­genden“ Produkten gab es auch dreimal nur die Note „Ausreichend“ für Schwarzwälder Schinken.Weitere Informationen

Schlankmacher
Verbraucherzentrale warnt
vor irreführender Werbung

Nach wie vor werben Anbieter von Schlank­heits­mit­teln mit viel­ver­sprechenden Worten und Vor­her-Nach­her-Fotos von Frauen, die es in kurzer Zeit zur Traum­figur geschafft haben. Blitz­diäten, bei denen man schon in einer Woche fünf Kilo­gramm Gewicht verliert, gibt es nicht. Die Ver­braucher­zentrale warnt vor Schlank­machern, die auf diese unse­riöse Weise bewor­ben werden. Weitere Informationen

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Gesellschaft

Leineberg
Neujahrsempfang beim Stadtteilbüro
Nach der am 6. Oktober erfolgten Vereinsgründung ist der Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht Göttingen eingetragen worden. Das Finanzamt hat die Gemeinnützigkeit und Mildtätigkeit anerkannt. Damit ist die formale Grundlage für die erfolgreiche Fortführung des Stadteilbüros in der Allerstrasse geschaffen worden. 2012 sollen möglichst viele der bisher angebotenen Aktivitäten wie Begegnungstisch, Erzählcafe und „Leinefischer“ fortgeführt werden. Geplant ist die Einrichtung einer halben Stelle, die mit einer geeigneten Kraft besetzt werden soll und das bewährte Zusammenspiel zwischen Ehrenamtlichen, Praktikanten und Vorstand koordinieren soll. Jetzt aber gibt es erst einmal einen Neujahrsempfang.
Am 31. Januar um 19 Uhr, Allerstr. 31.

Sport
Integratives Hallenfußballturnier
Offen - kostenlos - multikulturell
Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren sind am 3. Februar eingeladen, in Teams bis max. 10 Spielerinnen/Spieler beim offenen und kostenlosen multikulturellen Fußballturnier für Straßen- und Freizeitmannschaften (keine Vereinsmannschaften) teilzunehmen. „Kicken mit Fairness und Spaß am Spiel“ lautet die Devise dann in der Sporthalle der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Göttingen. Sparta Göttingen organisiert zusammen mit der Göttinger Polizei und dem Stadtsportbund (SSB) dieses Turnier für Jugendliche um den Moonsport – Weststadt-Cup.
Moonsport ist als ein Präventionsprojekt von der Polizei Göttingen ins Leben gerufen worden. Seit Juni 2008 ist der Stadtsportbund offizieller „Moonsport-Veranstalter“ und wird von mehr als 10 Netzwerkpartnern, unter anderem von Sparta unterstützt.
www.moonsport.de
Team- oder Einzelanmeldungen sind bis zum 1.02. bei Hansi Lechte (Sparta) unter Telefon 43548 möglich. Hallenschuhe und Sportzeug sind mitzubringen.

Neuer KOB in der Oststadt
PK Ibenjk — Die Göttinger Oststadt bekommt einen neuen Kon­takt­bereichs­beamten (KOB). Sein Name: Rüdiger Iben. Der 52 Jahre alte Du­der­städter tritt damit die Nach­folge seines Kolle­gen Bern­hard Breit­ling an, der den Dienst­posten seit mehr als drei­zehn Jahren inne­hatte. In den letzten Monaten waren beide schon zusam­men unter­wegs. Was auf Iben zukommt, hat er von Breit­ling schon erfah­ren: der trug wäh­rend seiner gesamten Dienst­zeit einen Schritt­zähler. Ergeb­nis: 13.320 Kilo­meter war er zu Fuß im Stadt­teil unter­wegs.
Rüdiger Iben ist seit 35 Jahren bei der Polizei. Während dieser Zeit war er in unter­schied­lichen Dienst­berei­chen tätig. Neben Ver­wen­dun­gen im Einsatz- und Streifen­dienst und im Krimi­nal­ermitt­lungs­dienst gehörte er meh­rere Jahre zum Team der Innen­stadt­wache am Markt und zum Präven­tions­team. Zehn Jahre war Iben zudem Ange­höri­ger der Polizei­pup­pen­bühne. Seit 2008 ist er Bus­scout-Trai­ner.
Das Büro von Polizeikommissar Rüdiger Iben befindet sich in der Danziger Straße 40. Sprechzeiten: Di–Do von 14.00–15.00 Uhr und nach tel. Absprache (507-4367).

Recht & Gesetz
Erkennungsdienstliche
Vorladung rechtens

ma — Das Verwaltungsgericht Göttingen hat in einem Urteil vom 25. Januar die Klage eines 21-jährigen Göttingers gegen seine Vorladung zur erken­nungs­dienst­lichen Behand­lung abge­wiesen und damit die Maß­nahme der Polizei als recht­mäßig bestätigt. Gegen den damals 19-Jährigen ist wegen Körper­verlet­zung, begangen während einer Demons­tration im Januar 2010, ermittelt worden. In diesem Zusam­men­hang sollte er erken­nungs­dienst­lich (Finger­ab­drücke und Licht­bilder) behan­delt werden, woge­gen er klagte.

Jugendmedienworkshop 2012
Zwischen Ehre und Amt
Der Deutsche Bundestag lädt gemeinsam mit der Bun­des­zentrale für politische Bildung und der Jugend­presse Deutsch­land zum mittler­weile neunten Mal 30 junge Jour­nalist/innen zu einem Workshop nach Berlin ein. Dieser findet vom 25. bis 30. März 2012 im Deut­schen Bun­destag statt. „Auftrag Gesell­schaft. Zwischen Ehre und Amt – Dein Dienst für die Demo­kratie?“ heißt der Titel der Veran­staltung in diesem Jahr. Die Teilneh­mer/innen werden sich mit der Rolle des bürger­schaft­lichen Engage­ments – sei es im Ehren­amt, Freiwil­ligen Sozialen Jahr, Freiwil­ligen Wehr­dienst oder Bundes­freiwil­ligen­dienst – im gesamt­demo­krati­schen Getriebe ausein­ander­setzen.Weitere Informationen

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Polizei
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier: Weitere Informationen

Sexualaufklärung verhindert
jk — Aus einem in der Straße „Am weißen Steine“ geparkten weißen Dacia Kombi haben Unbekannte in der Nacht zu Freitag (27.01.) eine Plastikbox gestohlen. Darin befand sich Lehrmaterial zur Sexualaufklärung.

85-Jährige überführt Trickbetrüger
jk — Eine pfiffige 85 Jahre alte Rentnerin aus Herber­hausen hat am Don­ners­tagnach­mittag (26.01.) einen Trick­betrüger aus Polen, der die Frau eigentlich selbst über­rumpeln und mithilfe des „Enkel­tricks“ finanziell ausneh­men wollte, geschickt hinters Licht geführt.

Frau bei Überfall schwer verletzt
jk — Vor ihrem Wohnhaus in Duderstadt in der Berliner Straße ist am Dienstmorgen (24.01.) gegen 07.45 Uhr eine 46 Jahre alte Frau von einem unbekannten Mann angegriffen und schwer verletzt worden.

Wertschrank gestohlen
jk — Aus einer Bäckereifiliale im Stegemühlenweg haben Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag (26.01.) einen Wertschrank gestohlen.

Einbruchswerkzeug: VW Golf
jk — Mit einem zuvor in Bovenden gestohlenen VW Golf sind Unbe­kannte Donners­tagnacht (26.01.) gegen 3.15 Uhr rückwärts in die zum Teil verglaste Hauptein­gangstür einer Flippothek in Eber­götzen gefahren und haben anschließend einen Geld­wechsel­auto­maten aus dem Geschäft gestohlen.

Sperrmüllfledderer unter der Lupe
jk — Am 23. und 24.01. schaute die Polizei Bovenden Sperrmüllfledderern auf die Finger. Unterstützt wurden die Ermittler dabei von einem Experten vom Umweltamt des Landkreises Göttingen. Insgesamt stellten die Beamten bei der zweitägigen Kontrollaktion 21 Personalien fest und sprachen zehn Platzverweise aus.

Sicherheitsabstand ignoriert,
vierfacher Schaden

jk — Bei einem Verkehrsunfall mit vier beteilig­ten Autos ist am Dienstag­abend (24.01.) auf der Bundes­straße 3 Sach­schaden in noch unbe­kannter Höhe entstanden. Verletzt wurde niemand.

Unbekannte Autofahrerin
beschädigt geparkten Pkw

jk — Die Polizei Göttingen ist auf der Suche nach einer unbekannten Autofahrerin, die am Montagnachmittag (23.01.) gegen 13.30 Uhr im Rohnsweg im Vorbeifahren einen silberfarbenen VW Golf aus dem Kreis Unna (UN-) beschädigt hat.

Schockanrufe in Göttingen
jk — Am späten Sonntagnachmittag (22.01.) sind bei insgesamt sechs Göttinger Familien mit osteuropäischer Herkunft dubiose Schockanrufe eingegangen. In den in deutscher und/oder russischer Sprache geführten Telefonaten gaben eine unbekannte Frau und/oder ein Mann vor, dass ein enger Verwandter der Angerufenen in einen Unfall verwickelt gewesen bzw. selbst bei einem Unfall verletzt worden sei und man jetzt ganz dringend Bargeld für notwendige Operationen, ärztliche Behandlungen oder Rechtsanwaltskosten benötigt würde.

Geschädigter Autofahrer gesucht
jk — Beim Rangieren mit seinem Anhänger hat ein 41 Jahre alter Autofahrer aus dem Raum Lüneburg Sonntagnacht (22.01.) in der Zeit zwischen 1.00 und 1.30 Uhr an der Einmündung Am Leinekanal/Mühlenstraße nach eigenen Angaben einen blauen Skoda am linken Außenspiegel beschädigt.

Einbrecher kamen durch Terrassentür
jk — Aus einem Reihenhaus im Göttinger Stadtteil Grone haben Unbekannte am Sonntag (22.01.) in der Zeit zwischen 14.00 und 22.30 Uhr bei einem Einbruch Bargeld, Schmuck und eine Münzsammlung gestohlen.

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