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Nein zu Gewalt gegen Frauen – Internationaler GedenktagWeitere Informationen

 
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Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

A0 Filmfestival Bis 30. November
Mit dem Länder­schwer­punkt Frankreich startet das dies­jährige Europäi­sche Film­festival am 21. November. Es bietet mit zehn neuen Produk­tionen einen span­nenden und unter­halt­samen Quer­schnitt durch das Film­schaffen des Nachbar­lands. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem italieni­schen Film­schaffen, der mit der vom italieni­schen Kultur­ministe­rium geför­derten, schon tradi­tionellen Reihe „Cinema! Italia!“ vertreten ist.
In einer weiteren Reihe „Europäische Premieren“ gibt es hochka­rätige Previews aus Großbri­tannien; aus Schweden kommt der diesjährige Festival­sieger von Venedig „Eine Taube sitzt auf einem Zweig … von Roy Andersson nach Göttingen, Russland und Polen vertreten das filmische Epos. Bei den aus Deutschland stammenden Filmen – darunter einer aus Göttin­gen – kann man nach der Vorführung auch mit den Machern ins Gespräch kommen.
Parallel zum Filmfest wird im Foyer des Kulturwissen­schaft­lichen Zentrums (Goßlerstraße / Heinrich-Düker-Weg) eine Fotoaus­stellung gezeigt. Titel: „Über die Fronten hinweg: Die Farbfoto­grafien von Jules Gervais-Cour­tellemont und Hans Hilden­brand 1914–1918“. Veranstaltungen
Bis 30.11. im Lumière, Alter UB, Club-Kino.

Restitution
Stadt gibt erstmals
jüdisches Kulturgut zurück

pdg — Die Stadt Göttingen hat erstmals jüdisches Kulturgut zurück­erstat­tet, das wäh­rend des national­sozialis­tischen Regi­mes auf dem Weg der soge­nann­ten „Arisie­rung“ aus jüdi­schem Besitz in das Städti­sche Museum gelangt war. Mög­lich gewor­den ist dies nach einer in den Jahren 2008 bis 2010 erfolgten Unter­suchung aller in der NS-Zeit im Museum einge­gange­nen Objekte. Im Rahmen einer Feier­stunde hat der Enkel des jüdischen Unter­nehmer­ehe­paares Max Raphael und Gertrud Hahn, Prof. Dr. Michael Hayden, die Resti­tutions­urkunde aus den Händen von Ober­bürger­meister Rolf-Georg Köhler am 8. Novem­ber erhalten. Die Groß­eltern fielen 1941 dem Holo­caust zum Opfer. Hayden lebt in Kanada und wurde am Vortag mit der Ehren­doktor­würde der Georg-Au­gust-Uni­versität ausge­zeich­net. Begleitet wurde er von seiner Familie sowie weite­ren Ange­höri­gen. Zu dem seinen Groß­eltern geraub­ten Kultur­gut gehö­ren insge­samt 17 Möbel­stücke, Ofen­platten und andere Objekte.Weitere Informationen

Theater
Aus einem Euro werden zwei
Spenden für künstlerische Projekte
werden noch bis 30.11. verdoppelt

Bis Ende November wird jede Spende für künst­lerische Projekte an das Deutsche Thea­ter Göttingen verdop­pelt. Dank des mehr­jähri­gen Prä­mien- und Anreiz­pro­grammes des Landes Nieder­sach­sen, das zum Jahres­ende ausläuft. Bisher konn­ten in diesem Rahmen Projekte reali­siert werden wie zum Beispiel die „Aktion Klassen­kasse“, mit der Kindern und Jugend­lichen aus sozial schwachen Familien ein Theater­besuch ermög­licht wird. Inner­halb des Kinder- und Jugend­theater-Festi­vals „Hart am Wind“ finan­zierte das Deutsche Theater u.a. durch Spenden­mittel das Kinder- und Jugend­projekt „No go lab“.
Zahl­reiche frei­gebige Bürger und Firmen nah­men diese Ver­doppe­lungs­kam­pagne zum Anlass zu spenden, doch nun ist diese Maßnahme nur noch bis Ende des Monats möglich. Spenden sind also dopelt so viel wert.
Spendenkonto: Volksbank Göttingen, IBAN DE34 2609 0050 1072 0588 00, BIC GENODEF1GOE. Stichwort: Künstlerische Projekte.

Stadtarchiv
Historisches Manuskript
als Dauerleihgabe

In Anwesenheit der Göttin­ger Kultur­dezer­nen­tin und des Leiters des städti­schen Archivs, Ernst Böhme, erhielt die Stadt im November als Dauer­leih­gabe das Manu­skript eines Fahnen­liedes aus der Zeit der Göttin­ger Januar­unruhen von 1831. Ein Husu­mer Bürger ent­deckte die beiden Sei­ten in einem Nach­lass. Weitere Informationen

Musikalische Morgenveranstaltung
Vorverkauf beginnt
Das Göttinger Sym­phonie Orchester unter der Leitung von Christoph-Mathias Mueller gestaltet die Tradi­tions­veran­staltung gemein­sam mit dem Polizei­chor Göttingen als weih­nacht­liches Konzert. Christoph Huber von „stille hunde“ stimmt mit einer weih­nacht­lichen Geschichte auf das bevor­steh­ende Fest ein.
Vor­verkauf vom 10. November bis ein­schließ­lich 3. Dezember 12.00 Uhr, aus­schließ­lich in der Tourist Infor­mation im Alten Rathaus Göttingen.

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Wissenschaft

Ideenwettbewerb
Uni prämiert Vorschläge
zur Mobilität im Studium

pug — Die Universität Göttingen hat sechs Vorschläge aus dem Ideenwettbewerb für Studierende 2014 prämiert. Thema der dies­jährigen Ausschrei­bung war „Mobil stu­dieren“. 94 Vorschläge wurden einge­sendet, die besten sechs erhielten Geld- und Sach­preise.Weitere Informationen

Anatomie
Körperbau von Elite-Sprintern
pug — Je symmetrischer die Kniegelenke eines Läufers, desto besser die Laufleis­tung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie eines inter­nationa­len Forscher­teams unter der Leitung der ameri­kani­schen Rutgers University mit Beteili­gung der Univer­sität Göttingen. Die Wissen­schaftler konnten anhand des Körper­baus von Welt­klasse-Athle­ten aus Jamaika zeigen, dass die Sprin­ter mit den symme­trischs­ten Knie- und – in gerin­gerem Maße – Sprung­gelen­ken die besten Lauf­leistun­gen vorweisen konn­ten.Weitere Informationen

Wirtschaftswissenschaften
Heimtierhaltung
als Wirtschaftsfaktor

Forscher der Universität Göttingen haben die wirtschaftliche Bedeutung von Haus­tieren unter­sucht. 11,5 Millionen Katzen, 6,9 Millio­nen Hunde, 6,1 Millio­nen Klein­tiere sowie viele Zier­vögel, Zierfische und Reptilien: 38 Prozent der Einwoh­ner Deutsch­lands leben mit einem Heimtier zusam­men. Welche Wert­schät­zung die Besit­zer ihren Tieren ent­gegen­bringen, lässt sich anhand der Aus­gaben für ihr „Hobby“ bemes­sen. Nach einer Studie des Lehr­stuhls für Wirt­schafts­politik der Univer­sität Göttin­gen bewirkt die Heim­tierhal­tung in Deutsch­land Aus­gaben in Höhe von etwa 9,1 Mil­liar­den Euro pro Jahr. Dies ent­spricht etwa 0,32 Prozent des Brutto­inlands­produkts. Weitere Informationen

Carreras Leukämie-Stiftung
Forschungsförderung zum
Myelodysplastischen Syndrom

umg — Forscher der Klinik für Hämatologie und Medi­zinische Onkologie untersuchen in einem von der Deutsche José Carreras Leu­kämie-Stif­tung e.V. geförderten For­schung­sprojekt, ob neue Techno­logien wie die DNA-Sequen­zierung der zweiten Gene­ration (Next Genera­tion Sequenc­ing) und die mole­kulare Karyo­typisie­rung helfen können, um bei Pa­tienten mit Myelodys­plasti­schem Syn­drom (MDS) erwor­bene Verände­rungen der Erb­anla­gen so früh wie möglich nachzu­weisen.Weitere Informationen

Auszeichnung
Vitamin D-Mangel im Alter
umg — Dr. Marija Djukic, Priv.-Doz. am Institut für Neuro­patho­logie der Uni-Me-dizin Göttin­gen (UMG) und Ober­ärztin des Geria­trischen Zentrums im Ev. Kran­ken­hauses Göttin­gen-Weende (EKW), hat den von der Rolf- und Huber­tine-Schiff­bauer-Stif­tung ausge­lobten Förder­preis 2014 erhal­ten. Er wird jährlich von der Deut­schen Gesell­schaft für Geria­trie e. V. (DGG) für heraus­ragende wissen­schaft­liche Arbei­ten auf dem Gebiet der Alters­medizin verliehen. Djukic erhielt die Auszeich­nung für ihre Publi­kation „Vitamin D deficiency reduces the immune response, phago­cytosis rate, and intra­cellu­lare killing rate of micro­glial cells“ („Vitamin D-Mangel verrin­gert die Immun­antwort, die Phago­zytose- und intra­zelluläre Abtötung­srate von Mikro­gliazellen“).Weitere Informationen

Physik
Forschung zur
Wechselwirkung von Elektronen

pug — Die physikalischen Eigenschaften aller Materialien, insbesondere der mag­neti­schen, werden maßgeb­lich durch die kom­plexen Wechsel­wirkun­gen von Elek­tronen unter­ein­ander bestimmt. Das Hinzu­fügen gerings­ter Mengen mag­neti­scher Atome wie Eisen zu einem Kupfer­kristall führt bereits dazu, dass sich die elek­trische Leit­fähig­keit unter­halb einer bestimm­ten Tempe­ratur dras­tisch erhöht und der soge­nannte Kondo-Effekt auf­tritt. Erhöht man nun die Zahl der mag­neti­schen Stör­stellen weiter, ent­steht ein Wett­bewerb um die Anord­nung der Elektro­nen um die Mag­neten. Wissen­schaft­lern der Univer­sität Göttin­gen und dem For­schungs­zen­trum Jülich ist ein wich­tiger Schritt zum besse­ren Ver­ständ­nis des Wechsel­spiels dieser Ord­nungs­prozesse gelun­gen.Weitere Informationen

Förderung
DFG verlängert Förderung
für Graduiertenkolleg

pug — Die Deutsche Forschungs­gemein­schaft (DFG) hat die Förde­rung für das inter­diszipli­näre Gra­duier­ten­kolleg (GRK) „Skalen­prob­leme in der Sta­tistik“ an der Univer­sität Göttin­gen ver­län­gert. Die DFG fördert das GRK in den kom­menden vier­ein­halb Jahren mit insge­samt rund 3,5 Millio­nen Euro. Daran betei­ligt sind die Wirt­schafts­wissen­schaft­liche Fakul­tät, die Fakul­täten für Agrar­wissen­schaf­ten, für Mathe­matik und Infor­matik sowie für Forst­wissen­schaf­ten und Wald­öko­logie, die Uni­ver­sitäts­medi­zin Göttin­gen und das Cou­rant For­schungs­zen­trum „Armut, Un­gleich­heit und Wach­stum in Ent­wick­lungs­län­dern“ der Univer­sität Göttin­gen.
Teilprojekte des GRK beschäftigen sich un­ter ande­rem mit Natur­schutz und Gene­tik, mit der Aus­brei­tung von Epide­mien und mit Infor­mations­flüssen bei der Verbrei­tung neuer Techno­logien bei­spiels­weise in der Land­wirt­schaft. In der zweiten Förder­periode will man sich unter ande­rem mit der Inte­gration ver­schie­dener Daten­quellen in einem gemein­samen Modell, den aus der zuneh­men­den Verfüg­bar­keit großer Daten­men­gen ent­stehen­den Heraus­forde­run­gen und der Über­tra­gung von Ergeb­nissen über die Grenzen ver­schie­dener Skalen hin­weg beschäf­tigen.
www.uni-goettingen.de/de/264255.html

Zentraltibet
Gletscherbedeckung
in der Eiszeit nachgewiesen

pug — Erstmals ist es einem ausländischen Geowissen­schaftler gelungen, in eines der entle­gensten Gebiete Zentral­tibets zu reisen, um die dortige eiszeit­liche Landschaftsentstehung zu erforschen. „Die geo­morpho­logischen Ergeb­nisse in der Region südwestlich bis nord­westlich des Purog Kangri-Massives beweisen eine voll­ständige Inland­vereisung“, sagt Prof. Dr. Matthias Kuhle vom Geogra­phischen Institut der Univer­sität Göttin­gen. Das Beson­dere an der nach 24 Jahren von der chine­sischen Regie­rung geneh­migten Expe­dition bestand darin, dass in dem unweg­samen und unbe­siedel­ten Natur­reservat Proben entnom­men und zur Analyse nach Deutsch­land ausge­führt werden durften.Weitere Informationen

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Mechanismen der
Transmitterfreisetzung im Ohr

umg/cnmpb — Das Phänomen „Hören“ birgt noch zahl­reiche Rätsel. Eines davon: Auf welche Weise gelingt die Wand­lung von Schall­wellen in elektri­sche Signale, die das Gehirn weiter­verar­beiten kann, so unglaub­lich schnell, dass sie dem Hörreiz mit einer Präzi­sion von weniger als einer Tau­sendstel Sekunde folgen kann? Göttin­ger Wissen­schaftler haben jetzt einen mikro­skopi­schen Mecha­nismus im Ohr ent­schlüs­selt, der ent­schei­dend für die Weiter­gabe von Hör-Infor­matio­nen an das Gehirn ist. Sie konn­ten dabei neue Erkennt­nisse darüber gewin­nen, auf welche Weise Boten­stoffe, soge­nannte Trans­mitter, außer­ordent­lich effizient freige­setzt und detek­tiert werden.Weitere Informationen

Ökologische Agrarwissenschaften
Modell für sozioökologische
Veränderungsprozesse

pug — Seit Beginn der Mensch­heits­ge­schich­te sind Mensch und Natur eng mitein­ander ver­bun­den, sie bilden ein „sozial-öko­logisches System“. Bevöl­kerungs­wachs­tum, techno­logi­scher Fort­schritt und Urbani­sierung verän­dern diese Systeme auf der ganzen Welt grund­legend. Wissen­schaft­ler/in­nen der Univer­sitäten Kapstadt, Kassel und Göttin­gen haben ein Modell entwi­ckelt, mit dem sich die Ursa­chen und Konse­quenzen dieser Prozesse welt­weit und auf verschie­denen Ebenen ver­glei­chen lassen.Weitere Informationen

Rat für Informationsinfrastrukturen
Digitales Wissen
wird besser vernetzt

pug — Ein neu gegründeter Rat für Informa­tions­infra­struk­turen hat am 3. November seine Arbeit auf­genom­men. Die 24 ehren­amt­lichen Rats­mit­glieder – Vertreter von Wissen­schaft und Gesell­schaft sowie Bund und Ländern – kamen in Göttingen zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Der Rat hat die Aufgabe, disziplin- und insti­tutions­über­greifende Em­pfeh­lungen für die weitere Ent­wick­lung und den Aus­bau der digi­talen Infra­struk­turen von Bil­dung und Wissen­schaft zu erar­beiten. Dazu gehören etwa Fragen der digi­talen Lang­zeit­archi­vierung, der Zugänge zu Daten­banken oder der Digi­talisierung von Wissens­beständen. In­forma­tions­infra­struk­turen sind Ein­rich­tungen wie Biblio­theken, Archive und For­schungs­daten­samm­lungen, die sich syste­matisch damit befassen, große Daten­mengen und Infor­mationen zusam­men­zutragen und welt­weit verfüg­bar zu machen.
Kontakt: Prof. Dr. Norbert Lossau, Wil­helms­platz 1, Tel. 39-12183.

Agrarwissenschaften
Weniger Pflanzenschutzmittel,
mehr Gewinn

pug — Der Anbau gen­technisch verän­derter Pflanzen führt welt­weit zu einem Rück­gang an Pflanzen­schutz­mitteln und zu höhe­rem Ertrag. Zu diesem Schluss kom­mt eine Meta-Analyse von Agrar­öko­nomen der Univer­sität Göttingen. Die Wissen­schaftler werteten weltweit 147 Original­studien zum Thema aus: Dort, wo gen­technisch verän­derte Pflanzen ange­baut wurden, ging der Ein­satz chemischer Pflanzen­schutz­mittel im Durch­schnitt um 37 Prozent zurück. Gleichzeitig stiegen die Erträge um 22 Prozent. Trotz des teureren Saat­guts konnten die Land­wirte mit gen­tech­nisch veränderten Pflanzen ihren Gewinn um durch­schnitt­lich 68 Prozent steigern.Weitere Informationen

Biologie
Biodiversitätsverlust
macht Ökosysteme anfälliger

pug — Die Um­wand­lung von tro­pischem Regen­wald zu Palm­öl-Plan­tagen führt zu einem deut­lichen Rück­gang in der Arten­vielfalt und der An­zahl der Tiere und Pflanzen. Das haben Wissen­schaftler der Uni­ver­sität Göt­tingen und der Bogor Agri­cultural Univer­sity in Indo­nesien her­aus­gefunden. Die Forscher unter­suchten auf Suma­tra die Folgen der verän­derten Lan­dnut­zung für das gesamte Öko­system, in­dem sie die Arten­gemein­schaft in der Streu­schicht, der ober­sten Boden­schicht, die aus totem Laub besteht, analy­sierten.Weitere Informationen

Krebsforschung
Protein mit
Brustkrebspotenzial

Wissenschaftler der Uni-Medizin haben ein Protein entdeckt, das Östrogen-abhängige Brust-Tumore zum Wachsen brauchen. Die Erkennt­nisse könnten dazu beitragen, neue Thera­pien für Brustkrebs zu ent­wickeln.Weitere Informationen

Biologie
Luchse in Nordhessen
werden erforscht

pug — In einem gemeinsamen Projekt der Univer­sität Göttin­gen, des Arbeits­kreises Hessen­luchs sowie der Forst­ämter Hes­sisch Lich­tenau und Mel­sungen werden in einem Wald­gebiet südöstlich von Kassel Anfang Novem­ber auto­matische Kameras zur Erfor­schung des Luchses aufge­stellt. Damit soll die Anzahl der in Nord­hessen heimi­schen Luchse ermit­telt werden. Die Luchs­for­schung ist als Citizen Science-Projekt konzipiert und soll zusätz­lich Schul­kindern der Region die Bedeu­tung der Luchse und der Luchs­forschung vermit­teln.Weitere Informationen

Agrarökologie
Biodiversitätsschutz durch
umweltfreundliche Bewirtschaftung

pug — Umweltfreundliche Bewirt­schaf­tung eines Ackers kann einen wesent­lichen Beitrag zum Erhalt der Arten­vielfalt leisten, auch wenn die strikten Vor­gaben der ökolo­gischen Land­wirt­schaft nicht zu 100 Prozent einge­halten werden. Das haben Agrar­ökolo­gen der Univer­sität Göttin­gen heraus­gefun­den. Die Wissen­schaft­ler vergli­chen die Folgen einer „umwelt­freund­lichen Bewirt­schaf­tung“ mit denen einer streng öko­logi­schen sowie einer kon­ventio­nellen Bewirt­schaf­tung von Acker­flächen.Weitere Informationen

Agrarwissenschaften
Einfluss von Körpergröße auf die
Ernährung bei Pflanzenfressern

pug — Unter Beteiligung des Departments für Nutz­tier­wissen­schaften der Universität Göttin­gen hat ein Forscher­team unter der Leitung der Univer­sität Bonn den Einfluss der Körper­größe von Pflanzen­fressern auf die Verdau­ung unter­sucht. Oft wird davon ausge­gangen, dass bei großen Pflanzen­fressern mit einem volu­minöse­ren Verdau­ungs­trakt das Futter dort länger ver­bleibt und entspre­chend auch besser verdaut wird. Weitere Informationen

Molekulare Biowissenschaften
Protein-Komplex entdeckt
umg — Forscher vom Institut für Zell­bio­chemie der Universitäts­medizin Göttin­gen (UMG) und dem Göttinger Zen­trum für Mole­kulare Bio­wissen­schaften (GZMB) haben einen Pro­tein-Kom­plex namens INAC entdeckt, der für den Zusam­men­bau des Enzyms ATP-Syn­thase unent­behr­lich ist. Die ATP-Syn­thase ist für jede Körper­zelle enorm wichtig, da sie der größte Produ­zent zellu­lärer Energie ist.Weitere Informationen

Archäologie
Forschung auf Sizilien
pug — Wissenschaftler der Klassischen Archä­ologie, der Ur- und Früh­geschichte und der Geo­grafie der Univer­sität Göttin­gen erfor­schen die von Griechen aus Syrakus 599 vor Christus gegrün­dete Stadt Kama­rina – an der Erdober­fläche und mit geo­elektri­schen Methoden auch darunter. Erste Ergeb­nisse zeigen, dass die Land­vertei­lung räum­lich und zeitlich begrenzt war. Außer­dem fanden die Wissen­schaftler Heilig­tümer und Opfer­stätten sowie korin­thische Keramik aus der ersten Phase der Stadt­grün­dung.Weitere Informationen

Mathematik
Weitere Humboldt-Professur
pug — Der von der Hochschule nominierte Mathe­matiker Prof. Dr. Harald Andrés Helf­gott ist mit einer Alexan­der von Hum­boldt-Profes­sur ausgezeichnet wor­den. Diese ermög­licht ihm voraus­sicht­lich ab April 2015 am Mathe­mati­schen Institut der Fakultät für Mathe­matik und Infor­matik zu for­schen und zu lehren. Damit kann das Mathe­mati­sche Institut dem inter­natio­nal renom­mier­ten Wissen­schaft­ler ein attrak­tives Beru­fungs­ange­bot machen.

Kooperation
Partnerschaft mit Pekinger Uni
pug — Die Universität Göttingen hat mit der Tsinghua-Universität in Peking die Zu­sam­men­arbeit im Bereich Forschung und Lehre sowie eine Verein­barung zum Studie­renden­aus­tausch beschlossen. Die Tsing­hua-Uni­versität ist eine der angese­hensten und for­schungs­stärks­ten Univer­sitäten in China. „Unsere Part­ner­schafts­ver­träge erleich­tern den Aufbau lang­fristiger wissen­schaft­licher Koope­rations­projekte. Neben anderen chine­sischen Part­neruni­versi­täten bietet die Tsing­hua-Uni­versität den Göttin­ger Studie­renden eine weitere attrak­tive Mög­lich­keit im Aus­land zu studie­ren“, so Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vize­präsi­dentin der Univer­sität Göttin­gen für Inter­natio­nales.

Semesterbeginn
6.000 Neuimmatrikulierte
pug — An der Universität Göttingen wer­den sich zum Wintersemester voraus­sicht­lich rund 6.000 Studie­rende neu ein­schrei­ben. Das sind etwa fünf Prozent mehr als im vergan­genen Jahr. Rund 4.300 Neu­imma­triku­lierte begin­nen erst­mals ein Studium im ersten Hoch­schul­semester. Diese Zahl liegt unge­fähr auf dem Niveau des Vor­jahres. Die Gesamt­zahl aller Studie­renden an der Univer­sität Göttin­gen steigt damit im Winter­semester auf voraus­sicht­lich mehr als 28.700. Das sind über 1.000 Studie­rende mehr als im Winter­semester 2013/ 2014 und der höchste Stand seit 1998. Die Uni hat in stark nachgefrag­ten Bachelor- und Staats­examens­studien­gängen zum Winter­semes­ter 2014/ 2015 aus Mitteln des Hoch­schul­paktes 2020 noch­mals fast 1.000 zusätz­liche Studien­anfänger­plätze einge­richtet. In einer Reihe von Fächern werden zusätz­liche Profes­suren und Lehrende unter ande­rem auch aus Mit­teln des Hoch­schul­paktes und des „Qua­litäts­paktes Lehre“ (Pro­gramm Göttin­gen Cam­pus QPLUS) geför­dert.

Astrophysik
Magnetfelder in
„Weißen Zwergen“

pug — Ein internationales Team von Astro­nomen mit Beteili­gung der Univer­sität Göttin­gen hat heraus­gefun­den, warum Magnet­felder in so genann­ten kalten Weißen Zwergen häufi­ger vorkom­men als in heiße­ren, jün­geren. Die Wissen­schaftler konn­ten zeigen, dass starke Magnet­felder in der Lage sind, die Konvek­tion (Wärme­strömung) über die gesamte Ober­fläche eines kalten, mag­netisch aktiven Weißen Zwergs zu unter­drücken. Sie kühlen sich deshalb im Ver­gleich zu Weißen Zwer­gen mit schwachen oder nicht mess­baren Magnet­feldern lang­samer ab und erschei­nen dadurch jünger, als sie in Wirk­lich­keit sind.Weitere Informationen

 

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Busliniennetz
SPD: Nachbesserungen erforderlich
Nach Auskunft der SPD-Fraktion erreichen diese vermehrt Beschwer­den und Änderungs­wünsche von Bürger/in­nen zum „Neuen Linien­netzplan“ der Göttin­ger Verkehrs­betriebe (GöVB). Leser­briefe in der Tages­presse deuten ebenfalls darauf hin, dass für die Nutzer oder poten­ziellen Nutzer nicht alles zur Zufrie­denheit verläuft. Deshalb soll sich der Bauaus­schuss zeitnah mit den einge­gan­genen Beschwer­den beschäf­tigen, fordert die Fraktion.

 
Entschärft: Pulkfahrten in der InnenstadtFoto: vs

Frank-Peter Arndt (Foto: SPD), SPD-Fraktions­vorsit­zender, nennt als Beispiel eine feh­lende direkte Verbin­dung vom Senioren­heim am Inge­borg-Nahn­sen-Platz in die Innen­stadt, was zu Recht von den Bewoh­nern bemän­gelt werde, „aber auch andere Linien­führun­gen stehen in der Kritik.“

Arndt

Die SPD-Ratsfrak­tion hatte be­reits in der Bau­aus­schuss­sit­zung vom 20. No­vem­ber Ver­wal­tung und Göt­tin­ger Ver­kehrs­betrie­be aufge­for­dert, kurz­fristig auf die Bürger­beschwer­den und -anre­gun­gen zum neuen Bus­linien­netz zu ant­wor­ten und, soweit mög­lich, Abhilfe zu schaf­fen. In der nächs­ten Sit­zung des Aus­schus­ses am 4. Dezem­ber soll darüber Bericht erstat­tet werden, welche Bür­ger­beschwer­den es gab und wie mit den Be­schwer­den und Anre­gun­gen umge­gan­gen wurde – und gege­benen­falls welche Pro­blem­lösun­gen es diesbe­züg­lich gab. Arndt: „Es kann nicht sein, dass die Ver­wal­tung und die GöVB auf berech­tigte Beschwer­den der Bürge­rin­nen und Bürger nicht rea­giert und schweigt.“

Allerdings ist die erhebliche logistische Heraus­forde­rung, wie sie ein völlig umge­krem­peltes Linien­netz darstellt, gerade mal ein paar Wochen alt – eigentlich zu kurz, um bereits validier­bare Aussagen darüber treffen zu können, ob es sich bewährt oder nicht. Eine Balance zu finden zwischen halbwegs vertret­baren Millionen­subven­tionen des öffent­lichen Nahver­kehrs und einer optimalen Anbin­dung für das Indivi­duum wird zwangs­läufig immer zu Kompro­missen führen müssen. Kurz­fristige Reak­tionen auf Kritik mögen vielleicht den ein oder anderen Nutzer zufrieden stellen, für andere wiederum Nachteile mit sich bringen. Ein jeder­mann befriedi­gendes Netz gab es bereits in der Vergan­genheit nicht und wird wohl auch in Zukunft illuso­risch bleiben. Schnell­schüsse sind da sicher fehl am Platz.

 

Europäische Woche der Abfallvermeidung
Heute schon Lebensmittel weggeschmissen?
235 Euro landen jährlich im Müll
Bei der diesjährigen Europäischen Woche der Abfall­vermei­dung vom 22. bis 30. November liegt der Fokus auf dem Thema Lebens­mittel­verschwen­dung. Zum fünften Mal werden in den europäi­schen Mitglied­staaten Aktionen veran­staltet, die Beispiele geben für Abfallver­meidung, Wieder­verwen­dung und Recycling in Industrie, Gewerbe, Haushalt und in Behörden.

 
235 Euro jährlich pro Haushalt: LebensmittelentsorgungMontage: vs

Mit rund 280 Aktionen beteili­gen sich bundes­weit über 145 Entsor­gungs­unter­nehmen, Behörden und Ver­wal­tun­gen, soziale Einrich­tun­gen, Ver­brau­cher­zentra­len, Unter­nehmen und Einzel­per­sonen an der Woche – darunter auch die Göttinger Entsor­gungs­betriebe (GEB). Neben Presse­mittei­lungen werden Bera­tungs­stände über Bildungs­ange­bote oder auch Tausch- und Ver­schenk­börsen angeboten.

Ähnlich der Vermüllung mit Kunst­stoff­(tüten) hat das Wegwerfen unver­dorbe­ner Lebens­mittel mittler­weile enorme Ausmaße ange­nom­men. Jeder Haushalt wirft im Durch­schnitt jährlich Lebens­mittel im Wert von 235 Euro weg. Das sind etwa 82 Kilo Brot, Obst, Gemüse, Milch- und Fleisch­produkte sowie andere essbare Waren. Etwa 53 Kilo davon – also mehr als zwei Drittel – sind vermeid­barer Abfall. Darüber hinaus werden bundes­weit noch weitere etwa 100.000 Tonnen Lebens­mittel und Speise­abfälle aus Gastro­nomie, Catering, Mensen, Kranken­häusern und Schulen und aus Super­märkten oder der Lebens­mittel­indus­trie entsorgt.

Weltladenregal

Diese Verschwendung von Lebens­mittel geschieht häufig gedan­kenlos und ist zudem auch über­flüssig. „Wer das Weg­werfen von Lebens­mitteln verhin­dert, spart nicht nur Geld und vermeid­bare Abfälle, sondern schont auch Ressour­cen und leistet einen Beitrag zur Bekämp­fung des Hungers“, meint die Presse­spreche­rin der GEB, Maja Heindorf. Zur Abfall­vermei­dung in diesem Sinne gehört deshalb nicht nur eine bedarfs­gerechte Einkaufs­planung, sondern auch eine vernünf­tige Lager­haltung und Aufbewah­rung, um die Haltbar­keit von Lebens­mitteln zu verlängern. Mit der zu Unrecht bei einigen verpönten soge­nannten „Reste­küche“ ließe sich dem Problem „Wohl­stand­müll“ durchaus zu Leibe rücken, sind doch manche leckeren National­gerichte eben daraus entstanden – Paella etwa oder die Rata­touille. Eintöpfe lassen sich ebenso gut dafür einspannen wie etwa auch Spaghetti, die für so ziemlich jede Beigabe gut sind („Spaghetti con resti di cibo“).

Überflüssige Lebensmittel könnte man aber beispiels­weise auch an Nachbarn und Freunde verschen­ken, rät Maja Heindorf. Größere Mengen aus Betrieben sollten bei der Göttinger Tafel landen. Über das Internet­portal www.foodsharing.de können Händler, Produ­zenten, Gastronome und natürlich auch Privat­personen über­schüssige Lebens­mittel kostenlos anbieten und abholen lassen. Im Eingangs­bereich des Göttinger Weltladen­cafés in der Nikolai­straße 10 steht übrigens ein Food­sharing-Regal (Foto: GEB), eine Initiative von Foodsharing e.V., für Lebens­mittel­spenden bereit.

Wirklich verdorbene Lebens­mittel gehören natürlich nach wie vor in die Biotonne, aber das ist, wie gesagt, nur ein Drittel dessen, was tatsächlich dort landet.
Kontakt GEB: Tel. 4005 400.

 

VZN-Grafik <leer>
<leer>Die 6 am häufigsten genannten Angaben, was Verbraucher auf den ersten Blick auf einem Eti­kett erkennen wollen (grün) und auf was sie beim Kauf besonders achten (gelb)<leer>Grafik: Lebensmittelklarheit

Studie
Verbraucher wollen wissen,
woher ihr Essen kommt

Eine Studie des Verbraucherschutz-Portals Lebensmittel­klarheit hat gezeigt, dass die überwie­gende Zahl der Befragten konkrete Angaben darüber wünscht, woher ihre Lebens­mittel stammen. Verbrau­cher wollen sich beim Einkauf schnell orientieren können – aber an Hinweisen, die vom Inhalt auch tatsäch­lich einge­löst werden. Was drauf ist, muss drin sein, was drin ist, muss drauf stehen und was drauf steht, muss verständ­lich sein. Das dies längst nicht immer so ist, zeigen die Beispiele in der linken Spalte auf dieser Seite.

„Hergestellt für …“ – diese Angabe reicht Verbrau­chern nicht. Statt­dessen interes­sieren sie sich insbe­son­dere bei tierischen Lebens­mitteln für den Ort, an dem Tiere gehalten und gemästet wurden. Bei frischem Obst und Gemüse erwarten sie Angaben dazu, in welchem Land es geerntet wurde. 69,2 Prozent der Befragten geben an, sie vertrauten Lebens­mitteln mehr, wenn bei diesen die Herkunft ange­geben werde.

Die Verwendung von Länder­symbolen auf Verpa­ckungen nehmen Verbrau­cher sehr ernst. Sowohl Flaggen als auch Formu­lierungen wie zum Beispiel „alla Genovese“, die auf eine bestimmte Herkunft schließen lassen, werden an konkrete Herkunfts­erwar­tungen geknüpft. Wichtig ist daher, dass ein verläss­liches und über­sicht­liches System zur Herkunfts­kennzeich­nung geschaf­fen wird.

Verbraucher haben auch konkrete Vorstel­lungen, wie eine ver­braucher­freund­liche Produkt­gestaltung aussehen sollte: Name, Bezeich­nung, Produkt­bild, Netto­füllmenge, Marke und MHD gehören laut der jüngsten repräsen­tativen Studie im Rahmen von Lebens­mittel­klarheit auf die Vorder­seite eines Produkts. Der Verband hat aus diesen Wünschen die ideale infor­mative Produkt­verpackung erstellt (Abb.).
www.lebensmittelklarheit.de

 

 
Beständig nach oben: 1A-Ein­zel­han­dels­mietenComfort

Städtereport
Konsum als Selbstzweck
Göttingen in den Augen von „institutionellen Investoren“
„Die Kaufkraft entspricht zwar exakt dem Bundes­durch­schnitt, aber aus Einzel­handels­sicht ist das Einzugs­gebiet mit mehr als 616.000 Menschen im südnieder­sächsi­schen Raum durchaus attraktiv.“ So steht es im jüngsten City-Ran­king-Report der Consul­ting-Firma Comfort, die das Oberzen­trum Göttingen regel­mäßig unter die Lupe nimmt.

Aktuell werden auf einer Verkaufs­fläche (ca. 83.500m²) in der Göttinger City rund 322 Millionen Euro umgesetzt. Der Umsatz­anteil der Innen­stadt am Gesamt­umsatz der Stadt fällt mit fast 40% Prozent über­durch­schnitt­lich aus. Einzel­handel und Gastro­nomie gelten dabei als bedeutsame „Frequenz­bringer“, sind zugleich Motor für Kultur, Tourismus, Infra­struktur und Dienst­leistun­gen sowie für öffent­liche und private Investoren. Die Anziehungs­kraft der Innenstadt und des Einzel­handels auf die Region werde auch anhand der Mietpreise deutlich, heißt es in dem Report weiter: von 70 Euro je Quadrat­meter im Jahr 2007 steigen sie aktuell bis auf 92 Euro je Quadrat­meter für kleine Laden­flächen mit einer Größe zwischen 80 und 120m² Verkaufs­fläche.Weitere Informationen

 

Dispozinsen
Kunden zahlen immer noch bis zu 14,25 Prozent
Intransparenz bei vielen Banken / „Beratungsresistenz“ in Göttingen
Bankkunden zahlen immer noch bis zu 14,25 Prozent Dispozinsen, wenn sie ihr Konto überziehen, obwohl sich Banken und Sparkassen für weniger als ein Prozent Geld bei der Europäi­schen Zentral­bank leihen können. Dennoch haben die jähr­lichen Erhe­bungen der Stiftung Waren­test Wirkung gezeigt: Knapp 250 von 1504 unter­suchten Banken haben ihren Dispozins seit dem Vorjahr um mindes­tens einen Prozent­punkt gesenkt. Nicht so die Sparkasse Göttingen, die seit langem in der Kritik der Öffent­lich­keit steht. Einige Banken erheben dafür jetzt höhere Konto­führungs­gebüh­ren, um sich an den Kunden schadlos zu halten.

 
Goldene Eier legende Wollmilchsau: DispozinsenFoto:VZN

Die Tester ermittelten Zinsunter­schiede von fast 10 Prozent­punkten. Der Durch­schnitt der Dispo­zinsen liegt bei 10,65 Prozent. Einige Banken versuchen beim Dispo besser auszu­sehen als sie sind. Sie bieten günstige Dispo­zinsen nur für Giro­konten mit hoher Konto­führungs­gebühr. Sehr viele Banken veröf­fent­lichen den Dispozins nach wie vor nicht im Internet, so dass für Kunden kaum ein Vergleich möglich ist. Auch ein Preis­aus­hang vor Ort war nicht immer auffindbar, obwohl die Banken gesetz­lich dazu verpflichtet sind, ihn in der Filiale auszu­hängen. Die Ausreden der Mitar­beiter waren aben­teuer­lich: Man kenne den Dispozins selbst nicht oder teile ihn erst nach der Eröff­nung eines Kontos mit. Oft sind es teure Banken, die den Kunden die Höhe des Zinses für die Überzie­hung ihres Kontos ver­schwei­gen.

In Göttingen sticht innerhalb Nieder­sachsens insbe­sondere die Sparkasse immer wieder als „Leucht­turm­projekt“ negativ hervor. Nach einem Marktcheck der Ver­braucher­zentrale Nieder­sachsen steht sie – nicht zum ersten­mal – mit an der Spitze bei den Wucher­zinsen. Erst kürz­lich hatte sich die SPD-Land­tagsab­geord­nete Gabriele Andretta das Geldinstitut vor­genom­men: Ange­sichts eines histo­risch niedri­gen Leitzins­niveaus von 0,15 Prozent gehe es bei einem Dispozins von aktuell 12,49 Prozent und Über­ziehungs­zinsen von 16,99 Prozent letztlich „um nichts anderes als um das beden­ken­lose Abkas­sieren bei Men­schen, die den Banken auf Gedeih und Verderb ausge­liefert sind“. Diese Zahlen sind nicht einmal einen Monat später bereits überholt: Mittler­weile müssen Geldins­titute sogar einen nega­tiven Zins bezahlen, wenn sie ihr Geld bei der Euro­päischen Zentral­bank (EZB) parken statt es unter die Leute zu bringen und können sich sogar zu 0,05 Prozent refinan­zieren, bekommen das Geld also hinter­herge­schmis­sen. Der Verbrau­cher profi­tiert von all dem nicht.

„Weil wir anders sind“ – auch bei den Dispo-Zinsen: aktuelle Werbung der Sparkasse GöttingenScreenshot (29.09.2014)

Mit mehr als diffusen Begrün­dun­gen ver­sucht etwa die Spar­kasse dage­gen­zuhal­ten, merkt aber dabei nicht einmal, wie sie weiter an ihrem Nega­tiv-Image feilt: „Gerade auch im Zusam­men­hang mit den Kredit­wün­schen unserer Kunden legen wir sehr hohen Wert auf eine indivi­duelle, ganzheit­liche und faire Bera­tung“, erklärt deren Sprecher Michael Rappe – und eben auch auf einen indivi­duellen, nahezu konkur­renz­los hohen Zins­satz. Merk­würdig dabei ist, dass just zu dem Zeitpunkt, wo der EZB-Zinsatz sinkt, die internen Kosten des Geld­hauses offenbar immer in dem­selben Maße zu steigen scheinen, sodass man – leider, leider – den Kosten­vorteil nicht an die Kund­schaft weiter­reichen kann.

Mit einem am „öffent­lichen Auftrag orien­tierten Bera­tungs- und Kredi­tierungs­verhal­ten“ hebe man sich ganz bewusst und deutlich von günstigen Spezial­anbie­tern, aber auch von der Mehrheit der profit­orien­tierten Groß­banken ab, so Rappe weiter, ist also bewusst deutlich ungüns­tiger. Der PR-Mann verweist zudem auf die Mild­tätig­keit seines Hauses: Die Sparkasse nehme immerhin „grund­sätzlich für jeden Kunden“ eine Girokonto­einrich­tung vor, auch wenn sie nicht profi­tabel sei, wie z.B. bei derzeit etwa 1.100 „Giro­konten für Jeder­mann“ sowie etwa ebenso vielen Pfän­dungs­schutz­konten, was jährliche Zuschuss­beträge von etwa einer halben Million Euro erfor­dere. Das kann man glauben, nach­voll­ziehen kann man es nicht. Weitere Zahlen nennt Rappe nämlich nicht. Wie sich solch hohe Verwal­tungs­kosten (227,00 Euro pro Konto) zusam­men­setzen, darauf bleibt er die Antwort schuldig, es würde vielleicht auch dem Vorwurf der Stiftung Waren­test nach weit­verbrei­teter Intrans­parenz ent­gegen­stehen.

Mehr Transparenz einfor­dern könnten hin­gegen jene vom Göt­tinger Rat gestell­ten Mitglie­der im Verwal­tungs­rat der Spar­kasse Göttin­gen (SPD: Wolfgang Meyer, Frank-Peter Arndt, Helmi Behbe­hani; CDU: Brigitte Eiselt, Fritz Güntzler sowie Prof. Dr. Christian Schrader, auf Vorschlag der Grünen), die der Geschäfts­führung ein wenig auf die Finger sehen sollen – wenn sie sich denn nicht als bloße Abnicker und Aussitzer verstehen würden. Zwar ist es richtig, dass sich diese Mitglieder nicht in das ope­rative Geschäft einmi­schen dürfen, wenn es aber um das Ansehen und äußere Erschei­nungs­bild geht, welches zudem auf die Stadt als Ganzes zurück­fällt, dann sind sie sehr wohl gefordert. Zu hören ist von ihnen jedoch so gut wie nichts, obgleich ein Grum­meln über die Zins­politik der Spar­kasse Göttingen quer durch alle Reihen der Ratsfrak­tionen zu verneh­men ist und auch inner­halb der Verwal­tung immer wieder mal anklingt. Beim unge­störten Einsam­meln ihrer Sitzungs­gelder ziehen sie sich jedoch auf die Argu­men­tation zurück, man habe ja keinerlei Weisungs­recht gegen­über der Spar­kasse. So jeden­falls reagierte der Rat bereits 2012 auf einen entspre­chenden Vorstoß der Linke-Rats­fraktion.

Das ist zumin­dest schein­heilig. Keinem Verwal­tungsrat­mitglied ist es verwehrt, immer und immer wieder das unan­ständige Gebaren eines Vorstandes mora­lisch anzu­pran­gern statt sich wegzu­ducken, dies explizit ins Proto­koll aufneh­men zu lassen und auch der Öffent­lichkeit davon Kenntnis zu geben – Geschäfts­geheim­nisse verra­ten werden dadurch jeden­falls nicht.

 
„Beratungsresistenz des Vorstandsvorsit­zenden“: Kontrahenten Becker und Hald (rechts)Foto: Archiv

Auch die Göttinger Rats-Grünen, klagt Fraktions­vorsit­zender Rolf Becker, hätten „mit einem Brief an den gesam­ten Vorstand, in persön­lichen Gesprä­chen und durch Ver­hand­lun­gen im Verwal­tungs­rat lange versucht, den Vorstand zur Sen­kung der Zinssätze zu bewegen, aber er beharrt auf seiner unso­zialen Zins­politik“. Becker nennt die Erklä­rungs­versu­che der Spar­kasse „wenig über­zeu­gend bis zynisch“. Dies gelte vor allem für den beschwich­tigen­den Hinweis, bei länger­fristi­gem Über­ziehungs­bedarf könne man ja einen zins­günsti­geren Privat­kredit aufneh­men: „Gerade Menschen mit geringen finan­ziellen Mitteln haben oft keine realis­tische Chance, einen solchen Kredit zu erhalten, weil sie den Nachweis der Kredit­würdig­keit nicht erbrin­gen können.“ Ange­sichts der „nur schwer zu ertra­gen[den] Beratungs­resis­tenz des Vor­stands­vorsit­zenden Rainer Hald“ hofft Becker auf Rolf-Georg Köhler (SPD), „der als neuer Göttinger Ober­bürger­meister auch den Vorsitz im Verwal­tungsrat über­nehmen wird und die Sparkasse aus eige­ner beruf­licher Erfah­rung von innen kennt“.

Zumindest solange wird sich an der Beratungs­resistenz des Vor­stands­vorsit­zen­den vor­aus­sicht­lich nichts ändern – jedenfalls nicht mit den derzei­tigen Verwal­tungs­ratsmit­gliedern. Andere Geldins­titute übrigens haben Über­ziehungs­kredite inzwi­schen ganz abge­schafft.
Dass es für Anleger noch halbwegs attraktive Auswege aus der Zinsmisere gibt, hatte kürzlich erst die Stiftung Waren­test bei einer Unter­suchung von 41 Bankspar­plänen ermittelt und dabei überra­schend gute Kondi­tionen entdeckt – mit zum Teil mehr als 3 Prozent Rendite.
DownloadDer Test Dispozinsen ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest erschienen. → www.test.de/dispo
Eine Tabelle der günstigsten und teuersten überregionale Banken und Direktbanken können Sie hier herunterladen.

 

Umweltschutz
Neues Sammelsystem für Elektrokleingeräte kommt an
Das vor wenigen Wochen neu einge­führte Sammel­system für Elektro­klein­geräte scheint sich offenbar zu bewähren. Die Göttinger Entsor­gungs­betriebe (GEB) haben jetzt eine erstmalige Leerung der 17 in der Stadt verteilten Container vorge­nommen und dabei insge­samt ca. 6.000kg Elektro­kleingeräte einge­sammelt – das entspricht in etwa der Menge von 25 Kubik­metern.

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An vielen Stellen in der Stadt: neue Container<leer>Foto: GEB

„Die saubere Qualität der Samm­lung über­zeugt“, resü­miert Maja Heindorf von den GEB. Die Göttinger Bevöl­kerung nutze den neuen Erfas­sungsweg offenbar erstaun­lich verant­wortungs­voll. Aller­dings: an einigen wenigen Stand­orten wurden auch Elektro­großgeräte neben den Depot­contai­nern abge­stellt. Die Container sind jedoch aus­schließ­lich für Klein­geräte vorge­sehen. Groß­geräte müssen direkt in die Rudolf-Wis­sel-Straße zum Recycl­inghof gebracht oder können durch die Sperr­müllab­fuhr entsorgt werden (Anmel­dung online möglich).

Seit 2006 ist es gesetzlich verboten, elektrische Klein­geräte über den Hausmüll zu entsorgen. Gleich­wohl landen noch immer Unmen­gen an Elektro­schrott im Restab­fall. Nicht nur, dass es für die Umwelt schädlich ist, auch enthalten diese Klein­geräte wertvolle Rohstoffe wie Alumi­nium, Eisen oder Kupfer. Nur bei sachge­mäßer Entsor­gung können sie entfernt und wieder verwertet werden. Dazu will der Feld­versuch in Göttingen beitragen.

<leer> Wussten Sie schon …
… dass Elektroschrott u.a. viele gefähr­liche Sub­stan­zen enthält, etwa Blei, Queck­silber, Cad­mium, polybro­mierte Biphenyle (PBB), polybro­mierte Diphenyl­ether (PBDE) und Chrom­verbin­dungen? Sie sind hoch­giftig und können Krebs aus­lösen.

Natürlich ist der beste Müll jener, der gar nicht erst anfällt. Beim Kauf sollte also auf die Lang­lebig­keit der Artikel geachtet werden. Weg­werf­pro­dukte, wie zum Beispiel Ein­weg­kame­ras, sollten vermie­den werden, und ein gebrauchtes statt ein frisch vom Fließ­band kom­mendes Handy tut es eigent­lich auch. Selten gebrauchte Geräte wie Bohr­maschi­nen oder Hecken­scheren kann man sich auch gut mit den Nach­barn teilen oder kosten­günstig im Bau­markt auslei­hen.

Noch befindet sich das Göttinger Sammel­system in einer Test­phase. Erst Ende 2015 wird darüber endgültig entschieden.
Container Standorte unter: www.geb-goettingen.de

 

Immobilienfinanzierung
Neue Verbraucherschikane von Banken
Kunden nach Widerruf unerwünscht
Kunden können fehlerhafte Kredite widerrufen. Darüber hatte die Zeit­schrift Finanz­test in ihrer Juli-Aus­gabe berichtet. Doch nach einer Kündi­gung erhalten Kunden nicht von jeder Bank einen neuen Kredit. Die ING-Diba lehnt ganz ab.

Die Verbraucherzentralen Hamburg, Bremen und Sachsen hatten tausende Verträge geprüft und in vier von fünf Fällen bean­standet, dass Kunden nicht korrekt über ihr Widerrufs­recht belehrt worden waren. Das ist seit November 2002 Pflicht. Widerruft ein Kunde, muss er die Rest­schuld ablösen, in der Regel mit einem neuen Kredit­vertrag. Bei der ING-Diba hat er jedoch keine Chance auf einen Anschluss­kredit: Die Bank schuldet seit dem 4. August 2014 nur Kredite um, deren Zinsbin­dungsfrist abläuft. Die Ver­braucher­zentrale Bremen kennt auch Fälle von anderen Insti­tuten, in denen Anschluss­kredite abgelehnt wurden.

Kreditnehmer müssen vor dem Widerruf sicher­stellen, dass sie die Restschuld tilgen können. Informa­tionen hierzu finden sich im Spezial Immo­bilien­kredite auf test.de. Wer das Geld nicht flüssig hat, braucht eine Finan­zierungs­zusage, die vier bis sechs Wochen gilt. Die Ver­braucher­zentrale Bremen bittet Kunden mit Problemen beim Anschluss­kredit um Nach­richt an baufinan­zierung@vz-hb.de
www.test.de

 

Leinebürger fordern Zusagen ein
Naherholungsgebiet als Ersatz für das verlorene Parkgelände / Grüne solidarisch
lr/eb — Am 10. Juli fand in Göttingen das Richtfest für den Neubau des Maßregel­vollzugs am Ros­dorfer Weg statt. Anlässlich dieses Ereig­nisses erinnert die Bürger­initiative Leine­bürger an die ihr seinerzeit von der Politik gegebene Zusage, ein in direkter Nach­barschaft befind­liches, angeblich zur Bebauung ungeeig­netes Gelände als Ersatz für ihr jahr­zehnte­lang genutztes Naherho­lungs­gebiet freizu­geben – auf dem nun ein Rohbau steht.

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Aufwertung zum Naherholungsgebiet: die brach liegende Fläche neben dem ehemaligen Leineberg-Park<leer>Foto: vs

Wir schreiben das Jahr 2007: Gut gelaunt genießen die Anwohner des Leine­bergs den heißen Sommer in ihrem selbst­ernann­ten „Leine­berg-Park“, nicht ahnend, dass in diesem Moment die Zerstörung ihres idyllischen Erholungs­gebiets beschlossen wird. Vier Jahre verbringen sie noch in glück­licher Unwis­senheit und genießen die Zeit unbe­schwert im Grünen. Als die „Leine­bürger“ 2011 dann durch Zufall von der geplanten Zerstö­rung ihrer liebge­wonnen Grün­anlage erfahren, bemühen sie sich umge­hend um kons­truktive Vorschläge und bieten der Landes­regierung seriöse Alterna­tiven. Diese Anstren­gungen stoßen jedoch auf wenig Gegen­liebe, werden prinzi­piell abgelehnt oder widerlegt, was manch­mal nur mit Tricks gelingt.

So hatten die Anwohner ein seit Jahren brachlie­gendes Alter­nativ­gelände, keine 500 Meter entfernt, für die Bebau­ung ins Gespräch gebracht, doch wegen angeb­licher Unbe­baubar­keit wurde es vom Tisch gewischt. Im Nach­hinein stellte sich heraus, dass ein Gutachten, welches für das Alter­nativ­gelände erstellt wurde, nicht auf das gesamte Grund­stück, sondern nur auf einen schmalen Streifen bezog, welcher sich vom Rest des Geländes unter­schied. Auch ein Schreiben der Bewoh­ner an den damaligen Minister­präsiden­ten McAllister konnte die Zerstörung der maleri­schen Natur­fläche nicht abwenden, sodass nunmehr ein Neubau für 30 Millio­nen entstand – zehn Millionen mehr als ursprüng­lich geplant.

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Fühlen sich betrogen: Friedlicher Protest der Leinebürger<leer>Foto: privat

„Naherholung, grüne Lunge, geschützte Fleder­mäuse, seltene Vögel, geschützter Raum für Patienten der angren­zenden psychia­trischen Klinik, Mittel­punkt einer einma­ligen histori­schen Anlage. All das wurde als ,gruppen­egoisti­sche Motive‘ abgetan, von bösen Bürgern, die den Insassen der bisherigen Einrich­tung unsägliches Leid antäten, weil sie den Bau verhin­dern wollten“, machten die Leine­bürger damals ihrem Unmut Luft. Dabei stand für sie nie in Zweifel, dass „psychisch kranke Menschen … eine ange­messene Unter­brin­gung [brauchen] – insbeson­dere, wenn sie ihr ganzes Leben wegge­sperrt sind“, betonen sie auch heute wieder.

Heute: Die Bauarbeiten schreiten voran, der Rohbau des Gebäudes ist fertig. Anlass für die Leine­bürger, noch einmal auf das in ihren Augen gesche­hene Unrecht hinzu­weisen und den Kampf um verlorenes Gelände wieder aufzu­nehmen: In einer Petition fordern sie, das von ihnen vorge­schlagene Alternativ­gelände endlich als Naherho­lungs­gebiet auszu­weisen: „Da sich das Areal offenbar nicht als Bauland eignet, liegt es doch nahe, dieses in ein parkähn­liches Gelände mit Wegen, Bänken und Grünan­lagen zu verwan­deln, das eine Brücke zwischen Leineberg, Tonkuhlen und Kiessee schafft“, heißt es darin. Ein ortsnaher Ausgleich sei während der Ausle­gungs­phase des B-Planes in Politik und Öffent­lichkeit diskutiert und ihnen auch mündlich zugesagt worden. „Wir bauen auf dieses Wort.“

Grüne begrüßen Intention der Petition: „Nachbarflächen müssen gesichert werden!“
Die Grünen im Rat zeigen sich solidarisch mit der zentra­len Intention einer Petition der Leine­bürger. „Durch die ökolo­gische Aufwer­tung der Grünan­lagen sowie mit Hilfe neuer Wegefüh­rungen und Bänke könnten wir hier für die Naher­holung und den Biotop­verbund eine sinnvolle Verbin­dung zum nahe gelegenen Kiessee schaffen“, erklärt Ratsmitglied Ulrich Hole­fleisch. Der Baupolitiker erinnert an einen entspre­chenden Prüfauftrag im Bauaus­schuss am 5.7. 2012. „Entschei­dend ist die Umwid­mung des Geländes im Flächen­nut­zungs­plan.“ Durch aufwändige Ausgleichs­rege­lungen eine klassische Parkfläche entstehen zu lassen, kommt für ihn nicht in Betracht: „Ich will hier nicht den Rasen kurz mähen lassen, sondern die ökolo­gische Qualität weitge­hend erhalten.“

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Zusätzlicher Landschaftsverbrauch durch eine zusätzliche Auffahrt, ob­gleich die zur sich querstellenden Asklepios-Klinik hätte mitgenutzt werden können<leer>Grafik: Rinne & Partner

Die Fraktion hatte seinerzeit ihren Mitglie­dern freige­stellt, wie sie über das Ansin­nen der Landes­behörde (der das Areal gehört), dort einen Neubau für den Maß­regel­vollzug zu errich­ten, abstim­men wollen. Eine Mehr­heit stimmte zu, weil sie auf abseh­bare Zeit „keine andere Mög­lich­keit sah, die vom Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rechte kritisierte men­schen­unwür­dige Unter­brin­gung der Bewoh­ner/innen im ehe­maligen ,Festen Haus‘ zu verbessern“, heißt es in einer Erklärung der Fraktion und unter Anspie­lung auf die völlig fehlende Koope­rations­willigkeit der benach­barten Asklepios-Klinik: „Eine ärgerliche Konstel­lation der Eigentums­verhält­nisse und Nutzungs­möglich­keiten der Flächen ließ vielen die Entschei­dung für den Neubau an dieser ungüns­tigen Stelle unab­wendbar erscheinen.“

Das allerdings ist nur die halbe Wahr­heit, so unab­wend­bar war die Ent­schei­dung nicht: Schon damals hatte der Vertre­ter der Landes­behörde, Michael Brassel vom Staat­lichen Bau­manage­ment, während der emotio­nalen Dis­kus­sio­nen im Bau­aus­schuss durch­klin­gen lassen, dass man ja auch noch Alter­nativ­flächen für den geplan­ten Bau in petto hätte, falls die Stadt nicht spuren würde – nur eben in Göttin­gen nicht. Das aller­dings wurde von den Ent­schei­dungs­trägern geflis­sent­lich über­hört, denen – aus welchen Grün­den auch immer – ein bebau­tes Areal doch lieber war als ein Naher­holungs­gebiet. Immer­hin hatten die Grünen in der Aus­schuss-Sitzung vom 5. Juli 2012 durch­gesetzt, dass die nun von der Bürger­initia­tive auf dem Leine­berg wieder ins Spiel gebrachte „Alter­nativ­fläche … recht­lich gesi­chert und über Aus­gleichs­maßnah­men zum zukünf­tigen Erho­lungs­gebiet für die Bürge­rin­nen des Stadt­teils Leine­berg“ wird. Dieser Ergän­zungs­antrag wurde seiner­zeit ein­stim­mig gutge­heißen.

Brassel, das Schlitzohr, bot dem Ausschuss sogar an, die Brache (Abb. ganz oben) durch die Stadt erwerben zu lassen – zu Bauland­preisen selbst­redend, nicht zu Grün­land­preisen –, wohl wissend, dass man das mit einer (damals) klammen Stadt nicht machen kann.

 

Universität
Gründung eines „Konfuzius-Instituts“
verfestigt Beziehungen zu Folterstaat

Wider den Geist der Göttinger Sieben / Kritik der Gesellschaft für bedrohte Völker
Ausgerechnet Rechtswissenschaftler schweigen Menschenrechtsverletzungen †o†
Am 3. Juli feierten die Universitäten Göttingen und Nanjing ihre langjährige Zusammen­arbeit mit einem öffent­lichen Festakt. Die beiden Hoch­schulen arbeiten seit 30 Jahren in Forschung und Lehre zusammen, am Tag vor dem Festakt haben sie das „weltweit erste Akade­mische Konfuzius-Institut“ gegründet, welches „aktuelle Forschungs­erkennt­nisse in die Öffent­lichkeit vermitteln“ soll – Erkennt­nisse zur Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit und zu Men­schen­rechts­verlet­zun­gen hinge­gen bewusst aus­blendet.

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Heute wie damals: Deutsche – auch Wissenschaftler – sehen gern weg, wenn es darauf ankommt hinzusehen. Verhaftung einer Demonstrantin in der VR China, Rektor Neumann beim Göttinger Uni-Jubiläum 1937.<leer>Quelle: amnesty international / Städt. Museum

Ausgerech­net „Rechts“­wis­sen­schaft­ler, nämlich die deut­schen und chine­sischen Direk­toren des gemein­samen Insti­tuts für Rechts­wis­sen­schaf­ten, Prof. Dr. Rüdi­ger Krause und Prof. Dr. Fang Xiao­min, spra­chen über Ver­gan­gen­heit und Zukunft der 25-jäh­rigen Zu­sam­men­arbeit auf ihrem Fach­gebiet und brachten dabei das ein­malige Kunst­stück fertig, gra­vie­rende Rechts­ver­stöße, wie sie bei­nahe täg­lich aus dem „Reich der Mitte“ ihren Weg in öffent­liche Foren und die Tages­pres­se finden – etwa die Ver­fol­gung von Minder­hei­ten oder die Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit – mit kei­nem Wort zu erwäh­nen. Der anschlie­ßende Vor­trag von Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll, eben­falls Direk­tor des Deutsch-Chine­sischen Insti­tuts für Rechts­wissen­schaft, reihte sich da naht­los ein und beschäf­tigte sich viel­sagend mit den „Her­aus­forde­run­gen und Chan­cen der Ko­ope­ra­tion mit China in Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Poli­tik“.

Er entlarvt zugleich die Intentionen, von denen eine solche Zusam­men­arbeit geleitet wird, nämlich die von Wissen­schaft und Politik flankierten wirtschaft­lichen Interessen und Bezie­hungen weiter voranzu­bringen. Da könnte eine Beschäf­tigung oder gar juristische Würdi­gung des Rechts­systems der Volks­republik China, zu dessen Methoden willkür­liche Inhaftie­rungen wie auch der Einsatz von Folter gehören, nur stören.

Die weltweit renommierte Göttinger Menschen­rechtsorga­nisation Gesell­schaft für bedrohte Völker (GfbV) sieht ange­sichts solch skanda­lösen Verhal­tens die Unab­hängig­keit der Wissen­schaft in Gefahr, die Stadt der „Göttinger Sieben“ brauche statt solcher Feierlich­keiten vielmehr eine kritische Diskussion. „Wir hätten uns in Göttingen eine umfas­sende Diskus­sion darüber gewünscht, ob ein Institut, das vom chinesi­schen Bildungs­ministe­rium ausdrück­lich dazu ange­halten wird, ein posi­tives Bild Chinas im Ausland zu zeichnen, in unseren kritischen Wissen­schafts­betrieb passt“, meint deren Asien­referent Ulrich Delius.

Konfuzius 2
„Statt Feierlichkeiten kritische Diskussion“: Inhaftierter Olympiakritiker, Bürgerrechtler und Aidsakti­vist Hu Jia, von Geheim­polizei bedrängte Ehe­frau Zeng Jinyan, inhaf­tierter Friedens­nobel­preis­träger Liu Xiaobo, Gewalt­anwen­dung durch Zivil­polizei, Folter­opfer Falun Gong
<leer>Fotos: Archiv / VOA staff / China intern / Falun Gong

„Wenn Rüstungskonzerne Forschungs­projekte an Univer­sitäten fördern, gibt es einen Aufschrei der Em­pö­rung in der Öffent­lichkeit. Denn die Unab­hängig­keit der Lehre gilt als gefährdet“, begrün­dete Delius die Skepsis der GfbV. In mindes­tens sieben deutschen Sino­logie-Semi­naren fungieren deren Profes­soren auch als Leiter der örtlichen Konfu­zius-Insti­tute. Die Konfu­zius-Institute sind organisa­torisch an das Entwick­lungszen­trum des chinesi­schen Bildungs­minis­teriums für den Chine­sisch-Unter­richt als Fremd­sprache ange­bunden, das dem Bildungs­ministe­rium der Volks­republik China unter­steht. „Hier kann es schnell Interes­sens-Kolli­sionen geben, es sei denn, deutsche Profes­soren üben sich im vorausei­lenden Gehorsam und in der Selbst­zensur, denn das Ministe­rium hat natürlich seine ganz eigenen Erwar­tungen an die Vermitt­lung eines positiven China-Bildes“, befürchtet Delius. Natürlich solle und müsse auch Positives über China vermit­telt werden, doch das Negative – wie die Unter­drückung der Tibeter oder die schweren Menschen­rechts­verlet­zungen an Uiguren im Nord­westen des Landes – sollten nicht unter­schlagen werden.

Der chinesische Wissen­schaftler und Dolmetscher Prof. Dr. Jianbin Wang hat die Medaille Aureus Gottin­gensis der Universität Göttin­gen erhalten. Mit dieser Medaille würdigt die Univer­sität Göttingen seit 1965 Menschen, die sich in beson­derer Weise für die Hoch­schule eingesetzt haben. Prof. Wang ist neben Erich Bieder­beck, Prof. Dr. Emil Woermann, Heinz Hilpert, Hilde­gunde Willrich, Sigrid Lüttge und Lars Ellegaard die siebte mit dieser Medaille ge­ehrte Person.  

In den USA und Kanada gibt es gerade eine breite Diskussion unter Wissen­schaft­lern über mögliche negative Folgen für die Wissen­schaft durch die Einrich­tung von Konfu­zius-Insti­tuten. So hat die „Amerika­nische Vereini­gung der Univer­sitätsprofes­soren“ den US-Univer­sitäten vorge­worfen, mit der Ansied­lung solcher Institute die Integrität von Universi­täten und Lehrper­sonal beein­trächtigt zu haben. Auf besondere Kritik stieß dabei, dass China bei der Besetzung von Posten in Konfu­zius-Insti­tuten ein Mitsprache­recht hat.

 

Göttinger Wald
Notfallschilder für Erste Hilfe
„Rettungspunkte“ sollen Notfallhelfer leiten
pdg — Zur Alarmierung von Rettungs­kräften bei Notsitua­tionen im Göttinger Stadtwald per Mobilfunk wurden im Wald zwölf Schilder als soge­nannte Rettungs­punkte aufgestellt. Die darauf vermerkten Abkür­zungen und Zahlen ermög­lichen die genaue Standort­bestim­mung durch die Feuer­wehr und Rettungs­dienste, die somit schnell zur Hilfe eilen können, wenn Personen im Wald zum Beispiel einen Unfall haben, einer Bedro­hungs­situation ausge­setzt sind oder einen Schwäche- oder Allergie­anfall erleiden.

Rettungspunkt

Auf jedem Schild folgt hinter der Abkürzung „GÖ“ eine Nummer, einige haben zusätzlich hinter den Ziffern ein „H“ als Hinweis, dass hier gegebe­nenfalls der Einsatz eines Rettungs­hubschrau­bers möglich ist. Außerdem ist auf den Tafeln die Notfall­telefon­nummer 112 vermerkt, unter der in Göttingen die örtliche Rettungs­leitstelle der Feuer­wehr erreicht wird. Mit zwölf Rettungs­punkten im 18km² großen Stadtwald sind die Dichte der Rettungs­punkte höher als üblich und damit die Abstände zwischen den Punkten wesentlich kürzer. Grund dafür ist die besondere Bedeutung dieses Gebietes als Erholungs­raum der Göttinger Bevöl­kerung.

Informationen über die zur Verfügung stehenden Notfall­rettungs­punkte erhalten Waldbe­sucher über Flyer, die an den wichtigsten Waldein­gängen (Molken­grund, Kehr, Hollands­grund und Seckborn­grund) zu finden sind, aber auch digital über die kosten­lose Smartphone-App „Hilfe im Wald“.

 

Oberbürgermeisterwahl
SPD-Kandidat setzt sich durch
Wenn es Ihnen nicht passt, dann dürfen Sie mich eben nicht wählen“, reagierte Rolf-Georg Köhler kürzlich noch auf einer Veranstal­tung, bei der es aus aktuel­lem Anlass (Baptisten­kirche / ehem. Voigtschule) um die Göttinger Kultur und ihre Kultur­initia­tiven ging. Es hat offen­sicht­lich vielen dennoch gepasst.

Nach vorläufigen Berechnungen geht Köhler mit etwa 59 Prozent als Sieger aus dem Rennen um das Amt des Ober­bürger­meis­ters hervor (Martin Rudolph: ca. 41 Prozent). Am bemer­kens­wertes­ten bei dieser Wahl, bei der zum Schluss die Grünen mehr Werbung für den roten Bewerber betrieben als die SPD selbst, ist wohl die Wahl­beteili­gung: Nur noch 31 Prozent (50,12 Prozent bei der Vorwahl) ließen sich hinterm Ofen hervor- und in die Wahl­kabinen locken – ein Indikator dafür, welchen Rückhalt die Kandi­daten in der Bevöl­kerung besitzen und wie diese bzw. die von ihnen vertre­tene Politik sich von ihnen repräsen­tiert fühlt.
www.wahlen.goettingen.de

 

Klimawandel
Heftige Unwetter halten Einsatzkräfte auf Trab
Schwerstarbeit für die Feuerwehr / Kunst e.V.: Sanierung von Spielstätten forcieren
pdg/eb — Eines der heftigen Unwetter dieses Jahres, dass von West nach Nordost über die Bundes­republik und damit auch über Göttingen zog, hat hier erheb­liche Schäden hinter­lassen. Allein im am stärksten betrof­fenen Ruhr­gebiet wurden mehrere 10.000 Blitze gezählt, die nahezu ununter­brochen die Nacht zum 10. Juni taghell erleuch­teten. 19 Feuer­wehr­wachen waren mit 120 Einsät­zen beschäftigt. Allein aus dem Keller im Audito­rium der Univer­sität mussten rund 500.000 Liter Regen­wasser abge­pumpt und Bäume gefällt werden. In den städti­schen Grün­anlagen wurden nach Angaben der Stadt bislang rund 80 Schäden registriert. Einzelne Bäume hielten auch auf dem Bartholo­mäus­friedhof dem Wind nicht stand und stürzten um. Eine Vorstel­lung der Göttinger Händel-Fest­spiele im Deutschen Theater musste wegen eines Wasser­ein­bruchs im Dach über der Seiten­bühne vorzeitig abge­brochen, der jähr­liche Univer­sitäts-Sporttag „Dies Acade­micus“ abgesagt und auf den Juli verscho­ben werden.

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Mehrere 10.000 Blitze gezählt: Unwetter in der Region
<leer>Foto: André Karwath

Überlastete Rohrlei­tungen im Neuen Rathaus führten zu Undich­tigkei­ten im Technik­oberge­schoss und einem Wasser­einbruch im Keller und auch die Feuer­wehr selbst war betroffen: Ellie­hausen und Grone gab es Wasser­eintritte durch die Dächer der Feuer­wehr­häuser; in Grone war der Altbau betroffen, der derzeit stattfin­dende Anbau blieb unbe­schädigt. In der Voigt-Real­schule in Weende stehen Räume des Haus­meisters, des Verwal­tungs­gebäudes und des Mensa­gebäu­des unter Wasser. Zusätz­lich ist ein Aufzugs­schacht vollge­laufen; dadurch sind mög­licher­weise die Elek­tronik und die Batte­rien beschä­digt. Die genaue Schadens­auf­nahme erfolgt noch. Das Wasser wird durch Haus­meister entfernt.

In den Gebäuden Maschmühlenweg 141–145 stand der Wasch­maschinen­raum im Keller­geschoss etwa zehn Zenti­meter unter Wasser. In mehreren Häusern im Masch­mühlen­weg und im Königs­stieg wurde Wasser durch die Fenster gedrückt. Im Gebäude Rote Straße 34 drang Regen in das Treppen­haus ein. In der Musa gab es einen Wasser­einbruch im Keller. Mehrere Musa-Mitar­beiter/in­nen sind dort bereits seit Dienstag­nacht im Einsatz und wurden von der Feuer­wehr unter­stützt. Mit Hilfe der bereits vorhan­denen sowie einer zusätz­lich einge­setzten Pumpe konnte der Schaden bisher in Grenzen gehalten werden.

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OB dankt Helfern
pdg — Oberbürger­meis­ter Wolf­gang Meyer hat sich in einer öffent­lichen Erklä­rung bei den vielen haupt- und ehren­amt­lichen He­lfer/in­nen bedankt, die wäh­rend und nach den Unwet­tern im Stadt­gebiet im Ein­satz waren. „Es ist gut zu wissen, dass in unse­rer Stadt Men­schen leben, mit deren Hilfe wir aus dem Stand heraus in der Lage sind, solchen Unwet­tern zu begeg­nen, wie sie am ver­gan­genen Diens­tag und Mitt­woch über Göt­tin­gen gefegt sind,“ sagte er. In seinen Dank bezog Meyer die Mitar­bei­ter/in­nen und Mit­glie­der der Feuer­wehren, der Polizei, der Ret­tungs­dienste sowie aller ande­ren Orga­nisatio­nen und Unter­neh­men ein, die mit vol­lem Ein­satz und oft die ganze Nacht lang uner­müd­lich an der Schadens­begren­zung mitge­wirkt haben. Meyer dankte außer­dem allen öffent­lichen und priva­ten Kräf­ten, die seit dem frühen Mitt­woch Mor­gen an der Be­seiti­gung der Folgen arbei­teten, die die Gewitter verur­sacht haben. Er bat aller­dings auch um Ver­ständ­nis dafür, dass die Repa­ratur- und Auf­räum­arbei­ten noch einige Zeit in An­spruch neh­men könn­ten.
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Für die Feuerwehrkräfte bedeutete das Gewitter Schwerst­arbeit. Im Stadtgebiet Göttingen rückten die Einsatz­kräfte der Haupt­feuer­wache, der Feuer­wehr des Klinikums, der Werks­feuer­wehr der Univer­sität, der 13 Orts­feuer­wehren und von drei Feuer­wehr­wachen aus dem Land­kreis zu 120 Einsät­zen in der Nacht aus. Am Mittwoch­morgen und -nach­mittag (11. Juni) kamen etwa 40 Einsätze hinzu. Bei den meisten mussten vollge­laufene Keller vom Regen­wasser befreit werden. Im Audito­rium der Univer­sität stieg der Wasser­pegel auf 1,50 Meter an. Auch im Institut für Mikro­biologie und beim Reiterhof in Holtensen mussten Räume vom Wasser befreit werden. Laut Feuer­wehr verur­sachte zudem ein Wasser­einbruch in der Produk­tions­halle der Firma Novelis in Weende einen Stopp der dortigen Produk­tion.

In der Kita Gartenstraße stürzten ein Baum und Äste vom Wall auf das Gelände. Schäden sind noch nicht bekannt. Auf dem Spielplatz Schlözer­weg gaben zwei Buchen den Wind­böen nach und beschä­digten bei ihrem Aufprall zwei Nachbar­zäune sowie zwei Parkbänke. Auf dem Spielplatz Rosen­winkel wurden mehrere Bäume entwurzelt, außerdem brachen mehrere große Äste aus den Kronen heraus. So entstan­den Schäden am Dach, an der Dachrinne sowie am Vorbau des Nachbar­hauses und am Zaun. Der Betrieb auf den betrof­fenen Plätzen ist teilweise einge­stellt und voraus­sichtlich ab der nächsten Woche wieder möglich. Im Stadt­wald fiel ein Ast auf einen Tennisplatz am KWP und zerstörte dabei einen Zaun und einen Schieds­richter­stuhl.

In vielen Grünanlagen lösten sich Äste aus den Baum­kronen, die leicht herunter­fallen und Passanten verletzten können. Auch 37 Mitar­beiter/in­nen des Bauhofes der Stadt Göttin­gen und zwei Baum­pflege­firmen erfassen die Schäden und haben mit der Beseiti­gung begonnen, die noch mehrere Tage andauern wird. Wer sich in den Parkan­lagen aufhält, sollte daher beson­ders aufmerk­sam sein, um mög­lichen Gefahren auszu­weichen und im Zweifels­fall auch Umwege in Kauf nehmen.

 

Passantenzählung
Göttinger Einkaufsmeilen auf den mittleren Plätzen
Fragwürdige Statistik zur Attraktivität von Innenstädten
Nicht nur eine „schon seit einigen Jahren zu beobach­tende Polarisie­rung zwischen starken und schwachen Einkaufs­lagen, respektive Groß- und Klein­städten“ konstatiert das Hamburger Bera­tungs- und Vermitt­lungs­unter­nehmen für Gewerbe­immobilien Engel & Völkers in einem soeben erschie­nenen Report, sondern „inzwischen auch eine immer stärkere Differen­zierung im Einkaufs­verhalten“. Reine Versorgungs- und/oder Internet­einkäufe werden demzufolge überwie­gend unter der Woche abgewickelt, während sich das erlebnis- und freizeit­orientierte Shoppen „in anregender Innen­stadt­atmosphäre“ immer mehr auf den freien Samstag­nach­mittag konzen­triert.

<leer> Weender Straße
 
Erlebnis- und freizeit­orientiertes Shoppen: Weender Straße<leer>Foto: vs

Von den 22 Groß- und Mittel­städten Deutschlands, in denen in mehr oder weniger anre­gender Atmo­sphäre geshoppt und eventet wird, ist Göttingen ungefähr im Mittelfeld wiederzu­finden. Einsame Spitze und nach wie vor Shopping­meile Nummer 1 ist im vierten Jahr in Folge die Kaufinger­straße in München, dicht gefolgt von der Neuhauser Straße, ebenfalls in der Bayern-Metro­pole. Erst dann folgt die Kölner Schilder­gasse. Für die Zähler über­raschend, taucht im Top-20-Ranking Hannover mit der Bahnhof­straße, der Georg­straße sowie der Karmarsch­straße gleich mit drei Platzie­rungen auf.

Solche Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Zum einen macht es sicher­lich einen Unter­schied, ob die Messungen etwa bei strah­lendem Sonnen­schein oder bei miesem Regen­wetter, wenn niemand gern freiwillig auf die Straße geht, durch­geführt wurden (in München beispiels­weise schien die Sonne, in Göttingen wurde an Regen­tagen gezählt), zum anderen muss man die absoluten Zahlen (Kaufinger­straße 16.653 Besucher pro Stunde, Weender Straße 4.806) auch in Relation zum Ein­zugs­gebiet setzen.

Generell, so die Consulting-Firma weiter, habe an nahezu allen Zähl­punkten die Passan­tenfre­quenz gegen­über dem Vorjahr zuge­nommen, mitunter um nahezu 25 Prozent, wobei deutliche Unter­schiede zwischen den Zähl­tagen Dienstag und Samstag zu verzeichnen sind. Unter den lokalen, auch alt eingeses­senen Laden­besitzern beschleu­nige sich zudem die Auslese. Neben den Auswir­kungen des Online-Handels trügen dazu maßgeb­lich interna­tionale Marken­unter­nehmen bei: „Bei globalen Ketten stehen zuneh­mend die deutschen Wirtschafts­metro­polen im Visier ihrer Expan­sions­strate­gien“, berichtet Christiane Meyer von Engel & Völkers Com­mercial.

Ein Problem, welches Städteplanern nur allzu gut bekannt ist – ohne dass sie deshalb der Ansied­lung großer, den kleinen Einzel­handel verdrän­gende Ketten Einhalt gebieten würden. Logisch also, „dass neben sozio­demografi­schen Fakten die Größe des Einzugs­gebiets sowie die Entwick­lung und die Perspek­tiven wichtige Kriterien für die Attrakti­vität der Einzel­handels­standorte sind“, wie die Statistiker schreiben, weil sich ja nur durch immer größere Einzugs­gebiete höhere Einnahmen erzielen und Mieten bezahlen lassen, welche wiederum nur die oben erwähnten interna­tionalen Marken­unter­nehmen aufbringen können. Was wiederum zur „Auslese“ von jenen alt eingeses­senen Laden­besitzern führt, die gerne in der Innen­stadt bleiben würden, könnten sie denn solche Mieten bezahlen, und deren Abwan­derung Stadtent­wickler mehr oder weniger tatenlos zusehen und durch eine kontra­produktive Ansied­lungs­politik gar noch fördern.

 

Erinnerungskultur
Jedem das Seine
Denkmalsockel am Bahnhof: Kunst oder Trojanisches Pferd?
„Dem Landesvater seine Göttin­ger Sieben“ – und der Göt­tinger Künst­lerin Chris­tiane Möbus ihr eigenes Denk­mal. Mit ihm möchte sie sich würde­voll in die Ahnen­reihe jener kriti­schen Denker einrei­hen, die sich 1837 gegen die Aufhe­bung der Verfas­sung im König­reich Han­nover wandten und dafür mit ihrer Entlas­sung bezah­len muss­ten; manche sogar mit ihrer Vertrei­bung.

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Zu aktualisierender Diskussionsvorschlag des Göt­tinger Schriftstellers Wolfgang Bittner aus dem Jahr 1980<leer>© W. Bittner

„Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“, so hat sie ihr Werk benannt – einen kahlen Sockel, der dem vor dem Hanno­verschen Haupt­bahn­hof stehen­den Denk­mal von König Ernst August I. nach­empfun­den ist und auf dem nicht nur die renitenten Wissen­schaftler mit ihren Namen verewigt werden sollten, sondern auch die Künst­lerin selbst, so stellt sie sich dies samt einer kleinen Anzahl von Befür­wor­tern vor, die den Klotz dann den Göttin­gern zum Geschenk über­reichen wollen.

Einen „inspirierenden kriti­schen und zugleich für eine breite Öffent­lichkeit gut zugäng­lichen Beitrag zur Diskus­sion des Mahnmals in der heutigen Gesell­schaft“, nennt ein Schweizer Kunst­profes­sor den Granit­block und so sollte es auch nicht wundern, wenn die Göttinger Bevöl­kerung sich von einem solchen Klotz ähnlich inspi­rieren lässt wie einst bei der schräg in den Himmel ragenden Röhre auf dem Uni-Campus. Diese „Kunst“ im öffent­lichen Raum hatten sich Studie­rende alsbald zurück­erobert, indem sie, deutlich origi­neller als das ursprüng­liche Werk, einen aus Maschen­draht gefer­tigten Radfahrer die Säule empor­radeln ließen – sehr zum Verdruss seines Schöpfers übrigens, der sich dies unver­züglich verbat.

Dass es mit der Inspiration, jedenfalls der Schöpfer, nicht immer allzuweit her ist, zeigt eine weitere Plastik am selben Ort, die Grass’sche G7-Stele nämlich, die ebenso als Symbol für den Gipfel der (sieben) bedeutendsten Industrienationen der Welt stehen könnte wie für das, was eigentlich intendiert ist.

Die Verwaltung jedenfalls befür­wortet das ihr ange­tragene, „außer­gewöhn­liche Kunst­werk von hohem ästhe­tischen Reiz“, will auch gleich die Kosten für Funda­ment und Unter­haltung mit über­nehmen und es ebenso auf dem Bahnhofs­vorplatz aufstellen wie das Vorbild in Hannover. Ihre Begeis­terung ist jedoch eher verhalten. Kultur­dezer­nentin Dagmar Schlapeit-Beck findet es nicht etwa rund­heraus gut oder gar hervor­ragend, sondern ästhetisch „befriedi­gend“, Fach­bereichs­leiter Hilmar Beck schwant bereits: „Denkmale in Göttin­gen sind immer strittig.“ Kommt drauf an.

Die Diskussion jedenfalls geht gerade erst los. Mit wohldo­sierten Worten („grund­sätz­liche Freude über jedes bürger­schaft­liche Engage­ment“, „interes­sante Idee“, „Engage­ment und die Leis­tung von Frau Möbus in keiner Weise schmälern“) will man der Künst­lerin schonend beibringen, dass man „diese Art der Ausfüh­rung nicht für sach­gerecht und den Göttinger Sieben nicht würdig“ findet, erklärt etwa Marcel Pache im Namen der CDU/FDP-Gruppe im Rat. Zu beden­ken sei auch eine evtuelle Urheber­rechts­verlet­zung im Hinblick auf die Archi­tektur des Bahnhofs­vorplatzes, und das könne der Gruppe nicht ganz egal sein. Sie wird sich deshalb in der nächsten Kulturau­sschuss­sitzung gegen die Schenkung ausspre­chen. Es könnte sich ja als Danaer­geschenk entpuppen.

 

Basketball
Göttinger Politspitzen sponsern persönliche Vorlieben
mit öffentlichen Geldern der Gebührenzahler

Elitärer Profisport trotz kritischer Haushaltslage bezuschusst / Bevölkerung: „Unverschämtheit“
Mit einem Paukenschlag endet die Amtszeit des Göttinger Ober­bürger­meisters – und mit einer In­stinkt­losig­keit zugleich. Hinter verschlos­senen Türen haben auf Initiative von Wolfgang Meyer die Spitzen von SPD und CDU im Verwal­tungsaus­schuss des Rates der Pro Basket­ball Göttin­gen GmbH (BG Göttingen) mehr als 100.000 Euro zuge­schanzt – einem kom­mer­ziellen Sport­betrieb, dessen Spieler zumeist einen ähn­lichen Bezug zu Göttin­gen haben wie jene von Bayern München etwa oder andere Profi(t)-Be­triebe im Sport auch.

Einer Umfrage im Göttinger Tageblatt zufolge halten 90 Prozent (!) der Befragten die Subven­tionie­rung des kommer­ziellen Vereins schlicht für eine „Unver­schämt­heit“, nur 9 Prozent sind gegen­teili­ger Meinung. Als vorge­schobe­nes Argument gilt den wenigen Politi­kern, die dies ausge­kungelt haben, ein angeb­licher Mehr­wert für die Stadt Göttingen durch eine öffent­lich­keitswirk­same Vermark­tung Göttin­gens als „Stadt des Basket­balls“. Ob dadurch aber beispiels­weise die Über­nach­tungen in der Hotel­lerie ansteigen oder auch nur ein Umsatz­zuwachs bei Konsum­gütern und Dienst­leistun­gen zu verzeich­nen ist oder gar neue Gewerbe­ansied­lungen und Arbeits­plätze dadurch gene­riert werden, darf mehr als bezwei­felt werden und scheint an den Haaren herbei­gezogen. Konkrete Angaben darüber, wie sich ein angeb­lich besserer Ruf durch Basket­baller tatsächlich durch positi­ve Zahlen belegen lässt, wurden zu keiner Zeit vorgelegt – selbst nicht zu Zeiten, als die BG bereits Bundes­ligafor­mat aufwies und sich wenig später der Haupt­sponsor Sparkasse gleich­wohl aus diesem Engage­ment zurück­zog. Der im stillen Käm­merlein gefasste Beschluss verhöhnt die durch das Entschul­dungs­hilfe­angebot des Landes gefor­derten Sparbe­mühun­gen, durch die viele Mitarbeiter in der Verwal­tung aufgrund von „Arbeits­verdich­tung“ ebenso Opfer bringen müssen wie auch ein großer Teil der Bürger­schaft. Ein solches Verhalten kurz vor der Ober­bürger­meister­wahl ist ein Fall für die Kom­munal­aufsicht wie auch für den Landes­rech­nungs­hof.

Breitensport
Vernachlässigte Sportförderung: Weender Freibad, KAZ-Akrobatik, Ballett<leer>Fotos: Förderverein Freibad Weende / VS / ASC

Unter dem Code V001 sahen die Vor­schläge der Ver­wal­tung im sog. „Zu­kunfts­ver­trag“ Kür­zun­gen bei den städti­schen Sport­förde­rungs­mit­teln von ins­ge­samt 480.000 Euro vor. 297 Rück­mel­dun­gen lehn­ten dies ab, 189 wa­ren dafür. Unter dem Code V002 wur­den Kür­zun­gen von 160.000 Euro bei der GWG vor­schla­gen, wel­che direkt die BG 74 be­tref­fen. 376 spra­chen sich da­für aus, 93 da­ge­gen. <leer>
<leer> Lediglich die Grünen im Rat haben sich dem Ansin­nen des Ober­bürger­meis­ters ver­wei­gert – sie sind der Sit­zung de­mons­trativ fern­ge­blie­ben. Bei al­lem Re­spekt vor der Leis­tung der BG 74 und ihrem Wie­der­auf­stieg sieht OB-Kan­didat Sieg­fried Lies­ke „im städti­schen Haus­halt kei­ne Spiel­räu­me für eine un­mit­tel­bare finan­ziel­le Un­ter­stüt­zung. Es fällt mir schwer, den Bür­ger/in­nen zu ver­mit­teln, dass wir in dem ei­nen Jahr die Mit­tel für den Brei­ten­sport kür­zen und Park­ge­büh­ren erhö­hen und im nächs­ten Jahr zu­sätz­li­ches Geld für den Profi­sport aus­ge­ben.“ Dies sei aus Per­spek­tive ei­ner ver­lässli­chen Haus­halts­poli­tik nicht zu ver­ant­worten.

Sie handeln mit Waren, so wie andere Ge­wer­be­trei­bende auch mit Wa­ren han­deln, nur dass ihre Ware aus Spie­lern be­steht. Und weil dabei oft­mals hohe (Ab­lö­se-)Sum­men beim Wa­ren-Ein­kauf ent­ste­hen, weil man ja in einer buch­stäb­lich „ande­ren Liga“ spie­len will, ist das Risiko ent­spre­chend hoch, sein Pro­dukt auch wieder ver­kau­fen zu kön­nen. Da ist es gut, wenn die Spit­zen von Rat und Ver­wal­tung von sport­begeis­ter­ten Bas­ket­ball­fans durch­setzt sind. Sie haben nicht nur den Na­men der neu er­rich­te­ten Sport­halle für die Bas­ket­bal­ler an ein Göt­tin­ger Geld­insti­tut ver­scher­belt, ohne jene über­haupt zu fra­gen, die diese Halle ganz über­wie­gend finan­ziert ha­ben und die doch auch ein An­recht darauf hät­ten, bei der Na­mens­ge­bung betei­ligt zu wer­den, sie finan­zie­ren nun mit wie­der­um öf­fent­lichen Gel­dern auch noch ih­re per­sön­lichen Vor­lie­ben. Von sol­chen kom­mu­nalen Zu­schüs­sen kön­nen andere Ge­werbe­trei­ben­de in dieser Stadt nur träu­men.

Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, ein kaum ein Spiel auslas­sender erklärter Fan der nun in die Bundes­liga zurück­kehren­den Göttinger Basket­baller sowie CDU-Frak­tions­chef Fritz Güntzler, dessen Affinitiät zum Profi­sport bereits durch seinen Vorsitz im Sportaus­schuss deutlich wird, dürfen sich nun sicherlich auf ein Frei­karten-Kontin­gent für die lau­fende Saison freuen. Das ist so üblich gegen­über Spon­soren – und versüßt den Abschied aus dem Amt eines Ober­bürger­meis­ters unge­mein.

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss für Allgemeine Angelegenheiten,
Integration und Gleichstellung:
24. November
Personalausschuss: 24. November
Ausschuss für
Umwelt- und Klimaschutz:
25. November
Betriebsausschuss Umweltdienste: 25. November
Jugendhilfeausschuss: 25. November
Schulausschuss: 27. November
Ortsrat Geismar: 27. November
Ortsrat Grone: 27. November

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Tempo 30
Etliche Straßen jetzt lärmreduziert
Tempo 30Im Rahmen des von der Göttinger Politik beschlossenen Lärm­ak­tions­plans greifen ab 21. November wei­tere Maß­nah­men, nämlich eine nächt­liche Geschwin­dig­keits­redu­zie­rung auf ausge­wählten Stra­ßen, um dem Lärm­pegel in der Stadt beizu­kom­men. Wohl in der Vor­aus­ahnung, dass dies, wo es nun kon­kret wird, auf hefti­ges Gemo­sere seitens derje­nigen stoßen wird, die immer noch „freie Fahrt für freie Bürger“ fordern und sich gegen jegliche Bevor­mun­dung von Auto­fah­rern wehren, denen das Ruhe­bedürf­nis anderer Zeitge­nossen dement­spre­chend ziemlich wurst ist, hat die Verwal­tung nun zu einer ausführ­lichen Begrün­dung, beinahe schon Ent­schuldi­gung, aus­ge­holt.Weitere Informationen

Weihnachtsmarkt
Behinderungen durch Aufbau
W-Mannpdg — Die Aufbauarbeiten für den Göttinger Weih­nachts­markt werden bis zum Eröffnungstag am Mitt­woch, 26. November, andauern. Insbeson­dere am 22. Novem­ber ab 7.00 Uhr und am 24. November ab 6.00 Uhr wird es dabei vor dem Alten Rathaus und rund um die Johannis­kirche voraus­sichtlich zu Verkehrs­behinde­rungen kom­men.

Groner Landstraße
Diskussion um Fassade
EntwurfÜber das Bauvorhaben am Groner Tor wird es eine – ver­mutlich heftige – Diskus­sion geben, zumindest über die Gestal­tung der Fassade. Die Verwal­tung lädt jetzt zu einer öffent­lichen Veran­stal­tung ein. Neben Stadt­baurat Thomas Dien­berg werden weitere Mitar­beiter/in­nen der Bauver­wal­tung sowie die EBR Projekt­entwick­lung GmbH als Investor und das von ihm beauf­tragte Archi­tektur­büro vertre­ten sein. Eine zweite Beteili­gungs­runde nach Aus­wer­tung der Diskus­sions­ergeb­nisse ist für den 16. Dezem­ber vorge­sehen.
Am 24. November um 19.00 Uhr im Zoologischen Museum (Berliner Straße), Großer Hörsaal.

Versorgungsamt
Sprechtag
pdg — Der nächste Sprechtag des Niedersächsischen Lan­des­amtes für Soziales, Jugend und Familie, Standort Hildes­heim (Versor­gungs­amt) in Göttingen findet am Don­ners­tag, 27. November, von 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.00 Uhr in Zi. 118 (1.OG.) im Neuen Rathaus statt (keine Beratung zu allgemeinen Renten­ange­legen­heiten). Eine Voran­mel­dung beim Landesamt ist nicht erforder­lich. Es kann wie folgt erreicht werden: Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, Ver­sor­gungs­amt, Kreuz­straße 8, 31134 Hildesheim, Tele­fon: 05121/3040, Fax: 05121/304611, www.soziales.niedersachsen.de

Amtsblatt Nr. 23
pdg — Die Umweltverträglichkeitsvorprüfung für das Hoch­was­ser­rückhaltebecken Pfingstangergraben, die Ände­rung der Ver­gnügungs­steuer­satzung, der Jahres­abschluss 2013 der Beschäf­tigungs­förderung Göttingen, die Zweck­verein­barung mit dem Land­kreis über die gemein­same Nutzung der Schlauch­pflegerei bei der Berufs­feuer­wehr und schließ­lich die Aufstel­lungs- und Ausle­gungs­beschlüsse für die 1. Ände­rung des Bebau­ungs­plans Göttin­gen-Weende Nr. 44 „Studen­tenwoh­nen Lutter­terrassen“ sind die Themen der 23. Ausgabe des Amts­blatts für die Stadt Göttin­gen.
Das Amts­blatt ist kosten­los im Info-Büro im Neuen Rat­haus, im Alten Rat­haus, in der Stadt­biblio­thek sowie in den Verwal­tungs­stellen Geismar, Grone und Weende erhält­lich und im Inter­net unter www.goettingen.de Rathaus & OB Rat & Ortsräte Amts­blatt zu finden.

Baumschau 2014
119 Bäume müssen dran glauben
Ausführliche und transparente Infos im Internet
pdg — Nach dem Ergebnis der Baumschau 2014 müssen von den rund 33.500 Bäumen auf öffentlichen Flächen in Göt­tingen 119 gefällt werden. Nach Mittei­lung der Stadt soll es jedoch zu 140 Ersatz­pflan­zun­gen kommen. Die wesent­lichsten Gründe für die Fäl­lung von Bäumen sind starke Vitali­täts­einbu­ßen, fortge­schrit­tene Holzfäule sowie die Gefahr von Ast- oder Stamm­bruch. Beraten wird die Vorlage zur Baum­schau 2014 im Aus­schuss für Umwelt- und Klima­schutz am 25. November.Weitere Informationen

Flüchtlinge
Grüne wollen ehemaliges IWF nutzen
Der Stadtvorstand der Göttinger Grünen kann sich das ehe­malige Instituts­gebäude im Non­nenstieg auch als Flücht­lings­unter­kunft vorstellen. Etwa die Hälfte der vor wenigen Jahren sanierten Gebäude seien ohne große Umstände für eine Unter­bringung gut nutzbar. Ihre Lage in einem Wohn­gebiet würde sich darüber hinaus vorteil­haft auf eine Inte­gration auswir­ken, heißt es in einer Erklä­rung. Da sich das Gelände aller­dings im Besitz von Bund und Land befindet, müss­ten diese ein entspre­chendes Ent­gegen­kom­men zeigen.
Eine ziemlich optimistische Erwartung, die vor einiger Zeit schon beim Gelände des ehemaligen LKH auf dem Leineberg nicht in Erfüllung ging. Zudem ist das Gelände einem potenten Investor versprochen, der dort ähnlich Großes plant wir aktuell auch am Groner Tor.

Westdörfer
Ab sofort schnelles Internet
pdg — Die Arbeiten der von der Stadt Göttingen mit dem DSL-Ausbau in den Ortstei­len Hetjers­hausen, Knut­bühren und Ellie­hausen beauf­tragten Firma OR Network sind abge­schlossen. In den Ortstei­len stehen nach Mittei­lung des Unter­neh­mens ab sofort Band­breiten bis zu 16 Mbit/s zur Verfü­gung. Das Ausbau­projekt ist mit Förder­mit­teln des Landes Nieder­sachsen und der Stadt Göttin­gen reali­siert worden. Im weiteren Stadt­gebiet, u.a. auch in Esebeck, setzt die Deutsche Telekom AG zurzeit ihren Netz­aus­bau durch Einsatz von Vecto­ring-Tech­nik mit dem Ziel fort, bis zum 2. Quartal 2015 rund 65.000 Haus­halten im Vor­wahl­bereich 0551 den Zugang zu schnellen Inter­net-An­schlüs­sen zu ermög­lichen. Dabei werden Ge­schwin­digkei­ten der Daten­übertra­gung bis zu 50 Mbit/s erreicht.

Fahrradparkhaus am Bahnhof
SPD gegen vollautomatisierten Betrieb
Die Göttinger SPD-Ratsfraktion spricht sich gegen einen ge­planten vollautomatisierten Betrieb des Fahr­rad­park­hauses am Bahnhof aus, mit dem die Stadt­verwal­tung im Rahmen des Haus­halts­siche­rungs­geseztes weitere Kosten­ein­sparun­gen reali­sieren will. Ein solcher Betrieb sei in anderen Städten bereits erfolg­reich instal­liert und tech­nisch ausge­reift, hatte die Verwal­tung kürzlich den Mitglie­dern im Bauaus­schuss dar­gelegt.
„Das wollen wir nicht“, hält die SPD-Ratsfraktion dagegen. Den Parkenden komme es neben Sicherheit und Wetter­festig­keit auch auf ein gutes, prakti­kables Handling sowie auf ein ange­nehmes Ambiente an. Ein voll­auto­mati­siertes Park­haus könne das nicht leisten. Zudem sei Technik, trotz gegen­teili­ger Aussagen der Verwal­tung, „immer anfällig“ und tech­nische Pannen zu erwar­ten. Als wich­tigen Punkt sehen die Sozial­demo­kraten auch das Weg­fallen von Arbeits­plätzen – neben dem Betreiber „mehrere Teilzeit­kräfte, die … ein wach­sames Auge auf das Park­haus haben. Die Voll­auto­mati­sierung werde zu einer Vertrei­bung der Stamm­kunden führen, prognos­tiziert der baupoli­tische Sprecher Andreas Klatt. „Nur durch Personal ist das Park­haus stets sauber, sicher und kunden­freund­lich.“

Energiewende
Wenzel: Adelebser Forderungen absurd
„Wer sich die Abstandsforderungen des bayrischen Minis­terpräsi­denten zu eigen macht, gefährdet die Energie­wende in ihrer Substanz“, sagte der Göttin­ger Abge­ordnete und Minister für Umwelt, Energie und Klima­schutz, Stefan Wenzel, zu Forderungen aus der Ge­mein­de Ade­lebsen. Da die Dörfer im Landkreis oft nur 3 bis 4 Kilo­meter ausein­ander­lägen, würde bei 2km Abstand in beiden Rich­tungen praktisch keine Fläche übrig­bleiben. Auch bei 1,5km sei der verblei­bende Flächen­anteil sehr gering. Das Land orien­tiere sich daher mit seinen Empfeh­lungen an gelten­den Lärm­schutz­grenz­werten nach dem Bundes­immis­sions­schutz­gesetz. Die seien um ein viel­faches schärfer als die Lärm­schutz­grenz­werte beim Straßen­bau. Die Kom­munen könn­ten aber weitere Ab­stände vorse­hen als die Mindest­abstände des Bundes­immis­sion­schutz­gesetzes.Weitere Informationen

Flüchtlinge
SPD diskutiert über Standards
von Flüchtlings-Wohnungen

Der Arbeitskreis Migration in der SPD spricht sich für die Einhal­tung von Qualitäts­stan­dards bei der Errich­tung von Gemein­schafts­unter­künf­ten aus. Vor allem sollen solche Unterkünfte ausschließ­lich über abge­schlos­sene Wohnein­heiten verfü­gen, um private Rück­zugs­räume zu schaffen, dies vermei­de Kon­flikte. Eine an das Umfeld ange­passte Außen­gestal­tung des Gebäudes soll dazu beitra­gen, eine Stig­matisie­rung der Bewohner zu verhin­dern. Bei einem Gedan­kenaus­tausch u.a. mit der Göttin­ger Sozial­dezer­nentin Dr. Dagmar Schla­peit-Beck und dem Leiter der Caritas­stelle im Grenz­durch­gangs­lager Fried­land, Thomas Heek, wurde deutlich, dass durch die momen­tan hohe Flücht­lings­zahl, die Erstbe­treuung in den Erstauf­nahme­einrich­tun­gen Nieder­sach­sens nur noch verkürzt statt­findet. Viele Erst-Orien­tierungs­leistun­gen fallen nun auf die Kom­munen, die eine ent­spre­chende Infra­struktur und Koor­dina­tions­möglich­keiten bereit­stellen sollten.
Auch wenn die dezentrale Unter­bringung von Flüchtlingen aufgrund der erfolg­reicheren Inte­grationsmög­lichkei­ten weiter­hin bevorzugt werde, so komme man doch an der Notwen­digkeit von zentralen Gemein­schafts­unter­künften nicht vorbei, so Schlapeit-Beck. Für solche Unter­künfte müsse es jedoch Stan­dards für die Wohn­qualität, für die soziale Betreuung und für die Sicher­heit der Bewohner geben. Eine große Hilfs­bereit­schaft in der Bevölke­rung könne die Akzeptanz solcher Gemein­schafts­unter­künfte zusätz­lich erhöhen.
Siehe auch: Abschiebung erfolgreich verhindert

Neues Busliniennetz
Pro Bahn: Verhaltene Kritik
Das ab 1. November wirksame neue Busliniennetz für Göt­tingen ist nach Ansicht des Fahrgast­verbands Pro Bahn mit einigen Schwächen behaftet. „So wurde das neue Netz nicht ausge­arbeitet, um es verän­derten Fahrgast­wünschen anzu­passen, sondern vielmehr, um die Sparvor­gaben des städti­schen Haus­haltes zu erfüllen“, kriti­sierte der Regional­vorsit­zende Gerd Aschoff. Dies werde auch dadurch deutlich, dass die Göttinger Verkehrs­betriebe mit der Planung ausge­rechnet dann begon­nen hatten, als gerade der Nahver­kehrs­plan der Stadt für die kom­menden Jahre mit seinem beson­deren öffent­lichen Beteili­gungs­verfah­ren abge­schlos­sen war. Weitere Informationen

E-Mobilität
Metropolregion
stellt „Stromtankkarten“ vor

Bislang gleicht die Tankstellenlandschaft für Elektro­fahr­zeuge einem bundes­weiten Flicken­teppich: Wer mit Karte bezahlen will, kann das vielfach nur im eige­nen Bundes­land oder gar der nähe­ren Umge­bung, weil andern­orts eigene Süpp­chen gekocht und solche Tank­karten außer­halb der Region oft nicht akzep­tiert werden. Elektro­fahrer müssen sich deshalb mit­unter mit einem ganzen Bündel von Tank­karten unter­schied­licher Anbie­ter ein­decken, wollen sie die ohnehin schon wegen der begrenz­ten Reich­weite einge­schränkte Mobi­lität nicht noch weiter ein­schrän­ken. Ein Manko, das die Verbrei­tung von E-Mobi­lität nicht gerade fördert und das man in näherer Zukunft ange­hen will. Auch in der Metro­pol­region Han­nover - Braun­schweig - Göttin­gen - Wolfs­burg mit seinem vom Bund geför­derten Schau­fenster­pro­gramm „Elektro­mobili­tät“.Weitere Informationen

Migration / Integration
Grüne kritisieren Streichung von
Fördermitteln zur Kinderbetreuung

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wird zum 30. September die Förderung der Kinderbetreuung wäh­rend der Integrations­kurse streichen. Kinder sollen – ganz im Sinne der Inte­gration – im Rahmen des regu­lären Kinder­betreu­ungsan­gebots betreut werden. Die Göttinger Grünen nennen das Ansinnen eine „Inte­grations­ver­hinde­rungs­maß­nahme“ und haben eine entspre­chende Anfrage an die Verwal­tung auf den Weg gebracht, in der sie wissen wollen, welche Aus­wir­kun­gen dies für Göttin­gen hat.Weitere Informationen

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Hartz IV-Empfänger
Leistungsempfänger fühlen sich
weniger in die Gesellschaft integriert

Erwerbstätigkeit Voraussetzung für Teilhabe
Arbeitslose Hartz-IV-Empfänger fühlen sich weniger in die Gesellschaft integriert als Erwerbstätige. Das geht aus einer Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufs­for­schung (IAB) hervor. Erwerbs­tätige ordnen sich auf einer Skala von 1 bis 10 im Durch­schnitt beim Wert 8,0 ein, arbeits­lose Hartz-IV-Emp­fänger dagegen bei 6,0. Außer­dem gibt weniger als jeder vierte arbeits­lose Hartz-IV-Emp­fänger an, in Vereinen, Gewerk­schaften, Kirchen­gemein­den oder sonstigen Orga­nisatio­nen aktiv zu sein. Bei Erwerbs­täti­gen ist es mehr als jeder Zweite.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Regionaler Arbeitsmarkt gut in Form
Auch im Oktober setzte sich der saisonal erwartete Abwärts­trend der Arbeits­losen­zahlen in Süd­nieder­sachsen fort. Danach waren im Oktober 14.795 Menschen bei der Arbeits­agentur und den Jobcen­tern der Region arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vor­monat ging die Zahl der Arbeits­losen um 485 bzw. 3,2% zurück. Deut­licher fiel das Ergeb­nis im Vergleich zum Oktober 2013 aus, denn binnen Jahresfrist sank die Zahl um 1.211 bzw. 7,6%. Weitere Informationen

Arbeitsmarkt
Arbeitsmarkt trotz
Konjunktursorgen stabil

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Oktober gegenüber dem Vormonat leicht um 0,3 Punkte gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt nun bei 100,5 Punkten.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organi­sation Rettet den Regen­wald engagiert sich auf be­wunderns­werte Weise für den Erhalt der letzten noch verblie­benen öko­logischen Reser­vate – wovon letzt­lich unsere Zukunft ab­hängt – und ruft regel­mäßig zu Kam­pagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffent­licht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebens­grund­lagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vor­finden, gibt es ei­ne neue Ak­tion bzw. Neues zu berich­ten.

China
Elefanten sterben
für Chinas Gier nach Elfenbein
RegenwaldHandel mit Elfenbein in TansaniaFoto: F.G. und Fr. Carpenter Chinesische Elfenbein-Schmuggler sind verantwortlich für den Tod tausender Elefan­ten in Afrika. Selbst die Delegation von Staats­präsident Xi Jinping soll laut einer Studie in illegale Geschäfte verwickelt sein. Schmug­gelgut sei in Diplo­maten­gepäck außer Landes geschafft worden. Mit­arbei­ter der Botschaft gehör­ten regel­mäßig zu den besten Kunden lokaler Händler. Insbe­son­dere in Tansania hat die Wilderei für den chine­sischen Markt drama­tische Aus­maße ange­nom­men. Allein 2013 sind mehr als 10.000 Elefan­ten illegal getötet wor­den – 30 Tiere am Tag.
Um das Morden zu beenden, müssen die Absatz­märkte für Elfen­bein ausge­trocknet werden. Eine Schlüssel­rolle kommt dabei China zu. Bitte fordern Sie Staats­präsident Xi Jinping auf, den Schmug­gel mit Elfen­bein zu verhin­dern: www.regenwald.org

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Beruf und Bildung

Wiedereinstieg in den Beruf
Frauen und Männer, die nach einer längeren Familien­phase die Rückkehr in den beruf­lichen Alltag planen, stellen häufig fest, dass der Wieder­einstieg nicht rei­bungs­los gelingt. In der Veran­staltung „Zurück in den Beruf“ infor­miert die Agentur für Arbeit am 25. Novem­ber über wichtige Aspekte des Wieder­einstiegs. Themen sind u.a. Arbeit­suche, beruf­liche (Neu-)Orien­tierung oder Weiter­bildung, aber auch Bewer­bungs­verfah­ren sowie Dienst­leis­tungs­ange­bote und Förder­möglich­keiten der Agentur.
Die Veran­staltung ist kostenlos. Aus organisatori­schen Gründen wird um Anmel­dung gebeten: Tel. 520-223 oder goettingen.bca@arbeitsagentur.de.
Am 25. November von 9.00 bis 12.15 Uhr, Bahnhofsallee 5, Raum 657.

Workshop
Bewerbungstraining
für Frauen mit Handicap

Dass viele Frauen im Bewerbungsprozess viel weniger Selbst­bewusst­sein zeigen als Männer, ist bekannt. In beson­derem Maße trifft dies auf Frauen mit Handicap zu. Um diese Frauen bei der Arbeit­suche gezielt zu unter­stützen, hat die Agen­tur für Arbeit in Göttingen gemein­sam mit dem Reha-Fach­dienst der Arbeiter­wohl­fahrt einen Bewer­bungs-Work­shop für Frauen mit Handicap konzi­piert. Er findet am 1. und 2.12., jeweils 9.00 bis 14.15 Uhr in der Agentur für Arbeit (Bahn­hofs­allee 5, Raum 068) im Berufs­infor­mations­zentrum (BiZ) statt.
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Aufgrund be­grenz­ter Teilneh­merplätze wird jedoch um vorhe­rige Anmel­dung bis zum 26. November gebeten: Tel. 520-223 oder goettingen.bca@arbeitsagentur.de

Studium
Workshops zur Orientierung
Hilfe bei der Studienwahl bieten die Studierwerkstätten der Universität Göttingen. Sie richten sich an Schüler/innen sowie an alle anderen Studien­interes­sierten. Die kosten­losen Workshops starten am Freitag, 28. November, mit einer dreistün­digen Veran­stal­tung zur Vorberei­tung der Studien­wahl. Hier können die Teilneh­menden ihr Potenzial analy­sieren und ihre persön­lichen Stärken und Schwächen heraus­arbeiten. Sie erhalten eine Anleitung zur systema­tischen Infor­mations­recherche und einen Über­blick über das Lernen an der Univer­sität und die Studien­möglich­keiten in Göttingen. Am Freitag, 5. Dezem­ber, folgt ein Workshop zur Unter­stützung des Entschei­dungs­prozes­ses.
Die Studier­werkstät­ten sind Teil des Programms „Brü­cken­schlag“ und richten sich insbesondere an Studien­interes­sierte der ersten Genera­tion, die als erste aus ihrer Familie ein Studium auf­neh­men. Informa­tionen zu den Work­shops und zur Anmel­dung sind im Inter­net unter www.uni-goettin­gen.de/Studierwerkstaetten zu fin­den.

Moderation biografischen Erzählens
Aus der eigenen Lebensgeschichte zu erzählen, ist eine wichtige Form des gemeinsamen Lernens in Bildungssituationen und Kleingruppen. Die Fortbildung richtet sich an Personen, die ehrenamtlich, neben- oder hauptberuflich in unterschiedlichen Kontexten (Verein, Kirchengemeinde, Ortsheimatpflege, Bildungsarbeit) mit Gruppen arbeiten und die Methode lebensgeschichtlichen Erzählens nutzen möchten. Sie führt anhand von Übungen in die Grundlagen des Erzählens ein. Die Moderation einer Erzählrunde kann ausprobiert werden. Ideen für die Umsetzung werden gemeinsam entwickelt.
28.–30. November. Kontakt: FreieAltenarbeitGoet­tin­gen@t-online.de, Tel. 43606

Verkehrswacht
Sicherheitstraining
für jugendliche Anfänger

Wer mit 17 den Führerschein machen und Auto fahren will, nutzt BF 17 („Begleitetes Fahren“). Doch um sicher fahren zu können, benötigen Autofahrer neben einer fundierten Fahrausbildung vor allem eins: Erfahrung. Und genau hier setzt das PKW-Sicherheitstraining der Verkehrswacht an, indem es Erfahrungen vermittelt, die oft erst durch jahrelange Fahrpraxis erworben werden können. BF 17-Teilnehmer können am Sicherheitstraining ohne Begleitung teilnehmen.
Am 29. November von 9.00–17.00 Uhr bei den Göttinger Verkehrsbetrieben, Gustav-Bielefeld- Str. 1. Die Gebühr: 80 Euro. Einige Berufsgenossenschaften übernehmen die Kosten. Kontakt: Tobias Hillmann hillmann.tobias@t-online.de

Physik im Advent
Unter dem Motto „noch 24 Experimente bis Weihnach­ten“ bieten die Deutsche Physika­lische Gesell­schaft (DPG) und die Univer­sität Göttin­gen auch in diesem Jahr wieder 24 unter­haltsame Physik-Experi­mente zum Nach­machen an. Sie richten sich primär an Schü­ler/in­nen der Jahr­gangs­stufen fünf bis zehn und sind vom 1. bis zum 24.De­zem­ber per You­tube-Video oder unter www.physik-im-advent.de abrufbar.Weitere Informationen

DLR Göttingen
Bester Azubi seines Fachs
Ein Auszubildender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen wird als deutschlandweit Bester seines Fachs ausgezeichnet. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) wird den 20-jährigen Marco Diedrich am 8. Dezember in Berlin als besten Prüfungsteilnehmer im Ausbildungsberuf Technischer Produktdesigner, Fachrichtung Maschinen- und Anlagen­konstruktion, ehren. Bereits am 6. November erhält Diedrich in Hannover eine Auszeichnung als Landessieger.
Diedrich erreichte in allen Prüfungsfächern die Note 1 – „ein richtiger Überflieger“, urteilt sein Aus­bilder Walter Schunk. Er verkürzte seine Ausbildungszeit sogar von normalerweise dreieinhalb auf drei Jahre. In dieser Zeit zeichnete Diedrich am Computer Modelle von Flugzeugen und Raumschiffen, die dann im Windkanal getestet wurden.

Hochschulrektorenkonferenz
Forderung nach Wiedereinführung von
allgemeinen Studienbeiträgen trifft auf Kritik

Der hochschulpolitische Sprecher der Grünen im Nie­der­sächsi­schen Landtag, Ottmar von Holtz, weist die Forde­rung des Präsi­denten der Hoch­schul­rektoren­konfe­renz nach Wieder­einfüh­rung von allge­meinen Studien­beiträgen ener­gisch zurück. Bildungs­bereiche sollten nicht gegen­einander ausge­spielt werden, so von Holtz.Weitere Informationen

Schulprojekt
Bildsprache in Filmen
Schüler auf interkultureller Spurensuche
Mit dem Schulprojekt „IslaMovies – eine (inter)kultu­relle Spuren­suche“ wollen Wissen­schaftler der Univer­sität Göt­tingen zusam­men mit einer Künst­lerin und zwei Lehr­kräften die Ausein­ander­setzung mit eigener und fremder Religion und Kultur fördern. Das Projekt ist auf die Dauer von zwei Jahren angelegt und richtet sich an Schüle­rinnen und Schüler der Ober­stufe aus dem Max-Planck-Gym­nasium Göttin­gen und dem Roswitha Gym­nasium in Bad Ganders­heim. Pro Jahr sind 20 Plätze frei. Weitere Informationen

Wettbewerb „Jugend testet“
Welcher Streamingdienst lässt sich besonders unkompliziert nutzen? Wer bietet den besten Service beim Ohrloch-Stechen? Und welcher Radiergummi krümelt am wenigsten? Fragen wie diese können Jugendliche beim Wettbewerb „Jugend testet“ untersuchen. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 9.000 Euro und Reisen nach Berlin. Teilnehmer können sich ab sofort bis zum 30. November online unter www.test.de/ jugendtestet an­mel­den.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über

• Autokindersitze
• Smartphones

Neue Bücher für Verbraucher
• Kochen für Angeber
• Der Steuerversteher 2015
• Ruhestand richtig planen

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de bean­standet die Ver­brau­cher­zentrale aktuell folgende Produkte wegen irre­führen­der oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Werbung für Hansano Weidemilch
• Werbung für Knoppers
• Wolf Thüringer Rotwurst
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen

cityfirmen.de
Abzocke für Eintrag in Branchenportal
Wie in Göttingen haben Verbraucher in ganz Niedersachsen eine Rechnung über 476 Euro für einen Eintrag in das Branchen­portal der Firma cityfirmen.de sowie einer Google Opti­mierung bei zwölf­mona­tiger Laufzeit erhal­ten. Doch keiner der Ver­brau­cher hat je einen Vertrag mit cityfirmen.de abge­schlos­sen. Trotz­dem tauchen ihre Namen, Telefon­num­mern, Adressen und (angeb­liche) Berufs­bezeich­nun­gen auf ver­schie­denen Inter­netpor­talen auf. Die Betrof­fenen üben alle­samt einen hand­werk­lichen Beruf aus. Mit ihrer Berufs­bezeich­nung haben sie sich vor vielen Jahren im Telefon­verzeich­nis der Tele­kom eintra­gen lassen. Nun sind sie auch auf cityfirmen.de und mindes­tens 25 weiteren Portalen wie bei­spiels­weise branchenbuchdeutschland.de, stadtbran­chen­buch.com oder yelp.de zu finden.
„Neben dem Namen ist unter der jeweiligen Berufs­bezeich­nung die kom­plette Adresse und Telefon­num­mer ver­öffent­licht“, berich­tet Dagmar Mai von der Ver­brau­cher­zen­trale Göttin­gen. Selbst­ständig ist aktuell keiner von ihnen. Keiner kann sich erin­nern, der Ver­öffent­lichung und Verbrei­tung über das Bran­chen­portal zuge­stimmt zu haben. Keiner der Ver­brau­cher hat telefo­nisch oder übers Inter­net einen Vertrag mit dem Anbie­ter geschlos­sen. Ebenso wenig haben sie einer Verbrei­tung der Daten im Inter­net zuge­stimmt.

Online-Putzdienste
Kein Portal empfehlenswert
Online-Putzdienste wie Helpling, Homejoy oder Putzfee wer­ben damit, profes­sionel­le, qualifi­zierte oder geprüfte Reini­gungs­kräfte zu vermit­teln, deren Arbeit man von der Steuer abset­zen kann. In Wahr­heit schlie­ßen sie in ihren Allge­meinen Geschäfts­bedin­gungen (AGB) aus­drück­lich die Garantie für eine ordent­liche Reini­gung und andere Quali­täts­verspre­chen aus. Kunden können außer­dem juris­tische Probleme wegen Schwarz­arbeit ins Haus stehen. Fraglich ist auch, ob Finanz­ämter die Rech­nungen als haus­halts­nahe Dienst­leistun­gen aner­kennen.Weitere Informationen

Internetanschluss
50 Prozent der Terminzusagen
nicht eingehalten

Wut und Hilflosigkeit – diese Gefühle kennen viele Kunden, die auf einen neuen Internet- und Telefon­anschluss warten. Ganz ähnlich erging es 30 Testhaus­halten der Stif­tung Waren­test, die bei verschie­denen DSL-, Kabel- und LTE-An­bietern Kunde werden wollten. Im Schnitt mussten sie rund 5 Wochen auf einen DSL-Anschluss warten, einige sogar mehr als 10 Wochen. Schuld sind meist Techniker, die verein­barte Termine platzen lassen.Weitere Informationen

Crowdfunding
Chancen und Risiken
der Schwarmfinanzierung

Crowdfunding bietet die Möglich­keit, bei vielen interes­santen Projekten als Spender, Kredit­geber oder Mitunter­nehmer dabei zu sein. Welche Vor- und Nach­teile die finan­zielle Inves­tition in Crowd­funding-Projekte haben, stellt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Novem­ber-Aus­gabe vor.Weitere Informationen

Promi-Spendenorganisationen
Großteil der Spenden kommt an
Ein Großteil der eingesammelten Gelder von Promi-Spenden­organisa­tionen im Test geht an die Hilfs­bedürf­tigen. Die Organi­sationen von Klinsmann, Lahm, von Hirsch­hausen oder anderen Promi­nenten geben zum Teil deutlich weniger als 35 Prozent ihrer Ausgaben für Verwaltung und Werbung aus. Damit schneiden diese Spenden­organisa­tionen besser ab als viele der Tier- und Natur­schutz­organisa­tionen, die im Vorjahr von der Stif­tung Waren­test unter die Lupe genom­men wurden.Weitere Informationen

Lebensmittelsicherheit
Europäisches Schnellwarnsystem
zu langsam

Seit Freitag, 17.10. 2014, werden über das Portal Lebens­mittel­warnung.de unter anderem Produkte des Her­stellers Könecke („Deut­sches Corned Beef“) und der Land­schlach­terei Hanke („Frische Rinder­roula­den, Rinder­gulasch und Rinder­mett“) zurück­gerufen. Die Erzeug­nisse könnten mög­licher­weise mit dem Milz­brand-Erre­ger belastet sein. Bereits am 10.10. erhielt Deutsch­land die erste War­nung. Bis zur offiziel­len Mel­dung dauerte es jedoch eine Woche. Zu lange, meint die Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sach­sen: Das aktuelle Beispiel offen­bart zu lang­same Reak­tionen der Akteure trotz des euro­päischen Schnell­warn­systems und öffnet Ver­brau­cher­täu­schung Tür und Tor wegen un­durch­sichti­ger Her­kunfts­bezeich­nungen.Weitere Informationen

Banksparpläne
Überraschend hohe Zinsen
Die Zinsen sind im Keller, doch für Anleger gibt es noch attraktive Auswege. Die Stif­tung Waren­test hat bei einer Unter­suchung von 41 Bank­spar­plänen überra­schend gute Kondi­tionen entdeckt. Die besten Ange­bote bringen zwischen 2,5 und mehr als 3 Prozent Rendite. Doch Sparer müssen auf die Bedin­gungen der Verträge achten, heißt es in der Novem­ber-Aus­gabe der Zeit­schrift Finanz­test.Weitere Informationen

Autoversicherung
Unterschiede von mehreren 100 Euro
Wenn Autoversicherer die Preise anheben, tun sie das oft so geschickt, dass Kunden es kaum merken. Ein Preisver­gleich bringt viel. In manchen Fällen sogar fast 1000 Euro. Die Stif­tung Waren­test hat 152 Tarife von 71 Versi­che­rern unter­sucht.Weitere Informationen

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Gesellschaft

Deutscher Alpenverein
Letzte Mountainbike-Tour dieses Jahr
Am Sonntag, 23. November, startet die Mountainbike-Gruppe des Deutschen Alpen­vereins in dieser Saison zu einer letzten Ausfahrt in den Göttinger Wald. Die Tour beginnt um 12.00 Uhr an der Geschäfts­stelle des DAV in der Kurzen Straße 16 und dauert ca. vier Stunden. Der Jahreszeit ange­messen wird ein Zwischen­stopp auf der Burg Plesse mit heißem Kakao und Kuchen einge­legt. Die Teil­nahme ist kostenlos.
Anmeldung: julian.gebhard@gmail.com, 0170-1892525.

Göttinger Frauenforum
Nein zu Gewalt gegen Frauen
Internationaler Gedenktag am 25. November
Der 25. November war 1960 der Todes­tag der Schwes­tern Mirabal, die in der Domi­nikani­schen Repu­blik ermordet wurden. 1981 wurde dieser Tag zum inter­natio­nalen Gedenk­tag an Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt wurden, ausge­rufen. 2001 startet Terre des Femmes in Deutsch­land die Fahnen­aktion „Frei leben – ohne Gewalt“, an der sich das Frauen­forum Göttin­gen von Anfang an betei­ligte.
Auch 2014 werden vor dem Neuen Rathaus und in der Fuß­gänger­zone ab dem 25. Novem­ber die Fahnen zu sehen sein. Das Frauen­forum infor­miert am diesem Tag in der Zeit von 12.00 bis 14.00 Uhr am Korn­markt über Ursprung und Ziel des Gedenk­tages und über Hilfs­ange­bote. Abends befasst sich eine Diskus­sions­veran­stal­tung im Hol­born­schen Haus mit dem Thema sexuelle Belästi­gung am Arbeits­platz. Nach einem Beitrag der Psycho­login Char­lotte Diehl aus Biele­feld berich­ten Göttin­ger Vertre­terin­nen der Gewerk­schafts- und Gleich­stel­lungs­arbeit aus der Praxis.
Veranstaltungen

Running Dinner
Menüs nur für junge Frauen
pdg — Das Jugendzentrum Weende, das Jugendhaus Hol­ten­ser Berg und der Kore e.V. veran­stalten am 29. Novem­ber von 11 bis 18 Uhr in Zusam­men­arbeit mit dem Frauen­büro der Stadt Göttin­gen ein „Run­ning Dinner“ für Mädchen und junge Frauen im Alter von 14 bis 18 Jahren. Es geht um ein 3-Gänge-Menü, bei dem jeder Gang an einem anderen Ort einge­nom­men wird.
Wer Lust hat, in gemütlicher Atmosphäre unterschiedliche Jugend­zentren kennen­zuler­nen, ist beim Running Dinner genau richtig. In Klein­gruppen werden die Speisen in den verschie­denen Jugend­zentren vorbe­reitet. Zum ersten Gang treffen sich die Mädchen dann bei Kore und fahren gemein­sam zur Haupt­speise ins Jugend­zen­trum Holten­ser Berg. Anschlie­ßend gibt es noch eine leckeres Dessert im Jugend­zentrum Weende.
Anmeldungen bis 25. Nov. unter frauenbuero@goettingen.de oder Tel. 400-3305.

Legionellen in Duschanlagen
Sporthallen gesperrt
Bei einer Überprüfung der Hygienestan­dards von Was­ser­leitungs­systemen der Sanitär- und Dusch­anlagen an von der Göttin­ger Sport und Freizeit GmbH & Co. KG betreu­ten Sport­hallen wurden an der Geschwis­ter-Scholl- Ge­samt­schule“ und der „Sport­halle I am Felix-Klein-Gym­nasium“ Konta­mina­tionen durch Legio­nellen in gesund­heits­gefähr­dendem Umfang fest­gestellt. In Abstim­mung mit dem zustän­digen Gesund­heits­amt wurden daher die Duschen an beiden Stand­orten für alle Nut­zer/in­nen gesperrt, um eine Gesund­heits­gefähr­dung auszu­schlie­ßen. Zurzeit werden die Leitungs­systeme der betrof­fenen Hallen durch eine Fach­firma entkeimt. Wenn nach einer weiteren Kontroll­unter­suchung keine Verkei­mung mehr festzu­stellen ist, werden die Dusch­anla­gen wieder freige­geben.

Schulwegsicherung
Verkehrshelfer an Brüder-Grimm-Schule
kk/jk — An der Göttinger Brüder-Grimm-Schule in der Ro­bert-Koch-Straße gibt es seit dem 10.11. sechs Ver­kehrs­helfer. Die Grund­schule ist damit nach der Ween­der Wilhelm-Hen­neberg-Schule die zweite Schule, die sich dieser sinn­vollen Form der Schulwegs­präven­tion be­dient.Weitere Informationen

Göttinger Entsorgungsbetriebe
Problemfall Biotonne im Winter
Die Göttinger Entsorgungs­betrie­be (GEB) emp­fehlen, die Bioab­fälle im Winter beson­ders abtrop­fen zu lassen, so dass sie weniger nass, und am besten noch in Zeitungs­papier oder Papier­tüten einge­hüllt, in die Tonne gege­ben werden, denn je weni­ger Feuch­tigkeit in der Bio­tonne ist, desto gerin­ger ist die Gefahr des Fest­frie­rens der Abfälle. Ein mit geknüll­tem Papier oder zerris­senem Karton ausge­legter Tonnen­boden erschwert darüber hinaus das unlieb­same Fest­frieren. Zudem sollte nach Mög­lich­keit die Tonne an einen ge­schütz­ten Ort gestellt werden. Auch der Weg zum Be­hälter­stand­platz und der Platz selbst sollten eis- und schnee­frei gehal­ten werden. Ein erneu­tes Anfah­ren von Grund­stücken bei erfolg­loser Lee­rung ist nicht mög­lich.

Humboldtallee 9
Zoff geht weiter
Der Geschäftsführer des Studentenwerks, Jörg Magull, hat nach einer gütlichen Einigung mit der Wohnrauminitia­tive in der Humboldt­allee 9 über die Vermie­tung des dortigen Wohn­raums nun­mehr mit einer Abmah­nung für das Heraus­hängen von Transpa­renten gedroht. Dass dies vom Stu­denten­werk qua gesetz­lichem Auftrag nicht geduldet werden kann, hatte Magull bereits in der Ratssit­zung vom 17. Okto­ber deutlich gemacht. Gerichte haben in der Ver­gangen­heit ähnlich auch bei Vermie­tung auf dem freien Woh­nungs­markt entschie­den.
„Wir sind enttäuscht, dass Magull offen­sichtlich nun doch nicht mehr an einer Befrie­dung der ange­spann­ten Situation zwischen Wohn­heimen und Studen­tenwerks­führung in­ter­es­siert ist“, äußert sich die Initiative dazu. Eine Befrie­dung scheint demnach nur möglich, wenn die Initia­tive ihren Willen durchzu­setzen vermag – mit welchem „Recht“ auch immer.
Die Göttinger Piraten-Partei sieht in „politischen Stel­lung­nahmen in Form von Trans­parenten [ein] grund­sätz­liches und willkom­menes demo­krati­sches Handeln“, wobei eine Unter­sagung solchen Handelns auch dem Zweck des Stu­denten­werks zuwider­laufe, nämlich „die Studie­renden [...] wirtschaft­lich, sozial und kultu­rell zu fördern und für ihre Gesund­heit zu sorgen“, äußern sie sich entspre­chend. Darauf muss man erst­mal kom­men.
Auch die SPD kann das Vorge­hen des Studenten­werks nicht nach­vollzie­hen. Ange­sichts man­geln­den studenti­schen Wohn­raums mittels Trans­paren­ten den Finger in die Wunde zu legen zeuge von politi­schem Engage­ment und sei mora­lisch erlaubt. „Man [sollte] anneh­men, dass es derzeit weitaus drin­gen­dere Probleme mit studen­tischem Wohn­raum gäbe, denen sich das Stu­denten­werk widmen sollte“, heißt es in einer Presse­mittei­lung. „Es wäre besser, das Stu­denten­werk würde gemein­sam mit den Studie­renden und der Göttin­ger Land­tags­abgeord­neten Gabriele Andretta den Druck auf die Landes­regie­rung erhöhen, nun rasch die finan­ziellen Möglich­keiten für den Bau neuer Wohn­heime zu schaffen.

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier: Weitere Informationen

Baustelle abgeräumt
jk — Von einer Baustelle im Bereich der Einmün­dung Grisebach­straße / Julia-Lermon­towa-Weg haben Unbe­kannte am vergan­genen Wochenende (14. bis 17.11.) zwei sog. Tieflöffel und ein Räum­schild gestohlen.

Kostbares Fahrrad sichergestellt
jk — Die Polizei Göttingen hat kürzlich im Rahmen einer Perso­nen­kon­trolle in sehr hoch­wertiges Moun­tainbike der Marke „haibike“ sicher­gestellt und sucht den Eigen­tümer.

Friedland: Messerstecherei
jk — In einem Wohngebäude der Landes­aufnah­me­behörde Friedland ist am Mittwoch (19.11.) gegen 17.55 Uhr ein 24-jähriger Asylbe­werber aus Pakistan von einem 27 Jahre alten Landsmann mit einem Messer ange­griffen und am Ober­körper erheblich verletzt worden.

Schmuckdiebe überwältigt
jk — Bei einem Überfall auf ein Juwelier­geschäft am Mittwoch­abend (19.11.) gegen 18.10 Uhr in der Ween­der Straße hat ein 19 Jahre alter Mann aus Rosdorf durch sein coura­giertes Verhalten der Polizei zur Fest­nahme eines der mut­maß­lichen Räuber verholfen. Verletzt wurde niemand.

Haftbefehl wegen Mordverdachts
jk — Haftbefehl ist gegen einen 27 Jahre alten Tatver­dächti­gen am 19.11. erlassen worden, der seine Mutter durch „massive Gewalt­einwir­kung gegen den Ober­körper“ getötet haben soll.

Definitionssache:
Zurückgesetzt oder aufgefahren?

lü — Nach einer Kollision am Montag, 17.11., gegen 14.00 Uhr zwischen zwei Pkw in der Ausfahrt vom Parkplatz Kaufland zur Robert-Bosch-Breite sucht die Göttinger Polizei nach Zeugen, die den Vorfall beob­achtet haben.

Neun Verletzte nach Zusammenstoß
ChB — Zu einem Zusam­men­stoß zwischen zwei Pkw kam es am Montag, den 17. Novem­ber auf der B3 bei Bovenden. Neun Personen wurden verletzt.

Weender Straße:
Blaues Fahrrad sichergestellt

jk — Im Zusammen­hang mit einem anderen Einsatz haben Beamte der Polizei Göttin­gen am vergan­genen Mittwoch­abend (12.11.) gegen 20.20 Uhr in der Weender Straße ein blaues Fahrrad sichergestellt. Die Polizei sucht mit einem Foto nun den Eigentümer.

 

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