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Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft

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Kultur

 

Ausstellungen

Uni-Bibliothek
Pferd - Kultur - Niedersachsen
FuhrwerkPferde spielen im agrarisch geprägten Niedersachsen eine besondere Rolle. Nicht zuletzt im Wappentier, dem Niedersachsen-Ross, kommt dies zum Ausdruck. Doch auch in der niedersächsischen Alltagswelt erfährt das Pferd eine besondere Wertschätzung, nachdem es in den 1950er bis 70er Jahren vorübergehend zum Rückgang der landwirtschaftlichen Pferdehaltung gekommen war. Nach Nordrhein-Westfalen weist das Land inzwischen wieder den höchsten Pferdebestand der Bundesrepublik auf.
Die in Zusammenarbeit mit dem Instituts für Kultur­anthro­polo­gie/Euro­päis­che Ethno­logie Ausstellung gibt vor allem Antworten auf zwei zentrale Fragen: Wie sieht der Alltag in den verschiedenen Sektoren des Lebens und Wirtschaftens mit Pferden aus? Und: Wie gestalten sich die Beziehungen zwischen Pferden und Menschen?Weitere Informationen
In der SUB bis 2. Oktober, danach in der Mensa Italia, Roedererstraße.

Apex
Zeichnungen und Drucke
aus der
Ausstellungsgeschichte

Im Rahmen der Werkstatt-Reihe wird sich diesmal nicht auf aktuelle Positionen der Kunst konzentriert, sondern es werden Schätze aus dem Archiv mit einer fast 40jährige Geschichte gezeigt. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Zeichnungen, Drucken und Radierungen, die teilweise als Mappenwerke extra für die jeweiligen Ausstellungen geschaffen wurden. So sind beispielsweise Werke von Dieter Asmus und Peter Nagel aus den 1970er Jahren zu sehen, ebenso wie eine Mappe der Gruppe Vierkant, die 2004 entstand. Als besonderes Schmuckstück können einzelne Blätter aus der Mappe Rock’n Roll Arena (für Udo Lindenberg) betrachtet werden, in der Künstler wie Arno Waldschmidt, Paul Morell u.v.m. ein Kunstwerk zu je einem Song Lindenbergs erschufen.
2.9–25.10., Burgstraße 46. Mi-Fr 15–19 Uhr, Sa 11–16 Uhr.

Städtisches Museum
Das Historische Archiv Köln
Über den Einsturz, die nachfolgende Bergung und den beginnenden Wiederaufbau informiert eine neue Ausstellung im Städtischen Museum. Am 3. März 2009 stürzte das Kölner Archiv innerhalb von Minuten ein. Der Untergrund unter dem Magazintrakt wurde weggespült. Auf zehn Bild- und Texttafeln informiert die Ausstellung über dieses katastrophale Ereignis und seine kurz- und langfristigen Folgen. Zur Eröffnung spricht die Leiterin des Stadtarchivs Köln, Dr. Bettina Schmidt-Czaia, zu diesem Thema.
Bis 26. September.Weitere Informationen

Stadtbibliothek
Menschenrechte
in der Literatur

amnestyIn Zusammenarbeit mit amnesty international zeigt die Stadtbibliothek Göttingen im Rahmen ihrer Reihe „Literatur im Flur“ eine Literatur-Ausstellung unter dem Titel „Menschenrechte in der Literatur – Ein Tag voller Menschenrechte“. Das Spektrum der ausgestellten Texte reicht von dem bekannten Dichter Erich Fried über den japanischen Kultautoren Haruki Murakami bis hin zu einem Bilderbuch für Kinder.
Ob als Thema eines politischen Gedichtes oder zwischen den Seiten eines Romans versteckt – Menschenrechte tauchen in der Literatur immer wieder und in den verschiedensten Kontexten auf. Die Göttinger Gruppe 1117 von amnesty international hat sich auf der Suche nach Texten gemacht, in denen der Leser förmlich über dieses Thema stolpert.
Am 9. September wird es zusätzlich eine Lesung zum Thema geben.
Bis 29. September. Besichtigung während der Öffnungszeiten.Weitere Informationen

Altes Rathaus
Lindner und Steinbrenner: If
Das Team Lindner/Steinbrenner hat sich von einem traditionellen Skulpturbegriff ausgehend über intensive performative Studien zu einer umfassend raum- und zeitbasierten Praxis hin entwickelt. Es zeigt ab 15. August im Alten Rathaus eine Ausstellung, die sich thematisch mit den Wechsel­wirkungen zwischen Macht, Angst und Freiheit auseinandersetzt und die der Beschreibung von Zuständen eine utopische Perspektive zugesellt. Hierbei werden mit architektonischen Körpern verschiedene Medien, unter anderem Videos und Fotografie, zu einer raumfüllenden und raum­über­greifenden Installation vereinigt.
Bis 10.Oktober im Alten Rathaus.Weitere Informationen

Lichtenberghaus
Rüdiger Stanko:
Zwischenbericht

Eine neue Ausstellung im Göttinger Lichtenberghaus gibt Einblick in das Œuvre des in Groß-Gerau geborenen und in Hannover wirkenden „Multi­media“-Künstlers Rüdiger Stanko. Stanko ist sowohl in der klassischen Malerei zuhause wie er auch mittels moderner Digitaltechnik etwa Fotografien am Computer manipuliert. Zudem lässt er vielfach Publikums­entscheidungen in die Ergebnisse seiner Arbeiten mit einfließen. So wird auch während der Dauer dieser Ausstellung im „Weißen Saal“ des Künstlerhauses die Farbwahlaktion „Die Farbe der Kultur“ durchgeführt, bei der das Publikum zur Mitwirkung aufgefordert ist.
Ab 8. August im Lichtenberghaus.Weitere Informationen

Apex
Moloch in Göttingen
Moloch, das ist die aus der Mythologie herrührende alles verschlingende Macht, und mit ihr setzen sich drei Künstler auf ganz eigene Art auseinander. Unter Bezugnahme auf ein beeindruckendes Gemälde des holländischen Malers Rombout van Troyen aus dem Jahr 1626 gehen sie das Thema sowohl mit malerischen wie auch mit skulpturalen Methoden an – ab 1. Juli.
Die Ausstellung ist ins Cheltenham-Haus, Friedrichstr., verlagert worden.Weitere Informationen


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Wissenschaft

Cäsar runderneuert
pug — Ein bedeutender Neuzugang bereichert die Sammlung der Gipsabgüsse am Archäologischen Institut der Universität Göttingen. Dank einer großzügigen Spende Göttinger Juweliere konnte die Universität einen Abguss des einzigen erhaltenen Kolossalporträts des römischen Feldherrn und Kaisers Julius Caesar erwerben. Das Original des Abgusses, der so genannte „Caesar Farnese“, befindet sich im National­museum von Neapel. Das Porträt ist eines der bekanntesten und eindrucksvollsten Bildnisse des antiken Staatsmanns und war ursprünglich Teil einer Galerie von Kolossalstatuen römischer Herrscher in Rom.
Der „Caesar Farnese“ ist ab September jedes Wochenende im Rahmen der „Sonntagsspaziergänge“ im Römersaal der Sammlung der Gipsabgüsse zu besichtigen.

Hochschul-Projekt
„Internationalisierung 2012“
Vor lauter Internationalisierung
nicht eigene Stärken vergessen

pug — Die Universität Göttingen will den internationalen Austausch stärken. Dabei soll mithilfe von Netzwerken der Anteil ausländischer Wissenschaftler und Studierender erhöht werden.Weitere Informationen

Kolloquium
Thomas Mann und
das phantastische Erzählen

Grass stellt neues Werk vor
pug — Vom 3. bis 5. September tagt die in Lübeck ansässige Deutsche Thomas Mann-Gesellschaft erstmals in Göttingen. Das internationale Kolloquium mit dem Titel „ Der Zauberer und die Phantastik – Thomas Mann und das phantastische Erzählen“ findet in Zusammenarbeit mit dem Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen statt. Am ersten Abend der dreitägigen Veranstaltung liest Nobelpreisträger Günter Grass, Träger des Thomas Mann-Preises, um 20 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität aus seinem neuen Buch „Grimms Wörter“. Anschließend diskutiert er mit dem Göttinger Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Heinrich Detering über das Werk.Weitere Informationen

Hirnforschung
Denken verstehen
pug — Wie funktioniert das Gehirn? Dieser Frage gehen Wissenschaftler am Bernstein Center for Computational Neuroscience Göttingen (BCCN) seit fünf Jahren nach. Der erfolgreiche Forschungsverbund wird nun für weitere fünf Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 8,5 Millionen Euro gefördert.Weitere Informationen

Vom Schwamm zum Säuger:
Forscherteam entschlüsselt
Schwamm-Genom

Schwammpug — Einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern ist es gelungen, die Genomsequenz eines Hornkieselschwamms teilweise zu entschlüsseln. Dabei fanden die Forscher heraus, dass das Genom von Amphimedon queenslandica, der im australischen Great Barrier Reef lebt, eine erstaunliche Ähnlichkeit zum Genom komplexerer Tiere einschließlich Säugetieren aufweist.Weitere Informationen

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Ökologie
CDU möchte Gelbe Säcke abschaffen
Umfangreicher Prüfantrag

Spacer MBA Südniedersachsen
  Eine der modernsten Sortieranlagen“: DeiderodeSpacerFoto: Abfallzweckverb-SNds

„Brauchen wir die Gelben Säcke noch?“ fragt sich die CDU-Ratsfraktion und hat eher den Eindruck: Nein, brauchen wir nicht angesichts gewaltiger Investi­tionen in eine Deponie in Deiderode, die nicht nur den Müll der Stadt Göttingen, sondern auch den aus drei Landkreisen aufbereitet und entsorgt. Das koste zwar pro Kilogramm satte 20 Cent, aber dafür läuft der Müll auch durch eine der modernsten Sortieranlagen.

Unter Verweis auf Hessen, wo bereits versuchs­weise der Gelbe Sack abgeschafft worden ist, zweifelt die CDU-Ratsfraktion daran, ob der große Aufwand mit getrennter Sammlung in den Haushalten überhaupt noch notwendig ist. „Wir möchten, dass die Stadtverwaltung mit dem Zweck­verband zunächst einmal klärt, wie gut welche Mengen von der Anlage in Deiderode bewältigt werden können und ob das alles auch funktionieren kann, wenn wir auf die bisherige Getrenntsammlung verzichten“, begründet der umweltpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Dr. Hans-Georg Scherer die Initiative.Weitere Informationen
Über das weitere Vorgehen wird der Stadtrat in seiner Sitzung am 10. September diskutieren.

 

Bündnis 90 / Die Grünen
Gegen Abschaffung des Stichentscheids bei Kommunalwahlen
Die Grünen sprechen sich gegen Pläne der Landesregierung aus, Stichentscheide bei den Kommunal­wahlen 2011 abzuschaffen.

Künftig könnte dann eine Kandidatin oder Kandidat gewählt werden, der/die im ersten Wahlgang nur 21 Prozent der Stimmen bekommen hat, auch wenn andere Kandidat/innen zusammen 79 Prozent der Stimmen erhalten haben. „Der Verzicht auf eine Stichwahl ist schon deshalb abzulehnen, weil sie den Wahlkampf auf die Kandidaten der großen Parteien fokussiert“, kommentiert Hans Georg Schwedhelm, Vorstandssprecher der Partei in Göttingen, solche Pläne. Es bedeute weniger statt mehr Demokratie, die jedoch gerade auf lokaler Ebene notwendig wäre.

Städtetag und der Landkreistag dagegen
Die Wahlchancen der Vorschläge der kleinen Parteien und unabhängiger Kandit/innen würden durch die Änderung der Gemeindeordnung verringert. Der Niedersächsische Städtetag und der Landkreistag haben sich gegen die Streichung der Stichwahl ausgesprochen. Vollständig ad absurdum geführt werden demokratische Prinzipien durch die geplante Neuregelung spätestens dann, wenn bei einer hohen Anzahl an Bewerber/innen im ersten Wahlgang ein Kandidat, von dem sich nur wenige BürgerInnen vertreten fühlen, mit einer geringen relativen Mehrheit der Stimmen gewählt wird – für eine Amtszeit von acht langen Jahren: „Die Stichwahl stärkt die Legitimation der gewählten Verwaltungsspitzen und schwächt sie nicht.“

 

Prävention
Jugendgewalt und Alkoholmissbrauch
Göttinger Polizeidirektion lud zur Regionalkonferenz
Hildesheim/Göttingen (ma) – Zur einer Regionalkonferenz zum Thema „Jugendgewalt und Alkoholmissbrauch“ hatte die Polizeidirektion Göttingen am Dienstag (24. August) rund 150 Vertreter aus der öffentlichen Verwaltung, von Schulen, Justizbehörden und Polizeidienststellen sowie der Jugendarbeit und Prävention nach Hildesheim eingeladen.

„Alkoholkonsum und Gewalt unter Jugendlichen stellen nach wie vor ein häufig zusammenhängendes Problem dar. Wir müssen diese unerfreuliche Entwicklung ernst nehmen und uns aus polizeilicher Sicht diesem Phänomen als gesamtgesellschaftliche Herausforderung stellen“, erläuterte Polizeipräsident Robert Kruse in seiner Begrüßung. Die Anzahl der Straftaten, insbesondere der Gewaltdelikte und der Straftaten unter Alkoholeinfluss, ist seit Jahren auf hohem Niveau und eine Trendwende nach der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) nicht erkennbar.Weitere Informationen

 

Kultur
Das Geld fließt weiter
eb/pdg — Angesichts einer sich wiederbelebenden Konjunktur – „Deutschland zieht Europa aus der Krise“ titeln sinngemäß über­regionale Gazetten – werden auch in Göttingen die Pfennige nicht mehr dreimal umgedreht, erhalten Göttinger Kultur­institutionen weiterhin Zuwendungen, obgleich sie den Karren an die Wand gefahren haben. Zuwendungen von jenen übrigens, die teilweise so gaaaanz unschuldig an den Pleiten dieser Betriebe auch nicht sind, wie sie es gern weismachen wollen.

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Außer Kontrolle: JT-Inszenierung vom letzten JahrSpacerFoto: Clemens Eulig

Immerhin, darin muss man unserer Göttinger Kulturdezernentin wohl Recht geben, lassen sich Kultur­einrichtungen, sind sie denn einmal geschlossen, nicht so ohne weiteres wiederbeleben. Das Schicksal des Café Kreuzberg mag eindrucksvolles Anschauungs­material dafür sein. Doch ob auch die infrage stehenden Pleitebetriebe als Beispiel dafür taugen, jenseits allen wirtschaftlichen, offenbar institutionellen Sachverstandes keine fundamentalen, also auch personellen Konsequenzen zu ziehen, lässt sich mit durchaus vernünftigen Gründen in Zweifel ziehen.

Dessen ungeachtet hat sich der Verwaltungsausschuss für die vorläufige (Hervorhebung durch die Red.) Reanimation von Jungem Theater und dem Verein Apex pro art e.V. mittels finanzieller Hilfen ausgesprochen. Er stimmte der Auszahlung von monatlichen Zuschüssen bis zum 31. Dezember 2010 an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu und folgte damit den Beschlussempfehlungen, die der Ausschuss für Kultur und Wissenschaft gefasst hatte. Möglich war dies und Sinn macht es nur, weil die jetzt zugesagten Gelder nicht in die Insolvenzmasse der maladen Betriebe einfließen, wie Kulturverweser Burghard Wegener zusicherte. Bis zum Jahresende erhält der Insolvenzverwalter deshalb für das Junge Theater monatlich rund 49.000 Euro, für die Galerie in der Burgstraße etwas mehr als 4.000 Euro. Spätestens bis zur Mitte der Spielzeit soll dann auf Grundlage des aktuellen Zahlenmaterials bewertet werden, ob ein kostendeckender Theaterbetrieb mit den zur Zeit gezahlten Zuschüssen möglich ist – wenn nicht, ist definitiv Schluss, drohen die Geldgeber – jedenfalls derzeit – an. Für das Apex sollen Lösungen gefunden werden, die bei künftig strikt getrennter Führung von Gaststätten- und Kulturbetrieb eine Fortsetzung der kulturellen Aktivitäten gewährleisten.

Die Eilentscheidungen des Verwaltungsausschusses zugunsten der insolventen Betriebe sind einstimmig gefallen. Sie entbinden die Entscheidungsträger allerdings nicht davon, grundsätzliche Überlegungen über die Sinnhaftigkeit eines „kulturellen Nostalgiefaktors“ anzustellen, der sie möglicherweise immer wieder dazu animiert eine Diskussion hinauszuzögern, die das Bundesverfassungsgericht im Zusammenhang mit dem Thema „Sterbehilfe“ längst recht pragmatisch entschieden hat.

 

Energie
In Göttingen unterirdisch:
Stromtrasse Wahle - Mecklar
OB Meyer: Immissionsbelastung und Landschaftsverschandelung nicht hinnehmbar

Eines mal vorweg: Stromtrassen lassen sich grundsätzlich unterirdisch verlegen – wenn man bereit ist, die Kosten dafür zu übernehmen (E.on) bzw. sich diese Kosten in Rechnung stellen zu lassen (Verbraucher). Eine unterirdische Verlegung von Höchstspannungs-Kabeln würde jedoch etwa das Vier- bis Siebenfache gegenüber Freilandleitungen kosten, meint der Projektleiter von E.on, Jens Siegmann. Eine Erdverkabelung auf Göttinger Gebiet sei dennoch angebracht, meint Oberbürgermeister Wolfgang Meyer.

Entsprechend hat er sich jetzt in seinem Entwurf für die offizielle Stellungnahme der Stadt im Rahmen des Raumordnungsverfahrens festgelegt. Sie wird in den nächsten Wochen in den betroffenen Ortsräte (Elliehausen / Esebeck, Groß Ellershausen / Hetjershausen / Knutbühren, Holtensen und Grone) sowie im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke für Diskussions- und möglicherweise auch für Zündstoff sorgen. Am 10. September soll die vom Göttinger OB erarbeitete Stellungnahme dann in der Ratssitzung abgesegnet werden.

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  Größenvergleich: alte Masten, neue Masten, RathausSpacerStadt Göttingen

Zur Stützung seiner Forderung führt Meyer eine „potentielle Immissionsbelastung für Menschen, aber auch die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes“ an. Immerhin erreichten die Masten der neuen Freileitung die Höhe des 16geschossigen Neuen Rathauses, gibt der Verwaltungschef zu bedenken und verlangt eine Ergänzung der Planunterlagen. Ziel: die Erdverkabelung im Stadtgebiet und eine konkrete Darstellung der Übergabestationen sowie der mit einer Erdverkabelung verbunden Auswirkungen.

Scharfe Kritik übt der Oberbürgermeister in seinem Entwurf für die städtische Stellungnahme an der Darstellung von Schutzansprüchen für Gewerbe- und Siedlungsflächen. Es könne überhaupt nicht akzeptiert werden, den Schutz­anspruch im Interesse der Menschen aufgrund der Vorbelastung und wegen des Rückbaus der 220 kV – Trasse abzuwerten. Schließlich werden die Varianten für einen Trassenkorridor westlich der Autobahn sowie eine Trassenführung parallel zur Autobahn nördlich des Autobahnanschlusses Göttingen Nord ausdrücklich abgelehnt.

 

Energiepolitik
Agro-Energie führt in die Sackgasse
Umweltverbände gegen umweltbelastenden Anbau so genannter Energiepflanzen
Mit immer neuen Agro-Energie-Anlagen wird Südniedersachsen auf Kosten der Steuerzahler und der Umwelt in eine energiepolitische Sackgasse geführt. Überall schießen derzeit Biogasanlagen aus dem Boden: Industrielle Werke, die mitten in Landschaftsschutzgebieten aufragen und jeweils die Erträge von mehreren hundert Hektar an Acker- und Forstflächen vereinnahmen, entstehen aktuell in Wollbrandshausen, Rosdorf, Barterode und Verliehausen.

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  Raps-MonokulturenFoto: Daniel Schwen

Der Anbau von Energiepflanzen widerspricht jedoch den Grundsätzen einer nachhaltigen Landnutzung und es sei nur dem Einfluss der Brüsseler Agrarlobby zuzuschreiben, dass dieser Anbau auch noch mit unseren Steuermitteln gefördert wird, kritisieren Göttinger wie auch international tätige Umweltschutzverbände (siehe auch rechte Spalte: „Rettet den Regenwald“.

Mit dem Energiepflanzenanbau ist ein weiterer Intensivierungs­schub in der Landnutzung verbunden: Immer mehr wird Grünland unter den Pflug genommen, die Bodenerosion nimmt zu, die Eintönigkeit des Landschaftsbildes ebenso und für die heimischen Pflanzen und Tiere der Feldflur bleibt noch weniger Lebensraum übrig als bisher: So wird anstelle der gebotenen Umstellung auf eine naturverträgliche Landnutzung das genaue Gegenteil praktiziert.Weitere Informationen

 

Schulwald
„Passt nicht in den Schulalltag“
Verwaltung skeptisch gegenüber naturnahem Unterricht

Spacer Goe Wald
  „PISA der anderen Art“: Göttinger Wald bei HerberhausenSpacerFoto: vs

Es ist ein Argument, welches man vielleicht zweimal lesen sollte, um seine Bedeutung richtig zu erfassen: „Passt nicht in den Schulalltag“, argumentieren Schulen, wenn sie auf naturnahe Projekte wie Schulwälder angesprochen werden. „Passt nicht in den völlig verschulten Alltag“ müsste es wohl besser heißen – und sagt damit auch etwas aus über die Situation an unseren Schulen. Aber das ist ja nichts Neues, seit es diverse vergleichende Studien gibt.
Projekte wie Schulwälder haben in Göttingen offenbar wenig Chancen.
Weitere Informationen

 

Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft

Politik

Verwaltung
Ausschuss- und
Ortsratssitzungen

Finanzen, Wirtschaft
und Feuerwehr:
6. September.
Soziales und
Wohnungsbau:
7. September.
Bauen, Planung
und Grundstücke:
9. September.
Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

_________________

Jubiläum
25 Jahre
ökologische Behutsamkeit

Ein Glücksfall: Martin Johannes Levin. Göttingens oberster Forstmann wirkt am 2. September seit 25 Jahren für die Stadt Göttingen und insbesondere für deren grüne Lunge. Zwei Jahre nach seiner großen Staatsprüfung für den höheren Forstdienst nahm er 1985 seine Arbeit als Forstassessor für die Leitung des Forstamtes auf. 1988 wurde er zum Forstrat ernannt und schon im darauffolgenden Jahr zum Forstoberrat. Nachhaltigkeit ist ihm kein Fremdwort, vielmehr Programm. Dass dies keinesfalls im Widerspruch zur Ökonomie stehen muss, macht er immer wieder eindrucks­voll deutlich. Die Natur hat in ihm einen guten Anwalt gefunden.

Herbstferien
Freizeit im Stadtwald
pdg — Das Stadtforstamt Göttingen bietet auch in den Herbstferien wieder eine Freizeit im Stadtwald für Kinder von sechs bis zehn Jahren an. Das Motto 2010 lautet: Unbekannte und geheimnisvolle Spuren unter bunten Dächern.
Für Kinder, die sich gerne im Freien und der Natur aufhalten, sollen Spiel und Spaß beim Abenteuer mitten im Wald an erster Stelle stehen – beim Kochen über dem Lagerfeuer, beim Backen von Stockbrot, beim Bau von Hütten, mit Bastelaktionen oder Geländespiele. Sie erhalten die Möglichkeit, unter pädagogischer Anleitung die Natur zu erleben. Sie beobachten und erforschen Pflanzen und Tiere und stärken ihre sinnlichen Wahrnehmungen. Das Stadtforstamt wird bei der Planung und Organisation seiner Freizeiten von der Göttinger Arillus GmbH unterstützt, die sich auf Veranstaltungen mit Waldpädagogik spezialisiert hat.
Weitere Informationen, u.a. zu freien Plätzen und zur Anmeldung, gibt es beim Fachdienst Stadtwald, Gabriele Friedrich, Tel.: 21022, stadtforstamt@goettingen.de

MPI am Fassberg
Umweltausschuss
soll sich befassen

Güntzler: Blanko-Erlaubnis
In einem Brief an den Oberbürgermeister dringt die CDU-Fraktion darauf, dass die vorauseilende Bereitstellung eines Landschaftsschutzgebietes für nicht einmal geplante, sondern nur evtl. mögliche Bauvorhaben des Max-Planck-Instituts auch im Umweltausschuss der Stadt beraten werden muss. Zwar will man die „für Göttingen so wichtigen Max-Planck-Institute in ihren Weiter­entwick­lungs­möglich­keiten keines­wegs einschnüren“, CDU-meint der CDU-Ratsfraktionsvorsitzende und Nikolausberger Fritz Güntzler, man sei aber „äußerst skeptisch, was die nun vorgeschlagene Fläche betrifft“. Eine Beratung im zuständigen Fachausschuss sei deshalb „dringend geboten“. „Wer hier den Landschaftsschutz aufhebt und einer Sondernutzungsfläche zustimmt, der stellt eine Blankoerlaubnis aus, bei der dann keiner wissen kann, was und wie hoch dort einmal gebaut werden wird.“

Altes Rathaus
CDU: Noch mehr Sanierung
Weiteren Handlungsbedarf sieht die CDU-Ratsfraktion für Instand­setzungs­arbeiten am Alten Rathaus. Wenn man eh’ schon einmal dabei sei, könne man auch gleich noch eins drauflegen, meinen die Christdemokraten und denken dabei an so ziemlich alle anderen Räume jenseits des Kellers, die jetzt von einer Sanierung ausgenommen sind. Angesichts der nach wir vor klammen Haushaltssituation, die schon bei Straßen­sanierungs­arbeiten zu außer­ordent­lichen Sitzungen des Finanz­ausschus­ses führt (siehe nach­folgen­den Bericht) und Spar­appellen gerade auch von Seiten der CDU fällt es schwer, in einem solchen Rats­antrag nicht eine Portion Populismus zu wittern. Schwer vorstellbar, dass er eine Mehrheit findet.
Am 10. September im Rat.

Verkehr
Neue Fahrbahnarbeiten
BauarbeitenZusätzlich 840.000 Euro zur Beseitigung von Frost­schäden muss die Stadt auf­wen­den. Geld ist eigentlich dafür keines da. Über die überplanmäßig benötigten Mittel berät deshalb der Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Feuerwehr in einer außerordentlichen, öffentlichen Sitzung am Montag, 6. September. Geplant ist nach dem Entwurf der Verwaltung, die Mehrkosten komplett durch Einsparungen und Mehrerträge zu decken. Die Gesamtkosten für die Straßensanierung infolge der Winterschäden belaufen sich auf etwas mehr als eine Million Euro.
In den Straßen Kreuzbergring zwischen Nikolausberger Weg und Robert-Koch-Straße, Hauptstraße zwischen Sandersbeek und Kehrstraße sowie Kiesseestraße zwischen Hauptstraße und Karl-Methe-Straße werden Schäden am Fahrbahnoberbelag behoben, die durch den langanhaltenden Frost des vergangenen Winters entstanden sind. Die Straßenbauarbeiten finden von Montag, 30. August bis Mittwoch, 8. September statt. Sie werden punktuell unter Aufrechterhaltung des Anwohner- und Durchgangsverkehrs durchgeführt. Da es sich bei den Straßen um Haupt­verkehrs­straßen handelt, müssen sich Verkehrs­teil­nehmer auf Behinde­rungen einstellen

Entsorgungsbetriebe
Erstmalig Auszubildende
im Bereich Abfallentsorgung

Die Göttinger Entsorgungsbetriebe bilden erstmalig mit eine Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft in der Fachrichtung Sammlung, Logistik und Transport aus. Auf der Abwasserreinigungsanlage beginnt eine zweite Auszubildende als Fachkraft für Abwassertechnik.Weitere Informationen

Leineberg
Neue Linienführung
der Stadtbuslinie 9

Nachdem in der Öffentlichkeit verstärkt Proteste über die neue Linien­führung zum Fahrplanwechsel auf dem Leineberg geäußert wurden, haben Stadtverwaltung und Verkehrs­betriebe kurzfristig darauf reagiert. Die nochmals geänderte Busroute ist nunmehr von der Landes­nahverkehrs­gesellschaft Nieder­sachsen genehmigt worden. Die kurzfristig entschiedenen Änderungen konnten nicht mehr im neuen Fahrplanheft Berücksichtigung finden. Wir veröffentlichen sie hier: Politik S.1

 

Wirtschaft

Radio und Fernsehen
Richtig abmelden
Vollstreckung möglich
Fehlgeschlagene Abmeldungen bei der GEZ (Gebühreneinzugszentrale) wegen falscher Abmeldegründe oder nicht eingegangene Briefe können zu Vollstreckungen führen, wenn Mahnungen der GEZ und Gebühren­bescheide ignoriert werden.Weitere Informationen

Entsorgung
Wer nicht trennt,
zahlt doppelt

Wer Verkaufsverpackungen in den Restmüll wirft statt in die gelbe Tonne, zahlt doppelt. Denn er hat schon im Laden für die Leerung der gelben Tonne oder des gelben Sacks sowie für die Entsorgung von Glas- und Papierverpackungen bezahlt. Diese ist nämlich durch die Verpackungs­verordnung im Kaufpreis inbegriffen. Landet die Verpackung also in der grauen Restmülltonne, zahlt man die Müllabfuhr extra. Darauf weist die Zeitschrift Finanztest hin. Indem Verbraucher ihren Abfall mit Verstand und System entsorgen, leisten sie also nicht nur einen ökologisch sinnvollen Beitrag, sondern senken auch noch die Müllgebühren.

Ratgeber
Neue Heiztechniken
Heizen bleibt teuer. Hausbesitzer denken deshalb angesichts solcher Entwicklungen, aber auch im Hinblick auf den Klimawandel sowie eines verstärkten Umweltbewusstseins über neue Heiztechniken nach. Wer seine alte Heizungsanlage modernisieren will, sollte dafür die warme Jahreszeit nutzen meint Karin Merkel, die Energieexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Weitere Informationen

Rettet den Regenwald
Die Euphorie, die sich einst um nachwachsende Rohstoffe als allein selig machender Ersatz für konventionelle Energieträger gebildet hatte, ist längst der Ernüchterung gewichen. Denn für die Gewinnung von Palm- und Sojaöl werden in Südamerika und Südostasien in großem Stil Urwälder vernichtet. Ebenso dafür, um unter dem Label der Ökologie in Europa angeblich umweltfreundlich gewonnene Nahrungs­mittel anbieten zu können – bevorzugt auch in Ökoläden. EU und selbst der Wissenschaftliche Beirat der Bundes­regierung nehmen längst eine kritische Haltung gegenüber diesen „Alternativen“ ein. Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewunderns­werte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate, wovon letztlich unsere Zukunft abhängt und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis wird sie an dieser Stelle ebenso regelmäßig veröffentlichen und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Erfolg:
Chile schützt
Humboldt-Pinguine

Getränkedosen
Humboldt-PinguinSpacerFoto: Wilfried Wittkowsky

Die internationalen Proteste gegen den geplanten Bau eines Kohle­kraftwerkes in der Region Coquimbo/Chile waren erfolgreich.
Der Energiekonzern Suez Energy wurde am 26. August 2010 vom chilenischen Präsidenten Piñera dazu aufgefordert, einen neuen Standort für sein Kraftwerk zu suchen. Die Küstenregion Coquimbo ist für die marine Flora und Fauna besonders wertvoll. In unmittelbarer Nähe befindet sich eines der letzten Refugien der vom Aussterben bedrohten Humboldt-Pinguine, das bereits zur Meeresschutzzone sowie zum nationalen Schutzgebiet für die vom Aussterben bedrohten Humboldt-Pinguine erklärt wurde. Die Wasservögel jagen Fische überwiegend im Flachwasser und nisten in unterirdischen Bauten, Höhlen oder Spalten an der Küste. Eingriffe in das Ökosystem bedrohen die Nahrungs­grundlage der Pinguine und stören das Brutverhalten empfindlich.
Auch die lokale Bevölkerung wäre von der Errichtung der Kraftwerke stark betroffen. Veraltete, unsichere Technologie und die Kontaminierung des zur Kühlung benutzten Meerwassers würde eine Bedrohung der regionalen Fischerei und des Tourismus darstellen. Die engagierte Bürgerbewegung MODEMA (Movimiente Defenso Media Ambiente) hatte verschiedene unabhängige Gutachten in Auftrag gegeben, die die befürchteten dramatischen Auswirkungen auf diesen Küsten- und Meeresabschnitt bestätigten. Rettet den Regenwald hatte sich mit einer Protestaktion an den Widerständen beteiligt. Mit den Aktionen weiterer Initiativen kamen so rund 27.000 Unterschriften zusammen, die dem Präsidenten von Chile sowie dem Regierungspräsidenten der Region Coquimbo übergeben wurden. Am 27. August wurde das von der Corema (das Entscheidungsgremium) erteilte Ja zum Bau der Kraftwerke der Firma Suez Energy von Präsident Piñera außer Kraft gesetzt. Die Medien des Landes hatten die Glaubwürdigkeit des Präsidenten angezweifelt, der sich im Wahlkampf explizit gegen solche kontaminierenden Kohlekraftwerke ausgesprochen hatte, zum anderen wurden Sorgen, um die Reputation Chiles laut, wenn so leichtfertig ein bedeutendes (Welt-)Naturerbe aufs Spiel gesetzt würde. Zahlreiche Demonstrationen gegen Suez Energy und die geplanten Kraftwerke waren die Folge. Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald begrüßt Chiles Entscheidung: „Ich freue mich über Chiles konsequente Reaktion auf die Umweltproteste der Initiativen und der Bürger. Präsident Piñera kann mit seiner Reaktion auch einigen deutschen Politikern als Vorbild dienen.“
http://www.regenwald.org

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Gesellschaft

Aktion zum Sparpaket
Letzte Hemden gegen
Kahlschlag im Sozialetat

Mit einer Protestaktion sammeln soziale Bewegungen „letzte Hemden“ als Protest gegen „unsoziale Kürzungen“ bei Arbeitslosen und einkommensschwachen Familien. Sie wollen damit auf die angekündigte Verschärfung des Sozialabbaus im Rahmen des Sparpakets der Bundesregierung reagieren. Das Bündnis setzt sich aus Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und Arbeitslosen-Initiativen zusammen. Einen Online-Appell mit einer entsprechenden Forderung haben jetzt schon fast 50.000 Menschen unterschrieben.
Auch in Göttingen ist am 6. September vorm Gänseliesel eine Aktion geplantWeitere Informationen
http://www.campact.de/spar/sn1/signer

Beratungsangebot
Sozialpsychiatrischer Verbund
pdg — Der Sozialpsychiatrische Verbund Göttingen bietet in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe zur Unterstützung für Familien mit psychisch krankem Elternteil am Montag, 13. September, eine gemeinschaftliche Beratung an die helfen soll, Fragen zu klären und die Zusammenarbeit mit Betroffenen zu erleichtern. Die Teilnehmer/innen bringen anonyme Fallbeispiele ein, die besprochen werden. Anschließend können gemeinsam Handlungsstrategien entwickelt werden. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrer/innen, Sozialarbeiter/innen, Erzieher/innen sowie an Menschen, die an dem Thema interessiert sind.
17.00 bis 19.00 Uhr, Am Reinsgraben 1. Anmeldung unter Telefon 400-4862, Fax 400-4944 oder sozpsychdienst@goettingen.de

Gesundheit
Immer mehr Hörschäden
bei Jugendlichen

Wenn auch für Kids Musik eine der schönsten Nebensachen der Welt ist, weil sich die Umwelt mittels eines MP3-Players einfach wegschalten lässt: Lärm macht den Ohren zu schaffen. Mittlerweile leidet jeder vierte Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren unter einem Gehörschaden, teilt die Techniker Krankenkasse (TK) in Niedersachsen mit und warnt vor den Folgen.Weitere Informationen

Holtenser Berg
Abraxas feiert
pdg — Das Kinderhaus Abraxas und das Jugendhaus Holtenser Berg feiern am Freitag, 3. September, gemeinsam ein Sommerfest. Von 15.00 bis 18.00 Uhr wird auf dem Gelände des Kinderhauses, Luxemburgstraße 2, ein abwechs­lungs­reiches Programm aus Spiel und Spaß geboten. Die großen und kleinen Besucher/innen erwarten neben einem Playstation­tunier auch eine Hüpfburg, eine Slackline und Aktionen zum Spielen, Toben und zur kreativen Entfaltung. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Gesundheit
Jeder Dritte in Behandlung
Auf die Frage, ob man sich aufgrund einer chronischen Erkrankung in regelmäßiger ärztlicher Behandlung befinde, antwortet fast jeder dritte Niedersachse mit „Ja“. Bundesweit hat fast jeder zweite diese Frage bejaht (43 Prozent). Bei den über 60-Jährigen liegt der Anteil derjenigen, die sich selbst als chronisch krank bezeichnen, bei über zwei Drittel. Dies ist das Ergebnis einer Studie des „Wissen­schaftlichen Instituts der Techniker Kranken­kasse (TK) für Nutzen und Effizienz im Gesund­heitswesen“ (WINEG) zum Arzt-Patienten-Verhältnis.Weitere Informationen

Polizei
TelefonWenn Sie dieses Symbol in den Polizeiberichten sehen, erbittet die Polizei Hinweise zu den jeweiligen Vorfällen – sofern nicht anders angegeben – unter Telefon (0551) 491-1013.

Tag der offenen Tür
bei der Polizei

Am Samstagvormittag (4.09.) um 10.00 Uhr heißt die Polizei Göttingen interessierten Besucherinnen und Besuchern wieder willkommen und präsentiert sich mit einer Vielzahl von Ständen und vielen Vorführungen. Beim letzten „Tag der offenen Tür“ im Jahr 2005 nutzten rund 35.000 Menschen die Gelegenheit, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
Offiziell eröffnet wird die Veranstaltung um 11.30 Uhr von Polizeipräsident Robert Kruse und dem Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, Thomas Rath. Das zentrale Veranstaltungsthema lautet in diesem Jahr „Zivilcourage“. Dazu gibt es Filme, Projekte, ein Theaterstück und vieles mehr. Das detaillierte Programm ist unter www.polizei.niedersachsen.de/goettingen einsehbar.
Die Grüne Jugend Göttingen kritisiert die Veranstaltung als „undifferenzierte Selbstinszenierung“. Polizeigewalt sei ein immer wichtigeres Thema in der Gesellschaft, was nicht zuletzt der kürzlich veröffentlichte Bericht von Amnesty International zeige, in welchem mitunter menschenrechtsverachtendes Verhalten der Polizei aufgedeckt wurde. Sie ruft deshalb zu einer Kundgebung vor dem Polizeigelände am 4.09. von 12 bis 15 Uhr auf. Dort wollen sie insbesondere über die Gewalt gegen Zivilisten seitens der Polizei aufklären.

Polizist gezielt getreten
jk — Bei einem Polizeieinsatz im Schleifweg hat ein hoch aggressiver, alkoholisierter 59 Jahre alter Mann aus Göttingen Donnerstagnacht (02.09.) gegen 2.00 Uhr einen Polizisten durch einen gezielten Fußtritt gegen den Kopf verletzt. Der Beamte wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, aus dem er später entlassen werden konnte. Der Polizeioberkommissar ist aber vorerst dienstunfähig.

Mit Schusswaffe bedroht
Telefonjk — Ein bislang unbekannter, ca. 40 Jahre alter Mann hat am Dienstagabend (31.08.) gegen 20.00 Uhr zwei 33 und 37 Jahre alte Angestellte eines Supermarktes im Maschmühlenweg mit einer Waffe bedroht und Bargeld in noch unbekannter Höhe geraubt. Die beiden Frauen blieben unverletzt. Der mutmaßliche Räuber entkam in unbekannte Richtung. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief ergebnislos.
Beschreibung: ca. 40 Jahre alt, ca. 180 cm groß, 3- bis 5-Tage-Bart, gebräuntes, aufgedunsenes Gesicht, stabile Figur, sprach mit osteuropäischem Akzent, insgesamt ungepflegte äußere Erscheinung, bekleidet mit ins Gesicht gezogenem Basecap, hellbeiger, längerer Jacke, vermutlich hellblauer Jeans. Die Polizei fragt: Wer hat den gesuchten Räuber zur fraglichen Zeit in der Nähe des Supermarktes beobachtet und kann Hinweise zu dessen Identität, Aufenthaltsort oder sonst sachdienliche Hinweise geben?

Motorradunfall A7
Polizei sucht Zeugen

Telefonjk — Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der A 7 kurz vor dem Autobahndreieck Drammetal mit drei lebensgefährlich und einem schwer Verletzten am vergangenen Freitagmittag ist der mutmaßliche Unfallverursacher noch immer flüchtig. Die Ermittler der Polizei Göttingen suchen aus diesem Grund weiterhin nach Unfallzeugen. Zum Unfallzeitpunkt setzte nach bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen am Unfallort plötzlich starker Regen ein, der die Sicht erheblich einschränkte. Wie ein hinter dem gesuchten Fahrzeug fahrender Autofahrer gegenüber der Polizei angab, fuhr er auf dem rechten Hauptfahrstreifen als plötzlich der vor ihm fahrende unbekannte Pkw nach links auf den Mittelfahrstreifen ausscherte. Vermutlich achtete der Fahrer dabei nicht auf den nachfolgenden Verkehr. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, musste der zu diesem Zeitpunkt auf dem Mittelfahrstreifen fahrende 63 Jahre alte Audifahrer ausweichen. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und der Wagen schleuderte in die unter einer Brücke stehende Motorradfahrergruppe. Nach Zeugenaussagen soll unmittelbar nach dem Unfall ein mit einem jüngeren Mann und einer älteren Frau besetzter VW Golf an der Unfallstelle angehalten haben, dann aber wenig später weitergefahren sein. Diese Personen und auch andere Zeugen werden dringend gebeten, sich unter Telefon 0551/491-1013 bei der Polizei Göttingen zu melden.

Falscher Handwerker
Telefonjk — Unter dem Vorwand, die Wasser­leitungen in einem Mehr­familien­haus im Brockenweg kontrol­lieren zu müssen, hat sich am Montag­nachmittag (30.08.) gegen 15.30 Uhr ein mit einem blauen Hand­werker­kittel verkleideter Betrüger Zutritt zur Wohnung einer 67 Jahre alten Haus­bewohnerin verschafft. Während die Göttingerin mit der laufenden Handbrause im Bad stand, gab der falsche Wasser­werker vor, den Wasserhahn in der Küche überprüfen zu wollen. Nach einigen Minuten verließ der Unbekannte mit den Worten die Wohnung, das „sie den Hahn jetzt zudrehen könne“. Kurz danach stellte die Frau den Diebstahl u.a. von rund 350 Euro Bargeld, einem Sparbuch und ihrer EC-Karte fest. Sie alarmierte sofort die Polizei. Eine eingeleitete Fahndung nach dem Dieb verlief ergebnislos.
Beschreibung: ca. 40 bis 50 Jahre alt, sprach akzentfreies Deutsch, ca. 170cm groß, schlanke / normale Statur, helle Hautfarbe, schmales, glattes Gesicht, bekleidet mit einem blauen Hand­werker­kittel und einem Basecap. Die Polizei fragt: „Wer hat den beschrie­benen Betrüger am Montag­nachmittag im Brockenweg gesehen und kann Hinweise zu dessen Identität, Aufenthaltsort oder sonst sach­dienliche Hinweise geben?“


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