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Herkunftsangabe von Fleisch wird zur PflichtWeitere Informationen

 
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    Spacer 01.04.2015 14:47 SpacerOptimiert für das Format 16:9      
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Apex im April
Kinder im Olymp
A0 ApexSicherlich zu den High­lights des Mo­nats April ge­hört das Gast­spiel von Willi Lie­ver­scheidt am 10. April, der schon häu­fig sein Com­pag­nia-Buffo-Zelt­thea­ter des Som­mers im Göt­tin­ger Chel­ten­ham­park aufge­schla­gen hat und im Apex diesen Monat den versof­fenen Charles Bukowski gibt. Gerade mit diesem Zelt­theater vermochte es einer der letzten Gaukler unserer Tage, für einen kurzen Moment die Zeit still stehen zu lassen und die Zuschauer zu „Kindern im Olymp“ zu verzau­bern. Liever­scheidts Figuren sind gnaden­los-liebe­voll gezeichnet, etwa in dem Weih­nachts­geschich­ten-Pot­pourri, das er in Göttingen im Dezem­ber zum Besten gab oder aktuell auch in dem Stück „Du bist meine Mutter“, einem inten­siven und emo­tiona­len Zwie­gespräch zwischen den Gene­ratio­nen, bei dem er gleich beide Rolle über­nimmt, Mutter und Sohn zugleich spielt. Im Bereich Kaba­rett/Co­medy wird das Publikum u.a. mit Jan Jahn und Martin Guth eben­falls auf ver­traute wie beliebte Künstler treffen. Während Martin Guth am 17. April sein Erfolgs­programm „Meine Frau, ihr Mann und ich“ bereits zum zweiten Mal in Göttin­gen spielt, präsen­tiert Jan Jahn unter dem Titel „Kein schöner Land?“ am 11. April eine neue und brand­aktuelle Sicht auf die deutsche Nation, selbst­redend meisten­teils in Lied­form. Zum ersten Mal tritt der junge schweizer Nach­wuchs­comedian Alain Frei in Göttin­gen auf. Er macht sich frei von jeder schweize­rischen Neutra­lität und auf den lust­vollen Weg zu neuen Stand­punkten, um Gott, die Welt, die Heimat und natür­lich auch die Deut­schen anders zu sehen. →Veranstaltungen

Händel-Festspiele
Statistensuche hält an
Casting am 10. April
Für die diesjährige Opernproduktion Agrip­pina suchen die Interna­tionalen Hän­del- Fest­spiele Göttin­gen nach wie vor drei männ­liche Darsteller. Das Casting findet am Freitag, den 10. April, um 18.00 Uhr im Gemeinde­saal St. Jacobi, Jacobi­kirchhof 2, statt. Bühnen­erfah­rung ist von Vorteil, aber keine Voraus­setzung. Der Proben­zeit­raum beginnt am 13. April; die Proben mit Statisten finden nach Ab­sprache abends statt. Am 13. Mai ist öffent­liche General­probe, Premiere am 15. Mai. Weitere Vorstel­lungen am 17., 18., 22., 24. und 25. Mai. Die Statisten erhalten für Proben und Auftritte eine kleine Aufwands­entschä­digung.
Kontakt: Tel. 3848130 oder per E-Mail an lkraemer@haendel-festspiele.de

Medienbote
Stadtbibliothek unterstützt
behinderte Leser

Unter dem Motto „Wir bringen Bücher in Bewegung“ werden behinderte Biblio­theks­nutzer/-in­nen aller Alters­gruppen durch sog. „Medien­boten“ beim Besuch der Stadt­biblio­thek oder der Zweig­stelle begleitet, Türen geöffnet, Medien aus dem Regal geholt oder bei der Recherche im Katalog geholfen. Wer gar nicht in die Biblio­thek kommen kann, wird sogar zu Hause besucht, um zu bespre­chen, welche Medien von Interesse sind. Die Medien­boten leihen diese Medien dann aus und liefern Sie den Inter­essier­ten nach Hause, um sie nach verein­barter Zeit wieder abzu­holen und in die Stad­tbiblio­thek zurück­zubrin­gen. Die Medien­boten arbeiten ehren­amtlich und werden für diesen Einsatz von der Stadt­biblio­thek unter­stützt und geschult.
Voraussetzung für interessierte Nutzer/-in­nen ist ein gültiger Biblio­theksaus­weis. Wer das Angebot in Anspruch nehmen möchte oder sich für die Tätigkeit des Medien­boten interes­siert, kann mit der Biblio­thek telefo­nisch unter 400-2827 oder stadtbibliothek@goettingen.de-mail.de Kontakt aufneh­men.

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Wissenschaft

Neurophysiologie
Linke Hirnhälfte steuert
das Sprechen – und Stottern

Neue Forschungsdaten von Wis­sen­schaft­lern aus Göttin­gen zeigen, wie Bewe­gungs­berei­che des Gehirns das Sprechen vorbe­reiten, und was dabei bei Men­schen gestört ist, die seit der Kind­heit stottern. Die Ergeb­nisse über­rasch­ten: Anders als gedacht, spielt für das Spre­chen vor allem die linke Hirn­hälfte eine Rolle.Weitere Informationen

Neurobiologie
Synapsentätigkeit am
lebenden Objekt beobachtet

pug — Wissenschaftler der Universität Göt­tin­gen haben mit einer neuen Methode die Aktivität von Nerven­zellen im Gehirn leben­der Frucht­fliegen beob­achtet. Bislang wurden Fragen nach der Synapsen­aktivität in der Regel an Gewebe­präpara­tionen oder einzel­nen, kulti­vierten Zellen erforscht.Weitere Informationen

Agrarwissenschaften
Kleinräumige
Landschaftsstruktur
fördert Insektenvielfalt

pug — Eine kleinräumige Land­schafts­struktur fördert die Insekten­vielfalt im Grün­land und kann sogar nega­tive Aus­wir­kun­gen einer inten­siven Land­nutzung aus­glei­chen. Das haben Agrar­ökologen der Univer­sitäten Göttin­gen und Würz­burg heraus­gefunden. Die Forscher konnten unter ande­rem zeigen, dass spezia­lisierte, aus­brei­tungs­schwache und oftmals gefähr­dete Schmet­terlings­arten in klein­räumig struk­turier­ten Land­schaften häu­figer vor­kom­men als in aus­geräum­ten Agrar­land­schaften.Weitere Informationen

Neurowissenschaften
Neues Institut eröffnet
umg — Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat Anfang des Jahres ein Institut für Auditorische Neurowissenschaf­ten unter der Leitung des Leibniz­preis­trägers Tobias Moser einge­richtet. Das neue Institut befasst sich mit der Erfor­schung von mole­kularen und zellu­lären Grund­lagen des Hörens bis hin zur Ent­wick­lung genthera­peuti­scher und opto­geneti­scher Ansätze für die Behand­lung von Schwer­hörig­keit. Am 21. März wurde es in Gegen­wart hoch­ran­giger Gäste und mit einem Mini-Sym­posium hoch­karäti­ger Hörfor­scher feier­lich eröff­net.

Agrarwissenschaften
Effektive Schädlingskontrolle
durch Vögel im Regenwald

pug — Vögel haben eine große Bedeu­tung für die Schädlings­regula­tion und können somit zu erfolg­reiche­ren Ernten beitra­gen – vor allem in den Tropen. Es ist jedoch weit­gehend unbe­kannt, welche Arten und land­schaft­liche Faktoren für eine effek­tive natür­liche Schädlings­bekämp­fung wichtig sind. Agrar­ökologen der Univer­sität Göttingen konnten jetzt zeigen, dass besonders die häufig vor­kom­menden Vogel­arten und die Nähe von Wald eine erfolg­reiche Schädlings­regula­tion bestim­men.Weitere Informationen

Bionik
Verlorene Handfunktion
„bionisch“ rekonstruiert

umg — Wissenschaftler der Univer­sitäts­medi­zin Göttin­gen waren an der Ent­wick­lung einer Methode beteiligt, mit der verloren ge­gan­gene Funk­tio­nen der Hand erst­mals mithilfe einer mecha­tronischen Prothese chirur­gisch bei drei Unfall­opfern erfolg­reich wieder rekon­struiert werden konnten.Weitere Informationen

Forstwissenschaften
Duftstoffe beeinflussen
Wurzelwachstum

pug — Ein Forscherteam der Universitäten Göttingen und Freiburg sowie des Helm­holtz Zentrums München hat einen Zusam­men­hang zwischen den Duftstoffen von Pilzen und dem Wurzel­wachs­tum von Pflanzen entdeckt. Die Wissen­schaft­ler/in­nen fanden heraus, dass die Duft­stoffe von Mykor­rhiza­pilzen das Wurzel­wach­stum bei Pflanzen anregen. Die Er­kennt­nis ist ökolo­gisch und biotech­nolo­gisch bedeut­sam, weil eine erhöhte Wurzel­ober­fläche die Ernäh­rung und Wasser­versor­gung der Pflanze und damit ihre „Fitness“ ver­bes­sert.Weitere Informationen

Physik
Widerstände im
Sub-Nanometerbereich

pug — Wissenschaftlern der Univer­sitä­ten Göttin­gen und Erlan­gen ist ein wich­tiger Schritt zu einem bes­seren Verständ­nis von kleinsten Wider­ständen gelungen. Den Forschern gelang es, mithilfe eines Raster­tunnel­mikro­skops, erstmals die Längen­skalen eines Span­nungs­abfalls im Sub-Nano­meter­bereich aufzu­lösen.Weitere Informationen

Nephrologie
Bekanntes Blutdruck-Medikament schützt offenbar auch chronisch kranke Nieren
Nierenforscher der Universitätsmedi­zin Göt­tingen haben entdeckt, dass ein alt­be­kanntes Blut­hoch­druck­medika­ment in nied­riger Dosis offenbar auch chro­nisch kranke Nieren schützen kann.Weitere Informationen

Organspende
Studie über Skeptiker
Teilnehmer gesucht
Eine Studie „Ich möchte lieber nicht“ will die Beweg­gründe für Skepsis und Unent­schie­denheit gegenüber Organ­spenden erfor­schen. Gesucht werden dazu Teil­nehmer für Inter­views und Gruppen­dis­kus­sionen.Weitere Informationen

Geobiologie
Evolution an Schwefel-
und Methanquellen

Die Evolution von in der Tiefsee an heißen Schwe­fel- oder Methan­quellen leben­den Tieren hängt nicht nur von den dort spru­deln­den chemi­schen Quellen ab, son­dern vielmehr auch von der im Ozean gelösten Menge Schwefel, fand der Göt­tinger Paläon­tologe Dr. Steffen Kiel heraus.Weitere Informationen

Menschenrechte
Universität distanziert sich
von Ehrungen während
der Nazi-Zeit

Unrechtsbewusstsein
reicht nur bis 1945

pug/eb — Es fällt sicherlich leichter, sich von wissen­schaft­lichen Kolla­bora­tionen zu tren­nen, die trotz men­schen­verach­tender Be­gleit­um­stände früher zwar gern ein­gegan­gen wurden, heut­zutage aber ein Klotz am Bein und eh ohne Nutzen sind. Des­halb hat sich die Univer­sität Göttin­gen dieser Tage spät von acht Ehrun­gen distan­ziert, die sie wäh­rend der Zeit des National­sozialis­mus verlie­hen hatte. Weni­ger leicht hin­gegen fällt es ihr, einen ebenso klaren Schnitt in der Zusam­men­arbeit mit ähn­lichen Syste­men der Gegen­wart zu machen, die in Sachen Men­schen­rechte dem dama­ligen Nazi-Terror in nichts nach­stehen, für die For­schung und ihre damit verwo­bene Wir­schaft aber ebenso profi­tabel sind wie es die dama­lige, zumeist frei­willige Unter­wer­fung unter das NS-System seiner­zeit war. Weitere Informationen

Geobiologie
Urzeitliche Farbstoffe in
heutigen Tiefseebewohnern

pug — Forscher der Universität Göttingen konn­ten sowohl bei einer Vielzahl von fossilen Seelilien und Haar­sternen (Crinoiden) aus der Jura- und Trias-Zeit als auch bei noch heute lebenden See­lilien aus der Tiefsee die gleiche Gruppe von Chinon-Farb­stoffen (Hypericine) nach­weisen. So konnten sie erst­mals zeigen, dass diese Farbstoffe in den mit Seeigeln und See­sternen verwand­ten Meeres­tieren seit mindes­tens 240 Millionen Jahren weitver­breitet vorkom­men und sich im Laufe der Crinoi­den-Evolu­tion fast nicht verän­dert haben.Weitere Informationen

AIDS
Ausweitung von HIV-Tests
auf ältere Menschen
gefordert
pug — Bisher sind in den meisten natio­nalen Studien, die sich mit dem mensch­lichen HI-Virus beschäf­tigen, die HIV-Tests auf Men­schen beschränkt, die jünger als 50 oder 55 Jahre sind. Eine Gruppe inter­natio­naler Wissen­schaft­ler unter der Leitung der Univer­sität Göttin­gen und der Harvard School of Public Health fordert in der Fach­zeit­schrift The Lancet HIV, dass bei Daten­erhe­bun­gen im Zusam­men­hang mit HIV in Ent­wick­lungs­län­dern auch ältere Men­schen bei HIV-Tests mit ein­bezo­gen werden sollten. Weitere Informationen

Neurowissenschaften
Gene beeinflussen
Hirnstrukturen

umg — Wie die Gene die Ausformung des Gehirns beeinflussen, ist noch weitgehend unbekannt. Ein internationales For­schungs­konsor­tium hat nun beim Men­schen fünf Ver­dachts­gene entdeckt, die mit der Größe verschie­dener Gehirn­regio­nen zusam­men­hängen. Die Wissen­schaftler hoffen, mit den Er­geb­nissen die mole­ku­laren Grund­lagen psychia­trischer Erkran­kun­gen besser zu verste­hen.Weitere Informationen

Diversität
Aufruf zum Erhalt
der Artenvielfalt

Osteuropäische Staaten sollen retten
was westliche versaut haben

pug — Ein Großteil der Artenvielfalt in Eu­ropa ist heute von der exten­siven Nutzung in unseren Kultur­land­schaften abhängig. Mit dem Schwund der tradi­tionell bewirt­schafteten Lebens­räume durch land­wirtschaft­liche Intensi­vierung mit hohem Pestizid- und Mineral­dünger­einsatz sterben auch viele Arten aus. Inner­halb der Euro­päischen Union (EU) ist dieser Verlust in den östlichen neuen Mitglieds­staaten wie Polen, Ungarn und Bul­garien noch nicht so weit fort­geschrit­ten wie in den west­lichen Staaten, insbe­sondere in Frank­reich, Deutsch­land und den Nieder­landen. Gemein­sam mit Wissen­schaft­lern aus 20 euro­päischen Ländern haben sechs Ökologen der Univer­sität Göttingen einen Aufruf zum Erhalt der Arten­vielfalt in osteuro­päischen Agrar­landschaf­ten ver­öffent­licht.Weitere Informationen

Biologie
Stabschrecken
instrumentalisieren Ameisen
für eigene Fortpflanzung

pug — Stab- und Gespenstschrecken imitie­ren Zweige und Blätter in Perfek­tion, um sich vor ihren Feinden zu verber­gen. Diese Anpas­sung macht auch vor den Eiern der Insekten nicht Halt: Sie ähneln in verblüf­fender Weise den Samen von Pflanzen. Die weib­lichen Stab­schrecken werfen meist konti­nuier­lich einzelne Eier zu Boden, die dann häufig mit Hilfe von Ameisen weiter verbreitet werden. Diese Strategie macht es bestimm­ten flügel­losen schmarot­zenden Wespen schwer, die Stab­schrecken­eier in großer Zahl für den eigenen Nach­wuchs in der Laub­schicht aufzu­spüren. Evolutions­biologen der Univer­sität Göttin­gen haben zusam­men mit Forschern aus Deutsch­land, Belgien und der Schweiz nun eine neue Fort­pflanzungs­strategie der Stab- und Gespenst­schrecken entdeckt, die ihre Eier im Paket able­gen.Weitere Informationen

Kurdistan
Kooperationen ausgebaut
pug — Die Universität baut ihre Zusam­men­arbeit mit der autonomen Re­gion Kurdis­tan aus: Uni­versitäts­präsiden­tin Prof. Dr. Ulrike Bei­siegel und der kur­dische Bildungs- und For­schungs­minister Dr. Yousif Goran führten anläss­lich des Besuches einer Dele­gation in Göttin­gen entspre­chende Gespräche. In der Absichts­erklärung zwischen der Georgia Augusta und dem Kur­distan Institut für strate­gische Studien und wissen­schaft­liche For­schung (KISSR) beabsich­tigen beide Institu­tionen, die beste­henden Koope­ratio­nen in den Berei­chen Geo­wissen­schaften und Iranistik weiter auszu­bauen. Über den Aus­tausch von Stipen­diaten hinaus besteht das primäre Ziel darin, gemein­same For­schungs­initiati­ven anzu­stoßen, unter ande­rem in den Berei­chen Forst­wissen­schaften, Geologie und Umwelt­schutz.

Goethe-Institut
Casper-Hehne im Beirat
pug — Das Präsidium des Goethe-Instituts hat Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Ger­manistin und Vizeprä­sidentin für Inter­natio­nales an der Univer­sität Göttin­gen, in den wissen­schaft­lichen „Beirat Sprache“ berufen. Casper-Hehne wird das Amt von 2015 bis 2018 wahr­nehmen. Aufgabe der Beiräte ist es, das Goethe-Ins­titut in Grund­satz­fragen und bei kon­kreten Projekten fachlich zu beraten. Der wissen­schaft­liche „Beirat Sprache“ unter­stützt das Präsidium und den Vorstand des Goethe-Ins­tituts im Hinblick auf Bildungs­koopera­tionen, Fort­bildung, Sprach­vermitt­lung und Sprach­prüfun­gen im Bereich Deutsch als Fremd­sprache sowie Multi­media.

Sport
Bewegung und Grips

Studie untersucht Einfluss von Sport
pug — Sport hat enorme Vorteile für die psy­chische Gesund­heit: Er hebt die Stim­mung, erhöht die Stress­resis­tenz, verbes­sert das Gedächt­nis und verlang­samt den Rück­gang von kogni­tiven Fähig­keiten mit dem Alter. Studien mit Nagern zeigen, dass körper­liche Betä­tigung intrin­sisch beloh­nend wirkt: Haben die Nager Zugang zu einem Laufrad, rennen sie frei­willig viele Kilo­meter pro Tag. Wissen­schaft­lerin­nen der Univer­sität Göttin­gen haben heraus­gefun­den, dass frei­williges Rennen den Zeit­raum jugend­licher Anpas­sungs­fähig­keit im Gehirn bis ins Erwach­senen­alter verlän­gern kann.Weitere Informationen

Kindheit und Gesundheit
Studie wird fortgesetzt
pug — Kopfschmerzen treten bei Kindern und Jugendlichen zwischen sieben und 14 Jahren mit zuneh­mendem Alter immer häu­figer auf: Mehr als 15 Prozent der 14-Jährigen sind davon durch­schnitt­lich min­destens einmal in der Woche, zuweilen sogar öfter, betroffen. Das sind die Ergeb­nisse einer Befra­gung, die Psycho­logen der Univer­sität Göttin­gen in den Jahren 2003 bis 2006 durch­geführt haben. Das Bundes­minis­terium für Bil­dung und For­schung (BMBF) hat die Längs­schnitt­studie über Schmer­zen bei Kindern und Jugend­lichen und anderen gesund­heit­lichen Aspek­ten sechs Jahre lang finan­ziell geför­dert. Jetzt soll sie mit der insge­samt fünften Erhe­bung fortge­setzt werden. Weitere Informationen

DLR
Lasermessungen
erstmals im Flug vorgenommen

Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göt­tin­gen und Braun­schweig ist gemein­sam mit Airbus eine Welt­premiere gelun­gen: Erst­mals haben sie im Flug die Luftströ­mung an der Trag­fläche eines Passa­gierjets mit einem Laser sichtbar gemacht. Sie entwi­ckelten ein Verfah­ren, das die ober­halb des Flügels vorbei­strömen­den Nebel­tröpf­chen erfasst und damit jede noch so kleine Luft­bewe­gung zeigt. Die Erkennt­nisse helfen, zukünf­tige Trag­flächen für lang­samere und leisere Anflüge zu opti­mieren.Weitere Informationen

Physik
Kraftmessungen an Zellen
pug — Biophysiker der Universität Göt­tin­gen haben eine Methode ent­wickelt, mit der die mecha­nischen Eigen­schaf­ten einer einzel­nen Zelle sowie die von ihr erzeug­ten Kräfte höchst präzise im pico-New­ton-Bereich (pico = ein Bil­lions­tel) gemes­sen werden können. In den vergan­genen Jahren hat sich heraus­gestellt, dass solche Kräfte und mecha­nische Eigen­schaften für biolo­gische Zellen genauso wichtig sind wie traditio­nelle bio-che­mische Faktoren. Die Wissen­schaftler beschrei­ben in ihrer Studie einen Mess­aufbau, der auf zwei opti­schen Pinzetten beruht, mit denen eine lebende Zelle zwischen zwei kleinen Kugeln „aufge­hängt“ (adhä­riert) ist. Die beiden Kugeln, an denen die Zelle haftet, dienen sowohl dazu, Kräfte auf die Zelle auszu­üben, als auch die von der Zelle gene­rierten Kräfte aufzu­nehmen.Weitere Informationen

Molekularmedizin
Proteeinregulation in Zellen
Neuen Mechanismus entdeckt
umg — Start und Stopp – klare Ansagen wie diese galten bisher als eine Art Quali­täts­siche­rung bei der Herstel­lung von Eiweiß­stoffen (Proteinen) in Körper­zellen. Forscher an der Uni­versitäts­medizin Göttin­gen (UMG) haben jetzt heraus­gefun­den: Das Über­lesen des Stopp-Signals kann biolo­gisch wichtig sein und sogar weiter führen. Ein Team von Mole­kular­medizi­nern hat jetzt einen neuen Mecha­nismus ent­deckt, wie Proteine an be­stimm­te Orte inner­halb der Zelle gelan­gen können. Das Ergebnis der For­schun­gen: Durch das Über­lesen eines Stopp-Codons ent­steht ein Fahrticket zu Reise­zielen inner­halb der Zelle.Weitere Informationen

Bio-Energie
Alternative zu Mais gesucht
1,1 Millionen Euro Fördergelder
pug — In mehr als 3.000 Biogasanlagen in Deutsch­land funktioniert die Produk­tion von Biogas nur unter Zugabe indus­triell herge­stell­ter Spuren­ele­mente. Diese Anlagen werden fast aus­schließ­lich mit Mais betrieben, und Mais ist nicht in der Lage, die für die Biogas­bil­dung not­wendi­gen Spuren­ele­mente wie Kobalt oder Nickel in aus­reichen­der Menge aufzu­neh­men. Wissen­schaftler der Univer­sität Göttin­gen sowie des Deut­schen Biomasse­forschungs­zen­trums (DBFZ) und des Helm­holtz-Zen­trums für Umwelt­forschung (UFZ) in Leipzig suchen nun nach pflanz­lichen Alter­nativen zu den indus­triellen Spuren­elemen­ten. Das Bundes­ministe­rium für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft (BMEL) fördert das Ver­bund­projekt über die Fach­agentur Nach­wach­sende Roh­stoffe e.V. (FNR) drei Jahre lang mit insge­samt rund 1,1 Millio­nen Euro.Weitere Informationen

Biologie
Asexuelle Fortpflanzung
bei Pflanzen

pug — Die Kreuzung von zwei sexuellen Pflan­zenarten kann spontan dazu führen, dass sich die Hybride auf asexuelle Weise fort­pflanzt. Das haben Wissen­schaft­ler der Univer­sität am Beispiel verschie­dener Hah­nen­fuß-Arten heraus­gefunden.Weitere Informationen

 

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Migranten
Geduldete dürfen künftig eigenes Konto führen

Geothermie
Untersuchungen beendet

Die geophysikalische Erkun­dung des Unter­grun­des, mit der einige Göttin­ger Presse­organe Ängste und Auf­lage stei­gerten, wurden inzwi­schen, ohne dass weitere Vor­komm­nisse bekannt wur­den, erfolg­reich abge­schlos­sen. In den ver­gan­genen zwei Wochen hatte ein Mess­trupp mit bis zu vier speziel­len Vibra­tions­fahr­zeu­gen die geo­logi­schen Ver­hält­nisse unter­halb Göttin­gens mit seis­mi­schen Verfah­ren unter­sucht. Nun er­folgt die Aus­wer­tung der Daten.

 

In Göttingen sollen künftig Kontoeröff­nungen für Gedultete möglich sein, obgleich die geltende Rechts­lage dies in Deutsch­land nicht vorsieht. Bei einer Konto­eröff­nung muss nämlich ein amt­liches Identitäts­papier mit Lichtbild vorgelegt werden, was für Geduldete so gut wie unmög­lich ist. Ihre Duldung allein wird nicht als amtliches Identitäts­papier akzeptiert, ein eigenes Konto bleibt ihnen damit verwehrt.

Tugcu

Nach einer Pressemit­teilung haben die Grünen sowie der Integra­tionsrat Göttingens Ober­bürger­meister Rolf-Georg Köhler davon über­zeugen können, sich für die Konto­eröffnung von Gedul­deten einzu­setzen. „Da die Sparkasse Göttingen Teil der kommu­nalen Familie ist, sind Ratsent­scheidun­gen und das Wort des Ober­bürger­meisters, der auch im Verwal­tungsrat der Sparkasse sitzt, bindend – in diesem Fall ein echter Gewinn für Geduldete in Göttingen“, freut sich der migra­tions­politische Sprecher der Grünen-Fraktion im Rat, Mehmet Tugcu (Abb.). Dies sei ein aktiver Schritt in Richtung Willkom­mens­kultur und erleich­tere vielen nach Göttingen Geflüch­teten ihren Lebens­alltag.

 

Inklusion
Grüne: Interkommunale Steuerungsgruppe
braucht Fachbegleitung Betroffener

Menschen mit Behinde­rungen werden an der Steue­rung des Inklusions­prozesses in Göttingen nicht ausrei­chend beteiligt. Zu diesem Ergebnis kommen ein­vernehm­lich die behinderten­politischen Sprecher/innen der Grünen und der SPD im Rat, Sabine Morgen­roth und Elvan Tekin­dor-Freyjer. Gemein­sam fordern sie die Einrich­tung eines beglei­tenden Fach­gremiums von Bürger/innen mit unter­schied­lichen Beein­trächti­gungen.

 
Noch ein langer Weg: praktizierte InklusionFoto: Rainer Böhm

„Wir brauchen den fach­lichen Rat von Exper­tinnen und Experten in eigener Sache. Wir werden dem Anspruch der UN-Behin­derten­rechts­konvention nicht gerecht, wenn wir deren Anfor­derung ,Nicht ohne uns über uns‘ in der Steuerungs­gruppe keinen Stellen­wert geben“, erklären die beiden Fachfrauen. Vor sechs Monaten wurde auf Beschluss des Göttinger Stadt­rates und des Kreistags eine inter­kommu­nale Steuerungs­gruppe mit Arbeits­gruppen für den Inklusions­prozess einge­richtet. Die seither gesam­melten Erfah­rungen machen ein Nach­steuern erfor­derlich, so Tekin­dor-Freyjer: „Die bisherige Beteili­gung ehren­amtlicher Mitglieder der Behin­derten­beiräte von Stadt und Landkreis ist sinnvoll, reicht aber in der Praxis nicht aus.“ Der Zusam­menhang zwischen Beein­trächtigun­gen, daraus resultie­renden Bedarfen und erforder­lichen Maßnah­men gestalte sich so komplex, dass eine breitere Beteili­gungs­basis unum­gänglich erscheint, erläutert Morgen­roth: „Es ist einfach ein großer Unter­schied, ob jemand gehörlos, blind, auf den Rollstuhl ange­wiesen, bettlä­gerig oder geistig beein­trächtigt ist.“

Gemein­sam fordern Morgen­roth und Tekindor-Freyjer daher für die Steuerungs­gruppe ein beglei­tendes bera­tendes Gremium, das die Vielfalt körper­licher, psychischer, kommu­nikativer und geistiger Beein­trächti­gungen schon durch seine perso­nelle Zusammen­setzung und Expertise in eigener Sache ange­messen abbildet.

 

Wohnungsmarkt
Güntzler: Mietpreisbremse für Göttingen vielleicht nicht relevant
Im Gegensatz zu vielen Studie­renden kann sich der Göttinger Bundes­tagsabge­ordnete Fritz Güntzler (CDU) durchaus vorstellen, dass es in der Univer­sitäts­stadt möglicher­weise gar keine ange­spannte Situation auf dem Wohnungs­markt gibt. So äußerte er sich angesichts des gerade erst vom Bundestag verab­schie­deten Gesetzes zur Dämpfung des Miet­anstiegs auf ange­spannten Wohnungs­märkten.

Göttingen brauche jetzt erst einmal Fakten zum Wohnungs­markt, mahnt der MdB an: „Ein Puzzleteil wäre hier die Erstel­lung eines qualifi­zierten Mietpreis­spiegels. Bislang ist gar nicht sicher, ob Göttingen über­haupt einen ange­spannten Wohnungs­markt im Sinne des Gesetzes hat und so die Einfüh­rung der Mietpreis­bremse in Göttingen zum Zuge kommen kann. Auch die einzel­nen Bereiche müssten genau abge­grenzt werden“, so der Abgeord­nete. Nur Fakten könnten dann die Entschei­dung bringen, ob Göttingen einen ange­spannten Wohnungs­markt habe, den man durch die Preis­bremse dann entzerren kann oder ob nicht vielmehr Städtebau­förde­rung der richtige Weg sei.

Laut Gesetz sind vier Indikatoren vorge­sehen, um einen Wohnungs­markt als ange­spannt zu definieren:

  • die Mieten steigen deutlich stärker als im Bundes­durchschnitt,
  • die durch­schnitt­liche Mietbe­lastung über­steigt den bundes­weiten Durch­schnitt deutlich,
  • die Wohn­bevölke­rung wächst, ohne dass gleich­zeitig erforder­licher Wohn­raum geschaffen wird,
  • es besteht geringer Leer­stand bei großer Nachfrage.

Erst nach Beantwortung all dieser Fragen könne man dann den nächsten Schritt gehen. Jetzt seien nach Güntzlers Meinung erst einmal die Bauver­waltung und der Ober­bürger­meister gefragt, „ihre Hausauf­gaben zu machen“, so Güntzler.

 

Flüchtlingsunterkünfte
Bürgerinitiative kritisiert „konzeptlosen Baubeginn“
Die Bürgerinitiative Zukunft Zietenter­rassen sieht „mit großem Unbehagen“, dass die ersten Vorberei­tungen zum Bau der Sammel­unter­kunft auf den Zieten­terras­sen begonnen haben, ohne dass die Stadt bislang die verspro­chenen Eckpunkte des Betreiber- und Umfeld­konzep­tes vorge­legt hätte. Sie vermutet einen Rückstand beim Betreiber­konzept allein schon wegen der „stillschwei­gende[n]“ Verlegung der nächsten Sitzung des zustän­digen Ausschusses für Gesundheit und Soziales auf den 17. März.

In einer Pressemitteilung äußert die Bürger­initiative Zukunft Zieten­terras­sen (BiZZ) ihr Unver­ständnis darüber, dass bereits mit den Bauar­beiten begonnen wurde, obgleich die Rahmen­bedin­gungen für den Betrieb noch unge­klärt seien. Es sei – jedenfalls offiziell – nicht geklärt, wer die Sammel­unter­kunft im Alltag betreiben solle, wie die Betreu­ung über die fünfjährige Betriebs­dauer hinweg organi­siert werde, welches Zahlenver­hältnis von hauptamt­lichen und ehrenamt­lichen Kräften gelte und welche Integra­tionsan­gebote mit Blick auf die zu erwar­tende Belegung der Unter­kunft über­haupt in Frage kämen, listet die BiZZ auf.

Unter Verweis auf Presse­meldun­gen bezweifelt sie zudem die Tragfä­higkeit des bisherigen Konzeptes, weil offenbar deutlich weniger Flücht­linge nach Göttingen kämen als bislang ange­nommen. Aktuelle Zahlen belegten zudem einen erheb­lichen Rückgang von Zuwan­derern aus dem Kosovo, deren Chancen auf Verbleib in Deutsch­land ohnehin deutlich gesunken sei.

„Die Stadt hat die Zietenter­rassen als Standort – angeblich – vorwiegend wegen der guten Integra­tionsbe­dingun­gen ausge­wählt. Wenn nun aber deutlich wird, dass der Anteil an Flücht­lingen mit realis­tischer Aussicht auf längeren Aufenthalt in Deutsch­land gering ist, muss der aufwändige Großbau einer sehr teuren Sammel­unter­kunft hinter­fragt werden. Es wird schon jetzt deutlich: Die Planungs­annahme von Verwal­tung und Politik sind fragwürdig, der Aufwand ist unver­hältnis­mäßig und die Erfolgs­aussich­ten des Vorha­bens sind offen“, ist sich die Bürger­initia­tive sicher.

Was verwundert. Denn je geringer der Zustrom aus anderen Kultur­kreisen ist, desto weniger Friktionen dürften sich daraus ergeben, was wiederum die Inte­grations­bemühun­gen, sofern sie von keiner Seite unter­laufen werden, leichter zum Erfolg führen dürfte.

 

Fundsachen
SPD will herrenlose Fahrräder verschenken
Die Göttinger SPD-Ratsfraktion spricht sich dafür aus, Fahrräder, die sonst zur Aufbes­serung des städti­schen Haus­haltes versteigert werden, an Flücht­linge und andere bedürf­tige Menschen zu verschen­ken.

 
Fahrradstadt Göttingen; „Sollte hier auch möglich sein“Foto: vs

Ein eigenes Fahrrad verbessere die Lebens­qualität der Betrof­fenen deutlich, meint dazu der Vorsit­zende des Sozialaus­schusses, Dr. Klaus-Peter Hermann. „Wir schlagen daher vor, die vom städti­schen Baube­triebshof gesam­melten Fahrräder aufzuar­beiten, zu repa­rieren und anschlie­ßend den betrof­fenen Menschen zur Verfü­gung zu stellen.“

„Zeichen von Willkommenskultur“: Klaus-Pe­ter HermannFoto: SPD

Gerade für Menschen mit schmalem Einkom­men, dazu gehörten Flücht­linge genauso wie andere bedürf­tige Menschen, bedeute gesell­schaft­liche Teilhabe auch die Möglich­keit mobil zu sein, erläutert Hermann weiter und nimmt sich zum Vorbild für diese Aktion das Sozialamt der Landes­haupt­stadt Stuttgart. Dieses hat in Koope­ration mit weiteren Projekt­partnern ein ähnliches Projekt bereits im Sommer 2014 ins Leben gerufen. Durch die Beteili­gung von Projekt­partnern konnte sicher­gestellt werden, dass die Fahrräder verkehrs­sicher herge­richtet wurden.

„Eine ähnliche Aktion sollte in der Fahrrad­stadt Göttingen eben­falls möglich sein“, so Hermann. Die SPD-Rats­fraktion möchte deshalb die alljährliche Verstei­gerung von Fahrrädern zumindest in diesem Jahr aussetzen. Statt­dessen soll der Bestand der Fahrräder in der Fahrrad­werkstatt der Beschäf­tigungs­förde­rung kAöR aufgear­beitet und an hier in Göttingen lebende Flücht­linge und andere bedürftige Menschen in einer zentralen Aktion verschenkt werden. Auch das sei ein Zeichen von Willkom­mens­kultur.

 

Geothermie
Im März wird Göttingens Erde beben
Auf der Suche nach alternativen Energieformen
pug/umg — Um herauszufinden, inwiefern Erdwärme künftig bei der Energie­versor­gung der Univer­sität und Univer­sitäts­medizin Göttingen eine Rolle spielen könnte, lässt deren Tochter­gesellschaft Univer­sitäts­energie Göttingen GmbH gemeinsam mit der Geother­mie-Gruppe des Geowissen­schaft­lichen Zentrums in den kom­menden Wochen den Unter­grund Göttingens mit seismi­schen Verfahren unter­suchen.

Nicht immer so leicht zu erschließen wie hier: Heiße Quelle in Chile
Foto: Gerard Prins

Dabei erzeugen spezielle, auf Lkw mon­tierte Vibra­toren Schall­wellen, mit denen die Struk­tur des Unter­grun­des bis zu einer Tiefe von 5.000 Metern sicht­bar gemacht werden kann. Bevor sich der auffäl­lige Mess­trupp vor­aus­sichtlich in der zweiten März­woche etwa zehn Tage lang durch Göttin­gen bewegt, werden ab Anfang Februar alle öffent­lichen und privat betrof­fenen Einrich­tungen, Grund­stücks­besit­zer und Anwoh­ner infor­miert und um Erlaub­nis gebeten, die ent­spre­chen­den Flächen – vor allem öffent­liche Straßen – nutzen zu dürfen.

Universität und Univer­sitäts­medi­zin Göttin­gen wollen ihre künf­tige Energie­ver­sor­gung unter ökolo­gischen und ökono­mischen Gesichts­punk­ten sowie unter Beibe­hal­tung der hohen Versor­gungs­sicher­heit neu aus­rich­ten. Erd­wärme, vor allem aus großer Tiefe von bis zu 5.000 Metern, könnte dabei in Zukunft einen bedeu­ten­den Beitrag zur zen­tralen Ver­sor­gung des Fern­wärme­netzes liefern. Da über die genauen geolo­gischen Verhält­nisse unter­halb von Göttin­gen ver­gleichs­weise wenig bekannt ist, sind zunächst die Geo­wissen­schaft­ler gefragt: Die nun anste­henden ersten geo­physika­lischen Mes­sungen sollen Grund­lagen liefern, um das Poten­zial der Erdwärme im Sinne einer regene­rati­ven Nutzung abschätzen zu können.

Vor Beginn der eigent­lichen Messun­gen im März wird das Projekt in einer öffent­lichen Infor­mations­veranstal­tung noch einmal ausführ­lich vorgestellt. Dort werden auch Fachleute für Fragen zur Verfügung stehen. Der genaue Termin steht noch nicht fest.
www.uni-goettingen.de/de/3240.html?cid=4868

 

Kriminalität
Landeskriminalamt startet zweite Dunkelfeldstudie
40.000 Bürger/innen werden angeschrieben
Die Kriminologische Forschungs­stelle (KFST) des Landes­kriminal­amtes Nieder­sachsen (LKA NI) führt ab Februar 2015 eine weitere Befragung zum Dunkel­feld der Krimi­nalität in Nieder­sachsen durch. In Deutsch­land einzig­artig, begann das LKA NI schon mit einer ersten Befragung im März 2013, um Infor­mationen über die nicht zur Anzeige gebrachte Krimi­nalitäts­lage in Nieder­sachsen zu erlangen.

Dunkelfeldstudie

Die Erkennt­nisse dieser von Beginn an auf Wieder­holbar­keit ange­legten Studie ergänzen die Polizei­liche Kriminal­statistik um unmit­telbare Erfah­rungen der Bevölke­rung und vervoll­stän­digen so das Bild von der Krimi­nalitäts­lage im Land und schließen bisherige Erkenntnis­lücken.

Um auch weiterhin aktuelle Tendenzen und Entwick­lungen des Krimi­nalitäts­gesche­hens aus Sicht der Bevöl­kerung zu erkennen, schließt sich nunmehr eine weitere landes­weite Befra­gung an. Parallel dazu werden auch Schles­wig-Hol­stein und Mecklen­burg-Vor­pom­mern eine Dunkel­feld­studie nach nieder­sächsi­schem Muster durch­führen, sodass nach Abschluss auch ein Vergleich zwischen den Bundes­ländern möglich sein wird.Weitere Informationen

 

Kunstquartier
Grüne kritisieren Stadtratsbeschluss
OB Köhler: „Projekt von nationaler Qualität“ / CDU/FDP: „Massive Einschnitte für andere“
Pragmatisch-visionslos wenden sich die Göttinger Grünen gegen einen Stadtrats­beschluss zur weiteren Förderung eines Göttinger Kunst­quartiers im Nikolai­viertel, nur „weil sich aus dem Bund ein warmer Geldregen über die Stadt ergießt“ – und lassen damit einen inzwischen inter­national hoch geachteten Verleger und Kunst­förderer ziemlich im provin­ziellen Regen stehen. Sie stehen damit allerdings nicht allein, sondern haben weitere konser­vative Bedenken­träger an ihrer Seite.

Die Kritik der Grünen geht ins Grund­sätzliche: „So begrü­ßenswert die Einrich­tung einer Kunsthalle in Göttingen ist, so frag­würdig ist die Kultur­politik, in deren Kontext die Entschei­dung steht“, meint der Sprecher des Kreisver­bands, Mathis Wesel­mann. Während die Stadt seit Jahren vor allem auf den Bestands­erhalt setze, werde jetzt wegen des „warmen Geldregens“ unter hohem Zeitdruck ein neues Projekt ange­stoßen. Das sei unter solchen Umständen ein proble­mati­sches Signal: Man müsse Verwaltung und Stadtrat schon fragen: „Auf welcher anderen Grundlage als einem positi­vem Bauch­gefühl wurde diese Entschei­dung getroffen?“

„Schwache politsche Lobby“: Top-saniertes Städtisches Museumvs

Woran sich Grüne und andere Kritiker reiben ist, dass der Bestands­schutz für die klei­neren Kultur­ein­rich­tun­gen in Göttin­gen gefähr­det sein könnte. Die bis­herige Umset­zung des Ent­schul­dungs­hilfe­ver­trags und die jüngsten Kür­zungs­vor­schläge bei Stadt­archiv und städti­schem Museum hätten hinrei­chend gezeigt, dass im Zweifel bei den Ein­rich­tungen mit der schwächs­ten politi­schen Lobby gespart würde.

Weselmann fordert daher eine offene Debatte über die Kultur­förde­rung der Stadt – es wäre nicht die erste. Der Fokus solle von der Förde­rung großer Spiel­stätten auf den Aufbau einer Infra­struktur für Kultur­schaf­fende verla­gert werden: „Wir sollten nicht so stark den Konsum von Kunst subven­tionie­ren sondern Kreati­vität fördern.“ So sei bei­spiels­weise eine stärkere Ver­knüp­fung von städti­scher Theater­land­schaft und freier Theater­szene wün­schens­werter als die Sub­ventio­nie­rung von Ein­tritts­preisen. Die bis­herige Förder­praxis müsse gerade bei den großen Kultur­ein­rich­tun­gen hinter­fragt werden. Das Göttinger Sym­phonie­orches­ter werde beispiels­weise zu über 50 Prozent aus städti­schen Mitteln finan­ziert, spiele aber zu 60 Prozent in anderen Städten. Dies müsse offen disku­tiert werden. Aller­dings geht Wesel­mann nicht darauf ein, wie anders eine solche Kultur­ein­rich­tung den – nicht zuletzt auch durch die Politik vor­gege­benen – zu erwirt­schaften­den Eigen­anteil herein­bekom­men soll, wenn nicht durch Auftritte in der Region.

Wegen der Deckelung der freiwilligen Leistungen auf 3,24 Pro­zent des Haus­halts, anderer­seits aber regel­mäßi­ger Ste­ige­rungs­raten bei den Zuschüs­sen von Deut­schem Theater und Sym­phonie Orchester beob­achtet der Verein KUNST die Dis­kus­sion um die Finan­zie­rung des geplan­ten KuQua zwar „mit großem Inter­esse, aber auch mit Sorge“. Grund­voraus­set­zung dafür sei aller­dings, dass das zu erstel­lende Kon­zept durch­dacht und gerade auch im Hin­blick auf die ent­stehen­den Kosten über­zeu­gend und belast­bar sei, heißt es in einer Erklä­rung des Vereins, die wäh­rend der KUNST-Gala in der Stadt­halle verle­sen wurde.Weitere Informationen

Weselmann weiter: „Die Frage ist nicht so sehr, ob wir alle großen Kultur­einrich­tungen in der jetzigen Form am Leben halten könnten – wir können es wahr­schein­lich nicht –, sondern ob das über­haupt das richtige Ziel wäre.“ Göttingen also als Stadt, die Wissen schaft – aber in puncto Kultur kleine Brötchen backend vor sich hin­dümpelt? Ober­bürger­meister Rolf Georg Köhler hat in seinem nur wenige politische Akzente setzenden Neujahrs­grußwort am 6. Januar in der Stadthalle zumindest bei diesem Thema klar Stellung bezogen und dagegen­gehalten: „Dass wir im Augenblick noch nicht auf alle Fragen eine Antwort haben, kann doch nicht bedeuten, sich von diesem Projekt nationaler Qualität zu verab­schieden, von einem Projekt, das auch ein städte­bauliches Signal für die südliche Innen­stadt bedeutet.“ Insofern gelte es auch, Prioritäten zu setzen: „Wenn wir ein neues Projekt umsetzen, eine neue Aufgabe über­nehmen wollen, müssen wir uns im Zweifels­fall von einem alten Projekt trennen, müssen wir auf eine andere Aufgabe verzichten.“

DownloadGleichwohl kann es nicht schaden, dabei auch die Mehrheit der Bürger hinter sich zu wissen. Die Rede von Rolf Georg Köhler können Sie hier im Wortlaut nachlesen.

CDU/FDP-Gruppe warnt vor weiteren teuren Risiken
CDU und FDP im Göttinger Rat warnen ebenfalls bereits seit längerem vor nicht abseh­baren finan­ziellen Risiken durch das geplant Kunst-Quartier. Sie fühlen sich darin „durch qualifi­zierte Kritik von sachkun­digen Bürgern in Leser­briefen und Anschreiben in ihrer Ablehnung bestätigt. Im Verlauf der Debatte seien zudem neue Probleme und Gefahren aufgetaucht, die im Zweifel wiederum zu Lasten anderer Göttinger Kultur­institu­tionen gehen würden. „Zudem werden, wie bei der Debatte um den künftigen Standort des Städtischen Museums, bisherige Entschei­dungen ins Gegenteil verkehrt, zunächst zielge­richtet inves­tierte Gelder werden dann wohl sinnlos in die Luft geblasen worden sein,“ heißt es in einer Stellungnahme.Weitere Informationen

 

Verbraucherzentrale Niedersachsen
Mehr als 111.000 Ratsuchende in 2013
Mehr als 111.000 Verbraucher in den Beratungs­stellen, am Ver­brau­cher­telefon, per Brief, Mail oder bei Vorträgen suchten im vergangenen Jahr Rat und Hilfe bei der Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen als Anlauf­stelle zu allen Aspekten des Ver­brau­cher­alltags. Ob unbe­rechtigte Inkasso­forde­rungen, Abmah­nungen wegen Urheber­rechts­ver­stößen, unter­gescho­bene Verträge an der Haustür oder am Telefon oder Ärger mit dem Strom- bzw. Tele­kommu­nikations­anbieter: Fragen zu Ver­brau­cher­recht, Telefon und Internet waren im vergan­genen Jahr unver­ändert hoch. Das ist u.a. ein Ergebnis der Jahres­bilanz 2013.

B3 VZN Göttingen
Themen der Göttinger Beratungsstelle 2013Grafik: VZN

Die seit dem vergangenen Jahr endlich wieder auf 1,5 Mio. Euro jährlich erhöhte Finanz­hilfe des Landes stellt erst­malig seit vielen Jahren die Ver­brau­cher­schützer wieder auf eine halbwegs solide Basis. Mit der gesetz­lich abge­sicher­ten Förde­rung könne man die erfolg­reich einge­leitete Struktur­reform weiter voran­bringen und mit der Bünde­lung von Beratungs­kompe­tenz in den neuen Regional­zentren biete die Ver­brau­cher­zen­trale Ratsu­chenden ein zukunfts­fähiges und modernes Erschei­nungs­bild mit verbes­sertem Service und Ange­boten“, resumiert Geschäfts­führerin Petra Kristandt. Zuvor hatte die Ver­brau­cher­zen­trale längere Zeit mit Mittel­kürzun­gen durch die Politik zu kämpfen, die landes­weit zu etlichen Schlie­ßungen von Bera­tungs­stellen führten.

Randolph Fries ist im Juli zum neuen Vorsit­zenden gewählt worden. Der Geschäfts­führer des Deutschen Mieter­bundes Nieder­sachen-Bre­men e.V. und bisherige stellver­tretende Vorsit­zende über­nimmt damit das Amt von Sigrid Leuschner, die nicht mehr kandi­dierte. Leuschner führte die Organi­sation zwanzig Jahre lang: „Mit ihrer lang­jährigen politi­schen Erfah­rung als Mitglied des nieder­sächsi­schen Land­tages hat sie sich vor allem in den immer wieder bedroh­lichen Finanz­situatio­nen souverän bei der Landes­regie­rung für die Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen stark gemacht. Sie hat maßgeb­lich dazu beige­tragen, dass die Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen heute finan­ziell besser aufge­stellt ist“, würdigte der neue Vorsit­zende die Arbeit seiner Vorgän­gerin.

Aktuell auf der Tages­ordnung der Ver­brau­cher­schützer steht das Thema Frei­handels­abkom­men TTIP (Trans­atlanti­sche Handels- und Inves­titions­partner­schaft) zwischen der EU und den USA. Zu befürchten steht eine deut­liche Aufwei­chung der Stan­dards beim Ver­brau­cher­schutz (z.B. der Sicherheit und Hygiene bei Lebens­mitteln), weshalb die Mit­glieder­versamm­lung eine Reso­lution zu TTIP verab­schie­det hat. Damit unter­stützen die Dele­gierten die Landes­regie­rung in ihren Forde­rungen gegen­über der EU-Kommis­sion und appel­lieren an die Bundes­regie­rung, sich für bewährte Ver­brau­cher­schutz­stan­dards einzu­setzen. „Wir fordern u.a. mehr Trans­parenz und die Beibe­haltung des Vorsorge­prinzips. Es gilt, Schäden vorzu­beugen und nicht wie in den USA, Schäden teuer zu repa­rieren. Dies ist ein Grund­prinzip in der EU-Wirt­schafts-ordnung, an dem nicht gerüttelt werden darf“, betont Vorsit­zender Randolph Fries. Sein eben­falls neu gewählter Stellver­treter Ulrich Gransee ergänzt: „Besorg­niserre­gend ist auch, dass künftig Ver­brau­cher­rechts­stan­dards als Eingriff in die Geschäfts­interes­sen von trans­national agierenden Unter­nehmen ange­sehen und diesen Unter­nehmen Sonder­rechte einge­räumt werden.“ Die Gewähr­leistung der wirtschaft­lichen Selbst­bestim­mung der Ver­brau­cher­ werde dadurch in hohem Maße in Frage gestellt.
Der Jahresbericht 2013 der Verbraucherzen­trale Niedersachsen steht als Download unter www.verbraucherzen­trale-niedersachsen.de/Jahresberichte zur Verfügung.

 

Busliniennetz
SPD: Nachbesserungen erforderlich
Nach Auskunft der SPD-Fraktion erreichen diese vermehrt Beschwer­den und Änderungs­wünsche von Bürger/in­nen zum „Neuen Linien­netzplan“ der Göttin­ger Verkehrs­betriebe (GöVB). Leser­briefe in der Tages­presse deuten ebenfalls darauf hin, dass für die Nutzer oder poten­ziellen Nutzer nicht alles zur Zufrie­denheit verläuft. Deshalb soll sich der Bauaus­schuss zeitnah mit den einge­gan­genen Beschwer­den beschäf­tigen, fordert die Fraktion.

 
Entschärft: Pulkfahrten in der InnenstadtFoto: vs

Frank-Peter Arndt (Foto: SPD), SPD-Fraktions­vorsit­zender, nennt als Beispiel eine feh­lende direkte Verbin­dung vom Senioren­heim am Inge­borg-Nahn­sen-Platz in die Innen­stadt, was zu Recht von den Bewoh­nern bemän­gelt werde, „aber auch andere Linien­führun­gen stehen in der Kritik.“

Arndt

Die SPD-Ratsfrak­tion hatte be­reits in der Bau­aus­schuss­sit­zung vom 20. No­vem­ber Ver­wal­tung und Göt­tin­ger Ver­kehrs­betrie­be aufge­for­dert, kurz­fristig auf die Bürger­beschwer­den und -anre­gun­gen zum neuen Bus­linien­netz zu ant­wor­ten und, soweit mög­lich, Abhilfe zu schaf­fen. In der nächs­ten Sit­zung des Aus­schus­ses am 4. Dezem­ber soll darüber Bericht erstat­tet werden, welche Bür­ger­beschwer­den es gab und wie mit den Be­schwer­den und Anre­gun­gen umge­gan­gen wurde – und gege­benen­falls welche Pro­blem­lösun­gen es diesbe­züg­lich gab. Arndt: „Es kann nicht sein, dass die Ver­wal­tung und die GöVB auf berech­tigte Beschwer­den der Bürge­rin­nen und Bürger nicht rea­giert und schweigt.“

Allerdings ist die erhebliche logistische Heraus­forde­rung, wie sie ein völlig umge­krem­peltes Linien­netz darstellt, gerade mal ein paar Wochen alt – eigentlich zu kurz, um bereits validier­bare Aussagen darüber treffen zu können, ob es sich bewährt oder nicht. Eine Balance zu finden zwischen halbwegs vertret­baren Millionen­subven­tionen des öffent­lichen Nahver­kehrs und einer optimalen Anbin­dung für das Indivi­duum wird zwangs­läufig immer zu Kompro­missen führen müssen. Kurz­fristige Reak­tionen auf Kritik mögen vielleicht den ein oder anderen Nutzer zufrieden stellen, für andere wiederum Nachteile mit sich bringen. Ein jeder­mann befriedi­gendes Netz gab es bereits in der Vergan­genheit nicht und wird wohl auch in Zukunft illuso­risch bleiben. Schnell­schüsse sind da sicher fehl am Platz.

 

Europäische Woche der Abfallvermeidung
Heute schon Lebensmittel weggeschmissen?
235 Euro landen jährlich im Müll
Bei der diesjährigen Europäischen Woche der Abfall­vermei­dung vom 22. bis 30. November liegt der Fokus auf dem Thema Lebens­mittel­verschwen­dung. Zum fünften Mal werden in den europäi­schen Mitglied­staaten Aktionen veran­staltet, die Beispiele geben für Abfallver­meidung, Wieder­verwen­dung und Recycling in Industrie, Gewerbe, Haushalt und in Behörden.

 
235 Euro jährlich pro Haushalt: LebensmittelentsorgungMontage: vs

Mit rund 280 Aktionen beteili­gen sich bundes­weit über 145 Entsor­gungs­unter­nehmen, Behörden und Ver­wal­tun­gen, soziale Einrich­tun­gen, Ver­brau­cher­zentra­len, Unter­nehmen und Einzel­per­sonen an der Woche – darunter auch die Göttinger Entsor­gungs­betriebe (GEB). Neben Presse­mittei­lungen werden Bera­tungs­stände über Bildungs­ange­bote oder auch Tausch- und Ver­schenk­börsen angeboten.

Ähnlich der Vermüllung mit Kunst­stoff­(tüten) hat das Wegwerfen unver­dorbe­ner Lebens­mittel mittler­weile enorme Ausmaße ange­nom­men. Jeder Haushalt wirft im Durch­schnitt jährlich Lebens­mittel im Wert von 235 Euro weg. Das sind etwa 82 Kilo Brot, Obst, Gemüse, Milch- und Fleisch­produkte sowie andere essbare Waren. Etwa 53 Kilo davon – also mehr als zwei Drittel – sind vermeid­barer Abfall. Darüber hinaus werden bundes­weit noch weitere etwa 100.000 Tonnen Lebens­mittel und Speise­abfälle aus Gastro­nomie, Catering, Mensen, Kranken­häusern und Schulen und aus Super­märkten oder der Lebens­mittel­indus­trie entsorgt.

Weltladenregal

Diese Verschwendung von Lebens­mittel geschieht häufig gedan­kenlos und ist zudem auch über­flüssig. „Wer das Weg­werfen von Lebens­mitteln verhin­dert, spart nicht nur Geld und vermeid­bare Abfälle, sondern schont auch Ressour­cen und leistet einen Beitrag zur Bekämp­fung des Hungers“, meint die Presse­spreche­rin der GEB, Maja Heindorf. Zur Abfall­vermei­dung in diesem Sinne gehört deshalb nicht nur eine bedarfs­gerechte Einkaufs­planung, sondern auch eine vernünf­tige Lager­haltung und Aufbewah­rung, um die Haltbar­keit von Lebens­mitteln zu verlängern. Mit der zu Unrecht bei einigen verpönten soge­nannten „Reste­küche“ ließe sich dem Problem „Wohl­stand­müll“ durchaus zu Leibe rücken, sind doch manche leckeren National­gerichte eben daraus entstanden – Paella etwa oder die Rata­touille. Eintöpfe lassen sich ebenso gut dafür einspannen wie etwa auch Spaghetti, die für so ziemlich jede Beigabe gut sind („Spaghetti con resti di cibo“).

Überflüssige Lebensmittel könnte man aber beispiels­weise auch an Nachbarn und Freunde verschen­ken, rät Maja Heindorf. Größere Mengen aus Betrieben sollten bei der Göttinger Tafel landen. Über das Internet­portal www.foodsharing.de können Händler, Produ­zenten, Gastronome und natürlich auch Privat­personen über­schüssige Lebens­mittel kostenlos anbieten und abholen lassen. Im Eingangs­bereich des Göttinger Weltladen­cafés in der Nikolai­straße 10 steht übrigens ein Food­sharing-Regal (Foto: GEB), eine Initiative von Foodsharing e.V., für Lebens­mittel­spenden bereit.

Wirklich verdorbene Lebens­mittel gehören natürlich nach wie vor in die Biotonne, aber das ist, wie gesagt, nur ein Drittel dessen, was tatsächlich dort landet.
Kontakt GEB: Tel. 4005 400.

 

VZN-Grafik <leer>
Die 6 am häufigsten genannten Angaben, was Verbraucher auf den ersten Blick auf einem Eti­kett erkennen wollen (grün) und auf was sie beim Kauf besonders achten (gelb)<leer>Grafik: Lebensmittelklarheit

Studie
Verbraucher wollen wissen,
woher ihr Essen kommt

Eine Studie des Verbraucherschutz-Portals Lebensmittel­klarheit hat gezeigt, dass die überwie­gende Zahl der Befragten konkrete Angaben darüber wünscht, woher ihre Lebens­mittel stammen. Verbrau­cher wollen sich beim Einkauf schnell orientieren können – aber an Hinweisen, die vom Inhalt auch tatsäch­lich einge­löst werden. Was drauf ist, muss drin sein, was drin ist, muss drauf stehen und was drauf steht, muss verständ­lich sein. Das dies längst nicht immer so ist, zeigen die Beispiele in der linken Spalte auf dieser Seite.

„Hergestellt für …“ – diese Angabe reicht Verbrau­chern nicht. Statt­dessen interes­sieren sie sich insbe­son­dere bei tierischen Lebens­mitteln für den Ort, an dem Tiere gehalten und gemästet wurden. Bei frischem Obst und Gemüse erwarten sie Angaben dazu, in welchem Land es geerntet wurde. 69,2 Prozent der Befragten geben an, sie vertrauten Lebens­mitteln mehr, wenn bei diesen die Herkunft ange­geben werde.

Die Verwendung von Länder­symbolen auf Verpa­ckungen nehmen Verbrau­cher sehr ernst. Sowohl Flaggen als auch Formu­lierungen wie zum Beispiel „alla Genovese“, die auf eine bestimmte Herkunft schließen lassen, werden an konkrete Herkunfts­erwar­tungen geknüpft. Wichtig ist daher, dass ein verläss­liches und über­sicht­liches System zur Herkunfts­kennzeich­nung geschaf­fen wird.

Verbraucher haben auch konkrete Vorstel­lungen, wie eine ver­braucher­freund­liche Produkt­gestaltung aussehen sollte: Name, Bezeich­nung, Produkt­bild, Netto­füllmenge, Marke und MHD gehören laut der jüngsten repräsen­tativen Studie im Rahmen von Lebens­mittel­klarheit auf die Vorder­seite eines Produkts. Der Verband hat aus diesen Wünschen die ideale infor­mative Produkt­verpackung erstellt (Abb.).
www.lebensmittelklarheit.de

 

Dispozinsen
Kunden zahlen immer noch bis zu 14,25 Prozent
Intransparenz bei vielen Banken / „Beratungsresistenz“ in Göttingen
Bankkunden zahlen immer noch bis zu 14,25 Prozent Dispozinsen, wenn sie ihr Konto überziehen, obwohl sich Banken und Sparkassen für weniger als ein Prozent Geld bei der Europäi­schen Zentral­bank leihen können. Dennoch haben die jähr­lichen Erhe­bungen der Stiftung Waren­test Wirkung gezeigt: Knapp 250 von 1504 unter­suchten Banken haben ihren Dispozins seit dem Vorjahr um mindes­tens einen Prozent­punkt gesenkt. Nicht so die Sparkasse Göttingen, die seit langem in der Kritik der Öffent­lich­keit steht. Einige Banken erheben dafür jetzt höhere Konto­führungs­gebüh­ren, um sich an den Kunden schadlos zu halten.

 
Goldene Eier legende Wollmilchsau: DispozinsenFoto:VZN

Die Tester ermittelten Zinsunter­schiede von fast 10 Prozent­punkten. Der Durch­schnitt der Dispo­zinsen liegt bei 10,65 Prozent. Einige Banken versuchen beim Dispo besser auszu­sehen als sie sind. Sie bieten günstige Dispo­zinsen nur für Giro­konten mit hoher Konto­führungs­gebühr. Sehr viele Banken veröf­fent­lichen den Dispozins nach wie vor nicht im Internet, so dass für Kunden kaum ein Vergleich möglich ist. Auch ein Preis­aus­hang vor Ort war nicht immer auffindbar, obwohl die Banken gesetz­lich dazu verpflichtet sind, ihn in der Filiale auszu­hängen. Die Ausreden der Mitar­beiter waren aben­teuer­lich: Man kenne den Dispozins selbst nicht oder teile ihn erst nach der Eröff­nung eines Kontos mit. Oft sind es teure Banken, die den Kunden die Höhe des Zinses für die Überzie­hung ihres Kontos ver­schwei­gen.

In Göttingen sticht innerhalb Nieder­sachsens insbe­sondere die Sparkasse immer wieder als „Leucht­turm­projekt“ negativ hervor. Nach einem Marktcheck der Ver­braucher­zentrale Nieder­sachsen steht sie – nicht zum ersten­mal – mit an der Spitze bei den Wucher­zinsen. Erst kürz­lich hatte sich die SPD-Land­tagsab­geord­nete Gabriele Andretta das Geldinstitut vor­genom­men: Ange­sichts eines histo­risch niedri­gen Leitzins­niveaus von 0,15 Prozent gehe es bei einem Dispozins von aktuell 12,49 Prozent und Über­ziehungs­zinsen von 16,99 Prozent letztlich „um nichts anderes als um das beden­ken­lose Abkas­sieren bei Men­schen, die den Banken auf Gedeih und Verderb ausge­liefert sind“. Diese Zahlen sind nicht einmal einen Monat später bereits überholt: Mittler­weile müssen Geldins­titute sogar einen nega­tiven Zins bezahlen, wenn sie ihr Geld bei der Euro­päischen Zentral­bank (EZB) parken statt es unter die Leute zu bringen und können sich sogar zu 0,05 Prozent refinan­zieren, bekommen das Geld also hinter­herge­schmis­sen. Der Verbrau­cher profi­tiert von all dem nicht.

„Weil wir anders sind“ – auch bei den Dispo-Zinsen: aktuelle Werbung der Sparkasse GöttingenScreenshot (29.09.2014)

Mit mehr als diffusen Begrün­dun­gen ver­sucht etwa die Spar­kasse dage­gen­zuhal­ten, merkt aber dabei nicht einmal, wie sie weiter an ihrem Nega­tiv-Image feilt: „Gerade auch im Zusam­men­hang mit den Kredit­wün­schen unserer Kunden legen wir sehr hohen Wert auf eine indivi­duelle, ganzheit­liche und faire Bera­tung“, erklärt deren Sprecher Michael Rappe – und eben auch auf einen indivi­duellen, nahezu konkur­renz­los hohen Zins­satz. Merk­würdig dabei ist, dass just zu dem Zeitpunkt, wo der EZB-Zinsatz sinkt, die internen Kosten des Geld­hauses offenbar immer in dem­selben Maße zu steigen scheinen, sodass man – leider, leider – den Kosten­vorteil nicht an die Kund­schaft weiter­reichen kann.

Mit einem am „öffent­lichen Auftrag orien­tierten Bera­tungs- und Kredi­tierungs­verhal­ten“ hebe man sich ganz bewusst und deutlich von günstigen Spezial­anbie­tern, aber auch von der Mehrheit der profit­orien­tierten Groß­banken ab, so Rappe weiter, ist also bewusst deutlich ungüns­tiger. Der PR-Mann verweist zudem auf die Mild­tätig­keit seines Hauses: Die Sparkasse nehme immerhin „grund­sätzlich für jeden Kunden“ eine Girokonto­einrich­tung vor, auch wenn sie nicht profi­tabel sei, wie z.B. bei derzeit etwa 1.100 „Giro­konten für Jeder­mann“ sowie etwa ebenso vielen Pfän­dungs­schutz­konten, was jährliche Zuschuss­beträge von etwa einer halben Million Euro erfor­dere. Das kann man glauben, nach­voll­ziehen kann man es nicht. Weitere Zahlen nennt Rappe nämlich nicht. Wie sich solch hohe Verwal­tungs­kosten (227,00 Euro pro Konto) zusam­men­setzen, darauf bleibt er die Antwort schuldig, es würde vielleicht auch dem Vorwurf der Stiftung Waren­test nach weit­verbrei­teter Intrans­parenz ent­gegen­stehen.

Mehr Transparenz einfor­dern könnten hin­gegen jene vom Göt­tinger Rat gestell­ten Mitglie­der im Verwal­tungs­rat der Spar­kasse Göttin­gen (SPD: Wolfgang Meyer, Frank-Peter Arndt, Helmi Behbe­hani; CDU: Brigitte Eiselt, Fritz Güntzler sowie Prof. Dr. Christian Schrader, auf Vorschlag der Grünen), die der Geschäfts­führung ein wenig auf die Finger sehen sollen – wenn sie sich denn nicht als bloße Abnicker und Aussitzer verstehen würden. Zwar ist es richtig, dass sich diese Mitglieder nicht in das ope­rative Geschäft einmi­schen dürfen, wenn es aber um das Ansehen und äußere Erschei­nungs­bild geht, welches zudem auf die Stadt als Ganzes zurück­fällt, dann sind sie sehr wohl gefordert. Zu hören ist von ihnen jedoch so gut wie nichts, obgleich ein Grum­meln über die Zins­politik der Spar­kasse Göttingen quer durch alle Reihen der Ratsfrak­tionen zu verneh­men ist und auch inner­halb der Verwal­tung immer wieder mal anklingt. Beim unge­störten Einsam­meln ihrer Sitzungs­gelder ziehen sie sich jedoch auf die Argu­men­tation zurück, man habe ja keinerlei Weisungs­recht gegen­über der Spar­kasse. So jeden­falls reagierte der Rat bereits 2012 auf einen entspre­chenden Vorstoß der Linke-Rats­fraktion.

Das ist zumin­dest schein­heilig. Keinem Verwal­tungsrat­mitglied ist es verwehrt, immer und immer wieder das unan­ständige Gebaren eines Vorstandes mora­lisch anzu­pran­gern statt sich wegzu­ducken, dies explizit ins Proto­koll aufneh­men zu lassen und auch der Öffent­lichkeit davon Kenntnis zu geben – Geschäfts­geheim­nisse verra­ten werden dadurch jeden­falls nicht.

 
„Beratungsresistenz des Vorstandsvorsit­zenden“: Kontrahenten Becker und Hald (rechts)Foto: Archiv

Auch die Göttinger Rats-Grünen, klagt Fraktions­vorsit­zender Rolf Becker, hätten „mit einem Brief an den gesam­ten Vorstand, in persön­lichen Gesprä­chen und durch Ver­hand­lun­gen im Verwal­tungs­rat lange versucht, den Vorstand zur Sen­kung der Zinssätze zu bewegen, aber er beharrt auf seiner unso­zialen Zins­politik“. Becker nennt die Erklä­rungs­versu­che der Spar­kasse „wenig über­zeu­gend bis zynisch“. Dies gelte vor allem für den beschwich­tigen­den Hinweis, bei länger­fristi­gem Über­ziehungs­bedarf könne man ja einen zins­günsti­geren Privat­kredit aufneh­men: „Gerade Menschen mit geringen finan­ziellen Mitteln haben oft keine realis­tische Chance, einen solchen Kredit zu erhalten, weil sie den Nachweis der Kredit­würdig­keit nicht erbrin­gen können.“ Ange­sichts der „nur schwer zu ertra­gen[den] Beratungs­resis­tenz des Vor­stands­vorsit­zenden Rainer Hald“ hofft Becker auf Rolf-Georg Köhler (SPD), „der als neuer Göttinger Ober­bürger­meister auch den Vorsitz im Verwal­tungsrat über­nehmen wird und die Sparkasse aus eige­ner beruf­licher Erfah­rung von innen kennt“.

Zumindest solange wird sich an der Beratungs­resistenz des Vor­stands­vorsit­zen­den vor­aus­sicht­lich nichts ändern – jedenfalls nicht mit den derzei­tigen Verwal­tungs­ratsmit­gliedern. Andere Geldins­titute übrigens haben Über­ziehungs­kredite inzwi­schen ganz abge­schafft.
Dass es für Anleger noch halbwegs attraktive Auswege aus der Zinsmisere gibt, hatte kürzlich erst die Stiftung Waren­test bei einer Unter­suchung von 41 Bankspar­plänen ermittelt und dabei überra­schend gute Kondi­tionen entdeckt – mit zum Teil mehr als 3 Prozent Rendite.
DownloadDer Test Dispozinsen ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest erschienen. → www.test.de/dispo
Eine Tabelle der günstigsten und teuersten überregionale Banken und Direktbanken können Sie hier herunterladen.

 

Umweltschutz
Neues Sammelsystem für Elektrokleingeräte kommt an
Das vor wenigen Wochen neu einge­führte Sammel­system für Elektro­klein­geräte scheint sich offenbar zu bewähren. Die Göttinger Entsor­gungs­betriebe (GEB) haben jetzt eine erstmalige Leerung der 17 in der Stadt verteilten Container vorge­nommen und dabei insge­samt ca. 6.000kg Elektro­kleingeräte einge­sammelt – das entspricht in etwa der Menge von 25 Kubik­metern.

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An vielen Stellen in der Stadt: neue Container<leer>Foto: GEB

„Die saubere Qualität der Samm­lung über­zeugt“, resü­miert Maja Heindorf von den GEB. Die Göttinger Bevöl­kerung nutze den neuen Erfas­sungsweg offenbar erstaun­lich verant­wortungs­voll. Aller­dings: an einigen wenigen Stand­orten wurden auch Elektro­großgeräte neben den Depot­contai­nern abge­stellt. Die Container sind jedoch aus­schließ­lich für Klein­geräte vorge­sehen. Groß­geräte müssen direkt in die Rudolf-Wis­sel-Straße zum Recycl­inghof gebracht oder können durch die Sperr­müllab­fuhr entsorgt werden (Anmel­dung online möglich).

Seit 2006 ist es gesetzlich verboten, elektrische Klein­geräte über den Hausmüll zu entsorgen. Gleich­wohl landen noch immer Unmen­gen an Elektro­schrott im Restab­fall. Nicht nur, dass es für die Umwelt schädlich ist, auch enthalten diese Klein­geräte wertvolle Rohstoffe wie Alumi­nium, Eisen oder Kupfer. Nur bei sachge­mäßer Entsor­gung können sie entfernt und wieder verwertet werden. Dazu will der Feld­versuch in Göttingen beitragen.

<leer> Wussten Sie schon …
… dass Elektroschrott u.a. viele gefähr­liche Sub­stan­zen enthält, etwa Blei, Queck­silber, Cad­mium, polybro­mierte Biphenyle (PBB), polybro­mierte Diphenyl­ether (PBDE) und Chrom­verbin­dungen? Sie sind hoch­giftig und können Krebs aus­lösen.

Natürlich ist der beste Müll jener, der gar nicht erst anfällt. Beim Kauf sollte also auf die Lang­lebig­keit der Artikel geachtet werden. Weg­werf­pro­dukte, wie zum Beispiel Ein­weg­kame­ras, sollten vermie­den werden, und ein gebrauchtes statt ein frisch vom Fließ­band kom­mendes Handy tut es eigent­lich auch. Selten gebrauchte Geräte wie Bohr­maschi­nen oder Hecken­scheren kann man sich auchgut mit den Nach­barn teilen oder kosten­günstig im Bau­markt auslei­hen.

Noch befindet sich das Göttinger Sammel­system in einer Test­phase. Erst Ende 2015 wird darüber endgültig entschieden.
Container Standorte unter: www.geb-goettingen.de

 

Immobilienfinanzierung
Neue Verbraucherschikane von Banken
Kunden nach Widerruf unerwünscht
Kunden können fehlerhafte Kredite widerrufen. Darüber hatte die Zeit­schrift Finanz­test in ihrer Juli-Aus­gabe berichtet. Doch nach einer Kündi­gung erhalten Kunden nicht von jeder Bank einen neuen Kredit. Die ING-Diba lehnt ganz ab.

Die Verbraucherzentralen Hamburg, Bremen und Sachsen hatten tausende Verträge geprüft und in vier von fünf Fällen bean­standet, dass Kunden nicht korrekt über ihr Widerrufs­recht belehrt worden waren. Das ist seit November 2002 Pflicht. Widerruft ein Kunde, muss er die Rest­schuld ablösen, in der Regel mit einem neuen Kredit­vertrag. Bei der ING-Diba hat er jedoch keine Chance auf einen Anschluss­kredit: Die Bank schuldet seit dem 4. August 2014 nur Kredite um, deren Zinsbin­dungsfrist abläuft. Die Ver­braucher­zentrale Bremen kennt auch Fälle von anderen Insti­tuten, in denen Anschluss­kredite abgelehnt wurden.

Kreditnehmer müssen vor dem Widerruf sicher­stellen, dass sie die Restschuld tilgen können. Informa­tionen hierzu finden sich im Spezial Immo­bilien­kredite auf test.de. Wer das Geld nicht flüssig hat, braucht eine Finan­zierungs­zusage, die vier bis sechs Wochen gilt. Die Ver­braucher­zentrale Bremen bittet Kunden mit Problemen beim Anschluss­kredit um Nach­richt an baufinan­zierung@vz-hb.de
www.test.de

 

Leinebürger fordern Zusagen ein
Naherholungsgebiet als Ersatz für das verlorene Parkgelände / Grüne solidarisch
lr/eb — Am 10. Juli fand in Göttingen das Richtfest für den Neubau des Maßregel­vollzugs am Ros­dorfer Weg statt. Anlässlich dieses Ereig­nisses erinnert die Bürger­initiative Leine­bürger an die ihr seinerzeit von der Politik gegebene Zusage, ein in direkter Nach­barschaft befind­liches, angeblich zur Bebauung ungeeig­netes Gelände als Ersatz für ihr jahr­zehnte­lang genutztes Naherho­lungs­gebiet freizu­geben – auf dem nun ein Rohbau steht.

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Aufwertung zum Naherholungsgebiet: die brach liegende Fläche neben dem ehemaligen Leineberg-Park<leer>Foto: vs

Wir schreiben das Jahr 2007: Gut gelaunt genießen die Anwohner des Leine­bergs den heißen Sommer in ihrem selbst­ernann­ten „Leine­berg-Park“, nicht ahnend, dass in diesem Moment die Zerstörung ihres idyllischen Erholungs­gebiets beschlossen wird. Vier Jahre verbringen sie noch in glück­licher Unwis­senheit und genießen die Zeit unbe­schwert im Grünen. Als die „Leine­bürger“ 2011 dann durch Zufall von der geplanten Zerstö­rung ihrer liebge­wonnen Grün­anlage erfahren, bemühen sie sich umge­hend um kons­truktive Vorschläge und bieten der Landes­regierung seriöse Alterna­tiven. Diese Anstren­gungen stoßen jedoch auf wenig Gegen­liebe, werden prinzi­piell abgelehnt oder widerlegt, was manch­mal nur mit Tricks gelingt.

So hatten die Anwohner ein seit Jahren brachlie­gendes Alter­nativ­gelände, keine 500 Meter entfernt, für die Bebau­ung ins Gespräch gebracht, doch wegen angeb­licher Unbe­baubar­keit wurde es vom Tisch gewischt. Im Nach­hinein stellte sich heraus, dass ein Gutachten, welches für das Alter­nativ­gelände erstellt wurde, nicht auf das gesamte Grund­stück, sondern nur auf einen schmalen Streifen bezog, welcher sich vom Rest des Geländes unter­schied. Auch ein Schreiben der Bewoh­ner an den damaligen Minister­präsiden­ten McAllister konnte die Zerstörung der maleri­schen Natur­fläche nicht abwenden, sodass nunmehr ein Neubau für 30 Millio­nen entstand – zehn Millionen mehr als ursprüng­lich geplant.

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Fühlen sich betrogen: Friedlicher Protest der Leinebürger<leer>Foto: privat

„Naherholung, grüne Lunge, geschützte Fleder­mäuse, seltene Vögel, geschützter Raum für Patienten der angren­zenden psychia­trischen Klinik, Mittel­punkt einer einma­ligen histori­schen Anlage. All das wurde als ,gruppen­egoisti­sche Motive‘ abgetan, von bösen Bürgern, die den Insassen der bisherigen Einrich­tung unsägliches Leid antäten, weil sie den Bau verhin­dern wollten“, machten die Leine­bürger damals ihrem Unmut Luft. Dabei stand für sie nie in Zweifel, dass „psychisch kranke Menschen … eine ange­messene Unter­brin­gung [brauchen] – insbeson­dere, wenn sie ihr ganzes Leben wegge­sperrt sind“, betonen sie auch heute wieder.

Heute: Die Bauarbeiten schreiten voran, der Rohbau des Gebäudes ist fertig. Anlass für die Leine­bürger, noch einmal auf das in ihren Augen gesche­hene Unrecht hinzu­weisen und den Kampf um verlorenes Gelände wieder aufzu­nehmen: In einer Petition fordern sie, das von ihnen vorge­schlagene Alternativ­gelände endlich als Naherho­lungs­gebiet auszu­weisen: „Da sich das Areal offenbar nicht als Bauland eignet, liegt es doch nahe, dieses in ein parkähn­liches Gelände mit Wegen, Bänken und Grünan­lagen zu verwan­deln, das eine Brücke zwischen Leineberg, Tonkuhlen und Kiessee schafft“, heißt es darin. Ein ortsnaher Ausgleich sei während der Ausle­gungs­phase des B-Planes in Politik und Öffent­lichkeit diskutiert und ihnen auch mündlich zugesagt worden. „Wir bauen auf dieses Wort.“

Grüne begrüßen Intention der Petition: „Nachbarflächen müssen gesichert werden!“
Die Grünen im Rat zeigen sich solidarisch mit der zentra­len Intention einer Petition der Leine­bürger. „Durch die ökolo­gische Aufwer­tung der Grünan­lagen sowie mit Hilfe neuer Wegefüh­rungen und Bänke könnten wir hier für die Naher­holung und den Biotop­verbund eine sinnvolle Verbin­dung zum nahe gelegenen Kiessee schaffen“, erklärt Ratsmitglied Ulrich Hole­fleisch. Der Baupolitiker erinnert an einen entspre­chenden Prüfauftrag im Bauaus­schuss am 5.7. 2012. „Entschei­dend ist die Umwid­mung des Geländes im Flächen­nut­zungs­plan.“ Durch aufwändige Ausgleichs­rege­lungen eine klassische Parkfläche entstehen zu lassen, kommt für ihn nicht in Betracht: „Ich will hier nicht den Rasen kurz mähen lassen, sondern die ökolo­gische Qualität weitge­hend erhalten.“

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Zusätzlicher Landschaftsverbrauch durch eine zusätzliche Auffahrt, ob­gleich die zur sich querstellenden Asklepios-Klinik hätte mitgenutzt werden können<leer>Grafik: Rinne & Partner

Die Fraktion hatte seinerzeit ihren Mitglie­dern freige­stellt, wie sie über das Ansin­nen der Landes­behörde (der das Areal gehört), dort einen Neubau für den Maß­regel­vollzug zu errich­ten, abstim­men wollen. Eine Mehr­heit stimmte zu, weil sie auf abseh­bare Zeit „keine andere Mög­lich­keit sah, die vom Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rechte kritisierte men­schen­unwür­dige Unter­brin­gung der Bewoh­ner/innen im ehe­maligen ,Festen Haus‘ zu verbessern“, heißt es in einer Erklärung der Fraktion und unter Anspie­lung auf die völlig fehlende Koope­rations­willigkeit der benach­barten Asklepios-Klinik: „Eine ärgerliche Konstel­lation der Eigentums­verhält­nisse und Nutzungs­möglich­keiten der Flächen ließ vielen die Entschei­dung für den Neubau an dieser ungüns­tigen Stelle unab­wendbar erscheinen.“

Das allerdings ist nur die halbe Wahr­heit, so unab­wend­bar war die Ent­schei­dung nicht: Schon damals hatte der Vertre­ter der Landes­behörde, Michael Brassel vom Staat­lichen Bau­manage­ment, während der emotio­nalen Dis­kus­sio­nen im Bau­aus­schuss durch­klin­gen lassen, dass man ja auch noch Alter­nativ­flächen für den geplan­ten Bau in petto hätte, falls die Stadt nicht spuren würde – nur eben in Göttin­gen nicht. Das aller­dings wurde von den Ent­schei­dungs­trägern geflis­sent­lich über­hört, denen – aus welchen Grün­den auch immer – ein bebau­tes Areal doch lieber war als ein Naher­holungs­gebiet. Immer­hin hatten die Grünen in der Aus­schuss-Sitzung vom 5. Juli 2012 durch­gesetzt, dass die nun von der Bürger­initia­tive auf dem Leine­berg wieder ins Spiel gebrachte „Alter­nativ­fläche … recht­lich gesi­chert und über Aus­gleichs­maßnah­men zum zukünf­tigen Erho­lungs­gebiet für die Bürge­rin­nen des Stadt­teils Leine­berg“ wird. Dieser Ergän­zungs­antrag wurde seiner­zeit ein­stim­mig gutge­heißen.

Brassel, das Schlitzohr, bot dem Ausschuss sogar an, die Brache (Abb. ganz oben) durch die Stadt erwerben zu lassen – zu Bauland­preisen selbst­redend, nicht zu Grün­land­preisen –, wohl wissend, dass man das mit einer (damals) klammen Stadt nicht machen kann.

 

Universität
Gründung eines „Konfuzius-Instituts“
verfestigt Beziehungen zu Folterstaat

Wider den Geist der Göttinger Sieben / Kritik der Gesellschaft für bedrohte Völker
Ausgerechnet Rechtswissenschaftler schweigen Menschenrechtsverletzungen †o†
Am 3. Juli feierten die Universitäten Göttingen und Nanjing ihre langjährige Zusammen­arbeit mit einem öffent­lichen Festakt. Die beiden Hoch­schulen arbeiten seit 30 Jahren in Forschung und Lehre zusammen, am Tag vor dem Festakt haben sie das „weltweit erste Akade­mische Konfuzius-Institut“ gegründet, welches „aktuelle Forschungs­erkennt­nisse in die Öffent­lichkeit vermitteln“ soll – Erkennt­nisse zur Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit und zu Men­schen­rechts­verlet­zun­gen hinge­gen bewusst aus­blendet.

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Heute wie damals: Deutsche – auch Wissenschaftler – sehen gern weg, wenn es darauf ankommt hinzusehen. Verhaftung einer Demonstrantin in der VR China, Rektor Neumann beim Göttinger Uni-Jubiläum 1937.<leer>Quelle: amnesty international / Städt. Museum

Ausgerech­net „Rechts“­wis­sen­schaft­ler, nämlich die deut­schen und chine­sischen Direk­toren des gemein­samen Insti­tuts für Rechts­wis­sen­schaf­ten, Prof. Dr. Rüdi­ger Krause und Prof. Dr. Fang Xiao­min, spra­chen über Ver­gan­gen­heit und Zukunft der 25-jäh­rigen Zu­sam­men­arbeit auf ihrem Fach­gebiet und brachten dabei das ein­malige Kunst­stück fertig, gra­vie­rende Rechts­ver­stöße, wie sie bei­nahe täg­lich aus dem „Reich der Mitte“ ihren Weg in öffent­liche Foren und die Tages­pres­se finden – etwa die Ver­fol­gung von Minder­hei­ten oder die Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit – mit kei­nem Wort zu erwäh­nen. Der anschlie­ßende Vor­trag von Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll, eben­falls Direk­tor des Deutsch-Chine­sischen Insti­tuts für Rechts­wissen­schaft, reihte sich da naht­los ein und beschäf­tigte sich viel­sagend mit den „Her­aus­forde­run­gen und Chan­cen der Ko­ope­ra­tion mit China in Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Poli­tik“.

Er entlarvt zugleich die Intentionen, von denen eine solche Zusam­men­arbeit geleitet wird, nämlich die von Wissen­schaft und Politik flankierten wirtschaft­lichen Interessen und Bezie­hungen weiter voranzu­bringen. Da könnte eine Beschäf­tigung oder gar juristische Würdi­gung des Rechts­systems der Volks­republik China, zu dessen Methoden willkür­liche Inhaftie­rungen wie auch der Einsatz von Folter gehören, nur stören.

Die weltweit renommierte Göttinger Menschen­rechtsorga­nisation Gesell­schaft für bedrohte Völker (GfbV) sieht ange­sichts solch skanda­lösen Verhal­tens die Unab­hängig­keit der Wissen­schaft in Gefahr, die Stadt der „Göttinger Sieben“ brauche statt solcher Feierlich­keiten vielmehr eine kritische Diskussion. „Wir hätten uns in Göttingen eine umfas­sende Diskus­sion darüber gewünscht, ob ein Institut, das vom chinesi­schen Bildungs­ministe­rium ausdrück­lich dazu ange­halten wird, ein posi­tives Bild Chinas im Ausland zu zeichnen, in unseren kritischen Wissen­schafts­betrieb passt“, meint deren Asien­referent Ulrich Delius.

Konfuzius 2
„Statt Feierlichkeiten kritische Diskussion“: Inhaftierter Olympiakritiker, Bürgerrechtler und Aidsakti­vist Hu Jia, von Geheim­polizei bedrängte Ehe­frau Zeng Jinyan, inhaf­tierter Friedens­nobel­preis­träger Liu Xiaobo, Gewalt­anwen­dung durch Zivil­polizei, Folter­opfer Falun Gong
<leer>Fotos: Archiv / VOA staff / China intern / Falun Gong

„Wenn Rüstungskonzerne Forschungs­projekte an Univer­sitäten fördern, gibt es einen Aufschrei der Em­pö­rung in der Öffent­lichkeit. Denn die Unab­hängig­keit der Lehre gilt als gefährdet“, begrün­dete Delius die Skepsis der GfbV. In mindes­tens sieben deutschen Sino­logie-Semi­naren fungieren deren Profes­soren auch als Leiter der örtlichen Konfu­zius-Insti­tute. Die Konfu­zius-Institute sind organisa­torisch an das Entwick­lungszen­trum des chinesi­schen Bildungs­minis­teriums für den Chine­sisch-Unter­richt als Fremd­sprache ange­bunden, das dem Bildungs­ministe­rium der Volks­republik China unter­steht. „Hier kann es schnell Interes­sens-Kolli­sionen geben, es sei denn, deutsche Profes­soren üben sich im vorausei­lenden Gehorsam und in der Selbst­zensur, denn das Ministe­rium hat natürlich seine ganz eigenen Erwar­tungen an die Vermitt­lung eines positiven China-Bildes“, befürchtet Delius. Natürlich solle und müsse auch Positives über China vermit­telt werden, doch das Negative – wie die Unter­drückung der Tibeter oder die schweren Menschen­rechts­verlet­zungen an Uiguren im Nord­westen des Landes – sollten nicht unter­schlagen werden.

Der chinesische Wissen­schaftler und Dolmetscher Prof. Dr. Jianbin Wang hat die Medaille Aureus Gottin­gensis der Universität Göttin­gen erhalten. Mit dieser Medaille würdigt die Univer­sität Göttingen seit 1965 Menschen, die sich in beson­derer Weise für die Hoch­schule eingesetzt haben. Prof. Wang ist neben Erich Bieder­beck, Prof. Dr. Emil Woermann, Heinz Hilpert, Hilde­gunde Willrich, Sigrid Lüttge und Lars Ellegaard die siebte mit dieser Medaille ge­ehrte Person.  

In den USA und Kanada gibt es gerade eine breite Diskussion unter Wissen­schaft­lern über mögliche negative Folgen für die Wissen­schaft durch die Einrich­tung von Konfu­zius-Insti­tuten. So hat die „Amerika­nische Vereini­gung der Univer­sitätsprofes­soren“ den US-Univer­sitäten vorge­worfen, mit der Ansied­lung solcher Institute die Integrität von Universi­täten und Lehrper­sonal beein­trächtigt zu haben. Auf besondere Kritik stieß dabei, dass China bei der Besetzung von Posten in Konfu­zius-Insti­tuten ein Mitsprache­recht hat.

 

Göttinger Wald
Notfallschilder für Erste Hilfe
„Rettungspunkte“ sollen Notfallhelfer leiten
pdg — Zur Alarmierung von Rettungs­kräften bei Notsitua­tionen im Göttinger Stadtwald per Mobilfunk wurden im Wald zwölf Schilder als soge­nannte Rettungs­punkte aufgestellt. Die darauf vermerkten Abkür­zungen und Zahlen ermög­lichen die genaue Standort­bestim­mung durch die Feuer­wehr und Rettungs­dienste, die somit schnell zur Hilfe eilen können, wenn Personen im Wald zum Beispiel einen Unfall haben, einer Bedro­hungs­situation ausge­setzt sind oder einen Schwäche- oder Allergie­anfall erleiden.

Rettungspunkt

Auf jedem Schild folgt hinter der Abkürzung „GÖ“ eine Nummer, einige haben zusätzlich hinter den Ziffern ein „H“ als Hinweis, dass hier gegebe­nenfalls der Einsatz eines Rettungs­hubschrau­bers möglich ist. Außerdem ist auf den Tafeln die Notfall­telefon­nummer 112 vermerkt, unter der in Göttingen die örtliche Rettungs­leitstelle der Feuer­wehr erreicht wird. Mit zwölf Rettungs­punkten im 18km² großen Stadtwald sind die Dichte der Rettungs­punkte höher als üblich und damit die Abstände zwischen den Punkten wesentlich kürzer. Grund dafür ist die besondere Bedeutung dieses Gebietes als Erholungs­raum der Göttinger Bevöl­kerung.

Informationen über die zur Verfügung stehenden Notfall­rettungs­punkte erhalten Waldbe­sucher über Flyer, die an den wichtigsten Waldein­gängen (Molken­grund, Kehr, Hollands­grund und Seckborn­grund) zu finden sind, aber auch digital über die kosten­lose Smartphone-App „Hilfe im Wald“.

 

Oberbürgermeisterwahl
SPD-Kandidat setzt sich durch
Wenn es Ihnen nicht passt, dann dürfen Sie mich eben nicht wählen“, reagierte Rolf-Georg Köhler kürzlich noch auf einer Veranstal­tung, bei der es aus aktuel­lem Anlass (Baptisten­kirche / ehem. Voigtschule) um die Göttinger Kultur und ihre Kultur­initia­tiven ging. Es hat offen­sicht­lich vielen dennoch gepasst.

Nach vorläufigen Berechnungen geht Köhler mit etwa 59 Prozent als Sieger aus dem Rennen um das Amt des Ober­bürger­meis­ters hervor (Martin Rudolph: ca. 41 Prozent). Am bemer­kens­wertes­ten bei dieser Wahl, bei der zum Schluss die Grünen mehr Werbung für den roten Bewerber betrieben als die SPD selbst, ist wohl die Wahl­beteili­gung: Nur noch 31 Prozent (50,12 Prozent bei der Vorwahl) ließen sich hinterm Ofen hervor- und in die Wahl­kabinen locken – ein Indikator dafür, welchen Rückhalt die Kandi­daten in der Bevöl­kerung besitzen und wie diese bzw. die von ihnen vertre­tene Politik sich von ihnen repräsen­tiert fühlt.
www.wahlen.goettingen.de

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Osterferien. Nächste Sitzungen erst wieder Mitte April.

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Friedhof Junkerberg
Wieder kostenloser Fahrdienst ab 1.4.
Für Besucher/innen des Parkfriedhofs Junkerberg steht auch in diesem Jahr wieder ein kosten­loser Fahrdienst zur Verfü­gung. Das Angebot kann von Mitt­woch, 1. April, bis Freitag, 20. Novem­ber, genutzt werden. Das Groß­raum-Taxi ist in dieser Zeit mitt­wochs und freitags sowie am Volks­trauer­tag und am Toten­sonntag von 14.30 Uhr und 16.30 Uhr unter­wegs. Beson­ders älteren und behin­derten Menschen soll damit der Besuch des Park­fried­hofs erleich­tert werden. Die Fahrt beginnt in un­mittel­barer Nähe der Endhalte­stelle der Buslinien 31 und 32 am Park­friedhof. Fahr­gäste können direkt von den Stadt­bussen oder vom nahe­gele­genen Parkplatz in das Taxi umstei­gen.
Kontakt: Tel. 400-5211.

Bismarckturm
Saison beginnt
Ab Karfreitag kann wieder der Bismarckturm bestiegen werden. Er ist dann immer sonnabends, sonntags und an Feiertagen von 11.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen zwei, Kinder einen Euro Eintritt.

Feiertage
Terminverschiebungen
und geänderte Öffnungezeiten

Die Tourist-Info im Alten Rathaus hat am Karfreitag, 3. April, von 10.00 bis 14.00 Uhr, am Karsamstag, 4. April, von 10.00 bis 18.00 Uhr und am Oster­sonntag, 5. April, sowie am Oster­montag, 6. April, jeweils von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Das Städtische Museum bleibt am Karfreitag und Oster­montag geschlos­sen. Besucher/innen sind aber am Karsamstag und Oster­sonntag jeweils von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr will­kom­men. Die Stadt­biblio­thek bleibt vom Karfreitag, 3. April, bis ein­schließ­lich Oster­montag, 6. April, geschlossen. Der Wochen­markt endet am Sonn­abend, 4. April , wie gewohnt um 14.00 Uhr, der Oster­markt am Gänse­liesel am gleichen Tag um 17.00 Uhr.
Die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) weisen auf Termin­verschie­bungen der Abfallent­sorgung (Rest­abfall-, Papier- und Bio­tonnen, gelbe Säcke) an Ostern sowie am Tag der Arbeit(spause) hin. Am Karfreitag (03.04.) sowie vom 06.04. (Ostermontag) bis zum 10.04. verschiebt sich die Entsor­gung um jeweils einen Tag nach hinten, ebenfalls vom 1. Mai auf den darauf­folgen­den 2. Mai.
Termine und Orte für die Osterfeuer können Sie hier herunterladen:Weitere Informationen

Stresemannstraße
SPD: Beruhigung durch Höhenbegrenzung
Auf die von Anwohnern seit langem geforderten Maß­nahmen gegen eine verbots­widrige Durch­fahrt von Lkws durch die Strese­mann­straße will die SPD-Rats­fraktion mit einer Höhen­begren­zung für Lastkraft­wagen begeg­nen. „Durch die Begren­zung der zuläs­sigen Durch­fahrts­höhe könnte gewähr­leistet werden, dass die Strecke von Rettungs­fahrzeugen von Feuer­wehr und Kranken­trans­porten sowie Klein­trans­portern weiterhin befahr­bar bleibt, während die großen Sattel- und Gelenk­züge die Strese­mann­straße nicht mehr benut­zen könn­ten“, meint deren bau­politi­sche Sprecherin Sylvia Binken­stein. In der Bauaus­schuss-Sit­zung am 7. Mai werde man zudem eine früh­zeitige Hinweis­beschil­derung auf ein Durch­fahrts­verbot für Lkw über 7,5t fordern. Außer­dem mahnt sie eine von der Verwal­tung zuge­sagte, aber immer noch nicht reali­sierte Anwohner­versamm­lung mit den dort betrof­fenen Bürgern an.

Amtsblatt No5
pdg — Die vom Rat beschlossene Veränderung der Ver­ord­nung über das Land­schafts­schutz­gebiet „Leinetal“, der Beteili­gungs­bericht 2014 der Stadt, das Plan­fest­stel­lungs­verfah­ren für den Bau des Teilab­schnitts C der 380-kV-Höchst­span­nungs­freilei­tung Wahle-Meck­lar zwi­schen dem Um­spann­werk Har­degsen und der Landes­grenze Nieder­sachsen / Hessen sowie der Ausle­gungs- bzw. der Satzungs­beschluss für zwei Bebau­ungs­pläne sind u.a. Themen der 5. Ausgabe des Amts­blatts für die Stadt Göttin­gen in diesem Jahr.
Das Amts­blatt ist kosten­los im Info-Büro im Neuen Rat­haus, im Alten Rat­haus, in der Stadt­biblio­thek sowie in den Verwal­tungs­stellen Geismar, Grone und Weende erhält­lich und im Inter­net unter www.goettingen.de Rathaus & OB Rat & Ortsräte Amts­blatt zu finden.

Fundbüro
Online-Versteigerung im April
SPD: Fahrradversteigerung aussetzen
pdg — Das Fundbüro der Stadt Göttingen startet in Kürze vor­aus­sicht­lich die fünfte Online-Verstei­gerung. Fund­sachen aus der Stadt kommen für zehn Tage ab 23. April (19.00 Uhr) unter den virtuellen Hammer. Wer sich schon vorher über die zahl­reichen Objekte der Auktion infor­mieren möchte, kann sich ab Don­ners­tag, 26. März, auf der Inter­net­plattform www.sonderauktionen.net einen Eindruck ver­schaffen.
Während bei gewöhn­lichen Auktionen ein Artikel nach Ablauf einer festge­legten Zeit zum Höchst­gebot verkauft wird, entwi­ckelt sich der Preis bei der Auktion des Göttinger Fund­büros umge­kehrt. Die Versteige­rungen beginnen mit einem zuvor individuell festg­esetzten Höchst­preis, der automa­tisch nach bestimm­ten Zeitab­ständen während der zehn Verstei­gerungs­tage herab­gesetzt wird – bis ein Interes­sent zum aktuellen Preis „zuschlägt“. Gebote können jedoch auch vor Errei­chen des entspre­chenden Preises abge­geben werden. Der Zuschlag erfolgt dann aller­dings erst, wenn der Preis auf Höhe des Gebots gefallen ist und kein Interes­sent zuvor den Artikel für einen höheren Preis erstan­den hat.
Diese Auktionsform orientiert sich am Vorbild nieder­ländi­scher Blumen­auktionen. Künst­liche Preis­treiberei ist ausge­schlos­sen. Mindest­preise werden nicht fest­gelegt. Die Aussich­ten auf viele Ein-Euro-Schnäpp­chen sind günstig. Zur fünften Online-Ver­steige­rung stehen wieder Fahr­räder, aber auch Handys, Digital­kameras und Uhren.
Zur Teil­nahme ist lediglich eine kurze Registrie­rung auf www.sonderauktionen.net erforderlich.
SPD: Beratung im Sozialausschuss abwarten
In einem offenen Brief an Stadtrat Siegfried Lieske fordert die SPD-Ratsfraktion eine Aussetzung der Fahrrad­verstei­gerung. Sie hat sich in einem Antrag dafür stark gemacht, Fahr­räder nicht mehr zu verstei­gern, son­dern vom städti­schen Bau­betriebs­hof aufar­beiten und repa­rieren zu lassen, um sie dann im Inter­esse einer besse­ren gesell­schaft­lichen Teilhabe anschlie­ßend an Bedürf­tige kosten­los abzu­geben. Ein Beschluss über einen entspre­chenden Antrag musste im März wegen Bera­tungs­bedarfs vertagt und kann deshalb erst im Mai gefasst werden.
Der Pressesprecher der Verwaltung hat über die Lokal­presse sogleich mitge­teilt, dass diese dem Wunsch der SPD nach­kom­men werde, der Fraktion selbst ist hinge­gen bislang nicht direkt auf das Schrei­ben geant­wortet worden.

Gesundheitseinrichtungen
Grüne: Hygienekontrollen verbessern
Deutliche Erhöhung meldepflichtiger Erreger
„Erschreckend“ finden die Rats-Grünen vermutete Defizite im Bereich der Hygiene­kontrollen. Eine entspre­chende Anfrage dazu habe eher mehr Fragen aufge­worfen als beant­wortet, so Sozial­aus­schuss-Mit­glied Ernst Gott­wald. Der schrift­lichen Antwort der Verwal­tung ist zu entneh­men, dass es in 2014 gegen­über den Vorjahren eine deut­liche Erhö­hung der Fall­zahlen der melde­pflich­tigen Erreger wie z.B. MRSA und Clostri­dium difficile gab. Einschlä­gigen Hoch­rechnun­gen zufolge könnte dies im vergan­genen Jahr zu zwei bis drei Todes­fällen geführt haben. Wenn lediglich ein Mal im Jahr eine ange­kün­digte Bege­hung von Pflege­einrich­tungen durch das Gesund­heits­amt statt­findet, sei das Risiko ‚erwischt‘ zu werden minimal. Die Grünen im Rat verlan­gen deshalb häufi­gere und unan­gekün­digte Kon­trollen sowie eine trans­parente Patient/in­nenin­forma­tion über den Hygiene­zustand eines Hauses. Die Antworten der Verwal­tung werden voraus­sichtl­ich im Mai Thema im Aus­schuss sein. Die Grünen haben schon mal ange­kündigt, dann weitere Fragen zu stellen.

Stadtentwicklung
Öffentlich geförderter Wohnungsbau
an der Jheringstraße geplant

Die Städtische Wohnungsbau GmbH plant den Neubau von insgesamt zwanzig öffent­lich geför­derten Woh­nungen mit einer Inves­titions­summe von rund 4 Mio. Euro an der Jhering­straße.
Im Juli 2014 hatte der Rat der Stadt Göttingen den Bebau­ungs­plan „Südliche Kom­mende­breite“ beschlossen. In ihm ist vorge­sehen, dass an der Jhering­straße in Verlän­gerung zur vorhan­denen Bebauung Geschoss­woh­nungs­bau entstehen soll. Die Städti­sche Woh­nungs­bau GmbH Göttingen hat des­wegen Verhand­lungen mit der Stadt auf­genom­men. Sie würde dort 20 Ein- bis Drei-Zim­mer-Woh­nun­gen noch im Jahr 2016 errich­ten und hat bereits mit ersten Planun­gen begon­nen (Abb.). Die Archi­tektur orien­tiert sich an der bereits reali­sierten Bebau­ung im Alfred-Delp-Weg (Zieten­terrassen) und wurde auf die Anfor­derun­gen des Bebau­ungs­plans an der Jhering­straße ange­passt.

Flüchtlinge
Grüne: Bund soll Gesundheitskosten
von Zuflucht Suchenden übernehmen

Die Grünen im Rat der Stadt Göttingen fordern ebenso wie deren Bundestags­fraktion und die Teilnehmer der nieder­sächsi­schen Flüchtlings­konferenz eine Über­nahme der Gesund­heits­kosten Geflüch­teter durch den Bund. Asyl­suchende sollten in Zukunft gleich­berechtigt in die Gesetz­liche Kranken­versiche­rung einbe­zogen werden. Dies führe zu einer menschen­würdi­gen Gesund­heits­versor­gung, zu Büro­kratie­abbau in Ländern und Kom­munen und damit zu einer echten finan­ziellen Entlas­tung. „Es kann nicht länger angehen, dass Bund und Länder reflex­artig aufein­ander verweisen, wenn es um die Kosten einer menschen­würdigen Behand­lung der Zuflucht­suchen­den geht und die Kom­munen derweil im Regen stehen gelassen werden“, meint der Göttinger Fraktions­vorsit­zende Rolf Becker.
CDU/FDP-Gruppe: Personalschlüssel zu knapp
Der Personalschlüssel für die Betreuung der Flüchtlinge in der neuen Wohnanlage Zieten­terras­sen sei nach einhel­liger Auffassung des Sozial­ausschus­ses sehr knapp bemes­sen, konsta­tiert die CDU/FDP-Gruppe im Rat, auch wenn die Sozial­dezer­nentin betonte, er sei im Vergleich zu anderen Kom­munen bereits sehr hoch ange­setzt und jede Personal­erhöhung würde auch die Kosten weiter nach oben treiben. Die Rats­gruppe hält eine bessere perso­nelle Ausstat­tung jedoch für durch­aus finan­zierbar, „wenn denn endlich das Land die zusätzlich erhalte­nen Bundes­mittel an die Kom­munen weiter­reichen würde“.

Junkerberg
Weender CDU bedauert
Schließung der Friedhofsgärtnerei

Die Schließung der Friedhofsgärtnerei am Junkerberg wird von der CDU-Ortsrats­fraktion in Weende bedauert. Sie sieht den Haupt­grund darin, dass sich im Ortsrat Weende die rot-grüne Mehrheit vehement gegen einen Verkauf des stark reno­vierungs­bedürf­tigen Gebäudes an eine Privat­firma ausge­sprochen hat. Deren Forde­rung, von städtischer Seite die Liegen­schaft in eigener Regie zu reno­vieren und zu einem dann wesent­lich höheren Preis neu an den Garten­bau­betrieb zu verpachten, war auch von den Immo­bilien­fach­leuten der Stadt als betriebs­wirt­schaft­lich nicht sinnvoll abge­lehnt worden, heißt es in einer Stellung­nahme.

Frauenbüro
Arbeitsbericht 2014 vorgelegt
Der Tätigkeitsbericht des Frauenbüros vom vergangenen Jahr ist jetzt unter www.frauenbuero.goettingen.de öf­fent­lich zugänglich. Druckexemplare liegen im Rathaus beim Frauenbüro aus.

ADFC-Fahrradklimatest
Göttingen holt auf
pdg — Göttingen ist am Ende des ADFC-Fahrradklimatests 2014 in Berlin als „Aufholer“ ausge­zeichnet worden. Zu den „Auf­holern“ zählen Städte, die sich gegen­über dem Test 2012 in Sachen Fahrrad­freund­lichkeit am meisten verbes­sern konnten. Spitzen­plätze nehmen u.a. Münster, Karls­ruhe, Frei­burg, Erlan­gen, Olden­burg, Ingol­stadt, Bocholt, Nord­horn und Wesel ein. Die Aus­zeich­nung haben in der Bundes­haupt­stadt Bürger­meister Ulrich Hole­fleisch und Stadt­baurat Thomas Dienberg ent­gegen­genom­men.Weitere Informationen
www.adfc.de/fahrradklima-test

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Laues Lüftchen
Mit einer leichten saisonalen Frühjahrsbelebung startete der Arbeitsmarkt im südlichen Niedersachsen in den Frühling. Die Zahl der Arbeitslosen im Göttinger Agenturbezirk sank im März im Vergleich zum Vormonat um 428 bzw. 2,7% auf 15.611. Noch vor einem Jahr waren 920 Menschen mehr arbeitslos gemeldet, das entspricht einem Rückgang gegenüber März 2014 von 5,6%. Weitere Informationen

Arbeitsmarkt
Gedämpfter Optimismus
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im März 2015 erstmals seit einem halben Jahr wieder gefallen. Der Frühindika­tor des Insti­tuts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB) verlor gegen­über dem Vor­monat einen Punkt und liegt nun bei 100,8 Punkten. Das deutet aber immer noch auf eine leicht sinkende saison­berei­nigte Arbeits­losig­keit in den nächs­ten drei Mona­ten hin.Weitere Informationen

„Soziale“ Netzwerke / Arbeitsrecht
Fristlose Kündigung
nach Beleidigung des Chefs

Wer seinen Chef oder Kollegen öffent­lich beleidigt – etwa im Internet oder auf Face­book, dem kann ohne vorhe­rige Abmah­nung gekündigt werden. Darauf weist die Stif­tung Waren­test in der April-Aus­gabe ihrer Zeitschrift Finanz­test hin.Weitere Informationen

Frühjahrsprognose
Arbeitslosigkeit sinkt weiter
Die Arbeitslosigkeit wird 2015 um rund 110.000 auf 2,79 Millionen Personen im Jahres­durch­schnitt sinken, geht aus der am Montag (23.03.) veröffent­lich­ten Früh­jahrs­prog­nose des Instituts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB) hervor. Die Zahl der Erwerbs­tätigen wird um 350.000 auf 43 Millionen steigen.Weitere Informationen

Mindestlohn
12 Prozent aller Betriebe betroffen
In zwölf Prozent der Betriebe mit sozial­versi­che­rungs­pflic­tig Beschäftigten arbeitete im Jahr 2014 mindes­tens ein Mit­arbei­ter, der weniger als 8,50 Euro in der Stunde verdiente. Dies zeigen Analysen auf Grund­lage des IAB-Betriebs­panels, einer jährli­chen Betriebs­befra­gung des Instituts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB). Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organi­sation Rettet den Regen­wald engagiert sich auf be­wunderns­werte Weise für den Erhalt der letzten noch verblie­benen öko­logischen Reser­vate – wovon letzt­lich unsere Zukunft ab­hängt – und ruft regel­mäßig zu Kam­pagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffent­licht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebens­grund­lagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vor­finden, gibt es ei­ne neue Ak­tion bzw. Neues zu berich­ten.

Mexiko
Regenwaldgebiete bedroht
RegenwaldRegión del río Cempoala<leer>Foto: Cerdito14
Holzfäller und Rinderzüchter fallen in eines der letzten Regen­waldgebiete Mexikos ein, mit Duldung der Politiker. Im Wald von Los Chima­lapas leben viele bedrohte Arten. Er ist auch die Heimat der Zoque-Indianer, die die Natur und Arten­vielfalt bis heute erhalten und verteidigt haben. Bitte unter­zeichnen Sie deren Petition an die Regierung:
www.regenwald.org

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Beruf und Bildung

Universität
Neuer Masterstudiengang
„Neuere Deutsche Literatur“
Die Deutsche Philologie der Universität Göttingen erweitert ihr Studien­angebot zum Winter­semester 2015/2016 mit dem Master­studien­gang „Neuere Deutsche Literatur“. Studie­rende, die bereits einen Bachelor­abschluss in einem vergleich­baren Fach haben, können sich ab sofort bewer­ben. Das Studien­angebot ist an der Philoso­phischen Fakultät ange­siedelt. Das Studium bein­haltet neben der Literatur­geschichte des 17. bis 21. Jahr­hunderts und der literatur­wissen­schaft­lichen Grund­lagen­forschung (Literatur­theorie und Metho­dologie) einen umfas­senden Einblick in die Literatur­vermitt­lung. In Koope­ration mit Göt­tinger Institu­tionen wie zum Beispiel Litlog und dem Litera­rischen Zentrum wird es auch Lehr­ange­bote in der Ange­wandten Germa­nistik geben.

Schulprojekt zu kritischem Konsum
Bewerbungsfrist für Schuljahr 2015/2016 läuft
Das Projekt informiert Schüler über ihre Rechte als Ver­braucher und regt zu kriti­schem Konsum­verhalten an. Bis 6. April können sich Lehr­kräfte mit ihren Klassen um eine Teilnah­me bewerben. Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über

• LED-Leuchten
• Tiefkühlpizzen

Neue Bücher für Verbraucher
• „Bärenstarke Kinderkost“
• Smoothies für alle Jahreszeiten
• Handbuch Eigentumswohnung

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de bean­standet die Ver­brau­cher­zentrale aktuell folgende Produkte wegen irre­führen­der oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Reinecke’s Büsumer Krabben-Cremesuppe
• Hipp Kinder Bio Pasta
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstan­dungen reagieren, auf der Verbrau­cher­schutz-Seite.Weitere Informationen

Ab 1. April
Herkunftsangabe von Fleisch
wird zur Pflicht

Ab dem 1. April erfahren Konsumenten mehr über die Her­kunft von frischem, verpack­tem Fleisch. „Aufge­zogen und geschlach­tet in Deutsch­land“ muss beispiels­weise auf der Verpa­ckung stehen. Die Ver­brau­cher­zentrale Nieder­sach­sen begrüßt diese europa­weite Regelung, sieht jedoch Nach­besserungs­bedarf. „Die verpflich­tende Her­kunfts­kenn­zeich­nung von Fleisch­arten wie Schwein, Geflügel, Schaf und Ziege ist ein erster Schritt zu mehr Trans­parenz“, so Anneke von Reeken, Ernäh­rungs­referen­tin der VZ. „Wo das Tier geboren wurde, ist auf dem Etikett jedoch nach wie vor nicht zu erkennen.“ Für Hack­fleisch gelten verein­fachte Rege­lungen. Hier reicht beispiels­weise die Angabe „aufge­zogen und geschlach­tet in der EU“. Ein großes Manko sieht von Reeken darin, dass verarbei­tete Fleisch­pro­dukte wie Wurst, Lasagne oder mari­niertes, gewürz­tes Fleisch weiter­hin von der Kenn­zeich­nung ausge­nom­men sind. Da immer mehr Verbrau­cher sich beim Einkauf für Fleisch z.B aus regio­naler Tier­haltung oder für kurze Trans­port­wege entschei­den, wollen sie auf dem Etikett oder an der Fleisch­theke erkennen können, woher das Lebens­mittel stammt und wo es weiter­verar­beitet wurde.

Smartphone-Reparaturen
Nur Apple repariert sehr gut und flott
170 Euro mehr als der Neupreis
Bei einem Test von Reparatur-Services für Smartphones beseitigte nur der Dienst von Apple alle Schäden sehr gut und flott. Als einziger schnitt er insgesamt mit dem Quali­täts­urteil „Gut“ ab. Fünf Dienste von anderen Herstel­lern und drei unab­hängige Online-Repa­ratur­dienste zeigten dagegen zum Teil erheb­liche Schwächen. Ein Anbieter verlangte für eine Repa­ratur fast 170 Euro mehr als das gleiche Handy­modell zum Zeit­punkt des Schadens neu gekostet hätte. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der April-Aus­gabe ihrer Zeitschrift test.

Provisionen aus Publikumsfonds
Wer jetzt nicht handelt,
akzeptiert Verzicht

Aktuell viele Sparkassenkunden betroffen
Schätzungsweise zwei bis drei Milliarden Euro Provisio­nen für geman­agte Invest­ment­fonds kassieren Banken jährlich. Diese Provi­sionen stehen nach Ansicht von Ver­braucher­schüt­zern nicht den Banken zu, sondern den Fonds­anlegern. Um mög­lichen Ansprü­chen von Anlegern in der Zukunft vorzu­beugen, haben einige Banken bereits ihre Bedin­gungen für Wert­papier­geschäfte geändert. Aktuell führen viele Spar­kassen neue Bedin­gun­gen ein, um Kunden zu benach­teili­gen. Ihre Kunden haben noch bis zum 15. April Zeit, dagegen Wider­spruch einzu­legen. Wenn sie nichts tun, akzep­tieren sie den Verzicht auf alle Provi­sionen auch in der Zukunft. Darauf weisen die Stiftung Waren­test und der Ver­brau­cher­zen­trale Bundes­verband (vzbv) hin.Weitere Informationen

Auszahlung der Riester-Rente
Rentner unerwünscht
Riester-Kunden, denen das Angebot ihres eigenen Anbieters für die Renten­phase nicht passt, haben zurzeit ein Riesen­problem. Wenn sie wechseln wollen, finden sie kaum einen Versi­cherer, der ihr Erspar­tes in eine Rente um­wan­delt. Obwohl der Gesetz­geber aus­drück­lich vorsieht, dass Sparer ihren Riester-Ver­trag zum Beginn der Auszah­lungs­phase kün­digen können, um das gebil­dete Kapital auf einen anderen Ries­ter-An­bieter zu über­tragen, funktio­niert der Wett­bewerb nicht. Das stellt die Zeit­schrift Finanz­test in ihrer April-Aus­gabe fest. Dabei ist eine Wechsel­chance grund­sätz­lich sinn­voll: Ein Anbie­ter, der in der Anspar­phase stark war, kann in der Aus­zahl­phase schlechte Kondi­tionen haben.Weitere Informationen

Kunststoffverpackungen im Haushalt
Gut verpackt – alles sicher?
Videoclip über Risiken im Umgang
mit Lebensmittelverpackungen

Kunststoffe für Lebensmittelverpackun­gen gewinnen zu­neh­mend an Bedeu­tung, geraten aber immer wieder wegen uner­wünsch­ter Stoff­über­gänge in die Kritik. Gemein­sam infor­mieren die Ver­braucher­zentralen und die Deutsche Stiftung Ver­braucher­schutz mit einem neuen Videoclip über mög­liche Risiken und den rich­tigen Umgang mit Kunst­stoff­verpackun­gen im Haus­halt. Der Kurzfilm steht ab sofort auf den Internet­seiten der Ver­braucher­zentrale bereit. Weitere Informationen

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Gesellschaft

Kriminalstatistik 2014
Drogenkonsum und
Cyberkriminalität im Kommen

Ein gemischtes Ergebnis legt die Polizei hinsichtlich der Krimi­nalitäts­entwick­lung in Göttingen vor. Zwar sank die Zahl schwerer Gewalt­delikte, jene gegen Polizei­beamte jedoch ist deutlich ang­estiegen. Und auch die Krimi­nalitäts­rate im Internet und beim Drogen­konsum feiert fröhliche Urständ.Weitere Informationen

Blutspende am Campus wieder geöffnet
umg — Der Außenstandort des Blutspendedienstes der Abtei­lung Trans­fusions­medizin der Universitäts­medizin Göttingen (UMG), die „Blut­spende am Campus“, hat nach dem schweren Gasver­puffungs­unglück im Februar seine Arbeit wieder aufge­nommen. Blut­spender können wieder in der Weender Land­straße 1 zum Blut­spenden kommen.

Bürgerfrühstück 2015
Anmeldungen jetzt möglich
Anmeldungen für die Teilnahme am Bürgerfrühstück 2015 sind ab sofort möglich. Die Bürger­stiftung Göttingen stellt ihren Gästen am 21. Juni auf dem Wochen­markt­platz Tische und Bänke zur Verfü­gung. Von Speisen und Getränke bringen die Teilneh­mer/innen zumeist selbst mit. Mitfrüh­stücken darf, wer sich als einzelner Gast eine Platzkarte für Euro 6,25 oder für Euro 50,00 eine Tisch­decke für einen Acht-Perso­nen-Tisch gekauft hat. Wer sich nicht selbst versor­gen möchte, kann einen Früh­stücks­korb für 10,00 Euro (für 2 Personen, mit Heiß­ge­trän­ken) erwer­ben.
Anmeldung unter www.buergerstiftung-goettingen.de oder Tel. 38489872.

BUND Göttingen
Aufruf zum aktiven Bienenschutz
Der BUND Göttingen ruft alle Bürger/innen in Stadt und Landkreis dazu auf, Wild­blumen­wiesen anzu­säen, um neue, artge­rechte Nah­rungs­ange­bote für die bedroh­ten Wild­bienen zu schaffen. Die heimi­schen Wild­bienen haben als Blüten­bestäu­ber einen essen­ziellen Wert. Nicht nur für viele Wild­pflanzen, sondern auch für Nutz­früchte, wie Äpfel, Birnen, Erd- oder Him­beeren. Doch die Zahl der Wild­bienen ist bedroht, denn der Verlust von natur­nahen und struktur­reichen Lebens­räumen führt zu einem starken Rück­gang vieler Wild­bienen­popula­tionen.
Biene„Wildblumenwiesen zeichnen sich durch eine besonders hohe Blüten­vielfalt und einen äußerst dichten Bestand auf. Sie stellen daher ein Eldorado für die Wild­biene dar, welche auf blüten­reiche Habitate ange­wiesen ist“, erklärt Ann-Kathrin Schmidt, von der BUND-Kreis­gruppe Göttingen. Die Aussaat von Wildb­lumen ist daher ein wesent­lichen Ansatz zur Verbes­serung der Lebens­raum­situa­tion heimi­scher Wild­bienen. Jeder, der eine unge­nutzte Grün­fläche oder ein altes Beet hat, kann dabei mitma­chen. Im Fach­handel oder beim BUND-Laden (www.BUNDladen.de) können dazu geeignete Wild­bienen-Samen­mischun­gen erworben werden, die speziell an die Bedürf­nisse von Wild­bienen ange­passt sind.
Der Aufruf richtet sich auch an Kindergärten. Ehren­amtliche Mitar­beiter des BUND haben dazu ein kindge­rechtes Bienen-Paket „Dings…Maja“ zusam­men­gestellt, das neben einer Samen­mischung auch Bastel-Mate­rialien und -Anlei­tungen sowie Rezept­ideen enthält, um den Kindern die Bedeu­tung unserer Bienen auf spiele­rische Weise näher zu bringen.
www.bund-goettingen.de/Aktionen/Wildbienen.

GöSF
Feriensportprogramm 2015
Auch in diesem Jahr gibt es wie-der ein umfangreiches Ferien­sport­programm, das ab sofort für die Anmel­dung freige­schaltet ist. Kinder und Jugend­liche im Alter von 6 bis 17 Jahren können sich aus über 30 Sport­arten das Passende heraus­suchen. Neben den Klassi­kern wie Bad­minton oder Leicht­athletik sind auch wieder ausge­falle­nere Sport­arten, z.B. Cheer­leading, dabei. Für Wasser­ratten gibt es ebenso ein vielfäl­tiges Angebot wie für Aben­teuer­lustige. Zudem werden wieder zahl­reiche Sportcamps in den Ferien ange­boten.
Das komplette Programm ist über www.goesf.de abrufbar.

Elektromobilität
Renaissance für Oldtimer
Tüftler erwecken alte Autos zu neuem Leben
Kabinen­rollerTüftler erwecken zu­nehmend alte Kult­mar­ken wie­der zum Le­ben und stel­len Klas­si­ker ge­mäß dem Mot­to „Zu­rück in die Zu­kunft“ als Klein­serie auf die Rä­der. So ge­sche­hen beim Mes­ser­schmidt Kabinen­roller (Abb.). Der Inbegriff des Wirt­schafts­wunders sorgt als Schmal­spur­flitzer mit E-Antrieb für jede Menge Fahrspaß. Der regionale Energie­versor­ger Wemag mit Sitz in Schwerin hat einen Trabbi elektri­siert und bietet Umbau­sätze auch für Käfer und Co. Und auf Mallorca erweckt ein Schwabe die vor 95 Jahren unter­gegan­gene mallor­quini­sche Auto­marle „Loryc“ im klassi­schen Blech­kleid mit Elektro­motor wieder zum Leben.Weitere Informationen

Universitätsmedizin spendet Schutzkleidung
für Partnerkrankenhaus in Ghana

Schutzkleidungumg — 70 Schutzanzüge und 300 Schutzmasken hat die Uni­ver­sitätsmedizin Göttingen (UMG) für sein Partner­kran­kenhaus in St. Martin de Porres Hospital in Eikwe/ Ghana gespendet. Eikwe liegt an der Grenze zur Elfen­bein­küste in West­afrika. In Westafrika kam es vermehrt zu Erkran­kungen an Ebola. Die Schutz­kleidung kam bereits bei einem ersten Verdachts­fall zum Einsatz.Weitere Informationen

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier: Weitere Informationen

Polizei legt
Verkehrsunfallstatistik 2014 vor

Einzelheiten dazu finden Sie hierWeitere Informationen

Truckerstammtisch
Thema: Sozialvorschriften
Informationen rund um das Thema „Sozialvorschriften“ gibt es beim kommenden Truckerstammtisch der Auto­bahn­polizei Göttingen. Fachkundiger Referent ist Herr Konradi vom Gewerbe­aufsichtsamt.
Am 1. April um 19.00 Uhr, Raststätte Göttingen-West (A7 in Fahrt­richtung Kassel).

BMW gestohlen
lü — Unbekannte haben in der vergan­genen Nacht im Düs­teren Eichen­weg einen am Straßen­rand ver­schlos­senen abge­stellten schwarzen BMW Si 750 gestoh­len.

Idioten stecken Mülltonne in Brand
lü — Unbekannte setzten am 30.03. morgens eine große Mülltonne (1100 Liter) in der Geiststraße in Brand.

Radfahrerin angefahren –
Golffahrerin gesucht

lü — Bei einem Verkehrs­unfall auf der Gode­hard­straße ist am Nachmittag des 30.03. eine 18-jährige Radfah­rerin von einem schwarzen Golf ange­fahren worden. Nach­dem es der 18-Jäh­rigen zunächst gut ging, entfernte sich die Golf-Fahrerin vom Unfallort ohne Aus­tausch der Perso­nalien. Später musste sich die Radlerin aber doch in ärztliche Behand­lung begeben. Nun wird die Golf-Fah­rerin gesucht.

Vier Verletzte am Geismar Tor
lü — Insgesamt fünf Fahrzeuge waren am Vormittag des 30.03. an einem Verkehrs­unfall am Geismar Tor beteiligt, bei dem nach bisheri­gem Kenntnis­stand vier Personen verletzt wurden.

Sturm stellt Anhänger quer
lü — Bei einem Verkehrs­unfall auf der A7 am Auto­bahn­dreieck Drammetal ist am Vormittag des 30.03. ein Sach­schaden von etwa 20.000 Euro entstanden.

Zusammenstoß mit Linienbus
jk — Beim Zusammenstoß mit einem Linien­bus ist am Freitag­vormittag (27.03.) in der Göttinger Innen­stadt eine 83 Jahre alte Fußgän­gerin leicht verletzt worden.

Fahranfängerin schwer verletzt
jk — Bei einem schweren Verkehrs­unfall auf der Kreisstraße 37 zwischen Esebeck und Ellie­hausen ist am Freitag­morgen (27.03.) eine 19 Jahre alte Auto­fahrerin aus dem Land­kreis Göttingen schwer verletzt worden.

Rasenflächen im Landkreis
mutwillig beschädigt

lü — Augenscheinlich mutwillig haben zwischen dem 21.03. und dem 23.03. unbe­kannte Auto­fahrer zwei öffent­liche Grün­flächen u.a. in der Gemeinde Bovenden nicht uner­heblich beschä­digt.

Werkzeug aus Gartenlaube weg
lü — Einbrecher sind zwischen dem 19.03. und dem 23.03. gewalt­sam durch eine Tür in eine Laube der Garten­kolonie Auf der Masch an der Sichel­schmiede einge­drungen.

Vereinsheim heimgesucht
lü — Bei einem Einbruch in ein Vereins­heim an der Martin-Lu­ther-Straße haben unbe­kannte Täter in der Nacht zum 23.03. eine Tür gewalt­sam geöffnet.

Einbruch in Kindertagesstätte
lü — Unbekannte sind am vergan­genen Wochenende (20.–23.03.) gewaltsam durch eine Tür in eine Kinder­tages­stätte an der Schöne­berger Straße einge­bro­chen.

Passant ausgeraubt
jk — Ein alkoholisierter 35 Jahre alter Fußgänger ist nach derzeitigen Informa­tionen am 24.03. gegen 1.55 Uhr an der Straßen­ecke Anna­straße/Kreuzber­gring von einem Unbe­kannten von hinten ange­griffen, geschlagen und dann am Boden liegend beraubt worden.

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