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Petition an die EU: Stoppt die Plastiktüten!Weitere Informationen

 
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    Spacer 15.04.2014 21:24 SpacerOptimiert für das Format 16:9      
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft

Der Radiotipp

„Soziales Handeln deutend verstehen und in seinen Wirkungen ursächlich erklären“. Max Weber zum 150. Geburtstag. Ein Ge­spräch. Der Soziologe und Natio­nal­ökonom war einer der brillan­testen deutschen Wissen­schaftler, prä­gend bis heute.
Am 16. April um 19.30 Uhr, Deutsch­land­radio Kultur.

16. April 1924: Der Geburtstag des ameri­ka­nischen Kompo­nisten Henry Man­cini. Zu seiner Musik tapste der „Pink Panther“ über die Lein­wand, träumte Audrey Hep­burn von „Tiffany’s“, starb Orson Welles „Im Zeichen des Bösen“. Seine Melo­dien wurden zu Klas­sikern. 40 Jahre lang kompo­nierte Henry Mancini legen­däre Sound­tracks, gewann vier Oscars und 20 Grammys. Berühmt wurde er als Meister des „Easy-Listen­ing“. Und doch erfand er sich immer wieder neu.
Am 16. April um 20.15 Uhr, NDR Info.


Kultur

Deutsches Theater
Spielplanänderung
Aus Krankheitsgründen müssen die für Mittwoch, 16. April, um 18.00 und um 20.30 Uhr angekündigten Vorstellungen Willkommen und Die Möwe leider entfallen. Karten können an der Theaterkasse umgetauscht oder zurückgegeben werden (Tel. 496911).

Theater
boat people projekt:
Coming-Out im Fußball

boat people projekt hat sein bereits vor einiger Zeit öffentlich gemachtes neues Thea­ter­stück Steh Deinen Mann – ein „Mono­log für Publi­kum ab 13 Jahre“ – nunmehr fertig­gestellt und wird es am 16. April in Urauf­führung erst­mals nicht auf die Bühne bringen, sondern in die Um­kleide­kabine im Jahn-Stadion. Steh Deinen Mann präsen­tiert auf humor­volle Weise eine fiktive Sportler-Bio­grafie aus dem Ama­teur-Dorf­fuß­ball­leben. Kon­fron­tiert damit, dass 10 Prozent aller Männer homo­sexuell seien, macht sich Fuß­ball­fan Matthias auf die Suche nach dem aktiven „schwu­len Super­spieler“.
Veranstaltungen

Schülerlesetage Göttingen
„Lies dich um die Welt“ heißt es vom 4. bis 10. Mai bei den Schülerlese­tagen Göt­tingen, die vom gemein­nützigen Verein „Stadt der lesenden Kinder“ aus­gerichtet werden. Diesem Motto ent­sprechen die fünf Autor/innen, die Gäste der Schülerl­esetage sein werden. Sie kommen aus unter­schiedlichen Ländern wie dem Senegal (Ibou) und Palästina (Salim Alafenisch) und bringen die typischen Erzähl­formen und -traditionen ihrer Heimat mit. Einige der Autoren ergänzen ihre Geschichten mit Musik und erweitern damit die Welt der Sinne (die Lieder­macherin und Autorin Bettina Göschl); sie wählen ferne Länder und Zeiten als Schau­plätze ihrer Geschichten und lassen die Leser so ferne Welten erleben (Manfred Theisen). Und mit der Viel­falt ihrer Gat­tungen – Abenteuer­geschichten, Comic­roman, Thriller, Krimi (Klaus-Peter Wolf, der bekannte Autor der „Ostfriesen-Krimis“), Kurz­geschichten, Lieder und Gedichte ver­mitteln sie die literarische Welt für Jungen und Mädchen aller Alters­gruppen.
Verbindliche Reservierung ab jetzt: kon­takt@schuelerlesetage-goettingen.de Weitere Informationen und Anmeldung ab 20.3. unter www.schuelerlesetage-goettingen.de

Neues Internetportal
für Musiker

Der Verein Kreuzberg on KulTour hat ein Inter­net­portal ins Leben gerufen, mit dem Musik­schaf­fenden bei der Suche nach geeig­neten Unter­richts­räu­men, Ton­technik, neuen Band­mitglie­dern, einem Musik­lehrer oder auch mit Plakat- und Werbe­mitteln gehol­fen werden soll. Mangels aus­reichen­der Mög­lich­kei­ten werde es für Musiker in Göt­tingen und Um­gebung immer schwie­riger, ihrer Leiden­schaft nachzu­gehen, erklärt der Verein. Mit dem neuen Portal, das Aktive in der Branche vernet­zen will, sollen diese Schwierig­keiten gemin­dert werden.
www.musikerfuermusiker.de

GSO im April
Musikalisches Ostern
OsternWer den Ostersonntag mit einem außer­gewöhn­lichen Musik­genuss verbin­den möchte, dem bietet sich hierzu am 20. April in der Stadt­halle eine gute Gele­gen­heit: Unter Leitung von Chris­toph-Mathias Mueller präsen­tiert das Göttin­ger Sym­phonie Orchester ein früh­lings­haftes Fest­tags­kon­zert. Zu hören sind die zauber­haft instru­men­tierte Früh­lings­ouver­ture von Her­mann Goetz aus dem Jahre 1864, das roman­tische D-Dur-Flöten­konzert von Carl Reinecke sowie die Tondich­tung „Der Lenz“ aus der Feder des bedeu­tenden tschechi­schen Kompo­nisten und Dvořák-Zeitge­nossen Zdenek Fibich. Für den beson­deren Schwung sorgen zudem Wiener Walzer und Polka­rhyth­men der Brüder Strauß.

Jubiläum
33 Jahre Stadtbibliothek
pdg — Seit 33 Jahren beherbergt das ehemalige Stadthaus in der Gotmarstraße die Stadtbibliothek Göttingen. Unter dem Motto „33 Dinge – 33 Jahre“ feiert sie das Jubiläum in den folgenden Monaten mit verschie­denen Veran­staltun­gen wie zum Beispiel Lesun­gen, Medien­verkäu­fen und Aus­stellun­gen. Die Termine werden zeitnah auf der Internet­seite www.stadtbib­liothek.goet­tingen.de sowie im monat­lich erschei­nenden Flyer der Biblio­thek ange­kündigt.
Im April geben die Mitar­beiter/in­nen mit „33 Medien für die Oster­ferien“ ihre persön­lichen Medien­tipps weiter. Die schnells­ten Besu­cher/in­nen der Biblio­thek kön­nen sich am 24. April eines von „33 Lese­zeichen an der Leine“ sichern. Am 26. April stellen sich von 11.00 bis 15.00 Uhr unter ande­rem ein Klinik­clown, ein Bestatter und eine Land­wirtin als „leben­dige Bücher“ zur Verfü­gung und können für eine halbe Stunde „ausge­liehen“ werden. Unter vier Augen erzählen sie dann von sich selbst und aus ihrem Leben.
Grund­schul­kinder der vierten Klassen können am 28. April ab 11.00 Uhr bei der Aktion „Buch sucht Leser“ ihr favori­siertes Werk wählen. Die Mädchen und Jungen bewerten zunächst anhand von Äußer­lichkei­ten wie Titel, Cover oder Klap­pentext verschie­dene Bücher. In einer zweiten Runde wird dann aus jedem Band eine zufäl­lig gewählte Seite vorge­lesen. Danach stim­men die Kinder darüber ab, welches der vorge­stellten Bücher ihnen am besten gefal­len hat. Weitere Informationen

Auszeichnung
Göttinger Elch
für Georg Schramm

Georg SchrammEigentlich ist es gar kein Kabarett, was Georg Schramm zele­briert, Kaba­rett ist die Welt da draußen, die er aufs Korn nimmt. Schramm beschreibt ihre vielen kleinen und ins­beson­dere großen Unge­rechtig­keiten, den Zynismus dieser ichbezo­genen Gesell­schaft und deren System­imma­nenz – nein, er beschreibt sie nicht, er schreit es heraus. Das muss man auch, will man in dieser Gesell­schaft noch Gehör finden: anschreien gegen den alltäg­lichen Wahnsinn und die ebenso markt­schreie­rische Allgegen­wärtig­keit und Wider­wärtig­keit einer Zwei- bis Drei-Klassen-Gesell­schaft. Am 23. März wurde ihm dafür der „Göttinger Elch“ verliehen (Foto: Hossa).Weitere Informationen

Alte Mensa Wilhelmsplatz
Stuckdecke und
Kapitelle freigelegt

pug — Seit Anfang des Jahres saniert die Uni­versität Göttingen die ehema­lige Mensa und den Kinosaal am Wil­helms­platz. Während der Bauar­beiten wurde im Kino­saal eine zum Teil mit Blatt­gold verzierte Stuck­decke offen­gelegt, die seit dem Umbau des Gebäu­des im Jahr 1949 unter einer Zwi­schen­decke verbor­gen war. Im ehe­ma­ligen Küchen­bereich der Alten Mensa im Erdge­schoss zeugen ein bis­lang unbe­kann­ter Zugang zum Keller sowie Kapitelle von der vielfäl­tigen Geschich­te des Gebäudes.Weitere Informationen

Nutzerbefragung
bei Kultureinrichtungen

pdg — Die Stadt Göt­tingen führt in Kooperation mit dem Land­schafts­verband Süd­nieder­sachsen e.V. und der Georg-August-Universität Göt­tingen ein Forschungs­projekt mit dem Titel „Sozial­strukturelle Ana­lyse der Besucher der Kultur­institutionen in Göt­tingen“ durch. Im Rahmen des Projekts werden Besucher/innen und Nutzer/innen von 15 institutionell geförderten Göt­tinger Kultur­ein­richtungen anonymi­siert und standard­isiert befragt. Die Erhebung, die bis Ende 2014 dauern wird, fragt sozio­demo­graphische Daten ab und soll Auf­schluss über die Besucher­strukturen der einzelnen Veran­staltungen und der jeweiligen Institution geben. Unter anderem wird nach Alter, Wohn­ort und Bildungs­abschluss der Besucher gefragt. Mit einer Ver­öffent­lichung der Ergeb­nisse kann im Frühjahr 2015 gerechnet werden. Die Göt­tinger Kultur­ver­waltung erhofft sich nach Mit­teilung der Stadt­verwaltung eine rege Beteiligung.

Rezension
Treibjagd auf
einen Hoffnungsträger

Willy BrandtAnlässlich des Geburtstags­jubiläums sind mehrere Bücher über Willy Brandt er­schie­nen, unter denen das seines Mitar­beiters und Wegge­fährten Albrecht Müller wohl­tuend hervor­sticht: „Brandt aktuell – Treib­jagd auf einen Hoff­nungs­träger“. Der Autor war Pla­nungs­chef im Bun­des­kanz­leramt unter den Kanz­lern Brandt und Schmidt, 1972 Organi­sator des Wahl­kamp­fes für Brandt, von 1987 bis 1994 dann für die SPD Mit­glied des Deut­schen Bun­des­tages.
Rezension von Wolfgang Bittner:Weitere Informationen

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Wissenschaft

DLR
Solarflugzeug für
Weltumrundung getestet

SolarflugzeugDas Deutsche Zentrum für Luft- und Raum­fahrt (DLR) in Göttin­gen hat in einem rund zweiwöchigen Stand­schwin­gungs­versuch bis Anfang April das Struktur­verhalten eines Leicht­bauflie­gers unter­sucht. Damit erhal­ten Solar­flugpio­niere aus der Schweiz wert­volle Infor­matio­nen über das zukünf­tige Flugver­halten ihres Proto­typs – ein wich­tiger Schritt für einen Flug um die Welt.Weitere Informationen

Pflanzenwissenschaften
Hölzer und Getreidekörner
aus dem Mittelalter

pug — Seltene Objekte, die bis in die Stein­zeit zurück­reichen, können ab sofort an der Universität Göttingen wieder für Forschung und Lehre genutzt werden. Die Hölzer, Halme, Blätter, Frucht­stände und Samen stammen aus unter­schiedlichen Kulturen vom Mesolithikum bis zur Frühen Neuzeit. Als pflanzliche Reste wurden sie bei Aus­grabungen in ganz Europa und Nord­afrika gefunden. „Jetzt können wir unseren Studierenden zeigen, dass die Menschen in der mittleren Steinzeit auch Hasel­nüsse gegessen haben“, sagt Prof. Dr. Hermann Behling. Gesam­melt hat die getrockneten oder verkohlten Materialien der emeritierte Göttinger Paläo-Ethnobotaniker Prof. Dr. Ulrich Willerding. Die nach ihm benannte Sammlung Willer­ding bein­haltet auch Feucht­proben aus Kloaken und vom Menschen bear­beitete Materialien wie Kleidung, Ess­geräte, Werk­zeuge und Bau­stoffe, die der Göt­tinger Wissen­schaftler zwischen 1960 und 2010 aufbe­wahren konnte. Die Fund­orte reichen von der altägyptischen Nil-Insel Elephantine bis zum wikinger­zeitlichen Handels­platz Haithabu. „Getreide­körner zum Beispiel sagen viel darüber aus, wie Menschen gelebt haben“, so Prof. Behling. An­hand der Weller­hölzer – mit Stroh und Lehm umwickelte Balken – können die Studierenden und Promo­vierenden beispiels­weise nicht nur die Art des Fach­werk­baus unter­suchen, sondern auch, was die Menschen ange­pflanzt und wie sie ihre Umwelt gestaltet haben. Die ersten Analysen zeigen, dass es im Mittel­alter und in der Frühen Neu­zeit zum Beispiel sehr viel mehr Klatsch­mohn und Korn­blumen als heute gab. Die Äcker waren bunt und der Roggen fast zwei Meter hoch.

Agrarwissenschaften
Gärten für
Forschungszwecke gesucht

pug — Die Insekten­ver­breitung in städtischen Gärten ist das Disser­tations­thema zweier Doktorand­innen der Ab­teilung Agrar­ökologie. Hannah Reining­haus und Kristy Udy konzen­trieren sich dabei auf Be­stäuber wie Bienen und Schmetter­linge sowie auf Nütz­linge der biolo­gischen Schädlings­bekämpfung wie Spinnen und Käfer. Ziel ihrer Studie ist es, die Bedeutung von Gärten für den Be­stand und die Viel­falt der Insekten­gemein­schaften zu er­forschen. Für ihre Studie sind die Doktorand­innen auf Gärten in Göt­tingen und Um­gebung ange­wiesen. „Wir würden in den Monaten April bis September ein- bis zwei­mal im Monat in den Gärten unsere Unter­suchungen durch­führen. Dabei beobachten und bestimmen wir die vor­kommenden Insekten, das Aus­sehen des Gartens wird nicht ver­ändert“, so die Doktorandinnen.
Wer bereit ist, seinen Garten in Göttingen oder in einer der umliegenden Städte oder Dörfer für Forschungszwecke bereit zu stellen, wendet sich bitte an hannah.reininghaus@agr.uni-goettingen.de oder unter 39-22057. Weitere Informationen unter http://gaerten.uni-goettingen.de

Wirtschaftswissenschaft
Wachstum kein Rezept
gegen Unterernährung

pug — Wirtschaftswachstum in Entwick­lungs­ländern führt nicht auto­matisch zu einem Rückgang von Unter­ernährung bei Kindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine interna­tionale Studie der Universität Göttingen, der Eidgenös­sischen Techni­schen Hoch­schule Zürich, der Harvard School of Public Health und dem Indian Institute of Technology.Weitere Informationen

Physik
Neuer Quantenzustand
in Metall entdeckt

pug — Ein deutsch-japanisches For­scher­team unter der Leitung der Univer­sität Göttin­gen hat bei tiefen Tempe­raturen in einer speziellen Metall­verbin­dung einen neuen Quan­tenzu­stand entdeckt. Als Folge der Heisen­berg’schen Un­schärfe­rela­tion sind ato­mare Teil­chen selbst am abso­luten Null­punkt stets in Bewe­gung, und diese Quan­tenfluk­tuatio­nen können zu Trans­forma­tionen zwischen unter­schied­lichen Zustän­den führen. Das Verhal­ten in der Nähe solcher durch Quanten­effekte bewirk­ten Über­gänge wird als Quanten­kritika­lität beschrie­ben. Eine neue Art von Quan­tenkriti­kalität entdeckten die Wissen­schaftler nun bei hoch­empfind­lichen Messun­gen der magne­tischen Eigen­schaften in einer kristal­linen Verbin­dung von Praseo­dymi­ridium­oxid.Weitere Informationen

Hypertonie
Nephrologisches Zentrum
wird Europäisches
Hypertonie-Exzellenz-Zentrum

Das verantwortliche Gremium der Euro­päischen Gesell­schaft für Blut­hoch­druck „European Society of Hyper­tension“ (ESH) hat in Athen ent­schie­den, das Nephro­logische Zen­trum Göttin­gen GbR (NZG) als ESH Hyper­tension Excel­lence Centre zu zertifi­zieren. Damit gehört das NZG zu den nur 14 in ganz Deutsch­land mit diesem Qualitäts­siegel verse­henen Ein­rich­tungen.

Neurologie
Molekularer Schalter
für Nervenzellen

Wissenschaftler am ENI und CNMPB ent­deckten einen molekula­ren Schal­ter, der Nerven­zellen erlaubt, explosive Mus­kelkraft­entfal­tung zu steuern, wie etwa bei einem Kurz­strecken­sprint. Unter­schied­liche Typen von speziali­sierten Nerven­zellen, soge­nann­ten Moto­neuro­nen, setzen dafür Nerven­impulse aus dem Gehirn gezielt in lang­same, aus­dauernde oder sehr schnelle Bewe­gung um. Bislang war nicht bekannt, worin sich Moto­neuro­nen auf moleku­larer Ebene unter­scheiden, wie sich wäh­rend der Embryo­nalent­wick­lung unter­schied­liche Typen von Moto­neuro­nen ausbil­den und wie genau die einzel­nen Arten von Neuro­nen zur Erzeu­gung von Bewe­gungen beitra­gen.Weitere Informationen

Zoologie / Anthropologie
Fossilienfund
von Stabschrecken

pug — Der Evolutionsbiologe Dr. Sven Brad­ler von der Univer­sität Göttin­gen hat in Koope­ration mit Paläon­tolo­gen aus Frank­reich und China eine neue Stab­schre­cken-Art ent­deckt. Die Wissen­schaft­ler werte­ten Fossi­lien aus der Jehol-Ge­steins­gruppe im Nord­osten Chinas aus und erlang­ten dadurch neue Er­kennt­nisse auf dem For­schungs­gebiet der Mimese. Offen­bar reagier­ten die Insek­ten mit der Ver­wand­lung auf Um­welt­ein­flüsse.Weitere Informationen

Nephrologie
Zweiter genetischer Code
der Niere entschlüsselt

umg — Etwa 15 Prozent der Erwachsenen in Deutsch­land haben eine chronische Funktions­störung der Niere. Derzeit lassen sich für die Patienten keine sicheren Aus­sagen treffen, wie die Erkrankung ver­läuft. Schreitet die Nieren­erkrankung fort, gibt es keine effektiven Therapien, um die Niere lang­fristig zu schützen. Die For-scher um Prof. Dr. Michael Zeisberg fanden jetzt heraus, dass ein Enzym der Niere helfen kann, sich selbst zu schützen. Jetzt wollen sie heraus­finden, wie sie dieses Wissen zukünftig für die Therapie von chronischen Nieren­erkrankungen ein-setzen können. Die Forschungs­ergebnisse sind in der ameri­kanischen Fach­zeit-­schrift Journal of the American Society of Nephrology erschienen. Weitere Informationen

Universitätsbibliothek
Langzeitforschung: Schrift
und Sprache der Mayakultur

pug — Die Schrift und Sprache der klassischen Mayakultur sind der Gegenstand eines neuen Langzeit­forschungs­projekts der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissen­schaften und der Künste mit Beteiligung der Nieder­sächsischen Staats- und Universitäts­bibliothek Göttingen (SUB). Die Wissen­schaftlerinnen und Wissen­schaftler wollen in den kommenden 15 Jahren zunächst sämtliche Texte der Hieroglyphen­schrift der Maya zwischen 500 vor Christus und 1500 nach Christus erschließen. Anschließend wollen sie auf dieser Grund­lage ein umfassendes Wörter­buch der klassischen Maya­sprache erstellen. Die Leitung des Projekts „Textdaten­bank und Wörter­buch des klassischen Maya“ hat Prof. Dr. Nicolai Grube von der Uni­versität Bonn inne; weiterer Kooperations­partner ist neben der SUB die Universitäts- und Landes­bibliothek Bonn. Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissen­schaften und der Künste finanziert das Vor­haben mit rund 5,4 Millionen Euro.

Agrarwissenschaften
Spuren der Domestikation
pug — Eine internationale Forscher­gruppe unter der Leitung der Universität Göttingen hat im Genom des Haus­rindes Spuren der über Jahr­tausende an­dauern­den Domesti­kation der Tiere nach­gewiesen.Weitere Informationen

Astrophysik
3D-Bilder vom Universum
Neues Instrument entwickelt
pug — Das astronomische Obser­vato­rium der Euro­päischen Südstern­warte (ESO) in der chileni­schen Atacama-Wüste erhält eines der weltweit kom­plexesten Instru­mente zur 3D-Spektro­skopie des Weltalls. An der Entwick­lung und dem Bau von MUSE (Multi Unit Spectro­scopic Explorer) waren franzö­sische, deutsche, nieder­län­dische und Schweizer For­schungs­institute beteiligt; das Institut für Astro­physik der Univer­sität Göttin­gen war dabei feder­führend für die Instru­menten­struktur, die optische Strahl­zerle­gung sowie die Gesamt­installa­tion zuständig. Das über sieben Tonnen schwere Gerät liefert drei­­dimen­sionale Daten und verbes­sert damit die Leis­tungs­fähigkeit des europäi­schen Obser­vatoriums maß­geb­lich.Weitere Informationen

HNO-Forschung
Gehörstimulation durch Licht
umg — Ein internationales Forscher­team unter Leitung von Wissen­schaft­lern der Uni­ver­sitäts­medizin Göttin­gen (UMG) hat einen neuen Weg ausge­lotet, Licht statt – wie bisher – Strom als Stimu­lans zum Hören zu ver­wen­den. Den For­schern ist es erst­mals gelun­gen, das Hör­system im Tier­modell durch opto­geneti­sche Stimu­lation mit Licht zu akti­vieren.Weitere Informationen

Waldökologie
Intelligenz bei Pflanzen
Berberitze gegen Parasiten
pug — Auch Pflanzen können komplexe Ent­schei­dungen treffen. Das schließen Wissen­schaft­ler des Helm­holtz-Zen­trums für Umwelt­forschung (UFZ) und der Univer­sität Göttin­gen aus Unter­suchun­gen an der Gemei­nen Berbe­ritze (Berberis vulgaris), die ihre eigenen Samen abtöten kann, um einen Befall mit Para­siten zu verhin­dern. Die Ergeb­nisse seien der erste ökolo­gische Nach­weis für ein kom­plexes Verhal­ten bei Pflanzen, so die Wissen­schaft­ler.Weitere Informationen

Genderforschung
Frauen im Top-Management
treffen andere Entscheidungen

pug — Managerinnen haben einen für­sorg­lichen Füh­rungs­stil, sind eher am Wohl des gesam­ten Unter­neh­mens und der Beleg­schaft inter­essiert und weniger risiko­freudig und gierig als Männer. So werden erfolg­reiche Frauen in Top-Füh­rungs­positio­nen wieder­holt porträ­tiert. Dies ist ein Ergeb­nis des For­schungs­projekts „Frauen an die Spitze?“ der Sozio­login Prof. Dr. Andrea D. Bühr­mann, Direk­torin des Insti­tuts für Diver­sitäts­for­schung der Univer­sität Göttin­gen.Weitere Informationen

Ideenwettbewerb:
Mobil studieren

pug — „Mobil studieren“ lautet der Titel des diesjährigen Ideenwett­bewerbs für Studierende an der Universität Göttingen. Ab sofort können Studierende Vorschläge rund um das Thema Mobilität in all seinen Facetten einsenden. Dazu gehören Aspekte des mobilen Lernens wie Online-Vor­lesungen oder Lern-Apps für das Smart­phone genau so wie die Mobilität, die zu einem Studien- oder Praktikums­aufenthalt im Ausland führt. „Mobilität wird in vieler Hinsicht immer wichtiger: Zum Beispiel durch E-Learning können Studierende ganz neue Möglich­keiten für ihr eigenes Lern­verhalten erkunden“, so Meike Gottschlich, Koordinatorin des Ideen­wettbewerbs. „Im Zuge der Inter­natio­nalisierung nutzen zudem mehr und mehr Studierende Auslands­semester – auch zum Thema inter­nationaler Austausch freuen wir uns über Ver­besserungs­vorschläge.“ Eine Bewertungs­kommission prämiert die besten Ein­sendungen mit einem Preis­geld von bis zu 1.000 Euro. Ins­gesamt stehen Geld- und Sach­preise im Wert von 3.000 Euro zur Verfügung. Einsende­schluss ist der 30. Mai.
Bewerbungen unter ideen­wettbewerb@uni-goettingen.de; Betreff: „Mobil studieren – Wett­bewerb 2014“. Weitere Infor­mationen sind unter www.uni-goettingen.de/ideenwettbewerb zu finden.

Physik
Einblick in lebende Zellen
pug — Wissen­schaftler an der Uni­versität Göttingen haben eine Methode ent­wickelt, um lebende Säuger­zellen mit harter Röntgen­strahlung abzu­bilden. Die Säuger­zellen wurden während der Messung in speziellen Mikro­fluidik-Mess­kammern ständig mit Nähr­stoffen versorgt. Den Forschern gelang es, mit Röntgen­strahlen in hoher Auf­lösung Strukturen im Nanometer­bereich zu unter­suchen. Dabei registrierten sie im direkten Ver­gleich deutliche Unter­schiede zwischen lebenden und chemisch fixierten Zellen. Die Ergeb­nisse wurden in der Fachzeit­schrift Physical Review Letters veröffentlicht. Weitere Informationen

Geowissenschaften
Vorhersage von
Vulkanausbrüchen verbessert

pug — Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Uppsala haben erkaltete Magmagänge in erloschenen und erodierten Vulkanen untersucht und heraus­gefunden, dass die Dicken der magmatischen Gänge unabhängig vom geologischen Standort, ihres Typs oder ihrer Zusam­menset­zung haupt­sächlich von der Festigkeit des Wirts­gesteins gesteuert werden. Mit diesen Erkennt­nissen hoffen sie, die Vorher­sagege­nauig­keit von Vulkan­ausbrü­chen zu erhöhen und das Ver­ständ­nis von Vulka­nen verbessern zu können.Weitere Informationen

Krebs
Neuer Forschungsansatz
Wissenschaftler der UMG-Frauen­klinik erfor­schen neuen Ansatz zur Behand­lung von Eierstock-, Gebär­mutter- und Brust­krebs. Die Deutsche Krebs­hilfe fördert das Projekt für drei Jahre mit rund 160.000 Euro.Weitere Informationen

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Entwicklungsschritte
zum Hören
Ein Göttinger Forscherteam unter Lei­tung des InnenOhr-Labors in der Klinik für Hals-Nasen-Ohren­heilkunde der Uni­ver­sitäts­medi­zin Göttin­gen (UMG) hat mit Unter­suchun­gen an Mäusen im Detail aufge­deckt, welche Entwick­lungs-schritte auf mole­kularer und zellu­lärer Ebene ablau­fen, damit Hören gelingt. Die Forschungs­ergeb­nisse erklä­ren, auf welche Weise in der Hör­schne­cke die dafür wich­tigen synap­tischen Kontakte zwischen Haar­sinnes­zellen und Nerven­zellen (Syn­apsen) zu voller Funk­tions­tüchtig­keit reifen. Erst nach dieser Rei­fung können die Syn­apsen den Schall effi­zient und präzise in Nerven­signale über­setzen. Die For­schungs­ergeb­nisse wurden in der Online­ausgabe der renom­mier­ten Fach­zeit­schrift „The Euro­pean Mole­cular Biology Organi­zation Jour­nal“ veröf­fent­licht.

Einmal kriminell,
immer kriminell?

pug — Sind Straf­sanktionen nutzlos oder inwieweit halten sie Täter davon ab, erneut Straf­taten zu begehen? Wissen­schaftler der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg sind dieser Frage im Auftrag des Bundes­ministeriums der Justiz nach­gegangen. Anhand von Eintragungen im Bundes­zentral­register haben sie unter­sucht, ob sich Straf­fällige nach einer Straf­sanktion oder einer Entlassung aus der Straf­haft legal bewähren, also nicht mehr rück­fällig werden. Das Ergebnis: Für die meisten bleibt die straf­rechtliche Ahndung ein ein­maliges Ereignis. Nur 34 Prozent, also in etwa jeder Dritte, der straf­rechtlich Sanktionierten oder aus der Haft Ent­lassenen werden erneut straf­fällig. Die Forscher/innen über­prüften rund eine Million im Jahr 2007 im Bundes­zentral­register einge­tragene Personen darauf­hin, ob und in welcher Form diese Personen in den folgenden drei Jahren wieder straf­fällig wurden. Zudem wurden die Daten mit einer früheren Studie aus den Jahren 2004 bis 2007 verknüpft. „In dem so gewonnenen sechs­jährigen Beobachtungs­zeitraum stieg die allge­meine Rückfall­rate deutlich auf 44 Prozent, aber mehr als die Hälfte blieb straffrei“, sagt Prof. Dr. Jörg-Martin Jehle vom Institut für Kriminalwissenschaften der Universität Göttingen. „Erwartungs­gemäß ist das Rückfall­risiko bei Jugendlichen am höchsten und bei Frauen geringer als bei Männern. Mit der Anzahl der Vor­strafen nimmt auch die Rückfall­rate zu. Die aus der Haft Entlassenen weisen ein höheres Rückfall­risiko auf als die­jenigen mit milderen Sanktionen, wie Geld­strafe oder jugend­richter­lichen Sanktionen.“

DLR beteiligt an
Windkanalversuchen für
langsamere Anflüge

Anfang Februar fanden im Rahmen des Projekts HINVA (High Lift Inflight Validation) bisher ein­malige kryogene Wind­kanal­versuche bei Tiefsttemperaturen im Kölner ETW statt. Mit Laser­messtechnik und anderen fort­schrittlichen Mess­verfahren detektierten die Forscher in bisher unerreichter Genauigkeit die Strömungs­zustände an einem Airbus A320 mit aus­gefahrenen Lande­klappen unter realen Flug­bedingungen. Die Forscher haben eigens für die Versuche ein hochpräzises Wind­kanal­modell gebaut. Grund­lage waren voran­gegangene Strömungs­messungen bei Flug­versuchen mit dem DLR-Forschungs­flugzeug A320 ATRA. An den Versuchen waren auch Forscher des DLR Göttingen mit ihrer Messtechnik beteiligt.

Mikrobiologie
Qualitätskontrolle
bei Genexpression

Mechanismus identifiziert
pug — Wissenschaftler der Universität haben einen zellulären Mechanismus iden­tifiziert, der für die Qualitäts­kontrolle bei der Gen­expres­sion zu­ständig ist. Die Proteine Gbp2 und Hrb1 spielen offen­bar eine ent­schei­dende Rolle beim Über­setzen der geneti­schen Infor­mation (DNA) in die soge­nann­ten Boten-RNAs. Fehler in diesem Prozess gelten unter ande­rem als Ursache für die Entste­hung von Krebs und neuro­degene­rati­ven Erkran­kun­gen. In ihren Studien konn­ten die Wissen­schaftler nun zeigen, dass die Proteine Gbp2 und Hrb1 den Über­set­zungs­vor­gang im Zell­kern offenbar über­wachen: Das Aus­schal­ten der beiden Pro­teine führte zu einer deutli­chen Anhäu­fung fehler­hafter Boten-RNAs im Zyto­plasma. Treten Fehler bei der Überset­zung auf – wenn bei­spiels­weise Intron-Se­quenzen nicht ent­fernt werden –, sorgen die beiden Proteine dafür, dass die fehler­haften mRNAs wieder abge­baut werden. Bei korrekter Über­set­zung hin­gegen sorgen die gleichen Proteine für den ord­nungs­gemä­ßen Export der fehler­freien mRNAs aus dem Zell­kern in das Zyto­plasma.

Neurobiologie
Umweltreize
halten Gehirn jung

Untersuchungen zur Hirntätigkeit
pug — Körperliche, soziale und kogni­tive Um­welt­reize steigern die Hirn­funk­tion. Eine stimu­lie­rende Umge­bung ver­stärkt die Fähig­keit neuro­naler Netz­werke, sich in erfah­rungs­abhän­giger Weise zu verän­dern. Dies pas­siert sogar bei erwach­senen Tieren, deren Gehirne im Gegen­satz zu jun­gen Tieren übli­cher­weise weniger anpas­sungs­fähig sind. Wissen­schaft­ler der Univer­sität Göttin­gen haben nun erst­mals gezeigt, dass eine stimu­lierende Umwelt jugend­liche Anpas­sungs­fähig­keit im Gehirn er­wach­sener Mäuse nicht nur bewah­ren, sondern auch wieder­her­stel­len kann, und zudem erwach­sene Mäuse vor einer durch einen Schlag­anfall beein­trächtig­ten Anpas­sungs­fähig­keit schüt­zen kann. Weitere Informationen

Optische Spektroskopie
Neues Verfahren entwickelt
pug — Wissenschaftler der Universität Göt­tin­gen haben ein neues Verfahren ent­wickelt, mit dem sich die Fort­bewe­gung von Zellen mit einer bislang uner­reich­ten Auflö­sung beob­achten lässt. Das optisch-spektro­skopi­sche Verfah­ren ermög­licht es, die Bewe­gung einzelner Zellen mit einer räum­lichen Auflö­sung von Mil­lionstel Milli­metern in Echt­zeit zu verfol­gen. Bislang konnten Form­ände­rungen lebender Zellen typischer­weise nur mit einer Genauig­keit von etwas besser als einem Tau­sendstel Milli­meter beob­achtet werden.Weitere Informationen

Physikalische Chemie
Aerosolbildung
der Atmonsphäre
besser erforscht

pug — Durch Oxidationsprozesse entstehen in der Atmosphäre Aerosole, feste oder flüs­sige Schwebe­teilchen. Je mehr Aerosole sich in der Luft bilden, desto mehr Wolken können entste­hen. Und tief hän­gende Wolken besitzen eine küh­lende Wir­kung. Feldstu­dien haben gezeigt, dass eine wärmere Atmo­sphäre mehr Aerosole aufweist, welche eine durch Kohlen­dioxid und andere Treib­haus­gase bedingte Erwär­mung zu einem gewis­sen Teil kom­pen­sieren könnten. Dabei können Criegee-Inter­mediate, sauer­stoff­reiche Zwi­schen­pro­dukte, die Entste­hung von Aerosolen durch die Oxida­tion von Schwe­fel­dioxid zu Schwe­fel­säure verstär­ken. Chemiker der Univer­sität Göttin­gen und des Karls­ruher Insti­tuts für Techno­logie (KIT) haben nun ein solches Criegee-Inter­mediat zum ersten Mal, so wie es in der Natur gebil­det wird, direkt mit­tels Infra­rotspek­trosko­pie nachge­wiesen.Weitere Informationen

Biologie
Zellteilung weiter dechiffriert
Göttinger Forschern gelang es, in einer sich teilenden Zelle die Konden­sation oder Verdich­tung von Chromo­somen nachzu­weisen. Dabei handelt es sich um einen zentralen Mecha­nismus der Zell­teilung.Weitere Informationen

 

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Regionale Umfrage
Elektroautos sinnvoll, aber zu teuer und unausgereift
Universität Göttingen deckt Wissensdefizite auf – Mehr Aufklärung nötig
pug — Der Großteil der Bevölkerung in Südnieder­sachsen sieht Elektro­autos als echte Alternative zu herkömm­lichen Autos an. Gleichzeitig fehlt es vielen Menschen jedoch an Detail­wissen zum Thema. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Sustainable Mobility Research Group der Univer­sität Göttingen.

Wissensdefizite vorhanden: ElektroautoFoto: vs

Die Wissen­schaftler befragten im Zuge des Projekts „e-Mobilität vorleben“ insgesamt 1.150 Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen. Mehr als 800 Befragte äußerten sich grund­sätzlich positiv zu Elektro­autos und stuften sie für sich selbst als sinnvolles Verkehrs­mittel ein. Positiv beurteilten sie vor allem die Aspekte Umwelt­freund­lichkeit und Lärmredu­zierung sowie geringe Unterhalts­kosten, negativ bewertet hingegen wurden der höhere Kaufpreis und die nicht ausge­reifte Technik der Autos sowie die Infra­struktur­defizite im Hinblick auf Lade­möglich­keiten.

 
Günstige Alternative: E-BikeFoto: Woohookitty

„Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ste­hen Elek­tro­autos zwar auf­geschlos­sen gegen­über, bei den heu­tigen Rah­men­bedin­gun­gen reicht es aber für den Durch­bruch nicht aus“, fasst Pro­jekt­lei­ter Prof. Dr. Lutz Kolbe die Er­geb­nisse zu­sam­men. Die Studie zeigt auch, dass in der Öf­fent­lich­keit er­heb­liche Wis­sens­defi­zite zu Reich­weite, Kauf­preis, Be­schleu­ni­gung, Lade­zeit und Unter­hal­tungs­kos­ten von Elek­tro­autos beste­hen. Nur 13 Pro­zent der Teil­neh­mer waren in der Lage, mehr als eine der fünf Fragen richtig zu be­ant­wor­ten. Die meis­ten Befrag­ten gaben an, Elek­tro­autos über­wie­gend aus den Medien zu ken­nen, nur etwa 12 Pro­zent hatten jemals eines selbst als Fahrer oder Bei­fahrer aus­pro­biert. „Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Öf­fent­lich­keit durch Projekte wie dieses mehr über Elektro­autos erfährt“, so der Studien­leiter Prof. Dr. Johann Kranz. „Einige Mythen bezüglich Elektro­autos halten sich offenbar sehr hartnäckig. Die wenigsten Menschen würden das Thema Fahrspaß mit Elektro­autos in Verbin­dung bringen, dabei lässt man mit einem Elektro­auto jeden Sport­wagen an der Ampel stehen.“

Das Projekt „e-Mobilität vorleben“ wird im Rahmen der Initiative „Schau­fenster Elektro­mobilität“ von der Bundes­regierung gefördert. Die Univer­sität Göttingen koope­riert dabei mit dem Land­kreis Göttingen, der Länd­lichen Erwach­senen­bildung und der EAM.
www.uni-goettingen.de/de/424586.html

 

Sowas Welten
Eingeladen und doch ausgeschlossen
Behinderte bleiben bei Ausstellungseröffnung außen vor
Jeder kennt Aesops Fabel vom Fuchs und Storch, wo der eine den anderen zum Mahl einlädt, nur um ihn an der Nase herum­zuführen. Der Fuchs serviert seinem Gast die leckersten Speisen in ganz flachen Schüsseln, aus denen der Storch mit seinem langen Schnabel natürlich nichts fressen kann. Gierig frisst der Fuchs alles allein, obgleich er den Storch doch unauf­hörlich bittet, es ihm doch gleich zu tun und sich schmecken zu lassen. Der revanchiert sich mit einer Gegenein­ladung und serviert seine Köstlich­keiten in lang­halsigen, engen Gefäßen und fordert nun umge­kehrt den Fuchs auf, kräftig zuzu­langen. So ähnlich muss es wohl auch Mitgliedern Göttinger Behin­derten­verbände gegangen sein, die kürzlich zur Eröff­nung von Michael Sowas Ausstel­lung „Sowas Welten“ ins Alte Rathaus geladen wurden.

 
Kräftig zulangen: Fuchs und StorchArchiv

Denn solange es dort keinen Fahr­stuhl gibt – des­sen Einbau aller­dings bereits beschlos­sene Sache ist – solange ist allenfalls für Hörbe­hinderte ein Besuch der Ausstel­lung lohnens­wert. Deswegen jedoch die Repräsen­tanten der Behin­derten­verbände in Göttingen gar nicht erst einzu­laden, wäre mindes­tens ebenso instinktlos wie es vielleicht auch die Einla­dung war – ein Dilemma, aus dem sich die (Kultur-)Ver­waltung nur schwer befreien kann.

Sehr wohl um dieses Dilemma wissend und aktiv an den behinder­tenge­rechten Ausbau­plänen im Alten Rathaus beteiligt, haben sich die Rats-Grünen gleich­wohl einem Protest des Behin­derten­beirats ange­schlossen. Es sei nicht hinnehmbar, so deren behin­derten­politische Sprecherin Sabine Morgen­roth, „dass die Verwal­tung uns auf unseren Dring­lichkeits­antrag bezüglich der Verle­gung von Ausstel­lungen im Alten Rathaus ausführlich mitteilt, weshalb eine Verle­gung nicht möglich ist, aber es immer noch nicht geschafft hat, die Erreich­barkeit der Ausstel­lungen für Menschen mit Mobilitäts­einschrän­kungen zu realisieren.“ Das sei diskriminie­rend, so Morgen­roth. Doch die Verwaltung ist da dran, das weiß auch Morgen­roth, und sie hat auch Termine für den behin­derten­gerech­ten Ausbau genannt.

Die Verwaltung macht bislang geltend, dass es sich beim Alten Rathaus um den „einzig möglichen Raum für Kunst­ausstel­lungen“ handelt, der ihr zur Verfü­gung steht. Das vor allem ist das Problem – und für eine Stadt mit 120.ooo Einwoh­nern eigentlich unakzep­tabel.

 

Verkehrsunfallstatistik 2013
Etwas mehr Verkehrsunfälle, dafür weniger Tote
UnfallAls „ein erfolgreiches Jahr der polizei­lichen Verkehrs­sicher­heits­arbeit“ bezeichnet der Präsident der Göttinger Polizei­direktion (PD), Robert Kruse, das Jahr 2013. Trotz einer leichten Zunahme der Verkehrs­unfälle in seinem Dienst­bereich konnte die Zahl der Verkehrs­toten auf einen „neuen histori­schen Tiefststand reduziert werden“: 51 Verkehrs­tote waren 15 weniger als im Jahr zuvor. Die Polizei will an ihrer Strategie festhalten, gezielt Verkehrs­kontrollen durchzu­führen und auch darüber „mit den Menschen kommen ins Gespräch“ kommen. Nur so sei nach Ansicht von Kruse eine „nachhaltige positive Beein­flussung der Verkehrs­teilneh­mer“ zu erreichen.

Die Polizeidirektion Göttingen wurde in ihrem Zustän­digkeits­gebiet im vergan­genen Jahr zu insgesamt 31.348 Verkehrs­unfällen (Foto: Shuets Udono) gerufen. Das sind 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichwohl hat sich die Zahl der Verkehrs­unfälle, bei denen Menschen schwer verletzt oder getötet wurden, um 10,67 Prozent verringert. Allerdings sind weniger Unfallverursacher als zuvor bereit, auch Verantwortung für Ihr Verhalten zu übernehmen und machen sich schleunigst aus dem Staub. Den detaillierten Bericht sowie den Bericht der Polizeiinspektion finden Sie hier.

 

Lärmaktions- und Klimaschutzplan
CDU/FDP-Ratsgruppe lehnt Verwaltungsvorschläge ab
Abgelehnt hat die CDU/FDP-Rats­gruppe sowohl im Umwelt- wie auch im Bau- und Pla­nungs­ausschuss den Lärm­aktions- und den Klima­schutz­plan der Stadt­verwal­tung. Insbeson­dere „einseitige Schuld­zuwei­sungen an den motori­sierten Kfz-Verkehr“ mit den sich daraus erge­benden Konse­quenzen stoßen ihr sauer auf.

 
„Ohne echte ÖPNV-Alternative“: Berufsverkehr Foto: vs

Der stellvertretende Vorsit­zende im Bau- und Planungs­auschuss, Hans Otto Arnold (CDU), verweist in diesem Zusam­men­hang auf die 33.000 Ein­pendler in die Stadt – ohne Schüler und Studenten –, wovon die meisten aus der dünn besie­delten Region kämen und ohne echte ÖPNV-Alter­native auf ihr eigenes Fahrzeug ange­wiesen seien. „Was soll da Tempo 30 auf den Ausfall­straßen helfen?“, fragt Arnold. „Unter dem grünen Ober­bürger­meister Palmer haben die Tübinger das probiert und bereits wieder abge­schafft, weil es weder für die Nerven der Bürger noch für die Öko­bilanz wirklich gut war.“ Erreich­barkeit und Zentra­lität seien für das Ober­zentrum Göttin­gen hohe Güter, an denen man nicht willkür­lich herum­schrau­ben dürfe.

Angesichts solcher Einwände läge es nahe, vorrangig den Ausbau des öffent­lichen Perso­nennah­verkehr zu fordern, um die Lärm- und Kima­bilanz positiv zu beein­flussen. Die Rats­gruppe stellt hingegen die Belas­tung durch den Eisen­bahn­verkehr in den Vorder­grund, deren Bedeu­tung sie im Lärm­aktions­plan nicht stark genug gewichtet sieht (aktuelle Zahlen der Deutschen Bahn AG dazu liegen jedoch immer noch nicht vor). Gleich­wohl will die Guppe ihre Kritik an den Ratsvor­schlägen „keines­wegs als prinzi­pielle Ableh­nung von Lärm- und Klima­schutz missver­standen“ wissen. Sie richte sich nur gegen „diverse kritik­würdige Ansätze, Methoden und Maßnahmen­empfeh­lungen. Die CDU/FDP-Gruppe hat sich regel­mäßig an den dazu veranstal­teten Foren, Beiräten und Workshops beteiligt und wird dies auch in Zukunft tun.“

 

Wirtschaft
Nahversorgung im Ostviertel wird gestärkt
Rewe-Markt kann expandieren – Bauausschuss gibt grünes Licht
Ein mittlerweile „sehr in die Jahre gekom­mener Markt“ (Dezer­nent Thomas Dien­berg) soll vergrö­ßert werden. Die Planungen dazu haben sich über Jahre hinge­zogen und reichen bis in das Jahr 2010 zurück. Jetzt hat das Bauvor­haben den Bauaus­schuss passiert – einstimmig.

Erweiterung absehbar: Rewe-Markt am SteinsgrabenFoto: Stadt Gö

Filialleiter Günther Kar­subke kann auf­atmen: das jahre­lange Provi­sorium zwi­schen not­dürf­tiger In­stand­hal­tung ver­al­te­ter Gerät­schaf­ten und dem War­ten darauf, end­lich losle­gen und grund­legend sa­nie­ren zu kön­nen, hat nun­mehr ein abseh­ba­res Ende. Mög­lich wurde dies nicht zuletzt durch ei­nen Deal zwi­schen der Rewe-Grup­pe und der Städ­tischen Wohn­bau­gesell­schaft.

Die jetzt festge­zurr­ten Pla­nun­gen sehen vor, den Markt nach Süden hin unter Auf­gabe des sich dahin­ter be­find­lichen, bereits im letzten Jahr demon­tierten und kaum frequen­tierten Spiel­platzes zu erwei­tern, wobei der dane­ben befind­liche Bolz­platz aller­dings erhal­ten bleibt. Die bislang einge­lager­ten Spiel­geräte finden dafür wenige Meter weiter erneut Ver­wen­dung, der benach­barte Bolzplatz bleibt jedoch erhalten.

Damit kann sich der Markt Am Steins­graben in der Fläche mehr als verdop­peln – eine zeit­gemäße Größe und ein zeitge­mäßes Angebot des einzigen Nahver­sor­gers im Quartier. Bei einer Stand­ortfrage gehe es auch immer darum, entweder erwei­tern zu können oder zuzu­machen, äußerte ein Mitglied des politi­schen Gremiums, insofern sei das Bauvor­haben „nur zu unter­stützen“.

 

Städte- und Gemeindebund
Forderung nach mehr Polizei und Video-Überwachung
„Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen macht Sinn“ / Göttinger Grüne lehnen ab
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund und die Gewerk­schaft der Polizei (GdP) fordern ein „Bündnis für Sicher­heit“, in dem Institu­tionen und Bürger im Interesse der öffent­lichen Sicher­heit enger zusam­menar­beiten sollten. Die Durch­setzung des Gewalt­mono­pols sei ohne eine solche Unter­stützung kaum noch zu leisten, heißt es in einer Stellung­nahme in Berlin. Die Polizei­präsenz müsse deshalb durch mehr unifor­mierte Beamte verstärkt, Polizei­kräfte personell und sachlich aufge­stockt werden, erklärt der Geschäfts­führer des Städte- und Gemeinde­bundes, Gerd Lands­berg: „Wir brauchen die Polizei sichtbar vor Ort.“ Die Göttinger Grünen wenden sich dagegen.

 
Länger speichern: Video eines Überfalls auf einen Rentner in einer Münchener U-Bahn-Station am 20. Dezember 2007Foto: Polizei

Landsberg sprach sich darüber hinaus für eine stärkere Video­überwa­chung an Bahnhöfen und öffent­lichen Plätzen aus, so wie es auch die Berliner Koalition vertraglich festge­schrie­ben habe. Video­aufzeich­nungen von Über­wachungs­kameras müssten länger gespei­chert werden als bisher; viele Kameras speicherten ihr Material nur einen Tag lang. Nötig seien nach Lands­berg aber „mindestens zwei bis drei Tage“. Auch ein Alkohol­verbot auf öffent­lichen Plätzen sowie in Bussen und Bahnen sei notwendig, sind sich Gewerk­schaft und Städte- und Gemeinde­bund einig. Alkohol spiele nämlich eine zentrale Rolle beim Thema Straßen­krimina­lität und Gewalt, habe sich in Studien heraus­gestellt: „Ein Alkohol­verbot auf bestimm­ten öffent­lichen Plätzen macht Sinn.“

Becker

In diesem Punkt immerhin würden die Göttinger Grünen der GDP und dem Kom­munal­verband folgen, waren sie doch (bis auf Ratsmit­glied Katrin Reuter, die die freie Entfal­tung der Persön­lichkeit und auch die Mensch­würde in Gefahr sah) für eine Verlänge­rung des Ende des Jahres wieder aufgeho­benen Alkohol­verbots in der Nikolai­straße. Video-Über­wachung aller­dings, wie sie jetzt von den Verbänden gefor­dert wird: Nein, danke! Vielmehr brauche man „funktio­nierende öffent­liche Räume, in denen Menschen sich wohl- und sicher fühlen“, distanziert sich Fraktions­vorsit­zender Rolf Becker (Abb.) von den Berliner Forde­rungen. Becker verweist auf die Polizei­direktio­nen Göttingen und Kassel, „die ebenfalls bereits ihr Unver­ständnis über das Positions­papier zum Ausdruck gebracht“ hätten mit der Begrün­dung, dass die darin erho­benen Forde­rungen an den Realitäten vor Ort vorbei­gingen.

Auch Becker hält die Frage nach einer Erhö­hung des Sicherheits­gefühls für „trotzdem berechtigt“, doch sollte das Geld für eine Verstär­kung des Polizei­personals besser in soziale Dienst­leistun­gen und eine funktio­nierende Infra­struktur ihrer Städte und Gemeinden inves­tiert werden: „Wir brauchen öffent­liche Räume mit hoher Akzep­tanz und Lebens­qualität und einem möglichst geringen Grad an Anony­mität. Solche Räume erhöhen das Sicher­heits­gefühl und erschweren auch objektiv die meisten der in den Statis­tiken aufgeführ­ten Formen der Krimi­nalität.“

 

Finanzen
CDU/FDP-Gruppe beantragt Nachtragshaushalt
Chance zu finanziellen Veränderungen im Kulturbereich?
Aufgrund erhöhter Steuereinnahmen der Stadt Göttingen konnte der Schulden­stand der Verwal­tung stärker reduziert werden als planmäßig vorge­sehen. Zugleich war aber auch eine Reihe von über­raschen­den Sonder­ausgaben fällig geworden und für das Jahr 2014 zeichnen sich wiederum Abwei­chungen von den Planzahlen des Doppel­haus­haltes 2013/14 ab. Die CDU/FDP-Gruppe spricht sich jetzt für die Erstel­lung eines Nachtrags­haushal­tes für beide Jahre aus und wird einen entspre­chenden Antrag zur nächsten Ratssit­zung (14. Februar) vorlegen.

KAZ-Akrobaten
 
„Vor allem für den Kulturbereich deutliche Erhö­hung des Haus­haltsvolu­mens“: KAZ-AkrobatenFoto: vs

„Bei Veränderungen von mehr 10 Mio. Euro pro Jahr kann es nicht der Verwaltung über­lassen bleiben, wie sie damit umgeht“, erklärt Fraktions­chef Fritz Güntzler (CDU). Das Haushalts­recht sei „das vornehmste Recht und die Pflicht jeder gewählten Bürger­vertretung“, weshalb die Gruppe nun die Einbrin­gung eines Nachtrags­haushal­tes fordert. Zunächst sei es zwar sinnvoll erschienen, durch die Verab­schie­dung eines Doppel­haus­haltes innerhalb des engen Korsetts eines Entschul­dungshilfe­paktes sowohl der Verwal­tung wie auch der Politik Arbeit und Aufwand zu ersparen. Nun aber zeige sich, „zumindest aus der Perspek­tive der Bürger“, dass Einzel­haus­halte für jedes Kalen­derjahr auch Vorteile hätten, weil in sie die Verände­rungen des Vorjahres fast auto­matisch mit einflössen.

Vor allem für den Kulturbereich könnte sich nach Meinung Güntzlers eine Chance durch die deutliche Erhö­hung des Haus­haltsvolu­mens ergeben, weil die Spielräume für die freiwil­ligen Leistungen der Stadt etwas größer werden. Im Entschul­dungshilfe­vertrag (EHP) sind zwar als Ober­grenze 3,24% des Gesamt­haus­haltes festge­schrieben worden. Nach überschlä­giger Rechnung könnte sich hier eine Erhöhung der Etat­mittel um mehr als 300.000 Euro pro Jahr ergeben. „Ohne die Aufstellung eines Nachtrags­haus­haltes hätten wir keine echte Grund­lage, um vielleicht einige Decke­lungen im Kultur­bereich zu lockern“, äußert sich Güntzler zuver­sichtlich.

Mindestens 5.000 Euro mehr durch gesetzlichen Mindestlohn: Kinderveranstaltung im LumièreFoto: Lumière

Damit nimmt die CDU/FDP-Gruppe ein kürzlich im Kultur-Ausschuss geäußertes Anliegen des Vereins Kunst e.V. auf, der ähnlich argu­mentiert. Mehr­erträge, die man nicht zur Haushalts­sanierung braucht, könne man auch für die sog. freiwil­ligen Leistun­gen freigeben, argu­mentiert dessen Mitglied Wilfried Arnold. Kunst e.V. wollte die Verwal­tung per Beschluss durch den Rat beauf­tragt sehen, „jährlich auf der Basis der tatsäch­lichen Einnahmen des Vorjahres den maximal mögli­chen Betrag, der für freiwil­lige Leistungen laut Entschul­dungshilfe­vertrag (EHP) mit dem Land Nieder­sachsen verwendet werden darf, zu ermit­teln und den Ratsgremien jeweils zeitnah mitzuteilen“. Außerdem sollte jeweils die Differenz zwischen dem maximal möglichen Betrag für freiwillige Leistungen und dem tatsächlich laut Haushalts­beschluss im vergan­genen Jahr ausge­schütte­ten Betrag ermittelt und und mitgeteilt werden, was dann jährlich zu neuen und ggf. geän­derten Vorschlägen für die nachträg­liche Voll- oder Teilaus­zahlung der in den Verträgen bei den Kultur- und anderen Einrich­tungen und Initia­tiven gestri­chenen Zuwen­dungen und jährlichen Steige­rungs­raten führen sollte. Allein neue gesetz­liche Rege­lungen zum Mindest­lohn würden beim Programm­kino Lumière mit zusätzlich „mindes­tens 5.000 Euro“ zu Buche schlagen, argu­mentiert Arnold.

Verwaltung wie auch die SPD sehen hingegen „keinen Spielraum“ (Frank-Peter Arndt); Dezer­nentin Dagmar Schlapeit-Beck verweist dabei auf die Vertrags­klausel V059 im Entschul­dungshilfe­vertrag, die den Betrag der freiwil­ligen Leistungen bzw. deren Decke­lung fixiert: „Die beste­henden Verträge können nicht jedes Jahr neu ange­passt werden, sondern sind festgelegt für die Laufzeit von 10 Jahren.“ Man sehe gleichwohl die Proble­matik von Preis­steige­rungen und werde weiterhin bemüht sein – „was auch immer das für Möglich­keiten sind“ – weitere Förder­mittel zu erschließen.

 

Studie
250.000 Euro mehr mit Berufsausbildung

 
Deutlich bessere Verdienstchancen mit Berufsausbildung: Handwerksgesellen
Foto: Sigismund von Dobschütz

Personen, die eine Berufs­ausbil­dung abge­schlos­sen ha­ben, verdie­nen über ihr Er­werbs­leben hinweg im Schnitt knapp 250.000 Euro mehr als Personen ohne Berufs­aus­bildung und Abitur. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB). Für Abitur, Fach­hoch­schul- oder Uni­ver­sitäts-Stu­dium lie­gen die Bil­dungs­prä­mien durch­schnitt­lich bei rund 500.000 Euro, 900.000 Euro und 1.250.000 Euro.

Zu Beginn der Erwerbskarriere unter­scheiden sich die durch­schnitt­lichen Jahres­entgelte zwischen Personen mit und ohne Berufsaus­bildung kaum. Auch bei Abitu­rienten, Fachhoch­schul- und Univer­sitätsabsol­venten liegen die durch­schnitt­lichen Einstiegs­verdienste jeweils nicht weit über dem, was Personen ohne Ausbildung und Abitur im gleichen Alter verdienen. Bis etwa zum 40. Lebensjahr steigen die mit den Bildungs­abschlüssen verbun­denen Einkom­mens­diffe­renzen dann deutlich an. Mit 40 Jahren verdienen Abiturienten durch­schnittlich mehr als das Einein­halbfache, Fachhoch­schulabsol­venten mehr als das Doppelte und Univer­sitätsabsol­venten fast das 2,7-Fache im Vergleich zu Personen ohne Berufsaus­bildung und Abitur. Im weiteren Erwerbs­verlauf schließt sich dann die Schere wieder etwas. „Akademiker verdienen aber auch in der zweiten Hälfte des Erwerbs­lebens im Durch­schnitt deutlich mehr als Nicht-Akade­miker“, schreiben die Arbeits­markt­forscher.

Auf das gesamte Erwerbsleben gerechnet verdienen Personen ohne Berufsaus­bildung gut eine Million Euro, Personen mit Berufsaus­bildung 1,3 Millionen Euro, Abitu­rienten knapp 1,6 Millionen Euro, Fachhoch­schulabsol­venten zwei Millionen Euro und Univer­sitätsabsol­venten 2,3 Millionen Euro.

 

Statistik
Verkehrsüberwachung 2013: Weniger Auffälligkeiten
Ampelpdg — Weniger Rotlichtverstöße und Geschwin­digkeits­übertre­tungen in Göttingen meldet die Straßen­verkehrs­behörde aus dem vergan­genen Jahr. Laut vorläu­figem Ergebnis der Statistik fiel deshalb auch die Gesamt­summe der Verwar­nungs- und Bußgelder mit insge­samt rund 2,7 Millionen Euro geringer aus. 2012 hatte diese noch rund 2,9 Millionen Euro betragen.

Die sieben Anlagen zur Rotlichtüber­wachung regist­rierten im letzten Jahr genau 4.614 Verstöße. 2012 lag die Zahl bei 4.695. Die meisten Missach­tungen roter Ampel­signale (1.238) wurden wieder an der stadtaus­wärts führenden Fahrbahn An der Lutter / B27 festgestellt. 2013 erfasste die mobile Geschwindig­keitsüber­wachung mit 138.398 Fahrzeugen deutlich weniger als 2012 (201.380). In 7,73 (7,90) Prozent der Fälle wurden Übertre­tungen der zulässigen Geschwin­digkeit festgestellt. Die Polizei ermit­telte bei ihren Über­wachungs­maßnah­men weitere 1.411 (3.551) Fälle. Wie im Jahr zuvor verzeichnete die stationäre Geschwin­digkeitsüber­wachung an den Messpunkten in der Steinmetz­kurve, in Groß Ellers­hausen und in Roringen auch 2013 einen Rückgang der gemes­senen Verstöße. Insgesamt regis­trierten sie 6.555 (2012 6.845) Übertre­tungen. 1.603 Mal wurden in der Stadt Fahrverbote ausge­sprochen und damit rund 300 weniger als im Vorjahr. Die Verwarnungs- und Bußgeld­einnahmen der Stadt erreichten nach den bisher ausgewer­teten Verfahren im fließenden Verkehr 1,817 Millionen Euro (2012: 2,117), im ruhenden Verkehr 870.000 (826.000). Foto: Mercury13

 

Sozialhilfe
SPD-Kreistagsfraktion
begrüßt Bundessozialgerichtsurteil

Schlüssige Konzepte für Hilfeempfänger: Wohnraum StraßeFoto: T. Castelazo

„Endlich mehr Rechts­sicher­heit bei der Unter­stüt­zung von Hilfe­emp­fän­gern“ zeich­net sich nach Mei­nung des Frak­tions­vorsit­zenden Jörg Wie­land (SPD) durch ein Urteil des Bun­des­sozial­gerichts (BSG) ab. Das hatte vor kur­zem ent­schie­den, dass an Hilfe­emp­fän­ger für die Kos­ten der Unter­kunft ein Auf­schlag von zehn Pro­zent auf die Werte der neuen Wohn­geld­tabel­le zu gewäh­ren sei, wenn kein schlüs­siges Kon­zept vor­liegt.

Eine baden-würt­tem­bergi­sche Kom­munal­verwal­tung hatte sich gegen die Über­nahme von Miet­kosten mit einem Zuschlag von zehn Prozent zu den Werten der Wohn­geld­tabelle gewehrt. Hierbei war schon das Landes­sozial­gericht zu dem Ergebnis gelangt, dass die Kom­mune über kein schlüs­siges Konzept für die Über­nahme der Kosten der Unter­kunft verfügt. Deshalb seien grund­sätzlich die tatsäch­lichen Aufwen­dun­gen des Hilfe­emp­fän­gers zu über­nehmen. Diese werden jedoch durch die Wohn­geld­tabelle gedeckelt. Hierbei ist nach der Recht­spre­chung ein Sicher­heitszu­schlag auf die Wohn­geld­tabelle einzubeziehen. Im BSG-Urteil heißt es: „Es gilt deshalb auch weiter­hin, dass die abstrakte Ange­mes­sen­heits­grenze so zu gestal­ten ist, dass zu dem frag­lichen Wert möglichst Wohn­raum verfüg­bar ist. Der Höhe nach hält der Senat weiter­hin einen Zuschlag von 10 Prozent für ange­mes­sen“ (BSG - B4 AS 87/12 R vom 12.12. 2013).

Die SPD-Kreistagsfraktion zeigt sich über das höchst­richter­liche Urteil erfreut und hofft, dass damit die Ausein­ander­setzun­gen der Vergan­genheit im Landkreis geklärt und die Hilfeemp­fänger besser abgesichert sind. Das notwendige „schlüssige Konzept“, das im Auftrag des Land­kreises von der Beratungs­gesell­schaft Analyse & Konzepte entwickelt wurde, wird seit dem 1. April 2013 angewendet. Der Kreistag hatte dieses beschlos­sen, nachdem Rot-Grün es durch ein Konzept zur sozialen Umset­zung ergänzt hatte.

 

Diversität
Hohe Artenverluste durch Kulturlandschaft
Rückgang um bis zu 70 Prozent

 
Heute floristische Selten­heit: Knollen-PlatterbseFoto: Franz Xaver

pug — Die Intensivierung der Land­wirt­schaft in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten hat zu einem hohen Ver­lust der Arten­viel­falt in den Kultur­land­schaf­ten in Nord- und Mittel­deutsch­land geführt. Das haben Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­sität Göttin­gen in Zu­sam­men­arbeit mit dem Sen­cken­berg-Museum für Natur­kunde in Görlitz heraus­gefun­den. Auf rund 1.000 Unter­suchungs­flächen – Acker­land, Grünland und Fließ­gewäs­ser – wieder­holten die Forscher Vege­tations­aufnah­men aus den 1950er- und 1960er-Jahren, um den Wandel zu analy­sieren.

Dabei stellten sie unter anderem fest, dass die Fläche arten­reichen Grünlands auf frischen bis feuchten Böden in den vergan­genen 50 Jahren um rund 85 Prozent abge­nommen hat – heute domi­nieren artenarme intensiv gedüngte Grünländer. Ackerwild­kräuter, die in den Fünfziger­jahren noch fast die gesamte Acker­fläche bedeckten, wachsen heute aufgrund von Düngung und Pestiziden nur noch auf knapp fünf Prozent der Ackerfläche. Die Zahl der Pflanzen­arten ging im Grünland um 30 Prozent zurück, im Acker­land im Inneren der Felder um 71 Prozent und in Fließge­wässern um 19 Prozent; die Häufigkeit der einzelnen Pflanzen­arten ist in ähnlichem Ausmaß rückläufig. Zunahmen registrierten die Forscher lediglich bei sieben anpas­sungs­fähigen Arten im Grünland, bei 18 Arten im Acker­land und bei zwei Arten in Fließge­wässern.Weitere Informationen

 

Finanzen
Grüne wollen Verdopplung klimarelevanter
Investitionen in städtischen Gebäuden

Angesichts zu erwartender – nicht etwa bereits eingenom­mener – zusätzlicher Steuer­einnah­men und einer „momen­tan guten Finanz­lage“ sieht die Grünen-Stadt­rats­fraktion eine „Chance, in die Zukunft zu inves­tieren und Investi­tionsstaus abzu­bauen“. Bereits jetzt erkennt sie Finanzspiel­räume für Zukunfts­investi­tionen – die vorrangig dem Klima­schutz und der Energie­einspa­rung in städtischen Gebäuden zugute kommen sollten.

 
Investitionen verdoppeln: Sa­bi­ne Morgen­roth
Foto: B90/Grüne

Jahrelang habe die Stadt kein Geld gehabt, doch jetzt seien zusätz­liche Steuer­einnah­men zu erwarten, erklärt die Rats­fraktion in einer Presse­mittei­lung und verweist zudem darauf, dass die Kassen­kredite dank des Entschul­dungshilfe­programms (EHP) auf ein Minimum geschrumpft seien. „Wermuts­tropfen“ dabei seien allerdings die Kürzungen der jährlichen Inves­titions­ansätze für energe­tische Maßnahmen. Angesichts der momentan guten Finanz­lage ließe sich jedoch der Inves­titions­stau aus vergan­genen Jahren nunmehr abbauen. Die energie­politi­sche Sprecherin der Grünen-Stadtrats­fraktion, Sabine Morgen­roth, will „angesichts der sich weiter mehrenden Zeichen des Klima­wandels den Klimaschutz und das Energie­einspar­potenzial in städti­schen Gebäuden konse­quent voran­bringen“ und die Investi­tionen verdoppeln, um „damit in die Energie­wende und die Zukunft investieren.“

„Der Oberbürgermeister hat in seinen Neujahrs- und Haushalts­reden die Umsetzung des ,städtischen Maß­nahmen­pakets zum Klima­schutz­konzept der Stadt Göttingen‘ immer wieder als vordring­liches Ziel betont. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Ankündi­gungen Taten folgen zu lassen“, ergänzt Grünen-Ratsmitglied Ulrich Holefleisch. Dazu gehöre auch die Realisie­rung von weiteren energe­tischen Sanie­rungen an Schulen, Kinder­tages­stätten und Verwal­tungs­gebäuden.“ Letzt­endlich seien diese Investi­tionen auch langfristig fiskal­politisch sinnvoll. Holefleisch: „Wenn wir jetzt inves­tieren, setzen wir nicht nur beste­hende Klimaschutz­ziele um, sondern reduzieren auch langfristig Energie­kosten.“

Da Oberbürgermeister Wolfgang Meyer in der Tat energie­politische Ziele ganz oben auf seiner Agenda ansiedelt, dürfte von dieser Seite für die Grünen-Rats­fraktion im Prinzip kaum Wider­spruch zu erwarten sein. Es sei denn, aus dem Dezernat A kämen begrün­dete Zweifel. Es wäre nicht das erste­mal, dass sich der Verwal­tungschef zumeist wohlbe­gründete Bedenken des Göttinger Stadt­kämme­rers Hans-Peter Suer­mann zu eigen machte.

 

Lebensmittelrecht
Neue gesundheitsbezogene Angaben
auf Lebensmitteln erlaubt

Stiftung Warentest unterliegt vor Gericht – Berufung angekündigt
Viele Lebensmittel werben gezielt mit gesund­heit­lichen Wirkun­gen, die ihr Verzehr bringen soll. Verbrau­cher sind oftmals bereit, für solche Lebens­mittel tiefer in die Tasche zu greifen. Deshalb erfreut sich diese Marke­ting-Stategie seit einigen Jahren großer Beliebt­heit. Die Ver­brau­cher­zen­trale weist auf eine unüber­schau­bare Zahl von werbenden Gesund­heits­ver­spre­chen hin, deren Wahrheits­gehalt für Ver­brau­cher kaum nach­prüfbar ist.

 
Bei Beschwerden oder Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Trotz guter Zutaten: nicht alles ist immer gesundFoto: Simon A. Eugster

Die Europäische Kom­mis­sion ver­öffent­lichte 2012 eine Liste der zu­gelas­senen Ge­sund­heits­ver­spre­chen. Was nicht erlaubt ist, sollte fortan ver­boten sein. Die EU lässt ge­sund­heits­bezo­gene Anga­ben nur dann zu, wenn die behaup­tete Wir­kung durch die Euro­päische Behörde für Lebens­mittel­sicher­heit (EFSA) wis­sen­schaft­lich geprüft und posi­tiv bewer­tet wird. Erlaubt sind derzeit 228 „Health Claims“.

Neu dazugekommen seit Januar 2014:

  • Getrocknete Pflaumen dürfen damit bewor­ben wer­den, dass sie zu einer nor­malen Darm­funktion beitragen.
  • Die Aussage, dass Lebensmittel mit Fruktose (Frucht­zucker) den Blutzucker­spiegel lang­samer anstei­gen lassen als Lebens­mittel mit Glukose (Trauben­zucker) oder norma­lem Haus­halts­zucker, darf künftig eben­falls zur Werbung genutzt werden. Dadurch sind diese Lebens­mittel aber nicht für Dia­betiker geeignet.

Für Kohlenhydrate ist ab 13. Mai 2014 eine umstrit­tene Werbe­aussage zuge­lassen: „Kohlen­hydrate tragen zur Aufrecht­erhaltung einer normalen Gehirn­funktion bei“. Damit kann geworben werden, wenn das Lebens­mittel bestimmte Anforde­rungen beim Zucker­gehalt erfüllt. Denkbar ist, dass diese Angabe bei der Werbung für Brot und Back­waren, Nudeln, Trocken­früchte oder Frühstücks­flocken genutzt wird. Ohne dass diese Lebens­mittel besondere Eigen­schaften aufweisen – ein hoher Kohlen­hydrat­anteil ist bei Getreide­produkten Standard –, erhalten sie so ein „gesundes Etikett“: Weißbrot und Toast genauso wie Voll­kornbrot und Hafer­flocken. Aus Sicht der Ver­brau­cher­zen­trale ist diese Angabe für Käufer wenig hilfreich. Sie vermittelt den Eindruck, dass derart beworbene Lebens­mittel „gesünder“ sind als vergleich­bare Produkte.

Wer sich durch die Aufmachung oder Kennzeich­nung eines Lebens­mittels getäuscht fühlt, kann sich an das Portal „Lebens­mittel­klarheit“ der Ver­brau­cher­zen­trale wenden: www.lebensmittelklarheit.de. Die Ver­brau­cher­zen­trale prüft die Meldung und bittet anschlie­ßend den Hersteller um eine Stellung­nahme innerhalb von sieben Tagen. Meldung, Einschätzung und Stellung­nahme des Anbieters werden veröffent­licht und ggf. aktualisiert.

Stiftung Warentest gegen Ritter Sport: Berufung angekündigt
Im Streit um den Aromastoff Piperonal in der Schok­olade „Ritter Sport Voll-Nuss“ hat das Land­gericht München I am 13. Januar die von der Firma Ritter am 28. November 2013 erwirkte einst­weilige Verfü­gung bestätigt. Damit ist es der Stiftung Waren­test weiterhin nicht erlaubt, Aus­sagen zur Art der Herstel­lung des Aromas in der Schoko­lade zu machen. Die Stiftung Waren­test nimmt diese Entschei­dung nicht hin und wird deshalb Berufung gegen das Urteil einlegen.

 

Neujahrsrede des OB
Genug Zeit für jede kritische Auseinandersetzung
StadthalleBuchstäblich mit der Tür ins Haus fiel Göttingens Ober­bürg­ermeister Wolfgang Meyer mit seiner Neu­jahrs­ansprache an die Bürge­rinnen und Bürger dieser Stadt, als er gleich zu Beginn auf ein erfor­derli­ches neues und auch in der Zukunft trag­fähiges Konzept für die Stadt­halle zu sprechen kam, das es in diesem Jahr zu finden gelte. Das bislang vorgelegte Konzept der Verwal­tung jedenfalls war zumin­dest für die Grünen-Rats­fraktion wenig disku­tabel, weshalb sich wohl der Ober­bürger­meister nunmehr deutlich weiter aus dem Fenster lehnte und nicht nur eine Moder­nisie­rung des Bauwerks befür­wortete, sondern eine gleich­zeitige Einbezie­hung des Albani-Park­platzes und des gesamten Umfeldes im Süden und Osten: „Dann käme das Blech unter die Erde.“

OB Meyer

Meyer warf einen Blick zurück auf die letzte Bundes­tags­wahl und erhofft sich in deren Folge „sowohl von der Landes­regie­rung als auch der Bundes­regie­rung ein klares Be­kennt­nis zu den Kom­munen“ – will heißen: mehr Geld. Denn immerhin sind es die Kom­munen, die ihr Ohr direkt am Herzen des Bürgers haben und für die tägliche Daseins­vorsorge Verant­wor­tung tragen. Ein „klein­karierter Ver­teilungs­kampf ums Geld, der Dauer­streit zwischen Region, Mittel­zentren und Ober­zentrum“, führe zu nichts, verhin­dere vielmehr ein zukunfts­fähiges Modell Südnieder­sachsen. Dass sich die Kassen­kredite in den letzten sieben Jahren von 202,9 Millionen Euro auf rund 15 Millionen Euro reduziert haben, rechnet sich der Verwal­tungschef auch als persön­lichen Erfolg an, ohne im Zusam­menhang mit den städti­schen Finanzen nicht auch auf eine vom ihm schon klassische Standard­formulie­rung zurückzu­kommen: „Wir sind noch nicht überm Berg.“

Bank

Gleichzeitig warnt er vor überzo­gener Kritik: Das Wohl und Weh einer Stadt sollte nicht von Bänken in der Fuß­gänger­zone abhängen – Bänke übrigens, die auch bezahlbar bleiben sollten, statt 9.500 Euro das Stück zu kosten (Abb.), weshalb er die Ausschrei­bung dafür aufge­hoben habe. Meyer: „Das mache ich nicht mit. Wir gehen erneut auf die Suche nach einer geeig­neten und bezahl­baren Bank“, watscht er damit seinen Baudezer­nenten ab, der auf kritische Fragen zu solchen Preisen kritische Bürger lakonisch beschied: „Die kosten eben so viel.“

Im Rahmen seiner Ausführungen zählt der Ober­bürger­meister eine ganze Reihe weiterer wirt­schaft­licher und sozialer Vorha­ben auf, die inzwi­schen auf einen guten Weg gebracht wurden und zumeist in Form eines kon­struk­tiven Dialogs vonstatten gingen. „Lassen Sie uns … [diesen Dialog] im neuen Jahr fortsetzen, bei anderen Themen. Es wartet genug Arbeit auf uns. Seien Sie versichert: Wir nehmen uns genug Zeit für eine sachliche Diskus­sion und für jede kritische Ausein­ander­setzung.“

Es war Wolfgang Meyers letzte Neujahrs­rede. Den genauen Wortlaut finden Sie hier.

 

Beschäftigungsförderung
Bundesanstalt für Arbeit
bei Selbstständigenförderung knausriger

Erfolg von Gründungen erfüllt oft nicht die Erwartungen der Jobcenter
Jobcenter vergeben das Einstiegsgeld für Hartz-IV-Empfänger, die sich selbst­ständig machen wollen, zurückhal­tender als früher. Dies ergibt eine Studie des Instituts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB). Mit dem Einstiegs­geld können Grün­dungen von Hartz-IV-Empfängern über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren gefördert werden. Ziel des Einstiegs­gelds ist es, den Hartz-IV-Bezug zu beenden. Die Förderung ist aller­dings eine Kann-Leistung, auf die kein Rechtsan­spruch besteht. Sie setzt eine positive Prognose über die künftig erzielten Gewinne aus der Selbst­ständigkeit voraus.

 
Nicht immer hat Handwerk goldenen Boden: Alleinselbstständige bei der Arbeit
Foto: misbehave

Zu Beginn der Förde­rung, im Jahr 2005, gab es mehr als 17.000 Zugänge in die Grün­dungs­förde­rung durch das Ein­stiegs­geld. In den beiden darauf­folgen­den Jahren wurde dann mit jeweils mehr als 32.000 Neuein­tritten ein Höhe­punkt bei den Förder­zahlen erreicht. Seitdem ging die Zahl der neuen Förder­fälle um drei Viertel zurück und belief sich im Jahr 2012 auf nur noch 8.000. Insge­samt bewegt sich die Zahl der mit dem Einstiegs­geld geför­derten Gründer auf einem vergleichs­weise niedrigen Niveau.

Vier von tausend arbeitslosen Hartz-IV-Beziehern traten 2012 in die Einstiegs­geld-Gründungs­förderung ein. Im Jahr 2007 kamen noch knapp 13 Zugänge auf tausend arbeitslose Hartz-IV-Bezieher. Männer und Ostdeutsche sind unter den Geförderten überpro­portional häufig zu finden: Rund 53 Prozent der arbeits­losen Hartz-IV-Bezieher sind Männer, unter den mit dem Einstiegsgeld geförderten Gründer stellen sie rund 60 Prozent. In Ostdeutsch­land lebt ein Drittel der arbeits­losen Hartz-IV-Empfänger, aber fast die Hälfte der mit dem Einstiegsgeld geförderten Gründer.

Bei einer qualitativen Befragung von 22 Jobcentern stellten die IAB-Forscher fest: Der Erfolg der Gründungen blieb oft hinter den Erwartungen der Jobcenter zurück. In den Jobcentern wurde daher ein stufen­weiser Auswahl­prozess entwickelt, um zum Beispiel die unterneh­merische Eignung von Gründungs­willigen zu prüfen. Dabei werden mittler­weile restriktivere Anforde­rungen an potenzielle Gründer formuliert als unmit­telbar nach Einführung des SGB II, wobei bei der Bewertung von Gründungs­projekten die Jobcenter mit Externen kooperieren. Wenn eine Tragfähig­keitsbeschei­nigung von einer sogenannten „fachkun­digen Stelle“ wie der IHK, der Handwerks­kammer oder eines Gründungs­beraters vorliegt, wird aber zumeist eine Einstiegs­geld­förderung genehmigt. Ein Problem sah ein Teil der befragten Fachkräfte in den Jobcentern darin, dass dasselbe Gründungs­projekt einen Single aus der Hilfebe­dürftigkeit führen könne, eine kinder­reiche Bedarfs­gemein­schaft jedoch eventuell nicht. Die Regelungen sehen zwar vor, dass für eine Über­gangszeit auch nur eine Verringerung der Hilfebe­dürftigkeit geduldet werden kann. Es sei aber nicht klar, wie schnell die Hilfebe­dürftigkeit durch eine Neugründung beendet werden sollte.
Die IAB-Studie ist im Internet unter http://doku.iab.de/kurzber/2013/kb2713.pdf erhältlich.

 

Finanzausgleich Stadt - Landkreis
Landrat und Oberbürgermeister erzielen Einigung
Parlamentarische Gremien müssen noch zustimmen
eb/pdg — Landrat Bernhard Reuter und Oberbürger­meister Wolfgang Meyer haben in der Dauerfehde Finanz­ausgleich zwischen Stadt und Landkreis zumindest für 2014 eine Einigung gefunden. Jetzt liegt es an den beiden parlamen­tarischen Gremien, dieser Einigung zu Rechtskraft zu verhelfen.

Reuter wie auch Meyer werden diesen Gremien ihre Einigung nunmehr zur Beschluss­fassung vorlegen. Danach soll die Stadt im kommenden Jahr die Hälfte ihrer Kreisumlage zurückerhalten. Der Betrag könnte laut Finanz­planung von Kreis- und Stadtver­waltung bei 35,5 Mio. Euro liegen. Die Stadt wird voraus­sichtlich eine Kreisumlage von 71 Mio. Euro an den Landkreis entrichten, heißt es in einer gemein­samen Presse­erklärung.

„In 2014 profitieren sowohl der Landkreis als auch die Stadt von sehr hohen Erträgen. Die Mehrein­nahmen gegenüber den Planungen können sich Landkreis und Stadt zu beider­seitigem Nutzen teilen“, erklären beide Parteien. Allerdings dürfe die Einigung für 2014 nicht darüber hinweg­täuschen, dass für 2015 eine abschlie­ßende gesetzliche Regelung der Finanz­beziehungen angestrebt werde. „Mit der Einigung für 2014 haben wir die nötige Zeit, um die sehr kon­struktiven Verhandlungen mit dem Innenminis­terium über eine gesetzliche Regelung zum Abschluss zu bringen“, sagen Reuter und Meyer. „Bei beider­seitiger Bereitschaft zu Kompro­missen können wir eine gute Lösung finden.“ Die Chance einer gesetzlichen Regelung dürfe nicht leichtfertig vertan werden.

Außerdem schlagen Landrat und Oberbürger­meister vor, dass die hälftige Teilung der Kreisumlage in 2014 der jeweils anderen Seite bei den weiteren Verhandlungen nicht als Erwartung entgegen­gehalten wird. Die Zahlungen des Landkreises an die Stadt basiert auf dem Sonder­status der Stadt. Sie ist kreisan­gehörig, erledigt aber Aufgaben des Landkreises im Stadtgebiet, u.a. die Trägerschaft für die weiterfüh­renden Schulen, den ÖPNV und die Jugendhilfe. Die Finanzver­einbarung wurde im Rat der Stadt am 13. Dezember einstimmig beschlossen.

 

Grundversorgung
Stadt bald wieder kommunaler Stromnetzbetreiber
OB: „Meilenstein bei Sicherung und Ausbau des kommunalen Einflusses“
eb/pdg — Das Versorgungsnetz von E.on Mitte (ehemals EAM) kommt wieder unter regio­nale Fittiche. Der Rat der Stadt Göttingen hatte Mitte Novem­ber einen entspre­chen­den Beschluss gefasst. Zwölf Land­kreise aus Hessen, Nieder­sachsen, Thüringen und Nord­rhein-West­falen sowie die Stadt Göttingen werden vom europäi­schen Markt­führer Anteile zurück­erwerben, von denen sich der Konzern mehr oder weniger freiwillig trennen muss. Der alte Name EAM wird wieder aufleben. Ein entspre­chender Beschluss im Rat fiel einstim­mig, auch mit den Stimmen von CDU und FDP, einst glühende Verfechter der sog. „Private Part­nership“, einem zweck­gebun­denen Zusam­men­gehen von öffent­licher Hand und privat­rechtlich organi­sierten Unter­nehmen, bei denen jedoch die öffent­lichen Hände vielfach ihre Gestal­tungs­hoheit drein­gaben.

Trafostation
 
Verstärkter Ausbau regionaler Energiekreisläufe: UmspannstationFoto: Archiv

Die Stadt Göttingen erhöht ihren Anteil an dem zukünf­tigen regionalen Energie­versor­ger EAM von 3,9 auf zunächst 14,7 Prozent und muss dafür rund 91,9 Millionen Euro aufbringen. Der Gesamt­preis der über­regio­nalen Trans­aktion beträgt rund 622 Millionen Euro. Der Kaufpreis soll überwie­gend über lang­fristige Darlehen finan­ziert werden, erklärt Ober­bürger­meister Wolfgang Meyer, die Erträge, überwie­gend aus Netzent­gelten, reichten aus, Verzin­sung und Tilgung dieser Darlehen und nach wie vor auch die Dividende aus der Beteili­gung zu garantieren.

13 Kommunen, die bislang einen Anteil von 26,7 Prozent an der E.on Mitte AG besitzen, erwerben jetzt zwar das Netz zurück – rückwir­kend zum 1. Januar 2013 –, nicht aber den Vertrieb des Unter­nehmens. Eine eigene Vertriebs­organi­sation soll jedoch unter der Marke „EAM“ aufgebaut werden. In einem zweiten Schritt sollen später bis zu 49,9 Prozent ihrer Aktien weiter­verkauft werden – bevorzugt an Kom­munen, die jetzt schon Konzes­sions­verträge mit der E.on Mitte AG haben sowie an ein Konsor­tium aus Stadt­werken aus derem Versor­gungs­gebiet. Dann würde der städtische Anteil am Unter­nehmen wieder auf bis zu 7,3 Prozent sinken.

Oberbürgermeister Meyer bezeichnete die Re-Kommu­nalisie­rung als Meilen­stein bei der Sicherung und beim Ausbau des kommu­nalen Einflusses auf den Netzbetrieb als Bestandteil von Infra­struktur und öffent­licher Daseins­vorsorge. Jetzt könne ein Schlüssel­unter­nehmen entstehen, das man im Rahmen der Energie­wende zum verstärk­ten Ausbau regionaler Energie­kreis­läufe in Koope­ration mit den örtlichen und regionalen Energie­unter­nehmen brauche. Ermöglicht werde dadurch auch der Aufbau eines neuen Energie­vertriebs­geschäftes.

Für die Stadt wird die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF), ein 100-pro­zentiges Tochter­unter­nehmen, die weiteren Anteile erwerben. Die GöSF hält seit Jahren das Göttinger Aktien­paket. Darüber hinaus ist die Kommunal­aufsicht im hanno­verschen Innen­ministe­rium involviert, deren Zustim­mung für die städtische Bürgschaft für den Aktien­erwerb erforder­lich ist.

Piraten wollen stärkere genossenschaftliche Einbindung
Der Beschluss korrigiere Fehler der Vergangenheit und bringe die Energie­wende in der Region einen großen Schritt voran, erklärt die Piraten-Partei zur Ratsent­scheidung. „Dezentra­lisierung und Förderung regene­rativer Energien wurden in der Vergan­genheit oft durch die Profit­interes­sen der großen Stromkon­zerne ausge­bremst. Die Kommuna­lisierung des Netzes birgt die Chance auf eine bürgernahe Stromver­sorgung unter demokra­tischer Kontrolle“, findet deren Presse­sprecher Niels-Arne Münch. Sie fordern zudem eine stärkere genossen­schaftliche Einbindung. Initiativen wie „Windkraft in Bürgerhand“ zeigten, wie groß das Interesse der Bürger an größerer Eigenbetei­ligung und Teilhabe bei der Energie­versorgung ist, so der Kreistags­abgeord­nete Andreas Schelper. Durch einen Weiter­verkauf von Anteilen des Stromnetzes an solche Genossen­schaften ließen sich die Kosten für die Kommunen senken und Aufwen­dungen für Kredite einsparen.

Weiterer Ratsbeschluss am 4. Dezember
Zu einer außerordentlichen Sitzung kommt der Rat der Stadt Göttingen nochmals am Mittwoch, 4. Dezember (18.00 Uhr) zusammen. Der Rat hatte zunächst beschlossen, dass er sich bei wesent­lichen Abwei­chungen oder Änderungen im Zusam­menhang mit der Bürgschaft erneut mit der Vorlage befassen will. Die sogenannten „Nebenfor­derungen“ konnten seinerzeit noch nicht genau beziffert werden. Für die Erwerbs­darlehen durch die neue EAM KG sind kom­munale Bürg­schaften erfor­derlich. Abge­sichert werden zu 80 Prozent auch die auf den Kredit­betrag anfallenden Neben­forde­rungen wie Zinsen, Provi­sionen und Rechts­verfolgungs­kosten. Die Höhe der Nebenfor­derungen war bisher nicht beziffert worden und war deshalb bis auf weiteres offen geblieben. Nun konnte in den Schlussver­hand­lungen mit dem Banken­konsor­tium erreicht werden, dass die Summe der Neben­forde­rungen insgesamt gedeckelt wird. Bezogen auf den Anteil der Stadt Göttingen am Bürgschafts­volumen (15,1%) beträgt das Volumen der Nebenfor­derungen, das verbürgt werden muss, 12,7 Mio. Euro.

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Nächste Sitzung nach den Osterferien.

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Bauarbeiten in der Rudolf-Winkel-Straße
pdg — Zu Straßen­bauarbeiten unter Voll­sperrung kommt es am Donnerstag, 17. April, sowie am Dienstag und Mittwoch, 22. und 23. April, in der Rudolf-Winkel-Straße im Ab­schnitt zwischen dem Grund­stück der Fa. Lünemann und dem Greitweg. Die Straße wird mit einer neuen Deck­schicht versehen. Vom Kar­freitag bis ein­schließlich Ostermontag wird die Straße für den Ver­kehr frei­gegeben.

Für den guten Zweck
Mit dem Rad von Flensburg nach Füssen
pdg — In fünf Tagen mit dem Triathlon­rad einmal durch die Republik fahren und damit einen guten Zweck unter­stützen. Dieses Ziel hat sich Rainer Coordes gesetzt. Seine Tour beginnt am Kar­freitag, 18. April, in Flensburg. Bei seiner Fahrt durch­quert er am Ostersonntag, 20. April, auf dem Strecken­abschnitt von Weende nach Geismar am Nachmittag (gegen 13.00 Uhr) auch Göt­tingen. Die Ankunft am Zielort Füssen ist für Dienstag, 22. April, geplant. Im Jahr 1989 wurde Rainer Coordes bei einem Fahrrad-Auto­unfall schwer verletzt. Dank seines Rad­helmes über­lebte er den Vorfall mit einigen Knochen­brüchen inklusive Schädel­bruch. Heute arbeitet Coordes als Fotograf und nimmt regel­mäßig an Sport­veran­staltungen wie Triathlons und dem Ironman teil. Für viele andere Menschen hat ein Unfall, wie Coordes ihn erlebt hat, jedoch schwer­wiegende, lang­anhaltende Ein­schränkungen zur Folge. Mit seiner Aktion möchte er daher für mehr Rück­sicht und Auf­merksam­keit im Straßen­verkehr und für die Unter­stützung der „ZNS– Hannelore-Kohl-Stiftung“ werben. Die Stiftung hilft Menschen, die mit den Folgen einer erlittenen Schädel­hirn­verletzung kämpfen.
Spenden können mit dem Vermerk „Rainer Coordes“ auf das Konto der Stiftung, Konto-Nummer: 3000 3800, Bankleitzahl: 370 501 98, Sparkasse KölnBonn überwiesen werden. Mehr Informationen zu der Tour gibt es unter www.rainer-coordes.de

OB-Konzept für BG-Unterstützung /
Termin mit Fraktionsspitzen

pdg — Oberbürger­meister Wolfgang Meyer hat gemeinsam mit der Geschäfts­führung der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF) ein Konzept für eine stärkere finanzielle Unter­stützung der BG Göt­tingen für den Fall eines Aufstiegs in die erste Basket­ball-Bundes­liga ent­wickelt. Es geht nach An­gaben des Ober­bürger­meisters um einen Vor­schlag, der Spitzen­sport­förderung und Werbe­maßnahmen durch die Stadt und die GöSF gleicher­maßen beinhaltet. Einzel­heiten zu seinem Vorschlag will Meyer in einem Gespräch mit den Spitzen von Rats­fraktionen und Gruppe erläutern, das so schnell wie möglich terminiert werden soll. „Unser Engage­ment geht nicht zu Lasten der Breiten­sport- und Vereins­förderung in Göttingen“, betonte der Ober­bürger­meister. Der will auch gegenüber potentiellen anderen Sponsoren für eine Unter­stützung der BG werben, sobald es für seinen Vor­schlag einen Grundsatz­beschluss im Verwaltungs­ausschuss gegeben hat.

Telekom baut Datennetz aus
DatennetzUnter dem Stichwort „Vectoring“ und mit den üblichen Zeremo­nien wie Spaten­stich und guten Worten wird die Deut­sche Telekom AG zusam­men mit Spitzen der Göttin­ger Stadt­verwal­tung den Ausbau des Breit­band­netzes in der Kom­mune voran­treiben. Vectoring ist laut Tele­kom ein „Daten­turbo auf dem Kupfer­kabel“. Dadurch verdop­pelt sich das maxi­male DSL-Tempo beim Her­unter­laden auf bis 100 Megabit pro Sekunde. Bis Ende 2018 sollen rund zwölf Mil­lionen zusätz­liche Haus­halte in der Republik schnel­lere Inter­net-An­schlüsse nutzen können. Die Kosten für den Ausbau in Göttingen trägt die Telekom. In Göttingen werden rund 130 Kilometer Glas­faser­leitun­gen neu verlegt.
Wer den Ausbau des schnellen Daten­netzes beispiels­weise auf den Göttin­ger Zieten­terrassen mitver­folgt hat, der wird solchen An­kündi­gun­gen einst­weilen noch skep­tisch gegen­über­stehen.

Klimaschutztag im Alten Rathaus
pdg — Einen Überblick über verschiedene Klima­schutz-Projekte, Aktivi­täten und Mit-Mach-Ange­bote in Göttingen gibt der 2. Klima­schutz-Tag, den die Stadt Göttin­gen am Don­nerstag, 24. April, im Alten Rathaus von 16.00 bis 19.00 Uhr veran­staltet. Die Mode­ration der Infor­mations­veran­stal­tung über­nimmt Lars Wätzold von der Göttinger Comedy Company. Einge­leitet wird der Klima­schutz-Tag mit einer Stadt­führung zum Projekt „Energie­effizienz im histo­rischen Stadt­quartier“, die um 15.00 Uhr am Markt­platz vor dem Alten Rathaus startet. Veran­staltun­gen.
Anmeldungen für die Führung und den Klimaschutztag nimmt die Stadt per Fax (400-2837) oder E-Mail klimaschutz@goettingen.de entgegen.

Amtsblatt Nr. 7
Kandidaturen für die OB-Wahl / MPI am Fassberg
pdg/eb — Fünf Wahlvorschläge hat der Göttinger Ge­mein­de­wahl­aus­schuss in seiner Sitzung am 9. April 2014 für die Direktwahl zum/zur Ober­bürger­meis­ter/in am 25. Mai dieses Jahres zuge­lassen. Die entspre­chende Veröffent­lichung erfolgt jetzt in der aktuellen Aus­gabe des Amts­blatts für die Stadt Göt­tingen. Bei den zuge­lasse­nen Wahl­vorschlä­gen handelt es sich um Rolf-Georg Köhler (SPD), Sieg­fried Lieske (Bündnis 90 / Die Grünen), Dr. Martin Rudolph (Wahl­vorschlag der CDU), Dr. Eckhard Fascher (GöLinke) und Katha­rina Simon (Piraten). Weitere Informa­tionen zur OB-Wahl gibt es unter www.wahlen.goettingen.de
Das Amtsblatt beinhaltet außerdem die Bekanntmachung des skan­dalösen Ausle­gungs­beschlus­ses für die 98. Ände­rung des Flächen­nutzungs­plans „MPI Fass­berg“, mit dem ein weiteres Stück unwieder­bring­liche Natur, hier sogar ein Land­schafts­schutz­gebiet, versie­gelt werden kann – zugunsten des Max-Planck-Ins­tituts am Fass­berg, das nicht einmal Bedarf dafür ange­meldet hat.
Im letzten Amtsblat: Der Beteiligungs­bericht 2013 der Stadt und den Aus­legungs­beschluss für den Bebauungs­plan Göt­tingen-Roringen Nr. 7 „Zwischen Altdorf und Menzel­berg“.
Amtsblätter sind kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und auch im Internet unter www.goettingen.de →Rathaus & OB Rat & Ortsräte Amtsblatt) zu finden.

Partnerstadt Pau
Le nouveau Maire
François Bayroupdg — François Bayrou, mehrmals erfolgloser Kandidat bei den fran­zösi­schen Präsi­dent­schafts­wahlen, wurde jetzt mit mehr als 62 Prozent der abge­gebe­nen Stim­men zum neuen Bürger­meister seiner Heimat­stadt gewählt. Bayrou (*1951) ist Vorsit­zender der Christ­demo­kratisch-Libe­ralen UDF und gilt als einer der füh­renden franzö­sischen Politi­ker. Er war Minister in Paris und später Abgeord­neter im Europäi­schen Parla­ment, konnte sich jedoch 2007 nicht gegen Nicolas Sarkozy durch­setzen. Bayrou zeichnet ein starkes Inter­esse an Litera­tur und Geschichte aus, er hat mehrere Bücher über Frank­reichs Historie veröf­fent­licht, dar­unter eine Bio­grafie des „guten Königs“ Hein­rich IV., der für Pau nach wie vor eine beson­dere Bedeu­tung besitzt.
Oberbürgermeister Wolfgang Meyer gratulierte dem neuen Stadtoberhaupt und brachte seinen Wunsch auf Weiterführung der engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit beider Städte im 32. Jahr der Partnerschaft zum Ausdruck.

Flucht und Vertreibung
Somalier nach Italien abgeschoben
Im Zuge der Rückführungsmaßnahme eines somalischen Staats­bürgers durch die Stadt Göttingen nach Italien ist es am Morgen des 10. April zu heftigen Ausein­ander­setzun­gen zwischen der Polizei und Gegnern der Maß­nahme gekom­men. Demons­tranten blockierten den Zugang zum Haus und den innen liegenden Hausflur, sie mussten im weiteren Verlauf vor das Haus getragen werden. Da es im Trep­pen­haus zu teils heftiger Gegen­wehr wie Tritte und Schläge gegen die Beamten kam, setzten diese nach eigenen Anga­ben daraufhin körper­liche Gewalt und Pfeffer­spray ein.
„Wer hier geboren und aufgewachsen ist oder schon viele Jahre in Deutsch­land lebt, den kann man nicht wieder in ein Land zurück­schicken, das er kaum kennt“ bekräftigt zu den jüngsten Vor­komm­nissen der Grünen-OB-Kadidat Siegfried Lieske seine bis­herige Ein­stel­lung. Er werde sich im Fall seiner Wahl deshalb aus Gewis­sens­gründen nicht an Abschie­bungen von lang­jährig in Deutsch­land leben­den Auslän­dern betei­ligen. Auch die teil­weise Abschie­bung von Familien oder die Abschie­bung in Länder, wo erheb­liche Diskri­minie­rungen drohten, könne er nicht verant­wor­ten. Lieske, Ordnungs­dezer­nent der Stadt Göttin­gen, äußert sich gleicher­maßen kritisch zum Vorge­hen der Polizei wie zum Verhal­ten der Gegen­demons­tran­ten: „Beson­nen­heit sieht anders aus.“
pdg — Die Verwaltung erklärt, dass sie weder die Entschei­dung für die Rück­füh­rung getroffen habe noch für die Bearbei­tung des Asyl­begeh­rens von S.W. zuständig sei. Sie sei aber zur Zusam­men­arbeit verpflich­tet, um die vom Bundes­amt für Migration und Flücht­linge angeord­nete Rück­füh­rung umzu­setzen. Nur die Rück­führung nach Italien ermög­liche S.W. nach der europäi­schen Rechts­ord­nung ein rechts­staat­liches Verfah­ren, da deutsche Behör­den, also auch die Stadt Göttingen, für sein Asylv­erfah­ren nicht zuständig seien, heißt es in der Stel­lung­nahme.
Flüchtling aus Syrien abgeschoben
AK Asyl kritisiert Mitwirkung von Asklepios-Klinik
Der Arbeitskreis Asyl zeigt sich schockiert über das Mitwirken von mindestens einer verant­wort­lichen Person der Asklepios Fachklinik Göttingen (AFG) an der Abschie­bung von Motasem N. „Diese Abschie­bung – alle Abschie­bungen – sind für uns ein gewalt­tätiger und repres­siver Akt der Unmensch­lichkeit“, heißt es in einer Presse­mittei­lung.
Am Morgen des 19. März wurde N., ein palästinensischer Flüchtling aus Syrien, aus der Akut­psychiatrie der AFG heraus nach Polen abge­schoben. Motasem N. konnte trotz seiner instabilen gesund­heitlichen Lage und eines kürzlich versuchten Suizids abge­schoben werden, weil ihm in der Klinik „Reise­fähigkeit“ attestiert wurde. Er lebte seit Sommer 2013 mit seiner Frau im Land­kreis Northeim und war wegen des Suizid­versuchs seit etwa einer Woche dort zur Behand­lung. Seine Frau ist gleichfalls suizid­gefährdet und befindet sich zur Zeit eben­falls in statio­närer Behand­lung in der Asklepios Klinik. Die Ausländer­behörde des Land­kreises Northeim beab­sichtigt, auch sie abzu­schieben und setzt dafür auf die Hilfe durch die Klinik.
Dieses Vorgehen, so der AK Asyl weiter, dürfte das Vertrauen poten­zieller Patient/innen in die AFG erschweren. Menschen in prekärem Aufent­halts­status werden sich nicht in Behand­lung begeben wollen, wenn sie sich dort nicht sicher fühlen können. Der Arbeits­kreis fordert Asklepios auf, das Vertrauen wieder herzu­stellen und sich beim Landkreis Northeim dafür einzu­setzen, dass eine baldige Rück­kehr von N. veran­lasst wird.
CDU/FDP fordert vom Land Entlastung
Stadt muss Kosten für Flüchtlinge allein tragen
Fast doppelt soviel muss die Stadt Göttingen für die Betreuung von Flücht­lingen ausgeben als sie dafür vom Land erstattet bekommt. Dadurch blieb die Stadt in den letzten drei Jahren auf unge­deckten Mehr­kosten von über fünf Millionen Euro sitzen. Die CDU/FDP-Rats­gruppe fordert nun in einem Rats­antrag den Wegfall der völlig unzu­reichenden Fall­pauschalen und dafür eine punkt­genaue Spitz­abrechnung für jeden Einzel­fall. „Die exzellenten Göttinger Kliniken wirken sich hier zum Nach­teil der Stadt­kasse aus: Der Anteil von Flücht­lingen mit schweren Krank­heiten ist in Göttingen besonders groß und die Stadt muss für sie als Kranken­kassen­ersatz ein­treten. Das ist neben den hohen Mieten der Haupt­grund, dass aktuell pro Fall tatsächliche Kosten von über 10.000 Euro ent­stehen, aber lediglich knapp 6.000 Euro pro Jahr er­stattet werden“, erklärt Karin Schultz, die sozialpolitische Sprecherin der CDU/FDP-Gruppe. „In Göttingen ist es ohne Frage partei­über­greifend Konsens, sich für die Auf­nahme von Flücht­lingen ein­setzen. Aber die Landes­regierung macht es sich zu einfach, wenn sie einer­seits Flüchtlings­kontingente deutlich erhöht, anderer­seits aber Kommunen wie Göttingen finanziell im Regen stehen lässt. Immer­hin waren sowohl Minister­präsident Weil wie Innen­minister Pistorius früher selbst Oberbürger­meister in Hannover und Osnabrück und sind mit diesem Problem sicher vertraut“, kritisiert der Gruppen­vorsitzende Fritz Güntzler (CDU) die hin­haltende Haltung der Landes­regierung. Allein für das Jahr 2014 hat das Land der Stadt Göttingen die Auf­nahme von weiteren 500 Flüchtlingen zugeteilt. Ohne die Über­nahme der Mehr­kosten durch das Land sieht die CDU/FDP-Gruppe die Ziele der Haushalts­konsolidierung mindestens stark belastet, wenn nicht sogar in Frage gestellt.

Ärzte ohne Grenzen
Unwürdige Bedingungen
in griechischen Auffanglagern

Mitar­beiter von Ärzte ohne Grenzen haben im Kranken­haus von Malakal, der Haupt­stadt des Bundesstaats Upper Nile, erschossene Patienten vorge­funden. Kliniken in anderen Städten des um­kämpften Gebiets waren nieder­gebrannt, verwüstet oder geplündert. Hundert­tausende sind dadurch von lebens­wichtiger Hilfe abge­schnitten. Am 22. Februar haben Teams von Ärzte ohne Grenzen 14 Leichen auf dem Gelände des Kranken­hauses von Malakal gefunden. Die Körper lagen verstreut zwischen den verbliebenen 50 bis 75 Patienten, die nicht hatten fliehen können, weil sie dafür zu alt oder zu schwach waren. Bei vielen Leichen deutete alles darauf hin, dass die Menschen erschossen worden waren, als sie in ihren Betten lagen. Weitere Informationen

Landkreis Göttingen
Erster Demografiebericht liegt vor
DemografieberichtDie Demografiebeauftragte für den Land­kreis Göttingen hat ihren ersten Demo­grafie­bericht unter Beteili­gung des Demo­grafie­beirates und mit Unter­stützung aller rele­vanten Ämter vorge­legt. Er bietet eine Grund­lage bzw. Pla­nungs­hilfe für die Umset­zung zukünf­tiger demo­grafie­sensibler Maß­nah­men. Darin wird eine Demo­grafie­strate­gie ent­wickelt, die aus einem ausge­arbei­teten Hand­lungs­kon­zept und aus Hand­lungs­empfeh­lun­gen besteht, die zu Leit­emp­fehlun­gen in acht Hand­lungs­feldern verdich­tet wurden. Um mit der Umset­zung der Demo­grafie­strate­gie zu beginnen, nennt der Bericht im Ausblick konkrete Maß­nah­men, etwa den Aufbau eines Demo­grafie­monito­rings, eine aktiv Einbe­ziehung von Dörfern und Stadt­teilen oder die Diskus­sion von Leit­zielen im politi­schen Raum.
Der Demografiebericht ist auf der Website des Landkreises erhältlich: www.Landkreisgoettingen.de/demografie

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Universitätsmedizin
Resolution für bessere und sichere Finanzierung
umg — Auf der jährlichen Personalversammlung des Personal­rates der Univer­sitäts­medizin Göttingen (UMG) haben die Beschäf­tigten am 26. März mit breiter Zustim­mung eine Resolu­tion für eine bessere Finan­zie­rung der UMG beschlos­sen. Die Reso­lution wendet sich direkt an die nieder­sächsi­sche Landes­regie­rung und an den Bundes­gesund­heits­minis­ter. Hinter­grund ist die bundes­weit unzu­reichen­de Finan­zierung der Kran­ken­häuser und der Uni­versitäts­klinika mit ihren beson­deren Aufga­ben. „Die Schere zwischen Einnah­men und Aus­gaben der Kran­ken­häuser klaffen immer weiter ausein­ander. Etwa zwei Drittel der nieder­sächsi­schen Kranken­häuser kämpfen nach eigenen Aus­sagen bereits um ihr Über­leben“, sagt Erd­muthe Bach-Rei­nert, Vorsit­zende des Per­sonal­rates der UMG. „Mehr als 50 Prozent der Uni­versitäts­klinika in Deutsch­land schrei­ben mittler­weile rote Zahlen, die Ten­denz steigt.“
Den Wortlaut der Resolution finden Sie hierWeitere Informationen.

Arbeitmarktreport März
Sinkende Arbeitslosenzahlen
Steigende Tempe­raturen brachten im März sinkende Arbeits­losen­zahlen für die Region Süd­nieder­sachsen. Wie die Agen­tur für Arbeit Göt­tingen mit­teilte, waren in den Land­kreisen Göt­tingen, Nort­heim und Oste­rode im März 768 Menschen bzw. 4,4% weniger arbeits­los als im Februar. Die Zahl der Arbeits­losen sank somit auf 16.531, die Arbeits­losen­quote lag mit 7,0% 0,3 Prozent­punkte unter dem Wert des Vor­monats und unter dem vom März 2013. Weitere Informationen

IAB
Erfolgsbeteiligung von Mitarbeitern
erhöht Akzeptanz von Bonuszahlungen
an Geschäftsführer

Eine Studie des Instituts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB) und der Uni­versität Bamberg zeigt: Mehr als die Hälfte der befragten Arbeit­nehmer halten Bonus­zahlungen an Geschäfts­führer für ungerecht oder eher un­gerecht. Die Akzep­tanz von Bonus­zahlungen nimmt aber deutlich zu, wenn die Beleg­schaft eines Unter­nehmens am Erfolg beteiligt wird. Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organi­sation Rettet den Regen­wald engagiert sich auf be­wunderns­werte Weise für den Erhalt der letzten noch verblie­benen öko­logischen Reser­vate – wovon letzt­lich unsere Zukunft ab­hängt – und ruft regel­mäßig zu Kam­pagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffent­licht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebens­grund­lagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Weltmeere
Stoppt die Plastiktüten!
RegenwaldIn den Meeren landet immer mehr todbringender PlastikmüllFoto: R. Prendergast

Am 17. April stimmt das EU-Parlament über die „Verringerung der Verwendung von Kunststoff­tüten“ ab. Mehr als 100 Milliarden Plastik­tüten tragen EU-Bürger von ihren Ein­käufen pro Jahr nach Hause. Weil sie vielleicht die Einkaufs­tasche zu Hause vergessen haben – oder sich keine Gedanken machen, was die Flut aus Kunststoff in der Natur anrichtet.
Die meisten der Plastiktüten werfen wir sofort in den Müll. Aber etwa acht Milliar­den Kunst­stoff­beutel landen Jahr für Jahr in der Umwelt. Weil Plastik Jahr­hun­derte braucht, um sich zu zerset­zen, verseuchen wir damit langfristig Landschaft und Gewässer. Besonders gravierend ist der Plastikmüll in den Ozeanen. Mindes­tens eine Million Seevögel und Tausende Meeres­tiere wie Meeres­schild­kröten, Robben und Pottwale sterben pro Jahr am Müll. Denn die Tiere halten Plastik für Nahrung und verenden qualvoll an den ver­schluck­ten Teilen. Und Wellen zerreiben Plastik­müll in immer kleinere Partikel, die im Wasser treiben. Statt Plankton nehmen Fische Plastik­teilchen und deren giftige Zerset­zungs­produkte auf, die am Ende auch auf unsere Teller gelangen.
Unser Plastik­konsum muss unver­züglich reduziert werden, besonders dringend bei Produkten wie Plastik­tüten, die leicht vermieden werden können. Wir fordern deshalb von der Euro­päi­schen Union, Plastik­tüten konse­quent zu verbie­ten.
Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition an die EU:
www.regenwald.org

Mazedonien
Staudämme im Mavrovo Nationalpark
LuchsDer Mavrovo National­park ist einer der ältes­ten Natio­nal­parks Europas. In dieser Berg­land­schaft mit ihren Urwäl­dern, Bächen und Flüs­sen leben Bären, Fisch­otter, Wölfe, seltene Fisch­arten und ein ganz beson­deres Tier: der Balkan­luchs (Foto: Joachim Flachs. Nur wenig mehr als 50 Exem­plare dürften bis heute über­lebt haben – die meis­ten davon im Mav­rovo Natio­nal­park. Doch dem Balkan­luchs droht das end­gül­tige Aus. Mitten im Natio­nal­park sollen zwei große Wasser­kraft­werke gebaut werden. „Jeder Druck auf die Kern­popula­tion der Tiere kann dazu führen, dass eine der gefähr­detsten Säuge­tier­arten Euro­pas aus­stirbt", sagt Dr. Urs Brei­ten­moser von der Welt­natur­schutz­union IUCN.
Fordern Sie die Verantwortlichen und den Premierminister Maze­do­niens auf, die Pro­jekte zu stoppen:
www.regenwald.org

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Beruf und Karriere

Praxisgerechte Weiterbildung für Unternehmen
pug — „Führung in räumlich verteilten Teams – Medien­gestützte Kom­munikation“ lautet der Titel eines praxis­gerechten Weiter­bildungs­angebots der Uni­versität Göt­tingen für Unter­nehmen. Immer mehr Firmen und Organi­sationen arbeiten im Zeitalter von Global­isierung und Digital­isierung standort­übergreifend in räumlich verteilten Teams, die ohne direkten persönlichen Kontakt über Computer­netzwerke mit­einander kom­munizieren. Neben Vorteilen wie Flexibilität, Vielfalt und ver­schiedenen Perspektiven ist diese Art des Arbeitens auch in vielerlei Hinsicht heraus­fordernd. Nicht immer passt das Medium zur Aufgabe oder zum Kontext, die direkten Einfluss­möglichkeiten von Führungskräften sind geringer und Konfliktbewältigung oder ange­messenes Feed­back oft schwieriger. Mit ihrem Angebot will die Uni­versität Göt­tingen Fach- und Führungs­kräfte, Team­mitglieder, Organi­sationen und Unter­nehmen bei der Ent­wicklung ihrer „virtuellen“ Kom­munikations- und Arbeits­formen unter­stützen. Die wissen­schaftliche Weiter­bildung umfasst Seminare und Kurse, Kick-off-Work­shops und andere Veran­staltungen. Sinn­voll ist auch eine wissen­schaftliche Analyse der spezi­fischen Kom­munikations­strukturen und -anforderungen aus Sicht von Führungs­kräften und Beschäftigten sowie die an­schließende Ent­wicklung und Evaluierung spezifischer Kompetenzen.

Zwischenspurt auf dem Ausbildungsmarkt
Das Wort vom Fach­kräfte­engpass, gar vom Fach­kräfte­mangel, macht allerorts die Runde. Eng verbunden mit der Thematik ist die Sicherung des Fach­kräfte­bedarfs durch Aus­bildung. Für März liegen nun die ersten Zahlen für das Berufs­beratungs­jahr 2013/14 vor. Dies nahm die Agentur für Arbeit Göt­tingen zum Anlass, eine Zwischen­bilanz zur Situation auf dem Aus­bildungs­markt zu ziehen. Ein Blick auf die Zahl der aus­bildungs­interes­sierten Jugend­lichen und die Zahl der gemeldeten Angebote für Aus­bildung und Duales Studium zeigt zunächst, dass sich Ange­bot und Nach­frage im Agentur­bezirk Göttingen auf dem Papier beinahe die Waage halten: Seit Oktober 2013 wurden 2.200 Lehr­stellen und duale Studien­angebote gemeldet, 2.492 Aus­bildungs­platz­bewerber suchten Unter­stützung bei der Berufs­beratung der Arbeits­agentur und den Job­centern. Damit ging die Zahl der gemeldeten Aus­bildungs­platz­bewerber im Ver­gleich zum Vor­jahres­zeitraum um 52 bzw. 2,0% zurück. Die der Arbeits­agentur gemeldeten Aus­bildungs­angebote stiegen gegen­über dem Vor­jahres­zeitraum um 134 bzw. 6,5% an. Noch ist der Aus­bildungs­markt stark in Bewegung, noch haben Arbeit­geber und Jugend­liche Gelegen­heit, zu­einander zu finden: Im März waren weiterhin 1.422 Aus­bildungs­plätze und duale Studien­angebote zu besetzen, 1.484 Jugend­liche sind weiterhin auf der Suche nach einer Lehrstelle. Weitere Informationen

17. Göttinger Woche: Wissenschaft & Jugend
Flyer erschienen
pdg — Das Programmheft für die 17. Göttinger Woche: Wissen­schaft & Jugend vom 21. bis zum 25. Juli ist erschie­nen – prall gefüllt mit Ange­boten für Schüler/in­nen aus dem breiten Spektrum der Göt­tinger Wissen­schafts­einrich­tun­gen.
Wie jedes Jahr warten vor den Sommerferien zahlreiche hoch inte­ressan­te Ange­bote aus den Natur-, Geistes-, Kultur- und Sozial­wissen­schaf­ten auf die interes­sierten Jugend­lichen. Die Ange­bote bieten ihnen die einzig­artige Möglich­keit, einen Ein­blick in die wissen­schaft­liche Arbeit in Göttin­gen zu bekom­men.Weitere Informationen

Fernstudienberatung MBA
Studieninteressierte selten gut beraten
Beratung ohne Struktur, viel zu viele Informa­tionen, unrealis­tische Anga­ben zum Lernauf­wand. Wer sich in Deutsch­land für einen Master of Business Adminis­tration (MBA) im Fern­studium interes­siert, bekommt von den Hoch­schulen nur selten gute Entschei­dungs­hilfe. Das hat die Stif­tung Waren­test in einem Test von elf MBA-Fern­studien­beratun­gen herau­sgefunden.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Testberichte über

•Orangensaft
•Fahrradschlösser
Sommerreifen

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de bean­standet die Ver­braucher­zentrale aktuell folgende Produkte wegen irre­führender oder falscher Angaben auf der Verpackung:
<leer>• Ikea Saft Lingon
<leer>• Libby’s Auslese Pfirsiche natursüß
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen

Teure Oster-Naschereien
Zu Ostern bieten viele Hersteller Süßwaren in österlichen Auf­machungen an. Die Verbraucher­zentrale Nieder­sachsen hat in einer Stich­probe in verschiedenen Lebens­mittel­geschäften in Hannover die Preise von Oster­schokolade mit denen von her­kömmlich verpackten Produkten verglichen. Der Preis­vergleich bezog sich auf je 100 Gramm der Schokoladen­sorte. Fazit: Für die festliche Ver­packung zahlt der Ver­braucher ordentlich drauf. „Schokoladen­produkte in einer Oster­verpackung kosten teil­weise mehr als das doppelte“, resümiert Anneke von Reeken, Ernährungs­expertin der Verbraucher­zentrale Nieder­sachsen. Dreist sei es zudem, wenn eine Ver­packung in Eier- oder Hasen­form genauso viel kostet wie die Schokolade selbst.
Informationen und Ergebnisse zur Stichprobe unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

Kinderinvaliditätsversicherung
Zwei von zehn Tarifen schützen „gut“
Wer sein Kind oder Enkelkind vor den finanziellen Lang­zeitfolgen von Krank­heit und Unfall schützen möchte, sollte eine Kinder­invaliditäts­versicherung ab­schließen. Eine Unfall­versicherung ist zwar deutlich günstiger, zahlt aber nur in wenigen Fällen. Weitaus mehr Kinder werden aufgrund einer Krankheit schwer­behindert. Die Stiftung Warentest bewertet zwei Kinder­invaliditäts­versicherungen mit „gut“. Weitere Informationen

Staatliche Hilfen fürs Eigenheim
Fördergelder vor und nach dem Wohnungskauf

Informieren zahlt sich aus: Wer beim Haus­kauf oder der Sanierung des Eigen­heims die richtigen Förder­programme nutzt, spart fast immer mehrere tausend Euro. Die Zeitschrift Finanztest gibt in ihrer Mai-Ausgabe einen Über­blick über die wichtigsten Förder­mittel und erklärt die Voraus­setzungen und Konditionen der einzelnen Programme.
www.test.de/eigenheimfoerderung

Erster Telematiktarif in Deutschland
Zu schnell gefahren, zu stark gebremst und dann auch noch mitten in der Nacht unter­wegs – das alles zeichnen so genannte Tele­matik-Geräte auf. Mit einer kleinen Box im Auto können die Versicherer das Fahr­verhalten ihrer Kunden bewerten und in ihre Tarife ein­kalkulieren. Was zum Beispiel in den USA schon weit verbreitet ist, bietet die Spar­kassen DirektVersicherung (S-Direkt) nun auch in Deutsch­land an. Der Landes­datenschutz­beauftragte in NRW hat das Konzept abgesegnet. Das Spar­potential für den Kunden ist bisher jedoch gering.
www.test.de/thema/autoversicherung

Achtung, Zucker!
Handbuch entlarvt Zuckerfallen in Lebensmitteln
Zucker steckt in vielen Lebens­mitteln – häufig uner­kannt. Nicht nur Kuchen, Kekse und Schoko­riegel enthalten viel davon. Auch ver­meintlich gesunde Lebens­mittel wie Frucht­säfte, Müslis oder Milch­produkte entpuppen sich oft als Zucker­bomben. Deren Zucker­gehalt wird dadurch kaschiert, dass Her­steller neben dem Haus­halts­zucker Saccharose auch andere Süß­macher einsetzen. Hinter Fruktose, Dick­saft oder Süß­molken­pulver verstecken sich tatsächliche Zucker­arten. Das neue Hand­buch der Ver­braucher­zentrale „Achtung, Zucker!“ schafft Klarheit und entlarvt 36 Zucker­fallen in der täglichen Ernährung. Es zeigt, wie viel Zucker wirklich in Frucht­joghurts, Limo­naden oder Fein­kost­salaten steckt. Direkt neben den nach Produkt­gruppen geordneten Infor­mationen findet der Leser jeweils passende Tipps und Rezepte für eine zuckerarme Ernährung. Allge­meine Hin­weise zu den unter­schiedlichen Zucker­arten und Ersatz­stoffen sowie zu möglichen Gesund­heits­risiken runden die Lektüre ab. Wer auf Süßes nicht ver­zichten möchte, sich aber gesund ernähren will, findet im Rat­geber „Achtung, Zucker!“ alles Wichtige zum Thema kompakt zusammengefasst.

Lebensversicherung
Werden Bewertungsreserven gekürzt?
Was verunsicherte Verbraucher jetzt tun können
Die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewer­tungs­reserven soll nach den Plänen der Bundesregie­rung dras­tisch beschnitten werden. Grund hierfür: Etliche Versi­cherer könnten wegen der aktuel­len Niedrig­zins­phase in den nächsten Jahren finan­zielle Probleme bekom­men. Denn auch bei älteren Ver­trägen sind die garan­tierten Versiche­rungs­leistun­gen zu erfüllen. Gerade Verträge, die in den nächs­ten zwei Jahren fällig werden, könnten beson­ders betrof­fen sein.Weitere Informationen

Energie
„Stromanbieterwechsel – klappt’s oder nicht?“
Verbraucherzentrale startet Online-Umfrage
StromzählerDer Wechsel des Stromanbieters sollte eigentlich einfach und rei­bungs­los funktio­nieren. Das verspre­chen zumindest die Slogans vieler Energie­anbieter. Beim Wechsel müssen sowohl Kündi­gungs­fristen als auch der Vertrags­inhalt – das sog. Kleinge­druckte – beachtet werden. Sonst kann der Wechsel schnell schief gehen. Das belegen auch zahl­reiche Ver­brau­cher­beschwer­den. So dauere der Wechsel zu lange, der alte Anbieter verzögere den Wechsel oder der neue Energie­versor­ger rea­giere gar nicht bzw. verspätet. Als Folge eines fehl­geschla­genen Anbie­ter­wech­sels können Verbrau­cher dann in die teure Ersatz­versor­gung rutschen und statt zu sparen sogar drauf­zahlen.
„Mit unserer Online-Umfrage wollen wir heraus­finden, warum Ver­brau­cher bisher ihren Anbieter noch nicht gewechselt haben und welche konkreten Probleme beim Wechsel auftreten“, sagt Karin Goldbeck von der Ver­brau­cher­zen­trale Nie­der­sach­sen. Die Umfrage finden Interes­sierte ab sofort auf der Startseite unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/umfrage-stromanbieterwechsel.

WhatsApp-Alternativen
Nur Threema ist unkritisch
Facebook kauft WhatsApp und Millionen Nutzer suchen nach siche­ren Alter­nativen. Die Stif­tung Waren­test hat jetzt WhatsApp und vier Messen­ger-Alterna­tiven ins Prüflabor geschickt und dabei den Datenstrom der Apps überprüft. WhatsApp erhält für den Daten­schutz erneut das Urteil „sehr kritisch“, genauso wie Line und der Black­berry Messen­ger. Auch die App Tele­gram ist keine optimale Alter­native, ihr Test­urteil lautet „kritisch“. Allein Threema bewerten die Prüfer als „unkritisch“.Weitere Informationen

Ursprungskennzeichnung
Ursprungsland gehört auf jedes Lebensmittel

Auf frischen Erdbeeren – ob verpackt oder lose verkauft – muss das Ursprungs­land stehen. Sind die Erd­beeren aber tief­gekühlt oder zur Konserve ver­arbeitet, ist es mit der Ursprungs­angabe schon vorbei. Rechtlich ist diese dann jedenfalls nicht mehr gefordert. Verbraucher ärgern sich darüber. Die meisten Fragen an das Forum auf Lebens­mittelklar­heit drehen sich um die Angabe des Her­stellers und des Ursprungs­landes. Viele Ver­braucher können nicht verstehen, warum sie nicht erfahren sollen, woher ein Lebens­mittel stammt. Auch in einer Studie der Ver­braucher­zentralen im Jahr 2011 äußerten die Befragten ein großes Interesse an der Her­kunft. 86 Prozent der Teil­nehmer interes­sieren sich für den Herstellungs­ort und die Herkunft der Zutaten. Über 50 Prozent gaben sogar ein großes Interesse an. Damit gehörten diese Informationen auch im Rahmen der Studie zu den aus Verbrauchersicht wichtigsten Angaben. Weitere Informationen

Spritpreis-Apps
Vier von zehn „kritisch“ beim Datenschutz
Vier von zehn unter­suchten Spritpreis-Apps versenden für das Funktio­nieren der App unnötig Daten. Daher sind sie von der Stif­tung Waren­test im Daten­schutz als kritisch einge­stuft worden.Weitere Informationen

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Gesellschaft

Bürgerstiftung
Dinah Stollwerck-Bauer in den Stiftungsrat gewählt

Der Stiftungs­rat der Bürger­stiftung Göttingen hat auf seiner Jahres­sitzung Dinah Stollwerck-Bauer für 6 Jahre ein­stimmig in den Stiftungs­rat gewählt. Frau Stoll­werck-Bauer folgt auf Elke Praetorius. Die Stiftungs­ratsmit­glieder Dr. Gabriele Andretta und Stefan Wenzel wurden ein­stimmig in ihren Ämtern bestätigt. Gleiches gilt für Matthias Leon­hardt als stell­vertretenden Vor­stands­vorsitzenden.

Gesellschaft für bedrohte Völker
Tilman Zülch Ehrenbürger von Sarajevo
Der Gründer und Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker Deutschland (GfbV), Tilman Zülch, ist in Sarajevo zum Ehren­bürger der bosni­schen Haupt­stadt ernannt worden. Oberbürger­meister Prof. Dr. Ivo Komsic hat den 74-Jährigen während einer feier­lichen Zere­monie im Staats­theater gewürdigt. Vom ersten Tag der Aggres­sion gegen Bosnien und Herzego­wina habe er sich für die Opfer des Krieges engagiert und diesen Einsatz bis heute fortgesetzt.
Neben der Ernen­nung von Zülch zum Ehrenbürger der Stadt wur­den posthum auch der kürzlich verstor­bene stadtbe­kannte Schuh­putzer von Sarajevo, der Roma Husein Hasani, genannt Cika Miso, sowie Goran Cengic und Srdjan Aleksic geehrt, die wegen ihres Wider­standes gegen Verbre­chen an Bosnia­ken gleich zu Beginn des Krieges von serbi­schen Armee­einhei­ten getötet wurden.

Konventionelle Landwirtschaft schadet der Natur
Mit dem aktuellen Bericht des Bundes­umwelt­ministeriums zur „Lage der Natur in Deutschland“ steht aus Sicht des BUND Göt­tingen auch die konventionelle Landwirtschaft im „Göttinger Land“ in der Kritik. Mono­kulturen, Über­düngungen und der Einsatz von Pestiziden führen auch in der Region Göttingen nach­weißlich zum Rück­gang der Arten­vielfalt. Grünland, Brachflächen und Wegerand­streifen in der Feldflur sind für viele Arten wertvolle Lebens­räume, werden jedoch durch die Land­wirtschaft vielerorts unter den Pflug genommen. Ehemals arten­reiche und für den Naturschutz bedeutende Flächen gehen für die Region Göt­tingen damit verloren. Daten­erhebungen zu Tier- und Pflanzen­arten sowie Unter­suchungen von Biotop­typen bescheinigen lediglich für ¼ der Arten einen guten Er­haltungs­zustand. Als Ursache für diese Ver­schlechter­ung benennt das Bundes­umwelt­ministerium die hier genannten Praktiken der konventionelle Land­wirtschaft. Weil aber die meisten Tier- und Pflanzen­arten auf unbelastete und geschützte Lebens­räume, wie z.B. Brachen, angewiesen sind, ist regional keine Besserung in Sicht. Aus diesem Grunde fordert der BUND nur noch eine wirklich natur­verträgliche Bewirtschaftung land­wirtschaft­licher Flächen und die Akzeptanz von Groß­projekte wie das „Grüne Band Eichsfeld-Werratal“.

Ambulantes Hospiz sucht Ehrenamtliche
Das Ambu­lante Hospiz an der Lutter sucht Menschen, die Lust an ehren­amtlicher Tätigkeit haben. Im Hospiz arbeiten ehren­amtlich engagierte Menschen im Alter von 30 bis 70 Jahren aus ganz unter­schiedlichen Lebens­situationen und Berufs­zweigen. Die neu begin­nende Schulung bereitet die Ehren­amtlichen auf die Tätig­keit vor. Das Hospiz an der Lutter wendet sich an Menschen, die von einer schweren Krank­heit betroffen sind und deren Leben sich dem Ende neigt, sowie an deren Ange­hörige und Freunde. Das Ambu­lante Hospiz unter­stützt schwer­kranke und sterbende Menschen und ihre Ange­hörigen in der letzten Lebens­phase zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung.
Ein neuer Kurs beginnt am 8. Mai. Interessierte wenden sich bitte direkt an das Hospiz unter 38344-11.

Feriensportprogramm Sommer 2014
Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH & Co. KG hat ein Ferien­sport­programm zusammen­gestellt, für das sich jedes Jahr mehr als 1.000 Kinder anmelden. Seit Anfang März läuft die Anmeldung zu den über 50 Angeboten. Viele bereits traditionell angebotene Sport­arten wie z.B. Angeln, Bogen­schießen, Boxen, Fechten, Klettern und Trampolin­springen warten auch dieses Jahr wieder auf zahl­reiche Anmeldungen von den Göttinger Kindern und Jugendlichen. Neu im Pro­gramm gibt es den Kurs Rope-Skipping, der einen Einstieg in die Trend­sportart geben soll. Außerdem Ferien­frei­zeiten und Trainings­camps, bei denen die Kinder nicht nur den ganzen Tag Sport treiben sondern auch ver­pflegt werden. Zahl­reiche Trainings­camps wie z.B. für Fußball, Basket­ball, Handball, Klettern oder auch die beliebten Reiter­ferien werden in Göt­tingen angeboten. Zusätzlich wird ein Volley- und Beach­volley­ballcamp statt­finden. Auf Reisen geht es am Ende der Ferien in die Steier­mark (Österreich) zu einem Wild­wasser­camp. Alle Kurse und Frei­zeiten werden von ausge­bildeten Trainern und Betreuern begleitet. Bei einem geringen Familien­ein­kommen gibt es die Möglich­keit einen Zu­schuss beim Fach­bereich Jugend der Stadt Göttingen zu beantragen.
Die Anmeldung kann nur online unter www.goesf.de und nur in Verbindung mit Lastschrifteinzug erfolgen. Weitere Informationen unter 50709-143.

Gesundheit
Nephrologischer Bereitschaftsdienst
Göttingen, Hann. Münden, Einbeck – Drei nephro­logische Facharzt­praxen in der Region haben den seit Jahren bestehenden fach­ärztlichen Nephrolo­gischen Bereitschafts­dienst Süd­niedersachsen (NBSN) reorganisiert und eine zentrale Rufnummer eingerichtet. Die nieder­gelassenen Nephrologen der Region stehen damit im Rahmen des organisierten Bereitschafts­dienstes allen Patienten und nieder­gelassenen Ärzten fachärztlich für die Ver­sorgung nephrolo­gischer Patienten mit Rat und Tat zur Verfügung. Hierbei handelt es sich ins­besondere um Patienten, die an Nieren­erkrankungen und an damit verbundenen anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel Blut­hochdruck und Autoimmun­erkrankungen leiden. Der NBSN ist unter 30 98 53 – 99 zu erreichen.


Polizei
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier: Weitere Informationen

Schmuck gestohlen
lü — Unbekannte sind in der Nacht zum 11.04. gewalt­sam durch ein Fenster in ein Wohn­haus in der Merkel­straße einge­drungen und stahlen Schmuck.

Noch ’n Laptop weg
lü — Unbekannte sind in der Nacht zum 10.04. gewalt­sam durch ein Fenster in eine Gast­stätte in Rosdorf einge­drungen und stahlen nach den Angaben eines Ver­antwort­lichen einen Laptop.

Sattelzug-Fahrer mit zwei Promille
lü — Eine Streife der Göttinger Autobahn­polizei hat am Mittag des 08.06. an der Rast­anlage Göttingen-Ost einen polni­schen Sattelzug aus dem Verkehr gezogen, der zuvor in unsicherer Fahrweise aufge­fallen war. Ein Zeuge, der in Richtung Norden unterwegs war, hatte die Polizei alarmiert.

Trotz Vorwarnung:
196 Temposünder bei Blitzaktion

lü — Mitarbeiter der Kom­munen haben am 8. April 24 Stun­den lang in Zusam­men­arbeit mit der Polizei an insge­samt acht Mess­stellen einen ca. 12.000 Fahrzeuge kontrol­liert. Bei 196 davon wurde eine über­höhte Geschwin­digkeit gemessen.

Laptop bei Einbruch in Gaststätte gestohlen
lü — Durch ein Fenster sind Einbrecher in der Nacht zum 07.04. gewalt­sam in eine Gaststätte in der Industriestraße einge­drungen. Im Inneren durch­suchten die Täter die Räume und stahlen nach den Angaben eines Verant­wortlichen ein Notebook. Der Schaden wird mit etwa 500 Euro beziffert.

Einbrecher stehlen Schnaps und Beamer
lü — Unbekannte sind in der Nacht zum 07.04. gewalt­sam durch ein Fenster in eine Gaststätte im Sandweg einge­brochen. In den Räumlich­keiten durchwühlten sie mehrere Schränke und stahlen aus dem Schankraum mehrere Flaschen Spirituosen und einen Beamer. Nach Angaben eines Verant­wortlichen beträgt der Gesamt­schaden mehr als 3.000 Euro.

Falscher Polizeibeamter
Ms — Auf dem Dach eines roten Ford mit Eschweger Kenn­zeichen hatte ein Pkw-Fahrer am 06.04. ein blaues Rund­umlicht befestigt. An einer Kreuzung schaltete er das Blaulicht ein und verschaffte sich freie Fahrt.

Alkoholisiert durch Göttingen
Ms — Ein alkoholisierter Pkw-Fahrer musste am 06.04. in der Weender Land­straße seinen Pkw aber lassen. Weiterhin wurden in derselben Nacht noch zwei alkoho­lisierte Radfahrer erwischt.

Ohne Fahrerlaubnis unterwegs
Ms —Bei der Verkehrs­kontrolle eines Pkw am 05.04. in der Gode­hard­straße stellte sich heraus, dass der 53-jährige Fahrer aus Adeleb­sen nicht im Besitz einer gültigen Fahr­erlaub­nis war.

Gaststätteneinbruch – Täter festgenommen
Ms — Ein zunächst unbekannter Einbre­cher in eine Gaststätte in der Göttinger Innen­stadt entwen­dete in der Nacht vom 04. zum 05.04. dort Wert­sachen. Er konnte aufgrund von Ermitt­lungen später fest­genom­men werden.

Angriff durch Hunde
Ms— Ein bisher unbekannter Mann hetzte Freitag Nacht ( 04.04.) nach Angaben der beiden 20 und 22 Jahre alten Opfer seine beiden Mischlings­hunde auf diese.

Ohne Führerschein aber mit Alkohol
Ms — Bei einer Kontrolle am 04.04. ein 31-Jähriger aus Eschwege ohne gültige Fahrer­laubnis ange­troffen. Weiterhin stand er unter dem Einfluss alkoho­lischer Getränke.

Tödlicher Unfall im Heidkopftunnel
lü —Bei einem Verkehrs­unfall im Heidkopf­tunnel der A 38 ist am 4. April ein 21-Jähriger aus dem Eichs­feld­kreis tödlich verletzt worden. Er war mit seinem Golf in der Nord­röhre der A 38 (Fahrt­rich­tung A 7) von der Fahrbahn abge­kommen, gegen eine Tunnel­wand geprallt und hatte sich dann mehrfach über­schlagen.

Unbekannte überfallen Fußgänger
lü — Auf der Ludwig-Prandtl-Straße haben am 03.04. zwei bisher unbe­kannte Männer einen 26-jährigen Fuß­gänger über­fallen und ihm eine Tasche geraubt, in der sich seine Geld­börse mit etwa 280 Euro und persönliche Uten­silien befanden. Der Mann war auf dem Weg zur Bushalte­stelle, als die Männer unver­mittelt an ihn heran traten, ihn fest­hielten und bedrohten. Sie ent­rissen ihm die Tasche und flohen zu Fuß in verschiedene Richtungen.

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