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Raubbau in Tropenwäldern enorm schädlich für AtmosphäreWeitere Informationen

 
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Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Händel-Festspiele
„Faramondo“ ausgezeichnet
Gleich in vier Kategorien wurde jetzt die Händel-Oper Faramondo in Australien mit dem „Helpmann Awards“ ausge­zeichnet: Paul Curran für die beste Regie, Anna Devin als beste weibliche Neben­darstel­lerin und Christo­pher Lowrey als bester männ­licher Neben­darstel­ler. Ausge­zeich­net wurde außer­dem Jennifer Rivera als beste weib­liche Haupt­darstel­lerin, die die Titel­partie des Fara­mondo (in Göttingen darge­stellt von Emily Fons) für die Produk­tion in Austra­lien über­nom­men hatte. Nach mehr als drei Stun­den voller Span­nung wurde „Fara­mondo“ im Rahmen einer glanz­vollen Gala dann auch noch in der Haupt­kate­gorie „Beste Oper“ ausge­zeich­net. 2014 feierte die Produktion bei den Inter­natio­nalen Händel-Fest­spielen Göttin­gen Premiere und wurde anschlie­ßend beim Brisbane Baroque Festi­val neu präsen­tiert.

Ausstellung
Sterbliche Götter
Ausstellung verlängert
Zwar mussten zum offiziellen Ende am 19. Juli bereits einige Leihgaben aus Museen und Bibliotheken zurückgegeben werden, dennoch hat sich die Universität ent­schlos­sen, die Ausstel­lung weiter­hin noch bis zum 27. Sep­tem­ber zu zeigen. In ihr wird die Rekon­struktion einer der zentralen Ideen in der Kunst­theorie der deut­schen Romantik versucht: die Freund­schaft der Renais­sance-Künst­ler Raf­faello Sanzio (1483 bis 1520) und Al­brecht Dürer (1471 bis 1528).
Im Auditorium, Weender Landstraße 2, So 10.00–16.00 Uhr.

Göttinger Kinder-Vorlesesommer
„Ein Freund,
ein guter Freund“

Unter dem Motto eines Evergreens von Wer­ner Richard Heymann, dem wohl er­folg­reichsten Komponisten der UFA-Zeit, startet der diesjährige Kinder-Vor­lese­sommer auf Göttinger Spielplätzen: „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das schönste, was es gibt auf der Welt“. Heymanns Lied wurde populär u.a. durch die Comedian Harmonists, Joseph Schmidt, aber auch durch Heinz Rühmann („Die drei von der Tankstelle“). Der Vor­lese­sommer wurde populär durch Gabi Rottkord und Karin Steinfeld, die auch diesmal wieder vom 29. Juli bis 2. September jeden Mittwoch ab 16 Uhr auf einem Göttinger Spielplatz vorgelesen. Anschließend gibt es dann immer eine kleine Mitmach-Aktion.
Alle Veranstaltungen sind für Kinder ab 4 Jahre gedacht und kostenlos. Die Auf­sichts­pflicht verbleibt bei den Erzie­hungs­berech­tigten.
Veranstaltungen

FilmPreisWeitere Informationen

125 Jahre
Göttingen Tourismus e.V.

Jubiläums-Revue entwickelt
Der sich früher Fremdenverkehrsverein nen­nende Göttingen Tourismus e.V. feiert in diesem Jahr sein 125jäh­riges Bestehen. Aus diesem Anlass haben sich der Verein, stille hunde, die Stadt­kanto­rei St. Johan­nis unter der Lei­tung von Bernd Eber­hardt sowie Schüler/in­nen vom Hain­berg- und Max-Planck-Gym­nasium zusam­men­getan und wollen dies im Sep­tem­ber und Okto­ber mit einer selbst entwi­ckel­ten Theater­revue groß feiern – unter Beteili­gung der Öffent­lich­keit selbst­ver­ständ­lich.Weitere Informationen

Stadtbibliothek
Im Ranking wieder Spitze
In den vier Kategorien Angebot, Nutzung, Effizienz und Entwicklung gehört die Stadt­biblio­thek Göttin­gen wieder zu den heraus­ragen­den Biblio­theken nicht nur in Nieder­sachsen, sondern bundes­weit. Dies ergibt der Biblio­theks­index (BIX) der Bertels­mann Stiftung für 2015. Damit müssen die Göttinger nicht einmal den Ver­gleich mit ganz großen Biblio­theks­syste­men wie in Hannover scheuen, erklärt die Verwal­tung in einer Mit­tei­lung.

Stadtarchiv
Eingeschränkt zugänglich
pdg — In der Zeit bis Ende August kann es im Stadtarchiv Göttingen kurzfristig zu Einschränkungen bei den Öffnungszeiten kommen. Informationen dazu finden sich auf der Website des Archivs unter www.stadtarchiv.goettingen.de. Vom 30. Juli bis zum 4. August 2015 bleibt das Archiv geschlossen.

Wissenschaftsmuseum
5 Millionen Förderung
eb/pdg — Gerade erst hat man sich für einen neuen Namen entschieden –Forum Wissen – schon laufen die Fördergelder. Die Förderzusage des Bundesministeriums geht zurück auf einen von der Stadt Göttingen in Abstimmung mit der Universität gestellten Antrag, der die Jury überzeugt habe. Das im Gebäude des Zoologischen Instituts geplante „Forum Wissen“ soll als Wissenschaftsmuseum zum Mittelpunkt des Dialogs zwischen Wissen­schaft, Wirt­schaft und Gesellschaft in Göttin­gen wer­den. Mit der Föderzusage werde der beson­dere nationale Rang des Koope­rations­projekts und seine hohe fach­liche Qualität bestätigt, mein Uni-Präsi­dentin Ulrike Bei­siegel.
www.uni-goettingen.de/forumwissen

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Wissenschaft

Biogenetik
Käferforschung fördert
omnipotente Gene zutage

pug — Die bislang größte Suchaktion nach der Rolle von Genen in einem Käfer eröffnet neue Forschungsfelder für die Genetik. Wissenschaftler der Universitäten Göttingen, Erlangen und Köln haben mehr als 5.300 Gene des Reismehlkäfers Tribolium castaneum analysiert. Neben grundlegenden Erkenntnissen über die Entwicklung des Käfers entdeckten sie dabei auch bislang unbekannte Gene, die beispielsweise eine Rolle in der Medizin, Insektenforschung oder bei der Produktion von Bio-Diesel spielen könnten. Weitere Informationen

Waldökologie
Raubbau in Tropenwäldern
enorm schädlich für Atmosphäre

eb/pug — Eigentlich nichts Neues: Bei der Abholzung von natürlichen Tropen­wäl­dern und der Um­wand­lung des Landes in Palmöl-, Kaut­schuk- oder Kakao­planta­gen werden große Men­gen von Kohlen­stoff in die Atmo­sphäre freige­setzt. Forscher der Univer­sität Göttin­gen haben jetzt noch einmal wissen­schaft­lich unter­mauert, worauf Umwelt­schutz­organi­satio­nen schon seit Jahr­zehn­ten hin­weisen und nicht ernst genom­men werden (vgl. z.B. gegen­über­lie­gende Spalte unter Wirt­schaft): dass näm­lich u.a. die Kohlen­stoffvor­räte im Boden bei einer derart verän­derten Land­nut­zung um bis zu 50 Prozent redu­ziert werden. Sie for­dern deshalb eine Anpas­sung der Kohlen­stoff-Bilan­zie­rungs­richt­linien des Welt­klima­rates sowie der Land­nut­zungs­richt­linien in den betrof­fe­nen tropi­schen Ländern.Weitere Informationen

Neurowissenschaften
Innenohr: Protein reguliert
synaptische Übertragung

umg — Göttinger Hörforscher haben jetzt neue mole­kulare Details zur Signal­umwand­lung in den Sinnes­zellen der Hör­schnecke, den so genannten inneren Haar­zellen, heraus­gefunden. Sie konnten ein Protein identifi­zieren, das für die Veranke­rung von Kalzium­kanälen an den speziel­len Bänder­syn­apsen der inneren Haar­zellen verantwortlich ist.Weitere Informationen

Agrarökologie
Vögel und Fledermäuse
für Ernteerträge enorm wichtig

pug — Vögel und Fledermäuse haben Insek­ten und dadurch auch viele Schäd­linge auf ihrem Speise­plan. So verbes­sern sie die Erträge vieler Nutz­pflanzen weltweit, darunter auch die Ernten in Kakao-, Kaffee-, und Obst­gärten. Diese Dienst­leistun­gen sind von bisher noch unschätz­bar hohem wirt­schaft­lichem Gesamt­wert. Bei­spiels­weise sichern Vögel und Fleder­mäuse in indone­sischen Kakao­planta­gen über ein Drittel der Ernte, mit einem Wert von über einer Milliarde US-Dollar pro Jahr. In Kaffee- oder Reis­plan­tagen, von denen Millio­nen von Haus­halten in den Tropen abhängig sind, leisten sie ähnlich bedeu­tende Beiträge, die sich durch gezieltes Manage­ment sogar noch stei­gern ließen.Weitere Informationen

Rat für Informationsinfrastrukturen
Arbeitsprogramm veröffentlicht
Der Ende 2014 als Beratungsgremium von Bund und Ländern gestartete Rat für Infor­mations­infra­struk­turen (RfII) gibt mit einer „Auftakt­erklä­rung“ seine inhalt­liche Fokus­sierung für die kom­menden Jahre bekannt. Das Exper­tengre­mium will exemp­larisch den Komplex „For­schungs­daten – Nach­haltig­keit – Inter­natio­nalität“ aufar­beiten und daraus Empfeh­lungen für das deutsche Wissen­schafts­system ableiten. Dabei werden nicht nur neue Dienste, sondern auch for­schungs­politi­sche Rah­men­setzun­gen betrach­tet. Der RfII wird den engen Aus­tausch mit anderen Akteu­ren suchen, wie dem Wissen­schafts­rat, der DFG oder der Alli­anz-Initi­ative Digitale Infor­ma­tion.Weitere Informationen

Energie
Verbundprojekt NEDS für
nachhaltige Stromversorgung

Bis zum Jahr 2050 könnte ganz Deutsch­land mit Strom aus regene­rativen Energie­quellen versorgt sein: Das nieder­sächsi­sche Ver­bund­projekt NEDS (Nach­haltige Energie­versor­gung Nieder­sachsen) will dazu bei­tra­gen, dass das ehr­geizige Vor­haben mög­lichst schnell Rea­lität wird. Erst­mals sollen dabei auch Nach­haltig­keits­krite­rien Berück­sichti­gung finden. An dem Vor­haben, das jetzt gestar­tet ist, sind unter der Feder­füh­rung der Leib­niz Uni­ver­sität Han­nover auch die Tech­nische Univer­sität Braun­schweig, die Uni­ver­sität Olden­burg, das Insti­tut für Infor­matik Olden­burg und die Georg-Au­gust-Univer­sität Göttin­gen beteiligt. In den nächs­ten vier Jahren werden sich die Wissen­schaft­ler/in­nen mit Szena­rien und Entwick­lungs­pfaden einer nach­halti­gen Strom­versor­gung für das Jahr 2050 in Nieder­sachsen befassen.Weitere Informationen

Landnutzung
Auswirkungen
von Agroforstsystemen

Bund fördert Verbundprojekt
pug — Wissenschaftler der Universität be­schäf­tigen sich in einem neuen Ver­bund­projekt syste­matisch mit den Aus­wir­kungen so genannter Agro­forst­systeme auf den Boden. Unter agro­forst­lichen Anbau­systemen versteht man die Bewirt­schaf­tung von Bäumen und Sträu­chern auf Acker­flächen oder Weide­land, wie beispiels­weise auf den Streu­obst­wiesen in Süd­deutsch­land oder den nord­deut­schen „Knicks“. Die For­scher/in­nen nehmen nun vier Acker- und drei Grün­land­flächen im nord-ostdeut­schen Raum in den Blick, auf denen streifen­weise so genannte Kurz­umtriebs­plan­tagen mit Pappeln und Weiden zur Gewin­nung von Energie­holz ange­baut wurden. Das Bundes­ministe­rium für Bildung und For­schung för­dert das Projekt in den kom­menden drei Jahren mit insge­samt rund 2,7 Mil­lionen Euro.Weitere Informationen

Uni-Chemie und
Gymnasium kooperieren

pug — Die Fakultät für Chemie der Uni­ver­sität Göttingen und das Göttinger Max-Planck-Gym­nasium (MPG) wollen künftig im Rahmen einer offiziellen Koope­ration zusammen­arbeiten, um die bereits seit langem beste­henden Kontakte zwischen Fakultät und Schule weiter zu intensi­vieren. Die Verein­barung sieht zahl­reiche Angebote für einen Austausch zwischen Schule und Univer­sität vor. Schü­ler/in­nen des MPG können im Rahmen von Praktika verschie­dene Berufs­bilder in der Chemie kennen­lernen. Darüber hinaus stellt die Fakultät Plätze zur Anfer­tigung von Fach­arbeiten oder Projekten wie „Jugend forscht“ zur Verfü­gung. Verschie­dene Infor­ma­tions­ange­bote der Fakultät für Lehr­kräfte und Klassen sollen praxis­nahe Ein­blicke ins Chemie­studium bieten. Im Gegen­zug haben Göttin­ger Chemie-Stu­dierende – vor allem mit dem Berufs­ziel Lehr­amt – die Möglich­keit, zusätz­liche Hospita­tionen am Max-Planck-Gym­nasium zu absol­vieren oder in Abschluss­arbeiten entwickelte Lehr­kon­zepte zu testen.

Molekularphysiologie
Plasmamembran
weiter entschlüsselt

cnmpb/umg — Die Plasmamembran grenzt lebende Zellen gegen ihre Umwelt ab. Sie enthält eine Vielzahl von Protei­nen, die An­samm­lun­gen bilden und wichtige Funktio­nen unter anderem beim Stoffaus­tausch sowie bei der Zell-Zell-Kom­muni­kation haben. Ein For­scher­team um Prof. Dr. Silvio O. Rizzoli vom Exzellenz­cluster und DFG-For­schungs­zentrum für Mikro­skopie im Nano­meter­bereich und Mole­kular­physio­logie des Gehirns (CNMPB) der Uni­versitäts­medizin Göttin­gen (UMG) hat neue beein­druckende Ein­blicke in die Organi­sation der Plasma­membran ge­won­nen.Weitere Informationen

Mikrobiologie
Protein regelt
Muskelkontraktion

pug — Wissenschaftler der Universität ha­ben ein Protein entdeckt, das eine wich­tige Rolle bei der Kontrak­tion von Muskeln spielt. Skelett­muskeln bestehen aus einer Vielzahl von kleinen anein­ander­gereih­ten Einhei­ten, den Sarko­meren. Verkür­zen sich die Sarko­mere bei der Kontrak­tion, verkürzt sich auch der Muskel. Damit das Zusam­men­zie­hen geordnet und rever­sibel verläuft, benötigt die Zelle eine ganze Maschi­nerie von Protei­nen. Die Göttin­ger Forscher konnten nun auf mikro­skopi­scher Ebene zeigen, dass das im Muskel bislang unbe­kannte Protein drebrin DBN-1 bei der Kontrak­tion offenbar die Auf­gabe eines Stabili­sators und Platzan­weisers für andere Proteine über­nimmt.Weitere Informationen

Millionenförderung
für Neurowissenschaftler

mpiem/umg — Die Göttinger Professoren Nils Brose (Mole­kulare Neuro­biologie am MPI für Experi­men­telle Medizin), Tobias Moser (Au­di­to­rische Neuro­wissen­schaften der UMG) und Klaus-Armin Nave (Neuro­genetik am MPI für Experi­men­telle Medizin) gehören zu den dies­jäh­rigen Emp­fän­gern hoch-kom­petiti­ver ERC-Ad­van­ced-Grants. Das Elite­förder­pro­gramm des Euro­päischen For­schungs­rats (ERC) wird die Arbeiten der drei Neuro­wissen­schaftler in den nächs­ten fünf Jah­ren mit jeweils 2,5 Milli­onen Euro unter­stützen.Weitere Informationen

Molekularbiologie
Natürlicher Zell-Regulator
der Proteasom-Funktion

umg — Ein internationales Team unter Lei­tung von Grundlagen­forschern der Uni­ver­sitäts­medizin Göttingen hat her­aus­gefunden, dass Zellen ihre Müll­abfuhr regu­lieren und sogar selbst einen „Streik“ auslösen können. Ein Regu­lator namens miR-101 verhindert die richtige Zusam­men­setzung des Protea­soms.Weitere Informationen

Armutsrisiken
in Entwicklungsländern

Risiken von Unternehmen
pug — Warum ist die Bevölkerung in Ent­wick­lungs­ländern trotz großer Fort­schritte immer noch stark von Armut bedroht und wie kann die Politik gegen­steuern, um die Armuts­risiken zu verklei­nern? An diesen Fragen arbeitet ein neuer inter­diszipli­närer For­schungs­ver­bund an der Uni­ver­sität Göttin­gen unter dem Titel „Reduk­tion des Armuts­risikos in Entwick­lungs­ländern“. Er wird seit dem 1. Juli im Rah­men des „Nieder­sächsi­schen Vorab“ der Volks­wagen­Stiftung auf Vor­schlag des Nieder­sächsi­schen Ministe­riums für Wissen­schaft und Kultur für drei Jahre mit rund 1,5 Millio­nen Euro geför­dert.Weitere Informationen

Kardiologie
Biosensor zeigt Herzschwäche
in Herzmuskelzellen

umg — Herzforscher an der Uni­versi­täts­medizin (UMG) haben neue Er­kennt­nisse zur Herz­schwäche (Herz­insuffi­zienz) und deren Behand­lungs­möglich­keiten gewon­nen. Mit Hilfe eines speziel­len Biosen­sors ist es ihnen erst­mals gelun­gen, Ein­blicke in die Zell­kommu­nika­tion und Signal­verar­beitung von an Herz­schwäche er­krank­ten Herz­muskel­zellen in leben­den Orga­nis­men zu erhal­ten.Weitere Informationen

Hiltraud Casper-Hehne
im Vorstand des DAAD

pug — Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vize­präsidentin für Internationales der Uni­ver­sität Göttingen, ist auf der Jahres­ver­samm­lung des Deutschen Akade­mi­schen Austausch­dienstes (DAAD) in den Vorstand gewählt worden. Die Amtszeit beträgt vier Jahre und beginnt am 1. Januar 2016.

Artenvielfalt
Personalplanung bei Biodiver-
sitätsforschung unzureichend

pug — Vor dem Hintergrund des Arten­ver­lustes hat sich der Zoologe Prof. Dr. Rainer Will­mann von der Universität Göt­tingen für eine Neu­orientie­rung bei der Vergabe von Profes­soren­stellen in der Biologie ausge­sprochen. Der Arten­schutz­report 2015 des Bundes­amtes für Natur­schutz bezeichnet den Zustand der Arten­vielfalt auch in Deutsch­land als alar­mie­rend. Aus diesem Grund fordert Prof. Will­mann als Präsi­dent der größten Gesell­schaft für Insekten­kunde in Deutsch­land, der Deut­schen Gesell­schaft für allge­meine und ange­wandte Ento­mologie (DGaaE), die Hoch­schulen in Deutsch­land auf, die Bio­diversi­tätsfor­schung bei der Personal­planung und bei Stellen­ausschrei­bungen stärker zu berück­sichti­gen.Weitere Informationen

Geowissenschaften
Wasserbewirtschaftung
im Nahen Osten

Projekt erhält weitere Förderung
pug — Die knapper werdenden Wasser­res­sour­cen in der Region des Unteren Jordan­tales stellen eine große Heraus­forde­rung für die lokale Bevöl­kerung und die regio­nalen Öko­systeme dar. Daher unter­suchen Wissen­schaft­ler/in­nen in dem multi­late­ralen Ver­bund­projekt „Sustain­able Man­age­ment of Avail­able Water Resour­ces with Inno­vative Tech­nolo­gies“ (SMART) seit dem Jahr 2006 Möglich­keiten, wie die noch vor­han­denen Wasser­ressour­cen bes­ser genutzt werden können. Das Bun­des­ministe­rium für Bildung und For­schung (BMBF) hat jetzt die finale Projekt­phase bewilligt und för­dert diese in den kom­menden drei Jahren mit insge­samt rund 4,5 Millio­nen Euro.Weitere Informationen

Zellbiochemie
Verändertes Protein bei mito-
chondrialen Myopathien

umg — Wenn in den Kraftwerken unserer Zellen die Atmungskette nicht mehr rich­tig funktioniert, kann dies schwer­wie­gende Folgen für die Gesundheit haben. So führen Fehler in einem beson­ders wich­tigen Protein­kom­plex der Atmungs­kette, der Cyto­chrom-c-Oxi­dase (COX), oft schon im Säug­lings­alter zu schweren Krank­heiten wie degene­rativen Verän­derun­gen des Gehirns (Enze­phalo­pathien) oder Erkran­kungen der Herz­musku­latur (Kardio­myopa­thien). Wie es dazu kommt, dass COX bei manchen Men­schen nicht richtig arbeitet, ist noch weitge­hend unbe­kannt. Ein Forscher­team der Univer­sitäts­medizin Göttin­gen (UMG) und Göttin­ger Zentrum für Mole­kulare Bio­wissen­schaften (GZMB), haben jetzt ein Protein entdeckt, das für den rich­tigen Zusam­men­bau von COX eine ent­schei­dende Rolle spielt.Weitere Informationen

Hirnforschung
Molekulare Mechanismen
von Plastizität

umg/pug — Göttinger Forscher des SFB 889 haben einen neuar­tigen Mecha­nismus entdeckt, der Zeit­fenster mit hoher Lern­fähigkeit des Gehirns regu­liert: Ein zentraler Koor­dinator aus der Post­synapse steuert die Dauer kriti­scher Phasen in der Hirn­entwick­lung.Weitere Informationen

Agrarökologie
Biodiversitätsschutz:
Kleinvieh macht auch Mist

Auch kleine Flächen effektiv
pug — Viele kleine Lebensräume können sehr viel mehr Arten schützen als wenige große Lebens­räume – selbst wenn letztere eine größere Gesamt­fläche umfassen. Das haben Agrarökologen der Universität anhand der Lebens­gemein­schaften auf Kalk­mager­rasen gezeigt. Die zuneh­mende Zerstö­rung und Ver­kleine­rung natur­naher Lebens­räume in deutschen Kultur­land­schaften stellt zwar eine wichtige Ursache für den konti­nuier­lichen Arten­verlust dar. Aber je weiter Lebens­raum­inseln vonein­ander entfernt liegen, umso unter­schied­lichere Lebens­gemein­schaf­ten beherbergen sie.Weitere Informationen

Gleichstellung
„Charta der Vielfalt“
Für vorurteilsfreies Arbeitsumfeld
pug — Die Universität hat die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel signierte die Urkunde am 9. Juni im Rahmen einer Begleit­veran­stal­tung zum dritten Deut­schen Diver­sity-Tag. Die Univer­sität verpflich­tet sich damit, ein Arbeits­umfeld zu schaffen, das frei von Vorur­teilen ist. „Eine Organi­sations­kultur, die von gegen­seiti­gem Respekt und Wert­schät­zung aller geprägt ist, sollte eine moderne und zukunfts­gewandte Univer­sität heute auszeich­nen. Mit der Unter­zeich­nung der Charta der Vielfalt zeigen wir, dass wir unseren Weg in diese Rich­tung konse­quent weiter­gehen wollen“, meint Beisiegel.
Als ob es dazu einer Charta bedürfte.

Förderung
Sharing Economy
pug — Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das For­schungs­projekt „ISHARE“ zur Unter­suchung des Beitrags der Sharing Eco­nomy zum nach­haltigen Wirtschaften in Deutsch­land. Eine Forscher­gruppe der Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lichen Fakultät der Univer­sität Göttin­gen arbeitet in diesem inter­diszipli­nären Projekt mit Wissen­schaft­ler/in­nen der Uni­versi­täten Mann­heim, Augs­burg und der Hertie School of Gover­nance in Berlin zusam­men. Im Rahmen des For­schungs­verbunds werden unter­schied­liche Geschäfts­modelle der Sharing Eco­nomy syste­matisch erfasst, analy­siert und auf ihre Wir­kungen hin unter­sucht.
www.i-share-economy.org

Auszeichnung
Bundestag vergibt Preis an
Göttinger Wissenschaftler

pug — Dr. Tim Neu vom Seminar für Mitt­lere und Neuere Geschichte erhält den Wissenschaftspreis 2014 des Deut­schen Bundes­tags. Er wird für seine Dis­ser­tation mit dem Titel „Die Erschaf­fung der landständi­schen Verfas­sung: Kreati­vität, Heuchelei und Reprä­senta­tion in Hessen (1509 bis 1655)“ ausge­zeichnet. Die Jury hebt hervor, dass es Neu in glän­zender Weise ver­stan­den habe, den Wurzeln des deut­schen Parla­menta­rismus nachzu­gehen und unter Bezug­nahme auf aktuelle kultur- und sozial­wissen­schaft­liche Theorien verschie­dene für unser Ver­ständ­nis von parla­menta­rischem Handeln essen­tielle Themen anzu­sprechen. Der Göttinger Histo­riker teilt sich den mit insge­samt 10.000 Euro dotierten Preis mit einem Politik­wissen­schaftler der Univer­sität Potsdam.

Sonderforschungsbereiche
Neue und weitere Förderungen
Philosophie - Theologie - Physik

pug — Die Deutsche Forschungs­ge­mein­schaft (DFG) fördert ab dem 1. Juli in Göttingen einen neuen Son­der­for­schungs­bereich (SFB), der an der Philo­sophi­schen und der Theolo­gischen Fakultät ange­siedelt ist. Der SFB 1136 trägt den Titel „Bildung und Religion in den Kulturen des Mittel­meer­raums und seiner Umwelt von der Antike bis zum Mittel­alter und zum Klassi­schen Islam“. Die Förder­summe beträgt über einen Zeit­raum von vier Jahren insge­samt rund 6,7 Millio­nen Euro. Gleich­zeitig verlän­gerte die DFG die Förde­rung des SFB 755 „Photo­nische Abbil­dungen auf der Nano­meter­skala“ um weitere vier Jahre. Die Förder­summe in der nun­mehr dritten Förder­phase beträgt insge­samt knapp 6,2 Millio­nen Euro.Weitere Informationen

Psychotherapie
Angststörungen bei Kindern
Probanden gesucht
umg — Wenn Kinder längere Zeit unter starken Ängsten leiden, spricht man von „Angst­störungen“. Eine Studie zur psycho­therapeu­tischen Behand­lung solcher Störungen im Kindesalter findet aktuell an der Klinik für Psycho­soma­tische Medizin und Psycho­therapie der UMG statt. Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren, die unter ausge­prägten Ängsten leiden, können im Rahmen der Studie eine Psycho­therapie in Anspruch nehmen. Bei der wissen­schaft­lich unter­suchten Therapie han­delt es sich um Einzel-Psycho­therapie mit 25 Sitzungen und zusätzlichen beglei­tenden Elterngesprächen.
Eltern, deren Kind unter Ängsten leidet, können das Studienteam in der Klinik für Psycho­somatische Medizin und Psycho­therapie ansprechen und heraus­finden, ob die Teil­nahme an der Therapie­studie hilfreich sein könnte.
www.ask-studie.de
Kontakt: ask.studie@med.uni-goettingen.de, Tel. 39-19189.

Molekularbiologie
Mitochondrien-Membrane:
Neues Protein entdeckt
umg — Eine Forschungsgruppe am Euro­pean Neuro­science Institute Göttin­gen (ENI-G) hat ein Protein ent-deckt, das bei der Faltung von Mem­branen in Mitochon­drien eine wichtige Rolle spielt.
Mitochon­drien sind die Kraft­werke der Zellen. Sie produ­zieren einen Groß­teil der Energie, die Tiere und Pflanzen zum Leben benö­tigen. Um das leisten zu kön­nen, besitzen sie eine beson­dere Struktur: In ihrem Inne­ren befindet sich eine stark gefaltete Mem­bran.Weitere Informationen

Neurobiologie
Neues, spezifisches Zielprotein
für Insektizide

pug — Wissenschaftler der BASF Crop Pro­tection und der Univer­sität Göttingen haben ein neues Ziel­protein für Insek­tizide gefunden. Die Entde­ckung stellt die erste Identi­fikation von Vanil­loid-Rezep­toren, den TRPV-Ionen­kanälen, als Insektizid­ziele dar. Sie könnten helfen, auf Insek­tizid-Resis­tenzen besser zu rea­gieren und sich positiv auf die weitere For­schung und Insek­tizid­nut­zung aus­wirken.Weitere Informationen

Quantenphysik
Reine Überlagerungs-Zustände
freier Elektronen erzeugt

pug — Der Begriff „Schrödingers Katze“ aus der Quantenphysik steht sinnbildlich für die Möglichkeit eines Systems, sich gleich­zeitig in zwei einander eigentlich aus­schlie­ßenden Zustän­den zu befinden. In einem reinen Gedan­ken­experi­ment wird die Katze mit den Regeln der Quan­ten­mechanik in eine schein­bar absurde Über­lagerung aus „zugleich“ tot und leben­dig gebracht. Wissen­schaftler der Univer­sität Göttin­gen haben nun auf mikro­skopi­scher Ebene einen neuen Ansatz entwi­ckelt, um reine Über­lage­rungs-Zu­stände freier Elek­tronen zu erzeu­gen. In diesen Zustän­den bewegen sich die Elek­tronen „zugleich“ – im quan­tenme­chani­schen Sinn – bei einer festen Anzahl unter­schied­licher Geschwin­digkei­ten, einer in der klass­ischen Physik un­mög­lichen Situation.Weitere Informationen

Biotechnologie
„Lichtschalter“
gegen Blindheit

Zellen umfunktioniert
pug — Wissenschaftlern der Universitäten Bern und Göttingen ist es gelungen, er­blin­deten Mäusen das Augenlicht zurück­zugeben. Die Forscher modifizierten noch intakte Zellen der Netzhaut bio­tech­nolo­gisch so, dass sie als Ersatz-Foto­rezep­toren die Rolle der abge­storbe­nen Licht­sensoren im Auge über­neh­men konnten.Weitere Informationen

Forstwissenschaften
Verbundwerkstoffe
aus Popcorn

pug — Wissenschaftler am Büsgen-Institut der Universität Göttingen entwickeln leichte, vollständig recycel- und biologisch abbaubare Verbund­werkstoffe, bei denen Popcorn­granulat aus Indus­triemais eine zentrale Rolle spielt. Nach der erfolg­reichen Erfindung einer popcorn­haltigen Spanplatte, die seit 2011 unter dem Namen „Balance­Board“ auf dem Markt etabliert ist, entwickeln sie aktuell einen neu­artigen Verbund­werk­stoff, der voll­ständig aus Popcorn besteht. Dieser eignet sich sowohl für den Wärme­schutz als auch, in Verbin­dung mit zwei biege­steifen Deck­lagen, zur Herstel­lung extrem leichter, hoch­fester Sand­wich-Platten.Weitere Informationen

Biologie
Embryonale Augenentwicklung
bei Spinne und Mensch ähnlich

pug — Die Entwicklung von Spinnenaugen wird durch die gleichen Gene gesteuert, die auch die Bildung anderer hoch­ent­wickel­ter Augen wie beispiels­weise des mensch­lichen Auges und der Facetten­augen von Insekten regu­lieren. Das haben Wissen­schaftler der Univer­sität Göttin­gen am Beispiel der Gewächs­haus­spinne Paras­tea­toda tepida­rio­rum heraus­gefunden. Wäh­rend Aufbau und Funk­tion der Spin­nen­augen bereits sehr gut unter­sucht sind, war ihre embry­onale Ent­wick­lung bislang uner­forscht.Weitere Informationen

DFG fördert Graduiertenkollegs
Zwei neue Kollegs eingerichtet

pug — Die Deutsche Forschungs­gemein­schaft (DFG) fördert ab dem 1. Oktober zwei neue Gra­duier­ten­kollegs an der Univer­sität Göttin­gen. Eins der neuen Kollegs richtet die Univer­sität gemein­sam mit dem Deutschen Primaten­zentrum (DPZ) ein. Darüber hinaus verlän­gerte die DFG die Förde­rung für ein beste­hendes Gradu­ierten­kolleg (GRK) um eine weitere Förder­periode.Weitere Informationen

 

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Geocaching
Bürgerschaftliches Engagement für mehr Sauberkeit
Mit einer neuen Mitmach-Aktion, „Geocaching“, fördern die Göttinger Entsor­gungs­betriebe (GEB) bürger­schaft­liches Engage­ment für mehr Sauber­keit in der Stadt. Bei Spiel und Spaß erfahren die Teil­neh­mer/innen außerdem Wissens­wertes rund um die facet­ten­reiche Arbeit der GEB. Über Flyer und Internet kom­mu­nizie­ren die GEB die „Spiel­regeln“.

Geocoaching

Geocaching, eine moderne Form der alther­gebrach­ten Schnitzel­jagd, ist ein weiterer Baustein zur Sen­sibili­sie­rung für eine saubere Umwelt. Auf der Cache-Suche über­nehmen die Bür­ger/in­nen aktiv Verant­wor­tung für die Sauber­keit im öffent­lichen Raum. In diesem Sinne reiht sich unser Geo­caching-Pro­jekt hervor­ragend in die Sauber­keits­kam­pagne „Jetzt bekommt der Müll ’ne Abfuhr – Einfach gemein­sam!“ ein.

Von insgesamt drei Startpunkten aus machen sich die Spieler/in­nen auf den Weg zu einem der drei Caches. Über mehrere Stationen gelangen Teil­neh­mer/innen zum Cache. Damit eine Station zur nächsten führt, gilt es, Instruk­tio­nen korrekt zu befolgen, knifflige Rätsel zu lösen, und Hin­weise klug zu kombi­nieren. Wer die finale Station aufspürt, kann sich in ein Logbuch eintra­gen. Eifrige Geocacher, die alle drei Caches erfolg­reich ausfindig machen, nehmen an einem Gewinn­spiel mit attrak­tiven Preisen teil. Sie wurden von Spon­soren bereit­gestellt.Weitere Informationen

 

Elektromobilität
CDU/FDP-Gruppe will E-Konzept für Stadtbusse prüfen lassen
Förderung durch das Land soll genutzt werden
Nach neun Jahren Pause gibt es inzwischen wieder Landes­zuschüsse für die Beschaf­fung neuer Linien­busse. Das war seit 2006 anders. In einem Schreiben des Nieder­sächsi­schen Wirtschafts­ministe­riums aus dem Jahr 2005 kündigte die CDU/FDP-geführte Landes­regie­rung nämlich eine komplette Streichung der Förder­mittel an, die im Stadtbus­bereich jährlich bis zu 500.000 Euro ausmachten. Nun kann wieder mit bis zu 40 Prozent Förder­quote bezu­schusst werden. Diese Möglichkeit will die CDU/FDP-Gruppe im Rat genutzt sehen, um den Göttinger Perso­nennah­verkehr zu moder­nisieren. Sie wird einen entspre­chenden Antrag auf der nächsten Ratssit­zung einbringen.

Arbeitsplatz eines rein elektrisch betriebenen BussesFoto: Van Hool

Da jedoch bereits bis Ende Mai festgelegt werden musste, wie viele Busse mit welcher Art von Antrieb im nächsten Jahr beschafft werden sollen, steht „zwangs­läufig … damit auch fest, dass die neuen Busse wieder einen konven­tionellen Diesel­antrieb haben werden“, bedauert in einer Mittei­lung die Gruppe. Sie will nun wenigstens für die Folgejahre ab 2017 frühzeitig und umfas­send Alter­nativen prüfen lassen. Ein Vor­schlag, der, wenn auch nicht gerade bei den Göttin­ger Ver­kehrs­betrie­ben (GöVB), so vermut­lich doch in der Politik auf breite Zustim­mung stoßen könnte, sollte sich der tech­nolo­gische Fort­schritt so weiter­ent­wickelt haben, dass die in frühe­ren Jahren dage­gen sprechen­den Argu­mente nun­mehr obsolet wären.

„Jede Umstellung des Antriebs­konzepts für unsere Stadtbusse bedeutet nicht nur andere Fahrzeug­typen, sondern auch erheb­liche Aufwen­dungen für die Versor­gungs- oder Lade­technik“, ist sich auch der Vorsit­zende der Ratsgruppe, Hans-Georg Scherer, im Klaren über die Kosten-Prob­lematik. Scherer ist zugleich Mitglied im Aufsichtsrat der GöVB. Er befürchte, dass es „noch viele Jahre“ mit der konven­tionellen und umwelt­schädli­chen Diesel­technik so weiter­gehen werde, wenn man sich nur von den Argu­menten leiten lasse, wie schwierig und teuer so eine Umstel­lung doch sei, ohne dabei auf belast­bare Daten zurück­greifen zu können.

In Südkorea fahren testweise Busse, die per Induk­tion aufge­laden werden. Induk­tion ist eine berüh­rungs­lose Technik, die sich gerade bei Elektro­klein­gerä­ten durch­zuset­zen scheint: Mobil­tele­fone, Klein­com­puter oder – bereits weit ver­breitet – Zahn­bürs­ten. Ener­gie wird dabei durch ein Magnet­feld gene­riert, das mit­hilfe eines in der Straße verleg­ten Kabels an die Speicher der Busse über­tra­gen wird, ohne dass dafür ein direk­ter Kontakt erfor­der­lich ist. Dabei kann ein Frei­raum von knapp 20 Zenti­me­tern zwi­schen der Straße und Fahr­zeug­unter­boden über­brückt werden. Zwi­schen fünf bis 15 Prozent der Strecke müssen mit solchen Induk­tions­schlei­fen verse­hen sein, im Gegen­zug können dafür klei­nere Akkus ver­wen­det werden.
Auch deutsche Groß­städte bleiben am Thema dran. Ham­burg hat seit 2015 zwei voll­stän­dig emis­sions­freie voll-elektri­sche Gelenk­busse im Einsatz, die mit Brenn­stoff­zellen betrie­ben werden und eine Reich­weite von mehr als 250 Kilo­metern haben. In Köln denkt man gerade über Elektro­busse nach – insbe­son­dere über die Speicher­techno­logie. Zwar sind Lithi­um-Io­nen-Zel­len leis­tungs­stär­ker als Blei­akku­mula­toren, benö­tigen aber mehr Platz und kön­nen nicht recycelt werden. Die Köl­ner Ver­kehrs-Be­triebe prüfen des­halb auch Blei als Alter­native.
Eine weitere Alter­nati­ve bleibt zu­meist gänz­lich außen vor: Stra­ßen­bah­nen. Sie bie­ten nach wie vor den un­schlag­bar störungs­freies­ten und kos­ten­güns­tigs­ten Betrieb, sobald die erfor­derli­che Infra­struktur dafür ge­schaf­fen wor­den ist, sowie die schnells­ten Verbin­dun­gen, stehen aber so gut wir gar nicht auf der Agenda der meis­ten Kom­mu­nen. Viel­leicht, weil man dafür sehr viel lang­fris­tiger denken und planen müsste als nur für eine Legis­latur­periode.
 

SPD und Grüne hatten sich 2006 nach langen Diskus­sionen – auch im Zusam­men­hang mit der Fein­staub-Proble­matik – beim Kauf neuer Stadtbusse auf die Diesel­techno­logie mit Rußfiltern nach Euro 5-Norm festgelegt, „diese seien in mancher Hinsicht umwelt­freund­licher als Erdgas­busse“. Die CDU-Rats­fraktion bedauerte diese „voreilige Festle­gung“ sogleich, zumal nach einer Modifi­kation Erdgas­busse auch mit Wasser­stoff betrieben werden könnten. Wobei man vielleicht dazu sagen muss, dass die Diskussion im Vorfeld der Kommu­nalwahl vom September 2006 stattfand.

Auch die GöVB kommt in diesem Zusam­men­hang bei Scherer nicht gut weg, der er eine „gewisse Unbe­weg­lichkeit“ attestiert, weil auch sie seiner­zeit bei der Diskus­sion um eine mögliche Einfüh­rung von Erdgas­bussen abgewinkt hatten. Der damalige Betriebs­rats­vorsit­zende Edwin Brämer betonte jedoch damals, dass „die GöVB die Umstel­lung der Busflotte auf Erdgas immer begrüßt“ habe. Aller­dings müsste sie an den hohen Inves­titions­kosten für die Erdgas­tank­stellen, die nicht die GöVB über­nehmen könnten, scheitern. Sämtliche Begrün­dungen sowie alle Kosten­berech­nungen, die gegen eine Umstel­lung der Busse sprächen, seien damals den zustän­digen Gremien in Politik, Rat und Verwal­tung zuge­gangen und erläutert worden.

Die CDU/FDP-Gruppe will nun genau wissen, welche Förder­möglich­keiten mitein­ander kombi­niert werden können, wie realis­tisch die Umstel­lung auf reine Elektro­antriebe oder Hybrid­formen schließlich ist und welche technischen Voraus­setzun­gen nebst Kosten dafür einzu­planen sind. „Die alter­nativen Antriebe stellen sowohl für die Umwelt wie auch für die Passanten und Fahrgäste und nicht zuletzt auch für die Fahrer und Fahre­rinnen, die am längsten den Abgasen des Voraus­fahren­den ausge­setzt sind, sicherlich einen Fortschritt dar.“

Dies bedeute zwar einen gewissen Arbeits­aufwand für die GöVB, doch was bei anderen Stadtbe­trieben möglich sei, sollte auch hier gelingen, hofft Scherer.

 

Umwelt
Klasse: Plastik fördert die Gesundheit
GöSF entdeckt neue Sportart: Geistige Klimmzüge
Da muss man erst einmal drauf kommen: je mehr Plasik, desto besser. Wegen gesund­heitsför­dernder Auswir­kungen setzt die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF) jetzt Kunststoff gleich flächen­deckend ein und planiert den Hartplatz der SVG am Sandweg nunmehr mit Kunst­rasen. Der in die Jahre gekom­mene Platz war, insbe­sondere nach den aufgrund des eintre­tenden Klima­wandels schon jetzt immer heftiger werden­den Regen­güssen, oftmals nicht mehr bespielbar.

Gesundheitsfördernd: von Natur befreiter HartplatzFoto: GöSF

Nach Mitteilung der GöSF entschied sich die Stadt deshalb, „entspre­chend der Ergeb­nisse der Sport­ent­wick­lungs­planung und auf Anre­gung der SVG“, den seit nun­mehr 35 Jahren exis­tie­ren­den Platz nicht etwa neu zu begrü­nen, son­dern in ein Kunst­rasen­spiel­feld um­bauen zu lassen. Wie prak­tisch: Das Feld wird nach Mittei­lung der GöSF „in Zukunft weni­ger Pflege und War­tung benö­tigen“, weil ja alles stö­rende Leben darun­ter, vom Re­gen­wurm bis zum Maul­wurf, erstickt wird und es wird „zusätz­lich der Gesund­heit der Aktiven zuträg­licher sein“. Nach dem Umbau sollen näm­lich deut­lich mehr Trai­nings­zeiten für den Fuß­ball zur Verfü­gung stehen, so dass die Maß­nah­me allen Göttin­ger Fuß­ball­verei­nen zu Gute kommt.

 
Seuche der Neuzeit: angeschwemmter PlastikmüllFoto: Hajj0 ms

Weder GöSF-Chef Alexan­der Frey noch Göttin­gens neuer Ober­bür­ger­meis­ter Rolf Georg Köhler, die sich den ers­ten Spa­ten­stich nicht neh­men ließen, konn­ten irgend­welche Skrupel dabei entwi­ckeln. Und das in einer Zeit, in der europa­weit über die Ein­däm­mung des Plastik­tüten­ver­brauchs disku­tiert wird oder be­stimm­te Kunst­stoffe, bei­spiels­weise in Kin­der­spiel­zeug, in der EU verbo­ten wur­den. Viele sol­cher Kunst­stoffe, etwa Poly­ethylen, sind gegen Umwelt­ein­flüsse äußerst wider­stands­fähig und bauen sich in der Natur deshalb nur schlecht ab. Wes­halb sie für Kunst­rasen­flächen umso besser geeig­net sind. Sie lagern später für Jahr­tau­sende auf Müll­depo­nien und reichern sich in der natür­lichen Nah­rungs­kette an; PVC erzeugt zum Bei­spiel beim Ver­bren­nen toxi­sche Reak­tions­pro­dukte, die Krebs auslö­send wirken können. Toxische Aus­gangs­stoffe und Zwi­schen­produkte stellen bereits während der Pro­duktion für die Arbei­ter eine Gefahr dar. Alle diese Stoffe müssen ent­sorgt werden und können zu Um­welt­schädi­gun­gen führen.

Man sollte die Millionen Tonnen Plastik­müll, die schon jetzt in den Welt­meeren umher­schwim­men und von denen kein Mensch weiß, wie man sie je wieder los wird, die als Mikro­plastik schließ­lich in Fischen und später wieder im mensch­lichen Fettge­webe landen, den ver­ant­wortli­chen Ent­schei­dungs­trägern vor die Tür kippen. Aber wahr­schein­lich nutzen sie diese ein­malige Gelegen­heit dann dazu, ihn zu Kunst­rasen zu recyclen, mit dem man dann ebenso flächen­deckend zukünf­tige Golf­plätze zupflas­tern und von ihrem natür­lichen Grün mit all seinen Gefah­ren befreien kann.

 

Erinnerungskultur
Denkmalsockel: CDU befürchtet hohe Folgekosten
Aktive finanzielle Beteiligung der Stadt stößt auf Verwunderung
Die CDU-Ratsfraktion bekräftigt ein weiteres Mal ihre Ablehnung gegen­über der geplanten und beschlos­senen Aufstel­lung eines Denk­mal-Rumpfes, der, die Gestal­tung jenes vor dem Hanno­veraner Haupt­bahnhof stehenden Originals aufgrei­fend, an die aufmüp­figen „Göttinger Sieben“ erinnern soll – und an seine Urheberin, die sich ebenfalls auf diesem Sockel verewigen wird. Zudem stößt angesichts eines Spenden­betrags von knapp einer halben Million Euro in der Fraktion auf Verwun­derung, dass sich die Stadt gleichwohl noch bei den Kosten für eine Funda­men­tierung finanziell enga­gieren will, obgleich sie doch bereits durch kosten­lose Amtshilfe aus den städtischen Fachbe­reichen in Vorleis­tung getreten ist. Um ihrer Entrüs­tung Nachdruck zu verleihen, haben die Christ­demo­kraten sogar Göttinger Steinmetz­betriebe auf ihre Seite gezogen.

Sockel

Wenn „unab­hängig vonein­ander“ zwei Göttin­ger Stein­metze mit­teilen, die gefor­der­ten Stein­metz­arbei­ten seien für einen Betrag von 120.000 Euro, aller­höchs­tens 150.000 Euro gut zu erle­digen, so kann man schon vor­sichtig fragen, wer hier gerade wie sein Schäf­chen ins Trockene bringt“, echauf­fiert sich der Vorsit­zende der CDU/FDP-Rats­gruppe, Hans-Ge­org Scherer. Und mit Blick auf die Folge­kos­ten befürch­tet die Rats­gruppe, die „knapp 15.000 Euro, die Jahr für Jahr für die Unter­hal­tung aller Göttin­ger Denk­male im Haus­halt stehen“, würden bei wei­tem nicht reichen, weil sie „allein für die Graffiti­entfer­nung von dem Möbus-Objekt ver­schlun­gen werden“. Sie ver­weist dabei auf jene relativ mick­rigen 14.900 Euro im Haus­halt der Stadt, die jähr­lich für Unter­hal­tung, Pflege und Betreu­ung von 108 Brun­nen, Denk­mälern und anderen Kunst­objek­ten im öf­fent­lichen Raum zur Verfü­gung stehen. Aller­dings: die zustän­dige Göttin­ger Kultur­dezer­nen­tin Dagmar Schla­peit-Beck hält diesen Betrag für ausrei­chend.

Vom nunmehr einge­schlage­nen Kurs abwei­chen kann sie auch gar nicht mehr, denn der in weiten Teilen der Öf­fent­lichkeit heftig um­strit­tene Sockel ist beschlos­sene Sache. Umstrit­ten vor allem des­halb, weil sich des­sen Urhe­berin Chris­tiane Möbus ziem­lich elitär in die Gruppe jener Sieben ein­reiht, die 1837 viel Zivil­cou­rage gezeigt hatten. So steuern Stadt­ver­wal­tung und Rats­mehr­heit ziel­sicher auf ein Fett­näpf­chen zu, dass sich immer dann auftut, wenn eine um­strit­tene Ent­schei­dung nicht kon­sens­fähig ist. Da helfen wohl auch keine noch so gut durch­dach­ten Gegen­vor­schläge mehr, wie sie etwa vom CDU-Mit­glied Hans Otto Arnold kom­men.

„Mit den histori­schen Na­men sol­len die heuti­gen und zu­künf­tigen Bür­ger unse­res Lan­des ange­spro­chen und zur Refle­xion ange­regt wer­den. Des­halb möch­te ich an ach­ter Stelle mit mei­ner Unter­schrift das Demo­kratie­ver­ständ­nis weiter­zu­tra­gen ver­su­chen. Denn über Dik­ta­tur, Tyran­nei und Macht­be­ses­sen­heit muss auch heu­te noch be­fun­den werden.“ Christiane Möbus
 

Der hatte – aller­dings ein Drei­viertel­jahr nach dem Ratsbe­schluss mit einer nicht gerade qualifi­zierten Mehrheit von nur drei Stim­men – das alte Reitstalltor auf dem Zentral­campus ins Gespräch gebracht, auf dessen Schau­seite bereits Georg II. verewigt ist. Auf seiner Rück­seite könnten doch, so Arnold, der auch gleich einen Entwurf parat hatte, „sieben in Stahl­rahmen geschnit­tene Silhouet­ten die Einzel­persön­lichkei­ten aus der Anony­mität“ der ganz in der Nähe befind­lichen und ebenfalls umstrit­tenen G7-Skulptur von Günter Grass heraus­holen. So würden „zwei Seiten einer Medaille [sichtbar]: Auf der einen Seite Grün­dung und Aufstieg der Univer­sität durch Georg II., König von Großbri­tan­nien und Kurfürst von Hanno­ver (Errich­tung des Reit­stalles 1734/35), auf der Rück­seite Verfas­sungs­beschnei­dung 1837 und zeit­weiser Nieder­gang der Univer­sität unter König Georg August von Han­nover“ – ein Zu­sam­men­hang, den auch der halb­wegs histo­risch bewan­derte Normal­bürger nach­voll­ziehen kann.

Doch wer zu spät kommt, den bestraft das Leben – und sei es mit einem Sockel auf dem Bahnhofs­vorplatz. Folge­kosten wegen mög­licher Graffiti sind wahr­schein­lich weniger zu erwarten. Schon jetzt nämlich werden Wetten darauf abge­schlos­sen, wie lange es dauern wird, bis Denk­mal„spechte“ den achten Namen auf dem Kunst­werk wieder ausge­meißelt haben werden.

 

Östliche Innenstadt
SPD: Klares Ja zur Stadthalle
„Die Göttinger Stadthalle muss an ihrem Platz als Ort vielfäl­tiger kultu­reller Veranstal­tungen erhalten bleiben. Das Areal der Lokhalle jenseits des Bahn­damms ist städte­baulich und kulturell für uns keine Alter­native.“ Mit dieser eindeu­tigen Aussage legen sich sowohl bau- als auch kultur­politi­sche Spre­cher/in­nen der SPD-Ratsfrak­tion hinsicht­lich der weiteren Gestal­tung und der städte­baulichen Funktion der östlichen Innen­stadt fest.

 
Tagsüber tot: StadthalleFoto: vs

Das völlig marode, vor nunmehr 50 Jahren errichtete Gebäude steht schon seit langem zur Diskussion – und bei einigen auch zur Disposition, weil sein Sanie­rungs­bedarf nicht nur außer­gewöhnlich hoch ist, sondern es selbst mit Sanie­rungen allein den heutigen Anfor­derun­gen an eine Kultur­stätte nur unzurei­chend gerecht werden kann. Die Verwal­tung taxierte bereits im Herbst 2013 die erforder­lichen Sanierungs­maßnah­men auf etwa 7,1 Mio. Euro – verteilt über einen Zeitraum von voraus­sichtlich drei bis vier Jahren. Struktu­relle Mängel wie etwa das gering­fügige Platzan­gebot und damit eine ungüns­tige Erlös­situation, die auch nicht durch eine höhere Auslas­tung verbessert werden kann, lassen sich mit solchem Geld jedoch nicht beheben.

Gleichwohl bietet diese Kultur­einrich­tung, zusammen mit weiteren wie etwa der benach­barten Ethnolo­gischen Sammlung und dem Deutschen Theater, für das Quartier ganz zweifellos ein Stück über die Funktion als Wohn- und Schlaf­viertel hinaus­gehende Lebens­qualität. Sie könnte noch gehoben werden, wäre sie auch tagsüber, optimaler­weise gar mit nicht kommer­ziellen und über­teuerten kulturellen Veran­staltun­gen, öffent­lich als Treffpunkt zugänglich, wie beispiels­weise beim – leider nur teilöffent­lichen – Spiele­autoren­treffen im Juni. Mehr Leben­digkeit könnte auch einziehen durch kultur­schaf­fende Dauer­mieter, etwa Ateliers, wie sie einmal in der ehema­ligen Voigt­schule angedacht waren.

Entwurf Pfuhlmann

Alternativen zum Bestands­erhalt, etwa der Total­abriss und/oder ein Neubau, auch in Lokhal­lennähe, waren jeden­falls schnell vom Tisch. Exponiert in der weiteren Diskus­sion um Alterna­tiven hatte sich auch der Verein KUNST e.V., welcher zu einem Wettbe­werb aufrief, der zum Teil interes­sante Ideen hervor­brachte, die, so Stadtbaurat Thomas Dienberg seiner­zeit, zumindest teilweise in die weitere Diskus­sion mit einflie­ßen könnten. Auch die Wett­bewerbs­teilneh­mer sprachen sich mit ihren Vorschlägen ganz über­wiegend für einen Verbleib der Kultur­stätte, mitunter erwei­tert durch Anbauten oder Einbe­ziehung des Albani-Park­platzes (Abb.: Entwurf von Jan Pfuhlmann), am alten Standort aus.

So auch die Sozialdemokraten in der jetzt wieder aktuell wer­denden Diskus­sion. Nicht nur ihnen ist der Albani­platz in seinem jetzigen Zustand ein Dorn im Auge. Er werde derzeit als weitest­gehend unge­ordnetes und nicht planvoll gestal­tetes Areal wahrge­nommen. „Durch den Erhalt der Stadthalle bei gleich­zeitiger Optimie­rung der stadt­räum­lichen Situation kann die ,Kultur­meile‘ Stadthalle - Ethnologie - Theater - Wilhelms­platz nach­haltig gestärkt und die angren­zende gastro­nomische Infra­struktur entwickelt und belebt werden“, ist sich deren baupoli­tische Sprecherin Sylvia Binken­stein sicher. „Alte Bilder belegen, welch städte­baulicher Schatz hier gehoben werden kann.“ Und: „Es wäre eine deutliche Aufwer­tung des Areals, wenn dort auch Raum für eine gastro­nomische Nutzung entstehen könnte.“

Die gab es früher bereits einmal an der Südseite der Stadthalle – und ist regel­mäßig gescheitert. Auch jüngere Bestre­bungen, das benach­barte Rohnsche Badehaus mit einzu­beziehen, waren nicht erfolg­reich. Es muss wohl am Umfeld liegen.

 

Kreistag
Ausländische Hilfesuchende sollen
elektronische Krankenkassenkarte erhalten

Gremium folgt einem Ratsbeschluss
Nach dem Göttinger Rat hat nun auch der rot-grün domi­nierte Kreistag einen Beschluss zur besseren gesund­heitli­chen Versor­gung von hier Asyl­suchen­den gefasst – einstim­mig. Zwar handelt es sich nur um einen Prüfauf­trag, nämlich „ob und gegebe­nenfalls welche recht­lichen Möglich­keiten zur Einfüh­rung der eCard“ zur Versor­gung im Krank­heitsfall, wie sie Bremen bereits einge­führt hat, „in Stadt und Land­kreis Göttingen jetzt schon beste­hen“, doch ist dies ein wichtiger Schritt auf dem Wege, auslän­dische Hilfe­suchende im Krank­heitsfall nicht aufgrund typisch deutscher bürokra­tischer Hemm­nisse unver­sorgt zu lassen.

 
Deutsche Bürokratie kann tödlich sein: NotaufnahmeFoto: EKW

In Hannover hat dies vor gut einem Jahr vermut­lich zum tragi­schen Tod eines Klein­kinds geführt, angeb­lich weil die Familie auf­grund des Notfalls nicht recht­zeitig einen Kranken­schein beibrin­gen konnte bzw. der von der Mutter vorge­legte nicht aner­kannt wurde, weil er nur für sie und ihre beiden älteren Söhne gegolten habe, nicht aber für das Baby. Die Klinik wider­sprach jedoch seiner­zeit dieser Darstel­lung des Anwalts der Mutter.

Bereits 2005 ist die Bremer Sozial­behörde zu einem anderen Verfah­ren überge­gangen und hat an Asyl­bewer­ber/in­nen eine digitale Kranken­kassen­karte ausge­geben. Diese Chipkarte umfasst zwar nicht alle Leis­tungen, die für eine Grund­versor­gung notwendig wären, gibt aber Betrof­fenen wie auch medizi­nischem Personal Sicher­heit hinsicht­lich der Kosten­über­nahme, sodass allein deshalb kein Hilfe­suchen­der abge­wiesen werden dürfte – was auch ohne eine solche Sicherheit einer unter­lasse­nen Hilfeleis­tung gleich­käme. Ein ähnliches Verfah­ren wurde 2012 auch in Ham­burg eingeführt.

Im Göttinger Rathaus liegt der vor ziem­lich genau einem Jahr einge­brachte Antrag derzeit auf Eis, wurde nach Über­weisung in den Ausschuss für Soziales und Gesund­heit dort „auf Betrei­ben der SPD-Dezer­nentin ,geparkt‘, ohne dass Bewe­gung in Sicht wäre“, wie die Grünen monieren. Die aller­dings hatten sich seiner­zeit selbst im Ausschuss bereit erklärt, ihren Antrag zurück­zustellen. Eine Rege­lung zwischen Stadt und Kranken­kassen sei nämlich nicht möglich, die Kassen verhan­delten nur auf Landes­ebene – und dort werde auch verhan­delt, erläuterte Dezer­nentin Schla­peit-Beck seiner­zeit. Insofern kann das „Erstaunen [darüber] densel­ben Antrag wie im Kreis hier in der Stadt gemein­sam mit der SPD u stellen, [was] an der Ableh­nung der SPD geschei­tert“ ist, so groß eigent­lich nicht sein.

 

Flüchtlinge
SPD-Oberbürgermeister und Landräte fordern mehr Finanzhilfen
Köhler: Kommunale Gestaltungsmöglichkeiten werden deutlich eingeschränkt
pdg — Angesichts der gegen­wärtigen katastro­phalen Flücht­lings­tragö­dien auf dem Mittel­meer sei noch einmal deutlich geworden, dass auf allen politischen Ebenen in Europa die humanitäre Verpflich­tung besteht, Aufnahme­bedin­gungen und die Hilfsan­gebote zu verändern und auszu­bauen, waren sich SPD-Ober­bürger­meister und Landräte kürzlich in Olden­burg einig, als sie über die aktuelle Flücht­lings-Proble­matik berieten. Es sei zu erwar­ten, dass über die bishe­rigen Prognosen hinaus die Flüchtlings­ströme weiter zunehmen werden und damit letztlich die kommu­nale Infra­struktur in beson­derer Weise gefordert ist.

Die Kommunen sind den bera­tenden Haupt­verwal­tungs­beam­ten zufolge bereit, ihrer huma­nitären Verpflich­tung vor Ort nachzu­kom­men, benö­tigen dafür aller­dings Unter­stützung, um die notwen­digen Vor­aus­set­zun­gen schaffen zu kön­nen. Dazu gehöre ande­rer­seits auch, dass Dieje­nigen, die hier offen­kun­dig kein Aufent­halts­recht bekom­men können, schnell in ihre Heimat­länder zurück­geführt werden. Gefragt seien jetzt laut Ober­bürger­meis­ter Rolf-Ge­org Köhler eine inten­sive Betreu­ung und eine um­fäng­liche Inte­gra­tions­infra­struk­tur für die Flücht­linge. Natür­lich ist dies nur mit einer ange­mes­senen Finanz­aus­stat­tung zu gewähr­leis­ten. Die gut 6.000 Euro, die pauschal pro Asylbe­wer­ber und Jahr gezahlt werden, seien Köhler zufolge längst nicht aus­rei­chend, obwohl diese zur­zeit durch Bun­des­mittel befris­tet aufge­stockt werden. Ein Betrag in Höhe von 10.000 Euro wäre nach Über­ein­stim­mung der SPD-Ober­bürger­meister und Land­räte hier ange­mes­sen. Eine solche Anhe­bung sei ins­beson­dere wichtig, damit die Erstat­tun­gen den tat­säch­lichen Auf­wen­dun­gen auch zeitnah entspre­chen.

Köhler: „Durch die zuneh­men­den Flücht­lings­zah­len und die wach­sen­den Unter­brin­gungs­prob­leme werden die kom­mu­nalen Gestal­tungs­mög­lich­keiten für die Stadt Göttin­gen deut­lich einge­schränkt, wenn für die anste­hen­den kom­mu­nalen Haus­halts­planun­gen nicht zusätz­liche finan­zielle Unter­stüt­zung zuge­sichert wird.“ Köhler begrüßt daher die Forde­rung des SPD-Bun­des­vorsit­zenden Sigmar Gabriel nach einer stär­keren Entlas­tung der Kom­munen von den Kosten. Es verbleibe aber die Verant­wor­tung des Landes Nieder­sach­sen für eine auf­gaben­gerechte Finanz­aus­stat­tung der Kom­mu­nen, die ihren Aufga­ben zuneh­mend nur durch Inan­spruch­nahme von Kassen­kredi­ten nach­kom­men könnten.

Die Nettobelastung der Stadt durch das Asyl­bewerber­leistungs­gesetz nach Abzug der vom Land erstat­teten Pauschale hat sich nach den Worten Köhlers 2014 auf 2,3 Millionen Euro belaufen. Für dieses Jahr sei mit einer Belas­tung von bis zu vier Millionen Euro zu rechnen. Die Forde­rung an Bund und Land nach noch stärkerer Kosten­beteili­gung sei daher wohl begründet, so Köhler.

 

Bildung
Fortbestand der Ganztagsgrundschulen gesichert
Vertragsunterzeichnung in Hannover
pdg — Mit der Unterzeich­nung einer Rahmen­vereinba­rung von sechs großen Städten und dem Nieder­sächsi­schen Kultus­ministe­rium zur Ausge­staltung von Ganztags­grund­schulen Anfang Mai in Hannover ist der Fort­bestand wesent­licher Elemente des „Göttinger Modells“ gesichert. Der Göttinger Stadtrat Siegfried Lieske äußerte sich anschlie­ßend erleich­tert: „Ich bin froh, dass es uns nach sehr kompli­zierten Verhand­lungen mit dem Ministe­rium gelungen ist, einen sowohl für das Land als auch für die Stadt gangbaren Weg gefunden zu haben. Mein ausdrück­licher Dank gilt dem Kultus­ministe­rium, das weit auf die beteiligten Städte zuge­gangen ist. Das war nicht selbstver­ständlich.“

„Einbeziehung der Ju­gend­hilfe uner­läss­lich“: Schul­deze­rnent Lieske Foto: Archiv
   

Die Erarbeitung der Rahmen­verein­barung war notwendig geworden, weil der seit dem Beginn des laufen­den Schul­jahres gültige neue Ganztags­schul­erlass des Kultus­ministe­riums einer Fortset­zung der bisher bewährten Praxis wider­spricht. Der Göttinger Schuldezer­nent dazu: „Der neue Erlass setzt viele positive Impulse für die weitere Entwick­lung der Ganztags­schulen, z.B. durch den verpflich­tenden Einsatz von Lehrkräften auch in soge­nannten außer­unterricht­lichen Ange­boten. Wir sind aber davon über­zeugt, dass die Bereiche­rung des schulischen Ganztags durch die Einbe­ziehung der Bildungs- und Erzie­hungs­kompe­tenz der Jugend­hilfe unerläss­lich ist.“

Seit dem Jahr 2010 engagiert sich die Stadt Göttingen durch die Beauf­tragung von freien Trägern der Jugend­hilfe in Ganztags­grund­schulen. Dies sind zurzeit die AWO, der ASC und Kinder­haus e.V. Zum Einen ermög­licht die Stadt mit ihrem Engage­ment erst die erforder­liche Qualität der pädago­gischen Angebote in der um 15.30 Uhr endenden Grund­schule, zum Anderen schafft sie für die Kinder einen orga­nischen Über­gang zur daran anschlie­ßenden Arbeit der freien Träger. Damit bietet die Stadt den Kindern und Eltern von montags bis freitags ein konti­nuier­liches und verläss­liches Betreu­ungs­angebot vom Schulbeginn am Morgen bis nach­mittags um 17.00 Uhr. Zu dem Angebot gehört darüber hinaus eine Ferien­betreuung über acht Wochen, eben­falls jeweils von 8.00 bis 17.00 Uhr.

Die Schul- und Jugend­verwal­tung der Stadt hat inzwischen den Entwurf eines auf die Stadt Göttingen ange­passten Ganztags­schulkon­zeptes erarbeitet. Beteiligt waren erfahrene Ganztags­grund­schulen und freie Träger sowie einige politische Mandats­träger. Dieser Entwurf ist am 20. April auf einer gut besuchten Veran­staltung einer breiten Öffent­lichkeit vorge­stellt worden. Im neuen Schuljahr werden 15 von 20 Grund­schulen in Göttingen Ganztags­schulen sein. Etwa 3.000 Grundschul­kinder haben die Möglichkeit, Ganztags­angebote in Anspruch zu nehmen. Insge­samt besuchen zurzeit 3.629 Mädchen und Jungen die Göttinger Grund­schulen. An der Adolf-Reich­wein-Schule wird es im neuen Schuljahr 2015/16 erstmals auch im Grund­schul­bereich den Ganztag in gebun­dener Form geben: Dienstags und don­nerstags werden alle Kinder – zunächst der ersten beiden Jahrgänge - auch am Nach­mittag in der Schule sein und von dem außer­unterricht­lichen Angebot der Lehr­kräfte sowie des freien Trägers der Jugend­hilfe profitieren.

 

Bereits in der Diskussion um den sog. „Zukunftsvertrag“ kam es 2011 zu einer Art Bürger­befragung über Haus­halts-rele­vante Entschei­dungen. An erster Stelle stand damals der Wunsch nach erhöhter Gewinn­abfüh­rung der trotz der Niedrig­zinsphase den Kunden vor­ent­halte­nen hohen Zins­gewinne der Sparkasse.Quelle: ontopica GmbH
Öffentliche Haushaltsplanung
Verwaltungschreibt Bürger/innen an
pdg — Die Stadt will die Öf­fent­lich­keit künf­tig stär­ker bei ihrer Haus­halts­pla­nung betei­li­gen. In ei­nem ers­ten Schritt wer­den rund 5.700 Bürge­rin­nen und Bür­ger, deren Na­men und Adres­sen zufäl­lig aus dem Göt­tin­ger Wäh­ler/in­nen-Ver­zeich­nis gezo­gen wur­den, an einer Um­frage teil­neh­men.

Die ent­spre­chende Post dazu geht jetzt an die ausge­wähl­ten Adres­saten, die ihre Ant­wor­ten inner­halb von zwei Wo­chen durch eine porto­freie, posta­lische Rück­sen­dung ins Neue Rat­haus schicken oder sich mit per­sön­lichen Zu­gangs­daten on­line an der Befra­gung be­tei­ligen sol­len. Erfragt wer­den die Wich­tig­keit aus Sicht der Bür­ger/in­nen von 23 kom­mu­nalen Auf­gaben­berei­chen von der Ab­fall­ent­sor­gung bis zum Woh­nungs­bau, ihre Zufrie­den­heit mit die­sen Poli­tik­fel­dern, ihre Be­reit­schaft, dort bera­tend oder aktiv mit­zuar­bei­ten und einige Anga­ben zur Per­son. Für alle Da­ten, die ohne Ver­bin­dung mit einem Na­men ge­spei­chert wer­den, gelten die stren­gen Vor­schrif­ten des Daten­schut­zes und des Sta­tistik­geset­zes. Sie sind, heißt es in einer Mittei­lung der Stadt, aus­schließ­lich für statis­tische Aus­wer­tun­gen bestimmt.

Die Ergeb­nisse der Um­frage sollen nach den Wor­ten von Ober­bür­ger­meis­ter Rolf-Georg Köh­ler Ein­fluss neh­men auf die Bera­tun­gen der politi­schen Gre­mien über den Haus­halt 2016. Es sei gerade in Zeiten knap­per Finanz­mit­tel wich­tig, die Mei­nung der Bür­ger/in­nen bei der Haus­halts­pla­nung einzu­bezie­hen. Köhler appel­lier­te an die für die Um­frage ausge­wähl­ten Göt­tin­ger/in­nen, sich aktiv zu betei­ligen und den Fra­gen voll­stän­dig ausge­füllt an die Ver­wal­tung zurück­zusen­den. „Kon­krete Ergeb­nisse gibt es nur, wenn sich mög­lichst viele an der Um­frage betei­ligen“, erklärte der Ober­bür­ger­meister.

 

Umwelt
BUND: Öffentliches Grün arten- und strukturreich gestalten
Kreisgruppe Göttingen appelliert an Verwaltung und Politik, Wildbienen stärker zu schützen

 
Für Städter oft nur „Unkraut“: Wiesenkerbel im öffentlichen Stadtraum in GöttingenFoto: vs

In einem Offenen Brief appelliert die Kreis­gruppe Göttin­gen des Bundes für Umwelt und Natur­schutz e.V. (BUND) an Stadt­ver­wal­tung, Natur­schutz­beauf­tragte und die Frak­tionen im Rat der Stadt Göt­tin­gen, sich stärker für ein viel­fäl­ti­ges Stadt­grün einzu­set­zen. „Blü­hende Felder, arten­reiche Wie­sen und ein viel­fäl­tiges Stadt­grün sind ein wert­volles Gut, sowohl für eine Viel­zahl von Tieren und Pflan­zen, als auch für uns Men­schen“, heißt es darin. Diese kost­baren Lebens­räu­me würden jedoch im­mer selte­ner, worun­ter nicht nur zahl­reiche Arten le­iden, son­dern die Lebens­quali­tät der Men­schen.

Bis zu 80 Prozent der Ernte­erfolge aus der Region hängen von der Bestäubung durch Insekten ab, wozu insbe­sondere die heimi­schen Wildbienen beitragen, deren Bestände jedoch durch den Einsatz von Pestiziden und vor allem durch monotone Grünflächen zurückgehen. „Wildbienen­schutz leistet also nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Arten­schutz, sondern dient auch unmit­telbar den Menschen in der Region“, heißt es weiter. Mit nur wenigen Maßnahmen könne auch die Stadt Göttingen ihren Beitrag zu mehr biolo­gischer Vielfalt leisten, indem das öffentliche Grün arten- und strukturreich gestaltet wird.Weitere Informationen

 

Migranten
Geduldete dürfen künftig eigenes Konto führen

Geothermie
Untersuchungen beendet

Die geophysikalische Erkun­dung des Unter­grun­des, mit der einige Göttin­ger Presse­organe Ängste und Auf­lage stei­gerten, wurden inzwi­schen, ohne dass weitere Vor­komm­nisse bekannt wur­den, erfolg­reich abge­schlos­sen. In den ver­gan­genen zwei Wochen hatte ein Mess­trupp mit bis zu vier speziel­len Vibra­tions­fahr­zeu­gen die geo­logi­schen Ver­hält­nisse unter­halb Göttin­gens mit seis­mi­schen Verfah­ren unter­sucht. Nun er­folgt die Aus­wer­tung der Daten.

 

In Göttingen sollen künftig Kontoeröff­nungen für Gedultete möglich sein, obgleich die geltende Rechts­lage dies in Deutsch­land nicht vorsieht. Bei einer Konto­eröff­nung muss nämlich ein amt­liches Identitäts­papier mit Lichtbild vorgelegt werden, was für Geduldete so gut wie unmög­lich ist. Ihre Duldung allein wird nicht als amtliches Identitäts­papier akzeptiert, ein eigenes Konto bleibt ihnen damit verwehrt.

Tugcu

Nach einer Pressemit­teilung haben die Grünen sowie der Integra­tionsrat Göttingens Ober­bürger­meister Rolf-Georg Köhler davon über­zeugen können, sich für die Konto­eröffnung von Gedul­deten einzu­setzen. „Da die Sparkasse Göttingen Teil der kommu­nalen Familie ist, sind Ratsent­scheidun­gen und das Wort des Ober­bürger­meisters, der auch im Verwal­tungsrat der Sparkasse sitzt, bindend – in diesem Fall ein echter Gewinn für Geduldete in Göttingen“, freut sich der migra­tions­politische Sprecher der Grünen-Fraktion im Rat, Mehmet Tugcu (Abb.). Dies sei ein aktiver Schritt in Richtung Willkom­mens­kultur und erleich­tere vielen nach Göttingen Geflüch­teten ihren Lebens­alltag.

 

Inklusion
Grüne: Interkommunale Steuerungsgruppe
braucht Fachbegleitung Betroffener

Menschen mit Behinde­rungen werden an der Steue­rung des Inklusions­prozesses in Göttingen nicht ausrei­chend beteiligt. Zu diesem Ergebnis kommen ein­vernehm­lich die behinderten­politischen Sprecher/innen der Grünen und der SPD im Rat, Sabine Morgen­roth und Elvan Tekin­dor-Freyjer. Gemein­sam fordern sie die Einrich­tung eines beglei­tenden Fach­gremiums von Bürger/innen mit unter­schied­lichen Beein­trächti­gungen.

 
Noch ein langer Weg: praktizierte InklusionFoto: Rainer Böhm

„Wir brauchen den fach­lichen Rat von Exper­tinnen und Experten in eigener Sache. Wir werden dem Anspruch der UN-Behin­derten­rechts­konvention nicht gerecht, wenn wir deren Anfor­derung ,Nicht ohne uns über uns‘ in der Steuerungs­gruppe keinen Stellen­wert geben“, erklären die beiden Fachfrauen. Vor sechs Monaten wurde auf Beschluss des Göttinger Stadt­rates und des Kreistags eine inter­kommu­nale Steuerungs­gruppe mit Arbeits­gruppen für den Inklusions­prozess einge­richtet. Die seither gesam­melten Erfah­rungen machen ein Nach­steuern erfor­derlich, so Tekin­dor-Freyjer: „Die bisherige Beteili­gung ehren­amtlicher Mitglieder der Behin­derten­beiräte von Stadt und Landkreis ist sinnvoll, reicht aber in der Praxis nicht aus.“ Der Zusam­menhang zwischen Beein­trächtigun­gen, daraus resultie­renden Bedarfen und erforder­lichen Maßnah­men gestalte sich so komplex, dass eine breitere Beteili­gungs­basis unum­gänglich erscheint, erläutert Morgen­roth: „Es ist einfach ein großer Unter­schied, ob jemand gehörlos, blind, auf den Rollstuhl ange­wiesen, bettlä­gerig oder geistig beein­trächtigt ist.“

Gemein­sam fordern Morgen­roth und Tekindor-Freyjer daher für die Steuerungs­gruppe ein beglei­tendes bera­tendes Gremium, das die Vielfalt körper­licher, psychischer, kommu­nikativer und geistiger Beein­trächti­gungen schon durch seine perso­nelle Zusammen­setzung und Expertise in eigener Sache ange­messen abbildet.

 

Wohnungsmarkt
Güntzler: Mietpreisbremse für Göttingen vielleicht nicht relevant
Im Gegensatz zu vielen Studie­renden kann sich der Göttinger Bundes­tagsabge­ordnete Fritz Güntzler (CDU) durchaus vorstellen, dass es in der Univer­sitäts­stadt möglicher­weise gar keine ange­spannte Situation auf dem Wohnungs­markt gibt. So äußerte er sich angesichts des gerade erst vom Bundestag verab­schie­deten Gesetzes zur Dämpfung des Miet­anstiegs auf ange­spannten Wohnungs­märkten.

Göttingen brauche jetzt erst einmal Fakten zum Wohnungs­markt, mahnt der MdB an: „Ein Puzzleteil wäre hier die Erstel­lung eines qualifi­zierten Mietpreis­spiegels. Bislang ist gar nicht sicher, ob Göttingen über­haupt einen ange­spannten Wohnungs­markt im Sinne des Gesetzes hat und so die Einfüh­rung der Mietpreis­bremse in Göttingen zum Zuge kommen kann. Auch die einzel­nen Bereiche müssten genau abge­grenzt werden“, so der Abgeord­nete. Nur Fakten könnten dann die Entschei­dung bringen, ob Göttingen einen ange­spannten Wohnungs­markt habe, den man durch die Preis­bremse dann entzerren kann oder ob nicht vielmehr Städtebau­förde­rung der richtige Weg sei.

Laut Gesetz sind vier Indikatoren vorge­sehen, um einen Wohnungs­markt als ange­spannt zu definieren:

  • die Mieten steigen deutlich stärker als im Bundes­durchschnitt,
  • die durch­schnitt­liche Mietbe­lastung über­steigt den bundes­weiten Durch­schnitt deutlich,
  • die Wohn­bevölke­rung wächst, ohne dass gleich­zeitig erforder­licher Wohn­raum geschaffen wird,
  • es besteht geringer Leer­stand bei großer Nachfrage.

Erst nach Beantwortung all dieser Fragen könne man dann den nächsten Schritt gehen. Jetzt seien nach Güntzlers Meinung erst einmal die Bauver­waltung und der Ober­bürger­meister gefragt, „ihre Hausauf­gaben zu machen“, so Güntzler.

 

Flüchtlingsunterkünfte
Bürgerinitiative kritisiert „konzeptlosen Baubeginn“
Die Bürgerinitiative Zukunft Zietenter­rassen sieht „mit großem Unbehagen“, dass die ersten Vorberei­tungen zum Bau der Sammel­unter­kunft auf den Zieten­terras­sen begonnen haben, ohne dass die Stadt bislang die verspro­chenen Eckpunkte des Betreiber- und Umfeld­konzep­tes vorge­legt hätte. Sie vermutet einen Rückstand beim Betreiber­konzept.

In einer Pressemitteilung äußert die Bürger­initiative Zukunft Zieten­terras­sen (BiZZ) ihr Unver­ständnis darüber, dass bereits mit den Bauar­beiten begonnen wurde, obgleich die Rahmen­bedin­gungen für den Betrieb noch unge­klärt seien. Es sei – jedenfalls offiziell – nicht geklärt, wer die Sammel­unter­kunft im Alltag betreiben solle, wie die Betreu­ung über die fünfjährige Betriebs­dauer hinweg organi­siert werde, welches Zahlenver­hältnis von hauptamt­lichen und ehrenamt­lichen Kräften gelte und welche Integra­tionsan­gebote mit Blick auf die zu erwar­tende Belegung der Unter­kunft über­haupt in Frage kämen, listet die BiZZ auf.

Unter Verweis auf Presse­meldun­gen bezweifelt sie zudem die Tragfä­higkeit des bisherigen Konzeptes, weil offenbar deutlich weniger Flücht­linge nach Göttingen kämen als bislang ange­nommen. Aktuelle Zahlen belegten zudem einen erheb­lichen Rückgang von Zuwan­derern aus dem Kosovo, deren Chancen auf Verbleib in Deutsch­land ohnehin deutlich gesunken sei.

„Die Stadt hat die Zietenter­rassen als Standort – angeblich – vorwiegend wegen der guten Integra­tionsbe­dingun­gen ausge­wählt. Wenn nun aber deutlich wird, dass der Anteil an Flücht­lingen mit realis­tischer Aussicht auf längeren Aufenthalt in Deutsch­land gering ist, muss der aufwändige Großbau einer sehr teuren Sammel­unter­kunft hinter­fragt werden. Es wird schon jetzt deutlich: Die Planungs­annahme von Verwal­tung und Politik sind fragwürdig, der Aufwand ist unver­hältnis­mäßig und die Erfolgs­aussich­ten des Vorha­bens sind offen“, ist sich die Bürger­initia­tive sicher.

Was verwundert. Denn je geringer der Zustrom aus anderen Kultur­kreisen ist, desto weniger Friktionen dürften sich daraus ergeben, was wiederum die Inte­grations­bemühun­gen, sofern sie von keiner Seite unter­laufen werden, leichter zum Erfolg führen dürfte.

 

Fundsachen
SPD will herrenlose Fahrräder verschenken
Die Göttinger SPD-Ratsfraktion spricht sich dafür aus, Fahrräder, die sonst zur Aufbes­serung des städti­schen Haus­haltes versteigert werden, an Flücht­linge und andere bedürf­tige Menschen zu verschen­ken.

 
Fahrradstadt Göttingen; „Sollte hier auch möglich sein“Foto: vs

Ein eigenes Fahrrad verbessere die Lebens­qualität der Betrof­fenen deutlich, meint dazu der Vorsit­zende des Sozialaus­schusses, Dr. Klaus-Peter Hermann. „Wir schlagen daher vor, die vom städti­schen Baube­triebshof gesam­melten Fahrräder aufzuar­beiten, zu repa­rieren und anschlie­ßend den betrof­fenen Menschen zur Verfü­gung zu stellen.“

„Zeichen von Willkommenskultur“: Klaus-Pe­ter HermannFoto: SPD

Gerade für Menschen mit schmalem Einkom­men, dazu gehörten Flücht­linge genauso wie andere bedürf­tige Menschen, bedeute gesell­schaft­liche Teilhabe auch die Möglich­keit mobil zu sein, erläutert Hermann weiter und nimmt sich zum Vorbild für diese Aktion das Sozialamt der Landes­haupt­stadt Stuttgart. Dieses hat in Koope­ration mit weiteren Projekt­partnern ein ähnliches Projekt bereits im Sommer 2014 ins Leben gerufen. Durch die Beteili­gung von Projekt­partnern konnte sicher­gestellt werden, dass die Fahrräder verkehrs­sicher herge­richtet wurden.

„Eine ähnliche Aktion sollte in der Fahrrad­stadt Göttingen eben­falls möglich sein“, so Hermann. Die SPD-Rats­fraktion möchte deshalb die alljährliche Verstei­gerung von Fahrrädern zumindest in diesem Jahr aussetzen. Statt­dessen soll der Bestand der Fahrräder in der Fahrrad­werkstatt der Beschäf­tigungs­förde­rung kAöR aufgear­beitet und an hier in Göttingen lebende Flücht­linge und andere bedürftige Menschen in einer zentralen Aktion verschenkt werden. Auch das sei ein Zeichen von Willkom­mens­kultur.

 

Kriminalität
Landeskriminalamt startet zweite Dunkelfeldstudie
40.000 Bürger/innen werden angeschrieben
Die Kriminologische Forschungs­stelle (KFST) des Landes­kriminal­amtes Nieder­sachsen (LKA NI) führt ab Februar 2015 eine weitere Befragung zum Dunkel­feld der Krimi­nalität in Nieder­sachsen durch. In Deutsch­land einzig­artig, begann das LKA NI schon mit einer ersten Befragung im März 2013, um Infor­mationen über die nicht zur Anzeige gebrachte Krimi­nalitäts­lage in Nieder­sachsen zu erlangen.

Dunkelfeldstudie

Die Erkennt­nisse dieser von Beginn an auf Wieder­holbar­keit ange­legten Studie ergänzen die Polizei­liche Kriminal­statistik um unmit­telbare Erfah­rungen der Bevölke­rung und vervoll­stän­digen so das Bild von der Krimi­nalitäts­lage im Land und schließen bisherige Erkenntnis­lücken.

Um auch weiterhin aktuelle Tendenzen und Entwick­lungen des Krimi­nalitäts­gesche­hens aus Sicht der Bevöl­kerung zu erkennen, schließt sich nunmehr eine weitere landes­weite Befra­gung an. Parallel dazu werden auch Schles­wig-Hol­stein und Mecklen­burg-Vor­pom­mern eine Dunkel­feld­studie nach nieder­sächsi­schem Muster durch­führen, sodass nach Abschluss auch ein Vergleich zwischen den Bundes­ländern möglich sein wird.Weitere Informationen

 

Kunstquartier
Grüne kritisieren Stadtratsbeschluss
OB Köhler: „Projekt von nationaler Qualität“ / CDU/FDP: „Massive Einschnitte für andere“
Pragmatisch-visionslos wenden sich die Göttinger Grünen gegen einen Stadtrats­beschluss zur weiteren Förderung eines Göttinger Kunst­quartiers im Nikolai­viertel, nur „weil sich aus dem Bund ein warmer Geldregen über die Stadt ergießt“ – und lassen damit einen inzwischen inter­national hoch geachteten Verleger und Kunst­förderer ziemlich im provin­ziellen Regen stehen. Sie stehen damit allerdings nicht allein, sondern haben weitere konser­vative Bedenken­träger an ihrer Seite.

Die Kritik der Grünen geht ins Grund­sätzliche: „So begrü­ßenswert die Einrich­tung einer Kunsthalle in Göttingen ist, so frag­würdig ist die Kultur­politik, in deren Kontext die Entschei­dung steht“, meint der Sprecher des Kreisver­bands, Mathis Wesel­mann. Während die Stadt seit Jahren vor allem auf den Bestands­erhalt setze, werde jetzt wegen des „warmen Geldregens“ unter hohem Zeitdruck ein neues Projekt ange­stoßen. Das sei unter solchen Umständen ein proble­mati­sches Signal: Man müsse Verwaltung und Stadtrat schon fragen: „Auf welcher anderen Grundlage als einem positi­vem Bauch­gefühl wurde diese Entschei­dung getroffen?“

„Schwache politische Lobby“: Top-saniertes Städtisches Museumvs

Woran sich Grüne und andere Kritiker reiben ist, dass der Bestands­schutz für die klei­neren Kultur­ein­rich­tun­gen in Göttin­gen gefähr­det sein könnte. Die bis­herige Umset­zung des Ent­schul­dungs­hilfe­ver­trags und die jüngsten Kür­zungs­vor­schläge bei Stadt­archiv und städti­schem Museum hätten hinrei­chend gezeigt, dass im Zweifel bei den Ein­rich­tungen mit der schwächs­ten politi­schen Lobby gespart würde.

Weselmann fordert daher eine offene Debatte über die Kultur­förde­rung der Stadt – es wäre nicht die erste. Der Fokus solle von der Förde­rung großer Spiel­stätten auf den Aufbau einer Infra­struktur für Kultur­schaf­fende verla­gert werden: „Wir sollten nicht so stark den Konsum von Kunst subven­tionie­ren sondern Kreati­vität fördern.“ So sei bei­spiels­weise eine stärkere Ver­knüp­fung von städti­scher Theater­land­schaft und freier Theater­szene wün­schens­werter als die Sub­ventio­nie­rung von Ein­tritts­preisen. Die bis­herige Förder­praxis müsse gerade bei den großen Kultur­ein­rich­tun­gen hinter­fragt werden. Das Göttinger Sym­phonie­orches­ter werde beispiels­weise zu über 50 Prozent aus städti­schen Mitteln finan­ziert, spiele aber zu 60 Prozent in anderen Städten. Dies müsse offen disku­tiert werden. Aller­dings geht Wesel­mann nicht darauf ein, wie anders eine solche Kultur­ein­rich­tung den – nicht zuletzt auch durch die Politik vor­gege­benen – zu erwirt­schaften­den Eigen­anteil herein­bekom­men soll, wenn nicht durch Auftritte in der Region.

Wegen der Deckelung der freiwilligen Leistungen auf 3,24 Pro­zent des Haus­halts, anderer­seits aber regel­mäßi­ger Ste­ige­rungs­raten bei den Zuschüs­sen von Deut­schem Theater und Sym­phonie Orchester beob­achtet der Verein KUNST die Dis­kus­sion um die Finan­zie­rung des geplan­ten KuQua zwar „mit großem Inter­esse, aber auch mit Sorge“. Grund­voraus­set­zung dafür sei aller­dings, dass das zu erstel­lende Kon­zept durch­dacht und gerade auch im Hin­blick auf die ent­stehen­den Kosten über­zeu­gend und belast­bar sei, heißt es in einer Erklä­rung des Vereins, die wäh­rend der KUNST-Gala in der Stadt­halle verle­sen wurde.

Weselmann weiter: „Die Frage ist nicht so sehr, ob wir alle großen Kultur­einrich­tungen in der jetzigen Form am Leben halten könnten – wir können es wahr­schein­lich nicht –, sondern ob das über­haupt das richtige Ziel wäre.“ Göttingen also als Stadt, die Wissen schaft – aber in puncto Kultur kleine Brötchen backend vor sich hin­dümpelt? Ober­bürger­meister Rolf Georg Köhler hat in seinem nur wenige politische Akzente setzenden Neujahrs­grußwort am 6. Januar in der Stadthalle zumindest bei diesem Thema klar Stellung bezogen und dagegen­gehalten: „Dass wir im Augenblick noch nicht auf alle Fragen eine Antwort haben, kann doch nicht bedeuten, sich von diesem Projekt nationaler Qualität zu verab­schieden, von einem Projekt, das auch ein städte­bauliches Signal für die südliche Innen­stadt bedeutet.“ Insofern gelte es auch, Prioritäten zu setzen: „Wenn wir ein neues Projekt umsetzen, eine neue Aufgabe über­nehmen wollen, müssen wir uns im Zweifels­fall von einem alten Projekt trennen, müssen wir auf eine andere Aufgabe verzichten.“

DownloadGleichwohl kann es nicht schaden, dabei auch die Mehrheit der Bürger hinter sich zu wissen. Die Rede von Rolf Georg Köhler können Sie hier im Wortlaut nachlesen.

CDU/FDP-Gruppe warnt vor weiteren teuren Risiken
CDU und FDP im Göttinger Rat warnen ebenfalls bereits seit längerem vor nicht abseh­baren finan­ziellen Risiken durch das geplant Kunst-Quartier. Sie fühlen sich darin „durch qualifi­zierte Kritik von sachkun­digen Bürgern in Leser­briefen und Anschreiben in ihrer Ablehnung bestätigt. Im Verlauf der Debatte seien zudem neue Probleme und Gefahren aufgetaucht, die im Zweifel wiederum zu Lasten anderer Göttinger Kultur­institu­tionen gehen würden. „Zudem werden, wie bei der Debatte um den künftigen Standort des Städtischen Museums, bisherige Entschei­dungen ins Gegenteil verkehrt, zunächst zielge­richtet inves­tierte Gelder werden dann wohl sinnlos in die Luft geblasen worden sein,“ heißt es in einer Stellungnahme.Weitere Informationen

 

Verbraucherzentrale Niedersachsen
Mehr als 111.000 Ratsuchende in 2013
Mehr als 111.000 Verbraucher in den Beratungs­stellen, am Ver­brau­cher­telefon, per Brief, Mail oder bei Vorträgen suchten im vergangenen Jahr Rat und Hilfe bei der Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen als Anlauf­stelle zu allen Aspekten des Ver­brau­cher­alltags. Ob unbe­rechtigte Inkasso­forde­rungen, Abmah­nungen wegen Urheber­rechts­ver­stößen, unter­gescho­bene Verträge an der Haustür oder am Telefon oder Ärger mit dem Strom- bzw. Tele­kommu­nikations­anbieter: Fragen zu Ver­brau­cher­recht, Telefon und Internet waren im vergan­genen Jahr unver­ändert hoch. Das ist u.a. ein Ergebnis der Jahres­bilanz 2013.

B3 VZN Göttingen
Themen der Göttinger Beratungsstelle 2013Grafik: VZN

Die seit dem vergangenen Jahr endlich wieder auf 1,5 Mio. Euro jährlich erhöhte Finanz­hilfe des Landes stellt erst­malig seit vielen Jahren die Ver­brau­cher­schützer wieder auf eine halbwegs solide Basis. Mit der gesetz­lich abge­sicher­ten Förde­rung könne man die erfolg­reich einge­leitete Struktur­reform weiter voran­bringen und mit der Bünde­lung von Beratungs­kompe­tenz in den neuen Regional­zentren biete die Ver­brau­cher­zen­trale Ratsu­chenden ein zukunfts­fähiges und modernes Erschei­nungs­bild mit verbes­sertem Service und Ange­boten“, resumiert Geschäfts­führerin Petra Kristandt. Zuvor hatte die Ver­brau­cher­zen­trale längere Zeit mit Mittel­kürzun­gen durch die Politik zu kämpfen, die landes­weit zu etlichen Schlie­ßungen von Bera­tungs­stellen führten.

Randolph Fries ist im Juli zum neuen Vorsit­zenden gewählt worden. Der Geschäfts­führer des Deutschen Mieter­bundes Nieder­sachen-Bre­men e.V. und bisherige stellver­tretende Vorsit­zende über­nimmt damit das Amt von Sigrid Leuschner, die nicht mehr kandi­dierte. Leuschner führte die Organi­sation zwanzig Jahre lang: „Mit ihrer lang­jährigen politi­schen Erfah­rung als Mitglied de nieder­sächsi­schen Land­tages hat sie sich vor allem in den immer wieder bedroh­lichen Finanz­situatio­nen souverän bei der Landes­regie­rung für die Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen stark gemacht. Sie hat maßgeb­lich dazu beige­tragen, dass die Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen heute finan­ziell besser aufge­stellt ist“, würdigte der neue Vorsit­zende die Arbeit seiner Vorgän­gerin.

Aktuell auf der Tages­ordnung der Ver­brau­cher­schützer steht das Thema Frei­handels­abkom­men TTIP (Trans­atlanti­sche Handels- und Inves­titions­partner­schaft) zwischen der EU und den USA. Zu befürchten steht eine deut­liche Aufwei­chung der Stan­dards beim Ver­brau­cher­schutz (z.B. der Sicherheit und Hygiene bei Lebens­mitteln), weshalb die Mit­glieder­versamm­lung eine Reso­lution zu TTIP verab­schie­det hat. Damit unter­stützen die Dele­gierten die Landes­regie­rung in ihren Forde­rungen gegen­über der EU-Kommis­sion und appel­lieren an die Bundes­regie­rung, sich für bewährte Ver­brau­cher­schutz­stan­dards einzu­setzen. „Wir fordern u.a. mehr Trans­parenz und die Beibe­haltung des Vorsorge­prinzips. Es gilt, Schäden vorzu­beugen und nicht wie in den USA, Schäden teuer zu repa­rieren. Dies ist ein Grund­prinzip in der EU-Wirt­schafts-ordnung, an dem nicht gerüttelt werden darf“, betont Vorsit­zender Randolph Fries. Sein eben­falls neu gewählter Stellver­treter Ulrich Gransee ergänzt: „Besorg­niserre­gend ist auch, dass künftig Ver­brau­cher­rechts­stan­dards als Eingriff in die Geschäfts­interes­sen von trans­national agierenden Unter­nehmen ange­sehen und diesen Unter­nehmen Sonder­rechte einge­räumt werden.“ Die Gewähr­leistung der wirtschaft­lichen Selbst­bestim­mung der Ver­brau­cher­ werde dadurch in hohem Maße in Frage gestellt.
Der Jahresbericht 2013 der Verbraucherzen­trale Niedersachsen steht als Download unter www.verbraucherzen­trale-niedersachsen.de/Jahresberichte zur Verfügung.

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Sommerferien bis 8. September

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Rechtsradikalismus
Demo gegen Neo-Nazis
die Göttinger Grünen rufen zur Beteiligung am Protest gegen den angekündigten Aufmarsch rechtsradikaler Dumpfbacken in Bad Nenndorf am 1. August auf. Im Wincklerbad in Bad Nenndorf wurden in den ersten Nachkriegsjahren Nazi-Verbrecher von britischen Militärbehörden interniert und verhört. Seit 2006 betreiben Nazis an dieser Stelle jährlich Opferkult, wobei die Gewaltbereitschaft des rechten „Gedenkbündnisses“ immer wieder deutlich wurde. Im Jahr 2010 entwickelte sich die Veranstaltung zum drittgrößten regelmäßigen Naziaufmarsch in Deutschland - nach Dresden und Magdeburg. Nur dem entschiedenen Widerstand ist es zu verdanken, dass dieser Entwicklung Einhalt geboten und entgegen gewirkt werden konnte. Die Kundgebung und der Demonstrationszug des Bündnisses „Bad Nenndorf ist Bunt“ beginnen um 10.30 Uhr am jüdischen Gedenkstein in der Kurhausstraße in Bad Nenndorf.
Treffpunkt am 1. August um 6.45 Uhr am Bahnhof. Gemeinsame Abreise um 7.07 Uhr von Gleis 6. Um 9 Uhr Treffen der auswärtigen Demonstrant/innen in Hannover, anschließend gemeinsame Weiterzureise. Der Nazimarsch ist angemeldet von 12 bis 20 Uhr. Eine ausreichende Verpflegung wird deshalb empfohlen.

Elliehausen
Sanierungsarbeiten
an Gashochdruckleitung

Umleitungen in Elliehausen
pdg — An der Gashochdruckleitung der Gas-Union GmbH von der Station Göttingen-Elliehausen nach Lenglern müssen im Kreuzungsbereich der K37 (Hermann-Kolbe-Straße / Am Eikborn) ab Montag, 3. August, bis voraussichtlich zum 11. September Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Weil die Leitung im Kreuzungsbereich der Straße vollständig freigelegt werden muss, ist eine Vollsperrung der Straße zwischen dem Abzweig „Willy-Eichler-Straße“ und dem Abzweig „In der Klappe“ erforderlich. Die ausgeschilderte Umleitung erfolgt in beide Richtungen über die Otto-Brenner-Straße – Rekesweg – Gesundbrunnen.
Wegen der mehrwöchigen Arbeiten an der Gasleitung werden die Linien 71/72 der Göttinger Verkehrsbetriebe über Gesundbrunnen, Otto-Brenner-Straße und Hermann-Kolbe-Straße für ca. sechs Wochen umgeleitet. Linie 71 fährt nach der Haltestelle „Kleehöfen“ über die Esebecker Straße und bedient die Haltestellen „Ersatzhaltestelle Gesundbrunnen“, „Diedershäuser Straße“, „Talgraben“, „Lehnshof“, „Gerhard-Zillich-Straße“, „Wilhelm-Berg-Straße“ und dann weiter nach Plan. Linie 72 hält nach der Haltestelle „Kauf Park“ an den Haltestellen „Gerhard-Zillich-Straße“, „Lehnshof“, „Talgraben“, „Diedershäuser Straße“, „Gesundbrunnen“ „Am Burggraben“, „Wilhelm-Berg-Straße“ und dann ebenfalls weiter nach Plan. Für die Gegenrichtungen beider Linien gilt der Umleitungsplan entsprechend. Die Baustellenfahrpläne sind auf der GöVB-Homepage abrufbar. Da im Kreuzungsbereich der Straße oberhalb der Gasleitung Baumbestand vorhanden ist, sind Fällungen über einen Bereich von rund 15 Metern rechts und links der Leitung unvermeidlich.

Grüne/SPD
Wut auf Bundesregierung
Ehemals unabhängige Patientenberatung
soll privatwirtschaftlich ausgerichtet werden

Göttinger Grüne und Sozialdemokraten sind empört über die Absicht der Bundesregierung, die bislang unabhängige Patientenberatung in privatwirtschaftliche Hände zu geben. „Die Vergabe dieser Dienstleistung an [die Firma] Sanvartis zeugt von mangelndem Fingerspitzengefühl und deutet darauf hin, dass der Gesundheitspolitik der Regierung Merkel die Anbindung an die Realitäten vor Ort zunehmend verloren geht“, beklagen Grüne ebenso wie die SPDler, die mit der beabsichtigten Beauftragung [eines] gewinnorientierten, noch dazu Kassen-nahen Unternehmens die bislang gewährleistete Patientenberatung gefährdet“ sehen. Deren Unab­hän­gigkeit durch gemeinnützige Träger – in Göttingen durch das Gesundheitszentrum – müsse erhalten bleiben. Das Bundes­gesund­heits­ministe­rium will hingegen die Duis­burger Firma Sanvartis ab 2016 mit der bundes­weiten Bera­tung beauf­tragen.Weitere Informationen

Herdprämie
Göttinger SPD für Krippenausbau
Es wäre schon verwunderlich, wenn die örtliche Gliederung der Sozialdemokraten anderes verlauten hätte lassen als deren Bundesgremien: auch sie spricht sich für einen Ausbau von Kindertagesstätten aus, nachdem nun durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen die von vielen belachte „Herdprämie“ Gelder dafür prinzipiell frei werden und sich konservative CSUler mit ihrem baye­rischen Dick­schädel und schon krank­haftem Bemü­hen nach Sonder­wegen aber­mals nicht durch­setzen konnten – wie schon bei der Auto­bahn-Maut. „Im Jahr 2014 wurden über 375.000 Euro Betreuungsgeld über die Bundeskasse in Göttingen an Eltern ausgezahlt. Wir erwarten, dass diese Summe auch in Zukunft für Kinder in Göttingen zur Verfügung steht“, meint Helmi Behbehani, Vorsitzende des Jugend­hilfe­ausschus­ses. Der Bedarf an Krippen­plätzen sei in Göttingen weiterhin groß. Ein Betreu­ungs­geld sei nach wie vor sowohl bildungs­politisch als auch hinsicht­lich der Gleich­stellung von Frauen und Männern das falsche Instru­ment, erfor­derlich sei vielmehr eine weitere Verbes­serung der Qualität in der früh­kind­lichen Bil­dung.

Neues Statistik-Journal
In der Publikationsreihe des Referates Statistik und Wahlen der Stadt Göttingen „Göttinger Statistik - Journal“ ist soeben die Ausgabe 1/2015 dieses vierteljährlichen Berichtsdienstes erschienen. Er präsentiert für die Monate Januar bis März eine Vielzahl von Daten und Fakten über die Stadt Göttingen mit farbigen Grafiken. Die neue Ausgabe des Göttinger Statistik-Journals weist auf die abgeschlossene 1. Bürger­umfrage der Stadt Göttingen zum Haushalt 2016 hin. Ein weiterer Text vergleicht die Aus­gabesi­tua­tion in sieben niedersächsischen Kommunen im Bereich des Asyl­bewer­ber­leistungsgesetzes für die Jahre 2012 bis 2014.
Die aktuelle Ausgabe ist beim Referat Statistik und Wahlen im Neuen Rathaus oder online (www.goesis.goettingen.de Statistische Publikationen) erhältlich. Online finden sich auch weitere statistische Informationen zur Stadt Göttingen und ihren Gebietsteilen.

Amtsblatt No 10
pdg — Die frühzeitige Bürgerbeteiligung für den Bebau­ungs­plan Göttingen-Weende Nr. 56 „Südlich Fried­rich-Ebert-Stra­ße“ und für die damit verbundene, gleich­namige Ände­rung des Flächen­nutzungs­plans, der Satzungs­beschluss für den Bebau­ungsplan Göttingen-Grone Nr.33 „Kasse­ler Land­straße / Zollstock / Gottes­lager“ sowie der Abschluss der 98. Änderung des Flächen­nut­zungs­plans „MPI Fass­berg“ sind Themen der 11. Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göt­tin­gen in diesem Jahr, die ab 24. Juli erhältlich ist.
Das Amts­blatt ist kosten­los im Info-Büro im Neuen Rat­haus, im Alten Rat­haus, in der Stadt­biblio­thek sowie in den Verwal­tungs­stellen Geismar, Grone und Weende erhält­lich und im Inter­net unter www.goettingen.de Rathaus & OB Rat & Ortsräte Amts­blatt zu finden.

Ferien
Schulen werden saniert
Die Schulferien werden auch in diesem Jahr wieder genutzt, um – teil­weise aufwän­dige – Sanie­rungs- und Reno­vie­rungs­arbei­ten durch­zufüh­ren, welche in dieser Woche begin­nen und die Stadt etwas mehr als 3,8 Millio­nen Euro kosten werden. Allein rund 780.000 Euro werden in Gebäude der Ge­schwis­ter-Scholl-Ge­samt­schule inves­tiert, wo u.a. Decken, Beleuch­tung, Toilet­ten und die Heizungs­steue­rung erneuert, die Sanie­rungs­maßnah­men im Natur­wissen­schaft­lichen Trakt fort­gesetzt und zwei Klas­sen-Pavil­lons errichtet werden. Um ener­geti­sche Sanie­rung geht es auch an der Wil­helm-Busch-Schule (Kosten: 650.000 Euro) sowie in der Voigt-Real­schule, wo außer­dem weitere Umbau­maßnah­men für die neue Inte­grierte Gesamt­schule anste­hen (Gesamt­kosten: 175.000 Euro). Die Sanie­rung des westli­chen Klas­sen­trakts und der Bau einer neuen Trafo­station am Felix-Klein-Gym­nasium ver­schlin­gen etwa 550.000 Euro. Die Mittel­berg­schule Hetjers­hausen bekommt teil­weise neue Fens­ter spen­diert (91.000 Euro), die Astrid-Lind­gren-Schule ein Ziegel­dach (122.000 Euro), andere Schu­len neue Schüler-Toi­letten und Fuß­böden, Decken und Beleuch­tung, die Schule am Tan­nen­berg gar einen Aufzug. Ein Topf von 400.000 Euro steht für weitere, klei­nere Sanie­rungs- und Reno­vie­rungs­maßnah­men an ver­schiede­nen ande­ren städti­schen Schulen zur Verfü­gung.

KATWARN
Neues Warnsystem informiert
bei Gefahr per Smartphone und Handy

Landkreis und Stadt Göttingen starten ab sofort gemeinsam ein neues Warnsystem. Alle freiwillig angemeldeten Bür­ger/in­nen erhalten ab sofort im Gefah­renfall offizielle War­nungen und Verhal­tens­informa­tionen direkt auf das Smart­phone oder Handy. Das Warn­system KATWARN steht für alle Nutzer kostenlos als Smart­phone-App zur Verfü­gung und sendet War­nungen und Ver­hal­tens­hin­weise zum aktuellen Stand­ort und weiteren frei wähl­baren Postleit­zahlge­bieten. Hinter dem System stehen die öffent­lichen Versi­cherer Deutsch­lands sowie das Fraun­hofer-Ins­titut FOKUS in Berlin. Die War­nungen werden für Land­kreis und Stadt von der gemein­samen inte­grier­ten Feuer­wehr- und Ret­tungs­leit­stelle in Göttin­gen ausge­löst.
Seit 2012 können alle Bürgerinnen und Bürger zudem deutsch­landweit über KATWARN die Un­wetter­warnun­gen des Deutschen Wetter­diens­tes (DWD) emp­fangen.
Die KATWARN App steht kostenlos zur Verfügung für iPhone im App Store, Android Phone im Google Play Store und Win­dows Phone im Windows Store. Alternativ bietet KAT­WARN kosten­lose War­nungen mit einge­schränk­ter Funktio­nalität auch per SMS/E-Mail zum Gebiet einer regis­trierten Postleit­zahl. SMS an Service­nummer 0163 755 8842: „KATWARN 12345 muster­mann@mail.de“ (für Postleizahl 12345 und optional E-Mail).
Weitere Informationen: www.katwarn.de, www.land­kreis­goet­tingen.de, www.goettingen.de und www.feuerwehr. goet­tingen.de

Flächennutzungsplan
Stadtteilforen gut besucht
pdg — Einwohner Göttingens sind ganz offenkundig sehr an der zukünftigen Flächenent­wicklung der Stadt interes­siert. Die vier Stadtteil­foren – jeweils eines im Bereich Mitte und Süden, im Norden, im Osten und im Westen der Stadt – boten allen Interes­sierten die Möglich­keit, sich über den Stand der Planun­gen zu infor­mieren sowie Kritik und Anre­gungen zu äußern. Insge­samt haben mehr als 450 Bür­ger/in­nen diese Gelegen­heit genutzt und enga­giert und kennt­nis­reich ihre Anliegen zur Stadt- und Land­schafts­entwick­lung formuliert.Weitere Informationen

eCarsharing in Jühnde
Das Bioenergiedorf Jühnde setzt auf eCarsharing im länd­lichen Raum und „lebt e-Mobi­lität vor. Jühnde ist damit Teil des regio­nalen Elektro­mobili­tätskon­zeptes für den Land­kreis Göttin­gen und als solches ein Projekt im Schau­fenster Elektro­mobi­lität der Metropol­region Hannover Braun­schweig Göttingen Wolfs­burg. 33 Haus­halte beteiligen sich mittler­weile.Weitere Informationen

Logo
wird gern zitiert und verlinkt
Bitte beachten Sie: Links ver­wei­sen we­gen täg­li­cher Ak­tua­lisie­rung der On­line-Aus­gabe oft schon nach weni­gen Tagen ins Leere, ver­blei­ben aber eine kleine Ewig­keit in den Such­maschi­nen. Das Netz vergisst nichts. Auch keine veral­te­ten Links.
Fertigen Sie von Artikeln, die Sie zitie­ren wol­len, bes­ser ei­nen Screen­shot oder ein PDF* und bin­den Sie die­se in Ihre Web­site ein.
Übrigens: Seriöse Links iden­tifi­ziert man durch eine mit Da­tum verse­he­ne Quel­len­an­gabe und gibt der zitierten Quelle davon auch Kenntnis.

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* Bei der Anfertigung webtauglicher PDFs sind wir Ihnen auf Wunsch gern behilflich.

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit
Erstmals seit Februar dieses Jahres ist die Zahl der Arbeitslosen in Südniedersachsen wieder leicht angestiegen. Das berichtete die Agentur für Arbeit Göttingen bei der Vorstellung der aktuellen Juli-Daten. Demnach waren im zurückliegenden Monat 442 Menschen (3,1%) mehr arbeitslos gemeldet als im Juni. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl jedoch um 826 bzw. 5,3%. Insgesamt waren im Agenturbezirk Göttingen 14.828 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,3% und damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Juli-Wert 2014. Weitere Informationen

Arbeitsmarkt
Arbeitsmarkt bleibt stabil
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer konnte im Juli seinen leicht positiven Stand behaupten. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,1 auf 100,7 Punkte.Weitere Informationen

Ostdeutschland
Schwierige Startbedingungen
wirken noch immer nach

Die schwierigen Startbedingungen Ostdeutschlands wirken noch immer nach, lautet die Bilanz des Instituts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB) nach 25 Jahren deut­scher Einheit. Auch 25 Jahre nach dem Mauer­fall sind die Ein­kom­men in Ost­deutsch­land deutlich niedriger und die Arbeits­losig­keit deutlich höher als im Westen.Weitere Informationen

Mindestlohn in Südniedersachsen
Entlassungen die Ausnahme
Nach bisherigen Erkenntnissen der Arbeitsagentur sind Ent­lassun­gen mit Hinweis auf das neue Gesetz die Aus­nahme. Auch seien bisher keine Anfragen von Arbeit­gebern einge­gangen, die sich explizit nach lang­zeit­arbeitslosen Bewerbe­rinnen oder Bewer­bern erkun­digt hätten. Für diese Personen­gruppe ermöglicht das Gesetz eine Unter­schrei­tung des Mindest­lohns bis zu einer Dauer von sechs Monaten. Auf hohem Niveau stabil sei weiterhin die Nachfrage nach Mitar­beiter/in­nen für sozialversicherungspflichtige Arbeits­plätze.
Wie sich die Zahl der Beschäf­tigten nach Einfüh­rung des Mindest­lohns in der Region tatsäch­lich entwickelt hat, kann aufgrund der Daten­bereit­stellung erstmals im Oktober betrachtet werden. Es deute sich allerdings beim Eingang gering­fügiger Beschäf­tigungs­angebote ein Rück­gang an. Dieser könne sich, so der Vorsit­zende der Geschäfts­führung, Klaus-Dieter Gläser, unter Umstän­den auch in der Zahl der gering­fügig entlohnten Beschäf­tigungs­verhält­nisse zeigen.

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organi­sation Rettet den Regen­wald engagiert sich auf be­wunderns­werte Weise für den Erhalt der letzten noch verblie­benen öko­logischen Reser­vate – wovon letzt­lich unsere Zukunft ab­hängt – und ruft regel­mäßig zu Kam­pagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffent­licht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebens­grund­lagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vor­finden, gibt es ei­ne neue Ak­tion bzw. Neues zu berich­ten.

Simbabwe
Großwildjäter erschießt
Afrikas berühmtesten Löwen
RegenwaldFoto: flickr / merajchhaya (CC BY 2.0Jagdtouristen töten in Afrika Tausende gefährdeter Tiere. Die USA und EU erlauben die Einfuhr von Trophäen wie Köpfe, Felle und Zähne. Im Juli hat der US-amerikanische Großwildjäger Walter P. in Simbabwe den berühmten Löwen Cecil getötet. Tierschützer fürchten, dass auch Cecils sechs Nachkommen sterben werden, da das neue Alphamännchen sie verstoßen wird. Es darf nicht sein, dass Jäger aus den USA und der EU Tiere wie Löwen wegen der Trophäe töten und das Überleben der Art gefährden.
Bitte fordern Sie von US-Präsident Obama und Kommissionspräsident Juncker, die Einfuhr solcher Jagdbeute zu stoppen:
Zur Petition: www.regenwald.org

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Beruf und Bildung

Aktionswochen Duales Studium
Betriebe, Behörden und Studieneinrichtungen öffnen in der Zeit vom 7. Juli bis zum 24. September ihre Pforten für interessierte Nachwuchskräfte. In dieser Zeit werden 18 Veran­stal­tungen im Agentur­bezirk und in Wahls­burg ange­boten. Neben Göttin­ger Unter­neh­men öffnen auch Betriebe in Obern­jesa, und Northeim ihre Tore, um ange­henden (Fach-) Abitu­rient/in­nen duale Studien­gänge und Unter­neh­men vorzu­stellen. Weitere Informationen

Seminar
Moderation von Erzählcafés
Die verschiedenen Formen des öffentlichen Erzählens sind eine wichtige Tradition, die Menschen zusammenbringt. Mittlerweile gibt es 30 Erzählcafés im Landkreis Göttingen. Dieses Seminar in der Heimvolkshochschule Mariaspring in Bovenden vermittelt, wie Erzählcafés funktionieren können. Es gibt Raum und Zeit für praktische Erzähl- und Moderationsübungen. Darüber hinaus bietet es Gelegenheit zu einem intensiven Austausch alter und neuer Erzählinitiativen, zur Vernetzung untereinander und zum gegenseitigen Lernen voneinander.
Anmeldung bis 28.08. an Göttinger Zeitzeugenprojekt – Freie Altenarbeit Göttingen e.V., Tel. 43606, info@f-a-g.de

Verhaltenstraining
„Cool ohne Gewalt“
Anmeldungen jetzt möglich
pdg — Wie jedes Jahr bietet der Fachdienst Jugend­arbeit/ Jugend­förderung der Stadt Göttin­gen in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Besondere Soziale Dienste auch in diesem Jahr das „Cool ohne Gewalt-Training“ an. Dazu sind jetzt Anmel­dungen möglich. Das Trai­ning wird ab 16. Sep­tem­ber bis zum 4. Novem­ber jeden Mittwoch ab 16.00 bis 18.00 Uhr in den Räum­lich­keiten des Jugend­zen­trums Masch­mühle statt­finden. Es besteht aus insge­samt acht Einhei­ten.
Anmel­dungen können im Jugend­zentrum unter Telefon 400-5355 bei Simo Ivetic oder bei der Jugend­gerichts­hilfe unter 400-2266 bei Gerald Geppert erfolgen.Weitere Informationen

Spracherwerb
Studierende helfen Flüchtlingen
pug — Studierende der Universität Göttingen werden sich künftig stärker an der sprach­lichen Ausbildung von Flücht­lingen beteiligen. Die Abteilung Inter­kultu­relle Germa­nistik der Univer­sität bietet Studie­renden aller Fächer ab dem kom­menden Winter­semester die Mög­lich­keit an, sich im Bereich von Sprachen­bildung und -förde­rung sowie Deutsch als Zweit­sprache speziell für dieses Praxis­feld zu qualifi­zieren.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über

• Tablets
• Mittelscharfer Senf
• Gartenscheren
• Sonnenschutzmittel

Neue Bücher für Verbraucher
• test Spezial Kameras
• Vorsorgen und Pflege organisieren
• Der kleine Hausarzt

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de bean­standet die Ver­brau­cher­zentrale aktuell folgende Produkte wegen irre­führen­der oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Frucht Pur 100% – Beispiel Sorte Erdbeere
• Premium Käse-Spezialität Trüffel
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstan­dungen reagieren, auf der Verbrau­cher­schutz-Seite.Weitere Informationen
Eine Reihe von Änderungen bei der Deklaration einer Viel­zahl von Produkten hat die Ver­brau­cher­zentrale inzwi­schen erwirkt oder auch gericht­lich erzwun­gen. Ent­spre­chende Infor­matio­nen darüber finden Sie direkt unter
www.lebensmittelklarheit.de

Verbraucherzentrale Göttingen zieht um
Vorübergehend geschlossen
Wegen Umzugs bleibt die Beratungsstelle der Ver­brau­cher­zentrale in Göttingen vom 3. bis 7. August geschlos­sen. Sie bezieht in dieser Zeit neue Geschäfts­räume im Erd­geschoss in der Jüden­straße 3, nur wenige Meter von den Bus­halte­stellen Weender Str. Ost und West entfernt. In drin­genden Fällen können Ver­brau­cher unter der zen­tralen Service­nummer (0511) 91196-0 Auskünfte bekom­men. Ab Montag, 10. August, können Verbrau­cher dann in den neuen Räumen das Bera­tungs- und Infor­mations­angebot wieder nutzen.
Öffnungszeiten: Mo u. Do 10 bis 18 Uhr u. Di 10 bis 14 Uhr. Mi u. Fr sind ausschließlich Terminberatungen möglich.

Geldanlage
Fonds-Produktfinder
der Stiftung Warentest

Mit einem komplett modernisierten Produktfinder Fonds bietet die Stiftung Warentest ab sofort jedem Anleger noch umfangreichere Informationen zu 17.000 Fonds, davon 3.500 mit Finanztest-Bewertung. Nutzer des Portals können die eigenen Fonds kontrollieren, Empfehlungen vom Bankberater checken oder sich die Vorschläge der Stiftung Warentest anschauen. Abrufen kann man den Produktfinder unter www.test.de/fonds.

Elterngeld
Wer clever plant,
kann Tausende Euros rausholen

Gut, dass ein Kind nicht von heute auf mor­gen kommt – so können wer­dende Mütter und Väter ganz in Ruhe die neuen Kombi­natio­nen von Basis­eltern­geld und Eltern­geld Plus kom­plett durch­spielen. Das System ist zwar kompli­ziert, aber das frühe Planen lohnt sich, schreibt Finanztest. Mit der rich­tigen Stra­tegie können Eltern mehrere Tau­send Euro mehr bekom­men. Das neue Eltern­geld Plus lohnt sich, wenn ein Eltern­teil Teilzeit arbeitet.Weitere Informationen

Berufsunfähigkeitsversicherung
Viele „sehr gute“ Angebote –
für einige Berufe

Bei Berufsunfähigkeits­ver­siche­run­gen kann man sich nicht falsch entschei­den: Mehr als die Hälfte der 70 getes­teten Ver­siche­run­gen ist „sehr gut“. Doch nicht jeder Kunde bekommt prob­lem­los oder über­haupt einen Vertrag. Die Zeit­schrift Finanz­test rät deshalb in ihrer August-Aus­gabe, schon in jungen Jahren eine solche Versiche­rung abzu­schlie­ßen. Dann ist die Chance gut, eine bezahl­bare „sehr gute“ zu erhalten.Weitere Informationen

Küchenutensilien aus Kunststoff
Sicherheitshinweise oft Fehlanzeige
Marktcheck zeigt Mängel bei Kennzeichnung
In einem bundesweiten Marktcheck haben die Ver­brau­cher­zentra­len Küchen­utensilien und Geschirr aus Kunst­stoff auf die Material­kenn­zeich­nung und Hin­weise für eine sichere Verwen­dung über­prüft. Ergebnis: Fehlende oder unzu­reichende Angaben sind eher die Regel als die Aus­nahme. Beson­ders bei Kindern ist buntes Kunst­stoff- und Melamin­geschirr beliebt. Das darf jedoch nur bis max. 70°C erwärmt werden, da ansons­ten bedenk­liche Mengen von gesund­heits­schädi­gen­den Inhalts­stoffen wie z.B. Form­aldehyd und Melamin an das Lebens­mittel abge­geben werden können.
www.verbraucherzentrale-niedersachsen/kennzeich­nung-kue­chenutensilien

Aldi
Bezahlen per Smartphone mit Macken
Einfach per Funk mit Handy oder Karte zahlen, ohne eine Pin eingeben oder unterschreiben zu müssen – damit soll Einkaufen bei Aldi Nord nun schneller und einfacher gehen als früher. Doch die Stitung Warentest hat einen Test gemacht und hält das Verfahren für nicht ausgereift.Weitere Informationen

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Gesellschaft

Café der Wohn-Ideen
Veranstaltungsreihe wird fortgesetzt
Die Frage, wie wir im Alter leben wollen, beschäftigt heute immer mehr Menschen. Sechs angehende Wohnberaterinnen des Vereins „Freie Altenarbeit Göttingen“ (FAG) haben im Rahmen ihrer Ausbildung dazu ein Projekt entwickelt, das alle Interessierten einlädt, rund um das Thema „Wohnen im Alter“ miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Ideen zu entwickeln bzw. sich über erfolgreiche Konzepte auszutauschen. So entstand das „Café der Wohn-Ideen“, eine dreiteilige Veranstaltungsreihe, die jedes Mal erfreulich gut besucht war und die deshalb fortgesetzt werden soll – auch in anderen Stadtteilen.Weitere Informationen

Zivilcouragepreis 2015
LogoDer Präventionsrat für die Stadt Göttingen und die Bür­gerstif­tung verlei­hen erneut den Göttinger Zivil­courage­preis. Ausge­zeich­net werden mutige Men­schen, die auch in unbe­quemen Situa­tionen handeln, wenn sich Andere abwen­den und weg­schauen. Wie schon in den Vorjah­ren würdigen Stadt und die Bürger­stiftung mit der Verlei­hung Men­schen, die „Gesicht zeigen“, und die durch ihr verant­wor­tungs­volles Verhal­ten ein Vor­bild für an­dere ge­ben. Der Preis ist mit € 2.000 dotiert.
Schulen, Polizei, Feuer­wehr, Sport­vereine, alle ande­ren Göttin­ger Einrich­tungen und insbe­sondere Bür­ger/in­nen sind aufge­rufen, coura­giertes Handeln zu sehen und darüber zu berich­ten. Kandi­dat/in­nen können sich nicht selbst mel­den, son­dern werden durch Dritte vorge­schla­gen.
www.buergerstiftung-goettingen.de
Vorschläge mit Kurz­beschrei­bung des Bei­spiels für Zivil­cou­rage sind bis zum 15. Oktober zu richten an: Bürger­stiftung Göttingen, Lange Geismarstr. 71, 37073 Göttin­gen. Telefon 38489872, zivilcouragepreis@buergerstiftung-goettingen.de

Stadtradeln 2015
Mehr als 8.100 kg CO2 eingespart
pdg — 26 Teams, 308 Teilnehmer/innen, insgesamt 56.518 Fahrrad-Kilometer – das ist die Bilanz der Aktion „Stadtradeln 2015“, die unter dem Motto „Rauf auf’s Rad für‘s Klima!“ vom 29. Juni bis zum 19. Juli in Göttingen stattfand. Die Beteiligung lag deutlich höher als 2014. Pro Tag legten die Radfahrer/innen innerhalb von drei Wochen im Durschnitt über 2.700 Kilometer auf ihren Drahteseln zurück. Nimmt man an, dass bei einer Autofahrt pro Person und absolviertem Kilometer 144 Gramm an CO2-Emissionen anfallen, wurden durch die Aktion insgesamt 8.138 Kilogramm CO2 eingespart.
Drei Wochen lang waren alle Einwohner/innen dazu aufgerufen, das Auto stehen lassen und so oft es geht auf das umweltfreundliche Fahrrad umsteigen, um auf diese Weise mit gutem Beispiel voranzugehen und einen Beitrag zur CO2­-Einsparung zu leisten.
Die Aktion des Klima-Bündnis läuft bundesweit noch bis zum 30. September. Ein Vergleich mit über 330 teilnehmenden Kommunen und Städten, Gemeinden und Landkreisen ist voraussichtlich im Oktober möglich.
www.klimaschutz.goettingen.de

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier: Weitere Informationen

Touran in Diemarden gestohlen
jk — In Diemarden haben Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag (30.07.) einen silberfarbenen VW Touran gestohlen.

Verkehrt in Einbahnstraße
jk — Auf der Langen-Geismar-Straße in Göttingen sind sich am Dienstagabend (28.07.) ein Linienbus und ein entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung fahrender Peugeot mit französischem Kennzeichen begegnet.

Oldtimer gestohlen
jk — Im Göttinger Maschmühlenweg haben Unbekannte zwischen Montagnachmittag (27.07.) und Dienstagabend (28.07.) einen 45 Jahre alten Fiat 500 aus Northeim (NOM-Kennzeichen) gestohlen.

Einbruch in Bäckerei
hag — Unbekannte sind am Samstag, 25.07., unbemerkt in eine Bäckerei in Weende einge­drungen und haben an­schlie­ßend einen VW Golf vom Hof gestohlen.

Papiercontainer angezündet
hag — Unbekannte haben in der Nacht zum Samstag (25.07.) eine 1100 Liter Papiertonne angezündet.

Geländewagen vom Betriebsgelände weg
hag — In der Nacht zum Freitag (24.07.) entwen­deten Unbe­kannte ein Gelände­fahrzeug der Marke Suzuki Jimny von einem Betriebs­gelände eines Auto­hauses auf der Siekhöhe.

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