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Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft

Der Radiotipp
Die Abgeschriebenen. Langzeitarbeitslose in Deutschland. 581000 offene Stellen waren im Januar bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, und die Arbeitslosenquote ist so niedrig wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Andererseits sind nach wie vor knapp drei Millionen Menschen ohne Job, etwa zwei Drittel davon gelten als Langzeitarbeitslose. Eigentlich sollte es bei der derzeitigen Arbeitsmarktsituation möglich sein, zumindest einen Teil dieser Menschen wieder in Lohn und Brot zu bringen. Aber es funktioniert nicht. Woran liegt das?
Am 31. Mai um 19.30 Uhr, Deutschlandradio Kultur.


Kultur

Junges Theater
Von Träumen und Ängsten
Premiere des Ausreißerclubs
Der Ausreißerclub, bestehend aus den 13- bis 17-jährigen Spielerinnen und -spieler am Jungen Theater, stellt sich seinen Ängsten und bringt ein Stück zu diesem Thema auf die Bühne. Eine Schulklasse findet sich plötzlich eingeschlossen in der Schulaula wieder. Kontakt nach draußen nicht möglich. Eine Situation, die Ungeahntes freisetzt. Viel Spannung verspricht die nächste Premiere am Jungen Theater.
Am 1. Juni um 19 Uhr.

35. Spielautorentreffen
pdg — Die entscheidende Kontaktbörse für die Spieleneuheiten 2017 und 2018 ist das Spieleautoren-Treffen in Göttingen. Am 4. und 5. Juni ist es wieder so weit. Zum 35. Mal treffen sich rund 200 unbekannte und bekannte Spieleautoren zum Gedankenaustausch und zum Spieletest mit der Göttinger Bevölkerung. Spieleautoren aus allen Regionen Deutschlands, aber auch aus England, Frankreich, Italien, der Schweiz, Österreich, Holland, Belgien, Luxemburg, aus Polen und den baltischen und skandinavischen Staaten sowie teilweise aus Übersee treffen sich mit den Nutznießern ihrer Ideen und den Redaktionen aller deutschen und vieler internationaler Verlage.Weitere Informationen

DenkmalKunst Festival
Treffen am 19. Juni in Northeim
Das DenkmalKunstKunstDenkmal-Festival lenkt die Aufmerksamkeit auf verlassene Baudenkmäler, um deren Verfall oder gar den Abriss geschichtlicher Bausubstanz zu verhindern. Türe, Tore und Portale mittelalterliche Wohnhäuser, Kirchen, Wehrtürme oder dunkle Kellergewölbe öffnen sich, sie lüften ihre Geheimnisse und werden mit ausgewählten Kunstwerken beseelt.
Foto: Burkhardt
Die meisterhafte Welt des historischen Fachwerks wird durch nationale und internationale Künstler zu neuem Leben erweckt. Jedem Künstler ist es dabei Herzenssache, sich auf die ganz besondere Atmosphäre und Gegebenheit „seines“ Gebäudes einzulassen, es mit seiner Kunst zu beseelen und dies die Besucher fühlen zu lassen. Künstler sind eingeladen, an der Konzeption des Festivals mitzuwirken.Weitere Informationen

Compagnia Buffo
im Cheltenhampark

Compagnia BuffoGern gesehene Gäste kommen wieder: Compagnia Buffo schlägt im Juni ihr Zelt neben der Stadthalle auf und gastiert mit „Leben“ nach E. St. Smith gut zwei Wochen lang in Göttingen. E. St. Smith, das ist der geheime Hausautor der Compagnia, verrät Willi Lieverscheidt augenzwinkernd über das neue Stück, der in „Leben“ auf wunderbare Art und Weise die Ebene des Alltages mit der Vision des Theaters zusammenführt. „So tanzt das ,Leben‘ an uns vorbei, und wo das ,Leben‘ ist, ist auch der Tod nicht fern. Der kommt nicht auf leisen Sohlen, sondern hochhackig-verführerisch als eine Sie, als ,Madame Tod‘ daher“.
Vom 2.–19. Juni täglich außer Mo. jeweils um 20.00 Uhr im Cheltenhampark. Vorverkauf: Tel. 0171 4756584.

Kulturpreis des Landkreises
Unter dem Motto „Amateure spielen Theater“ vergibt der Landkreis Göttingen dieses Jahr seinen Kulturpreis in Höhe von insgesamt 5.100 Euro an Laien aus dem Bereich der Darstellenden Kunst. Die Preisverleihung findet am 23. Oktober im Jungen Theater statt, nachdem eine unabhängige Jury entscheidet, welches Amateurtheater aus dem Kreis geehrt wird.
Bereits seit 1990 wird der Kulturpreis alle zwei Jahre im Wechsel an Arbeiten aus den Bereichen der Bildenden Kunst, Literatur und der Darstellenden Kunst und Musik verliehen. Noch bis zum 30. Juni können sich Personen, Gruppen, Laien- und Amatuertheater, Jugend- und Schultheatergruppen, die zum Zeitpunkt des Wettbewerbs ihren Hauptwohnsitz im Landkreis Göttingen (einschließlich Stadt Göttingen) haben, für den Kulturpreis bewerben. Einzureichen sind Filmaufnahmen von Theaterstücken, die anschließend von der Jury hinsichtlich der Inszenierung und künstlerischen Leistung beurteilt werden. Die Laiendarsteller haben nicht nur die Chance auf das Preisgeld, sondern können ihre Stücke, Szenencollagen oder Eigenproduktionen auf der Bühne im Jungen Theater aufführen.
Bewerbungsunterlagen können auf der Website des Landkreises heruntergeladen oder persönlich in der Rheinhäuser Landstraße 4 abgeholt werden.

Göttinger Kulturstiftung
Fördermittel vergeben
In seiner ersten Sitzung des Jahres 2016 hat der Beirat der Göttinger Kulturstiftung Fördermittel für die Unterstützung kultureller Aktivitäten vergeben. Von insgesamt 22 eingereichten Anträgen wurden 15 mit einem Gesamtvolumen in Höhe von Euro 18.670,- berücksichtigt. Der Schwerpunkt der Förderung liegt bei der ersten Vergabe im Jahr 2016 bei der Unterstützung von Theater- und Musikprojekten.Weitere Informationen

Alte Mensa
Weitere archäologische Funde
pug — Bei Arbeiten vor dem Kellergeschoss des Veranstaltungs- und Tagungshauses Alte Mensa am Wilhelmsplatz sind weitere archäologische Funde ans Tageslicht gekommen. Es wurden eine Sarggrube mit Skelett sowie Mauerreste freigelegt. Dabei handelt es sich um die ersten Zeugnisse des ehemaligen Klostergebäudes, wahrscheinlich vom Kreuzgang.

Kindheit in der NS-Zeit
Theater sucht Zeitzeugen
Das Deutsche Theater sucht für ein Theaterprojekt „Kindheit in der NS-Zeit“ Zeitzeugen aus Göttingen, Dassel und Umgebung. Im Rahmen von Schule:Kultur! arbeiten dabei die Paul-Gerhardt-Schule Dassel und das Deutsche Theater zusammen. In diesem Projekt lernen 10-Jährige die Lebenswelt derer kennen, die in der Nazizeit so alt waren wie sie es jetzt sind.
ZeitzeugenprojektGesucht werden Zeitzeugen, die in Gesprächen über ihre Kindheit sprechen, um ausführliches Material und Informationen für die Kinder und das Projekt zu erhalten. Der mehrfach preisgekrönte junge Regisseur Gernot Grünewald hat die Projektleitung übernommen und arbeitet bereits seit dieser Spielzeit mit den Dasseler Schüler/innen. Im Februar 2017 wird Premiere sein.Probenfoto: Lea Sonnenberg
Interessenten melden sich bitte bei Sonja Bachmann: sbachmann@dt-goettingen.de, Tel. 4969-48.

Göttinger Kultursommer
zieht herauf

Wenn kaum noch jemand arbeiten muss (und will), weil die Urlaubstage bevorstehen, dann ist in Göttingen erst richtig was los: der Göttinger Kultursommer nämlich. Was lernen wir daraus? Vielleicht, dass wir weniger arbeiten sollten, damit in Göttingen immer was los ist.
Der städtische Fachdienst Kultur und andere Veranstalter haben wieder ein pralles Paket geschnürt, bei dem man sich ersthaft überlegen muss, ob es nicht daheim vielleicht sogar attraktiver ist als am endlosen und gleichförmigen Sandstrand, wo als einzige Abwechselung vielleicht mal aller paar Kilometer eine Würstchenbude droht.Weitere Informationen

Kunstquartier Innenstadt
Wettbewerb entschieden
Piraten: Bevölkerung beteiligen
Der Architektenwettbewerb für den Neubau eines Ausstellungsgebäudes in der südlichen Innenstadt Göttingens ist entschieden. Mit über 50 daran interessierten Bewerbern war die Resonanz außerordentlich groß; 15 kamen schließlich in die engere Wahl. Die Wahl des aus dem Wettbewerb hervorgegangenen Siegers erfolgte einstimmig – jedenfalls innerhalb der Jury. Außerhalb davon gibt es durchaus kritische Stimmen zu dieser Entscheidung.Weitere Informationen

Auszeichnung
Linde-Literaturpreis 2016
an K. Brakoniecki und J. Wagner

Verleihung am 19. Juni
pdg — Der von den beiden Partnerstädten Thorn (Toruń) in Polen und Göttingen gemeinsam gestiftete und zum 21. Mal vergebene Samuel-Bogumił-Linde- Literaturpreis geht für das Jahr 2016 an den polnischen Dichter und Literaturkritiker Kazimierz Brakoniecki und an den deutschen Lyriker und Schriftsteller Jan Wagner.Weitere Informationen

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Wissenschaft

SFB „Herzschwäche“ verlängert
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den an der UMG angesiedel-ten Sonderforschungsbereich 1002 zur Erforschung der Herzschwäche für weitere 4 Jahre mit einer Fördersumme von rund 11,8 Mio. Euro. Der SFB „Modulatorische Einheiten bei Herzinsuffizienz“ will Details und Zusammenhänge bei der Volkskrankheit Herzschwäche („Herzinsuffizienz“) noch besser verstehen. Das Ziel der Forscher sind neue Verfahren für eine wirksamere Behandlung der Herzschwäche. Dazu untersuchen sie ausgesuchte Signalwege, die die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Zellen im Herzen sowie kleinster Funktionseinheiten in Herzzellen, sogenannte „funktionelle Mikrodomänen“, herstellen und bei der Entstehung der Herzschwäche eine Rolle spielen.
Kontakt: Telefon 39-6350, hasenfus@med.uni-goettingen.de

Stabschrecken
Horizontaler Gentransfer
pug — Die Übertragung von Erbgut erfolgt in der Regel entlang einer Abstammungslinie, wird also von Eltern an die Nachkommen übertragen – quasi „vertikal“ von Generation zu Generation. Ausgesprochen selten ist hingegen der horizontale Austausch von Genen zwischen zwei gleichzeitig lebenden Organismen. Dieses Phänomen des horizontalen Gentransfers hat ein Forscherteam unter Beteiligung der Universität Göttingen nun zwischen Bakterien und Stabschrecken nachgewiesen.Weitere Informationen

Graduiertenkolleg
DFG fördert weiter
pug — Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert die Förderung für ein Graduiertenkolleg (GRK) in den Wirtschaftswissenschaften an der Universität Göttingen. Beim GRK 1723 „Globalization and Development – GLAD“ handelt es sich um ein gemeinsames Kolleg der Universitäten Göttingen und Hannover, dessen Mitglieder den Einfluss der ökonomischen Globalisierung auf Entwicklungsländer untersuchen. Die DFG unterstützt das Kolleg weitere viereinhalb Jahre mit rund vier Millionen Euro. Bislang waren rund 40 Promovierende beteiligt, von denen bereits 17 ihre Dissertation abgeschlossen haben.
Die immer intensivere internationale Verzahnung der Wirtschaft, die sich als Zunahme von Handelsströmen, Migrationsbewegungen, Technologietransfers oder Kapitalbewegungen zeigt, beeinflusst die Lebensbedingungen in sich entwickelnden Volkswirtschaften massiv. Umgekehrt wirken gerade die Anpassungsreaktionen von Menschen und Institutionen in Entwicklungsländern – etwa Arbeitsmobilität, geändertes Konsum- oder Erwerbsverhalten – ihrerseits auf den Globalisierungsprozess zurück. Das GRK verbindet die Makroperspektive der Globalisierungsforschung mit der Mikroperspektive der Entwicklungsforschung.

DLR
Lilienthal-Nachbau
im Windkanal

Der Nachbau des ersten Serienflugzeuges der Welt von Otto Lilienthal hat seinen Test im Windkanal bestanden. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wiesen die aerodynamische Qualität der Konstruktion des Flugpioniers nach. In weiteren Untersuchungen in Göttingen soll geklärt werden, welche Rolle die Manövrierfähigkeit des Gleiters beim tödlichen Absturz Lilienthals gespielt haben könnte.Weitere Informationen

Multiple Sklerose
Bislang unbekannter
Mechanismus beschrieben

umg — Forscher der Universitätsmedizin Göttingen beschreiben einen bisher unbekannten Mechanismus bei Multipler Sklerose. Er kann die entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (ZNS) auslösen und verstärken.Weitere Informationen

Sozialwissenschaften
Weitere Humboldt-Professur
pug — Die Universität Göttingen war beim Wettbewerb um den höchstdotierten deutschen Forschungspreis erfolgreich: Der von der Hochschule nominierte Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ran Hirschl ist mit einer Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnet worden. Die Universität kann dem international renommierten Wissenschaftler damit ein attraktives Berufungsangebot machen. Dies ermöglicht ihm, voraussichtlich ab Oktober 2016 auf einer Professur für „Political Science and Comparative Constitutionalism“ an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät zu forschen und zu lehren. Die Humboldt-Professur ist aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert und mit 3,5 Millionen Euro über fünf Jahre dotiert.Weitere Informationen

Genetische Diagnostik
Teilnehmer für Studie gesucht
Für eine Sozialwissenschaftliche Studie zu neuen Möglichkeiten genetischer Diagnostik werden Teilnehmer/innen für Gruppendiskussionen über Gentests gesucht.Weitere Informationen

Rindvieh
Tödlicher Gendefekt erforscht
pug — Wissenschaftler der Universität Göttingen haben die Ursache eines weltweit verbreiteten tödlichen Gendefekts bei schwarzbunten Milchrindern gefunden. Auf dieser Grundlage können nun entsprechende Gentests entwickelt werden. Die Göttinger Forscher arbeiteten dabei mit dem Institut für Fortpflanzung landwirtschaftlicher Nutztiere Schönow (IFN), dem Deutschen Holstein Verband und den Vereinigten Informationssystemen Tierhaltung zusammen.Weitere Informationen

Universitätsmedizin Göttingen
Kooperation mit Teheran
Die Universitätsmedizin Göttingen und die Medizinische Hochschule Hannover haben ein Memorandum of Understanding mit der Tehran University of Medical Sciences unterzeichnet, das die gemeinsame Forschung, Anerkennung von Abschlüssen in der Lehre sowie den Austausch von Wissenschaftlern und Forschungsergebnissen vorsieht. Die Übereinkunft ist Ergebnis einer fünftägigen Reise des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) von Mitte April zusammen mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

Biophysik
Bewegungen in lebenden Zellen
Neue Untersuchungsmethode
pug — Ein Forscherteam aus Deutschland, den Niederlanden und den USA hat eine neue Methode entwickelt, mit der sich Bewegungsprozesse in lebenden Zellen nach ihrem Energieverbrauch unterscheiden lassen. Um die Funktion von Zellen zu verstehen, ist es wichtig, zwischen Vorgängen zu unterscheiden, die aktiv durch den Verbrauch von metabolischer Energie angetrieben werden, und solchen, die nur aufgrund von thermischer Kollision stattfinden. Neben den Universitäten Göttingen und Amsterdam waren Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München, der amerikanischen Universitäten Princeton und Yale sowie des Massachusetts Institute of Technology an der Studie beteiligt.Weitere Informationen

Forschungsprojekt
Buchdruck und Reformation
pug — Mit dem komplexen Zusammenhang zwischen Buchdruck und Reformation beschäftigt sich ein neues Forschungsprojekt des Theologen Prof. Dr. Thomas Kaufmann von der Universität Göttingen. Eine entsprechende Monografie, die mikro- und makrohistorische Perspektiven verbindet, gibt es bislang nicht. Prof. Kaufmann wird vor dem Hintergrund der europäischen Buchkultur zwischen 1450 und 1520 einerseits herausarbeiten, inwiefern sich die Reformation dem Buchdruck verdankte, andererseits wie die Reformation den Buchdruck veränderte. Gefördert wird das Projekt von der VolkswagenStiftung.Weitere Informationen

Herzmuskelschwäche
Molekulare Ursache entdeckt
umg — Die genetische Ursache für das Barth-Syndrom (BTHS) ist seit fast 20 Jahren bekannt. Ein spezieller Gendefekt führt zu der seltenen, aber schweren Erbkrankheit. Betroffene leiden an verschiedenen Symptomen, besonders schwerwiegend ist eine ausgeprägte Herzmuskelschwäche (Kardiomyopathie). Warum sich der Gendefekt vor allem auf Herzmuskelzellen auswirkt, haben Göttinger Wissenschaftler jetzt enträtselt.Weitere Informationen

Regenwaldvernichtung
Einkommen rauf,
Vielfalt runter

pug — Die Umwandlung von tropischem Regenwald in Agrarlandschaften führt einerseits zu einem Rückgang an Artenvielfalt und Ökosystemleistungen, andererseits zu erhöhtem Einkommen und damit zu besseren sozialen Bedingungen für die lokalen Bauern. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Göttingen gekommen. Die Forscherinnen und Forscher untersuchten in Indonesien die Umwandlung von Tieflandregenwäldern in Ölpalmplantagen, Kautschukplantagen und Kautschuk-Agroforstsysteme. Wege aus diesem Dilemma lassen allerdings auf sich warten.Weitere Informationen

Neurophysiologie
Charcot-Marie-Tooth-Krankheit
Forschungs-Netzwerk gegründet
umg — Eine bislang rätselhafte und wenig erforschte Krankheit soll jetzt im Netzwerk angegangen werden: die Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung. Dabei handelt es sich um eine erbliche Erkrankung des peri-pheren Nervensystems. Bis heute sind die molekularen Ursachen von CMT wenig verstanden, Risikofaktoren sind derzeit unbekannt.Weitere Informationen

Biodiversität
Meeresspiegel
beeinflussen Pflanzenvielfalt

pug — Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Universität Göttingen hat den Einfluss eiszeitlicher Klima- und Meeresspiegelschwankungen auf die biologische Vielfalt von Inseln untersucht. Die Ergebnisse einer globalen Studie zur Diversität von Pflanzen auf ozeanischen Inseln zeigen die Bedeutung historischer Umwelteigenschaften auf die heutige Ausprägung von Lebensgemeinschaften und ihre Vielfalt. Die Resultate sprechen für eine stärkere Berücksichtigung historischer Faktoren in der Biodiversitätsforschung.Weitere Informationen

Ethnologische Sammlung
Uni kauft Privatsammlung
pug — Die Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen erweitert ihren Indien-Bestand um eine Privatsammlung von Amuletten, religiösen Zeichen, Schmuckgegenständen und Textilien aus Nordwestindien. Die überwiegend aus Silber gefertigten Objekte stammen von der Privatsammlerin Ute Rettberg aus Winsen/Aller. Die ehemalige Konsulatssekretärin studierte Kunstgeschichte, Religionswissenschaften und Indologie und war lange Zeit in Rajasthan und angrenzenden Gebieten, wo sie systematisch und sachkundig sammelte. Die von ihr erworbenen Objekte stammen teilweise aus dem 18. und 19. Jahrhundert und sind heutzutage nur sehr selten in einem derart guten Zustand auffindbar. Rettberg hat ihre Privatsammlung in ihrer Magisterarbeit selbst wissenschaftlich aufbereitet, sodass sich alle Objekte eindeutig identifizieren lassen.

Tierzucht / Haustiergenetik
Erhalt und Einsatz
genetischer Ressourcen

pug — Forscher entwickeln im Rahmen eines europäischen Verbundprojekts auf der Grundlage neuer Erkenntnisse der Genomforschung effiziente Ansätze für den Erhalt und den Einsatz genetischer Ressourcen bei Nutztieren. Am Projekt „Innovative Management of Genetic Resources“ (IMAGE) sind auch Wissenschaftler der Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Göttingen beteiligt. Ziel des Projekts mit insgesamt 28 Partnern ist es, genetische Sammlungen besser zu nutzen sowie das Management von Genbanken bei Nutztieren zu verbessern. Die Europäische Union hat insgesamt sieben Millionen Euro für das Vorhaben bewilligt.Weitere Informationen

Archäologie
Frühmittelalterliche Gräber
bei Helmstedt freigelegt

pug — Archäologen der Universität Göttingen haben im Landkreis Helmstedt die Überreste eines frühmittelalterlichen Friedhofs freigelegt und damit den ältesten Beleg für die Ortschaft Gevensleben erbracht.Weitere Informationen

Astrophysik
Magnetfeld elementar
für irdisches Leben

pug — Eine neue Studie mit Beteiligung der Universität Göttingen zeigt, wie wichtig die Rolle des Magnetfelds für die Entstehung von Leben auf einem Planeten ist. Weitere Informationen

Neurologie
Kaffee gegen Parkinson?
cnmpb/umg — Wissenschaftler des Exzellenzclusters CNMPB an der Universitätsmedizin Göttingen und des Instituts für Molekulare Medizin in Lissabon, Portugal, beschreiben schützenden Effekt von Coffein-ähnlichen Substanzen auf Nervenzellen im Parkinson Modell.Weitere Informationen

Physik
Laserpulse in Echtzeit
pug — Die intensivsten und schnellsten optischen Signale – Blitze aus einem Ultrakurzpulslaser – sind heute das Präzisionswerkzeug der Grundlagenforschung, Automobilindustrie und Augenheilkunde. Ihr Licht unterscheidet sich grundlegend von üblichen, einfarbigen Laserstrahlen: Es besteht aus einem Regenbogenspektrum, und je kürzer der Puls, desto reicher die Farben. Wissenschaftler der Universität Göttingen und der University of California in Los Angeles haben nun erstmals die Entstehung dieses „Regenbogens“ in Echtzeit und mit einer Bildrate von 90 Millionen Schnappschüssen pro Sekunde gefilmt.Weitere Informationen

Verbundprojekt DARIAH-DE
Dritte Förderphase
pug — Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) koordinierte Verbundprojekt DARIAH-DE geht in die dritte Förderphase: Seit März 2016 wird das Projekt mit einer Fördersumme von insgesamt rund fünf Millionen Euro für drei weitere Jahre fortgesetzt. Seit 2011 entwickelt DARIAH-DE als nationales Teilprojekt des europaweiten Projekts DARIAH-EU (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities) eine digitale Infrastruktur für die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung in Deutschland mit insgesamt 15 Partnern, darunter Universitäten, Rechenzentren und fachspezifische Forschungseinrichtungen.Weitere Informationen

Neuroimmunologie
Immunzellen im Nervenwasser
Neue Erkenntnisse
umg — Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen haben neue Erkenntnisse in der Grundlagenforschung über Immunzellen im Nervenwasser gewonnen. Die Untersuchung von Nervenwasser (Liquor) gehört zur Standard-Diagnostik, um entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS), wie z.B. Meningitis und Enzephalitis, oder Multiple Sklerose (MS) zu erkennen. Eine erhöhte Zahl von Immunzellen im Nervenwasser gilt als ein diagnostisches Indiz für MS. Wie Immun-zellen in den Liquor gelangen, welche Funktion sie dort haben, und wie sie mit dem Nervengewebe kommunizieren, war bislang nicht geklärt.Weitere Informationen

Pro Recyclingpapier
Papieratlas
auch für Hochschulen

Erstmals bezieht die Initiative Pro Recyclingpapier Deutschlands auch Hochschulen in ihren Papieratlas mit ein und will jene mit den höchsten Recyclingpapierquoten ermitteln. Weitere Informationen

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Kriminalität
Geht also doch
Wohnungseinbrüche durch gezielte polizeiliche Maßnahmen reduziert
Mit offenen und verdeckten Maßnahmen versucht die Polizeidirektion Göttingen, der im Vorjahr gestiegenen Anzahl von Wohnungseinbrüchen Herr zu werden. „Aufgrund dieser für uns nicht zufriedenstellenden Entwicklung haben wir hier einen absoluten Schwerpunkt gesetzt“, erklärt der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig.

EinbruchSei noch im Dezember 2015 ein Anstieg zu verzeichnen gewesen, so kam es insbesondere in den Monaten März und April dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang um rund 30 Prozent. So wurden innerhalb der letzten Monate mehr als 2000 Personen und mehr als 1500 Fahrzeuge im Rahmen der verstärkten Kontrollen überprüft, wobei Diebesgut und Aufbruchswerkzeuge entdeckt wurde und die entsprechenden Personen vorläufig festgenommen wurden.

Die Polizei bemerkt auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Verdächtige Wahrnehmungen würden offensichtlich eher der Polizei mitgeteilt, so dass es z.B. zur Festnahme einer Einbrecherbande auf frischer Tat kam. In einem weiteren Fall konnten drei Personen aufgrund des Hinweises einer aufmerksamen Anwohnerin kurze Zeit nach einem Geschäftseinbruch im Rahmen der polizeilichen Fahndungsmaßnahmen festgenommen werden.

Geht also – wenn nur genug Personal zur Verfügung steht. Die Schwerpunktsetzung bei Wohnungseinbrüchen bedeutet vermutlich jedoch auch, dass für andere kriminelle Brennpunkte dann weniger Personal zur Verfügung steht. Die Reduzierung von Kontaktbereichsbeamten oder die Schließung von Polizeidienststellen in den Ortsteilen zeugen davon. Jetzt müssten nur noch Justiz oder besser der Gesetzgeber solch kleinen Anfangserfolgen zu dauerhaftem Erfolg verhelfen. Noch nämlich lachen sich die Straftäter ins Fäustchen angesichts lächerlicher Sanktionen, die ihnen drohen – und die mit dem nächsten Bruch schnell finanziert sind.Foto: Polizei NRW

Jetzt auch gezielt gegen Anschläge auf studentische Verbindungen
Der seit rund sechs Monaten zu verzeichnenden quantitativen Steigerung von Straftaten gegen studentische Verbindungen und deren Umfeld bzw. deren Mitgliedern durch entwurzeltes Prekariat aus dem studentischen Milieu will die Polizei nunmehr ebenfalls gezielt begegnet und hat dazu eine Ermittlungsgruppe im Fachkommissariat „Polizeilicher Staatsschutz“ eingerichtet. Polizeipräsident Uwe Lührig: „Die gewaltlose kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen politischen Auffassungen ist ein wichtiger Wert unseres demokratischen Grundverständnisses“, zum Teil wurden hier jedoch Verbrechenstatbestände erfüllt.Weitere Informationen

 

Flächennutzungsplan
Golfplatz im Süden Geismars endgültig vom Tisch
Rund 70 Hektar Landschaftsschutzgebiet im Süden Göttingens bleiben weiterhin Landschaftsschutzgebiet. Das ist nicht selbstverständlich in dieser Stadt, wo schon mal des öfteren aus ganz opportunistischen, also zumeist finanziellen Gründen einmal festgezurrte Beschlüsse nicht mehr das Papier wert sind, auf dem sie einst fixiert wurden.

PL Deutsche ArbeiterEtwa – vergleichbar zum Golfplatz – beim ehemaligen Landschaftsschutzgebiet unterm Nikolausberger Fassberg, das nun bebaut werden darf, obgleich zwar gar kein Interesse daran besteht, sich ein solches aber ja einmal entwickeln könnte. Oder – nicht ganz vergleichbar – beim „Lex-Sparkassen-Beschluss“ von 2006, der es dem Institut ermöglichte, sein Grundstück am Carré entgegen des bislang geltenden Baurechts an einen Filialisten zu verkaufen, dem es, zum Schaden des Göttinger Einzelhandels, gestattet wurde, seine Verkaufsfläche entgegen bisheriger Regelungen um mindestens 400m2 zu erweitern. Ähnliches übrigens spielt sich gerade in der Diskussion um die Ansiedlung neuer Möbelmärkte in Grone-West ab (vgl. weiter unten: →SPD wünscht sich moderate Erweiterung).

Pläne für einen Golfplatz in Göttingen gibt es schon seit langer Zeit. Noch in unguter Erinnerung sind die Bestrebungen des früheren Oberstadtdirektors Hermann Schierwater (SPD) zu Beginn der 1990er Jahre, mit Macht aus dem ehemaligen Truppenübungsplatz Kerstlingerröder Feld ein Sportgelände für Besserbetuchte machen zu wollen. Schon damals entbrannte ein bitterer Streit über dieses Ansinnen. Im 2007 veröffentlichten „Leitbild 2020“ war noch die Rede davon, dass „die Etablierung eines öffentlichen Golfplatzes … unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Artenschutzes weiter verfolgt“ wird. Pläne für ein alternatives Areal wurden hernach insbesondere von der Göttinger Sport und Freitzeit GmbH (GöSF) im Stillen vorangetrieben und trafen dabei auf das Wohlwollen des früheren Geschäftsführers der Städtischen Wohnungsbau und jetzigen Oberbürgermeisters Rolf-Georg Köhler (SPD). Sie nahmen Fahrt auf, als Anfang 2009 im Finanzausschuss sang- und klanglos ein Grundstückstausch zwischen der GmbH und der Verwaltung besiegelt wurde, der die GöSF zur Eigentümerin der südlichen Feldmark in Geismar machte. Denn die Sport und Freizeit GmbH, ebenfalls SPD-geführt, ist ein Wirtschaftsbetrieb, sie will nicht nur den Sport befördern, wie will auch Gewinn erwirtschaften – der wiederum der Verwaltung zugute käme.

Es ist die Politik, die der Verwaltung einen Riegel vorschieben kann, um Stadt- und Landschaftsplanung nicht immer nur nach fiskalpolitischen Erwägungen voranzutreiben. Das hat sie nunmehr auch getan, doch sie tut sich schwer damit und tut es viel zu selten. Am 11. April beschloss der Verwaltungsausschuss auf Initiative der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen einen Auftrag an die Verwaltung, die Einrichtung eines Golfplatzes aus dem Flächennutzungsplan zu streichen und bei den konzeptionellen Überlegungen zu seiner Neugestaltung nicht weiter zu berücksichtigen. Die Grünen wussten nicht nur eine Mehrheit in der Bevölkerung hinter sich, sondern hatten so ziemlich alle Parteien im Rat auf ihrer Seite. Nunmehr soll das Areal im Landschaftsschutzgebiet verbleiben. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler sagte noch während der Sitzung zu, bei der Erarbeitung des Vorentwurfs für den neuen Flächennutzungsplan entsprechend zu verfahren.

Der Wunsch nach Streichung der Golfplatz-Ausweisung datiert bereits vom Juli 2015, als nahezu alle Parteien einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag einbrachten. Lediglich die SPD-Fraktion mochte GöSF-Geschäftsführer Alexander Frey nicht im Regen stehen lassen. Nun hat der Verwaltungsausschuss „unter die Diskussion über die Ausweisung einer Fläche für einen öffentlichen Golfplatz im Göttinger Süden … einen Schlussstrich gezogen“, heißt es lapidar in einer Mitteilung der Verwaltung. Und das ist gut so.

 

Städtisches Museum
Sanierung lebendig gestalten
„Viele Maßnahmen“ kann sich die SPD-Fraktion im Rat vorstellen, die Arbeit des durch umfangreiche Sanierungsarbeiten arg gehandicapten Städtischen Museums besser zu präsentieren. Sie wird deshalb in der kommenden Ratssitzung einen „Antrag zur lebendigen Gestaltung des Museums und neue Wege zur Öffentlichkeitsarbeit“ einbringen.

Als eines der ältesten kultur- und stadtgeschichtlichen Museen in Niedersachsen ist die Stätte „ein zentraler Ort zur Vermittlung der Geschichte der Stadt Göttingen“, hat die Fraktion ganz richtig erkannt und wird dabei vermutlich auch den größten Teil aller Ratsmitglieder hinter sich wissen – auch wenn die derzeitige Baustelle gelegentlich von einigen als Museumsort zur Disposition gestellt wird.

 
Kartons und unbehauene Balken als Exponate: Museumsbegehung mit Leiter Dr. Ernst Böhme (rechts)Foto: vs

Das Städtische Museum ist derzeit vor allem mit Inventarisierungsarbeiten und der Dokumentation des Sammlungsbestandes beschäftigt, was zwar etwas dröge klingt, aber gleichwohl bereits interessante Ergebnisse gezeitigt hat. Diese Inventarisierungsarbeiten beispielsweise an die Hauswand zu projizieren, kann sich Fraktionvorsitzender Frank-Peter Arndt durchaus als Möglichkeit vorstellen, um die laufenden Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit wird er hoffentlich nicht die äußere Fachwerkfassade gemeint haben, sondern eine inner Wandfläche.

Überzeugender ist da schon sein Vorschlag, eine Schaufensterfläche in der Innenstadt anzumieten, um „besondere Exponate der Göttinger Bevölkerung auch während der Sanierungsphase zugänglich zu machen“. Auch könnten Vitrinen im Alten Rathaus und im Foyer des Neuen Rathauses mit Exponaten bestückt werden“, kann sich Arndt vorstellen, wobei sicherlich die Versicherungen noch ein Wörtchen mitzureden haben.

Und in Zeiten des Internet 3.0 mit seiner sogenannte „Schwarmintelligenz“ ließe sich das „Wissen der Vielen“ komfortabel nutzen, um im Web Exponate zu datieren, zu beschreiben und in ihren historischen Kontext einordnen zu lassen. Arndt: „Bei der Archivierung der Exponate könnte die Öffentlichkeit im Internet einen großen Anteil leisten.“

Die könnte vielleicht sogar mit noch viel mehr Ideen aufwarten, wenn man sie nur fragen würde und wenn sie z.B. über die Medien dazu animiert oder ein öffentlicher Bl0g dazu eingerichtet würde. Haben auch Sie Ideen? Schreiben Sie an die Redaktion oder direkt an →spd-fraktion@goettingen.de

 

Einzelhandelskonzept
SPD wünscht sich moderate Erweiterung
Zentrenrelevante Randsortimente begrenzen
Die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion Göttingen haben sich in Ihrer letzten Fraktionssitzung darüber verständigt, einen Änderungsantrag zur Vorlage der Verwaltung zum Einzelhandelskonzept für die Stadt Göttingen im nächsten Bauausschuss ins Verfahren einzubringen.

Wer einigermaßen das Ohr am Mund des Bürgers hat, dem dürfte ein seit Jahren von vielen Einwohnern beklagter Mangel kaum entgangen sein: das nahezu komplette Fehlen kleinteiliger Angebote für den täglichen Heimwerker- und Reparaturbedarf. Seitdem solche Sortimente in einer Mittelstadt von 120.000 Einwohnern nur noch von gerade mal 2 (!) Baumärkten auf der Grünen Wiese vorgehalten werden, wird die Ersatzbeschaffung passender Schrauben, Kabel, Schläuche etc. für den Verbraucher zum Spießrutenlauf – mehr noch jedenfalls als die Anschaffung von Möbeln und Wohnaccessoirs.  

„Wir wollen, dass die zentrenrelevanten Randsortimente auf insgesamt 1.950 qm der Gesamtverkaufsfläche des Vorhabens begrenzt werden“, so der Bauausschussvorsitzende Christian Henze. „Wir sprechen uns weiterhin für ein Möbelhaus im Westen der Stadt am bisher schon vorgesehen Standort aus. Der vorgelegte Beschlussvorschlag müsse jedoch nach Meinung der Fraktion geändert werden.

Die Fraktion schlägt „im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung und Stärkung der Göttinger Innenstadt“ eine entsprechende Reduzierung der zentrenrelevanten Randsortimente vor. „Den breit formulierten Befürchtungen der im Einzugsgebiet liegenden Mittelzentren soll damit Rechnung getragen werden“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten, Frank-Peter Arndt. Eine solche Entscheidung sei auch städtebaulich und raumordnerisch durchaus verträglich. Schädliche Auswirkungen auf die zentralen Versorgungsbereiche im Einzugsgebiet in der Göttinger Innenstadt und im Westen sowie auf die jeweiligen Versorgungsaufgaben der Mittelzentren seien nicht zu erwarten, sind sich Arndt und Henze sicher.

 

Öffentlicher Personennahverkehr
Elektrobusse auch für Göttingen?
CDU/FDP-Gruppe fordert schnellere Umstellung
Vierzehn neue Dieselbusse für 3,7 Millionen Euro werden die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) bis Ende dieses Jahres beschaffen. Die CDU/FDP-Ratsgruppe verweist in diesem Zusammenhang naserümpfend auf die Einführung der ersten drei Elektrobusse in Hannover schon kurz nach Ostern und fordert solche Maßnahmen auch in Göttingen – konkret: einen schnelleren Umstieg mindestens auf ein oder zwei Linien.

Elektro-Bus
 
Elektro-Bus der Braunschweiger Verkehrs-GmbH, der an Induktivladestationen wieder aufgeladen wirdFoto: Lord Alpha

Bereits im Juli 2015 hatte die Gruppe einen Ratsantrag eingebracht, der darauf abzielte, eine erste Elektro-Linie ab dem Jahr 2017 einzurichten. Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe und gleichzeitig auch Vorsitzender des Umweltausschusses, will sich weiterhin für ein schnelleres Umschwenken „auf die mit Abstand umweltfreundlichste Beförderungstechnik im ÖPNV einsetzen“, auch wenn die GöVB die Meinung vertreten, dass diese Technik noch nicht ausgereift sei.

Das Thema ist nicht ganz neu; es wurde schon in früheren Jahren im Rat diskutiert – immer mit negativem Ausgang und zum Vorteil einer inzwischen verbesserten Diesel-Abgastechnik. Allerdings sollte man angesichts aktueller Schummeleien bei den Verbrauchswerten, welche wohl nicht nur den Volkswagenkonzern betreffen, die seinerzeit hochgelobten verschärften EU-Abgasnormen nunmehr vielleicht doch etwas skeptischer betrachten. Wenn die EU-Standards und Toleranzen hierbei nämlich ähnlich locker gehandhabt werden wie bei Elektrogeräten oder Leuchtkörpern, dann bedarf es eigentlich keiner Manipulations-Software zum Schaden des Verbrauchers und der Umwelt.

Ein harter Wettbewerb um Standards, wie es ihn nun mal immer bei der Einführung neuer Systeme gebe, dürfe jedenfalls nach Auffassung Scheres kein Grund sein, neue Entwicklungen für Göttingen auf die lange Bank zu schieben. Auch das finanzielle Argument allein könne nicht ziehen, wenn man versuchen würde, zusätzliche Förderquellen anzuzapfen.

Vielleicht aber doch. Sollte nämlich eine noch nicht ausgereifte Technik auch einen höheren Service- und Reparaturaufwand nach sich ziehen, was eher wahrscheinlich ist, dann folgen daraus auch höhere laufende Kosten. Aber keine stetigen Fördermittel. Dann werden die GöVB wohl irgendwann wieder einmal die Hand gegenüber dem Fahrgast aufhalten müssen. Der aber wird gerade erst zur Kasse gebeten, am 1. April.

Scherer führt als gutes Beispiel China an, wo es bereits Millionenstädte gebe, in denen nur noch E-Busse fahren. Vielleicht auch, weil der Sauerstoff für die Verbrennungsmotoren in diesen Smog-Metropolen knapp geworden ist und deshalb vielleicht auch kein so gutes Beispiel. Denn so weit sind wir hierzulande Gott sei Dank noch nicht.
Den im Juli 2015 von der Ratsgruppe eingebrachten, seither noch nicht weiter in den Gremien beratenen Antrag zur Einführung von Elektro-Bussen finden Sie hier:Weitere Informationen

 

Altersvorsorge
Verbraucherzentrale fordert effektivere Maßnahmen
Armutsbericht 2016: Wohlfahrtsverbände kritisieren anhaltend hohe Armut
Rentenreformen und staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte wie Riester-Rente haben es bislang nicht geschafft, Altersarmut wirksam zu verhindern oder neu entstandene Versorgungslücken zu schließen, stellt die Verbraucherzentrale Niedersachsen fest. Breite Bevölkerungsschichten seien zunehmend von Altersarmut betroffen beziehungsweise bedroht. Zusätzlich leide die private Altersvorsorge unter der anhaltenden Niedrigzinspolitik. Unterdessen diagnostizieren der Paritätische Wohlfahrtsverband und weitere Verbände im aktuellen Armutsbericht 2016 eine „anhaltend hohe Armut“.

Zeitungsausschnitt
 
Wenn seit Jahren ehemalige Volksparteien tatenlos der Misere zusehen und unfähig zur Veränderung sind, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie zu Splitterparteien degenerieren

Über sinnvolle Produkte für die Altersvorsorge und gesetzlich notwendige Maßnahmen, die Altersarmut verhindern, diskutierte die Verbraucherzentrale Niedersachsen am 16. März auf einer Podiumsveranstaltung „Trotz Altersvorsorge arm im Alter?“ in Hannover mit dem Niedersächsischen Verbraucherschutzminister Christian Meyer sowie mit Ulf Prange, Mitglied des Niedersächsischen Landtages (SPD), Markus Hofmann, Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB und Prof. Dr. Ralf Kreikebohm, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig Hannover.

Rentenniveau im Sinkflug – Riester-Modell gescheitert
Seit der Rentenreform 2001 sinkt das Rentenniveau kontinuierlich. Aktuell liegt es bei 47 Prozent und soll bis 2030 auf 43 Prozent sinken. Die entstandenen Versorgungslücken sollen Rentner privat, unter anderem mithilfe der staatlich geförderten Riester-Rente, ausgleichen. Diese Rechnung ist nicht aufgegangen: Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung ist etwa jeder sechste Ruheständler von Altersarmut betroffen. Das sind 3,4 Millionen Rentner, Tendenz steigend.

Obdachloser
Obdachloser in HamburgFoto: Hendrike

„Eine weitere Absenkung des Rentenniveaus muss gestoppt werden. Nur so können Menschen mit niedrigem Einkommen besser vor Armut im Alter geschützt werden“, fordert Andreas Gernt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Er ergänzt: „Wie sich zunehmend herausgestellt hat, ist zudem die Riester-Rente in der bisherigen Form gescheitert. Sie ist in den meisten Fällen zu renditeschwach, zu bürokratisch, zu teuer und kann von wenigen sinnvoll genutzt werden“.

„Durch gesetzliche Maßnahmen müssen die gravierenden Nachteile bei der betrieblichen Altersversorgung beseitigt und insgesamt für alle Bevölkerungsschichten ertragreiche und unbürokratische Anreize zum Sparen für das Rentenalter geschaffen werden“, fordert Petra Kristandt, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. So müssen später auf die Betriebsrente Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in voller Höhe abgeführt werden und außerdem ist sie noch zu versteuern. „Von einer versprochenen Bruttorente in Höhe von 335 Euro bleiben als Vorteil durch die Direktversicherung knapp 150 Euro netto übrig. Würde man den eigenen Beitrag von 104 Euro monatlich über 37 Jahre zinslos unters Kopfkissen legen, kommt eine Summe von etwa 46.000 Euro zusammen. Da muss man schon älter als 92 Jahre werden, um mehr herauszubekommen, als man eingezahlt hat“, moniert Kristandt. Ein Positionspapier mit den Forderungen der Verbraucherzentrale ist unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/bessere-altersvorsorge erhältlich.

Armutsbericht 2016: Verbände fordern sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel
Ein Verharren der Armutsquote in Deutschland auf hohem Niveau beklagt der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Armutsbericht, der erstmals in erweiterter Form und unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen erschienen ist. Während in neun Bundesländern die Armutsquoten 2014 gesunken seien, belegt der Bericht einen Anstieg der Armut in den bevölkerungsreichen Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen. Hauptrisikogruppen seien Alleinerziehende und Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner, deren Armutsquote rasant gestiegen sei und erstmals über dem Durchschnitt liege. Die Herausgeber sehen daher auch keinerlei Anlass zur Entwarnung und fordern von der Bundesregierung einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um dringend notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf den Weg zu bringen.Weitere Informationen

 

Tierversuche
Heftige Kritik an Georg-August-Universität von PETA
Uni Göttingen zu keiner Auskunft bereit
Jedes Jahr werden an deutschen Universitäten Tausende sensibler Lebewesen für unwissenschaftliche Tierversuche missbraucht und getötet. In ihren Bemühungen, die tierversuchsfreie Lehre weiter voranzutreiben, bat die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) in einem Schreiben 126 Fakultäten lebenswissenschaftlicher Studiengänge um Informationen über ihre angewandten Lehrmethoden. Obgleich die Georg-August-Universität Göttingen zu keiner Auskunft bereit war, erfuhr PETA aus Reihen der Studierenden, dass sowohl im Fachbereich Medizin als auch im Studienfach Biologie Sektionen an Schweineherzen durchgeführt werden.

LabormausFoto: Lucija T.

Zudem müssen die angehenden Biologen für das Bestehen des Moduls Zoologie verpflichtend Tiersektionen an Regenwürmern, Heuschrecken, Seesternen, Fischen, Agar-Kröten sowie Schnecken durchführen. PETA appelliert an die Hochschule, gänzlich auf Tiere im Studium zu verzichten und Studierenden eine Lehre ohne Tierleid zu ermöglichen. „Leider hält die Georg-August-Universität Göttingen weiter daran fest, Tiere für Lehrzwecke zu missbrauchen“, so Stephanie Kowalski, Tierärztin und Fachreferentin gegen Tierversuche bei PETA. „Wir fordern die Verantwortlichen auf, den Tierschutz ernst zu nehmen und die Verwendung von Tieren in Forschung und Lehre gänzlich zu stoppen.“

PETA fordert mehr Transparenz hinsichtlich der an Universitäten angewandten Methoden, damit sich Studierende und Studieninteressierte für ein Studium ohne Tierleid entscheiden können. Außerdem appelliert die Tierrechtsorganisation an die Universitäten, Tierversuche aus dem Lehrplan zu streichen und stattdessen eine fortschrittliche und zukunftsweisende Lehre zu praktizieren. PETA möchte die Universitäten auf dem Weg zu einer tierversuchsfreien Lehre begleiten und hat dies unter anderem auch der Georg-August-Universität Göttingen angeboten, die sie bislang jedoch nicht angenommen hat.Weitere Informationen

 

Museumskonzept
CDU/FDP-Gruppe wirft SPD Ausweichmanöver vor
Bekenntnis „ohne Wenn und Aber“ zum Standort Ritterplan
Die CDU/FDP-Gruppe im Rat zeigt sich verärgert darüber, dass sich SPD-Mitglieder in der letzten Kulturausschuss-Sitzung zum Thema Museumsstandort Ritterplan jeder weiteren Diskussion über das Göttinger Museumskonzept verweigert haben, obgleich sich bislang keinerlei ernsthafte Nutzungsalternative für den großen, derzeit weiter für Millionen sanierten Komplex aus drei Gebäuden am Ritterplan abzeichnet.

 
Städtebauliches Kleinod: Rückansicht des MuseumsFoto: vs

Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der Ratsgruppe, befürchtet deshalb für das Städtische Museum eine ähnliche Entwicklung wie etwa bei den Ausstellungsräumen im Alten Rathaus: „Erst zwängen wir für einen behindertengerechten Zugang mit einem irren Aufwand Fahrstühle in das alte Gemäuer. Dessen vollkommen ungeachtet sollen aber künftig die Ausstellungen inclusive der dafür ausgewiesenen Personalmittel ins Kunstquartier verlagert werden. So scheint es auch beim Museum zu laufen.“

Millionen würden in die Sanierung des großen denkmalgeschützten Komplexes gesteckt „und dann erleben wir vielleicht nur noch ein paar Wechselausstellungen zur Stadtgeschichte im ,Forum Wissen‘ der Universität am Bahnhof“. Das Städtische Museum sei aber ein derartig wichtiges Erbe echten Göttinger Bürgersinns, das es nicht verdient, sich nur als kleines Anhängsel im Universitätsmuseum wiederzufinden. Solche Kritik bedeute jedoch keine Ablehnung des Plans, ein künftiges Ausstellungskonzept des Städtischen Museums eng mit dem „Forum Wissen“ der Universität abzustimmen, um sich so künftig auch sinnvoll zu ergänzen.“

Die Parteiengruppierung bekennt sich „ohne Wenn und Aber“ zum Standort Ritterplan für ein neu zu konzipierendes Museum zur Geschichte der Universitätsstadt Göttingen, heißt es in einer Stellungnahme. Sie unterstützt auch ausdrücklich die Position des Göttinger Geschichtsvereins und verweist zudem auf das eindeutige Ergebnis des großen Workshops, den die Stadtverwaltung zu diesem Thema veranstaltet hat. „Die Fakten liegen jetzt lange genug auf dem Tisch, meint Ratsmitglied Ludwig Theuvsen (CDU) und fordert ein „Ende des Herumlavierens“.

 

Emissionen
Piraten: Rückgang der Radverkehrs
und erhöhte Stickoxidwerte haben dieselbe Ursache

Die Göttinger Piraten sehen einen Zusammenhang zwischen den erhöhten Göttinger Stickoxid-Werten und den gleichzeitig von Ihnen beobachteten rückläufigen Radverkehrszahlen. Sie stützen sich dabei insbesondere auf im neuen eRadschnellweg eingelassene Induktionsschleifen, welche die Radverkehrszahlen zuverlässig erfassen und von den Piraten akribisch analysiert werden. Als eine der Hauptursachen machen sie dabei „unkoordinierte Ampelschaltungen“ verantwortlich, die „teils durchaus anerkennenswerte bauliche Leistungen geradezu torpedieren“.

Sowohl an der Robert-Koch-Straße in Höhe des Klinikums als auch am Christophorusweg, beide Stellen Teil des 2013 neugebauten eRadschnellwegs, wurden 2015 weniger Fahrräder gezählt als 2014. „Eigentlich“, so Mitglieder des Kreisverbandes, „sollte erwartet werden, dass zumindest nach einer gewissen Eingewöhnungsphase eine Steigerung zu beobachten wäre.“ Doch während am Christophorusweg mit einem Minus von 1 Prozent (636.030 in 2014, 630.549 in 2015) der Rückgang noch relativ moderat ausfiel, brachen die Zahlen an der Robert-Koch-Straße (1.212.711 in 2014, 1.075.631 in 2015) um mehr als 10 Prozent ein. Gleichzeitig ermittelten Gutachterbüros bei Verkehrszählungen, die beispielsweise im Zuge der Planung einer eventuellen Verlegung der Bundesstraßen B3/B27 veröffentlicht wurden, weiterhin stetig steigende Zahlen im Pkw-Verkehr, heißt es in einer Mitteilung. Das Resultat seien zunehmende Stickoxid-Werte. Die Stadt tue sich schwer damit, diesen Effekt zu erklären.

„Radverkehr verliert trotz enormer Investitionen und stellenweise guter Fahrbedingungen in der Summe immer mehr an Attraktivität, während Pkw-Verkehr augenscheinlich immer attraktiver wird“, so Friederike Buch, Mitglied des Vorstands und der „Arbeitsgruppe Ampelpiraten“. „Beides hängt zusammen und hat genau dieselbe Ursache: eine seit Jahren verfehlte Verkehrspolitik in der angeblich fahrradfreundlichen Stadt Göttingen.“

Am Weender Tor wurden 2014 die Wartezeiten an den Ampeln für den Rad- und Fußverkehr spürbar verlängert. Bestens gelungen sei der perfekt ausgebaute Radschnellwegabschnitt zwar zwischen Weender Tor und Godehardstraße – doch die Grünphasen seien dort so geschaltet, dass ein Fahrrad auf dem Radschnellweg nicht schneller als 10 km/h fahren kann. Auch im Zuge der Planung des neuen Radschnellwegabschnitts zwischen Groner Tor und Leinebrücke/Rosdorfer Kreisel werde die Fahrtzeit nicht mit in die Planungen eingerechnet – ein fataler Fehler bereits in der Planungsphase, kritisieren die Piraten. Sie stimmen auch nicht der von den Grünen im Bauausschuss Mitte Februar vorgetragenen Ansicht zu, Radfahrer würden eine der vorgeschlagenen Strecken auf jeden Fall akzeptieren, gleich, für welche der Varianten man sich letztlich entscheide: „Die Zahlen im Nordbereich zeigen auf, dass dieser Fall nicht eintritt, und dass die Verkehrsplanung sich vorher ernsthaft bemühen muss, möchte sie Fehlinvestitionen vermeiden.“

 

Bildung
CDU/FDP für Fortführung der Hauptschulen
Ratsgruppe sieht Vorteile bei Flüchtlingskinderintegration
Als Fehler betrachtet die CDU/FDP-Ratsgruppe das von einer Ratsmehrheit beschlossene Aus für die letzten beiden Göttinger Hauptschulen. Gerade für die Integration nicht oder kaum alphabetisierter Kinder böten die Hauptschulen die richtige Schulform mit entsprechend qualifiziertem Personal.

Soll abgewickelt werden: Käthe-Kollwitz-Schule in GeismarFoto: vs

Sie wird am Freitag im Rat ein Antrag einbringen, mit dem zumindest geprüft werden soll, ob nicht doch wieder ab dem Schuljahr 2017/18 5. und 6. Klassen an Hauptschulen angeboten werden sollen. „Mit extrem unterschiedlichen schulischen Hintergründen kommen Kinder und Jugendliche aus den vielen internationalen Konfliktherden nach Göttingen. Mit einem entsprechend breit gefächerten Schulangebot würden wir Gymnasien und Gesamtschulen entlasten und auch die Kinder mit geringen Vorkenntnissen nicht überfordern“, begründet Ex-Rektor Thomas Häntsch (CDU), den Vorstoß zur Fortführung der Hauptschulen. „Ganz ohne Zweifel hätten wir mit erfahrenem Lehrpersonal in relativ kleinen Klassen dafür eine sehr gute Integrationschance, die wir nicht aus schulideologischen Gründen bei Seite schieben sollten.“

In Göttingen gebe es im Gegensatz zu allen anderen Städten und Landesteilen nur noch ein 2-Säulen-System, d.h. nur noch Gymnasien und Gesamtschulen. Die zu beschulenden Flüchtlingskinder gehören unterschiedlichen Altersgruppen an und bringen unterschiedliche schulische Voraussetzungen mit: Neben Kindern im Grundschulalter kommen Schüler, die in ihren Herkunftsländern Schulen besucht haben, die unseren Sek I-Schulen entsprechen.

„Diejenigen, die in ihrer Heimat bereits eine Fremdsprache – vorwiegend Englisch – gelernt haben, sind in der Regel bei uns in den SEK I-Schulen zu integrieren, zunächst in speziellen Sprachlernklassen, mutmaßlich später auch in Regelklassen. Für ältere Schülerinnen und Schüler sind die bereits bestehenden Sprachlernklassen-Angebote der BBS – z.B. der Arnoldi-Schule oder des Abendgymnasiums passend“, heißt es in dem Prüfantrag.

Ein besonderes Problem stelle die Unterrichtung der nicht alphabetisierten Kinder jeden Alters dar. Für sie seien nach Auffassung der Ratsgruppe weder die Gymnasien noch andere Sekundarschulen die geeignete Schulform. An den beiden Göttinger Hauptschulen hingegen bestehen seit einigen Jahren umfangreiche Erfahrungen mit Lerngruppen für nicht alphabetisierte Kinder: An der Heinrich-Heine-Schule z.B. sind z.Zt. zwei Klassen für diese Zielgruppen vorhanden. Aber auch an der Käthe-Kollwitz-Schule stünden die Räumlichkeiten und das geeignete Personal zur Verfügung.

Eine Wiedereinrichtung der Klassen 5 und 6 an diesen beiden Schulen biete sich deshalb an. „Es wäre sträflich, die vorhandenen pädagogischen und räumlichen Möglichkeiten nicht zu nutzen, zumal Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr zeigen, dass die weiterführenden Schulen auch schon rein räumlich nicht in der Lage sind, weitere Klassen unter zu bringen“, sind sich die Antragsteller sicher.

 

Wohnungsbau
Grüne: Förderprogramme wichtiger als Mietpreisbremse
SPD entscheidet im Sozialausschuss dafür
Die Forderung der Göttinger Landtagsabgeordneten Gabriele Andretta (SPD), eine Mietpreisbremse für die Universitätsstadt einzuführen, findet nicht einhellige Zustimmung. Andretta möchte damit „Mieterinnen und Mieter in Städten und Gemeinden mit einem überhitzten Wohnungsmarkt wirksam vor überzogenen Mieterhöhungen schützen“. Dies gelte in besonderem Maße für Göttingen, wie eine erst kürzlich vorgestellte Untersuchung des Geografischen Instituts der Universität nachgewiesen habe. Die Grünen halten dagegen.

 
Preisgekrönter sozialer Wohnungsbau: Alfred-Delp-WegFoto: vs

„Was wir deutlich dringender als eine Mietpreisbremse bräuchten, sind staatliche Wohnraumförderprogramme mit dem Schwerpunkt der Wohnungsgemeinnützigkeit und weniger Vorbehalte bei der Flächensuche für Wohnungsbau“, kommt deren Fraktionsvorsitzender Rolf Becker auch auf ein in der Öffentlichkeit heftig umstrittenes Anliegen der Partei zurück, stadtnahes Wohnen auf Kosten bestehender Kleingartenareale zu ermöglichen. Schätzungen gehen davon aus, dass in Göttingen derzeit bis zu 5.500 Wohnungen allein im Geschosswohnungsbau fehlen. Becker: „Durch eine Mietpreisbremse wird keine einzige Wohnung mehr gebaut. Solange aber Wohnraum Mangelware ist, werden auch die Preise steigen – mit Mietpreisbremse langsamer, aber doch stetig.“

Indirekt bestätigt dies auch Gabriele Andretta unter Bezugnahme auf einen von Engel & Völkers vorgelegten Bericht zum Göttinger Wohnimmobilienmarkt, der davon ausgehe, dass der hohe Nachfragedruck zu weiter steigenden Preisen führen werde. Auslaufende Mietpreisbindungen im sozialen Wohnungsbau würden das Problem künftig sogar noch verschärfen. In Kombination mit weiteren Maßnahmen sei die geplante Mietpreisbremse daher ein wirksames Instrument, um bezahlbares Wohnen möglich zu machen, betont Andretta. Dazu gehöre ebenfalls das 400-Millionen-Euro-Programm für den sozialen Wohnungsbau in Niedersachsen. So soll bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen geschaffen werden. 5.000 Wohnungen könnten durch diese Förderung entstehen.

Die Grünen sehen dagegen die Gefahr, dass sich durch eine Mietpreisbremse der Wohnraummangel nur noch verschärft: „Wer Vermieter/innen vorschreibt, zu welchem Preis zu vermieten ist, riskiert, dass einige Wohnungen schlicht vom Markt genommen werden“ meint Rolf Becker. Seine Fraktion bevorzuge daher einen anderen Weg, um den Marktpreis auf einem sozialverträglichen Niveau zu stabilisieren: „Vorrangiges Ziel muss es sein, neuen Wohnraum zu schaffen, nach Möglichkeit in integrierten Lagen. Hierzu braucht es bei der Bauflächensuche den konstruktiven Austausch mit allen relevanten Akteuren, den Anstoß dazu muss aus unserer Sicht die Politik geben.“

Die SPD-Fraktion hat angekündigt, in der kommenden Sitzung des Sozial-Ausschusses am 9. Februar für eine Preisbremse zu votieren, ist sich aber offensichtlich auch bewusst, mehr oder weniger „Schaufenster-Politik“ damit zu betreiben. „Wir stufen die Erfolge der ,Mietpreisbremse‘ auf das Göttinger Mietpreisniveau als gering ein, aber so ist diese doch ein öffentliches Signal an die Wohnungsmarktakteure und könnte damit mietpreisdämpfend wirken“, tröstet sich Ausschuss-Vorsitzender Klaus-Peter Hermann (SPD).

Tatsächlich liegt das Problem auch sehr viel tiefer: Wer, wie nahezu alle etablierten Parteien, sein politisches Heil im offenbar allein seeligmachenden Wachstum sieht – beispielsweise durch immer neue Lockangebote an Industrie und Hochschule –, der darf sich nicht wundern, wenn zwar die Steuereinnahmen besser sprudeln, die Lebensqualität hingegen ein immer knapper werdendes Gut wird. Es ist – man muss es so benennen – dieser hirnlose Wachstumswahn, der anschließend dazu führt, Kleingärten in stadtnahes Bauland umwidmen zu wollen, landschaftlich geschützte Kleinode zu „minderwertigen“, dann bebaubaren Flächen herabzustufen und der eben auch die Mieten steigen lässt. Wie die Meeresspiegel.

War da mal was? Nachhaltigkeit? Lächerlich! Eine temporäre politische Modeerscheinung vor ein paar Jahren, die längst schon wieder out ist.

 

Bioenergiedörfer fordern mehr Unterstützung durch Politik
„Jühnder Erklärung“ kritisiert rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen
pug — Die Betreiber von mehr als 20 Bioenergiedörfern und -initiativen in Deutschland haben in einer gemeinsamen Erklärung mehr Unterstützung für bestehende und neue Bioenergieprojekte gefordert. Die Unterzeichner der so genannten Jühnder Erklärung kritisierten die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für Bioenergiedörfer in Deutschland. Sie fordern unter anderem eine Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), finanzielle und personelle Unterstützung von ehrenamtlichen Initiativen durch Länder, Landkreise und Kommunen sowie ein flächendeckendes Programm zur effizienteren Nutzung von bestehenden Biogasanlagen.

 
Klimaschutzaktivitäten als Pflichtaufgabe: Biogasanlage in Jühnde
Foto: Axel Hindemith

Zu den Initiatoren der Erklärung gehört auch das Interdisziplinäre Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Universität Göttingen. „Wir verstehen die Erklärung als einen Appell an Politiker, die Bedingungen für Bioenergiedörfer zu verbessern“, so der Leiter des IZNE, Prof. Dr. Hans Ruppert. „Biogasanlagen müssen auch künftig eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen, insbesondere zur bedarfsorientierten Lieferung von Strom bei Sonne- und Windflauten, und vor allem während des Winters, wenn auch noch der Aspekt der Wärmenutzung hinzukommt.“

Konkret fordern die Unterzeichner der Erklärung eine Überarbeitung des EEG von 2014 mit höherer Förderung von neuen Biogasanlagen mit sinnvollen Wärmekonzepten und nachhaltiger Biomasseerzeugung, längeren Förderzeiträumen und eine Fortsetzung der Flexibilitätsprämie für die Spitzenlastfähigkeit von Anlagen. Kommunen und Landkreise sollen ehrenamtliche Initiativen fachlich beraten, finanziell fördern und durch die Übernahme von Bürgschaften bei der Kreditaufnahme unterstützen. Klimaschutzaktivitäten sollen in den Kommunen nicht mehr den freiwilligen Leistungen, sondern den Pflichtaufgaben zugerechnet werden. Das sogenannte 1.000-Dörfer-Programm soll Fehlsteuerungen der bundesweit mehr als 8.000 Biogasanlagen korrigieren, sie effizienter machen und die Entwicklung der Anlagen zu Bioenergiedörfern vorantreiben. Gleichzeitig sollen die Rahmenbedingungen zur regionalen Vermarktung von Strom verbessert und die bestehende Wettbewerbsverzerrung auf dem Energiemarkt korrigiert werden.

Den Inhalt der Jühnder Erklärung erarbeiteten die Unterzeichner während einer Tagung zum zehnjährigen Bestehen des Bioenergiedorfes Jühnde im Sommer dieses Jahres. Das Bioenergiedorf im Landkreis Göttingen hatte 2005 seinen Betrieb aufgenommen. Damit war der 1.000-Einwohner-Ort in Südniedersachsen Wegbereiter für mehr als 150 weitere Bioenergiedörfer in ganz Deutschland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IZNE haben das Projekt konzipiert, angestoßen und begleitet und darüber hinaus weitere Bioenergiedörfer auf den Weg gebracht. Die Jühnder Erklärung hat bereits mehr als 20 Initiativen und Dörfer als Unterstützer und wird zurzeit weiter verbreitet. „Mit der Jühnder Erklärung entsteht ein ganz neuer Zusammenhalt zwischen den Dörfern, so dass wir unsere Erfolgsgeschichte fortsetzen können“, so Eckhard Fangmeier, Vorstand und Sprecher der Bioenergiedorf Jühnde e.G.
→www.bioenergiedorf.info

 

Städtereport
Sehr attraktive Innenstadt und gesunde Kennzahlen
Filialisten ausgebremst – Analyse mit wenig überraschenden Ergebnissen
Nichts, was man nicht auch schon bereits vorher wusste, fördert der neueste Städtereport der Comfort-Gruppe, eines bundesweit tätigen Dienstleisters für Handelsimmobilien, mit aktuellen Angaben zum Einzelhandelsstandort Göttingen zutage. Die auf die Vermittlung von Geschäftshäusern und Ladenlokalen in den 1A-Lagen von Innenstädten spezialisierte Gruppe kann insbesondere ihrer Hauptklientel wenig Hoffnung machen. Ursache für das „trotz großer Nachfrage sehr schwache Transaktionsvolumen“ sei nämlich die geringe Verkaufsbereitschaft privater Eigentümer, welche in der Innenstadt klar dominierten, erklärt dazu Geschäftsführer Frank Kaiser.

Wochenmarkt
„Stattlicher Bestand an Kultur- oder Veranstaltungsstätten“: Göttinger WochenmarktFoto: vs

Alles in allem kommt die Stadt dennoch – wenngleich durch die Brille möglicher potenzieller Großinvestoren betrachtet – recht gut bei dieser Analyse weg, schimmert trotz Rendite-Fokus doch immer wieder auch durch, welche Lebensqualität das Oberzentrum aufzuweisen hat. So charakterisiert der Report die Stadt nicht nur als „Motor der wirtschaftlichen Entwicklung für die Region Südniedersachsen“ mit einer „bundesweit einmalige[n] Dichte von Messtechnikunternehmen“ und überregional bedeutsamen Bildungs- und Forschungseinrichtungen, sondern konstatiert auch einen „stattlichen Bestand an öffentlichen Gebäuden sowie Kultur- oder Veranstaltungsstätten“. Göttingens Innenstadt binde die unterschiedlichen Nutzungen wie Handel, Gastronomie, Wohnen, öffentliche Einrichtungen wie Rathaus, Universität und andere Institutionen harmonisch in das Stadtbild ein. Attraktive Plätze, kleinere Grünbereiche sowie die Leine würden dies ergänzen. Das hat sich bundesweit herumgesprochen, vielleicht nicht unter Handelsinvestoren, wohl aber unter Wissenschaftlern und Studierenden. Ein nicht unerhebliches Pfund, mit dem die Stadt wuchern kann.

Als zentrale Wirtschaftsfaktoren der Göttinger Innenstadt machen die Analysten folgerichtig auch den kleinteiligen Einzelhandel und die Gastronomie aus, sie seien der „Motor für Kultur, Tourismus, Infrastruktur und Dienstleistungen sowie für – nicht zu vergessen – öffentliche und private Investoren. Das ist nicht zuletzt dem kommunalen Einzelhandelskonzept der Stadt Göttingen geschuldet, sieht es doch eine Stärkung der Innenstadt explizit vor. Wer die Diskussionen in den Sitzungen des städtischen Bauausschusses und entprechender, von der Verwaltung initierte Bürgerforen besucht, ist darüber bestens im Bilde – Kaufkraft hin oder her, die nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt liegt, so der Städtereport.

Wenn auch die vielen kleinen Läden und vor allem eine Vielzahl an denkmalgeschützten Fassaden die Suche für Filialisten nach geeigneten Immobilien „nicht einfach“ machten und es „nach wie vor an Großflächen in der Innenstadt“ mangele, so liefere der historische Stadtgrundriss sowie der ausgeprägte Besatz an historischen Gebäuden immerhin die Grundlage für die hohe Gestaltqualität der Göttinger Innenstadt. Sie stelle das räumliche, emotionale und kulturelle Zentrum der Stadt sowie der gesamten Region dar und bilde mit ihrem dichten Einzelhandelsbesatz zugleich das wichtigste regionale Versorgungszentrum.

Das ist doch was. Merkwürdig nur, dass Großinvestoren wie Filialisten offenbar immer nur dann verstärktes Interesse zeigen, wenn sie auch die historische Bausubstanz bis hin zur Fassade eliminieren können. Wobei doch viele positive gegenteilige Beispiele in ganz Deutschland zeigen, dass es auch anders geht. Nachhaltiges Investment und kulturelle Verantwortung muss dafür jedoch zuallererst einmal in den Köpfen entstehen. Eine dankbare Aufgabe vielleicht auch für Immobiliendienstleister.
Den vollständigen Bericht finden Sie hierWeitere Informationen

 

Flüchtlingskrise
Gegen Instrumentalisierung
der Begriffe Kultur, Heimat, Identität

Österreichische Kulturanthropologen gehen öffentlich auf Distanz

Balkanflüchtlinge
 
Balkanflüchtlinge (1993)Foto: Mikhail Evstafiev (CC BY-SA 3.0)

In einer Erklärung österreichischer Volkskunde-Institute, Museen, Vereine und Verbände „Menschen in Bewegung – ,Kultur‘ und ,Heimat‘ als politische Instrumente“ wenden sich die Unterzeichner öffentlich gegen die Verwendung und mitunter auch Verfälschung der Begriffe und deren Inhalte, um sie für politische Zwecke zu instrumentalisieren bzw. zu missbrauchen.

Der Blick auf die Geschichte zeige, heißt es darin, dass „Kultur“ und „Identität“ im Laufe der Geschichte vielfach auf gefährliche Weise verwendet wurden, um das „Fremde“ vom vermeintlich „Eigenen“ abzugrenzen und Menschen auszuschließen – wie in der aktuellen Diskussion. „Politische Entscheidungen und Aktivitäten sind aktuell auf kurzfristige Krisenbewältigung ausgelegt“, konstatieren die Wissenschaftler/innen. Nicht zuletzt das Erstarken fremdenfeindlich gesinnter Gruppen mache jedoch deutlich, wie dringend der Bedarf an Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Lösungen sei.
Die Erklärung im Wortlaut:Weitere Informationen

 

Religiöser Fanatismus
DITIB-Gemeinde auf Distanz zu jedweder Form von Gewalt
Gemeinde empfängt Vertreter der Polizeidirektion Göttingen
ots/eb — Vertreter der Polizeidirektion Göttingen, darunter Polizeipräsident Uwe Lührig, der Leiter des Dezernates für Kriminalitätsbekämpfung, Klaus Häuser, sowie der Migrationsbeauftragte Ozan Kahya, waren zu Gast bei der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Göttingen e.V. (DITIB). Die „in einer sehr vertrauensvollen und harmonischen Atmosphäre“ geführten Gespräche drehten sich zwangsläufig auch um die Anschläge in Frankreich und um die aktuelle Flüchtlingsthematik.

„Es ist immer der Mensch, der die Radikalisierung vorantreibt“: DITIB-Moschee im Königsstieg : Foto: vs

Der Vorstand der DITIB-Gemeinde distanzierte sich ausdrücklich von jedweder Form von Gewalt und sieht gerade auch im Hinblick auf die Terroranschläge die Notwendigkeit, gegen die aufwachsende Islamophobie aufzuklären. „Es gibt keinen radikalen Islam. Es ist immer der Mensch, der die Radikalisierung vorantreibt“, so Mustafa Keskin. Der neue Imam, Ismail Isik, und der Vorstand der DITIB Gemeinde bekräftigten in ihren Aussagen, dass diese sich als Teil der Gesellschaft sehe und auch deren Ängste und Sorgen teile. Polizeipräsident Uwe Lührig begrüßte den offenen Dialog und sagte der Gemeinde die uneingeschränkte Unterstützung zu. „Staatliche Institutionen müssen alle rechtlichen Instrumente ausschöpfen, um islamfeindliche Tendenzen unmittelbar zu unterbinden“, unterstrich der Polizeipräsident.

Lührig gab zugleich seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Einsatz des seit November vergangenen Jahres tätigen Beauftragten für Migrationsfragen nicht nur eine Hilfe für seine Kolleg/innen sein kann, sondern er bei Migrant/innen und Migranten vertrauensbildend wirken kann. Auch für diese sei er Ansprechpartner sowie für alle in der Migrations- und Integrationsarbeit tätigen Organisationen.

Verteter der DITIB-Gemeinde beschrieben die Zusammenarbeit mit der Polizei in der Vergangenheit als „durchwegs positiv“. Die Beziehung zur Polizei könne sich durch den neuen Migrationsbeauftragten nur noch intensivieren, so der Vorstand.

 

Flüchtlingsunterkünfte
Stadtverwaltung mobilisiert Reserven
Bürgerinitiative: „Weitere Probe für die Belastbarkeit des Stadtteils“
pdg/eb — Angesichts der der Stadt auf dem Weg der Amtshilfe für das Land Niedersachsen zugewiesenen Flüchtlingskontingente muss diese jetzt ans Eingemachte gehen: nunmehr muss auch die Sporthalle Zietenterrassen in der Bertha-von-Suttner-Straße für die vorübergehende Unterbringung von bis Sporthallezu 200 Flüchtlingen herhalten. Zusätzlich soll die ganz in der Nähe liegende Fun-Sporthalle als Aufenthaltsraum und u.a. zur Ausgabe von Mahlzeiten an die Flüchtlinge genutzt werden.

Bei dieser Wahl sei mit den noch geringsten Einschnitten in den regulären Betriebsablauf der städtischen Sporthallen zu rechnen, meint Göttingens Sozialdezernentin Schlapeit-Beck, die in diesen Tagen keinen leichten Job zu machen hat. Viel Entscheidungsspielraum bleibt ihr ohnedies nicht: die ersten Flüchtlinge werden Mitte November, vielleicht auch schon früher, in Göttingen eintreffen.

Für Entlastung sollen fünf neue Standorte im nächsten Jahr sorgen. In vier Neubauten sowie einer Gewerbeimmobilie will die Stadt im kommenden Jahr Platz zur Unterbringung von rund 850 Flüchtlingen schaffen. Entsprechende Planungen wurden Anfang November in einer Bauausschuss-Sitzung vorgestellt. Ehrenamtliche des „Runden Tisches Zieten“ haben derweil gemeinsam mit den Neuankömmlingen, mit Nachbarn, dem Leiter und Mitarbeitern des gemeinnützigen Vereins Internationale Gärten Obstbäume, Beerensträucher und Blumenstauden auf dem Außengelände der Bonveno-Wohnanlage gesetzt.Weitere Informationen

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Ausschuss für Bauen, Planung
und Grundstücke:
9. Juni
Ortsrat Grone: 9. Juni

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Innenstadt / Holtensen
Straßen-, Brücken und Haltestellenumbau
pdg — Ab 30. Mai beginnen zwei Straßen- und Brückenbauprojekte in der Innenstadt. Bereits am Montag (30.05.) startet die Sanierung der Leinekanalbrücke in der Groner-Tor-Straße. Arbeiten in der Mühlenstraße im Abschnitt zwischen Stumpfebiel und Leinekanal fangen am Mittwoch, 1. Juni, an. Am Rande des Umbaus des westlichen Abschnitts der Groner Straße soll auch die Leinekanalbrücke Groner-Tor-Straße saniert werden. Vorgesehen sind Betoninstandsetzungs- und Abdichtungsarbeiten, die im Oktober abgeschlossen sein sollen und unter halbseitiger Sperrung der Straße ausgeführt werden. Die Verkehrsführung erfolgt in Einbahnstraßenregelung stadteinwärts. Der Fußgängerverkehr wird gewährleistet.
Ab Mittwoch, 1. Juni, startet die Sanierung der Mühlenstraße zwischen Stumpfebiel und Leinekanal. Die Arbeiten werden bis November des Jahres dauern. Es geht um die Erneuerung der Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie der Hausanschlüsse, die Verlegung neuer Gas- und Wasserleitungen sowie teilweise neuer Stromleitungen. Darüber hinaus wird die Straße einen neuen Unterbau sowie eine aufgehellte Asphaltdecke bekommen. Während der Dauer der Bauarbeiten wird die Mühlenstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Anlieger/innen können ihre Grundstücke allerdings meistens erreichen. Der Verkehr wird über die Prinzenstraße umgeleitet.
Ebenfalls ab Montag, 30. Mai, werden die Bushaltestellen „Twechte“ in Holtensen umgebaut. Zuerst die Haltestelle in der Straße „Unterm Hagen“, danach die in der „Lenglerner Straße“. Die Bauzeit beträgt für jede Haltestelle rund zwei Wochen. Ersatzhaltestellen werden jeweils in unmittelbarer Nähe eingerichtet. Die Fußwege müssen im Baustellenbereich gesperrt werden. Mit Verkehrsbehinderungen für alle Verkehrsteilnehmer/innen ist zu rechnen. Die Haltestellen werden mit Blindenleitplatten und Sonderborden behindertengerecht umgestaltet.

Bürgerforum
Radverkehrsentwicklungsplan
pdg — Die Erarbeitung des Radverkehrsentwicklungsplans steht im Mittelpunkt eines weiteren, von der Stadt veranstalteten Bürgerforums, das am Dienstag, 31. Mai, von 17.00 bis voraussichtlich 19.00 Uhr in der Aula der ehemaligen Pädagogischen Hochschule im Waldweg 26 stattfindet. Nach der ersten Berichterstattung im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke am 21. Januar 2016, bietet das Forum einen Einstieg in die öffentliche Diskussion über den strategischen Rahmenplan, der die Entwicklung des Radverkehrs in den kommenden zehn Jahren erfassen soll.Weitere Informationen

Baustellen
Immer auf dem Laufenden mit QR-Code
QR-CodeWer total geil auf den neuesten Stand vom Fortgang der Arbeiten auf städtischen Baustellen ist, der kann sich diese Informationen jetzt auf sein Handy holen – jedenfalls über die Buddelei in der Groner Straße. QR-Codes im Pflaster auf der Baustelle machen dies testweise möglich. Er führt auf die städtische Webseite mit Texten und Bildern zu der Baustelle. Die QR-Steine wurden an jeweils einem Ende der Baustelle verlegt und mit der Straßenbeleuchtung verbunden, so dass sie im Dunkeln leuchten. Sie sind praktisch wartungsfrei. Jeder Stein kostet etwa 400 Euro, die Stromkosten liegen bei 2,20 Euro im Jahr.
Jeder Kontakt werde gezählt, erläutert die Verwaltung. Funktioniere das Prinzip, sei eine Ausweitung auf weitere städtische Projekte denkbar. Ist das Interesse zu gering, seien alternative Einsatzmöglichkeiten denkbar. „Die Steine können praktisch überall verlegt und an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden“, sagt Stadtsprecher Detlef Johannson. Sie könnten auch genutzt werden, um Auskunft über historische Gebäude, Denkmäler, öffentliche Plätze oder Sehenswürdigkeiten zu geben.
Es wäre in jedem Fall bildsamer.

ÖPNV
VSN erhöht erneut seine Fahrpreise
Kritik von Pro Bahn
Kritisch beurteilt der Fahrgastverband PRO BAHN bei der am 12. Juni anstehenden Fahrpreiserhöhung vor allem „die komplette Ideenlosigkeit, wie man mit neuen Angeboten zusätzliche Kunden für Bahn und Bus im Landessüden gewinnen will“. „Und die Politik schaut bislang seelenruhig zu, wie der Standort Süd-Niedersachsen um ein nicht unwesentliches Attraktivitätsmerkmal betrogen wird“, zeigt sich Verbandsmitglied Michael Reinboth erschüttert. Der Verband fordert bislang erfolglos neue Angebote für zwei wichtige Kundengruppen: Zum einen für die immer zahlreicher werdenden Senioren, zum anderen für Touristen. Andernorts gebe es seit langem Tickets wie „60plus“ und spezielle Fahrscheine für Urlauber und Tagesgäste, welche die Reisemöglichkeiten mit Bahn und Bus gern nutzen, ohne dabei anderen Fahrgästen in die Quere zu kommen. Reinboth: „Es gibt weiter kein Angebot für Fahrten nach 9 Uhr – etwas, was in anderen Regionen längst üblich ist und Anreiz zu Gelegenheitsfahrten mit dem Zug oder Bus schafft.“
PRO BAHN fordert, dass die Politik dem VSN endlich auf die Finger klopft und neue, attraktive Angebote für die Region durchsetzt.

Otto-Hahn-Gymnasium
Stadt will Mensa schließen – Schüler dagegen
OHG-Schüler sollen künftig die nahegelegene Mensa der Berufsbildenden Schulen (BBS II) mitbenutzen, scheint die Verwaltung zu planen. Dabei werde offenbar keine Rücksicht auf die völlig unterschiedlichen Lebenssituationen der Schüler an BBS und OHG genommen, so Schülervertreter. „Es kann nicht sein, dass ein Fünftklässler vom OHG gemeinsam mit einem 35-jährigen Schüler der Berufsschule gemeinsam in der Mensa essen muss”, meint SV-Sprecher Tom Dammer vom OHG. Befremdlich sei zudem die mangelhafte Informationspolitik des Schuldezernats. Selbst die eigene Schulleitung habe nur beiläufig und über Umwege von den Plänen erfahren.

Amtsblatt No 11
pdg — Veröffentlichungen zur Planfeststellung für den Neubau eines Gleisanschlusses auf der Siekhöhe und zur Beteiligung von Öffentlichkeit und Behörden an drei Planverfahren stehen in der der 11. Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen in diesem Jahr, erhältlich ab 31. Mai. Bei den Planverfahren geht es um die Innenbereichssatzung Grone Nr. 1 „Springmühle“, das Parallelverfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und um den Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 57 „Universitätsbereich Nord- Erweiterung Nordost“.
Um Veröffentlichungen zum Planfeststellungsverfahren für die neue 380kV Höchstspannungsleitung sowie zu Personalveränderungen im Rat der Stadt und im Ortsrat Geismar ging es in der vorherigen Ausgabe des Amtsblatts.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de → Rathaus & OB → Rat & Ortsräte → Amtsblatt zu finden.

Flüchtlinge
Weitere Planungen durch die Stadt
pdg — Stadtrat Siegfried Lieske hat in Vertretung von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler im Rahmen einer Pressekonferenz für die Verwaltung zur Situation in den Göttinger Flüchtlingsunterkünften „Große Breite“ und „Weißes Haus“ (Hagenweg) sowie zu den weiteren Planungen der Stadt Stellung bezogen. Die Bewohner der beiden Häuser sollen nach den Vorstellungen der Stadt am 7. Juni – teilweise vorübergehend bis Anfang August – in die Flüchtlingsunterkunft am Anna-Vandenhoeck-Ring umziehen, weil die Stadt im „Weißen Haus“ eine Unterkunft für geflüchtete Frauen einrichten und das Haus in der Großen Breite grundlegend von einem Kakerlakenbefall befreien will.
Darüber hinaus hat die Verwaltung Allgemeine Grundsätze zur Belegung der Einrichtungen Siekhöhe, Schützenanger und Europaallee dargelegt.Weitere Informationen
Die Rücknahme des Ansinnens von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), Flüchtlinge in einer großen Halle unterzubringen, wird von der CDU/FDP-Ratsgruppe ausdrücklich begrüßt. Kleinere, und oft nur auf die Schnelle eingerichteten Quartiere böten bei allen Mängeln doch eine etwas größere Möglichkeit der Privatheit als die nach oben offenen Schlafräume in der großen Halle, stellt sie fest.

Stadt sucht Pflege- und Adoptiveltern
pdg — Der Adoptions- und Pflegekinderdienst der Stadt Göttingen sucht Pflege- und Adoptiveltern für Säuglinge sowie für Kinder im Alter von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Interessierte Familien, Paare, Lebensgemeinschaften sowie Einzelpersonen aus dem Stadtgebiet werden im Rahmen eines Bewerberseminars auf diese Aufgabe vorbereitet. Das nächste Seminar führt der Adoptions- und Pflegekinderdienst nach den Sommerferien durch.Weitere Informationen

Demo gegen rechts
„Lautstark, aber überwiegend friedlich“
Linksfaschisten gegen Neofaschisten
Die Demonstration am 21. Mai gegen den sog. „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ verlief nach Einschätzung der Polizei „lautstark, aber friedlich“ – trotz Beteiligung militanter, teils vermummter Angehöriger der links-faschistischen Szene. Das ist zwar genauso deeskalierend gemeint wie ihr Verhalten während der Demo, bleibt gleichwohl aber Schönfärberei. Denn „die Szene“ hielt statt Argumenten teilweise Reizgas und Pyrotechnik für besser geeignet zur Auseinandersetzung, sodass auch die Ordnungskräfte schließlich zu Pfefferspray griffen. MdL Gabriele Andretta (SPD), die schlichtend eingreifen wollte, musste sodann mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hat inzwischen den Vorfall bedauert. Die Grüne Jugend Göttingen hat zudem den Vorwurf erhoben, dass eines ihrer Mitglieder gezielt von der Polizei einen Schlag erhielt. Diese will den Vorfall „aufzuarbeiten“.
Die Mahnwache des „Freundeskreises“, um die es eigentlich ging, umfasste gerade mal 25 Personen. Stellt euch vor, es gibt eine solche Mahnwache – und keiner geht hin. Statt sie durch selbsternannte angebliche Linke aufzuwerten.

Radverkehrsentwicklungsplan
Bürgerforum Ende Mai
Die Erarbeitung des Radverkehrsentwicklungsplans steht im Mittelpunkt eines weiteren, von der Stadt veranstalteten Bürgerforums, das am 31. Mai in der ehemaligen Pädagogischen Hochschule im Waldweg 26 stattfindet. Nach der ersten Berichterstattung im Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke am 21. Januar bietet das Forum einen Einstieg in die öffentliche Diskussion über den strategischen Rahmenplan, der die Entwicklung des Radverkehrs in den kommenden zehn Jahren erfassen soll. Interessierte können dann zu den Zielen und zum Vorgehen Ideen, Anregungen und Wünsche äußern und mit Vertreter/innen von Verbänden und Organisationen, der Kommunalpolitik, des Planungsbüros und der Stadtverwaltung diskutieren. Das beauftragte Planungsbüro wird anschließend die Ergebnisse des Bürgerforums in seine Analysen einfließen lassen. Die Stadtverwaltung bittet zur besseren Planung um Voranmeldung.
Weitere Einzelheiten unter →Veranstaltungen.
→www.goettingen.de/radverkehrsentwicklung

Kultur und Sozialdezernat
OB entscheidet sich für Petra Broistedt
Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hat sich unter den drei verbliebenen Bewerberinnen für die Hamelner Kreisrätin Petra Broistedt als neue Dezernentin für Kultur und Soziales entschieden und wird sie in der Ratssitzung am 17. Juni zur Wahl vorschlagen. Sie soll die Nachfolge von Dagmar Schlapeit-Beck antreten, deren Wahlzeit nach insgesamt 28 Dienstjahren am 31. August aus vielen nicht nachvollziehbaren Gründen, die Köhler auch niemals transparen gemacht hat, endet.
Broistedt ist gegenwärtig Kreisrätin beim Landkreis Hameln-Pyrmont und zuständig für die Aufgabenbereiche Inklusion, Bildung, Jugend, Soziales, Planen und Bauen sowie für die Stabsstelle Migration und Teilhabe. Zuvor war sie Leiterin des Fachdienstes „Besondere soziale Dienste“ bei der Stadt Göttingen sowie Frauenbeauftragte und Persönliche Referentin des Landrats beim Landkreis Holzminden.

Schnullerbaumfest im Juni
Anmeldungen bis zum 3. Juni
pdg —Göttingen feiert am Mittwoch, 8. Juni, ab 16.00 Uhr im Cheltenham-Park zum zehnten Mal ein Schnullerbaumfest. Um den Abschied vom geliebten Schnuller etwas zu erleichtern, können Kleinkinder gemeinsam mit ihren Eltern im Hubsteiger hinauf in den Kronenbereich des Schnullerbaumes fahren und dort den Schnulli an einem Bändchen aufhängen. Nach überstandenem Abschied erhält jedes Kind zum Andenken eine offizielle, von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler unterzeichnete „Schnullerurkunde“. Ein Rahmenprogramm und Erfrischungen begleiten das Fest und verkürzen eventuelle Wartezeiten. Seit dem ersten Fest im Jahr 2010 haben sich rund 400 Göttinger Kinder auf diese Weise erfolgreich vom Babynuckel getrennt.
Um die Planung zu erleichtern, bittet der städtische Fachdienst Jugendarbeit/Jugendförderung bis zum 3. Juni um eine Anmeldung unter Telefon 400-3127 oder g.nolte@goettingen.de

CDU/FDP-Ratsgruppe
Schutz für Stadtbedienstete
gegen Übergriffe

Umfangreicher Fragenkatalog an Verwaltung
Nach dem Freispruch von Mitgliedern einer großen Personengruppe, die 2014 eine Mitarbeiterin im Göttinger Rathaus massiv bedrängt hatte, legt die CDU/FDP-Gruppe im Ausschuss für Allgemeine Fragen einen Fragenkatalog zur rechtlichen, personellen und materiellen Sicherheit des Rathauspersonals vor. „Die Verunsicherung beim Rathauspersonal ist offensichtlich so massiv, dass es Schwierigkeiten bereitet, im Sozialbereich notwendige zusätzliche Stellen zu besetzen“, stellt Dr. Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe fest. „Deshalb wollen wir zunächst wissen, ob und welche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation die Stadtverwaltung bereits ergriffen hat. Nach eingehender Prüfung werden wir dann Vorschläge machen, wo wir noch dringenden Handlungsbedarf sehen.“ Neben diesen Sicherheitsmaßnahmen sei aber fast genauso wichtig, dass die Mitarbeiter an diesen alles andere als einfachen Arbeitsplätzen das Gefühl nicht verlieren, dass Politik und Verwaltungsspitze ihnen wirklich Rückendeckung geben.
Den Wortlaut der Anfrage erhalten Sie hier:Weitere Informationen

Neues Göttinger Statistik-Journal
Bevölkerung wächst
Statistikpdg — Das „Göttinger Statistik – Journal“ ist jetzt als Ausgabe 4 / 2015 erschienen. Er präsentiert für das vierte Quartal des vergangenen Jahres eine Vielzahl von Daten und Fakten – dieses Mal zu den Themen „Göttinger Bevölkerung“ sowie „Unternehmen und Gewerbe in Göttingen“. Knappes Fazit: Die Bevölkerung in Göttingen wächst weiter: Am 31.12. 2015 waren 132.866 Frauen und Männer in Göttingen als wohnberechtigt gemeldet, 1.698 mehr als im Vorjahr.
Ebenfalls gerade herausgegeben wurde das „Göttinger Statistik – Aktuell“ Heft 41 zu den „Kommunalwahlen am 11. September 2016 in der Stadt Göttingen“. Darin werden nicht nur die Veränderungen durch die Fusion der Landkreise Göttingen und Osterode beschrieben, es geht auch um auch einen umfassenden Einblick in die Wahlvorbereitungen und die Wahlorganisation für den 11. September. Ergänzt werden die Informationen durch einige statistische Strukturdaten aus den einzelnen Wahlbezirken und Ortschaften.
Die Göttinger Statistik im „Westentaschenformat“ ist ebenfalls wieder da. Die Ausgabe 2016 beinhaltet eine Vielzahl von Daten und Fakten über die Stadt Göttingen. Das Faltblatt, das im Neuen Rathaus ausliegt, führt unkompliziert zu kompakten Informationen über Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Rat und Verwaltung und die Naturverhältnisse der Stadt. Es ermöglicht einen schnellen Überblick über die wichtigsten Eckdaten zur Bevölkerung, zu Bauen und Wohnen, den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Wissenswertes aus Sport, Kultur, Tourismus sowie Bildung und Wissenschaft runden den Überblick ab.
Exemplare der Veröffentlichungen sind beim Referat Statistik und Wahlen erhältlich. Online ist das Faltblatt unter www.goesis.goettingen.de →Statistische Publikationen zu finden.

Klimaschutz wird Wahlkampfthema
Die Grünen in Göttingen nehmen die Göttinger Klimaschutztage zum Anlass, um die Notwendigkeit des Klimaschutzes vor Ort zu betonen. Sie werden insbesondere an die hohe Bedeutung der deutschen Energiewende erinnern.
Mitte April haben die Grünen zudem in den Landkreisen Göttingen und Osterode ihre Kandidat/innen für die vorderen Listenplätze für die Kreistagswahl gewählt – und zwar mehr Frauen als Männer auf den aussichtsreichen Plätzen, verkündet die Parteil stolz.Weitere Informationen

Klimaplan Verkehrsentwicklung
Kurzfassung als Broschüre
Klimaplanpdg — Der „Klimaplan Verkehrsentwicklung“ der Stadt Göttingen stellt auf mehr als 160 Seiten dar, welche Maßnahmen und Strategien zur Reduzierung der verkehrsbedingten CO₂-Emissionen führen sollen. Diese umfangreiche Darstellung hat das Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Göttingen in Zusammenarbeit mit der städtischen Verkehrsplanung jetzt in einer übersichtlichen Broschüre auf 14 Seiten zusammengefasst. Die am 30. Januar 2015 vom Rat beschlossene Überarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans soll Handlungsansätze und Maßnahmen für eine künftige, klimaschonende Mobilität aufzeigen.Weitere Informationen

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Arbeitsmarkt
Aussichten leicht gedämpft
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Mai um 0,1 Punkte gefallen. Dennoch liegt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit 102,3 Punkten weiter deutlich im positiven Bereich. Dies ist auf die sehr guten Beschäftigungsaussichten zurückzuführen, während die Erwartungen für die Arbeitslosigkeit leicht negativ sind. Beide Teilkomponenten gaben im Mai etwas nach.Weitere Informationen

Mindestlohn
Betriebe stellen höhere Anforderungen
Im Jahr 2015 gab es rund 122.000 sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen mit einem Entgelt auf dem Mindestlohnniveau von 8,50 Euro. 37 Prozent der Betriebe berichten über Schwierigkeiten bei Neueinstellungen im Mindestlohnbereich – doppelt so viele wie im Vorjahr. Diese Schwierigkeiten gehen mit gestiegenen Anforderungen an die Bewerber einher, wie die Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt.Weitere Informationen

974.000 offene Stellen im ersten Quartal
Im ersten Quartal 2016 gab es auf dem ersten Arbeitsmarkt bundesweit 974.000 offene Stellen. Das waren 26.000 offene Stellen oder drei Prozent mehr als im ersten Quartal 2015. Im Vergleich zum vierten Quartal 2015 zeigt sich dagegen eine Abnahme um 64.000 oder sechs Prozent. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Weitere Informationen

Erfolgreicher Bildungsabschluss
Fast alle jungen Menschen erwerbstätig
In Deutschland sind 90 Prozent der jungen Menschen zwischen 20 und 34, die in den vergangenen drei Jahren einen Bildungsabschluss erworben haben, erwerbstätig. In Europa weist nur Malta einen höheren Anteil auf (92 Prozent). In Griechenland liegt der Anteil dagegen bei 44 und in Italien bei 45 Prozent. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Zeichen stehen auf Frühling
„Alles beim Alten“, so könnte die Entwicklung auf dem südniedersächsischen Arbeitsmarkt mit Blick auf die April-Werte überschrieben werden. Und in der Tat setzt sich der Trend der letzten Monate fort: Seit Februar sinkt die Zahl der Arbeitslosen, der saisonalen Entwicklung und der stabilen Konjunktur folgend, kontinuierlich. Und auch im Vergleich zum Vorjahr schneiden die 2016er Daten durchweg gut ab. Die Zahl der neu gemeldeten Stellen ist konstant hoch, der Bestand an offenen Stellen wächst weiter an.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Indien
Kohlekraftwerk bedroht Tiger
RegenwaldFoto: Steve Evans
Die Sundarbans sind ein Reich zwischen Wasser und Land, in dem die ausladendsten Mangrovenwälder der Erde gedeihen. Rund 450 Tiger streifen durch die Inselwelt im Delta von Ganges, Brahmaputra und Meghna. Flussdelfine, Leistenkrokodile und Pythons finden im Unesco-Welterbe ihren Lebensraum. Doch nur 14 Kilometer entfernt soll das Kohlekraftwerk Rampal gebaut werden. Umweltschützer befürchten Schlimmes: Das Ökosystem der Sundarbans könnte aus dem Gleichgewicht geraten und das Überleben ganzer Tierarten gefährden. Die indische Exim Bank will den Bau mit 1,6 Milliarden Dollar finanzieren. Bitte unterstützen Sie die Menschen der Sundarbans und fordern Sie die Bank auf, keinen Kredit zu gewähren:
www.regenwald.org

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Beruf und Bildung

Stadtbibliothek
PC-Kurse im Juni
In der Reihe „Computerspaß – Fit am PC“ finden im Juni in der Stadtbibliothek Göttingen Kurse zu verschiedenen Computeranwendungen statt. Sie dauern jeweils zwei Stunden und kosten 16,00 Euro. Teilweise kann der eigene Laptop genutzt werden. Die Gebühr ist am Kurstag bei den Dozenten zu bezahlen. Anmeldungen und Reservierungen können unter Tel. 400-2684 oder direkt in der Stadtbibliothek am Infoplatz im 2. Obergeschoss erfolgen.
Einzelheiten finden Sie hier:Weitere Informationen

Minderjährige Flüchtlinge
Ausbildung ist Win-Win-Situation
Berufsausbildungen sind sowohl für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als auch für Ausbildungsbetriebe eine Chance, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.Weitere Informationen

Göttinger Woche „Wissenschaft & Jugend“
Noch Anmeldungen möglich
Während der Göttinger Woche „Wissenschaft & Jugendvom 13. bis 17 Juni ermöglichen Göttinger Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen Einblicke in verschiedene Aktivitäten aus unterschiedlichen Fachbereichen. Kinder und Jugendliche können spannende Reisen durch die Geistes-, Gesellschafts- und Naturwissenschaften unternehmen – die Chance, kurz vor Ferienstart etwas anderes zu lernen. Auch in diesem Jahr bieten zahlreiche Veranstalter praxisorientierte Workshops, Führungen und Vorträge an. Wie in den vergangenen Jahren gibt es auch ein spezielles Angebot für Kinder unter zwölf Jahren. Einige Veranstaltungen sind bereits ausgebucht.
Wer noch eine Wahl bei den Themen und Terminen haben möchte, kann sich zum Beispiel für den Workshop „Virtuelle Vergangenheit“ der Philosophischen Fakultät der Universität Göttingen oder eine Veranstaltung der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) anmelden, in der erklärt wird, wie „Mikrocontroller – Computer ohne Maus, Tastatur und Bildschirm“ aufgebaut sind. Im Bereich Medizin können Interessierte auf „Eine Reise durchs Herz“ bei der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gehen und mehr über dessen Funktionsweise erfahren. Programmflyer sind in den Schulen in Göttingen und der Region sowie im Neuen Rathaus erhältlich.Weitere Informationen
→ www.goettinger-woche.de

Agrarwissenschaften
Neues Studienangebot
„Integrated Plant and Animal Breeding“
Für Studierende mit Interesse an Züchtungsforschung an Nutzpflanzen und Nutztieren plant die Universität Göttingen zum Wintersemester 2016/2017 die Studienrichtung „Integrated Plant and Animal Breeding“ (iPAB) im Masterstudiengang Agrarwissenschaften. Das englischsprachige Angebot richtet sich insbesondere an internationale Studierende. Hochspezialisierte Experten sind in diesem Bereich weltweit gefragt und haben exzellente Berufsperspektiven sowohl in der Forschung als auch in der Industrie.Weitere Informationen

Projekt „Mittendrin“
Jobchancen für Schwerbehinderte
Trotz der guten Entwicklung des Arbeitsmarktes haben sich die Chancen für Menschen mit Handicap kaum verbessert. 2015 sank die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Göttingen um 5,4 Prozent. Die Zahl der Schwerbehinderten sank demgegenüber lediglich um ein Prozent. Um die Integrationschancen von Menschen mit Handicap weiter zu verbessern, hat die Agentur für Arbeit Göttingen im vergangenen Jahr das Projekt „Mittendrin“ ins Leben gerufen.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• Colagetränke
• Kinderfahrradhelme
• Autokindersitze

Neue Bücher für Verbraucher
• Wechseljahre – Den eigenen Weg finden
• Private Altersvorsorge
• Windows 10 Mobile
• Meine Laborwerte – Blutwerte verstehen

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de beanstandet die Verbraucherzentrale aktuell folgende Produkte wegen irreführender oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Pectoral Brust Karamellen zuckerfrei
• Freihofer Gourmet Pistazien Salz & Pfeffer
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen
Eine Reihe von Änderungen bei der Deklaration einer Vielzahl von Produkten hat die Verbraucherzentrale inzwischen erwirkt oder auch gerichtlich erzwungen. Entsprechende Informationen darüber finden Sie direkt unter
www.lebensmittelklarheit.de

Autoverkauf
Wer hinter den Kärtchen am Auto steckt
Gerade Besitzer älterer Pkw finden oft kaum Käufer für ihr Auto. Da sind Händler eine Hilfe, die ihre Kärtchen an die Autoscheibe stecken – vor allem in Großstädten ein weit verbreitetes Phänomen. Die Händler bieten zunächst extrem niedrige Ankaufspreise. Doch wer ruhig bleibt und ausdauernd verhandelt, kann einige Hundert Euro mehr erzielen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Stichprobe der Stiftung Warentest, die Verkaufsverhandlungen mit mehreren Händlern führte.
→ www.test.de/auto-export.

Verbraucherstudie
Entlohnung von Landwirten ist unfair
pug — Viele Verbraucher sind der Meinung, dass die Leistungen der Landwirte in der Lebensmittelproduktion unfair entlohnt werden. In einer Studie des Lehrstuhls „Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte“ der Universität Göttingen sollten sie einschätzen, wieviel ein Landwirt bei den heutigen Preisen im Einzelhandel für Backwaren, Fleisch und Milch verdient. Zugleich sollten die Verbraucher angeben, welche Preise sie für angemessen halten würden. „Die Ergebnisse zeigen klar, dass viele Verbraucher in einer fairen Welt den Landwirten einen höheren Anteil zusprechen würden als den, der heute gezahlt wird“, so Gesa Busch, Hauptautorin der Studie. Das gilt vor allem für die Milchpreise. Der Lebensmitteleinzelhandel hingegen sollte nach Verbrauchermeinung bei allen Produkten Anteile abgeben.Weitere Informationen

Regionale Lebensmittel
Werbung nicht immer eindeutig
Ein bundesweiter Marktcheck der Verbraucherzentralen bei Eiern, Milch- und Fleischprodukten sowie Obst und Gemüse hat gezeigt, dass Regionalwerbung oft unspezifisch erfolgt oder sogar im schlimmsten Fall irreführend ist. Bundesweit haben die Verbraucherzentralen stichprobenartig 121 Produkte in Supermärkten, Discountern und Bioläden unter die Lupe genommen, davon 63 mit Regionalfenster und 58 mit sonstiger Regionalwerbung.Weitere Informationen

Geldabheben im Ausland
Teure Falle
Wer in Ländern ohne Euro-Währung am Geldautomaten und beim Bezahlen nicht aufpasst, tappt in eine teure Falle. Vorsicht ist besonders geboten, wenn Geldautomaten im Ausland anbieten, die Landeswährung in Euro umzurechnen. In 11 von 13 Ländern wurde die sofortige Umrechnung der Landeswährung in Euro angeboten und dies war immer teurer als die Abrechnung über die Hausbank. Zwischen 2,6 und mehr als 12 Prozent Aufschlag müssen Kunden bei dieser Form des Geldabhebens draufzahlen.Weitere Informationen

Vegetarische / vegane Alternativprodukte
Umfrage zu Verbrauchererwartungen
Was erwarten Verbraucher von vegetarischen Aufstrichen? Welche Zutaten sollte ein veganer Hotdog auf keinen Fall enthalten? Mit einer bundesweiten Umfrage wollen die Verbraucherzentralen herausfinden, welche Ansprüche Verbraucher an vegetarische und vegane Alternativprodukte haben, was sie zum Kauf bewegt und wo die Industrie nachbessern sollte.Weitere Informationen

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Gesellschaft

Feriensportprogramm 2016
Einige Angebote bereits ausgebucht
Während einige Angebote bereits ausgebucht sind (Bogenschießen, Klettern), gibt es in ein paar Disziplinen noch genügend freie Plätze, für die sich weitere Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren anmelden können. Über 35 Sportarten sind dieses Jahr im Angebot, darunter auch etwas ausgefallenere Kurse, wie z.B. Parcours oder Flagfootball. Zudem bietet die GoeSF wieder zahlreiche Sportcamps (Basketball, Fußball, Handball, Schwimmen, Tennis, Wassersport) in den Sommerferien an und vieles andere mehr.Weitere Informationen
Das komplette Sportprogramm für den Göttinger Sommer 2016 kann über www.goesf.de eingesehen und heruntergeladen, die Kurse direkt online gebucht werden. Kontakt und Info: Jörg Bollensen, Tel. 50709-143.

Polizei
Mehr Übergriffe gegen Verbindungen
Seit rund sechs Monaten verzeichnet die Polizeiinspektion Göttingen eine quantitative Steigerung von Straftaten gegen studentische Verbindungen und deren Umfeld bzw. deren Mitgliedern im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren.Weitere Informationen

Badeparadies
Nixenschwimmen
NixeFoto: Go-Myanmar In einem 90-minütigen Kurs bei Mermaid Kat (Meerjungfrauen-Trainerin und Unterwassermodel aus Hannover) und ihrem Team haben Kinder ab 8 Jahren mit einem Schwimmabzeichen mindestens in Bronze die Chance, mit einer Meerjungfrauenflosse zu schwimmen und zu tauchen. Zunächst an Land, dann im flachen Wasser lernen die Kursteilnehmer/innen, sich mit der großen Flosse (sie reicht von Fuß bis Bauchnabel) fortzubewegen. Nachdem sie sich dann sanft an die neuen Beine gewöhnt haben, absolvieren die Badenixen Spiele im Wasser und erlernen Ihre ersten Meerjungfrauen-Tricks.
Am 23. Juli zu verschiedenen Zeiten. Anmeldung unter www.goesf.de

BUND
Handy-Entsorgung auch im Landkreis
Der BUND Göttingen sammelt seit November 2015 gebrauchte Mobiltelefone und führt sie einem Recycling-Betrieb zu. Neben der Sammelstelle im Göttinger Umwelt- und Naturschutzzentrum e.V. in der Geiststraße 2 können die „alten Knochen“ nun auch im Brothofladen in Waake, sowie im Bioladen Lebenskunst in Duderstadt abgegeben werden.Weitere Informationen

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Überfall auf Wett-Büro
jk — Ein maskierter Räuber hat Donnerstagabend (26.05.) versucht, einen Wett-Shop in der Groner Landstraße zu überfallen.

Brennendes Fahrzeug auf Parkplatz
jk — Auf dem Parkplatz des Amts- und Landgerichtes Göttingen am Maschmühlenweg ist Donnerstagnacht (26.05.) gegen 3.30 Uhr ein Dienstfahrzeug in Brand geraten. Die alarmierte Berufsfeuerwehr löschte den Wagen ab.

Versuchter Rucksackraub
jk — Ein unbekannter Mann hat in der vergangenen Nacht (25.05.) gegen 00.10 Uhr in der Paulinerstraße vermutlich versucht, einer Fußgängerin den Rucksack zu rauben. Bei dem Überfall wurde die 62 Jahre alte Göttingerin leicht verletzt.

Litauer nach
spektakulärer Flucht festgenommen

jk — Nach einer spektakulären Verfolgung hat die Göttinger Autobahnpolizei am Sonntagmorgen (22.05.) gegen 9.00 Uhr auf einem Parkplatz in der Straße Am Kaufpark einen mutmaßlichen Autodieb aus Litauen festgenommen. Der 30-Jährige war mit einem in der Nacht zuvor in Frankreich gestohlenen hochwertigen BMW X 6 unterwegs.

Therapiegerät gestohlen
jk — In einer Tanzschule am Wochenmarkt haben Unbekannte einem Mann aus Göttingen am 12. Mai zwischen 18.00 und 19.00 Uhr ein Epilepsietherapiegerät der Marke „Cebomed“, Typ Nemos, im Wert von ca. 2.400 Euro gestohlen.

Müllcontainer brennt
lü — Unbekannte haben in der vergangenen Nacht (20.05.) in der Bunsenstraße einen Müllcontainer und eine mobile Toilette auf einer dortigen Baustelle in Brand gesetzt.

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