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Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Stadtbibliothek
Bücherkiste für Geflüchtete
Für jede Zweigstelle der Stadtbibliothek konnte jetzt eine Vorlese- und Erzählbox „Zusammen lesen – zusammen leben“ angeschafft werden. Die Boxen, die jeweils 29 Titel für Kinder im Alter bis 12 Jahre enthalten, sind für Aktionen mit Kindern gedacht, die neu in Deutschland sind. Die Medien können als ganze Kiste z.B. für den Unterricht entliehen werden oder auch einzeln für Gespräche oder persönliche Kontakte. Besonders geeignet sind diese Titel für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe. In den Kisten befinden sich Wimmelbücher, Bilderbücher mit keinem, wenig und einfachem Text, Lieder- und Reimbücher mit Audio-CD, ein Bildkartenset sowie Kinderlexika mit hohem Bildanteil sowie zusätzliches Material mit Tipps und Ideen bei der Betreuung von Flüchtlingskindern.

Händel
Helpmann Awards für Agrippina
Mehrfache Auszeichnung
Die 2015 bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen aufgeführte Händel-Oper Agrippina wurde anschließend beim Brisbane Baroque Festival neu präsentiert. Jetzt hat sie ein paar Preise abgeräumt. João Fernandes in der Rolle des Claudio als bester männlicher Nebendarsteller. Ausgezeichnet wurde außerdem Carlo Vistoli als bester männlicher Hauptdarsteller für seine Darstellung des Nero (in Göttingen dargestellt von Jake Arditti) und Keri Fuge als beste weibliche Nebendarstellerin, die die Partie der Poppea (in Göttingen dargestellt von Ida Falk Winland) für die Produktion in Australien übernommen hatte. Nach mehr als drei Stunden voller Spannung wurde schließlich Agrippina im Rahmen einer glanzvollen Gala dann auch noch in der Hauptkategorie „Beste Oper“ ausgezeichnet.

Städtisches Museum
Stadthistorie im Vorgarten
Sonnenuhrpdg — Das Stadt Göttingen hat ein Faltblatt über die stadthistorischen Objekte im Vorgarten des Städtischen Museums am Ritterplan herausgegeben. Darin finden sich Informationen zu unterschiedlichen Exponaten, die interessante Einblicke in die Geschichte von Stadt und Museum geben. Entdeckt werden können die Fassade des Siedentopfschen Hauses aus der Roten Straße, die im Jahr 1905 dem Abschluss der Remise vorgeblendet worden ist, eine gotische Fenstereinfassung aus dem Westgiebel des Kelterbornschen Hauses in der Jüdenstraße und ein Gedenkkreuz aus dem Jahr 1260, das am Papenbusch der Dransfelder St. Martin-Kirche stand. Zudem sind zwei kniende Engel, datiert 1858 und 1885, zu sehen sowie ein Grabstein, der vom ehemaligen Marienfriedhof an der Leinebrücke vor dem Groner Tor stammt. Außerdem steht im Vorgarten eine Polyeder-Sonnenuhr (Abb.), hergestellt zwischen 1800 und 1850, die zu den wenigen in Deutschland erfassten Sonnenuhren dieser Art gehört. Auf einem weiteren Exponat können Besucher/innen sogar verweilen: einer Bank mit einem Frosch. Sie ist ein Geschenk der Göttinger Partnerstadt Thorn in Polen anlässlich der seit 1978 bestehenden Städtepartnerschaft.
Erhältlich im Museum und in anderen Einrichtungen der Stadt.

Skulpturen unterwegs
Workshop und Ausstellungen
mit jugendlichen Geflüchteten

Im Rahmen der Kunstvermittlung des Kunstvereins Göttingen ist in diesen Tagen ein Skulpturenworkshop mit jugendlichen Geflüchteten und dem Künstler Uwe Schloen zu Ende gegangen, dessen Ergebnisse, darunter auch Bilder und Projektfotos sowie ein Kalender, von September bis November in verschiedenen Ausstellungen präsentiert werden sollen.Weitere Informationen

Göttinger Theater-Tage
„Migration und Menschlichkeit“
Vorverkauf beginnt
pdg — „Migration und Menschlichkeit – Eine Gesellschaft verändert sich“ heißt das Thema der diesjährigen Göttinger Theater-Tage vom 12. bis 14. August. Damit beschäftigen sich Schauspielerpersönlichkeiten wie Katja Riemann, Thomas Sarbacher, Peter Lohmeyer und Mohammad-Ali Behboudi. Zum Auftakt wird am 12. August „Flutlicht“, das boat people song projekt, im ehemaligen IWF (Nonnenstieg 72) gezeigt. Das Projekt wurde mit dem Göttinger Friedenspreis 2016 ausgezeichnet.
→ www.kultursommer.goettingen.de
Vorverkauf u.a. in der Tourist-Information im Alten Rathaus und an der DT-Theaterkasse (ab 8. August).

Stadtradio Göttingen
Passable Reichweitenstudie
Eine im Auftrag der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) in Hannover durchgeführte Studie zur Nutzung und Akzeptanz der Bürgerradios und der kommerziellen Lokalradios ergab für den Göttinger Lokalfunk ganz passable Werte: mit 22 Prozent regelmäßiger Hörer liegt er über dem Durchschnitt aller Bürgersender (17 Prozent). Gleichwohl liegt das Ergebnis im Vergleich zu 2011 um 1,7 Prozent niedriger, was Sender-Chef Ulrich Kurzer auch auf eine veränderte Mediennutzung insbesondere in der Gruppe der unter 20-Jährigen zurückführt.
8.500 Personen wurden für die Studie von Anfang Januar bis Mitte April nach der Nutzung und Akzeptanz des Bürgerrundfunks und der kommerziellen Lokalradios befragt.

Geschichte
Historische Gauß-Instrumente
verständlich beschrieben

Gauß-Teleskoppug — 20 Lehramts-, Bachelor- und Master-Studierende der Physik haben sich in diesem Semester mit Winkelmess- und Observationsgeräten sowie weiteren historischen Instrumenten befasst, die Gauß für astronomische Beobachtungen und Landvermessung verwendet hat. Die Studierenden stellten fest, dass viele seiner Konzepte noch heute in Wissenschaft und Technik genutzt werden. Sie recherchierten Daten und verfassten allgemein verständliche Beschreibungen der Funktionsweisen und Anwendungsgebiete. Mit ihrer Hilfe sind die Exponate nun in der Göttinger Sammlungsdatenbank erfasst und werden auf dem zukünftigen Internetportal der Universitätssammlungen veröffentlicht werden.

Musikstadt Göttingen
1 Abo, 3 Kulturstätten
Das Göttinger Symphonie Orchester, die Internationalen Händel-Festspiele und das Deutsche Theater bieten ab der nächsten Spielzeit ein gemeinsames Abo unter dem Titel „Musikstadt Göttingen“ an. Das neue Abo beinhaltet sechs Veranstaltungen. Sie finden jeweils an einem Sonntag um 17.00 Uhr im Deutschen Theater statt. Das Abo beinhaltet drei Symphoniekonzerte des GSO, eine Oper der Internationalen Händel-Festspiele und zwei musikalische Produktionen des Deutschen Theaters.
Verkauf nur im Deutschen Theater. Die Aboplätze können nicht umgetauscht werden.

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Wissenschaft

Organspende
Einstellungen
zur Spende erforscht

umg — Seit zwei Jahren erforschen das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und das Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Kooperation Einstellungen von Menschen zur Organspende. Das Projektteam interviewte dafür 60 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet, die einer Organspende skeptisch gegenüberstehen. Zusätzlich wurden über 80 Plakatmotive deutscher Organspende-Kampagnen der letzten 20 Jahre analy-siert und deren moralische Botschaften in den Blick genommen. Erste Ergebnisse liegen nun vor und werden Mitte Juli auf einer Tagung in Erlangen vorgestellt.Weitere Informationen

Jura
Gerichtslabor zum Üben
pug — Erhöhte Richterbank, Pulte für Anklage und Verteidigung sowie ein Zeugenstand: Um Studierende frühzeitig an die Atmosphäre im Gericht heranzuführen, hat die Juristische Fakultät einen Übungsraum eingerichtet, der in Aufbau und Möblierung dem typischen Gerichtssaal gleicht. Das Gerichtslabor kann für praxisnahe Lehrveranstaltungen genutzt werden, außerdem bereiten sich hier Studierende auf Wettbewerbe wie Moot Courts vor, in denen sie in einem Planspiel rechtliche Fragen lösen müssen. Der Raum steht auch anderen Fakultäten zur Verfügung. Die Einrichtung hat rund 150.000 Euro gekostet.

Biologie
Luchs-Population schrumpft
pug — Der Bestand an Luchsen im nordhessischen Raum geht offenbar zurück. Dies lassen bis zum Frühjahr dieses Jahres erhobenen Daten vermuten. Im vergangenen Herbst konnten die Forscher durch den Einsatz von Fotofallen noch sechs verschiedene Luchse nachweisen. Weitere Informationen

Göttinger Wissenschaftlerin
wird Verfassungsrichterin

pug — Die Göttinger Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Christine Langenfeld wurde am 8. Juli vom Bundesrat einstimmig für den Zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts gewählt. „Die Wahl ist eine besondere Auszeichnung ihrer Leistung als Staats- und Europarechtlerin“, so Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen.Weitere Informationen

Molekulare Onkologie
Flimmerhärchen-Defekt:
Schlüssel-Gen entdeckt
?
umg — Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Göttinger Wissenschaftlerin Dr. Muriel Lizé hat einen zentralen molekularen Faktor gefunden, der die Bildung der Flimmerhärchen in den Atemwegen kontrolliert. Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass das Protein p73 in Zellen ein Netzwerk von Genen reguliert, das für die Bildung der Flimmerhärchen verantwortlich ist.Weitere Informationen

Neue Forschungsprojekte
Kommunale Finanzkraft
und Börsenhandel

pug — An der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen starten am 1. Juli zwei neue Forschungsprojekte. Das Vorhaben „Kommunaler Innenentwicklungsfonds (KIF)“ von der Professur für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) aus dem Programm „Kommunen innovativ“ mit rund 465.000 Euro für die kommenden drei Jahre gefördert. Auf die Universität Göttingen entfallen davon mehr als 230.000 Euro. Das Projekt „Die Wirkung von Marktfriktionen auf Optionspreise“ von der Professur für Finanzwirtschaft wird mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 400.000 Euro in den kommenden drei Jahren finanziert. Auf die Universität Göttingen entfällt eine Förderung in Höhe von über 200.000 Euro.Weitere Informationen

Klima
Methan-Freisetzung im Paläozän
Ursache globaler Erwärmung?

pug — Göttinger Geowissenschaftler halten Methan-Emissionen als Ursache für den Klimawechsel Paläozän-Eozän-Zeitalter für wahrscheinlich. Sie haben eine neue Methode entwickelt, die Konzentrationen von atmosphärischem Kohlendioxid anhand von fossilen Zähnen zu rekonstruieren.Weitere Informationen

Biologie
Verlust an Biodiversität
verhindert Evolution

pug — Das Aussterben von Arten kann die Entwicklung neuer Arten verlangsamen oder verhindern, die deren Funktionen im Ökosystem übernehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die erste experimentelle Studie zu diesem Thema, die Biologen aus Utrecht, Göttingen, Leipzig und Montpellier vorgelegt haben. Sie fanden heraus, dass das Aussterben von Arten weit längerfristige und schädlichere Wirkungen haben kann als bislang angenommen.Weitere Informationen

Madagaskar
Nachhaltige Landnutzung
mit Diversitätsperspektive

pug — Zur Verbesserung der Lebensqualität der ländlichen Bevölkerung in Madagaskar möchte ein neues Forschungsprojekt an der Universität Göttingen beitragen. Im Mittelpunkt steht der Vanilleanbau auf Madagaskar: Die Wissenschaftler/innen wollen einen Ansatz für eine nachhaltige Landnutzung entwickeln, der ausdrücklich soziale Ungleichheiten berücksichtigt, die beispielsweise auf Geschlecht oder sozialer und regionaler Herkunft beruhen. Ziel ist es nicht nur, die Folgen der Landnutzung für Umwelt und Menschen zu erforschen, sondern auch konkrete und nachhaltige Handlungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung zu erarbeiten.Weitere Informationen

Globalisierung
Auswirkungen auf Ernährung
in Entwicklungsländern

pug — Wachsende Handelsverflechtungen, ausländische Direktinvestitionen großer Agribusiness-Konzerne, neue Technologien und sich rasch wandelnde Verbraucherpräferenzen sind nur einige Beispiele für die vielschichtigen Trends im Zuge der Globalisierung. Agrarökonomen der Universität Göttingen haben diese Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Ernährung in den Entwicklungsländern untersucht. Während die positiven Effekte zu überwiegen scheinen, werden auch negative Wirkungen aufgezeigt.Weitere Informationen

Biologie
Diversität erhöht
biologische Produktivität

pug — Forscher der Universität Göttingen kommen in Zusammenarbeit mit Kollegen zu dem Ergebnis, dass die Produktivität mit steigender Diversität für alle Biodiversitätsmaße steigt, wenn alle verwendeten Artenzahlen zusammen betrachtet werden. Wenn die Daten aber in Gruppen nach ihrer Artenzahl getrennt untersucht werden, ergibt sich für die verschiedenen Diversitätsmaße ein anderes Bild.Weitere Informationen

Göttingen / Nanjing
Institute of Social Computing
pug — Die interdisziplinäre Forschung über soziale Netzwerke und Big Data steht im Mittelpunkt eines neuen gemeinsamen Instituts der Universität Göttingen und der Universität Nanjing in China. Die beiden langjährigen Partnerhochschulen haben das Sino-German Institute of Social Computing (SGISC) gegründet, um die Forschung auf dem Gebiet voranzubringen und mit akademischem Austausch und der Graduiertenausbildung zu verbinden. Social Computing versucht, das Verständnis von sozialen Verhaltensweisen sowie menschlichen Netzwerken und Interaktionen mit Hilfe von rechnergestützten Modellen und Informationstechnologien zu beantworten.Weitere Informationen

Landesforschung
Landeskundliche Regionalkarte
zu Braunschweig - Salzgitter

pug — Gemeinsam mit lokalen Experten haben Wissenschaftler der Universität Göttingen eine topografische Karte zur Geschichte und Landeskunde der Region um Braunschweig und Wolfenbüttel erstellt. Die Karte aus der Reihe „Regionalkarte zur Geschichte und Landeskunde“ zeigt Standorte der vergangenen und erhaltenen Überreste und Stätten, die die historische Entwicklung der Region maßgeblich geprägt haben. Dazu gehören vor- und frühgeschichtliche Siedlungen und Grabanlagen, mittelalterliche Wüstungen und Wehranlagen, Gerichtsorte und Richtstätten, Klöster und Stifte, Straßen, Zollstellen, Amtssitze und vieles mehr, insgesamt historische Relikte und Phänomene von der Vorgeschichte bis ins 19. Jahrhundert.Weitere Informationen

DLR
Nachbau bestätigt Lilienthal
Keine Konstruktionsfehler
Der Nachbau des ersten Serienflugzeuges der Welt von Otto Lilienthal hat nicht nur seinen Test im Windkanal bestanden. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben nunmehr nachweisen können, dass das Fluggerät des Pioniers keine konstutkiven Mängel aufwies und insofern beim tödlichen Absturz Lilienthals keine Rolle gespielt haben kann.Weitere Informationen

SFB „Herzschwäche“ verlängert
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den an der UMG angesiedel-ten Sonderforschungsbereich 1002 zur Erforschung der Herzschwäche für weitere 4 Jahre mit einer Fördersumme von rund 11,8 Mio. Euro. Der SFB „Modulatorische Einheiten bei Herzinsuffizienz“ will Details und Zusammenhänge bei der Volkskrankheit Herzschwäche („Herzinsuffizienz“) noch besser verstehen. Das Ziel der Forscher sind neue Verfahren für eine wirksamere Behandlung der Herzschwäche. Dazu untersuchen sie ausgesuchte Signalwege, die die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Zellen im Herzen sowie kleinster Funktionseinheiten in Herzzellen, sogenannte „funktionelle Mikrodomänen“, herstellen und bei der Entstehung der Herzschwäche eine Rolle spielen.
Kontakt: Telefon 39-6350, hasenfus@med.uni-goettingen.de

Stabschrecken
Horizontaler Gentransfer
pug — Die Übertragung von Erbgut erfolgt in der Regel entlang einer Abstammungslinie, wird also von Eltern an die Nachkommen übertragen – quasi „vertikal“ von Generation zu Generation. Ausgesprochen selten ist hingegen der horizontale Austausch von Genen zwischen zwei gleichzeitig lebenden Organismen. Dieses Phänomen des horizontalen Gentransfers hat ein Forscherteam unter Beteiligung der Universität Göttingen nun zwischen Bakterien und Stabschrecken nachgewiesen.Weitere Informationen

Graduiertenkolleg
DFG fördert weiter
pug — Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert die Förderung für ein Graduiertenkolleg (GRK) in den Wirtschaftswissenschaften an der Universität Göttingen. Beim GRK 1723 „Globalization and Development – GLAD“ handelt es sich um ein gemeinsames Kolleg der Universitäten Göttingen und Hannover, dessen Mitglieder den Einfluss der ökonomischen Globalisierung auf Entwicklungsländer untersuchen. Die DFG unterstützt das Kolleg weitere viereinhalb Jahre mit rund vier Millionen Euro. Bislang waren rund 40 Promovierende beteiligt, von denen bereits 17 ihre Dissertation abgeschlossen haben.
Die immer intensivere internationale Verzahnung der Wirtschaft, die sich als Zunahme von Handelsströmen, Migrationsbewegungen, Technologietransfers oder Kapitalbewegungen zeigt, beeinflusst die Lebensbedingungen in sich entwickelnden Volkswirtschaften massiv. Umgekehrt wirken gerade die Anpassungsreaktionen von Menschen und Institutionen in Entwicklungsländern – etwa Arbeitsmobilität, geändertes Konsum- oder Erwerbsverhalten – ihrerseits auf den Globalisierungsprozess zurück. Das GRK verbindet die Makroperspektive der Globalisierungsforschung mit der Mikroperspektive der Entwicklungsforschung.

Multiple Sklerose
Bislang unbekannter
Mechanismus beschrieben

umg — Forscher der Universitätsmedizin Göttingen beschreiben einen bisher unbekannten Mechanismus bei Multipler Sklerose. Er kann die entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (ZNS) auslösen und verstärken.Weitere Informationen

Sozialwissenschaften
Weitere Humboldt-Professur
pug — Die Universität Göttingen war beim Wettbewerb um den höchstdotierten deutschen Forschungspreis erfolgreich: Der von der Hochschule nominierte Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ran Hirschl ist mit einer Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnet worden. Die Universität kann dem international renommierten Wissenschaftler damit ein attraktives Berufungsangebot machen. Dies ermöglicht ihm, voraussichtlich ab Oktober 2016 auf einer Professur für „Political Science and Comparative Constitutionalism“ an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät zu forschen und zu lehren. Die Humboldt-Professur ist aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert und mit 3,5 Millionen Euro über fünf Jahre dotiert.Weitere Informationen

Genetische Diagnostik
Teilnehmer für Studie gesucht
Für eine Sozialwissenschaftliche Studie zu neuen Möglichkeiten genetischer Diagnostik werden Teilnehmer/innen für Gruppendiskussionen über Gentests gesucht.Weitere Informationen

Rindvieh
Tödlicher Gendefekt erforscht
pug — Wissenschaftler der Universität Göttingen haben die Ursache eines weltweit verbreiteten tödlichen Gendefekts bei schwarzbunten Milchrindern gefunden. Auf dieser Grundlage können nun entsprechende Gentests entwickelt werden. Die Göttinger Forscher arbeiteten dabei mit dem Institut für Fortpflanzung landwirtschaftlicher Nutztiere Schönow (IFN), dem Deutschen Holstein Verband und den Vereinigten Informationssystemen Tierhaltung zusammen.Weitere Informationen

Universitätsmedizin Göttingen
Kooperation mit Teheran
Die Universitätsmedizin Göttingen und die Medizinische Hochschule Hannover haben ein Memorandum of Understanding mit der Tehran University of Medical Sciences unterzeichnet, das die gemeinsame Forschung, Anerkennung von Abschlüssen in der Lehre sowie den Austausch von Wissenschaftlern und Forschungsergebnissen vorsieht. Die Übereinkunft ist Ergebnis einer fünftägigen Reise des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) von Mitte April zusammen mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

Biophysik
Bewegungen in lebenden Zellen
Neue Untersuchungsmethode
pug — Ein Forscherteam aus Deutschland, den Niederlanden und den USA hat eine neue Methode entwickelt, mit der sich Bewegungsprozesse in lebenden Zellen nach ihrem Energieverbrauch unterscheiden lassen. Um die Funktion von Zellen zu verstehen, ist es wichtig, zwischen Vorgängen zu unterscheiden, die aktiv durch den Verbrauch von metabolischer Energie angetrieben werden, und solchen, die nur aufgrund von thermischer Kollision stattfinden. Neben den Universitäten Göttingen und Amsterdam waren Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München, der amerikanischen Universitäten Princeton und Yale sowie des Massachusetts Institute of Technology an der Studie beteiligt.Weitere Informationen

Forschungsprojekt
Buchdruck und Reformation
pug — Mit dem komplexen Zusammenhang zwischen Buchdruck und Reformation beschäftigt sich ein neues Forschungsprojekt des Theologen Prof. Dr. Thomas Kaufmann von der Universität Göttingen. Eine entsprechende Monografie, die mikro- und makrohistorische Perspektiven verbindet, gibt es bislang nicht. Prof. Kaufmann wird vor dem Hintergrund der europäischen Buchkultur zwischen 1450 und 1520 einerseits herausarbeiten, inwiefern sich die Reformation dem Buchdruck verdankte, andererseits wie die Reformation den Buchdruck veränderte. Gefördert wird das Projekt von der VolkswagenStiftung.Weitere Informationen

Herzmuskelschwäche
Molekulare Ursache entdeckt
umg — Die genetische Ursache für das Barth-Syndrom (BTHS) ist seit fast 20 Jahren bekannt. Ein spezieller Gendefekt führt zu der seltenen, aber schweren Erbkrankheit. Betroffene leiden an verschiedenen Symptomen, besonders schwerwiegend ist eine ausgeprägte Herzmuskelschwäche (Kardiomyopathie). Warum sich der Gendefekt vor allem auf Herzmuskelzellen auswirkt, haben Göttinger Wissenschaftler jetzt enträtselt.Weitere Informationen

Regenwaldvernichtung
Einkommen rauf,
Vielfalt runter

pug — Die Umwandlung von tropischem Regenwald in Agrarlandschaften führt einerseits zu einem Rückgang an Artenvielfalt und Ökosystemleistungen, andererseits zu erhöhtem Einkommen und damit zu besseren sozialen Bedingungen für die lokalen Bauern. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Göttingen gekommen. Die Forscherinnen und Forscher untersuchten in Indonesien die Umwandlung von Tieflandregenwäldern in Ölpalmplantagen, Kautschukplantagen und Kautschuk-Agroforstsysteme. Wege aus diesem Dilemma lassen allerdings auf sich warten.Weitere Informationen

 

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Metropolregion
Projekt fördert Regionalvermarktung in der Region
Regionale Produkte für mehr Lebensqualität
In einem neuen, drei Jahre dauernden Projekt arbeiten die „Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg“ sowie Regionalinitiativen und Kommunen aus der Metropolregion zusammen, um die regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte zu unterstützen. Gefördert durch das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium ist eine Vermarktungsgemeinschaft in Hankensbüttel damit betraut worden, bestehende Regionalinitiativen im Gebiet der Metropolregion weiter auszubauen, interessierte Akteure zu beraten und bei dem Aufbau neuer Initiativen zu helfen.

 
Wiedergewonnene Lebensqualität: Frischprodukte aus der Region. Hier der Markt von Meran/SüdtirolFoto: L. Koxinga

„Regional erzeugte Nahrungsmittel schonen wegen der kurzen Transportwege die Umwelt, sind qualitativ hochwertig und fördern die regionale Wirtschaftskraft. Zudem sind regionale Lebensmittel Träger einer Regionalkultur, die Menschen emotional an ihre Heimat bindet“, fasst der Projektleiter Dr. Oskar Kölsch die Vorteile der Regionalvermarktung zusammen. Gute Beispiele, wie die Regionalinitiative HI-LAND in Hildesheim, ISE-LAND im Landkreis Gifhorn oder der Tourismusverband Nördliches Harzvorland, sollen bei der Ausweitung ihrer Aktivitäten unterstützt werden.

Getreu dem Motto „Liebe geht durch den Magen" habe man sich das Ziel gesetzt, die Region durch die Vermarktung regionaler Lebensmittel noch lebenswerter zumachen und dort ansässige Erzeuger auch ökonomisch stärken, erklärt der Geschäftsführer der Metropolregion GmbH, Kai Florysiak. Neue Zusammenschlüsse oder Initiativen im Raum Südniedersachsen, im Landkreis Nienburg oder im nördlichen Harzvorland sollen vernetzt werden. Wo nur einzelne Direktvermarkter allein in der Vermarktung agieren, sollen Kooperationen und gemeinsame Vermarktungsaktivitäten in den Regionen organisiert werden. Das Projekt soll außerdem den Bekanntheitsgrad der Metropolregion über die Region hinaus steigern.
Landwirtschaftliche Erzeuger, Vermarkter oder Geschäfte des Lebensmitteleinzelhandels, die im Projekt mitarbeiten möchten, können sich in der Geschäftsstelle des Projektes unter Telefon 05832 9808-25 oder unter l.ernst@otterzentrum.de informieren.

 

E-Mobilität
Südniedersachsen werden aufgeschlossener
Umfragen der Universität ergeben bessere Kenntnis und positivere Einstellung
pug — Menschen in Südniedersachsen werden Elektroautos gegenüber aufgeschlossener. Das zeigt ein Vergleich von zwei regionalen Umfragen der Universität Göttingen aus den Jahren 2013 und 2015 im Rahmen des Projekts „e-Mobilität vorleben“. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Wissen beispielsweise über die Reichweite und Beschleunigung von Elektroautos in dieser Zeit deutlich erhöht hat. Darüber hinaus äußerten sich mehr Menschen grundsätzlich positiv zum Thema. Skeptisch bleiben die Teilnehmenden hingegen bei der Frage, ob sich Elektroautos in den kommenden Jahren auf dem Markt durchsetzen können.

E-Zapfsäule
Neben den hohen Fahrzeugpreisen größter Knackpunkt bei der E-Mobilität: Unzureichendes TankstellennetzFoto: E-Zapfsaeule

Insgesamt 950 Menschen aus Stadt und Landkreis Göttingen nahmen Ende 2015 an einer Umfrage der Sustainable Mobility Research Group an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität teil. Ende 2013 hatten 1.150 Menschen die Fragen der Wissenschaftler/innen beantwortet. In der jüngeren Umfrage äußerten sich 88 Prozent der Teilnehmenden grundsätzlich positiv zu Elektroautos: Das entspricht einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber der ersten Umfrage. Zehn Prozent mehr erklärten, irgendwann in der Zukunft ein Elektroauto nutzen zu wollen; die Zahl der Menschen, die bereits jetzt ein Elektroauto nutzen, stieg um drei Prozent. Im Gegensatz dazu sank die Zahl derer, die für den täglichen Weg zur Arbeit ein normales Auto nutzen, um zwölf Prozent.

Unverändert skeptisch wurde die Frage beantwortet, ob sich Elektroautos bis 2020 auf dem Markt durchsetzen könnten. In diesem Zusammenhang sprachen sich 15 Prozent der Teilnehmenden für staatliche Subventionen aus.

Die Bundesregierung fördert das Projekt „e-Mobilität vorleben“ im Rahmen der Initiative „Schaufenster Elektromobilität“. Die Sustainable Mobility Research Group der Universität Göttingen kooperiert dabei mit dem Landkreis Göttingen, der Ländlichen Erwachsenenbildung und dem Energieversorger EAM.
→ www.e-mobilitaetvorleben.de

 

Kriminalität
Geht also doch
Wohnungseinbrüche durch gezielte polizeiliche Maßnahmen reduziert
Mit offenen und verdeckten Maßnahmen versucht die Polizeidirektion Göttingen, der im Vorjahr gestiegenen Anzahl von Wohnungseinbrüchen Herr zu werden. „Aufgrund dieser für uns nicht zufriedenstellenden Entwicklung haben wir hier einen absoluten Schwerpunkt gesetzt“, erklärt der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig.

EinbruchSei noch im Dezember 2015 ein Anstieg zu verzeichnen gewesen, so kam es insbesondere in den Monaten März und April dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang um rund 30 Prozent. So wurden innerhalb der letzten Monate mehr als 2000 Personen und mehr als 1500 Fahrzeuge im Rahmen der verstärkten Kontrollen überprüft, wobei Diebesgut und Aufbruchswerkzeuge entdeckt wurde und die entsprechenden Personen vorläufig festgenommen wurden.

Die Polizei bemerkt auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Verdächtige Wahrnehmungen würden offensichtlich eher der Polizei mitgeteilt, so dass es z.B. zur Festnahme einer Einbrecherbande auf frischer Tat kam. In einem weiteren Fall konnten drei Personen aufgrund des Hinweises einer aufmerksamen Anwohnerin kurze Zeit nach einem Geschäftseinbruch im Rahmen der polizeilichen Fahndungsmaßnahmen festgenommen werden.

Geht also – wenn nur genug Personal zur Verfügung steht. Die Schwerpunktsetzung bei Wohnungseinbrüchen bedeutet vermutlich jedoch auch, dass für andere kriminelle Brennpunkte dann weniger Personal zur Verfügung steht. Die Reduzierung von Kontaktbereichsbeamten oder die Schließung von Polizeidienststellen in den Ortsteilen zeugen davon. Jetzt müssten nur noch Justiz oder besser der Gesetzgeber solch kleinen Anfangserfolgen zu dauerhaftem Erfolg verhelfen. Noch nämlich lachen sich die Straftäter ins Fäustchen angesichts lächerlicher Sanktionen, die ihnen drohen – und die mit dem nächsten Bruch schnell finanziert sind.Foto: Polizei NRW

Jetzt auch gezielt gegen Anschläge auf studentische Verbindungen
Der seit rund sechs Monaten zu verzeichnenden quantitativen Steigerung von Straftaten gegen studentische Verbindungen und deren Umfeld bzw. deren Mitgliedern durch entwurzeltes Prekariat aus dem studentischen Milieu will die Polizei nunmehr ebenfalls gezielt begegnet und hat dazu eine Ermittlungsgruppe im Fachkommissariat „Polizeilicher Staatsschutz“ eingerichtet. Polizeipräsident Uwe Lührig: „Die gewaltlose kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen politischen Auffassungen ist ein wichtiger Wert unseres demokratischen Grundverständnisses“, zum Teil wurden hier jedoch Verbrechenstatbestände erfüllt.Weitere Informationen

 

Flächennutzungsplan
Golfplatz im Süden Geismars endgültig vom Tisch
Rund 70 Hektar Landschaftsschutzgebiet im Süden Göttingens bleiben weiterhin Landschaftsschutzgebiet. Das ist nicht selbstverständlich in dieser Stadt, wo schon mal des öfteren aus ganz opportunistischen, also zumeist finanziellen Gründen einmal festgezurrte Beschlüsse nicht mehr das Papier wert sind, auf dem sie einst fixiert wurden.

PL Deutsche ArbeiterEtwa – vergleichbar zum Golfplatz – beim ehemaligen Landschaftsschutzgebiet unterm Nikolausberger Fassberg, das nun bebaut werden darf, obgleich zwar gar kein Interesse daran besteht, sich ein solches aber ja einmal entwickeln könnte. Oder – nicht ganz vergleichbar – beim „Lex-Sparkassen-Beschluss“ von 2006, der es dem Institut ermöglichte, sein Grundstück am Carré entgegen des bislang geltenden Baurechts an einen Filialisten zu verkaufen, dem es, zum Schaden des Göttinger Einzelhandels, gestattet wurde, seine Verkaufsfläche entgegen bisheriger Regelungen um mindestens 400m2 zu erweitern. Ähnliches übrigens spielt sich gerade in der Diskussion um die Ansiedlung neuer Möbelmärkte in Grone-West ab (vgl. weiter unten: →SPD wünscht sich moderate Erweiterung).

Pläne für einen Golfplatz in Göttingen gibt es schon seit langer Zeit. Noch in unguter Erinnerung sind die Bestrebungen des früheren Oberstadtdirektors Hermann Schierwater (SPD) zu Beginn der 1990er Jahre, mit Macht aus dem ehemaligen Truppenübungsplatz Kerstlingerröder Feld ein Sportgelände für Besserbetuchte machen zu wollen. Schon damals entbrannte ein bitterer Streit über dieses Ansinnen. Im 2007 veröffentlichten „Leitbild 2020“ war noch die Rede davon, dass „die Etablierung eines öffentlichen Golfplatzes … unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Artenschutzes weiter verfolgt“ wird. Pläne für ein alternatives Areal wurden hernach insbesondere von der Göttinger Sport und Freitzeit GmbH (GöSF) im Stillen vorangetrieben und trafen dabei auf das Wohlwollen des früheren Geschäftsführers der Städtischen Wohnungsbau und jetzigen Oberbürgermeisters Rolf-Georg Köhler (SPD). Sie nahmen Fahrt auf, als Anfang 2009 im Finanzausschuss sang- und klanglos ein Grundstückstausch zwischen der GmbH und der Verwaltung besiegelt wurde, der die GöSF zur Eigentümerin der südlichen Feldmark in Geismar machte. Denn die Sport und Freizeit GmbH, ebenfalls SPD-geführt, ist ein Wirtschaftsbetrieb, sie will nicht nur den Sport befördern, wie will auch Gewinn erwirtschaften – der wiederum der Verwaltung zugute käme.

Es ist die Politik, die der Verwaltung einen Riegel vorschieben kann, um Stadt- und Landschaftsplanung nicht immer nur nach fiskalpolitischen Erwägungen voranzutreiben. Das hat sie nunmehr auch getan, doch sie tut sich schwer damit und tut es viel zu selten. Am 11. April beschloss der Verwaltungsausschuss auf Initiative der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen einen Auftrag an die Verwaltung, die Einrichtung eines Golfplatzes aus dem Flächennutzungsplan zu streichen und bei den konzeptionellen Überlegungen zu seiner Neugestaltung nicht weiter zu berücksichtigen. Die Grünen wussten nicht nur eine Mehrheit in der Bevölkerung hinter sich, sondern hatten so ziemlich alle Parteien im Rat auf ihrer Seite. Nunmehr soll das Areal im Landschaftsschutzgebiet verbleiben. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler sagte noch während der Sitzung zu, bei der Erarbeitung des Vorentwurfs für den neuen Flächennutzungsplan entsprechend zu verfahren.

Der Wunsch nach Streichung der Golfplatz-Ausweisung datiert bereits vom Juli 2015, als nahezu alle Parteien einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag einbrachten. Lediglich die SPD-Fraktion mochte GöSF-Geschäftsführer Alexander Frey nicht im Regen stehen lassen. Nun hat der Verwaltungsausschuss „unter die Diskussion über die Ausweisung einer Fläche für einen öffentlichen Golfplatz im Göttinger Süden … einen Schlussstrich gezogen“, heißt es lapidar in einer Mitteilung der Verwaltung. Und das ist gut so.

 

Städtisches Museum
Sanierung lebendig gestalten
„Viele Maßnahmen“ kann sich die SPD-Fraktion im Rat vorstellen, die Arbeit des durch umfangreiche Sanierungsarbeiten arg gehandicapten Städtischen Museums besser zu präsentieren. Sie wird deshalb in der kommenden Ratssitzung einen „Antrag zur lebendigen Gestaltung des Museums und neue Wege zur Öffentlichkeitsarbeit“ einbringen.

Als eines der ältesten kultur- und stadtgeschichtlichen Museen in Niedersachsen ist die Stätte „ein zentraler Ort zur Vermittlung der Geschichte der Stadt Göttingen“, hat die Fraktion ganz richtig erkannt und wird dabei vermutlich auch den größten Teil aller Ratsmitglieder hinter sich wissen – auch wenn die derzeitige Baustelle gelegentlich von einigen als Museumsort zur Disposition gestellt wird.

 
Kartons und unbehauene Balken als Exponate: Museumsbegehung mit Leiter Dr. Ernst Böhme (rechts)Foto: vs

Das Städtische Museum ist derzeit vor allem mit Inventarisierungsarbeiten und der Dokumentation des Sammlungsbestandes beschäftigt, was zwar etwas dröge klingt, aber gleichwohl bereits interessante Ergebnisse gezeitigt hat. Diese Inventarisierungsarbeiten beispielsweise an die Hauswand zu projizieren, kann sich Fraktionvorsitzender Frank-Peter Arndt durchaus als Möglichkeit vorstellen, um die laufenden Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit wird er hoffentlich nicht die äußere Fachwerkfassade gemeint haben, sondern eine inner Wandfläche.

Überzeugender ist da schon sein Vorschlag, eine Schaufensterfläche in der Innenstadt anzumieten, um „besondere Exponate der Göttinger Bevölkerung auch während der Sanierungsphase zugänglich zu machen“. Auch könnten Vitrinen im Alten Rathaus und im Foyer des Neuen Rathauses mit Exponaten bestückt werden“, kann sich Arndt vorstellen, wobei sicherlich die Versicherungen noch ein Wörtchen mitzureden haben.

Und in Zeiten des Internet 3.0 mit seiner sogenannte „Schwarmintelligenz“ ließe sich das „Wissen der Vielen“ komfortabel nutzen, um im Web Exponate zu datieren, zu beschreiben und in ihren historischen Kontext einordnen zu lassen. Arndt: „Bei der Archivierung der Exponate könnte die Öffentlichkeit im Internet einen großen Anteil leisten.“

Die könnte vielleicht sogar mit noch viel mehr Ideen aufwarten, wenn man sie nur fragen würde und wenn sie z.B. über die Medien dazu animiert oder ein öffentlicher Bl0g dazu eingerichtet würde. Haben auch Sie Ideen? Schreiben Sie an die Redaktion oder direkt an →spd-fraktion@goettingen.de

 

Einzelhandelskonzept
SPD wünscht sich moderate Erweiterung
Zentrenrelevante Randsortimente begrenzen
Die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion Göttingen haben sich in Ihrer letzten Fraktionssitzung darüber verständigt, einen Änderungsantrag zur Vorlage der Verwaltung zum Einzelhandelskonzept für die Stadt Göttingen im nächsten Bauausschuss ins Verfahren einzubringen.

Wer einigermaßen das Ohr am Mund des Bürgers hat, dem dürfte ein seit Jahren von vielen Einwohnern beklagter Mangel kaum entgangen sein: das nahezu komplette Fehlen kleinteiliger Angebote für den täglichen Heimwerker- und Reparaturbedarf. Seitdem solche Sortimente in einer Mittelstadt von 120.000 Einwohnern nur noch von gerade mal 2 (!) Baumärkten auf der Grünen Wiese vorgehalten werden, wird die Ersatzbeschaffung passender Schrauben, Kabel, Schläuche etc. für den Verbraucher zum Spießrutenlauf – mehr noch jedenfalls als die Anschaffung von Möbeln und Wohnaccessoirs.  

„Wir wollen, dass die zentrenrelevanten Randsortimente auf insgesamt 1.950 qm der Gesamtverkaufsfläche des Vorhabens begrenzt werden“, so der Bauausschussvorsitzende Christian Henze. „Wir sprechen uns weiterhin für ein Möbelhaus im Westen der Stadt am bisher schon vorgesehen Standort aus. Der vorgelegte Beschlussvorschlag müsse jedoch nach Meinung der Fraktion geändert werden.

Die Fraktion schlägt „im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung und Stärkung der Göttinger Innenstadt“ eine entsprechende Reduzierung der zentrenrelevanten Randsortimente vor. „Den breit formulierten Befürchtungen der im Einzugsgebiet liegenden Mittelzentren soll damit Rechnung getragen werden“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten, Frank-Peter Arndt. Eine solche Entscheidung sei auch städtebaulich und raumordnerisch durchaus verträglich. Schädliche Auswirkungen auf die zentralen Versorgungsbereiche im Einzugsgebiet in der Göttinger Innenstadt und im Westen sowie auf die jeweiligen Versorgungsaufgaben der Mittelzentren seien nicht zu erwarten, sind sich Arndt und Henze sicher.

 

Öffentlicher Personennahverkehr
Elektrobusse auch für Göttingen?
CDU/FDP-Gruppe fordert schnellere Umstellung
Vierzehn neue Dieselbusse für 3,7 Millionen Euro werden die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) bis Ende dieses Jahres beschaffen. Die CDU/FDP-Ratsgruppe verweist in diesem Zusammenhang naserümpfend auf die Einführung der ersten drei Elektrobusse in Hannover schon kurz nach Ostern und fordert solche Maßnahmen auch in Göttingen – konkret: einen schnelleren Umstieg mindestens auf ein oder zwei Linien.

Elektro-Bus
 
Elektro-Bus der Braunschweiger Verkehrs-GmbH, der an Induktivladestationen wieder aufgeladen wirdFoto: Lord Alpha

Bereits im Juli 2015 hatte die Gruppe einen Ratsantrag eingebracht, der darauf abzielte, eine erste Elektro-Linie ab dem Jahr 2017 einzurichten. Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe und gleichzeitig auch Vorsitzender des Umweltausschusses, will sich weiterhin für ein schnelleres Umschwenken „auf die mit Abstand umweltfreundlichste Beförderungstechnik im ÖPNV einsetzen“, auch wenn die GöVB die Meinung vertreten, dass diese Technik noch nicht ausgereift sei.

Das Thema ist nicht ganz neu; es wurde schon in früheren Jahren im Rat diskutiert – immer mit negativem Ausgang und zum Vorteil einer inzwischen verbesserten Diesel-Abgastechnik. Allerdings sollte man angesichts aktueller Schummeleien bei den Verbrauchswerten, welche wohl nicht nur den Volkswagenkonzern betreffen, die seinerzeit hochgelobten verschärften EU-Abgasnormen nunmehr vielleicht doch etwas skeptischer betrachten. Wenn die EU-Standards und Toleranzen hierbei nämlich ähnlich locker gehandhabt werden wie bei Elektrogeräten oder Leuchtkörpern, dann bedarf es eigentlich keiner Manipulations-Software zum Schaden des Verbrauchers und der Umwelt.

Ein harter Wettbewerb um Standards, wie es ihn nun mal immer bei der Einführung neuer Systeme gebe, dürfe jedenfalls nach Auffassung Scheres kein Grund sein, neue Entwicklungen für Göttingen auf die lange Bank zu schieben. Auch das finanzielle Argument allein könne nicht ziehen, wenn man versuchen würde, zusätzliche Förderquellen anzuzapfen.

Vielleicht aber doch. Sollte nämlich eine noch nicht ausgereifte Technik auch einen höheren Service- und Reparaturaufwand nach sich ziehen, was eher wahrscheinlich ist, dann folgen daraus auch höhere laufende Kosten. Aber keine stetigen Fördermittel. Dann werden die GöVB wohl irgendwann wieder einmal die Hand gegenüber dem Fahrgast aufhalten müssen. Der aber wird gerade erst zur Kasse gebeten, am 1. April.

Scherer führt als gutes Beispiel China an, wo es bereits Millionenstädte gebe, in denen nur noch E-Busse fahren. Vielleicht auch, weil der Sauerstoff für die Verbrennungsmotoren in diesen Smog-Metropolen knapp geworden ist und deshalb vielleicht auch kein so gutes Beispiel. Denn so weit sind wir hierzulande Gott sei Dank noch nicht.
Den im Juli 2015 von der Ratsgruppe eingebrachten, seither noch nicht weiter in den Gremien beratenen Antrag zur Einführung von Elektro-Bussen finden Sie hier:Weitere Informationen

 

Altersvorsorge
Verbraucherzentrale fordert effektivere Maßnahmen
Armutsbericht 2016: Wohlfahrtsverbände kritisieren anhaltend hohe Armut
Rentenreformen und staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte wie Riester-Rente haben es bislang nicht geschafft, Altersarmut wirksam zu verhindern oder neu entstandene Versorgungslücken zu schließen, stellt die Verbraucherzentrale Niedersachsen fest. Breite Bevölkerungsschichten seien zunehmend von Altersarmut betroffen beziehungsweise bedroht. Zusätzlich leide die private Altersvorsorge unter der anhaltenden Niedrigzinspolitik. Unterdessen diagnostizieren der Paritätische Wohlfahrtsverband und weitere Verbände im aktuellen Armutsbericht 2016 eine „anhaltend hohe Armut“.

Zeitungsausschnitt
 
Wenn seit Jahren ehemalige Volksparteien tatenlos der Misere zusehen und unfähig zur Veränderung sind, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie zu Splitterparteien degenerieren

Über sinnvolle Produkte für die Altersvorsorge und gesetzlich notwendige Maßnahmen, die Altersarmut verhindern, diskutierte die Verbraucherzentrale Niedersachsen am 16. März auf einer Podiumsveranstaltung „Trotz Altersvorsorge arm im Alter?“ in Hannover mit dem Niedersächsischen Verbraucherschutzminister Christian Meyer sowie mit Ulf Prange, Mitglied des Niedersächsischen Landtages (SPD), Markus Hofmann, Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB und Prof. Dr. Ralf Kreikebohm, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig Hannover.

Rentenniveau im Sinkflug – Riester-Modell gescheitert
Seit der Rentenreform 2001 sinkt das Rentenniveau kontinuierlich. Aktuell liegt es bei 47 Prozent und soll bis 2030 auf 43 Prozent sinken. Die entstandenen Versorgungslücken sollen Rentner privat, unter anderem mithilfe der staatlich geförderten Riester-Rente, ausgleichen. Diese Rechnung ist nicht aufgegangen: Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung ist etwa jeder sechste Ruheständler von Altersarmut betroffen. Das sind 3,4 Millionen Rentner, Tendenz steigend.

Obdachloser
Obdachloser in HamburgFoto: Hendrike

„Eine weitere Absenkung des Rentenniveaus muss gestoppt werden. Nur so können Menschen mit niedrigem Einkommen besser vor Armut im Alter geschützt werden“, fordert Andreas Gernt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Er ergänzt: „Wie sich zunehmend herausgestellt hat, ist zudem die Riester-Rente in der bisherigen Form gescheitert. Sie ist in den meisten Fällen zu renditeschwach, zu bürokratisch, zu teuer und kann von wenigen sinnvoll genutzt werden“.

„Durch gesetzliche Maßnahmen müssen die gravierenden Nachteile bei der betrieblichen Altersversorgung beseitigt und insgesamt für alle Bevölkerungsschichten ertragreiche und unbürokratische Anreize zum Sparen für das Rentenalter geschaffen werden“, fordert Petra Kristandt, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. So müssen später auf die Betriebsrente Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in voller Höhe abgeführt werden und außerdem ist sie noch zu versteuern. „Von einer versprochenen Bruttorente in Höhe von 335 Euro bleiben als Vorteil durch die Direktversicherung knapp 150 Euro netto übrig. Würde man den eigenen Beitrag von 104 Euro monatlich über 37 Jahre zinslos unters Kopfkissen legen, kommt eine Summe von etwa 46.000 Euro zusammen. Da muss man schon älter als 92 Jahre werden, um mehr herauszubekommen, als man eingezahlt hat“, moniert Kristandt. Ein Positionspapier mit den Forderungen der Verbraucherzentrale ist unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/bessere-altersvorsorge erhältlich.

Armutsbericht 2016: Verbände fordern sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel
Ein Verharren der Armutsquote in Deutschland auf hohem Niveau beklagt der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Armutsbericht, der erstmals in erweiterter Form und unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen erschienen ist. Während in neun Bundesländern die Armutsquoten 2014 gesunken seien, belegt der Bericht einen Anstieg der Armut in den bevölkerungsreichen Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen. Hauptrisikogruppen seien Alleinerziehende und Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner, deren Armutsquote rasant gestiegen sei und erstmals über dem Durchschnitt liege. Die Herausgeber sehen daher auch keinerlei Anlass zur Entwarnung und fordern von der Bundesregierung einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um dringend notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf den Weg zu bringen.Weitere Informationen

 

Tierversuche
Heftige Kritik an Georg-August-Universität von PETA
Uni Göttingen zu keiner Auskunft bereit
Jedes Jahr werden an deutschen Universitäten Tausende sensibler Lebewesen für unwissenschaftliche Tierversuche missbraucht und getötet. In ihren Bemühungen, die tierversuchsfreie Lehre weiter voranzutreiben, bat die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) in einem Schreiben 126 Fakultäten lebenswissenschaftlicher Studiengänge um Informationen über ihre angewandten Lehrmethoden. Obgleich die Georg-August-Universität Göttingen zu keiner Auskunft bereit war, erfuhr PETA aus Reihen der Studierenden, dass sowohl im Fachbereich Medizin als auch im Studienfach Biologie Sektionen an Schweineherzen durchgeführt werden.

LabormausFoto: Lucija T.

Zudem müssen die angehenden Biologen für das Bestehen des Moduls Zoologie verpflichtend Tiersektionen an Regenwürmern, Heuschrecken, Seesternen, Fischen, Agar-Kröten sowie Schnecken durchführen. PETA appelliert an die Hochschule, gänzlich auf Tiere im Studium zu verzichten und Studierenden eine Lehre ohne Tierleid zu ermöglichen. „Leider hält die Georg-August-Universität Göttingen weiter daran fest, Tiere für Lehrzwecke zu missbrauchen“, so Stephanie Kowalski, Tierärztin und Fachreferentin gegen Tierversuche bei PETA. „Wir fordern die Verantwortlichen auf, den Tierschutz ernst zu nehmen und die Verwendung von Tieren in Forschung und Lehre gänzlich zu stoppen.“

PETA fordert mehr Transparenz hinsichtlich der an Universitäten angewandten Methoden, damit sich Studierende und Studieninteressierte für ein Studium ohne Tierleid entscheiden können. Außerdem appelliert die Tierrechtsorganisation an die Universitäten, Tierversuche aus dem Lehrplan zu streichen und stattdessen eine fortschrittliche und zukunftsweisende Lehre zu praktizieren. PETA möchte die Universitäten auf dem Weg zu einer tierversuchsfreien Lehre begleiten und hat dies unter anderem auch der Georg-August-Universität Göttingen angeboten, die sie bislang jedoch nicht angenommen hat.Weitere Informationen

 

Museumskonzept
CDU/FDP-Gruppe wirft SPD Ausweichmanöver vor
Bekenntnis „ohne Wenn und Aber“ zum Standort Ritterplan
Die CDU/FDP-Gruppe im Rat zeigt sich verärgert darüber, dass sich SPD-Mitglieder in der letzten Kulturausschuss-Sitzung zum Thema Museumsstandort Ritterplan jeder weiteren Diskussion über das Göttinger Museumskonzept verweigert haben, obgleich sich bislang keinerlei ernsthafte Nutzungsalternative für den großen, derzeit weiter für Millionen sanierten Komplex aus drei Gebäuden am Ritterplan abzeichnet.

 
Städtebauliches Kleinod: Rückansicht des MuseumsFoto: vs

Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der Ratsgruppe, befürchtet deshalb für das Städtische Museum eine ähnliche Entwicklung wie etwa bei den Ausstellungsräumen im Alten Rathaus: „Erst zwängen wir für einen behindertengerechten Zugang mit einem irren Aufwand Fahrstühle in das alte Gemäuer. Dessen vollkommen ungeachtet sollen aber künftig die Ausstellungen inclusive der dafür ausgewiesenen Personalmittel ins Kunstquartier verlagert werden. So scheint es auch beim Museum zu laufen.“

Millionen würden in die Sanierung des großen denkmalgeschützten Komplexes gesteckt „und dann erleben wir vielleicht nur noch ein paar Wechselausstellungen zur Stadtgeschichte im ,Forum Wissen‘ der Universität am Bahnhof“. Das Städtische Museum sei aber ein derartig wichtiges Erbe echten Göttinger Bürgersinns, das es nicht verdient, sich nur als kleines Anhängsel im Universitätsmuseum wiederzufinden. Solche Kritik bedeute jedoch keine Ablehnung des Plans, ein künftiges Ausstellungskonzept des Städtischen Museums eng mit dem „Forum Wissen“ der Universität abzustimmen, um sich so künftig auch sinnvoll zu ergänzen.“

Die Parteiengruppierung bekennt sich „ohne Wenn und Aber“ zum Standort Ritterplan für ein neu zu konzipierendes Museum zur Geschichte der Universitätsstadt Göttingen, heißt es in einer Stellungnahme. Sie unterstützt auch ausdrücklich die Position des Göttinger Geschichtsvereins und verweist zudem auf das eindeutige Ergebnis des großen Workshops, den die Stadtverwaltung zu diesem Thema veranstaltet hat. „Die Fakten liegen jetzt lange genug auf dem Tisch, meint Ratsmitglied Ludwig Theuvsen (CDU) und fordert ein „Ende des Herumlavierens“.

 

Emissionen
Piraten: Rückgang der Radverkehrs
und erhöhte Stickoxidwerte haben dieselbe Ursache

Die Göttinger Piraten sehen einen Zusammenhang zwischen den erhöhten Göttinger Stickoxid-Werten und den gleichzeitig von Ihnen beobachteten rückläufigen Radverkehrszahlen. Sie stützen sich dabei insbesondere auf im neuen eRadschnellweg eingelassene Induktionsschleifen, welche die Radverkehrszahlen zuverlässig erfassen und von den Piraten akribisch analysiert werden. Als eine der Hauptursachen machen sie dabei „unkoordinierte Ampelschaltungen“ verantwortlich, die „teils durchaus anerkennenswerte bauliche Leistungen geradezu torpedieren“.

Sowohl an der Robert-Koch-Straße in Höhe des Klinikums als auch am Christophorusweg, beide Stellen Teil des 2013 neugebauten eRadschnellwegs, wurden 2015 weniger Fahrräder gezählt als 2014. „Eigentlich“, so Mitglieder des Kreisverbandes, „sollte erwartet werden, dass zumindest nach einer gewissen Eingewöhnungsphase eine Steigerung zu beobachten wäre.“ Doch während am Christophorusweg mit einem Minus von 1 Prozent (636.030 in 2014, 630.549 in 2015) der Rückgang noch relativ moderat ausfiel, brachen die Zahlen an der Robert-Koch-Straße (1.212.711 in 2014, 1.075.631 in 2015) um mehr als 10 Prozent ein. Gleichzeitig ermittelten Gutachterbüros bei Verkehrszählungen, die beispielsweise im Zuge der Planung einer eventuellen Verlegung der Bundesstraßen B3/B27 veröffentlicht wurden, weiterhin stetig steigende Zahlen im Pkw-Verkehr, heißt es in einer Mitteilung. Das Resultat seien zunehmende Stickoxid-Werte. Die Stadt tue sich schwer damit, diesen Effekt zu erklären.

„Radverkehr verliert trotz enormer Investitionen und stellenweise guter Fahrbedingungen in der Summe immer mehr an Attraktivität, während Pkw-Verkehr augenscheinlich immer attraktiver wird“, so Friederike Buch, Mitglied des Vorstands und der „Arbeitsgruppe Ampelpiraten“. „Beides hängt zusammen und hat genau dieselbe Ursache: eine seit Jahren verfehlte Verkehrspolitik in der angeblich fahrradfreundlichen Stadt Göttingen.“

Am Weender Tor wurden 2014 die Wartezeiten an den Ampeln für den Rad- und Fußverkehr spürbar verlängert. Bestens gelungen sei der perfekt ausgebaute Radschnellwegabschnitt zwar zwischen Weender Tor und Godehardstraße – doch die Grünphasen seien dort so geschaltet, dass ein Fahrrad auf dem Radschnellweg nicht schneller als 10 km/h fahren kann. Auch im Zuge der Planung des neuen Radschnellwegabschnitts zwischen Groner Tor und Leinebrücke/Rosdorfer Kreisel werde die Fahrtzeit nicht mit in die Planungen eingerechnet – ein fataler Fehler bereits in der Planungsphase, kritisieren die Piraten. Sie stimmen auch nicht der von den Grünen im Bauausschuss Mitte Februar vorgetragenen Ansicht zu, Radfahrer würden eine der vorgeschlagenen Strecken auf jeden Fall akzeptieren, gleich, für welche der Varianten man sich letztlich entscheide: „Die Zahlen im Nordbereich zeigen auf, dass dieser Fall nicht eintritt, und dass die Verkehrsplanung sich vorher ernsthaft bemühen muss, möchte sie Fehlinvestitionen vermeiden.“

 

Bildung
CDU/FDP für Fortführung der Hauptschulen
Ratsgruppe sieht Vorteile bei Flüchtlingskinderintegration
Als Fehler betrachtet die CDU/FDP-Ratsgruppe das von einer Ratsmehrheit beschlossene Aus für die letzten beiden Göttinger Hauptschulen. Gerade für die Integration nicht oder kaum alphabetisierter Kinder böten die Hauptschulen die richtige Schulform mit entsprechend qualifiziertem Personal.

Soll abgewickelt werden: Käthe-Kollwitz-Schule in GeismarFoto: vs

Sie wird am Freitag im Rat ein Antrag einbringen, mit dem zumindest geprüft werden soll, ob nicht doch wieder ab dem Schuljahr 2017/18 5. und 6. Klassen an Hauptschulen angeboten werden sollen. „Mit extrem unterschiedlichen schulischen Hintergründen kommen Kinder und Jugendliche aus den vielen internationalen Konfliktherden nach Göttingen. Mit einem entsprechend breit gefächerten Schulangebot würden wir Gymnasien und Gesamtschulen entlasten und auch die Kinder mit geringen Vorkenntnissen nicht überfordern“, begründet Ex-Rektor Thomas Häntsch (CDU), den Vorstoß zur Fortführung der Hauptschulen. „Ganz ohne Zweifel hätten wir mit erfahrenem Lehrpersonal in relativ kleinen Klassen dafür eine sehr gute Integrationschance, die wir nicht aus schulideologischen Gründen bei Seite schieben sollten.“

In Göttingen gebe es im Gegensatz zu allen anderen Städten und Landesteilen nur noch ein 2-Säulen-System, d.h. nur noch Gymnasien und Gesamtschulen. Die zu beschulenden Flüchtlingskinder gehören unterschiedlichen Altersgruppen an und bringen unterschiedliche schulische Voraussetzungen mit: Neben Kindern im Grundschulalter kommen Schüler, die in ihren Herkunftsländern Schulen besucht haben, die unseren Sek I-Schulen entsprechen.

„Diejenigen, die in ihrer Heimat bereits eine Fremdsprache – vorwiegend Englisch – gelernt haben, sind in der Regel bei uns in den SEK I-Schulen zu integrieren, zunächst in speziellen Sprachlernklassen, mutmaßlich später auch in Regelklassen. Für ältere Schülerinnen und Schüler sind die bereits bestehenden Sprachlernklassen-Angebote der BBS – z.B. der Arnoldi-Schule oder des Abendgymnasiums passend“, heißt es in dem Prüfantrag.

Ein besonderes Problem stelle die Unterrichtung der nicht alphabetisierten Kinder jeden Alters dar. Für sie seien nach Auffassung der Ratsgruppe weder die Gymnasien noch andere Sekundarschulen die geeignete Schulform. An den beiden Göttinger Hauptschulen hingegen bestehen seit einigen Jahren umfangreiche Erfahrungen mit Lerngruppen für nicht alphabetisierte Kinder: An der Heinrich-Heine-Schule z.B. sind z.Zt. zwei Klassen für diese Zielgruppen vorhanden. Aber auch an der Käthe-Kollwitz-Schule stünden die Räumlichkeiten und das geeignete Personal zur Verfügung.

Eine Wiedereinrichtung der Klassen 5 und 6 an diesen beiden Schulen biete sich deshalb an. „Es wäre sträflich, die vorhandenen pädagogischen und räumlichen Möglichkeiten nicht zu nutzen, zumal Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr zeigen, dass die weiterführenden Schulen auch schon rein räumlich nicht in der Lage sind, weitere Klassen unter zu bringen“, sind sich die Antragsteller sicher.

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Gemeindewahlausschuss der Stadt: 27. Juli
Ausschuss für Bauen, Planung
und Grundstücke:
4. August

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Versorgungsamt
Sprechtag
pdg — Der nächste Sprechtag des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie, Standort Hildesheim (Versorgungsamt) in Göttingen findet am Donnerstag, 28. Juli, von 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.00 Uhr in Zi. 118 im Neuen Rathaus statt (keine Beratung zu allgemeinen Rentenangelegenheiten). Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Das Landesamt ist wie folgt zu erreichen: Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie – Versorgungsamt –, Kreuzstraße 8, 31134 Hildesheim. Telefon: 05121 3040, Fax: 05121 304611, www.soziales.niedersachsen.de

Verwaltung
Neue Sprechzeiten im Versicherungsamt
pdg — Das Versicherungsamt im Fachbereich Soziales der Stadt Göttingen im Neuen Rathaus vergibt für die Beratung in Fragen der gesetzlichen Rentenversicherung ab August Termine grundsätzlich nach Absprache. Diese können telefonisch über die Göttinger Rufnummern 400-2232,-2233 und -2234 erfolgen. Termine finden im Rahmen der neuen Öffnungszeiten montags, dienstags, donnerstags und freitags zwischen 8.30 und 12.00 Uhr sowie zusätzlich am Donnerstagnachmittag zwischen 14.00 und 17.00 Uhr statt.

Junge Union
Gegen Hausbesetzer und Juzi
Die Junge Union geht davon aus, dass sich in besetzten Häusern in Göttingen über hundert Wohnplätze befinden – und zwar in den Händen „extrem linker Gruppen“. Die betroffenen Gebäude würden zwar überwiegend vom Studentenwerk verwaltet und betrieben, gleichwohl habe es bei der Vergabe der Wohnplätze nicht viel mitzureden; überwiegend werde dies von den jeweiligen Hausgemein-schaften selbst übernommen. Potenzielle Bewohner würden so nach politischer Gesinnung sortiert. Ein „höchst fragwürdiger Vorgang, der bei Wohnplätzen, die vom Studentenwerk betrieben werden, nicht vorkommen darf“, moniert die Jungtruppe der Christdemokraten. Zumal die Zimmer von Personen bewohnt werden können, die nicht als Studenten immatrikuliert sind: „Eine dreiste und unsoziale Benachteiligung aller Studenten, die viele Monate auf der Warteliste für einen Wohnheimsplatz stehen“, erklärt Dominic Steneberg, Vorsitzender des JU-Stadtverbandes. Es dränge sich der Verdacht auf, dass das Studentenwerk seinem öffentlichen Auftrag nicht gerecht wird.
Auch das Juzi in der Bürgerstraße ist den jungen – wie übrigens auch den alten – Christdemokraten ein Dorn im Auge. Es gelte „als Treffpunkt linksextremer Gruppen, werde aber trotzdem Jahr für Jahr mit über 70.000 Euro aus dem städtischen Haushalt finanziert. Der Vorsitzende des JU-Stadtverbandes, Dominic Steneberg, spricht von „staatlich finanziertem Extremismus".
Das alles ist überwiegend recht vorsichtig formuliert. Dabei ist es Fakt – und jeder weiß es.

Flüchtlinge in Göttingen
Aktuelle Zahlen
pdg — In Unterkünften der Stadt Göttingen werden gegenwärtig rund 1.380 Flüchtlinge betreut. Hinzu kommen etwa 80 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. Die Zahl der im Jahre 2016 bislang nach Göttingen gekommenen Flüchtlinge beläuft sich mit Stand Ende Juni auf 575. Bis zum Jahresende 2016 erwartet die Stadt Göttingen die Zuweisung von weiteren rund 800 Flüchtlingen.

Stadtbusse
CDU/FDP-Gruppe weiter für Strom statt Diesel
In ihrem steten Bemühen um die ersten Elektro-Busse im Linienverkehr sieht sich die CDU/FDP-Ratsgruppe durch die jüngste Stickoxid-Debatte bestätigt; bei der geringen Größe der Stadt und ihrer Verkehrsstruktur sieht sie hingegen keinen Sinn in einem generellen Fahrverbot für Dieselfahrzeuge, „ganz abgesehen davon, dass es dafür einer neuen gesetzlichen Grundlage bedürfte“, teilt sie in einer Erklärung mit. Druck machen will die Gruppe schon gar nicht, spricht von einem „allerdings nicht erzwungene[n] Umstieg vom Privat-Pkw auf Busse und (E-)Fahrräder“ – und das ist in einer autovernarrten Gesellschaft mit wirtschaftsfreundlicher neoliberaler Politik vielleicht das noch größere Problem.Weitere Informationen
Siehe auch den Beitrag → Elektrobusse auch für Göttingen? weiter unten auf dieser Seite.

Kommunalwahl
Piraten und Linke wollen Studis motivieren
„Alle fünf Jahre dasselbe Problem“, schimpfen die Göttinger Parteien Die Piraten und Gö-Linke: Die Kommunalwahl in Niedersachsen findet Anfang September statt, doch die Studierenden kommen erst einige Wochen später aus den Semesterferien zurück. Nur sehr wenige der 16.000 mit Hauptwohnsitz in Göttingen gemeldeten Studierenden würden sich daher an der Kommunalwahl beteiligen. Die Beide Parteien wollen dem nun in einer gemeinsamen Flugblatt-Aktion entgegenwirken, in der sie die Studierenden dazu aufrufen, sich an der Kommunalwahl am 11. September per Briefwahl zu beteiligen. Sie erklären darin auch gleich die entsprechenden Formalitäten. „In einer Stadt wie Göttingen eine Kommunalwahl gegen Ende der Semesterferien abzuhalten, benachteiligt einen bedeutenden Teil der Wahlberechtigten“, meint Ratskandidat Daniel Isberner – und liegt damit ziemlich daneben.
Schon stark: Da muss man – oder meint zu müssen – einer angehenden Elite erklären, dass es die Möglichkeit der Briefwahl gibt und wie sie funktioniert.

Sanierung
Neues Dach für Altes Rathaus
Ausgerechnet in der Ferienzeit eingerüstet
eb/pdg — Frust für Fototouristen, die Göttingen besuchen: Der erste Bauabschnitt von umfangreichen Sanierungsmaßnahmen am Alten Rathaus beginnt in diesen Tagen. Gearbeitet wird in den nächsten Monaten an der nördlichen Hälfte des Gebäudes. Es geht vor allem um die Sanierung des Daches und des Zinnenkranzes. Das Gerüst ist notwendig, um die Arbeiten dort durchführen zu können. Auf dem Arbeitsplan bis zum Winter stehen die Sanierung und Restaurierung des Zinnenkranzes, die Erneuerung und Abdichtung der Dachentwässerung, Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Dachstuhls, die Neueindeckung des Daches und schließlich die Dämmung der obersten Geschossdecke. Die Gesamtkosten für diesen Bauabschnitt liegen bei knapp einer Million Euro. Das Gerüst wird voraussichtlich bis Anfang 2017 benötigt. Aber es kann auch länger dauern, so die Verwaltung.

CDU und Piraten
Seltene Koalitionen
Einigkeit über Zukunft des Baggersees

In „Sondierungsgesprächen im Vorfeld der Landratswahl“ wurde zwischen der Piratenpartei Göttingen und dem CDU-Landratskandidaten Ludwig Theuvsen Einigung darüber erzielt, bestehende Missstände am Rosdorfer Baggersee zu beheben und die Situation am See zu verbessern, heißt es in einer Mitteilung des Kreisverbands der Piraten, die im selben Atemzug hinzufügen, dass sie „keinen eigenen Kandidaten zur Wahl des Landrats auf[stellen] und … sich derzeit noch nicht entschieden [haben], ob sie eine Wahlempfehlung aussprechen“.
Da mag man nun grübeln, welche Aussage die wichtigere ist, jene zum Baggersee oder die etwas verklausulierte „Androhung“, ggf. auch mit den Christdemokraten zu können. Aber das können die Grünen in den Ländern ja auch schon längst.
Piraten und Junge Union: Eingabe in Hannover
Darüber hinaus haben der Kreisverband der Göttinger Piraten und der Stadtverband der Jungen Union eine gemeinsam verfasste Eingabe zum Thema Bürgerbegehren an das Innenministerium nach Hannover geschickt. Hintergrund ist die in Vorbereitung befindliche Novelle des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG). Darin ist geplant, die Zahl der für Bürgerbegehren erforderlichen Unterschriften für Großstädte von 10 % auf 5 % der wahlberechtigten Bevölkerung abzusenken.Weitere Informationen

Radverkehrsentwicklungsplan
Mehr als 200 Teilnehmer haben die Möglichkeit bereits genutzt und per Online-Fragebogen Anregungen und Wünsche zum Radverkehrsentwicklungsplan geäußert. Noch bis zum 12. Juli besteht diese Möglichkeit, das vorhandene Angebot für den Radverkehr in Göttingen zu bewerten. Diese Stellungnahmen können Einfluss auf das weitere Planungsverfahren nehmen und die Stadt ist an einer regen Teilnahme interessiert. Der Fragebogen findet sich auf der Projekthomepage.
→ www.goettingen.de/radverkehrsentwicklung

Ferien
Schulen kosten die Stadt wieder viel Geld
pdg — Rund 3,9 Millionen Euro investiert die Stadt Göttingen während der Sommerferien dieses Jahres in ihre Schulen.Weitere Informationen

Amtsblatt No 13
pdg — Die Satzungsbeschlüsse für die Bebauungspläne Göttingen-Weende Nr. 34 „An der Lutter“ (2. Änderung und Planerweiterung) und Göttingen Nr. 38 „Hagenweg Nordseite“ (2. Änderung Teilbereich A) werden in der 13. Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen in diesem Jahr veröffentlicht.
Um die vorbereitenden Untersuchungen im Stadtquartier „Historische Altstadt-Nord“, die Aufhebung der Satzungen über die förmliche Festlegung der Sanierungsgebiete in Grone „Teilgebiet Grone-Süd“ und „Teilgebiet Alt-Grone“, die Verfahrensordnung für den Unterausschuss „Sanierungsgebiet Südliche Innenstadt“ mit Kunstquartier, die Widmung der Straße „An den Weiden“ und die Bekanntgabe der Namen und die Anschrift der Gemeindewahlleitung und Zusammensetzung des Gemeindewahlausschusses für die Stadt Göttingen zur Kommunalwahl am 11. September 2016 ging es in der 12. Ausgabe des Amtsblatts.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de → Rathaus & OB → Rat & Ortsräte → Amtsblatt zu finden.

e.Health.Metropolregion
Die Digitalisierung der Region schreitet voran. Mit Partnern aus Wissenschaft, Politik und Gesundheitswesen hat die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH im Bildungszentrum des Klinikum Braunschweig den Startschuss für ihre Initiative eHealth.Metropolregion gegeben. Ziel der vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser und den Städten Braunschweig und Göttingen geförderten Initiative ist es, für die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu werben und nationale und internationale Netzwerke aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand aufzubauen, um Lösungen für eine optimale Gesundheitsversorgung zu entwickeln und umsetzen – „und zwar überall und für alle“, so der Geschäftsführer der Metropolregion GmbH, Kai Florysiak.Weitere Informationen

Bebauung Holtenser Berg
Piraten: Ortsrat falscher Ansprechpartner
In der Diskussion um die Bebauung auf dem Holtenser Berg melden sich jetzt auch die Piraten zu Wort. Der Ortsrat in Holtensen hatte, wie berichtet, die Pläne der Stadt abgelehnt, was die SPD-Ratsfraktion Göttingen bedauert. Sioe will jedoch die Bedenken zum Regenwasserabfluss, zur Verkehrsanbindung eines neuen Wohnbaugebietes und die Parksituation am Holtenser Berg ernst nehmen. Auch die Verwaltung hat zugesagt, die Bedenken des Ortrats ernsthaft zu prüfen.
Die Piraten im Rat stellen nun grundsätzlich infrage, ob der Ortsrat Holtensen „überhaupt berechtigt ist, ein demokratisch legitimiertes Urteil darüber abzugeben, was im räumlich getrennten Nachbarviertel Holtenser Berg gebaut werden darf und was nicht. Die Bewohner von Holtenser Berg haben dagegen kein Recht, sich im Rahmen eines demokratisch gewählten Stadtteilgremiums zu äußern“, heißt es in einer Stellungnahme.Weitere Informationen

Flüchtlinge
Geflüchtete verbinden mit Deutschland
Rechtsstaat, Menschenwürde Religionsfreiheit

Die meisten Geflüchteten verbinden mit Deutschland Rechtsstaatlichkeit, Achtung der Menschenwürde und Religionsfreiheit. Diese Werte werden von fast allen Befragten geteilt, zeigt eine Studie, die sich auf Interviews mit 123 Geflüchteten stützt.Weitere Informationen

Kunstquartier Innenstadt
CDU/FDP Gruppe scheitert
mit Dringlichkeitsantrag

Die CDU/FDP Gruppe im Rat mag sich mit dem geplanten „Betonklotz“ in der Düsteren Straße nicht abfinden. Ihr Antrag, deswegen eine Bürgerbefragung auf den Weg zu bringen, fand jedoch keine Mehrheit. Dazu hätte es einer Satzung der Stadt Göttingen nach § 35 NKomVG bedurft, die erst hätte entworfen werden müssen, um frühestens in der Ratssitzung im August beschlossen zu werden, damit der für die Befragung vorschlagene Termin (11. September) hätte eingehalten werden können. Dem Antrag zufolge sollten die Bürger allerdings nur darüber entscheiden, ob bzw. dass das „Verfahren zur Auswahl eines Architektenentwurfs“ verworfen wird, nicht aber über die Entwürfe selbst. Diese Entscheidung sollte dem Rat vorbehalten bleiben.
Die Begründung des Antrags finden Sie hier:Weitere Informationen
Kultur.

Baum-Fällliste
Europaweites Eschensterben
verschont Göttingen nicht

eb/ pdg — Die Verwaltung weist schon mal vorsorglich darauf hin, dass in diesem Jahr vermutlich überdurchschnittlich viele Eschen auf der Baum-Fällliste stehen werden. Grund ist ein aus Japan stammender Schlauchpilz, der dem Bestand zu schaffen macht. In diesem Jahr zeigen sich die Schäden nach Angaben der Stadt massiv entlang der B 27 in östlicher Richtung. Im Göttinger Wald sind die Schäden nach den Worten des stellvertretenden Fachdienstleiters ebenfalls unübersehbar.Weitere Informationen

Seniorenbeirat
Wahl steht im Herbst an
pdg — Am 24. November 2016, wird der Seniorenbeirat der Stadt Göttingen für fünf Jahre neu gewählt. Die Wahl erfolgt durch ein Delegationsverfahren. Verbände, Vereine, Gewerkschaften, Parteien, Kirchengemeinden und sonstige Gruppen, die regelmäßig in der Altenarbeit sind, sowie Altenpflegeheime und Wohnanlagen des Betreuten Wohnens für Seniorinnen und Senioren können jeweils eine Delegierte oder einen Delegierten benennen. Auch Einzelpersonen können Delegierte werden und in den Seniorenbeirat der Stadt Göttingen gewählt werden.Weitere Informationen

Geschwister-Scholl-Gesamtschule
Auszeichnung für „Schulen auf EssKurs“
28 Schulen aus ganz Niedersachsen haben sich über Monate erfolgreich für die Verbesserung Ihrer Schulverpflegung eingesetzt, darunter die Göttinger Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Sie wurde jetzt von der Verbraucherzentrale Niedersachsen mit einer Sterne-Auszeichnung auf der Prämierungsveranstaltung honoriert.Weitere Informationen

Stadt sucht Pflege- und Adoptiveltern
pdg — Der Adoptions- und Pflegekinderdienst der Stadt Göttingen sucht Pflege- und Adoptiveltern für Säuglinge sowie für Kinder im Alter von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Interessierte Familien, Paare, Lebensgemeinschaften sowie Einzelpersonen aus dem Stadtgebiet werden im Rahmen eines Bewerberseminars auf diese Aufgabe vorbereitet. Das nächste Seminar führt der Adoptions- und Pflegekinderdienst nach den Sommerferien durch.Weitere Informationen

Klimaplan Verkehrsentwicklung
Kurzfassung als Broschüre
Klimaplanpdg — Der „Klimaplan Verkehrsentwicklung“ der Stadt Göttingen stellt auf mehr als 160 Seiten dar, welche Maßnahmen und Strategien zur Reduzierung der verkehrsbedingten CO₂-Emissionen führen sollen. Diese umfangreiche Darstellung hat das Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Göttingen in Zusammenarbeit mit der städtischen Verkehrsplanung jetzt in einer übersichtlichen Broschüre auf 14 Seiten zusammengefasst. Die am 30. Januar 2015 vom Rat beschlossene Überarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans soll Handlungsansätze und Maßnahmen für eine künftige, klimaschonende Mobilität aufzeigen.Weitere Informationen

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Wirtschaft

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Einzelhandel
GEB plädieren für Mehrweg bei Coffee to go
Coffee to goBei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich 60 Einwegbechern wurden in Göttingen im vergangenen Jahr rund 7.647.300 Becher als Abfall erzeugt. „Das ist schon eine Hausnummer“, so Maja Heindorf von den Göttinger Entsorgungsbetrieben. Göttinger Handel und Gastronomie sollten entweder auf wiederbefüllbare Becher setzen oder, sofern sie diese nicht anbieten, die Befüllung von eigenen mitgebrachten Bechern gestatten. Das sei rechtlich einwandfrei. Die Becher müssen vom Personal lediglich visuell auf Sauberkeit und Fremdköper überprüft und die Deckel vom Kunden selbst abgenommen und aufbewahrt werden. „Unter Beachtung der hygienisch einwandfreien Befüllung erhebt das Veterinär- und Verbraucherschutzamt für den Landkreis und die Stadt Göttingen keine Bedenken“, so Heindorf. Damit könnte der sorglosen Verschwendung von Rohstoffen einerseits und der überflüssigen Abfallproduktion andrerseits ein wenig Einhalt geboten werden.

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Weiterhin stabil
Auch im Juni wartete der Arbeitsmarkt in Südniedersachsen wieder mit guten Zahlen auf. Zwar fiel der übliche saisonale Rückgang der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vormonat mit einem Minus von 2,6% etwas geringer aus als im Durchschnitt der letzten Jahre. Doch mit einer Arbeitslosenquote von 5,9% sank die Quote im Agenturbezirk Göttingen erstmals in diesem Jahr unter die Sechs-Prozent-Marke. Insgesamt waren in den zum Agenturbezirk zählenden Landkreisen Göttingen, Northeim und Osterode im Juni 13.997 Menschen arbeitslos gemeldet, 374 weniger als im Mai und 389 bzw. 2,7% weniger als im Vorjahresmonat. Im Juni 2015 hatte die Arbeitslosenquote 6,1% betragen.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt
Erstmals Anstieg in diesem Jahr
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Juni deutlich gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) legte um 0,5 auf jetzt 102,8 Punkte zu. Der positive Stand ist auf die sehr guten Beschäftigungsaussichten zurückzuführen, aber auch die Erwartungen für die Arbeitslosigkeit haben den negativen Bereich verlassen. Der seit Jahresbeginn anhaltende Abwärtstrend des IAB-Arbeitsmarktbarometers hat sich damit nicht fortgesetzt.Weitere Informationen

Entlohnung
Jeder 2. Beschäftigte mit Branchentarifvertrag
Im Jahr 2015 arbeitete rund die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland in Betrieben, für die ein Branchentarifvertrag gilt. Das zeigen Daten des IAB-Betriebspanels, einer jährlichen Befragung von rund 15.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Weitere Informationen

Mindestlohn
Betriebe stellen höhere Anforderungen
Im Jahr 2015 gab es rund 122.000 sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen mit einem Entgelt auf dem Mindestlohnniveau von 8,50 Euro. 37 Prozent der Betriebe berichten über Schwierigkeiten bei Neueinstellungen im Mindestlohnbereich – doppelt so viele wie im Vorjahr. Diese Schwierigkeiten gehen mit gestiegenen Anforderungen an die Bewerber einher, wie die Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Liberia
Palmölkonzessionen gefährden Regenwald
RegenwaldDie Wälder Liberias bieten Schimpansen einen Lebensraum Foto: Karl Ammann Liberia beheimatet fast die Hälfte der verbliebenen, unglaublich artenreichen Regenwälder Westafrikas. Die Warnung des Umweltschützer James Otto ist deshalb alarmierend: „Wenn das Holz aus Palmölkonzessionen verkauft und exportiert werden darf, bedeutet dies das Ende für viele Wälder!“ Bisher darf das Holz von Bäumen, die für Plantagen gefällt werden, nicht verkauft werden. Jetzt beantragt die Palmöl-Firma Golden Veroleum Liberia (GVL) eine Rodungslizenz, die das erlaubt. Umweltschützer fordern von Liberias Regierung, den Export von Tropenholz aus solchen Konzessionen zu verhindern. Sonst drohe die Zerstörung der Regenwälder.
Bitte unterstützen Sie diese Forderung:
www.regenwald.org

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Beruf und Bildung

Universität
Studierende für mehr Recyclingpapier
Was für eine Frage und welch ein Wunder über die Antwort: An deutschen Hochschulen sollte Recyclingpapier das Papier der Wahl sein. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Online-Umfrage unter Studierenden. Mit 83 Prozent gab die überwiegende Mehrheit der befragten Studierenden an, dass ihnen die Verwendung von Recyclingpapier an ihrer Hochschule wichtig (52 Prozent) oder sehr wichtig (31 Prozent) ist.
Antworten auf gewisse Fragen kann man eigentlich bereits vorausahnen, wie etwa auch solche zur Luftverschmutzung, zur gesünderen Ernährung / Landwirtschaft etc. pp. Nun muss man sich nur noch daran halten.
→ www.papiernetz.de

Hospizhelfer
Grund- und Aufbaukurs
Das Ambulante Hospiz an der Lutter bietet einen Kurs für die Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizhelfer an. Beginn ist am 31. August. Anmeldungen dazu sind ab sofort möglich.Weitere Informationen

Flüchtlinge als Gasthörer
Spender für Fahrtkosten Auswärtiger gesucht
Im aktuellen Sommersemester nehmen 50 Flüchtlinge als Gasthörer an Lehrveranstaltungen und weiteren Angeboten der Universität Göttingen teil. Sie können noch nicht regulär eingeschrieben werden, weil sie in der Regel noch nicht die dafür nötigen Deutschkenntnisse erreicht haben. Neun Programmteilnehmer/innen müssen mit Bus und Bahn von außerhalb anreisen, weil es in ihrem zugewiesenen Wohnort kein Studienangebot gibt. Die Zugtickets für das ansonsten kostenlose Angebot der Universität werden nicht finanziert.
Studierende haben deshalb jetzt eine Spendensammlung ins Leben gerufen. Per Crowdfunding sollen die Fahrtkosten finanziert werden.
Spenden unter www.betterplace.org/p41872 oder direkt auf das Spendenkonto Manik Chander, Konto-Nr. 649706719 (HVB Konto Online), IBAN DE18503201910649706719, BLZ 503 201 91, Swift (BIC) HYVEDEMM430.

Heilmittelberufe
MdB Güntzler für bessere Vergütung
Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) fordert eine bessere Vergütung für Heilmittelberufe. „Die Bezahlung entspricht nicht der Leistung, die zum Beispiel Physiotherapeuten in unserem Gesundheitssystem erbringen“, so Güntzler. Gerade diese hätten aufgrund schlechter Bezahlung und starker Arbeitsbelastung mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. „Das führt zu einem erheblichen Fachkräftemangel in dem Bereich“, so der CDU-Politiker. Güntzler hatte sich bei seiner Veranstaltungsreihe „Fritz im Dialog“ mit den Heilmittelberufen beschäftigt und mit Berufsträgern gesprochen.

Otto-Hahn-Gymnasium
Schüler/innen spenden für Palliativstation
2.000 Euro Erlös aus dem Weihnachtsbasar 2015 haben Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums für die Palliativstation der UMG gespendet.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• Sonnenschutzmittel
• Elektrofahrräder

Neue Bücher für Verbraucher
• Der kleine Kinderarzt
• Wechseljahre – Den eigenen Weg finden
• Private Altersvorsorge

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de beanstandet die Verbraucherzentrale aktuell folgende Produkte wegen irreführender oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Werbung zu McCain 1-2-3 Frites
• Familie Wein Tannenhonig

• Fanta Exotischer Erdbeergeschmack
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen
Eine Reihe von Änderungen bei der Deklaration einer Vielzahl von Produkten hat die Verbraucherzentrale inzwischen erwirkt oder auch gerichtlich erzwungen. Entsprechende Informationen darüber finden Sie direkt unter
www.lebensmittelklarheit.de

Brexit
Die besten Tipps für Anleger
Für Geldanleger ist eine gute Mischung die beste Versicherung gegen plötzliche Turbulenzen an der Börse. Haben Anleger ihr Geld breit gestreut angelegt, müssen sie nach dem Brexit nicht handeln. Allerdings sollten sie mit weiteren Schwankungen an den weltweiten Kapitalmärkten rechnen. Auch ein Ende der Minizinsen ist nicht in Sicht. Die Zeitschrift Finanztest hat in ihrer aktuellen Ausgabe die Anlagemärkte nach dem britischen Referendum analysiert und zeigt in der August-Ausgabe, wie Geldanlagen den Crash überstanden haben und was die praktischen Folgen in Deutschland sind.
Über den Fortgang des Brexit informiert Finanztest auch laufend im Internet unter www.test.de/brexit.

Grüne Smoothies
Schönfärberei bei Trendgetränken
Grüne Smoothies mit Gemüse sind voll im Trend und gelten als gesund. Doch nur wenige Produkte halten, was sie versprechen, wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen in einem Marktcheck herausfand. Damit die Trendgetränke schön grün aussehen, wird mit färbenden Pflanzenextrakten oder grünen Flaschen ordentlich nachgeholfen. Viele grüne Smoothies enthalten zudem nur wenig Gemüse.Weitere Informationen

Tagesgeld
Dauerhaft gute Konten
Wer keine Lust hat, ständig die Bank zu wechseln, weil es für das Tagesgeld bei der Konkurrenz gerade einen höheren Zinssatz gibt, der wählt ein dauerhaft gutes Konto. Die Zeitschrift Finanztest hat für die August-Ausgabe Tagesgeldkonten ermittelt, die in den letzten 24 Monaten mindestens 22 Mal zu den 20 besten Angeboten ohne Befristung gehörten.Weitere Informationen

Care-Energy
Marktwächter Energie warnt vor Angebot
Der Stromanbieter Care-Energy hatte seine Belieferung in Teilen Deutschlands kürzlich eingestellt. Daraufhin fielen Tausende Kunden in Hamburg und Ostdeutschland in die so genannte Ersatzversorgung. Nun versucht das Unternehmen offenbar, die Belieferung über einen Umweg wieder aufzunehmen. Dazu sollen die betroffenen Kunden neue Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) unterschreiben oder sich auf einem Online-Portal registrieren. Der Marktwächter Energie warnt ausdrücklich davor, dieser Aufforderung nachzukommen: Mit der Einwilligung erteilen Kunden dem Unternehmen die Vollmacht, gleich mehrere Verträge in ihrem Namen abzuschließen.Weitere Informationen

Verbraucherzentrale warnt
Erpressungs-Virus sperrt Smartphones
„Warnung! Zugang von Ihrem Browser wurde aus den unten aufgelisteten Gründen gesperrt. […] Alle Ihre Dateien sind verschlüsselt.“ Diesen Sperrbildschirm fand eine Verbraucherin auf ihrem Smartphone vor. Ihr werden diverse Gesetzesbrüche vorgeworfen. Gegen Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 100 Euro per PaySafeCard werde ihr Browser wieder freigeschaltet.
Verbraucher sollten den geforderten Betrag nicht zahlen, rät die Verbraucherzentrale, denn das Smartphone wird dadurch nicht wieder funktionsfähig. Der Virus kann in vielen Fällen jedoch gelöscht und das Gerät wieder genutzt werden.Weitere Informationen

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Gesellschaft

„Weender Visite“
Neue Veranstaltungsreihe im EKW
Eine neue, kostenfreie Veranstaltungsreihe für Patienten und Interessierte wird ab August zunächst einmal monatlich im Evangelischen Krankenhauses Weende (EKW) angeboten. Die Vorträge sollen den Besuchern die Möglichkeit geben, mit Experten des Krankenhauses aus verschiedenen medizinischen Fachrichtungen ins Gespräch zu kommen. In den gut einstündigen Veranstaltungen werden aktuelle Themen der Medizin in verständlicher Weise vorgestellt und es wird über Neuerungen bei der Diagnose und Therapie unterschiedlicher Krankheitsbilder berichtet. Neben der Information gibt das Patientenforum auch Gelegenheit zur Diskussion mit den Referenten und zur Beantwortung persönlicher Fragen.
→ Veranstaltungen.

Wohnungsnot
Grenzen des Wachstums
Uni sucht händeringend Wohnraum
Immer mehr - immer größer - immer weiter. Die völlige Ausblendung von Nachhaltigkeitsaspekten in einer stur auf Wachstum programmierten kapitalistischen Gesellschaft führt inzwischen auf allen möglichen und auch unmöglichen gesellschaftlichen Gebieten zur Knappheit von Ressourcen – der man zumeist auf Kosten der Natur zu begegnen versucht in der Annahme, ausgerechnet deren Verknappung würde zum gewünschten Erfolg führen. Und so sägt man fleißig weiter an dem Ast, auf dem man gerade sitzt.
Jüngstes Opfer solcher Wachstumsideologie ist nicht nur der expandierende Uni-Betrieb, sondern in dessen Folge auch die Zunahme ausländischer Studierender, für welche die Alma Mater nun händeringend Wohnraum sucht – ein Spiel, das sich alljährlich wiederholt.Weitere Informationen

Zivilcouragepreis 2016
Der Präventionsrat für die Stadt Göttingen und die Bürgerstiftung Göttingen verleihen den Göttinger Zivilcouragepreis 2016 für Beispiele vorbildlichen Verhaltens in Verantwortung für Mitmenschen sowie demokratische Werte und Umgangsweisen. Wer Menschen in Gefahr hilft und gegen körperliche wie verbale Angriffe in Schutz nimmt, zeigt Zivilcourage. Couragiertes Handeln kann ebenso bedeuten, sich zunächst in Sicherheit zu bringen und Hilfe zu organisieren.
Vorschläge werden bis zum 10. Oktober entgegen genommen.Weitere Informationen

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Exhibitionist am Baggersee
jk — Ein ca. 18 bis 20 Jahre alter Mann mit dunklem Teint soll sich am Sonntagabend (24.07.) an den Oppermannschen Kiesteichen einer badenden Frau in schamverletzender Weise gezeigt haben. Die Göttingerin erstattete Anzeige bei der Polizei.

Zwei Gartenlauben in Brand
jk — Innerhalb von nur wenigen Stunden sind in einem Göttinger Kleingartenverein im Lütjen Feldsweg am Mittwochabend bzw. Donnerstagnacht (20./21.07.) zwei Gartenlauben in Brand geraten.

Pizzen-Transporter in Flammen
jk — Unter einem Treppenaufgang im Bereich des Iduna-Zentrums an der Weender Straße ist Donnerstagnacht (21.07.) gegen 1.35 Uhr ein Auslieferungsfahrzeug eines Pizza-Bringdienstes in Brand geraten.

Einbruch in Verwaltungsgebäude
jk — Bei einem Einbruch in ein Verwaltungsgebäude an der Grätzelstraße haben Unbekannte in der Nacht zu Dienstag (19.07.) nach derzeit vorliegenden Informationen Bargeld in noch unbekannter Höhe erbeutet.

Rentner vermisst
jk — Seit vergangenem Mittwoch (13.07.) wird der 76 Jahre alte Alfred Gotthardt aus einem Göttinger Pflegeheim an der Groner Landstraße vermisst. Die Polizei sucht mit einem Foto nach ihm.

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