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Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Göttinger Elch 2017
Preisträger ist Gerhard Glück
Der Satirepreis „Göttinger Elch“ geht 2017 an den Zeichner, Maler, Fotografen und Objektemacher Gerhard Glück. Die Auszeichnung wird jährlich für ein satirisches Lebenswerk vergeben und ist mit 3.333 Euro und einer silbernen Elchbrosche dotiert. Die feierliche Verleihung, an der auch frühere Preisträger/innen teilnehmen werden, findet am 15. Januar 2017 im Deutschen Theater statt. Die Laudatio hält der Schweizer Publizist und Verleger Peter Baumann. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler steuert ebenso wie der Elch-Preisträger von 2007, Ernst Kahl, ein Grußwort bei. Der Frankfurter Satiriker, Autor und Mitbegründer des Titanic-Magazins Pit Knorr gratuliert dem neuen „Elch“ mit einer „Hessischen Lesung“.Weitere Informationen

 
Wissenschaft

Artenvielfalt
Gleichförmigkeit
durch intensive Landwirtschaft

pug — Wo Menschen Grünlandflächen intensiv bewirtschaften, nimmt nicht nur die Artenvielfalt ab: Letztendlich bleiben überall die gleichen Arten übrig – die Landschaft wird eintöniger. Zu diesem Ergebnis kommt eine überregionale Studie von rund 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Beteiligung der Universität Göttingen. Die Forscher werteten unter der Leitung der Technischen Universität München mehr als 4.000 Arten aus und konnten so zum ersten Mal über verschiedene Regionen hinweg statistisch belegen, dass durch eine intensivere Landwirtschaft alle Wiesen gleichartig werden und nur noch Lebensraum für einige wenige Arten bieten.Weitere Informationen

Uni verstärkt Indien-Kontakte
pug — Die Universität Göttingen verstärkt ihre herausragenden Kontakte nach Indien: Gemeinsam mit dem Indian Institute of Science Education and Research (IISER-Pune) hat sie feierlich das „Göttingen Pune Outreach Center“ (GPOC) eröffnet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des gesamten Göttingen Campus, des Zusammenschlusses der Universität Göttingen mit acht außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen in Göttingen, haben dort künftig die Möglichkeit, das GPOC für akademische Veranstaltungen und Aktivitäten mit Bezug zu Bildung und Forschung zu nutzen. Studierenden wird dort zukünftig ein Ort für wissenschaftliche Begegnungen und gezielte Ausbildung in deutsch-indischer Kooperation geboten.
Kontakt: hiltraud.casper-hehne@zvw.uni-goettingen.de

Publikationsfreudige
Wissenschaft

Göttinger mit am häufigsten zitiert
pug — Drei Forscher der Universität Göttingen gehören zu den am häufigsten zitierten Wissenschaftlern: der Chemiker Prof. Dr. Lutz Ackermann, der Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharntke und der Bodenkundler Prof. Dr. Yakov Kuzyakov sind in der diesjährigen Liste der „Highly Cited Researchers“ vertreten. Besonders häufig von Kollegen in deren Publikationen zitiert wurden. Dies ist ein wichtiges Anzeichen für den wissenschaftlichen Einfluss einer Veröffentlichung.

Lymphdrüsenkrebs
Neuer Ansatzpunkt
für Behandlung

umg — Ein interdisziplinäres Forscherteam der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) unter Leitung der Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie hat in Kooperation mit Kollegen aus Brno (Tschechische Republik) jetzt einen molekularen Faktor gefunden, der das gerichtete Wanderungsverhalten von Hodgkin Lymphomzellen reguliert und somit für die Ausbreitung der Tumorzellen von großer Bedeutung zu sein scheint. Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass das Molekül WNT5A ein Netzwerk von Faktoren reguliert, die die zielgerichtete Wanderung der Lymphomzellen in Richtung auf das Gefäßsystem koordinieren. Diese neuen Erkenntnisse können dazu beitragen, Behandlungskonzepte zu entwickeln, welche die Ausbreitung des Lymphoms behindern und zudem die Nebenwirkungen von aktuellen Therapien bei Lymphdrüsenkrebs verringern.Weitere Informationen

Sonderforschungsbereich 803
Förderung erneut verlängert
pug — Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung für den Sonderforschungsbereich 803 „Funktionalität kontrolliert durch Organisation in und zwischen Membranen“ an der Universität Göttingen erneut um vier Jahre verlängert. Damit erreicht der Sonderforschungsbereich (SFB) die maximale Förderdauer von insgesamt zwölf Jahren.Weitere Informationen

Heinrich Detering
erhält Mainzer Musikdozentur

pug — Prof. Dr. Heinrich Detering ist der diesjährige Inhaber der Mainzer Musikdozentur. Mit der Musikdozentur laden die Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie die Universität Mainz seit 2012 Musiker und Musikwissenschaftler zu öffentlichen Vorträgen und Diskussionen ein, die über akademische Perspektiven hinausführen sollen. Mit Prof. Detering ist zum ersten Mal ein Literaturwissenschaftler und Schriftsteller dabei. Sein Thema ist das Werk Bob Dylans, das in exemplarischer Weise die schöpferischen Beziehungen von Musik und Poesie erkundet. Unter den bisherigen Musikdozent/innen waren unter anderem der Komponist und Pianist Moritz Eggert, der niederländische Organist und Dirigent Ton Koopman und die Opernsängerin Anja Silja.

Wissenschaftspreis
Physikstudenten ausgezeichnet
pug — In der Kategorie „Studierende“ zeichnete die Jury des Wissenschaftspreises Niedersachsen 2016 drei Göttinger Physikstudenten als Team aus. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, überreichte die Preise am 17. November im Landesmuseum Hannover. Die Auszeichnung ist mit jeweils 2.500 Euro dotiert. Geehrt wurden die Göttinger Physikstudenten vor allem für ihr Engagement im Projekt „Physik für Flüchtlinge“ der DPG, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.Weitere Informationen

Integrationspreis 2016
ConquerBabel ausgezeichnet
pug — Der Verein ConquerBabel hat den Integrationspreis 2016 des Landes Niedersachsen erhalten. ConquerBabel ist eine Initiative von Studierenden der Universität Göttingen, die seit dem Sommer 2015 geflüchtete Menschen unterstützen. Die Gruppe organisiert Deutschkurse und bietet Übersetzungshilfe für Begleitung bei Ämtergängen oder Arztbesuchen sowie viele andere Integrationsangebote an. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung wurde am 16. November in Hannover verliehen.Weitere Informationen

Artenvielfalt
Indonesien: Selbst Kleinbauern
setzen nun auf Monokulturen

Verdrängung von Regenwald
pug — Indonesische Kleinbauern setzen bei der Bewirtschaftung ihres Landes zunehmend auf Monokulturen von Ölpalme und Kautschuk und tragen damit zur Verdrängung von Regenwald und artenreichen Agroforstsystemen bei. Das haben Wissenschaftler/innen des Sonderforschungsbereichs EFForTS an der Universität Göttingen gezeigt. Der Einsatz von Monokulturen ist auf kurze Sicht sehr profitabel und zieht Migranten aus anderen Regionen des Landes an. Aus ökologischer Sicht ist die Zunahme jedoch problematisch.Weitere Informationen

Kardiologie
Erstmals molekularer Blick
in atriale Herzmuskelzellen

umg — UMG-Herzforschern gelingt erstmals ein detaillierter molekularer Blick in atriale Herzmuskelzellen: Neuartige Signalprozesse und auch Krankheitsursachen z.B. von Herzrhythmusstörungen können so grundlegend erklärt werden.Weitere Informationen

Schädlingsbekämpfung
Biologisch nicht
immer erfolgreich

pug — Göttinger Agrarökologen haben zusammen mit einem internationalen Expertenteam die Situation identifiziert, wann und warum naturnahe Lebensräume nicht zur biologischen Schädlingsbekämpfung beitragen. Naturnahe Lebensräume spielen in Agrarlandschaften eine große Rolle für die Artenvielfalt und die Aufrechterhaltung wichtiger Ökosystemfunktionen, wie zum Beispiel der biologischen Schädlingsbekämpfung, dem Bodenschutz, der Nährstoffbindung und der Bestäubung. Im Gegensatz zu Ökologen teilen Landwirte diese Wertschätzung naturnaher Lebensräume aber oft nicht.Weitere Informationen

Kooperation
Deutsch-Kolumbianisches
Friedensinstitut

pug — Die Universität Göttingen beteiligt sich am Aufbau des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (DKFI) in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert ab Herbst 2016 den Aufbau zehn Jahre lang mit Mitteln des Auswärtigen Amtes von bis zu 400.000 Euro pro Jahr. Die Leitung des Projekts liegt bei der Universität Gießen, daran beteiligt sind auch die Freie Universität Berlin und die Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung. Partner in Kolumbien ist die „Allianz der Universitäten für den Frieden“ mit Sitz an der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá. Darüber hinaus sollen weitere Hochschulen in Regionen, die von bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen sind, eingebunden werden. Da der Friedensprozess in Kolumbien die Forschungsagenda des Landes auf Jahre hin prägen wird, soll die Fülle der Kooperationen zwischen deutschen und kolumbianischen Hochschulen durch das DKFI verdichtet und besonders im Bereich von themenspezifischen Master- und Promotionsstudiengängen vertieft werden. Die offizielle Eröffnung des DKFI ist voraussichtlich im Mai 2017 geplant.

Zellbiochemie
Neues zur Energiegewinnung
umg — Neue Erkenntnisse Göttinger Grundlagenforscher um Prof. Dr. Peter Rehling, Direktor des Instituts für Zellbiochemie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), klären bisher unbekannte Details zum Zusammenbau der Zell-Proteine zu der zentralen Atmungskette. Sie könnten helfen, Defekte oder Störungen im Maschinenpark der Energiekraftwerke der Zelle besser zu erkennen oder vielleicht sogar zu reparieren.Weitere Informationen

DLR
Buckelwal Vorbild für Windräder
Forscher gewinnt Innovationspreis
Windräder können nach dem Vorbild von Buckelwalen effizienter und leiser werden: die Idee eines Göttinger DLR-Forschers ist jetzt vom niedersächsischen Umweltministerium preisgekrönt worden. Dr. Holger Mai erhielt den vom Ministerium gestifteten Sonderpreis Umwelt im Rahmen des Innovationspreises des Landkreises Göttingen.Weitere Informationen

Skorpionsfliegen
20 neue Arten entdeckt
Große Artenvielfalt in Süd-China
Die Göttinger Gastwissenschaftlerin Meng Wang zwanzig bisher unbekannte Arten von Skorpionsfliegen aus Süd-China entdeckt. Die chinesische Zoologin von der Northwest University in Yangling forscht zurzeit in der Abteilung Morphologie und Systematik der Tiere im Zoologischen Institut der Universität Göttingen. Hier untersuchte sie zwei Jahre lang die Insekten aus der Gattung Neopanorpa, der südostasiatischen Skorpionsfliege.Weitere Informationen

Ethnologie
Privater Glaube und Einfluss auf die Öffentlichkeit
pug — Der Ethnologe Prof. Dr. Roman Loimeier von der Universität Göttingen hat einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC) eingeworben. Das Projekt unter der Leitung von Prof. Loimeier mit dem Titel „Private Pieties: New Forms of Religiosity in Muslim Societies“ wird seit Oktober 2016 fünf Jahre lang mit insgesamt rund 2,5 Millionen Euro gefördert.Weitere Informationen

Uni / K+S
Zusammenarbeit fortgesetzt
pug — Die Universität Göttingen und die K+S KALI GmbH werden ihre Zusammenarbeit im Rahmen des gemeinsamen Forschungsinstituts IAPN fortsetzen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde nun unterzeichnet und läuft bis zum 1. Oktober 2022, mit Verlängerungsoption.Weitere Informationen

Universitätsmedizin
Biobank eröffnet
umg — Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat ihre neu eingerichtete Zentrale Serviceeinrichtung UMG Biobank eröffnet. Sie ist niedersachsenweit die zweite zentra-le Kliniksbiobank. Die UMG Biobank bewahrt Biomaterialien nach höchsten Qualitätsstandards unter Berücksichtigung ethischer und rechtlicher Richtlinien zentral für die Forschung auf.Weitere Informationen

Biologie
Geruchs- und Geschmackssinn
bei Käfern

Käfer nutzen Antennen und Mundwerkzeuge, um sowohl Geruch als auch Geschmack wahrzunehmen. Das haben Biologinnen und Biologen aus Marburg und Göttingen herausgefunden, indem sie Kopf- und Gehirnstrukturen von Käfern präzise beschrieben und die Aktivität der Gene nachwiesen, die Riechen und Schmecken ermöglichen.Weitere Informationen

Waldökologie
Diversität in Wäldern
Schlüsselfaktor für Produktivität

pug — Erstmals haben Wissenschaftler die Baumartenvielfalt und ihren Einfluss auf die Produktivität von Wäldern weltweit untersucht. Das internationale Forscherteam unter Beteiligung der Universität Göttingen hat dafür mehr als 770.000 Probeflächen aus 44 Ländern ausgewertet. Die Autoren schlussfolgern, dass ein Artenrückgang zu massiven Einschnitten bei der Produktivität der Wälder führt. Umgekehrt bieten sich durch die Anreicherung von Arten in Monokulturen Möglichkeiten, Holzzuwächse zu steigern, um den weltweit zunehmenden Bedarf zu decken.Weitere Informationen

Biologie
Menschen vs. Wildtiere
Neues Forschungsprojekt
pug — Weltweit dienen Schutzgebiete der Erhaltung der Artenvielfalt und ursprünglicher Landschaftsprozesse. Allerdings entstehen in diesen Gebieten auch direkte Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren, weil Raubtiere Nutzvieh und sogar Menschen töten und Huftiere Felder zerstören. Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes soll an der Abteilung Naturschutzbiologie der Universität Göttingen die Effektivität von unterschiedlichen Maßnahmen zur Abmilderung solcher Konflikte bewertet werden. Die DFG fördert das Projekt „Promoting co-existence between local people, carnivores and biodiversity conservation by conflict and poaching mitigation” ab 1. Januar 2017 drei Jahre lang mit insgesamt rund 350.000 Euro.Weitere Informationen

Bioklimatologie
CO2-Austausch
von Landökosystemen

pug — Der Bioklimatologe Prof. Dr. Alexander Knohl von der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Universität Göttingen erhält Forschungsgelder vom Europäischen Forschungsrat (ERC). Er unterstützt damit die Forschung des Projekta „Oxygen flux measurements as a new tracer for the carbon and nitrogen cycles in terrestrial ecosystems“ (OXYFLUX) fünf Jahre lang mit insgesamt rund zwei Millionen Euro. Mit ihm soll eine neue Methode entwickelt werden, um den CO2-Austausch von Landökosystemen zu quantifizieren.Weitere Informationen

Astronomie
Magnetische Zyklen
auch auf anderen Sonnen

pug — Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat zum ersten Mal auf einem anderen Stern als der Sonne einen magnetischen Zyklus beobachtet, der dem der Sonne ähnelt. Das Magnetfeld der Sonne ist unter anderem für Sonnenflecken, Strahlungsausbrüche und den Sonnenwind verantwortlich. Die Beobachtungen könnten dazu beitragen, das Weltraumwetter und die Auswirkungen der Sonnenaktivität auf die Erde besser zu verstehen und vorauszusagen.Weitere Informationen

Neurobiologie
Gedächtnisschwund
Einhalt geboten

Gedächtnisdefizite im Alter können einer deutsch-österreichischen Studie zufolge unter Umständen durch die Einnahme des Polyamin-Moleküls Spermidin gemindert oder behoben werden. Diese natürliche Substanz könne bewirken, dass Synapsen im Gehirn ihre Fähigkeit auch im Alter beibehielten, Nervenzellen zu verbinden, fanden Wissenschaftler/innen der Georg-August-Universität und der Karl-Franzens-Universität Graz durch Untersuchungen an der Fruchtfliege Drosopila melanogaster heraus.Weitere Informationen

Nanophysik
Einfluss von Defekten auf
Nanostruktureigenschaften

pug/eb — Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat den Einfluss atomarer Kristallbaufehler auf die mechanischen Eigenschaften so genannter piezoelektrischen Materialien erforscht. Bestimmte Kristalle sind nützlich für die Energieerzeugung und zahlreiche Alltagsanwendungen. Deshalb ist es wichtig, die mechanischen Eigenschaften solcher Nanostrukturen zu erfassen. Sind die Atome der Kristalle speziell angeordnet, ermöglichen sie die Umwandlung von mechanischer Energie in elektrische. Kristalle kommen in der Natur niemals vollständig rein vor und weisen Kristalldefekte auf.
Forschungsstrategie „Nanotechnologie –
Gesundheits- und Umweltrisiken von
Nanomaterialien“ wird fortgeschrieben

Mit einer langfristigen Forschungsstrategie begleiten die für die Sicherheit von Mensch und Umwelt zuständigen Bundesbehörden – dies sind die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und das Umweltbundesamt (UBA) – seit 2008 die rasch voranschreitende Entwicklung neuer Materialien. Im Blickpunkt stehen Fragen des Arbeits-, Verbraucher- und Umweltschutzes, die jetzt über die Nanomaterialien hinaus auf andere Werkstoffinnovationen ausgeweitet werden. Ziel ist eine für Anwender und Umwelt sichere und verträgliche Nutzung neuartiger Werkstoffe über den gesamten Lebenszyklus, von der Materialentwicklung über Produktion, Verarbeitung und Nutzung bis zum Recycling oder zur Entsorgung.Weitere Informationen

Wer hätte das gedacht:
Fernbusreisen beliebt

pug — Seit der 2013 erfolgten Liberalisierung des Fernbusverkehrs in Deutschland hat die Branche einen Boom erlebt. Als Folge dessen wurde die Fernbushaltestelle in Göttingen im Herbst 2015 vom früheren Standort vor dem Zoologischen Institut zum Zentralen Omnibusbahnhof verlegt und baulich aufgewertet. Dies war der Anlass dafür, dass Studierende vom Geographischen Institut der Universität Göttingen im Rahmen einer praxisorientierten Lehrveranstaltung fast 350 Fahrgäste befragt haben. Demnach ist Göttingen in kurzer Zeit ein wichtiger Fernbushaltepunkt geworden, der besonders bei Studierenden beliebt ist. Hauptargument für die Fernbusnutzung ist der günstige Preis. Bemängelt wurden in Göttingen insbesondere eine fehlende Überdachung sowie mangelnde Informationsmöglichkeiten, weil elektronische Anzeigetafeln fehlen.

Bio-Genetik
Meiose: Heftpflaster
für DNA-Schäden?

pug — Die Meiose ist ein Mechanismus der Zellteilung, bei dem genetische Rekombination stattfindet und die Zahl der Chromosomen halbiert wird. In zwei Teilungsschritten entstehen vier genetisch verschiedene Zellkerne. Der Vorgang ist eines der grundlegendsten Merkmale der sexuellen Fortpflanzung und läuft bei allen Lebewesen mit Zellkern ähnlich ab. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und der University of Kurdistan in Sanandaj, Iran, haben nun untersucht, welche Schritte der Meiose bei asexueller Fortpflanzung verändert oder übersprungen werden. Ihre Ergebnisse stützen die These, dass es sich bei der Meiose ursprünglich um einen Prozess handelte, der der Reparatur von DNA-Schäden diente.Weitere Informationen

Prostatakrebs
Neuer Behandlungsansatz
umg — Ein Karzinom der Prostata ist in Deutschland die häufigste Krebs-Neuerkrankung bei Männern. Trotz aller Fortschritte bei seiner Behandlung suchen Ärzte und Forscher weiterhin nach noch besseren Behandlungsmöglichkeiten. Einen möglichen neuen Ansatzpunkt hat eine Gruppe von Forschern aus Deutsch-land und Dänemark entdeckt.Weitere Informationen

Scholars at Risk Network
Deutsche Sektion gegründet
Unterstützung für gefährdete Forscher
20 Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben am 20. September in Bonn die deutsche Sektion des Scholars at Risk Network (SAR) gegründet, um sich über Fragen des Schutzes von gefährdeten Wissneschaftlern in Krisenregionen auszutauschen und auf Eingriffe in die Wissenschaftsfreiheit aufmerksam zu machen. Die deutsche Sektion ist Teil des internationalen Scholars at Risk Network, in dem Bildungseinrichtungen weltweit zusammenarbeiten. Die Alexander von Humboldt-Stiftung übernimmt bis März 2019 das Sekretariat der deutschen Sektion.Weitere Informationen

Tierquälerei
Ferkelkastration
nicht alternativlos

pug — Die Nutztierhaltung in Deutschland steht vor einer ihrer größten Herausforderungen: Ab 2019 ist die betäubungslose Kastration von Ferkeln aus Tierschutzgründen gesetzlich verboten. Wissenschaftler/innen der Universitäten Göttingen und Bonn haben nun in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft untersucht, inwiefern die Mast von Jungebern eine ernstzunehmende Alternative sein könnte.Weitere Informationen

Seychellen
Bio-Studierende
untersuchen Korallenriffe

Sterbehilfe durch Fernflüge
pug — Seit einigen Jahren untersuchen Biologiestudierende der Universität Göttingen die Korallenriffe der Seychellen im Indischen Ozean. Anfang dieses Jahres haben sie eine schwere Korallenbleiche registriert. Als Ursache vermuten sie eine Wassererwärmung, die mehrere Wochen anhielt und auf Dauer zum Tod der Korallen führen kann. In den kommenden zwei Wochen fahren zehn Göttinger Studierende unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Willmann von der Abteilung Morphologie und Systematik der Tiere auf die Seychellen, um zu klären, ob die Korallen diese dramatische Entwicklung überlebt haben. Dass insbesondere auch umweltschädliche Fernflüge um die halbe Welt – mal aus Forschungs-, zumeist aus Urlaubsinteresse – das Korallensterben kräftig befördern, scheint ihnen vernachlässigenswert. Unterstützt wird die Exkursion vom Göttinger Universitätsbund.Weitere Informationen

Parkinson
Neue Ansätze für die Therapie
umg — Hefezellen könnten helfen, Neues über komplexe menschliche Krankheiten zu lernen. Göttinger Grundlagenforscher nutzten Hefezellen als Referenzzellen für das Studium zellulärer Mechanismen bei Morbus Parkinson – und haben neue Erkenntnisse über krankmachende Prozesse gewonnen.Weitere Informationen

Auszeichnung für
Göttinger Agrarökonomie

pug — Im aktuellen Ökonomenranking der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sind drei Agrarökonomen der Universität Göttingen vertreten. Als einzige auf Agrarthemen spezialisierte Forscher werden die Göttinger Wissenschaftler Prof. Dr. Achim Spiller und Prof. Dr. Matin Qaim aufgeführt, ebenso wie der Präsident der Braunschweiger Thünen-Instituts, Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, der einen Lehrauftrag an der Göttinger Fakultät für Agrarwissenschaften innehat. „Die Göttinger Agrarökonomie beweist damit einmal mehr ihre Spitzenposition in Deutschland“, so die Dekanin der Fakultät für Agrarwissenschaften, Prof. Dr. Elke Pawelzik.

Kindliche Entwicklung
Einfluss von Eltern-Bildung
pug — Frühere wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass der Bildungsstand von Müttern ein wichtiger Faktor in der frühkindlichen Entwicklung ist. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat nun herausgefunden, dass die Bildung der Väter eine ähnlich große Relevanz für den Kampf gegen Unterernährung bei Kindern haben könnte. Die Wissenschaftler werteten 180 repräsentative Haushaltsumfragen in 62 Entwicklungs- und Schwellenländern aus den vergangenen 25 Jahren aus und untersuchten den Zusammenhang zwischen frühkindlicher Unterernährung und Elternbildung.Weitere Informationen

 

Kreistag
Grüne wollen Schwedhelm rausschmeißen
Kreistagsmitglied sieht wichtige ökologische Themen verwässert

Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen will sein Noch-Mitglied Hans-Georg Schwedhelm loswerden – zu Recht. Schwedhelm kam mithilfe von etwa 6000 Listenstimmen in den Kreistag, hat nun aber eine neue Heimat bei der Splittergruppierung von Linken, Piraten und Die Partei gesucht und gefunden. Der bei Duderstadt sesshafte Kommunalpolitiker war auch dort längere Zeit bei den Grünen aktiv sowie in einigen anderen Organisationen, etwa bei der dortigen Geschichtswerkstatt.

Hans-Georg SchwedhelmEs gibt einige wenige auch politisch tätige Aktionisten, die, zumeist bei den kleineren Gruppierungen, immer mal wieder in allen möglichen Zusammenhängen in Parteien und anderen Organisationen auftauchen, sich dort bereitwillig zur Wahl stellen und oft auch, mitunter mangels Alternativen, dann auch gewählt werden und ebenso schnell wieder verschwinden – Schwedhelm gehört mit Einschränkungen ebenfalls dazu. Nach seinem Seitenwechsel wurde er zunächst vom Grünen-Kreisvorstand aufgefordert, sein Kreistagsmandat niederzulegen; auf die ihm gesetzte Frist hat er gar nicht erst reagiert. Nun soll das Landesschiedsgericht entscheiden, bei dem der Kreisvorstand seien Parteiausschluss beantragt hat.

„Schwedhelms Mitarbeit in einer mit den Grünen im Kreistag konkurrierenden politischen Gruppe ist unvereinbar mit dem Verbleib in der Partei“, kommentiert leicht nachvollziehbar die Sprecherin des Kreisvorstandes, Marie Kollenrott, den Schritt des Abtrünnigen und verweist auf die Listenstimmen, durch die Schwedhelm in den Kreistag kam. Er stand auf Platz 1 in der Oststadt, kam aber eben nicht durch persönliche Stimmen in den Kreistag. Seine Stimmen kommen nach dem Übertritt nun der Gruppe von Linken, Piraten und Die Partei zugute. Kollenrott: „Das kann man als Wählertäuschung bezeichnen.“ Zudem habe Schwedhelms Verhalten erhebliche negative Konsequenzen für die politische Arbeit der Grünen im Kreistag, nicht zuletzt durch den Verlust von Sitzen in Ausschüssen und Gremien. „Wir fordern daher Hans-Georg Schwedhelm ein weiteres Mal dazu auf, sein Mandat im Kreistag zurückzugeben.“

Parteiübertritte sind für Schwedhelm (Abb.: B90/Grüne) nichts Neues. Bereits mit der Jahrtausendwende wendete auch er sich: seinerzeit wechselte er von der Duderstädter Rats-SPD hin zur Grünen-Fraktion. Damals wie heute macht er dafür geltend, dass für ihn wichtige ökologische Themen nicht oder nicht mehr vom eigenen politischen Lager aufgegriffen würden, sodass er quasi zu einem Wechsel dorthin gezwungen sei, wo solche Themen auf größere Resonanz stießen. In der Tat kann man nicht verleugnen, dass manches umweltrelevante Problem auf Göttinger Ebene jedenfalls pointierter von den bundesweit eigentlich bereits totgesagten Piraten aufgegriffen wurde als vom Grünen-Establishment. Die beschlossene Zusammenarbeit zwischen Grünen und SPD auf Kreisebene, so argumentiert Schwedhelm sinngemäß, würde wesentliche ökologische Anliegen nun weiter verwässern.

Bei allem Frust über den „Verrat am Wähler“ ist das zumindest eine nachdenkenswerte Kritik.

 

Mobilität
Fahrgastverband sieht ECO-Bus-Forschungsprojekt skeptisch
Ungünstiges Verhältnis zwischen Aufwand und eventuellem Nutzen

Rufbus
Alternative im ländlichen Raum? Rufbus.Montage: vs

Der Fahrgastverband Pro Bahn warnt davor, große Summen öffentlicher Mittel in ein naturwissenschaftliches Forschungsprojekt des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation Göttingen zu stecken, dessen Nutzen für die Fahrgäste „völlig unsicher“ ist. Der Regionalvorsitzende Michael Reinboth wies darauf hin, dass die Organisatoren des Projektes vom Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) und dem Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) fast eine Million Euro erwarten, um für einen begrenzten Zeitraum gerade mal zehn VW-Kleinbusse durch die Gegend fahren zu lassen.

Dabei stört sich der Fahrgastverband nicht nur an dem ungünstigen Verhältnis zwischen Aufwand und eventuellem Nutzen, sondern auch an der schwachen konzeptionellen Vorarbeit. „Es gibt landes-, bundes- und europaweit zahlreiche Studien zur Verbesserung öffentlicher Verkehrsmittel durch bedarfsgerechte Rufbussysteme, da füllt ein ECO-Bus keine Lücke“, erklärte Reinboth. Pro Bahn spricht sich durchaus für flexible Bediensysteme im ÖPNV aus - nur gebe es diese schon in Hülle und Fülle. Die müssten auf die Anwendbarkeit in unserer Region überprüft werden. Beim ECO-Bus bestehe die Gefahr, dass bestehende Linien nicht mehr ausreichend finanzierbar sind und ausgedünnt oder gar eingestellt werden müssten. Zudem sei der Umstand, dass die Diskussion seit Monaten hinter verschlossenen Türen laufe, einem solchen Projekt, das schließlich Fahrgäste gewinnen müsse, nicht dienlich.

Als ärgerlich bewertet Pro Bahn den Zeitpunkt abschließender Entscheidungen über die Projektfinanzierung bei den Landkreisen Göttingen und Northeim sowie beim ZVSN kurz vor dem Jahresende. Reinboth: „Die Gremien der Landkreise und des ZVSN sind noch gar nicht vollständig konstituiert. Eine sachgerechte Diskussion wird somit verhindert.“ Falsch sei der Zeitpunkt auch insofern, als Anfang Januar 2017 der neue ZVSN-Geschäftsführer seine Tätigkeit in Göttingen aufnimmt. Reinboth: „Das Geld haben andere dann schon ausgegeben, ohne dass der neue Fachmann daran noch etwas ändern könnte.“

 

Abfallvermeidung
Müllberge reduzieren – Ressourcen schützen
Weitere Schritte müssen folgen. Beispiel: Coffee-to-go

eb/bd — Im Zuge schwindender Ressourcen und gleichzeitig immer weiter wachsendem Hunger nach Rohstoffen stellt sich unweigerlicher die Frage, wie das Aufkommen von Müll möglichst gering gehalten werden kann. Vom 19. bis zum 27. November wurde diesem Thema mit der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“ besondere Aufmerksamkeit zuteil. Auch in Göttingen haben Teile des Einzelhandels durch sanftem Druck inzwischen erste Schritte unternommen und viele Einkaufstüten aus Kunststoff aus ihrem Sortiment verbannt. Doch das reicht nicht – es kann nur ein erster Schritt sein.

Freiburg Cup
 
Narrenhäs der „Friburger Glunki mit Freiburg Cup“Montage: Latschari/vs

In Deutschland werden Tag für Tag über 320.000 Kaffee-Pappbecher aus Automaten gezogen oder über die Verkaufstheken gereicht, ausgetrunken und weggeworfen – nachhaltig ist das nicht. Dass es auch anders geht, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Freiburg: Ihren Coffee-to-go können sich Kunden in den „Freiburg Cup“, einem wiederverwendbaren Mehrwegbecher im Gewand der Freiburger Skyline, füllen lassen und somit effektiv zur Müllvermeidung beitragen. An der Aktion von Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg und der Stadtverwaltung beteiligen sich derzeit 16 Cafés und Bäckereien in der Innenstadt, der Becher wandert nach dem Morgenkaffee zurück ins Geschäft und der Kunde erhält 1 Euro Pfand zurück.

Freiburg hat dem Pappbecher damit freilich nicht alleine den Kampf angesagt, unter anderem in Tübingen und der Berliner S-Bahn gibt es ähnliche Aktionen. Auch in Niedersachsen tut sich in Sachen Pfand-Pappbecher etwas. Derzeit prüft das Umweltministerium verschiedene Möglichkeiten, um die hohe Zahl von Einweggetränkebehältern zu reduzieren.

Unsere Gesellschaft wird heutzutage auch gerne als Wegwerfgesellschaft bezeichnet – Qualität verliert immer mehr an Bedeutung, Quantität wird immer wichtiger. Konsum wird schnelllebiger und produziert jede Menge Müll, der eigentlich vermieden werden könnte, dabei kann jeder mithelfen, die Müllproduktion zu verringern. „Mehrweg-Coffee-to-go-Becher als ein Anfang sind ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Marlin Seeger, FÖJlerin bei der Göttinger Kreisgruppe des BUND. In Göttingen gebe es bereits erste positive Beispiele. „Beim nächsten Coffee-to-go also einfach mal nachfragen oder gleich einen eigenen Becher mitbringen!“
Mehr Informationen erhalten Sie hier:Weitere Informationen

 

Gebühren
Donnerwetter: CDU-Fraktion will langfristig kostenlose Kita-Plätze
CDU gegen Kita-Gebührenerhöhung

Die im Rahmen des Entschuldungshilfe-Programms des Landes Niedersachsen seinerzeit beschlossene regelmäßige jährliche Anhebung der Kita-Gebühren ist inzwischen der CDU-Fraktion ein Dorn im Auge. Sie hat sich deshalb im Jugendhilfeausschuss dagegen gewandt. Begründung: Gerade junge doppelverdienende Familien würden mit gar nicht mal so hohen Einkommen schnell in die höchste der sechs Beitragsstufen rutschen.

Kita
Foto: vs

Das klingt sehr bürgerfreundlich, verkennt aber, dass die Kosten der Betreiber teilweise in noch viel höherem Maße steigen als die Beiträge und keineswegs allein von den Eltern getragen werden. Wenn die Christdemokraten nun insbesondere Doppelverdiener entlasten wollen, müssen sie Andere dafür zur Kasse bitten – und das können ganz gewiss nicht Geringverdiener sein. Insofern ist es konsequent, scheinbar kostenlose Kita-Plätze zu verlangen, deren Kosten dann allerdings von „der Allgemeinheit“ übernommen werden müssen. Damit nähert sich die Göttinger CDU sozialpolitischen Forderungen an, wie sie vielfach auch von eher linker Seite immer wieder erhoben werden.

In der konstituierenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 17. November hatten deshalb die CDU-Ratsneulinge Dominic Steneberg und Mareike Mecke weiteren Beratungsbedarf in ihrer Fraktion angemeldet. Die Erhöhung käme mit der rot-grünen Mehrheit sowieso, erklärte daraufhin sinngemäß Dr. Klaus-Peter Hermann (SPD) freien Kita-Trägern, die jetzt schon neue Verträge mit Eltern für das nächste Jahr abschließen wollen. Die endgültige Entscheidung soll nun im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss am 12. Dezember, am 15. Dezember nochmals im Jugendhilfeausschuss und dann abschließend am Tag darauf in der Ratssitzung getroffen werden.

„Auch der sicher steinige Weg zu unserem Ziel ,kostenfreie Kita-Plätze‘ fängt mit einem ersten Schritt an und deshalb wollen wir mit der Nichterhöhung der Gebühren für das nächste Jahr ein erstes Zeichen setzen“, erklärte Dominic Steneberg (CDU). Das erklärte mittelfristige Ziel der CDU-Ratsfraktion sei, alle Eltern von den Kosten der Kinderbetreuung in Göttingen zu befreien. Bereits jetzt sind aufgrund der schlechten sozialen/ finanziellen Lage über vierzig Prozent der Eltern von allen Zahlungen befreit.

 

Innenstadtnutzung
SPD: Wildwuchs bei Vergnügungsstätten eindämmen

Einer nahezu unregulierten Zunahme von Vergnügungsstätten will die SPD-Ratsfraktion in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft, allgemeine Verwaltungsangelegenheiten und Feuerwehr entgegenwirken. Mit einem entsprechenden Antrag will sie der „massiven Ausbreitung“ von Spielhallen begegnen.

 
Kann süchtig machen: SpielhalleFoto: unbek. CC BY-SA 2.5

Die Verwaltung soll mit einem solchen Antrag beauftragt werden eine Vergnügungsstättensatzung zu erarbeiten, die „den Begriff der Vergnügungsstätte definiert, Grenzen ihrer räumlichen Ansiedlung bestimmt sowie die Ansiedlung von Wettbüros in schützenswerten Stadträumen ausschließt“. „Wir möchten endlich ein Mittel an die Hand bekommen, um den Wildwuchs bei den Spielstätten einzudämmen“, erklärt Sylvia Binkenstein dazu, baupolitische Sprecherin der SPD. „Eine Regelung halten wir für notwendig, diese soll künftig dafür sorgen, dass keine weiteren Spielhallenkomplexe entstehen, es sind schon jetzt zu viele“, ergänzt die finanzpolitische Sprecherin Helmi Behbehani.

Folgen des schnellen Wachstums dieses Wirtschaftszweiges sind etwa die wachsende Zahl der Spielsüchtigen. In diesem Zusammenhang müsse man vor allem den Jugendschutz in den Vordergrund stellen, um junge Menschen vor dem Abgleiten in die Abhängigkeit zu bewahren. „Wir stellen uns vor, dass die Regulierung des gewerblichen Spielrechts basierend auf dem Genehmigungsverfahren und dem Baurecht gestaltet werden kann“, so Binkenstein. In der Niedersächsischen Bauordnung wie auch in bundes- und landesbaurechtlichen Vorschriften sei der Begriff der Vergnügungsstätte jedoch nicht definiert. „Es finden sich immer wieder Festsetzungen in Bebauungsplänen, nach denen Vergnügungsstätten in bestimmten Bereichen nicht erlaubt sind“, heißt es in den Antrag. So seien derartige Beschränkungen im Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan „Zwischen Markt und Prinzenstraße“ enthalten. „In diesem Bereich könnte man sich zum Beispiel eine Ansiedlung einer Discothek vorstellen. Da diese Nutzung aber unter den Begriff der Vergnügungsstätte fällt, wäre sie nicht zulässig.“ Um klar zu regeln, wo und welche Art von Vergnügungsstätten in der Stadt erlaubt sein sollen, müsse der Rat die hier beantragte Satzung beschließen.

In Göttingen entstehen zudem zusehends auch mehr Wettbüros, beklagt die SPD weiter – ein Resultat der nun möglichen Konzessionierung privater Wettanbieter. „Studien belegen, dass sich das Image der Stadtteile, in denen sich Wettbüros ansiedeln, zum Negativen verändert“, meinen die beiden Frauen. Um eine negative Veränderung der Innenstadt zu verhindern, sei der Einsatz einer solchen Satzung das richtige Mittel.

 

Lebensqualität
Göttingen unterzeichnet „Charta der Vielfalt“
Urkundenübergabe am 24. November

pdg — Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hat für die Stadt Göttingen die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Ziele der Initiative sind Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb der eigenen Organisation, die Wertschätzung der darin liegenden Potenziale, die Einführung und Förderung eines sogenannten Diversity Managements und der regelmäßige Austausch von besonders guten Beispielen u.a. mit Unternehmen, Politik und Wissenschaft.

Geschäftsführung und Teil des Vereinsvorstands: A. Gräfin von Hardenberg, G. Sendowski, A. Özoğuz, A. Grohnert (v.l.n.r.)Foto: Verein

Die offizielle Urkunde zum Engagement der Stadt wird Köhler im Rahmen des nächsten Forums Göttinger Unternehmen am Donnerstag, 24. November, im Alten Rathaus aus den Händen von Aletta Gräfin von Hardenberg, der Geschäftsführerin des Vereins, entgegennehmen. Köhler sieht die Unterzeichnung als Selbstverpflichtung, für eine Organisationskultur zu sorgen, die von gegenseitigem Respekt und der Wertschätzung der Einzelnen geprägt ist. „Wir wollen das Thema „Diversity“ fest bei uns verankern“, erklärte der Oberbürgermeister am Donnerstag (17. November). Die interne Vorbereitung für konkrete Schritte der Umsetzung im Sinne der Charta sei angelaufen.

Im Jahr 2006 von vier Konzernen initiiert, haben mittlerweile rund 2.350 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen die Charta unterzeichnet. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die Schirmherrin der Initiative. Aus Göttingen sind bislang die IKUD Seminare, Reeb Kommunikation Int. GmbH ,die Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e. V. (LEB) und die Universität Göttingen dabei. In Niedersachsen haben u.a. die Städte Wolfsburg, Wolfenbüttel, Salzgitter, Osnabrück, Oldenburg, Helmstedt, Goslar, Delmenhorst, Braunschweig und die Landeshauptstadt Hannover unterzeichnet.

 

Kreistag
Gruppenbildung zwischen SPD, Grünen und Freien Wählern
CDU: Ausschuss-Vergrößerung nutzt vor allem Rot-Grün

Nachdem die deutsche Parteienlandschaft immer mehr zersplittert und lange Zeit nicht nur auf Bundes- und Landesebene festbetoniert scheinende Dreierkonstellationen der Vergangenheit angehören, erreicht diese Entwicklung mittlerweile auch die Kommunalparlamente: die Parteienlandschaft auch dort wird immer bunter, „satte“ Mehrheiten selbst durch das Zusammengehen zweier großer Fraktionen kommen nicht mehr zustande und der Zwang zur Gruppenbildung wird damit immer notwendiger – wenn man sich denn auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen kann.

 
Der südliche Landkreis – ohne SüdumgehungFoto: vs

Den Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FWLG ist dies im Göttinger Kreisrat jetzt gelungen, sie bilden für die Dauer der Legislatur bis 2021 eine Gruppe und haben eine Reihe von inhaltlichen Schwerpunkten vereinbart, die Grundlage der gemeinsamen Arbeit im Kreistag sein sollen. Dazu haben sie sich auf ein Programm geeinigt, dass allerdings „in allen Teilen“ unter einem grundsätzlichen Finanzierungsvorbehalt steht, weil „oberstes Ziel des Landkreises … solide Finanzen“ bleiben sollen. Insofern habe auch die Umsetzung der Projekte des Südniedersachsenprogramms (SNIP) für den Landkreis Göttingen Vorrang vor anderen neuen Projekten, teilt die Gruppe in einer Pressemitteilung mit.

Wesentliche Punkte dieser Vereinbarung sehen vor, insbesondere das Mobilitätsangebot im ländlichen Raum zu stärken, beispielsweise durch eine „gründliche Tarifreform“ oder auch durch eine kostenfreie Fahrradmitnahme, wovon man sich eine breitere Nutzung und Auslastung des öffentlichen Personennahverkehrs erhofft, was – ohne dass dies explizit erwähnt wird – zu einem Rückgang des Individualverkehrs führen sollte. Das Mobilitätsmanagement im Kreis soll zudem personell verstärkt, eine Verkehrsplanerstelle beim Landkreis installiert und langfristig erhalten werden. Um Planung und Kofinanzierung für den Bahnhaltepunkt Rosdorf zu gewährleisten, soll der Landkreis die Planungsaufgaben und die Finanzierungsanteile für die Gemeinde Rosdorf übernehmen. Ebenfalls auf der Agenda: eine Landesschnellbuslinie von Göttingen nach Duderstadt und die Umstellung der Pkw-Flotte des Landkreises auf E-Autos.

SPD und Grüne im Rat ebenfalls einig
Wie schon in den vergangenen 14 Jahren werden SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt ihre Zusammenarbeit fortsetzen. Das haben beide Parteien mitgeteilt. Sie wollen in der kommenden Ratsperiode einige Ausschüsse umbenennen und damit die Themen Inklusion, Integration und Mobilität stärker in den Fokus rücken. Zudem wollen sie die Besetzung von Ausschüssen vergrößern. Künftig soll die Mehrheit der Ausschüsse mit neun Ratsmitgliedern besetzt sein. Der Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke soll aufgewertet werden, indem seine Mitgliederzahl auf sogar 13 erhöht wird. „Damit möchten wir ein Zeichen an die kleineren Fraktionen senden, die in einem 13er-Gremium alle mit Stimmrecht vertreten sein werden“, teilen die Fraktionsvorsitzenden Tom Wedrins und Rolf Becker mit.
Bleibt zu hoffen, dass die neuen Mitglieder stärker als die alten auch Umweltbelange berücksichtigen werden, welche im Bauausschuss häufig völlig untergehen.
 

Schwerpunkte im Sozialbereich sollen die soziale wie auch berufliche Integration bilden und insbesondere der Aufgabenbereich Prävention im Rahmen der Jugendhilfe. Die Regelungen zu den „Kosten der Unterkunft“ im SGB II sollen weiterhin „mit Augenmaß“ umgesetzt und versucht werden, „bei einer Anpassung soziale Härten zu vermeiden“. „Asylbewerbern und Asylbewerberinnen werden wir durch ein geeignetes Instrument – wie die Einführung einer eCard – einen diskriminierungsfreien Zugang zu Gesundheitsleistungen ermöglichen“, heißt es in der Vereinbarung.

Sollte ein entsprechender Elternwille vorhanden sein, will man die Möglichkeiten zur Einrichtung von Integrierten Gesamtschulen in den Bereichen der Altkreise Hann. Münden und Osterode ins Auge fassen, was vermutlich absehbar zu Konfliktpotenzial mit dem Christdemokraten im Kreistag führen wird.

Auch an einem umweltfreundlichen Landkreis will man weiter werkeln. In allen Kommunen sollen dazu Regionalbeauftragte eingesetzt, die Klimaschutzziele im gemeinsamen Landkreis Göttingen/Osterode auf Göttinger Niveau angeglichen werden. Ergänzend wird die Energieagentur für weitere fünf Jahre „mindestens auf dem Niveau abgesichert, wie es der Zukunftsvertrag darstellt“. Zwar sollen in den Sicherungsverfahren der Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) bzw. bei Veränderungen von Schutzgebietsverordnungen Bürgerinformationsveranstaltungen stattfinden, doch damit ist noch nicht gesagt, dass ökologisch orientierte Bürger mit ihren Vorschlägen bei der Politik auch durchdringen, wie Beispiele aus der Vergangenheit zeigen. Selten nämlich haben bislang – sowohl im Stadt- wie auch im Kreistag – umweltrelevante Belange über baupolitische obsiegt. Immerhin will man, geht es nach der Gruppenvereinbarung, das Personal in der Naturschutzbehörde aufstocken.
Die vollständige Pressemitteilung der Gruppe können Sie hier nachlesen:Weitere Informationen

CDU: Ausschuss-Vergrößerung nutzt vor allem Rot-Grün
„Mehr Eigennutz als Mitleid mit den Kleinen“ unterstellt die CDU-Ratsfraktion den Mehrheitsparteien im Rat bei ihrem Ansinnen, Ausschüsse personell aufzustocken, um den kleineren Parteien zu einem Stimmrecht zu verhelfen (siehe Kasten oben). Richtig sei, so die Christdemokraten, dass Rot-Grün nach den geltenden Regeln der Sitzverteilung im Sportausschuss und im Umweltausschuss keine Mehrheit mehr gehabt hätte. Folglich diene die Aktion mehr der SPD und den Grünen als den kleinen Parteien, wurde aber öffentlichkeitswirksam als gute Tat verkauft.

„Damit soll wohl der Verlust von drei grünen Ratssitzen kompensiert werden“, meint CDU-Fraktionschef Hans-Georg Scherer. Seine Fraktion ist immerhin die zweitstärkste im Rat. In der ursprünglichen Verteilung nach dem insgesamt bewährten Verteilungsschlüssel hätten nach Mitteilung der Stadtverwaltung im Sportausschuss wie auch im Umweltausschuss zunächst drei Rot-Grüne einer Mehrheit von vier anderen gegenübergesessen. Das hätte dann aber nicht die – allerdings nur noch knappen – Mehrheitsverhältnisse im Rat wiedergespiegelt. Deshalb hätte es nach der Niedersächsische Kommunalverfassung sowieso eine Anpassung geben müssen. „Die wäre dann aber nicht im Belieben der Herren Wedrins und Holefleisch gestanden“, so ein Sprecher der Ratsfraktion.

 

Kulturpolitik
Grüne: Fehlende Weitsicht
in der städtischen Kulturentwicklung

Kunstquartier als schlechtes Beispiel benannt

Mit dem Neubau verschwindet wieder ein Stück Fachwerk aus der Göttinger Innenstadt: Düstere StraßeFoto: T. Wolter

Der Stadtvorstand der Grünen kritisiert eine fehlende Weitsicht in der städtischen Kulturentwicklung. „Es scheint so, als ob im Falles des KuQuas der durch die Bundesförderung gegebene Reiz mehr Einfluss auf Prioritätensetzung in und Gestaltung der Kulturlandschaft in Göttingen habe, als alle anderen Kriterien“, erklärt ein Mitglied des Stadtvorstandes.

Aufgrund der zu Verfügung stehenden Gelder wurde ein eigentlich zurückgestelltes Großprojekt wieder ausgegraben. Ein Betriebskonzept für das Kunstquartier sei bisher aber nicht bekannt, die Finanzierung des Betriebes stehe in den Sternen. „Zumindest ist es gelungen einen KuQua-Entwurf auszuwählen, der die volle Förderhöhe gewährleisten kann, so dass die Stadt nicht auf weiteren Baukosten sitzen bleiben sollte", führt Vorstandssprecher Yonas Schiferau aus.

Problematisch sei dabei insbesondere, dass sich aufgrund fehlender Umsetzung der Kulturentwicklungsplanung die Förderung immer mehr in Richtung Großeinrichtungen verschiebe. Dadurch gebe es immer weniger Geld für kleinere kulturelle Einrichtungen, deren Bestand gesichert werden sollte, um auch Raum und Räume für Kulturschaffende zur Verfügung zu stellen. Hier sei stellvertretend das KAZ genannt, welches aufgrund des Entschuldungshilfe-Programms Einbußen hinnehmen musste.

CDU begrüßt „Umdenken in der Kulturentwicklung“
Der Grundsatzentscheidung zum Bau eines Kunstquartiers habe sich die Fraktion der Grünen seinerzeit „offensichtlich erst im letzten Moment [unter] dem Druck der breiten SPD-Front angeschlossen – und zwar gegen die Stimmen der CDU/FDP Gruppe. „Nachdem deutlich geworden war, dass die Idee der Genossen, bei Stadtarchiv und Museum erheblich zu kürzen, auf breite Ablehnung in der Bürgerschaft trifft, wurde von der Kreisebene der Grünen wieder ein Angriff auf die angebliche Hochkultur zum Beispiel in Form des Göttinger Symphonieorchesters gefahren“, erinnert Marcel Pache und fügt süffisant hinzu: „Nun kommt der Stadtverband aus dem Gebüsch und kritisiert, dass die Kulturentwicklung sich immer mehr in Richtung Großeinrichtungen verschiebt und immer weniger Geld für kleinere Einrichtungen zu Verfügung steht. Wenn man dieser Meinung ist, darf man ein KuQua nicht unterstützen.“

Die für Fördermaßnahmen solcher Art sehr geringe Eigenbeteiligung von zehn Prozent werde irgendwie noch zu stemmen sein, aber in der Folge sich ein ganz anderes Problem stellen: „Die jährlich sechsstelligen Unterhaltungskosten des Projekts werden unter die sog. ,Freiwilligen Leistungen’ der Stadt fallen, die aber durch die Vorgaben des Entschuldungshilfeprogramms (EHP) gedeckelt sind“, rechnet Pache vor. Dieses Limit sei bereits so ausgereizt, dass zusätzliche rund 50.000 Euro, die die freien Kulturträger aktuell allein dafür benötigten, um ihren Mitarbeitern die künftig gesetzlich garantierten Mindestlöhne zahlen zu können, die gesetzten Haushaltsgrenzen sprengen würden. „Das bedeutet in der Konsequenz, dass die neue freiwillige Leistung ,KuQua’ nur zu Lasten anderer bisher geförderter Kultur- oder Sportträger erfolgen kann“, so Wibke Güntzler, neues Mitglied im Kulturausschuss.

 

EEG-Umlage
Viele Lieferanten werden nächstes Jahr Preise erhöhen
Staatswirtschaftliche Eingriffe statt Angebot und Nachfrage

Klasse Energiepolitik: Obgleich man sich vor Ökostrom-Angeboten kaum mehr retten kann, der Markt mit nachhaltiger Energie geradezu überschwemmt wird, sinken wohl die Preise an den Beschaffungsmärkten, nicht aber für Verbraucher – im Gegenteil: sie steigen von Jahr zu Jahr. Letztlich ist es eine Perversion marktwirtschaftlicher Regeln, nach denen, jedenfalls der reinen Theorie zufolge, Preise sich ja eigentlich durch Angebot und Nachfrage bilden. Nicht so in dieser Republik. Weil die Politik, nicht zuletzt durch Dauer-Querulanten aus Bayern, den Netzausbau einfach nicht gebacken bekommt, dafür den Strompreis durch regulative Eingriffe künstlich nach oben treibt.

 
Strom und Heizenergie nur noch sonntags? Die Energiekrise kommt beim Verbraucher an.Foto: vs

Das deutscher bürokratischer Planungswut entstammende Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entpuppt sich immer mehr als fataler planwirtschaftlicher Fehlgriff zu Lasten des Verbrauchers, verfälscht die reale Marktsituation und dient inzwischen erklärtermaßen als Innovationsbremse beim Ausbau erneuerbarer elektrischer Energien. Das kommt, wie so oft, vor allem großen, vordergründig systemrelevanten Konzernen zugute und bringt die kleine Frau oder den kleinen Mann mit ein paar Solarzellen auf seinem Hausdach in der Wahlkabine durchaus ins Grübeln. Und das nicht erst seit einem bislang kaum dagewesenen Verfall der Weltmarkt-Ölpreise in Kombinatioin mit einem historischen Zinstief in der Eurozone. Weder vom einen noch vom anderen hat der Verbraucher je etwas zu spüren bekommen, weil selbst kommunale Versorger bislang nicht dazu zu bewegen waren, die ihnen entstehenden Preisvorteile an die Verbraucher durchzureichen. Nun sollen die auch noch – wieder einmal – höhere Strompreise akzeptieren, weil die EEG-Umlage im nächsten Jahr auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde Strom steigen wird.

Auch die Netzentgelte steigen
Was sie nicht unbedingt müssen, so die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Denn sowohl die EEG-Umlage als auch die Netzentgelte werden von Energieversorgern direkt an die Netzbetreiber gezahlt. Steigen die Kosten an, steigen also erst einmal nur die Ausgaben der Versorger. Eine Regelung, die eine automatische oder gar verpflichtende Weitergabe an die Kunden vorsieht, gibt es nicht. Fest steht also zunächst einmal nur, dass die EEG-Umlage im nächsten Jahr auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde Strom steigen wird, nicht aber, wer sie bezahlen muss. Dass die Betreiber der Stromnetze angekündigt haben, 2017 auch die Netzentgelte und damit einen weiteren wichtigen Teil der Stromkosten zu erhöhen, macht die Sache für Verbraucher nicht besser.

Was das für den einzelnen Verbraucher bedeutet und ob sich zwangsläufig alle Stromkunden auf höhere Kosten einstellen müssen oder es Möglichkeiten gibt, dem Preisanstieg zu entgehen, hat die Verbraucherzentrale im Marktwächter Energie dargestellt.Weitere Informationen

 

Ärzte ohne Grenzen / Caritas / Diakonie
Kritische Reflexion politisch-humanitärer Hilfe unzureichend
Gemeinsame Studie zur Katstrophenhilfe veröffentlicht

Angesichts der weltweiten Zunahme von Naturkatastrophen und komplexer werdenden Kriegen und Gewaltkonflikten, gewinnt die Humanitäre Hilfe stetig an Bedeutung. Dieser Bedeutungszuwachs findet jedoch bislang in Deutschland weder in der öffentlichen Diskussion um Rolle und Wirksamkeit der Humanitären Hilfe seinen angemessenen Widerhall, noch ist das Politikfeld mit den entsprechenden finanziellen Mitteln und Werkzeugen ausgestattet. Es mangelt an grundsätzlichen Kenntnissen zur Humanitären Hilfe – sowohl in der Öffentlichkeit wie auch bei vielen Entscheidungsträgern. Zu diesem Schluss kommt eine unabhängige neue Studie, die Ärzte ohne Grenzen, Caritas International und Diakonie Katastrophenhilfe gemeinsam in Berlin veröffentlicht haben.

boat people25 Frauen und Männer sind am Dienstag (25.10.) in einem Schlauchboot auf dem Mittelmeer gestorben. 246 Menschen konnten von dem Team von Ärzte ohne Grenzen an Bord des Rettungsschiffes Bourbon Argos aus zwei Schlauchbooten gerettet werden. Die Schlauchboote befanden sich 26 Seemeilen vor der libyschen Küste. 2016 sind bereits 3.740 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer gestorben (Quelle UNHCR).
23 der Geretteten mussten wegen teils schwerer Verätzungen behandelt werden. Sieben wurden als medizinische Notfälle mit schnelleren Schiffen an Land gebracht. Zwei waren so schwer verletzt, dass sie mit Hubschraubern zur Notfallversorgung nach Italien gebracht wurden. Das medizinische Team von Ärzte ohne Grenzen rettete eine jungen Frau, die intubiert wurde, um sie für die Evakuierung zu stabilisieren. Die Überlebenden, darunter der Mann und das Baby einer Verstorbenen, wurden sofort psychologisch betreut und werden auch in Italien von Ärzte ohne Grenzen unterstützt werden.
 

Politisches Versagen und Hilflosigkeit sind häufige Gründe dafür, dass humanitäre Hilfe überhaupt notwendig wird. Sie ist aber auch ein beliebtes Mittel der Politik, öffentlichkeitswirksam auf politische Krisen zu reagieren. „Humanitäre Hilfe kann und darf aber kein Ersatz für mangelnde politische Krisenprävention und Krisenbewältigung sein. Und wenn Konflikte gewaltsam ausgebrochen sind, darf humanitäre Hilfe nicht mit politischen Absichten verbunden und identifiziert werden, um Zugang zu den Hilfsbedürftigen nicht zu gefährden. Über solche und weitere humanitäre Grundsätze und Prinzipien muss ein kontinuierliches Gespräch zwischen Zivilgesellschaft und Politik geführt und öffentliches Bewusstsein geschaffen werden", sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Die Prinzipien Humanitärer Hilfe – Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität – sind zwar weitgehend unbestritten, dadurch wird jedoch eine Einigkeit vorgetäuscht, die den Blick auf große Herausforderungen in diesem Gebiet verstellt. Diesen Herausforderungen muss durch eine stärkere Reflexion und Debatte begegnet werden. „Das internationale System der humanitären Hilfe funktioniert nicht: Viel zu viele Menschen in Not werden nicht erreicht. Dafür gibt es Gründe, und die müssen analysiert und offen diskutiert werden, um Verbesserungen und Lösungen zu finden. Uns fehlt eine Plattform in Deutschland, auf der Praxis, Theorie und Politik zusammenkommen“, sagt Florian Westphal, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen. Eine solche Plattform sollte beispielsweise das Bewusstsein für die Komplexität der Humanitären Hilfe stärken und praxisorientierte politische Analysen liefern.Weitere Informationen

 

Anerkennungsleistungen für
ehemalige deutsche Zwangsarbeiter

pdg — Mit Blick auf eine Ende des Jahres 2016 auslaufende Frist weist das Niedersächsische Innenministerium auf Anerkennungsleistungen für ehemalige, deutsche Zwangsarbeiter im Rahmen der sogenannten ADZ-Anerkennungsrichtlinie hin. Auf Antrag können ehemalige, deutsche Zwangsarbeiter, die als Zivilpersonen aufgrund ihrer deutschen Staatsangehörigkeit oder Volkszugehörigkeit kriegs- oder kriegsfolgenbedingt zur Zwangsarbeit herangezogen wurden, einen einmaligen Anerkennungsbetrag in Höhe von 2.500 Euro erhalten.

Das Bundesinnenministerium hat dazu die Richtlinie der Bundesregierung über eine Anerkennungsleistung an ehemalige deutsche Zwangsarbeiter vom 7. Juli 2016 bekanntgemacht. Die Durchführung der Richtlinie der Bundesregierung über eine Anerkennungsleistung an ehemalige deutsche Zwangsarbeiter erfolgt durch das Bundesverwaltungsamt. Der Antrag ist bis spätestens 31. Dezember 2017 – Ausschlussfrist! – an das Bundesverwaltungsamt, Außenstelle Hamm, Alter Uentroper Weg 2, 59071 Hamm (Westfalen), zu richten.
Der Richtlinientext, das Antrags- und Vollmachtsformular, sowie ein Merkblatt mit Ausfüllhinwiesen stehen zum Download unter http://www.bva.bund.de/DE/Organisation/Abteilungen/Abteilung_BT/Zwangsarbeiter/zwangsarbeiter_node.html zur Verfügung. Dort können auch Informationen in russischer, polnischer, rumänischer und englischer Sprache aufgerufen werden.

 

Kommunalwahl
Fraktionen konstituieren sich / Vorsitzende gewählt
Piraten und Die Partei bilden Gruppe

Während die Grünen für die nächste Göttinger Legislatur an der Spitze ihrer Ratsfraktion alles beim Alten belassen, dreht sich bei den Sozialdemokraten das Personalkarussell: auf Frank-Peter Arndt folgt (erneut) Tom Wedrins. Rolf Becker hingegen bleibt weiterhin das Aushängeschild von Bündnis 90 / Die Grünen im Rat. Die CDU-Ratsfraktion hat ihren Fraktionsvorstand dafür nunmehr erweitert und ist stolz darauf, auch ohne FDP-Anhängsel die zweitstärkste Fraktion im Rat zu bilden.

SPD-Fraktionsvorstand
 
Tom Wedrins, Anna Wucherpfennig und Christian HenzeFoto: SPD

Noch besser als durch die Schulpädagogen hat die humanitären Berufsfelder allerdings der nun vom Fraktionsvorsitz abtretende Sozialtherapeut Frank-Peter Arndt repräsentiert, der für Tom Wedrins in die Bresche gesprungen war, als dieser sein neues Rektorenamt an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule übernahm und nun aus persönlichen Gründen nicht mehr angetreten ist. Es stellt einen reizvollen Kontrast zur verkopften Zusammensetzung manch anderer Volksvertretung dar, in der oftmals Juristen und wirtschaftsnahe Interessenvertreter ein erschreckendes Übergewicht bilden. Unterrepräsentiert sind sie jedoch auch im Göttinger Rat nicht – beispielsweise mit dem recht wortgewaltigen Sozialrichter Christian Henze (SPD) als Wedrins Stellvertreter. Auf Henze übrigens geht nicht nur die (kläglich im Nichts versandete) basisdemokratische Idee einer „Speakers Corner“ – weitab jeglichen Publikumsverkehrs – zurück, sondern auch der Namens-Verkauf der Sporthalle in der Godehardstraße an ein Geldinstitut, obgleich diese Halle doch überwiegend vom Steuerzahler gesponsort wurde und deshalb besser „Volks-Arena“ heißen müsste.

Grünen-Fraktionsvorstand
Dagmar Sakowsky, Rolf Becker und Susanne StobbeFoto: B90/Grüne

Auftrumpfen dagegen können die Grünen mit einer Zweidrittel-Frauenquote in ihrer Fraktionsspitze. Rolf Becker nämlich wird flankiert von der Wirtschaftswissenschaftlerin Dagmar Sakowsky sowie der Sozialpädagogin Susanne Stobbe. Stobbe ist neu in den Rat gewählt worden, Dagmar Sakowsky allerdings kein Neuling (oder muss man Neulingin sagen?) mehr. Nach einer kurzen Pause kehrte sie wieder in das Gremium zurück und hat sich dort vor allem in Finanz- und Wirtschaftsfragen profiliert, gelegentlich auch im Kulturbereich. Bekannt geworden ist sie dort u.a. auch durch ihr auf teils heftiges Unverständnis gestoßene Ansinnen, im Alten Botanischen Garten eine Freiluftbühne für das Deutsche Theater zu errichten.

Rolf Becker sieht im neuen Fraktionsvorstand der Grünen eine „Mischung aus Erfahrung und frischer Energie“. „Wir werden uns weiterhin für alle Göttinger/innen einsetzen, insbesondere in den Schwerpunkten … Umwelt- und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Bildung sowie Inklusion und Teilhabe“, so schwebt es ihm vor. Die SPD-Ratsfraktion stellt ihre Arbeit in den kommenden Jahren hingegen unter das Motto: „Den Menschen zuhören, die Stadt verstehen, gemeinsam handeln“. Sie will „gemeinsam mit den Vereinen, Initiativen und Institutionen und jedem einzelnen Göttinger für unsere Stadt arbeiten“, so Tom Wedrins. Als Dritte im Bunde wird ihm dabei an der Fraktionsspitze die neu in den Rat gewählte Berufsschullehrerin Anna Wucherpfennig beistehen – und mit ihrer Eindrittel-Frauenquote immerhin ein Triumvirat verhindern.

CDU-FraktionsvorstandHans-Georg Scherer, grün angehauchter Tupfer unter den Schwarzen, der manchmal gern grüner wäre, wenn die Fraktion ihn denn ließe, bleibt weiterhin Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion. Die habe sich nun sogar verjüngt, teilt ein Fraktionssprecher mit. „Der jetzt erfolgte Generationswechsel bietet uns personell wie thematisch neue Chancen in der Ratsarbeit, die wir mit Elan und neuen Ideen anpacken werden“, erklärt Scherer dazu. Auf einer Klausurveranstaltung Anfang Oktober sollen die weiteren Weichen in der Aufgabenverteilung wie auch in der künftigen Programmatik gestellt werden. Neben dem bisherigen Stellvertreter und Juristen Marcel Pache sind Wibke Güntzler und der Hochschullehrer Ludwig Theuvsen in den erweiterten Fraktionsvorstand gewählt worden (in der Abb. von links nach rechts).

Piraten und Die Partei bilden Gruppe im Stadtrat
Die Göttinger Piraten und Die Partei werden eine Fraktionsgruppe im Stadtrat bilden. Dies vereinbarten die drei Ratsmitglieder Francisco Welter-Schultes, Dana Rotter (beide Piraten) und Helena Arndt (Die Partei). Nach Außen will man unter dem Gruppennamen PIRATENundPARTEI-Ratsgruppe in Escheinung treten, als Arbeitsschwerpunkte hat sie die Bau-, Verkehrs-, Sozial und Kulturpolitik benannt. Die Piraten hatten mit 3,3 Prozent der Stimmen zwei Sitze errungen und sind damit eine Fraktion. Ein Zusammenschluss als Gruppe zu dritt biete sich aus mehreren Gründen an. Die Vertreterin von Die Partei, welche 2,7 Prozent der Stimmen erhalten hatte, hätte, wie die Vertreterin der FDP vor fünf Jahren ohne Anschluss an eine Gruppe nur sehr eingeschränkte Wirkungsmöglichkeiten. Die Piraten wiederum wollen Profit aus einer möglichen Arbeitsentlastung ziehen. „Mit einer Spaßpartei zusammenzugehen, ist für uns Piraten kein Problem, im Gegenteil“, so Francisco Welter-Schultes, inzwischen zum Gruppenvorsitzenden gewählt, „so leistungsstark war die Göttinger Ratspolitik bislang wirklich nicht, dass sie so bierernst daherkommen muss, wie das bisher praktiziert wurde.“ Die neue Ratsgruppe hat gegenüber der Verwaltung den Wunsch geäußert, in räumlicher Nähe zu den Vertretern der Linken und Grünen sitzen zu können, um sich während der Ratssitzungen besser austauschen zu können. Diesem Wunsch wurde allerdings bislang nicht entsprochen.

Die Ratsfraktion der Wähler*innengemeinschaft Göttinger Linke hat sich inzwischen ebenfalls konstituiert. Für die ersten beiden Jahre wurde Gerd Nier als Fraktionsvorsitzender benannt. Edgar Schu wird seine Stellvertretung übernehmen. Als aktuelle kurzfristige inhaltliche Aufgaben will die Fraktion Fragen der Unterbringung von Flüchtlingen auf der Siekhöhe, die Sicherung der Klimapartnerschaft mit La Paz Centro, die öffentliche Unterstützung des selbstverwalteten Wohnprojektes für geflohene und wohnungslose Menschen OM10 und die Unterstützung wohnraumsuchender Student*innen angehen. Zudem möchte die Fraktion in wesentlichen kommunalpolitischen Bereichen eine inhaltlich/politische Zusammenarbeit mit den Piraten anstreben.

 

Kommunalwahl
Grüne müssen Federn lassen
Reuter bleibt Landrat

eb/pdg — Die Kommunalwahlen in Göttingen haben zwar die bisherigen Machtverhältnisse bestätigt, jedoch auf einem etwas niedrigerem Niveau. Insbesondere Bündnis 90/Die Grünen haben Verluste zu verkraften (-7 Prozent) und liegen nun auf dem dritten Platz.

Gleichwohl ist abzusehen, dass eine rot-schwarze Zusammenarbeit in der Universitätsstadt ebensowenig in Frage kommt wie ein Zusammengehen von Grünen mit Christdemokraten – wofür als Mehrheitsbeschafferin auch noch die FDP benötigt würde, die sich in der vergangenen Legislaturperiode mangels eigener Fraktion ohne jegliches eigene Profil als Anhängsel der CDU-Fraktion dort integriert hat. Sie ist jetzt immerhin wieder auf Fraktionsstärke angewachsen. Ein Bündnis zwischen SPD und Grünen bleibt deshalb wie schon bisher die wohl einzig realistische Perspektive mit einer halbwegs stabilen Mehrheit. Mehr als die Hälfte aller Wähler sind übrigens Zuhause geblieben.

Kommunalwahl Göttingen

SPD 32,62% - CDU 24,44% - Grüne 20,58% - Gö Linke 6,33% - FDP 5,41% - Piraten 3,31% - Die PARTEI Nds. 2,65% - Antifa Linke 2,37% - Alfa 1,83% - Freie Wähler 0,44%

Zusammensetzung von Stadtrat und Ortsräten
* = Neu gewählte Mitglieder
SPD: Die SPD erhält im neuen Rat wie bisher 15 Sitze und wird von Christian Henze, Tom Wedrins, Helmi Bebehani, Volker Grothey*, Frank-Peter Arndt, Sylvia Binkenstein, Frauke Bury*, Dr. Klaus-Peter Hermann, Anna Wucherpfennig*, Uwe Friebe, Insa Wiethaup*, Renate Bank, Ellen Fischer-Kallmann*, Dr. Karl Adam* und Katja Grothe* vertreten.
CDU: Die elf Sitze der CDU belegen Dr. Ludwig Theuvsen, Dr. Thomas Häntsch, Wibke Güntzler*, Olaf Feuerstein*, Hans Arnold, Dr. Hans-Georg Scherer, Marcel Pache, Katharine Schüle-Rennschuh*, Karin Schultz, Carina Hermann* und Dominic Steneberg*.
Grüne: Thomas Harms*, Susanne Stobbe*, Sabine Morgenroth, Ulrich Holefleisch, Dr. Dagmar Sarkowsky, Mehmet Sah Tugcu, Regina Meyer*, Dr. Harald Wiedemann* und Rolf Becker vertreten Bündnis 90 / Die Grünen auf ihren neun Sitzen.
FDP: Die Fraktion der FDP bilden Felicitas Oldenburg, Mareike Röckendorf* und Torben Siepmann*.
Gö Linke: Die drei Mitglieder der GöLinke-Fraktion sind Gerhard Nier*, Rolf Ralle* und Edgar Schu*.
Piraten: Die Piratenpartei wird im neuen Rat von Dr. Francisco Welter-Schultes* und Dana Rotter* vertreten.
Sonstige: Alfa: Katrin Prager*, Die Partei: Helena Arndt*, Antifa Linke: Torsten Wucherpfennig.

Eine umfangreiche Darstellung der Ergebnisse der Rat- und Ortsratswahlen wie auch der Kreis- und Landratswahl sowie ein interaktiver Wahl-Atlas ist über das Wahlportal des Referats für Statistik und Wahlen der Stadt Göttingen online abrufbar. Ergebnisse der Ratswahl können auch in einem interaktiven Online-Wahlatlas unter www.goesis.goettingen.de/atlas abgerufen werden. Die detaillierten Auswertungen und Grafiken zu den Kommunalwahlen 2016 sowie umfangreiches Zahlenmaterial auch zu den weiter zurückliegenden Wahlen gibt es unter www.wahlen.goettingen.de.

Ortsräte:
Im Ortsrat Elliehausen / Esebeck werden Dr. Fritz-Wilhelm Neumann, Björn Boese*, Werner Fest und Martin Gilewski* für die SPD sitzen, die dort mit 48,6% stärkste Partei ist. Die CDU (37,6%) wird durch Tim Tielebörger*, Helge von Wienskowski genannt von Saltzwedel*, Gudrun Renner und Constantin Grube repräsentiert, die Grünen (13,8%) durch Dr. Harald Wiedemann. Im Ortsrat Geismar wird die Fraktion der SPD (30,6%) von Dr. Dieter Czech, Annette Meyer*, Elvan Tekindor-Freyjer* und Peter Limpke* gebildet. Die Mandate der CDU (29,7%) entfallen auf Helmut Migge, Gerda Fischer, Dirk Bathke* und Simone Strate*. Die drei Sitze der Grünen (23,6%) gehen an Thomas Harms, Steffani Wirth und Dr. Ute Döring. Die Interessen der FDP (5,9%) vertritt Lutz Knopek*, die der GöLinke (6,4%) Thomas Bredy*. Der neue Ortsrat Groß Ellershausen / Hetjershausen / Knutbühren besteht aus Heidrun von der Heide, Christian Henze*, Ralf Krumacker, Anke Siebold und Karin Warnecke-Kharazipour* von der SPD (55,4%) sowie Holger Bock, Hartmut Haepe*, Michael Kupke und Klaus Heß*, die die Fraktion der CDU (44,6%) bilden. Im Ortsrat Grone besteht die Fraktion der SPD (57,4%) aus Birgit Sterr, Bernd Grunwald, Werner Bonus*, Oliver Steckel, Dieter Krause, Ingeborg Wagner und Lisa Wätjen*. Für die CDU (22,2%) wurden Hans-Henning Eilert, Wiebke Steffen-Eckhardt* und Kerem Öztürk* gewählt. Die beiden Sitze der Grünen (11,5%) belegen Maria Gerl-Plein und Dr. Rainer-Wilfried Hoffmann*, einen Sitz errang Hendrik Falkenberg von der GöLinken (8,9%). Den Ortsrat Herberhausen bilden zukünftig Volker Grothey, Ingrid Möhring und Ursel Frederichs (SPD, 38,6%), Mario Lockemann, Karin Limbach und Dirk Beuße* (CDU, 30,1%), Ingeborg Rippen von Bündnis 90 / Die Grünen (9,3%) sowie Jens Droß und Monika Dieterle von der WGH (18,8%).

Im Ortsrat Holtensen wird die SPD (64,2%) künftig durch Dr. Karla Busch, Frank Herwig, Marc Roders, Anette Nothdurft, Bernd Vollmer und Günter Reschke* vertreten. Die übrigen Sitze belegen Mareike Mecke, Karin Schultz und Nils-Patrick Geyer* für die CDU (35,8%). Im Ortsrat Nikolausberg setzt sich die Fraktion der SPD (38,2%) aus Karola Margraf, Rüdiger Reyhn*, Dr. Ulrike Gerischer und Peter Malcherek* zusammen. Für die CDU (34,2%) bekamen Wibke Güntzler, Michel Beckmann* und Heiko Dircks Sitze. Die Grünen (16%) werden von Bernd-Michael Weide, die FDP (8,1%) durch Dr. Hiltrud Sürmann* vertreten. Die SPD gewinnt 66,9% der Stimmen für den Ortsrat Roringen und wird dort von Alfred Rosenplänter, Werner Massow, Marion Stadelhuber, Ingo Kruse, Thomas Caspers* und Detlef Koch vertreten. Die Sitze der CDU (26,8%) belegen Mark Hollenbach und Ekkehard Warnecke*, den der FDP (6,3%) Dr. Gabriela Salinas*. In den Ortsrat Weende entsendet die SPD (36,1%) mit Hans-Albert Ludolph, Marianne Tönsmann-Rätzke, David Hunt*, Ellen Fischer-Kallmann und Edgar Culp*, die Fraktion der CDU (25,3%) besteht aus Hans Arnold, Eckhard Berger und Marianne Spiedel. Für die Grünen (26,8%) sitzen künftig Jutta Abramowski, Mehmet Sah Tugcu und Torben Müller* im Ortsrat, für die FDP (5,7%) Patrick Thegeder* und für die Piraten (6,1%) Angelo Perriello*.

Reuter bleibt Landrat
Landrat Bernhard Reuter (SPD) hat die Stichwahl am vergangenen Sonntag (25.09.) für sich entschieden. Auf ihn entfielen etwa 56 Prozent der abgegebenen Stimmen (erster Wahlgang 48,66), auf seinen Herausforderer Ludwig Theuvsen (CDU) etwa 43 Prozent (34,12).

 

Groner Tor
Wettbewerb der Landschaftsplaner abgeschlossen
Preisgereicht für deutliche Erhöhung des Grünflächenanteils

pdg — Der landschaftsplanerische Wettbewerb für das Areal am Groner Tor zwischen Bahnhofsvorplatz und zentralem Omnibusbahnhof im Norden, der Berliner Straße im Osten, der Groner Landstraße im Süden und dem Bahndamm im Westen, ist beendet. Die Juroren des Wettbewerbs, den die Stadt Göttingen, die Georg-August-Universität und die EBR Projektentwicklung GmbH ausgelobt hatten, haben am 26. August in einer mehrstündigen Sitzung über die in einem Wettbewerb anonym eingereichten 13 Vorschläge für die Gestaltung des Areals entschieden.

 
Früher Naturhistorisches Museum, bald: „Haus des Wissens“ am Groner Tor. Davor die Berliner „Straße“ mit Schwanenteich (um 1900)“ Hist. Postkarte

Auf dem Wettbewerbsareal befindet sich auch das historische Gebäude des Zoologischen Institutes und künftigen Forum des Wissens. Im südlichen Bereich haben im Frühjahr die Bauarbeiten für ein Hotel sowie ein Bürogebäude begonnen. Im Rahmen des Wettbewerbs sollte einerseits eine Aufwertung der straßenbegleitenden Bereiche mit dem Radschnellweg entlang der Berliner Straße erfolgen. Andererseits sollten interessante und innovative Ideen für den gesamten Innenhofbereich eingereicht werden, um das Areal landschaftsplanerisch aufzuwerten und einen attraktiven Ort mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Das Preisgericht, bestehend aus Landschaftsarchitekten und Vertretern der drei Auslobern, hob vor allem hervor, „dass die verschiedenen Entwürfe zur Neuordnung und Gestaltung der öffentlichen und privaten Freianlagen durchweg sehr hohe Qualität haben.“ Nach intensiven Beratungen sprach sich die Jury einstimmig für den Entwurf von WES LandschaftsArchitektur aus Hamburg aus. Der Entwurf des ersten Preisträgers überzeugte das Preisgericht mit der konsequenten Umsetzung der gestalterischen Gesamtidee mit einem attraktivem Bodenbelag aus Natursteinplatten, einem ruhigem Innenhof mit Baumhain, einer Rasenstufenanlage am Busbahnhof und Bankbeeten vor dem künftigen Forum Wissen an der Berliner Straße. Für alle funktionalen Anforderungen wurden angemessene Lösungen entwickelt. Einzig der geringe Grünflächenanteil des Entwurfs wurde hinterfragt: Er soll auf Empfehlung des Preisgericht in der weiteren Bearbeitung deutlich erhöht werden.

Der erste Preis ist mit 22.000 Euro dotiert. Die Entscheidung der Juroren ist eine Empfehlung an die Stadt Göttingen ohne bindende Wirkung für die spätere Auftragsvergabe. Mit dem Erstplatzierten sollen nun Verhandlungsgespräche geführt werden. Der zweite Preis (16.500 Euro) wurde der LEVIN MONSIGNY Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH aus Berlin zugesprochen. Der dritte Platz ging an Landschaftsarchitektur+ Felix Holzapfel-Herziger (11.000 Euro), Hamburg, den vierten Platz (5.500 Euro) belegte PLANORAMA Landschaftsarchitektur aus Berlin.

 

Volkshochschule
VHS-Geschäftsführer abberufen
Angeblich Privatreisen dienstlich abgerechnet

Der Aufsichtsrat der Volkshochschule Göttingen - Osterode hat am Montagabend (05.09.) die Abberufung seines Geschäftsführers wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten beschlossen. Zuvor war bekannt geworden, dass die Göttinger Staatsanwaltschaft erste Ermittlungen gegen Thomas Eberwien in die Wege geleitet hat – wegen Verdachts auf Untreue.

Für jeden was dabei: Auszug aus dem aktuellen VHS-Programm

Schon seit längerer Zeit wirft der Betriebsrat der Volkshochschule Eberwien „Unregelmäßigkeiten“ bei den Abrechnungen seiner Auslagen vor. Es geht um Ausgaben von über 8000 Euro für Flug- Fahrt- und Hotelkosten – teilweise in der Luxusklasse und in Feriengebiete –, die offenbar ohne dienstliche Erfordernis auf Kosten der VHS abgerechnet wurden. Diese Unregelmäßigkeiten sind bereits seit April letzten Jahres aktenkundig. Eberwien habe jedoch trotz regelmäßiger schriftlicher Aufforderungen durch die VHS-Buchhaltung seine Auslagen nicht belegen können. Im August dieses Jahres hatte der Betriebsrat schließlich den Aufsichtsrat über die Angelegenheit informiert.

In der Sitzung am Montag nahmen sowohl die Sachbearbeiter/innen der Bildungseinrichtung wie auch Wirtschaftsprüfer und Juristen Stellung zu den Vorwürfen – sie fielen offenbar nicht zu Gunsten des Geschäftsführers aus. Aufsichtsratschef Marcel Riethig (SPD) zog deshalb die Notbremse, nachdem bereits im Vorfeld sein Stellvertreter Tom Wedrins, ebenfalls SPD, öffentlich die fristlose Kündigung Eberwiens verlangt hatte. Damit freilich zog er sich den Zorn der Christdemokraten zu.

CDU/FDP-Ratsgruppe: Wer schmeißt denn da mit Lehm?
Der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Vorwürfe – nämlich eine Woche vor der Kommunalwahl – sowie auch die Art und Weise haben in der CDU/FDP-Ratsgruppe inzwischen „starken Unmut“ erregt. MdB Fritz Güntzler verweis bereits sehr früh auf die Unschuldsvermutung für den Beschuldigten und forderte umgekehrt wegen einer „vorschnellen“ Vorverurteilung Eberwiens durch Wedrin dessen Rücktritt. Die Gruppe äußert nun den Verdacht, „dass hier unter Missachtung der Unschuldsvermutung ein politisches Personalsüppchen angerührt worden ist“. Dass eine solche jedem zuzubilligende Unschuldsvermutung allerdings auf recht wackeligem Boden stehen muss angesichts einer nahezu ein Jahr lang anhaltenden Verweigerung Eberwiens, auf die Vorwürfe einzugehen, ändert daran nichts. Der Göttinger CDU-Kreistagsabgeordnete und Jurist Harald Noack sprach gar von einer „Treibjagd“ gegen Eberwien. Der eigentliche Skandal sei vor allem, dass die Vorwürfe gegen den VHS-Geschäftsführer vorzeitig an die Öffentlichkeit gelangt seien. Den AR-Vorsitzenden, Kreisdezernent Marcel Riethig, nimmt er von diesen Vorwürfen jedoch ausdrücklich aus.

Noack verkennt, dass die Vorwürfe bereits am 1. September durch die Online-Ausgabe des Göttinger Betriebsexpress’ (GBE) öffentlich gemacht wurden. Nach Informationen des GBE war der von Mitarbeiter/innen informierte Betriebsrat mit seiner daraufhin formulierten Beschwerde zunächst bei der Geschäftsleitung abgeblitzt. Erst die Androhung einer Einigungsstelle führte schließlich zum Erfolg. Welches „politische Personalsüppchen“ da angerichtet worden sein soll und wem es schließlich nutzen könnte – darauf geht die CDU/FDP-Ratsgruppe mit keinem Wort ein. Und für den „Verdacht, dass hier unter Missachtung der Unschuldsvermutung“ ein solches Süppchen gekocht würde, wie es in der Pressemitteilung heißt, muss ja wohl – ohne weitere untermauernde Argumente – ebenfalls die Unschuldsvermutung gelten, die hier so energisch für Eberwien reklamiert wird, gegen den sehr wohl handfeste belastende Aussagen und Belege vorliegen.

Nicht zuletzt auch durch die nun aufgenommenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft müssten sich die Vorwürfe Noacks wie auch der Ratsgruppe relativieren. Bei aller Anerkennung der Verdienste der Geschäftsführung um die „alles andere als einfache Fusion zunächst der Volkshochschulen von Landkreis und Stadt Göttingen und dann auch noch nach dem Zusammenschluss mit Osterode“ sowie „die Neuaufstellung der großen Volkshochschule“ bedingen diese Verdienste nach Ansicht der Ratsgruppe „selbstverständlich in keinerlei Weise Narrenfreiheit in finanziellen Angelegenheiten“.

Thomas EberwienSo what? Inzwischen interessiert sich ja nicht nur die Staatsanwaltschaft für die Verfehlungen im Haus an der Bahnhofsallee, sondern offenbar auch der Bund der Steuerzahler Niedersachsen. Wenn die Vorwürfe zutreffen, wurden immerhin für private Lustreisen öffentliche Gelder veruntreut.

„Prozesse laufen über Personen, und so ist die Stärkung der Erwachsenenbildung bei uns in Südniedersachsen unmittelbar mit dem Engagement der Mitarbeitenden … verbunden. Dabei kommt den Leitungen der Geschäftsstellen eine ganz besondere Rolle zu“, schreibt Thomas Eberwien (Abb.: VHS) in der aktuellen Ausgabe zum Programm der Volkshochschule. Das kann man so und so sehen.

 

Freiwillige Feuerwehren
Attacke auf das Ehrenamt
CDU/FDP: Ehrenamtliche Stadtbrandmeister unverzichtbar

Mit Bestürzung reagiert die Arbeitsgemeinschaft der Stadtbrandmeister in Städten mit Berufsfeuerwehr (AG FF) auf das Ansinnen, die Eigenständigkeit der Freiwilligen Feuerwehren (FF) in Städten mit Berufsfeuerwehren (BF) auf Initiative einzelner hauptamtlicher Angehöriger von BF in Niedersachsen aufheben zu wollen – und damit die Freiwilligen Feuerwehren quasi nur noch als „Löschhelfer der Berufsfeuerwehren" agieren zu lassen.

Freiwillige Helfer oft unverzichtbar: Feuerwehr Foto: Archiv

In Niedersachsen seien knapp 99 Prozent aller Feuerwehrleute ehrenamtlich tätig, listet die Arbeitsgemeinschaft auf. Sämtliche Freiwilligen Wehren (auch in den Städten mit Berufsfeuerwehr) würden aus den eigenen Reihen demokratisch und mit Wahlrecht geführt; „das war und ist der Schlüssel zum Erfolg unseres Brandschutzsystems in Niedersachsen“. Das NBrandSchG gewähre den Freiwilligen Feuerwehren – und somit auch denen in den Städten mit Berufsfeuerwehr – zu Recht Eigenständigkeit unter einem von den Ortsbrandmeistern gewählten Gemeinde- und/oder Stadtbrandmeister. Die Arbeitsgemeinschaft lehnt deshalb eine „Degradierung und Schlechterstellung des Ehrenamtes“ in Städten mit Berufsfeuerwehr strikt ab.

Sie hat dabei die CDU/FDP-Ratsgruppe auf ihrer Seite, die sich vehement dagegen ausspricht, in den großen niedersächsischen Städten mit Berufsfeuerwehren die von den freiwilligen Feuerwehrleuten gewählten und ehrenamtlich tätigen Stadtbrandmeister durch einen Beamten ersetzen zu wollen. „Unsere Freiwilligen Feuerwehren haben eine klare demokratische Struktur und der Stadtbrandmeister stellt darin den obersten Repräsentanten dar. Er muss sich in seiner Amtszeit neben seinen Einsatzführungsaufgaben auch darin bewähren, die Interessen der einzelnen Wehren sowohl untereinander abzuwägen wie auch die Interessen aller Feuerwehrmitglieder sowohl gegenüber der Berufsfeuerwehr wie der Stadtverwaltung zu vertreten“, unterstützt im Namen der Gruppe CDU-Ratsherr Prof. Dr. Ludwig Theuvsen den Appell der betroffenen Stadtbrandmeister. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass durch eine solche Abwertung des Ehrenamtes die dringend benötigte Motivation unserer freiwilligen Wehren gestärkt würde. Wahrscheinlich wird das Gegenteil der Fall sein: Einen Stadtbrandmeister kann man nach sechs Jahren abwählen, einen Beamten nicht.“

„Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum wegen persönlicher Nickligkeiten in einer anderen niedersächsischen Stadt ein derart massiver Eingriff in bewährte Strukturen erfolgen soll“, erklärt auch Brigitte Eiselt, langjährig im Finanzausschuss für die Feuerwehren zuständig. „Noch weniger kann mir jemand erklären, warum ein Ehrenamt mit einer geringen Aufwandsentschädigung nun durch eine volle Beamtenstelle mit allen Neben- und Pensionslasten ersetzt werden soll.“

Allerdings: einen Entwurf zur Änderung des Niedersächsischen Brandschutzgesetztes gibt es noch gar nicht. „Es wird den Fraktionen in Hannover obliegen, den Anfängen zu wehren“, baut Theuvsen schon mal vor.

 

Extremismus
Christdemokraten klar gegen jede Form von Gewalt
Grüne und SPD verweigern Einbeziehung linker Gewalt die Zustimmung

„Göttingen ist bunt, weltoffen, tolerant und gewaltfrei“ heißt es in einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag von Grünen-, SPD- und Piraten-Ratsfraktion, der in der letzten Ratssitzung am 19. August eingebracht wurde. Mehr als ein Schönheitsfehler: In dieser Resolution ist ausschließlich von rechter Gewalt die Rede, die sich derzeit allenfalls in Aufmärschen verschwindend kleiner Grüppchen vor dem Bahnhof manifestiert – von den nahezu wöchentlichen Gewaltexzessen angeblich Linker ist mit keinem Wort die Rede.

 
Lieber mit verdecktem Visier: Autonome in GöttingenFoto: vs

Nur zur Erinnerung: In der letzten Zeit wurde in Göttingen ein Verbindungs-Haus in Brand gesteckt, wobei nur durch glücklichen Zufall keine Personen zu Schaden kamen, häuften sich Angriffe auf deren Bewohner, nur weil sie Verbindungsstudenten waren, derart, dass die Polizei inzwischen eine (ziemlich erfolglose) Sonderkommission gebildet hat, wurden Passanten unter Gewaltandrohung verfolgt, weil sie die spruchbandgeschmückte Chaoten-Fassade des angeblichen Studentenwohnheims Rote Straße 2–6 fotografierten und ein paar Häuser weiter ein Tattoo-Studio zerlegt, weil es denselben Chaoten nicht in den Kram passte.

Wenn der Intellekt nicht reicht: Pflastersteine statt ArgumenteFoto: vs

Mit „bunt, weltoffen, tolerant und gewaltfrei“ hat das alles herzlich wenig zu tun, eher mit dogmatischer Borniertheit eines sich selbst für links haltenden deklassierten Proletariats autonomer Gruppen, dessen elitärer Anspruch mangels ausreichender Bildung vielleicht vergleichbar ist mit jenem des IS. Tatsächlich autonom aber sind sie nicht. Sie sind gefangen ihn ihrem Schwarz-Weiß-Denken, das keine Differenzierungen mehr zulässt und Feindbilder braucht. Mag man der RAF noch zugute halten können, dass sie in ihrer Ausweglosigkeit und scheinbaren Ohnmacht gegenüber gesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten auf das System keinen anderen Weg mehr sah als den, sich die von ihr ersehnte Gesellschaftsform herbeizubomben (und schließlich selbst zur Einsicht kam, dass dies ein Irrweg war), so fehlt heutigen linken Kapuzen-Gewalttätern vielfach der Intellekt zur dialektischen Auseinandersetzung. So werden Demos zum Happening, und im Vorfeld dazu werden, wie kürzlich am Albani-Platz, lustig Pflastersteine gesammelt.

Das und noch viel mehr müsste viel offener auch in dieser Stadt thematisiert werden, nur: In Göttingen trauen sich das die Wenigsten aus Angst davor, gleich als rechter Sympathisant durchzugehen. Weshalb die Ablehnung der „minimalen Änderungsvorschläge“ der CDU/FDP-Ratsgruppe wohl eine logische Folge war. Sie sollten „fraktionsübergreifend deutlich … machen, dass sich die Gemeinschaft der Göttinger Demokraten gegen jegliche Form von Extremismus wendet“. Nach Auffassung der Gruppe spricht dieses Dokument für sich selbst und bedarf daher keiner weiteren Kommentierung, heißt es in einer Erklärung. Hier ist es:Weitere Informationen

 

Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Ausschuss für Soziales und Gesundheit: 13. Dezember
Ortsrat Herberhausen: 13. Dezember
Ortsrat Elliehausen / Esebeck: 13. Dezember
Jugendhilfeausschuss: 15. Dezember
Ortsrat Weende / Deppoldshausen: 15. Dezember
Ratssitzung: 16. Dezember

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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2. Auflage
Faltblatt „Daten, Fakten, Zahlen 2016“
Statistikpdg — Die Göttinger Statistik im „Westentaschenformat“ ist wieder da. Die zweite Auflage 2016 beinhaltet eine Vielzahl von Daten und Fakten über die Stadt. Farbige Grafiken im direkten Zahlenkontext erleichtern die Interpretation der tabellarischen Sachzusammenhänge und führt unkompliziert zu kompakten Informationen über Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Rat und Verwaltung und die Naturverhältnisse der Stadt. Es ermöglicht einen schnellen Überblick über die wichtigsten Eckdaten zur Bevölkerung, zu Bauen und Wohnen sowie die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Wissenswertes aus Sport, Kultur, Tourismus sowie Bildung und Wissenschaft runden den Überblick ab. In der 2. Auflage wurden neben aktualisierten Daten u.a. die Ergebnisse der Kommunalwahl 2016 und die Änderungen der Sitzverteilung im Rat der Stadt Göttingen berücksichtigt.
Erhältlich beim Referat Statistik und Wahlen im Neuen Rathaus (Nebengebäude) und online unter www.goesis.goettingen.de →Statistische Publikationen.

Amtsblatt No 24
Haushalt, Feuerwerk, Bebauungs-Plan
pdg — Die erste Nachtragshaushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2016, der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Göttingen-Elliehausen Nr. 10 „Mühlenbreite“, die Allgemeinverfügung zum Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern innerhalb des Stadtwalls und darauf sowie je eine Bekanntmachung des Abfallzweckverbandes Südniedersachsen und des Sparkassenzweckverbandes – das sind einige der Themen, um die es in der 24. Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen in diesem Jahr geht.
Die Richtlinie zur Förderung privater Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet „Südliche Innenstadt“ und im Förderprojekt „Kunstquartier“ war Thema der 23. Ausgabe des Amtsblatts.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de → Rathaus & OB → Rat & Ortsräte → Amtsblatt zu finden.

Weende
Diskussion um Hutamaki-Gelände
Die Göttinger Linke verfolgt die Diskussion um die Bebauung des ehemaligen Hutamaki-Geländes in Weende mit Skepsis. Auf der letzten Ortsratssitzung hatten sich die Grünen und Teile der SPD für eine Sozialbindung von mehr als 30 Prozent der auf dem Gelände entstehenden Wohnungen ausgesprochen. Ein grundsätzliche Problem sieht die Linke Ratsfraktion darin, dass die Stadt vom guten Willen eines privaten Investors abhängig ist. Notwendig sei hingegen ihrer Ansicht, dass diese selbst über ihre städtische Wohnungsbau Gesellschaft in deutlich größerem Umfang als Bauherrin tätig werde.

50 Jahre Holtenser Berg – SPD will feiern
Im nächsten Jahr begeht der Holtenser Berg ein besonderes Jubiläum: Die Siedlung besteht 50 Jahre. „Das ist für uns ein Grund zum Feiern“, erklärt SPD-Ratsherr Frank-Peter Arndt, weshalb die Verwaltung von den Sozialdemokraten beauftragt werden soll, diesen Geburtstag mit einem Bürgerfest gebührend zu würdigen und zu feiern. In die Vorbereitung und zur Durchführung der Jubiläumsfeier sollen ausdrücklich die Bürger/innen und die bisher engagierten Gruppen und Institutionen vom Holtenser Berg mit einbezogen werden, heißt es in einer Mitteilung.Weitere Informationen

Shoppen im Advent
Mehr Parkplätze - Bus-Shuttle - Kinderbetreuung
Damit die Einkaufstüten – hoffentlich nicht aus Kunststoff – auch dieses Jahr zur Freude des Einzelhandels recht voll werden, gibt es für die Jagd nach Geschenken auch dieses Jahr wieder ein paar Erleichterungen für die Konsumenten, etwa einen kostenlosen Adventsshuttle an den Samstagen vom Schützenplatz in die Innenstadt und zurück im Zehn-Minuten-Takt (von 9.40 Uhr bis 20.20 Uhr.)
Ebenfalls an den Samstagen und kostenlos bietet die Stadtbibliothek eine Kinderbetreuung für Kinder ab vier in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr in der Kinderbibliothek an. Betreut werden die Kinder durch die Schüler/innen der Berufsfachschule Sozialassistent/in, am Ritterplan. Im zweistündigen Wechsel gibt es ein buntes Bastel-, Spiel- und Vorleseprogramm.
Außerdem gibt es eine Menge zusätzlicher Parkplätze.Weitere Informationen

Göttinger Linke
Beitragsfreiheit in Kindertagesstätten
Die Göttinger Linke Ratsfraktion sieht eine vorsichtige Annäherung der Christdemokraten an das von ihr angestrebte Ziel der Beitragsfreiheit für den Besuch von Kindergärten. Zumindest meint sie das Äußerungen des von der CDU in den Jugendhilfeausschuss entsandten Ratsmitglieds Dominic Steneberg entnehmen zu können. Vorschulische Bildung und Betreuung sei eine gesellschaftliche Aufgabe, so die Linke, die kostenfrei sein sollte. „Deshalb erscheint es uns geradezu kontraproduktiv zu sein, weiterhin die Besuchskosten fast schon ritualartig wieder prozentual zu erhöhen. Familien mit geringem Einkommen verspüren eine prozentuale Erhöhung selbstverständlich deutlich drastischer als diejenigen, die in ihrem monatlichen Einkommen große Reserven haben.“

Verwaltung
Familienkalender 2017 herausgegeben
Familienkalenderpdg — Der Fachbereich Jugend hat zusammen mit der städtischen Öffentlichkeitsarbeit einen Familienkalender entwickelt: „Mit der Stadt Göttingen spielend durch das Jahr 2017“. Der reich bebilderte Kalender mit einer Auflage von 4000 Exemplaren bietet Platz für Termine von Eltern und Kindern und stellt jeden Monat besondere Veranstaltungen vor. Dabei werden städtische Programme ebenso berücksichtigt wie die Betreuungs- und Unterhaltungsangebote enger Kooperationspartner. Die Göttinger Figurentheatertage, Ferienbetreuung am Herberhäuser Stieg oder das Schnullerbaumfest für die ganz Kleinen – für jeden ist etwas dabei. Viele Angebote sind nicht nur für die Kinder interessant, sondern bieten Unterhaltung für die ganze Familie. Rechtzeitig vor dem neuen Jahr wird der Kalender jetzt an Kindertagesstätten und Grundschulen verteilt.

Parkfriedhof Junkerberg
Gräberfeld für „Sternenkinder“
Gräberfeld für „Sternenkinder“Auf dem Göttinger Friedhof am Junkerberg hat der städtische Fachdienst Friedhöfe ein Grabfeld für die Bestattung von Sternenkindern angelegt und damit einem lang gehegten Wunsch betroffener Eltern entsprochen. „Sternenkinder“ werden Kinder genannt, die in einem relativ frühen Stadium der Schwangerschaft oder während oder gleich nach der Geburt sterben. Die Gestaltung des Grabfeldes erfolgte in enger Kooperation mit dem Regenbogen-Gesprächskreis Göttingen, einem Verein für trauernde Eltern.Weitere Informationen

Nonnenstieg / Habichtsweg
GöLinke: Kungelei
zwischen Investor und Bauausschuss?

Die Ratsfraktion der Göttinger Linken nimmt mit Verwunderung, „aber nicht wirklich überrascht davon“, Kenntnis, dass der Geschäftsführer der EBR Projektentwicklung GmbH, noch ehe der neue Bauausschuss überhaupt zum ersten Mal getagt hat, eine kleine Gruppe von Ausschussmitgliedern zu einer Art Vorabinformation eingeladen hat. Dabei soll es um die Auslegung für den Bebauungsplan „Göttingen Nr. 242 Dauerkolonie am Rhons gehen. Hier besitzt die EBR u.a. ein Grundstück von fast 10.000 qm Größe. Reden möchte man mit einem kleinen, ausgewählten Kreis über den Gesamtbereich Nonnenstieg / Habichtsweg. so der Verdacht der Ratsfraktion.Weitere Informationen

Straßenreinigung
Ein Jahr lang keine Gebühren
eb/pdg — Eine lange Kette juristischer Auseinandersetzungen macht es möglich: Nach Verwaltungsgerichtsurteilen aus dem Jahr 2016 mussten GEB und Stadt für den Zeitraum 2006 bis 2015 unter Anwendung der aktuellen Rechtsprechung rückwirkend Neukalkulationen und Nachberechnungen anstellen. Die führen im Ergebnis für 2017 zu einer einmaligen Null-Belastung für den Gebührenzahler, der in Göttingen im kommenden Jahr weder für den Sommer- noch für den Winterdienst der Straßenreinigung zu zahlen hat.
Mit dieser Regelung sieht sich die Vereinigung der Haus- und Grundeigentümer in Göttingen, die jahrelang juristisch gegen die bisherigen Reglungen angegangen war, endlich am Ziel.Weitere Informationen

Verwaltung
Neue Statistik-Publikationen
Der Fachdienst Statistik und Wahlen der Stadt Göttingen hat neue Publikationen mit statistischen Kennziffern zu Stadt veröffentlicht. Alle Publikationen finden sich unter →www.goesis.goettingen.deWeitere Informationen

Flüchtlinge
Ärzte ohne Grenzen rettet 3000 Boat People
Das Rettungsschiff Dignity I von Ärzte ohne Grenzen war Ende August im Mittelmeer an der Rettung von 3.000 Menschen beteiligt. „Das war einer der größten Rettungseinsätze, die wir seit Beginn unserer Aktivitäten auf dem Mittelmeer vor mehr als einem Jahr hatten“, sagt Nicholas Papachrysostomou, Koordinator auf der Dignity I. Derzeit versuchen extrem viele Flüchtende das Mittelmeer zu überqueren.Weitere Informationen


Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Landwirtschaft
Insekten und Algen als Soja-Ersatz
Agrarwissenschaftler befragen Landwirte
pug — Würden Landwirte es akzeptieren, wenn das Futter für ihre Schweine oder ihr Geflügel anstelle von Soja alternative Proteinquellen wie Algen oder Insekten enthält? Welche Faktoren beeinflussen die Akzeptanz oder Ablehnung dieser Neuheit? Und wie gehen Betriebe generell mit neuem Wissen, neuen Produkten oder Prozessen um? Das möchten Agrarwissenschaftler der Universität Göttingen zurzeit mit einer Online-Umfrage unter Landwirten herausfinden.
Die Befragung ist Teil des Forschungsprojekts „Sustainability Transitions in der Lebensmittelproduktion: Alternative Proteinquellen in soziotechnischer Perspektive“. Der Einsatz von alternativen Eiweißlieferanten könnte dazu beitragen, Futtermittelimporte aus Übersee in der Nutztierproduktion zu reduzieren. Im weiteren Verlauf der empirischen Erhebung befragen die Forscher die Hersteller von Futtermittel, Unternehmen der Schlacht- und Verarbeitungsindustrie und den Lebensmitteleinzelhandel.
Die Umfrage ist Teil eines dreijährigen Forschungsprojekts. Eine Teilnahme ist noch bis zum 15. Januar 2017 unter http://ww3.unipark.de/uc/sustrans möglich.

Leiharbeit
Rent a Nikolaus
WeihnachtsmannWährend viele Menschen die nun anstehende, angeblich besinnliche Adventszeit genießen, wird es für andere zum Jahresende richtig hektisch. Das gilt nicht nur für Beschäftigte im Verkauf oder bei den Paket- und Briefdiensten, sondern insbesondere für die Berufsgruppe der Gabenbringer, Rutenschwinger und Leviten-Leser. Die Rede ist hier von den bekanntesten Saisonarbeitern der Welt: vom Nikolaus, Knecht Ruprecht und dem Weihnachtsmann.
Wer einen rotbekittelten Bartträger für die betriebliche Weihnachtsfeier, einen Auftritt im Kindergarten oder aber die Bescherung am Heiligen Abend sucht, findet Unterstützung bei der Jobvermittlung der Agentur für Arbeit Göttingen.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Kein trüber November
Der November endet mit einem Ausrufungszeichen hinter den aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Denn im Agenturbezirk Göttingen sank die Zahl auf den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Insgesamt waren 13.409 Menschen bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern der Region arbeitslos gemeldet, 517 bzw. 3,7% weniger als im Oktober. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl der Arbeitslosen um 541 bzw. 3,9%. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 5,7% und liegt damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Novemberwert 2015.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt im November
Arbeitslosigkeit sinkt bis ins Jahr 2017
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im November um 0,2 Punkte gefallen. Damit steht der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nun bei 103,2 Punkten, was nach wie vor gute Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt signalisiert.Weitere Informationen

Berufsberatungsjahr 2015/2016
Ausbildung muss wieder Plan A werden
Agentur für Arbeit stellt Bilanz vor
Der Arbeitsmarkt in der Region ist in guter Verfassung. Die Nachfrage nach Personal ist hoch, insbesondere die nach ausgebildeten Fachkräften. Ein Blick auf die Beschäftigtenstruktur im Agenturbezirk zeigt, dass mit dem Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge ein hoher Ersatzbedarf auf die Betriebe zukommt. Das Thema Ausbildung gewinnt somit zunehmend an Bedeutung.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Europäische Union
Elfenbeinhandel stoppen! Sofort!
RegenwaldGewilderter ElefantFoto: Ina96, CC BY-SA 3.0
Die EU ist tief in Geschäfte mit Elfenbein verstrickt. Tonnenweise wird es innerhalb der EU gehandelt, importiert und exportiert. Europa ist damit kein Vorreiter im Artenschutz, sondern ein Handlanger der Elefanten-Wilderer. Der Verkauf, der Import und der Export von Elfenbein sind in Europa legal, wenn es aus Altbestand kommt. Eine Einladung an Kriminelle! Über den legalen Handel waschen sie illegales Elfenbein. Bitte fordern Sie die EU auf, den Elfenbeinhandel ohne Wenn und Aber zu verbieten - wie viele Länder der Erde es tun. Nur dann hat die Wilderei ein Ende. Nur dann haben die Elefanten eine Chance zu überleben.
Kein Kaffee in Aluminium-Kapseln!
Immer mehr Kaffeetrinker schwören auf Kapseln. Diese seien „mit einem Lifestyle- und Luxusgefühl im Alltag verbunden“, frohlockt der Deutsche Kaffeeverband. Ein Multi-Millionen-Geschäft für Nespresso und Co. Eine Katastrophe für die Umwelt, die Regenwälder und ihre Bewohner. Der Genuss produziert Tausende Tonnen Müll. Die meisten Alu-Kapseln landen im Restmüll. Selbst wenn das Recycling funktionieren würde, wäre der Schaden für die Umwelt desaströs: Um das Metall zu gewinnen, werden riesige Waldgebiete zerstört und Megastaudämme zur Stromversorgung der Aluminiumwerke gebaut. Um guten Kaffee zu kochen, braucht man keine Kapseln. Kein Aluminium. Bitte fordern Sie ein Ende dieser die Natur zerstörenden Rohstoffverschwendung.
Bitte unterschreiben Sie die Petitionen:
www.regenwald.org

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Bildung - Beruf - Karriere

Workshops
„Halbzeit-Check“ für Studienanfänger/innen
Die Universität Göttingen veranstaltet erstmals einen „Halbzeit-Check“: Hier können Studienanfänger/innen in der Zeit vom 12. Dezember bis zum 19. Januar 2017 in verschiedenen Veranstaltungen ihre Studienentscheidung in Workshops, Infoveranstaltungen und offenen Beratungszeiten auf Basis ihrer ersten Erfahrungen auswerten. Bin ich schon richtig an der Uni angekommen? Passt mein Fach zu mir? Auch wer schon im zweiten Semester studiert, ist willkommen.Weitere Informationen

Berufsbild Notfallsanitäter
Ausbildende Institutionen im BiZ
Der Beruf des Notfallsanitäters steht am Dienstag, 13. Dezember, im Zentrum einer Veranstaltung, die im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Göttingen, Bahnhofsallee 5, stattfindet. Von 13.30 bis 16.00 Uhr können sich interessierte Jugendliche vor Ort informieren. Mit von der Partie sind der Arbeiter-Samariter-Bund, die Berufsfeuerwehr, die Bundeswehr, das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter Unfallhilfe.
Veranstaltungen

Uni prämiert Ideen von Studierenden
Vorschläge für ein verbessertes Studium
pug — Mentoring für Studierende mit Beeinträchtigungen, „Studium oeconomicum“ und eine Internetplattform für studierende Eltern: Die Universität Göttingen hat Vorschläge aus dem Ideenwettbewerb für Studierende 2016 prämiert. Thema der diesjährigen Ausschreibung war „Erfolgreich studieren! Ideen für ein gelungenes Studium“. 65 Vorschläge wurden eingesendet, für vier Ideen gab es Geld- und Sachpreise.

PiA – Physik im Advent
Unterhaltsame Experimente zum Nachmachen
Unter dem Motto „noch 24 Experimente bis Weihnachten“ bieten die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und die Universität Göttingen auch in diesem Jahr wieder 24 unterhaltsame Physik-Experimente zum Nachmachen. Erneut sind viele Preise zu gewinnen.Weitere Informationen

Befragung
Hohe Bildungsorientierung bei Geflüchteten
Die seit 2013 eingereisten Geflüchteten zeigen eine hohe Bildungsorientierung. Es gibt viele gemeinsame Wertvorstellungen bei Geflüchteten und Deutschen. Die häufigsten Fluchtursachen sind Angst vor gewaltsamen Konflikten und Krieg. Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von mehr als 2300 geflüchteten Menschen über 18 Jahren, die gemeinsam vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) durchgeführt wurde.Weitere Informationen

Wettbewerb
„Jugend testet 2017“
Die Stiftung Warentest ruft erneut zum alljährlichen Wettbewerb „Jugend testet“ auf. Welcher Musikstreaming-Dienst bietet die größte Titelauswahl? Halten 48h-Deos wirklich, was sie versprechen? Und mit welchem Textmarker lässt sich am meisten Text markieren? Fragen wie diese können Jugendliche beim Wettbewerb untersuchen. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 12.000 Euro und Reisen nach Berlin.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• WLan-Boxen
• Espresso- und Cappuccino-Maschinen
• Tablets
• Mini-PCs und PC-Sticks

Neue Bücher für Verbraucher
test Jahrbuch 2017
Finanztest Jahrbuch 2017
Test Spezial Medikamente
Steuererklärung 2016/2017

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de beanstandet die Verbraucherzentrale aktuell folgende Produkte wegen irreführender oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Meßmer Energie Ingwer-Holunderblüte
• Thüringer Land Milchprodukte

Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen
Eine Reihe von Änderungen bei der Deklaration einer Vielzahl von Produkten hat die Verbraucherzentrale inzwischen erwirkt oder auch gerichtlich erzwungen. Entsprechende Informationen darüber finden Sie direkt unter
www.lebensmittelklarheit.de

Mobilfunk
Günstige Tarife bei Discoutern
In Preissuchmaschinen findet man sie kaum, und doch lohnt sich der Vergleich von Prepaid-Volumentarifen aus Supermärkten und von Discountern. Denn die Angebote sind preisgünstig und flexibel, da sie sich problemlos aufstocken lassen und Vertragslaufzeiten von nur einem Monat haben. Die Stiftung Warentest hat Tarife unter die Lupe genommen.

Pflegereform
Bis zu 609 Euro mehr im Monat
Ab 2017 gelten andere Regeln für die Einstufung in die Pflegeversicherung. Sie bestimmen, wer Anspruch auf Leistungen und in welcher Höhe hat. Die Zeitschrift Finanztest beschreibt in ihrer Dezember-Ausgabe, was die Reform für Menschen bedeutet, die zu Hause oder im Heim gepflegt werden, nach welchen Regeln die neue Begutachtung der Pflegebedürftigkeit funktioniert und welche Auswirkungen die Reform auf die privaten Pflegezusatzversicherungen hat.Weitere Informationen

Onlinekredite
2 von 22 Banken schneiden sehr gut ab
Im Internet bieten Banken derzeit Ratenkredite für weniger als 3 Prozent Zinsen, während Filialbanken mitunter Zinssätze von 7 bis 8 Prozent verlangen. Die meisten untersuchten Kreditangebote konnten überzeugen. Finanztest hat die Onlinekredite von 22 Banken untersucht und Qualitätsurteile von Sehr gut bis Mangelhaft vergeben.Weitere Informationen

Flüchtlinge
Kostenlose Beratung in Urheberrechtsfragen
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat jetzt ihr Angebot für Flüchtlinge erweitert und bietet ab sofort auch kostenlose Beratung bei Urheberrechtsverletzungen an. Herunterladen, Hören und Anschauen von Musik- und Videodateien ist für den privaten Gebrauch erlaubt. Doch wer dafür Tauschbörsen mit emule, FrostWire oder BearShare nutzt, handelt schnell illegal. Denn hier werden die Dateien beim Download automatisch anderen Nutzern zur Verfügung gestellt (Filesharing) – und das ist bei urheberrechtlich geschützten Dateien verboten. Da Musik-, Film- und Softwarekonzerne massiv gegen Urheberrechtsverletzungen vorgehen, erhalten zunehmend auch Geflüchtete Abmahnungen von Anwaltskanzleien. Um Betroffenen zu helfen, bietet die Verbraucherzentrale Niedersachsen ab sofort eine kostenlose Beratung zum Thema Urheberrechtsverletzungen für Geflüchtete an.
→www.vz-ni.de/verbraucherschutz-fluechtlinge

Amazon
Betrüger locken Kunden mit Traumpreisen
Die Stiftung Warentest warnt vor Betrügern, die mit günstigen Angeboten im Amazon Marketplace, dem Händlerportal des Onlinekaufhauses, Kunden in die Falle locken. Wer dort bestellt, verliert in der Regel sein Geld. Der Betrug über falsche Onlineshops hat besonders vor Weihnachten Hochkonjunktur.Weitere Informationen

Online-Marktplatz
Liquidado: Teure Rechnung ohne Widerruf
Aufgemacht wie Ebay Kleinanzeigen lockt Liquidado mit günstigen Restposten. Doch statt eines Schnäppchen bekommen Verbraucher jetzt leicht eine Rechnung über 199 Euro. Der Grund: Die Plattform richtet sich plötzlich nur noch an Unternehmen – und schließt so das Widerrufsrecht aus. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt Verbrauchern daher, den Online-Marktplatz zu nutzen.Weitere Informationen

 


Gesellschaft

Feuerwehr hilft
Nikolaus in der Kinderklinik
Der Nikolaus besuchte die Kinderklinik der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Hauptbrandmeister Markus Kaspari von der Klinikums-Feuerwehr unterstützte den mutigen Nikolaus (alias Leonhard Hermann, Jurastudent vom Rotaract Club Göttingen) mit der großen Feuerwehr-Leiter an der Südfassade der Kinderklinik des Universitätsklinikums, so dass ihn die stationär aufgenommenen Kinder aus ihren Zimmern heraus sehen konnten.
Nikolaus in der KinderklinikFoto: umg/spförtner
Anschließend verteilte der Nikolaus, nun besser: die zwei Nikolause (Nr. 2: Jurastudent Matthias Forster), in der Kinderklinik und im Bettenhaus 2 Geschenke an große und ganz kleine Kinder und sangen mit ihnen zusammen Advents- und Weihnachtslieder. Die leibhaftigen Nikolause und die Geschenke stellten der Rotaract Club Göttingen, die Jugendorganisation des Rotary-Clubs. Verschenkt wurden Schokolade, gespendet vom Rotary Club Northeim/Einbeck, sowie Knete, Buntstifte, Bücher, Bastelsachen, Taschenlampen, Rucksäcke, Autos und vieles mehr.

Stadt und Landkreis
Ferienfreizeit-Angebote 2017
Schon jetzt stehen die Freizeit- und Betrauungsangebote für die Oster-, Sommer- und Herbstferien für sechs- bis zwölfjährige Kinder aus der Stadt und dem Landkreis weitgehend fest. Der Fachdienst Jugendarbeit/Jugendförderung der Stadt Göttingen hat ein vielfältiges Programm von der Mach-Mit-Aktion über Tagesbetreuungen bis zu Wochenfreizeiten auf dem Schulbauernhof in Hevensen zusammengestellt.
Anmeldungen für das Jahr 2017 sind ab Donnerstag, 1. Dezember, online unter www.ferien-goettingen-anmeldung.de möglich.

Gesundheitscampus Göttingen
Kooperation zwischen UMG und HAWK
umg/hawk — Universitätsmedizin Göttingen und die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen haben einen Kooperationsvertrag zum Aufbau eines „Gesundheitscampus Göttingen“ unterzeichnet. Der „Gesundheitscampus Göttingen“ ist in dieser Form ein bundesweit einmaliges Vorhaben.Weitere Informationen

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Verbindungsstudent angegriffen und beraubt
jk — In der Göttinger Bühlstraße ist am vergangenen Sonntag (04.12.) gegen 1.30 Uhr ein 24 Jahre alter Student kurz nach Verlassen des Gebäudes einer Burschenschaft von mehreren Personen unvermittelt angegriffen worden.

Schwer verletzter Radler auf B27
lü — Bei einem Verkehrsunfall auf der B 27 bei Gr. Schneen ist am Abend des 8. Dezember ein 60-jähriger Fahrradfahrer aus Gerbershausen (Kreis Heiligenstadt) schwer verletzt worden.

Polizei kontrolliert Radfahrer – viele Verstöße
jan — Am Donnerstagmorgen (08.12.) haben Polizeibeamte im Rosdorfer Weg bei Verkehrskontrollen Radfahrer verstärkt ins Visier genommen.

Einbruch in Betrieb
jan — In der Nacht zum 08.12. drangen unbekannte Täter gewaltsam durch ein Fenster in einen Betrieb in der Wilhelm-Lambrecht-Straße ein.

Video überführt Taschendiebin
lü — Anhand eines Überwachungsvideos konnten Ermittler der Polizei eine Taschendiebin überführen, die bereits am 28.10. in einem Geschäft im Rosdorfer Rischenweg in die unbeaufsichtigt abgestellte Tasche einer anderen Kundin griff.

Wohnungeinbruch in Mehrfamilienhaus
lü — Unbekannte sind zwischen dem 04.12. und dem 06.12. gewaltsam durch ein Fenster in die Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Straße Auf der Lehmbünde eingedrungen.

Zwei Porsche in einer Nacht gestohlen
lü — Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag (06.12.) zwei neuwertige Porsche Macan vom jeweiligen Grundstück des Eigentümers gestohlen. Die Fahrzeuge haben einen Wert von etwa 180.000 Euro.

Sattelzug mit defekten Bremsen
lü — Wegen offensichtlich defekter Bremsen hat eine Polizeistreife am Freitagabend (02.12.) einen ukrainischen Sattelzug aus dem Verkehr gezogen und dem Fahrer bis zur fachgerechten Reparatur die Weiterfahrt untersagt.

Nach Zusammenstoß verletzt
jan — Beim Zusammenstoß zweier Pkw wurde am Dienstagvormittag (06.12.) auf der Kreuzung am Weender Tor eine Frau verletzt.

Gegen Ampel geprallt und geflohen
jk — Ein mit zwei Frauen besetzter roter Seat Arosa oder VW Lupo ist am Montagnachmittag (05.12.) gegen 14.35 Uhr beim Linksabbiegen von der Jheringstraße in die Groner Landstraße aus unbekannten Gründen nach rechts von der Straße abgekommen und frontal gegen eine Fußgängerampel geprallt.

Einbrüche in Betriebe
jan — Am vergangenen Wochenende (02.–5.12.) drangen unbekannte Täter gewaltsam in zwei Betriebe in Göttingen ein.

Sechs Fahrzeuge in Unfall verwickelt
jan — Am Sonntagmorgen (04.12.) wurde bei einem Verkehrsunfall mit sechs beteiligten Fahrzeugen auf der B 27 in Göttingen eine 30-jähige Frau aus der Gemeinde Dransfeld verletzt.

Polizistin verletzt
jan — Am Samstagabend (03.12.) kam es nach vor einer Gastwirtschaft in der Nikolaistraße zu einer Schlägerei zwischen zwei Männern. Als ein 26-jähriger Göttinger von den Polizeibeamten angesprochen wurde, versuchte er sich mit gezielten Faustschlägen einer Identitätsfeststellung zu entziehen.

         
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