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Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

„Schön, dass Ihr da seid!
Dokumentartheaterstück
zum Lager Friedland

Lager FriedlandSpielende Kinder im Lager, 1988Bundesarchiv
Den Willkommensgruß des damaligen Bun­des­präsi­denten Richard von Weiz­säcker anläss­lich seines Besuchs in Fried­land am 6. Okto­ber 1987 haben sich Theater­macher und Kultur­anthro­polo­gen zum Motto eines Doku­mentar­theater­stücks gewählt, das am 25. Okto­ber in einer Vor­auffüh­rung im Grenz­durch­gangs­lager gezeigt werden wird. Im Rahmen des Master­studien­gangs Kultur­anthro­polo­gie/ Euro­päi­sche Ethno­logie recher­chier­ten Studie­rende an der Göttin­ger Uni in Archi­ven und stellten Mate­rial zusam­men, aus dem das Theater­stück erar­bei­tet wurde.
Mehr Menschen als je zuvor sind heute von Flucht und Vertrei­bung betroffen, müssen emi­gieren – sei es aus ökono­mi­schen, reli­giösen oder politi­schen Grün­den. Die aktuelle Situa­tion erlaubt eine kriti­sche Betrach­tung des Verhält­nisses der Bundes­repu­blik Deutsch­land zur Asyl­politik vor dem ge­schicht­lichen Hinter­grund des Grenz­durch­gang­slagers.
„Hoffentlich wird’s gut“, hatte Weizsäcker seinen Worten noch hinzu­gefügt – und das ist nicht nur den Emi­granten zu wün­schen, son­dern auch den Theater­machern.
Am 1.11. um 20.00 Uhr als Uraufführung im Jungen Theater.

„Bidla Buh“
im Alten Rathaus

Vorverkauf beginnt
Das Hamburger Trio „Bidla Buh“ gastiert am 12. Dezember mit seinem Programm „Advent, Advent, der Kaktus brennt …“ im Alten Rathaus. Die Enter­tainer Hans Torge, Ole und Frederick präsen­tieren dabei einen musika­lischen Quer­schnitt durch das weih­nacht­liche Liedgut.
Karten sind ab 27. Okto­ber in der Tourist Infor­mation im Alten Rat­haus erhält­lich.

Sammlungen der Uni
wieder sonntags geöffnet

pug — Auch im Wintersemester 2014/15 können Interessierte jeden Sonntag sechs Sammlungen der Universität Göttingen besuchen: das Geowissenschaftliche und das Zoologische Museum, die Ethnologische Sammlung, die Sammlung der Gips­ab­güsse antiker Skulpturen sowie die Kunst- und die Musik­instru­men­ten­samm­lung. Jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr.

Neuerscheinung
Wanderbestseller
jetzt überarbeitet

WanderführerBereits in dritter Auf­lage und um eini­ge Wan­derun­gen er­wei­tert er­scheint der erfolg­rei­che Band „spa­zie­ren ge­hen, wan­dern, ein­keh­ren“ von Wolf­gang Dahms, des­sen Wan­de­run­gen letzt­lich im­mer ei­nes zum (Aus­flugs-) Ziel ha­ben: eine Re­stau­ra­tion, in die man nach all den Stra­pazen ge­müt­lich ein­keh­ren kann. Der nun vorlie­gende, rund­erneu­erte Band 1 erschließt die nähere Umge­bung (Fol­ge­band 2 widmete sich etwas weiter ent­fern­ten Zielen im Um­land) und wurde voll­ständig über­arbei­tet – allein schon deshalb, weil manche Tipps obsolet gewor­den sind, da bei­spiels­weise Gast­stät­ten nicht mehr exis­tieren. Gleich­wohl kann eine Wan­derung zu jenen nicht mehr vor­hande­nen Loka­len auch ohne Brotzeit loh­nens­wert sein. Drei neue Aus­flüge sind dafür hinzu­gekom­men.
Mecke-Verlag, Duderstadt 2014. 264 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-86944-144-3.

Schülerlesetage 2015
Schreibwettbewerb
SchülerlesetageIm Rahmen der Schüler­lese­tage 2015 können junge Autoren aus Göttin­gen bereits jetzt an einem großen Schreib­wett­bewerb zum Thema „Gute Seiten – Schlechte Seiten“ teil­neh­men. „Gute Seiten – Schlechte Seiten“ ist gleich­zeitig auch das Motto der Schüler­lese­tage, die vom 19.–25.04.2015 statt­finden. Die Ergebnisse des Schreib­wett­bewerbs werden in einem Buch veröffentl­icht, das der Verein „Stadt der lesen­den Kinder – Leseför­derung Süd­nieder­sachsen e.V.“ heraus­gibt. Ermög­licht wird dies durch eine groß­zügige Förde­rung der Susanne und Gerd Litfin-Stiftung.Weitere Informationen

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Wissenschaft

Molekulare Biowissenschaften
Protein-Komplex entdeckt
umg — Forscher vom Institut für Zell­bio­chemie der Universitäts­medizin Göttin­gen (UMG) und dem Göttinger Zen­trum für Mole­kulare Bio­wissen­schaften (GZMB) haben einen Pro­tein-Kom­plex namens INAC entdeckt, der für den Zusam­men­bau des Enzyms ATP-Syn­thase unent­behr­lich ist. Die ATP-Syn­thase ist für jede Körper­zelle enorm wichtig, da sie der größte Produ­zent zellu­lärer Energie ist.Weitere Informationen

Archäologie
Forschung auf Sizilien
pug — Wissenschaftler der Klassischen Archä­ologie, der Ur- und Früh­geschichte und der Geo­grafie der Univer­sität Göttin­gen erfor­schen die von Griechen aus Syrakus 599 vor Christus gegrün­dete Stadt Kama­rina – an der Erdober­fläche und mit geo­elektri­schen Methoden auch darunter. Erste Ergeb­nisse zeigen, dass die Land­vertei­lung räum­lich und zeitlich begrenzt war. Außer­dem fanden die Wissen­schaftler Heilig­tümer und Opfer­stätten sowie korin­thische Keramik aus der ersten Phase der Stadt­grün­dung.Weitere Informationen

Mathematik
Weitere Humboldt-Professur
pug — Der von der Hochschule nominierte Mathe­matiker Prof. Dr. Harald Andrés Helf­gott ist mit einer Alexan­der von Hum­boldt-Profes­sur ausgezeichnet wor­den. Diese ermög­licht ihm voraus­sicht­lich ab April 2015 am Mathe­mati­schen Institut der Fakultät für Mathe­matik und Infor­matik zu for­schen und zu lehren. Damit kann das Mathe­mati­sche Institut dem inter­natio­nal renom­mier­ten Wissen­schaft­ler ein attrak­tives Beru­fungs­ange­bot machen.

Kooperation
Partnerschaft mit Pekinger Uni
pug — Die Universität Göttingen hat mit der Tsinghua-Universität in Peking die Zu­sam­men­arbeit im Bereich Forschung und Lehre sowie eine Verein­barung zum Studie­renden­aus­tausch beschlossen. Die Tsing­hua-Uni­versität ist eine der angese­hensten und for­schungs­stärks­ten Univer­sitäten in China. „Unsere Part­ner­schafts­ver­träge erleich­tern den Aufbau lang­fristiger wissen­schaft­licher Koope­rations­projekte. Neben anderen chine­sischen Part­neruni­versi­täten bietet die Tsing­hua-Uni­versität den Göttin­ger Studie­renden eine weitere attrak­tive Mög­lich­keit im Aus­land zu studie­ren“, so Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vize­präsi­dentin der Univer­sität Göttin­gen für Inter­natio­nales.

Semesterbeginn
6.000 Neuimmatrikulierte
pug — An der Universität Göttingen wer­den sich zum Wintersemester voraus­sicht­lich rund 6.000 Studie­rende neu ein­schrei­ben. Das sind etwa fünf Prozent mehr als im vergan­genen Jahr. Rund 4.300 Neu­imma­triku­lierte begin­nen erst­mals ein Studium im ersten Hoch­schul­semester. Diese Zahl liegt unge­fähr auf dem Niveau des Vor­jahres. Die Gesamt­zahl aller Studie­renden an der Univer­sität Göttin­gen steigt damit im Winter­semester auf voraus­sicht­lich mehr als 28.700. Das sind über 1.000 Studie­rende mehr als im Winter­semester 2013/ 2014 und der höchste Stand seit 1998. Die Uni hat in stark nachgefrag­ten Bachelor- und Staats­examens­studien­gängen zum Winter­semes­ter 2014/ 2015 aus Mitteln des Hoch­schul­paktes 2020 noch­mals fast 1.000 zusätz­liche Studien­anfänger­plätze einge­richtet. In einer Reihe von Fächern werden zusätz­liche Profes­suren und Lehrende unter ande­rem auch aus Mit­teln des Hoch­schul­paktes und des „Qua­litäts­paktes Lehre“ (Pro­gramm Göttin­gen Cam­pus QPLUS) geför­dert.

Astrophysik
Magnetfelder in
„Weißen Zwergen“

pug — Ein internationales Team von Astro­nomen mit Beteili­gung der Univer­sität Göttin­gen hat heraus­gefun­den, warum Magnet­felder in so genann­ten kalten Weißen Zwergen häufi­ger vorkom­men als in heiße­ren, jün­geren. Die Wissen­schaftler konn­ten zeigen, dass starke Magnet­felder in der Lage sind, die Konvek­tion (Wärme­strömung) über die gesamte Ober­fläche eines kalten, mag­netisch aktiven Weißen Zwergs zu unter­drücken. Sie kühlen sich deshalb im Ver­gleich zu Weißen Zwer­gen mit schwachen oder nicht mess­baren Magnet­feldern lang­samer ab und erschei­nen dadurch jünger, als sie in Wirk­lich­keit sind.Weitere Informationen

Universitätsbund
Dissertationspreis an
Göttinger Promovenden

pug — Für ihre mit „summa cum laude“ bewer­teten Promo­tionen sind Dr. Katha­rina Apel und Patrick Weigelt mit dem Disser­tations­preis des Uni­versitäts­bundes Göttingen ausge­zeichnet worden. Die Rechts­wissen­schaft­lerin Dr. Apel hat das Span­nungs­verhält­nis zwischen einer­seits Patent- und Urheber­rech­ten und ande­rer­seits dem Zugang zu Infor­matio­nen für weitere Inno­vatio­nen unter­sucht. Der Biologe Weigelt hat die Vielfalt von Pflanzen auf Inseln analy­siert. Der mit jeweils 5.000 Euro dotierte Disser­tations­preis des Uni­versi­täts­bundes wird von der AKB-Stif­tung geför­dert. Der Vorsit­zende Prof. Dr. Arnulf Quadt über­reichte die Aus­zeich­nung im Rahmen des Göttin­ger Alum­ni-Tages.Weitere Informationen

Zellbiologie
Auszeichnung für
verständliche Wissenschaft

Linnemannstönsumg — Dr. rer. nat. Karen Linne­manns­töns, wissen­schaft­liche Mit­arbei­terin im Be­reich Stamm­zell­bio­logie am Ins­titut für Anato­mie und Zell­bio­logie der Uni­ver­sitäts­medi­zin Göt­tin­gen (UMG), ist mit dem Klaus Tschira-Preis für ver­ständ­liche Wis­sen­schaft 2014 im Fach Biologie aus­gezeich­net worden. Sie er­hält ihn für ihre allge­mein­ver­ständ­liche Dar­stel­lung der Ergeb­nisse ihrer Dok­tor­arbeit zur Frucht­bar­keit der Frucht­fliege.
Ursprünglich interessierte sich Linne­manns­töns bei ihrer Forschung für die Funk­tions­weise eines Gens der Frucht­fliege mit Namen „off-track“, das auch bei Krebser­kran­kun­gen eine Rolle spielt. Sie entdeckte, dass dieses Gen entschei­dend ist für die Zeu­gungs­fähig­keit der männ­lichen Frucht­fliege und fand heraus, dass männ­liche Frucht­fliegen, denen dieses Gen fehlt, zwar Sper­mien bilden, diese aber nicht zum Einsatz kom­men, da die Samen­leiter verkürzt und ver­engt sind. Ihre Unter­suchung könnte auch für Men­schen von Bedeu­tung sein: 60 Prozent der Gene der Frucht­fliege haben ein Gegen­stück im mensch­lichen Erbgut.

Genderforschung
Uni bündelt
Geschlechterforschung

Die Vernetzung der universitären Ge­schlech­ter­for­schung geht zugleich mit einer Ver­hun­zung der deut­schen Sprache ein­her – ausge­rechnet im Wis­sen­schafts­bereich: in einem „Göt­tin­ger Cen­trum für Ge­schlech­ter­for­schung (GCG)“ werden künftig die inter­natio­nale Vernet­zung, der Ausbau von For­schungs­aktivi­täten und die Nach­wuchs­förde­rung in die­sem For­schungs­bereich zusam­men­gefasst – am Göttin­gen Cam­pus.Weitere Informationen

Statistik in Biowissenschaften
Institutsneugründung
pug — Die Universität bündelt ihre For­schung und Lehre im Bereich der statis­tischen Bildverar­beitung und Muster­erkennung in den Bio­wissen­schaf­ten in einem eigenen Institut. Die Wissen­schaft­ler/in­nen am Felix-Bern­stein-Insti­tut für Mathe­mati­sche Statistik in den Bio­wissen­schaf­ten (FBMS) werden moderne Metho­den der mathe­mati­schen Statistik, insbe­son­dere der statis­tischen Bild­verar­bei­tung, zielge­richtet für aktuelle bio- und lebens­wissen­schaft­liche Anwen­dun­gen entwi­ckeln.Weitere Informationen

Biologie
Promotionspreis
für Göttinger Biologin

pug — Dr. Özlem Sarikaya-Bayram von der Abtei­lung für Moleku­lare Mikro­biologie und Genetik der Univer­sität Göttin­gen hat den dies­jährigen Promo­tions­preis der Gesell­schaft für Genetik e.V. (GfG) erhalten. In ihrer Doktor­arbeit geht es um einen neu entdeck­ten zellu­lären Signal­über­tra­gungs­weg bei Pilzen.
www.uni-goettingen.de/molmibio

Forstwissenschaften
Förderung für
Promotionsprogramm
„Materialforschung Holz“

pug — Die Entwicklung neuer Holz­pro­dukte und Verbes­serung von Holz­eigen­schaften stehen im Mittel­punkt eines Promo­tions­pro­gramms, das gemein­sam von der Univer­sität Göttin­gen und der HAWK Hoch­schule für ange­wandte Wissen­schaft und Kunst ange­boten wird. „Material­forschung Holz“ (MaFoHoz) wird vom Land Nieder­sachsen mit einer Million Euro geför­dert. Rund 15 Lich­tenberg-Sti­pendien stehen den Promo­vieren­den zur Verfü­gung; noch im Oktober starten die ers­ten Stipen­dia­ten mit ih­rer Ar­beit.
Ziel des Programms ist es, den Einfluss ver­schiedener Fak­toren im Wald auf Holzeigen­schaften und den Holz­aufbau zu verste­hen und anschlie­ßend dem Holz mit verschie­denen Behand­lungs­varian­ten zu einer bes­seren Dauer­haftig­keit gegen­über Umwelt­einflüs­sen zu ver­hel­fen. Dazu unter­suchen die Prom­ovie­ren­den vor allem die sub­mikro­skopi­sche und che­mische Struktur des Holzes. An dem Pro­gramm sind die uni­versitä­ren Fakul­täten für Forst­wissen­schaften und Wald­ökologie, für Physik und für Chemie sowie die Fakul­tät Natur­wissen­schaften und Technik der HAWK beteiligt.

Förderung
DFG fördert medizinische Projekte
mit jeweils 1,25 Millionen Euro

Zwei Wissenschaftler der UMG erhalten jeweils 1,25 Millionen Euro Förde­rung von der Deuts­chen For­schungs­gemein­schaft (DFG) für außer­gewöhn­liche For­schungs­ideen. Prof. Dr. Jutta Gärtner, Direk­torin der Klinik für Kinder- und Jugend­medizin der UMG, und Prof. Dr. Alexan­der Flügel, Direk­tor der Abtei­lung Neuro­immu­nologie und des Instituts für Mul­tiple-Skle­rose-For­schung an der UMG, erhalten jeweils 1,25 Millio­nen Euro über fünf Jahre. Prof. Gärtner beschäftigt sich in ihrem Projekt „Neuro­degene­rative Erkran­kungen mit Mani­festa­tion im Kindes- und Jugend­alter (kindliche Demen­zen) – Ursachen­klärung und Therapie­ansätze“ mit Fragen zur Erfor­schung von genetisch bedingter Demenz bei Kindern und Jugend­lichen. Prof. Flügel erforscht in seinem Projekt „Funktio­neller Cross Talk zwischen Lunge und Gehirn als Ursache von ZNS-Auto­immu­nität“, welche Rolle die Lunge für das Entste­hen von Auto­immun­erkran­kungen wie z.B. Multiple Sklerose (MS) hat. Weitere Informationen

China
Forscherteam untersucht
Anstieg der Emissionen

pug — China ist seit 2009 das Land mit den größten CO2-Emis­sionen und das Wach­stum der Emis­sionen dort ist weiterhin enorm. Um ein weiteres Wirt­schafts­wachs­tum und eine Redu­zierung der Armut nicht zu gefähr­den, hat sich China bisher nicht bereit erklärt, ein verbind­liches Ziel zur Reduk­tion der CO2-Emis­sionen festzu­legen. Gleich­zeitig hatte sich das Land aber das Ziel gesetzt, von 2005 bis 2010 die Emis­sions­inten­sität der Wirt­schaft – das heißt die Emis­sionen pro Dollar Wirt­schafts­kraft – um 40 bis 45 Prozent zu senken. Ein inter­natio­nales For­scher­team mit Beteili­gung der Univer­sität Göttin­gen hat aller­dings heraus­gefun­den, dass die Emis­sions­inten­sität der Wirt­schaft Chinas zwischen 2002 und 2009 sogar um drei Prozent zuge­nom­men hat, statt wie geplant stetig abzu­nehmen.Weitere Informationen

Physikalische Chemie
Gerüste aus
Goldnanopartikeln

Exakte Herstellung
kleinster Strukturen

pug — Kleinste Strukturen exakt auf be­stimmte Eigen­schaften hin herstellen zu können spielt für verschiedene Anwen­dungen, begin­nend in der Energie­for­schung bis hin zur Medizin, eine entschei­dende Rolle. So zum Bei­spiel im Bereich der Sensor­entwick­lung oder auch bei Trans­portpro­zessen auf zellu­lärer Ebene. Eine spezi­fische Methode zur Herstel­lung solcher Gerüste aus Gold­nano­struk­turen haben Wissen­schaft­ler der Fakultät für Chemie der Univer­sität entwickelt.Weitere Informationen

Mikroskopie
Neues Verfahren für
hochauflösende Bildgebung

cnmpb/umg — Göttinger Wissenschaftler haben ein neues Verfahren zur Mar­kie­rung von Mem­branen in Zellen ent­deckt. Es erwei­tert die An­wend­bar­keit hochauf­lösen­der Mikro­skopie für biolo­gische Präpa­rate und Frage­stel­lun­gen.Weitere Informationen

Informatik
Fördermittel
für „Cloud Computing“

In einem am Institut für Informatik der Universität Göttingen angesiedelten inter­natio­nalen EU-Projekt mit dem Namen „CleanSky ITN“ sollen inno­vative Ideen in neu entste­henden Themen­gebieten im „Öko­system Cloud Com­puting” entwickelt werden. Dabei geht es unter anderem um die Entwick­lung und Konsoli­dierung von Daten­zentren. Das am 1. September gestartete Projekt wird vom Institut für Infor­matik koor­diniert und für die kom­menden vier Jahre mit insge­samt rund 3,2 Millio­nen Euro von der Euro­päi­schen Union (EU) gefördert.Weitere Informationen

Nutzpflanzen
Rinderhaltung
und Artenvielfalt

pug — Weidende Rinder beeinflussen die Arten­vielfalt des Grün­landes maß­geb­lich. Das konnten Wissen­schaftler der Univer­sität Göttin­gen in einem Langzeit­experi­ment auf altem Dauer­grün­land nach­weisen. Das Grünland in Mittel­europa trägt wesent­lich zur Biodiver­sität der Agrar­land­schaften bei. Diese Vielfalt ist jedoch nach wie vor in hohem Maße durch die Inten­sivie­rung der land­wirt­schaft­lichen Nutzung gefähr­det. Die Wissen­schaftler konnten zeigen, dass die Inten­sität der Bewei­dung über den Nutzen für die Biodiver­sität ent­scheidet. Nur bei einer mitt­leren Bewei­dungs­inten­sität und nicht bei einer stark verrin­gerten Bewei­dungs­inten­sität, wie oftmals ange­nommen wird, ist der Bio­diver­sitäts­nutzen am höchsten.Weitere Informationen

Stadtgeschichte
Textfunde von
St. Jacobi publiziert

Zeitgleich zum Ende der Sanierung haben Wis­senschaftler der Universität Göttin­gen ihre Arbeit an der Edition des Kopial- und Rech­nungs­buchs zum Turm­bau aus dem 15. Jahr­hundert fertig­gestellt. Die 120-seitige Edition enthält Rech­nungen über den Bau des Turmes seit 1416 sowie alle mit diesem Vor­haben verbun­denen Doku­mente. Das Buch stellt eine einzig­artige Quelle der nord­deutschen Kir­chen- und Archi­tektur­geschich­te dar. Gleich­zeitig enthält es den ersten Beleg für die Exis­tenz einer jüdi­schen Gemeinde in Göttingen.Weitere Informationen

Physik
Bewegung
von Lipidmolekülen

Neue Beobachtungsmethode
pug — Wissenschaftler der Universitäten Göt­tingen und Augs­burg sowie des Ham­burger Forschungs­instituts DESY haben eine neue Methode entwi­ckelt, um die Bewe­gung von Lipid­mole­külen zu beob­achten. Die Forscher „rüttelten“ mit kurzen Röntgen­pulsen von außen an einem Stapel von Lipid­membra­nen. Dabei konnten sie erken­nen, dass sich die Mem­branen durch die akusti­schen Wellen auf und ab beweg­ten und ihre innere Struktur zu schwin­gen begann.Weitere Informationen

Nanoskopie
Neues Verfahren entwickelt
cnmpb/umg — Göttinger Wissenschaftler haben ein neues Ver­fahren entwi­ckelt, um Zellen mit hoch­auflö­sen­der Bild­gebung zu unter­suchen. Mit dem neuen Bild­gebungs­verfah­ren „COIN“ können die Wissen­schaftler genau unter­suchen, wie sich Proteine in zellu­lären Struk­turen erneu­ern und wie ihr Stoff­wechsel funk­tioniert.Weitere Informationen

Biologie
Waldzerstörung
in Neuguinea

pug — Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Univer­sität Göttin­gen unter­sucht die Auswir­kungen von Lebens­raum­verände­run­gen, verän­der­tem Nah­rungs­ange­bot sowie der zuneh­menden Jagd auf Kasuare in Papua (Indo­nesien). Sie fanden heraus, dass die Vögel mäßig tolerant gegen­über mitt­leren Störun­gen wie Jagd­aktivi­täten sind, aber intole­rant gegen­über schweren Störun­gen, wie zum Beispiel einer inten­siven Abhol­zung.Weitere Informationen

Zoologie
Genforschung an Spinnen
pug — In einer Gewächshausspinne sind deutlich mehr Gene aktiv als im Men­schen. Außer­dem verfügt sie über alle wich­tigen Gene, die auch die Embryo­nalent­wick­lung des Menschen voran­treiben. Das hat ein inter­natio­nales Forscher­team unter der Füh­rung von Wissen­schaft­lern des Göttin­ger Zen­trums für Mole­kulare Bio­wissen­schaf­ten (GZMB) der Univer­sität Göttin­gen heraus­gefun­den. Mithilfe neues­ter Sequen­zier­metho­den haben die Wissen­schaftler alle aktiven Gene der Gewächs­haus­spinne Para­stea­toda tepida­riorum ent­schlüs­selt.Weitere Informationen

 

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Studie
Verbraucher wollen wissen, woher ihr Essen kommt
Eine Studie des Verbraucherschutz-Portals Lebensmittel­klarheit hat gezeigt, dass die überwie­gende Zahl der Befragten konkrete Angaben darüber wünscht, woher ihre Lebens­mittel stammen. Verbrau­cher wollen sich beim Einkauf schnell orientieren können – aber an Hinweisen, die vom Inhalt auch tatsäch­lich einge­löst werden. Was drauf ist, muss drin sein, was drin ist, muss drauf stehen und was drauf steht, muss verständ­lich sein. Das dies längst nicht immer so ist, zeigen die Beispiele in der linken Spalte auf dieser Seite.

Die 6 am häufigsten genannten Angaben, was Verbraucher auf den ersten Blick auf einem Etikett erkennen wollen (grün) und auf was sie beim Kauf besonders achten (gelb) - Grafik: Lebensmittelklarheit

Die 6 am häufigsten genannten Angaben, was Verbraucher auf den ersten Blick auf einem Eti­kett erkennen wollen (grün) und auf was sie beim Kauf besonders achten (gelb)Grafik: Lebensmittelklarheit

„Hergestellt für …“ – diese Angabe reicht Verbrau­chern nicht. Statt­dessen interes­sieren sie sich insbe­son­dere bei tierischen Lebens­mitteln für den Ort, an dem Tiere gehalten und gemästet wurden. Bei frischem Obst und Gemüse erwarten sie Angaben dazu, in welchem Land es geerntet wurde. 69,2 Prozent der Befragten geben an, sie vertrauten Lebens­mitteln mehr, wenn bei diesen die Herkunft ange­geben werde.

Die Verwendung von Länder­symbolen auf Verpa­ckungen nehmen Verbrau­cher sehr ernst. Sowohl Flaggen als auch Formu­lierungen wie zum Beispiel „alla Genovese“, die auf eine bestimmte Herkunft schließen lassen, werden an konkrete Herkunfts­erwar­tungen geknüpft. Wichtig ist daher, dass ein verläss­liches und über­sicht­liches System zur Herkunfts­kennzeich­nung geschaf­fen wird.

Verbraucher haben auch konkrete Vorstel­lungen, wie eine ver­braucher­freund­liche Produkt­gestaltung aussehen sollte: Name, Bezeich­nung, Produkt­bild, Netto­füllmenge, Marke und MHD gehören laut der jüngsten repräsen­tativen Studie im Rahmen von Lebens­mittel­klarheit auf die Vorder­seite eines Produkts. Der Verband hat aus diesen Wünschen die ideale infor­mative Produkt­verpackung erstellt (Abb.).
www.lebensmittelklarheit.de

 

 
Beständig nach oben: 1A-Ein­zel­han­dels­mietenComfort

Städtereport
Konsum als Selbstzweck
Göttingen in den Augen von „institutionellen Investoren“
„Die Kaufkraft entspricht zwar exakt dem Bundes­durch­schnitt, aber aus Einzel­handels­sicht ist das Einzugs­gebiet mit mehr als 616.000 Menschen im südnieder­sächsi­schen Raum durchaus attraktiv.“ So steht es im jüngsten City-Ran­king-Report der Consul­ting-Firma Comfort, die das Oberzen­trum Göttingen regel­mäßig unter die Lupe nimmt.

Aktuell werden auf einer Verkaufs­fläche (ca. 83.500m²) in der Göttinger City rund 322 Millionen Euro umgesetzt. Der Umsatz­anteil der Innen­stadt am Gesamt­umsatz der Stadt fällt mit fast 40% Prozent über­durch­schnitt­lich aus. Einzel­handel und Gastro­nomie gelten dabei als bedeutsame „Frequenz­bringer“, sind zugleich Motor für Kultur, Tourismus, Infra­struktur und Dienst­leistun­gen sowie für öffent­liche und private Investoren. Die Anziehungs­kraft der Innenstadt und des Einzel­handels auf die Region werde auch anhand der Mietpreise deutlich, heißt es in dem Report weiter: von 70 Euro je Quadrat­meter im Jahr 2007 steigen sie aktuell bis auf 92 Euro je Quadrat­meter für kleine Laden­flächen mit einer Größe zwischen 80 und 120m² Verkaufs­fläche.Weitere Informationen

 

Dispozinsen
Kunden zahlen immer noch bis zu 14,25 Prozent
Intransparenz bei vielen Banken / „Beratungsresistenz“ in Göttingen
Bankkunden zahlen immer noch bis zu 14,25 Prozent Dispozinsen, wenn sie ihr Konto überziehen, obwohl sich Banken und Sparkassen für weniger als ein Prozent Geld bei der Europäi­schen Zentral­bank leihen können. Dennoch haben die jähr­lichen Erhe­bungen der Stiftung Waren­test Wirkung gezeigt: Knapp 250 von 1504 unter­suchten Banken haben ihren Dispozins seit dem Vorjahr um mindes­tens einen Prozent­punkt gesenkt. Nicht so die Sparkasse Göttingen, die seit langem in der Kritik der Öffent­lich­keit steht. Einige Banken erheben dafür jetzt höhere Konto­führungs­gebüh­ren, um sich an den Kunden schadlos zu halten.

 
Goldene Eier legende Wollmilchsau: DispozinsenFoto:VZN

Die Tester ermittelten Zinsunter­schiede von fast 10 Prozent­punkten. Der Durch­schnitt der Dispo­zinsen liegt bei 10,65 Prozent. Einige Banken versuchen beim Dispo besser auszu­sehen als sie sind. Sie bieten günstige Dispo­zinsen nur für Giro­konten mit hoher Konto­führungs­gebühr. Sehr viele Banken veröf­fent­lichen den Dispozins nach wie vor nicht im Internet, so dass für Kunden kaum ein Vergleich möglich ist. Auch ein Preis­aus­hang vor Ort war nicht immer auffindbar, obwohl die Banken gesetz­lich dazu verpflichtet sind, ihn in der Filiale auszu­hängen. Die Ausreden der Mitar­beiter waren aben­teuer­lich: Man kenne den Dispozins selbst nicht oder teile ihn erst nach der Eröff­nung eines Kontos mit. Oft sind es teure Banken, die den Kunden die Höhe des Zinses für die Überzie­hung ihres Kontos ver­schwei­gen.

In Göttingen sticht innerhalb Nieder­sachsens insbe­sondere die Sparkasse immer wieder als „Leucht­turm­projekt“ negativ hervor. Nach einem Marktcheck der Ver­braucher­zentrale Nieder­sachsen steht sie – nicht zum ersten­mal – mit an der Spitze bei den Wucher­zinsen. Erst kürz­lich hatte sich die SPD-Land­tagsab­geord­nete Gabriele Andretta das Geldinstitut vor­genom­men: Ange­sichts eines histo­risch niedri­gen Leitzins­niveaus von 0,15 Prozent gehe es bei einem Dispozins von aktuell 12,49 Prozent und Über­ziehungs­zinsen von 16,99 Prozent letztlich „um nichts anderes als um das beden­ken­lose Abkas­sieren bei Men­schen, die den Banken auf Gedeih und Verderb ausge­liefert sind“. Diese Zahlen sind nicht einmal einen Monat später bereits überholt: Mittler­weile müssen Geldins­titute sogar einen nega­tiven Zins bezahlen, wenn sie ihr Geld bei der Euro­päischen Zentral­bank (EZB) parken statt es unter die Leute zu bringen und können sich sogar zu 0,05 Prozent refinan­zieren, bekommen das Geld also hinter­herge­schmis­sen. Der Verbrau­cher profi­tiert von all dem nicht.

„Weil wir anders sind“ – auch bei den Dispo-Zinsen: aktuelle Werbung der Sparkasse GöttingenScreenshot (29.09.2014)

Mit mehr als diffusen Begrün­dun­gen ver­sucht etwa die Spar­kasse dage­gen­zuhal­ten, merkt aber dabei nicht einmal, wie sie weiter an ihrem Nega­tiv-Image feilt: „Gerade auch im Zusam­men­hang mit den Kredit­wün­schen unserer Kunden legen wir sehr hohen Wert auf eine indivi­duelle, ganzheit­liche und faire Bera­tung“, erklärt deren Sprecher Michael Rappe – und eben auch auf einen indivi­duellen, nahezu konkur­renz­los hohen Zins­satz. Merk­würdig dabei ist, dass just zu dem Zeitpunkt, wo der EZB-Zinsatz sinkt, die internen Kosten des Geld­hauses offenbar immer in dem­selben Maße zu steigen scheinen, sodass man – leider, leider – den Kosten­vorteil nicht an die Kund­schaft weiter­reichen kann.

Mit einem am „öffent­lichen Auftrag orien­tierten Bera­tungs- und Kredi­tierungs­verhal­ten“ hebe man sich ganz bewusst und deutlich von günstigen Spezial­anbie­tern, aber auch von der Mehrheit der profit­orien­tierten Groß­banken ab, so Rappe weiter, ist also bewusst deutlich ungüns­tiger. Der PR-Mann verweist zudem auf die Mild­tätig­keit seines Hauses: Die Sparkasse nehme immerhin „grund­sätzlich für jeden Kunden“ eine Girokonto­einrich­tung vor, auch wenn sie nicht profi­tabel sei, wie z.B. bei derzeit etwa 1.100 „Giro­konten für Jeder­mann“ sowie etwa ebenso vielen Pfän­dungs­schutz­konten, was jährliche Zuschuss­beträge von etwa einer halben Million Euro erfor­dere. Das kann man glauben, nach­voll­ziehen kann man es nicht. Weitere Zahlen nennt Rappe nämlich nicht. Wie sich solch hohe Verwal­tungs­kosten (227,00 Euro pro Konto) zusam­men­setzen, darauf bleibt er die Antwort schuldig, es würde vielleicht auch dem Vorwurf der Stiftung Waren­test nach weit­verbrei­teter Intrans­parenz ent­gegen­stehen.

Mehr Transparenz einfor­dern könnten hin­gegen jene vom Göt­tinger Rat gestell­ten Mitglie­der im Verwal­tungs­rat der Spar­kasse Göttin­gen (SPD: Wolfgang Meyer, Frank-Peter Arndt, Helmi Behbe­hani; CDU: Brigitte Eiselt, Fritz Güntzler sowie Prof. Dr. Christian Schrader, auf Vorschlag der Grünen), die der Geschäfts­führung ein wenig auf die Finger sehen sollen – wenn sie sich denn nicht als bloße Abnicker und Aussitzer verstehen würden. Zwar ist es richtig, dass sich diese Mitglieder nicht in das ope­rative Geschäft einmi­schen dürfen, wenn es aber um das Ansehen und äußere Erschei­nungs­bild geht, welches zudem auf die Stadt als Ganzes zurück­fällt, dann sind sie sehr wohl gefordert. Zu hören ist von ihnen jedoch so gut wie nichts, obgleich ein Grum­meln über die Zins­politik der Spar­kasse Göttingen quer durch alle Reihen der Ratsfrak­tionen zu verneh­men ist und auch inner­halb der Verwal­tung immer wieder mal anklingt. Beim unge­störten Einsam­meln ihrer Sitzungs­gelder ziehen sie sich jedoch auf die Argu­men­tation zurück, man habe ja keinerlei Weisungs­recht gegen­über der Spar­kasse. So jeden­falls reagierte der Rat bereits 2012 auf einen entspre­chenden Vorstoß der Linke-Rats­fraktion.

Das ist zumin­dest schein­heilig. Keinem Verwal­tungsrat­mitglied ist es verwehrt, immer und immer wieder das unan­ständige Gebaren eines Vorstandes mora­lisch anzu­pran­gern statt sich wegzu­ducken, dies explizit ins Proto­koll aufneh­men zu lassen und auch der Öffent­lichkeit davon Kenntnis zu geben – Geschäfts­geheim­nisse verra­ten werden dadurch jeden­falls nicht.

 
„Beratungsresistenz des Vorstandsvorsit­zenden“: Kontrahenten Becker und Hald (rechts)Foto: Archiv

Auch die Göttinger Rats-Grünen, klagt Fraktions­vorsit­zender Rolf Becker, hätten „mit einem Brief an den gesam­ten Vorstand, in persön­lichen Gesprä­chen und durch Ver­hand­lun­gen im Verwal­tungs­rat lange versucht, den Vorstand zur Sen­kung der Zinssätze zu bewegen, aber er beharrt auf seiner unso­zialen Zins­politik“. Becker nennt die Erklä­rungs­versu­che der Spar­kasse „wenig über­zeu­gend bis zynisch“. Dies gelte vor allem für den beschwich­tigen­den Hinweis, bei länger­fristi­gem Über­ziehungs­bedarf könne man ja einen zins­günsti­geren Privat­kredit aufneh­men: „Gerade Menschen mit geringen finan­ziellen Mitteln haben oft keine realis­tische Chance, einen solchen Kredit zu erhalten, weil sie den Nachweis der Kredit­würdig­keit nicht erbrin­gen können.“ Ange­sichts der „nur schwer zu ertra­gen[den] Beratungs­resis­tenz des Vor­stands­vorsit­zenden Rainer Hald“ hofft Becker auf Rolf-Georg Köhler (SPD), „der als neuer Göttinger Ober­bürger­meister auch den Vorsitz im Verwal­tungsrat über­nehmen wird und die Sparkasse aus eige­ner beruf­licher Erfah­rung von innen kennt“.

Zumindest solange wird sich an der Beratungs­resistenz des Vor­stands­vorsit­zen­den vor­aus­sicht­lich nichts ändern – jedenfalls nicht mit den derzei­tigen Verwal­tungs­ratsmit­gliedern. Andere Geldins­titute übrigens haben Über­ziehungs­kredite inzwi­schen ganz abge­schafft.
Dass es für Anleger noch halbwegs attraktive Auswege aus der Zinsmisere gibt, hat jetzt die Stiftung Waren­test bei einer Unter­suchung von 41 Bankspar­plänen ermittelt und dabei überra­schend gute Kondi­tionen entdeckt. Die besten Angebote bringen zwischen 2,5 und mehr als 3 Prozent Rendite.Weitere Informationen
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Umweltschutz
Neues Sammelsystem für Elektrokleingeräte kommt an
Das vor wenigen Wochen neu einge­führte Sammel­system für Elektro­klein­geräte scheint sich offenbar zu bewähren. Die Göttinger Entsor­gungs­betriebe (GEB) haben jetzt eine erstmalige Leerung der 17 in der Stadt verteilten Container vorge­nommen und dabei insge­samt ca. 6.000kg Elektro­kleingeräte einge­sammelt – das entspricht in etwa der Menge von 25 Kubik­metern.

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An vielen Stellen in der Stadt: neue Container<leer>Foto: GEB

„Die saubere Qualität der Samm­lung über­zeugt“, resü­miert Maja Heindorf von den GEB. Die Göttinger Bevöl­kerung nutze den neuen Erfas­sungsweg offenbar erstaun­lich verant­wortungs­voll. Aller­dings: an einigen wenigen Stand­orten wurden auch Elektro­großgeräte neben den Depot­contai­nern abge­stellt. Die Container sind jedoch aus­schließ­lich für Klein­geräte vorge­sehen. Groß­geräte müssen direkt in die Rudolf-Wis­sel-Straße zum Recycl­inghof gebracht oder können durch die Sperr­müllab­fuhr entsorgt werden (Anmel­dung online möglich).

Seit 2006 ist es gesetzlich verboten, elektrische Klein­geräte über den Hausmüll zu entsorgen. Gleich­wohl landen noch immer Unmen­gen an Elektro­schrott im Restab­fall. Nicht nur, dass es für die Umwelt schädlich ist, auch enthalten diese Klein­geräte wertvolle Rohstoffe wie Alumi­nium, Eisen oder Kupfer. Nur bei sachge­mäßer Entsor­gung können sie entfernt und wieder verwertet werden. Dazu will der Feld­versuch in Göttingen beitragen.

<leer> Wussten Sie schon …
… dass Elektroschrott u.a. viele gefähr­liche Sub­stan­zen enthält, etwa Blei, Queck­silber, Cad­mium, polybro­mierte Biphenyle (PBB), polybro­mierte Diphenyl­ether (PBDE) und Chrom­verbin­dungen? Sie sind hoch­giftig und können Krebs aus­lösen.

Natürlich ist der beste Müll jener, der gar nicht erst anfällt. Beim Kauf sollte also auf die Lang­lebig­keit der Artikel geachtet werden. Weg­werf­pro­dukte, wie zum Beispiel Ein­weg­kame­ras, sollten vermie­den werden, und ein gebrauchtes statt ein frisch vom Fließ­band kom­mendes Handy tut es eigent­lich auch. Selten gebrauchte Geräte wie Bohr­maschi­nen oder Hecken­scheren kann man sich auch gut mit den Nach­barn teilen oder kosten­günstig im Bau­markt auslei­hen.

Noch befindet sich das Göttinger Sammel­system in einer Test­phase. Erst Ende 2015 wird darüber endgültig entschieden.
Container Standorte unter: www.geb-goettingen.de

 

Immobilienfinanzierung
Neue Verbraucherschikane von Banken
Kunden nach Widerruf unerwünscht
Kunden können fehlerhafte Kredite widerrufen. Darüber hatte die Zeit­schrift Finanz­test in ihrer Juli-Aus­gabe berichtet. Doch nach einer Kündi­gung erhalten Kunden nicht von jeder Bank einen neuen Kredit. Die ING-Diba lehnt ganz ab.

Die Verbraucherzentralen Hamburg, Bremen und Sachsen hatten tausende Verträge geprüft und in vier von fünf Fällen bean­standet, dass Kunden nicht korrekt über ihr Widerrufs­recht belehrt worden waren. Das ist seit November 2002 Pflicht. Widerruft ein Kunde, muss er die Rest­schuld ablösen, in der Regel mit einem neuen Kredit­vertrag. Bei der ING-Diba hat er jedoch keine Chance auf einen Anschluss­kredit: Die Bank schuldet seit dem 4. August 2014 nur Kredite um, deren Zinsbin­dungsfrist abläuft. Die Ver­braucher­zentrale Bremen kennt auch Fälle von anderen Insti­tuten, in denen Anschluss­kredite abgelehnt wurden.

Kreditnehmer müssen vor dem Widerruf sicher­stellen, dass sie die Restschuld tilgen können. Informa­tionen hierzu finden sich im Spezial Immo­bilien­kredite auf test.de. Wer das Geld nicht flüssig hat, braucht eine Finan­zierungs­zusage, die vier bis sechs Wochen gilt. Die Ver­braucher­zentrale Bremen bittet Kunden mit Problemen beim Anschluss­kredit um Nach­richt an baufinan­zierung@vz-hb.de
www.test.de

 

Leinebürger fordern Zusagen ein
Naherholungsgebiet als Ersatz für das verlorene Parkgelände / Grüne solidarisch
lr/eb — Am 10. Juli fand in Göttingen das Richtfest für den Neubau des Maßregel­vollzugs am Ros­dorfer Weg statt. Anlässlich dieses Ereig­nisses erinnert die Bürger­initiative Leine­bürger an die ihr seinerzeit von der Politik gegebene Zusage, ein in direkter Nach­barschaft befind­liches, angeblich zur Bebauung ungeeig­netes Gelände als Ersatz für ihr jahr­zehnte­lang genutztes Naherho­lungs­gebiet freizu­geben – auf dem nun ein Rohbau steht.

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Aufwertung zum Naherholungsgebiet: die brach liegende Fläche neben dem ehemaligen Leineberg-Park<leer>Foto: vs

Wir schreiben das Jahr 2007: Gut gelaunt genießen die Anwohner des Leine­bergs den heißen Sommer in ihrem selbst­ernann­ten „Leine­berg-Park“, nicht ahnend, dass in diesem Moment die Zerstörung ihres idyllischen Erholungs­gebiets beschlossen wird. Vier Jahre verbringen sie noch in glück­licher Unwis­senheit und genießen die Zeit unbe­schwert im Grünen. Als die „Leine­bürger“ 2011 dann durch Zufall von der geplanten Zerstö­rung ihrer liebge­wonnen Grün­anlage erfahren, bemühen sie sich umge­hend um kons­truktive Vorschläge und bieten der Landes­regierung seriöse Alterna­tiven. Diese Anstren­gungen stoßen jedoch auf wenig Gegen­liebe, werden prinzi­piell abgelehnt oder widerlegt, was manch­mal nur mit Tricks gelingt.

So hatten die Anwohner ein seit Jahren brachlie­gendes Alter­nativ­gelände, keine 500 Meter entfernt, für die Bebau­ung ins Gespräch gebracht, doch wegen angeb­licher Unbe­baubar­keit wurde es vom Tisch gewischt. Im Nach­hinein stellte sich heraus, dass ein Gutachten, welches für das Alter­nativ­gelände erstellt wurde, nicht auf das gesamte Grund­stück, sondern nur auf einen schmalen Streifen bezog, welcher sich vom Rest des Geländes unter­schied. Auch ein Schreiben der Bewoh­ner an den damaligen Minister­präsiden­ten McAllister konnte die Zerstörung der maleri­schen Natur­fläche nicht abwenden, sodass nunmehr ein Neubau für 30 Millio­nen entstand – zehn Millionen mehr als ursprüng­lich geplant.

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Fühlen sich betrogen: Friedlicher Protest der Leinebürger<leer>Foto: privat

„Naherholung, grüne Lunge, geschützte Fleder­mäuse, seltene Vögel, geschützter Raum für Patienten der angren­zenden psychia­trischen Klinik, Mittel­punkt einer einma­ligen histori­schen Anlage. All das wurde als ,gruppen­egoisti­sche Motive‘ abgetan, von bösen Bürgern, die den Insassen der bisherigen Einrich­tung unsägliches Leid antäten, weil sie den Bau verhin­dern wollten“, machten die Leine­bürger damals ihrem Unmut Luft. Dabei stand für sie nie in Zweifel, dass „psychisch kranke Menschen … eine ange­messene Unter­brin­gung [brauchen] – insbeson­dere, wenn sie ihr ganzes Leben wegge­sperrt sind“, betonen sie auch heute wieder.

Heute: Die Bauarbeiten schreiten voran, der Rohbau des Gebäudes ist fertig. Anlass für die Leine­bürger, noch einmal auf das in ihren Augen gesche­hene Unrecht hinzu­weisen und den Kampf um verlorenes Gelände wieder aufzu­nehmen: In einer Petition fordern sie, das von ihnen vorge­schlagene Alternativ­gelände endlich als Naherho­lungs­gebiet auszu­weisen: „Da sich das Areal offenbar nicht als Bauland eignet, liegt es doch nahe, dieses in ein parkähn­liches Gelände mit Wegen, Bänken und Grünan­lagen zu verwan­deln, das eine Brücke zwischen Leineberg, Tonkuhlen und Kiessee schafft“, heißt es darin. Ein ortsnaher Ausgleich sei während der Ausle­gungs­phase des B-Planes in Politik und Öffent­lichkeit diskutiert und ihnen auch mündlich zugesagt worden. „Wir bauen auf dieses Wort.“

Grüne begrüßen Intention der Petition: „Nachbarflächen müssen gesichert werden!“
Die Grünen im Rat zeigen sich solidarisch mit der zentra­len Intention einer Petition der Leine­bürger. „Durch die ökolo­gische Aufwer­tung der Grünan­lagen sowie mit Hilfe neuer Wegefüh­rungen und Bänke könnten wir hier für die Naher­holung und den Biotop­verbund eine sinnvolle Verbin­dung zum nahe gelegenen Kiessee schaffen“, erklärt Ratsmitglied Ulrich Hole­fleisch. Der Baupolitiker erinnert an einen entspre­chenden Prüfauftrag im Bauaus­schuss am 5.7. 2012. „Entschei­dend ist die Umwid­mung des Geländes im Flächen­nut­zungs­plan.“ Durch aufwändige Ausgleichs­rege­lungen eine klassische Parkfläche entstehen zu lassen, kommt für ihn nicht in Betracht: „Ich will hier nicht den Rasen kurz mähen lassen, sondern die ökolo­gische Qualität weitge­hend erhalten.“

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Zusätzlicher Landschaftsverbrauch durch eine zusätzliche Auffahrt, ob­gleich die zur sich querstellenden Asklepios-Klinik hätte mitgenutzt werden können<leer>Grafik: Rinne & Partner

Die Fraktion hatte seinerzeit ihren Mitglie­dern freige­stellt, wie sie über das Ansin­nen der Landes­behörde (der das Areal gehört), dort einen Neubau für den Maß­regel­vollzug zu errich­ten, abstim­men wollen. Eine Mehr­heit stimmte zu, weil sie auf abseh­bare Zeit „keine andere Mög­lich­keit sah, die vom Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rechte kritisierte men­schen­unwür­dige Unter­brin­gung der Bewoh­ner/innen im ehe­maligen ,Festen Haus‘ zu verbessern“, heißt es in einer Erklärung der Fraktion und unter Anspie­lung auf die völlig fehlende Koope­rations­willigkeit der benach­barten Asklepios-Klinik: „Eine ärgerliche Konstel­lation der Eigentums­verhält­nisse und Nutzungs­möglich­keiten der Flächen ließ vielen die Entschei­dung für den Neubau an dieser ungüns­tigen Stelle unab­wendbar erscheinen.“

Das allerdings ist nur die halbe Wahr­heit, so unab­wend­bar war die Ent­schei­dung nicht: Schon damals hatte der Vertre­ter der Landes­behörde, Michael Brassel vom Staat­lichen Bau­manage­ment, während der emotio­nalen Dis­kus­sio­nen im Bau­aus­schuss durch­klin­gen lassen, dass man ja auch noch Alter­nativ­flächen für den geplan­ten Bau in petto hätte, falls die Stadt nicht spuren würde – nur eben in Göttin­gen nicht. Das aller­dings wurde von den Ent­schei­dungs­trägern geflis­sent­lich über­hört, denen – aus welchen Grün­den auch immer – ein bebau­tes Areal doch lieber war als ein Naher­holungs­gebiet. Immer­hin hatten die Grünen in der Aus­schuss-Sitzung vom 5. Juli 2012 durch­gesetzt, dass die nun von der Bürger­initia­tive auf dem Leine­berg wieder ins Spiel gebrachte „Alter­nativ­fläche … recht­lich gesi­chert und über Aus­gleichs­maßnah­men zum zukünf­tigen Erho­lungs­gebiet für die Bürge­rin­nen des Stadt­teils Leine­berg“ wird. Dieser Ergän­zungs­antrag wurde seiner­zeit ein­stim­mig gutge­heißen.

Brassel, das Schlitzohr, bot dem Ausschuss sogar an, die Brache (Abb. ganz oben) durch die Stadt erwerben zu lassen – zu Bauland­preisen selbst­redend, nicht zu Grün­land­preisen –, wohl wissend, dass man das mit einer (damals) klammen Stadt nicht machen kann.

 

Universität
Gründung eines „Konfuzius-Instituts“
verfestigt Beziehungen zu Folterstaat

Wider den Geist der Göttinger Sieben / Kritik der Gesellschaft für bedrohte Völker
Ausgerechnet Rechtswissenschaftler schweigen Menschenrechtsverletzungen †o†
Am 3. Juli feierten die Universitäten Göttingen und Nanjing ihre langjährige Zusammen­arbeit mit einem öffent­lichen Festakt. Die beiden Hoch­schulen arbeiten seit 30 Jahren in Forschung und Lehre zusammen, am Tag vor dem Festakt haben sie das „weltweit erste Akade­mische Konfuzius-Institut“ gegründet, welches „aktuelle Forschungs­erkennt­nisse in die Öffent­lichkeit vermitteln“ soll – Erkennt­nisse zur Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit und zu Men­schen­rechts­verlet­zun­gen hinge­gen bewusst aus­blendet.

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Heute wie damals: Deutsche – auch Wissenschaftler – sehen gern weg, wenn es darauf ankommt hinzusehen. Verhaftung einer Demonstrantin in der VR China, Rektor Neumann beim Göttinger Uni-Jubiläum 1937.<leer>Quelle: amnesty international / Städt. Museum

Ausgerech­net „Rechts“­wis­sen­schaft­ler, nämlich die deut­schen und chine­sischen Direk­toren des gemein­samen Insti­tuts für Rechts­wis­sen­schaf­ten, Prof. Dr. Rüdi­ger Krause und Prof. Dr. Fang Xiao­min, spra­chen über Ver­gan­gen­heit und Zukunft der 25-jäh­rigen Zu­sam­men­arbeit auf ihrem Fach­gebiet und brachten dabei das ein­malige Kunst­stück fertig, gra­vie­rende Rechts­ver­stöße, wie sie bei­nahe täg­lich aus dem „Reich der Mitte“ ihren Weg in öffent­liche Foren und die Tages­pres­se finden – etwa die Ver­fol­gung von Minder­hei­ten oder die Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit – mit kei­nem Wort zu erwäh­nen. Der anschlie­ßende Vor­trag von Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll, eben­falls Direk­tor des Deutsch-Chine­sischen Insti­tuts für Rechts­wissen­schaft, reihte sich da naht­los ein und beschäf­tigte sich viel­sagend mit den „Her­aus­forde­run­gen und Chan­cen der Ko­ope­ra­tion mit China in Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Poli­tik“.

Er entlarvt zugleich die Intentionen, von denen eine solche Zusam­men­arbeit geleitet wird, nämlich die von Wissen­schaft und Politik flankierten wirtschaft­lichen Interessen und Bezie­hungen weiter voranzu­bringen. Da könnte eine Beschäf­tigung oder gar juristische Würdi­gung des Rechts­systems der Volks­republik China, zu dessen Methoden willkür­liche Inhaftie­rungen wie auch der Einsatz von Folter gehören, nur stören.

Die weltweit renommierte Göttinger Menschen­rechtsorga­nisation Gesell­schaft für bedrohte Völker (GfbV) sieht ange­sichts solch skanda­lösen Verhal­tens die Unab­hängig­keit der Wissen­schaft in Gefahr, die Stadt der „Göttinger Sieben“ brauche statt solcher Feierlich­keiten vielmehr eine kritische Diskussion. „Wir hätten uns in Göttingen eine umfas­sende Diskus­sion darüber gewünscht, ob ein Institut, das vom chinesi­schen Bildungs­ministe­rium ausdrück­lich dazu ange­halten wird, ein posi­tives Bild Chinas im Ausland zu zeichnen, in unseren kritischen Wissen­schafts­betrieb passt“, meint deren Asien­referent Ulrich Delius.

Konfuzius 2
„Statt Feierlichkeiten kritische Diskussion“: Inhaftierter Olympiakritiker, Bürgerrechtler und Aidsakti­vist Hu Jia, von Geheim­polizei bedrängte Ehe­frau Zeng Jinyan, inhaf­tierter Friedens­nobel­preis­träger Liu Xiaobo, Gewalt­anwen­dung durch Zivil­polizei, Folter­opfer Falun Gong
<leer>Fotos: Archiv / VOA staff / China intern / Falun Gong

„Wenn Rüstungskonzerne Forschungs­projekte an Univer­sitäten fördern, gibt es einen Aufschrei der Em­pö­rung in der Öffent­lichkeit. Denn die Unab­hängig­keit der Lehre gilt als gefährdet“, begrün­dete Delius die Skepsis der GfbV. In mindes­tens sieben deutschen Sino­logie-Semi­naren fungieren deren Profes­soren auch als Leiter der örtlichen Konfu­zius-Insti­tute. Die Konfu­zius-Institute sind organisa­torisch an das Entwick­lungszen­trum des chinesi­schen Bildungs­minis­teriums für den Chine­sisch-Unter­richt als Fremd­sprache ange­bunden, das dem Bildungs­ministe­rium der Volks­republik China unter­steht. „Hier kann es schnell Interes­sens-Kolli­sionen geben, es sei denn, deutsche Profes­soren üben sich im vorausei­lenden Gehorsam und in der Selbst­zensur, denn das Ministe­rium hat natürlich seine ganz eigenen Erwar­tungen an die Vermitt­lung eines positiven China-Bildes“, befürchtet Delius. Natürlich solle und müsse auch Positives über China vermit­telt werden, doch das Negative – wie die Unter­drückung der Tibeter oder die schweren Menschen­rechts­verlet­zungen an Uiguren im Nord­westen des Landes – sollten nicht unter­schlagen werden.

Der chinesische Wissen­schaftler und Dolmetscher Prof. Dr. Jianbin Wang hat die Medaille Aureus Gottin­gensis der Universität Göttin­gen erhalten. Mit dieser Medaille würdigt die Univer­sität Göttingen seit 1965 Menschen, die sich in beson­derer Weise für die Hoch­schule eingesetzt haben. Prof. Wang ist neben Erich Bieder­beck, Prof. Dr. Emil Woermann, Heinz Hilpert, Hilde­gunde Willrich, Sigrid Lüttge und Lars Ellegaard die siebte mit dieser Medaille ge­ehrte Person.  

In den USA und Kanada gibt es gerade eine breite Diskussion unter Wissen­schaft­lern über mögliche negative Folgen für die Wissen­schaft durch die Einrich­tung von Konfu­zius-Insti­tuten. So hat die „Amerika­nische Vereini­gung der Univer­sitätsprofes­soren“ den US-Univer­sitäten vorge­worfen, mit der Ansied­lung solcher Institute die Integrität von Universi­täten und Lehrper­sonal beein­trächtigt zu haben. Auf besondere Kritik stieß dabei, dass China bei der Besetzung von Posten in Konfu­zius-Insti­tuten ein Mitsprache­recht hat.

 

Göttinger Wald
Notfallschilder für Erste Hilfe
„Rettungspunkte“ sollen Notfallhelfer leiten
pdg — Zur Alarmierung von Rettungs­kräften bei Notsitua­tionen im Göttinger Stadtwald per Mobilfunk wurden im Wald zwölf Schilder als soge­nannte Rettungs­punkte aufgestellt. Die darauf vermerkten Abkür­zungen und Zahlen ermög­lichen die genaue Standort­bestim­mung durch die Feuer­wehr und Rettungs­dienste, die somit schnell zur Hilfe eilen können, wenn Personen im Wald zum Beispiel einen Unfall haben, einer Bedro­hungs­situation ausge­setzt sind oder einen Schwäche- oder Allergie­anfall erleiden.

Rettungspunkt

Auf jedem Schild folgt hinter der Abkürzung „GÖ“ eine Nummer, einige haben zusätzlich hinter den Ziffern ein „H“ als Hinweis, dass hier gegebe­nenfalls der Einsatz eines Rettungs­hubschrau­bers möglich ist. Außerdem ist auf den Tafeln die Notfall­telefon­nummer 112 vermerkt, unter der in Göttingen die örtliche Rettungs­leitstelle der Feuer­wehr erreicht wird. Mit zwölf Rettungs­punkten im 18km² großen Stadtwald sind die Dichte der Rettungs­punkte höher als üblich und damit die Abstände zwischen den Punkten wesentlich kürzer. Grund dafür ist die besondere Bedeutung dieses Gebietes als Erholungs­raum der Göttinger Bevöl­kerung.

Informationen über die zur Verfügung stehenden Notfall­rettungs­punkte erhalten Waldbe­sucher über Flyer, die an den wichtigsten Waldein­gängen (Molken­grund, Kehr, Hollands­grund und Seckborn­grund) zu finden sind, aber auch digital über die kosten­lose Smartphone-App „Hilfe im Wald“.

 

Oberbürgermeisterwahl
SPD-Kandidat setzt sich durch
Wenn es Ihnen nicht passt, dann dürfen Sie mich eben nicht wählen“, reagierte Rolf-Georg Köhler kürzlich noch auf einer Veranstal­tung, bei der es aus aktuel­lem Anlass (Baptisten­kirche / ehem. Voigtschule) um die Göttinger Kultur und ihre Kultur­initia­tiven ging. Es hat offen­sicht­lich vielen dennoch gepasst.

Nach vorläufigen Berechnungen geht Köhler mit etwa 59 Prozent als Sieger aus dem Rennen um das Amt des Ober­bürger­meis­ters hervor (Martin Rudolph: ca. 41 Prozent). Am bemer­kens­wertes­ten bei dieser Wahl, bei der zum Schluss die Grünen mehr Werbung für den roten Bewerber betrieben als die SPD selbst, ist wohl die Wahl­beteili­gung: Nur noch 31 Prozent (50,12 Prozent bei der Vorwahl) ließen sich hinterm Ofen hervor- und in die Wahl­kabinen locken – ein Indikator dafür, welchen Rückhalt die Kandi­daten in der Bevöl­kerung besitzen und wie diese bzw. die von ihnen vertre­tene Politik sich von ihnen repräsen­tiert fühlt.
www.wahlen.goettingen.de

 

Klimawandel
Heftige Unwetter halten Einsatzkräfte auf Trab
Schwerstarbeit für die Feuerwehr / Kunst e.V.: Sanierung von Spielstätten forcieren
pdg/eb — Eines der heftigen Unwetter dieses Jahres, dass von West nach Nordost über die Bundes­republik und damit auch über Göttingen zog, hat hier erheb­liche Schäden hinter­lassen. Allein im am stärksten betrof­fenen Ruhr­gebiet wurden mehrere 10.000 Blitze gezählt, die nahezu ununter­brochen die Nacht zum 10. Juni taghell erleuch­teten. 19 Feuer­wehr­wachen waren mit 120 Einsät­zen beschäftigt. Allein aus dem Keller im Audito­rium der Univer­sität mussten rund 500.000 Liter Regen­wasser abge­pumpt und Bäume gefällt werden. In den städti­schen Grün­anlagen wurden nach Angaben der Stadt bislang rund 80 Schäden registriert. Einzelne Bäume hielten auch auf dem Bartholo­mäus­friedhof dem Wind nicht stand und stürzten um. Eine Vorstel­lung der Göttinger Händel-Fest­spiele im Deutschen Theater musste wegen eines Wasser­ein­bruchs im Dach über der Seiten­bühne vorzeitig abge­brochen, der jähr­liche Univer­sitäts-Sporttag „Dies Acade­micus“ abgesagt und auf den Juli verscho­ben werden.

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Mehrere 10.000 Blitze gezählt: Unwetter in der Region
<leer>Foto: André Karwath

Überlastete Rohrlei­tungen im Neuen Rathaus führten zu Undich­tigkei­ten im Technik­oberge­schoss und einem Wasser­einbruch im Keller und auch die Feuer­wehr selbst war betroffen: Ellie­hausen und Grone gab es Wasser­eintritte durch die Dächer der Feuer­wehr­häuser; in Grone war der Altbau betroffen, der derzeit stattfin­dende Anbau blieb unbe­schädigt. In der Voigt-Real­schule in Weende stehen Räume des Haus­meisters, des Verwal­tungs­gebäudes und des Mensa­gebäu­des unter Wasser. Zusätz­lich ist ein Aufzugs­schacht vollge­laufen; dadurch sind mög­licher­weise die Elek­tronik und die Batte­rien beschä­digt. Die genaue Schadens­auf­nahme erfolgt noch. Das Wasser wird durch Haus­meister entfernt.

In den Gebäuden Maschmühlenweg 141–145 stand der Wasch­maschinen­raum im Keller­geschoss etwa zehn Zenti­meter unter Wasser. In mehreren Häusern im Masch­mühlen­weg und im Königs­stieg wurde Wasser durch die Fenster gedrückt. Im Gebäude Rote Straße 34 drang Regen in das Treppen­haus ein. In der Musa gab es einen Wasser­einbruch im Keller. Mehrere Musa-Mitar­beiter/in­nen sind dort bereits seit Dienstag­nacht im Einsatz und wurden von der Feuer­wehr unter­stützt. Mit Hilfe der bereits vorhan­denen sowie einer zusätz­lich einge­setzten Pumpe konnte der Schaden bisher in Grenzen gehalten werden.

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OB dankt Helfern
pdg — Oberbürger­meis­ter Wolf­gang Meyer hat sich in einer öffent­lichen Erklä­rung bei den vielen haupt- und ehren­amt­lichen He­lfer/in­nen bedankt, die wäh­rend und nach den Unwet­tern im Stadt­gebiet im Ein­satz waren. „Es ist gut zu wissen, dass in unse­rer Stadt Men­schen leben, mit deren Hilfe wir aus dem Stand heraus in der Lage sind, solchen Unwet­tern zu begeg­nen, wie sie am ver­gan­genen Diens­tag und Mitt­woch über Göt­tin­gen gefegt sind,“ sagte er. In seinen Dank bezog Meyer die Mitar­bei­ter/in­nen und Mit­glie­der der Feuer­wehren, der Polizei, der Ret­tungs­dienste sowie aller ande­ren Orga­nisatio­nen und Unter­neh­men ein, die mit vol­lem Ein­satz und oft die ganze Nacht lang uner­müd­lich an der Schadens­begren­zung mitge­wirkt haben. Meyer dankte außer­dem allen öffent­lichen und priva­ten Kräf­ten, die seit dem frühen Mitt­woch Mor­gen an der Be­seiti­gung der Folgen arbei­teten, die die Gewitter verur­sacht haben. Er bat aller­dings auch um Ver­ständ­nis dafür, dass die Repa­ratur- und Auf­räum­arbei­ten noch einige Zeit in An­spruch neh­men könn­ten.
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Für die Feuerwehrkräfte bedeutete das Gewitter Schwerst­arbeit. Im Stadtgebiet Göttingen rückten die Einsatz­kräfte der Haupt­feuer­wache, der Feuer­wehr des Klinikums, der Werks­feuer­wehr der Univer­sität, der 13 Orts­feuer­wehren und von drei Feuer­wehr­wachen aus dem Land­kreis zu 120 Einsät­zen in der Nacht aus. Am Mittwoch­morgen und -nach­mittag (11. Juni) kamen etwa 40 Einsätze hinzu. Bei den meisten mussten vollge­laufene Keller vom Regen­wasser befreit werden. Im Audito­rium der Univer­sität stieg der Wasser­pegel auf 1,50 Meter an. Auch im Institut für Mikro­biologie und beim Reiterhof in Holtensen mussten Räume vom Wasser befreit werden. Laut Feuer­wehr verur­sachte zudem ein Wasser­einbruch in der Produk­tions­halle der Firma Novelis in Weende einen Stopp der dortigen Produk­tion.

In der Kita Gartenstraße stürzten ein Baum und Äste vom Wall auf das Gelände. Schäden sind noch nicht bekannt. Auf dem Spielplatz Schlözer­weg gaben zwei Buchen den Wind­böen nach und beschä­digten bei ihrem Aufprall zwei Nachbar­zäune sowie zwei Parkbänke. Auf dem Spielplatz Rosen­winkel wurden mehrere Bäume entwurzelt, außerdem brachen mehrere große Äste aus den Kronen heraus. So entstan­den Schäden am Dach, an der Dachrinne sowie am Vorbau des Nachbar­hauses und am Zaun. Der Betrieb auf den betrof­fenen Plätzen ist teilweise einge­stellt und voraus­sichtlich ab der nächsten Woche wieder möglich. Im Stadt­wald fiel ein Ast auf einen Tennisplatz am KWP und zerstörte dabei einen Zaun und einen Schieds­richter­stuhl.

In vielen Grünanlagen lösten sich Äste aus den Baum­kronen, die leicht herunter­fallen und Passanten verletzten können. Auch 37 Mitar­beiter/in­nen des Bauhofes der Stadt Göttin­gen und zwei Baum­pflege­firmen erfassen die Schäden und haben mit der Beseiti­gung begonnen, die noch mehrere Tage andauern wird. Wer sich in den Parkan­lagen aufhält, sollte daher beson­ders aufmerk­sam sein, um mög­lichen Gefahren auszu­weichen und im Zweifels­fall auch Umwege in Kauf nehmen.

 

Passantenzählung
Göttinger Einkaufsmeilen auf den mittleren Plätzen
Fragwürdige Statistik zur Attraktivität von Innenstädten
Nicht nur eine „schon seit einigen Jahren zu beobach­tende Polarisie­rung zwischen starken und schwachen Einkaufs­lagen, respektive Groß- und Klein­städten“ konstatiert das Hamburger Bera­tungs- und Vermitt­lungs­unter­nehmen für Gewerbe­immobilien Engel & Völkers in einem soeben erschie­nenen Report, sondern „inzwischen auch eine immer stärkere Differen­zierung im Einkaufs­verhalten“. Reine Versorgungs- und/oder Internet­einkäufe werden demzufolge überwie­gend unter der Woche abgewickelt, während sich das erlebnis- und freizeit­orientierte Shoppen „in anregender Innen­stadt­atmosphäre“ immer mehr auf den freien Samstag­nach­mittag konzen­triert.

<leer> Weender Straße
 
Erlebnis- und freizeit­orientiertes Shoppen: Weender Straße<leer>Foto: vs

Von den 22 Groß- und Mittel­städten Deutschlands, in denen in mehr oder weniger anre­gender Atmo­sphäre geshoppt und eventet wird, ist Göttingen ungefähr im Mittelfeld wiederzu­finden. Einsame Spitze und nach wie vor Shopping­meile Nummer 1 ist im vierten Jahr in Folge die Kaufinger­straße in München, dicht gefolgt von der Neuhauser Straße, ebenfalls in der Bayern-Metro­pole. Erst dann folgt die Kölner Schilder­gasse. Für die Zähler über­raschend, taucht im Top-20-Ranking Hannover mit der Bahnhof­straße, der Georg­straße sowie der Karmarsch­straße gleich mit drei Platzie­rungen auf.

Solche Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Zum einen macht es sicher­lich einen Unter­schied, ob die Messungen etwa bei strah­lendem Sonnen­schein oder bei miesem Regen­wetter, wenn niemand gern freiwillig auf die Straße geht, durch­geführt wurden (in München beispiels­weise schien die Sonne, in Göttingen wurde an Regen­tagen gezählt), zum anderen muss man die absoluten Zahlen (Kaufinger­straße 16.653 Besucher pro Stunde, Weender Straße 4.806) auch in Relation zum Ein­zugs­gebiet setzen.

Generell, so die Consulting-Firma weiter, habe an nahezu allen Zähl­punkten die Passan­tenfre­quenz gegen­über dem Vorjahr zuge­nommen, mitunter um nahezu 25 Prozent, wobei deutliche Unter­schiede zwischen den Zähl­tagen Dienstag und Samstag zu verzeichnen sind. Unter den lokalen, auch alt eingeses­senen Laden­besitzern beschleu­nige sich zudem die Auslese. Neben den Auswir­kungen des Online-Handels trügen dazu maßgeb­lich interna­tionale Marken­unter­nehmen bei: „Bei globalen Ketten stehen zuneh­mend die deutschen Wirtschafts­metro­polen im Visier ihrer Expan­sions­strate­gien“, berichtet Christiane Meyer von Engel & Völkers Com­mercial.

Ein Problem, welches Städteplanern nur allzu gut bekannt ist – ohne dass sie deshalb der Ansied­lung großer, den kleinen Einzel­handel verdrän­gende Ketten Einhalt gebieten würden. Logisch also, „dass neben sozio­demografi­schen Fakten die Größe des Einzugs­gebiets sowie die Entwick­lung und die Perspek­tiven wichtige Kriterien für die Attrakti­vität der Einzel­handels­standorte sind“, wie die Statistiker schreiben, weil sich ja nur durch immer größere Einzugs­gebiete höhere Einnahmen erzielen und Mieten bezahlen lassen, welche wiederum nur die oben erwähnten interna­tionalen Marken­unter­nehmen aufbringen können. Was wiederum zur „Auslese“ von jenen alt eingeses­senen Laden­besitzern führt, die gerne in der Innen­stadt bleiben würden, könnten sie denn solche Mieten bezahlen, und deren Abwan­derung Stadtent­wickler mehr oder weniger tatenlos zusehen und durch eine kontra­produktive Ansied­lungs­politik gar noch fördern.

 

Erinnerungskultur
Jedem das Seine
Denkmalsockel am Bahnhof: Kunst oder Trojanisches Pferd?
„Dem Landesvater seine Göttin­ger Sieben“ – und der Göt­tinger Künst­lerin Chris­tiane Möbus ihr eigenes Denk­mal. Mit ihm möchte sie sich würde­voll in die Ahnen­reihe jener kriti­schen Denker einrei­hen, die sich 1837 gegen die Aufhe­bung der Verfas­sung im König­reich Han­nover wandten und dafür mit ihrer Entlas­sung bezah­len muss­ten; manche sogar mit ihrer Vertrei­bung.

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Zu aktualisierender Diskussionsvorschlag des Göt­tinger Schriftstellers Wolfgang Bittner aus dem Jahr 1980<leer>© W. Bittner

„Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“, so hat sie ihr Werk benannt – einen kahlen Sockel, der dem vor dem Hanno­verschen Haupt­bahn­hof stehen­den Denk­mal von König Ernst August I. nach­empfun­den ist und auf dem nicht nur die renitenten Wissen­schaftler mit ihren Namen verewigt werden sollten, sondern auch die Künst­lerin selbst, so stellt sie sich dies samt einer kleinen Anzahl von Befür­wor­tern vor, die den Klotz dann den Göttin­gern zum Geschenk über­reichen wollen.

Einen „inspirierenden kriti­schen und zugleich für eine breite Öffent­lichkeit gut zugäng­lichen Beitrag zur Diskus­sion des Mahnmals in der heutigen Gesell­schaft“, nennt ein Schweizer Kunst­profes­sor den Granit­block und so sollte es auch nicht wundern, wenn die Göttinger Bevöl­kerung sich von einem solchen Klotz ähnlich inspi­rieren lässt wie einst bei der schräg in den Himmel ragenden Röhre auf dem Uni-Campus. Diese „Kunst“ im öffent­lichen Raum hatten sich Studie­rende alsbald zurück­erobert, indem sie, deutlich origi­neller als das ursprüng­liche Werk, einen aus Maschen­draht gefer­tigten Radfahrer die Säule empor­radeln ließen – sehr zum Verdruss seines Schöpfers übrigens, der sich dies unver­züglich verbat.

Dass es mit der Inspiration, jedenfalls der Schöpfer, nicht immer allzuweit her ist, zeigt eine weitere Plastik am selben Ort, die Grass’sche G7-Stele nämlich, die ebenso als Symbol für den Gipfel der (sieben) bedeutendsten Industrienationen der Welt stehen könnte wie für das, was eigentlich intendiert ist.

Die Verwaltung jedenfalls befür­wortet das ihr ange­tragene, „außer­gewöhn­liche Kunst­werk von hohem ästhe­tischen Reiz“, will auch gleich die Kosten für Funda­ment und Unter­haltung mit über­nehmen und es ebenso auf dem Bahnhofs­vorplatz aufstellen wie das Vorbild in Hannover. Ihre Begeis­terung ist jedoch eher verhalten. Kultur­dezer­nentin Dagmar Schlapeit-Beck findet es nicht etwa rund­heraus gut oder gar hervor­ragend, sondern ästhetisch „befriedi­gend“, Fach­bereichs­leiter Hilmar Beck schwant bereits: „Denkmale in Göttin­gen sind immer strittig.“ Kommt drauf an.

Die Diskussion jedenfalls geht gerade erst los. Mit wohldo­sierten Worten („grund­sätz­liche Freude über jedes bürger­schaft­liche Engage­ment“, „interes­sante Idee“, „Engage­ment und die Leis­tung von Frau Möbus in keiner Weise schmälern“) will man der Künst­lerin schonend beibringen, dass man „diese Art der Ausfüh­rung nicht für sach­gerecht und den Göttinger Sieben nicht würdig“ findet, erklärt etwa Marcel Pache im Namen der CDU/FDP-Gruppe im Rat. Zu beden­ken sei auch eine evtuelle Urheber­rechts­verlet­zung im Hinblick auf die Archi­tektur des Bahnhofs­vorplatzes, und das könne der Gruppe nicht ganz egal sein. Sie wird sich deshalb in der nächsten Kulturau­sschuss­sitzung gegen die Schenkung ausspre­chen. Es könnte sich ja als Danaer­geschenk entpuppen.

 

Basketball
Göttinger Politspitzen sponsern persönliche Vorlieben
mit öffentlichen Geldern der Gebührenzahler

Elitärer Profisport trotz kritischer Haushaltslage bezuschusst / Bevölkerung: „Unverschämtheit“
Mit einem Paukenschlag endet die Amtszeit des Göttinger Ober­bürger­meisters – und mit einer In­stinkt­losig­keit zugleich. Hinter verschlos­senen Türen haben auf Initiative von Wolfgang Meyer die Spitzen von SPD und CDU im Verwal­tungsaus­schuss des Rates der Pro Basket­ball Göttin­gen GmbH (BG Göttingen) mehr als 100.000 Euro zuge­schanzt – einem kom­mer­ziellen Sport­betrieb, dessen Spieler zumeist einen ähn­lichen Bezug zu Göttin­gen haben wie jene von Bayern München etwa oder andere Profi(t)-Be­triebe im Sport auch.

Einer Umfrage im Göttinger Tageblatt zufolge halten 90 Prozent (!) der Befragten die Subven­tionie­rung des kommer­ziellen Vereins schlicht für eine „Unver­schämt­heit“, nur 9 Prozent sind gegen­teili­ger Meinung. Als vorge­schobe­nes Argument gilt den wenigen Politi­kern, die dies ausge­kungelt haben, ein angeb­licher Mehr­wert für die Stadt Göttingen durch eine öffent­lich­keitswirk­same Vermark­tung Göttin­gens als „Stadt des Basket­balls“. Ob dadurch aber beispiels­weise die Über­nach­tungen in der Hotel­lerie ansteigen oder auch nur ein Umsatz­zuwachs bei Konsum­gütern und Dienst­leistun­gen zu verzeich­nen ist oder gar neue Gewerbe­ansied­lungen und Arbeits­plätze dadurch gene­riert werden, darf mehr als bezwei­felt werden und scheint an den Haaren herbei­gezogen. Konkrete Angaben darüber, wie sich ein angeb­lich besserer Ruf durch Basket­baller tatsächlich durch positi­ve Zahlen belegen lässt, wurden zu keiner Zeit vorgelegt – selbst nicht zu Zeiten, als die BG bereits Bundes­ligafor­mat aufwies und sich wenig später der Haupt­sponsor Sparkasse gleich­wohl aus diesem Engage­ment zurück­zog. Der im stillen Käm­merlein gefasste Beschluss verhöhnt die durch das Entschul­dungs­hilfe­angebot des Landes gefor­derten Sparbe­mühun­gen, durch die viele Mitarbeiter in der Verwal­tung aufgrund von „Arbeits­verdich­tung“ ebenso Opfer bringen müssen wie auch ein großer Teil der Bürger­schaft. Ein solches Verhalten kurz vor der Ober­bürger­meister­wahl ist ein Fall für die Kom­munal­aufsicht wie auch für den Landes­rech­nungs­hof.

Breitensport
Vernachlässigte Sportförderung: Weender Freibad, KAZ-Akrobatik, Ballett<leer>Fotos: Förderverein Freibad Weende / VS / ASC

Unter dem Code V001 sahen die Vor­schläge der Ver­wal­tung im sog. „Zu­kunfts­ver­trag“ Kür­zun­gen bei den städti­schen Sport­förde­rungs­mit­teln von ins­ge­samt 480.000 Euro vor. 297 Rück­mel­dun­gen lehn­ten dies ab, 189 wa­ren dafür. Unter dem Code V002 wur­den Kür­zun­gen von 160.000 Euro bei der GWG vor­schla­gen, wel­che direkt die BG 74 be­tref­fen. 376 spra­chen sich da­für aus, 93 da­ge­gen. <leer>
<leer> Lediglich die Grünen im Rat haben sich dem Ansin­nen des Ober­bürger­meis­ters ver­wei­gert – sie sind der Sit­zung de­mons­trativ fern­ge­blie­ben. Bei al­lem Re­spekt vor der Leis­tung der BG 74 und ihrem Wie­der­auf­stieg sieht OB-Kan­didat Sieg­fried Lies­ke „im städti­schen Haus­halt kei­ne Spiel­räu­me für eine un­mit­tel­bare finan­ziel­le Un­ter­stüt­zung. Es fällt mir schwer, den Bür­ger/in­nen zu ver­mit­teln, dass wir in dem ei­nen Jahr die Mit­tel für den Brei­ten­sport kür­zen und Park­ge­büh­ren erhö­hen und im nächs­ten Jahr zu­sätz­li­ches Geld für den Profi­sport aus­ge­ben.“ Dies sei aus Per­spek­tive ei­ner ver­lässli­chen Haus­halts­poli­tik nicht zu ver­ant­worten.

Sie handeln mit Waren, so wie andere Ge­wer­be­trei­bende auch mit Wa­ren han­deln, nur dass ihre Ware aus Spie­lern be­steht. Und weil dabei oft­mals hohe (Ab­lö­se-)Sum­men beim Wa­ren-Ein­kauf ent­ste­hen, weil man ja in einer buch­stäb­lich „ande­ren Liga“ spie­len will, ist das Risiko ent­spre­chend hoch, sein Pro­dukt auch wieder ver­kau­fen zu kön­nen. Da ist es gut, wenn die Spit­zen von Rat und Ver­wal­tung von sport­begeis­ter­ten Bas­ket­ball­fans durch­setzt sind. Sie haben nicht nur den Na­men der neu er­rich­te­ten Sport­halle für die Bas­ket­bal­ler an ein Göt­tin­ger Geld­insti­tut ver­scher­belt, ohne jene über­haupt zu fra­gen, die diese Halle ganz über­wie­gend finan­ziert ha­ben und die doch auch ein An­recht darauf hät­ten, bei der Na­mens­ge­bung betei­ligt zu wer­den, sie finan­zie­ren nun mit wie­der­um öf­fent­lichen Gel­dern auch noch ih­re per­sön­lichen Vor­lie­ben. Von sol­chen kom­mu­nalen Zu­schüs­sen kön­nen andere Ge­werbe­trei­ben­de in dieser Stadt nur träu­men.

Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, ein kaum ein Spiel auslas­sender erklärter Fan der nun in die Bundes­liga zurück­kehren­den Göttinger Basket­baller sowie CDU-Frak­tions­chef Fritz Güntzler, dessen Affinitiät zum Profi­sport bereits durch seinen Vorsitz im Sportaus­schuss deutlich wird, dürfen sich nun sicherlich auf ein Frei­karten-Kontin­gent für die lau­fende Saison freuen. Das ist so üblich gegen­über Spon­soren – und versüßt den Abschied aus dem Amt eines Ober­bürger­meis­ters unge­mein.

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten,
Integration und Gleichstellung:
10. November

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Standesamt geschlossen
Wegen einer Schulungsveranstaltung bleibt das Standesamt der Stadt Göttingen am Dienstag, 28. Oktober, für den Publikumsverkehr geschlossen.

E-Mobilität
Metropolregion
stellt „Stromtankkarten“ vor

Bislang gleicht die Tankstellenlandschaft für Elektro­fahr­zeuge einem bundes­weiten Flicken­teppich: Wer mit Karte bezahlen will, kann das vielfach nur im eige­nen Bundes­land oder gar der nähe­ren Umge­bung, weil andern­orts eigene Süpp­chen gekocht und solche Tank­karten außer­halb der Region oft nicht akzep­tiert werden. Elektro­fahrer müssen sich deshalb mit­unter mit einem ganzen Bündel von Tank­karten unter­schied­licher Anbie­ter ein­decken, wollen sie die ohnehin schon wegen der begrenz­ten Reich­weite einge­schränkte Mobi­lität nicht noch weiter ein­schrän­ken. Ein Manko, das die Verbrei­tung von E-Mobi­lität nicht gerade fördert und das man in näherer Zukunft ange­hen will. Auch in der Metro­pol­region Han­nover - Braun­schweig - Göttin­gen - Wolfs­burg mit seinem vom Bund geför­derten Schau­fenster­pro­gramm „Elektro­mobili­tät“.Weitere Informationen

Nordstadt
CDU/FDP-Gruppe:
Rot-grüne Park-Zwangsmaßnahmen

Zimperlich in der Wortwahl war die Göttinger CDU/FDP-Gruppe selten, wenn es darum geht, Aufmerk­samkeit zu erlan­gen. Nicht immer wird dies leider dann man­chem berech­tigten Anliegen gerecht. Momentan wendet sie sich gegen „rot-grüne Zwangs­maßnah­men“ im Bereich der Nord­stadt, vergisst bei einer solchen – auto­krati­sche Verhält­nisse sugge­rieren­den – Formu­lierung aller­dings, dass es sich um ein demo­kratisch gewähltes Gremium handelt, welches solche Maßnah­men beschließt. Das gleich­wohl nicht immer sofort auf die opti­malste Lösung ver­fällt, die sich erst im Praxis­test heraus­stellen muss.
Die Gruppe bemängelt, dass Mitarbeiter von Kliniken und Senio­renein­richtun­gen, die weiter auf öffentliche Stell­plätze im Bereich Zimmer­mann­straße und Am Papen­berg ange­wiesen sind, auch künftig rund 80 Euro im Monat nur für Parkge­bühren aufwenden müssen und fordert nach wie vor eine weiter­gehende Redu­zierung der Gebühren sowohl in Weende-Süd wie in der übrigen Nord­stadt, ist aber jetzt erneut an der rot-grünen Mehr­heit geschei­tert. Vor allem Felicitas Olden­burg (FDP) ist häufig um reiße­rische, einer Versach­lichung im Wege stehende Worte wenig verle­gen – auch hier: „Es geht vor allem den Grünen gar nicht vorran­gig um Ein­nahme­verluste, sondern um finan­ziellen Umer­zie­hungs­druck auf Mitar­beiter aus dem Sani­täts- und Pflege­bereich, denen das Auto­fahren verleidet werden soll.“
Da muss man schon fast sozialistische Verhältnisse in Göttin­gen befürch­ten, ginge man solchen Verbal­inju­rien auf den Leim. Dass Abga­ben jedoch zu einem der wich­tigsten politi­schen Steue­rungs­mittel gehören, ist spätes­tens seit Julius Cäsar bekannt – auch jenen Kriti­kern, die Maßnah­men zur Redu­zie­rung des Indi­vidual­ver­kehrs und eine Um­steue­rung des Verhal­tens immer noch nicht als eine sinn­volle politi­sche Hand­lungs­maxi­me betrachten.
Ungeachtet der CDU/FDP-Kritik hat der Rat am 17.10. die Neuregelung der Parkraum­bewirtschaf­tung in der Nord­stadt mehr­heitlich beschlossen.

Busliniennetz
Informationen per Audio-CD
zum Fahrplanwechsel

Kostenloses Elternticket für 1 Tag
Zum Liniennetzwechsel im November bietet die Göttinger Ver­kehrs­betriebe eine Audio-CD mit Infor­matio­nen im MP3-Au­dio-Format an. Damit können sich auch blinde und seh­be­hin­derte Menschen über die Umstel­lungen infor­mieren. Neben allge­meinen Infor­matio­nen werden die Strecken­verläufe der einzel­nen Linien und Nacht­linien, Ände­rungen von Halte­stellen und die Takt­folgen der Haupt­verkehrs­zeit darge­stellt.
Damit Kinder sicher zur Schule kommen, bieten die GöVB dar­über hinaus ein kosten­loses Elternticket mit 1 Tag Gültig­keit an, mit dem Erziehungs­berech­tigte ihre Kleinen einmal um­sonst begle­iten können.
Erhältlich im Kundenzentrum, Markt 3.

Amtsblatt Nr. 19
pdg — Die vom Rat beschlossenen neuen Satzungen für die offenen Kinder- und Jugend­einrich­tungen sowie die Kin­derta­ges­stätten der Stadt und die entspre­chenden Auf­hebungs­satzun­gen sind Thema der jüngsten, 19. Aus­gabe des Amts­blatts für die Stadt Göttingen. Weitere Themen: Die Jahres­rech­nung 2011 der Stadt und die Entlas­tung des Ober­bürger­meis­ters, der Satzungs­beschluss für den Bebau­ungs­plan Göttingen Nr. 238 „Südlich Kom­mende­breite“ und der Fest­stel­lungs­beschluss für die 94. Ände­rung des Flächen­nut­zungs­plans „Gewerbe­gebiet Grone / Ellie­hausen“.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de Rathaus & OB Rat & Ortsräte Amtsblatt zu finden.

Flüchtlinge
Stadt sucht Wohnraum
pdg — Als Folge von kriegerischen Konflikten und Ver­trei­bung sind immer mehr Menschen gezwun­gen, in Deutsch­land Zuflucht zu suchen. Woche für Woche nimmt allein die Stadt Göttin­gen mindes­tens 20 zusätz­liche Asylsu­chende auf. Insges­amt leben derzeit 475 Flücht­linge aus über 30 Natio­nen in der Stadt. Bis zum Jahres­ende rechnet die Verwal­tung mit bis zu weiteren 350 Asyl suchen­den Men­schen. Für ihre Unter­brin­gung stehen aktuell 136 Woh­nun­gen mit 319 Zim­mern zur Verfü­gung; dem rasant stei­genden Bedarf kann die Stadt jedoch nicht mehr gerecht werden. Die Sozial­dezernen­tin der Stadt Göttin­gen, Dr. Dagmar Schla­peit-Beck hat daher die Bevölke­rung in einem öffent­lichen Appell um Unter­stüt­zung bei der Vermie­tung und Bereit­stellung weite­rer Unter­künfte für Flücht­linge gebeten.Weitere Informationen

Finanzausgleich Stadt / Landkreis
CDU enttäuscht:
„Jährlicher Millionenverlust“

Bis zu zehn Millionen Euro mehr pro Jahr hatte sich die CDU/FDP-Rats­gruppe der Stadt von einer Neurege­lung des Finanz­aus­gleichs mit dem Landkreis erhofft. Trotz des Son­der­status der Stadt nach dem früheren Göttingen-Ge­setz sei der Land­kreis aber „in einer so unan­fecht­baren Position, dass sich die Stadt mit einem Bonus von einer knap­pen Million gegen­über der bishe­rigen Rege­lung begnü­gen“ müsse, heißt es in einer Stellung­nahme der Gruppe. „Mit Bauch­grimmen“ werde sie dem Vorschlag des Innen­minis­teriums den­noch zustim­men, da sonst ein Rück­fall in die frühe­ren regel­losen Zeiten drohe und nun in etlichen Punkten die Auf­gaben und Zustän­digkei­ten der Stadt Göttin­gen erst­mals klar defi­niert und dauer­haft fest­geschrie­ben werden.Weitere Informationen

Migration / Integration
Grüne kritisieren Streichung von
Fördermitteln zur Kinderbetreuung

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wird zum 30. September die Förderung der Kinderbetreuung wäh­rend der Integrations­kurse streichen. Kinder sollen – ganz im Sinne der Inte­gration – im Rahmen des regu­lären Kinder­betreu­ungsan­gebots betreut werden. Die Göttinger Grünen nennen das Ansinnen eine „Inte­grations­ver­hinde­rungs­maß­nahme“ und haben eine entspre­chende Anfrage an die Verwal­tung auf den Weg gebracht, in der sie wissen wollen, welche Aus­wir­kun­gen dies für Göttin­gen hat.Weitere Informationen

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wird gern zitiert und verlinkt
Bitte beachten Sie: Links ver­wei­sen we­gen täg­li­cher Ak­tua­lisie­rung der On­line-Aus­gabe oft schon nach weni­gen Tagen ins Leere, ver­blei­ben aber eine kleine Ewig­keit in den Such­maschi­nen. Das Netz vergisst nichts. Auch keine veral­te­ten Links.
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Übrigens: Seriöse Links iden­tifi­ziert man durch eine mit Da­tum verse­he­ne Quel­len­an­gabe und gibt der zitierten Quelle davon auch Kenntnis.

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* Bei der Anfertigung webtauglicher PDFs sind wir Ihnen auf Wunsch gern behilflich.

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Studie
Migration und Integration
für Einwanderer positiv

Migration und Integration zahlen sich für Einwanderer in Deutsch­land aus: Das durch­schnitt­liche nominale Netto­einkom­men der Migranten ist hier mehr als doppelt so hoch wie im Aus­wande­rungs­land. Einwan­derer mit sehr guten Sprach­kennt­nissen erzielen rund 20 Prozent mehr Lohn als dieje­nigen, die die deutsche Sprache nicht gut beherr­schen. Mehr als die Hälfte der Einwan­derer findet den ersten Job über Familien­ange­hörige, Freunde und Bekannte. Migran­ten, die soziale Kon­takte zu Menschen ohne Migra­tions­hinter­grund pflegen, sind deutlich zufrie­dener. Das sind zentrale Ergeb­nisse einer neuen IAB-SOEP-Migra­tions­stichprobe des Instituts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB) und der Längs­schnitt­studie Sozio-oeko­nomi­sches Panel (SOEP) am Deut­schen Institut für Wirt­schafts­forschung (DIW Berlin).Weitere Informationen

Arbeitsmarkt
Zwei Drittel aller Auszubildenden
werden übernommen

Rund zwei Drittel aller Ausbildungs­absol­venten wurden im Jahr 2013 von ihrem Ausbil­dungs­betrieb über­nom­men. Das geht aus dem IAB-Betriebs­panel hervor, einer repräsen­tativen Befra­gung von rund 16.000 Betrie­ben durch das Institut für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB). Die Über­nahme­quote befindet sich damit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Erhe­bung im Jahr 1996.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Ferienende:
sinkende Arbeitslosenzahlen

Das Ferienende bescherte dem Arbeitsmarkt der Region Süd­nieder­sachsen erwar­tungs­gemäß sinkende Arbeits­losen­zahlen. Wie die Agentur für Arbeit Göttingen mit­teilte, waren im Agentur­bezirk im September 15.280 Men­schen arbeits­los gemel­det, 854 bzw. 5,3% weniger als im August. Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organi­sation Rettet den Regen­wald engagiert sich auf be­wunderns­werte Weise für den Erhalt der letzten noch verblie­benen öko­logischen Reser­vate – wovon letzt­lich unsere Zukunft ab­hängt – und ruft regel­mäßig zu Kam­pagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffent­licht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebens­grund­lagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vor­finden, gibt es ei­ne neue Ak­tion bzw. Neues zu berich­ten.

Indonesien
Woodlark Kuskus
durch Abholzung bedroht
RegenwaldDer Woodlark Kuskus lebt nur auf einer InselFoto: Eleanor Clapp Das Tier heißt Kuskus, genauer Woodlark Kuskus. Es lebt nur auf der kleinen indonesischen Insel Woodlark. Auch viele andere Tierarten Insel hier gibt es nirgends sonst auf der Welt. Jetzt soll die Insel für Bauholz und Gartenmöbel abge­holzt werden.
Bitte unterstützen Sie die Petition für die Insel mit Ihrer Unterschrift: www.regenwald.org

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Beruf und Karriere

Herbstuni
Orientierungstage in den Schulferien
Infoabend für Eltern Studieninteressierter
pug — Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sowie alle anderen Studieninteressierten sind herzlich eingeladen zur Herbstuni an der Universität Göttingen. An zwei Tagen in den niedersächsischen Herbstferien, am Donnerstag, 30. Oktober, sowie am Donnerstag, 6. November 2014, können sie die Hochschule kennen lernen und sich über das Studium informieren. Am 30. Oktober ist zudem ab 18 Uhr ein Infoabend für Eltern von Studieninteressierten geplant, bei dem die Zentrale Studienberatung über Studienangebote, Zugangswege zum Studium, Bewerbungsverfahren und Finanzierungsmöglichkeiten informiert. Die Herbstuni startet an beiden Tagen um 9.15 Uhr mit einem Vortrag zum Studium. Danach folgen Informationen zur Studienwahl, eine Fragerunde mit Studierenden sowie eine Campusführung. Das Programm wird ergänzt mit Angeboten zur Einzelberatung und zur Stipendienberatung sowie mit einer Sprechstunde für Studieninteressierte mit beruflicher Qualifikation oder Fachhochschulreife. Alle Vorträge und Beratungen finden im Servicebüro Studienzentrale, Wilhelmsplatz 4, statt. Zusätzlich können die Besucherinnen und Besucher an beiden Tagen in ausgewählte Vorlesungen zu einem Fach ihrer Wahl reinschnuppern.
www.uni-goettingen.de/Herbstuni

Fortbildungen im November
Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit
Das Entwicklungspolitisches Informationszentrum Göt­tin­gen bietet im November zwei Fortbil­dungen an, bei denen noch Plätze frei sind: Fund­raising (Teil I: Sa, 1.11., 10 bis 17 Uhr; Teil II: 22.11., 10–17 Uhr) sowie Presse- und Öffent­lichkeits­arbeit (Sa, 22.11., 10–17 Uhr).
Anmeldungen sind bis zum 27.10. möglich, die Teilnahme ist kostenfrei.
Kontakt: Tel. 388 7635, hirschfeld@epiz-goettingen.de

Hochschulrektorenkonferenz
Forderung nach Wiedereinführung von
allgemeinen Studienbeiträgen trifft auf Kritik

Der hochschulpolitische Sprecher der Grünen im Nie­der­sächsi­schen Landtag, Ottmar von Holtz, weist die Forde­rung des Präsi­denten der Hoch­schul­rektoren­konfe­renz nach Wieder­einfüh­rung von allge­meinen Studien­beiträgen ener­gisch zurück. Bildungs­bereiche sollten nicht gegen­einander ausge­spielt werden, so von Holtz.Weitere Informationen

Schulprojekt
Bildsprache in Filmen
Schüler auf interkultureller Spurensuche
Mit dem Schulprojekt „IslaMovies – eine (inter)kultu­relle Spuren­suche“ wollen Wissen­schaftler der Univer­sität Göt­tingen zusam­men mit einer Künst­lerin und zwei Lehr­kräften die Ausein­ander­setzung mit eigener und fremder Religion und Kultur fördern. Das Projekt ist auf die Dauer von zwei Jahren angelegt und richtet sich an Schüle­rinnen und Schüler der Ober­stufe aus dem Max-Planck-Gym­nasium Göttin­gen und dem Roswitha Gym­nasium in Bad Ganders­heim. Pro Jahr sind 20 Plätze frei. Weitere Informationen

Wettbewerb „Jugend testet“
Welcher Streamingdienst lässt sich besonders unkompliziert nutzen? Wer bietet den besten Service beim Ohrloch-Stechen? Und welcher Radiergummi krümelt am wenigsten? Fragen wie diese können Jugendliche beim Wettbewerb „Jugend testet“ untersuchen. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 9.000 Euro und Reisen nach Berlin. Teilnehmer können sich ab sofort bis zum 30. November online unter www.test.de/ jugendtestet an­mel­den.Weitere Informationen

Universität Göttingen
Neue Studienmöglichkeiten
pug — Zum Wintersemester 2014/2015 hat die Universität Göttingen ihre Studien­möglich­keiten breiter aufge­fächert: So können Mathe­matik und Infor­matik jetzt im 2-Fächer-Bachelor mit über 40 Fächern kombi­niert werden; für den Master­studien­gang Klassi­sche Archäo­logie ist die Option eines doppel­ten Abschlusses (Double Degree) der Univer­sität Göttin­gen und der Univer­sità degli Studi di Palermo in Italien geplant. Englisch kann jetzt im Master­studien­gang als Mono-Mas­ter, das heißt ohne Neben­fach studiert werden.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über

• Autokindersitze
• Smartphones

Neue Bücher für Verbraucher
• „Die gute Idee“ - Ratgeber Erfinder und Tüftler
• Kochbuch „Richtig scharf kochen“

• Smartphone: Samsung Galaxy für Einsteiger

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de bean­standet die Ver­brau­cher­zentrale aktuell folgende Produkte wegen irre­führen­der oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Pflaum’s Olive & Schafskäse Fitness-Aufstrich
• Die Faire Milch
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen

Online-Putzdienste
Kein Portal empfehlenswert
Online-Putzdienste wie Helpling, Homejoy oder Putzfee wer­ben damit, profes­sionel­le, qualifi­zierte oder geprüfte Reini­gungs­kräfte zu vermit­teln, deren Arbeit man von der Steuer abset­zen kann. In Wahr­heit schlie­ßen sie in ihren Allge­meinen Geschäfts­bedin­gungen (AGB) aus­drück­lich die Garantie für eine ordent­liche Reini­gung und andere Quali­täts­verspre­chen aus. Kunden können außer­dem juris­tische Probleme wegen Schwarz­arbeit ins Haus stehen. Fraglich ist auch, ob Finanz­ämter die Rech­nungen als haus­halts­nahe Dienst­leistun­gen aner­kennen.Weitere Informationen

Internetanschluss
50 Prozent der Terminzusagen
nicht eingehalten

Wut und Hilflosigkeit – diese Gefühle kennen viele Kunden, die auf einen neuen Internet- und Telefon­anschluss warten. Ganz ähnlich erging es 30 Testhaus­halten der Stif­tung Waren­test, die bei verschie­denen DSL-, Kabel- und LTE-An­bietern Kunde werden wollten. Im Schnitt mussten sie rund 5 Wochen auf einen DSL-Anschluss warten, einige sogar mehr als 10 Wochen. Schuld sind meist Techniker, die verein­barte Termine platzen lassen.Weitere Informationen

Crowdfunding
Chancen und Risiken
der Schwarmfinanzierung

Crowdfunding bietet die Möglich­keit, bei vielen interes­santen Projekten als Spender, Kredit­geber oder Mitunter­nehmer dabei zu sein. Welche Vor- und Nach­teile die finan­zielle Inves­tition in Crowd­funding-Projekte haben, stellt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Novem­ber-Aus­gabe vor.Weitere Informationen

Promi-Spendenorganisationen
Großteil der Spenden kommt an
Ein Großteil der eingesammelten Gelder von Promi-Spenden­organisa­tionen im Test geht an die Hilfs­bedürf­tigen. Die Organi­sationen von Klinsmann, Lahm, von Hirsch­hausen oder anderen Promi­nenten geben zum Teil deutlich weniger als 35 Prozent ihrer Ausgaben für Verwaltung und Werbung aus. Damit schneiden diese Spenden­organisa­tionen besser ab als viele der Tier- und Natur­schutz­organisa­tionen, die im Vorjahr von der Stif­tung Waren­test unter die Lupe genom­men wurden.Weitere Informationen

Lebensmittelsicherheit
Europäisches Schnellwarnsystem
zu langsam

Seit Freitag, 17.10.2014, werden über das Portal Lebens­mittel­warnung.de unter anderem Produkte des Her­stellers Könecke („Deut­sches Corned Beef“) und der Land­schlach­terei Hanke („Frische Rinder­roula­den, Rinder­gulasch und Rinder­mett“) zurück­gerufen. Die Erzeug­nisse könnten mög­licher­weise mit dem Milz­brand-Erre­ger belastet sein. Bereits am 10.10. erhielt Deutsch­land die erste War­nung. Bis zur offiziel­len Mel­dung dauerte es jedoch eine Woche. Zu lange, meint die Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sach­sen: Das aktuelle Beispiel offen­bart zu lang­same Reak­tionen der Akteure trotz des euro­päischen Schnell­warn­systems und öffnet Ver­brau­cher­täu­schung Tür und Tor wegen un­durch­sichti­ger Her­kunfts­bezeich­nungen.Weitere Informationen

Unerlaubte Telefonwerbung
Online-Befragung bestätigt Trend
Trotz Anti-Abzocke-Gesetz aus 2013 ist unerlaubte Tele­fon­wer­bung immer noch für viele Verbrau­cher ein Ärger­nis. Vom 1. Juli. bis 30. Septem­ber nahmen rund 2.800 Ver­brau­cher, davon 289 aus Nieder­sachsen, an einer Umfrage teil. Dabei gaben rund 84 Prozent der Befrag­ten an, nie­mals oder nicht bewusst in einen Werbe­anruf einge­willigt zu haben. Den­noch werden sie zu einem Groß­teil telefo­nisch beläs­tigt. Das ist nach Ein­schät­zung der Ver­brau­cher­zen­tralen nur die Spitze des Eis­berges. Da viele Betrof­fene die beläs­tigen­den Anrufe nicht melden, gehen die Ver­brau­cher­schüt­zer von einer weit­aus größe­ren Dunkel­ziffer aus.
Die Verbraucherzentralen sammeln weiterhin Be­schwer­den, um heraus­zufinden, ob die gesetz­lichen Rege­lungen gegen belästi­gende Telefon­wer­bung nachge­bessert werden müs­sen. Unter www.verbrau­cherzen­trale-nie­dersach­sen.de/um­frage-uner­laubte-werbe­anrufe können Betrof­fene auch jetzt noch uner­wünschte Belästi­gung mit Telefon­werbung melden.

Banksparpläne
Überraschend hohe Zinsen
Die Zinsen sind im Keller, doch für Anleger gibt es noch attraktive Auswege. Die Stif­tung Waren­test hat bei einer Unter­suchung von 41 Bank­spar­plänen überra­schend gute Kondi­tionen entdeckt. Die besten Ange­bote bringen zwischen 2,5 und mehr als 3 Prozent Rendite. Doch Sparer müssen auf die Bedin­gungen der Verträge achten, heißt es in der Novem­ber-Aus­gabe der Zeit­schrift Finanz­test.Weitere Informationen

Autoversicherung
Unterschiede von mehreren 100 Euro
Wenn Autoversicherer die Preise anheben, tun sie das oft so geschickt, dass Kunden es kaum merken. Ein Preisver­gleich bringt viel. In manchen Fällen sogar fast 1000 Euro. Die Stif­tung Waren­test hat 152 Tarife von 71 Versi­che­rern unter­sucht.Weitere Informationen

Pilze
Frische Pilze:
häufig keinen Pfifferling wert

In diesem Jahr gibt es wegen des feuchten Sommers viele Pilze. Wer sicher gehen will, keine giftigen Pilze in der Pfanne zu braten, kauft sie am besten im Super­markt/ Einzel­handel oder auf dem Wochen­markt. Doch Frische und Qualität der Pilze lassen häufig zu wünschen übrig. Die Ver­braucher­zentrale Nieder­sachsen fand bei ihrer Stich­probe gam­melige Stein­pilze und Pfiffer­linge – ledig­lich Maronen schnit­ten deut­lich besser ab. Weitere Informationen

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Gesellschaft

Deutscher Alpenverein
Herbstwaldwanderung
Der Alpenverein Göttingen lädt am Sonntag, 26.10. zur Wanderung durch das Brackenberger Holz im Drammetal ein. Gestartet wird in Barlissen, weiter geht es Richtung Forsthaus Brackenberg bei Meensen und schließlich durch das Brackenberger Holz über Atzenhausen zurück. Die Rundwanderung umfasst ungefähr 17 Kilometer.
Anmeldung: Stefan.Hillemann@gmx.de, Tel. 0179 4745530.

Kulturstiftung
Preise vergeben
Göttinger Grüne reagieren eingeschnappt
Die Göttinger Kulturstiftung hat Fördergelder in Höhe von insge­samt 13.500 Euro vergeben – vorwiegend an Lite­ratur- und Musik­projekte. Von insgesamt 14 ein­gereich­ten Anträ­gen wurden bei dieser zweiten Ver­gabe in 2014 zwölf berück­sichtigt. Insge­samt konnten in diesem Jahr Förder­mittel von über 30.000 Euro vergeben werden. Der Beirat sorgt sich jedoch, dass die Auf­gaben der Kultur­stiftung jedes Jahr auf­grund immer knap­perer Haus­halts­mittel für die Kultur umfang­reicher werden, ihr Kapital hinge­gen keiner­lei Zuwachs erfährt.
Verschnupft reagierten die Göttinger Grünen darauf, das ein von ihnen eingereichter Vorschlag „trotz gegenteiliger Bekundung … bei der Preisverleihung nicht einmal erwähnt wurde“, obgleich die Stiftung zugesagt hatte, dass alle eingereichten Vorschläge Erwähnung finden würden. Vorgeschlagen wurden von ihnen jene Beteiligten, die am 10. April 2014 in Göttingen die Abschiebung eines aus Somalia stammenden Asylbewerbers nach Italien verhinderten. „Indem der Vorschlag [der Grünen] nicht einmal erwähnt wurde, würdigt er das Handeln der engagierten Menschen herab“, bemängelt Ratsmitglied Katrin Reuter. Das ist völlig überzogen, aber typisch für Reuter, die gern mal zugespitzt formuliert.
www.goettinger-kulturstiftung.de

Spende für krebskranke Kinder
Krebskranke KinderZu jeder Schraube die richtige Mutter: Sina (7 Jahre) mit Polizei­ober­meis­ter Christian Knäbe (links) und Polizei-obermeister Patrick Hei­sing (mitte)<leer>Foto: umg umg — Mit sieben Fahrzeugen, einem Panzerwagen und einem Motorrad haben 20 Kolle­gin­nen und Kollegen der Bundes­polizei Duder­stadt die Kinder­klinik der Uni­ver­sitäts­medizin Göttin­gen (UMG) besucht. Zusam­men mit Dienst­hunde­füh­rern aus Fulda, Kassel und Gießen sowie der Beweis­siche­rungs- und Doku­menta­tions­einheit (BDE) sam­meln sie seit elf Jahren ihre Wochen­end- und Nacht­zuschlä­ge und spenden sie für krebs­kranke Kinder an der UMG. Über­reichen konn­ten sie nun­mehr eine Spende in Höhe von 1.000 Euro.
Auf der Kinderkrebsstation der UMG werden derzeit 16 Kin­der und Jugend­liche mit Tumor­erkran­kun­gen behan­delt.

Wohnen für Hilfe
Studenten suchen Wohnraum –
gegen Mithilfe im Haus

Für das Projekt „Wohnen für Hilfe“ werden dringend Wohn­raum­geber gesucht, die kleine Hilfen im Alltag benö­tigen. Die Studie­renden sollen dafür ver­günstigt dort wohnen können. Die Faust­regel lautet: 1 Stunde Arbeit für 1 qm Wohn­raum. Viele Studie­rende bewer­ben sich dafür bei der Freien Alten­arbeit Göttin­gen e.V., die nicht vermit­telt werden können.
Kontakt: Tel. 43606; f-a-g@t-online.de

Sport
Feriensportprogramm im Badeparadies
Allemal eine Alternative zum „Stuben­hocken“ vor dem Fern­seher: In den Herbst­ferien bietet die Göttin­ger Sport und Freizeit GmbH zwei Kurse für Kinder im Alter von 6–10 Jahren an – mit Spiel und Spaß mit Wasser. Die Kurse finden jeweils von Montag bis Freitag von 9.00–13.00 Uhr in der ersten und zweiten Ferien­woche statt.
Info und Anmeldung: www.goesf.de

Gesundheit
Altenzentrum Luisenhof ausgezeichnet
SinnesgartenDas „Netzwerk Gesundheitsregion Göttingen e.V.“ (GRG) hat im Rahmen eines Wettbewerbs „Gesunde Orte“ das Alten­zen­trum Luisen­hof als „Der Gesün­deste Ort“ ausge­zeichnet. Von den insge­samt zehn einge­reichten Wett­bewerbs­beiträ­gen kamen auch das Evange­lische Kranken­haus Weende mit einem Therapie­garten und das GDA Wohn­stift mit einem Gedächt­nispar­cours in die engere Wahl. Der genera­tionen­über­grei­fende Sinnes­garten (Abb.) vom Luisen­hof in Weende machte schließ­lich das Rennen. Das Alten­zentrum erhält nun über die GRG einen Monat lang ein Obstabo vom Frucht­hof Nort­heim für die gesamte Beleg­schaft.


Polizei
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier: Weitere Informationen

Rumänische Diebesbande zerschlagen
ots — Der Staatsanwalt­schaft Hildes­heim und der Zen­tralen Krimi­nal­inspek­tion der Polizei­direktion Göttin­gen ist ein Schlag gegen eine mehr­köpfige rumä­nische Ein­brecher­bande gelungen, die sich auf den Dieb­stahl von Bunt­metallen spezia­lisiert hatte. Drei der Männer im Alter von 21 bis 33 Jahren sitzen bereits in Unter­suchungs­haft.

Fahrerflucht in Weende
lü — Die Polizei sucht nach Zeugen, die mittags am 21.10. einen Verkehrs­unfall in der Abfahrt von der neuen B 27 (ehem. Zubringer) zum Rinschen­rott in Höhe Dra­goner­anger beob­achtet haben.

Räuber in Hannover –
ähnliche Taten in der Region Göttingen

Die Polizei Hannover fahndet mit einem Foto nach einem Unbe­kann­ten, der am 20.02. dort einen Super­markt über­fallen hat. Zusam­men­hänge zu ähn­lichen Taten hier in der Region werden nicht ausge­schlos­sen.

Kellerbrand in Wohnhaus
jk — Bei einem Feuer im Keller eines Einfa­milien­hauses in der Straße An der Gerichts­linde ist Montag­nacht (20.10.) ein Sach­schaden in noch unbe­kannter Höhe ent­stan­den. Menschen wurden nicht verletzt.

Wohnmobil gestohlen
jk — Im Göttinger Stadtteil Weende haben Unbe­kannte in der Nacht zum Samstag (18.10.) ein Wohn­mobil gestohlen.

Fahrerflucht nach Unfall
Ms — Ein bisher nicht bekannter Fahrer kam am 17.10. im Nuss­anger an der Einmün­dung Eschen­weg in Fahrt­richtung Holten­ser Land­straße nach rechts von der Fahr­bahn ab und prallte gegen einen dort geparkten Pkw, der dabei völlig zerstört wurde.

Pkw gerammt und weitergefahren
Ms — Eine 77-jährige Pkw Fahrerin aus Göttingen kam am 17.10. aus bisher unge­klärter Ursache von ihrer Fahrspur ab und rammt in der Deister­straße einen dort geparkten anderen Pkw. Sie fuhr anschlie­ßend weiter und flüchtet von der Unfall­stelle

Hanfplantage in Geismar
jk — Auf Beschluss des Amts­gerichtes Göttin­gen haben Ermittler des 2. Fach­kommis­sariats der Polizei Göttin­gen am Dienstag (14.10.) die Wohnung eines 34 Jahre alten Göttin­gers in Geismar durch­sucht. In der Wohnung und im Garten des betref­fenden Mehrpar­teien­hauses entdeckten die Beamten dabei insge­samt 35 Hanf­pflanzen in unter­schied­lichen Wachs­tums­phasen.

Fahrrad mit Gänseblümchen –
Halterin gesucht

jk — Bei der Kontrolle eines alko­holisier­ten Radfah­rers hat eine Funk­streife der Polizei am vergan­genen Samstag­morgen (11.10.) im Niko­laus­berger Weg ein auffäl­liges „Gänse­blüm­chen-Damen­rad“ sicher­gestellt – und sucht nun die Eigentümerin.

Diebstahl beim Geldabheben
jk — Im Foyer eines Geldinsti­tutes in der Weender Straße ist am Dienstag­vormittag (14.10.) gegen 10.30 Uhr eine 87 Jahre alte Göttin­gerin von einem Trick­dieb bestoh­len worden.

Unfall im Parkhaus –
Geschädigter gesucht

jk — Beim Zurücksetzen aus einer Parklücke hat ein 39 Jahre alter BMW-Fahrer am letzten Dienstag (14.10.) gegen 17.20 Uhr vermut­lich einen rechts neben ihm geparkten hellblauen Wagen am hinteren linken Radkasten be­schä­digt.

Einbruch in Wohnhaus
jk — Aus einem Wohnhaus in Nikolaus­berg haben Unbe­kannte am Mittwoch­abend (15.10.) bei einem Einbruch nach derzei­tigen Erkennt­nissen Uhren und Schmuck gestohlen.

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