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Zivilcouragepreis 2014 ausgeschriebenWeitere Informationen

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    29.07.2014 22:40 SpacerOptimiert für das Format 16:9      
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Göttinger Kultursommer 2014
Auftakt mit Django Asül
Django AsülDjango Asül, der schon einmal – einmal und nie wieder – der Ba­yer­ischen Staats­re­gie­rung die Levi­ten gele­sen hat („Wie nah Sekret und Se­kre­tär bei­ein­an­der sind, zeigt die Schleim­spur, die Söder hinter­lässt“), wird den diesjährigen „Göttinger Kultursommer“ einleiten. Und zwar mit seinem neuen Programm „Paradigma“ (am 31. Juli im Deutschen Theater). Foto: P. Schmenger
→ www.kultursommer.goettingen.de

Torhaus-Galerie
Hoppenstedt: „Sternenstaub“
Vom 3. bis 31. August ist in der Torhaus-Galerie die Ausstellung „Sternen­staub“ von Georg Hoppen­stedt zu sehen. Ein Begleit­pro­gramm findet am Sonn­tag, den 10.08., um 10.00 Uhr in Form einer Führung über den histori­schen Stadt­friedhof statt. Im Septem­ber folgt eine Ausstel­lung von Herbert Grimme mit dem Titel „Inspira­tionen - Krea­tionen“ (13.09. bis 19.10), mit einer Lesung mit Wolf S. Dietrich als Begleitprogramm am 19.10.

Stadthalle
Verein Kunst e.V.
zeichnet Wettbewerber aus

StadthallenwettbewerbMit ebenso bemerkenswerten wie krea­tiven Vorschlägen sind Teilnehmer der Auffor­derung des Vereins Kunst e.V. nach­gekom­men, Vorschläge zu Funktion und Gestal­tung für die derzeit bei der Politik in der Diskus­sion stehende Stadt­halle zu unter­breiten. Unter dem Motto „Stadthalle meiner Träume“ reich­ten sie ihre Vor­schläge ein. Eine Jury, der Mit­glieder über­wiegend aus dem Kultur­bereich sowie ein Archi­tekt ange­hörten, hat die ihrer Mei­nung nach besten am 23. Juli im Neuen Rathaus ausge­zeich­net. Dort sind sie auch bis zum zum 15. August zu besich­tigen.Weitere Informationen

Sommerferien
Larifari-Theater
am Gartetalbahnhof

Larifaripdg — Pünktlich zu den Som­mer­ferien dreht sich in Göt­tin­gen wie­der viel um Kin­der­thea­ter und Musik, näm­lich am 3., 10., 17. und 24. Au­gust (im­mer ab 15.00 Uhr) im Zelt der Mach-Mit-Ak­tion am Garte­tal­bahn­hof im Schie­fer Weg. Wie jedes Jahr orga­ni­siert der Fach­dienst Kultur in den Som­mer­ferien an den vier August­sonn­tagen ein abwechs­lungs­reiches Pro­gramm von Auf­füh­run­gen mit Schau­spiel, Figuren­theater, Zau­berei und Comedy. Außer­dem gibt es ein Kinder­lieder­konzert zum Zuhören und -sehen, aber auch zum Mit­spielen und -singen. Am ersten Ferien­sonn­tag, 03.08., zeigt das Theater Lille Kartof­ler „Hänsel und Gretel“. Am 10.08. ist Andy Clapp mit seiner „Mini Varieté Show“ zu Gast: clowneske Zaube­reien, Jong­lage und Enter­tain­ment, gespickt mit jeder Menge herr­lichen Slap­sticks und briti­schem Humor. Ein Kinder­konzert­pro­gramm mit großem Unter­hal­tungs­wert und Mitmach-Garantie steht am 17.08. an. „Ferdi­nand. Der Stier“ gerät am 24.08. in den Mittel­punkt. Das Thea­ter Tom Teuer aus Duis­burg erzählt die Ge­schich­te vom ver­träum­ten Stier, der nicht kämp­fen will und doch zum Hel­den wird.
Veranstaltungen
Vorverkauf (7,00 Euro/Erw. 5,00 Euro/Kin­der) in der Tourist Information im Alten Rathaus (Tel. 4998031) und im „Traum­tänzer – der Drachenladen“ (Tel. 58163). Programm-Flyer liegen in den Vor­ver­kaufs­stellen und vielen Kultur­ein­rich­tun­gen aus.

Deutsches Theater
Strahlende Zukunft
Neues Corporate Design
lr/eb — Mit dem neuen Intendanten Erich Siedler hält auch eine neue Werbe­agentur Einzug ins Deutsche Theater. Die Wuppertaler Agentur GK+ setzt bei der Gestaltung des neuen Kleides des Schauspiel­hauses nicht auf über­ladene Grafiken oder Farben­vielfalt – im Gegenteil: Reduktion heißt das Stichwort.Weitere Informationen

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Wissenschaft

Wettbewerb
Kreative Projektideen
ausgezeichnet

pug — Homosexualität und Touris­mus in Istanbul, Literatur­lesun­gen im Keller oder eine Online-Platt­form für Himmels­aufnah­men: Sieben origi­nelle und inno­vative Projekte wurden in der zweiten Runde des Krea­tivitäts­wettbe­werbs für Studie­rende an der Univer­sität Göttin­gen prämiert. Im vergan­genen Winter­semester hatte die Hoch­schule ihre Studie­renden aufge­fordert, Vorschläge für Ideen einzu­reichen, die sie im Team oder allein umset­zen möchten. Insge­samt gingen 16 Projekt­skizzen von Einzel­personen und Gruppen ein. Eine Jury wählte daraus die besten Projekte aus, die jetzt in einer Feier­stunde im Histo­rischen Gebäude der Nieder­sächsi­schen Staats- und Uni­ver­sitäts­biblio­thek ausge­zeich­net wurden.Weitere Informationen

Astrophysik
Sterne 2.0 –
Modell der Entstehung des
ältesten bekannten Sterns
der Milchstraße

pug — Wissen­schaftler der Univer­sitäten Göttingen und Kopen­hagen haben mit Hilfe hochaufgelöster Com­puter­simu­lation die Entstehung des ältesten bekannten Sterns der Milch­straße modelliert. Für die kosmo­logische Simulation auf einem Super­computer des Nord­deutschen Verbundes für Hoch- und Höchst­leistungs­rechnen nutzten sie Informationen über die Häufig­keit der verschiedenen Elemente in dem Stern, die Dynamik von Gas und dunkler Materie sowie die chemische Ent­wicklung. Die Forscher erhoffen sich von der Model­lierung Erkenntnisse über den Übergang von der ersten zur zweiten Stern­gene­ration im Universum.Weitere Informationen

Physik
Neues Verfahren zur
Untersuchung molekularer
und atomarer Strukturen
pug — In der mikro­skopischen Welt von Atomen und Mole­külen läuft vieles im Bereich von Fem­tosekunden und Piko­sekunden ab, also Billiard­steln und Billion­steln einer Sekunde. Um einen direkten Blick auf die Dynamik im Mikro­kosmos werfen zu können, nutzen Forscher extrem kurze Röntgen- oder Elektronen­blitze. So können schnelle Bewegungen von Atomen und Mole­külen in einem Moment festgehalten werden und es werden feinste Unter­schiede in der Anordnung und Orientierung atomarer Strukturen sichtbar. Physiker und Chemiker der Universität Göttingen haben unter Beteiligung von Forschern des Göttinger Max-Planck-Instituts (MPI) für biophysikalische Chemie ein neues Verfahren entwickelt, die Dynamik einzelner atomarer und mole­kularer Lagen zu untersuchen.Weitere Informationen

Krebsforschung
Chromosomale Instabilität
von Tumorzellen auf der Spur

umg — Krebszellen besitzen eine Eigenschaft, die es schwer macht, sie zu bekämp­fen: Sie können sich gut an­passen. Ein internationales Forscher­team unter der Lei­tung von Pro­fessor Dr. Holger Bastians, Wissen­schaftler am Institut für Molekulare Onkologie der Universitäts­medizin Göttin­gen (UMG) und am Göttin­ger Zentrum für Mole­kulare Bio­wissen­schaften (GZMB), hat jetzt in Darm­krebszellen einen Schlüssel­mechanismus entdeckt. Dessen Defekte sind die Grundlage von Chromosomen-Fehl­verteilun­gen. Diese Fehl­verteilun­gen begünstigen, dass der Krebs Metastasen oder Resistenzen gegen­über Behand­lungsmethoden bildet. Grund dafür ist die so genannte chromo­somale Instabilität: Dabei geben die Tumor­zellen bei jeder Zell­teilung ganze Chromo­somen fehlerhaft an ihre Tochter­zellen weiter.Weitere Informationen

Geobiologie
Neuer Einblick in
Meeresablagerungen
des Schwarzen Juras

pug — Wissen­schaftler der Universitäten Göt­tin­gen, Erlangen und Tü­bingen sowie des Bayerischen Landes­amtes für Um­welt in Hof haben erstmals die Gesteins­schichten im Gebiet des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals südlich von Altdorf bei Nürnberg mit modernen Methoden doku­mentiert. Die detaillierte Analyse ermöglicht einen Ein­blick in die Zeit des so genannten Schwarzen Juras vor etwa 178 bis 200 Millionen Jahren. Den Forschern gelang es, zahl­reiche historische Fossil­funde wie beispielsweise den Schädel eines großen Fisch­sauriers präzise den jeweiligen Fund­horizonten zuzuordnen. Weitere Informationen

Auszeichnung
Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
ehrt Bienenforscherin

Mit dem Europäischen Preis für zu­kunfts­gerechte Land­nutzung CULTURA ist die ehemals in Göttingen tätige Agrar­ökologin Alexan­dra-Maria Klein ausge­zeichnet worden. Der Preis hono­riert beispiel­hafte Arbeits­ansätze auf den Gebie­ten Natur­schutz, Land- und Forst­wirt­schaft und ist mit 25.000 Euro dotiert.Weitere Informationen

Lungenembolie
Studie liefert neue
Erkenntnisse zur Behandlung

umg — Eine von der Klinik für Kardiologie und Pneumologie am Herzzen­trum der Uni-Me­dizin Göttin­gen (UMG) europa­weit initiiert Studie (Pulmonary Em­bolism Throm­bolysis Study) hat neue Er­kennt­nisse für die Behand­lung von Patien­ten mit einer Lungen­embolie erbracht. Mit Hilfe des Medika­ments Tenek­teplase, das Blut­gerinn­sel auflöst, können Lungen­embolien schneller be­han­delt werden.Weitere Informationen

Lebensmittel
Zertifizierung
erhält Artenvielfalt

pug — Die Zertifizierung von Lebens­mit­teln ist ein geeig­netes Mittel, um eine umwelt­freund­liche Produk­tion in arten­reichen Regio­nen sowie gleich­zeitig eine sozio-öko­nomi­sche Besser­stellung der dor­tigen Land­wirte zu errei­chen. Davon profi­tieren vor allem die Tropen, die durch den weltweit größten Arten­reich­tum geprägt sind und dabei beson­ders tropische Agro­forstsys­teme, die wegen ihrer großen Biodiver­sität einen beson­deren Platz inner­halb der tropi­schen Anbau­flächen ein­neh­men. Das haben Agrar­ökolo­gen unter der Leitung der Univer­sität Göttin­gen heraus­gefun­den, die sich in ihrer Studie auf Kaffee- und Kakao­planta­gen kon­zen­trie­ren.Weitere Informationen

Geowissenschaften
Mond durch
Planetenkollision entstanden

Impakthypothese bestätigt
pug — Wissenschaftler der Universitäten Göt­tingen, Köln und Münster haben erst­mals einen Unter­schied im Verhältnis der Sauer­stoff­isotope zwischen Erde und Mond nachge­wiesen. Damit bestä­tigten sie die Hypo­these, nach der der Mond aus einer Kollision der frühen Erde und eines anderen Planeten entstand. Die Erde stieß vor rund 4,5 Milliarden Jahren mit dem Planeten Theia zusam­men, der etwa so groß wie der Mars war.Weitere Informationen

Datenverarbeitung
eResearch Alliance

pug — eResearch steht für die Unter­stützung von Lehre und Forschung mit techno­logischen und infor­mations­wissen­schaftlichen Ange­boten auf der Grund­lage leistungs­fähiger und inno­vativer Forschungs- und Infor­mations­infra­strukturen. Als erste deutsche Uni­versität baut die Uni­versität Göt­tingen eine eResearch Alliance auf, um eine institu­tionelle Unter­stützung für ihre Wissen­schaftler/innen am Stand­ort Göt­tingen zu bieten. IT- und Infor­mations­infra­strukturen sollen danach campus­weit koordi­niert, ange­passt, zukunfts­orientiert weiter­entwickelt und kosten­effizient sowie nach­haltig bereit­gestellt werden. Geleitet wird die eResearch Alliance gemeinsam von der Nieder­sächsischen Staats- und Universitäts­bibliothek Göt­tingen (SUB) und der Gesell­schaft für wissen­schaftliche Daten­verarbeitung mbH Göttingen (GWDG).

Astrophysik
Erneut Planeten entdeckt
Göttinger Wissenschaftler beteiligt
pug — Ein internationales Team von Astro­nomen unter Beteili­gung der Uni­ver­sität Göttin­gen hat in der Nähe eines sehr alten Sterns, Kapteyns Stern, zwei Plane­ten ent­deckt. Einer der neuen Planeten könnte lebens­freund­liche Eigen­schaf­ten besit­zen. Er befindet sich in einem Abstand zu seinem Stern, bei dem Tempe­ratu­ren herr­schen, bei denen flüs­siges Wasser exis­tieren könnte. Kapteyns Stern ist einer der 25 nächs­ten Sterne zu unse­rer Sonne und 13 Licht­jahre ent­fernt.Weitere Informationen

Mathematik
Anomalien in
komplexen Datenreihen

pug — Wissen­schaftler der Uni­versität Göt­tingen haben eine neue Methode ent­wickelt, um Ano­malien in komplexen Daten­reihen zu erken­nen und heraus­zufiltern. Die Arbeit wurde von der britischen Royal Statistical Society als so genanntes read paper (gelesene Arbeit) ausge­zeichnet. Read papers gelten als besonders inno­vative Arbeiten, die vor der Ver­öffent­lichung einen langen und auf­wändigen internen und öffent­lichen Dis­kus­sions­prozess durch­laufen. Die neue, uni­verselle Methode der Göt­tinger Forscher er­mög­licht es, Struktur­ver­änderungen – so ge­nannte change points – in langen und kom­plexen, statistisch gestörten Daten­reihen aus­zu­machen und heraus­zufiltern. Weitere Informationen

Universitätsmedizin
Weltweit erstes 3D-Modell
einer Synapse

umg — Ohne Synapsen funktioniert das Gehirn nicht. Sie sind die Kontakt­stellen, über die Nerven­zellen mit­einander kom­munizieren. Bislang waren Aufbau und Aus­stattung dieser hoch­komplexen Strukturen der Wissen­schaft im Detail nicht bekannt. Einem Göt­tinger Forscher­team um Prof. Dr. Silvio O. Rizzoli vom DFG Forschungs­zentrum und Exzellenz­cluster für Mikro­skopie im Nano­meter­bereich und Mole­kular­physio­logie des Gehirns (CNMPB) der Uni­versitäts­medizin Göttingen (UMG) ist es jetzt erstmals gelungen, alle wichtigen Bausteine einer Synapse in korrekter Anzahl und Position zu bestimmen. Die Forscher konnten so das erste wissen­schaftlich fundierte 3D-Modell einer Synapse erstellen. Weitere Informationen

Physik
Transportmechanismus
in biologischen Zellen

pug — Ein internationales Forscher­team unter der Leitung der Universität Göt­tingen hat einen neuen Transport­mechanis­mus in biolo­gischen Zellen entdeckt. Die Wissen­schaftler der Göttinger Fakultät für Physik, der Freien Uni­versität Amster­dam und der Rice Uni­versity im ameri­kanischen Houston benutzten eine neue Methode zum Ab­bilden und Ver­folgen einzelner Mole­küle in lebenden Zellen. Dabei stellten sie fest, dass Zellen mit­hilfe der­selben Motorproteine, die auch für Muskel­kontraktionen zuständig sind, ihr Inneres heftig und aktiv in Bewegung setzen können. Die Ergeb­nisse sind in der Fach­zeitschrift Science erschienen. Weitere Informationen

 

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Leinebürger fordern Zusagen ein
Naherholungsgebiet als Ersatz für das verlorene Parkgelände / Grüne solidarisch
lr/eb — Am 10. Juli fand in Göttingen das Richtfest für den Neubau des Maßregel­vollzugs am Ros­dorfer Weg statt. Anlässlich dieses Ereig­nisses erinnert die Bürger­initiative Leine­bürger an die ihr seinerzeit von der Politik gegebene Zusage, ein in direkter Nach­barschaft befind­liches, angeblich zur Bebauung ungeeig­netes Gelände als Ersatz für ihr jahr­zehnte­lang genutztes Naherho­lungs­gebiet freizu­geben – auf dem nun ein Rohbau steht.

Aufwertung zum Naherholungsgebiet: die brach liegende Fläche neben dem ehemaligen Leineberg-ParkFoto: vs

Wir schreiben das Jahr 2007: Gut gelaunt genießen die Anwohner des Leine­bergs den heißen Sommer in ihrem selbst­ernann­ten „Leine­berg-Park“, nicht ahnend, dass in diesem Moment die Zerstörung ihres idyllischen Erholungs­gebiets beschlossen wird. Vier Jahre verbringen sie noch in glück­licher Unwis­senheit und genießen die Zeit unbe­schwert im Grünen. Als die „Leine­bürger“ 2011 dann durch Zufall von der geplanten Zerstö­rung ihrer liebge­wonnen Grün­anlage erfahren, bemühen sie sich umge­hend um kons­truktive Vorschläge und bieten der Landes­regierung seriöse Alterna­tiven. Diese Anstren­gungen stoßen jedoch auf wenig Gegen­liebe, werden prinzi­piell abgelehnt oder widerlegt, was manch­mal nur mit Tricks gelingt.

So hatten die Anwohner ein seit Jahren brachlie­gendes Alter­nativ­gelände, keine 500 Meter entfernt, für die Bebau­ung ins Gespräch gebracht, doch wegen angeb­licher Unbe­baubar­keit wurde es vom Tisch gewischt. Im Nach­hinein stellte sich heraus, dass ein Gutachten, welches für das Alter­nativ­gelände erstellt wurde, nicht auf das gesamte Grund­stück, sondern nur auf einen schmalen Streifen bezog, welcher sich vom Rest des Geländes unter­schied. Auch ein Schreiben der Bewoh­ner an den damaligen Minister­präsiden­ten McAllister konnte die Zerstörung der maleri­schen Natur­fläche nicht abwenden, sodass nunmehr ein Neubau für 30 Millio­nen entstand – zehn Millionen mehr als ursprüng­lich geplant.

 
Fühlen sich betrogen: Friedlicher Protest der LeinebürgerFoto: privat

„Naherholung, grüne Lunge, geschützte Fleder­mäuse, seltene Vögel, geschützter Raum für Patienten der angren­zenden psychia­trischen Klinik, Mittel­punkt einer einma­ligen histori­schen Anlage. All das wurde als ,gruppen­egoisti­sche Motive‘ abgetan, von bösen Bürgern, die den Insassen der bisherigen Einrich­tung unsägliches Leid antäten, weil sie den Bau verhin­dern wollten“, machten die Leine­bürger damals ihrem Unmut Luft. Dabei stand für sie nie in Zweifel, dass „psychisch kranke Menschen … eine ange­messene Unter­brin­gung [brauchen] – insbeson­dere, wenn sie ihr ganzes Leben wegge­sperrt sind“, betonen sie auch heute wieder.

Heute: Die Bauarbeiten schreiten voran, der Rohbau des Gebäudes ist fertig. Anlass für die Leine­bürger, noch einmal auf das in ihren Augen gesche­hene Unrecht hinzu­weisen und den Kampf um verlorenes Gelände wieder aufzu­nehmen: In einer Petition fordern sie, das von ihnen vorge­schlagene Alternativ­gelände endlich als Naherho­lungs­gebiet auszu­weisen: „Da sich das Areal offenbar nicht als Bauland eignet, liegt es doch nahe, dieses in ein parkähn­liches Gelände mit Wegen, Bänken und Grünan­lagen zu verwan­deln, das eine Brücke zwischen Leineberg, Tonkuhlen und Kiessee schafft“, heißt es darin. Ein ortsnaher Ausgleich sei während der Ausle­gungs­phase des B-Planes in Politik und Öffent­lichkeit diskutiert und ihnen auch mündlich zugesagt worden. „Wir bauen auf dieses Wort.“

Grüne begrüßen Intention der Petition: „Nachbarflächen müssen gesichert werden!“
Die Grünen im Rat zeigen sich solidarisch mit der zentra­len Intention einer Petition der Leine­bürger. „Durch die ökolo­gische Aufwer­tung der Grünan­lagen sowie mit Hilfe neuer Wegefüh­rungen und Bänke könnten wir hier für die Naher­holung und den Biotop­verbund eine sinnvolle Verbin­dung zum nahe gelegenen Kiessee schaffen“, erklärt Ratsmitglied Ulrich Hole­fleisch. Der Baupolitiker erinnert an einen entspre­chenden Prüfauftrag im Bauaus­schuss am 5.7. 2012. „Entschei­dend ist die Umwid­mung des Geländes im Flächen­nut­zungs­plan.“ Durch aufwändige Ausgleichs­rege­lungen eine klassische Parkfläche entstehen zu lassen, kommt für ihn nicht in Betracht: „Ich will hier nicht den Rasen kurz mähen lassen, sondern die ökolo­gische Qualität weitge­hend erhalten.“

Zusätzlicher Landschaftsverbrauch durch eine zusätzliche Auffahrt, ob­gleich die zur sich querstellenden Asklepios-Klinik hätte mitgenutzt werden könnenGrafik: Rinne & Partner

Die Fraktion hatte seinerzeit ihren Mitglie­dern freige­stellt, wie sie über das Ansin­nen der Landes­behörde (der das Areal gehört), dort einen Neubau für den Maß­regel­vollzug zu errich­ten, abstim­men wollen. Eine Mehr­heit stimmte zu, weil sie auf abseh­bare Zeit „keine andere Mög­lich­keit sah, die vom Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rechte kritisierte men­schen­unwür­dige Unter­brin­gung der Bewoh­ner/innen im ehe­maligen ,Festen Haus‘ zu verbessern“, heißt es in einer Erklärung der Fraktion und unter Anspie­lung auf die völlig fehlende Koope­rations­willigkeit der benach­barten Asklepios-Klinik: „Eine ärgerliche Konstel­lation der Eigentums­verhält­nisse und Nutzungs­möglich­keiten der Flächen ließ vielen die Entschei­dung für den Neubau an dieser ungüns­tigen Stelle unab­wendbar erscheinen.“

Das allerdings ist nur die halbe Wahr­heit, so unab­wend­bar war die Ent­schei­dung nicht: Schon damals hatte der Vertre­ter der Landes­behörde, Michael Brassel vom Staat­lichen Bau­manage­ment, während der emotio­nalen Dis­kus­sio­nen im Bau­aus­schuss durch­klin­gen lassen, dass man ja auch noch Alter­nativ­flächen für den geplan­ten Bau in petto hätte, falls die Stadt nicht spuren würde – nur eben in Göttin­gen nicht. Das aller­dings wurde von den Ent­schei­dungs­trägern geflis­sent­lich über­hört, denen – aus welchen Grün­den auch immer – ein bebau­tes Areal doch lieber war als ein Naher­holungs­gebiet. Immer­hin hatten die Grünen in der Aus­schuss-Sitzung vom 5. Juli 2012 durch­gesetzt, dass die nun von der Bürger­initia­tive auf dem Leine­berg wieder ins Spiel gebrachte „Alter­nativ­fläche … recht­lich gesi­chert und über Aus­gleichs­maßnah­men zum zukünf­tigen Erho­lungs­gebiet für die Bürge­rin­nen des Stadt­teils Leine­berg“ wird. Dieser Ergän­zungs­antrag wurde seiner­zeit ein­stim­mig gutge­heißen.

Brassel, das Schlitzohr, bot dem Ausschuss sogar an, die Brache (Abb. ganz oben) durch die Stadt erwerben zu lassen – zu Bauland­preisen selbst­redend, nicht zu Grün­land­preisen –, wohl wissend, dass man das mit einer (damals) klammen Stadt nicht machen kann.

 

Universität
Gründung eines „Konfuzius-Instituts“
verfestigt Beziehungen zu Folterstaat

Wider den Geist der Göttinger Sieben / Kritik der Gesellschaft für bedrohte Völker
Ausgerechnet Rechtswissenschaftler schweigen Menschenrechtsverletzungen †o†
Am 3. Juli feierten die Universitäten Göttingen und Nanjing ihre langjährige Zusammen­arbeit mit einem öffent­lichen Festakt. Die beiden Hoch­schulen arbeiten seit 30 Jahren in Forschung und Lehre zusammen, am Tag vor dem Festakt haben sie das „weltweit erste Akade­mische Konfuzius-Institut“ gegründet, welches „aktuelle Forschungs­erkennt­nisse in die Öffent­lichkeit vermitteln“ soll – Erkennt­nisse zur Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit und zu Men­schen­rechts­verlet­zun­gen hinge­gen bewusst aus­blendet.

 
Heute wie damals: Deutsche – auch Wissenschaftler – sehen gern weg, wenn es darauf ankommt hinzusehen. Verhaftung einer Demonstrantin in der VR China, Rektor Neumann beim Göttinger Uni-Jubiläum 1937.Quelle: amnesty international / Städt. Museum

Ausgerech­net „Rechts“­wis­sen­schaft­ler, nämlich die deut­schen und chine­sischen Direk­toren des gemein­samen Insti­tuts für Rechts­wis­sen­schaf­ten, Prof. Dr. Rüdi­ger Krause und Prof. Dr. Fang Xiao­min, spra­chen über Ver­gan­gen­heit und Zukunft der 25-jäh­rigen Zu­sam­men­arbeit auf ihrem Fach­gebiet und brachten dabei das ein­malige Kunst­stück fertig, gra­vie­rende Rechts­ver­stöße, wie sie bei­nahe täg­lich aus dem „Reich der Mitte“ ihren Weg in öffent­liche Foren und die Tages­pres­se finden – etwa die Ver­fol­gung von Minder­hei­ten oder die Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit – mit kei­nem Wort zu erwäh­nen. Der anschlie­ßende Vor­trag von Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll, eben­falls Direk­tor des Deutsch-Chine­sischen Insti­tuts für Rechts­wissen­schaft, reihte sich da naht­los ein und beschäf­tigte sich viel­sagend mit den „Her­aus­forde­run­gen und Chan­cen der Ko­ope­ra­tion mit China in Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Poli­tik“.

Er entlarvt zugleich die Intentionen, von denen eine solche Zusam­men­arbeit geleitet wird, nämlich die von Wissen­schaft und Politik flankierten wirtschaft­lichen Interessen und Bezie­hungen weiter voranzu­bringen. Da könnte eine Beschäf­tigung oder gar juristische Würdi­gung des Rechts­systems der Volks­republik China, zu dessen Methoden willkür­liche Inhaftie­rungen wie auch der Einsatz von Folter gehören, nur stören.

Die weltweit renommierte Göttinger Menschen­rechtsorga­nisation Gesell­schaft für bedrohte Völker (GfbV) sieht ange­sichts solch skanda­lösen Verhal­tens die Unab­hängig­keit der Wissen­schaft in Gefahr, die Stadt der „Göttinger Sieben“ brauche statt solcher Feierlich­keiten vielmehr eine kritische Diskussion. „Wir hätten uns in Göttingen eine umfas­sende Diskus­sion darüber gewünscht, ob ein Institut, das vom chinesi­schen Bildungs­ministe­rium ausdrück­lich dazu ange­halten wird, ein posi­tives Bild Chinas im Ausland zu zeichnen, in unseren kritischen Wissen­schafts­betrieb passt“, meint deren Asien­referent Ulrich Delius.

Konfuzius 2
„Statt Feierlichkeiten kritische Diskussion“: Inhaftierter Olympiakritiker, Bürgerrechtler und Aidsakti­vist Hu Jia, von Geheim­polizei bedrängte Ehe­frau Zeng Jinyan, inhaf­tierter Friedens­nobel­preis­träger Liu Xiaobo, Gewalt­anwen­dung durch Zivil­polizei, Folter­opfer Falun Gong
Fotos: Archiv / VOA staff / China intern / Falun Gong

„Wenn Rüstungskonzerne Forschungs­projekte an Univer­sitäten fördern, gibt es einen Aufschrei der Em­pö­rung in der Öffent­lichkeit. Denn die Unab­hängig­keit der Lehre gilt als gefährdet“, begrün­dete Delius die Skepsis der GfbV. In mindes­tens sieben deutschen Sino­logie-Semi­naren fungieren deren Profes­soren auch als Leiter der örtlichen Konfu­zius-Insti­tute. Die Konfu­zius-Institute sind organisa­torisch an das Entwick­lungszen­trum des chinesi­schen Bildungs­minis­teriums für den Chine­sisch-Unter­richt als Fremd­sprache ange­bunden, das dem Bildungs­ministe­rium der Volks­republik China unter­steht. „Hier kann es schnell Interes­sens-Kolli­sionen geben, es sei denn, deutsche Profes­soren üben sich im vorausei­lenden Gehorsam und in der Selbst­zensur, denn das Ministe­rium hat natürlich seine ganz eigenen Erwar­tungen an die Vermitt­lung eines positiven China-Bildes“, befürchtet Delius. Natürlich solle und müsse auch Positives über China vermit­telt werden, doch das Negative – wie die Unter­drückung der Tibeter oder die schweren Menschen­rechts­verlet­zungen an Uiguren im Nord­westen des Landes – sollten nicht unter­schlagen werden.

Der chinesische Wissen­schaftler und Dolmetscher Prof. Dr. Jianbin Wang hat die Medaille Aureus Gottin­gensis der Universität Göttin­gen erhalten. Mit dieser Medaille würdigt die Univer­sität Göttingen seit 1965 Menschen, die sich in beson­derer Weise für die Hoch­schule eingesetzt haben. Prof. Wang ist neben Erich Bieder­beck, Prof. Dr. Emil Woermann, Heinz Hilpert, Hilde­gunde Willrich, Sigrid Lüttge und Lars Ellegaard die siebte mit dieser Medaille ge­ehrte Person.  

In den USA und Kanada gibt es gerade eine breite Diskussion unter Wissen­schaft­lern über mögliche negative Folgen für die Wissen­schaft durch die Einrich­tung von Konfu­zius-Insti­tuten. So hat die „Amerika­nische Vereini­gung der Univer­sitätsprofes­soren“ den US-Univer­sitäten vorge­worfen, mit der Ansied­lung solcher Institute die Integrität von Universi­täten und Lehrper­sonal beein­trächtigt zu haben. Auf besondere Kritik stieß dabei, dass China bei der Besetzung von Posten in Konfu­zius-Insti­tuten ein Mitsprache­recht hat.

 

Göttinger Wald
Notfallschilder für Erste Hilfe
„Rettungspunkte“ sollen Notfallhelfer leiten
pdg — Zur Alarmierung von Rettungs­kräften bei Notsitua­tionen im Göttinger Stadtwald per Mobilfunk wurden im Wald zwölf Schilder als soge­nannte Rettungs­punkte aufgestellt. Die darauf vermerkten Abkür­zungen und Zahlen ermög­lichen die genaue Standort­bestim­mung durch die Feuer­wehr und Rettungs­dienste, die somit schnell zur Hilfe eilen können, wenn Personen im Wald zum Beispiel einen Unfall haben, einer Bedro­hungs­situation ausge­setzt sind oder einen Schwäche- oder Allergie­anfall erleiden.

Rettungspunkt

Auf jedem Schild folgt hinter der Abkürzung „GÖ“ eine Nummer, einige haben zusätzlich hinter den Ziffern ein „H“ als Hinweis, dass hier gegebe­nenfalls der Einsatz eines Rettungs­hubschrau­bers möglich ist. Außerdem ist auf den Tafeln die Notfall­telefon­nummer 112 vermerkt, unter der in Göttingen die örtliche Rettungs­leitstelle der Feuer­wehr erreicht wird. Mit zwölf Rettungs­punkten im 18km² großen Stadtwald sind die Dichte der Rettungs­punkte höher als üblich und damit die Abstände zwischen den Punkten wesentlich kürzer. Grund dafür ist die besondere Bedeutung dieses Gebietes als Erholungs­raum der Göttinger Bevöl­kerung.

Informationen über die zur Verfügung stehenden Notfall­rettungs­punkte erhalten Waldbe­sucher über Flyer, die an den wichtigsten Waldein­gängen (Molken­grund, Kehr, Hollands­grund und Seckborn­grund) zu finden sind, aber auch digital über die kosten­lose Smartphone-App „Hilfe im Wald“.

 

Oberbürgermeisterwahl
SPD-Kandidat setzt sich durch
Wenn es Ihnen nicht passt, dann dürfen Sie mich eben nicht wählen“, reagierte Rolf-Georg Köhler kürzlich noch auf einer Veranstal­tung, bei der es aus aktuel­lem Anlass (Baptisten­kirche / ehem. Voigtschule) um die Göttinger Kultur und ihre Kultur­initia­tiven ging. Es hat offen­sicht­lich vielen dennoch gepasst.

Nach vorläufigen Berechnungen geht Köhler mit etwa 59 Prozent als Sieger aus dem Rennen um das Amt des Ober­bürger­meis­ters hervor (Martin Rudolph: ca. 41 Prozent). Am bemer­kens­wertes­ten bei dieser Wahl, bei der zum Schluss die Grünen mehr Werbung für den roten Bewerber betrieben als die SPD selbst, ist wohl die Wahl­beteili­gung: Nur noch 31 Prozent (50,12 Prozent bei der Vorwahl) ließen sich hinterm Ofen hervor- und in die Wahl­kabinen locken – ein Indikator dafür, welchen Rückhalt die Kandi­daten in der Bevöl­kerung besitzen und wie diese bzw. die von ihnen vertre­tene Politik sich von ihnen repräsen­tiert fühlt.
www.wahlen.goettingen.de

 

Klimawandel
Heftige Unwetter halten Einsatzkräfte auf Trab
Schwerstarbeit für die Feuerwehr / Kunst e.V.: Sanierung von Spielstätten forcieren
pdg/eb — Eines der heftigen Unwetter dieses Jahres, dass von West nach Nordost über die Bundes­republik und damit auch über Göttingen zog, hat hier erheb­liche Schäden hinter­lassen. Allein im am stärksten betrof­fenen Ruhr­gebiet wurden mehrere 10.000 Blitze gezählt, die nahezu ununter­brochen die Nacht zum 10. Juni taghell erleuch­teten. 19 Feuer­wehr­wachen waren mit 120 Einsät­zen beschäftigt. Allein aus dem Keller im Audito­rium der Univer­sität mussten rund 500.000 Liter Regen­wasser abge­pumpt und Bäume gefällt werden. In den städti­schen Grün­anlagen wurden nach Angaben der Stadt bislang rund 80 Schäden registriert. Einzelne Bäume hielten auch auf dem Bartholo­mäus­friedhof dem Wind nicht stand und stürzten um. Eine Vorstel­lung der Göttinger Händel-Fest­spiele im Deutschen Theater musste wegen eines Wasser­ein­bruchs im Dach über der Seiten­bühne vorzeitig abge­brochen, der jähr­liche Univer­sitäts-Sporttag „Dies Acade­micus“ abgesagt und auf den Juli verscho­ben werden.

Mehrere 10.000 Blitze gezählt: Unwetter in der Region
Foto: André Karwath

Überlastete Rohrlei­tungen im Neuen Rathaus führten zu Undich­tigkei­ten im Technik­oberge­schoss und einem Wasser­einbruch im Keller und auch die Feuer­wehr selbst war betroffen: Ellie­hausen und Grone gab es Wasser­eintritte durch die Dächer der Feuer­wehr­häuser; in Grone war der Altbau betroffen, der derzeit stattfin­dende Anbau blieb unbe­schädigt. In der Voigt-Real­schule in Weende stehen Räume des Haus­meisters, des Verwal­tungs­gebäudes und des Mensa­gebäu­des unter Wasser. Zusätz­lich ist ein Aufzugs­schacht vollge­laufen; dadurch sind mög­licher­weise die Elek­tronik und die Batte­rien beschä­digt. Die genaue Schadens­auf­nahme erfolgt noch. Das Wasser wird durch Haus­meister entfernt.

In den Gebäuden Maschmühlenweg 141–145 stand der Wasch­maschinen­raum im Keller­geschoss etwa zehn Zenti­meter unter Wasser. In mehreren Häusern im Masch­mühlen­weg und im Königs­stieg wurde Wasser durch die Fenster gedrückt. Im Gebäude Rote Straße 34 drang Regen in das Treppen­haus ein. In der Musa gab es einen Wasser­einbruch im Keller. Mehrere Musa-Mitar­beiter/in­nen sind dort bereits seit Dienstag­nacht im Einsatz und wurden von der Feuer­wehr unter­stützt. Mit Hilfe der bereits vorhan­denen sowie einer zusätz­lich einge­setzten Pumpe konnte der Schaden bisher in Grenzen gehalten werden.

OB dankt Helfern
pdg — Oberbürger­meis­ter Wolf­gang Meyer hat sich in einer öffent­lichen Erklä­rung bei den vielen haupt- und ehren­amt­lichen He­lfer/in­nen bedankt, die wäh­rend und nach den Unwet­tern im Stadt­gebiet im Ein­satz waren. „Es ist gut zu wissen, dass in unse­rer Stadt Men­schen leben, mit deren Hilfe wir aus dem Stand heraus in der Lage sind, solchen Unwet­tern zu begeg­nen, wie sie am ver­gan­genen Diens­tag und Mitt­woch über Göt­tin­gen gefegt sind,“ sagte er. In seinen Dank bezog Meyer die Mitar­bei­ter/in­nen und Mit­glie­der der Feuer­wehren, der Polizei, der Ret­tungs­dienste sowie aller ande­ren Orga­nisatio­nen und Unter­neh­men ein, die mit vol­lem Ein­satz und oft die ganze Nacht lang uner­müd­lich an der Schadens­begren­zung mitge­wirkt haben. Meyer dankte außer­dem allen öffent­lichen und priva­ten Kräf­ten, die seit dem frühen Mitt­woch Mor­gen an der Be­seiti­gung der Folgen arbei­teten, die die Gewitter verur­sacht haben. Er bat aller­dings auch um Ver­ständ­nis dafür, dass die Repa­ratur- und Auf­räum­arbei­ten noch einige Zeit in An­spruch neh­men könn­ten.
 

Für die Feuerwehrkräfte bedeutete das Gewitter Schwerst­arbeit. Im Stadtgebiet Göttingen rückten die Einsatz­kräfte der Haupt­feuer­wache, der Feuer­wehr des Klinikums, der Werks­feuer­wehr der Univer­sität, der 13 Orts­feuer­wehren und von drei Feuer­wehr­wachen aus dem Land­kreis zu 120 Einsät­zen in der Nacht aus. Am Mittwoch­morgen und -nach­mittag (11. Juni) kamen etwa 40 Einsätze hinzu. Bei den meisten mussten vollge­laufene Keller vom Regen­wasser befreit werden. Im Audito­rium der Univer­sität stieg der Wasser­pegel auf 1,50 Meter an. Auch im Institut für Mikro­biologie und beim Reiterhof in Holtensen mussten Räume vom Wasser befreit werden. Laut Feuer­wehr verur­sachte zudem ein Wasser­einbruch in der Produk­tions­halle der Firma Novelis in Weende einen Stopp der dortigen Produk­tion.

In der Kita Gartenstraße stürzten ein Baum und Äste vom Wall auf das Gelände. Schäden sind noch nicht bekannt. Auf dem Spielplatz Schlözer­weg gaben zwei Buchen den Wind­böen nach und beschä­digten bei ihrem Aufprall zwei Nachbar­zäune sowie zwei Parkbänke. Auf dem Spielplatz Rosen­winkel wurden mehrere Bäume entwurzelt, außerdem brachen mehrere große Äste aus den Kronen heraus. So entstan­den Schäden am Dach, an der Dachrinne sowie am Vorbau des Nachbar­hauses und am Zaun. Der Betrieb auf den betrof­fenen Plätzen ist teilweise einge­stellt und voraus­sichtlich ab der nächsten Woche wieder möglich. Im Stadt­wald fiel ein Ast auf einen Tennisplatz am KWP und zerstörte dabei einen Zaun und einen Schieds­richter­stuhl.

In vielen Grünanlagen lösten sich Äste aus den Baum­kronen, die leicht herunter­fallen und Passanten verletzten können. Auch 37 Mitar­beiter/in­nen des Bauhofes der Stadt Göttin­gen und zwei Baum­pflege­firmen erfassen die Schäden und haben mit der Beseiti­gung begonnen, die noch mehrere Tage andauern wird. Wer sich in den Parkan­lagen aufhält, sollte daher beson­ders aufmerk­sam sein, um mög­lichen Gefahren auszu­weichen und im Zweifels­fall auch Umwege in Kauf nehmen.
Der Verein Kunst e.V. fordert aufgrund des Wasser­einbruchs im Deutschen Theater vom neu zu wählenden Ober­bürger­meister, „die Sanie­rung der Spiel­stätten Deut­sches Theater, Junges Theater und Stadt­halle zu for­cieren“ (siehe neben­stehen­den Beitrag).

 

Passantenzählung
Göttinger Einkaufsmeilen auf den mittleren Plätzen
Fragwürdige Statistik zur Attraktivität von Innenstädten
Nicht nur eine „schon seit einigen Jahren zu beobach­tende Polarisie­rung zwischen starken und schwachen Einkaufs­lagen, respektive Groß- und Klein­städten“ konstatiert das Hamburger Bera­tungs- und Vermitt­lungs­unter­nehmen für Gewerbe­immobilien Engel & Völkers in einem soeben erschie­nenen Report, sondern „inzwischen auch eine immer stärkere Differen­zierung im Einkaufs­verhalten“. Reine Versorgungs- und/oder Internet­einkäufe werden demzufolge überwie­gend unter der Woche abgewickelt, während sich das erlebnis- und freizeit­orientierte Shoppen „in anregender Innen­stadt­atmosphäre“ immer mehr auf den freien Samstag­nach­mittag konzen­triert.

Weender Straße
 
Erlebnis- und freizeit­orientiertes Shoppen: Weender StraßeFoto: vs

Von den 22 Groß- und Mittel­städten Deutschlands, in denen in mehr oder weniger anre­gender Atmo­sphäre geshoppt und eventet wird, ist Göttingen ungefähr im Mittelfeld wiederzu­finden. Einsame Spitze und nach wie vor Shopping­meile Nummer 1 ist im vierten Jahr in Folge die Kaufinger­straße in München, dicht gefolgt von der Neuhauser Straße, ebenfalls in der Bayern-Metro­pole. Erst dann folgt die Kölner Schilder­gasse. Für die Zähler über­raschend, taucht im Top-20-Ranking Hannover mit der Bahnhof­straße, der Georg­straße sowie der Karmarsch­straße gleich mit drei Platzie­rungen auf.

Solche Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Zum einen macht es sicher­lich einen Unter­schied, ob die Messungen etwa bei strah­lendem Sonnen­schein oder bei miesem Regen­wetter, wenn niemand gern freiwillig auf die Straße geht, durch­geführt wurden (in München beispiels­weise schien die Sonne, in Göttingen wurde an Regen­tagen gezählt), zum anderen muss man die absoluten Zahlen (Kaufinger­straße 16.653 Besucher pro Stunde, Weender Straße 4.806) auch in Relation zum Ein­zugs­gebiet setzen.

Generell, so die Consulting-Firma weiter, habe an nahezu allen Zähl­punkten die Passan­tenfre­quenz gegen­über dem Vorjahr zuge­nommen, mitunter um nahezu 25 Prozent, wobei deutliche Unter­schiede zwischen den Zähl­tagen Dienstag und Samstag zu verzeichnen sind. Unter den lokalen, auch alt eingeses­senen Laden­besitzern beschleu­nige sich zudem die Auslese. Neben den Auswir­kungen des Online-Handels trügen dazu maßgeb­lich interna­tionale Marken­unter­nehmen bei: „Bei globalen Ketten stehen zuneh­mend die deutschen Wirtschafts­metro­polen im Visier ihrer Expan­sions­strate­gien“, berichtet Christiane Meyer von Engel & Völkers Com­mercial.

Ein Problem, welches Städteplanern nur allzu gut bekannt ist – ohne dass sie deshalb der Ansied­lung großer, den kleinen Einzel­handel verdrän­gende Ketten Einhalt gebieten würden. Logisch also, „dass neben sozio­demografi­schen Fakten die Größe des Einzugs­gebiets sowie die Entwick­lung und die Perspek­tiven wichtige Kriterien für die Attrakti­vität der Einzel­handels­standorte sind“, wie die Statistiker schreiben, weil sich ja nur durch immer größere Einzugs­gebiete höhere Einnahmen erzielen und Mieten bezahlen lassen, welche wiederum nur die oben erwähnten interna­tionalen Marken­unter­nehmen aufbringen können. Was wiederum zur „Auslese“ von jenen alt eingeses­senen Laden­besitzern führt, die gerne in der Innen­stadt bleiben würden, könnten sie denn solche Mieten bezahlen, und deren Abwan­derung Stadtent­wickler mehr oder weniger tatenlos zusehen und durch eine kontra­produktive Ansied­lungs­politik gar noch fördern.

 

Erinnerungskultur
Jedem das Seine
Denkmalsockel am Bahnhof: Kunst oder Trojanisches Pferd?
„Dem Landesvater seine Göttin­ger Sieben“ – und der Göt­tinger Künst­lerin Chris­tiane Möbus ihr eigenes Denk­mal. Mit ihm möchte sie sich würde­voll in die Ahnen­reihe jener kriti­schen Denker einrei­hen, die sich 1837 gegen die Aufhe­bung der Verfas­sung im König­reich Han­nover wandten und dafür mit ihrer Entlas­sung bezah­len muss­ten; manche sogar mit ihrer Vertrei­bung.

 
Zu aktualisierender Diskussionsvorschlag des Göt­tinger Schriftstellers Wolfgang Bittner aus dem Jahr 1980© W. Bittner

„Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“, so hat sie ihr Werk benannt – einen kahlen Sockel, der dem vor dem Hanno­verschen Haupt­bahn­hof stehen­den Denk­mal von König Ernst August I. nach­empfun­den ist und auf dem nicht nur die renitenten Wissen­schaftler mit ihren Namen verewigt werden sollten, sondern auch die Künst­lerin selbst, so stellt sie sich dies samt einer kleinen Anzahl von Befür­wor­tern vor, die den Klotz dann den Göttin­gern zum Geschenk über­reichen wollen.

Einen „inspirierenden kriti­schen und zugleich für eine breite Öffent­lichkeit gut zugäng­lichen Beitrag zur Diskus­sion des Mahnmals in der heutigen Gesell­schaft“, nennt ein Schweizer Kunst­profes­sor den Granit­block und so sollte es auch nicht wundern, wenn die Göttinger Bevöl­kerung sich von einem solchen Klotz ähnlich inspi­rieren lässt wie einst bei der schräg in den Himmel ragenden Röhre auf dem Uni-Campus. Diese „Kunst“ im öffent­lichen Raum hatten sich Studie­rende alsbald zurück­erobert, indem sie, deutlich origi­neller als das ursprüng­liche Werk, einen aus Maschen­draht gefer­tigten Radfahrer die Säule empor­radeln ließen – sehr zum Verdruss seines Schöpfers übrigens, der sich dies unver­züglich verbat.

Dass es mit der Inspiration, jedenfalls der Schöpfer, nicht immer allzuweit her ist, zeigt eine weitere Plastik am selben Ort, die Grass’sche G7-Stele nämlich, die ebenso als Symbol für den Gipfel der (sieben) bedeutendsten Industrienationen der Welt stehen könnte wie für das, was eigentlich intendiert ist.

Die Verwaltung jedenfalls befür­wortet das ihr ange­tragene, „außer­gewöhn­liche Kunst­werk von hohem ästhe­tischen Reiz“, will auch gleich die Kosten für Funda­ment und Unter­haltung mit über­nehmen und es ebenso auf dem Bahnhofs­vorplatz aufstellen wie das Vorbild in Hannover. Ihre Begeis­terung ist jedoch eher verhalten. Kultur­dezer­nentin Dagmar Schlapeit-Beck findet es nicht etwa rund­heraus gut oder gar hervor­ragend, sondern ästhetisch „befriedi­gend“, Fach­bereichs­leiter Hilmar Beck schwant bereits: „Denkmale in Göttin­gen sind immer strittig.“ Kommt drauf an.

Die Diskussion jedenfalls geht gerade erst los. Mit wohldo­sierten Worten („grund­sätz­liche Freude über jedes bürger­schaft­liche Engage­ment“, „interes­sante Idee“, „Engage­ment und die Leis­tung von Frau Möbus in keiner Weise schmälern“) will man der Künst­lerin schonend beibringen, dass man „diese Art der Ausfüh­rung nicht für sach­gerecht und den Göttinger Sieben nicht würdig“ findet, erklärt etwa Marcel Pache im Namen der CDU/FDP-Gruppe im Rat. Zu beden­ken sei auch eine evtuelle Urheber­rechts­verlet­zung im Hinblick auf die Archi­tektur des Bahnhofs­vorplatzes, und das könne der Gruppe nicht ganz egal sein. Sie wird sich deshalb in der nächsten Kulturau­sschuss­sitzung gegen die Schenkung ausspre­chen. Es könnte sich ja als Danaer­geschenk entpuppen.

 

Basketball
Göttinger Politspitzen sponsern persönliche Vorlieben
mit öffentlichen Geldern der Gebührenzahler

Elitärer Profisport trotz kritischer Haushaltslage bezuschusst / Bevölkerung: „Unverschämtheit“
Mit einem Paukenschlag endet die Amtszeit des Göttinger Ober­bürger­meisters – und mit einer In­stinkt­losig­keit zugleich. Hinter verschlos­senen Türen haben auf Initiative von Wolfgang Meyer die Spitzen von SPD und CDU im Verwal­tungsaus­schuss des Rates der Pro Basket­ball Göttin­gen GmbH (BG Göttingen) mehr als 100.000 Euro zuge­schanzt – einem kom­mer­ziellen Sport­betrieb, dessen Spieler zumeist einen ähn­lichen Bezug zu Göttin­gen haben wie jene von Bayern München etwa oder andere Profi(t)-Be­triebe im Sport auch.

Einer Umfrage im Göttinger Tageblatt zufolge halten 90 Prozent (!) der Befragten die Subven­tionie­rung des kommer­ziellen Vereins schlicht für eine „Unver­schämt­heit“, nur 9 Prozent sind gegen­teili­ger Meinung. Als vorge­schobe­nes Argument gilt den wenigen Politi­kern, die dies ausge­kungelt haben, ein angeb­licher Mehr­wert für die Stadt Göttingen durch eine öffent­lich­keitswirk­same Vermark­tung Göttin­gens als „Stadt des Basket­balls“. Ob dadurch aber beispiels­weise die Über­nach­tungen in der Hotel­lerie ansteigen oder auch nur ein Umsatz­zuwachs bei Konsum­gütern und Dienst­leistun­gen zu verzeich­nen ist oder gar neue Gewerbe­ansied­lungen und Arbeits­plätze dadurch gene­riert werden, darf mehr als bezwei­felt werden und scheint an den Haaren herbei­gezogen. Konkrete Angaben darüber, wie sich ein angeb­lich besserer Ruf durch Basket­baller tatsächlich durch positi­ve Zahlen belegen lässt, wurden zu keiner Zeit vorgelegt – selbst nicht zu Zeiten, als die BG bereits Bundes­ligafor­mat aufwies und sich wenig später der Haupt­sponsor Sparkasse gleich­wohl aus diesem Engage­ment zurück­zog. Der im stillen Käm­merlein gefasste Beschluss verhöhnt die durch das Entschul­dungs­hilfe­angebot des Landes gefor­derten Sparbe­mühun­gen, durch die viele Mitarbeiter in der Verwal­tung aufgrund von „Arbeits­verdich­tung“ ebenso Opfer bringen müssen wie auch ein großer Teil der Bürger­schaft. Ein solches Verhalten kurz vor der Ober­bürger­meister­wahl ist ein Fall für die Kom­munal­aufsicht wie auch für den Landes­rech­nungs­hof.

Breitensport
Vernachlässigte Sportförderung: Weender Freibad, KAZ-Akrobatik, BallettFotos: Förderverein Freibad Weende / VS / ASC

Unter dem Code V001 sahen die Vor­schläge der Ver­wal­tung im sog. „Zu­kunfts­ver­trag“ Kür­zun­gen bei den städti­schen Sport­förde­rungs­mit­teln von ins­ge­samt 480.000 Euro vor. 297 Rück­mel­dun­gen lehn­ten dies ab, 189 wa­ren dafür. Unter dem Code V002 wur­den Kür­zun­gen von 160.000 Euro bei der GWG vor­schla­gen, wel­che direkt die BG 74 be­tref­fen. 376 spra­chen sich da­für aus, 93 da­ge­gen.
Lediglich die Grünen im Rat haben sich dem Ansin­nen des Ober­bürger­meis­ters ver­wei­gert – sie sind der Sit­zung de­mons­trativ fern­ge­blie­ben. Bei al­lem Re­spekt vor der Leis­tung der BG 74 und ihrem Wie­der­auf­stieg sieht OB-Kan­didat Sieg­fried Lies­ke „im städti­schen Haus­halt kei­ne Spiel­räu­me für eine un­mit­tel­bare finan­ziel­le Un­ter­stüt­zung. Es fällt mir schwer, den Bür­ger/in­nen zu ver­mit­teln, dass wir in dem ei­nen Jahr die Mit­tel für den Brei­ten­sport kür­zen und Park­ge­büh­ren erhö­hen und im nächs­ten Jahr zu­sätz­li­ches Geld für den Profi­sport aus­ge­ben.“ Dies sei aus Per­spek­tive ei­ner ver­lässli­chen Haus­halts­poli­tik nicht zu ver­ant­worten.

Sie handeln mit Waren, so wie andere Ge­wer­be­trei­bende auch mit Wa­ren han­deln, nur dass ihre Ware aus Spie­lern be­steht. Und weil dabei oft­mals hohe (Ab­lö­se-)Sum­men beim Wa­ren-Ein­kauf ent­ste­hen, weil man ja in einer buch­stäb­lich „ande­ren Liga“ spie­len will, ist das Risiko ent­spre­chend hoch, sein Pro­dukt auch wieder ver­kau­fen zu kön­nen. Da ist es gut, wenn die Spit­zen von Rat und Ver­wal­tung von sport­begeis­ter­ten Bas­ket­ball­fans durch­setzt sind. Sie haben nicht nur den Na­men der neu er­rich­te­ten Sport­halle für die Bas­ket­bal­ler an ein Göt­tin­ger Geld­insti­tut ver­scher­belt, ohne jene über­haupt zu fra­gen, die diese Halle ganz über­wie­gend finan­ziert ha­ben und die doch auch ein An­recht darauf hät­ten, bei der Na­mens­ge­bung betei­ligt zu wer­den, sie finan­zie­ren nun mit wie­der­um öf­fent­lichen Gel­dern auch noch ih­re per­sön­lichen Vor­lie­ben. Von sol­chen kom­mu­nalen Zu­schüs­sen kön­nen andere Ge­werbe­trei­ben­de in dieser Stadt nur träu­men.

Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, ein kaum ein Spiel auslas­sender erklärter Fan der nun in die Bundes­liga zurück­kehren­den Göttinger Basket­baller sowie CDU-Frak­tions­chef Fritz Güntzler, dessen Affinitiät zum Profi­sport bereits durch seinen Vorsitz im Sportaus­schuss deutlich wird, dürfen sich nun sicherlich auf ein Frei­karten-Kontin­gent für die lau­fende Saison freuen. Das ist so üblich gegen­über Spon­soren – und versüßt den Abschied aus dem Amt eines Ober­bürger­meis­ters unge­mein.

 

La Paz Centro
Göttinger Partnerstadt durch Erdbeben bedroht
Partnerschaftsverein ruft zur Hilfe auf
Während die Medien nur noch über die Ukraine und ein wenig über das Erdbeben in Chile berichtet hatten, hatte sich auch in Nicaragua ganz in der Nähe unserer Partnerstadt La Paz Centro ein heftiges Erbeben ereignet. „Diese Erdstöße haben tagelang angehalten und dazu geführt, dass alle unsere jungen Weltwärts-Freiwilligen in den Norden des Landes geflüchtet waren“, schreibt die Göttinger Vereinsvorsitzende von Amistad con Nicaragua, Anna Leineweber. Sie erhielt den folgenden Hilferuf der Bürgermeisterin Lesbia Abarca García aus unserer Partnerstadt, den wir hiermit veröffentlichen:

Hola querida Anna
Hermana espero te encuentres bien.
Estamos solicitando ayuda solidaria, ya que tuvimos un atentado terremoto en fecha Jueves, 10 de Abril de 2014, y 500 familias de nuestro municipio quedaron afectadas en consecuencia de esta tragedia.
Estamos en espera de cualquier ayuda que nos puedan brindar, aprovecho la ocasión para reiterarte mis muestras de consideración y estima.
Atte.
Lesbia Abarca García
Alcaldesa Municipal
La Paz Centro

 

„Es ist uns unverständlich, dass bis auf die Ingolstädter Nachrichten nicht eine deutsche Zeitung dieses Erdbeben – im Internet gut nachvollziehbar – journalistisch wahrgenommen hat“, fährt sie weiter fort. Nun bittet Bürgermeisterin Lesbia Abarca den Göttinger Partnerchaftsverein um Hilfe, weshalb sich Anna Leineweber direkt an die Öffentlichkeit wendet. Göttingens Oberbürgermeister habe sich bereit erklärt, einen entsprechenden Spendenaufruf zu unterstützen. Etwa 500 Familien sind von dem Erdbeben betroffen, ihre Häuser zum Teil total zerstört. Hilfe ist dringend erforderlich.
Kontakt: ALeineweber@t-online.de - www.nicaragua-verein-goettingen.de - Spendenkonto: Sparkasse Göttingen, IBAN DE88 2605 0001 0056 0285 09, BIC NOLADE21GOE

 

Asylsuchende
Göttinger Grüne fordern
Versichertenkarte nach Bremer Modell

Medizinische Versorgung von Leistungsempfänger/innen soll verbessert werden
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Verwaltung auf, eine elektro­nische Kranken­kassen­karte für Asyl­bewer­ber/in­nen nach dem Bremer Modell einzu­führen. Dazu sollten von ihr Verhand­lungen mit den örtlichen Kranken­kassen aufge­nommen werden. Einen entspre­chen­den Antrag kündigte der inte­grations­politi­sche Sprecher der Fraktion, Mehmet Tugcu, für die Mai-Sitzung des Rates an.

Recht auf Leben nur mit Schein: Kleinkind aus GhanaFoto: Kwasiassibey

Die derzeitige Praxis zwin­ge Asyl­su­chen­de, für Normal­behand­lun­gen immer wieder aufs Neue einen Kran­ken­schein zu bean­tra­gen. „Ich halte das für büro­kra­tisch und schika­nös. Und wie der jüngste Vor­fall in Han­no­ver zeigt, birgt dieses Ver­fah­ren töd­liche Gefah­ren, denn es ver­un­sichert nicht nur die Betrof­fe­nen, son­dern auch das ärzt­liche Per­sonal“, be­grün­det Tugcu den Vorstoß.

In Hannover wurde in der ersten April­woche eine aus Ghana stammende Frau mit ihrem erkrank­ten Säugling abge­wiesen, weil sie keinen Kranken­schein besaß. Eine Kinder­ärztin, welche die Frau in ihrer Not aufsuchte, erkannte sofort die Gefahr und ließ das Kleinkind umgehend wieder mit dem Rettungs­wagen in die Klinik bringen. Zu spät: das Kind starb. Auch der Flücht­lingsrat Nieder­sachsen hat diesen Vorfall zum Anlass genommen, von der Landes­regierung zu fordern, die Bestim­mungen bei der Kranken­versor­gung von Asyl­bewer­bern zu ändern.

Die Bremer Sozialbehörde hatte schon 2005 ein kunden­freund­licheres Verfahren einge­führt, indem sie an Asyl­bewer­ber/innen eine digitale Kranken­kassen­karte ausgibt. Die Chipkarte deckt zwar nicht alle Leis­tungen ab, welche für die Grund­versor­gung notwendig wären, dennoch gibt sie den Betrof­fenen und dem medizi­nischen Personal Sicherheit über die Kosten­über­nahme. Doch selbst wenn diese Sicherheit nicht gegeben ist, recht­fertig das Fehlen eines Kranken­scheins noch keine unter­lassene Hilfe­leistung, die zum Tode führt. 2012 wurde ein ähnliches Verfahren wie in Bremen übrigens auch in Hamburg eingeführt.

 

Ehemalige Voigtschule / Baptistenkirche
Nichts als heiße Luft:
Verkaufsverhandlungen scheitern an unseriösen Zusagen

Frühere Befürchtungen Göttinger Kulturschaffender bewahrheiten sich
FDP: „Ersichtliche Wahlkampfvorlage“
/ LIeske für Verkauf an Kreativwirtschaft

Wie eine Seifenblase scheinen die Pläne der Göttinger Verwal­tung zu platzen, die Gebäude Nr. 13 und 15 in der Bürger­straße einer halb­wegs kultu­rell orien­tierten, kommer­ziellen Nutzung zuzu­führen. Den Zuschlag bekom­men hatte ein Investor, der nach Auffas­sung des Rathauses und der politi­schen Entschei­dungs­träger das – finanziell – über­zeugend­ste Konzept vorge­legt hatte. Nach dem Motto „erst einmal den Auftrag an Land ziehen und dann weiter­sehen“ (siehe Elbphil­harmo­nie, BER-Flug­hafen etc.) hat er sie alle über’n Tisch gezogen. Jetzt zieht Göttingens Ober­bürger­meister Wolfgang Meyer die Notbremse und schlägt dem Verwa­ltungs-Aus­schuss vor, die Verkaufs­verhand­lungen abzubrechen.

 
„Erst einmal den Auftrag an Land ziehen und dann weiter­sehen“: ehe­malige VoigtschuleFoto: Stadt Göttingen

Dabei war noch vor wenigen Wochen aus der Immo­bilien­verwal­tung auf Anfrage zu hören, eben diese Verkaufs­verhand­lungen seien auf einem guten Weg und mit ihrem Abschluss in Bälde zu rechnen. Das war eine glatte Lüge und wohl schon damals ahnte man, dass man einem Investor auf den Leim gegangen war, der wohl nur formal ein Konzept vorge­legt hatte, das die Verwal­tung „aufgrund der Verein­bar­keit der Nut­zungen und der Strin­genz insge­samt“ über­zeugt hatte, wie es in einer Vorlage vom 20. Juni des letzten Jahres hieß. Zumal bereits „Erfah­run­gen mit diesem Konzept“ aus einer anderen Großstadt vorlägen, wo dies „seit über 10 Jahren“ schon reali­siert sei.

Erfahrungen allerdings, die nach dama­ligen Recher­chen von zumeist aus der Göttinger Kultur­szene stam­menden Mitbe­wer­bern, welche sich ebenfalls und intensiv um die Gebäude bemüh­ten und zu einem Kultur­verbund Göttingen zusam­menge­schlos­sen hatten, um sie für eigene Zwecke zu nutzen, eine ganz andere Sprache sprechen. Die hatten nämlich in der anderen Großstadt – Bielefeld – Erkundi­gungen eingzogen und heraus­gefunden, dass das in der Bürger­straße geplante und dort bereits realisierte soge­nannte „Art Center“ nicht viel mehr war als eine schil­lernde Fassade. Weitere Informationen

 

Stadtentwicklung
Kunst statt Leerstand
Grüne wollen Leerstandsmisere aufhübschen
So viel Kunst kann es in dieser mit kultureller Vielfalt geseg­neten Stadt gar nicht geben, als dass man das durch große Ketten und potente Finanz­inves­toren, aber auch durch die mitunter wenig voraus­schau­ende, eher auf kurz­fristige „Erfolge“ zielende Stadt­planung hervor­geru­fene Elend zuneh­mender Leer­stände in der Göttinger In­nen­stadt damit ver­ber­gen könnte. Man könnte es allen­falls entschärfen – offen­sicht­liche potem­kinsche Dörfer blieben solche Flecken gleich­wohl. Göttingens Ord­nungs­dezer­nent Siegfried Lieske und zugleich OB-Kandidat hat sich jetzt mit einem solchen Vorschlag als Kultur­folger geoutet und dabei speziell das neu errich­tete „Quartier Am Leine­bogen“ (ehem. altes Stadtbad) im Auge.

Durch Kultur Planungsfehler überdecken: boat people projekt im Chel­ten­ham-HouseFoto: Reimar de la Chevallier

Mehr oder minder verzwei­felte Ver­suche, durch Kultur Planungs­fehler zu über­decken, gab es bereits in der Vergan­gen­heit. Erin­nert sei an die seit Jahren vor sich hinsie­chende Immo­bilie Chelten­ham-Haus in der Friedrich­straße, bei der die Stadt­verwal­tung ernst­lich prüfen sollte, ob sie dieses Namens über­haupt würdig ist. Auf unsere Partner­stadt jeden­falls muss das ehe­malige Vorzeige­projekt beschä­mend wirken. Der unver­gleich­liche Tris­tesse ausstrah­lenden Passage zwischen Fried­rich- und Theater­straße hatte einst dankens­werter­weise das Theater boat people projekt versucht, neues Leben einzu­hauchen. Es präsen­tierte an diesem Ort zwischen ver­bliche­nen, an Schau­fenster geklebten Schnäpp­chen-Ange­boten und im Ambiente des Verfalls sein Stück Mahala Dreams. Allein: das Ambiente über­trug sich eher auf die Inszenie­rung als dass diese dem „Iduna-Charme“ des Hauses etwas ent­gegen­zusetzen ver­mochte.

Lieske schlägt nun „für den Über­gangs­zeit­raum“ vor, mit dem Investor der Neu­bauten am Carree darüber zu verhan­deln, die Laden­flächen wie in ähn­lichen Fällen bis zu ihrer wirt­schaft­lichen Vermie­tung bildenden Künstle­rinnen und Künst­lern zur Verfü­gung zu stellen. Dadurch, so der Ver­waltungs­mann, würden das Quartier „aufge­wertet und belebt“ und mög­licher­weise poten­zielle Kunden angelockt.

Das ist noch die Frage. Kunst­werke auszu­stellen oder gar nur in die Schau­fens­ter zu hängen, sorgt allen­falls für mini­male Bele­bung, wie ver­schie­dent­liche Versuche des Göttin­ger Einzel­handels in der Vergan­gen­heit gezeigt haben. Aller­dings: Überre­gional beach­tete Ausstel­lungen wie „Sowas Welten“, die derzeit im Alten Rathaus gezeigt wird, hätten durch­aus das Zeug dazu, für eine Belebung zu sorgen. Nicht nur das: sie wären zudem, im Gegen­satz zum jetzi­gen Ort, behin­derten­freund­lich zugäng­lich und würden Behin­derte nicht wie bislang davon aus­schlie­ßen, weil, so die Verwal­tung, es sich beim Alten Rathaus um den „einzig mögli­chen Raum für Kunst­ausstel­lun­gen“ handelt, der ihr zur Verfü­gung steht (siehe Eingeladen und doch ausgeschlossen). Mit den Vor­schlä­gen von Lieske ließe sich der even­tuell erweitern.

 
Gebrauchsgrafik in einem Göttinger „Privatschaufenster“Foto: vs

Gleichwohl wäre es ange­brach­ter, solche Stätten für ein größe­res und regel­mäßiges Publi­kum zu erschließen, wie etwa der Göttin­ger Theater- und Musik­szene. Erstere erobern sich bereits jetzt neue Auffüh­rungs­orte (s.o.), so etwa auch das Deutsche Theater mit seiner origi­nellen Zwei-Mann-Per­for­mance The 45 Minute Show an immer wech­selnden Spiel­stätten. Letztere suchen hände­ringend nach neuen Mög­lich­keiten, wie die enga­gierte Diskus­sion um die inzwi­schen verkaufte ehe­malige Voigt­schule in der Bürger­straße ebenso zeigt wie ein aus der Ver­zweif­lung heraus neu geschaf­fenes „Inter­net­portal für Musiker“. Ob Groß-Investoren wie Delta Bau daran über­haupt ein Interesse haben, darf durchaus bezweifelt werden. Sie haben zumeist bereits am Bauvor­haben selbst gut verdient – eine Vermie­tung von Leer­ständen ist hernach von eher zweit­rangi­ger Bedeu­tung. Und: sie können warten.

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Ortsrat Geismar: 31. Juli

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Bahnhof
Umfahrung wird saniert
Baustellepdg — Die Stadt Göttingen führt ab Mon­tag, 28. Juli, vor­aus­sichtlich drei Wochen lang Sanie­rungs­arbei­ten auf einem Teilab­schnitt der Um­fah­rung der Park­plätze am Bahn­hof durch. Die Maß­nah­me auf Höhe des Bahn­hofs­vor­platzes wird ab­schnitts­weise reali­siert, die Straße bleibt für den Auto­ver­kehr nutz­bar.
Bahnhof Das direkte Ein- und Aus­stei­gen am Vorplatz ist während der Bauzeit jedoch nicht möglich. Die Arbeiten umfassen die Verle­gung von Platten in ein Mörtel­bett.Foto: D. Schwen

Versorgungsamt
Sprechtag
pdg — Der nächste Sprechtag des Niedersächsischen Landes­amtes für Soziales, Jugend und Familie, Standort Hildes­heim (Versor­gungs­amt) in Göttingen findet am Don­nerstag, 31. Juli, von 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.00 Uhr in Zi. 118 (1.OG.) im Neuen Rat­haus statt (keine Bera­tung zu allge­meinen Renten­angele­gen­heiten). Eine Voran­melvdung ist nicht erfor­derlich. Das Amt kann wie folgt erreicht werden:
Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, Ver­sorgungs­amt, Kreuz­straße 8, 31134 Hildes­heim. www.soziales.niedersachsen.de, Telefon: 05121/3040 Fax: 05121/304611.

Umbenennung
Heinrich-Sohnrey-Straße
wird Else-Bräutigam-Straße

pdg — In Treuenhagen wird Ortsbürgermeister Thomas Harms am 1. August die Umbenennung der Heinrich-Sohn­rey-Straße in Else-Bräu­tigam-Straße vollziehen. Dabei enthüllt Harms in Anwesen­heit von Ange­hörigen und Freunden der Göttin­ger Ehren­bürgerin das neue Straßen­schild. Der Ortsrat Geismar hatte im Mai den neuen Namen beschlos­sen.
Der im Jahr 1931 in Göttingen geborenen Else Bräutigam wurde 1991 die Ehrenbürgerwürde der Stadt für ihr Engage­ment und ihre Leistun­gen im sozialen Bereich verlie­hen. 1962 gründete sie den Verein „Selbsthilfe Körper­behin­derter“. Daneben war sie maßgeb­lich an der Einfüh­rung der indivi­duellen Schwer­behin­derten­betreuung in Göttingen beteiligt, erfüllte verschie­dene Funk­tionen unter anderem im Vor­stand des „Haus­not­rufes“, war Mitbe­grün­derin der Telefon­seel­sorge sowie Mitglied im Rat der Stadt Göttin­gen und im Senioren­beirat. Sie starb im Jahr 2001 in ihrer Heimat­stadt.
Heinrich Sohnrey lebte von 1895 bis 1948 und war ein Heimat­dichter, dessen Haltung zum National­sozialis­mus heute umstrit­ten ist. In einem im Auftrag der Univer­sität Göttin­gen erstell­ten Gutachten stellte der Historiker Prof. Dr. Dirk Schumann eine zeitlebens fehlende Bereit­schaft Sohnreys zur Distan­zierung von der Ideologie der Natio­nal­sozialisten fest. Auch auf Grundlage dieses Gut­achtens sowie nach einer erfolg­ten Anhörung der betrof­fenen Anlieger beschloss der Ortsrat Geismar die Umbe­nennung der nach ihm benannten Straße.
Am 1. August um 11.00 Uhr, Ecke Reinhäuser Landstraße.

GVZ Bovenden
CDU mahnt Debatte
um Logistikzentrum an
Göttingens Oberbürgermeister Meyer verschleppe Rats­antrag zur Beendi­gung aller Planun­gen für ein weiteres großes Logistik­zentrum im Leinetal, wirft die CDU/FDP-Gruppe im Rat dem Verwal­tungs­chef in einem Schrei­ben vor. Dieser Antrag sei im April an den Bau- und Plan­ungs­aus­schuss über­wiesen worden. Dort aber wurde er bislang nicht behandelt, obgleich bereits an vier Sit­zungs­termi­nen dazu die Gele­gen­heit be­stan­den hätte.
„Erfreulicherweise sind alle betrof­fenen Orts- und Ge­meinde­räte unseren Beden­ken gefolgt. Des­halb sind wir auch sehr daran interes­siert, dass Stadt und Land­kreis unter diese Planun­gen offi­ziell einen Schluss­strich ziehen“, erklärt Gruppen­spreche­rin Karin Schultz, und deren planungs­politi­scher Sprecher Hans Otto Arnold zählt vier Gründe auf, das „vorgeb­liche Logistik­wunder“ kritisch zu betrach­ten: lang­fristig seien keine weite­ren Flächen von­nöten, der finan­zielle Auf­wand für Erwerb, Erschlie­ßung und Vermark­tung stehe „in keinem für die Stadt vorteil­haften Ver­hält­nis zu den späteren Steuer­einnah­men“, „ohne Skrupel“ würden wert­volle Acker­böden zer­stört und schließ­lich seien die Folgen bei einem 24-Stun­den­betrieb mit Licht-, Lärm- und Abgas­emis­sionen für die Nach­barge­mein­den zu beden­ken. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer ist erklärter Befür­worter eines weite­ren Logistik­zen­trums und der Ansicht, dass andern­falls die Kom­mune lang­fristig wirt­schaft­liche Nach­teile erlei­den könnte.

Amtsblatt Nr. 16
pdg — Der Auslegungsbeschluss zur „98. Änderung des Flächen­nutzungs­plans 1975 der Stadt Göttingen „MPI Fass­berg“ sowie der Auf­stellungs­beschluss der „Innen­bereichs­satzung Grone Nr.1 „Spring­mühle“, der Satzungs­beschluss zum “Bebauungs­plan Göttingen Nr. 33 Teil­plan Süd, 6. Änderung „Ebertal-Himmels­breite“ mit Ört­licher Bau­vorschrift über Gestaltung (ÖBV)“ und der Auf­stellungs­beschluss des „Bebauungs­plans Göttingen – Hetjers­hausen Nr. 10 „Waken­breite“ sind die Themen in der aktuellen Ausgabe.
Die „Satzung über die 1. Verlän­gerung der Verände­rungs­sperre der Stadt Göttingen für den Bebauungs­plan Göttingen-Grone Nr. 33 „Kasseler Land­straße/Zoll­stock/Got­tes­lager“ mit Ört­licher Bau­vorschrift über Gestaltung (ÖBV)“ sowie die „Feststellung der Pflicht zur Umwelt­verträg­lichkeits­prüfung“ für den Bebauungs­plan Göttingen-Grone Nr. 39 „Zwischen Kasseler Land­straße und Rehbach“ waren die Themen in der letzten Aus­gabe.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de Rathaus & OB Rat & Ortsräte Amtsblatt zu finden.

Neue Statistik-Publikationen
Statistikpdg — Das Referat Statistik und Wahlen der Stadt Göttingen präsentiert mit dem „Göttinger Statistik-Journal“ für das erste Quartal 2014 und der 39. Ausgabe von „Göttinger Statistik – Aktuell“ zwei Neuerschei­nungen, die eine Vielzahl statisti­scher Informa­tionen über die Stadt Göttingen beinhalten. Beide Veröffent­lichun­gen sind beim Referat im Neuen Rathaus (4. OG Neben­gebäude Rein­häuser Land­straße) oder online auf www.goesis.goettingen.de Statis­tische Publika­tionen.
Die aktuelle Ausgabe des viertel­jähr­lichen Berichts­dienstes Göttinger Statistik-Jour­nal fasst die Ergeb­nisse der OB-Wahl (Direkt­wahl und Stich­wahl) 2014 und der Europa­wahl 2014 in der Stadt Göttingen zusam­men. Hinzu kommt eine Fülle an Daten und Fakten über die Stadt für die Monate Januar bis März 2014. Einge­streute farbige Grafiken im direkten Zahlen­kontext erleich­tern die Inter­pretation der tabella­rischen Sach­zusam­men­hänge. Die wieder­kehren­den Infor­mations­blöcke zur konti­nuierli­chen Stadt­beobach­tung umrah­men kurze textliche Informa­tionen über Aktuelles und Wissens­wertes aus der Göttin­ger Statistik.
Um den Wohnungsmarkt geht es in der 39. Num­mer der Publi­kationsreihe „Göttinger Statistik – Aktuell“. Thomas Wieland vom Geogra­phischen Institut der Univer­sität Göttin­gen setzt sich in seinem Beitrag mit den Wohn­rauman­geboten und Miet­preisen ausein­ander. Die Ergeb­nisse entstan­den im Rahmen eines Projekt­seminars. Sie stellen daher lediglich eine Annähe­rung an einen sehr breiten Markt für Wohn­immo­bilien­preise und ausdrück­lich keinen offiziel­len Miet­spiegel dar.
www.goesis.goettingen.de.

Kartierbohrungen in Geismar Süd
pdg/eb — Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) führt im Rahmen geologischer Kartierungs­arbei­ten ab Montag, 21. Juli, mehrere Boh­rungen im Gebiet zwischen Geismar, dem Ortsteil Diemar­den der Gemeinde Gleichen und der Bundes­straße 27 durch. Die Arbeiten, die laut LBEG aus­schließ­lich geowissen­schaft­lichen For­schungs­zwecken und Frage­stellun­gen dienen, werden mit einem auf einem Lkw montierten Flachbohr­gerät aus­geführt und dauern mehrere Wochen.
Was in dem Gebiet erforscht werden soll, welches in etwa dem Areal entspricht, in dem seinerzeit auch die sog. „Süd­um­gehung“ verlaufen sollte, lässt sich der Presse­mittei­lung nicht entnehmen.

SPD-Ratsfraktion
Heftige Kritik an Bauverwaltung
und Landesbaubehörde
Die Landesbehörde fordert nach dem Umbau der Königsallee diese wieder für den Schwerlast­verkehr zu öffnen. „Bei dem Umbau der Königs­allee haben die Anwohner­innen und Anwohner gefordert, dass eine Verkehrs­beruhi­gung geschaffen wird. In vielen konstruk­tiven und vertrauens­bildenden Einzel- und Gruppen­gesprächen unter persön­lichem Einsatz von Rats­mitgliedern haben wir Lösungen gefunden für die ange­spannte Park­situation, für die Radwege und nicht zuletzt haben wir auf Höhe des Kogelhof eine Verkehrsinsel mit einer Fahr­bahn­verschwen­kung und Tempo 30 durch­setzen können“, erinnert Christian Henze, Vorsit­zender des Bau­ausschus­ses.Weitere Informationen

Verwaltung
Flyer „Obst für Alle“
Äpfelpdg — Über die 17 Stand­orte der kom­muna­len Obst­baum­bestände im Göttin­ger Stadt­gebiet infor­miert der neu erschie­nene Flyer „Obst für Alle“ des Fach­dienstes Grün­flächen. Die Veröf­fent­lichung liegt ab sofort im Neuen und im Alten Rathaus sowie bei den Ver­wal­tungs­stellen aus und wird außer­dem an die Göttin­ger Schu­len und Kinder­tages­stätten ver­schickt. Neben einer Karte, auf der die Stand­orte verzeichnet sind, bein­haltet der Flyer eine Tabelle mit der genauen Ortsbe­zeich­nung und einer Über­sicht über die verschie­denen Obst­sorten sowie Hin­weise zum jeweils rich­tigen Ernte­zeit­punkt und dem ange­messe­nen Vor­gehen beim Pflücken.
www.goettingen.de/obstfueralle

Wirtschaftsempfang der Stadt
OB begrüßt wirtschaftliche Entwicklung
Am 2. Juli in sprach Oberbürgermeister Wolfgang Meyer auf dem 6. Wirtschafts­empfang der Stadt Göttingen. Göttingen zähle seiner Meinung nach zu den eher wenigen Städten in der Bundes­republik, in denen sich die wirtschaft­liche Situa­tion deutlich verbessert habe. „Heute haben wir die langfristigen Kredite getilgt, die kurz­fristigen weitgehend abgebaut. Und ganz wichtig: die Haushalte 2012/13/14 sind ausgeglichen, wir erwirt­schaften sogar Über­schüsse“, so der Ober­bürger­meister.Weitere Informationen

Städtische Kinder-Ferienaktionen
Verwaltung sucht Betreuer/innen
pdg — Für die Betreuung von sechs- bis zwölfjährigen Kin­dern während der Ferien­aktionen in der Zeit von Montag, 4. August, bis Freitag, 12. Septem­ber, sucht die Stadt Göttin­gen Betreu­er/in­nen. Wer mindes­tens 18 Jahre alt ist und Erfah­rung und Spaß im Um­gang mit Kindern hat, kann sich beim Fach­dienst Jugend­arbeit / Jugend­förde­rung (Hiroshimaplatz 1–4, 37083 Göttingen; E-Mail m.becker@goettingen.de) bewerben. Der Nachweis einer Jugend­leiter/in­nen-Card oder eines Übungs­leiter/in­nen­scheins ist erw­ünscht. Für diese ehren­amt­liche Tätig­keit werden eine Auf­wands­ent­schädi­gung ausge­zahlt sowie eine Prakti­kums­bescheini­gung ausge­stellt.
Kontakt/Info: Marlo Becker, Tel. 400-2689 oder o.a. E-Mail
→ www.ferien.goettingen.de.

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Arbeitsmarkt
Arbeitsmarkt weiter gedämpft
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer bleibt weiterhin unter der neu­tralen Marke von 100 Punkten. Im Juli gab der Frühindi­kator des Instituts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB) gering­fügig um 0,3 auf 99,3 Punkte nach. „Dies signa­lisiert nach wie vor eine Stagnation der saison­bereinig­ten Arbeits­losigkeit für die nächsten drei Monate“, erklärte am Dienstag Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungs­bereichs „Prognosen und Struktur­analysen“.Weitere Informationen

Leiharbeitsverhältnisse
Im Durchschnitt drei Monate
Leiharbeitsverhältnisse dauern im Mittel drei Monate, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufs­forschung (IAB) hervor. Ein leichter Trend zur länge­ren Beschäf­tigungs­dauer ist erkenn­bar.Weitere Informationen

Arbeitmarktreport Juni
Fachkräfte fehlen
Leicht gesunkene Arbeitslosen­zahlen verkündete die Agentur für Arbeit Göttingen für Juni dieses Jahres. In Südnieder­sachsen waren im zurück­liegen­den Monat 15.524 Menschen bei der Arbeits­agentur und den Job­centern arbeitslos gemeldet, 243 bzw. 1,5% weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vor­jahres­monat sank die Zahl um 702 bzw. 4,3%. Die Arbeits­losen­quote für den Göttinger Agentur­bezirk sank binnen Jahres­frist um 0,3 Prozent­punkte auf 6,6%. Weitere Informationen

Arbeitsagentur
Spitzengespräch mit Göttinger Handwerk
Verbesserung der Ausbildungssituation eruiert
Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in Süd­nieder­sachsen gestal­tet sich schwierig. In den letzten beiden Jahren ging die Zahl der abge­schlos­se­nen Ausbil­dungs­ver­träge zurück. 2013 war in der Region ein Rück­gang von über 10% zu beklagen. Damit war der Agentur­bezirk Göttin­gen weit stärker von sin­ken­den Ausbi­ldungs­zahlen betrof­fen als Nieder­sachsen, wo die Lehrver­träge um durch­schnitt­lich rund drei Prozent zurück­gingen. Sorgen macht sich insbe­son­dere auch das Hand­werk um den fach­lichen Nach­wuchs. Spitzen­vertre­ter des süd­nieder­sächsi­schen Hand­werks und der Arbeits­agentur trafen sich am 19. Juni zu einem Gespräch darüber.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organi­sation Rettet den Regen­wald engagiert sich auf be­wunderns­werte Weise für den Erhalt der letzten noch verblie­benen öko­logischen Reser­vate – wovon letzt­lich unsere Zukunft ab­hängt – und ruft regel­mäßig zu Kam­pagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffent­licht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebens­grund­lagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vor­finden, gibt es ei­ne neue Ak­tion bzw. Neues zu berich­ten.

Borneo
Regenwaldschützer erschossen
RegenwaldPalmölfirmen verteidigen ihre Plantagen mit GewaltFoto: RdR
Zum zweiten Mal in diesem Jahr berichten unsere indo­nesi­schen Partner, dass auf dem Gelände einer Palmöl­firma ein Mann getötet wurde. In der Provinz Zentral­kaliman­tan auf Borneo war Ajak Sismanto mit Freunden auf dem Weg zum Büro der Palmöl­firma PT. Agro Bukit, als ihn eine Polizei­kugel traf. Der 25-Jährige starb eine Woche später an seiner Bauch­verlet­zung. „Er war zur falschen Zeit am falschen Ort“, sagen unsere Partner von Save our Borneo. „Ajak Sismanto wollte seine Familie besuchen und wurde Opfer eines seit zehn Jahren andau­ernden schweren Land­kon­flikts zwischen der Bevöl­kerung und der Palmöl­firma.“ Landraub, Regen­wald­rodung, Mord und Totschlag – was muss noch passieren, bis Indone­siens Regie­rung und Konzerne die Gewalt an Menschen und Natur für Palmöl endlich beenden? Palmöl, das auch in unsere Lebens­mittel und Auto­tanks fließt.
Wir dürfen nicht wegschauen – das Schicksal der Menschen und ihrer Natur in den Tropen­ländern geht die ganze Welt etwas an. Unsere Partner von Save our Borneo appellie­ren an ihre Regie­rung, den Tod von Ajak Sismanto aufzu­klären, der Bevöl­kerung das gestohlene Land zurück­zugeben und dafür zu sorgen, dass indone­sische Plan­tagen­firmen keine Soldaten und Polizisten mehr anheuern dürfen. Bitte unterstützen Sie unsere Petition an die Regie­rung in Indo­nesien:
www.regenwald.org

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Beruf und Karriere

Berufsunfähigkeitsversicherung
Nur schwer zu bekommen
Den Verlust der Arbeits­kraft finanziell abzu­sichern, ist sehr wichtig. Dafür privaten Schutz zu bekom­men, ist für viele Menschen jedoch sehr schwer, wenn nicht unmög­lich. Das ist das Ergebnis von Leser­umfragen der Stiftung Warentest zu den Erfah­rungen bei der Suche nach Berufs­unfähig­keits­schutz.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über

• Mineralwasser medium
• E-Bikes
• Robuste Kameras

Neue Bücher für Verbraucher
Vom neuen Rentenpaket profitieren
Ratgeber Osteoporose

Billigflüge
Abzocke vor Abflug
Wer bei der Flugbuchung im Inter­net nicht aufpasst, zahlt im schlimmsten Fall fast doppelt so viel, wie zunächst ange­zeigt, berichtet die Zeitschrift test in ihrer August-Aus­gabe. Zusatz­kosten lauern bei der Bezah­lung mit gängigen Kredit­karten, Zusatz­versiche­rungen sowie Auf­schlägen für Gepäck oder den Wunsch­sitzplatz. Ob Flug­preis-Ver­gleichs­portal, Online-Reise­büro oder Flug­gesell­schaft: Wer nicht aufpasst, zahlt drauf.Weitere Informationen

Tagesgeldkonto
Mehr Zins fürs Geld
Die besten Zinsen für Tagesgeld bieten Direkt­banken. Während das Sparbuch sich derzeit nur mit etwa 0,3 Prozent pro Jahr verzinst, bieten Direkt­banken wie die Renault Bank Direkt immerhin 1,30 Prozent. Sie führen die Konten ihrer Kunden meist online oder telefonisch und verzich­ten auf ein teures Filialnetz. Für die August-Aus­gabe von Finanztest hat die Stiftung Waren­test geprüft, wie gut sich die Online­konten in der Praxis bewähren.Weitere Informationen

Girokonten für Kinder und Jugendliche
Viele kostenlos
Um herauszufinden, welches Girokonto für welche Alters­gruppe das richtige ist, hat die Zeit­schrift Finanztest über­regional und regional Jugend­girokonten für Kinder, Schüler, Auszubil­dende und Studenten zwischen 0 und 30 Jahren unter­sucht. 86 Konten sind kostenlos, wenn sie online geführt werden. Wirklich gut ist ein Konto aber erst, wenn es auf die indivi­duellen Bedürf­nisse seiner Inhaber eingeht.

Zahnzusatzversicherungen
Sehr guter Schutz für 13 Euro im Monat
„Sehr gute“ Leistungen bei Zahnzusatz­versiche­rungen gibt es schon ab 13 Euro im Monat. Der 43-jährige Modell­kunde der Stiftung Warentest kann sich damit auch teuren Zahn­ersatz leisten. Denn mit einer privaten Zusatz­police können gesetzlich Versicherte die Finanzie­rungslücke zwischen dem von der Kranken­kasse gezahlten Zuschuss und den tatsäch­lichen Kosten weit­gehend schließen. Insgesamt erreichen 55 von 189 Tarifen das Urteil „Sehr gut“. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer August-Ausgabe.Weitere Informationen

Handy im Ausland
EU-weit günstig telefonieren
Damit die Handy­rechnung nicht die Urlaubskasse sprengt, sollten Reisende vor dem Abflug den passenden Tarif wählen. Vor allem außerhalb der EU kann es sonst richtig teuer werden. So die Stiftung Warentest in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test.Weitere Informationen

Fernbusse
Busbranche boomt
Die Preise sind niedrig, die Aus­stattung ist komfor­tabel und die Busse kommen erstaun­lich pünktlich an – nur die Dauer der Fahrt ist deutlich länger als mit der Bahn. Fern­busse können in vielen Bereichen punkten. Die Zeit­schrift test hat neun über­regional bedeutsame Fern­bus­linien getestet: Sechs sind „gut“, drei „befriedigend“. Test­sieger insgesamt ist Flixbus, ein Start-Up aus München.Weitere Informationen

Unerlaubte Telefonanrufe
Bundesweite Umfrageaktion gestartet
Die Vorschriften zur Bekämpfung unerlaubter Telefon­werbung hat der Gesetz­geber in 2013 verschärft. Doch bei den Ver­brau­cher­zen­tralen beschweren sich weiterhin viele Menschen über belästi­gende Telefon­anrufe. Die Ver­brau­cher­schützer möchten Genau­eres über das Ausmaß des Prob­lems erfahren und haben eine bundes­weite Umfrage­aktion gestartet. Betrof­fene können im Internet melden, wenn sie immer noch belästi­gende Werbe­anrufe erhal­ten. Zusätz­lich liegen in den Bera­tungs­stellen der Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sach­sen entspre­chende Frage­bögen bereit. Die Ergeb­nisse der Umfrage werden anony­misiert erfasst, bundes­weit ausge­wertet und ver­öffent­licht.Weitere Informationen

Banken
Trotz historisch niedrigen Zinsniveaus
weiter hohe Dispozinsen
Ein Markt­check der Verbraucher­zentrale Nieder­sachsen bescheinigt vielen nieder­sächsischen Kredit­instituten die mangelnde Bereitschaft zur flächendeckenden Absenkung der Dispo- und Überziehungs­zinsen. Auch die Preis­transparenz im Internet ist weiterhin unzureichend. Ein positiver Trend ist bei einzelnen Banken zu beobachten: sie verzichten auf den Strafzins für die geduldete Überziehung. Die Verbraucher­zentrale Nieder­sachsen fordert die Kredit­wirtschaft auf, den Beispielen einzelner Banken zur Ab­schaffung der nicht mehr zeitgemäßen Überziehungs­zinsen zu folgen. „Die Dispozinsen müssen in einem Schritt auf ein angemessenes Niveau von unter acht Prozent gesenkt werden. Die „Salami-Taktik“ der Geld­institute muss endlich ein Ende haben“, fordert Petra Kristandt, Geschäfts­führerin der Verbraucher­zentrale Nieder­sachsen.Weitere Informationen

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Gesellschaft

Bürgerstiftung
Zivilcouragepreis 2014 ausgeschrieben
Der Präventionsrat für die Stadt Göttingen und die Bürger­stiftung Göttin­gen verleihen den Göttinger Zivil­courage­preis 2014. Es gibt in der Stadt viele Beispiele vorbildlichen Verhaltens in Verant­wortung für Mit­menschen sowie demo­kratische Werte und Umgangs­weisen. Wer Menschen in Gefahr hilft und gegen körper­liche wie verbale Angriffe in Schutz nimmt, zeigt Zivil­courage. Coura­giertes Handeln kann ebenso bedeuten, sich zunächst in Sicher­heit zu bringen und Hilfe zu organi­sieren. Ausge­zeich­net werden mutige Menschen, die auch in unbe­quemen Situa­tionen handeln, wenn sich Andere abwen­den und weg­schauen.
Wie schon im Jahr 2013 würdigen die Stadt Göttingen und die Bürger­stiftung Göttingen mit der Verlei­hung Men­schen, die „Gesicht zeigen“, und die durch ihr ver­ant­wortungs­volles Verhal­ten ein Vor­bild für andere geben. Schulen, Polizei, Feuer­wehr, Sport­vereine, alle anderen Göttin­ger Einrich­tungen und insbe­sondere Bürge­rinnen und Bürger sind aufge­rufen, coura­giertes Handeln zu sehen und darüber zu berichten. Die Kandida­tinnen und Kandi­daten für den Zivil­courage­preis 2014 können sich nicht selbst melden, sondern werden durch Dritte vorge­schlagen. Vorschläge mit Kurz­beschrei­bung des Beispiels für Zivil­courage sind bis zum 29.09. 2014 zu richten an Bürger­stiftung Göttingen, Lange Geismarstr. 71, 37073 Göttingen Tel.: 38489872, zivilcouragepreis@buergerstiftung-goettingen.de
www.buergerstiftung-goettingen.de

Bündnis gegen Abschiebung
Abschiebung nach Ungarn verhindert
Mitglieder und Sympathisanten des Bündnisses gegen Ab­schie­bung haben am Morgen des 23. Juli die Verle­gung eines Asyl­suchenden aus der Elfen­bein­küste nach Ungarn verhindert. Er sollte sich um 6.30 Uhr mit Reise­gepäck bei der Polizei­direktion Göttin­gen ein­finden und von dort gemäß Dublin-Ver­ord­nung nach Ungarn abge­schoben werden. Der Asylant lebt seit Mai 2013 in Deutsch­land. Bereits im Dezem­ber letzten Jahres war sein Antrag auf Asyl von den deutschen Behörden abge­wiesen worden, da Ungarn für die Bear­beitung des Antrags zuständig sei. Ungarn ist bekannt für seine systemi­schen Mängel im Asyl­system, er­klärt das Bünd­nis in ei­ner Stellung­nahme.
AbschiebungSympathiesanten blockieren den Eingang im Rosenwinkel
Foto: Wieland Gabcke
Erst im Mai dieses Jahres stellte das ungarische Helsinki Ko­mitee einen aktuellen Bericht zu den dortigen unhalt­baren Zuständen vor. Demnach gehören eine unzu­reichende Sozial­versor­gung und die massen­hafte und beinahe belie­bige Inhaftie­rung Asyl­suchender zum Alltag. Laut der Organi­sation seien 40 Prozent aller männ­lichen Asyl­bewerber im April 2014 in Haft gewesen. Ein großer Teil der nicht Inhaf­tierten landet häufig in Armut und Obdach­losigkeit. Genau aus diesem Grund möchte Herr K. nicht nach Ungarn zurück.
Die Abschiebung ist bislang nur verschoben. Das Bündnis gegen Abschiebung hält deshalb nach wie vor die Forde­rung aufrecht, Herrn K. nicht nach Ungarn abzu­schieben.


Polizei
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier: Weitere Informationen

Überfall auf Bistro — Zeugen gesucht
jk — Rund dreieinhalb Wochen nach dem Überfall auf ein asiatisches Bistro in der Geismar Landstraße fehlt von dem Täter noch immer jede Spur.

Überfall mit Messer
jk — Ein ca. 30 bis 35 Jahre alter, schlanker Mann hat am Montagnachmittag (28.07.) einen Asia-Markt in der Göttinger Gartenstraße überfallen und dabei einen geringen dreistelligen Geldbetrag erbeutet. Nach derzeitigen Erkenntnissen betrat der Räuber gegen 15.45 Uhr das Geschäft und bedrohte die beiden anwesenden 32 und 55 Jahre alten Mitarbeiterinnen mit einem Messer.

Wieder Einbrüche in Kindergärten
lü — Jeweils durch ein Fenster sind Unbe­kannte am ver­gan­genen Wochen­ende (25. bis 27.07.) gewaltsam in Kinder­gärten im Stargader Weg und im Teichweg einge­drungen.

Fünf Gartenlauben aufgebrochen
lü — Bisher unbekannte Einbrecher haben am vergan­genen Wochen­ende (25. bis 27.07.) mehrere Garten­lauben in der Kolonie Auf der Masch an der Sichel­schmiede heim­gesucht.

Radlersturz mit Folgen
lü — Beim Sturz mit ihrem Fahrrad ist am Samstag­abend (26.07.) eine 20-jährige Frau schwer verletzt worden. Sie wurde mit einem Rettungs­wagen in ein Kranken­haus gebracht.

Erneut Demo gegen Nahostkrieg
jk — An einer angezeigten Kundgebung gegen den Krieg in Gaza haben sich am Samstagnachmittag (26.07.) in der Zeit von 16.00 bis 17.00 Uhr auf dem Göttinger Marktplatz rund 250 Menschen beteiligt.

Sandweg: Radler geschnitten –
Zeugen gesucht

lü — Weil ein Autofahrer am 23.07. abrupt auf einen Park­platz abge­bogen ist und dabei einen Radfah­rer geschnitten haben soll, ist der Radler gestürzt und hat sich dabei verletzt.

200 Verstöße
beim „Eichsfeld-Blitzmarathon“

jk — Trotz Ankündigung in den Medien und auf der Facebook-Fanpage der Polizei­direktion Göttingen hat die Polizei Göttingen beim 1. „Eichsfeld-Blitzmarathon“ am 23.07. insgesamt 202 Geschwin­digkeits­verstöße registriert. Der Großteil der Überschrei­tungen, nahezu zwei Drittel, wurde auf der Bundes­straße 27 im Bereich des Roringer Berges festge­stellt, der Strecke, auf der sich in jüngster Zeit ein tödlicher Unfall ereignet und bei zurück­liegen­den Messungen von Verkehrs­teilneh­mern zum Teil erschre­ckende Werte erzielt worden waren.

Einbrüche in Kitas im Landkreis
lü — Unbekannte sind am vergan­genen Wochen­ende (18. bis 21.07.) gewaltsam durch ein Fenster in einen Kinder­garten in Groß Schneen einge­drungen und haben nach Angaben einer Verantwort­lichen einen geringen Geldbetrag erbeutet.

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