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Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Torhaus-Galerie
„Übertrag“
Bilder und Skulpturen
Zwei Künstlerinnen – Hiltrud Esther Menz (Bilder) und Hella Meyer-Alber (Skulpturen) – präsentieren ab dem 12. Februar ihre Werke in der Torhaus-Galerie. Zur Vernissage um 17.00 Uhr spielt der Violinist Christoph Bloos, in die Thematik führt die Göttinger Kulturjournalistin Tina Fibiger ein. Ergänzend wird wird am 28. Februar die Göttinger Autorin Sabine Prilop gemeinsam mit dem Verleger Rolf Wagner im Rahmen der Ausstellung ihr Buch „Göttingen – 55 Lieblingsplätze“ vorstellen (ebenfalls um 17.00 Uhr).
Kasseler Landstraße 1, Eingang Stadtfriedhof (bis 13. März).

Weitere Stolpersteine
pdg — In Zusammenarbeit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, des Geschichtsvereins und der Stadt Göttingen werden am 12. Februar elf weitere Stolpersteine in Göttingen verlegt. Mit seinem Stolperstein-Projekt erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Boden einlässt. Verlegt werden Steine im Bereich der Roten Straße 16, der Obere-Masch-Straße 10 und der Weender Landstraße 5b.
Beginn um 14.00 Uhr in der Roten Straße.

Kunstsammlung
Restauriert:
Pechsteins „Baumskelett“

pug — Das Gemälde „Baumskelett“ des Expressionisten Max Pechstein (1881 bis 1955) ist jetzt wieder in der Kunstsammlung der Universität zu besichtigen (bis 13. März). Das 1921 gemalte Bild befand sich jahrelang in sehr schlechtem Zustand und konnte der Öffentlichkeit deshalb nicht präsentiert werden: Die brüchig gewordene Malschicht drohte abzuplatzen; ein dunkler Schmutz- und Staubfilm dämpfte die strahlende Farbigkeit des Gemäldes merklich. Dank einer Patenschaft des Göttinger Ehepaars Mireille und Ulrich Schäfer wurde das Werk restauriert und erstrahlt nun wieder in vollem Glanz.Weitere Informationen
Weender Landstraße 2. So 10–16 Uhr.

StadtRadio Göttingen
Musiker der Region
bekommen eigenen Sendeplatz

Das Angebot an Sendungen mit regionalen Musikern weitet der Göttinger Lokalsender jetzt aus. Ab sofort gibt es immer montags und mittwochs, jeweils um 13 Uhr, und samstags um 11 und 20 Uhr eine bunte Mischung von Musik aus der Region und ausgewählten Künstlern. Kreative mit eigenen Produktionen wenden sich an Andreas Goos.
Kontakt: andreas.goos@stadtradio-goettingen.de, Telefon 38481031.

KUNST-Gala 2016
Count Down läuft
Noch Bewerbungen
für Fördergelder möglich

Der Verein KUNST e.V. wird aus den Erlösen der diesjährigen Gala am 28. Februar und Spenden Kulturprojekte und Projekte der kulturellen Bildung von Gruppen oder Einrichtungen fördern, die Flüchtlingen die Möglichkeit der Begegnung und des Austausches untereinander und mit Kulturschaffenden eröffnen, um sich gemeinsam mit Kultur (Musik, Theater, Tanz, Film, Literatur, Bildende Kunst) in unterschiedlichster Weise auseinander zu setzen. Angesprochen werden neben den Kultureinrichtungen und Initiativen auch Schulen, Vereine und Einrichtungen, die Flüchtlinge unterstützen.
Antragsformalitäten:Weitere Informationen

Göttinger Elch an Max Goldt
Max Goldtpdg — Der Satirepreis „Göttinger Elch“ geht in diesem Jahr an den Schriftsteller, Musiker und gebürtigen Göttinger Max Goldt. „Goldts literarisches Werk“, so die Jury in ihrer Begründung zur Verleihung des „Göttinger Elch“ 2016, „scheint von einem Beobachter aus einer Parallelwelt geschaffen zu sein, einer Welt, die aufgeklärter, klüger und zukunftsträchtiger ist als die unsere. Dennoch hat der Beobachter, bei dem es sich natürlich um Goldt (Foto: Smalltown Boy) selbst handelt, es nicht nötig, sich über unsere Welt lustig zu machen – denn komisch ist sie schon. Es bedarf nur des genauen Blicks und eines gerüttelt Maßes an Zuneigung, um sie in all ihrer Merkwürdigkeit und mit ihren vielfältigen Mysterien zu durchschauen. Und das tut heute und in deutscher Sprache wohl keiner so eindringlich und punktgenau wie Max Goldt.“Weitere Informationen

KUNST-Gala 2016
Ausstellung „eigenARTig“
Ausstellung „eigenARTig“Im Rahmen der KUNST-Gala 2016 öffnet am 1. Februar im Foyer der Stadthalle Göttingen die Ausstellung „eigenARTig“. Darin werden Bilder von Künstler/innen des Kreis 34 gezeigt. Zur Begrüßung und Einführung sprechen Nils König und Tina Fibiger, den musikalischen Rahmen gestalten Donatella Abate (Keltische Harfe), Peter Krug (Bass und Hang) und Petra Biertümpfel (Stimme).
Am 1. Februar um 18.00 Uhr. Die Ausstellung ist nach der Eröffnung während aller Veranstaltungen in der Stadthalle bis einschließlich 28. Februar zu besichtigen.Weitere Informationen

Händel-Festspiele
Programm steht
Vom 5. bis 16. Mai stehen die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen unter dem Motto „Verbindungen – Connections“. Mitte Januar stellte der Geschäftsführende Intendant Tobias Wolff das vielfältige Festspielprogramm in all seinen Facetten vor. Schirmherr ist erneut der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil.Weitere Informationen

Kunst am Klärwerk
TreppenturmNachdem vor Jahren schon die „Vergaser“ der Abwasserreini­gungsanlage ein properes Aussehen verpasst bekommen haben, wurde die Verschönerung mit der nun umgesetzten Beleuchtung des Treppenturmes weiter vorangetrieben. Realisiert wurde dies durch Prof. Gerd Winner, der bereits die farbliche Gestaltung der Faultürme kreiert hatte, und nun mit energiesparender LED-Technik Farbe ins Treppenhaus bringt. Winner zeichnet auch verantwortlich für die farbliche Gestaltung der Überdachung der Tribüne des Jahnstadions, den Anbau am Deutschen Theater, die Sporthalle des Theodor-Heuss-Gymnasiums und für den Neubau der Feuerwache.
New York mag sein MOMA haben – wir haben unser KOMA.

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Wissenschaft

Luftfahrt
DLR plant Nachbau
von Lilienthals Fluggerät

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) plant, das erste Serienflugzeug der Welt erstmals originalgetreu nachzubauen und wissenschaftlich zu untersuchen. Damit soll das Wirken des Luftfahrtpioniers Otto Lilienthal, der vor 125 als erster Mensch in einem Flugzeug geflogen ist, gewürdigt werden. Zudem erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über den tödlichen Absturz Lilienthals. Weitere Informationen

Einweihung
Alte Mensa jetzt Tagungs-
und Veranstaltungsort

Mit mehr als 300 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik eröffnet die Universität am 16. Februar das neue Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa am Wilhelmsplatz. Vier Veranstaltungsräume bieten dort Nutzungsmöglichkeiten für bis zu 250 Personen.
Die Uni hat die Alte Mensa in den vergangenen zwei Jahren aufwändig saniert, dabei kam im ehemaligen Kinosaal eine zum Teil mit Blattgold verzierte Stuckdecke zum Vorschein, die mehrere Jahrzehnte lang unter einer Zwischendecke verborgen blieb. Darüber hinaus legten Archäologen mehr als 100 menschliche Skelette frei, die wahrscheinlich von Mönchen des Franziskanerklosters stammen, das sich zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert an diesem Platz befand. Außerdem stießen sie auf Siedlungsreste aus vorklösterlicher Zeit.
Wie üblich wird die in eigentlich permanenter Feierlaune befindiche Uni auch diese Eröffnung „feierlich“ begehen – mit den üblichen „Verdächtigen“ und den üblichen feierlichen Ansprachen.

Konsumentenforschung
Nährwertangaben
beeinflussen Kaufverhalten

pug — Käufer achten bei der Wahl von Lebensmitteln zunehmend auf Nährwerte wie Kalorien, Zucker oder Fett. Im Gegensatz zur vorgeschriebenen Nährwerttabelle auf der Rückseite der Packung kann der Hersteller bei den freiwilligen Angaben auf der Vorderseite des Produkts die Portionsgröße als Basis für Nährwertangaben variieren – je kleiner die Portion, umso geringer beispielsweise die dort angegebene Kalorienzahl. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben nun herausgefunden, dass Produkte, die an der Stelle kleinere Portionsgrößen verwenden, verstärkt gekauft werden.Weitere Informationen

Brustkrebs
Regulationsmechanismen
entschlüssel
t
umg — Krebsforscher der Uni-Medizin haben herausgefunden, dass eine Hemmung der Funktion des Brustkrebsgens BRCA1 nicht nur durch Mutationen des Gens, sondern auch durch genetische Veränderungen von anderen Krebs-relevanten Genen möglich ist.Weitere Informationen

Molekularphysiologie
Einflüsse der Epigenetik
auf die Hirnentwicklung

cnmpb/umg — Wissenschaftlern des Exzellenzclusters und des DFG-Forschungszentrums für Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns (CNMPB) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie (MPIBPC) und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Standort Göttingen ist es gelungen, die Einflüsse der Epigenetik auf die Hirnentwicklung näher zu analysieren.Weitere Informationen

Molekularphysiologie
Effizienter Fluoreszenzmarker
für die Nanoskopie

cnmpb/umg — Wissenschaftler des Göttinger Exzellenzclusters CNMPB und des EMBL in Heidelberg identifizieren effizienten Fluoreszenzmarker für super-auflösende Mikroskopie-Verfahren.Weitere Informationen

Scholars at Risk
Uni ist Netzwerk-Mitglied
pug — Die Universität Göttingen ist seit Januar 2016 Mitglied im Wissenschaftsnetzwerk „Scholars at Risk“. Scholars at Risk ist ein weltweiter Zusammenschluss von mehr als 400 wissenschaftlichen Einrichtungen in insgesamt 39 Ländern. Das Netzwerk mit Sitz in New York unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die aufgrund ihrer Forschung politisch unter Druck gesetzt, bedroht oder verfolgt werden.Weitere Informationen

Agrarökologie
Kolibris: „Lebende Zäune“
für Biodiversitätsschutz

pug — Reste tropischen Regenwalds mit „lebenden Zäunen“ aus Bäumen und Sträuchern zu verbinden fördert die Ausbreitung von Kolibris und ihre Bestäubung einheimischer Pflanzenarten. Das haben Agrarökologen der Universitäten Göttingen und Münster in Zusammenarbeit mit amerikanischen Wissenschaftlern in Costa Rica herausgefunden. Isolierte Pflanzen erhalten dagegen weit weniger Pollen mit entsprechend geringerem Fruchtansatz.Weitere Informationen

Agrarwissenschaften
Ersatz-Eiweiß für Nutztiere
Nahrungsergänzungsmittel für Vieh
pug — Alternative Eiweißquellen zu Fleisch und Soja stehen im Mittelpunkt eines neuen fächerübergreifenden Promotionsprogramms an der Universität Göttingen. Nun sind Ergebnisse aus der ersten Masterarbeit im Rahmen des dreijährigen Forschungsprojekts „Sustainability Transitions in der Lebensmittelproduktion: Alternative Proteinquellen in soziotechnischer Perspektive“ erschienen. In der Arbeit aus dem Bereich der Tierernährung geht es darum, den Einsatz von Import-Soja als Futtermittel zu reduzieren. Damit soll ein Beitrag dafür geleistet werden, dass eine stabile Fleischerzeugung auch mit weniger Futtermittelimporten gesichert werden kann. Weitere Informationen

Geowissenschaften
Forschungsprojekt zur
Klimageschichte der Erde

pug — Geowissenschaftler der Universität Göttingen untersuchen in zwei neuen Projekten die klimatischen Schwankungen während der Frühzeit der Erde vor etwa 4,5 Milliarden bis 500 Millionen Jahren. Sie erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über die Klimageschichte und die Entwicklung der Erde insgesamt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Projekte in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund 2,3 Millionen Euro.Weitere Informationen

Historische Landesforschung
Karte zur Harzer Region
pug — Wissenschaftler der Universität Göttingen haben eine topografische Karte zur Geschichte und Landeskunde der Region Goslar-Bad Lauterberg erstellt. Die Karte aus der Reihe „Regionalkarte zur Geschichte und Landeskunde Niedersachsens“ zeigt Standorte der vergangenen und erhaltenen Überreste und Stätten im westlichen Harz zwischen Vienenburg und Bad Sachsa, die die historische Entwicklung der Region maßgeblich geprägt haben. Dazu gehören vor- und frühgeschichtliche Siedlungen und Grabanlagen, mittelalterliche Wüstungen und Wehranlagen, historische Bergbauanlagen, Gerichtsorte und Richtstätten, Klöster und Stifte, Straßen, Zollstellen, Amtssitze und vieles mehr.Weitere Informationen

Harnwegsinfektionen
Zwei Drittel der Frauen
kommen ohne Antibiotika aus

Rund zwei Drittel aller Frauen mit unkomplizierter Blasenentzündung wurden einer wissenschaftlichen Untersuchung zufolge ohne Antibiotika und nur mit Schmerzmitteln wieder gesund. Das haben Forscherinnen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) zusammen mit Kollegen aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie der Abteilung für Versorgungsforschung am Institut für Public Health und Pflegeforschung an der Universität Bremen herausgefunden.Weitere Informationen

Physik
Kontrolle elektrischer Ladungen
im atomaren Bereich

pug — Viele heutige elektronische Bauteile haben im Zuge ihres Miniaturisierungsprozesses eine Größe auf der atomaren Skala erreicht. Ein substantieller Faktor für eine erfolgreiche Funktionalität ist hierbei die Kontrolle elektrischer Ladungen und Felder auf kleinster Skala. Ein Forscherteam der Universität Göttingen hat ein Modellsystem gefunden, mit dem es möglich ist, die Dynamik einzelner Ladungsträger innerhalb solcher elektronischen Strukturen mit molekularer Auflösung zu charakterisieren. Weitere Informationen

Kardiologie
Linksherzinsuffizienz:
neues Therapieverfahren

umg — Herzspezialisten von 15 Studienzentren in sechs Ländern haben unter der Federführung von Prof. Dr. Dr. Stefan D. Anker, Professor of Innovative Clinical Trials an der Klinik für Kardiologie und Pneumologie des Herzzentrums der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), ein neues Verfahren zur Behandlung der Linksherzinsuffizienz untersucht. In der sogenannten Augment-HF-Studie konnten die Forscher zeigen, dass sich durch die Injektion des Gels „Algisyl“ die Leistungsfähigkeit von schwerkranken Herzpatienten erheblich verbessert.Weitere Informationen

Sozialwissenschaften
Datenbank zum Protestantismus
pug — Seit Juni 2013 forscht die an der Universität Göttingen und der Ludwig-Maximilians-Universität München angesiedelte DFG-Forschergruppe 1765 zum Thema „Der Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland 1949–1989“. Nun hat sie ihre Datenbank zu Akteuren des Protestantismus öffentlich für die Forschung zugänglich gemacht. Die Datenbank bietet eine umfangreiche Übersicht des westdeutschen Protestantismus und dessen Verflechtungen. Zu vielen Akteuren liegen erstmals verlässliche Daten vor.Weitere Informationen

Biologie
Luchsprojekt verlängert
pug — Das seit einem Jahr laufende Projekt zur Bestandserfassung des Eurasischen Luchses mithilfe von Fotofallen erhält 25.000 Euro von der Heinz Sielmann-Stiftung und kann dadurch in den kommenden drei Jahren fortgesetzt werden. Auswertungen haben ergeben, dass in den Wäldern südöstlich von Kassel mindestens sechs Luchse leben, offenbar aber nicht im gesamten Untersuchungsgebiet verbreitet sind. Mit den nun zur Verfügung stehenden Mitteln kann der Bestand an Kameras aufgestockt werden.Weitere Informationen

Landwirtschaftlicher Wandel
im rural-urbanen Raum

DFG fördert Forschungsprojekt
pug — Wie verändern sich agrarwirtschaftliche, ökologische und soziale Systeme unter dem Einfluss wachsender (Mega-)Städte? Diese übergreifende Frage untersucht die Forschergruppe FOR 2432, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an den Universitäten Kassel und Göttingen einrichtet. Sie startet zum 1. April 2016, das Fördervolumen beläuft sich zunächst auf rund 3,7 Millionen Euro. Eingebunden sind internationale Partner.Weitere Informationen

Protestantismus und Ethik
Förderung verlängert
pug Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung für die Forschergruppe „Der Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis 1989“ verlängert. An der Forschergruppe sind Theologen, Historiker, Politikwissenschaftler und Juristen der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Göttingen beteiligt. Die DFG unterstützt die Forschergruppe in ihrer zweiten Förderphase von Oktober 2016 bis September 2019 mit insgesamt rund 2,5 Millionen Euro.

Forschungsprojekte
Wirtschaftswachstum und
wirtschaftliche Situation
von Frauen

pug — Mit dem wechselseitigen Einfluss von Wirtschaftswachstum und der wirtschaftlichen Situation von Frauen in Entwicklungs- und Schwellenländern in Asien, Afrika und Südamerika beschäftigen sich zwei neue Forschungsprojekte an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen. Die beiden Projekte werden innerhalb des internationalen Forschungsprogramms „Growth and Economic Opportunities for Women (GrOW)“ in den kommenden zwei Jahren mit insgesamt rund zwei Millionen Euro gefördert.Weitere Informationen

Zoologische Nomenklatur
Göttinger Mitglied in
internationaler Kommission

pug — Der Zoologe Dr. Francisco Welter-Schultes von der Universität Göttingen ist ab sofort Mitglied der Internationalen Kommission für Zoologische Nomenklatur (ICZN). Dr. Welter-Schultes wurde während des Kongresses der Internationalen Union der Biowissenschaften in Berlin gewählt und ist derzeit der einzige in Deutschland tätige Wissenschaftler des 20-köpfigen Gremiums. Die Kommission regelt die Benennung und Klassifizierung der rund 1,5 Millionen bekannten Tierarten auf der Welt. Diese unterliegen bereits seit 1905 einem festen Regelwerk, dem so genannten ICZN Code.

 

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Bildung
CDU/FDP für Fortführung der Hauptschulen
Ratsgruppe sieht Vorteile bei Flüchtlingskinderintegration
Als Fehler betrachtet die CDU/FDP-Ratsgruppe das von einer Ratsmehrheit beschlossene Aus für die letzten beiden Göttinger Hauptschulen. Gerade für die Integration nicht oder kaum alphabetisierter Kinder böten die Hauptschulen die richtige Schulform mit entsprechend qualifiziertem Personal.

Soll abgewickelt werden: Käthe-Kollwitz-Schule in GeismarFoto: vs

Sie wird am Freitag im Rat ein Antrag einbringen, mit dem zumindest geprüft werden soll, ob nicht doch wieder ab dem Schuljahr 2017/18 5. und 6. Klassen an Hauptschulen angeboten werden sollen. „Mit extrem unterschiedlichen schulischen Hintergründen kommen Kinder und Jugendliche aus den vielen internationalen Konfliktherden nach Göttingen. Mit einem entsprechend breit gefächerten Schulangebot würden wir Gymnasien und Gesamtschulen entlasten und auch die Kinder mit geringen Vorkenntnissen nicht überfordern“, begründet Ex-Rektor Thomas Häntsch (CDU), den Vorstoß zur Fortführung der Hauptschulen. „Ganz ohne Zweifel hätten wir mit erfahrenem Lehrpersonal in relativ kleinen Klassen dafür eine sehr gute Integrationschance, die wir nicht aus schulideologischen Gründen bei Seite schieben sollten.“

In Göttingen gebe es im Gegensatz zu allen anderen Städten und Landesteilen nur noch ein 2-Säulen-System, d.h. nur noch Gymnasien und Gesamtschulen. Die zu beschulenden Flüchtlingskinder gehören unterschiedlichen Altersgruppen an und bringen unterschiedliche schulische Voraussetzungen mit: Neben Kindern im Grundschulalter kommen Schüler, die in ihren Herkunftsländern Schulen besucht haben, die unseren Sek I-Schulen entsprechen.

„Diejenigen, die in ihrer Heimat bereits eine Fremdsprache – vorwiegend Englisch – gelernt haben, sind in der Regel bei uns in den SEK I-Schulen zu integrieren, zunächst in speziellen Sprachlernklassen, mutmaßlich später auch in Regelklassen. Für ältere Schülerinnen und Schüler sind die bereits bestehenden Sprachlernklassen-Angebote der BBS – z.B. der Arnoldi-Schule oder des Abendgymnasiums passend“, heißt es in dem Prüfantrag.

Ein besonderes Problem stelle die Unterrichtung der nicht alphabetisierten Kinder jeden Alters dar. Für sie seien nach Auffassung der Ratsgruppe weder die Gymnasien noch andere Sekundarschulen die geeignete Schulform. An den beiden Göttinger Hauptschulen hingegen bestehen seit einigen Jahren umfangreiche Erfahrungen mit Lerngruppen für nicht alphabetisierte Kinder: An der Heinrich-Heine-Schule z.B. sind z.Zt. zwei Klassen für diese Zielgruppen vorhanden. Aber auch an der Käthe-Kollwitz-Schule stünden die Räumlichkeiten und das geeignete Personal zur Verfügung.

Eine Wiedereinrichtung der Klassen 5 und 6 an diesen beiden Schulen biete sich deshalb an. „Es wäre sträflich, die vorhandenen pädagogischen und räumlichen Möglichkeiten nicht zu nutzen, zumal Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr zeigen, dass die weiterführenden Schulen auch schon rein räumlich nicht in der Lage sind, weitere Klassen unter zu bringen“, sind sich die Antragsteller sicher.

 

Wohnungsbau
Grüne: Förderprogramme wichtiger als Mietpreisbremse
SPD entscheidet im Sozialausschuss dafür
Die Forderung der Göttinger Landtagsabgeordneten Gabriele Andretta (SPD), eine Mietpreisbremse für die Universitätsstadt einzuführen, findet nicht einhellige Zustimmung. Andretta möchte damit „Mieterinnen und Mieter in Städten und Gemeinden mit einem überhitzten Wohnungsmarkt wirksam vor überzogenen Mieterhöhungen schützen“. Dies gelte in besonderem Maße für Göttingen, wie eine erst kürzlich vorgestellte Untersuchung des Geografischen Instituts der Universität nachgewiesen habe. Die Grünen halten dagegen.

 
Preisgekrönter sozialer Wohnungsbau: Alfred-Delp-WegFoto: vs

„Was wir deutlich dringender als eine Mietpreisbremse bräuchten, sind staatliche Wohnraumförderprogramme mit dem Schwerpunkt der Wohnungsgemeinnützigkeit und weniger Vorbehalte bei der Flächensuche für Wohnungsbau“, kommt deren Fraktionsvorsitzender Rolf Becker auch auf ein in der Öffentlichkeit heftig umstrittenes Anliegen der Partei zurück, stadtnahes Wohnen auf Kosten bestehender Kleingartenareale zu ermöglichen. Schätzungen gehen davon aus, dass in Göttingen derzeit bis zu 5.500 Wohnungen allein im Geschosswohnungsbau fehlen. Becker: „Durch eine Mietpreisbremse wird keine einzige Wohnung mehr gebaut. Solange aber Wohnraum Mangelware ist, werden auch die Preise steigen – mit Mietpreisbremse langsamer, aber doch stetig.“

Indirekt bestätigt dies auch Gabriele Andretta unter Bezugnahme auf einen von Engel & Völkers vorgelegten Bericht zum Göttinger Wohnimmobilienmarkt, der davon ausgehe, dass der hohe Nachfragedruck zu weiter steigenden Preisen führen werde. Auslaufende Mietpreisbindungen im sozialen Wohnungsbau würden das Problem künftig sogar noch verschärfen. In Kombination mit weiteren Maßnahmen sei die geplante Mietpreisbremse daher ein wirksames Instrument, um bezahlbares Wohnen möglich zu machen, betont Andretta. Dazu gehöre ebenfalls das 400-Millionen-Euro-Programm für den sozialen Wohnungsbau in Niedersachsen. So soll bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen geschaffen werden. 5.000 Wohnungen könnten durch diese Förderung entstehen.

Die Grünen sehen dagegen die Gefahr, dass sich durch eine Mietpreisbremse der Wohnraummangel nur noch verschärft: „Wer Vermieter/innen vorschreibt, zu welchem Preis zu vermieten ist, riskiert, dass einige Wohnungen schlicht vom Markt genommen werden“ meint Rolf Becker. Seine Fraktion bevorzuge daher einen anderen Weg, um den Marktpreis auf einem sozialverträglichen Niveau zu stabilisieren: „Vorrangiges Ziel muss es sein, neuen Wohnraum zu schaffen, nach Möglichkeit in integrierten Lagen. Hierzu braucht es bei der Bauflächensuche den konstruktiven Austausch mit allen relevanten Akteuren, den Anstoß dazu muss aus unserer Sicht die Politik geben.“

Die SPD-Fraktion hat angekündigt, in der kommenden Sitzung des Sozial-Ausschusses am 9. Februar für eine Preisbremse zu votieren, ist sich aber offensichtlich auch bewusst, mehr oder weniger „Schaufenster-Politik“ damit zu betreiben. „Wir stufen die Erfolge der ,Mietpreisbremse‘ auf das Göttinger Mietpreisniveau als gering ein, aber so ist diese doch ein öffentliches Signal an die Wohnungsmarktakteure und könnte damit mietpreisdämpfend wirken“, tröstet sich Ausschuss-Vorsitzender Klaus-Peter Hermann (SPD).

Tatsächlich liegt das Problem auch sehr viel tiefer: Wer, wie nahezu alle etablierten Parteien, sein politisches Heil im offenbar allein seeligmachenden Wachstum sieht – beispielsweise durch immer neue Lockangebote an Industrie und Hochschule –, der darf sich nicht wundern, wenn zwar die Steuereinnahmen besser sprudeln, die Lebensqualität hingegen ein immer knapper werdendes Gut wird. Es ist – man muss es so benennen – dieser hirnlose Wachstumswahn, der anschließend dazu führt, Kleingärten in stadtnahes Bauland umwidmen zu wollen, landschaftlich geschützte Kleinode zu „minderwertigen“, dann bebaubaren Flächen herabzustufen und der eben auch die Mieten steigen lässt. Wie die Meeresspiegel.

War da mal was? Nachhaltigkeit? Lächerlich! Eine temporäre politische Modeerscheinung vor ein paar Jahren, die längst schon wieder out ist.

 

Neujahrsempfang
OB dankt Freiwilligen: „Sind stolz auf Sie und Ihre Arbeit“
Ein besonderes Anliegen war es Göttingens Oberbürgermeister Rolf Georg Köhler auf seinem ersten Neujahrsempfang der Stadt, insbesondere einen Dank an die vielen freiwilligen Helfer auszudrücken, die sich im Rahmen der Flüchtlingshilfe auf vielfältige Weise uneigennützig engagieren. Köhler sprach von einer „eigentlich ganz selbstverständlichen Verpflichtung für ein großes, humanitäres, deutsches Gemeinschaftswerk, das unser Land schon verändert hat und noch weiter verändern wird“ und widmete ihm entsprechend großen Raum.

Ganz zu Recht ging er auch auf die Mitarbeiter/innen in der Verwaltung und bei der Feuerwehr ein: „Was die in den letzten Monaten angepackt, geplant und umgesetzt haben — das macht alle schnellen Kritiker des öffentlichen Dienstes mundtot.“ Auch wenn sich angesichts einer humanitären Krise solchen Ausmaßes die Bedeutung manches hausgemachten Göttinger Problems relativiere, dürfe doch auch die alltägliche, für unser Zusammenleben wichtige Arbeit nicht zu kurz kommen. Köhler benannte in diesem Zusammenhang etwa das Kunstquartier im Nikolaiviertel sowie das Forum Wissen für den kulturellen Bereich, den Wettbewerb um die erneut herannahende Bewerbung für eine Exzellenz-Initiative, welche die Stadt nach Kräften unterstützen will, im universitären Bereich sowie im Bau- bzw. Sanierungsbereich neben allgemeinen Herausforderungen wie den derzeit diskutierten Flächennutzungsplan konkret das Otfried-Müller-Haus mit Jungem Theater und KAZ, das Städtische Museum und die (Zukunftsperspektive der) Stadthalle.

Die Ehrenmedaille der Stadt konnte Köhler leider nicht an den ehemaligen Oberbürgermeister der Luther- und Partnerstadt Wittenberg überreichen. Der musste seine Reise nach Göttingen wegen widriger Wetterbedingungen und Straßenverhältnisse leider absagen.
Die Rede im Wortlaut finden Sie hierWeitere Informationen

 

Bioenergiedörfer fordern mehr Unterstützung durch Politik
„Jühnder Erklärung“ kritisiert rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen
pug — Die Betreiber von mehr als 20 Bioenergiedörfern und -initiativen in Deutschland haben in einer gemeinsamen Erklärung mehr Unterstützung für bestehende und neue Bioenergieprojekte gefordert. Die Unterzeichner der so genannten Jühnder Erklärung kritisierten die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für Bioenergiedörfer in Deutschland. Sie fordern unter anderem eine Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), finanzielle und personelle Unterstützung von ehrenamtlichen Initiativen durch Länder, Landkreise und Kommunen sowie ein flächendeckendes Programm zur effizienteren Nutzung von bestehenden Biogasanlagen.

 
Klimaschutzaktivitäten als Pflichtaufgabe: Biogasanlage in Jühnde
Foto: Axel Hindemith

Zu den Initiatoren der Erklärung gehört auch das Interdisziplinäre Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Universität Göttingen. „Wir verstehen die Erklärung als einen Appell an Politiker, die Bedingungen für Bioenergiedörfer zu verbessern“, so der Leiter des IZNE, Prof. Dr. Hans Ruppert. „Biogasanlagen müssen auch künftig eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen, insbesondere zur bedarfsorientierten Lieferung von Strom bei Sonne- und Windflauten, und vor allem während des Winters, wenn auch noch der Aspekt der Wärmenutzung hinzukommt.“

Konkret fordern die Unterzeichner der Erklärung eine Überarbeitung des EEG von 2014 mit höherer Förderung von neuen Biogasanlagen mit sinnvollen Wärmekonzepten und nachhaltiger Biomasseerzeugung, längeren Förderzeiträumen und eine Fortsetzung der Flexibilitätsprämie für die Spitzenlastfähigkeit von Anlagen. Kommunen und Landkreise sollen ehrenamtliche Initiativen fachlich beraten, finanziell fördern und durch die Übernahme von Bürgschaften bei der Kreditaufnahme unterstützen. Klimaschutzaktivitäten sollen in den Kommunen nicht mehr den freiwilligen Leistungen, sondern den Pflichtaufgaben zugerechnet werden. Das sogenannte 1.000-Dörfer-Programm soll Fehlsteuerungen der bundesweit mehr als 8.000 Biogasanlagen korrigieren, sie effizienter machen und die Entwicklung der Anlagen zu Bioenergiedörfern vorantreiben. Gleichzeitig sollen die Rahmenbedingungen zur regionalen Vermarktung von Strom verbessert und die bestehende Wettbewerbsverzerrung auf dem Energiemarkt korrigiert werden.

Den Inhalt der Jühnder Erklärung erarbeiteten die Unterzeichner während einer Tagung zum zehnjährigen Bestehen des Bioenergiedorfes Jühnde im Sommer dieses Jahres. Das Bioenergiedorf im Landkreis Göttingen hatte 2005 seinen Betrieb aufgenommen. Damit war der 1.000-Einwohner-Ort in Südniedersachsen Wegbereiter für mehr als 150 weitere Bioenergiedörfer in ganz Deutschland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IZNE haben das Projekt konzipiert, angestoßen und begleitet und darüber hinaus weitere Bioenergiedörfer auf den Weg gebracht. Die Jühnder Erklärung hat bereits mehr als 20 Initiativen und Dörfer als Unterstützer und wird zurzeit weiter verbreitet. „Mit der Jühnder Erklärung entsteht ein ganz neuer Zusammenhalt zwischen den Dörfern, so dass wir unsere Erfolgsgeschichte fortsetzen können“, so Eckhard Fangmeier, Vorstand und Sprecher der Bioenergiedorf Jühnde e.G.
→www.bioenergiedorf.info

 

Städtereport
Sehr attraktive Innenstadt und gesunde Kennzahlen
Filialisten ausgebremst – Analyse mit wenig überraschenden Ergebnissen
Nichts, was man nicht auch schon bereits vorher wusste, fördert der neueste Städtereport der Comfort-Gruppe, eines bundesweit tätigen Dienstleisters für Handelsimmobilien, mit aktuellen Angaben zum Einzelhandelsstandort Göttingen zutage. Die auf die Vermittlung von Geschäftshäusern und Ladenlokalen in den 1A-Lagen von Innenstädten spezialisierte Gruppe kann insbesondere ihrer Hauptklientel wenig Hoffnung machen. Ursache für das „trotz großer Nachfrage sehr schwache Transaktionsvolumen“ sei nämlich die geringe Verkaufsbereitschaft privater Eigentümer, welche in der Innenstadt klar dominierten, erklärt dazu Geschäftsführer Frank Kaiser.

Wochenmarkt
„Stattlicher Bestand an Kultur- oder Veranstaltungsstätten“: Göttinger WochenmarktFoto: vs

Alles in allem kommt die Stadt dennoch – wenngleich durch die Brille möglicher potenzieller Großinvestoren betrachtet – recht gut bei dieser Analyse weg, schimmert trotz Rendite-Fokus doch immer wieder auch durch, welche Lebensqualität das Oberzentrum aufzuweisen hat. So charakterisiert der Report die Stadt nicht nur als „Motor der wirtschaftlichen Entwicklung für die Region Südniedersachsen“ mit einer „bundesweit einmalige[n] Dichte von Messtechnikunternehmen“ und überregional bedeutsamen Bildungs- und Forschungseinrichtungen, sondern konstatiert auch einen „stattlichen Bestand an öffentlichen Gebäuden sowie Kultur- oder Veranstaltungsstätten“. Göttingens Innenstadt binde die unterschiedlichen Nutzungen wie Handel, Gastronomie, Wohnen, öffentliche Einrichtungen wie Rathaus, Universität und andere Institutionen harmonisch in das Stadtbild ein. Attraktive Plätze, kleinere Grünbereiche sowie die Leine würden dies ergänzen. Das hat sich bundesweit herumgesprochen, vielleicht nicht unter Handelsinvestoren, wohl aber unter Wissenschaftlern und Studierenden. Ein nicht unerhebliches Pfund, mit dem die Stadt wuchern kann.

Als zentrale Wirtschaftsfaktoren der Göttinger Innenstadt machen die Analysten folgerichtig auch den kleinteiligen Einzelhandel und die Gastronomie aus, sie seien der „Motor für Kultur, Tourismus, Infrastruktur und Dienstleistungen sowie für – nicht zu vergessen – öffentliche und private Investoren. Das ist nicht zuletzt dem kommunalen Einzelhandelskonzept der Stadt Göttingen geschuldet, sieht es doch eine Stärkung der Innenstadt explizit vor. Wer die Diskussionen in den Sitzungen des städtischen Bauausschusses und entprechender, von der Verwaltung initierte Bürgerforen besucht, ist darüber bestens im Bilde – Kaufkraft hin oder her, die nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt liegt, so der Städtereport.

Wenn auch die vielen kleinen Läden und vor allem eine Vielzahl an denkmalgeschützten Fassaden die Suche für Filialisten nach geeigneten Immobilien „nicht einfach“ machten und es „nach wie vor an Großflächen in der Innenstadt“ mangele, so liefere der historische Stadtgrundriss sowie der ausgeprägte Besatz an historischen Gebäuden immerhin die Grundlage für die hohe Gestaltqualität der Göttinger Innenstadt. Sie stelle das räumliche, emotionale und kulturelle Zentrum der Stadt sowie der gesamten Region dar und bilde mit ihrem dichten Einzelhandelsbesatz zugleich das wichtigste regionale Versorgungszentrum.

Das ist doch was. Merkwürdig nur, dass Großinvestoren wie Filialisten offenbar immer nur dann verstärktes Interesse zeigen, wenn sie auch die historische Bausubstanz bis hin zur Fassade eliminieren können. Wobei doch viele positive gegenteilige Beispiele in ganz Deutschland zeigen, dass es auch anders geht. Nachhaltiges Investment und kulturelle Verantwortung muss dafür jedoch zuallererst einmal in den Köpfen entstehen. Eine dankbare Aufgabe vielleicht auch für Immobiliendienstleister.
Den vollständigen Bericht finden Sie hierWeitere Informationen

 

Flüchtlingskrise
Gegen Instrumentalisierung
der Begriffe Kultur, Heimat, Identität

Österreichische Kulturanthropologen gehen öffentlich auf Distanz

Balkanflüchtlinge
 
Balkanflüchtlinge (1993)Foto: Mikhail Evstafiev (CC BY-SA 3.0)

In einer Erklärung österreichischer Volkskunde-Institute, Museen, Vereine und Verbände „Menschen in Bewegung – ,Kultur‘ und ,Heimat‘ als politische Instrumente“ wenden sich die Unterzeichner öffentlich gegen die Verwendung und mitunter auch Verfälschung der Begriffe und deren Inhalte, um sie für politische Zwecke zu instrumentalisieren bzw. zu missbrauchen.

Der Blick auf die Geschichte zeige, heißt es darin, dass „Kultur“ und „Identität“ im Laufe der Geschichte vielfach auf gefährliche Weise verwendet wurden, um das „Fremde“ vom vermeintlich „Eigenen“ abzugrenzen und Menschen auszuschließen – wie in der aktuellen Diskussion. „Politische Entscheidungen und Aktivitäten sind aktuell auf kurzfristige Krisenbewältigung ausgelegt“, konstatieren die Wissenschaftler/innen. Nicht zuletzt das Erstarken fremdenfeindlich gesinnter Gruppen mache jedoch deutlich, wie dringend der Bedarf an Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Lösungen sei.
Die Erklärung im Wortlaut:Weitere Informationen

 

Religiöser Fanatismus
DITIB-Gemeinde auf Distanz zu jedweder Form von Gewalt
Gemeinde empfängt Vertreter der Polizeidirektion Göttingen
ots/eb — Vertreter der Polizeidirektion Göttingen, darunter Polizeipräsident Uwe Lührig, der Leiter des Dezernates für Kriminalitätsbekämpfung, Klaus Häuser, sowie der Migrationsbeauftragte Ozan Kahya, waren zu Gast bei der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Göttingen e.V. (DITIB). Die „in einer sehr vertrauensvollen und harmonischen Atmosphäre“ geführten Gespräche drehten sich zwangsläufig auch um die Anschläge in Frankreich und um die aktuelle Flüchtlingsthematik.

„Es ist immer der Mensch, der die Radikalisierung vorantreibt“: DITIB-Moschee im Königsstieg : Foto: vs

Der Vorstand der DITIB-Gemeinde distanzierte sich ausdrücklich von jedweder Form von Gewalt und sieht gerade auch im Hinblick auf die Terroranschläge die Notwendigkeit, gegen die aufwachsende Islamophobie aufzuklären. „Es gibt keinen radikalen Islam. Es ist immer der Mensch, der die Radikalisierung vorantreibt“, so Mustafa Keskin. Der neue Imam, Ismail Isik, und der Vorstand der DITIB Gemeinde bekräftigten in ihren Aussagen, dass diese sich als Teil der Gesellschaft sehe und auch deren Ängste und Sorgen teile. Polizeipräsident Uwe Lührig begrüßte den offenen Dialog und sagte der Gemeinde die uneingeschränkte Unterstützung zu. „Staatliche Institutionen müssen alle rechtlichen Instrumente ausschöpfen, um islamfeindliche Tendenzen unmittelbar zu unterbinden“, unterstrich der Polizeipräsident.

Lührig gab zugleich seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Einsatz des seit November vergangenen Jahres tätigen Beauftragten für Migrationsfragen nicht nur eine Hilfe für seine Kolleg/innen sein kann, sondern er bei Migrant/innen und Migranten vertrauensbildend wirken kann. Auch für diese sei er Ansprechpartner sowie für alle in der Migrations- und Integrationsarbeit tätigen Organisationen.

Verteter der DITIB-Gemeinde beschrieben die Zusammenarbeit mit der Polizei in der Vergangenheit als „durchwegs positiv“. Die Beziehung zur Polizei könne sich durch den neuen Migrationsbeauftragten nur noch intensivieren, so der Vorstand.

 

Flüchtlingsunterkünfte
Stadtverwaltung mobilisiert Reserven
Bürgerinitiative: „Weitere Probe für die Belastbarkeit des Stadtteils“
pdg/eb — Angesichts der der Stadt auf dem Weg der Amtshilfe für das Land Niedersachsen zugewiesenen Flüchtlingskontingente muss diese jetzt ans Eingemachte gehen: nunmehr muss auch die Sporthalle Zietenterrassen in der Bertha-von-Suttner-Straße für die vorübergehende Unterbringung von bis Sporthallezu 200 Flüchtlingen herhalten. Zusätzlich soll die ganz in der Nähe liegende Fun-Sporthalle als Aufenthaltsraum und u.a. zur Ausgabe von Mahlzeiten an die Flüchtlinge genutzt werden.

Bei dieser Wahl sei mit den noch geringsten Einschnitten in den regulären Betriebsablauf der städtischen Sporthallen zu rechnen, meint Göttingens Sozialdezernentin Schlapeit-Beck, die in diesen Tagen keinen leichten Job zu machen hat. Viel Entscheidungsspielraum bleibt ihr ohnedies nicht: die ersten Flüchtlinge werden Mitte November, vielleicht auch schon früher, in Göttingen eintreffen.

Für Entlastung sollen fünf neue Standorte im nächsten Jahr sorgen. In vier Neubauten sowie einer Gewerbeimmobilie will die Stadt im kommenden Jahr Platz zur Unterbringung von rund 850 Flüchtlingen schaffen. Entsprechende Planungen wurden Anfang November in einer Bauausschuss-Sitzung vorgestellt. Ehrenamtliche des „Runden Tisches Zieten“ haben derweil gemeinsam mit den Neuankömmlingen, mit Nachbarn, dem Leiter und Mitarbeitern des gemeinnützigen Vereins Internationale Gärten Obstbäume, Beerensträucher und Blumenstauden auf dem Außengelände der Bonveno-Wohnanlage gesetzt.Weitere Informationen

 

Groner Tor
Naturschutzbeauftragte kritisiert Bauverwaltung
„Unnötige Verletzung von Verfahrensregeln beim Artenschutz“
Mangelnden Willen, bei städtischen Bauvorhaben den Artenschutz „nicht nur pro forma abzuhandeln, sondern die gewonnenen Erkenntnisse auch entsprechend zu verstehen und zu berücksichtigen“, wirft die Göttinger Naturschutzbeauftragte Britta Walbrun den Stadtplanern beim Bauvorhaben am Groner Tor vor. Dort sollen sowohl ein Hotelneubau als auch die neue Zentrale der Göttinger Sparkasse (Werbeslogan: „Wir fördern die Region“) entstehen. Grund ihrer Kritik: das Vorkommen schützenswerter Arten, die auf dem Areal vorgefunden wurden – im konkreten Fall Molche und schützenswerte Baumarten.

Teichmolch
Besiedlung seit langem bekannt: TeichmolchFoto: Kristian Peters

Bereits der noch am häufigsten vorkommende Teichmolch ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Solche Arten dürfen weder gefangen noch verletzt oder gar getötet werden. Das kann, der Goldhamster lässt grüßen, durchaus so manchen Bauplan durcheinander bringen – wenn man den Artenschutz denn ernst nimmt. Davon jedoch ist die Naturschutzbeauftragte nicht recht überzeugt. Gleich neben den Baugrundstücken befindet sich nämlich ein Betonteich mit üppigem Wasserpflanzenbewuchs, ein zwar künstliches, aber doch sehr geeignetes Biotop für wasserliebende Kleinlebewesen. Eine Besiedlung mit Amphibien lag deshalb nicht nur im Bereich des Möglichen, sondern, so Walbrun, sei den Mitarbeitern der benachbarten Zoologie sogar seit langem bekannt. Eine Umweltverträglichkeits-Vorprüfung hätte daher auch die Gruppe der Amphibien zum Gegenstand haben und, um zu validierbaren Ergebnissen zu kommen, im Frühjahr (März bis Mai, je nach Witterung) und „an mindestens zwei Terminen“ erfolgen müssen, zu einem Zeitpunkt also, „wo die erwachsenen Tiere mit großer Wahrscheinlichkeit an ihrem Laichgewässer anzutreffen sind“.

Eine Bestandsaufnahme fand jedoch offenbar lediglich zu einem einzigen Termin statt, und zwar erst im Sommer. So jedenfalls geht es aus einem Gutachten aus 2014 hervor. Zwar kann eine – zusätzliche – Untersuchung später im Jahr durchaus sinnvoll sein, um zu überprüfen, ob die Arten sich erfolgreich reproduziert haben, führt Walbrun weiter aus. Dann allerdings müsse vor allem der angrenzende Landlebensraum der Tiere untersucht werden, insbesondere, wenn es sich dabei um den Bereich des künftigen Bauvorhabens handelt. Das aber sei nicht geschehen. Die Geobotanikerin ist überzeugt davon, dass ein Bereich von bis zu 60 Metern um das Biotop herum zum „bevorzugten Winterquartier“, damit zum potentiellen Lebensraum der Amphibien gehört.

Dass der Lebensraum der geschützten Art bedroht ist, lässt sich zudem einem Gutachten der Nachkontrolle aus diesem Jahr entnehmen, in dem vom „Verlust des ehemals südlich anschließenden Wäldchens“ die Rede ist, was „zu einer deutlichen Reduktion an besiedelbarer Fläche“ führe. Mehr noch: „Es ist davon auszugehen, dass das Habitatsystem Laichgewässer-Landlebensraum durch die Rodung der angrenzenden Gehölzflächen an Bedeutung verloren hat.“ Gleichwohl interpretiert der Baudezernent der Stadt Göttingen das Gutachten auf seine Weise: „Die Nutzung der Gehölzbereiche des Baugrundstückes als Landlebensraum durch Amphibien wurde ausgeschlossen“, zitiert eine Walbrun empört Dezernent Thomas Dienberg.

 
Moloch statt Molch: Entwürfe zum Bauvorhaben
Grafik: Ahrens & Grabenhorst

Es ist nicht die einzige Kritik von Britta Walbrun an der Vorgehensweise durch die Bauverwaltung und an diesem Bauvorhaben, bei dem auch 25 nach der Göttinger Baumschutzsatzung geschützte Bäume gefällt wurden. Das sei zwar nur in begründeten Einzelfällen und per Ausnahmegenehmigung aus Gründen des Vogel- und Fledermausschutzes außerhalb des Winterhalbjahres möglich und nach gängiger Praxis der Stadt Göttingen auch nur dann, wenn bei einem geplanten Bauvorhaben eine Baugenehmigung vorliegt. Dazu Walbrun: „Im vorliegenden Fall wurde am 20. Februar 2015 ein Antrag auf Baumfällungen an die Stadt gestellt (der auch bewilligt wurde) womit die Entfernung der Bäume in die beginnende Vogelbrutzeit fiel. Zu diesem Zeitpunkt lag zwar eine positiv beschiedene Bauvoranfrage vor, ein Bauantrag war jedoch noch nicht einmal gestellt, geschweige denn beschieden.“ Damit sei die Stadt Göttingen ohne begründete Not von ihrem gängigen Prozedere abgewichen und habe Baumfällungen innerhalb der Vogelbrutsaison erlaubt.

Und zwar ohne Not: Ohne Artenschutzvorschriften zu verletzen, stünde die Fläche auch bei etwas sensibler Vorgehensweise ab November 2015 zum weiteren Baufortgang bereit. Walbrun: „Warum also nicht so?“

Stadt und Planung Göttingen e.V. wendet sich nach Hannover
In der umstrittenen Bauplanung für ein Hotel- und Sparkassenverwaltungsgebäude am Groner Tor hat der Verein Stadt und Planung Göttingen e.V. am 5. November ein weiteres Mal die Fachaufsichtsbehörden in Hannover um eine kritische Prüfung der aktuellen Planungen der Stadt gebeten. Bezüglich der Molche sieht er sich durch das Gutachten vom Juli 2015 bestätigt und bemängelt, dass bis September niemand die im Juli 2015 getroffenen Aussagen von Stadtbaurat Dienberg überprüfen konnte. Dienberg hatte ein Molchvorkommen auf dem Baugrundstück als gutachterlich ausgeschlossen bezeichnet.

Der Verein stimmt den vorstehenden Ausführungen der Naturschutzbeauftragten Britta Walbrun zu. Molche auf dem Baugrundstück waren nicht ausgeschlossen worden, sondern zu erwarten. Die Aussage vom Juli 2015 stehe im Zusammenhang mit der „Nichtbeachtung einer gesetzeskonformen Vorgehensweise am Groner Tor“. Der Verein bittet die Ministerien in seiner Eingabe eindringlich, nicht mehr blind den Aussagen des Baudezernats zu vertrauen, sondern sich die Gutachten zur Prüfung vorlegen zu lassen.
Wortlaut der Eingabe.

 

Verwaltung
Neues Melderecht ab November
pdg — Mit dem neuen Bundesmeldegesetz, das am 1. November 2015 in Kraft treten wird, wird erstmals das Melderecht in Deutschland vereinheitlicht. Mit dem Bundesmeldegesetz wird unter anderem das Ziel verfolgt, die Meldedaten der Bürgerinnen und Bürger noch besser zu schützen, die Bürokratiekosten zu senken und Verwaltungsabläufe zu vereinfachen. Darauf hat die Stadtverwaltung Göttingen in einer Mitteilung hingewiesen. Mit dem neuen Gesetz werden auch IT-Standards vereinheitlicht. Das neue Melderecht entlastet die Verwaltung sowie die Wirtschaft und stärkt die Bürgerinnen und Bürger im Hinblick auf ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Folgende wichtige Änderungen (u.a.) gelten ab 1. November 2015:

  • Flüchtlingshilfe
    Zentrum nimmt Spenden an
    pdg — Das von der Stadt Göttingen mit großer Unterstützung der Zufall Logistics Group initiierte und in Zusammenarbeit mit den Göttinger Wohlfahrtsverbänden betriebene Spendenzentrum für Flüchtlinge in der Robert-Bosch-Breite 1 nimmt ab dem 2. November Spenden entgegen.
    Im Zentrum werden Sachspenden entgegengenommen. Die Öffnungszeiten sind montags 16.00–19.00 Uhr, mittwochs 8.30–10.00 Uhr, samstags 10.00–12.00 Uhr. Mittlerweile helfen über 160 Freiwillige mit, an den Öffnungstagen zwischen 30 und 35 Freiwillige. Weitere Helfer/innen sind willkommen.
    Bedarf besteht an Kleidung in kleinen Konfektionsgrößen. Sehr dringend benötigt werden auch Damenkleidung bis Gr. 36 (Jacken, Mäntel, Hosen, Pullover, Shirts sowie neue Unterwäsche, auch BH), gute Winterschuhe bis Gr. 39, Herrenkleidung Größen S (Jacken, Hosen Pullover, T-Shirts), neue Unterwäsche Gr. 4 und 5, gute Winterschuhe bis Gr. 43; Sportschuhe und -kleidung, Baby-und Kleinkindausstattung wie Erstlingsausstattungen, Bodys, Hemdchen, Mützen, Handschuhe, Strampler, Wickeltaschen, Windeln, Sitzschalen, Wiegen; Kinderbetten, Kinderwagen und -karren, Winterschuhe und -stiefel, Unterwäsche, und Socken-gute Kinderkleidung alle Größen einschl. Unterwäsche sowie Sportsachen und Kinderschlafsäcke, Reisekoffer und -taschen, auch große Rucksäcke.
    Es wird ausschließlich neue oder gewaschene, trockene, unbeschädigte und möglichst vorsortierte, beschriftete Kleidung entgegengenommen, Hygieneartikel nur in ungeöffneter Originalverpackung, ebenso Unterwäsche und Socken. Hausrat wie Geschirr, Besteck usw. muss jeweils vollständig und unbeschädigt sein. Für die Weitergabe an Flüchtlingskinder besteht Bedarf an Schulmaterial (Schulhefte, Zeichenblöcke A4, Schnellhefter, Locher, Tacker, Radiergummis, Anspitzer, Füller, Bleistifte, Lineale, Geo-Dreiecke), an Schulranzen, Kinderwagen/Buggys, Baby-Schlafsäcken, unbeschädigten Kinderfahrrädern / Bobby Cars etc. sowie an Malstiften und Bastelmaterial. Nicht angenommen werden Elektrogeräte, Lebensmittel sowie Stofftiere.
    Auch Unternehmen können sich an der Arbeit des Göttinger Spendenzentrums, mit Geld- und Sachspenden oder Dienstleistungen, z.B. durch Bereitstellung von Transportfahrzeugen, beteiligen.
     
    Im Rahmen einer einfachen Melderegisterauskunft, die für gewerbliche Zwecke beantragt wird, muss künftig angegeben werden, dass die Auskunft für einen gewerblichen Zweck benötigt wird. Die im Rahmen der Auskunft erlangten Daten dürfen nur für diese Zwecke verwendet werden.
  • Auskünfte für Zwecke der Werbung oder des Adresshandels sind künftig nur noch zulässig, wenn die Betroffenen in die Übermittlung ihrer Meldedaten für diese Zwecke ausdrücklich eingewilligt haben. Das muss gegenüber der Stelle, die Auskunft verlangt, erklärt kann aber auch gegenüber der Meldebehörde als generelle Einwilligung für die genannten Zwecke erklärt werden.
  • Das Gesetz sieht eine Vereinfachung der Hotelmeldepflicht vor.
  • Eine Neuheit stellt der „vorausgefüllte Meldeschein“ dar, der bis zum 1. Mai 2018 von allen Bundesländern eingeführt werden muss. Dabei geht es um ein Verfahren zur elektronischen Anforderung von Meldedaten bei der Anmeldung in der Meldebehörde. In diesem Fall werden die Meldedaten im automatisierten Verfahren von der bisher zuständigen Meldebehörde bereitgestellt. Damit wird eine erneute Datenerfassung bei der Anmeldung unnötig. Das führt zu einer erheblichen Arbeitserleichterung bei der Verwaltung und entlastet die Bürgerinnen und Bürger, da sie bei der Meldebehörde den Meldeschein nicht mehr selbst ausfüllen müssen.
  • Wieder eingeführt wird die Mitwirkungspflicht des Wohnungsgebers bzw. des Wohnungseigentümers bei der Anmeldung und bei der Abmeldung. Künftig muss bei der Anmeldung in der Meldebehörde eine vom Wohnungsgeber bzw. vom Wohnungseigentümer ausgestellte Bescheinigung vorgelegt werden, mit der der Einzug in die betreffende Wohnung bestätigt wird. Unter anderem sollen damit Scheinanmeldungen verhindert werden.
  • Neu geregelt ist der Bereich der Auskunftssperren. Schon bisher besteht die Möglichkeit, bei einer Gefahr für Leben, Gesundheit, persönliche Freiheit oder ähnlichen schutzwürdigen Interessen der meldepflichtigen Person eine Melderegisterauskunft an Personen oder Stellen dadurch zu verhindern, dass eine Auskunftssperre im Melderegister eingetragen wird. Künftig gibt es zudem die Möglichkeit der Eintragung eines bedingten Sperrvermerks im Melderegister für Personen, die in Einrichtungen zum Schutz vor häuslicher Gewalt, in Einrichtungen zur Behandlung von Suchterkrankungen, in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder sonstigen Einrichtungen, die der Betreuung Pflegebedürftiger oder Menschen mit Behinderungen oder der Heimerziehung dienen, einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerberinnen und Asylbewerber oder sonstige ausländische Flüchtlinge wohnen oder sich in einer Justizvollzugsanstalt befinden.

Das Meldewesen war bisher in seinen wesentlichen Grundzügen im Melderechtsrahmengesetz geregelt. Daneben hatte Niedersachsen eigene landesrechtliche Bestimmungen zum Meldewesen erlassen, die die rahmenrechtlichen Vorgaben umsetzten. Mit der Verwirklichung der Rechtseinheit im Meldewesen durch das Bundesmeldegesetz werden erstmals bundesweit und unmittelbar geltende Vorschriften für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die mit dem Vollzug des Melderechts befassten Behörden geschaffen. Daneben besteht in Niedersachsen nur noch ein Niedersächsisches Ausführungsgesetz zum Bundesmeldegesetz.

 

Klimaplan Verkehrsentwicklung
Klimaschutz-Beirat begrüßt Fortschreibung
„Richtungsweisende Veränderungen im Verkehrsgeschehen“
Der Klimaschutz-Beirat, ein im September 2013 vom Rat der Stadt Göttingen eingerichtetes unabhängiges Beratungsgremium, das die Stadt bei allen Entscheidungen zum Klimaschutz fachlich beraten sowie Empfehlungen und Vorschläge zu Klimaschutzaktivitäten erarbeiten soll, bewertet die Ende Januar beschlossene Fortschreibung des „Klimaplans Verkehrsentwicklung“ positiv.

Ein Problem von vielen: AbgaseFoto: vs

Die darin formulierten Zielsetzungen beinhalteten eine spürbare Senkung der durch den Verkehrssektor verursachten CO2-Emissionen und orientieren sich an den langfristigen Zielen des „Masterplans 100% Klimaschutz“. Mit Blick auf die im Klimaplan benannten Maßnahmen und Initialprojekte werden damit aus Sicht des Gremiums die Weichen für ein zukünftiges klima- und stadtverträglicheres Verkehrsgeschehen gestellt, heißt es in einer Stellungnahme. Gerade in der zeitnah geplanten Umsetzung der acht Initialprojekte sieht der Klimaschutz-Beirat eine große Chance, erste richtungsweisende Veränderungen im Verkehrsgeschehen der Stadt anzustoßen und erste Erfolge in der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Es gehe nicht zuletzt auch darum, die Zusammenhänge zwischen dem eigenen Mobilitätsverhalten und dessen klimarelevante Auswirkungen bekannter zu machen.

Der Klimaschutz-Beirat hält jedoch eine bessere personelle Ausstattung in der Verkehrsplanung für erforderlich. „Nur dadurch sei es leistbar, die Initialprojekte und Maßnahmen des Klimaplans Verkehrsentwicklung wirkungsvoll umzusetzen und die Öffentlichkeit in angemessener Vielfalt zu informieren, aufzuklären und zu beteiligen.“
Ausführliche Informationen erhalten Sie hierWeitere Informationen

 

Verbraucherschutz
Verbraucherzentrale erhält wieder gebührende Wertschätzung
Neues Regionalzentrum Göttingen eingeweiht
Wenn selbst ein ehemaliger Göttinger Bäckermeister und heutiger Bürgermeister in seinem Grußwort darauf eingeht, schon einmal – wenn auch unverschuldet – von der Verbraucherzentrale mit unzulässigen Beigaben im Brot „erwischt“ worden zu sein, dann gibt er mit diesem Beispiel einen klaren Beweis für deren Relevanz in unserer Konsumgesellschaft mit ihrer weit verbreiteten „Übers-Ohr-Hauen-Mentalität“. Dass selbst Milliarden-Konzerne davor nicht zurückschrecken, zeigt gerade wieder der Abgas-Skandal bei VW. Doch das war nicht immer so. Seit der von Christian Wulff ab 2003 geführten schwarz-gelben Landesregierung betrieb vornehmlich die FPD eine Ausblutungspolitik gegenüber der Verbraucherschutzorganisation, die dann 2007 zu Landesmittelkürzungen in Höhe von 100.000 Euro führten und in deren Folge von den seinerzeit existierenden 20 Beratungsstellen im Lande nur noch neun ein „Vollprogramm“ oder jedenfalls den größten Teil der Beratungsangebote vorhalten konnten.

 
Leiterin Elke Tiebel (3. v.l.) mit dem Kernteam und Gästen Foto: vs

Selbst in Oberzentren wie Goslar, Hildesheim, Hann. Münden und Leer musste das Angebot auf sogenannte „Infotheken“ mit Prospektmaterial beschränkt werden – ein unhaltbarer Zustand. Der damalige stellvertretende Vorsitzende der Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V. (Hannover), Randolph Fries, erinnert sich noch gut an Diskussionen mit exponierten FDP-Landespolitikern, die allein deshalb solche Schutzorganisationen für überflüssig hielten, weil „das schon der Markt regeln“ würde. So wie ja auch Opel in Bochum vom Markt „geregelt“ wurde oder etwa Nokia (ebenfalls Bochum) und – ebenfalls unter „Mithilfe“ bzw. Verweigerung der FDP – Schlecker in Ehingen. Heute ist Fries Vorstandsvorsitzender der Verbraucherzentrale in Hannover – und die FDP ist weg vom Fenster.

Anrufe einer Ver­brau­cher­schutz­stelle Nie­der­sach­sen e.V. aus Göt­tingen ver­unsi­chern derzeit Gewerbe­trei­bende in Deutsch­land. Ver­schie­denen Online-Händ­lern wurde per Anruf ein Siegel ange­boten, weil ihr Shop von Mit­glie­dern des Ver­eins positiv oder ver­brau­cher­freund­lich bewer­tet wurde. Sie ist nicht iden­tisch mit der Ver­brau­cher­zen­trale; eine Ver­wechs­lung ist schnell mög­lich.

 

Weshalb die Verbraucherschutzorganisation auch wieder jene Beachtung findet, die sie verdient. Und zwar nicht nur symbolisch, z.B. während der offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Göttinger Regionalzentrums am 15. September durch die Anwesenheit von Christian Meyer, in der Landesregierung u.a. zuständig für Verbraucher-Themen. Vielmehr durch ausreichende Mittelbereitstellung auch aus Hannover, aber ebenso vom Bund wie von Landkreis und Kommune. Diese Gelder setzen das nun in neuen Räumen eröffnete Regionalzentrum glücklicherweise in die Lage, wieder umfangreiche und fachkompetente Beratungen mit einem erheblich ausgeweiteten Team anbieten zu können, wobei das nunmehr erweiterte Raumangebot zudem geschützte Einzelgespräche gewährleistet – bei manch heiklem Thema nicht unerheblich.Weitere Informationen

 

Aktion Zusammenspiel
Spielzeug für Flüchtlingskinder
pdg — Um das Miteinander von Flüchtlingskindern und einheimischen Kindern zu stärken, hat das Bundesfamilienministerium Initiativen, Organisationen, Vereine und Kommunen in ganz Deutschland dazu aufgerufen, sich in der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements vom 11. bis 20. September an der „Aktion Zusammenspiel – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ zu beteiligen. Die Stadt Göttingen ist dabei. Im Mittelpunkt der deutschlandweiten Aktion steht die Begegnung zwischen Flüchtlings- und einheimischen Kindern.

Rennen um eine gute Zukunft: KinderFoto: Pedro Dias (CC BY 2.0)

Das Miteinander unter Kindern und Jugendlichen zu fördern ist wichtig: Es baut Vorurteile und Ängste ab und hilft Groß und Klein, einander näher zu kommen. Im Rahmen der Aktion wurde beispielsweise durch die Göttinger Sozialdezernentin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck am 18. September in der neuen Flüchtlingsunterkunft auf den Zietenterrassen eines von über 450 Spielzeugpaketen übergeben, die dankenswerterweise von den drei großen Spielzeugherstellern Playmobil, Lego und Ravensburger zur Verbesserung des gemeinschaftlichen Spielangebotes für Flüchtlingskinder an die Partner/innen der „Aktion Zusammenspiel“ versandt wurden.
Gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium haben über 200 Partner/innen aus Kommunen und von bürgerschaftlichen Engagement-Initiativen überall in ganz Deutschland zugesagt, eine eigene „Kinder-Begegnung“ unter dem Motto „Aktion Zusammenspiel“ auf die Beine zu stellen.
www.bmfsfj.de/willkommen-bei-freunden

 

Banken und Sparkassen
Mangelnde Transparenz und Dispozins bis 16 Prozent
Das eklatant unseriöse Verhalten eines Großteils deutscher Geldinstitute nimmt kein Ende – und die Politik scheint nicht bereit, diesem Treiben auf entschlossene Weise ein für allemal ein Ende zu setzen. Denn noch immer sind die Dispozinsen für das Überziehen des Girokontos viel zu hoch, hat jetzt erst wieder die Stiftung Warentest festgestellt. Und ausgerechnet bzw. insbesondere jene Institute, die allein schon dadurch als moderne Wegelagerer unangenehm in Erscheinung treten, scheuen sich naturgemäß auch häufig, ihre Konditionen potenziellen Kreditnehmern eindeutig und unmissverständlich öffentlich darzulegen. Mit Krawatte und weißem Hemd allein ist es also nicht getan, um den Ruf eines der am miesesten angesehenen Berufe in Deutschland wieder loszuwerden.

 
Protzen mit dem einbehaltenen Geld anderer Leute: Verwaltungsgebäude der Nord/LB und Girozentrale für die Sparkassen in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern
Foto: ChristianSchd (CC BY-SA 3.0)

Bis zu 16 Prozent Dispozins fanden die Tester der Stiftung Warentest bei der Ermittlung der Zinssätze von 1.472 Banken. Dabei hüten viele Banken die Höhe des Zinses wie ein Staatsgeheimnis. Sie ignorieren Appelle von Politik und Bankenverbänden, die genaue Höhe in ihren Filialen oder auf ihren Internetseiten zu veröffentlichen. Redakteure der Zeitschrift Finanztest fragten bei 1.472 Banken nach der Höhe ihrer Dispozinsen. Nur 424 Banken antworteten überhaupt, 1.048 meldeten sich erst gar nicht. Wenn auch keine Informationen im Internet zu finden waren, schickte die Stiftung Tester in die Filialen der Kreditinstitute.

Bei knapp 60 Banken sind die Angaben zum Dispozins unvollständig. So ist die Höhe des Dispozinses für Verbraucher nicht erkennbar, wenn im Preisaushang zum Beispiel: „Referenzzins +11%“ oder „Bonitätsabhängig: max. 12,95 Prozent“ steht. Unklar sind die Konditionen auch, wenn nur der günstige Dispozinssatz für ein teures Premiumkonto angegeben wird. Die Banken verstoßen damit nach Ansicht von Finanztest gegen die Preisangabenverordnung.

Testsieger wie in den Vorjahren ist auch dieses Mal die Deutsche Skatbank mit 4,49 Prozent Dispozinsen für ihr online geführtes Konto. Bis zu 16 Prozent – abhängig von der Bonität der Kunden – verlangt hingegen die Raiffeisenbank Trostberg-Traunreut (Bayern). Insgesamt sind die Dispozinsen im Schnitt gegenüber 2014 um 0,4 Prozentpunkte gesunken. Der durchschnittliche Dispozins liegt bei 10,25 Prozent. Jeder Prozentpunkt spült pro Jahr 345 Millionen Euro in die Kassen der Banken.

Verbraucher sollten also kritisch auf Ihre Kontoauszüge schauen; ein Wechsel zu einer anderen, günstigeren Bank ist zumeist noch einfacher als der bereits recht einfache Wechsel des Stromanbieters. Sie müssen in der Regel nur ein entsprechendes Formblatt zur Kontoauflösung ausfüllen und das Guthaben auf ein zuvor neu eröffnetes Konto transferieren lassen. Und sich keinesfalls darauf einlassen, für eine selbstverständliche Pflichtdienstleistung wie diese auch noch Gebühren zahlen zu sollen.

 

Elektromobilität
CDU/FDP will E-Konzept für Stadtbusse prüfen lassen
Förderung durch das Land soll genutzt werden
Nach neun Jahren Pause gibt es inzwischen wieder Landeszuschüsse für die Beschaffung neuer Linienbusse. Das war seit 2006 anders. In einem Schreiben des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2005 kündigte die CDU/FDP-geführte Landesregierung nämlich eine komplette Streichung der Fördermittel an, die im Stadtbusbereich jährlich bis zu 500.000 Euro ausmachten. Nun kann wieder mit bis zu 40 Prozent Förderquote bezuschusst werden. Diese Möglichkeit will die CDU/FDP-Gruppe im Rat genutzt sehen, um den Göttinger Personennahverkehr zu modernisieren. Sie wird einen entsprechenden Antrag auf der nächsten Ratssitzung einbringen.

Arbeitsplatz eines rein elektrisch betriebenen BussesFoto: Van Hool

Da jedoch bereits bis Ende Mai festgelegt werden musste, wie viele Busse mit welcher Art von Antrieb im nächsten Jahr beschafft werden sollen, steht „zwangsläufig … damit auch fest, dass die neuen Busse wieder einen konventionellen Dieselantrieb haben werden“, bedauert in einer Mitteilung die Gruppe. Sie will nun wenigstens für die Folgejahre ab 2017 frühzeitig und umfassend Alternativen prüfen lassen. Ein Vorschlag, der, wenn auch nicht gerade bei den Göttinger Verkehrsbetrieben (GöVB), so vermutlich doch in der Politik auf breite Zustimmung stoßen könnte, sollte sich der technologische Fortschritt so weiterentwickelt haben, dass die in früheren Jahren dagegen sprechenden Argumente nunmehr obsolet wären.

„Jede Umstellung des Antriebskonzepts für unsere Stadtbusse bedeutet nicht nur andere Fahrzeugtypen, sondern auch erhebliche Aufwendungen für die Versorgungs- oder Ladetechnik“, ist sich auch der Vorsitzende der Ratsgruppe, Hans-Georg Scherer, im Klaren über die Kosten-Problematik. Scherer ist zugleich Mitglied im Aufsichtsrat der GöVB. Er befürchte, dass es „noch viele Jahre“ mit der konventionellen und umweltschädlichen Dieseltechnik so weitergehen werde, wenn man sich nur von den Argumenten leiten lasse, wie schwierig und teuer so eine Umstellung doch sei, ohne dabei auf belastbare Daten zurückgreifen zu können.

In Südkorea fahren testweise Busse, die per Induktion aufgeladen werden. Induktion ist eine berührungslose Technik, die sich gerade bei Elektrokleingeräten durchzusetzen scheint: Mobiltelefone, Kleincomputer oder – bereits weit verbreitet – Zahnbürsten. Energie wird dabei durch ein Magnetfeld generiert, das mithilfe eines in der Straße verlegten Kabels an die Speicher der Busse übertragen wird, ohne dass dafür ein direkter Kontakt erforderlich ist. Dabei kann ein Freiraum von knapp 20 Zentimetern zwischen der Straße und Fahrzeugunterboden überbrückt werden. Zwischen fünf bis 15 Prozent der Strecke müssen mit solchen Induktionsschleifen versehen sein, im Gegenzug können dafür kleinere Akkus verwendet werden.
Auch deutsche Großstädte bleiben am Thema dran. Hamburg hat seit 2015 zwei vollständig emissionsfreie voll-elektrische Gelenkbusse im Einsatz, die mit Brennstoffzellen betrieben werden und eine Reichweite von mehr als 250 Kilometern haben. In Köln denkt man gerade über Elektrobusse nach – insbesondere über die Speichertechnologie. Zwar sind Lithium-Ionen-Zellen leistungsstärker als Bleiakkumulatoren, benötigen aber mehr Platz und können nicht recycelt werden. Die Kölner Verkehrs-Betriebe prüfen deshalb auch Blei als Alternative.
Eine weitere Alternative bleibt zumeist gänzlich außen vor: Straßenbahnen. Sie bieten nach wie vor den unschlagbar störungsfreiesten und kostengünstigsten Betrieb, sobald die erforderliche Infrastruktur dafür geschaffen worden ist, sowie die schnellsten Verbindungen, stehen aber so gut wir gar nicht auf der Agenda der meisten Kommunen. Vielleicht, weil man dafür sehr viel langfristiger denken und planen müsste als nur für eine Legislaturperiode.
 

SPD und Grüne hatten sich 2006 nach langen Diskussionen – auch im Zusammenhang mit der Feinstaub-Problematik – beim Kauf neuer Stadtbusse auf die Dieseltechnologie mit Rußfiltern nach Euro 5-Norm festgelegt, „diese seien in mancher Hinsicht umweltfreundlicher als Erdgasbusse“. Die CDU-Ratsfraktion bedauerte diese „voreilige Festlegung“ sogleich, zumal nach einer Modifikation Erdgasbusse auch mit Wasserstoff betrieben werden könnten. Wobei man vielleicht dazu sagen muss, dass die Diskussion im Vorfeld der Kommunalwahl vom September 2006 stattfand.

Auch die GöVB kommt in diesem Zusammenhang bei Scherer nicht gut weg, der er eine „gewisse Unbeweglichkeit“ attestiert, weil auch sie seinerzeit bei der Diskussion um eine mögliche Einführung von Erdgasbussen abgewinkt hatten. Der damalige Betriebsratsvorsitzende Edwin Brämer betonte jedoch damals, dass „die GöVB die Umstellung der Busflotte auf Erdgas immer begrüßt“ habe. Allerdings müsste sie an den hohen Investitionskosten für die Erdgastankstellen, die nicht die GöVB übernehmen könnten, scheitern. Sämtliche Begründungen sowie alle Kostenberechnungen, die gegen eine Umstellung der Busse sprächen, seien damals den zuständigen Gremien in Politik, Rat und Verwaltung zugegangen und erläutert worden.

Die CDU/FDP-Gruppe will nun genau wissen, welche Fördermöglichkeiten miteinander kombiniert werden können, wie realistisch die Umstellung auf reine Elektroantriebe oder Hybridformen schließlich ist und welche technischen Voraussetzungen nebst Kosten dafür einzuplanen sind. „Die alternativen Antriebe stellen sowohl für die Umwelt wie auch für die Passanten und Fahrgäste und nicht zuletzt auch für die Fahrer und Fahrerinnen, die am längsten den Abgasen des Vorausfahrenden ausgesetzt sind, sicherlich einen Fortschritt dar.“

Dies bedeute zwar einen gewissen Arbeitsaufwand für die GöVB, doch was bei anderen Stadtbetrieben möglich sei, sollte auch hier gelingen, hofft Scherer.

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Ratssitzung: 12. Februar
Ortsrat Holtensen: 16. Februar
Ausschuss für Bauen, Planung
und Grundstücke:
18. Februar
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft: 18. Februar
Ortsrat Nikolausberg: 18. Februar
Ortsrat Roringen: 18. Februar

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Groner Tor
Parkplatz wird gesperrt
Aufgrund beginnender Bauarbeiten ist der öffentliche Parkplatz „Groner Landstraße“ ab dem 15. Februar gesperrt. Außerdem muss mit Verkehrsbehinderungen in diesem Bereich gerechnet werden.

Willkommenskultur
Neues zur Flüchtlingssituation
pdg — Stand von Mitte Februar: Im Jahr 2016 sind der Stadt Göttingen bisher 185 Flüchtlinge zugewiesen worden. Die Zahl der Schutz suchenden Menschen, die in Einrichtungen der Stadt betreut werden, erhöht sich damit auf 1.268. Die Zahl der minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlinge im Stadtgebiet beläuft sich auf 82, die der im Rahmen der Amtshilfe für das Land Niedersachsen aufgenommenen Flüchtlinge auf 46. Bis März muss die Stadt mit der Zuweisung weiterer 1.175 Flüchtlinge rechnen.
Die nächste öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltunn zu neuen Standorten für Flüchtlingsunterkünfte findet am 15. Februar um 19.00 Uhr in der Hagenbergschule, Pappelweg 3, statt. Dort ist eine Unterbringung von 300 Menschen vorgesehen.
Stadt Göttingen, Landkreis Göttingen und die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände veranstalten am Donnerstag, 18. Februar, ein Fachforum „Betreuungsperspektiven minderjähriger Flüchtlinge“. Das Forum soll vor allem der Frage nachgehen, wie den geflohenen Kindern und Jugendlichen nach ihren Bedürfnissen das Ankommen in Deutschland und in Göttingen im Sinne wirksamer Integration erleichtert werden kann. Dazu gibt es Vorträge von Christian Stoll (Jugendhilfe Südniedersachsen e.V.) über „pädagogische Herausforderungen“, von Christine Kießling (Asklepios Fachklinikum Göttingen) über „psychiatrisch-psychotherapeutische Arbeit“ im Zusammenhang mit minderjährigen Flüchtlingen sowie von Axel Möller (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) über das Programm „WillkommensKITAS“ in Sachsen. Nach Erfahrungsberichten über die Betreuung von Flüchtlingskindern in Wohnanlagen (Julia Schneeweiß, Bonveno gGmbH) und zur Arbeit mit dem Sprachförderprogramm „Kikus“ (Dr. Edgardis Garlin, Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit) sollen die Themen der Referate in moderierten Fachforen weiter diskutiert werden. Die Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses.
Städtische Telefon-Hotline: 400-5000.
Spendenkonto: Sparkasse Göttingen, IBAN DE84 2605 0001 0015 1008 86 / BIC NOLADE21GOE.
→www.fluechtlingshilfe-goettingen.de

Abschiebung von Roma-Familien
GfbV erhebt schwere Vorwürfe gegen Stadt
Nach der gescheiterten Abschiebung von zwei Göttinger Roma-Familien hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) schwere Vorwürfe gegen die Stadt erhoben. „Göttingen macht sich zum Erfüllungsgehilfen einer unmenschlichen Politik gegenüber langjährig geduldeten Flüchtlingen und nimmt hier geborenen und aufgewachsenen deutschsprachigen Kindern mit ihren Eltern jegliche Zukunft. Das ist inhuman und verantwortungslos gegenüber Mitbürgern, die 17 Jahre unter uns lebten, hier zur Schule gingen, Freunde hatten“, erklärte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch.
Am 10. Februar hatte die Stadt vergeblich versucht, zwei Großfamilien und vier Einzelpersonen im Rosenwinkel zum Flughafen in Hannover zu transportieren, um sie dann in den Kosovo abzuschieben. Sie wurden nicht angetroffen.
Siehe auch →Polizeimeldungen.

Sicherheit
Forderung nach mehr Polizei zurückgewiesen
Polizeipräsenz wird immer mehr ausgedünnt
Thema auch auf der nächsten Ratssitzung
In der aktuellen Diskussion um die Ausdünnung der Polizeipräsenz im öffentlichen Raum fordert die Piraten-Partei nicht nur die Beibehaltung der Anzahl von Göttinger Kontaktbereichsbeamten, sondern darüber hinaus eine Aufstockung des Personals. „Kontaktbereichsbeamte gehören zu den wenigen Polizisten, die ein uneingeschränkt positives Image in der Bevölkerung haben“, so Martin Rieth, Vorsitzender der Ratsfraktion. „Die Göttinger Polizei tut sich selbst den allerschlechtesten Dienst, in diesem Bereich zu kürzen und ihre wenigen Sympathieträger noch weiter zu reduzieren. Eine parteiübergreifende Resolution auf der kommenden Ratssitzung macht sich lediglich für den Status quo stark.
Der reflexartige Ruf des Göttinger CDU-Bundes­tagsabgeordneten Fritz Güntzler in der Tagespresse nach einer Aufstockung des Personalbestandes bei der Göttinger Polizei helfe nicht weiter, meint der Stadtvorstand von Bündnis 90/Die Grünen, kritisiert aber im gleichen Atemzug den „Abbau der KontaktbeamtInnen in Göttingen“. Erst einmal müsse die Situation vor Ort analysiert werden, und nach Analyse der Grünen seien da vor allem Problemfelder wie die demnächst fehlenden Ansprechpartner/innen für die Bürger, Sicherung der Schul- und Kindergartenwege sowie die Beratung von Eltern, Kindern, Schulen, Kindergärten, aber auch Senior/innen und Pflegeheimen zu nennen.
Alles durchaus ernst zu nehmende Argumente. Nur wird man damit weder dem Handtaschenraub, Trickdiestählen, Wohnungseinbrüchen noch gar Exzessen wie in Köln gerecht.
Die CDU/FDP-Ratsgruppe befürchtet bei einer Reduktion von Kontaktbeamten auf nur noch drei statt bislang sieben eine Schwächung der gefühlten Sicherheit in der Bevölkerung und dazu einen deutlichen Verlust der Bürgernähe und der Akzeptanz der Polizei insgesamt.Weitere Informationen

Piraten
Neuer Vorstand ist der alte
Auf ihrer Kreismitgliederversammlung haben die Göttinger Piraten am 9. Februar alle Mitglieder des bisherigen Vorstandes im Amt bestätigt. Niels-Arne Münch belibt Erster Vorsitzender, Angelo Perriello zweiter und Francisco Welter-Schultes dritter Vorsitzender. Die Schwerpunkte der vergangenen Kreisverbandsarbeit wurde noch einmal diskutiert, darunter die detailliert ausgearbeitete Kritik am misslungenen Umbau des Wender Tores, der Einsatz für die Aufhebung des Badeverbots am Rosdorfer Baggersee, die Forderung nach einer Grünpfeilregelung für rechtsabbiegende Radfahrer an roten Ampeln, die Kritik an der Groner Tor-Planung und die nach wie vor bestehende Rücktrittsforderung an Stadtbaurat Thomas Dienberg.

Schiedsleute gesucht
Zwei Schiedsleute und ihre Stellvertreter/innen für die Schiedsamtsbezirke Göttingen-Ost und -West sind für die Dauer von fünf Jahren zu besetzen. Sie haben die Aufgabe, sich der vorgerichtlichen Streitschlichtung anzunehmen und müssen entsprechende Fähigkeiten mitbringen. Schiedsleute sollen schlichten bzw. zu vermitteln, nicht richten. Das Verfahren ist für alle Beteiligten unbürokratischer und kostengünstiger als ein Gerichtsverfahren. Bewerben kann sich, wer das 30. Lebensjahr vollendet hat und im Stadtgebiet Göttingen wohnt. Außerdem sollten Interessierte ein öffentliches Amt bekleiden dürfen und nicht durch gerichtliche Anordnungen in der Verfügung über ihr Vermögen beschränkt sein. →www.schiedsamt.de
Kontakt: Henning Wolkenhauer, Neues Rathaus, Zi. 711, Telefon 400-2429, h.wolkenhauer@goettingen.de

Otto-Hahn-Straße
Amphibien werden wieder plattgefahren
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis – nach den Goldhamstern – auch die letzten Amphibien im Nordbereich der Universität ausgestorben sind. Wegen bevorstehender Wanderungen der Lurche in ihre Laichgebiete wird es zwar kaum zu Straßensperrungen kommen, aber Hinweisschilder werden wenigstens wieder aufgestellt. Als ob sich Autofahrer danach richten würden. „Vorbeugenden Tierschutz“ nennt es die Stadt.

Amtsblatt No 3
pdg — Um die Veröffentlichung des Auslegungsbeschlusses für die 2. Änderung (Teilbereich A) des Bebauungsplans Göttingen Nr. 38 „Hagenweg Nordseite“ geht es in der dritten Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen (erhältlich ab 11. Februar).
Die Frage einer Umweltverträglichkeitsprüfung für das Verfahren zur 1. Änderung des Bebauungsplans Göttingen- Grone Nr. 36 (Gewerbegebiet am Talsgraben), die Haushaltssatzung 2016 des Abfallzweckverbandes Südniedersachsen und dessen Jahresabschluss 2014 waren Themen der vorherigen Ausgabe.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de → Rathaus & OB → Rat & Ortsräte → Amtsblatt zu finden.

Erinnerungskultur
Denkmal am Bahnhof:
CDU/FDP lässt nicht locker

Anonyme Umwegfinanzierungen unterbinden
Einen Namen zu viel finden viele Bürger auf dem Denkmalsockel zur Erinnerung an die Göttinger Sieben vor dem Bahnhof, mokiert sich mit ihnen die CDU/FDP-Gruppe, nämlich den der Künstlerin – einige Namen zu wenig finden dafür die Ratsvertreter von CDU und FDP in den Akten über die Herkunft der Spenden. MdB Fritz Güntzler hatte darüber noch einen Briefwechsel mit der Kommunalaufsicht geführt, die aber wenig daran auszusetzen hatte, dass über eine zwischengeschaltete Stiftung eine ganze Anzahl von Spendern anonym bleiben durfte. Um solchen Aktionen künftig Einhalt zu gebieten, hat die CDU/FDP-Gruppe einen Ratsantrag eingebracht, der ausschließen soll, dass die Herkunft künftiger Zuwendungen im Dunkel bleiben kann.Weitere Informationen

Neues Statistik-Journal
StatistikAusgabe 3/2015 des vierteljährlich erscheinenden Statistik-Journals ist jetzt erhältlich. Es präsentiert für den Zeitraum Juli bis September 2015 eine Vielzahl von Daten und Fakten über die Stadt Göttingen – u.a. auch zur Bevölkerungsentwicklung in den vergangenen fünf Jahren mit besonderem Blick auf die Entwicklung in verschiedenen Altersgruppen und zur Verteilung verschiedener Haushaltstypen im Stadtgebiet. Eingestreute farbige Grafiken im direkten Zahlenkontext erleichtern die Interpretation der tabellarischen Sachzusammenhänge.
Erhältlich im Referat Statistik und Wahlen im Neuen Rathaus und unter www.goesis.goettingen.de

Flüchtlinge
Grüne: CDU und SPD
für Abschiebungen verantwortlich

Die Zurückweisung von Beschwerden gegen die Abschiebungsbescheide zweier in Göttingen lebender Familien durch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg nennt der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Rat, Rolf Becker, ein Überchreiten „jede(r) Grenze des moralisch Vertretbaren“ und macht dafür „die von CDU und SPD zu verantwortende Gesetzgebung“ verantwortlich. Becker fordert OB Köhler auf, „Zivilcourage zu zeigen“, um die Abschiebung der beiden Familien auszusetzen. „In der Begründung unterstellt das Gericht zynisch, die Gesellschaft hätte ein größeres Interesse an der Abschiebung als am Wohl der Kinder“, erregt sich Becker. Die dramatische Zuspitzung der Situation hätte vermieden werden können, „wenn sich der Oberbürgermeister nicht geweigert hätte, eine Duldung auszusprechen“.Weitere Informationen

Grünflächen I
Sträucher am Nonnenstieg beseitigt
Nachdem bereits Ende Januar mehrere Bäume in unmittelbarer Umgebung des ehemaligen IWF-Grundstücks gefällt wurden, kamen jetzt Sträucher an die Reihe – offiziell Pflege- und Sicherungsmaßnahmen zwecks Freischneidens einer Feuerwehrzufahrt. „Dennoch wurden auch Büsche am Hang entfernt, direkt an der Grundstücksgrenze zum Habichtsweg, wo sie weder die Verkehrssicherheit gefährden noch die Feuerwehrzufahrt blockieren können“, beklagt die Nonnenstieg-Bürgerinitiative, die sich schon seit langem vehement gegen jegliche Abholzung wendet.Weitere Informationen

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Wirtschaft
Gewerbliche Wirtschaft

Bahnhofsmanagement
Bahn beharrt auf Stellenabbau
„Keine Hoffnung, dass die Bahn ihre Entscheidung der Zusammenlegung der Positionen noch überdenken wird“, hat der Göttinger MdB Fritz Güntzler (CDU). Damit wird die Stelle des Göttinger Bahnhofsmanagers, der demnächst in den Ruhestand tritt, verwaisen; sie soll von Braunschweig aus wahrgenommen werden. Als Grund führt die Bahn nicht etwa Einsparungsmaßnahmen an, sondern, so Güntzler, „die besondere Qualifikation der Mitarbeiter für diese Position“. Gerade weil „entsprechend spezialisierte Mitarbeiter für eine Mehrzahl von Stationen oder Anlagen tätig sein“ müssten, so die Bahn in ihrem Schreiben, müsste das kein Hinderungsgrund sein, die Stelle beizubehalten – im Gegenteil. Die Personalie soll jedenfalls keine Auswirkungen auf den Bahnhof in Göttingen haben, versichert das Verkehrsunternehmen. Güntzler gibt sich da skeptisch und will „die Entwicklung weiter kritisch begleiten“.

Eingliederungsvereinbarungen
Früher Abschluss nicht immer erfolgreich
Ein Forscherteam des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Universität Mannheim hat untersucht, ob ein möglichst frühzeitiger Abschluss der Eingliederungsvereinbarung die Beschäftigungschancen verbessert. Das Ergebnis lautet: In manchen Fällen ja, aber nicht immer.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Arbeitslosigkeit angestiegen
Erwartungsgemäß startete in Südniedersachsen das Jahr mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Im Januar waren im Agenturbezirk Göttingen 15.400 Menschen arbeitslos, 1.382 bzw. 9,9% mehr als im Dezember. Überraschend kommt dieser Anstieg jedoch nicht, denn alljährlich schnellt die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende nach dem Auslaufen vieler befristeter Verträge in die Höhe. Dabei fiel der saisonale Anstieg der Arbeitslosenzahlen moderater aus als in den letzten Jahren. Im Vergleich zum Vorjahreswert waren 891 Menschen (5,5%) weniger arbeitslos.Weitere Informationen

Greenpeace
Umweltschützer gegen Mammut-Artikel
Protest für giftfreie Outdoor-Ausrüstung
Für giftfreie Outdoor-Produkte der Marke Mammut protestierten am 30. Januar Greenpeace-Aktivisten in Göttingen. Im Outdoorgeschäften McTrek kennzeichneten die Umweltschützer Mammut-Artikel mit Etiketten, die ein skelettiertes Mammut zeigen. Es trägt die Banderole „mit gefährlicher Chemie“.
Greenpeace hatte am 25. Januar einen neuen Test zu per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in Outdoor-Produkten veröffentlicht. Darin schnitten Artikel des Schweizer Konzerns sehr schlecht ab. „Zwischen Mammut und der Natur stimmt die Chemie nicht. Auch das Sportmoden-Mammut wird aussterben, wenn es nicht entgiftet“, meint Jondalar Kuß von Greenpeace Göttingen.Weitere Informationen
→www.greenpeace.de

Arbeitsmarkt
IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verliert zu Jahresbeginn 0,4 Punkte gegenüber dem Vormonat. Damit steht der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Januar bei 100,2 Punkten. Größere Rückgänge der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit über die nächsten drei Monate sind demnach nicht mehr zu erwarten.Weitere Informationen

Privatwirtschaft
Führungskräfte 2014 zu 25% weiblich
Im Jahr 2014 waren 25 Prozent der Führungskräfte der obersten Leitungsebene in der Privatwirtschaft Frauen. Auf der zweiten Führungsebene lag ihr Anteil bei 39 Prozent. Während sich der Anteil auf der ersten Führungsebene seit 2004 kaum verändert hat, stieg er auf der zweiten Führungsebene um sechs Prozentpunkte. Das zeigen Daten des IAB-Betriebspanels, einer repräsentativen Befragung von rund 16.000 Betrieben in Deutschland durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Yahoo
Reichtum durch
Förderung des Elfenbeinhandels

RegenwaldGewilderter Elefant in KeniaFoto: Ina96 (CC BY-SA 3.0)
Yahoo ermöglicht in Japan den Handel mit Elfenbein und nimmt dabei Millionen Euro ein. Laut einer Studie der Environmental Investigation Agency (EIA) wurden zwischen den Jahren 2012 und 2014 mehr als 12 Tonnen Elfenbein über Yahoo verkauft. Yahoo macht sich durch den Elfenbein-Handel an der Wilderei von Elefanten mitschuldig. Die illegale Jagd hat dramatische Züge: Elefanten könnten schon bald ausgerottet sein.
Bitte fordern Sie Yahoo-Chefin Marissa Mayer dazu auf, den Elfenbein-Handel auf allen Plattformen zu verhindern. Wollen Sie mehr Druck machen? Haben Sie einen Mailaccount bei Yahoo? Kündigen Sie!
Menschenaffen zum Welterbe erklären
Mit Orang-Utans, Schimpansen, Bonobos und Gorillas teilen wir eine Millionen Jahre lange Evolutionsgeschichte. Diese Geschichte könnte schon sehr bald enden: Die Menschenaffen sind durch die fortschreitende Zerstörung ihrer Lebensräume vom Aussterben bedroht. Um unsere nahen Verwandten zu schützen, unterstützen wir den Aufruf der Organisation Menschenaffe PGS an die UNESCO, die Menschenaffen zum "lebendigen Welterbe" zu erklären und ihnen grundlegende Rechte zuzusprechen. Der Appell an die UN-Kulturorganisation wurde bereits von zahlreichen Wissenschaftlern und NGOs gezeichnet. Bitte unterschreiben auch Sie. Damit die gemeinsame Geschichte aller Menschenaffen ein gutes Ende nimmt:
www.regenwald.org

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Beruf und Bildung

Info-Veranstaltungen
für Studieninteressierte

pug — Wer jetzt überlegt, ob er im nächsten Herbst mit dem Studium beginnen will, ist herzlich willkommen zur Informationsveranstaltung „Erste Schritte zum passenden Studiengang“ in der Studienzentrale der Universität Göttingen. Der anderthalbstündige Vortrag richtet sich an Abiturienten und alle anderen Studieninteressierten, die noch nicht genau wissen, welches Fach sie wählen sollen.Weitere Informationen
Am 17. Februar, 15 und 18 Uhr, im Servicebüro Studienzentrale, Wilhelmsplatz 4.
Anmeldung unter www.uni-goettingen.de/de/473396.html

Fortbildung
Imperiale Lebens- & Produktionsweisen
In einem einjährigen Fortbildungsprogramm für Studierende, Doktorand/innen, zivilgesellschaftliche Akteure sowie Multiplikatoren geht es ab April intensiv um das Thema „Imperiale Lebens- & Produktionsweisen: Ausbeutungsstrukturen im 21. Jahrhundert (I.L.A.)“. Dazu wird ein Kern-Team von 15 Personen innerhalb eines Jahres ein Dossier erarbeiten, welches Multiplikatoren in ihrer Arbeit unterstützt und auch in den Politikprozess eingehen soll. Den Rahmen bilden sechs Wochenendseminare, intensive Kleingruppenarbeit dazwischen, sowie die Organisation von Diskussionsworkshops in Kooperation mit kritischen Hochschulgruppen. Veranstalter ist der Common Future Think Tank in Kooperation mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren.Weitere Informationen
→www.imperiale-lebensweisen.org.
Bewerbungen um Teilnahme und Mitgliedschaft im Kern-Team bis zum 21.02.

Informationstage fürs Studium
Infopoint für Geflüchtete
Anmeldungen bis 15. Februar

pug — 13 Fakultäten stellen ihr umfangreiches und vielfältiges Studienangebot in 150 Fachveranstaltungen und an 60 Informationsständen während der „Informationstage für Studieninteressierte“ am 7. und 8. März von jeweils 10 bis 17 Uhr vor. Dazu sind neben Studieninteressierten auch Lehrkräfte und Elternvertreter herzlich willkommen. Erstmals gibt es in diesem Jahr für Geflüchtete mit solchem Interesse einen Info-Point sowie einen Vortrag, der auf ihre speziellen Fragen eingeht. Außerdem haben sie die Möglichkeit zum Gespräch mit den Studienberater/innen.
An beiden Tagen informieren Lehrende, Studierende und Mitarbeiter/innen über Studienfächer sowie über Anforderungen des Studiums, Berufsfelder und Beratungsmöglichkeiten rund ums Studium. Online-Anmeldungen zu den einzelnen Veranstaltungen sind bis zum 15. Februar möglich.Weitere Informationen
→www.uni-goettingen.de/studieninteressierte
Am 7. und 8. März im Zentralen Hörsaalgebäude, Zentral-Campus.

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• Spielzeug-Roboter Sphero BB-8
• Türsicherungen
• Olivenöl

Neue Bücher für Verbraucher
• Pflanzenschutz im Garten
• Finanztest Spezial – Steuern 2016
• Arbeitsrecht – Konflikte im Job lösen
• Das Rückenbuch

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de beanstandet die Verbraucherzentrale aktuell folgende Produkte wegen irreführender oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Alpenhain Ofen Schmankerl Back-Camembert
• Lord Nelson Melisse Kräutertee
• Rapunzel Rice Milk Vegane helle Schokolade
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen
Eine Reihe von Änderungen bei der Deklaration einer Vielzahl von Produkten hat die Verbraucherzentrale inzwischen erwirkt oder auch gerichtlich erzwungen. Entsprechende Informationen darüber finden Sie direkt unter
www.lebensmittelklarheit.de

Deutsche Bahn
Deutschlandreisen für 19 Euro
Die immer stärker werdende Konkurrenz von Fernbussen zwingt die Bahn AG zu neuen Geschäftsmodellen. Mit Aktions-Sparpreisen für 19 Euro können Reisende jetzt quer durch Deutschland fahren – solange der Vorrat reicht und vorerst nur bis zum 20. März. Der Preis gilt für eine einfache Fahrt in der 2. Klasse, mit Bahncard 25 ist es sogar noch billiger. Allerdings nur nur in den Fernzügen ICE, IC und EC, also zwischen Fernverkehrsbahnhöfe, nicht jedoch in Regionalzügen. Welche das sind, an welchen Tagen es die meisten Verbindungen gibt und was sonst noch beachtenswert ist, hat die Stiftung Warentest jetzt kurzfristig recherchiert und ins Netz gestellt.
www.test.de

Energieversorger
Mahnkosten sind häufig zu hoch
Insgesamt 32 Energieversorger hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen in den vergangenen Monaten abgemahnt: wegen zu hoher Mahnkosten. Mahnungen sind auf dem Energiemarkt keine Seltenheit. Immer mehr Haushalte haben Probleme, ihre Strom- und Gasrechnungen rechtzeitig zu bezahlen. Ist ein Kunde erst einmal in Verzug, kommen in der Regel auch noch Mahnkosten hinzu. Häufig sind die Pauschalen für säumige Zahler jedoch deutlich zu hoch.Weitere Informationen

VZN warnt vor Schlüsselnotdienst
Mehr als 860 Euro fürs Öffnen der Tür
Der Schlüsselnotdienst „Tag und Nacht“ stellte einem Ehepaar mehr als 860 Euro in Rechnung und wechselte unnötigerweise das Schloss. Dies ist kein Einzelfall. Der Verbraucherzentrale liegen niedersachsenweit zahlreiche Beschwerden über diese Abzockfirma vor. Per Smartphone suchte das Ehepaar nach Notdiensten, weil es den Schlüssel in der Wohnung vergessen hatte. Die Ausgesperrten wählten gleich aus den ersten Google-Treffern einen Anbieter. Am Telefon war von Kosten von ungefähr 40 Euro für die Türöffnung die Rede gewesen. Der überhöhte Preis wurde erst nach erledigter Arbeit offen gelegt. Er kam durch nicht notwendige Arbeiten und Fahrten zustande. Für einfache Türöffnungen verlangt die Firma zwischen 400 und 600 Euro. In manchen Fällen werden Verbrauchern bis zu 1000 Euro berechnet, so die Erkenntnis der Verbraucherzentrale.

Fehlerhafte Kreditverträge
Widerrufsrecht erlischt im Juni
1,6 Billionen Euro betroffen
Das Widerrufsrecht zu zwischen 2002 und 2010 geschlossenen Immobilienkreditverträgen mit fehlerhafter Belehrung soll 2016 erlöschen. Darauf weist die Stiftung Warentest hin. Bislang galt dieses Recht von Kreditkunden unbefristet. Betroffen sind Verträge, in denen es insgesamt um Kredite in Höhe von rund 1,6 Billionen Euro geht. Der Widerruf solcher Verträge bringt viel Geld. Kreditnehmer können mit vielen tausend Euro rechnen. Voraus­sicht­lich am 21. Juni 2016 soll letzter Tag für den Widerruf von Altverträgen sein.
Tatsächlich braucht der Widerruf eines Kreditvertrags viel Zeit und Vorbereitung. Die Monate bis zum Inkrafttreten des Gesetzes gehen schnell vorbei. Betroffene sollten ihre Vertrags­unterlagen und darin die Widerrufsbelehrung durch die Verbraucherzentrale Hamburg oder einen in Widerrufsfällen erfahrenen Rechtsanwalt prüfen lassen.

Echter Pelz/Kunstfell
Hersteller tricksen
Zahlreiche als Kunstfell deklarierte Applikationen an Kleidungsstücken wie etwa Fellkrägen von Kapuzen sind aus echtem Fell hergestellt. Das ergab eine Stichprobe der Stiftung Warentest. Viele Pelze stammen wahrscheinlich vom Marderhund, denn das Fell dieses Hundes ist oft günstiger, als Kunstfell zu produzieren. Häufig stammt er aus China. Für die Zucht werden viele Tiere in der Volksrepublik unter erbärmlichen Bedingungen gehalten. Oft fristen sie ihr Dasein in einem Käfig, der kaum größer ist als sie selbst. Weitere Informationen

Banken
Anlageberatung noch lange nicht optimal
Zwar erfüllen immer mehr Banken die Voraussetzung für eine gute Bankberatung: Sie fragen die Kunden nach dem Ziel, der gewünschten Laufzeit der Anlage und nach ihrer Risikobereitschaft. Die Geldanlagen, die sie dann anbieten, passen aber häufig nicht zum Anleger, hat die Stiftung Warentest ermittelt.Weitere Informationen

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Gesellschaft

Erinnerungskultur
Digitaler Lehrpfad zur NS-Geschichte
NS-Familien-GeschichteÜber ein vom Göttinger Verein „NS-Familien-Geschichte: hinterfragen - erforschen - aufklären e.V.“ initiiertes Projekt, einen digitalen Lehrpfad zur NS-Geschichte zu erstellen, kann bis zum 24. Februar öffentlich während der „Google Impact Challenge Deutschland“ abgestimmt werden. Aus den dort zur Abstimmung stehenden 200 Bewerbungen werden dann 100 Projekte ausgewählt.
An historisch authentischen Orten will der „Digitale Lehrpfad“ die Ereignisse vermitteln, die sich an diesen Orten abspielten. In Stuttgart, in der NS-Zeit „Stadt der Auslandsdeutschen“ und wichtiger Rüstungsstandort, soll ein Pilotprojekt starten. Die Inhalte sollen in Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen ausgearbeitet und für Mobilgeräte (Smartphones und Tablets) aufbereitet werden.Weitere Informationen
→https://goo.gl/2oPVeo

Frauenhandbuch
Neue Auflage
Knapp 50 Einrichtungen für Frauen und Mädchen stellen sich in der Neuauflage des vom Frauenbüro der Stadt herausgegebenen Frauenhandbuchs mit ihren Angeboten vor, wie etwa der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt oder Projekte wie die Therapeutische Frauenberatung bis hin zu Interessenvertretungen wie den Integrationsrat. Es soll Einwohner/innen eine gute Orientierung zu bieten und auch den Austausch untereinander verbessern.
Kostenlos erhältlich im Frauenbüro und im Infobüro im Neuen Rathaus am Hiroshima-Platz.

Deutscher Alpenverein
Sportwandergruppe gegründet
Eine neue Wandergruppe des Deutschen Alpenvereins, Sektion Göttingen, widmet sich dem Sportwandern, dem anspruchsvollen Wandern über mindestens 20 Kilometer mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von mehr als 5 km/h. Die neue Gruppe stellt damit den sportlichen Aspekt des Wanderns in den Vordergrund. Damit erweitert der Alpenverein Göttingen sein Wanderrepertoire neben der normalen Wandergruppe und der Frauenwandergruppe um eine dritte Gruppe. Gewandert wird jeden zweiten Sonntag im Monat von Februar bis November. Die erste Wanderung findet am 14. Februar auf den Hohen Meißner statt.
Veranstaltungen
Kontakt: frauke.hille@t-online.de, Tel. 0151 54976986.

BUND
Alte Handys umweltgerecht entsorgen
HandysammlungDer BUND Göttingen macht darauf aufmerksam, dass alte Mobiltelefone von ihm weiterhein gesammelt werden, um sie anschließend umweltgerecht zu recyceln. Die Telefone werden von einem zertifizierten Recycling-Betrieb umweltschonend weiterverwertet. Aktuelle und voll funktionsfähige Modelle wie Smartphones (ca. 5%) werden nach einer vollständigen Datenlöschung innereuropäisch wiederverwendet. Die Geräte können kostenlos wochentags zwischen 10.00 und 12.00 Uhr und donnerstags von 17.00 bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung in der Geschäftsstelle des BUND Göttingen in der Geiststraße 2 abgegeben werden.

Polizei-Sonderkommission
Zentrale Ermittlungen Migration
Mit einer Sonderkommission „Zentrale Ermittlungen Migration“ wird die Polizei ihre Ermittlungskompetenz bündeln und damit eine zentrale ansprechbare Stelle für alle Delikte mit Bezug zu Flüchtlingen schaffen. Nicht erst aufgrund der aktuellen Zuwanderungssituation ist die Polizeiinspektion (PI) Göttingen mit Ermittlern des Zentralen Kriminaldienstes auf dem Gelände der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen dauerhaft präsent. So wurde ein sogenanntes 3.3K als landesweit erstes Sonderfachkommissariat dieser Art bereits im April 2013 aufgrund damaliger umfangreicher Ermittlungen gegen georgische Intensivtäter im Jahr 2012 eingerichtet. Die neue Göttinger SOKO setzt sich aus vier Beamten des 3.3 K aus Friedland und Kollegen aus anderen Inspektionen zusammen. Sie hat ihre Räumlichkeiten im Göttinger Polizeidienstgebäude in der Groner Landstraße 51. Sie ist ausschließlich für die Bearbeitung von Straftaten zuständig, die von Bewohnern der fünf großen Sammelunterkünfte im Zuständigkeitsbereich der PD Göttingen begangen werden.Weitere Informationen

Sport
„Great Barrier Run“
Hindernislauf an der Uni
Great Barrier Runpug — Nach dem großen Teilnehmer- und Zuschauerzuspruch beim ersten Lauf im vergangenen Jahr gibt es 2016 eine zweite Auflage. Der „Great Barrier Run“ bietet auf drei verschiedenen Streckenlängen von fünf, zehn und 15 Kilometern Länge pures Laufvergnügen, kombiniert mit abwechslungsreichen Hindernissen. Der Hochschulsport der Universität Göttingen veranstaltet den Lauf am 17. September. Rund um das Gelände des Uni-Sportzentrums am Sprangerweg sind mehr als zehn Hindernisse aufgebaut. Der Spaß an verschiedenen Bewegungsformen, Teamwork und Erlebnissen steht dabei im Vordergrund: unter anderem muss gesprungen, geklettert, gerobbt oder auch getragen werden. Neben Ausdauer sind Kraft, Geschicklichkeit und Koordination gefragt. Eine veränderte Streckenführung sowie Angebote für Jung und Alt abseits der Strecke runden den „Great Barrier Run“ ab.
Eine Anmeldung ist ab sofort unter www.great-barrier-run.de freigeschaltet. Aktuelle Informationen sind auch unter www.facebook.com/GreatBarrierRun zu finden.

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Fußgängerin von Pkw erfasst
jk — Bei einem Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich Hannoversche Straße / Große Breite ist am Mittwochabend (10.02.) gegen 20.00 Uhr eine Fußgängerin von einem Auto angefahren und verletzt worden.

Junge Frau von Unbekannten bedrängt
Zeugen gesucht
jk — Auf dem Parkplatz des Rewe-Marktes in der Annastraße ist nach derzeitigen Informationen eine 23 Jahre alte Frau am späten Dienstagnachmittag (09.02.) gegen 17.30 Uhr aus einer Gruppe von mehreren ca. 20 bis 30 Jahre alten Männern heraus verbal belästigt und im weiteren Verlauf von einem der Männer am Oberarm ergriffen und auch auf den Rücken geschlagen worden.

Abschiebungen fehlgeschlagen
Die Abschiebung von zwei Großfamilien und vier Einzelpersonen im Rosenwinkel und an fünf weiteren Adressen ist am 10. Februar fehlgeschlagen.

Randale von Hansa Rostock-Fans
hag — In der Nacht zum 7. Februar beschäftigten randalierender Fussballfans von Hansa Rostock die Göttinger Polzei.

PKK-Parolen auf Fahrbahn
jk — Im Schutze der Dunkelheit haben Unbekannte Samstagnacht (06.02.) auf dem von der Otto-Frey-Brücke in südlicher Richtung neben der Leine verlaufenden kombinierten Rad-/Fußweg nach derzeitigen Ermittlungen mehrere Spraydosen zur Verpuffung gebracht.

Mit Messer ins Schnellrestaurant
jk — Zwei maskierte Männer haben am Freitagabend (05.02.) gegen 23.30 Uhr ein Schnellrestaurant in der Straße „An der Lutter“ überfallen und dabei mehrere hundert Euro erbeutet.

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