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SpacerKrankenkassenbeiträge zum 1.1.2015:
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    Spacer 22.12.2014 1:54 SpacerOptimiert für das Format 16:9      
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Alexanderpreise vergeben
Jährlich verleiht die Alexanderstiftung Preise für journa­listische Arbeiten, die sich mit der Ver­gan­genheit der Stadt Göttin­gen und ihres Um­feldes beschäf­tigen. Für 2015 vergibt die Alexan­derstif­tung aus zahl­reichen ein­gereich­ten und vorge­schlage­nen Veröf­fent­lichun­gen einen ersten, zweiten und zwei dritte Preise. Außer­dem wird wieder ein Schüler­preis über­reicht wer­den. Weitere Informationen

Kulturbonus Südniedersachsen
Bonus-Heft neu erschienen
Eine Ermäßgung auf den Eintrittspreis um 50 Prozent bzw. „2für1“ bietet das neue Kultur­bonus-Heft an, das noch recht­zeitig vor Weih­nachten erschie­nen ist. Bei über 90 Kultur­einrich­tungen kann man davon Gebrauch machen. Die Broschüre vom Land­schafts­verband Süd­nieder­sachsen heraus­gege­bene Bro­schüre bietet zugleich einen Über­blick über die Kultur in der Region zwischen Göttingen bis Holz­minden sowie Ober­harz und Seesen. www.kulturbonus.info
Erhältlich in Touristinformationen, vielen Buch­hand­lungen und teil­neh­men­den Kultur­einrich­tungen oder direkt beim Land­schafts­verband für 10.00 Euro.

Junges Theater
Weitere Förderung bewilligt
Auf der vergangenen Ratssitzung am 12. Dezember wurde der Förder­vertrag mit dem Jungen Theater bis zum Jahr 2018 ver­län­gert. Damit endet eine Hänge­partie mit bisher nur einjäh­riger Lauf­zeit für die Bühne. Für das kom­mende Jahr ist ein Zuschuss von über 600 T€ vorge­sehen, der jedoch infolge verord­neter kom­muna­ler Spar­maß­nah­men jedes Jahr ein wenig abschmilzt (2012 gab es noch 722.000 Euro). Gleich­wohl zeigt sich das Team aus der Hospital­straße hoch­erfreut über den Geldsegen, geht damit doch, zunächst jeden­falls, eine Phase der Pla­nungs­unsicher­heit zu Ende. So lässt sich alle­mal besser arbeiten.

Göttinger Figurentheatertage
30jähriges Jubiläum
Vorverkauf beginnt
Figurentheatertagepdg — Vom 7. bis zum 22. Februar finden die 30. Göt­tin­ger Figuren­theater­tage statt. 20 renom­mierte Büh­nen aus dem gesamten Bundes­gebiet und den Nieder­lan­den nehmen daran teil, um Kin­dern und Erwach­senen in insge­samt 38 Auf­füh­run­gen die Viel­falt dieser beson­deren Theater­form zu präsen­tieren. Gespielt wird an vielen Orten in der Stadt, auch in Nort­heim. Zu den beson­deren Pro­gramm­punk­ten im Jubi­läumsj­ahr zählen u.a. ein Masken­umzug vom Neuen zum Alten Rat­haus, zusätz­liche Abend­veran­stal­tun­gen auch in der Woche und eine Präsen­tation von stu­denti­schen Insze­nierun­gen mit einem anschlie­ßen­den Gespräch über den Studien­gang Puppen­spiel der Ernst Busch-Hoch­schule, Berlin. Der Karten­vorver­kauf für die meisten Veran­staltun­gen erfolgt über die Tou­rist-Infor­ma­tion im Alten Rat­haus (Tel. 4998031), wenige andere direkt bei den Ver­anstal­tern.
www.figurentheatertage.goettingen.de
Vorverkauf ab 15. Dezember.

Auszeichnung
Dritter Platz für
„Kinder-Vorlesesommer“

pdg — Der „Kinder-Vorlesesommer“, ein Pro­jekt der Stadtbibliothek und des Fach­bereichs Jugend der Stadt Göttingen, hat den dritten Platz beim Deutschen Vorlese­preis in der Kategorie „Heraus­ragendes kommunales Engage­ment“ gewonnen. Gabriele Güter­bock-Rott­kord und Karin Stein­feld-Bartelt, die den Vorlese­sommer ehren­amtlich betreuen, nahmen gemein­sam mit Bürger­meister Wilhelm Gerhardy den mit 1000 Euro dotierten Preis am 9. Dezem­ber in Berlin ent­gegen. Mit dieser aufsuchenden Lese­förder­maß­nahme auf Spiel­plätzen werden Klein­kinder ab vier und ihre Eltern oder Groß­eltern an Bilder­bücher heran­geführt. Das nieder­schwel­lige Lese­angebot richtet sich auch an Familien mit Migra­tions­hinter­grund. Des­halb werden gezielt Spiel­plätze in den Wohn­gebie­ten Göttin­gens aus­gesucht, in denen der Anteil von Familien mit Migra­tions­hinter­grund beson­ders hoch ist. Die Teil­nahme am Vorlese­sommer ist kostenlos.

Kunst Gala 2015
Große Ereignisse
werfen ihre Schatten voraus

Beinahe 100 Künstler/innen werden Ende Januar wieder auf der Bühne der Stadt­halle stehen und mit ihrem Auftritt einen guten Zweck fördern, nämlich Göt­tinger Kultur­(schaf­fende). Mehr als 250.000 Euro sind seither in 13 solcher Galas zusam­men­gekom­men, mit denen 150 Kultur­projekte gefördert werden konn­ten. Das soll am 25. Januar wieder­holt werden. Kultur

Restitution
Stadt gibt erstmals
jüdisches Kulturgut zurück

pdg — Die Stadt Göttingen hat erstmals jüdisches Kulturgut zurück­erstat­tet, das wäh­rend des national­sozialis­tischen Regi­mes auf dem Weg der soge­nann­ten „Arisie­rung“ aus jüdi­schem Besitz in das Städti­sche Museum gelangt war. Mög­lich gewor­den ist dies nach einer in den Jahren 2008 bis 2010 erfolgten Unter­suchung aller in der NS-Zeit im Museum einge­gange­nen Objekte. Im Rahmen einer Feier­stunde hat der Enkel des jüdischen Unter­nehmer­ehe­paares Max Raphael und Gertrud Hahn, Prof. Dr. Michael Hayden, die Resti­tutions­urkunde aus den Händen von Ober­bürger­meister Rolf-Georg Köhler am 8. Novem­ber erhalten. Die Groß­eltern fielen 1941 dem Holo­caust zum Opfer. Hayden lebt in Kanada und wurde am Vortag mit der Ehren­doktor­würde der Georg-Au­gust-Uni­versität ausge­zeich­net. Begleitet wurde er von seiner Familie sowie weite­ren Ange­höri­gen. Zu dem seinen Groß­eltern geraub­ten Kultur­gut gehö­ren insge­samt 17 Möbel­stücke, Ofen­platten und andere Objekte.Weitere Informationen

Stadtarchiv
Historisches Manuskript
als Dauerleihgabe

In Anwesenheit der Göttin­ger Kultur­dezer­nen­tin und des Leiters des städti­schen Archivs, Ernst Böhme, erhielt die Stadt im November als Dauer­leih­gabe das Manu­skript eines Fahnen­liedes aus der Zeit der Göttin­ger Januar­unruhen von 1831. Ein Husu­mer Bürger ent­deckte die beiden Sei­ten in einem Nach­lass. Weitere Informationen

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Wissenschaft

Molekularmedizin
Proteeinregulation in Zellen
Neuen Mechanismus entdeckt
umg — Start und Stopp – klare Ansagen wie diese galten bisher als eine Art Quali­täts­siche­rung bei der Herstel­lung von Eiweiß­stoffen (Proteinen) in Körper­zellen. Forscher an der Uni­versitäts­medizin Göttin­gen (UMG) haben jetzt heraus­gefun­den: Das Über­lesen des Stopp-Signals kann biolo­gisch wichtig sein und sogar weiter führen. Ein Team von Mole­kular­medizi­nern hat jetzt einen neuen Mecha­nismus ent­deckt, wie Proteine an be­stimm­te Orte inner­halb der Zelle gelan­gen können. Das Ergebnis der For­schun­gen: Durch das Über­lesen eines Stopp-Codons ent­steht ein Fahrticket zu Reise­zielen inner­halb der Zelle.Weitere Informationen

Bio-Energie
Alternative zu Mais gesucht
1,1 Millionen Euro Fördergelder
pug — In mehr als 3.000 Biogasanlagen in Deutsch­land funktioniert die Produk­tion von Biogas nur unter Zugabe indus­triell herge­stell­ter Spuren­ele­mente. Diese Anlagen werden fast aus­schließ­lich mit Mais betrieben, und Mais ist nicht in der Lage, die für die Biogas­bil­dung not­wendi­gen Spuren­ele­mente wie Kobalt oder Nickel in aus­reichen­der Menge aufzu­neh­men. Wissen­schaftler der Univer­sität Göttin­gen sowie des Deut­schen Biomasse­forschungs­zen­trums (DBFZ) und des Helm­holtz-Zen­trums für Umwelt­forschung (UFZ) in Leipzig suchen nun nach pflanz­lichen Alter­nativen zu den indus­triellen Spuren­elemen­ten. Das Bundes­ministe­rium für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft (BMEL) fördert das Ver­bund­projekt über die Fach­agentur Nach­wach­sende Roh­stoffe e.V. (FNR) drei Jahre lang mit insge­samt rund 1,1 Millio­nen Euro.Weitere Informationen

Biologie
Asexuelle Fortpflanzung
bei Pflanzen

pug — Die Kreuzung von zwei sexuellen Pflan­zenarten kann spontan dazu führen, dass sich die Hybride auf asexuelle Weise fort­pflanzt. Das haben Wissen­schaft­ler der Univer­sität am Beispiel verschie­dener Hah­nen­fuß-Arten heraus­gefunden.Weitere Informationen

Nephrologie
Chronische Nierenerkrankungen
durch Schrittmacher ausbremsen

umg — Forscher konnten erstmalig zeigen, dass eine Schritt­macher­therapie das Voran­schreiten von Nieren­erkran­kungen mög­licher­weise verlang­samen kann.Weitere Informationen

Informatik
Technologie
gegen Cyberangriffe

pug — Um sensible Systeme besser schüt­zen zu kön­nen, entwickelt das Institut für Infor­matik der Uni­versi­tät Göttin­gen eine neu­artige Techno­logie zur Erken­nung und Ein­däm­mung von Cyber­angrif­fen. Das Projekt „Intel­ligen­te Intru­sion-Detec­tion-Sys­teme für Indus­trie­netze (INDI)“ wird vom Bundes­minis­teri­um für Bil­dung und For­schung mit 1,6 Millio­nen Euro geför­dert.Weitere Informationen

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Leibniz-Preis
für Tobias Moser

Dr. Tobias Moser, Professor für Audi­torische Neuro­biolo­gie und Leiter des Innen­Ohr-Labors der Klinik für Hals-Na­sen-Ohren­heil­kunde der Univer­sitäts­medi­zin Göttin­gen, erhält den bedeu­tendsten deutschen Wissen­schafts­preis der Deutschen For­schungs­ge­mein­schaft (DFG), den Gott­fried Wilhelm Leibniz-Preis. Er bekommt 2,5 Millionen Euro zur freien For­schungs­verfü­gung.
Moser ist gegenwärtig weltweit führend in der Erforschung der Synap­sen im Innen­ohr und inter­national an vorderster Spitze in der Erfor­schung der Physiologie und Patho­physio­logie des Innen­ohrs. In jüngs­ter Zeit ist es ihm und seinen Mitar­beitern gelun­gen, die Werk­zeuge der Opto­genetik zu nutzen, um die Fasern des Hör­nervs optisch zu reizen. Dieser Befund ver­spricht im­mense Verbes­serun­gen in einer neu zu ent­wickeln­den Genera­tion von Innen­ohrimplan­taten.

Geowissenschaften
Neue kristalline Form
von Wasser

pug — Wissenschaftler der Universität Göt­tin­gen und des Instituts Laue-Lange­vin in Grenoble haben ein neues Was­sereis herge­stellt. Die 17. kristal­line Form von Wasser mit dem Namen „Eis XVI“ ist die bislang am wenigs­ten dichte Form von Wasser: Sie kristal­lisiert in einer Anord­nung, die bisher nur in einer mit Gas gefüll­ten Form bekannt war. Damit wird zum ersten Mal der Einfluss der Wechsel­wirkun­gen zwischen Wasser- und Gasmole­külen im Experi­ment unmit­telbar quanti­fizier­bar.Weitere Informationen

Biologie
Affen: Männerfreundschaften
kompensieren Stress

pug — Menschen, die enge soziale Bezie­hun­gen oder Freund­schaften pflegen und sich weniger einsam fühlen, leiden seltener unter Infek­tionen, Herz­erkran­kun­gen und chronisch erhöhten Stress­hormo­nen. Eine Studie von Wissen­schaft­lern der Univer­sität Göttin­gen und des Deut­schen Prima­ten­zen­trums legt nahe, dass diese Effekte unab­hängig von unserer kom­plexen sozialen Lebens­welt und den vielfäl­tigen Anfor­derun­gen des moder­nen Alltags sind, da sie nun einen ähn­lichen Zusam­men­hang bei männ­lichen Berber­affen im Mitt­leren Atlas in Marokko fanden.Weitere Informationen

Molekularbiologie
Schutz bei oxidativem Stress
umg — Wissenschaftler der UMG und der Universität Michigan/USA entdecken, wie unscheinbares Protein Zellen vor freien Radikalen schützt. Mit Sauer­stoff verbinden die meisten Menschen vor allem Positives: Jede einzelne Zelle des Körpers benötigt ihn. Tritt Sauer­stoff jedoch in Form von reak­tiven Radi­kalen, also Mole­külen, auf, ist er extrem schäd­lich für den Körper. Man spricht dann von oxi­dativem Stress. Er greift das Erbgut an oder verändert Proteine so, dass sie ihre Aufgaben nicht mehr aus­führen können. Die Proteine sind den Sauer­stoff­radikalen jedoch nicht schutz­los aus­gelief­ert. Die Zellen können mit oxidativem Stress um­gehen, ihre Proteine bleiben funk­tions­tüchtig. Wie schaffen sie das?Weitere Informationen

Universitätsbund
Unterstützung für Studierende
und Wissenschaftler

pug — Der Universitätsbund Göttingen e.V. unter­stützt auch im kommenden Jahr Wissen­schaftler und Studierende der Uni­versität Göttingen. Die Förde­rungen reichen von Bei­hilfen für Exkur­sionen und Tagungen über die Finan­zierung der zentralen Ring­vor­lesung bis zu Zu­schüssen für Aus­stellungen und die Akade­mische Orchester­vereini­gung. Der Vorstand des Uni­versitäts­bunds beschloss am 2. Dezember, 49 Projekte mit ins­gesamt rund 50.000 Euro zu fördern.Weitere Informationen

Stiftungsprofessur
Modernes China aus
globalhistorischer Perspektive

pug — Die Volkswagen AG fördert ab dem kom­menden Jahr eine Stiftungs­profes­sur „Modernes China mit Schwer­punkt auf global­histori­schen Perspek­tiven“ an der Univer­sität Göttingen. Ziel der Professur ist die weitere Vertie­fung von China-Kompe­tenz in For­schung und Lehre. Das Förder­volu­men beträgt jährlich 300.000 Euro für maximal acht Jahre. Die Profes­sur wird am Ostasia­tischen Seminar der Univer­sität ange­siedelt und im Anschluss an die Förde­rung von der Univer­sität übernom­men.Weitere Informationen

Geowissenschaften
Fossiler Bernsteinfund
fleischfressender Pflanze

Erster Fund weltweit
pug — Ein Forscherteam der Universitäten Göttingen, Bielefeld und der Botani­schen Staats­samm­lung München hat die weltweit ersten fossilen Klebfallen einer fleisch­fres­senden (karni­voren) Pflanze entdeckt. Dabei handelt es sich um zwei mit Drüsen bedeckte Blätt­chen, die in einem Stück Balti­schen Bern­steins einge­schlossen sind. Sie stammen aus einem Tagebau bei Kalinin­grad in Russ­land und sind etwa 35 bis 47 Mil­lionen Jahre alt. Bisher be­schränk­te sich der fossile Nach­weis karni­vorer Pflanzen auf Samen und Pollen von Son­nen­tauge­wächsen.Weitere Informationen

Personalia
Präsidium bestätigt
pug — Der Senat der Universität Göttingen hat die Germanistin Prof. Dr. Hiltraud Cas­per-Hehne und den Forst­wissen­schaft­ler Prof. Dr. Reiner Finkel­dey jeweils für eine weitere Amtszeit zu Vize­präsi­denten der Hoch­schule gewählt. Der Stif­tungs­ausschuss Univer­sität muss die Wahl noch bestä­tigen. Prof. Casper-Hehne ist seit April 2009 Vize­präsi­dentin der Univer­sität und zustän­dig für das Ressort Inter­natio­nales. Ihre Amts­zeit endet im März 2019. Prof. Finkel­dey ist seit April 2013 Vize­präsi­dent für For­schung. Seine Amtszeit endet im März 2017.

Kardiovaskuläre Forschung
wird weiter gefördert

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung DZHK weitere fünf Jahre: Ab 2015 erhält das DZHK jährlich 40 Millionen Euro. Als einer von sieben Standorten erhält Göt­tingen, vertreten durch das Heart Research Center (HRCG), einen Zuschuss von jährlich etwa drei Millionen Euro zuzüg­lich weiterer Mittel für Studien in Höhe von zirka vier Millionen Euro.
Im DZHK arbeiten die besten Wissen­schaft­ler Deutschlands fächer- und einrich­tungs­über­greifend an der Erfor­schung von Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen. Ein Ziel ist die trans­lationale Forschung: Resultate der Grund­lagen­forschung sollen schnel­ler in die klinische Erpro­bung und zum Patien­ten gebracht werden.
Kontakt: Prof. Dr. G. Hasenfuß, Tel. 39-20400, rfaber@med.uni-goettingen.de

U4-Netzwerk
Gemeinsame Ausbildung
für Promovierende

pug — Die Universitäten im U4-Netzwerk – Göttingen, Gent, Groningen und Uppsala – werden künftig ihre Promovierenden gemein­sam ausbilden. Ein entspre­chendes Rahmen­abkom­men haben die Partner­hoch­schulen während des diesjäh­rigen Rektoren­treffens in Göttingen unter­zeichnet. Die Promo­vieren­den der betei­ligten Hoch­schulen sollen künftig von Profes­sor/in­nen von mindes­tens zwei der vier Univer­sitäten zusam­men betreut werden. In diesem Rahmen werden sie einen längeren Aus­lands­aufent­halt an einer der Partner­univer­sitäten absol­vieren, um dort wissen­schaft­liche Ein­rich­tun­gen wie Daten­banken, Samm­lungen und Labore zu nutzen.Weitere Informationen

Sonderforschungsbereiche
DFG Förderung verlängert
pug/umg — Die Deutsche Forschungs­gemein­schaft (DFG) hat die Förde­rung für zwei Sonder­forschungs­bereiche (SFB; 937 und 889) an der Univer­sität und Uni­versitäts­medizin Göttin­gen um jeweils vier Jahre verlän­gert. Der SFB „Kollek­tives Verhal­ten von weicher und biolo­gischer Materie“ an der Fakultät für Physik erhält ab dem 1. Januar 2015 eine Förde­rung von insge­samt 7,9 Millio­nen Euro, der SFB „Zelluläre Mecha­nismen senso­rischer Ver­arbei­tung“ an der Univer­sitäts­medizin Göttin­gen wird eben­falls ab dem 1. Januar 2015 mit insge­samt 9 Millionen Euro unter­stützt.Weitere Informationen

Ideenwettbewerb
Uni prämiert Vorschläge
zur Mobilität im Studium

pug — Die Universität Göttingen hat sechs Vorschläge aus dem Ideenwettbewerb für Studierende 2014 prämiert. Thema der dies­jährigen Ausschrei­bung war „Mobil stu­dieren“. 94 Vorschläge wurden einge­sendet, die besten sechs erhielten Geld- und Sach­preise.Weitere Informationen

Anatomie
Körperbau von Elite-Sprintern
pug — Je symmetrischer die Kniegelenke eines Läufers, desto besser die Laufleis­tung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie eines inter­nationa­len Forscher­teams unter der Leitung der ameri­kani­schen Rutgers University mit Beteili­gung der Univer­sität Göttingen. Die Wissen­schaftler konnten anhand des Körper­baus von Welt­klasse-Athle­ten aus Jamaika zeigen, dass die Sprin­ter mit den symme­trischs­ten Knie- und – in gerin­gerem Maße – Sprung­gelen­ken die besten Lauf­leistun­gen vorweisen konn­ten.Weitere Informationen

Wirtschaftswissenschaften
Heimtierhaltung
als Wirtschaftsfaktor

Forscher der Universität Göttingen haben die wirtschaftliche Bedeutung von Haus­tieren unter­sucht. 11,5 Millionen Katzen, 6,9 Millio­nen Hunde, 6,1 Millio­nen Klein­tiere sowie viele Zier­vögel, Zierfische und Reptilien: 38 Prozent der Einwoh­ner Deutsch­lands leben mit einem Heimtier zusam­men. Welche Wert­schät­zung die Besit­zer ihren Tieren ent­gegen­bringen, lässt sich anhand der Aus­gaben für ihr „Hobby“ bemes­sen. Nach einer Studie des Lehr­stuhls für Wirt­schafts­politik der Univer­sität Göttin­gen bewirkt die Heim­tierhal­tung in Deutsch­land Aus­gaben in Höhe von etwa 9,1 Mil­liar­den Euro pro Jahr. Dies ent­spricht etwa 0,32 Prozent des Brutto­inlands­produkts. Weitere Informationen

Carreras Leukämie-Stiftung
Forschungsförderung zum
Myelodysplastischen Syndrom

umg — Forscher der Klinik für Hämatologie und Medi­zinische Onkologie untersuchen in einem von der Deutsche José Carreras Leu­kämie-Stif­tung e.V. geförderten For­schung­sprojekt, ob neue Techno­logien wie die DNA-Sequen­zierung der zweiten Gene­ration (Next Genera­tion Sequenc­ing) und die mole­kulare Karyo­typisie­rung helfen können, um bei Pa­tienten mit Myelodys­plasti­schem Syn­drom (MDS) erwor­bene Verände­rungen der Erb­anla­gen so früh wie möglich nachzu­weisen.Weitere Informationen

Auszeichnung
Vitamin D-Mangel im Alter
umg — Dr. Marija Djukic, Priv.-Doz. am Institut für Neuro­patho­logie der Uni-Me-dizin Göttin­gen (UMG) und Ober­ärztin des Geria­trischen Zentrums im Ev. Kran­ken­hauses Göttin­gen-Weende (EKW), hat den von der Rolf- und Huber­tine-Schiff­bauer-Stif­tung ausge­lobten Förder­preis 2014 erhal­ten. Er wird jährlich von der Deut­schen Gesell­schaft für Geria­trie e. V. (DGG) für heraus­ragende wissen­schaft­liche Arbei­ten auf dem Gebiet der Alters­medizin verliehen. Djukic erhielt die Auszeich­nung für ihre Publi­kation „Vitamin D deficiency reduces the immune response, phago­cytosis rate, and intra­cellu­lare killing rate of micro­glial cells“ („Vitamin D-Mangel verrin­gert die Immun­antwort, die Phago­zytose- und intra­zelluläre Abtötung­srate von Mikro­gliazellen“).Weitere Informationen

Physik
Forschung zur
Wechselwirkung von Elektronen

pug — Die physikalischen Eigenschaften aller Materialien, insbesondere der mag­neti­schen, werden maßgeb­lich durch die kom­plexen Wechsel­wirkun­gen von Elek­tronen unter­ein­ander bestimmt. Das Hinzu­fügen gerings­ter Mengen mag­neti­scher Atome wie Eisen zu einem Kupfer­kristall führt bereits dazu, dass sich die elek­trische Leit­fähig­keit unter­halb einer bestimm­ten Tempe­ratur dras­tisch erhöht und der soge­nannte Kondo-Effekt auf­tritt. Erhöht man nun die Zahl der mag­neti­schen Stör­stellen weiter, ent­steht ein Wett­bewerb um die Anord­nung der Elektro­nen um die Mag­neten. Wissen­schaft­lern der Univer­sität Göttin­gen und dem For­schungs­zen­trum Jülich ist ein wich­tiger Schritt zum besse­ren Ver­ständ­nis des Wechsel­spiels dieser Ord­nungs­prozesse gelun­gen.Weitere Informationen

Förderung
DFG verlängert Förderung
für Graduiertenkolleg

pug — Die Deutsche Forschungs­gemein­schaft (DFG) hat die Förde­rung für das inter­diszipli­näre Gra­duier­ten­kolleg (GRK) „Skalen­prob­leme in der Sta­tistik“ an der Univer­sität Göttin­gen ver­län­gert. Die DFG fördert das GRK in den kom­menden vier­ein­halb Jahren mit insge­samt rund 3,5 Millio­nen Euro. Daran betei­ligt sind die Wirt­schafts­wissen­schaft­liche Fakul­tät, die Fakul­täten für Agrar­wissen­schaf­ten, für Mathe­matik und Infor­matik sowie für Forst­wissen­schaf­ten und Wald­öko­logie, die Uni­ver­sitäts­medi­zin Göttin­gen und das Cou­rant For­schungs­zen­trum „Armut, Un­gleich­heit und Wach­stum in Ent­wick­lungs­län­dern“ der Univer­sität Göttin­gen.
Teilprojekte des GRK beschäftigen sich un­ter ande­rem mit Natur­schutz und Gene­tik, mit der Aus­brei­tung von Epide­mien und mit Infor­mations­flüssen bei der Verbrei­tung neuer Techno­logien bei­spiels­weise in der Land­wirt­schaft. In der zweiten Förder­periode will man sich unter ande­rem mit der Inte­gration ver­schie­dener Daten­quellen in einem gemein­samen Modell, den aus der zuneh­men­den Verfüg­bar­keit großer Daten­men­gen ent­stehen­den Heraus­forde­run­gen und der Über­tra­gung von Ergeb­nissen über die Grenzen ver­schie­dener Skalen hin­weg beschäf­tigen.
www.uni-goettingen.de/de/264255.html

Zentraltibet
Gletscherbedeckung
in der Eiszeit nachgewiesen

pug — Erstmals ist es einem ausländischen Geowissen­schaftler gelungen, in eines der entle­gensten Gebiete Zentral­tibets zu reisen, um die dortige eiszeit­liche Landschaftsentstehung zu erforschen. „Die geo­morpho­logischen Ergeb­nisse in der Region südwestlich bis nord­westlich des Purog Kangri-Massives beweisen eine voll­ständige Inland­vereisung“, sagt Prof. Dr. Matthias Kuhle vom Geogra­phischen Institut der Univer­sität Göttin­gen. Das Beson­dere an der nach 24 Jahren von der chine­sischen Regie­rung geneh­migten Expe­dition bestand darin, dass in dem unweg­samen und unbe­siedel­ten Natur­reservat Proben entnom­men und zur Analyse nach Deutsch­land ausge­führt werden durften.Weitere Informationen

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Mechanismen der
Transmitterfreisetzung im Ohr

umg/cnmpb — Das Phänomen „Hören“ birgt noch zahl­reiche Rätsel. Eines davon: Auf welche Weise gelingt die Wand­lung von Schall­wellen in elektri­sche Signale, die das Gehirn weiter­verar­beiten kann, so unglaub­lich schnell, dass sie dem Hörreiz mit einer Präzi­sion von weniger als einer Tau­sendstel Sekunde folgen kann? Göttin­ger Wissen­schaftler haben jetzt einen mikro­skopi­schen Mecha­nismus im Ohr ent­schlüs­selt, der ent­schei­dend für die Weiter­gabe von Hör-Infor­matio­nen an das Gehirn ist. Sie konn­ten dabei neue Erkennt­nisse darüber gewin­nen, auf welche Weise Boten­stoffe, soge­nannte Trans­mitter, außer­ordent­lich effizient freige­setzt und detek­tiert werden.Weitere Informationen

Ökologische Agrarwissenschaften
Modell für sozioökologische
Veränderungsprozesse

pug — Seit Beginn der Mensch­heits­ge­schich­te sind Mensch und Natur eng mitein­ander ver­bun­den, sie bilden ein „sozial-öko­logisches System“. Bevöl­kerungs­wachs­tum, techno­logi­scher Fort­schritt und Urbani­sierung verän­dern diese Systeme auf der ganzen Welt grund­legend. Wissen­schaft­ler/in­nen der Univer­sitäten Kapstadt, Kassel und Göttin­gen haben ein Modell entwi­ckelt, mit dem sich die Ursa­chen und Konse­quenzen dieser Prozesse welt­weit und auf verschie­denen Ebenen ver­glei­chen lassen.Weitere Informationen

Rat für Informationsinfrastrukturen
Digitales Wissen
wird besser vernetzt

pug — Ein neu gegründeter Rat für Informa­tions­infra­struk­turen hat am 3. November seine Arbeit auf­genom­men. Die 24 ehren­amt­lichen Rats­mit­glieder – Vertreter von Wissen­schaft und Gesell­schaft sowie Bund und Ländern – kamen in Göttingen zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Der Rat hat die Aufgabe, disziplin- und insti­tutions­über­greifende Em­pfeh­lungen für die weitere Ent­wick­lung und den Aus­bau der digi­talen Infra­struk­turen von Bil­dung und Wissen­schaft zu erar­beiten. Dazu gehören etwa Fragen der digi­talen Lang­zeit­archi­vierung, der Zugänge zu Daten­banken oder der Digi­talisierung von Wissens­beständen. In­forma­tions­infra­struk­turen sind Ein­rich­tungen wie Biblio­theken, Archive und For­schungs­daten­samm­lungen, die sich syste­matisch damit befassen, große Daten­mengen und Infor­mationen zusam­men­zutragen und welt­weit verfüg­bar zu machen.
Kontakt: Prof. Dr. Norbert Lossau, Wil­helms­platz 1, Tel. 39-12183.

Agrarwissenschaften
Weniger Pflanzenschutzmittel,
mehr Gewinn

pug — Der Anbau gen­technisch verän­derter Pflanzen führt welt­weit zu einem Rück­gang an Pflanzen­schutz­mitteln und zu höhe­rem Ertrag. Zu diesem Schluss kom­mt eine Meta-Analyse von Agrar­öko­nomen der Univer­sität Göttingen. Die Wissen­schaftler werteten weltweit 147 Original­studien zum Thema aus: Dort, wo gen­technisch verän­derte Pflanzen ange­baut wurden, ging der Ein­satz chemischer Pflanzen­schutz­mittel im Durch­schnitt um 37 Prozent zurück. Gleichzeitig stiegen die Erträge um 22 Prozent. Trotz des teureren Saat­guts konnten die Land­wirte mit gen­tech­nisch veränderten Pflanzen ihren Gewinn um durch­schnitt­lich 68 Prozent steigern.Weitere Informationen

Biologie
Biodiversitätsverlust
macht Ökosysteme anfälliger

pug — Die Um­wand­lung von tro­pischem Regen­wald zu Palm­öl-Plan­tagen führt zu einem deut­lichen Rück­gang in der Arten­vielfalt und der An­zahl der Tiere und Pflanzen. Das haben Wissen­schaftler der Uni­ver­sität Göt­tingen und der Bogor Agri­cultural Univer­sity in Indo­nesien her­aus­gefunden. Die Forscher unter­suchten auf Suma­tra die Folgen der verän­derten Lan­dnut­zung für das gesamte Öko­system, in­dem sie die Arten­gemein­schaft in der Streu­schicht, der ober­sten Boden­schicht, die aus totem Laub besteht, analy­sierten.Weitere Informationen

Krebsforschung
Protein mit
Brustkrebspotenzial

Wissenschaftler der Uni-Medizin haben ein Protein entdeckt, das Östrogen-abhängige Brust-Tumore zum Wachsen brauchen. Die Erkennt­nisse könnten dazu beitragen, neue Thera­pien für Brustkrebs zu ent­wickeln.Weitere Informationen

Biologie
Luchse in Nordhessen
werden erforscht

pug — In einem gemeinsamen Projekt der Univer­sität Göttin­gen, des Arbeits­kreises Hessen­luchs sowie der Forst­ämter Hes­sisch Lich­tenau und Mel­sungen werden in einem Wald­gebiet südöstlich von Kassel Anfang Novem­ber auto­matische Kameras zur Erfor­schung des Luchses aufge­stellt. Damit soll die Anzahl der in Nord­hessen heimi­schen Luchse ermit­telt werden. Die Luchs­for­schung ist als Citizen Science-Projekt konzipiert und soll zusätz­lich Schul­kindern der Region die Bedeu­tung der Luchse und der Luchs­forschung vermit­teln.Weitere Informationen

Agrarökologie
Biodiversitätsschutz durch
umweltfreundliche Bewirtschaftung

pug — Umweltfreundliche Bewirt­schaf­tung eines Ackers kann einen wesent­lichen Beitrag zum Erhalt der Arten­vielfalt leisten, auch wenn die strikten Vor­gaben der ökolo­gischen Land­wirt­schaft nicht zu 100 Prozent einge­halten werden. Das haben Agrar­ökolo­gen der Univer­sität Göttin­gen heraus­gefun­den. Die Wissen­schaft­ler vergli­chen die Folgen einer „umwelt­freund­lichen Bewirt­schaf­tung“ mit denen einer streng öko­logi­schen sowie einer kon­ventio­nellen Bewirt­schaf­tung von Acker­flächen.Weitere Informationen

Agrarwissenschaften
Einfluss von Körpergröße auf die
Ernährung bei Pflanzenfressern

pug — Unter Beteiligung des Departments für Nutz­tier­wissen­schaften der Universität Göttin­gen hat ein Forscher­team unter der Leitung der Univer­sität Bonn den Einfluss der Körper­größe von Pflanzen­fressern auf die Verdau­ung unter­sucht. Oft wird davon ausge­gangen, dass bei großen Pflanzen­fressern mit einem volu­minöse­ren Verdau­ungs­trakt das Futter dort länger ver­bleibt und entspre­chend auch besser verdaut wird. Weitere Informationen

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OB Köhler
Noch mehr öffentliche Beteiligung
Weihnachtsverprechen des Oberbürgermeisters
Kriegerische Unruhen, Verfolgung von Minder­heiten, politischer Extre­mismus und Stillstand beim interna­tionalen Klima­schutz – unter dem Eindruck dieser globalen Eckpunkte, die sich bis in die Kom­munen hinein auswirken, stehen die Weih­nachts- und Neujahrs­grüße des Göttin­ger Ober­bürger­meisters Rolf Georg Köhler an die Bürger dieser Stadt. Er verweist in deren Zusam­men­hang auf die Bemü­hungen der Stadt, ihre „ehrgei­zigen kommu­nalen Klima­schutzziele“ zu erreichen oder auch darauf, ausrei­chend bezahl­baren Wohn­raum zur Verfü­gung zu stellen.

2015, wenn es für ihn erst richtig los geht, will OB Köhler seinen Stempel aufdrücken, etwa durch „erwei­terte Angebote für noch mehr öffent­liche Betei­ligung am plane­rischen und kommu­nalpoli­tischen Geschehen in Göttingen“ – was bereits am 6. Januar geprobt werden kann: beim Neujahrs­empfang der Stadt Göttingen in der Stadthalle.
Den Wortlaut der Weihnachts­grüße von OB Rolf Georg Köhler können Sie hier nachlesen.

 

Studie
Konsumenten sehen Stallhaltung kritisch
Mehrzahl der Verbraucher befürwortet laut Göttinger Agrarökonomen Weidehaltung
pug/eb — Deutsche Verbraucher wünschen sich die Milchkuh auf der Weide. Dies hat eine Ver­braucher­analyse von Agrar­ökono­men der Univer­sität Göttingen nachge­wiesen – und ist ange­sichts indus­trieller Tierquälerei auch kein Wunder. Während Konsu­menten die Weide­haltung durchweg mit positiven Attributen wie natürlich, tierlieb und gesund in Verbindung bringen, sehen sie die Stallhal­tung weitaus kritischer.

Melkkarussell
 
Glückliche Kühe? Melkkarussell in einem GroßbetriebFoto: Gunnar Richter

Vor allem die Gruppe der qualitäts­bewussten Konsu­menten ist auch bereit, mehr für Produkte aus Weide­haltung zu bezahlen. Die Gruppe der Weide­befür­worter, welche sowohl durch ein geringeres Einkommen als auch gerin­geres Bildungs­niveau geprägt ist, zeigt eine signifi­kant gerin­gere Zahlungs­bereit­schaft für beispiels­weise Weide­milch.

„Das Phänomen, dass Verbraucher in ihrer Rolle als Bürger die Weide­haltung zwar bevor­zugen, als Konsu­ment jedoch weniger darauf achten, welche Produkte sie letztlich kaufen, wird häufig als ,Consu­mer-Citizen-Gap‘ beschrieben“, erklären die Wissen­schaftler vom Depart­ment für Agrar­ökonomie und Rurale Entwick­lung. „Es gibt eine klare Diskre­panz zwischen den Wünschen als Bürger und dem Verhalten als Konsu­ment.“ Die Wissen­schaftler sehen in dem Wunsch der Verbraucher nach Weide­haltung eine große Heraus­forderung für die deutsche Milchwirt­schaft.Weitere Informationen

Zunehmend versuchen auch Betriebe der Lebens­mittelin­dustrie, Verbraucher mit entspre­chenden Aussagen zur natürli­chen Reifung bzw. Herstellung zu ködern, die mitunter jedoch nicht mit immer mit ganz seriösen Werbe­verspre­chen einher­gehen. So hat der Bundes­verband Ver­braucher­zentralen erst vor kurzem Werbung für „Hansano Weidemilch“ beanstandet, über die sich Kunden wegen irrefüh­render Angaben auf der Verpa­ckung beschwert haben. In wenigen Tagen gelten europaweit neue Regeln zur Kenn­zeich­nung und Aufmachung von Lebens­mitteln. Die Lebens­mittelinfor­mations­verord­nung schafft bei der Herkunft von Lebens­mitteln, bei Nähr­werten, Aller­genen oder Imitaten mehr Klarheit. Verbes­serungs­bedarf gibt es aber nach wie vor, meint die Ver­brau­cher­zentrale Nieder­sachsen.Weitere Informationen

 

Verbraucherzentrale Niedersachsen
Mehr als 111.000 Ratsuchende in 2013
Mehr als 111.000 Verbraucher in den Beratungs­stellen, am Ver­brau­cher­telefon, per Brief, Mail oder bei Vorträgen suchten im vergangenen Jahr Rat und Hilfe bei der Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen als Anlauf­stelle zu allen Aspekten des Ver­brau­cher­alltags. Ob unbe­rechtigte Inkasso­forde­rungen, Abmah­nungen wegen Urheber­rechts­ver­stößen, unter­gescho­bene Verträge an der Haustür oder am Telefon oder Ärger mit dem Strom- bzw. Tele­kommu­nikations­anbieter: Fragen zu Ver­brau­cher­recht, Telefon und Internet waren im vergan­genen Jahr unver­ändert hoch. Das ist u.a. ein Ergebnis der Jahres­bilanz 2013.

B3 VZN Göttingen
Themen der Göttinger Beratungsstelle 2013Grafik: VZN

Die seit dem vergangenen Jahr endlich wieder auf 1,5 Mio. Euro jährlich erhöhte Finanz­hilfe des Landes stellt erst­malig seit vielen Jahren die Ver­brau­cher­schützer wieder auf eine halbwegs solide Basis. Mit der gesetz­lich abge­sicher­ten Förde­rung könne man die erfolg­reich einge­leitete Struktur­reform weiter voran­bringen und mit der Bünde­lung von Beratungs­kompe­tenz in den neuen Regional­zentren biete die Ver­brau­cher­zen­trale Ratsu­chenden ein zukunfts­fähiges und modernes Erschei­nungs­bild mit verbes­sertem Service und Ange­boten“, resumiert Geschäfts­führerin Petra Kristandt. Zuvor hatte die Ver­brau­cher­zen­trale längere Zeit mit Mittel­kürzun­gen durch die Politik zu kämpfen, die landes­weit zu etlichen Schlie­ßungen von Bera­tungs­stellen führten.

Randolph Fries ist im Juli zum neuen Vorsit­zenden gewählt worden. Der Geschäfts­führer des Deutschen Mieter­bundes Nieder­sachen-Bre­men e.V. und bisherige stellver­tretende Vorsit­zende über­nimmt damit das Amt von Sigrid Leuschner, die nicht mehr kandi­dierte. Leuschner führte die Organi­sation zwanzig Jahre lang: „Mit ihrer lang­jährigen politi­schen Erfah­rung als Mitglied des nieder­sächsi­schen Land­tages hat sie sich vor allem in den immer wieder bedroh­lichen Finanz­situatio­nen souverän bei der Landes­regie­rung für die Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen stark gemacht. Sie hat maßgeb­lich dazu beige­tragen, dass die Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen heute finan­ziell besser aufge­stellt ist“, würdigte der neue Vorsit­zende die Arbeit seiner Vorgän­gerin.

Aktuell auf der Tages­ordnung der Ver­brau­cher­schützer steht das Thema Frei­handels­abkom­men TTIP (Trans­atlanti­sche Handels- und Inves­titions­partner­schaft) zwischen der EU und den USA. Zu befürchten steht eine deut­liche Aufwei­chung der Stan­dards beim Ver­brau­cher­schutz (z.B. der Sicherheit und Hygiene bei Lebens­mitteln), weshalb die Mit­glieder­versamm­lung eine Reso­lution zu TTIP verab­schie­det hat. Damit unter­stützen die Dele­gierten die Landes­regie­rung in ihren Forde­rungen gegen­über der EU-Kommis­sion und appel­lieren an die Bundes­regie­rung, sich für bewährte Ver­brau­cher­schutz­stan­dards einzu­setzen. „Wir fordern u.a. mehr Trans­parenz und die Beibe­haltung des Vorsorge­prinzips. Es gilt, Schäden vorzu­beugen und nicht wie in den USA, Schäden teuer zu repa­rieren. Dies ist ein Grund­prinzip in der EU-Wirt­schafts-ordnung, an dem nicht gerüttelt werden darf“, betont Vorsit­zender Randolph Fries. Sein eben­falls neu gewählter Stellver­treter Ulrich Gransee ergänzt: „Besorg­niserre­gend ist auch, dass künftig Ver­brau­cher­rechts­stan­dards als Eingriff in die Geschäfts­interes­sen von trans­national agierenden Unter­nehmen ange­sehen und diesen Unter­nehmen Sonder­rechte einge­räumt werden.“ Die Gewähr­leistung der wirtschaft­lichen Selbst­bestim­mung der Ver­brau­cher­ werde dadurch in hohem Maße in Frage gestellt.
Der Jahresbericht 2013 der Verbraucherzen­trale Niedersachsen steht als Download unter www.verbraucherzen­trale-niedersachsen.de/Jahresberichte zur Verfügung.

 

Busliniennetz
SPD: Nachbesserungen erforderlich
Nach Auskunft der SPD-Fraktion erreichen diese vermehrt Beschwer­den und Änderungs­wünsche von Bürger/in­nen zum „Neuen Linien­netzplan“ der Göttin­ger Verkehrs­betriebe (GöVB). Leser­briefe in der Tages­presse deuten ebenfalls darauf hin, dass für die Nutzer oder poten­ziellen Nutzer nicht alles zur Zufrie­denheit verläuft. Deshalb soll sich der Bauaus­schuss zeitnah mit den einge­gan­genen Beschwer­den beschäf­tigen, fordert die Fraktion.

 
Entschärft: Pulkfahrten in der InnenstadtFoto: vs

Frank-Peter Arndt (Foto: SPD), SPD-Fraktions­vorsit­zender, nennt als Beispiel eine feh­lende direkte Verbin­dung vom Senioren­heim am Inge­borg-Nahn­sen-Platz in die Innen­stadt, was zu Recht von den Bewoh­nern bemän­gelt werde, „aber auch andere Linien­führun­gen stehen in der Kritik.“

Arndt

Die SPD-Ratsfrak­tion hatte be­reits in der Bau­aus­schuss­sit­zung vom 20. No­vem­ber Ver­wal­tung und Göt­tin­ger Ver­kehrs­betrie­be aufge­for­dert, kurz­fristig auf die Bürger­beschwer­den und -anre­gun­gen zum neuen Bus­linien­netz zu ant­wor­ten und, soweit mög­lich, Abhilfe zu schaf­fen. In der nächs­ten Sit­zung des Aus­schus­ses am 4. Dezem­ber soll darüber Bericht erstat­tet werden, welche Bür­ger­beschwer­den es gab und wie mit den Be­schwer­den und Anre­gun­gen umge­gan­gen wurde – und gege­benen­falls welche Pro­blem­lösun­gen es diesbe­züg­lich gab. Arndt: „Es kann nicht sein, dass die Ver­wal­tung und die GöVB auf berech­tigte Beschwer­den der Bürge­rin­nen und Bürger nicht rea­giert und schweigt.“

Allerdings ist die erhebliche logistische Heraus­forde­rung, wie sie ein völlig umge­krem­peltes Linien­netz darstellt, gerade mal ein paar Wochen alt – eigentlich zu kurz, um bereits validier­bare Aussagen darüber treffen zu können, ob es sich bewährt oder nicht. Eine Balance zu finden zwischen halbwegs vertret­baren Millionen­subven­tionen des öffent­lichen Nahver­kehrs und einer optimalen Anbin­dung für das Indivi­duum wird zwangs­läufig immer zu Kompro­missen führen müssen. Kurz­fristige Reak­tionen auf Kritik mögen vielleicht den ein oder anderen Nutzer zufrieden stellen, für andere wiederum Nachteile mit sich bringen. Ein jeder­mann befriedi­gendes Netz gab es bereits in der Vergan­genheit nicht und wird wohl auch in Zukunft illuso­risch bleiben. Schnell­schüsse sind da sicher fehl am Platz.

 

Europäische Woche der Abfallvermeidung
Heute schon Lebensmittel weggeschmissen?
235 Euro landen jährlich im Müll
Bei der diesjährigen Europäischen Woche der Abfall­vermei­dung vom 22. bis 30. November liegt der Fokus auf dem Thema Lebens­mittel­verschwen­dung. Zum fünften Mal werden in den europäi­schen Mitglied­staaten Aktionen veran­staltet, die Beispiele geben für Abfallver­meidung, Wieder­verwen­dung und Recycling in Industrie, Gewerbe, Haushalt und in Behörden.

 
235 Euro jährlich pro Haushalt: LebensmittelentsorgungMontage: vs

Mit rund 280 Aktionen beteili­gen sich bundes­weit über 145 Entsor­gungs­unter­nehmen, Behörden und Ver­wal­tun­gen, soziale Einrich­tun­gen, Ver­brau­cher­zentra­len, Unter­nehmen und Einzel­per­sonen an der Woche – darunter auch die Göttinger Entsor­gungs­betriebe (GEB). Neben Presse­mittei­lungen werden Bera­tungs­stände über Bildungs­ange­bote oder auch Tausch- und Ver­schenk­börsen angeboten.

Ähnlich der Vermüllung mit Kunst­stoff­(tüten) hat das Wegwerfen unver­dorbe­ner Lebens­mittel mittler­weile enorme Ausmaße ange­nom­men. Jeder Haushalt wirft im Durch­schnitt jährlich Lebens­mittel im Wert von 235 Euro weg. Das sind etwa 82 Kilo Brot, Obst, Gemüse, Milch- und Fleisch­produkte sowie andere essbare Waren. Etwa 53 Kilo davon – also mehr als zwei Drittel – sind vermeid­barer Abfall. Darüber hinaus werden bundes­weit noch weitere etwa 100.000 Tonnen Lebens­mittel und Speise­abfälle aus Gastro­nomie, Catering, Mensen, Kranken­häusern und Schulen und aus Super­märkten oder der Lebens­mittel­indus­trie entsorgt.

Weltladenregal

Diese Verschwendung von Lebens­mittel geschieht häufig gedan­kenlos und ist zudem auch über­flüssig. „Wer das Weg­werfen von Lebens­mitteln verhin­dert, spart nicht nur Geld und vermeid­bare Abfälle, sondern schont auch Ressour­cen und leistet einen Beitrag zur Bekämp­fung des Hungers“, meint die Presse­spreche­rin der GEB, Maja Heindorf. Zur Abfall­vermei­dung in diesem Sinne gehört deshalb nicht nur eine bedarfs­gerechte Einkaufs­planung, sondern auch eine vernünf­tige Lager­haltung und Aufbewah­rung, um die Haltbar­keit von Lebens­mitteln zu verlängern. Mit der zu Unrecht bei einigen verpönten soge­nannten „Reste­küche“ ließe sich dem Problem „Wohl­stand­müll“ durchaus zu Leibe rücken, sind doch manche leckeren National­gerichte eben daraus entstanden – Paella etwa oder die Rata­touille. Eintöpfe lassen sich ebenso gut dafür einspannen wie etwa auch Spaghetti, die für so ziemlich jede Beigabe gut sind („Spaghetti con resti di cibo“).

Überflüssige Lebensmittel könnte man aber beispiels­weise auch an Nachbarn und Freunde verschen­ken, rät Maja Heindorf. Größere Mengen aus Betrieben sollten bei der Göttinger Tafel landen. Über das Internet­portal www.foodsharing.de können Händler, Produ­zenten, Gastronome und natürlich auch Privat­personen über­schüssige Lebens­mittel kostenlos anbieten und abholen lassen. Im Eingangs­bereich des Göttinger Weltladen­cafés in der Nikolai­straße 10 steht übrigens ein Food­sharing-Regal (Foto: GEB), eine Initiative von Foodsharing e.V., für Lebens­mittel­spenden bereit.

Wirklich verdorbene Lebens­mittel gehören natürlich nach wie vor in die Biotonne, aber das ist, wie gesagt, nur ein Drittel dessen, was tatsächlich dort landet.
Kontakt GEB: Tel. 4005 400.

 

VZN-Grafik <leer>
Die 6 am häufigsten genannten Angaben, was Verbraucher auf den ersten Blick auf einem Eti­kett erkennen wollen (grün) und auf was sie beim Kauf besonders achten (gelb)<leer>Grafik: Lebensmittelklarheit

Studie
Verbraucher wollen wissen,
woher ihr Essen kommt

Eine Studie des Verbraucherschutz-Portals Lebensmittel­klarheit hat gezeigt, dass die überwie­gende Zahl der Befragten konkrete Angaben darüber wünscht, woher ihre Lebens­mittel stammen. Verbrau­cher wollen sich beim Einkauf schnell orientieren können – aber an Hinweisen, die vom Inhalt auch tatsäch­lich einge­löst werden. Was drauf ist, muss drin sein, was drin ist, muss drauf stehen und was drauf steht, muss verständ­lich sein. Das dies längst nicht immer so ist, zeigen die Beispiele in der linken Spalte auf dieser Seite.

„Hergestellt für …“ – diese Angabe reicht Verbrau­chern nicht. Statt­dessen interes­sieren sie sich insbe­son­dere bei tierischen Lebens­mitteln für den Ort, an dem Tiere gehalten und gemästet wurden. Bei frischem Obst und Gemüse erwarten sie Angaben dazu, in welchem Land es geerntet wurde. 69,2 Prozent der Befragten geben an, sie vertrauten Lebens­mitteln mehr, wenn bei diesen die Herkunft ange­geben werde.

Die Verwendung von Länder­symbolen auf Verpa­ckungen nehmen Verbrau­cher sehr ernst. Sowohl Flaggen als auch Formu­lierungen wie zum Beispiel „alla Genovese“, die auf eine bestimmte Herkunft schließen lassen, werden an konkrete Herkunfts­erwar­tungen geknüpft. Wichtig ist daher, dass ein verläss­liches und über­sicht­liches System zur Herkunfts­kennzeich­nung geschaf­fen wird.

Verbraucher haben auch konkrete Vorstel­lungen, wie eine ver­braucher­freund­liche Produkt­gestaltung aussehen sollte: Name, Bezeich­nung, Produkt­bild, Netto­füllmenge, Marke und MHD gehören laut der jüngsten repräsen­tativen Studie im Rahmen von Lebens­mittel­klarheit auf die Vorder­seite eines Produkts. Der Verband hat aus diesen Wünschen die ideale infor­mative Produkt­verpackung erstellt (Abb.).
www.lebensmittelklarheit.de

 

 
Beständig nach oben: 1A-Ein­zel­han­dels­mietenComfort

Städtereport
Konsum als Selbstzweck
Göttingen in den Augen von „institutionellen Investoren“
„Die Kaufkraft entspricht zwar exakt dem Bundes­durch­schnitt, aber aus Einzel­handels­sicht ist das Einzugs­gebiet mit mehr als 616.000 Menschen im südnieder­sächsi­schen Raum durchaus attraktiv.“ So steht es im jüngsten City-Ran­king-Report der Consul­ting-Firma Comfort, die das Oberzen­trum Göttingen regel­mäßig unter die Lupe nimmt.

Aktuell werden auf einer Verkaufs­fläche (ca. 83.500m²) in der Göttinger City rund 322 Millionen Euro umgesetzt. Der Umsatz­anteil der Innen­stadt am Gesamt­umsatz der Stadt fällt mit fast 40% Prozent über­durch­schnitt­lich aus. Einzel­handel und Gastro­nomie gelten dabei als bedeutsame „Frequenz­bringer“, sind zugleich Motor für Kultur, Tourismus, Infra­struktur und Dienst­leistun­gen sowie für öffent­liche und private Investoren. Die Anziehungs­kraft der Innenstadt und des Einzel­handels auf die Region werde auch anhand der Mietpreise deutlich, heißt es in dem Report weiter: von 70 Euro je Quadrat­meter im Jahr 2007 steigen sie aktuell bis auf 92 Euro je Quadrat­meter für kleine Laden­flächen mit einer Größe zwischen 80 und 120m² Verkaufs­fläche.Weitere Informationen

 

Dispozinsen
Kunden zahlen immer noch bis zu 14,25 Prozent
Intransparenz bei vielen Banken / „Beratungsresistenz“ in Göttingen
Bankkunden zahlen immer noch bis zu 14,25 Prozent Dispozinsen, wenn sie ihr Konto überziehen, obwohl sich Banken und Sparkassen für weniger als ein Prozent Geld bei der Europäi­schen Zentral­bank leihen können. Dennoch haben die jähr­lichen Erhe­bungen der Stiftung Waren­test Wirkung gezeigt: Knapp 250 von 1504 unter­suchten Banken haben ihren Dispozins seit dem Vorjahr um mindes­tens einen Prozent­punkt gesenkt. Nicht so die Sparkasse Göttingen, die seit langem in der Kritik der Öffent­lich­keit steht. Einige Banken erheben dafür jetzt höhere Konto­führungs­gebüh­ren, um sich an den Kunden schadlos zu halten.

 
Goldene Eier legende Wollmilchsau: DispozinsenFoto:VZN

Die Tester ermittelten Zinsunter­schiede von fast 10 Prozent­punkten. Der Durch­schnitt der Dispo­zinsen liegt bei 10,65 Prozent. Einige Banken versuchen beim Dispo besser auszu­sehen als sie sind. Sie bieten günstige Dispo­zinsen nur für Giro­konten mit hoher Konto­führungs­gebühr. Sehr viele Banken veröf­fent­lichen den Dispozins nach wie vor nicht im Internet, so dass für Kunden kaum ein Vergleich möglich ist. Auch ein Preis­aus­hang vor Ort war nicht immer auffindbar, obwohl die Banken gesetz­lich dazu verpflichtet sind, ihn in der Filiale auszu­hängen. Die Ausreden der Mitar­beiter waren aben­teuer­lich: Man kenne den Dispozins selbst nicht oder teile ihn erst nach der Eröff­nung eines Kontos mit. Oft sind es teure Banken, die den Kunden die Höhe des Zinses für die Überzie­hung ihres Kontos ver­schwei­gen.

In Göttingen sticht innerhalb Nieder­sachsens insbe­sondere die Sparkasse immer wieder als „Leucht­turm­projekt“ negativ hervor. Nach einem Marktcheck der Ver­braucher­zentrale Nieder­sachsen steht sie – nicht zum ersten­mal – mit an der Spitze bei den Wucher­zinsen. Erst kürz­lich hatte sich die SPD-Land­tagsab­geord­nete Gabriele Andretta das Geldinstitut vor­genom­men: Ange­sichts eines histo­risch niedri­gen Leitzins­niveaus von 0,15 Prozent gehe es bei einem Dispozins von aktuell 12,49 Prozent und Über­ziehungs­zinsen von 16,99 Prozent letztlich „um nichts anderes als um das beden­ken­lose Abkas­sieren bei Men­schen, die den Banken auf Gedeih und Verderb ausge­liefert sind“. Diese Zahlen sind nicht einmal einen Monat später bereits überholt: Mittler­weile müssen Geldins­titute sogar einen nega­tiven Zins bezahlen, wenn sie ihr Geld bei der Euro­päischen Zentral­bank (EZB) parken statt es unter die Leute zu bringen und können sich sogar zu 0,05 Prozent refinan­zieren, bekommen das Geld also hinter­herge­schmis­sen. Der Verbrau­cher profi­tiert von all dem nicht.

„Weil wir anders sind“ – auch bei den Dispo-Zinsen: aktuelle Werbung der Sparkasse GöttingenScreenshot (29.09.2014)

Mit mehr als diffusen Begrün­dun­gen ver­sucht etwa die Spar­kasse dage­gen­zuhal­ten, merkt aber dabei nicht einmal, wie sie weiter an ihrem Nega­tiv-Image feilt: „Gerade auch im Zusam­men­hang mit den Kredit­wün­schen unserer Kunden legen wir sehr hohen Wert auf eine indivi­duelle, ganzheit­liche und faire Bera­tung“, erklärt deren Sprecher Michael Rappe – und eben auch auf einen indivi­duellen, nahezu konkur­renz­los hohen Zins­satz. Merk­würdig dabei ist, dass just zu dem Zeitpunkt, wo der EZB-Zinsatz sinkt, die internen Kosten des Geld­hauses offenbar immer in dem­selben Maße zu steigen scheinen, sodass man – leider, leider – den Kosten­vorteil nicht an die Kund­schaft weiter­reichen kann.

Mit einem am „öffent­lichen Auftrag orien­tierten Bera­tungs- und Kredi­tierungs­verhal­ten“ hebe man sich ganz bewusst und deutlich von günstigen Spezial­anbie­tern, aber auch von der Mehrheit der profit­orien­tierten Groß­banken ab, so Rappe weiter, ist also bewusst deutlich ungüns­tiger. Der PR-Mann verweist zudem auf die Mild­tätig­keit seines Hauses: Die Sparkasse nehme immerhin „grund­sätzlich für jeden Kunden“ eine Girokonto­einrich­tung vor, auch wenn sie nicht profi­tabel sei, wie z.B. bei derzeit etwa 1.100 „Giro­konten für Jeder­mann“ sowie etwa ebenso vielen Pfän­dungs­schutz­konten, was jährliche Zuschuss­beträge von etwa einer halben Million Euro erfor­dere. Das kann man glauben, nach­voll­ziehen kann man es nicht. Weitere Zahlen nennt Rappe nämlich nicht. Wie sich solch hohe Verwal­tungs­kosten (227,00 Euro pro Konto) zusam­men­setzen, darauf bleibt er die Antwort schuldig, es würde vielleicht auch dem Vorwurf der Stiftung Waren­test nach weit­verbrei­teter Intrans­parenz ent­gegen­stehen.

Mehr Transparenz einfor­dern könnten hin­gegen jene vom Göt­tinger Rat gestell­ten Mitglie­der im Verwal­tungs­rat der Spar­kasse Göttin­gen (SPD: Wolfgang Meyer, Frank-Peter Arndt, Helmi Behbe­hani; CDU: Brigitte Eiselt, Fritz Güntzler sowie Prof. Dr. Christian Schrader, auf Vorschlag der Grünen), die der Geschäfts­führung ein wenig auf die Finger sehen sollen – wenn sie sich denn nicht als bloße Abnicker und Aussitzer verstehen würden. Zwar ist es richtig, dass sich diese Mitglieder nicht in das ope­rative Geschäft einmi­schen dürfen, wenn es aber um das Ansehen und äußere Erschei­nungs­bild geht, welches zudem auf die Stadt als Ganzes zurück­fällt, dann sind sie sehr wohl gefordert. Zu hören ist von ihnen jedoch so gut wie nichts, obgleich ein Grum­meln über die Zins­politik der Spar­kasse Göttingen quer durch alle Reihen der Ratsfrak­tionen zu verneh­men ist und auch inner­halb der Verwal­tung immer wieder mal anklingt. Beim unge­störten Einsam­meln ihrer Sitzungs­gelder ziehen sie sich jedoch auf die Argu­men­tation zurück, man habe ja keinerlei Weisungs­recht gegen­über der Spar­kasse. So jeden­falls reagierte der Rat bereits 2012 auf einen entspre­chenden Vorstoß der Linke-Rats­fraktion.

Das ist zumin­dest schein­heilig. Keinem Verwal­tungsrat­mitglied ist es verwehrt, immer und immer wieder das unan­ständige Gebaren eines Vorstandes mora­lisch anzu­pran­gern statt sich wegzu­ducken, dies explizit ins Proto­koll aufneh­men zu lassen und auch der Öffent­lichkeit davon Kenntnis zu geben – Geschäfts­geheim­nisse verra­ten werden dadurch jeden­falls nicht.

 
„Beratungsresistenz des Vorstandsvorsit­zenden“: Kontrahenten Becker und Hald (rechts)Foto: Archiv

Auch die Göttinger Rats-Grünen, klagt Fraktions­vorsit­zender Rolf Becker, hätten „mit einem Brief an den gesam­ten Vorstand, in persön­lichen Gesprä­chen und durch Ver­hand­lun­gen im Verwal­tungs­rat lange versucht, den Vorstand zur Sen­kung der Zinssätze zu bewegen, aber er beharrt auf seiner unso­zialen Zins­politik“. Becker nennt die Erklä­rungs­versu­che der Spar­kasse „wenig über­zeu­gend bis zynisch“. Dies gelte vor allem für den beschwich­tigen­den Hinweis, bei länger­fristi­gem Über­ziehungs­bedarf könne man ja einen zins­günsti­geren Privat­kredit aufneh­men: „Gerade Menschen mit geringen finan­ziellen Mitteln haben oft keine realis­tische Chance, einen solchen Kredit zu erhalten, weil sie den Nachweis der Kredit­würdig­keit nicht erbrin­gen können.“ Ange­sichts der „nur schwer zu ertra­gen[den] Beratungs­resis­tenz des Vor­stands­vorsit­zenden Rainer Hald“ hofft Becker auf Rolf-Georg Köhler (SPD), „der als neuer Göttinger Ober­bürger­meister auch den Vorsitz im Verwal­tungsrat über­nehmen wird und die Sparkasse aus eige­ner beruf­licher Erfah­rung von innen kennt“.

Zumindest solange wird sich an der Beratungs­resistenz des Vor­stands­vorsit­zen­den vor­aus­sicht­lich nichts ändern – jedenfalls nicht mit den derzei­tigen Verwal­tungs­ratsmit­gliedern. Andere Geldins­titute übrigens haben Über­ziehungs­kredite inzwi­schen ganz abge­schafft.
Dass es für Anleger noch halbwegs attraktive Auswege aus der Zinsmisere gibt, hatte kürzlich erst die Stiftung Waren­test bei einer Unter­suchung von 41 Bankspar­plänen ermittelt und dabei überra­schend gute Kondi­tionen entdeckt – mit zum Teil mehr als 3 Prozent Rendite.
DownloadDer Test Dispozinsen ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest erschienen. → www.test.de/dispo
Eine Tabelle der günstigsten und teuersten überregionale Banken und Direktbanken können Sie hier herunterladen.

 

Umweltschutz
Neues Sammelsystem für Elektrokleingeräte kommt an
Das vor wenigen Wochen neu einge­führte Sammel­system für Elektro­klein­geräte scheint sich offenbar zu bewähren. Die Göttinger Entsor­gungs­betriebe (GEB) haben jetzt eine erstmalige Leerung der 17 in der Stadt verteilten Container vorge­nommen und dabei insge­samt ca. 6.000kg Elektro­kleingeräte einge­sammelt – das entspricht in etwa der Menge von 25 Kubik­metern.

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An vielen Stellen in der Stadt: neue Container<leer>Foto: GEB

„Die saubere Qualität der Samm­lung über­zeugt“, resü­miert Maja Heindorf von den GEB. Die Göttinger Bevöl­kerung nutze den neuen Erfas­sungsweg offenbar erstaun­lich verant­wortungs­voll. Aller­dings: an einigen wenigen Stand­orten wurden auch Elektro­großgeräte neben den Depot­contai­nern abge­stellt. Die Container sind jedoch aus­schließ­lich für Klein­geräte vorge­sehen. Groß­geräte müssen direkt in die Rudolf-Wis­sel-Straße zum Recycl­inghof gebracht oder können durch die Sperr­müllab­fuhr entsorgt werden (Anmel­dung online möglich).

Seit 2006 ist es gesetzlich verboten, elektrische Klein­geräte über den Hausmüll zu entsorgen. Gleich­wohl landen noch immer Unmen­gen an Elektro­schrott im Restab­fall. Nicht nur, dass es für die Umwelt schädlich ist, auch enthalten diese Klein­geräte wertvolle Rohstoffe wie Alumi­nium, Eisen oder Kupfer. Nur bei sachge­mäßer Entsor­gung können sie entfernt und wieder verwertet werden. Dazu will der Feld­versuch in Göttingen beitragen.

<leer> Wussten Sie schon …
… dass Elektroschrott u.a. viele gefähr­liche Sub­stan­zen enthält, etwa Blei, Queck­silber, Cad­mium, polybro­mierte Biphenyle (PBB), polybro­mierte Diphenyl­ether (PBDE) und Chrom­verbin­dungen? Sie sind hoch­giftig und können Krebs aus­lösen.

Natürlich ist der beste Müll jener, der gar nicht erst anfällt. Beim Kauf sollte also auf die Lang­lebig­keit der Artikel geachtet werden. Weg­werf­pro­dukte, wie zum Beispiel Ein­weg­kame­ras, sollten vermie­den werden, und ein gebrauchtes statt ein frisch vom Fließ­band kom­mendes Handy tut es eigent­lich auch. Selten gebrauchte Geräte wie Bohr­maschi­nen oder Hecken­scheren kann man sich auch gut mit den Nach­barn teilen oder kosten­günstig im Bau­markt auslei­hen.

Noch befindet sich das Göttinger Sammel­system in einer Test­phase. Erst Ende 2015 wird darüber endgültig entschieden.
Container Standorte unter: www.geb-goettingen.de

 

Immobilienfinanzierung
Neue Verbraucherschikane von Banken
Kunden nach Widerruf unerwünscht
Kunden können fehlerhafte Kredite widerrufen. Darüber hatte die Zeit­schrift Finanz­test in ihrer Juli-Aus­gabe berichtet. Doch nach einer Kündi­gung erhalten Kunden nicht von jeder Bank einen neuen Kredit. Die ING-Diba lehnt ganz ab.

Die Verbraucherzentralen Hamburg, Bremen und Sachsen hatten tausende Verträge geprüft und in vier von fünf Fällen bean­standet, dass Kunden nicht korrekt über ihr Widerrufs­recht belehrt worden waren. Das ist seit November 2002 Pflicht. Widerruft ein Kunde, muss er die Rest­schuld ablösen, in der Regel mit einem neuen Kredit­vertrag. Bei der ING-Diba hat er jedoch keine Chance auf einen Anschluss­kredit: Die Bank schuldet seit dem 4. August 2014 nur Kredite um, deren Zinsbin­dungsfrist abläuft. Die Ver­braucher­zentrale Bremen kennt auch Fälle von anderen Insti­tuten, in denen Anschluss­kredite abgelehnt wurden.

Kreditnehmer müssen vor dem Widerruf sicher­stellen, dass sie die Restschuld tilgen können. Informa­tionen hierzu finden sich im Spezial Immo­bilien­kredite auf test.de. Wer das Geld nicht flüssig hat, braucht eine Finan­zierungs­zusage, die vier bis sechs Wochen gilt. Die Ver­braucher­zentrale Bremen bittet Kunden mit Problemen beim Anschluss­kredit um Nach­richt an baufinan­zierung@vz-hb.de
www.test.de

 

Leinebürger fordern Zusagen ein
Naherholungsgebiet als Ersatz für das verlorene Parkgelände / Grüne solidarisch
lr/eb — Am 10. Juli fand in Göttingen das Richtfest für den Neubau des Maßregel­vollzugs am Ros­dorfer Weg statt. Anlässlich dieses Ereig­nisses erinnert die Bürger­initiative Leine­bürger an die ihr seinerzeit von der Politik gegebene Zusage, ein in direkter Nach­barschaft befind­liches, angeblich zur Bebauung ungeeig­netes Gelände als Ersatz für ihr jahr­zehnte­lang genutztes Naherho­lungs­gebiet freizu­geben – auf dem nun ein Rohbau steht.

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Aufwertung zum Naherholungsgebiet: die brach liegende Fläche neben dem ehemaligen Leineberg-Park<leer>Foto: vs

Wir schreiben das Jahr 2007: Gut gelaunt genießen die Anwohner des Leine­bergs den heißen Sommer in ihrem selbst­ernann­ten „Leine­berg-Park“, nicht ahnend, dass in diesem Moment die Zerstörung ihres idyllischen Erholungs­gebiets beschlossen wird. Vier Jahre verbringen sie noch in glück­licher Unwis­senheit und genießen die Zeit unbe­schwert im Grünen. Als die „Leine­bürger“ 2011 dann durch Zufall von der geplanten Zerstö­rung ihrer liebge­wonnen Grün­anlage erfahren, bemühen sie sich umge­hend um kons­truktive Vorschläge und bieten der Landes­regierung seriöse Alterna­tiven. Diese Anstren­gungen stoßen jedoch auf wenig Gegen­liebe, werden prinzi­piell abgelehnt oder widerlegt, was manch­mal nur mit Tricks gelingt.

So hatten die Anwohner ein seit Jahren brachlie­gendes Alter­nativ­gelände, keine 500 Meter entfernt, für die Bebau­ung ins Gespräch gebracht, doch wegen angeb­licher Unbe­baubar­keit wurde es vom Tisch gewischt. Im Nach­hinein stellte sich heraus, dass ein Gutachten, welches für das Alter­nativ­gelände erstellt wurde, nicht auf das gesamte Grund­stück, sondern nur auf einen schmalen Streifen bezog, welcher sich vom Rest des Geländes unter­schied. Auch ein Schreiben der Bewoh­ner an den damaligen Minister­präsiden­ten McAllister konnte die Zerstörung der maleri­schen Natur­fläche nicht abwenden, sodass nunmehr ein Neubau für 30 Millio­nen entstand – zehn Millionen mehr als ursprüng­lich geplant.

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Fühlen sich betrogen: Friedlicher Protest der Leinebürger<leer>Foto: privat

„Naherholung, grüne Lunge, geschützte Fleder­mäuse, seltene Vögel, geschützter Raum für Patienten der angren­zenden psychia­trischen Klinik, Mittel­punkt einer einma­ligen histori­schen Anlage. All das wurde als ,gruppen­egoisti­sche Motive‘ abgetan, von bösen Bürgern, die den Insassen der bisherigen Einrich­tung unsägliches Leid antäten, weil sie den Bau verhin­dern wollten“, machten die Leine­bürger damals ihrem Unmut Luft. Dabei stand für sie nie in Zweifel, dass „psychisch kranke Menschen … eine ange­messene Unter­brin­gung [brauchen] – insbeson­dere, wenn sie ihr ganzes Leben wegge­sperrt sind“, betonen sie auch heute wieder.

Heute: Die Bauarbeiten schreiten voran, der Rohbau des Gebäudes ist fertig. Anlass für die Leine­bürger, noch einmal auf das in ihren Augen gesche­hene Unrecht hinzu­weisen und den Kampf um verlorenes Gelände wieder aufzu­nehmen: In einer Petition fordern sie, das von ihnen vorge­schlagene Alternativ­gelände endlich als Naherho­lungs­gebiet auszu­weisen: „Da sich das Areal offenbar nicht als Bauland eignet, liegt es doch nahe, dieses in ein parkähn­liches Gelände mit Wegen, Bänken und Grünan­lagen zu verwan­deln, das eine Brücke zwischen Leineberg, Tonkuhlen und Kiessee schafft“, heißt es darin. Ein ortsnaher Ausgleich sei während der Ausle­gungs­phase des B-Planes in Politik und Öffent­lichkeit diskutiert und ihnen auch mündlich zugesagt worden. „Wir bauen auf dieses Wort.“

Grüne begrüßen Intention der Petition: „Nachbarflächen müssen gesichert werden!“
Die Grünen im Rat zeigen sich solidarisch mit der zentra­len Intention einer Petition der Leine­bürger. „Durch die ökolo­gische Aufwer­tung der Grünan­lagen sowie mit Hilfe neuer Wegefüh­rungen und Bänke könnten wir hier für die Naher­holung und den Biotop­verbund eine sinnvolle Verbin­dung zum nahe gelegenen Kiessee schaffen“, erklärt Ratsmitglied Ulrich Hole­fleisch. Der Baupolitiker erinnert an einen entspre­chenden Prüfauftrag im Bauaus­schuss am 5.7. 2012. „Entschei­dend ist die Umwid­mung des Geländes im Flächen­nut­zungs­plan.“ Durch aufwändige Ausgleichs­rege­lungen eine klassische Parkfläche entstehen zu lassen, kommt für ihn nicht in Betracht: „Ich will hier nicht den Rasen kurz mähen lassen, sondern die ökolo­gische Qualität weitge­hend erhalten.“

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Zusätzlicher Landschaftsverbrauch durch eine zusätzliche Auffahrt, ob­gleich die zur sich querstellenden Asklepios-Klinik hätte mitgenutzt werden können<leer>Grafik: Rinne & Partner

Die Fraktion hatte seinerzeit ihren Mitglie­dern freige­stellt, wie sie über das Ansin­nen der Landes­behörde (der das Areal gehört), dort einen Neubau für den Maß­regel­vollzug zu errich­ten, abstim­men wollen. Eine Mehr­heit stimmte zu, weil sie auf abseh­bare Zeit „keine andere Mög­lich­keit sah, die vom Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rechte kritisierte men­schen­unwür­dige Unter­brin­gung der Bewoh­ner/innen im ehe­maligen ,Festen Haus‘ zu verbessern“, heißt es in einer Erklärung der Fraktion und unter Anspie­lung auf die völlig fehlende Koope­rations­willigkeit der benach­barten Asklepios-Klinik: „Eine ärgerliche Konstel­lation der Eigentums­verhält­nisse und Nutzungs­möglich­keiten der Flächen ließ vielen die Entschei­dung für den Neubau an dieser ungüns­tigen Stelle unab­wendbar erscheinen.“

Das allerdings ist nur die halbe Wahr­heit, so unab­wend­bar war die Ent­schei­dung nicht: Schon damals hatte der Vertre­ter der Landes­behörde, Michael Brassel vom Staat­lichen Bau­manage­ment, während der emotio­nalen Dis­kus­sio­nen im Bau­aus­schuss durch­klin­gen lassen, dass man ja auch noch Alter­nativ­flächen für den geplan­ten Bau in petto hätte, falls die Stadt nicht spuren würde – nur eben in Göttin­gen nicht. Das aller­dings wurde von den Ent­schei­dungs­trägern geflis­sent­lich über­hört, denen – aus welchen Grün­den auch immer – ein bebau­tes Areal doch lieber war als ein Naher­holungs­gebiet. Immer­hin hatten die Grünen in der Aus­schuss-Sitzung vom 5. Juli 2012 durch­gesetzt, dass die nun von der Bürger­initia­tive auf dem Leine­berg wieder ins Spiel gebrachte „Alter­nativ­fläche … recht­lich gesi­chert und über Aus­gleichs­maßnah­men zum zukünf­tigen Erho­lungs­gebiet für die Bürge­rin­nen des Stadt­teils Leine­berg“ wird. Dieser Ergän­zungs­antrag wurde seiner­zeit ein­stim­mig gutge­heißen.

Brassel, das Schlitzohr, bot dem Ausschuss sogar an, die Brache (Abb. ganz oben) durch die Stadt erwerben zu lassen – zu Bauland­preisen selbst­redend, nicht zu Grün­land­preisen –, wohl wissend, dass man das mit einer (damals) klammen Stadt nicht machen kann.

 

Universität
Gründung eines „Konfuzius-Instituts“
verfestigt Beziehungen zu Folterstaat

Wider den Geist der Göttinger Sieben / Kritik der Gesellschaft für bedrohte Völker
Ausgerechnet Rechtswissenschaftler schweigen Menschenrechtsverletzungen †o†
Am 3. Juli feierten die Universitäten Göttingen und Nanjing ihre langjährige Zusammen­arbeit mit einem öffent­lichen Festakt. Die beiden Hoch­schulen arbeiten seit 30 Jahren in Forschung und Lehre zusammen, am Tag vor dem Festakt haben sie das „weltweit erste Akade­mische Konfuzius-Institut“ gegründet, welches „aktuelle Forschungs­erkennt­nisse in die Öffent­lichkeit vermitteln“ soll – Erkennt­nisse zur Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit und zu Men­schen­rechts­verlet­zun­gen hinge­gen bewusst aus­blendet.

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Heute wie damals: Deutsche – auch Wissenschaftler – sehen gern weg, wenn es darauf ankommt hinzusehen. Verhaftung einer Demonstrantin in der VR China, Rektor Neumann beim Göttinger Uni-Jubiläum 1937.<leer>Quelle: amnesty international / Städt. Museum

Ausgerech­net „Rechts“­wis­sen­schaft­ler, nämlich die deut­schen und chine­sischen Direk­toren des gemein­samen Insti­tuts für Rechts­wis­sen­schaf­ten, Prof. Dr. Rüdi­ger Krause und Prof. Dr. Fang Xiao­min, spra­chen über Ver­gan­gen­heit und Zukunft der 25-jäh­rigen Zu­sam­men­arbeit auf ihrem Fach­gebiet und brachten dabei das ein­malige Kunst­stück fertig, gra­vie­rende Rechts­ver­stöße, wie sie bei­nahe täg­lich aus dem „Reich der Mitte“ ihren Weg in öffent­liche Foren und die Tages­pres­se finden – etwa die Ver­fol­gung von Minder­hei­ten oder die Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit – mit kei­nem Wort zu erwäh­nen. Der anschlie­ßende Vor­trag von Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll, eben­falls Direk­tor des Deutsch-Chine­sischen Insti­tuts für Rechts­wissen­schaft, reihte sich da naht­los ein und beschäf­tigte sich viel­sagend mit den „Her­aus­forde­run­gen und Chan­cen der Ko­ope­ra­tion mit China in Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Poli­tik“.

Er entlarvt zugleich die Intentionen, von denen eine solche Zusam­men­arbeit geleitet wird, nämlich die von Wissen­schaft und Politik flankierten wirtschaft­lichen Interessen und Bezie­hungen weiter voranzu­bringen. Da könnte eine Beschäf­tigung oder gar juristische Würdi­gung des Rechts­systems der Volks­republik China, zu dessen Methoden willkür­liche Inhaftie­rungen wie auch der Einsatz von Folter gehören, nur stören.

Die weltweit renommierte Göttinger Menschen­rechtsorga­nisation Gesell­schaft für bedrohte Völker (GfbV) sieht ange­sichts solch skanda­lösen Verhal­tens die Unab­hängig­keit der Wissen­schaft in Gefahr, die Stadt der „Göttinger Sieben“ brauche statt solcher Feierlich­keiten vielmehr eine kritische Diskussion. „Wir hätten uns in Göttingen eine umfas­sende Diskus­sion darüber gewünscht, ob ein Institut, das vom chinesi­schen Bildungs­ministe­rium ausdrück­lich dazu ange­halten wird, ein posi­tives Bild Chinas im Ausland zu zeichnen, in unseren kritischen Wissen­schafts­betrieb passt“, meint deren Asien­referent Ulrich Delius.

Konfuzius 2
„Statt Feierlichkeiten kritische Diskussion“: Inhaftierter Olympiakritiker, Bürgerrechtler und Aidsakti­vist Hu Jia, von Geheim­polizei bedrängte Ehe­frau Zeng Jinyan, inhaf­tierter Friedens­nobel­preis­träger Liu Xiaobo, Gewalt­anwen­dung durch Zivil­polizei, Folter­opfer Falun Gong
<leer>Fotos: Archiv / VOA staff / China intern / Falun Gong

„Wenn Rüstungskonzerne Forschungs­projekte an Univer­sitäten fördern, gibt es einen Aufschrei der Em­pö­rung in der Öffent­lichkeit. Denn die Unab­hängig­keit der Lehre gilt als gefährdet“, begrün­dete Delius die Skepsis der GfbV. In mindes­tens sieben deutschen Sino­logie-Semi­naren fungieren deren Profes­soren auch als Leiter der örtlichen Konfu­zius-Insti­tute. Die Konfu­zius-Institute sind organisa­torisch an das Entwick­lungszen­trum des chinesi­schen Bildungs­minis­teriums für den Chine­sisch-Unter­richt als Fremd­sprache ange­bunden, das dem Bildungs­ministe­rium der Volks­republik China unter­steht. „Hier kann es schnell Interes­sens-Kolli­sionen geben, es sei denn, deutsche Profes­soren üben sich im vorausei­lenden Gehorsam und in der Selbst­zensur, denn das Ministe­rium hat natürlich seine ganz eigenen Erwar­tungen an die Vermitt­lung eines positiven China-Bildes“, befürchtet Delius. Natürlich solle und müsse auch Positives über China vermit­telt werden, doch das Negative – wie die Unter­drückung der Tibeter oder die schweren Menschen­rechts­verlet­zungen an Uiguren im Nord­westen des Landes – sollten nicht unter­schlagen werden.

Der chinesische Wissen­schaftler und Dolmetscher Prof. Dr. Jianbin Wang hat die Medaille Aureus Gottin­gensis der Universität Göttin­gen erhalten. Mit dieser Medaille würdigt die Univer­sität Göttingen seit 1965 Menschen, die sich in beson­derer Weise für die Hoch­schule eingesetzt haben. Prof. Wang ist neben Erich Bieder­beck, Prof. Dr. Emil Woermann, Heinz Hilpert, Hilde­gunde Willrich, Sigrid Lüttge und Lars Ellegaard die siebte mit dieser Medaille ge­ehrte Person.  

In den USA und Kanada gibt es gerade eine breite Diskussion unter Wissen­schaft­lern über mögliche negative Folgen für die Wissen­schaft durch die Einrich­tung von Konfu­zius-Insti­tuten. So hat die „Amerika­nische Vereini­gung der Univer­sitätsprofes­soren“ den US-Univer­sitäten vorge­worfen, mit der Ansied­lung solcher Institute die Integrität von Universi­täten und Lehrper­sonal beein­trächtigt zu haben. Auf besondere Kritik stieß dabei, dass China bei der Besetzung von Posten in Konfu­zius-Insti­tuten ein Mitsprache­recht hat.

 

Göttinger Wald
Notfallschilder für Erste Hilfe
„Rettungspunkte“ sollen Notfallhelfer leiten
pdg — Zur Alarmierung von Rettungs­kräften bei Notsitua­tionen im Göttinger Stadtwald per Mobilfunk wurden im Wald zwölf Schilder als soge­nannte Rettungs­punkte aufgestellt. Die darauf vermerkten Abkür­zungen und Zahlen ermög­lichen die genaue Standort­bestim­mung durch die Feuer­wehr und Rettungs­dienste, die somit schnell zur Hilfe eilen können, wenn Personen im Wald zum Beispiel einen Unfall haben, einer Bedro­hungs­situation ausge­setzt sind oder einen Schwäche- oder Allergie­anfall erleiden.

Rettungspunkt

Auf jedem Schild folgt hinter der Abkürzung „GÖ“ eine Nummer, einige haben zusätzlich hinter den Ziffern ein „H“ als Hinweis, dass hier gegebe­nenfalls der Einsatz eines Rettungs­hubschrau­bers möglich ist. Außerdem ist auf den Tafeln die Notfall­telefon­nummer 112 vermerkt, unter der in Göttingen die örtliche Rettungs­leitstelle der Feuer­wehr erreicht wird. Mit zwölf Rettungs­punkten im 18km² großen Stadtwald sind die Dichte der Rettungs­punkte höher als üblich und damit die Abstände zwischen den Punkten wesentlich kürzer. Grund dafür ist die besondere Bedeutung dieses Gebietes als Erholungs­raum der Göttinger Bevöl­kerung.

Informationen über die zur Verfügung stehenden Notfall­rettungs­punkte erhalten Waldbe­sucher über Flyer, die an den wichtigsten Waldein­gängen (Molken­grund, Kehr, Hollands­grund und Seckborn­grund) zu finden sind, aber auch digital über die kosten­lose Smartphone-App „Hilfe im Wald“.

 

Oberbürgermeisterwahl
SPD-Kandidat setzt sich durch
Wenn es Ihnen nicht passt, dann dürfen Sie mich eben nicht wählen“, reagierte Rolf-Georg Köhler kürzlich noch auf einer Veranstal­tung, bei der es aus aktuel­lem Anlass (Baptisten­kirche / ehem. Voigtschule) um die Göttinger Kultur und ihre Kultur­initia­tiven ging. Es hat offen­sicht­lich vielen dennoch gepasst.

Nach vorläufigen Berechnungen geht Köhler mit etwa 59 Prozent als Sieger aus dem Rennen um das Amt des Ober­bürger­meis­ters hervor (Martin Rudolph: ca. 41 Prozent). Am bemer­kens­wertes­ten bei dieser Wahl, bei der zum Schluss die Grünen mehr Werbung für den roten Bewerber betrieben als die SPD selbst, ist wohl die Wahl­beteili­gung: Nur noch 31 Prozent (50,12 Prozent bei der Vorwahl) ließen sich hinterm Ofen hervor- und in die Wahl­kabinen locken – ein Indikator dafür, welchen Rückhalt die Kandi­daten in der Bevöl­kerung besitzen und wie diese bzw. die von ihnen vertre­tene Politik sich von ihnen repräsen­tiert fühlt.
www.wahlen.goettingen.de

 

Klimawandel
Heftige Unwetter halten Einsatzkräfte auf Trab
Schwerstarbeit für die Feuerwehr / Kunst e.V.: Sanierung von Spielstätten forcieren
pdg/eb — Eines der heftigen Unwetter dieses Jahres, dass von West nach Nordost über die Bundes­republik und damit auch über Göttingen zog, hat hier erheb­liche Schäden hinter­lassen. Allein im am stärksten betrof­fenen Ruhr­gebiet wurden mehrere 10.000 Blitze gezählt, die nahezu ununter­brochen die Nacht zum 10. Juni taghell erleuch­teten. 19 Feuer­wehr­wachen waren mit 120 Einsät­zen beschäftigt. Allein aus dem Keller im Audito­rium der Univer­sität mussten rund 500.000 Liter Regen­wasser abge­pumpt und Bäume gefällt werden. In den städti­schen Grün­anlagen wurden nach Angaben der Stadt bislang rund 80 Schäden registriert. Einzelne Bäume hielten auch auf dem Bartholo­mäus­friedhof dem Wind nicht stand und stürzten um. Eine Vorstel­lung der Göttinger Händel-Fest­spiele im Deutschen Theater musste wegen eines Wasser­ein­bruchs im Dach über der Seiten­bühne vorzeitig abge­brochen, der jähr­liche Univer­sitäts-Sporttag „Dies Acade­micus“ abgesagt und auf den Juli verscho­ben werden.

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Mehrere 10.000 Blitze gezählt: Unwetter in der Region
<leer>Foto: André Karwath

Überlastete Rohrlei­tungen im Neuen Rathaus führten zu Undich­tigkei­ten im Technik­oberge­schoss und einem Wasser­einbruch im Keller und auch die Feuer­wehr selbst war betroffen: Ellie­hausen und Grone gab es Wasser­eintritte durch die Dächer der Feuer­wehr­häuser; in Grone war der Altbau betroffen, der derzeit stattfin­dende Anbau blieb unbe­schädigt. In der Voigt-Real­schule in Weende stehen Räume des Haus­meisters, des Verwal­tungs­gebäudes und des Mensa­gebäu­des unter Wasser. Zusätz­lich ist ein Aufzugs­schacht vollge­laufen; dadurch sind mög­licher­weise die Elek­tronik und die Batte­rien beschä­digt. Die genaue Schadens­auf­nahme erfolgt noch. Das Wasser wird durch Haus­meister entfernt.

In den Gebäuden Maschmühlenweg 141–145 stand der Wasch­maschinen­raum im Keller­geschoss etwa zehn Zenti­meter unter Wasser. In mehreren Häusern im Masch­mühlen­weg und im Königs­stieg wurde Wasser durch die Fenster gedrückt. Im Gebäude Rote Straße 34 drang Regen in das Treppen­haus ein. In der Musa gab es einen Wasser­einbruch im Keller. Mehrere Musa-Mitar­beiter/in­nen sind dort bereits seit Dienstag­nacht im Einsatz und wurden von der Feuer­wehr unter­stützt. Mit Hilfe der bereits vorhan­denen sowie einer zusätz­lich einge­setzten Pumpe konnte der Schaden bisher in Grenzen gehalten werden.

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OB dankt Helfern
pdg — Oberbürger­meis­ter Wolf­gang Meyer hat sich in einer öffent­lichen Erklä­rung bei den vielen haupt- und ehren­amt­lichen He­lfer/in­nen bedankt, die wäh­rend und nach den Unwet­tern im Stadt­gebiet im Ein­satz waren. „Es ist gut zu wissen, dass in unse­rer Stadt Men­schen leben, mit deren Hilfe wir aus dem Stand heraus in der Lage sind, solchen Unwet­tern zu begeg­nen, wie sie am ver­gan­genen Diens­tag und Mitt­woch über Göt­tin­gen gefegt sind,“ sagte er. In seinen Dank bezog Meyer die Mitar­bei­ter/in­nen und Mit­glie­der der Feuer­wehren, der Polizei, der Ret­tungs­dienste sowie aller ande­ren Orga­nisatio­nen und Unter­neh­men ein, die mit vol­lem Ein­satz und oft die ganze Nacht lang uner­müd­lich an der Schadens­begren­zung mitge­wirkt haben. Meyer dankte außer­dem allen öffent­lichen und priva­ten Kräf­ten, die seit dem frühen Mitt­woch Mor­gen an der Be­seiti­gung der Folgen arbei­teten, die die Gewitter verur­sacht haben. Er bat aller­dings auch um Ver­ständ­nis dafür, dass die Repa­ratur- und Auf­räum­arbei­ten noch einige Zeit in An­spruch neh­men könn­ten.
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Für die Feuerwehrkräfte bedeutete das Gewitter Schwerst­arbeit. Im Stadtgebiet Göttingen rückten die Einsatz­kräfte der Haupt­feuer­wache, der Feuer­wehr des Klinikums, der Werks­feuer­wehr der Univer­sität, der 13 Orts­feuer­wehren und von drei Feuer­wehr­wachen aus dem Land­kreis zu 120 Einsät­zen in der Nacht aus. Am Mittwoch­morgen und -nach­mittag (11. Juni) kamen etwa 40 Einsätze hinzu. Bei den meisten mussten vollge­laufene Keller vom Regen­wasser befreit werden. Im Audito­rium der Univer­sität stieg der Wasser­pegel auf 1,50 Meter an. Auch im Institut für Mikro­biologie und beim Reiterhof in Holtensen mussten Räume vom Wasser befreit werden. Laut Feuer­wehr verur­sachte zudem ein Wasser­einbruch in der Produk­tions­halle der Firma Novelis in Weende einen Stopp der dortigen Produk­tion.

In der Kita Gartenstraße stürzten ein Baum und Äste vom Wall auf das Gelände. Schäden sind noch nicht bekannt. Auf dem Spielplatz Schlözer­weg gaben zwei Buchen den Wind­böen nach und beschä­digten bei ihrem Aufprall zwei Nachbar­zäune sowie zwei Parkbänke. Auf dem Spielplatz Rosen­winkel wurden mehrere Bäume entwurzelt, außerdem brachen mehrere große Äste aus den Kronen heraus. So entstan­den Schäden am Dach, an der Dachrinne sowie am Vorbau des Nachbar­hauses und am Zaun. Der Betrieb auf den betrof­fenen Plätzen ist teilweise einge­stellt und voraus­sichtlich ab der nächsten Woche wieder möglich. Im Stadt­wald fiel ein Ast auf einen Tennisplatz am KWP und zerstörte dabei einen Zaun und einen Schieds­richter­stuhl.

In vielen Grünanlagen lösten sich Äste aus den Baum­kronen, die leicht herunter­fallen und Passanten verletzten können. Auch 37 Mitar­beiter/in­nen des Bauhofes der Stadt Göttin­gen und zwei Baum­pflege­firmen erfassen die Schäden und haben mit der Beseiti­gung begonnen, die noch mehrere Tage andauern wird. Wer sich in den Parkan­lagen aufhält, sollte daher beson­ders aufmerk­sam sein, um mög­lichen Gefahren auszu­weichen und im Zweifels­fall auch Umwege in Kauf nehmen.

 

Passantenzählung
Göttinger Einkaufsmeilen auf den mittleren Plätzen
Fragwürdige Statistik zur Attraktivität von Innenstädten
Nicht nur eine „schon seit einigen Jahren zu beobach­tende Polarisie­rung zwischen starken und schwachen Einkaufs­lagen, respektive Groß- und Klein­städten“ konstatiert das Hamburger Bera­tungs- und Vermitt­lungs­unter­nehmen für Gewerbe­immobilien Engel & Völkers in einem soeben erschie­nenen Report, sondern „inzwischen auch eine immer stärkere Differen­zierung im Einkaufs­verhalten“. Reine Versorgungs- und/oder Internet­einkäufe werden demzufolge überwie­gend unter der Woche abgewickelt, während sich das erlebnis- und freizeit­orientierte Shoppen „in anregender Innen­stadt­atmosphäre“ immer mehr auf den freien Samstag­nach­mittag konzen­triert.

<leer> Weender Straße
 
Erlebnis- und freizeit­orientiertes Shoppen: Weender Straße<leer>Foto: vs

Von den 22 Groß- und Mittel­städten Deutschlands, in denen in mehr oder weniger anre­gender Atmo­sphäre geshoppt und eventet wird, ist Göttingen ungefähr im Mittelfeld wiederzu­finden. Einsame Spitze und nach wie vor Shopping­meile Nummer 1 ist im vierten Jahr in Folge die Kaufinger­straße in München, dicht gefolgt von der Neuhauser Straße, ebenfalls in der Bayern-Metro­pole. Erst dann folgt die Kölner Schilder­gasse. Für die Zähler über­raschend, taucht im Top-20-Ranking Hannover mit der Bahnhof­straße, der Georg­straße sowie der Karmarsch­straße gleich mit drei Platzie­rungen auf.

Solche Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Zum einen macht es sicher­lich einen Unter­schied, ob die Messungen etwa bei strah­lendem Sonnen­schein oder bei miesem Regen­wetter, wenn niemand gern freiwillig auf die Straße geht, durch­geführt wurden (in München beispiels­weise schien die Sonne, in Göttingen wurde an Regen­tagen gezählt), zum anderen muss man die absoluten Zahlen (Kaufinger­straße 16.653 Besucher pro Stunde, Weender Straße 4.806) auch in Relation zum Ein­zugs­gebiet setzen.

Generell, so die Consulting-Firma weiter, habe an nahezu allen Zähl­punkten die Passan­tenfre­quenz gegen­über dem Vorjahr zuge­nommen, mitunter um nahezu 25 Prozent, wobei deutliche Unter­schiede zwischen den Zähl­tagen Dienstag und Samstag zu verzeichnen sind. Unter den lokalen, auch alt eingeses­senen Laden­besitzern beschleu­nige sich zudem die Auslese. Neben den Auswir­kungen des Online-Handels trügen dazu maßgeb­lich interna­tionale Marken­unter­nehmen bei: „Bei globalen Ketten stehen zuneh­mend die deutschen Wirtschafts­metro­polen im Visier ihrer Expan­sions­strate­gien“, berichtet Christiane Meyer von Engel & Völkers Com­mercial.

Ein Problem, welches Städteplanern nur allzu gut bekannt ist – ohne dass sie deshalb der Ansied­lung großer, den kleinen Einzel­handel verdrän­gende Ketten Einhalt gebieten würden. Logisch also, „dass neben sozio­demografi­schen Fakten die Größe des Einzugs­gebiets sowie die Entwick­lung und die Perspek­tiven wichtige Kriterien für die Attrakti­vität der Einzel­handels­standorte sind“, wie die Statistiker schreiben, weil sich ja nur durch immer größere Einzugs­gebiete höhere Einnahmen erzielen und Mieten bezahlen lassen, welche wiederum nur die oben erwähnten interna­tionalen Marken­unter­nehmen aufbringen können. Was wiederum zur „Auslese“ von jenen alt eingeses­senen Laden­besitzern führt, die gerne in der Innen­stadt bleiben würden, könnten sie denn solche Mieten bezahlen, und deren Abwan­derung Stadtent­wickler mehr oder weniger tatenlos zusehen und durch eine kontra­produktive Ansied­lungs­politik gar noch fördern.

 

Erinnerungskultur
Jedem das Seine
Denkmalsockel am Bahnhof: Kunst oder Trojanisches Pferd?
„Dem Landesvater seine Göttin­ger Sieben“ – und der Göt­tinger Künst­lerin Chris­tiane Möbus ihr eigenes Denk­mal. Mit ihm möchte sie sich würde­voll in die Ahnen­reihe jener kriti­schen Denker einrei­hen, die sich 1837 gegen die Aufhe­bung der Verfas­sung im König­reich Han­nover wandten und dafür mit ihrer Entlas­sung bezah­len muss­ten; manche sogar mit ihrer Vertrei­bung.

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Zu aktualisierender Diskussionsvorschlag des Göt­tinger Schriftstellers Wolfgang Bittner aus dem Jahr 1980<leer>© W. Bittner

„Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“, so hat sie ihr Werk benannt – einen kahlen Sockel, der dem vor dem Hanno­verschen Haupt­bahn­hof stehen­den Denk­mal von König Ernst August I. nach­empfun­den ist und auf dem nicht nur die renitenten Wissen­schaftler mit ihren Namen verewigt werden sollten, sondern auch die Künst­lerin selbst, so stellt sie sich dies samt einer kleinen Anzahl von Befür­wor­tern vor, die den Klotz dann den Göttin­gern zum Geschenk über­reichen wollen.

Einen „inspirierenden kriti­schen und zugleich für eine breite Öffent­lichkeit gut zugäng­lichen Beitrag zur Diskus­sion des Mahnmals in der heutigen Gesell­schaft“, nennt ein Schweizer Kunst­profes­sor den Granit­block und so sollte es auch nicht wundern, wenn die Göttinger Bevöl­kerung sich von einem solchen Klotz ähnlich inspi­rieren lässt wie einst bei der schräg in den Himmel ragenden Röhre auf dem Uni-Campus. Diese „Kunst“ im öffent­lichen Raum hatten sich Studie­rende alsbald zurück­erobert, indem sie, deutlich origi­neller als das ursprüng­liche Werk, einen aus Maschen­draht gefer­tigten Radfahrer die Säule empor­radeln ließen – sehr zum Verdruss seines Schöpfers übrigens, der sich dies unver­züglich verbat.

Dass es mit der Inspiration, jedenfalls der Schöpfer, nicht immer allzuweit her ist, zeigt eine weitere Plastik am selben Ort, die Grass’sche G7-Stele nämlich, die ebenso als Symbol für den Gipfel der (sieben) bedeutendsten Industrienationen der Welt stehen könnte wie für das, was eigentlich intendiert ist.

Die Verwaltung jedenfalls befür­wortet das ihr ange­tragene, „außer­gewöhn­liche Kunst­werk von hohem ästhe­tischen Reiz“, will auch gleich die Kosten für Funda­ment und Unter­haltung mit über­nehmen und es ebenso auf dem Bahnhofs­vorplatz aufstellen wie das Vorbild in Hannover. Ihre Begeis­terung ist jedoch eher verhalten. Kultur­dezer­nentin Dagmar Schlapeit-Beck findet es nicht etwa rund­heraus gut oder gar hervor­ragend, sondern ästhetisch „befriedi­gend“, Fach­bereichs­leiter Hilmar Beck schwant bereits: „Denkmale in Göttin­gen sind immer strittig.“ Kommt drauf an.

Die Diskussion jedenfalls geht gerade erst los. Mit wohldo­sierten Worten („grund­sätz­liche Freude über jedes bürger­schaft­liche Engage­ment“, „interes­sante Idee“, „Engage­ment und die Leis­tung von Frau Möbus in keiner Weise schmälern“) will man der Künst­lerin schonend beibringen, dass man „diese Art der Ausfüh­rung nicht für sach­gerecht und den Göttinger Sieben nicht würdig“ findet, erklärt etwa Marcel Pache im Namen der CDU/FDP-Gruppe im Rat. Zu beden­ken sei auch eine evtuelle Urheber­rechts­verlet­zung im Hinblick auf die Archi­tektur des Bahnhofs­vorplatzes, und das könne der Gruppe nicht ganz egal sein. Sie wird sich deshalb in der nächsten Kulturau­sschuss­sitzung gegen die Schenkung ausspre­chen. Es könnte sich ja als Danaer­geschenk entpuppen.

 

Basketball
Göttinger Politspitzen sponsern persönliche Vorlieben
mit öffentlichen Geldern der Gebührenzahler

Elitärer Profisport trotz kritischer Haushaltslage bezuschusst / Bevölkerung: „Unverschämtheit“
Mit einem Paukenschlag endet die Amtszeit des Göttinger Ober­bürger­meisters – und mit einer In­stinkt­losig­keit zugleich. Hinter verschlos­senen Türen haben auf Initiative von Wolfgang Meyer die Spitzen von SPD und CDU im Verwal­tungsaus­schuss des Rates der Pro Basket­ball Göttin­gen GmbH (BG Göttingen) mehr als 100.000 Euro zuge­schanzt – einem kom­mer­ziellen Sport­betrieb, dessen Spieler zumeist einen ähn­lichen Bezug zu Göttin­gen haben wie jene von Bayern München etwa oder andere Profi(t)-Be­triebe im Sport auch.

Einer Umfrage im Göttinger Tageblatt zufolge halten 90 Prozent (!) der Befragten die Subven­tionie­rung des kommer­ziellen Vereins schlicht für eine „Unver­schämt­heit“, nur 9 Prozent sind gegen­teili­ger Meinung. Als vorge­schobe­nes Argument gilt den wenigen Politi­kern, die dies ausge­kungelt haben, ein angeb­licher Mehr­wert für die Stadt Göttingen durch eine öffent­lich­keitswirk­same Vermark­tung Göttin­gens als „Stadt des Basket­balls“. Ob dadurch aber beispiels­weise die Über­nach­tungen in der Hotel­lerie ansteigen oder auch nur ein Umsatz­zuwachs bei Konsum­gütern und Dienst­leistun­gen zu verzeich­nen ist oder gar neue Gewerbe­ansied­lungen und Arbeits­plätze dadurch gene­riert werden, darf mehr als bezwei­felt werden und scheint an den Haaren herbei­gezogen. Konkrete Angaben darüber, wie sich ein angeb­lich besserer Ruf durch Basket­baller tatsächlich durch positi­ve Zahlen belegen lässt, wurden zu keiner Zeit vorgelegt – selbst nicht zu Zeiten, als die BG bereits Bundes­ligafor­mat aufwies und sich wenig später der Haupt­sponsor Sparkasse gleich­wohl aus diesem Engage­ment zurück­zog. Der im stillen Käm­merlein gefasste Beschluss verhöhnt die durch das Entschul­dungs­hilfe­angebot des Landes gefor­derten Sparbe­mühun­gen, durch die viele Mitarbeiter in der Verwal­tung aufgrund von „Arbeits­verdich­tung“ ebenso Opfer bringen müssen wie auch ein großer Teil der Bürger­schaft. Ein solches Verhalten kurz vor der Ober­bürger­meister­wahl ist ein Fall für die Kom­munal­aufsicht wie auch für den Landes­rech­nungs­hof.

Breitensport
Vernachlässigte Sportförderung: Weender Freibad, KAZ-Akrobatik, Ballett<leer>Fotos: Förderverein Freibad Weende / VS / ASC

Unter dem Code V001 sahen die Vor­schläge der Ver­wal­tung im sog. „Zu­kunfts­ver­trag“ Kür­zun­gen bei den städti­schen Sport­förde­rungs­mit­teln von ins­ge­samt 480.000 Euro vor. 297 Rück­mel­dun­gen lehn­ten dies ab, 189 wa­ren dafür. Unter dem Code V002 wur­den Kür­zun­gen von 160.000 Euro bei der GWG vor­schla­gen, wel­che direkt die BG 74 be­tref­fen. 376 spra­chen sich da­für aus, 93 da­ge­gen. <leer>
<leer> Lediglich die Grünen im Rat haben sich dem Ansin­nen des Ober­bürger­meis­ters ver­wei­gert – sie sind der Sit­zung de­mons­trativ fern­ge­blie­ben. Bei al­lem Re­spekt vor der Leis­tung der BG 74 und ihrem Wie­der­auf­stieg sieht OB-Kan­didat Sieg­fried Lies­ke „im städti­schen Haus­halt kei­ne Spiel­räu­me für eine un­mit­tel­bare finan­ziel­le Un­ter­stüt­zung. Es fällt mir schwer, den Bür­ger/in­nen zu ver­mit­teln, dass wir in dem ei­nen Jahr die Mit­tel für den Brei­ten­sport kür­zen und Park­ge­büh­ren erhö­hen und im nächs­ten Jahr zu­sätz­li­ches Geld für den Profi­sport aus­ge­ben.“ Dies sei aus Per­spek­tive ei­ner ver­lässli­chen Haus­halts­poli­tik nicht zu ver­ant­worten.

Sie handeln mit Waren, so wie andere Ge­wer­be­trei­bende auch mit Wa­ren han­deln, nur dass ihre Ware aus Spie­lern be­steht. Und weil dabei oft­mals hohe (Ab­lö­se-)Sum­men beim Wa­ren-Ein­kauf ent­ste­hen, weil man ja in einer buch­stäb­lich „ande­ren Liga“ spie­len will, ist das Risiko ent­spre­chend hoch, sein Pro­dukt auch wieder ver­kau­fen zu kön­nen. Da ist es gut, wenn die Spit­zen von Rat und Ver­wal­tung von sport­begeis­ter­ten Bas­ket­ball­fans durch­setzt sind. Sie haben nicht nur den Na­men der neu er­rich­te­ten Sport­halle für die Bas­ket­bal­ler an ein Göt­tin­ger Geld­insti­tut ver­scher­belt, ohne jene über­haupt zu fra­gen, die diese Halle ganz über­wie­gend finan­ziert ha­ben und die doch auch ein An­recht darauf hät­ten, bei der Na­mens­ge­bung betei­ligt zu wer­den, sie finan­zie­ren nun mit wie­der­um öf­fent­lichen Gel­dern auch noch ih­re per­sön­lichen Vor­lie­ben. Von sol­chen kom­mu­nalen Zu­schüs­sen kön­nen andere Ge­werbe­trei­ben­de in dieser Stadt nur träu­men.

Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, ein kaum ein Spiel auslas­sender erklärter Fan der nun in die Bundes­liga zurück­kehren­den Göttinger Basket­baller sowie CDU-Frak­tions­chef Fritz Güntzler, dessen Affinitiät zum Profi­sport bereits durch seinen Vorsitz im Sportaus­schuss deutlich wird, dürfen sich nun sicherlich auf ein Frei­karten-Kontin­gent für die lau­fende Saison freuen. Das ist so üblich gegen­über Spon­soren – und versüßt den Abschied aus dem Amt eines Ober­bürger­meis­ters unge­mein.

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Sitzungen erst wieder 2015.

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Öffnungszeiten und Terminänderungen
an Weihnachten und zum Jahreswechsel

Die Tourist-Information im Alten Rathaus ist am 24. und 31.12. von 10.00 bis 13.00 Uhr geöffnet, am 25. und 26.12. sowie am 1. Januar, geschlos­sen. Das Städtische Museum am Ritter­plan schließt vom 24. bis 29.12. sowie vom 31.12. bis 2.01. 2015. Geöffnet ist das Museum bis 23.12. und am 30.12. in der Zeit von 10.00–17.00 Uhr und am Wochen­ende (3.01.–04.01.) jeweils von 11.00 bis 17.00 Uhr. Die Stadt­biblio­thek in der Gotmar­straße sowie die Zweig­stellen in Grone, Geismar und Weende bleiben vom 24. bis 26.12. sowie in der Zeit vom 31.12. bis ein­schließ­lich 4.01. 2015 geschlo­ssen. In den Zweig­stellen Ellie­hausen sowie Roringen ist Dienstag, 16. Dezember, letzter Ausleih­tag und Diens­tag, 6. Januar, erster Ausleih­tag. Bei der Zweig­stelle Nikolaus­berg ist Montag, 15. Dezember, letzter Ausleih­tag und Montag, 5. Januar, die Ausleihe wieder mög­lich. Das Neue Rat­haus bleibt am Freitag, 2. Januar, geschlossen. In einigen Ver­wal­tungs­berei­chen werden an diesem Tag Not­dienste vorge­halten. Vom 29.12. bis ein­schließ­lich 2.01. bleiben die Ver­waltungs­stellen Weende, Geismar sowie Grone geschlossen.
Über die bevorste­henden Feier­tage ver­schiebt sich auch die Abfall­entsor­gung. Die genauen Ter­mine können Sie am Ende dieses Hin­weises her­unter­laden. Damit die Entsor­gung unge­hin­dert erfolgen kann, werden die Göt­tinger Bürge­rin­nen und Bürger ge­be­ten, Behälter und Säcke zugäng­lich und ter­min­gerecht bereit zu stellen.
Das Entsorgungszentrum Königs­bühl mit der Bauab­fallver­wer­tungs­anlage und -reste­deponie (BVA) und dem Bioener­giezen­trum (BEZ) bleibt zwischen den Jah­renvom 24.12. bis ein­schließ­lich 4.01. 2015 geschlos­sen. Der Recycl­ing­hof ist am 24.12. und am 31.12. sowie am 2. Januar 2015 geschlos­sen. Download

 

Amtsblatt Nr. 25
pdg — Eine Reihe vom Rat beschlossener Nachträge und Än­de­rungen von Sat­zungen und Verord­nungen im Auf­gaben­bereich der Göttinger Entsor­gungs­betriebe stehen in der 25. Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen. In der aktuellen Ausgabe geht es u.a. auch um den Jahresab­schluss 2013 der Stadt­halle, den neuen Kosten­tarif der Stadt­biblio­thek, die Markt- und die Fried­hofs­gebühren­satzung sowie die Entgelt­ord­nung für Kinder­tages­stätten.
Das Amts­blatt ist kosten­los im Info-Büro im Neuen Rat­haus, im Alten Rat­haus, in der Stadt­biblio­thek sowie in den Verwal­tungs­stellen Geismar, Grone und Weende erhält­lich und im Inter­net unter www.goettingen.de Rathaus & OB Rat & Ortsräte Amts­blatt zu finden.

Piraten mit neuem Vorstand
Auf ihrer jährlichen Mitgliederversammlung hat die Pira­ten-Partei am 11. Dezem­ber einen neuen Vorstand gewählt. Bestätigt wurde Niels-Arne Münch als erster Vorsit­zender des Kreisver­bands. Stellver­treter ist nun Angelo Perriello, der bislang als Beisit­zer im Vorstand tätig war. Zum Schatz­meister wurde Fran­cisco Welter-Schul­tes gewählt. Unter dem Namen „Ampel­piraten“ wurde eine neue Arbeits­gruppe ins Leben gerufen, die sich mit regio­naler Ver­kehrs­politik befassen will.

Schulferien 2015
Tagesbetreuung für Kinder:
Schon jetzt anmelden

Schon jetzt können sich Eltern für eine Tagesbetreuung ih­rer Kids anmelden. Auch für das Jahr 2015 die Stadt wieder eine wöchent­liche Tages­betreu­ung für Kinder von sechs bis zwölf Jahren an: In den Oster-, Sommer- und Herbst­ferien am Herber­häuser Stieg und zusätz­lich an der Hein­rich-Böll-Schule in den ersten drei Som­mer­ferien­wochen. Auch eine wöchent­liche Freizeit auf dem Schul­bauern­hof in Heven­sen steht wieder auf dem Pro­gramm.
Buchungen und Infos ab sofort bei Marlo Becker im Neuen Rat­haus (Zi. 3332, 3. OG Neben­gebäude, Tel. 400-2689) und unter www.ferien-goettingen-anmeldung.de.

Interreligiösen Jahreskalender
JahreskalenderWie auch in den Jahren zuvor hat das Büro für Integration der Stadt Göttingen wiederum zum Jahresende einen inter­religiösen Jahres­kalender heraus­gebracht. Er bein­haltet die höchsten Feier- und Festtage der in Göttingen am häufigsten vertre­tenen Reli­gionen. Kosten­lose Exem­plare können über das Büro für Inte­gration oder über www.goettingen.de/integration bezogen werden Das Team des Büros für Integra­tion freut sich darüber hinaus über Rückmel­dungen z.B. aus Schulen und Kinder­tagesstät­ten, wenn der Kalender bei verschie­denen Planungen und Aktivi­täten Berück­sichti­gung findet.
20 Prozent der Göttinger Einwohner/innen besitzen einen Migra­tions­hinter­grund. Erfreu­licher­weise steige diese Zahl konti­nuier­lich, wendet sich Ober­bürger­meister Rolf-Georg Köhler in einem Schreiben an zahl­reiche Göttinger Organi­sationen und Institu­tionen. Damit verbunden sei eine Vielfalt der Kulturen und Reli­gionen. Sein Ziel sei es, den in Göttin­gen lebenden Menschen aus anderen Kultur­kreisen gleiche Chancen der Teilhabe in den unter­schied­lichen Lebens­berei­chen zu eröffnen und die Begeg­nung unter­einan­der zu fördern.

CDU Ratsfraktion
Theuvsen übernimmt
CDU-Stadtverbandsvorsitzender Prof. Dr Ludwig Theuvsen hat in der Dezember-Ratssit­zung das Rats­mandat von Fritz Güntzler übernom­men. Für Güntzler, der eher zu den „Pöst­chen­samm­lern“ in dem Gre­mium zählte, war die zuneh­mende Arbeits­verdich­tung nicht mehr tragbar, nach­dem er vor kurzem als MdB-Nach­folger Hartwig Fischers auch in den Bundes­tag einge­rückt ist. Auf den Wirt­schafts­prüfer folgt nun ein Agrar­wissen­schaft­ler, der die Rats­gruppe sowohl im Kultur- wie auch im Finanz­aus­schuss vertreten und zudem in den Auf­sichts­räten von GWG und Deut­schem Theater mit­wir­ken wird.
Güntzler, der lange Zeit auch Gruppenvorsitzender der CDU/FDP-Gruppe war, hatte dieses Amt bereits vor einiger Zeit an Hans-Georg Scherer abgegeben.

Toruń/Pau
Neues aus den Partnerstädten
Stadtpräsident wiedergewählt
pdg — Bei den Kommunalwahlen am 16. November ist der lang­jährige Präsi­dent von Göttin­gens Partner­stadt Toruń mit einer Mehr­heit von über 70 Prozent wieder­gewählt worden. OB Rolf-Georg Köhler hat seinem polni­schen Kolle­gen zur Wieder­wahl herzlich gratu­liert. Mit Durch­set­zungs­fähig­keit und Aus­dauer hat Zaleski Toruń seit 2002 zu einer attrak­tiven und touris­tisch interes­santen Stadt fortent­wickelt und u.a. wichtige Bau­projekte, wie die neue Weich­sel-Brücke und eine große Sport- und Event­halle, reali­siert und Thorn mit einer Reihe von neuen Festi­vals und Meetings zur Kultur- und Sport­stadt ausge­baut.
Bundesverdienstorden für Paul Selinger
Seit mehr als 30 Jahren verbindet die Städte Göttingen und Pau in Südfrank­reich eine enge Partner­schaft. Ebenso lange besteht das Engage­ment von Paul Selinger, des gebür­tigen Freibur­gers und Leiters des Hein­rich-Mann-Insti­tuts Pau, für diese Städte­beziehung. Dafür ist ihm jetzt in Pau das Bundes­verdienst­kreuz am Bande der Bundes­republik verliehen worden. „Selin­ger gehört zu den Menschen, die sich in ganz beson­derer Weise für diese Bezie­hungen einset­zen. Durch Schüler­austau­sche und kultu­relle Projekte, die er initiiert hat, wurde unsere Partner­schaft immer wieder mit Leben gefüllt“, kom­men­tiert OB Rolf-Georg Köhler die Ehrung. „Bei allen Projek­ten, die im Rahmen der Städte­beziehun­gen in Pau oder in Göttin­gen laufen, ist er einbe­zogen und wirkt enga­giert mit. Paul Selinger ist ein verläss­licher Partner und dafür ist ihm Göttin­gen dankbar.“

Herberhausen
Gebührensatzung zum Winterdienst
sorgt weiter für Unmut

CDU/FDP-Gruppe für „gerechte Neufassung“
Die demnächst im Rat zu beschließende Gebührensatzung zum Winterdienst in den Dörfern stößt, zumindest in Herberhausen, auf wenig Gegenliebe. In einem offenen Brief wenden sich Ortsbürger­meisterin Ingrid Möhring (SPD) und ihr Stellver­treter Jens Droß (Freie Wähler) deshalb an die Ratsmit­glieder. „In der Satzungs­vorlage wurden lediglich die Punkte verän­dert, in denen die Stadt im Rechts­streit vor dem Verwal­tungs­gericht Göttingen unter­legen ist“, erklären beide darin. Damit aber ändere sich nichts an den Sachver­halten, die in Herber­hausen zu Klagen und Unmut geführt hätten. Wenn auch die Herber­häuser sich von Anfang an nicht gegen einen Beitrag zum Winter­dienst gewehrt hätten, so aber doch gegen die „völlig unge­rechte und unaus­gegli­chene Bemes­sung“. Die neue Regelung führe dazu, dass beispiels­weise für 100m Straßen­reini­gung im Winter­dienst Klasse A, bei beidsei­tiger Bebau­ung mit Hinter­lieger­grund­stück, 1.132 Euro von der Verwal­tung in Rech­nung gestellt werden. Hinge­gen in Klasse C nur 162 Euro.
Beide Unterzeichner fordern die Ratsmitglieder auf, der Sat­zung in dieser Form nicht zuzu­stimmen.
Die CDU/FDP-Ratsgruppe wird der Neufassung der Ge­büh­ren­sat­zung zwar zustim­men, tut dies aber nur des­halb, damit die Stadt ab 1. Januar 2015 über­haupt Rech­nun­gen stellen und damit den totalen Zah­lungs­aus­fall verme­iden kann. Gleich­zeitig kündigt sie an, dass bereits im Früh­jahr über eine weitere grund­sätz­liche Über­arbei­tung der Sat­zung bera­ten werden soll, die deut­liche Schwä­chen und Unge­rech­tig­kei­ten des jetzi­gen Vor­schla­ges aus­räu­men soll.Weitere Informationen

Polizei warnt vor Taschendieben
W-MannBis zum 29. Dezember mit Ausnahme der Zeit vom 24. bis 26. Dezember ist der Göttinger Weihnachtsmarkt jeden Tag bis 20.30 Uhr geöffnet und bietet eine Fülle von kleinen und großen Kultur­ver­anstal­tungen. Über 50 verschie­dene Musik­gruppen, Chöre sowie eine große Zahl an Orches­tern und Musik­klassen verschie­dener Göttinger Schulen betei­ligen sich am dies­jähri­gen Begleit­pro­gramm.Weitere Informationen
„Trickdiebe suchen bewusst körperliche Nähe“
Wo viele Menschen danz dicht zusammenkommen, haben es Taschen­diebe beson­ders leicht, warnd die Polizei. Im dichten Gedränge sind Geld­börsen, die in Gesäß­taschen getragen werden, oder Handys in einer offenen Hand­tasche eine schnelle Beute.
„Trickdiebe suchen bewusst die körper­liche Nähe und ver­suchen, ihre Opfer abzu­lenken. Sie drängeln, rempeln oder beschmut­zen die Kleidung der zuvor sorg­fältig ausge­wählten Opfer, um dann in einem unbe­obach­teten Moment zuzu­greifen. Manch­mal geben sich die Täter auch als ortsun­kundige Touristen und benutzen einen Stadtplan zur Ablen­kung oder versuchen es mit der bekannten Geld­wechsel­masche“, sagt der Beauf­tragte für Krimi­nalprä­vention der Polizei­inspek­tion Göttingen, Norbert Esemann. Meistens arbeiten die Diebe profes­sionell und arbeits­teilig, um an Geld­börsen oder Handys zu gelangen. Im Focus der Lang­finger sind im Moment vor allem teure Smart­phones oder Tablets. Häufig treten die Täter im Team auf – einer lenkt ab, der andere nutzt die Unauf­merk­samkeit der Opfer aus und gibt die Beute an einen Dritten weiter. Der Dieb­stahl wird oft erst viel später entdeckt.
Wichtige Information finden Interessierte im Faltblatt „Schlauer gegen Klauer“, das auf jeder Polizei­dien­stelle kosten­los bereit­liegt oder im Internet unter www.polizei-beratung.de her­unter­geladen werden kann.

Vorweihnachtszeit
Zusätzliche Parkplätze in der Innenstadt
pdg — Neben über 4.000 Parkmöglichkeiten stehen in der Vor­weih­nachtszeit an Wochen­enden weiterhin zusätzliche Parkplätze zur Verfügung. Auf der Internet­seite der Stadt Göttingen besteht unter www.stadtplan.goettingen.de die Möglich­keit, alle von der Stadt bewirt­schafteten Parkplätze in der Parkzone I und II aufzurufen.Weitere Informationen

Flüchtlinge
Grüne wollen ehemaliges IWF nutzen
Der Stadtvorstand der Göttinger Grünen kann sich das ehe­malige Instituts­gebäude im Non­nenstieg auch als Flücht­lings­unter­kunft vorstellen. Etwa die Hälfte der vor wenigen Jahren sanierten Gebäude seien ohne große Umstände für eine Unter­bringung gut nutzbar. Ihre Lage in einem Wohn­gebiet würde sich darüber hinaus vorteil­haft auf eine Inte­gration auswir­ken, heißt es in einer Erklä­rung. Da sich das Gelände aller­dings im Besitz von Bund und Land befindet, müss­ten diese ein entspre­chendes Ent­gegen­kom­men zeigen.
Eine ziemlich optimistische Erwartung, die vor einiger Zeit schon beim Gelände des ehemaligen LKH auf dem Leineberg nicht in Erfüllung ging. Zudem ist das Gelände einem potenten Investor versprochen, der dort ähnlich Großes plant wir aktuell auch am Groner Tor.

Westdörfer
Ab sofort schnelles Internet
pdg — Die Arbeiten der von der Stadt Göttingen mit dem DSL-Ausbau in den Ortstei­len Hetjers­hausen, Knut­bühren und Ellie­hausen beauf­tragten Firma OR Network sind abge­schlossen. In den Ortstei­len stehen nach Mittei­lung des Unter­neh­mens ab sofort Band­breiten bis zu 16 Mbit/s zur Verfü­gung. Das Ausbau­projekt ist mit Förder­mit­teln des Landes Nieder­sachsen und der Stadt Göttin­gen reali­siert worden. Im weiteren Stadt­gebiet, u.a. auch in Esebeck, setzt die Deutsche Telekom AG zurzeit ihren Netz­aus­bau durch Einsatz von Vecto­ring-Tech­nik mit dem Ziel fort, bis zum 2. Quartal 2015 rund 65.000 Haus­halten im Vor­wahl­bereich 0551 den Zugang zu schnellen Inter­net-An­schlüs­sen zu ermög­lichen. Dabei werden Ge­schwin­digkei­ten der Daten­übertra­gung bis zu 50 Mbit/s erreicht.

Fahrradparkhaus am Bahnhof
SPD gegen vollautomatisierten Betrieb
Die Göttinger SPD-Ratsfraktion spricht sich gegen einen ge­planten vollautomatisierten Betrieb des Fahr­rad­park­hauses am Bahnhof aus, mit dem die Stadt­verwal­tung im Rahmen des Haus­halts­siche­rungs­geseztes weitere Kosten­ein­sparun­gen reali­sieren will. Ein solcher Betrieb sei in anderen Städten bereits erfolg­reich instal­liert und tech­nisch ausge­reift, hatte die Verwal­tung kürzlich den Mitglie­dern im Bauaus­schuss dar­gelegt.
„Das wollen wir nicht“, hält die SPD-Ratsfraktion dagegen. Den Parkenden komme es neben Sicherheit und Wetter­festig­keit auch auf ein gutes, prakti­kables Handling sowie auf ein ange­nehmes Ambiente an. Ein voll­auto­mati­siertes Park­haus könne das nicht leisten. Zudem sei Technik, trotz gegen­teili­ger Aussagen der Verwal­tung, „immer anfällig“ und tech­nische Pannen zu erwar­ten. Als wich­tigen Punkt sehen die Sozial­demo­kraten auch das Weg­fallen von Arbeits­plätzen – neben dem Betreiber „mehrere Teilzeit­kräfte, die … ein wach­sames Auge auf das Park­haus haben. Die Voll­auto­mati­sierung werde zu einer Vertrei­bung der Stamm­kunden führen, prognos­tiziert der baupoli­tische Sprecher Andreas Klatt. „Nur durch Personal ist das Park­haus stets sauber, sicher und kunden­freund­lich.“

Energiewende
Wenzel: Adelebser Forderungen absurd
„Wer sich die Abstandsforderungen des bayrischen Minis­terpräsi­denten zu eigen macht, gefährdet die Energie­wende in ihrer Substanz“, sagte der Göttin­ger Abge­ordnete und Minister für Umwelt, Energie und Klima­schutz, Stefan Wenzel, zu Forderungen aus der Ge­mein­de Ade­lebsen. Da die Dörfer im Landkreis oft nur 3 bis 4 Kilo­meter ausein­ander­lägen, würde bei 2km Abstand in beiden Rich­tungen praktisch keine Fläche übrig­bleiben. Auch bei 1,5km sei der verblei­bende Flächen­anteil sehr gering. Das Land orien­tiere sich daher mit seinen Empfeh­lungen an gelten­den Lärm­schutz­grenz­werten nach dem Bundes­immis­sions­schutz­gesetz. Die seien um ein viel­faches schärfer als die Lärm­schutz­grenz­werte beim Straßen­bau. Die Kom­munen könn­ten aber weitere Ab­stände vorse­hen als die Mindest­abstände des Bundes­immis­sion­schutz­gesetzes.Weitere Informationen

Flüchtlinge
SPD diskutiert über Standards
von Flüchtlings-Wohnungen

Der Arbeitskreis Migration in der SPD spricht sich für die Einhal­tung von Qualitäts­stan­dards bei der Errich­tung von Gemein­schafts­unter­künf­ten aus. Vor allem sollen solche Unterkünfte ausschließ­lich über abge­schlos­sene Wohnein­heiten verfü­gen, um private Rück­zugs­räume zu schaffen, dies vermei­de Kon­flikte. Eine an das Umfeld ange­passte Außen­gestal­tung des Gebäudes soll dazu beitra­gen, eine Stig­matisie­rung der Bewohner zu verhin­dern. Bei einem Gedan­kenaus­tausch u.a. mit der Göttin­ger Sozial­dezer­nentin Dr. Dagmar Schla­peit-Beck und dem Leiter der Caritas­stelle im Grenz­durch­gangs­lager Fried­land, Thomas Heek, wurde deutlich, dass durch die momen­tan hohe Flücht­lings­zahl, die Erstbe­treuung in den Erstauf­nahme­einrich­tun­gen Nieder­sach­sens nur noch verkürzt statt­findet. Viele Erst-Orien­tierungs­leistun­gen fallen nun auf die Kom­munen, die eine ent­spre­chende Infra­struktur und Koor­dina­tions­möglich­keiten bereit­stellen sollten.
Auch wenn die dezentrale Unter­bringung von Flüchtlingen aufgrund der erfolg­reicheren Inte­grationsmög­lichkei­ten weiter­hin bevorzugt werde, so komme man doch an der Notwen­digkeit von zentralen Gemein­schafts­unter­künften nicht vorbei, so Schlapeit-Beck. Für solche Unter­künfte müsse es jedoch Stan­dards für die Wohn­qualität, für die soziale Betreuung und für die Sicher­heit der Bewohner geben. Eine große Hilfs­bereit­schaft in der Bevölke­rung könne die Akzeptanz solcher Gemein­schafts­unter­künfte zusätz­lich erhöhen.
Siehe auch: Abschiebung erfolgreich verhindert

Neues Busliniennetz
Pro Bahn: Verhaltene Kritik
Das ab 1. November wirksame neue Busliniennetz für Göt­tingen ist nach Ansicht des Fahrgast­verbands Pro Bahn mit einigen Schwächen behaftet. „So wurde das neue Netz nicht ausge­arbeitet, um es verän­derten Fahrgast­wünschen anzu­passen, sondern vielmehr, um die Sparvor­gaben des städti­schen Haus­haltes zu erfüllen“, kriti­sierte der Regional­vorsit­zende Gerd Aschoff. Dies werde auch dadurch deutlich, dass die Göttinger Verkehrs­betriebe mit der Planung ausge­rechnet dann begon­nen hatten, als gerade der Nahver­kehrs­plan der Stadt für die kom­menden Jahre mit seinem beson­deren öffent­lichen Beteili­gungs­verfah­ren abge­schlos­sen war. Weitere Informationen

E-Mobilität
Metropolregion
stellt „Stromtankkarten“ vor

Bislang gleicht die Tankstellenlandschaft für Elektro­fahr­zeuge einem bundes­weiten Flicken­teppich: Wer mit Karte bezahlen will, kann das vielfach nur im eige­nen Bundes­land oder gar der nähe­ren Umge­bung, weil andern­orts eigene Süpp­chen gekocht und solche Tank­karten außer­halb der Region oft nicht akzep­tiert werden. Elektro­fahrer müssen sich deshalb mit­unter mit einem ganzen Bündel von Tank­karten unter­schied­licher Anbie­ter ein­decken, wollen sie die ohnehin schon wegen der begrenz­ten Reich­weite einge­schränkte Mobi­lität nicht noch weiter ein­schrän­ken. Ein Manko, das die Verbrei­tung von E-Mobi­lität nicht gerade fördert und das man in näherer Zukunft ange­hen will. Auch in der Metro­pol­region Han­nover - Braun­schweig - Göttin­gen - Wolfs­burg mit seinem vom Bund geför­derten Schau­fenster­pro­gramm „Elektro­mobili­tät“.Weitere Informationen

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wird gern zitiert und verlinkt
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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Zertifizierung
Zwei Drittel aller Betriebe zertifiziert
65 Prozent der deutschen Betriebe mit mehr als 50 Beschäf­tigten haben 2012 an mindestens einem Zerti­fizie­rungs­verfah­ren teilge­nommen, berichtet das Institut für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB). Durch extern durch­geführte Zertifizie­rungen können Unter­nehmen belegen, dass sie bestimmte Qua­litäts­stan­dards ein­halten. Aller­dings werden die Verfahren unter­schied­lich stark genutzt. So ließen sich 88 Prozent der Betriebe im Bereich Prozess­qualität zertifi­zieren, 35 Prozent zur Arbeits­platz­qualität, 21 Prozent zum Gesund­heits­manage­ment und neun Prozent zur Verein­bar­keit von Beruf und Familie. 35 Prozent nahmen an Zerti­fizie­rungs­verfah­ren zu weite­ren Themen teil.Weitere Informationen

Weltmeere
Göttinger gegen Überfischung
Greenpeace-Aktion in Brüssel
Greenpeace-AktionMit einem fliegenden Mosaik-Banner forderten Green­peace-Akti­visten am Montag (15.12.) vom EU-Fische­reirat ein klares Votum für den Meeres­schutz. Die EU-Fischerei­minis­ter ent­scheiden über die Höhe der Fang­quoten im kom­menden Jahr. Green­peace bringt damit stellver­tretend die Botschaft von Meeres­schüt­zern aus ganz Europa zu den politi­schen Entschei­dungs­trägern. In Göttingen hatten enga­gierte Bürger/in­nen am 14. Novem­ber an der Protest­aktion teilge­nom­men und sich im Vorfeld mit der Botschaft „Über­fischung betrifft auch mich“ fotogra­fieren lassen. Die Akti­visten von Green­peace Göttin­gen hatten dazu Passan­ten über die Über­fischung der Meere informiert und Protest­unter­schriften bzw. Protest­fotos gesam­melt. Diese Fotos bilden nun gemein­sam mit hun­derten anderen das zwei Mal neun Meter große Mosaik. Das Banner schwebt über dem Eingang des Euro­päi­schen Rates. Es erin­nert mit seiner stili­sierten Unter­wasser­land­schaft und der Aufschrift „empty“ an den kriti­schen Zustand unserer Ozeane.
www.greenpeace.de/fischereimonster

Arbeitsmarkt
Weiter aufwärts
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im November gegen­über dem Vormonat um 0,4 Punkte gestiegen. Der Früh­indi­kator des Instituts für Arbeits­markt- und Berufs­for­schung (IAB) liegt nun bei 100,9 Punkten. Das signa­lisiert für die nächsten drei Monate eine stabile bis leicht sinkende saison­bereinigte Arbeitslosigkeit.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Niedrigste Quote des Jahres
Mit 6,1% meldete die Agentur für Arbeit Göttingen für ihren Agenturbezirk die niedrigste Arbeitslosenquote seit Beginn des Jahres. Insgesamt waren in den Land­kreisen Göttingen, Northeim und Osterode 14.447 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 348 bzw. 2,4% weniger als im Oktober. Gegen­über November 2013 fiel der Rückgang wesentlich deutlicher aus, was die günstige Entwick­lung im Verlauf der letzten zwölf Monate verdeut­licht: Insgesamt sank die Zahl der Arbeitslosen um 1.369 bzw. 8,7%. Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organi­sation Rettet den Regen­wald engagiert sich auf be­wunderns­werte Weise für den Erhalt der letzten noch verblie­benen öko­logischen Reser­vate – wovon letzt­lich unsere Zukunft ab­hängt – und ruft regel­mäßig zu Kam­pagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffent­licht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebens­grund­lagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vor­finden, gibt es ei­ne neue Ak­tion bzw. Neues zu berich­ten.

Borneo
Spenden für den Regenwald
RegenwaldErst 2003 entdeckt: Borneo-Zwergelefanten
Die Regenwaldzerstörung für Palmölplantagen erschüttert Indonesien. Die Menschen können sich nicht mehr ernähren; Orang-Utans sterben auf den Plantagen. Wir müssen gemeinsam den Palmöl-Firmen das illegale Handwerk legen. Dafür und den weltweiten Schutz der Regenwälder bitten wir um Ihre Unterstützung:
www.regenwald.org

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Beruf und Bildung

Kreativitätsprogramm
Studierende Daniel Düsentriebe gesucht
Förderung bis zu 5.000 Euro
pug — Zum vierten Mal schreibt die Uni Göttingen zu­sam­men mit der AKB-Stiftung ein Krea­tivitäts­programm aus. Bewer­ben können sich Studie­rende, die aus ihrem Studium heraus interes­sante Ideen entwi­ckeln. Die Vorha­ben können mit Partnern aus anderen Einrich­tungen oder Unter­nehmen sowie in inter­natio­naler Zusam­men­arbeit geplant sein. Es können auch Reisen mit dem Projekt verbun­den werden. Erwünscht sind vor allem Vor­haben mit einer gesell­schaft­lich rele­van­ten Frage­stel­lung. Erfolg­reiche Ideen werden jeweils mit bis zu 5.000 Euro für die Umset­zung geför­dert. Die Aus­schrei­bung richtet sich an Studie­rende aller Fach­rich­tun­gen mit Aus­nahme von Promo­tions­studie­renden.
Bewerbungsschluss ist der 16. Januar 2015.Weitere Informationen

Universitätsmedizin
Schule für langzeitkranke Kinder
Spenden für Lehr- und Lernausstattung benötigt
Klinikschuleumg — Seit Mitte der 80er Jahre hat die Uni­ver­sitäts­medizin Göttingen (UMG) eine eigene Klinik­schule. In dem klei­nen Pavillon in der Osthalle erhal­ten Kinder und Jugend­liche Unter­richt, die über einen länge­ren Zeit­raum stationär oder teilsta­tionär in der Kinder­klinik behan­delt werden müssen. Die Klinik­schule bekommt nun neue Räume – und benötigt Spenden für die Raum­ausstat­tung.Weitere Informationen

Hochschulrektorenkonferenz
Forderung nach Wiedereinführung von
allgemeinen Studienbeiträgen trifft auf Kritik

Der hochschulpolitische Sprecher der Grünen im Nie­der­sächsi­schen Landtag, Ottmar von Holtz, weist die Forde­rung des Präsi­denten der Hoch­schul­rektoren­konfe­renz nach Wieder­einfüh­rung von allge­meinen Studien­beiträgen ener­gisch zurück. Bildungs­bereiche sollten nicht gegen­einander ausge­spielt werden, so von Holtz.Weitere Informationen

Schulprojekt
Bildsprache in Filmen
Schüler auf interkultureller Spurensuche
Mit dem Schulprojekt „IslaMovies – eine (inter)kultu­relle Spuren­suche“ wollen Wissen­schaftler der Univer­sität Göt­tingen zusam­men mit einer Künst­lerin und zwei Lehr­kräften die Ausein­ander­setzung mit eigener und fremder Religion und Kultur fördern. Das Projekt ist auf die Dauer von zwei Jahren angelegt und richtet sich an Schüle­rinnen und Schüler der Ober­stufe aus dem Max-Planck-Gym­nasium Göttin­gen und dem Roswitha Gym­nasium in Bad Ganders­heim. Pro Jahr sind 20 Plätze frei. Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über

• Espressomaschinen
• Fernseher
• Pralinen

Neue Bücher für Verbraucher
• Finanztest Spezial: Rendite sichern
• Jahrbücher 2015: test / Finanztest
• Die besten rezeptfreien Medikamente
• Handbuch Eigentumswohnung

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de bean­standet die Ver­brau­cher­zentrale aktuell folgende Produkte wegen irre­führen­der oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• wie damals – Joghurt
• Gepa Bio Canela cremig
• Fjord Krone Heringsröllchen
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen

Paketdienste
Schnell und ruppig
Nach ein bis zwei Tagen sind Pakete innerhalb von Deutschland meist am Ziel. Zerbrechliches ist aber nicht bei jedem Versender gut aufgehoben, bei einem ging in jeder dritten Sendung etwas zu Bruch. Das Hauptproblem der Paketdienste ist aber die Zustellung. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, nachdem sie 100 gleiche Pakete von den fünf großen Paketdiensten DHL, DPD, GLS, Hermes und UPS kreuz und quer durch Deutschland geschickt hat. Zusätzlich hat sie das Engagement der Paketdienste für ihre Mitarbeiter und den Umweltschutz ermittelt. Die Ergebnisse sind in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht.
www.test.de/paketdienste

Privathaftpflichtversicherung
Neue Verträge schützen besser
Es gibt viele neue Angebote: Wer noch keine Privat­haft­pflicht­versiche­rung hat, sollte unbe­dingt eine abschließen, denn sie deckt die wich­tigsten Risiken des alltäg­lichen Lebens ab. Und wer schon versichert ist, sollte vielleicht wechseln, denn jetzt gibt es Angebote mit viel Extra­sicherheit.Weitere Informationen

Baufinanzierung
Fast alle Banken kassieren
überhöhte Bereitstellungszinsen

Viele Banken kassieren überhöhte Bereit­stellungs­zinsen und verteuern ein Immo­bilien­darlehen damit häufig um mehrere tausend Euro. Banken verlangen durchweg 3 Prozent Zinsen allein dafür, dass sie den zuge­sagten Kredit zur Auszah­lung bereit­halten. Obwohl die Zinsen für Immo­bilien­kredite in den letzten Jahren drastisch gesunken sind, erheben die Banken für die Bereit­stellungs­zinsen die gleiche Höhe wie vor 30 Jahren.Weitere Informationen

Allergenkennzeichnung
Schoko-Weihnachtsmänner
nur mit Lupe kaufen

Eigentlich sollen Allergiker Infor­mationen zu un­verträg­lichen Stoffen zukünftig leichter auf Lebens­mittel­verpac­kungen finden. Dies sieht die am 13. Dezember in Kraft tretende neue Lebens­mittel­infor­mations­verord­nung (LMIV) vor. Die Verbraucher­zentrale Nieder­sachsen hat die Kenn­zeichnung von 33 verschiedenen Schoko­laden-Weih­nachts­männern überprüft. Das Ergebnis: Bei den Herstellern, die die Ver­ordnung bereits umsetzen, ist die Hälfte der Etiketten kaum lesbar. Allergiker haben es deshalb nach wie vor schwer, Zutaten die sie meiden müssen, zu entziffern. Weitere Informationen

Lebensmittelüberwachung in Niedersachsen
Jeder 6. Gastronomie-Betrieb fiel durch
Bereits im April dieses Jahres stand die Fast-Food-Kette Burger King u.a. wegen Hygiene­mängeln in der Kritik. In dieser Woche schloss Burger King 89 Filialen. Anlass für die Ver­brau­cher­zentrale Nieder­sachsen, bei den örtlichen Lebens­mittel­über­wachungs­behörden nachzu­fragen, wie es um die Hygiene in der nieder­sächsi­schen Gastro­nomie steht. Das Ergebnis: von 14.268 kontrol­lierten Betrieben fiel jeder sechste Betrieb durch. In einigen Land­kreisen und Städten sogar jeder zweite oder dritte Betrieb.Weitere Informationen

Abzocke
Verbraucherzentrale warnt
vor Europa Inkasso

Wegen eines angeblich bestellten SBASS Anrufblocker wur­den vor kurzem Verbrau­cher von der Europa Inkasso GmbH ange­schrieben und aufge­fordert, 119 Euro zu zahlen. Die Verbraucher­zentrale Nieder­sachsen infor­miert dazu auf ihrer Home­page und rät Betrof­fenen, der ver­meint­lichen Bestel­lung schriftlich zu wider­sprechen und die gefor­derte Summe nicht zu bezahlen. Nun legt das Unter­neh­men nach und droht in einem neuen Schreiben sogar mit „Zwangs­voll­streckung und Mit­arbei­terin-Besuch“.

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Gesellschaft

Sport
Tour d’Energie 2015
Die Vorbereitungen für die nächste Tour haben bereits be­gon­nen. Mit dem Leitsatz „Traditio­nell, profes­sionell und doch familiär“ wollen die Veran­stalter einen Weg ein­schlagen, der dem Göttinger Jeder­mann­rennen eine eigene Note verleiht. Anmel­dungen für die Tour d’Energie werden ab 6. Januar ent­gegen­genom­men. Die bekannte 46 km-Strecke wurde auf­grund geän­derter Richt­linien (km-An­gaben nur noch in 5er-Schritten) im Rahmen der German Cycling Cup Renn­serie um einen Kilo­meter „gekürzt“, obwohl die reale Strecken­länge unver­ändert bleibt.
www.tourdenergie.de

„Menschen für Kinder e.V.“
Verein spendet für Kinderkrebsstation
Kinderkrebsstationumg — Die Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onko­logie der Klinik für Kinder- und Jugend­medizin der Uni­ver­sitäts­medizin Göttingen (UMG) hat vom Verein „Men­schen für Kinder e.V.“ eine Spende in Höhe von Euro 30.000 Euro erhal­ten. Das Spen­den­geld kommt dem For­schungs­projekt „Die Streu­ung/Aus­brei­tung von bös­artigen Hirn­tumo­ren bei Kindern besser verste­hen lernen, um neue Thera­pien entwi­ckeln und ‚alte‘ Thera­pien verbes­sern zu können“ zugute. Zusätz­lich über­reich­ten Vereins­mitglie­der Ge­schen­ke für die Kinder. Der mittel­hessi­sche Verein mit Sitz in Braun­fels an der Lahn unter­stützt seit 25 Jahren die Belange von Kindern und Jugend­lichen mit Krebs­erkran­kun­gen im gesam­ten Bundes­gebiet.
Spendenkonto der Kinderkrebsstation: Sparkasse Göttingen Nr. 448 (BLZ 260 500 01), Kennwort: „OnkoKind“ – KST 1347980.

Kinderpalliativmedizin
Apotheken spenden für
Versorgung schwerstkranker Kinder

Die Göttinger Apothekengemeinschaft 7a, ein Verbund von 7 Göttinger Apotheken, hat für die ambulante Kinderpalliativmedizin 5000 Euro gespendet. „Spenden wie diese helfen, schwerstkranke Kinder entweder in ihrem Zuhause oder in dem neuen Kinderpalliativzimmer zu betreuen. Die Kinder oder ihre Eltern haben so die Möglichkeit zu entscheiden, wo sie medizinische Hilfe bekommen“, sagt Dr. Friedemann Nauck, Direktor der Palliativmedizin der UMG.
UMG KinderpalliativzimmerDas Kinderpalliativzimmer ist das erste seiner Art überhaupt an einem Universitätsklinikum in Deutschland und damit bundesweit ein Unikat. Der Umbau kostet zwischen 130.000 bis 150.000 Euro. Die Kinderpalliativmedizin an der UMG versorgt im ambulanten Bereich acht bis 14 Kinder im Umkreis von bis zu 100 Kilometern. Alle Einrichtungsgegenstände für das neue Zimmer, die über den normalen Krankenhausstandard hinausgehen, müssen von der Kinderpalliativmedizin selbst über Spenden finanziert werden.
Spendenkonto: Göttinger Schmerz- und Palliativverein e.V. IBAN: DE08 2605 0001 0056 0109 37 BIC: NOLADE21GOE; Sparkasse Göttingen. Stichwort: „Kinderpalliativmedizin“.

Universitätsmedizin spendet Schutzkleidung
für Partnerkrankenhaus in Ghana

Schutzkleidungumg — 70 Schutzanzüge und 300 Schutzmasken hat die Uni­ver­sitätsmedizin Göttingen (UMG) für sein Partner­kran­kenhaus in St. Martin de Porres Hospital in Eikwe/ Ghana gespendet. Eikwe liegt an der Grenze zur Elfen­bein­küste in West­afrika. In Westafrika kam es vermehrt zu Erkran­kungen an Ebola. Die Schutz­kleidung kam bereits bei einem ersten Verdachts­fall zum Einsatz.Weitere Informationen

Schulwegsicherung
Verkehrshelfer an Brüder-Grimm-Schule
kk/jk — An der Göttinger Brüder-Grimm-Schule in der Ro­bert-Koch-Straße gibt es seit dem 10.11. sechs Ver­kehrs­helfer. Die Grund­schule ist damit nach der Ween­der Wilhelm-Hen­neberg-Schule die zweite Schule, die sich dieser sinn­vollen Form der Schulwegs­präven­tion be­dient.Weitere Informationen

Göttinger Entsorgungsbetriebe
Problemfall Biotonne im Winter
Die Göttinger Entsorgungs­betrie­be (GEB) emp­fehlen, die Bioab­fälle im Winter beson­ders abtrop­fen zu lassen, so dass sie weniger nass, und am besten noch in Zeitungs­papier oder Papier­tüten einge­hüllt, in die Tonne gege­ben werden, denn je weni­ger Feuch­tigkeit in der Bio­tonne ist, desto gerin­ger ist die Gefahr des Fest­frie­rens der Abfälle. Ein mit geknüll­tem Papier oder zerris­senem Karton ausge­legter Tonnen­boden erschwert darüber hinaus das unlieb­same Fest­frieren. Zudem sollte nach Mög­lich­keit die Tonne an einen ge­schütz­ten Ort gestellt werden. Auch der Weg zum Be­hälter­stand­platz und der Platz selbst sollten eis- und schnee­frei gehal­ten werden. Ein erneu­tes Anfah­ren von Grund­stücken bei erfolg­loser Lee­rung ist nicht mög­lich.

Humboldtallee 9
Zoff geht weiter
Der Geschäftsführer des Studentenwerks, Jörg Magull, hat nach einer gütlichen Einigung mit der Wohnrauminitia­tive in der Humboldt­allee 9 über die Vermie­tung des dortigen Wohn­raums nun­mehr mit einer Abmah­nung für das Heraus­hängen von Transpa­renten gedroht. Dass dies vom Stu­denten­werk qua gesetz­lichem Auftrag nicht geduldet werden kann, hatte Magull bereits in der Ratssit­zung vom 17. Okto­ber deutlich gemacht. Gerichte haben in der Ver­gangen­heit ähnlich auch bei Vermie­tung auf dem freien Woh­nungs­markt entschie­den.
„Wir sind enttäuscht, dass Magull offen­sichtlich nun doch nicht mehr an einer Befrie­dung der ange­spann­ten Situation zwischen Wohn­heimen und Studen­tenwerks­führung in­ter­es­siert ist“, äußert sich die Initiative dazu. Eine Befrie­dung scheint demnach nur möglich, wenn die Initia­tive ihren Willen durchzu­setzen vermag – mit welchem „Recht“ auch immer.
Die Göttinger Piraten-Partei sieht in „politischen Stel­lung­nahmen in Form von Trans­parenten [ein] grund­sätz­liches und willkom­menes demo­krati­sches Handeln“, wobei eine Unter­sagung solchen Handelns auch dem Zweck des Stu­denten­werks zuwider­laufe, nämlich „die Studie­renden [...] wirtschaft­lich, sozial und kultu­rell zu fördern und für ihre Gesund­heit zu sorgen“, äußern sie sich entspre­chend. Darauf muss man erst­mal kom­men.
Auch die SPD kann das Vorge­hen des Studenten­werks nicht nach­vollzie­hen. Ange­sichts man­geln­den studenti­schen Wohn­raums mittels Trans­paren­ten den Finger in die Wunde zu legen zeuge von politi­schem Engage­ment und sei mora­lisch erlaubt. „Man [sollte] anneh­men, dass es derzeit weitaus drin­gen­dere Probleme mit studen­tischem Wohn­raum gäbe, denen sich das Stu­denten­werk widmen sollte“, heißt es in einer Presse­mittei­lung. „Es wäre besser, das Stu­denten­werk würde gemein­sam mit den Studie­renden und der Göttin­ger Land­tags­abgeord­neten Gabriele Andretta den Druck auf die Landes­regie­rung erhöhen, nun rasch die finan­ziellen Möglich­keiten für den Bau neuer Wohn­heime zu schaffen.

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier: Weitere Informationen

Folgeunfall auf Umleitungsstrecke
lü — Auf der Umleitungs­strecke der gesperrten A 7 ist es am 21.12. in Obern­jesa zu einem Verkehrs­unfall gekom­men, bei dem aber niemand verletzt wurde.

20.000 Euro Schaden im Groner Holz
Ein 36-Jähriger kam am 21. Dezem­ber gegen 1.00 Uhr im „Groner Holz“ in der ersten Links­kurve nach rechts von der Fahr­bahn ab, geriet mit seinem Pkw auf die dortige Schutz­planke und riss diese auf einer Länge von ca. 70 Meter nieder.

Ein Toter bei Gefahrgut-Unfall
Umweltminister Wenzel dankt den Helfern
Die Vollsperrung der Autobahn und einen tödlich verletzten Pkw-Fahrer hatte der Unfall eines Gefahr­gut-Lkws auf der Autobahn am frühen Morgen des 19. Dezember zur Folge. Ein in Richtung Süden fahrender, mit 80 Fässern Alumi­nium­phosphat beladener Sattelzug hatte aus unbe­kannter Ursache die Mittel­schutz­planke durch­brochen und war quer über die Nord- und Südfahr­bahn auf die Seite gekippt. Die Bergung gestaltete sich so schwierig, dass die Autobahn drei Tage lang gesperrt werden musste.
Den vielen Helferinnen und Helfern und der Einsatz­leitung, die bei dem Gefahr­gutunfall auf der A7 bei Göttingen in einem außer­gewöhn­lichen Einsatz Schlim­meres verhin­dert haben, sprach der nieder­sächsi­sche Minister für Umwelt, Energie und Klima­schutz, Stefan Wenzel, seinen Dank aus: „Mein Mitgefühl gilt vor allem auch den Ange­hörigen des tödlich Verletz­ten und den schwer verletz­ten Personen.“

Erneut Wohnungsbrand in Rosdorf
Kla — Am Montagnach­mittag (15.12.) kam es in Rosdorf zu einem Woh­nungs­brand in einem Zwei­familien­haus.

BMW beschädigt und geflüchtet
jk — Ein unbekannter Fahrzeug­führer hat am Sonntag (14.12.) einen in der Prinzen­straße geparkten weißen 1er BMW erheb­lich im Front­bereich beschädigt und ist danach geflüchtet.

Bovenden: 3 Autos geklaut
jk — In Bovenden haben Unbe­kannte in der Nacht zu Freitag (12.12.) einen VW Tiguan und zwei VW T5 Muliti­van im Gesamt­wert von meh­reren zehn­tau­send Euro gestohlen.

17-Jährige von Pkw gestreift –
Zeugen gesucht

jk — Ein 17 Jahre altes Mädchen ist nach eigenen Angaben am Montag­abend (08.12.) gegen 20.00 Uhr auf der Hanno­verschen Straße in Höhe eines Schnell­restau­rants von einem in Richtung stadtaus­wärts fahrenden unbe­kannten Pkw gestreift worden. Bei der Berüh­rung wurde die Jugend­liche leicht verletzt.

Mit Karacho in Verkaufsanhänger
lü — Bei einem Verkehrs­unfall auf der Landes­straße 574 zwischen Klein Lengden und Groß Lengden sind am 11.12. zwei Insassen eines Klein­wagens schwer verletzt worden.

Audi A 4 gestohlen
jk — Im Schneide­mühler Weg ist in der Nacht zu Mittwoch (10.12.) ein schwarzer Audi A 4 Avant von Unbe­kannten gestohlen worden.

Brand in Mehrfamilienwohnhaus
jk — In einem Raum im Keller eines Mehr­familien­wohn­hauses in Rosdorf ist am Dienstag­abend (09.12.) gegen 18.20 Uhr ein Feuer aus­gebrochen. Die Brand­ursache ist der­zeit noch unklar, die Lösch­arbeiten dauern an. Bei dem Feuer wurden nach ersten Erkennt­nissen drei Kinder, drei Erwach­sene und zwei Einsatz­kräfte der Feuerwehr verletzt.

 

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