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Bernard Kouchner erhält Göttinger MenschenrechtspreisWeitere Informationen

 
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    Spacer 20.09.2014 17:20 SpacerOptimiert für das Format 16:9      
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft

Der Radiotipp
Aus den Augen, aus dem Sinn. Deutscher Atommüll in Russland. Die Suche nach einem geeigneten Endlager für hoch radio­aktive Abfälle in Deutsch­land beginnt wieder von vorne. Im Gehei­men wurde bereits nach Optio­nen im Aus­land gesucht, auch in Russ­land. Obwohl der Export offiziell politisch nicht er­wünscht ist – Spuren gibt es den­noch: Vertrau­liche Kosten­pläne eines deut­schen Ener­gie­kon­zerns, die Erspar­nisse durch den Export auf­zeigen, russi­sche Ministe­riums­papiere, die mit den zah­lungs­kräfti­gen Kunden aus Deutsch­land kalku­lieren. Das Feature folgt diesen Spuren in Deutsch­land und Russ­land. Sie führen bis an den Zaun der geschlos­senen Stadt Krasno­jarsk-26, einem Zentrum der russi­schen Atom­indus­trie und in die Vor­stands­etage der deut­schen EnBW in Karls­ruhe.
Am 21. Sept. um 11.05 Uhr, NDR Info.


Kultur

Spielzeitbeginn
Göttinger Theater
laden Publikum zur Sause ein

Junges und Deutsches Theater eröffnen die Saison mit Tagen der offenen Tür.
Am 20. Septem­ber begann das Junge Theater mit einem Aktions­tag „Das begeh­bare Haus“. Alle Räum­lich­keiten, auch die noch kaum begeh­baren, wurden für das Publi­kum zugäng­lich gemacht. Das Deutsche Theater folgt am 25. Sep­tem­ber mit einem Tag der offenen Tür (ab 13 Uhr) und einer DT — XParty, zu der alle Göttin­ger einge­laden sind (ab 21 Uhr), mit dem Ensemble auf der Bühne und im Foyer zu feiern (Ein­tritt: 4 Euro). Dann werden Bühne und Theater­keller zur Tanz­fläche, das Parkett des Zu­schauer­raums zur Chill-Out-Area.
Veranstaltungen

Roncalli
Glanzvoller Auftakt
Nicht zu viel versprochen
A0 RoncalliMit einem gewohnt traum­haften Auftakt hat der be­rühm­te Circus Ron­calli in Göt­tin­gen sein Debut gege­ben. Teil­weise un­ver­gleich­liche Dar­bie­tun­gen vol­ler An­mut, be­glei­tet von einer eben­sol­chen Mu­sik mit gele­gent­li­chen Aus­flü­gen in die Klas­sik, wel­che sich wohl­tuend von jener der übli­chen „Rums­ta­ta“- Ka­pellen unterschied, lie­ßen das begeis­terte Pub­li­kum voll auf seine Kos­ten kom­men und zu Ova­tio­nen hin­rei­ßen – auch die auffallend stark vertre­tenen Gäste aus dem Göttin­ger Rathaus. Dass die Veran­staltung dennoch nicht zu einem Polit-Circus geriet – der beginnt in diesen Wochen gerade erst wieder anzu­laufen –, dafür sorgte auch Special Guest Andrej Jigalov (Abb.) mit seiner un­nach­ahm­lichen Art als kleiner, toll­patschi­ger, gleich­wohl sympa­thischer Fies­ling, in dem sich der ein oder andere, wenn auch nicht in dieser Über­spitzung, wohl wieder­erken­nen dürfte.Weitere Informationen
Bis 21. September außer Mo. auf dem Schüt­zenplatz.

Apex
Neue Spielzeit beginnt
Einen besonderen Schwerpunkt bilden in der Kleinkunstbühne Apex im kommenden Monat satirische Programme, darunter Stand-up-Comedy, Polit-Kabarett, eine Stumm­film­komödie, eine Impro-Koch­show, komische Lyrik und Drama.
Henning Schmidtkes musik­kabaret­tisti­sche Ent­schleu­nigungs­anlei­tung wird am 26. Septem­ber den persön­lichen und den allge­meinen „Hetz­kasper" auf's Korn nehmen. Ganz anders dagegen der inzwi­schen durch seine Auf­tritte in zahl­reichen TV-Satire-For­maten popu­läre Impro-Co­median Sascha Korf am 27. mit „Wer zuletzt lacht, denkt zu lang­sam!" Für die Vorpre­miere seines neuen Pro­gramms hat der junge, in Berlin lebende Come­dian Archie Clapp – Sohn des Göttin­ger Comedy­zaube­rers Andy Clapp – das Apex ausge­wählt. Mit seiner artisti­schen Recher­che „Clappe, das ist Kunst!" voller schräger Varieté­num­mern wird er er am 29. Septem­ber den Schluss­punkt setzen. Veranstaltungen

Spielzeit 2014/2015
„Es ist möglich“
Junges Theater vor Neuanfang
Das Ensemble-Theater hoch­halten will der neue Inten­dant des Jun­gen Thea­ters, Nico Dietrich, besser wohl: der junge Inten­dant (35 Jahre) des neuen Theaters am Wochen­markt. So erklärte er es jeden­falls anläss­lich der Vorstel­lung des Pro­gramms für die Spiel­zeit 2014/15, das im­merhin 13 Premie­ren bereit­hält, die von lediglich sechs ständigen Ensem­ble­mit­gliedern sowie einigen Gäs­ten bestrit­ten werden sollen.Weitere Informationen

Deutsches Theater
Strahlende Zukunft
Neues Corporate Design
lr/eb — Mit dem neuen Intendanten Erich Siedler hält auch eine neue Werbe­agentur Einzug ins Deutsche Theater. Die Wuppertaler Agentur GK+ setzt bei der Gestaltung des neuen Kleides des Schauspiel­hauses nicht auf über­ladene Grafiken oder Farben­vielfalt – im Gegenteil: Reduktion heißt das Stichwort.Weitere Informationen

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Wissenschaft

Stadtgeschichte
Textfunde von
St. Jacobi publiziert

Zeitgleich zum Ende der Sanierung haben Wis­senschaftler der Universität Göttin­gen ihre Arbeit an der Edition des Kopial- und Rech­nungs­buchs zum Turm­bau aus dem 15. Jahr­hundert fertig­gestellt. Die 120-seitige Edition enthält Rech­nungen über den Bau des Turmes seit 1416 sowie alle mit diesem Vor­haben verbun­denen Doku­mente. Das Buch stellt eine einzig­artige Quelle der nord­deutschen Kir­chen- und Archi­tektur­geschich­te dar. Gleich­zeitig enthält es den ersten Beleg für die Exis­tenz einer jüdi­schen Gemeinde in Göttingen.Weitere Informationen

Historische Landesforschung
Ringvorlesung
zur Personalunion

Vorträge liegen schriftlich vor
pug — Vor knapp 300 Jahren brach Georg Ludwig, Kurfürst von Hannover, nach London auf, um König von Groß­britan­nien zu werden. Die damit geschaf­fene Per­sonal­union prägte die Ent­wick­lun­gen in Politik, Wirt­schaft und Gesell­schaft bis 1837. Ein Sammel­band des Uni­ver­sitäts­verlags Göttin­gen doku­men­tiert nun den Stand der Wissen­schaft zur Inter­aktion zwischen den beiden Herr­schafts­räumen. Die zwölf Aufsätze basieren auf den Vor­trä­gen der öffent­lichen Ring­vorle­sung im Winter­semes­ter 2013/2014. „Der Sammel­band doku­mentiert, dass die Personal­union zwischen Groß­britan­nien und Han­nover vorder­grün­dig eine politi­sche Verbin­dung war, die aber tatsäch­lich von Trans­ferleis­tungen und Pro­zessen des kultu­rellen Aus­tauschs geprägt waren“, erläu­tert Heraus­geber Prof. Dr. Arnd Reite­meier, Leiter des Insti­tuts für Histo­rische Landes­forschung der Uni­ver­sität. „Diese kön­nen nicht isoliert, son­dern müssen stets im euro­päischen oder sogar welt­weiten Kontext gesehen werden.“
262 S., ISBN 978-3-86395-173-3, 26,00 Euro.

Physik
Bewegung
von Lipidmolekülen

Neue Beobachtungsmethode
pug — Wissenschaftler der Universitäten Göt­tingen und Augs­burg sowie des Ham­burger Forschungs­instituts DESY haben eine neue Methode entwi­ckelt, um die Bewe­gung von Lipid­mole­külen zu beob­achten. Die Forscher „rüttelten“ mit kurzen Röntgen­pulsen von außen an einem Stapel von Lipid­membra­nen. Dabei konnten sie erken­nen, dass sich die Mem­branen durch die akusti­schen Wellen auf und ab beweg­ten und ihre innere Struktur zu schwin­gen begann.Weitere Informationen

Nanoskopie
Neues Verfahren entwickelt
cnmpb/umg — Göttinger Wissenschaftler haben ein neues Ver­fahren entwi­ckelt, um Zellen mit hoch­auflö­sen­der Bild­gebung zu unter­suchen. Mit dem neuen Bild­gebungs­verfah­ren „COIN“ können die Wissen­schaftler genau unter­suchen, wie sich Proteine in zellu­lären Struk­turen erneu­ern und wie ihr Stoff­wechsel funk­tioniert.Weitere Informationen

Biologie
Waldzerstörung
in Neuguinea

pug — Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Univer­sität Göttin­gen unter­sucht die Auswir­kungen von Lebens­raum­verände­run­gen, verän­der­tem Nah­rungs­ange­bot sowie der zuneh­menden Jagd auf Kasuare in Papua (Indo­nesien). Sie fanden heraus, dass die Vögel mäßig tolerant gegen­über mitt­leren Störun­gen wie Jagd­aktivi­täten sind, aber intole­rant gegen­über schweren Störun­gen, wie zum Beispiel einer inten­siven Abhol­zung.Weitere Informationen

Zoologie
Genforschung an Spinnen
pug — In einer Gewächshausspinne sind deutlich mehr Gene aktiv als im Men­schen. Außer­dem verfügt sie über alle wich­tigen Gene, die auch die Embryo­nalent­wick­lung des Menschen voran­treiben. Das hat ein inter­natio­nales Forscher­team unter der Füh­rung von Wissen­schaft­lern des Göttin­ger Zen­trums für Mole­kulare Bio­wissen­schaf­ten (GZMB) der Univer­sität Göttin­gen heraus­gefun­den. Mithilfe neues­ter Sequen­zier­metho­den haben die Wissen­schaftler alle aktiven Gene der Gewächs­haus­spinne Para­stea­toda tepida­riorum ent­schlüs­selt.Weitere Informationen

Wettbewerb
Kreative Projektideen
ausgezeichnet

pug — Homosexualität und Touris­mus in Istanbul, Literatur­lesun­gen im Keller oder eine Online-Platt­form für Himmels­aufnah­men: Sieben origi­nelle und inno­vative Projekte wurden in der zweiten Runde des Krea­tivitäts­wettbe­werbs für Studie­rende an der Univer­sität Göttin­gen prämiert. Im vergan­genen Winter­semester hatte die Hoch­schule ihre Studie­renden aufge­fordert, Vorschläge für Ideen einzu­reichen, die sie im Team oder allein umset­zen möchten. Insge­samt gingen 16 Projekt­skizzen von Einzel­personen und Gruppen ein. Eine Jury wählte daraus die besten Projekte aus, die jetzt in einer Feier­stunde im Histo­rischen Gebäude der Nieder­sächsi­schen Staats- und Uni­ver­sitäts­biblio­thek ausge­zeich­net wurden.Weitere Informationen

Astrophysik
Sterne 2.0 –
Modell der Entstehung des
ältesten bekannten Sterns
der Milchstraße

pug — Wissen­schaftler der Univer­sitäten Göttingen und Kopen­hagen haben mit Hilfe hochaufgelöster Com­puter­simu­lation die Entstehung des ältesten bekannten Sterns der Milch­straße modelliert. Für die kosmo­logische Simulation auf einem Super­computer des Nord­deutschen Verbundes für Hoch- und Höchst­leistungs­rechnen nutzten sie Informationen über die Häufig­keit der verschiedenen Elemente in dem Stern, die Dynamik von Gas und dunkler Materie sowie die chemische Ent­wicklung. Die Forscher erhoffen sich von der Model­lierung Erkenntnisse über den Übergang von der ersten zur zweiten Stern­gene­ration im Universum.Weitere Informationen

Physik
Neues Verfahren zur
Untersuchung molekularer
und atomarer Strukturen
pug — In der mikro­skopischen Welt von Atomen und Mole­külen läuft vieles im Bereich von Fem­tosekunden und Piko­sekunden ab, also Billiard­steln und Billion­steln einer Sekunde. Um einen direkten Blick auf die Dynamik im Mikro­kosmos werfen zu können, nutzen Forscher extrem kurze Röntgen- oder Elektronen­blitze. So können schnelle Bewegungen von Atomen und Mole­külen in einem Moment festgehalten werden und es werden feinste Unter­schiede in der Anordnung und Orientierung atomarer Strukturen sichtbar. Physiker und Chemiker der Universität Göttingen haben unter Beteiligung von Forschern des Göttinger Max-Planck-Instituts (MPI) für biophysikalische Chemie ein neues Verfahren entwickelt, die Dynamik einzelner atomarer und mole­kularer Lagen zu untersuchen.Weitere Informationen

Krebsforschung
Chromosomale Instabilität
bei Tumorzellenr

umg — Krebszellen besitzen eine Eigenschaft, die es schwer macht, sie zu bekämp­fen: Sie können sich gut an­passen. Ein internationales Forscher­team unter der Lei­tung von Pro­fessor Dr. Holger Bastians, Wissen­schaftler am Institut für Molekulare Onkologie der Universitäts­medizin Göttin­gen (UMG) und am Göttin­ger Zentrum für Mole­kulare Bio­wissen­schaften (GZMB), hat jetzt in Darm­krebszellen einen Schlüssel­mechanismus entdeckt. Dessen Defekte sind die Grundlage von Chromosomen-Fehl­verteilun­gen. Diese Fehl­verteilun­gen begünstigen, dass der Krebs Metastasen oder Resistenzen gegen­über Behand­lungsmethoden bildet. Grund dafür ist die so genannte chromo­somale Instabilität: Dabei geben die Tumor­zellen bei jeder Zell­teilung ganze Chromo­somen fehlerhaft an ihre Tochter­zellen weiter.Weitere Informationen

Geobiologie
Neuer Einblick in
Meeresablagerungen
des Schwarzen Juras

pug — Wissen­schaftler der Universitäten Göt­tin­gen, Erlangen und Tü­bingen sowie des Bayerischen Landes­amtes für Um­welt in Hof haben erstmals die Gesteins­schichten im Gebiet des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals südlich von Altdorf bei Nürnberg mit modernen Methoden doku­mentiert. Die detaillierte Analyse ermöglicht einen Ein­blick in die Zeit des so genannten Schwarzen Juras vor etwa 178 bis 200 Millionen Jahren. Den Forschern gelang es, zahl­reiche historische Fossil­funde wie beispielsweise den Schädel eines großen Fisch­sauriers präzise den jeweiligen Fund­horizonten zuzuordnen. Weitere Informationen

Auszeichnung
Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
ehrt Bienenforscherin

Mit dem Europäischen Preis für zu­kunfts­gerechte Land­nutzung CULTURA ist die ehemals in Göttingen tätige Agrar­ökologin Alexan­dra-Maria Klein ausge­zeichnet worden. Der Preis hono­riert beispiel­hafte Arbeits­ansätze auf den Gebie­ten Natur­schutz, Land- und Forst­wirt­schaft und ist mit 25.000 Euro dotiert.Weitere Informationen

Lungenembolie
Neue Erkenntnisse
zur Behandlung

umg — Eine von der Klinik für Kardiologie und Pneumologie am Herzzen­trum der Uni-Me­dizin Göttin­gen (UMG) europa­weit initiiert Studie (Pulmonary Em­bolism Throm­bolysis Study) hat neue Er­kennt­nisse für die Behand­lung von Patien­ten mit einer Lungen­embolie erbracht. Mit Hilfe des Medika­ments Tenek­teplase, das Blut­gerinn­sel auflöst, können Lungen­embolien schneller be­han­delt werden.Weitere Informationen

Lebensmittel
Zertifizierung
erhält Artenvielfalt

pug — Die Zertifizierung von Lebens­mit­teln ist ein geeig­netes Mittel, um eine umwelt­freund­liche Produk­tion in arten­reichen Regio­nen sowie gleich­zeitig eine sozio-öko­nomi­sche Besser­stellung der dor­tigen Land­wirte zu errei­chen. Davon profi­tieren vor allem die Tropen, die durch den weltweit größten Arten­reich­tum geprägt sind und dabei beson­ders tropische Agro­forstsys­teme, die wegen ihrer großen Biodiver­sität einen beson­deren Platz inner­halb der tropi­schen Anbau­flächen ein­neh­men. Das haben Agrar­ökolo­gen unter der Leitung der Univer­sität Göttin­gen heraus­gefun­den, die sich in ihrer Studie auf Kaffee- und Kakao­planta­gen kon­zen­trie­ren.Weitere Informationen

Geowissenschaften
Mond durch
Planetenkollision entstanden

Impakthypothese bestätigt
pug — Wissenschaftler der Universitäten Göt­tingen, Köln und Münster haben erst­mals einen Unter­schied im Verhältnis der Sauer­stoff­isotope zwischen Erde und Mond nachge­wiesen. Damit bestä­tigten sie die Hypo­these, nach der der Mond aus einer Kollision der frühen Erde und eines anderen Planeten entstand. Die Erde stieß vor rund 4,5 Milliarden Jahren mit dem Planeten Theia zusam­men, der etwa so groß wie der Mars war.Weitere Informationen

Astrophysik
Erneut Planeten entdeckt
Göttinger Wissenschaftler beteiligt
pug — Ein internationales Team von Astro­nomen unter Beteili­gung der Uni­ver­sität Göttin­gen hat in der Nähe eines sehr alten Sterns, Kapteyns Stern, zwei Plane­ten ent­deckt. Einer der neuen Planeten könnte lebens­freund­liche Eigen­schaf­ten besit­zen. Er befindet sich in einem Abstand zu seinem Stern, bei dem Tempe­ratu­ren herr­schen, bei denen flüs­siges Wasser exis­tieren könnte. Kapteyns Stern ist einer der 25 nächs­ten Sterne zu unse­rer Sonne und 13 Licht­jahre ent­fernt.Weitere Informationen

 

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Umweltschutz
Neues Sammelsystem für Elektrokleingeräte kommt an
Das vor wenigen Wochen neu einge­führte Sammel­system für Elektro­klein­geräte scheint sich offenbar zu bewähren. Die Göttinger Entsor­gungs­betriebe (GEB) haben jetzt eine erstmalige Leerung der 17 in der Stadt verteilten Container vorge­nommen und dabei insge­samt ca. 6.000kg Elektro­kleingeräte einge­sammelt – das entspricht in etwa der Menge von 25 Kubik­metern.

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An vielen Stellen in der Stadt: neue Container<leer>Foto: GEB

„Die saubere Qualität der Samm­lung über­zeugt“, resü­miert Maja Heindorf von den GEB. Die Göttinger Bevöl­kerung nutze den neuen Erfas­sungsweg offenbar erstaun­lich verant­wortungs­voll. Aller­dings: an einigen wenigen Stand­orten wurden auch Elektro­großgeräte neben den Depot­contai­nern abge­stellt. Die Container sind jedoch aus­schließ­lich für Klein­geräte vorge­sehen. Groß­geräte müssen direkt in die Rudolf-Wis­sel-Straße zum Recycl­inghof gebracht oder können durch die Sperr­müllab­fuhr entsorgt werden (Anmel­dung online möglich).

Seit 2006 ist es gesetzlich verboten, elektrische Klein­geräte über den Hausmüll zu entsorgen. Gleich­wohl landen noch immer Unmen­gen an Elektro­schrott im Restab­fall. Nicht nur, dass es für die Umwelt schädlich ist, auch enthalten diese Klein­geräte wertvolle Rohstoffe wie Alumi­nium, Eisen oder Kupfer. Nur bei sachge­mäßer Entsor­gung können sie entfernt und wieder verwertet werden. Dazu will der Feld­versuch in Göttingen beitragen.

<leer> Wussten Sie schon …
… dass Elektroschrott u.a. viele gefähr­liche Sub­stan­zen enthält, etwa Blei, Queck­silber, Cad­mium, polybro­mierte Biphenyle (PBB), polybro­mierte Diphenyl­ether (PBDE) und Chrom­verbin­dungen? Sie sind hoch­giftig und können Krebs aus­lösen.

Natürlich ist der beste Müll jener, der gar nicht erst anfällt. Beim Kauf sollte also auf die Lang­lebig­keit der Artikel geachtet werden. Weg­werf­pro­dukte, wie zum Beispiel Ein­weg­kame­ras, sollten vermie­den werden, und ein gebrauchtes statt ein frisch vom Fließ­band kom­mendes Handy tut es eigent­lich auch. Selten gebrauchte Geräte wie Bohr­maschi­nen oder Hecken­scheren kann man sich auch gut mit den Nach­barn teilen oder kosten­günstig im Bau­markt auslei­hen.

Noch befindet sich das Göttinger Sammel­system in einer Test­phase. Erst Ende 2015 wird darüber endgültig entschieden.
Container Standorte unter: www.geb-goettingen.de

 

Immobilienfinanzierung
Neue Verbraucherschikane von Banken
Kunden nach Widerruf unerwünscht
Kunden können fehlerhafte Kredite widerrufen. Darüber hatte die Zeit­schrift Finanz­test in ihrer Juli-Aus­gabe berichtet. Doch nach einer Kündi­gung erhalten Kunden nicht von jeder Bank einen neuen Kredit. Die ING-Diba lehnt ganz ab.

Die Verbraucherzentralen Hamburg, Bremen und Sachsen hatten tausende Verträge geprüft und in vier von fünf Fällen bean­standet, dass Kunden nicht korrekt über ihr Widerrufs­recht belehrt worden waren. Das ist seit November 2002 Pflicht. Widerruft ein Kunde, muss er die Rest­schuld ablösen, in der Regel mit einem neuen Kredit­vertrag. Bei der ING-Diba hat er jedoch keine Chance auf einen Anschluss­kredit: Die Bank schuldet seit dem 4. August 2014 nur Kredite um, deren Zinsbin­dungsfrist abläuft. Die Ver­braucher­zentrale Bremen kennt auch Fälle von anderen Insti­tuten, in denen Anschluss­kredite abgelehnt wurden.

Kreditnehmer müssen vor dem Widerruf sicher­stellen, dass sie die Restschuld tilgen können. Informa­tionen hierzu finden sich im Spezial Immo­bilien­kredite auf test.de. Wer das Geld nicht flüssig hat, braucht eine Finan­zierungs­zusage, die vier bis sechs Wochen gilt. Die Ver­braucher­zentrale Bremen bittet Kunden mit Problemen beim Anschluss­kredit um Nach­richt an baufinan­zierung@vz-hb.de
www.test.de

 

Leinebürger fordern Zusagen ein
Naherholungsgebiet als Ersatz für das verlorene Parkgelände / Grüne solidarisch
lr/eb — Am 10. Juli fand in Göttingen das Richtfest für den Neubau des Maßregel­vollzugs am Ros­dorfer Weg statt. Anlässlich dieses Ereig­nisses erinnert die Bürger­initiative Leine­bürger an die ihr seinerzeit von der Politik gegebene Zusage, ein in direkter Nach­barschaft befind­liches, angeblich zur Bebauung ungeeig­netes Gelände als Ersatz für ihr jahr­zehnte­lang genutztes Naherho­lungs­gebiet freizu­geben – auf dem nun ein Rohbau steht.

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Aufwertung zum Naherholungsgebiet: die brach liegende Fläche neben dem ehemaligen Leineberg-Park<leer>Foto: vs

Wir schreiben das Jahr 2007: Gut gelaunt genießen die Anwohner des Leine­bergs den heißen Sommer in ihrem selbst­ernann­ten „Leine­berg-Park“, nicht ahnend, dass in diesem Moment die Zerstörung ihres idyllischen Erholungs­gebiets beschlossen wird. Vier Jahre verbringen sie noch in glück­licher Unwis­senheit und genießen die Zeit unbe­schwert im Grünen. Als die „Leine­bürger“ 2011 dann durch Zufall von der geplanten Zerstö­rung ihrer liebge­wonnen Grün­anlage erfahren, bemühen sie sich umge­hend um kons­truktive Vorschläge und bieten der Landes­regierung seriöse Alterna­tiven. Diese Anstren­gungen stoßen jedoch auf wenig Gegen­liebe, werden prinzi­piell abgelehnt oder widerlegt, was manch­mal nur mit Tricks gelingt.

So hatten die Anwohner ein seit Jahren brachlie­gendes Alter­nativ­gelände, keine 500 Meter entfernt, für die Bebau­ung ins Gespräch gebracht, doch wegen angeb­licher Unbe­baubar­keit wurde es vom Tisch gewischt. Im Nach­hinein stellte sich heraus, dass ein Gutachten, welches für das Alter­nativ­gelände erstellt wurde, nicht auf das gesamte Grund­stück, sondern nur auf einen schmalen Streifen bezog, welcher sich vom Rest des Geländes unter­schied. Auch ein Schreiben der Bewoh­ner an den damaligen Minister­präsiden­ten McAllister konnte die Zerstörung der maleri­schen Natur­fläche nicht abwenden, sodass nunmehr ein Neubau für 30 Millio­nen entstand – zehn Millionen mehr als ursprüng­lich geplant.

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Fühlen sich betrogen: Friedlicher Protest der Leinebürger<leer>Foto: privat

„Naherholung, grüne Lunge, geschützte Fleder­mäuse, seltene Vögel, geschützter Raum für Patienten der angren­zenden psychia­trischen Klinik, Mittel­punkt einer einma­ligen histori­schen Anlage. All das wurde als ,gruppen­egoisti­sche Motive‘ abgetan, von bösen Bürgern, die den Insassen der bisherigen Einrich­tung unsägliches Leid antäten, weil sie den Bau verhin­dern wollten“, machten die Leine­bürger damals ihrem Unmut Luft. Dabei stand für sie nie in Zweifel, dass „psychisch kranke Menschen … eine ange­messene Unter­brin­gung [brauchen] – insbeson­dere, wenn sie ihr ganzes Leben wegge­sperrt sind“, betonen sie auch heute wieder.

Heute: Die Bauarbeiten schreiten voran, der Rohbau des Gebäudes ist fertig. Anlass für die Leine­bürger, noch einmal auf das in ihren Augen gesche­hene Unrecht hinzu­weisen und den Kampf um verlorenes Gelände wieder aufzu­nehmen: In einer Petition fordern sie, das von ihnen vorge­schlagene Alternativ­gelände endlich als Naherho­lungs­gebiet auszu­weisen: „Da sich das Areal offenbar nicht als Bauland eignet, liegt es doch nahe, dieses in ein parkähn­liches Gelände mit Wegen, Bänken und Grünan­lagen zu verwan­deln, das eine Brücke zwischen Leineberg, Tonkuhlen und Kiessee schafft“, heißt es darin. Ein ortsnaher Ausgleich sei während der Ausle­gungs­phase des B-Planes in Politik und Öffent­lichkeit diskutiert und ihnen auch mündlich zugesagt worden. „Wir bauen auf dieses Wort.“

Grüne begrüßen Intention der Petition: „Nachbarflächen müssen gesichert werden!“
Die Grünen im Rat zeigen sich solidarisch mit der zentra­len Intention einer Petition der Leine­bürger. „Durch die ökolo­gische Aufwer­tung der Grünan­lagen sowie mit Hilfe neuer Wegefüh­rungen und Bänke könnten wir hier für die Naher­holung und den Biotop­verbund eine sinnvolle Verbin­dung zum nahe gelegenen Kiessee schaffen“, erklärt Ratsmitglied Ulrich Hole­fleisch. Der Baupolitiker erinnert an einen entspre­chenden Prüfauftrag im Bauaus­schuss am 5.7. 2012. „Entschei­dend ist die Umwid­mung des Geländes im Flächen­nut­zungs­plan.“ Durch aufwändige Ausgleichs­rege­lungen eine klassische Parkfläche entstehen zu lassen, kommt für ihn nicht in Betracht: „Ich will hier nicht den Rasen kurz mähen lassen, sondern die ökolo­gische Qualität weitge­hend erhalten.“

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Zusätzlicher Landschaftsverbrauch durch eine zusätzliche Auffahrt, ob­gleich die zur sich querstellenden Asklepios-Klinik hätte mitgenutzt werden können<leer>Grafik: Rinne & Partner

Die Fraktion hatte seinerzeit ihren Mitglie­dern freige­stellt, wie sie über das Ansin­nen der Landes­behörde (der das Areal gehört), dort einen Neubau für den Maß­regel­vollzug zu errich­ten, abstim­men wollen. Eine Mehr­heit stimmte zu, weil sie auf abseh­bare Zeit „keine andere Mög­lich­keit sah, die vom Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rechte kritisierte men­schen­unwür­dige Unter­brin­gung der Bewoh­ner/innen im ehe­maligen ,Festen Haus‘ zu verbessern“, heißt es in einer Erklärung der Fraktion und unter Anspie­lung auf die völlig fehlende Koope­rations­willigkeit der benach­barten Asklepios-Klinik: „Eine ärgerliche Konstel­lation der Eigentums­verhält­nisse und Nutzungs­möglich­keiten der Flächen ließ vielen die Entschei­dung für den Neubau an dieser ungüns­tigen Stelle unab­wendbar erscheinen.“

Das allerdings ist nur die halbe Wahr­heit, so unab­wend­bar war die Ent­schei­dung nicht: Schon damals hatte der Vertre­ter der Landes­behörde, Michael Brassel vom Staat­lichen Bau­manage­ment, während der emotio­nalen Dis­kus­sio­nen im Bau­aus­schuss durch­klin­gen lassen, dass man ja auch noch Alter­nativ­flächen für den geplan­ten Bau in petto hätte, falls die Stadt nicht spuren würde – nur eben in Göttin­gen nicht. Das aller­dings wurde von den Ent­schei­dungs­trägern geflis­sent­lich über­hört, denen – aus welchen Grün­den auch immer – ein bebau­tes Areal doch lieber war als ein Naher­holungs­gebiet. Immer­hin hatten die Grünen in der Aus­schuss-Sitzung vom 5. Juli 2012 durch­gesetzt, dass die nun von der Bürger­initia­tive auf dem Leine­berg wieder ins Spiel gebrachte „Alter­nativ­fläche … recht­lich gesi­chert und über Aus­gleichs­maßnah­men zum zukünf­tigen Erho­lungs­gebiet für die Bürge­rin­nen des Stadt­teils Leine­berg“ wird. Dieser Ergän­zungs­antrag wurde seiner­zeit ein­stim­mig gutge­heißen.

Brassel, das Schlitzohr, bot dem Ausschuss sogar an, die Brache (Abb. ganz oben) durch die Stadt erwerben zu lassen – zu Bauland­preisen selbst­redend, nicht zu Grün­land­preisen –, wohl wissend, dass man das mit einer (damals) klammen Stadt nicht machen kann.

 

Universität
Gründung eines „Konfuzius-Instituts“
verfestigt Beziehungen zu Folterstaat

Wider den Geist der Göttinger Sieben / Kritik der Gesellschaft für bedrohte Völker
Ausgerechnet Rechtswissenschaftler schweigen Menschenrechtsverletzungen †o†
Am 3. Juli feierten die Universitäten Göttingen und Nanjing ihre langjährige Zusammen­arbeit mit einem öffent­lichen Festakt. Die beiden Hoch­schulen arbeiten seit 30 Jahren in Forschung und Lehre zusammen, am Tag vor dem Festakt haben sie das „weltweit erste Akade­mische Konfuzius-Institut“ gegründet, welches „aktuelle Forschungs­erkennt­nisse in die Öffent­lichkeit vermitteln“ soll – Erkennt­nisse zur Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit und zu Men­schen­rechts­verlet­zun­gen hinge­gen bewusst aus­blendet.

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Heute wie damals: Deutsche – auch Wissenschaftler – sehen gern weg, wenn es darauf ankommt hinzusehen. Verhaftung einer Demonstrantin in der VR China, Rektor Neumann beim Göttinger Uni-Jubiläum 1937.<leer>Quelle: amnesty international / Städt. Museum

Ausgerech­net „Rechts“­wis­sen­schaft­ler, nämlich die deut­schen und chine­sischen Direk­toren des gemein­samen Insti­tuts für Rechts­wis­sen­schaf­ten, Prof. Dr. Rüdi­ger Krause und Prof. Dr. Fang Xiao­min, spra­chen über Ver­gan­gen­heit und Zukunft der 25-jäh­rigen Zu­sam­men­arbeit auf ihrem Fach­gebiet und brachten dabei das ein­malige Kunst­stück fertig, gra­vie­rende Rechts­ver­stöße, wie sie bei­nahe täg­lich aus dem „Reich der Mitte“ ihren Weg in öffent­liche Foren und die Tages­pres­se finden – etwa die Ver­fol­gung von Minder­hei­ten oder die Unter­drückung der Mei­nungs­frei­heit – mit kei­nem Wort zu erwäh­nen. Der anschlie­ßende Vor­trag von Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll, eben­falls Direk­tor des Deutsch-Chine­sischen Insti­tuts für Rechts­wissen­schaft, reihte sich da naht­los ein und beschäf­tigte sich viel­sagend mit den „Her­aus­forde­run­gen und Chan­cen der Ko­ope­ra­tion mit China in Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Poli­tik“.

Er entlarvt zugleich die Intentionen, von denen eine solche Zusam­men­arbeit geleitet wird, nämlich die von Wissen­schaft und Politik flankierten wirtschaft­lichen Interessen und Bezie­hungen weiter voranzu­bringen. Da könnte eine Beschäf­tigung oder gar juristische Würdi­gung des Rechts­systems der Volks­republik China, zu dessen Methoden willkür­liche Inhaftie­rungen wie auch der Einsatz von Folter gehören, nur stören.

Die weltweit renommierte Göttinger Menschen­rechtsorga­nisation Gesell­schaft für bedrohte Völker (GfbV) sieht ange­sichts solch skanda­lösen Verhal­tens die Unab­hängig­keit der Wissen­schaft in Gefahr, die Stadt der „Göttinger Sieben“ brauche statt solcher Feierlich­keiten vielmehr eine kritische Diskussion. „Wir hätten uns in Göttingen eine umfas­sende Diskus­sion darüber gewünscht, ob ein Institut, das vom chinesi­schen Bildungs­ministe­rium ausdrück­lich dazu ange­halten wird, ein posi­tives Bild Chinas im Ausland zu zeichnen, in unseren kritischen Wissen­schafts­betrieb passt“, meint deren Asien­referent Ulrich Delius.

Konfuzius 2
„Statt Feierlichkeiten kritische Diskussion“: Inhaftierter Olympiakritiker, Bürgerrechtler und Aidsakti­vist Hu Jia, von Geheim­polizei bedrängte Ehe­frau Zeng Jinyan, inhaf­tierter Friedens­nobel­preis­träger Liu Xiaobo, Gewalt­anwen­dung durch Zivil­polizei, Folter­opfer Falun Gong
<leer>Fotos: Archiv / VOA staff / China intern / Falun Gong

„Wenn Rüstungskonzerne Forschungs­projekte an Univer­sitäten fördern, gibt es einen Aufschrei der Em­pö­rung in der Öffent­lichkeit. Denn die Unab­hängig­keit der Lehre gilt als gefährdet“, begrün­dete Delius die Skepsis der GfbV. In mindes­tens sieben deutschen Sino­logie-Semi­naren fungieren deren Profes­soren auch als Leiter der örtlichen Konfu­zius-Insti­tute. Die Konfu­zius-Institute sind organisa­torisch an das Entwick­lungszen­trum des chinesi­schen Bildungs­minis­teriums für den Chine­sisch-Unter­richt als Fremd­sprache ange­bunden, das dem Bildungs­ministe­rium der Volks­republik China unter­steht. „Hier kann es schnell Interes­sens-Kolli­sionen geben, es sei denn, deutsche Profes­soren üben sich im vorausei­lenden Gehorsam und in der Selbst­zensur, denn das Ministe­rium hat natürlich seine ganz eigenen Erwar­tungen an die Vermitt­lung eines positiven China-Bildes“, befürchtet Delius. Natürlich solle und müsse auch Positives über China vermit­telt werden, doch das Negative – wie die Unter­drückung der Tibeter oder die schweren Menschen­rechts­verlet­zungen an Uiguren im Nord­westen des Landes – sollten nicht unter­schlagen werden.

Der chinesische Wissen­schaftler und Dolmetscher Prof. Dr. Jianbin Wang hat die Medaille Aureus Gottin­gensis der Universität Göttin­gen erhalten. Mit dieser Medaille würdigt die Univer­sität Göttingen seit 1965 Menschen, die sich in beson­derer Weise für die Hoch­schule eingesetzt haben. Prof. Wang ist neben Erich Bieder­beck, Prof. Dr. Emil Woermann, Heinz Hilpert, Hilde­gunde Willrich, Sigrid Lüttge und Lars Ellegaard die siebte mit dieser Medaille ge­ehrte Person.  

In den USA und Kanada gibt es gerade eine breite Diskussion unter Wissen­schaft­lern über mögliche negative Folgen für die Wissen­schaft durch die Einrich­tung von Konfu­zius-Insti­tuten. So hat die „Amerika­nische Vereini­gung der Univer­sitätsprofes­soren“ den US-Univer­sitäten vorge­worfen, mit der Ansied­lung solcher Institute die Integrität von Universi­täten und Lehrper­sonal beein­trächtigt zu haben. Auf besondere Kritik stieß dabei, dass China bei der Besetzung von Posten in Konfu­zius-Insti­tuten ein Mitsprache­recht hat.

 

Göttinger Wald
Notfallschilder für Erste Hilfe
„Rettungspunkte“ sollen Notfallhelfer leiten
pdg — Zur Alarmierung von Rettungs­kräften bei Notsitua­tionen im Göttinger Stadtwald per Mobilfunk wurden im Wald zwölf Schilder als soge­nannte Rettungs­punkte aufgestellt. Die darauf vermerkten Abkür­zungen und Zahlen ermög­lichen die genaue Standort­bestim­mung durch die Feuer­wehr und Rettungs­dienste, die somit schnell zur Hilfe eilen können, wenn Personen im Wald zum Beispiel einen Unfall haben, einer Bedro­hungs­situation ausge­setzt sind oder einen Schwäche- oder Allergie­anfall erleiden.

Rettungspunkt

Auf jedem Schild folgt hinter der Abkürzung „GÖ“ eine Nummer, einige haben zusätzlich hinter den Ziffern ein „H“ als Hinweis, dass hier gegebe­nenfalls der Einsatz eines Rettungs­hubschrau­bers möglich ist. Außerdem ist auf den Tafeln die Notfall­telefon­nummer 112 vermerkt, unter der in Göttingen die örtliche Rettungs­leitstelle der Feuer­wehr erreicht wird. Mit zwölf Rettungs­punkten im 18km² großen Stadtwald sind die Dichte der Rettungs­punkte höher als üblich und damit die Abstände zwischen den Punkten wesentlich kürzer. Grund dafür ist die besondere Bedeutung dieses Gebietes als Erholungs­raum der Göttinger Bevöl­kerung.

Informationen über die zur Verfügung stehenden Notfall­rettungs­punkte erhalten Waldbe­sucher über Flyer, die an den wichtigsten Waldein­gängen (Molken­grund, Kehr, Hollands­grund und Seckborn­grund) zu finden sind, aber auch digital über die kosten­lose Smartphone-App „Hilfe im Wald“.

 

Oberbürgermeisterwahl
SPD-Kandidat setzt sich durch
Wenn es Ihnen nicht passt, dann dürfen Sie mich eben nicht wählen“, reagierte Rolf-Georg Köhler kürzlich noch auf einer Veranstal­tung, bei der es aus aktuel­lem Anlass (Baptisten­kirche / ehem. Voigtschule) um die Göttinger Kultur und ihre Kultur­initia­tiven ging. Es hat offen­sicht­lich vielen dennoch gepasst.

Nach vorläufigen Berechnungen geht Köhler mit etwa 59 Prozent als Sieger aus dem Rennen um das Amt des Ober­bürger­meis­ters hervor (Martin Rudolph: ca. 41 Prozent). Am bemer­kens­wertes­ten bei dieser Wahl, bei der zum Schluss die Grünen mehr Werbung für den roten Bewerber betrieben als die SPD selbst, ist wohl die Wahl­beteili­gung: Nur noch 31 Prozent (50,12 Prozent bei der Vorwahl) ließen sich hinterm Ofen hervor- und in die Wahl­kabinen locken – ein Indikator dafür, welchen Rückhalt die Kandi­daten in der Bevöl­kerung besitzen und wie diese bzw. die von ihnen vertre­tene Politik sich von ihnen repräsen­tiert fühlt.
www.wahlen.goettingen.de

 

Klimawandel
Heftige Unwetter halten Einsatzkräfte auf Trab
Schwerstarbeit für die Feuerwehr / Kunst e.V.: Sanierung von Spielstätten forcieren
pdg/eb — Eines der heftigen Unwetter dieses Jahres, dass von West nach Nordost über die Bundes­republik und damit auch über Göttingen zog, hat hier erheb­liche Schäden hinter­lassen. Allein im am stärksten betrof­fenen Ruhr­gebiet wurden mehrere 10.000 Blitze gezählt, die nahezu ununter­brochen die Nacht zum 10. Juni taghell erleuch­teten. 19 Feuer­wehr­wachen waren mit 120 Einsät­zen beschäftigt. Allein aus dem Keller im Audito­rium der Univer­sität mussten rund 500.000 Liter Regen­wasser abge­pumpt und Bäume gefällt werden. In den städti­schen Grün­anlagen wurden nach Angaben der Stadt bislang rund 80 Schäden registriert. Einzelne Bäume hielten auch auf dem Bartholo­mäus­friedhof dem Wind nicht stand und stürzten um. Eine Vorstel­lung der Göttinger Händel-Fest­spiele im Deutschen Theater musste wegen eines Wasser­ein­bruchs im Dach über der Seiten­bühne vorzeitig abge­brochen, der jähr­liche Univer­sitäts-Sporttag „Dies Acade­micus“ abgesagt und auf den Juli verscho­ben werden.

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Mehrere 10.000 Blitze gezählt: Unwetter in der Region
<leer>Foto: André Karwath

Überlastete Rohrlei­tungen im Neuen Rathaus führten zu Undich­tigkei­ten im Technik­oberge­schoss und einem Wasser­einbruch im Keller und auch die Feuer­wehr selbst war betroffen: Ellie­hausen und Grone gab es Wasser­eintritte durch die Dächer der Feuer­wehr­häuser; in Grone war der Altbau betroffen, der derzeit stattfin­dende Anbau blieb unbe­schädigt. In der Voigt-Real­schule in Weende stehen Räume des Haus­meisters, des Verwal­tungs­gebäudes und des Mensa­gebäu­des unter Wasser. Zusätz­lich ist ein Aufzugs­schacht vollge­laufen; dadurch sind mög­licher­weise die Elek­tronik und die Batte­rien beschä­digt. Die genaue Schadens­auf­nahme erfolgt noch. Das Wasser wird durch Haus­meister entfernt.

In den Gebäuden Maschmühlenweg 141–145 stand der Wasch­maschinen­raum im Keller­geschoss etwa zehn Zenti­meter unter Wasser. In mehreren Häusern im Masch­mühlen­weg und im Königs­stieg wurde Wasser durch die Fenster gedrückt. Im Gebäude Rote Straße 34 drang Regen in das Treppen­haus ein. In der Musa gab es einen Wasser­einbruch im Keller. Mehrere Musa-Mitar­beiter/in­nen sind dort bereits seit Dienstag­nacht im Einsatz und wurden von der Feuer­wehr unter­stützt. Mit Hilfe der bereits vorhan­denen sowie einer zusätz­lich einge­setzten Pumpe konnte der Schaden bisher in Grenzen gehalten werden.

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OB dankt Helfern
pdg — Oberbürger­meis­ter Wolf­gang Meyer hat sich in einer öffent­lichen Erklä­rung bei den vielen haupt- und ehren­amt­lichen He­lfer/in­nen bedankt, die wäh­rend und nach den Unwet­tern im Stadt­gebiet im Ein­satz waren. „Es ist gut zu wissen, dass in unse­rer Stadt Men­schen leben, mit deren Hilfe wir aus dem Stand heraus in der Lage sind, solchen Unwet­tern zu begeg­nen, wie sie am ver­gan­genen Diens­tag und Mitt­woch über Göt­tin­gen gefegt sind,“ sagte er. In seinen Dank bezog Meyer die Mitar­bei­ter/in­nen und Mit­glie­der der Feuer­wehren, der Polizei, der Ret­tungs­dienste sowie aller ande­ren Orga­nisatio­nen und Unter­neh­men ein, die mit vol­lem Ein­satz und oft die ganze Nacht lang uner­müd­lich an der Schadens­begren­zung mitge­wirkt haben. Meyer dankte außer­dem allen öffent­lichen und priva­ten Kräf­ten, die seit dem frühen Mitt­woch Mor­gen an der Be­seiti­gung der Folgen arbei­teten, die die Gewitter verur­sacht haben. Er bat aller­dings auch um Ver­ständ­nis dafür, dass die Repa­ratur- und Auf­räum­arbei­ten noch einige Zeit in An­spruch neh­men könn­ten.
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Für die Feuerwehrkräfte bedeutete das Gewitter Schwerst­arbeit. Im Stadtgebiet Göttingen rückten die Einsatz­kräfte der Haupt­feuer­wache, der Feuer­wehr des Klinikums, der Werks­feuer­wehr der Univer­sität, der 13 Orts­feuer­wehren und von drei Feuer­wehr­wachen aus dem Land­kreis zu 120 Einsät­zen in der Nacht aus. Am Mittwoch­morgen und -nach­mittag (11. Juni) kamen etwa 40 Einsätze hinzu. Bei den meisten mussten vollge­laufene Keller vom Regen­wasser befreit werden. Im Audito­rium der Univer­sität stieg der Wasser­pegel auf 1,50 Meter an. Auch im Institut für Mikro­biologie und beim Reiterhof in Holtensen mussten Räume vom Wasser befreit werden. Laut Feuer­wehr verur­sachte zudem ein Wasser­einbruch in der Produk­tions­halle der Firma Novelis in Weende einen Stopp der dortigen Produk­tion.

In der Kita Gartenstraße stürzten ein Baum und Äste vom Wall auf das Gelände. Schäden sind noch nicht bekannt. Auf dem Spielplatz Schlözer­weg gaben zwei Buchen den Wind­böen nach und beschä­digten bei ihrem Aufprall zwei Nachbar­zäune sowie zwei Parkbänke. Auf dem Spielplatz Rosen­winkel wurden mehrere Bäume entwurzelt, außerdem brachen mehrere große Äste aus den Kronen heraus. So entstan­den Schäden am Dach, an der Dachrinne sowie am Vorbau des Nachbar­hauses und am Zaun. Der Betrieb auf den betrof­fenen Plätzen ist teilweise einge­stellt und voraus­sichtlich ab der nächsten Woche wieder möglich. Im Stadt­wald fiel ein Ast auf einen Tennisplatz am KWP und zerstörte dabei einen Zaun und einen Schieds­richter­stuhl.

In vielen Grünanlagen lösten sich Äste aus den Baum­kronen, die leicht herunter­fallen und Passanten verletzten können. Auch 37 Mitar­beiter/in­nen des Bauhofes der Stadt Göttin­gen und zwei Baum­pflege­firmen erfassen die Schäden und haben mit der Beseiti­gung begonnen, die noch mehrere Tage andauern wird. Wer sich in den Parkan­lagen aufhält, sollte daher beson­ders aufmerk­sam sein, um mög­lichen Gefahren auszu­weichen und im Zweifels­fall auch Umwege in Kauf nehmen.
Der Verein Kunst e.V. fordert aufgrund des Wasser­einbruchs im Deutschen Theater vom neu zu wählenden Ober­bürger­meister, „die Sanie­rung der Spiel­stätten Deut­sches Theater, Junges Theater und Stadt­halle zu for­cieren“ (siehe neben­stehen­den Beitrag).

 

Passantenzählung
Göttinger Einkaufsmeilen auf den mittleren Plätzen
Fragwürdige Statistik zur Attraktivität von Innenstädten
Nicht nur eine „schon seit einigen Jahren zu beobach­tende Polarisie­rung zwischen starken und schwachen Einkaufs­lagen, respektive Groß- und Klein­städten“ konstatiert das Hamburger Bera­tungs- und Vermitt­lungs­unter­nehmen für Gewerbe­immobilien Engel & Völkers in einem soeben erschie­nenen Report, sondern „inzwischen auch eine immer stärkere Differen­zierung im Einkaufs­verhalten“. Reine Versorgungs- und/oder Internet­einkäufe werden demzufolge überwie­gend unter der Woche abgewickelt, während sich das erlebnis- und freizeit­orientierte Shoppen „in anregender Innen­stadt­atmosphäre“ immer mehr auf den freien Samstag­nach­mittag konzen­triert.

<leer> Weender Straße
 
Erlebnis- und freizeit­orientiertes Shoppen: Weender Straße<leer>Foto: vs

Von den 22 Groß- und Mittel­städten Deutschlands, in denen in mehr oder weniger anre­gender Atmo­sphäre geshoppt und eventet wird, ist Göttingen ungefähr im Mittelfeld wiederzu­finden. Einsame Spitze und nach wie vor Shopping­meile Nummer 1 ist im vierten Jahr in Folge die Kaufinger­straße in München, dicht gefolgt von der Neuhauser Straße, ebenfalls in der Bayern-Metro­pole. Erst dann folgt die Kölner Schilder­gasse. Für die Zähler über­raschend, taucht im Top-20-Ranking Hannover mit der Bahnhof­straße, der Georg­straße sowie der Karmarsch­straße gleich mit drei Platzie­rungen auf.

Solche Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Zum einen macht es sicher­lich einen Unter­schied, ob die Messungen etwa bei strah­lendem Sonnen­schein oder bei miesem Regen­wetter, wenn niemand gern freiwillig auf die Straße geht, durch­geführt wurden (in München beispiels­weise schien die Sonne, in Göttingen wurde an Regen­tagen gezählt), zum anderen muss man die absoluten Zahlen (Kaufinger­straße 16.653 Besucher pro Stunde, Weender Straße 4.806) auch in Relation zum Ein­zugs­gebiet setzen.

Generell, so die Consulting-Firma weiter, habe an nahezu allen Zähl­punkten die Passan­tenfre­quenz gegen­über dem Vorjahr zuge­nommen, mitunter um nahezu 25 Prozent, wobei deutliche Unter­schiede zwischen den Zähl­tagen Dienstag und Samstag zu verzeichnen sind. Unter den lokalen, auch alt eingeses­senen Laden­besitzern beschleu­nige sich zudem die Auslese. Neben den Auswir­kungen des Online-Handels trügen dazu maßgeb­lich interna­tionale Marken­unter­nehmen bei: „Bei globalen Ketten stehen zuneh­mend die deutschen Wirtschafts­metro­polen im Visier ihrer Expan­sions­strate­gien“, berichtet Christiane Meyer von Engel & Völkers Com­mercial.

Ein Problem, welches Städteplanern nur allzu gut bekannt ist – ohne dass sie deshalb der Ansied­lung großer, den kleinen Einzel­handel verdrän­gende Ketten Einhalt gebieten würden. Logisch also, „dass neben sozio­demografi­schen Fakten die Größe des Einzugs­gebiets sowie die Entwick­lung und die Perspek­tiven wichtige Kriterien für die Attrakti­vität der Einzel­handels­standorte sind“, wie die Statistiker schreiben, weil sich ja nur durch immer größere Einzugs­gebiete höhere Einnahmen erzielen und Mieten bezahlen lassen, welche wiederum nur die oben erwähnten interna­tionalen Marken­unter­nehmen aufbringen können. Was wiederum zur „Auslese“ von jenen alt eingeses­senen Laden­besitzern führt, die gerne in der Innen­stadt bleiben würden, könnten sie denn solche Mieten bezahlen, und deren Abwan­derung Stadtent­wickler mehr oder weniger tatenlos zusehen und durch eine kontra­produktive Ansied­lungs­politik gar noch fördern.

 

Erinnerungskultur
Jedem das Seine
Denkmalsockel am Bahnhof: Kunst oder Trojanisches Pferd?
„Dem Landesvater seine Göttin­ger Sieben“ – und der Göt­tinger Künst­lerin Chris­tiane Möbus ihr eigenes Denk­mal. Mit ihm möchte sie sich würde­voll in die Ahnen­reihe jener kriti­schen Denker einrei­hen, die sich 1837 gegen die Aufhe­bung der Verfas­sung im König­reich Han­nover wandten und dafür mit ihrer Entlas­sung bezah­len muss­ten; manche sogar mit ihrer Vertrei­bung.

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Zu aktualisierender Diskussionsvorschlag des Göt­tinger Schriftstellers Wolfgang Bittner aus dem Jahr 1980<leer>© W. Bittner

„Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“, so hat sie ihr Werk benannt – einen kahlen Sockel, der dem vor dem Hanno­verschen Haupt­bahn­hof stehen­den Denk­mal von König Ernst August I. nach­empfun­den ist und auf dem nicht nur die renitenten Wissen­schaftler mit ihren Namen verewigt werden sollten, sondern auch die Künst­lerin selbst, so stellt sie sich dies samt einer kleinen Anzahl von Befür­wor­tern vor, die den Klotz dann den Göttin­gern zum Geschenk über­reichen wollen.

Einen „inspirierenden kriti­schen und zugleich für eine breite Öffent­lichkeit gut zugäng­lichen Beitrag zur Diskus­sion des Mahnmals in der heutigen Gesell­schaft“, nennt ein Schweizer Kunst­profes­sor den Granit­block und so sollte es auch nicht wundern, wenn die Göttinger Bevöl­kerung sich von einem solchen Klotz ähnlich inspi­rieren lässt wie einst bei der schräg in den Himmel ragenden Röhre auf dem Uni-Campus. Diese „Kunst“ im öffent­lichen Raum hatten sich Studie­rende alsbald zurück­erobert, indem sie, deutlich origi­neller als das ursprüng­liche Werk, einen aus Maschen­draht gefer­tigten Radfahrer die Säule empor­radeln ließen – sehr zum Verdruss seines Schöpfers übrigens, der sich dies unver­züglich verbat.

Dass es mit der Inspiration, jedenfalls der Schöpfer, nicht immer allzuweit her ist, zeigt eine weitere Plastik am selben Ort, die Grass’sche G7-Stele nämlich, die ebenso als Symbol für den Gipfel der (sieben) bedeutendsten Industrienationen der Welt stehen könnte wie für das, was eigentlich intendiert ist.

Die Verwaltung jedenfalls befür­wortet das ihr ange­tragene, „außer­gewöhn­liche Kunst­werk von hohem ästhe­tischen Reiz“, will auch gleich die Kosten für Funda­ment und Unter­haltung mit über­nehmen und es ebenso auf dem Bahnhofs­vorplatz aufstellen wie das Vorbild in Hannover. Ihre Begeis­terung ist jedoch eher verhalten. Kultur­dezer­nentin Dagmar Schlapeit-Beck findet es nicht etwa rund­heraus gut oder gar hervor­ragend, sondern ästhetisch „befriedi­gend“, Fach­bereichs­leiter Hilmar Beck schwant bereits: „Denkmale in Göttin­gen sind immer strittig.“ Kommt drauf an.

Die Diskussion jedenfalls geht gerade erst los. Mit wohldo­sierten Worten („grund­sätz­liche Freude über jedes bürger­schaft­liche Engage­ment“, „interes­sante Idee“, „Engage­ment und die Leis­tung von Frau Möbus in keiner Weise schmälern“) will man der Künst­lerin schonend beibringen, dass man „diese Art der Ausfüh­rung nicht für sach­gerecht und den Göttinger Sieben nicht würdig“ findet, erklärt etwa Marcel Pache im Namen der CDU/FDP-Gruppe im Rat. Zu beden­ken sei auch eine evtuelle Urheber­rechts­verlet­zung im Hinblick auf die Archi­tektur des Bahnhofs­vorplatzes, und das könne der Gruppe nicht ganz egal sein. Sie wird sich deshalb in der nächsten Kulturau­sschuss­sitzung gegen die Schenkung ausspre­chen. Es könnte sich ja als Danaer­geschenk entpuppen.

 

Basketball
Göttinger Politspitzen sponsern persönliche Vorlieben
mit öffentlichen Geldern der Gebührenzahler

Elitärer Profisport trotz kritischer Haushaltslage bezuschusst / Bevölkerung: „Unverschämtheit“
Mit einem Paukenschlag endet die Amtszeit des Göttinger Ober­bürger­meisters – und mit einer In­stinkt­losig­keit zugleich. Hinter verschlos­senen Türen haben auf Initiative von Wolfgang Meyer die Spitzen von SPD und CDU im Verwal­tungsaus­schuss des Rates der Pro Basket­ball Göttin­gen GmbH (BG Göttingen) mehr als 100.000 Euro zuge­schanzt – einem kom­mer­ziellen Sport­betrieb, dessen Spieler zumeist einen ähn­lichen Bezug zu Göttin­gen haben wie jene von Bayern München etwa oder andere Profi(t)-Be­triebe im Sport auch.

Einer Umfrage im Göttinger Tageblatt zufolge halten 90 Prozent (!) der Befragten die Subven­tionie­rung des kommer­ziellen Vereins schlicht für eine „Unver­schämt­heit“, nur 9 Prozent sind gegen­teili­ger Meinung. Als vorge­schobe­nes Argument gilt den wenigen Politi­kern, die dies ausge­kungelt haben, ein angeb­licher Mehr­wert für die Stadt Göttingen durch eine öffent­lich­keitswirk­same Vermark­tung Göttin­gens als „Stadt des Basket­balls“. Ob dadurch aber beispiels­weise die Über­nach­tungen in der Hotel­lerie ansteigen oder auch nur ein Umsatz­zuwachs bei Konsum­gütern und Dienst­leistun­gen zu verzeich­nen ist oder gar neue Gewerbe­ansied­lungen und Arbeits­plätze dadurch gene­riert werden, darf mehr als bezwei­felt werden und scheint an den Haaren herbei­gezogen. Konkrete Angaben darüber, wie sich ein angeb­lich besserer Ruf durch Basket­baller tatsächlich durch positi­ve Zahlen belegen lässt, wurden zu keiner Zeit vorgelegt – selbst nicht zu Zeiten, als die BG bereits Bundes­ligafor­mat aufwies und sich wenig später der Haupt­sponsor Sparkasse gleich­wohl aus diesem Engage­ment zurück­zog. Der im stillen Käm­merlein gefasste Beschluss verhöhnt die durch das Entschul­dungs­hilfe­angebot des Landes gefor­derten Sparbe­mühun­gen, durch die viele Mitarbeiter in der Verwal­tung aufgrund von „Arbeits­verdich­tung“ ebenso Opfer bringen müssen wie auch ein großer Teil der Bürger­schaft. Ein solches Verhalten kurz vor der Ober­bürger­meister­wahl ist ein Fall für die Kom­munal­aufsicht wie auch für den Landes­rech­nungs­hof.

Breitensport
Vernachlässigte Sportförderung: Weender Freibad, KAZ-Akrobatik, Ballett<leer>Fotos: Förderverein Freibad Weende / VS / ASC

Unter dem Code V001 sahen die Vor­schläge der Ver­wal­tung im sog. „Zu­kunfts­ver­trag“ Kür­zun­gen bei den städti­schen Sport­förde­rungs­mit­teln von ins­ge­samt 480.000 Euro vor. 297 Rück­mel­dun­gen lehn­ten dies ab, 189 wa­ren dafür. Unter dem Code V002 wur­den Kür­zun­gen von 160.000 Euro bei der GWG vor­schla­gen, wel­che direkt die BG 74 be­tref­fen. 376 spra­chen sich da­für aus, 93 da­ge­gen. <leer>
<leer> Lediglich die Grünen im Rat haben sich dem Ansin­nen des Ober­bürger­meis­ters ver­wei­gert – sie sind der Sit­zung de­mons­trativ fern­ge­blie­ben. Bei al­lem Re­spekt vor der Leis­tung der BG 74 und ihrem Wie­der­auf­stieg sieht OB-Kan­didat Sieg­fried Lies­ke „im städti­schen Haus­halt kei­ne Spiel­räu­me für eine un­mit­tel­bare finan­ziel­le Un­ter­stüt­zung. Es fällt mir schwer, den Bür­ger/in­nen zu ver­mit­teln, dass wir in dem ei­nen Jahr die Mit­tel für den Brei­ten­sport kür­zen und Park­ge­büh­ren erhö­hen und im nächs­ten Jahr zu­sätz­li­ches Geld für den Profi­sport aus­ge­ben.“ Dies sei aus Per­spek­tive ei­ner ver­lässli­chen Haus­halts­poli­tik nicht zu ver­ant­worten.

Sie handeln mit Waren, so wie andere Ge­wer­be­trei­bende auch mit Wa­ren han­deln, nur dass ihre Ware aus Spie­lern be­steht. Und weil dabei oft­mals hohe (Ab­lö­se-)Sum­men beim Wa­ren-Ein­kauf ent­ste­hen, weil man ja in einer buch­stäb­lich „ande­ren Liga“ spie­len will, ist das Risiko ent­spre­chend hoch, sein Pro­dukt auch wieder ver­kau­fen zu kön­nen. Da ist es gut, wenn die Spit­zen von Rat und Ver­wal­tung von sport­begeis­ter­ten Bas­ket­ball­fans durch­setzt sind. Sie haben nicht nur den Na­men der neu er­rich­te­ten Sport­halle für die Bas­ket­bal­ler an ein Göt­tin­ger Geld­insti­tut ver­scher­belt, ohne jene über­haupt zu fra­gen, die diese Halle ganz über­wie­gend finan­ziert ha­ben und die doch auch ein An­recht darauf hät­ten, bei der Na­mens­ge­bung betei­ligt zu wer­den, sie finan­zie­ren nun mit wie­der­um öf­fent­lichen Gel­dern auch noch ih­re per­sön­lichen Vor­lie­ben. Von sol­chen kom­mu­nalen Zu­schüs­sen kön­nen andere Ge­werbe­trei­ben­de in dieser Stadt nur träu­men.

Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, ein kaum ein Spiel auslas­sender erklärter Fan der nun in die Bundes­liga zurück­kehren­den Göttinger Basket­baller sowie CDU-Frak­tions­chef Fritz Güntzler, dessen Affinitiät zum Profi­sport bereits durch seinen Vorsitz im Sportaus­schuss deutlich wird, dürfen sich nun sicherlich auf ein Frei­karten-Kontin­gent für die lau­fende Saison freuen. Das ist so üblich gegen­über Spon­soren – und versüßt den Abschied aus dem Amt eines Ober­bürger­meis­ters unge­mein.

 

La Paz Centro
Göttinger Partnerstadt durch Erdbeben bedroht
Partnerschaftsverein ruft zur Hilfe auf
Während die Medien nur noch über die Ukraine und ein wenig über das Erdbeben in Chile berichtet hatten, hatte sich auch in Nicaragua ganz in der Nähe unserer Partnerstadt La Paz Centro ein heftiges Erbeben ereignet. „Diese Erdstöße haben tagelang angehalten und dazu geführt, dass alle unsere jungen Weltwärts-Freiwilligen in den Norden des Landes geflüchtet waren“, schreibt die Göttinger Vereinsvorsitzende von Amistad con Nicaragua, Anna Leineweber. Sie erhielt den folgenden Hilferuf der Bürgermeisterin Lesbia Abarca García aus unserer Partnerstadt, den wir hiermit veröffentlichen:

Hola querida Anna
Hermana espero te encuentres bien.
Estamos solicitando ayuda solidaria, ya que tuvimos un atentado terremoto en fecha Jueves, 10 de Abril de 2014, y 500 familias de nuestro municipio quedaron afectadas en consecuencia de esta tragedia.
Estamos en espera de cualquier ayuda que nos puedan brindar, aprovecho la ocasión para reiterarte mis muestras de consideración y estima.
Atte.
Lesbia Abarca García
Alcaldesa Municipal
La Paz Centro

 

„Es ist uns unverständlich, dass bis auf die Ingolstädter Nachrichten nicht eine deutsche Zeitung dieses Erdbeben – im Internet gut nachvollziehbar – journalistisch wahrgenommen hat“, fährt sie weiter fort. Nun bittet Bürgermeisterin Lesbia Abarca den Göttinger Partnerchaftsverein um Hilfe, weshalb sich Anna Leineweber direkt an die Öffentlichkeit wendet. Göttingens Oberbürgermeister habe sich bereit erklärt, einen entsprechenden Spendenaufruf zu unterstützen. Etwa 500 Familien sind von dem Erdbeben betroffen, ihre Häuser zum Teil total zerstört. Hilfe ist dringend erforderlich.
Kontakt: ALeineweber@t-online.de - www.nicaragua-verein-goettingen.de - Spendenkonto: Sparkasse Göttingen, IBAN DE88 2605 0001 0056 0285 09, BIC NOLADE21GOE

 

Asylsuchende
Göttinger Grüne fordern
Versichertenkarte nach Bremer Modell

Medizinische Versorgung von Leistungsempfänger/innen soll verbessert werden
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Verwaltung auf, eine elektro­nische Kranken­kassen­karte für Asyl­bewer­ber/in­nen nach dem Bremer Modell einzu­führen. Dazu sollten von ihr Verhand­lungen mit den örtlichen Kranken­kassen aufge­nommen werden. Einen entspre­chen­den Antrag kündigte der inte­grations­politi­sche Sprecher der Fraktion, Mehmet Tugcu, für die Mai-Sitzung des Rates an.

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Recht auf Leben nur mit Schein: Kleinkind aus Ghana<leer>Foto: Kwasiassibey

Die derzeitige Praxis zwin­ge Asyl­su­chen­de, für Normal­behand­lun­gen immer wieder aufs Neue einen Kran­ken­schein zu bean­tra­gen. „Ich halte das für büro­kra­tisch und schika­nös. Und wie der jüngste Vor­fall in Han­no­ver zeigt, birgt dieses Ver­fah­ren töd­liche Gefah­ren, denn es ver­un­sichert nicht nur die Betrof­fe­nen, son­dern auch das ärzt­liche Per­sonal“, be­grün­det Tugcu den Vorstoß.

In Hannover wurde in der ersten April­woche eine aus Ghana stammende Frau mit ihrem erkrank­ten Säugling abge­wiesen, weil sie keinen Kranken­schein besaß. Eine Kinder­ärztin, welche die Frau in ihrer Not aufsuchte, erkannte sofort die Gefahr und ließ das Kleinkind umgehend wieder mit dem Rettungs­wagen in die Klinik bringen. Zu spät: das Kind starb. Auch der Flücht­lingsrat Nieder­sachsen hat diesen Vorfall zum Anlass genommen, von der Landes­regierung zu fordern, die Bestim­mungen bei der Kranken­versor­gung von Asyl­bewer­bern zu ändern.

Die Bremer Sozialbehörde hatte schon 2005 ein kunden­freund­licheres Verfahren einge­führt, indem sie an Asyl­bewer­ber/innen eine digitale Kranken­kassen­karte ausgibt. Die Chipkarte deckt zwar nicht alle Leis­tungen ab, welche für die Grund­versor­gung notwendig wären, dennoch gibt sie den Betrof­fenen und dem medizi­nischen Personal Sicherheit über die Kosten­über­nahme. Doch selbst wenn diese Sicherheit nicht gegeben ist, recht­fertig das Fehlen eines Kranken­scheins noch keine unter­lassene Hilfe­leistung, die zum Tode führt. 2012 wurde ein ähnliches Verfahren wie in Bremen übrigens auch in Hamburg eingeführt.

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Ausschuss für Allgemeine Angelegenheiten,
Integration und Gleichstellung:
22. September
Betriebsausschuss Umweltdienste:
23. September
Ausschuss für Umwelt-
und Klimaschutz:
23. September
Ausschuss für Soziales
und Gesundheit:
23. September
Ortsrat Geismar: 25. September

Ortsrat Grone: 25. September
Ratssitzung: 26. September
Personalausschuss: 29. September

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Kasseler Landstr. / Kiesseestr. / Hauptstr.
Jede Menge Bauarbeiten
Haltestellen verlegt
Baustellepdg — Ab Montag, 22. September, werden auf der Kas­seler Land­straße zwischen Bach­straße und Salinen­weg sowie im Sali­nen­weg bis voraus­sicht­lich Mitte Dezem­ber verschie­dene Straßen­bauar­beiten durch­geführt. Während der Bau­phasen kommt es auf wech­seln­den Abschnit­ten der Straßen zu Teil­sper­rungen. Zudem müssen die Fuß­gänger­ampel an der Kasse­ler Land­straße abge­schaltet und die Halte­stelle „Stadt­friedhof“ für die stadtaus­wärts fahren­den Busse vor das ehe­malige EAM-Hoch­haus verlegt werden. Mit Verkehrs­behinde­run­gen muss gerech­net werden. Die Maßnah­men dienen der besse­ren Erschlie­ßung des geplan­ten neuen „Edeka-Marktes“ am Salinen­weg und umfas­sen den Ausbau der Ein­mün­dung mit Links­abbie­ger­strei­fen sowie die Instal­lation neuer Licht­signal­anla­gen. Außer­dem wird die Halte­stelle „Stadt­friedhof“ für den stadt­aus­wärts fahren­den Busver­kehr etwa 70 Meter nach Westen verlegt. Die Bauar­beiten dauern voraus­sichtlich bis Mitte Dezem­ber. Im Frühjahr 2015 folgen dann abschlie­ßende Arbeiten an der Fahr­bahn­decke.
Ebenfalls ab Montag, 22. September (bis voraussichtlich 26. 09.), werden in Abschnitten der Kiessee­straße und der Haupt­straße Straßen­bauar­beiten durch­geführt. Die Bus­halte­stellen „Stadt­stieg“ und „Baum­schulen­weg“ sowie die Halte­stelle „Haupt­straße“ für die stadtaus­wärts fah­renden Busse müssen aufgrund der Arbeiten zweit­weise verlegt werden. Mit Verkehrs­behinde­rungen ist zu rechnen. Es werden Teile der Fahrbahn­decken saniert, teil­weise erfolgt auch noch eine neue Markie­rung. Betroffen sind der Strecken­abschnitt in der Kiessee­straße zwischen Rein­häuser Land­straße und dem Kreuzungs­bereich Stadtstieg / Auf dem Paul sowie der Abschnitt in der Haupt­straße stadtein­wärts zwischen dem Kreu­zungs­bereich Teich­straße/ Kiessee­straße und der Kehr­straße.

Gedenktafel für Karl Heinrich Ulrichs
pdg — Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck enthüllt am 25. September am Haus Markt 5 die erneuerte Ge­denk­tafel zu Ehren von Karl Heinrich Ulrichs, der im 19. Jahr­hundert für die Rechte von homo­sexuel­len Menschen kämpfte. Der Historiker Dr. Norman Domeier von der Univer­sität Stuttgart hält die Laudatio.
An den Juristen Karl Heinrich Ulrichs erinnert bereits seit dem Jahr 1997 eine an dem Gebäude angebrachte Marmor­platte, auf der künftig auch dessen besonderes Engage­ment für die Gleich­stellung von Homo­sexuel­len Erwäh­nung findet. Ulrichs studierte in Göttingen Theologie und Jura. Er gilt als einer der ersten Männer, die sich offen zu ihrer Homo­sexua­lität bekannten. Zudem setzte er sich öffentlich für die rechtliche und die soziale Gleich­stellung von Homo­sexuel­len ein. So forderte er etwa im Jahr 1867 auf dem Deutschen Juristentag in München die Abschaf­fung der gegen sie gerich­teten Straf­gesetze. Bereits 1864 hatte Ulrichs die erste von insgesamt zwölf Schrif­ten „For­schungen über das Räthsel der mann­männ­lichen Liebe“ veröffent­licht, die in einigen deut­schen Ländern zensiert wurden. Durch seine Arbeiten und Publika­tionen avan­cierte er zu einem Wegbe­reiter der Sexual­wissen­schaft und nahm die eman­zipatori­schen Ziele späterer Bürger­rechts­bewe­gungen vorweg. Wegen zuneh­mender Repres­salien und wach­sender Resig­nation über seine Erfolg­losig­keit emig­rierte Ulrichs 1880 nach Italien und ließ sich in Neapel nieder. 1883 zog er nach L’Aquila, wo er am 14. Juli 1895 starb.
Am 25. September um 17.30 Uhr, Markt 5.

Versorgungsamt
Sprechtag
pdg — Der nächste Sprechtag des Niedersächsischen Landes­amtes für Soziales, Jugend und Familie (Ver­sor­gungs­amt), Standort Hildes­heim, in Göttingen findet am Don­ners­tag, 25. September von 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.00 Uhr in Zi. 118 im Neuen Rat­haus statt (keine Bera­tung zu allge­mei­nen Renten­ange­legen­heiten). Eine Voran­meldung ist nicht erfor­der­lich. Das Nds. Landes­amt kann wie folgt erreicht werden:
Per Post: Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, Ver­sor­gungsamt, Kreuzstraße 8, 31134 Hildesheim. Telefonisch: 05121/3040, Fax: 05121/304611, E-Mail: www.soziales.niedersachsen.de

Klimaschutz
Grüne fordern Unterstützung vom Bund
CO2-Emissionen auf Rekordwert
Angesichts des „verheerenden Klimaberichts“ der Welt­organi­sation für Meteo­rologie (WMO) von Anfang Sep­tem­ber fordern die Göttin­ger Grünen mehr Unter­stüt­zung durch den Bund und kriti­sieren „den hart­näcki­gen Wider­stand der CDU und leider auch der SPD“ scharf. Der WMO-Be­richt stellt fest, dass die welt­weite CO2-Emis­sion im Jahr 2013 nicht nur einen neuen Rekord­wert erreicht hat, sondern die Ge­schwin­dig­keit des An­stiegs sogar erstmals seit Jahren wieder zu­nimmt.Weitere Informationen

Verkehr
Automatischer Notruf für Pkw kommt
Bei der größten gesamteuropäischen Konferenz zum Thema eCall mit über 100 Vertretern aus Wirt­schaft, Politik und Ver­waltung sprach sich Nieder­sachsens Verkehrs­minister Olaf Lies für das System aus, das die Anzahl der Verkehrs­toten deutlich redu­zieren soll. eCall steht für ein europa­weites Notruf­system. Im Falle eines Unfalls wird auto­matisch ein Notruf abgesetzt und eine Sprech­verbin­dung zur Notruf­leit­stelle herge­stellt. Die zuständige Notruf­zentrale nutzt die über­trage­nen Positions­daten um sicherzu­stellen, dass die Opfer zügig geret­tet werden. Weitere Informationen

Ratsmitglieder
SPD: Termine für Ehrenamtliche
während der Arbeitszeit unzumutbar

Die SPD-Ratsfraktion Göttingen fordert die Verwaltung der Stadt Göttingen auf, keine Termine für repräsenta­tive Ver­anstal­tungen auf Zeiten zwischen 8.00 und 16.30 Uhr zu legen, in denen ehren­amtliche Ratsmit­glieder durch Berufs­tätigkeit verhin­dert sind. „Wir haben immer wieder die Situa­tion, dass öffent­lich wirk­same Einla­dungen von der Verwal­tung an uns aus­gespro­chen werden, die aber nicht wahr­genom­men werden kön­nen, da diese zu Zeiten statt­finden, in denen wir, die ehren­amt­lichen Ratsmit­glieder, einer Erwerb­stätig­keit nach­gehen. Das ist ärger­lich“, erklärt der SPD-Frak­tions­vorsit­zende Frank-Peter Arndt. In einem Antrag an den Aus­schuss für Allge­meine Angele­gen­heiten, Inte­gration und Gleich­stellung (am 22.09.) will sie jetzt das Thema auf die Tages­ord­nung bringen.

Flüchtlinge
Stadt sucht Wohnraum
pdg — Als Folge von kriegerischen Konflikten und Ver­trei­bung sind immer mehr Menschen gezwun­gen, in Deutsch­land Zuflucht zu suchen. Woche für Woche nimmt allein die Stadt Göttin­gen mindes­tens 20 zusätz­liche Asylsu­chende auf. Insges­amt leben derzeit 475 Flücht­linge aus über 30 Natio­nen in der Stadt. Bis zum Jahres­ende rechnet die Verwal­tung mit bis zu weiteren 350 Asyl suchen­den Men­schen. Für ihre Unter­brin­gung stehen aktuell 136 Woh­nun­gen mit 319 Zim­mern zur Verfü­gung; dem rasant stei­genden Bedarf kann die Stadt jedoch nicht mehr gerecht werden. Die Sozial­dezernen­tin der Stadt Göttin­gen, Dr. Dagmar Schla­peit-Beck hat daher die Bevölke­rung in einem öffent­lichen Appell um Unter­stüt­zung bei der Vermie­tung und Bereit­stellung weite­rer Unter­künfte für Flücht­linge gebeten.Weitere Informationen

Erneuerbare Energien
Viel Wind um Erlass-Entwurf
Wenzel weist Kritik zurück,
CDU/FDP-Ratsgruppe bekräftigt ihre Position

Zurückgewiesen hat der niedersächsische Umweltminis­ter Stefan Wenzel Kritik aus den Reihen der Göttin­ger CDU/FDP-Rats­gruppe, wonach der Entwurf eines Wind­kraft­erlas­ses eins­eitig auf die Inter­essen der Wirt­schaft aus­gelegt sei. Insbe­sondere stört sich die Gruppe an einer unter­schieds­losen 400m-Rege­lung zu bewohn­ten Sied­lungen. „CDU und FDP kriti­sieren Dinge, die gar nicht im Erlass stehen und arbei­ten sich an bun­des- und landes­recht­lichen Rege­lun­gen ab, die ihre Partei­kolle­gen in Bund und Land selber ge­schaf­fen haben“, kontert Wenzel die Kritik.
Die wirft nunmehr Umwelt­minister Wenzel wie auch dem Grü­nen-Rats­fraktions­vorsitzenden Rolf Becker „haltlose und irre­führende Aussa­gen“ vor.Weitere Informationen

Göttinger Statistik
Neues Statistik-Journal
Statistikpdg — Das vom Referat Statistik und Wahlen der Stadt Göttingen herausgegebene „Göt­tin­ger Statistik-Journal“ widmet sich in seiner neuen Ausgabe dem verar­beiten­den Gewerbe. Ein weiterer Beitrag hat die Anzahl der im Stadt­gebiet wohnenden Studie­renden zum Thema. Im Fokus der aktuellen Veröf­fent­lichung stehen die Beschäf­tigungs­situation und der Umsatz der 54 Betriebe des verarbei­tenden Gewerbes in Göttin­gen, für die im Jahr 2013 insge­samt 9.011 Menschen arbeiteten. Zusammen erwirt­schafte­ten die Unter­neh­men einen Umsatz von rund 3,1 Milli­arden Euro.
Der zweite Artikel beschäf­tigt sich mit der Zahl der in Göttingen lebenden Studierenden und ihrer Verteilung in den einzelnen Stadt­bezirken. Die Berech­nungen erfolg­ten unter der Annahme, dass zwei Drittel der eingeschrie­benen Hoch­schüler/in­nen eine Unter­kunft in der Stadt bewoh­nen.
Die Publi­kation „Göttinger Statistik-Journal“ erscheint vier­tel­jährlich. Der Berichts­dienst präsen­tiert für die Monate April bis Juni 2014 eine Vielzahl von Daten und Fakten über die Stadt.
Erhältlich beim Referat Statistik und Wahlen im Neuen Rathaus oder online unter www.goesis.goettingen.de

Finanzausgleich Stadt / Landkreis
CDU enttäuscht:
„Jährlicher Millionenverlust“

Bis zu zehn Millionen Euro mehr pro Jahr hatte sich die CDU/FDP-Rats­gruppe der Stadt von einer Neurege­lung des Finanz­aus­gleichs mit dem Landkreis erhofft. Trotz des Son­der­status der Stadt nach dem früheren Göttingen-Ge­setz sei der Land­kreis aber „in einer so unan­fecht­baren Position, dass sich die Stadt mit einem Bonus von einer knap­pen Million gegen­über der bishe­rigen Rege­lung begnü­gen“ müsse, heißt es in einer Stellung­nahme der Gruppe. „Mit Bauch­grimmen“ werde sie dem Vorschlag des Innen­minis­teriums den­noch zustim­men, da sonst ein Rück­fall in die frühe­ren regel­losen Zeiten drohe und nun in etlichen Punkten die Auf­gaben und Zustän­digkei­ten der Stadt Göttin­gen erst­mals klar defi­niert und dauer­haft fest­geschrie­ben werden.Weitere Informationen

Kindertagesstätten
OB: Streit um KiTa-Plätze ohne Fakten
Tagesmütter kritisieren „Überangebot“
pdg — Die Diskussion um eine angeblich Besorgnis erregende Zahl freier Kita- Plätze in angeblich „diversen Ein­rich­tungen“ ist nach den Worten von Ober­bürger­meister Wolf­gang Meyer völlig über­flüssig und hat nach seinen Worten vor allem nichts mit den Fakten zu tun. Mit dieser Erklä­rung reagierte Meyer auf Berichte, in der es auch um freie Plätze bei Göttinger Tages­müt­tern ging.Weitere Informationen

Amtsblatt Nr. 17
pdg — Die Bekanntmachung der frühzeitigen Bürger­beteili­gung gemäß §3 (1) Bau­gesetz­buch zum Bebau­ungs­plan Göttin­gen-Grone Nr. 37 „Gewerbe­gebiet Siek­weg Süd“ sowie zur 87. Ände­rung des Flächen­nut­zungs­planes 1975 der Stadt Göttin­gen „Ge­werbe­gebiet Siek­weg Süd“ wird in der 17. Aus­gabe des Amts­blattes für die Stadt Göttin­gen veröf­fent­licht. Weitere Themen der aktuellen Ausgabe sind die Sat­zungs­beschlüsse zum Bebau­ungs­plan Göttin­gen-Grone Nr. 19, 4. Ände­rung „Salinen­weg“ mit Örtli­cher Bau­vor­schrift über Gestal­tung (ÖBV)“ und der Fest­stel­lungs­beschluss (Beitritts­beschluss) für die 88. Ände­rung des Flächen­nutzungs­plans „Salinen­weg“.
Der Auslegungsbeschluss zur „98. Änderung des Flächen­nutzungs­plans 1975 der Stadt Göttingen „MPI Fass­berg“ sowie der Auf­stellungs­beschluss der „Innen­bereichs­satzung Grone Nr.1 „Spring­mühle“, der Satzungs­beschluss zum “Bebauungs­plan Göttingen Nr. 33 Teil­plan Süd, 6. Änderung „Ebertal-Himmels­breite“ mit Ört­licher Bau­vorschrift über Gestaltung (ÖBV)“ und der Auf­stellungs­beschluss des „Bebauungs­plans Göttingen – Hetjers­hausen Nr. 10 „Waken­breite“ sind die Themen in der aktuellen Ausgabe.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de Rathaus & OB Rat & Ortsräte Amtsblatt zu finden.

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Faire Woche in der Region Göttingen
Vom 12. bis 26. September findet bundesweit die „Faire Woche“ statt. Weltläden, Aktionsgruppen, kirchliche Initiativen, Supermärkte, Gastronomiebetriebe, Kantinen, Schulen, weitere Akteure und engagierte Verbraucher/innen machen mit vielen Aktionen auf die Idee des Fairen Handels aufmerksam – auch in der Region Göttingen.
Faire WocheAb dem 12. September gibt es die „Fairtrade-Bot­schafter-Aus­stel­lung“ im Kreis­haus und täglich ein Kurzfilm zum Thema im Lumière. Bei Contigo startet ein abwechs­lungs­reiches Programm mit Quiz, Vortrag und Verkos­tungs­aktio­nen. Ab dem 15. bietet das Ausbil­dungs­restau­rant von Arbeit & Leben ein Mittags­menü mit fairer Kompo­nente an, die Rathaus­kantine ist am 25. und 30. mit einem fairen Mittag­essen dabei. Der Film „Blood in the mobile“ zeigt, wie der Kampf um die Rohstoffe für unsere Handys den Krieg im Kongo finanziert. Und eine Diskus­sion setzt sich mit den Wir­kungen des Fairen Handels auf die Produ­zent/in­nen ausein­ander.
DownloadDas komplette Programm hier zum Herunterladen oder unter → www.epiz-goettingen.de/fairewoche2014.html

Arbeitsmarkt
Trotz steigender Beschäftigung:
Arbeitslosigkeit sinkt nur wenig

Die Arbeitslosigkeit wird 2015 voraussichtlich bei 2,88 Mil­lionen Personen liegen, geht aus einer jetzt ver­öffent­lichten Prog­nose des Instituts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB) hervor. Das wären dann gut 20.000 weniger als in diesem Jahr. Zugleich wird dem IAB zufolge die Zahl der Erwerbs­tätigen um knapp 270.000 auf 42,89 Millio­nen steigen – ein neuer Rekord. Die IAB-Arbeits­markt­exper­ten betonen: „Der Arbeits­markt befin­det sich somit in einer guten Grund­verfas­sung. Selbst in Zeiten kon­junktu­reller Flaute zeigt er sich robust, die Ent­las­sungs­zah­len bleiben niedrig.“Weitere Informationen

Lohnentwicklung
Der Osten holt auf
Die Löhne in Deutschland haben sich in den letzten 20 Jahren regional unter­schiedlich entwickelt, berichtet das Ins­titut für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB) anhand einer Analyse der Nominal­löhne von Vollzeit­beschäf­tigten. Die Löhne im Osten sind um 43,9 Pro­zent, die im Westen um 36,4 Prozent gestiegen.Weitere Informationen

Südniedersachsen
Steigende Arbeitslosenzahlen
Die Sommerferien machen sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: Nach Juli ging die Zahl der Arbeitslosen auch im August erneut leicht nach oben. Im Agentur­bezirk Göt­tingen waren in diesem Monat 16.134 Menschen arbeits­los gemeldet. Damit stieg die Zahl gegenüber Juli zwar um 480 bzw. 3,1% an. Im Vergleich zum Vor­jahres­monat waren jedoch 931 Menschen (5,5%) weniger arbeitslos. Die Arbeits­losen­quote liegt im Agentur­bezirk Göttin­gen bei 6,8% und damit 0,4 Prozent­punkte unter dem August­wert 2013. Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organi­sation Rettet den Regen­wald engagiert sich auf be­wunderns­werte Weise für den Erhalt der letzten noch verblie­benen öko­logischen Reser­vate – wovon letzt­lich unsere Zukunft ab­hängt – und ruft regel­mäßig zu Kam­pagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffent­licht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebens­grund­lagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vor­finden, gibt es ei­ne neue Ak­tion bzw. Neues zu berich­ten.

USA
Monarchfalter:
Einmaliges Naturschauspiel
durch Herbizid-Industrie bedroht

RegenwaldFoto: David R. Tribble
Kein anderer Falter als die Millionen Monarchfalter legt jedes Jahr Tausende von Kilometern von Süd- nach Mittel­ame­rika zurück, um, aus Florida kom­mend, über den Golf von Mexiko in sein nur wenige Hektar großes Winter­quar­tier in der mexi­kani­schen Sierra Nevada zu fliegen. Doch das welt­berühm­te Natur­schau­spiel ist bedroht. Ab dem Jahr 2010 brachen die über­wintern­den Bestände dras­tisch ein, die in Anspruch genom­mene Fläche betrug nur noch ein Bruch­teil; 2013/14 verzö­gerte sich zudem die An­kunft der Falter in Mexiko um drei Wochen. Ursache dafür ist auch der mas­sive Anbau von Bio­sprit­pflan­zen und Tier­futter in den USA. Auf Monsantos Mono­kultu­ren mit Gen­mais und Gensoja finden die Schmet­ter­linge keine Nah­rung. Die dort ver­sprüh­ten Herbi­zide (Roundup) vernich­ten die Seiden­pflan­zen, von denen sich die Schmetter­linge ernäh­ren.
Bitte fordern Sie den Schutz der Monarchfalter.
Freihandelsabkommen
Unter dem Wald nach Teersand buddeln?
RegenwaldApokalypse auf kanadisch: Die Gewinnung von Erdöl aus Teersand zer­stört riesige GebieteFoto: Flickr/Dru Oja Jay - CC BY 2.0
Es ist das dreckigste Erdöl der Welt: Für Öl aus Teersand wer­den in Kanada riesige Flächen ver­wüstet und Flüsse vergiftet. Bald können Kon­zerne den Treib­stoff unge­hin­dert nach Europa expor­tieren, weil die EU das Frei­handels­abkom­men CETA ausge­handelt hat. Die Bundes­regie­rung darf den Ver­trag nicht unter­schreiben.
Protestieren Sie hier: www.regenwald.org

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Beruf und Karriere

Wettbewerb „Jugend testet“
Welcher Streamingdienst lässt sich besonders unkompliziert nutzen? Wer bietet den besten Service beim Ohrloch-Stechen? Und welcher Radiergummi krümelt am wenigsten? Fragen wie diese können Jugendliche beim Wettbewerb „Jugend testet“ untersuchen. Zu gewinnen gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 9.000 Euro und Reisen nach Berlin. Teilnehmer können sich ab sofort bis zum 30. November online unter www.test.de/ jugendtestet an­mel­den.Weitere Informationen

Aktionswochen zum Dualen Studium
Betriebsbesuche für Schulabgänger
Um angehenden Abiturient/innen einen Überblick über die verschie­denen dualen Studien­angebote in der Region zu verschaf­fen, hat das Berufs­infor­mations­zentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Göttingen eine Reihe von Betriebs­besuchen organi­siert. Diese starten nach dem Ferien­ende nun in die zweite Runde. Vom 16. September bis zum 20. Oktober können sich Jugend­liche in sechs Veran­staltun­gen infor­mieren. Den Auftakt bildet dabei ein Betriebs­besuch im Finanz­amt Göttin­gen. Vorge­stellt wird das duale Studium zum Diplom-Finanz­wirt bzw. zur Diplom-Finanz­wirtin.
Die Teilnahme an den jeweiligen Veranstaltungen ist kos­tenlos. Aus organi­satori­schen Gründen wird jedoch um Anmeldung gebeten: goettingen.biz@arbeitsagentur.de oder Tel. 520-670. Die Übersicht der teilnehmenden Unter­neh­men samt Zeitplan ist im Internet unter Eingabe des Veran­stal­tungs­ortes Göttin­gen unter www.arbeits­agen­tur.de/veran­staltungen zu finden.

Schreib- und Karrierewoche
Schreiben für Wissenschaft und Beruf
pug — Das internationale Schreibzentrum und der Career Service der Universität Göttingen laden alle Studierenden zur dies­jähri­gen Schreib- und Karriere­woche vom 22. bis zum 26. Sep­tem­ber ein. Unter dem Motto „Schreiben für die Wissen­schaft – Gemein­sam durch das Bewer­bungs­laby­rinth“ vereint die Woche in diesem Jahr zwei Schwer­punkte: Studie­rende können sowohl an ihren wissen­schaft­lichen Texten arbei­ten als auch sich auf anste­hende Bewer­bun­gen vorbe­reiten. Damit nimmt die Schreib­woche einen preis­gekrön­ten Vor­schlag aus dem Ideen­wettbe­werb für Studie­rende aus 2013 auf.Weitere Informationen

Info-Nachmittag
Berufe in Uniform
Berufe bei Polizei und Bundeswehr, Zoll und Berufs­feuer­wehr stehen im Mittel­punkt eines Info-Nach­mitta­ges, den das Berufs­infor­mations­zentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit am 23. Sep­tem­ber orga­nisiert. Ver­treter der genann­ten staat­lichen Institu­tionen stellen dann die beruf­lichen Perspek­tiven in ihren jewei­ligen Auf­gaben­berei­chen vor. An den einzel­nen Stän­den können sich Jugend­liche und junge Erwach­sene, die sich beruf­lich neu orien­tieren möchten, über Ausbil­dungs- und Studien­mög­lich­keiten infor­mieren. Dabei stehen allge­meine Aspekte wie Zugangs­voraus­setzun­gen, Bewer­bungs­verfah­ren, Ausbil­dungs­ablauf und -inhalte im Fokus, auch anschlie­ßende Karriere­chancen werden skiz­ziert.
Am 23. September von 15.30 bis 17.00 Uhr, Bahnhofsallee 5.

50. Deutsche Historikertag
Kostenloses Schülerprogramm
pug — Begeisterung für Geschichte wecken und Schü­ler/in­nen einen span­nenden Einblick in die Univer­sität bieten – das sind die Ziele des Schüler­pro­gramms auf dem 50. Deutschen Histori­kertag an der Univer­sität Göttin­gen. Das für Schulen kosten­lose Angebot findet am 24. Septem­ber im Zen­tralen Hörsaal­gebäu­de statt. Gemein­sam mit der Kör­ber-Stif­tung ist ein abwechs­lungs­reiches Pro­gramm mit verschie­denen Sektionen und Vor­trägen entstan­den, das sich vor­nehm­lich an Schüler/in­nen der Sekundar­stufe II rich­tet.Weitere Informationen

Chemie
Schnupperpraktikum für Mädchen
pug — Wissenschaft hautnah: Für Schülerinnen der Jahr­gangs­tufen 10 an Gymnasien veranstaltet die Fakul­tät für Chemie der Univer­sität Göttingen ein Schnupper­praktikum in den nieder­sächsi­schen Herbst­ferien. Vom 27. bis 29. Oktober haben die Jugend­lichen die Möglich­keit, das Chemie­studium, den Fach­bereich und spätere beruf­liche Arbeits­felder für Chemi­kerin­nen zu erkun­den. Auf dem Pro­gramm stehen prak­tische Versuche im Labor, populär­wissen­schaft­liche Vor­träge sowie Besuche in den Arbeits­krei­sen der Insti­tute. Eine Vor­stel­lung von Berufs­bildern in der Chemie sowie Infor­matio­nen zum Che­mie-Stu­dium runden das Prakti­kum ab. Betreut werden die Teil­nehme­rinnen in kleinen Grup­pen. Die Teil­nahme ist kos­tenlos.
Anmeldungen bis 3. Oktober unter Tel. 39-22799 oder E-Mail dekanat@chemie.uni-goettingen.de

Fortbildung „Take Action“
Theaterprojekt mit Arbeitssuchenden
Zu Beginn der neuen Spielzeit startet am Jungen Theater Göttingen ein Theater­projekt in Zusam­men­arbeit mit der BUPNET Bildung und Netz­werk GmbH. Die Fortbil­dung „Take Action“ richtet sich an Arbeits­suchende ab 20 Jahren. Zusam­men mit Mitar­beitern des Jungen Thea­ters soll im Team ein Stück entwi­ckelt werden, das am Ende des Projekts auch aufge­führt werden soll. Aktiv werden kann man nicht nur als Schau­spieler auf der Bühne, sondern auch hinter den Kulissen, beispiels­weise bei der Erstel­lung der Kostüme und des Bühnen­bilds oder in der Abtei­lung Presse-und Öffent­lich­keits­arbeit.
Desweiteren gehören zu dem Projekt auch spezielle Coach­ings, unter ande­rem im Bereich „Kom­muni­kation und Wir­kung“ (Sprech­trai­ning, Körper­sprache etc.). Es besteht außer­dem die Mög­lich­keit, durch die Teil­nahme das IHK-Zerti­fikat „Arbei­ten in Projek­ten und Teams“ zu erwer­ben. Das Projekt soll am 1. Oktober starten und bis Ende Mai 2015 laufen.
Info und Anmeldung: BUPNET GmbH, www.bupnet.de oder Tel. 54707-0.

Universität Göttingen
Neue Studienmöglichkeiten
pug — Zum Wintersemester 2014/2015 hat die Universität Göttingen ihre Studien­möglich­keiten breiter aufge­fächert: So können Mathe­matik und Infor­matik jetzt im 2-Fächer-Bachelor mit über 40 Fächern kombi­niert werden; für den Master­studien­gang Klassi­sche Archäo­logie ist die Option eines doppel­ten Abschlusses (Double Degree) der Univer­sität Göttin­gen und der Univer­sità degli Studi di Palermo in Italien geplant. Englisch kann jetzt im Master­studien­gang als Mono-Mas­ter, das heißt ohne Neben­fach studiert werden.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über

• Rezeptfreie Schmerzmittel
• Wäschetrockner mit Wärmepumpe
• Matratzen

Neue Bücher für Verbraucher
• Smartphone: Samsung Galaxy für Einsteiger
• Haushalt: 500 saubere Expertentricks
• Vorsorge-Set: Patientenverfügung, Testament, Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht

Riester-Fondssparpläne
Erste Wahl für junge Sparer
Riester-Fonds sind besser als ihr Ruf. Auch in Krisen­zeiten nutzen die meisten konse­quent die Chancen der Aktien­märkte. Voraus­setzung ist, dass der Sparplan eine lange Laufzeit von deutlich über 20 Jahren hat. Zu diesem Ergebnis kommt die Stif­tung Waren­test in einer aktuellen Unter­suchung „Riester-Fonds­sparpläne“, die in der Okto­ber-Aus­gabe der Zeitschrift Finanztest veröffent­licht wird.Weitere Informationen

Private Rentenversicherung
2015 ungünstiger
Wer ab 2015 eine private Renten­versi­che­rung abschließt, bekommt weniger Geld. Die garan­tierte Rente für Neuver­träge sinkt. Zeit für einen Vor­sorge-Check: Die Stif­tung Waren­test zeigt in der Okto­ber-Aus­gabe ihrer Zeit­schrift Finanz­test, für wen sich welche Renten­versiche­rung jetzt noch lohnt. Von den 39 unter­suchten Ange­boten für eine private Renten­versiche­rung schneiden nur sechs „gut“ und doppelt so viele „ausrei­chend“ ab.Weitere Informationen

Internet-Browser
Zweifelhafte Sicherheit
Auf dem Browser-Markt hat der Internet Explorer längst kein Monopol mehr. Laut Stiftung Warentest zu Recht: Anwender von Chrome, Firefox, Opera und Safari surfen schneller, bequemer und sind besser vor Gefahren geschützt. Das zeigt der Test von elf kosten­losen Browsern für Windows und Mac OS. Insgesamt am besten schneidet bei beiden Betriebs­systemen Chrome ab, doch wird damit von den Testern eine zweifel­hafte Sicherheit suggeriert. Wichtigstes Sicher­heits­merkmal nämlich bleibt angesichts vieler Daten­skandale eine erhöhte Aufmerk­samkeit des Nutzers. Und daran hapert es zumeist und sie lässt sich auch nicht testen.Weitere Informationen

Ritter Sport ./. Stiftung Warentest
Verbraucherschützer unterliegen
im Rechtsstreit über Schokolade

Herbe Schlappe für die Warentester in Berlin, die bislang kaum einen Prozess vor Gericht nicht erfolgreich beendet haben: das OLG München hat die Berufung gegen eine einst­weilige Verfü­gung zurück­gewiesen. Im Streit um den Aroma­stoff Pipe­ronal hat es das Ober­landes­gericht München am 9. Sep­tem­ber der Stiftung Warentest rechts­kräftig unter­sagt, Aussa­gen zur Art der Herstel­lung des Aroma­stoffs in der Schoko­lade „Ritter Sport Voll-Nuss“ zu machen. Weitere Informationen

Ticket-Apps
Noch nicht ausgereift
Ticket-Apps für den Nahverkehr sind noch nicht ausgereift. Handytickets gibt es nur für Gelegen­heitsfah­rer und bei weitem nicht für alle Tarife. Außer­dem muss der Nutzer das günstigste Ticket selber suchen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest bei einem Test von 14 Apps für den Ticket­kauf im Nahverkehr von regionalen Verkehrs­unterneh­men sowie den DB Navigator im Fern­verkehr der Deutschen Bahn. Veröffent­licht sind die Ergeb­nisse im Septem­ber-Heft der Zeitschrift test.Weitere Informationen

Schlüsseldienste
Umfrage zu schwarzen Schafen
Es gibt Schlüsseldienste, die Notlagen gezielt ausnutzen, um abzukassieren. Häufig verlangen unseriöse Dienste unver­hältnis­mäßig hohe Preise bei der Anfahrtsvergütung und dem Stunden­verrech­nungssatz. Das will die Ver­brau­cher­zentrale jetzt genauer unter­suchen. Sie bittet Betrof­fene, an einer Umfrage teilzu­neh­men und ihre Erfah­rungen mitzu­teilen. „Wir möchten verstärkt vor­beugend über das Thema Schlüssel- und Not­dienste infor­mieren, damit Verbrau­cher im Fall der Fälle gewapp­net sind“, sagt Rechts­expertin Karin Goldbeck. Ver­brau­cher können online unter www.verbrau­cherzen­trale-nieder­sachsen.de/umfrage-schlues­seldienste oder in einer Beratungs­stelle an der Umfrage teilneh­men. Zudem sind zur Umfrage­auswer­tung schrift­liche Unter­lagen hilfreich. Teil­nehmer werden gebeten, ihre Belege mit ge­schwärz­ten Daten per Mail an schlues­seldiens­te@vznie­dersach­sen.de zu senden.

Energie
2000 Watt-Staubsauger-Monster
verschwinden vom Markt

Die EU kann nicht nur Gurken per Verordnung gerade­biegen, es gibt auch vernünf­tige Entschei­dungen der Behör­den in Brüssel: Ab dem 1. Septem­ber müssen neu auf den Markt kom­mende Staub­sauger ein Energie­label tragen und dürfen nicht mehr als maxi­mal 1600 Watt ver­brau­chen. Doch auch das ist eigent­lich noch zu viel, deutlich weniger wären für ein gutes Saug­ergeb­nis ebenso ausrei­chend. Deshalb sind ab 2017 bei gleich­zeiti­ger Erhö­hung der Saug­kraft nur noch 900 Watt erlaubt, was man vernünf­tiger­weise eigent­lich schon jetzt hätte beschlie­ßen können, weil es tech­nisch ohne weiteres möglich wäre. Hohe Watt­zahlen sugge­rieren nur schein­bar ein bes­seres Saug­ergeb­nis, so wie mehr PS zumeist auch zu kei­nem (Zeit-)Vorteil auf deut­schen Straßen führen.
Wattzahlen informieren nicht über die Qualität eines Sau­gers, sondern über seinen Strom­hunger, erläu­tert die Stiftung Waren­test. Entschei­dend für eine hohe Saug­leis­tung sei, dass Gerät und Düse insge­samt gut kons­truiert und aufein­ander abge­stimmt sind. Dann genügen auch weni­ger als 900 Watt, wie Tests gezeigt haben. In einem Test vom Februar 2014 reich­ten einem der Test­sieger sogar nur 870 Watt fürs Sieger­trepp­chen.

Warnung vor Mails mit Cab-Anhängen
Aktuell beschweren sich zahlreiche Verbraucher über mas­senhaft versen­dete Mails mit cab-Anhän­gen. Ähnlich wie die be­kann­ten zip-An­hänge enthalten sie Schad­soft­ware und können PC oder Smart­phone verseu­chen. Die Ver­brau­cher­zen­trale rät drin­gend, diese Mails zu löschen.Weitere Informationen

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Gesellschaft

Tauschhandel
Obst- & Gemüsetausch-
und Verschenkemarkt

GemüseGemüse und Obst aus eigenen Gärten bereichert derzeit das Angebot um ein Vielfaches des eigenen Bedarfs. Doch nicht jeder hat Zugang zu einem Garten und nicht jeder kann oder mag die Menge an Obst und Gemüse ernten und verarbeiten. Daher bietet die Kreisgruppe des BUND Göttingen in diesem Jahr erstmalig einen Obst- & Gemüsetausch- und Verschenkemarkt an.
Wer hat zu viel Obst, wer zu wenig, wer könnte Hilfe beim Ernten gebrauchen, wer hat tolle Ideen für die Verarbeitung der Früchte? Teilen Sie dem BUND ihren Bedarf mit, er stellt Kontakt zu den jeweiligen Partnern her.
Weitere Infos: www.bund-goettingen.de, Tel. 56156.


Polizei
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier: Weitere Informationen

Blitzmarathon: 143 Verstöße
jk — Beim zweiten bundesweiten Blitzmarathon wurden im Zuständig­keits­bereich der Polizei­inspek­tion Göttingen trotz offen­siver Ankün­digung in den Medien insge­samt 143 Verstöße (111 im Verwarn­geld-, 32 im Bußgeld­bereich) regis­triert. Die meisten Ge­schwin­digkeits­über­schrei­tungen – 64 an der Zahl – regis­trierte die Polizei im Bereich Duder­stadt.

Lebensmitteltransporte kontrolliert
lü — An vier Tagen in dieser Woche (15.–19.09.) haben Beamte der Auto­bahn­polizei und Mitar­beiter des Veterinär- und Ver­braucher­schutz­amtes des Land­kreises und der Stadt Göttin­gen insge­samt 25 Fahr­zeuge kontrol­liert, die in erster Linie gewerb­lich Lebens­mittel trans­portier­ten. Neben anderen gab es aus lebens­mittel­recht­licher Sicht insge­samt elf Bean­stan­dungen.

Tempomessung am Roringer Berg
lü — Bei einer Geschwindig­keits­mes­sung am Rorin­ger Berg hat die Göttin­ger Polizei am Vor­mittag des 16. Sep­tember in dreiein­halb Stunden 20 Tempo­verstöße festge­stellt und geahndet.

Pferd verendet auf BAB
jk — Bei einem Unfall auf der Auto­bahn 7 zwischen der AS Göttin­gen und der Rast­anlage Göttin­gen in Fahrt­rich­tung Kassel ist am frühen Samstag­morgen (13.09.) ein Pferd tödlich verletzt worden. Zwei in den Unfall verwi­ckelte Fahrzeug­führer erlitten leichte Verlet­zun­gen.

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