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    Spacer 28.06.2016 16:35 SpacerOptimiert für das Format 16:9      
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft

Der Radiotipp

Vom Musterknaben zum Bummelanten. Deutschland zögert beim Naturschutz in Nord- und Ostsee. Deutschland tut sich schwer beim Meeresschutz in Nord- und Ostsee. Zwar gibt es bereits seit 2007 sogenannte Natura 2000-Gebiete, in denen zum Beispiel Seevögel und Schweinswale besseren Schutz finden sollen. Doch konkrete Regelungen fehlen bislang. Naturschützer sprechen daher von Paper Parks, die nur auf dem Papier existieren. Denn weiterhin dürfen Schiffe uneingeschränkt die Schutzgebiete durchfahren, Fischer ihre Stellnetze setzen und Energiekonzerne ihre Windparks ausweiten. Seit Jahren wird zwar an einer Schutzgebietsverordnung gearbeitet, die klären soll, welche Nutzungen in den Natura 2000-Gebieten noch vertretbar sind und wie weit der Schutz gehen soll. Doch die EU-Kommission wirft der Bundesregierung die Versäumnis wichtiger Fristen vor und hat deshalb ein Verfahren gegen sie eingeleitet. Unabhängig davon hat auch eine Allianz der Umweltverbände eine Klage gegen die Bundesregierung eingereicht.
Am 28. Juni um 19.30 Uhr, Deutschlandradio Kultur.


Kultur

Museum
Von Keilschrift bis iPad
Noch freie Plätze bei Ferienspaß
Schriftpdg — Bei der diesjährigen Ferienpassaktion am Freitag, 1. Juli, dreht sich von 14.00 bis 16.00 Uhr im Städtischen Museum alles um das Thema Schrift. Gemeinsam mit den Museumspädagoginnen Manuela Wengelnik und Sandra Kästner können Kinder erforschen, was es mit Keilschrift und Orakelknochen auf sich hat, wie man geheimnisvolle Bildsymbole entschlüsselt oder Schreibrohre benutzt, woraus Geheimtinte besteht und wie Matrizen für den Druck hergestellt werden. In der Ferienpassaktion werden während einer spannenden Zeitreise Fragen wie „Was ist Schrift eigentlich?“, „Woher kommt sie und wer hat sie erfunden?“ oder „Worauf wird seit über 5000 Jahren überhaupt geschrieben?“ beantwortet und über Materialien wie Bambus, Papyrus oder Pergament informiert.
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung unter Tel. 400/2843, museum@goettingen.de

Museum Friedland
Erste Bilanz nach 100 Tagen
Nach gut drei Monaten Betrieb zieht das Museum Friedland jetzt eine erste Bilanz. Seit der Eröffnung am 18. März haben mehr als 8.000 Menschen das Museum besucht. „Das ist ein sehr gelungener Start und beweist, wie gut das Museum schon jetzt von der Öffentlichkeit angenommen wird“, so Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius. „Und es zeigt auch: Es war ein sehr guter Zeitpunkt, dieses Projekt überhaupt an den Start zu bringen.“ Ähnlich positiv äußert sich der Leiter des Berliner Instituts für Museumsforschung, Prof. Bernhard Graf: „Die Ausstellung ist herausragend. Sie setzt Maßstäbe für Ausstellungen zur Zeitgeschichte, sowohl inhaltlich, als auch konzeptionell und didaktisch.“
Die Ausstellung „Fluchtpunkt Friedland“ eröffnet vielfältige Perspektiven auf die deutsche, europäische und globale Zeitgeschichte – wie auch auf die Ursachen und Bedingungen von Migration in Vergangenheit und Gegenwart.

Musikstadt Göttingen
1 Abo, 3 Kulturstätten
Das Göttinger Symphonie Orchester, die Internationalen Händel-Festspiele und das Deutsche Theater bieten ab der nächsten Spielzeit ein gemeinsames Abo unter dem Titel „Musikstadt Göttingen“ an. Das neue Abo beinhaltet sechs Veranstaltungen. Sie finden jeweils an einem Sonntag um 17.00 Uhr im Deutschen Theater statt. Das Abo beinhaltet drei Symphoniekonzerte des GSO, eine Oper der Internationalen Händel-Festspiele und zwei musikalische Produktionen des Deutschen Theaters.
Verkauf nur im Deutschen Theater. Die Aboplätze können nicht umgetauscht werden.

Junges Theater
Workshop zu Kinderrechten
Das Junge Theater Göttingen und der Göttinger Kinderschutzbund e.V. bieten kurzfristig und kostenlos vom 4. bis 8. Juli einen theaterpädagogischen Workshop mit dem Titel „Ich spiele, was ich kann und möchte“ rund um das Thema Kinderrechte an. Er eignet sich für Kindergruppen aus offenen Kindereinrichtungen und/oder Horten. Unter der theaterpädagogischen Leitung von Chawwah Grünberg werden Kinder zwischen 9 und 12 Jahren spielerisch an das Thema „Kinderrechte“ herangeführt. Der Workshop kann täglich für 3 bis 4 Stunden nach Absprache in einer Einrichtung kostenfrei stattfinden. Er soll den Kindern aufzeigen, dass ihre Rechte nur dann sinnvoll sind, wenn sie diese kennen und sich zutrauen, sie in Anspruch zu nehmen.
Kontakt: Nana Bockstaller, post@kinderschutzbundgoettingen.de

Songwriting
Erst Konzert, dann Workshop
Christina LuxAm 16. September gastiert Christina Lux im Apex. Sie ist seit 30 Jahren als Musikerin unterwegs und hat inzwischen acht Alben veröffentlich, von denen zwei für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert waren. An den beiden Tagen danach bietet sie einen Workshop an. Dabei geht es um Poesie und Lyrik, Begleitung und Akkorde und rhythmische Elemente im Songwriting.
Anmeldungen sollten frühzeitig erfolgen.
→ www.christinalux.de/workshop-termine

Torhaus am Stadtfriedhof
Verschönerungsverein
restauriert

pdg — Der Göttinger Verschönerungsverein e.V. (GVV) hat sich zum Ziel gesetzt, das Baudenkmal auf dem historischen Stadtfriedhof zu restaurieren. Nachdem durch Spenden finanzierte Sanierungsarbeiten im Inneren des Gebäudes 2015 abgeschlossen wurden, kann nun im Rahmen einer Anschubfinanzierung mit der Instandsetzung der Fassade begonnen werden. Im ersten Bauabschnitt wird der Holzanbau am Eingang restauriert. Ende August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Sie werden von der VGH-Stiftung Hannover mit einem Betrag von 30.000 Euro unterstützt. Norbert Mattern, Initiator des Projekts, hofft, dass das Beispiel der Stiftung dazu beiträgt, weitere Förderer zur Unterstützung des Denkmalschutzprojektes zu ermutigen. Weitere Bauabschnitte, wie zum Beispiel die Erneuerung von Fenstern durch Sprossenfenster, die Sanierung der Klinkerfassade und des Natursteinsockels bedürfen weiterer Finanzmittel, um alle geplanten Maßnahmen abzuschließen.
Informationen zum Projekt und Unterstützungsmöglichkeiten durch Norbert Mattern, n.mattern@t-online.de

DT Nachwuchsförderpreis
Der Förderverein des Deutschen Theaters hat den diesjährigen Nachwuchsförderpreis vergeben. Am 12. Juni wurde diese Auszeichnung an Felicitas Madl und Moritz Schulze vergeben. Die Jury setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Theaterleitung, des Fördervereins und aus Abonnenten. Sie nominierte in diesem Jahr vier junge Schauspieler und wählte Madl und Schulze zu den Gewinnern, die beide die Jury gleichermaßen durch Glaubwürdigkeit, Bühnen- und Rollenpräsenz sowie Wandelbarkeit überzeugten.Weitere Informationen

Kulturpreis des Landkreises
Unter dem Motto „Amateure spielen Theater“ vergibt der Landkreis Göttingen dieses Jahr seinen Kulturpreis in Höhe von insgesamt 5.100 Euro an Laien aus dem Bereich der Darstellenden Kunst. Die Preisverleihung findet am 23. Oktober im Jungen Theater statt, nachdem eine unabhängige Jury entscheidet, welches Amateurtheater aus dem Kreis geehrt wird.
Bereits seit 1990 wird der Kulturpreis alle zwei Jahre im Wechsel an Arbeiten aus den Bereichen der Bildenden Kunst, Literatur und der Darstellenden Kunst und Musik verliehen. Noch bis zum 30. Juni können sich Personen, Gruppen, Laien- und Amatuertheater, Jugend- und Schultheatergruppen, die zum Zeitpunkt des Wettbewerbs ihren Hauptwohnsitz im Landkreis Göttingen (einschließlich Stadt Göttingen) haben, für den Kulturpreis bewerben. Einzureichen sind Filmaufnahmen von Theaterstücken, die anschließend von der Jury hinsichtlich der Inszenierung und künstlerischen Leistung beurteilt werden. Die Laiendarsteller haben nicht nur die Chance auf das Preisgeld, sondern können ihre Stücke, Szenencollagen oder Eigenproduktionen auf der Bühne im Jungen Theater aufführen.
Bewerbungsunterlagen können auf der Website des Landkreises heruntergeladen oder persönlich in der Rheinhäuser Landstraße 4 abgeholt werden.

Göttinger Kulturstiftung
Fördermittel vergeben
In seiner ersten Sitzung des Jahres 2016 hat der Beirat der Göttinger Kulturstiftung Fördermittel für die Unterstützung kultureller Aktivitäten vergeben. Von insgesamt 22 eingereichten Anträgen wurden 15 mit einem Gesamtvolumen in Höhe von Euro 18.670,- berücksichtigt. Der Schwerpunkt der Förderung liegt bei der ersten Vergabe im Jahr 2016 bei der Unterstützung von Theater- und Musikprojekten.Weitere Informationen

Göttinger Kultursommer
zieht herauf

Wenn kaum noch jemand arbeiten muss (und will), weil die Urlaubstage bevorstehen, dann ist in Göttingen erst richtig was los: der Göttinger Kultursommer nämlich. Was lernen wir daraus? Vielleicht, dass wir weniger arbeiten sollten, damit in Göttingen immer was los ist.
Der städtische Fachdienst Kultur und andere Veranstalter haben wieder ein pralles Paket geschnürt, bei dem man sich ersthaft überlegen muss, ob es nicht daheim vielleicht sogar attraktiver ist als am endlosen und gleichförmigen Sandstrand, wo als einzige Abwechselung vielleicht mal aller paar Kilometer eine Würstchenbude droht.Weitere Informationen

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Wissenschaft

Biologie
Verlust an Biodiversität
verhindert Evolution

pug — Das Aussterben von Arten kann die Entwicklung neuer Arten verlangsamen oder verhindern, die deren Funktionen im Ökosystem übernehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die erste experimentelle Studie zu diesem Thema, die Biologen aus Utrecht, Göttingen, Leipzig und Montpellier vorgelegt haben. Sie fanden heraus, dass das Aussterben von Arten weit längerfristige und schädlichere Wirkungen haben kann als bislang angenommen.Weitere Informationen

Madagaskar
Nachhaltige Landnutzung
mit Diversitätsperspektive

pug — Zur Verbesserung der Lebensqualität der ländlichen Bevölkerung in Madagaskar möchte ein neues Forschungsprojekt an der Universität Göttingen beitragen. Im Mittelpunkt steht der Vanilleanbau auf Madagaskar: Die Wissenschaftler/innen wollen einen Ansatz für eine nachhaltige Landnutzung entwickeln, der ausdrücklich soziale Ungleichheiten berücksichtigt, die beispielsweise auf Geschlecht oder sozialer und regionaler Herkunft beruhen. Ziel ist es nicht nur, die Folgen der Landnutzung für Umwelt und Menschen zu erforschen, sondern auch konkrete und nachhaltige Handlungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung zu erarbeiten.Weitere Informationen

Globalisierung
Auswirkungen auf Ernährung
in Entwicklungsländern

pug — Wachsende Handelsverflechtungen, ausländische Direktinvestitionen großer Agribusiness-Konzerne, neue Technologien und sich rasch wandelnde Verbraucherpräferenzen sind nur einige Beispiele für die vielschichtigen Trends im Zuge der Globalisierung. Agrarökonomen der Universität Göttingen haben diese Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Ernährung in den Entwicklungsländern untersucht. Während die positiven Effekte zu überwiegen scheinen, werden auch negative Wirkungen aufgezeigt.Weitere Informationen

Biologie
Diversität erhöht
biologische Produktivität

pug — Forscher der Universität Göttingen kommen in Zusammenarbeit mit Kollegen zu dem Ergebnis, dass die Produktivität mit steigender Diversität für alle Biodiversitätsmaße steigt, wenn alle verwendeten Artenzahlen zusammen betrachtet werden. Wenn die Daten aber in Gruppen nach ihrer Artenzahl getrennt untersucht werden, ergibt sich für die verschiedenen Diversitätsmaße ein anderes Bild.Weitere Informationen

Göttingen / Nanjing
Institute of Social Computing
pug — Die interdisziplinäre Forschung über soziale Netzwerke und Big Data steht im Mittelpunkt eines neuen gemeinsamen Instituts der Universität Göttingen und der Universität Nanjing in China. Die beiden langjährigen Partnerhochschulen haben das Sino-German Institute of Social Computing (SGISC) gegründet, um die Forschung auf dem Gebiet voranzubringen und mit akademischem Austausch und der Graduiertenausbildung zu verbinden. Social Computing versucht, das Verständnis von sozialen Verhaltensweisen sowie menschlichen Netzwerken und Interaktionen mit Hilfe von rechnergestützten Modellen und Informationstechnologien zu beantworten.Weitere Informationen

Landesforschung
Landeskundliche Regionalkarte
zu Braunschweig - Salzgitter

pug — Gemeinsam mit lokalen Experten haben Wissenschaftler der Universität Göttingen eine topografische Karte zur Geschichte und Landeskunde der Region um Braunschweig und Wolfenbüttel erstellt. Die Karte aus der Reihe „Regionalkarte zur Geschichte und Landeskunde“ zeigt Standorte der vergangenen und erhaltenen Überreste und Stätten, die die historische Entwicklung der Region maßgeblich geprägt haben. Dazu gehören vor- und frühgeschichtliche Siedlungen und Grabanlagen, mittelalterliche Wüstungen und Wehranlagen, Gerichtsorte und Richtstätten, Klöster und Stifte, Straßen, Zollstellen, Amtssitze und vieles mehr, insgesamt historische Relikte und Phänomene von der Vorgeschichte bis ins 19. Jahrhundert.Weitere Informationen

DLR
Nachbau bestätigt Lilienthal
Keine Konstruktionsfehler
Der Nachbau des ersten Serienflugzeuges der Welt von Otto Lilienthal hat nicht nur seinen Test im Windkanal bestanden. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben nunmehr nachweisen können, dass das Fluggerät des Pioniers keine konstutkiven Mängel aufwies und insofern beim tödlichen Absturz Lilienthals keine Rolle gespielt haben kann.Weitere Informationen

SFB „Herzschwäche“ verlängert
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den an der UMG angesiedel-ten Sonderforschungsbereich 1002 zur Erforschung der Herzschwäche für weitere 4 Jahre mit einer Fördersumme von rund 11,8 Mio. Euro. Der SFB „Modulatorische Einheiten bei Herzinsuffizienz“ will Details und Zusammenhänge bei der Volkskrankheit Herzschwäche („Herzinsuffizienz“) noch besser verstehen. Das Ziel der Forscher sind neue Verfahren für eine wirksamere Behandlung der Herzschwäche. Dazu untersuchen sie ausgesuchte Signalwege, die die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Zellen im Herzen sowie kleinster Funktionseinheiten in Herzzellen, sogenannte „funktionelle Mikrodomänen“, herstellen und bei der Entstehung der Herzschwäche eine Rolle spielen.
Kontakt: Telefon 39-6350, hasenfus@med.uni-goettingen.de

Stabschrecken
Horizontaler Gentransfer
pug — Die Übertragung von Erbgut erfolgt in der Regel entlang einer Abstammungslinie, wird also von Eltern an die Nachkommen übertragen – quasi „vertikal“ von Generation zu Generation. Ausgesprochen selten ist hingegen der horizontale Austausch von Genen zwischen zwei gleichzeitig lebenden Organismen. Dieses Phänomen des horizontalen Gentransfers hat ein Forscherteam unter Beteiligung der Universität Göttingen nun zwischen Bakterien und Stabschrecken nachgewiesen.Weitere Informationen

Graduiertenkolleg
DFG fördert weiter
pug — Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert die Förderung für ein Graduiertenkolleg (GRK) in den Wirtschaftswissenschaften an der Universität Göttingen. Beim GRK 1723 „Globalization and Development – GLAD“ handelt es sich um ein gemeinsames Kolleg der Universitäten Göttingen und Hannover, dessen Mitglieder den Einfluss der ökonomischen Globalisierung auf Entwicklungsländer untersuchen. Die DFG unterstützt das Kolleg weitere viereinhalb Jahre mit rund vier Millionen Euro. Bislang waren rund 40 Promovierende beteiligt, von denen bereits 17 ihre Dissertation abgeschlossen haben.
Die immer intensivere internationale Verzahnung der Wirtschaft, die sich als Zunahme von Handelsströmen, Migrationsbewegungen, Technologietransfers oder Kapitalbewegungen zeigt, beeinflusst die Lebensbedingungen in sich entwickelnden Volkswirtschaften massiv. Umgekehrt wirken gerade die Anpassungsreaktionen von Menschen und Institutionen in Entwicklungsländern – etwa Arbeitsmobilität, geändertes Konsum- oder Erwerbsverhalten – ihrerseits auf den Globalisierungsprozess zurück. Das GRK verbindet die Makroperspektive der Globalisierungsforschung mit der Mikroperspektive der Entwicklungsforschung.

Multiple Sklerose
Bislang unbekannter
Mechanismus beschrieben

umg — Forscher der Universitätsmedizin Göttingen beschreiben einen bisher unbekannten Mechanismus bei Multipler Sklerose. Er kann die entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (ZNS) auslösen und verstärken.Weitere Informationen

Sozialwissenschaften
Weitere Humboldt-Professur
pug — Die Universität Göttingen war beim Wettbewerb um den höchstdotierten deutschen Forschungspreis erfolgreich: Der von der Hochschule nominierte Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ran Hirschl ist mit einer Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnet worden. Die Universität kann dem international renommierten Wissenschaftler damit ein attraktives Berufungsangebot machen. Dies ermöglicht ihm, voraussichtlich ab Oktober 2016 auf einer Professur für „Political Science and Comparative Constitutionalism“ an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät zu forschen und zu lehren. Die Humboldt-Professur ist aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert und mit 3,5 Millionen Euro über fünf Jahre dotiert.Weitere Informationen

Genetische Diagnostik
Teilnehmer für Studie gesucht
Für eine Sozialwissenschaftliche Studie zu neuen Möglichkeiten genetischer Diagnostik werden Teilnehmer/innen für Gruppendiskussionen über Gentests gesucht.Weitere Informationen

Rindvieh
Tödlicher Gendefekt erforscht
pug — Wissenschaftler der Universität Göttingen haben die Ursache eines weltweit verbreiteten tödlichen Gendefekts bei schwarzbunten Milchrindern gefunden. Auf dieser Grundlage können nun entsprechende Gentests entwickelt werden. Die Göttinger Forscher arbeiteten dabei mit dem Institut für Fortpflanzung landwirtschaftlicher Nutztiere Schönow (IFN), dem Deutschen Holstein Verband und den Vereinigten Informationssystemen Tierhaltung zusammen.Weitere Informationen

Universitätsmedizin Göttingen
Kooperation mit Teheran
Die Universitätsmedizin Göttingen und die Medizinische Hochschule Hannover haben ein Memorandum of Understanding mit der Tehran University of Medical Sciences unterzeichnet, das die gemeinsame Forschung, Anerkennung von Abschlüssen in der Lehre sowie den Austausch von Wissenschaftlern und Forschungsergebnissen vorsieht. Die Übereinkunft ist Ergebnis einer fünftägigen Reise des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) von Mitte April zusammen mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

Biophysik
Bewegungen in lebenden Zellen
Neue Untersuchungsmethode
pug — Ein Forscherteam aus Deutschland, den Niederlanden und den USA hat eine neue Methode entwickelt, mit der sich Bewegungsprozesse in lebenden Zellen nach ihrem Energieverbrauch unterscheiden lassen. Um die Funktion von Zellen zu verstehen, ist es wichtig, zwischen Vorgängen zu unterscheiden, die aktiv durch den Verbrauch von metabolischer Energie angetrieben werden, und solchen, die nur aufgrund von thermischer Kollision stattfinden. Neben den Universitäten Göttingen und Amsterdam waren Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München, der amerikanischen Universitäten Princeton und Yale sowie des Massachusetts Institute of Technology an der Studie beteiligt.Weitere Informationen

Forschungsprojekt
Buchdruck und Reformation
pug — Mit dem komplexen Zusammenhang zwischen Buchdruck und Reformation beschäftigt sich ein neues Forschungsprojekt des Theologen Prof. Dr. Thomas Kaufmann von der Universität Göttingen. Eine entsprechende Monografie, die mikro- und makrohistorische Perspektiven verbindet, gibt es bislang nicht. Prof. Kaufmann wird vor dem Hintergrund der europäischen Buchkultur zwischen 1450 und 1520 einerseits herausarbeiten, inwiefern sich die Reformation dem Buchdruck verdankte, andererseits wie die Reformation den Buchdruck veränderte. Gefördert wird das Projekt von der VolkswagenStiftung.Weitere Informationen

Herzmuskelschwäche
Molekulare Ursache entdeckt
umg — Die genetische Ursache für das Barth-Syndrom (BTHS) ist seit fast 20 Jahren bekannt. Ein spezieller Gendefekt führt zu der seltenen, aber schweren Erbkrankheit. Betroffene leiden an verschiedenen Symptomen, besonders schwerwiegend ist eine ausgeprägte Herzmuskelschwäche (Kardiomyopathie). Warum sich der Gendefekt vor allem auf Herzmuskelzellen auswirkt, haben Göttinger Wissenschaftler jetzt enträtselt.Weitere Informationen

Regenwaldvernichtung
Einkommen rauf,
Vielfalt runter

pug — Die Umwandlung von tropischem Regenwald in Agrarlandschaften führt einerseits zu einem Rückgang an Artenvielfalt und Ökosystemleistungen, andererseits zu erhöhtem Einkommen und damit zu besseren sozialen Bedingungen für die lokalen Bauern. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Göttingen gekommen. Die Forscherinnen und Forscher untersuchten in Indonesien die Umwandlung von Tieflandregenwäldern in Ölpalmplantagen, Kautschukplantagen und Kautschuk-Agroforstsysteme. Wege aus diesem Dilemma lassen allerdings auf sich warten.Weitere Informationen

Neurophysiologie
Charcot-Marie-Tooth-Krankheit
Forschungs-Netzwerk gegründet
umg — Eine bislang rätselhafte und wenig erforschte Krankheit soll jetzt im Netzwerk angegangen werden: die Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung. Dabei handelt es sich um eine erbliche Erkrankung des peri-pheren Nervensystems. Bis heute sind die molekularen Ursachen von CMT wenig verstanden, Risikofaktoren sind derzeit unbekannt.Weitere Informationen

Biodiversität
Meeresspiegel
beeinflussen Pflanzenvielfalt

pug — Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Universität Göttingen hat den Einfluss eiszeitlicher Klima- und Meeresspiegelschwankungen auf die biologische Vielfalt von Inseln untersucht. Die Ergebnisse einer globalen Studie zur Diversität von Pflanzen auf ozeanischen Inseln zeigen die Bedeutung historischer Umwelteigenschaften auf die heutige Ausprägung von Lebensgemeinschaften und ihre Vielfalt. Die Resultate sprechen für eine stärkere Berücksichtigung historischer Faktoren in der Biodiversitätsforschung.Weitere Informationen

Tierzucht / Haustiergenetik
Erhalt und Einsatz
genetischer Ressourcen

pug — Forscher entwickeln im Rahmen eines europäischen Verbundprojekts auf der Grundlage neuer Erkenntnisse der Genomforschung effiziente Ansätze für den Erhalt und den Einsatz genetischer Ressourcen bei Nutztieren. Am Projekt „Innovative Management of Genetic Resources“ (IMAGE) sind auch Wissenschaftler der Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Göttingen beteiligt. Ziel des Projekts mit insgesamt 28 Partnern ist es, genetische Sammlungen besser zu nutzen sowie das Management von Genbanken bei Nutztieren zu verbessern. Die Europäische Union hat insgesamt sieben Millionen Euro für das Vorhaben bewilligt.Weitere Informationen

Archäologie
Frühmittelalterliche Gräber
bei Helmstedt freigelegt

pug — Archäologen der Universität Göttingen haben im Landkreis Helmstedt die Überreste eines frühmittelalterlichen Friedhofs freigelegt und damit den ältesten Beleg für die Ortschaft Gevensleben erbracht.Weitere Informationen

Astrophysik
Magnetfeld elementar
für irdisches Leben

pug — Eine neue Studie mit Beteiligung der Universität Göttingen zeigt, wie wichtig die Rolle des Magnetfelds für die Entstehung von Leben auf einem Planeten ist. Weitere Informationen

 

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Metropolregion
Projekt fördert Regionalvermarktung in der Region
Regionale Produkte für mehr Lebensqualität
In einem neuen, drei Jahre dauernden Projekt arbeiten die „Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg“ sowie Regionalinitiativen und Kommunen aus der Metropolregion zusammen, um die regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte zu unterstützen. Gefördert durch das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium ist eine Vermarktungsgemeinschaft in Hankensbüttel damit betraut worden, bestehende Regionalinitiativen im Gebiet der Metropolregion weiter auszubauen, interessierte Akteure zu beraten und bei dem Aufbau neuer Initiativen zu helfen.

 
Wiedergewonnene Lebensqualität: Frischprodukte aus der Region. Hier der Markt von Meran/SüdtirolFoto: L. Koxinga

„Regional erzeugte Nahrungsmittel schonen wegen der kurzen Transportwege die Umwelt, sind qualitativ hochwertig und fördern die regionale Wirtschaftskraft. Zudem sind regionale Lebensmittel Träger einer Regionalkultur, die Menschen emotional an ihre Heimat bindet“, fasst der Projektleiter Dr. Oskar Kölsch die Vorteile der Regionalvermarktung zusammen. Gute Beispiele, wie die Regionalinitiative HI-LAND in Hildesheim, ISE-LAND im Landkreis Gifhorn oder der Tourismusverband Nördliches Harzvorland, sollen bei der Ausweitung ihrer Aktivitäten unterstützt werden.

Getreu dem Motto „Liebe geht durch den Magen" habe man sich das Ziel gesetzt, die Region durch die Vermarktung regionaler Lebensmittel noch lebenswerter zumachen und dort ansässige Erzeuger auch ökonomisch stärken, erklärt der Geschäftsführer der Metropolregion GmbH, Kai Florysiak. Neue Zusammenschlüsse oder Initiativen im Raum Südniedersachsen, im Landkreis Nienburg oder im nördlichen Harzvorland sollen vernetzt werden. Wo nur einzelne Direktvermarkter allein in der Vermarktung agieren, sollen Kooperationen und gemeinsame Vermarktungsaktivitäten in den Regionen organisiert werden. Das Projekt soll außerdem den Bekanntheitsgrad der Metropolregion über die Region hinaus steigern.
Landwirtschaftliche Erzeuger, Vermarkter oder Geschäfte des Lebensmitteleinzelhandels, die im Projekt mitarbeiten möchten, können sich in der Geschäftsstelle des Projektes unter Telefon 05832 9808-25 oder unter l.ernst@otterzentrum.de informieren.

 

E-Mobilität
Südniedersachsen werden aufgeschlossener
Umfragen der Universität ergeben bessere Kenntnis und positivere Einstellung
pug — Menschen in Südniedersachsen werden Elektroautos gegenüber aufgeschlossener. Das zeigt ein Vergleich von zwei regionalen Umfragen der Universität Göttingen aus den Jahren 2013 und 2015 im Rahmen des Projekts „e-Mobilität vorleben“. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Wissen beispielsweise über die Reichweite und Beschleunigung von Elektroautos in dieser Zeit deutlich erhöht hat. Darüber hinaus äußerten sich mehr Menschen grundsätzlich positiv zum Thema. Skeptisch bleiben die Teilnehmenden hingegen bei der Frage, ob sich Elektroautos in den kommenden Jahren auf dem Markt durchsetzen können.

E-Zapfsäule
Neben den hohen Fahrzeugpreisen größter Knackpunkt bei der E-Mobilität: Unzureichendes TankstellennetzFoto: E-Zapfsaeule

Insgesamt 950 Menschen aus Stadt und Landkreis Göttingen nahmen Ende 2015 an einer Umfrage der Sustainable Mobility Research Group an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität teil. Ende 2013 hatten 1.150 Menschen die Fragen der Wissenschaftler/innen beantwortet. In der jüngeren Umfrage äußerten sich 88 Prozent der Teilnehmenden grundsätzlich positiv zu Elektroautos: Das entspricht einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber der ersten Umfrage. Zehn Prozent mehr erklärten, irgendwann in der Zukunft ein Elektroauto nutzen zu wollen; die Zahl der Menschen, die bereits jetzt ein Elektroauto nutzen, stieg um drei Prozent. Im Gegensatz dazu sank die Zahl derer, die für den täglichen Weg zur Arbeit ein normales Auto nutzen, um zwölf Prozent.

Unverändert skeptisch wurde die Frage beantwortet, ob sich Elektroautos bis 2020 auf dem Markt durchsetzen könnten. In diesem Zusammenhang sprachen sich 15 Prozent der Teilnehmenden für staatliche Subventionen aus.

Die Bundesregierung fördert das Projekt „e-Mobilität vorleben“ im Rahmen der Initiative „Schaufenster Elektromobilität“. Die Sustainable Mobility Research Group der Universität Göttingen kooperiert dabei mit dem Landkreis Göttingen, der Ländlichen Erwachsenenbildung und dem Energieversorger EAM.
→ www.e-mobilitaetvorleben.de

 

Kriminalität
Geht also doch
Wohnungseinbrüche durch gezielte polizeiliche Maßnahmen reduziert
Mit offenen und verdeckten Maßnahmen versucht die Polizeidirektion Göttingen, der im Vorjahr gestiegenen Anzahl von Wohnungseinbrüchen Herr zu werden. „Aufgrund dieser für uns nicht zufriedenstellenden Entwicklung haben wir hier einen absoluten Schwerpunkt gesetzt“, erklärt der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig.

EinbruchSei noch im Dezember 2015 ein Anstieg zu verzeichnen gewesen, so kam es insbesondere in den Monaten März und April dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang um rund 30 Prozent. So wurden innerhalb der letzten Monate mehr als 2000 Personen und mehr als 1500 Fahrzeuge im Rahmen der verstärkten Kontrollen überprüft, wobei Diebesgut und Aufbruchswerkzeuge entdeckt wurde und die entsprechenden Personen vorläufig festgenommen wurden.

Die Polizei bemerkt auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Verdächtige Wahrnehmungen würden offensichtlich eher der Polizei mitgeteilt, so dass es z.B. zur Festnahme einer Einbrecherbande auf frischer Tat kam. In einem weiteren Fall konnten drei Personen aufgrund des Hinweises einer aufmerksamen Anwohnerin kurze Zeit nach einem Geschäftseinbruch im Rahmen der polizeilichen Fahndungsmaßnahmen festgenommen werden.

Geht also – wenn nur genug Personal zur Verfügung steht. Die Schwerpunktsetzung bei Wohnungseinbrüchen bedeutet vermutlich jedoch auch, dass für andere kriminelle Brennpunkte dann weniger Personal zur Verfügung steht. Die Reduzierung von Kontaktbereichsbeamten oder die Schließung von Polizeidienststellen in den Ortsteilen zeugen davon. Jetzt müssten nur noch Justiz oder besser der Gesetzgeber solch kleinen Anfangserfolgen zu dauerhaftem Erfolg verhelfen. Noch nämlich lachen sich die Straftäter ins Fäustchen angesichts lächerlicher Sanktionen, die ihnen drohen – und die mit dem nächsten Bruch schnell finanziert sind.Foto: Polizei NRW

Jetzt auch gezielt gegen Anschläge auf studentische Verbindungen
Der seit rund sechs Monaten zu verzeichnenden quantitativen Steigerung von Straftaten gegen studentische Verbindungen und deren Umfeld bzw. deren Mitgliedern durch entwurzeltes Prekariat aus dem studentischen Milieu will die Polizei nunmehr ebenfalls gezielt begegnet und hat dazu eine Ermittlungsgruppe im Fachkommissariat „Polizeilicher Staatsschutz“ eingerichtet. Polizeipräsident Uwe Lührig: „Die gewaltlose kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen politischen Auffassungen ist ein wichtiger Wert unseres demokratischen Grundverständnisses“, zum Teil wurden hier jedoch Verbrechenstatbestände erfüllt.Weitere Informationen

 

Flächennutzungsplan
Golfplatz im Süden Geismars endgültig vom Tisch
Rund 70 Hektar Landschaftsschutzgebiet im Süden Göttingens bleiben weiterhin Landschaftsschutzgebiet. Das ist nicht selbstverständlich in dieser Stadt, wo schon mal des öfteren aus ganz opportunistischen, also zumeist finanziellen Gründen einmal festgezurrte Beschlüsse nicht mehr das Papier wert sind, auf dem sie einst fixiert wurden.

PL Deutsche ArbeiterEtwa – vergleichbar zum Golfplatz – beim ehemaligen Landschaftsschutzgebiet unterm Nikolausberger Fassberg, das nun bebaut werden darf, obgleich zwar gar kein Interesse daran besteht, sich ein solches aber ja einmal entwickeln könnte. Oder – nicht ganz vergleichbar – beim „Lex-Sparkassen-Beschluss“ von 2006, der es dem Institut ermöglichte, sein Grundstück am Carré entgegen des bislang geltenden Baurechts an einen Filialisten zu verkaufen, dem es, zum Schaden des Göttinger Einzelhandels, gestattet wurde, seine Verkaufsfläche entgegen bisheriger Regelungen um mindestens 400m2 zu erweitern. Ähnliches übrigens spielt sich gerade in der Diskussion um die Ansiedlung neuer Möbelmärkte in Grone-West ab (vgl. weiter unten: →SPD wünscht sich moderate Erweiterung).

Pläne für einen Golfplatz in Göttingen gibt es schon seit langer Zeit. Noch in unguter Erinnerung sind die Bestrebungen des früheren Oberstadtdirektors Hermann Schierwater (SPD) zu Beginn der 1990er Jahre, mit Macht aus dem ehemaligen Truppenübungsplatz Kerstlingerröder Feld ein Sportgelände für Besserbetuchte machen zu wollen. Schon damals entbrannte ein bitterer Streit über dieses Ansinnen. Im 2007 veröffentlichten „Leitbild 2020“ war noch die Rede davon, dass „die Etablierung eines öffentlichen Golfplatzes … unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Artenschutzes weiter verfolgt“ wird. Pläne für ein alternatives Areal wurden hernach insbesondere von der Göttinger Sport und Freitzeit GmbH (GöSF) im Stillen vorangetrieben und trafen dabei auf das Wohlwollen des früheren Geschäftsführers der Städtischen Wohnungsbau und jetzigen Oberbürgermeisters Rolf-Georg Köhler (SPD). Sie nahmen Fahrt auf, als Anfang 2009 im Finanzausschuss sang- und klanglos ein Grundstückstausch zwischen der GmbH und der Verwaltung besiegelt wurde, der die GöSF zur Eigentümerin der südlichen Feldmark in Geismar machte. Denn die Sport und Freizeit GmbH, ebenfalls SPD-geführt, ist ein Wirtschaftsbetrieb, sie will nicht nur den Sport befördern, wie will auch Gewinn erwirtschaften – der wiederum der Verwaltung zugute käme.

Es ist die Politik, die der Verwaltung einen Riegel vorschieben kann, um Stadt- und Landschaftsplanung nicht immer nur nach fiskalpolitischen Erwägungen voranzutreiben. Das hat sie nunmehr auch getan, doch sie tut sich schwer damit und tut es viel zu selten. Am 11. April beschloss der Verwaltungsausschuss auf Initiative der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen einen Auftrag an die Verwaltung, die Einrichtung eines Golfplatzes aus dem Flächennutzungsplan zu streichen und bei den konzeptionellen Überlegungen zu seiner Neugestaltung nicht weiter zu berücksichtigen. Die Grünen wussten nicht nur eine Mehrheit in der Bevölkerung hinter sich, sondern hatten so ziemlich alle Parteien im Rat auf ihrer Seite. Nunmehr soll das Areal im Landschaftsschutzgebiet verbleiben. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler sagte noch während der Sitzung zu, bei der Erarbeitung des Vorentwurfs für den neuen Flächennutzungsplan entsprechend zu verfahren.

Der Wunsch nach Streichung der Golfplatz-Ausweisung datiert bereits vom Juli 2015, als nahezu alle Parteien einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag einbrachten. Lediglich die SPD-Fraktion mochte GöSF-Geschäftsführer Alexander Frey nicht im Regen stehen lassen. Nun hat der Verwaltungsausschuss „unter die Diskussion über die Ausweisung einer Fläche für einen öffentlichen Golfplatz im Göttinger Süden … einen Schlussstrich gezogen“, heißt es lapidar in einer Mitteilung der Verwaltung. Und das ist gut so.

 

Städtisches Museum
Sanierung lebendig gestalten
„Viele Maßnahmen“ kann sich die SPD-Fraktion im Rat vorstellen, die Arbeit des durch umfangreiche Sanierungsarbeiten arg gehandicapten Städtischen Museums besser zu präsentieren. Sie wird deshalb in der kommenden Ratssitzung einen „Antrag zur lebendigen Gestaltung des Museums und neue Wege zur Öffentlichkeitsarbeit“ einbringen.

Als eines der ältesten kultur- und stadtgeschichtlichen Museen in Niedersachsen ist die Stätte „ein zentraler Ort zur Vermittlung der Geschichte der Stadt Göttingen“, hat die Fraktion ganz richtig erkannt und wird dabei vermutlich auch den größten Teil aller Ratsmitglieder hinter sich wissen – auch wenn die derzeitige Baustelle gelegentlich von einigen als Museumsort zur Disposition gestellt wird.

 
Kartons und unbehauene Balken als Exponate: Museumsbegehung mit Leiter Dr. Ernst Böhme (rechts)Foto: vs

Das Städtische Museum ist derzeit vor allem mit Inventarisierungsarbeiten und der Dokumentation des Sammlungsbestandes beschäftigt, was zwar etwas dröge klingt, aber gleichwohl bereits interessante Ergebnisse gezeitigt hat. Diese Inventarisierungsarbeiten beispielsweise an die Hauswand zu projizieren, kann sich Fraktionvorsitzender Frank-Peter Arndt durchaus als Möglichkeit vorstellen, um die laufenden Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit wird er hoffentlich nicht die äußere Fachwerkfassade gemeint haben, sondern eine inner Wandfläche.

Überzeugender ist da schon sein Vorschlag, eine Schaufensterfläche in der Innenstadt anzumieten, um „besondere Exponate der Göttinger Bevölkerung auch während der Sanierungsphase zugänglich zu machen“. Auch könnten Vitrinen im Alten Rathaus und im Foyer des Neuen Rathauses mit Exponaten bestückt werden“, kann sich Arndt vorstellen, wobei sicherlich die Versicherungen noch ein Wörtchen mitzureden haben.

Und in Zeiten des Internet 3.0 mit seiner sogenannte „Schwarmintelligenz“ ließe sich das „Wissen der Vielen“ komfortabel nutzen, um im Web Exponate zu datieren, zu beschreiben und in ihren historischen Kontext einordnen zu lassen. Arndt: „Bei der Archivierung der Exponate könnte die Öffentlichkeit im Internet einen großen Anteil leisten.“

Die könnte vielleicht sogar mit noch viel mehr Ideen aufwarten, wenn man sie nur fragen würde und wenn sie z.B. über die Medien dazu animiert oder ein öffentlicher Bl0g dazu eingerichtet würde. Haben auch Sie Ideen? Schreiben Sie an die Redaktion oder direkt an →spd-fraktion@goettingen.de

 

Einzelhandelskonzept
SPD wünscht sich moderate Erweiterung
Zentrenrelevante Randsortimente begrenzen
Die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion Göttingen haben sich in Ihrer letzten Fraktionssitzung darüber verständigt, einen Änderungsantrag zur Vorlage der Verwaltung zum Einzelhandelskonzept für die Stadt Göttingen im nächsten Bauausschuss ins Verfahren einzubringen.

Wer einigermaßen das Ohr am Mund des Bürgers hat, dem dürfte ein seit Jahren von vielen Einwohnern beklagter Mangel kaum entgangen sein: das nahezu komplette Fehlen kleinteiliger Angebote für den täglichen Heimwerker- und Reparaturbedarf. Seitdem solche Sortimente in einer Mittelstadt von 120.000 Einwohnern nur noch von gerade mal 2 (!) Baumärkten auf der Grünen Wiese vorgehalten werden, wird die Ersatzbeschaffung passender Schrauben, Kabel, Schläuche etc. für den Verbraucher zum Spießrutenlauf – mehr noch jedenfalls als die Anschaffung von Möbeln und Wohnaccessoirs.  

„Wir wollen, dass die zentrenrelevanten Randsortimente auf insgesamt 1.950 qm der Gesamtverkaufsfläche des Vorhabens begrenzt werden“, so der Bauausschussvorsitzende Christian Henze. „Wir sprechen uns weiterhin für ein Möbelhaus im Westen der Stadt am bisher schon vorgesehen Standort aus. Der vorgelegte Beschlussvorschlag müsse jedoch nach Meinung der Fraktion geändert werden.

Die Fraktion schlägt „im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung und Stärkung der Göttinger Innenstadt“ eine entsprechende Reduzierung der zentrenrelevanten Randsortimente vor. „Den breit formulierten Befürchtungen der im Einzugsgebiet liegenden Mittelzentren soll damit Rechnung getragen werden“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten, Frank-Peter Arndt. Eine solche Entscheidung sei auch städtebaulich und raumordnerisch durchaus verträglich. Schädliche Auswirkungen auf die zentralen Versorgungsbereiche im Einzugsgebiet in der Göttinger Innenstadt und im Westen sowie auf die jeweiligen Versorgungsaufgaben der Mittelzentren seien nicht zu erwarten, sind sich Arndt und Henze sicher.

 

Öffentlicher Personennahverkehr
Elektrobusse auch für Göttingen?
CDU/FDP-Gruppe fordert schnellere Umstellung
Vierzehn neue Dieselbusse für 3,7 Millionen Euro werden die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) bis Ende dieses Jahres beschaffen. Die CDU/FDP-Ratsgruppe verweist in diesem Zusammenhang naserümpfend auf die Einführung der ersten drei Elektrobusse in Hannover schon kurz nach Ostern und fordert solche Maßnahmen auch in Göttingen – konkret: einen schnelleren Umstieg mindestens auf ein oder zwei Linien.

Elektro-Bus
 
Elektro-Bus der Braunschweiger Verkehrs-GmbH, der an Induktivladestationen wieder aufgeladen wirdFoto: Lord Alpha

Bereits im Juli 2015 hatte die Gruppe einen Ratsantrag eingebracht, der darauf abzielte, eine erste Elektro-Linie ab dem Jahr 2017 einzurichten. Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe und gleichzeitig auch Vorsitzender des Umweltausschusses, will sich weiterhin für ein schnelleres Umschwenken „auf die mit Abstand umweltfreundlichste Beförderungstechnik im ÖPNV einsetzen“, auch wenn die GöVB die Meinung vertreten, dass diese Technik noch nicht ausgereift sei.

Das Thema ist nicht ganz neu; es wurde schon in früheren Jahren im Rat diskutiert – immer mit negativem Ausgang und zum Vorteil einer inzwischen verbesserten Diesel-Abgastechnik. Allerdings sollte man angesichts aktueller Schummeleien bei den Verbrauchswerten, welche wohl nicht nur den Volkswagenkonzern betreffen, die seinerzeit hochgelobten verschärften EU-Abgasnormen nunmehr vielleicht doch etwas skeptischer betrachten. Wenn die EU-Standards und Toleranzen hierbei nämlich ähnlich locker gehandhabt werden wie bei Elektrogeräten oder Leuchtkörpern, dann bedarf es eigentlich keiner Manipulations-Software zum Schaden des Verbrauchers und der Umwelt.

Ein harter Wettbewerb um Standards, wie es ihn nun mal immer bei der Einführung neuer Systeme gebe, dürfe jedenfalls nach Auffassung Scheres kein Grund sein, neue Entwicklungen für Göttingen auf die lange Bank zu schieben. Auch das finanzielle Argument allein könne nicht ziehen, wenn man versuchen würde, zusätzliche Förderquellen anzuzapfen.

Vielleicht aber doch. Sollte nämlich eine noch nicht ausgereifte Technik auch einen höheren Service- und Reparaturaufwand nach sich ziehen, was eher wahrscheinlich ist, dann folgen daraus auch höhere laufende Kosten. Aber keine stetigen Fördermittel. Dann werden die GöVB wohl irgendwann wieder einmal die Hand gegenüber dem Fahrgast aufhalten müssen. Der aber wird gerade erst zur Kasse gebeten, am 1. April.

Scherer führt als gutes Beispiel China an, wo es bereits Millionenstädte gebe, in denen nur noch E-Busse fahren. Vielleicht auch, weil der Sauerstoff für die Verbrennungsmotoren in diesen Smog-Metropolen knapp geworden ist und deshalb vielleicht auch kein so gutes Beispiel. Denn so weit sind wir hierzulande Gott sei Dank noch nicht.
Den im Juli 2015 von der Ratsgruppe eingebrachten, seither noch nicht weiter in den Gremien beratenen Antrag zur Einführung von Elektro-Bussen finden Sie hier:Weitere Informationen

 

Altersvorsorge
Verbraucherzentrale fordert effektivere Maßnahmen
Armutsbericht 2016: Wohlfahrtsverbände kritisieren anhaltend hohe Armut
Rentenreformen und staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte wie Riester-Rente haben es bislang nicht geschafft, Altersarmut wirksam zu verhindern oder neu entstandene Versorgungslücken zu schließen, stellt die Verbraucherzentrale Niedersachsen fest. Breite Bevölkerungsschichten seien zunehmend von Altersarmut betroffen beziehungsweise bedroht. Zusätzlich leide die private Altersvorsorge unter der anhaltenden Niedrigzinspolitik. Unterdessen diagnostizieren der Paritätische Wohlfahrtsverband und weitere Verbände im aktuellen Armutsbericht 2016 eine „anhaltend hohe Armut“.

Zeitungsausschnitt
 
Wenn seit Jahren ehemalige Volksparteien tatenlos der Misere zusehen und unfähig zur Veränderung sind, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie zu Splitterparteien degenerieren

Über sinnvolle Produkte für die Altersvorsorge und gesetzlich notwendige Maßnahmen, die Altersarmut verhindern, diskutierte die Verbraucherzentrale Niedersachsen am 16. März auf einer Podiumsveranstaltung „Trotz Altersvorsorge arm im Alter?“ in Hannover mit dem Niedersächsischen Verbraucherschutzminister Christian Meyer sowie mit Ulf Prange, Mitglied des Niedersächsischen Landtages (SPD), Markus Hofmann, Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB und Prof. Dr. Ralf Kreikebohm, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig Hannover.

Rentenniveau im Sinkflug – Riester-Modell gescheitert
Seit der Rentenreform 2001 sinkt das Rentenniveau kontinuierlich. Aktuell liegt es bei 47 Prozent und soll bis 2030 auf 43 Prozent sinken. Die entstandenen Versorgungslücken sollen Rentner privat, unter anderem mithilfe der staatlich geförderten Riester-Rente, ausgleichen. Diese Rechnung ist nicht aufgegangen: Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung ist etwa jeder sechste Ruheständler von Altersarmut betroffen. Das sind 3,4 Millionen Rentner, Tendenz steigend.

Obdachloser
Obdachloser in HamburgFoto: Hendrike

„Eine weitere Absenkung des Rentenniveaus muss gestoppt werden. Nur so können Menschen mit niedrigem Einkommen besser vor Armut im Alter geschützt werden“, fordert Andreas Gernt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Er ergänzt: „Wie sich zunehmend herausgestellt hat, ist zudem die Riester-Rente in der bisherigen Form gescheitert. Sie ist in den meisten Fällen zu renditeschwach, zu bürokratisch, zu teuer und kann von wenigen sinnvoll genutzt werden“.

„Durch gesetzliche Maßnahmen müssen die gravierenden Nachteile bei der betrieblichen Altersversorgung beseitigt und insgesamt für alle Bevölkerungsschichten ertragreiche und unbürokratische Anreize zum Sparen für das Rentenalter geschaffen werden“, fordert Petra Kristandt, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. So müssen später auf die Betriebsrente Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in voller Höhe abgeführt werden und außerdem ist sie noch zu versteuern. „Von einer versprochenen Bruttorente in Höhe von 335 Euro bleiben als Vorteil durch die Direktversicherung knapp 150 Euro netto übrig. Würde man den eigenen Beitrag von 104 Euro monatlich über 37 Jahre zinslos unters Kopfkissen legen, kommt eine Summe von etwa 46.000 Euro zusammen. Da muss man schon älter als 92 Jahre werden, um mehr herauszubekommen, als man eingezahlt hat“, moniert Kristandt. Ein Positionspapier mit den Forderungen der Verbraucherzentrale ist unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/bessere-altersvorsorge erhältlich.

Armutsbericht 2016: Verbände fordern sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel
Ein Verharren der Armutsquote in Deutschland auf hohem Niveau beklagt der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Armutsbericht, der erstmals in erweiterter Form und unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen erschienen ist. Während in neun Bundesländern die Armutsquoten 2014 gesunken seien, belegt der Bericht einen Anstieg der Armut in den bevölkerungsreichen Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen. Hauptrisikogruppen seien Alleinerziehende und Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner, deren Armutsquote rasant gestiegen sei und erstmals über dem Durchschnitt liege. Die Herausgeber sehen daher auch keinerlei Anlass zur Entwarnung und fordern von der Bundesregierung einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um dringend notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf den Weg zu bringen.Weitere Informationen

 

Tierversuche
Heftige Kritik an Georg-August-Universität von PETA
Uni Göttingen zu keiner Auskunft bereit
Jedes Jahr werden an deutschen Universitäten Tausende sensibler Lebewesen für unwissenschaftliche Tierversuche missbraucht und getötet. In ihren Bemühungen, die tierversuchsfreie Lehre weiter voranzutreiben, bat die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) in einem Schreiben 126 Fakultäten lebenswissenschaftlicher Studiengänge um Informationen über ihre angewandten Lehrmethoden. Obgleich die Georg-August-Universität Göttingen zu keiner Auskunft bereit war, erfuhr PETA aus Reihen der Studierenden, dass sowohl im Fachbereich Medizin als auch im Studienfach Biologie Sektionen an Schweineherzen durchgeführt werden.

LabormausFoto: Lucija T.

Zudem müssen die angehenden Biologen für das Bestehen des Moduls Zoologie verpflichtend Tiersektionen an Regenwürmern, Heuschrecken, Seesternen, Fischen, Agar-Kröten sowie Schnecken durchführen. PETA appelliert an die Hochschule, gänzlich auf Tiere im Studium zu verzichten und Studierenden eine Lehre ohne Tierleid zu ermöglichen. „Leider hält die Georg-August-Universität Göttingen weiter daran fest, Tiere für Lehrzwecke zu missbrauchen“, so Stephanie Kowalski, Tierärztin und Fachreferentin gegen Tierversuche bei PETA. „Wir fordern die Verantwortlichen auf, den Tierschutz ernst zu nehmen und die Verwendung von Tieren in Forschung und Lehre gänzlich zu stoppen.“

PETA fordert mehr Transparenz hinsichtlich der an Universitäten angewandten Methoden, damit sich Studierende und Studieninteressierte für ein Studium ohne Tierleid entscheiden können. Außerdem appelliert die Tierrechtsorganisation an die Universitäten, Tierversuche aus dem Lehrplan zu streichen und stattdessen eine fortschrittliche und zukunftsweisende Lehre zu praktizieren. PETA möchte die Universitäten auf dem Weg zu einer tierversuchsfreien Lehre begleiten und hat dies unter anderem auch der Georg-August-Universität Göttingen angeboten, die sie bislang jedoch nicht angenommen hat.Weitere Informationen

 

Museumskonzept
CDU/FDP-Gruppe wirft SPD Ausweichmanöver vor
Bekenntnis „ohne Wenn und Aber“ zum Standort Ritterplan
Die CDU/FDP-Gruppe im Rat zeigt sich verärgert darüber, dass sich SPD-Mitglieder in der letzten Kulturausschuss-Sitzung zum Thema Museumsstandort Ritterplan jeder weiteren Diskussion über das Göttinger Museumskonzept verweigert haben, obgleich sich bislang keinerlei ernsthafte Nutzungsalternative für den großen, derzeit weiter für Millionen sanierten Komplex aus drei Gebäuden am Ritterplan abzeichnet.

 
Städtebauliches Kleinod: Rückansicht des MuseumsFoto: vs

Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der Ratsgruppe, befürchtet deshalb für das Städtische Museum eine ähnliche Entwicklung wie etwa bei den Ausstellungsräumen im Alten Rathaus: „Erst zwängen wir für einen behindertengerechten Zugang mit einem irren Aufwand Fahrstühle in das alte Gemäuer. Dessen vollkommen ungeachtet sollen aber künftig die Ausstellungen inclusive der dafür ausgewiesenen Personalmittel ins Kunstquartier verlagert werden. So scheint es auch beim Museum zu laufen.“

Millionen würden in die Sanierung des großen denkmalgeschützten Komplexes gesteckt „und dann erleben wir vielleicht nur noch ein paar Wechselausstellungen zur Stadtgeschichte im ,Forum Wissen‘ der Universität am Bahnhof“. Das Städtische Museum sei aber ein derartig wichtiges Erbe echten Göttinger Bürgersinns, das es nicht verdient, sich nur als kleines Anhängsel im Universitätsmuseum wiederzufinden. Solche Kritik bedeute jedoch keine Ablehnung des Plans, ein künftiges Ausstellungskonzept des Städtischen Museums eng mit dem „Forum Wissen“ der Universität abzustimmen, um sich so künftig auch sinnvoll zu ergänzen.“

Die Parteiengruppierung bekennt sich „ohne Wenn und Aber“ zum Standort Ritterplan für ein neu zu konzipierendes Museum zur Geschichte der Universitätsstadt Göttingen, heißt es in einer Stellungnahme. Sie unterstützt auch ausdrücklich die Position des Göttinger Geschichtsvereins und verweist zudem auf das eindeutige Ergebnis des großen Workshops, den die Stadtverwaltung zu diesem Thema veranstaltet hat. „Die Fakten liegen jetzt lange genug auf dem Tisch, meint Ratsmitglied Ludwig Theuvsen (CDU) und fordert ein „Ende des Herumlavierens“.

 

Emissionen
Piraten: Rückgang der Radverkehrs
und erhöhte Stickoxidwerte haben dieselbe Ursache

Die Göttinger Piraten sehen einen Zusammenhang zwischen den erhöhten Göttinger Stickoxid-Werten und den gleichzeitig von Ihnen beobachteten rückläufigen Radverkehrszahlen. Sie stützen sich dabei insbesondere auf im neuen eRadschnellweg eingelassene Induktionsschleifen, welche die Radverkehrszahlen zuverlässig erfassen und von den Piraten akribisch analysiert werden. Als eine der Hauptursachen machen sie dabei „unkoordinierte Ampelschaltungen“ verantwortlich, die „teils durchaus anerkennenswerte bauliche Leistungen geradezu torpedieren“.

Sowohl an der Robert-Koch-Straße in Höhe des Klinikums als auch am Christophorusweg, beide Stellen Teil des 2013 neugebauten eRadschnellwegs, wurden 2015 weniger Fahrräder gezählt als 2014. „Eigentlich“, so Mitglieder des Kreisverbandes, „sollte erwartet werden, dass zumindest nach einer gewissen Eingewöhnungsphase eine Steigerung zu beobachten wäre.“ Doch während am Christophorusweg mit einem Minus von 1 Prozent (636.030 in 2014, 630.549 in 2015) der Rückgang noch relativ moderat ausfiel, brachen die Zahlen an der Robert-Koch-Straße (1.212.711 in 2014, 1.075.631 in 2015) um mehr als 10 Prozent ein. Gleichzeitig ermittelten Gutachterbüros bei Verkehrszählungen, die beispielsweise im Zuge der Planung einer eventuellen Verlegung der Bundesstraßen B3/B27 veröffentlicht wurden, weiterhin stetig steigende Zahlen im Pkw-Verkehr, heißt es in einer Mitteilung. Das Resultat seien zunehmende Stickoxid-Werte. Die Stadt tue sich schwer damit, diesen Effekt zu erklären.

„Radverkehr verliert trotz enormer Investitionen und stellenweise guter Fahrbedingungen in der Summe immer mehr an Attraktivität, während Pkw-Verkehr augenscheinlich immer attraktiver wird“, so Friederike Buch, Mitglied des Vorstands und der „Arbeitsgruppe Ampelpiraten“. „Beides hängt zusammen und hat genau dieselbe Ursache: eine seit Jahren verfehlte Verkehrspolitik in der angeblich fahrradfreundlichen Stadt Göttingen.“

Am Weender Tor wurden 2014 die Wartezeiten an den Ampeln für den Rad- und Fußverkehr spürbar verlängert. Bestens gelungen sei der perfekt ausgebaute Radschnellwegabschnitt zwar zwischen Weender Tor und Godehardstraße – doch die Grünphasen seien dort so geschaltet, dass ein Fahrrad auf dem Radschnellweg nicht schneller als 10 km/h fahren kann. Auch im Zuge der Planung des neuen Radschnellwegabschnitts zwischen Groner Tor und Leinebrücke/Rosdorfer Kreisel werde die Fahrtzeit nicht mit in die Planungen eingerechnet – ein fataler Fehler bereits in der Planungsphase, kritisieren die Piraten. Sie stimmen auch nicht der von den Grünen im Bauausschuss Mitte Februar vorgetragenen Ansicht zu, Radfahrer würden eine der vorgeschlagenen Strecken auf jeden Fall akzeptieren, gleich, für welche der Varianten man sich letztlich entscheide: „Die Zahlen im Nordbereich zeigen auf, dass dieser Fall nicht eintritt, und dass die Verkehrsplanung sich vorher ernsthaft bemühen muss, möchte sie Fehlinvestitionen vermeiden.“

 

Bildung
CDU/FDP für Fortführung der Hauptschulen
Ratsgruppe sieht Vorteile bei Flüchtlingskinderintegration
Als Fehler betrachtet die CDU/FDP-Ratsgruppe das von einer Ratsmehrheit beschlossene Aus für die letzten beiden Göttinger Hauptschulen. Gerade für die Integration nicht oder kaum alphabetisierter Kinder böten die Hauptschulen die richtige Schulform mit entsprechend qualifiziertem Personal.

Soll abgewickelt werden: Käthe-Kollwitz-Schule in GeismarFoto: vs

Sie wird am Freitag im Rat ein Antrag einbringen, mit dem zumindest geprüft werden soll, ob nicht doch wieder ab dem Schuljahr 2017/18 5. und 6. Klassen an Hauptschulen angeboten werden sollen. „Mit extrem unterschiedlichen schulischen Hintergründen kommen Kinder und Jugendliche aus den vielen internationalen Konfliktherden nach Göttingen. Mit einem entsprechend breit gefächerten Schulangebot würden wir Gymnasien und Gesamtschulen entlasten und auch die Kinder mit geringen Vorkenntnissen nicht überfordern“, begründet Ex-Rektor Thomas Häntsch (CDU), den Vorstoß zur Fortführung der Hauptschulen. „Ganz ohne Zweifel hätten wir mit erfahrenem Lehrpersonal in relativ kleinen Klassen dafür eine sehr gute Integrationschance, die wir nicht aus schulideologischen Gründen bei Seite schieben sollten.“

In Göttingen gebe es im Gegensatz zu allen anderen Städten und Landesteilen nur noch ein 2-Säulen-System, d.h. nur noch Gymnasien und Gesamtschulen. Die zu beschulenden Flüchtlingskinder gehören unterschiedlichen Altersgruppen an und bringen unterschiedliche schulische Voraussetzungen mit: Neben Kindern im Grundschulalter kommen Schüler, die in ihren Herkunftsländern Schulen besucht haben, die unseren Sek I-Schulen entsprechen.

„Diejenigen, die in ihrer Heimat bereits eine Fremdsprache – vorwiegend Englisch – gelernt haben, sind in der Regel bei uns in den SEK I-Schulen zu integrieren, zunächst in speziellen Sprachlernklassen, mutmaßlich später auch in Regelklassen. Für ältere Schülerinnen und Schüler sind die bereits bestehenden Sprachlernklassen-Angebote der BBS – z.B. der Arnoldi-Schule oder des Abendgymnasiums passend“, heißt es in dem Prüfantrag.

Ein besonderes Problem stelle die Unterrichtung der nicht alphabetisierten Kinder jeden Alters dar. Für sie seien nach Auffassung der Ratsgruppe weder die Gymnasien noch andere Sekundarschulen die geeignete Schulform. An den beiden Göttinger Hauptschulen hingegen bestehen seit einigen Jahren umfangreiche Erfahrungen mit Lerngruppen für nicht alphabetisierte Kinder: An der Heinrich-Heine-Schule z.B. sind z.Zt. zwei Klassen für diese Zielgruppen vorhanden. Aber auch an der Käthe-Kollwitz-Schule stünden die Räumlichkeiten und das geeignete Personal zur Verfügung.

Eine Wiedereinrichtung der Klassen 5 und 6 an diesen beiden Schulen biete sich deshalb an. „Es wäre sträflich, die vorhandenen pädagogischen und räumlichen Möglichkeiten nicht zu nutzen, zumal Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr zeigen, dass die weiterführenden Schulen auch schon rein räumlich nicht in der Lage sind, weitere Klassen unter zu bringen“, sind sich die Antragsteller sicher.

 

Wohnungsbau
Grüne: Förderprogramme wichtiger als Mietpreisbremse
SPD entscheidet im Sozialausschuss dafür
Die Forderung der Göttinger Landtagsabgeordneten Gabriele Andretta (SPD), eine Mietpreisbremse für die Universitätsstadt einzuführen, findet nicht einhellige Zustimmung. Andretta möchte damit „Mieterinnen und Mieter in Städten und Gemeinden mit einem überhitzten Wohnungsmarkt wirksam vor überzogenen Mieterhöhungen schützen“. Dies gelte in besonderem Maße für Göttingen, wie eine erst kürzlich vorgestellte Untersuchung des Geografischen Instituts der Universität nachgewiesen habe. Die Grünen halten dagegen.

 
Preisgekrönter sozialer Wohnungsbau: Alfred-Delp-WegFoto: vs

„Was wir deutlich dringender als eine Mietpreisbremse bräuchten, sind staatliche Wohnraumförderprogramme mit dem Schwerpunkt der Wohnungsgemeinnützigkeit und weniger Vorbehalte bei der Flächensuche für Wohnungsbau“, kommt deren Fraktionsvorsitzender Rolf Becker auch auf ein in der Öffentlichkeit heftig umstrittenes Anliegen der Partei zurück, stadtnahes Wohnen auf Kosten bestehender Kleingartenareale zu ermöglichen. Schätzungen gehen davon aus, dass in Göttingen derzeit bis zu 5.500 Wohnungen allein im Geschosswohnungsbau fehlen. Becker: „Durch eine Mietpreisbremse wird keine einzige Wohnung mehr gebaut. Solange aber Wohnraum Mangelware ist, werden auch die Preise steigen – mit Mietpreisbremse langsamer, aber doch stetig.“

Indirekt bestätigt dies auch Gabriele Andretta unter Bezugnahme auf einen von Engel & Völkers vorgelegten Bericht zum Göttinger Wohnimmobilienmarkt, der davon ausgehe, dass der hohe Nachfragedruck zu weiter steigenden Preisen führen werde. Auslaufende Mietpreisbindungen im sozialen Wohnungsbau würden das Problem künftig sogar noch verschärfen. In Kombination mit weiteren Maßnahmen sei die geplante Mietpreisbremse daher ein wirksames Instrument, um bezahlbares Wohnen möglich zu machen, betont Andretta. Dazu gehöre ebenfalls das 400-Millionen-Euro-Programm für den sozialen Wohnungsbau in Niedersachsen. So soll bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen geschaffen werden. 5.000 Wohnungen könnten durch diese Förderung entstehen.

Die Grünen sehen dagegen die Gefahr, dass sich durch eine Mietpreisbremse der Wohnraummangel nur noch verschärft: „Wer Vermieter/innen vorschreibt, zu welchem Preis zu vermieten ist, riskiert, dass einige Wohnungen schlicht vom Markt genommen werden“ meint Rolf Becker. Seine Fraktion bevorzuge daher einen anderen Weg, um den Marktpreis auf einem sozialverträglichen Niveau zu stabilisieren: „Vorrangiges Ziel muss es sein, neuen Wohnraum zu schaffen, nach Möglichkeit in integrierten Lagen. Hierzu braucht es bei der Bauflächensuche den konstruktiven Austausch mit allen relevanten Akteuren, den Anstoß dazu muss aus unserer Sicht die Politik geben.“

Die SPD-Fraktion hat angekündigt, in der kommenden Sitzung des Sozial-Ausschusses am 9. Februar für eine Preisbremse zu votieren, ist sich aber offensichtlich auch bewusst, mehr oder weniger „Schaufenster-Politik“ damit zu betreiben. „Wir stufen die Erfolge der ,Mietpreisbremse‘ auf das Göttinger Mietpreisniveau als gering ein, aber so ist diese doch ein öffentliches Signal an die Wohnungsmarktakteure und könnte damit mietpreisdämpfend wirken“, tröstet sich Ausschuss-Vorsitzender Klaus-Peter Hermann (SPD).

Tatsächlich liegt das Problem auch sehr viel tiefer: Wer, wie nahezu alle etablierten Parteien, sein politisches Heil im offenbar allein seeligmachenden Wachstum sieht – beispielsweise durch immer neue Lockangebote an Industrie und Hochschule –, der darf sich nicht wundern, wenn zwar die Steuereinnahmen besser sprudeln, die Lebensqualität hingegen ein immer knapper werdendes Gut wird. Es ist – man muss es so benennen – dieser hirnlose Wachstumswahn, der anschließend dazu führt, Kleingärten in stadtnahes Bauland umwidmen zu wollen, landschaftlich geschützte Kleinode zu „minderwertigen“, dann bebaubaren Flächen herabzustufen und der eben auch die Mieten steigen lässt. Wie die Meeresspiegel.

War da mal was? Nachhaltigkeit? Lächerlich! Eine temporäre politische Modeerscheinung vor ein paar Jahren, die längst schon wieder out ist.

 

Bioenergiedörfer fordern mehr Unterstützung durch Politik
„Jühnder Erklärung“ kritisiert rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen
pug — Die Betreiber von mehr als 20 Bioenergiedörfern und -initiativen in Deutschland haben in einer gemeinsamen Erklärung mehr Unterstützung für bestehende und neue Bioenergieprojekte gefordert. Die Unterzeichner der so genannten Jühnder Erklärung kritisierten die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für Bioenergiedörfer in Deutschland. Sie fordern unter anderem eine Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), finanzielle und personelle Unterstützung von ehrenamtlichen Initiativen durch Länder, Landkreise und Kommunen sowie ein flächendeckendes Programm zur effizienteren Nutzung von bestehenden Biogasanlagen.

 
Klimaschutzaktivitäten als Pflichtaufgabe: Biogasanlage in Jühnde
Foto: Axel Hindemith

Zu den Initiatoren der Erklärung gehört auch das Interdisziplinäre Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Universität Göttingen. „Wir verstehen die Erklärung als einen Appell an Politiker, die Bedingungen für Bioenergiedörfer zu verbessern“, so der Leiter des IZNE, Prof. Dr. Hans Ruppert. „Biogasanlagen müssen auch künftig eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen, insbesondere zur bedarfsorientierten Lieferung von Strom bei Sonne- und Windflauten, und vor allem während des Winters, wenn auch noch der Aspekt der Wärmenutzung hinzukommt.“

Konkret fordern die Unterzeichner der Erklärung eine Überarbeitung des EEG von 2014 mit höherer Förderung von neuen Biogasanlagen mit sinnvollen Wärmekonzepten und nachhaltiger Biomasseerzeugung, längeren Förderzeiträumen und eine Fortsetzung der Flexibilitätsprämie für die Spitzenlastfähigkeit von Anlagen. Kommunen und Landkreise sollen ehrenamtliche Initiativen fachlich beraten, finanziell fördern und durch die Übernahme von Bürgschaften bei der Kreditaufnahme unterstützen. Klimaschutzaktivitäten sollen in den Kommunen nicht mehr den freiwilligen Leistungen, sondern den Pflichtaufgaben zugerechnet werden. Das sogenannte 1.000-Dörfer-Programm soll Fehlsteuerungen der bundesweit mehr als 8.000 Biogasanlagen korrigieren, sie effizienter machen und die Entwicklung der Anlagen zu Bioenergiedörfern vorantreiben. Gleichzeitig sollen die Rahmenbedingungen zur regionalen Vermarktung von Strom verbessert und die bestehende Wettbewerbsverzerrung auf dem Energiemarkt korrigiert werden.

Den Inhalt der Jühnder Erklärung erarbeiteten die Unterzeichner während einer Tagung zum zehnjährigen Bestehen des Bioenergiedorfes Jühnde im Sommer dieses Jahres. Das Bioenergiedorf im Landkreis Göttingen hatte 2005 seinen Betrieb aufgenommen. Damit war der 1.000-Einwohner-Ort in Südniedersachsen Wegbereiter für mehr als 150 weitere Bioenergiedörfer in ganz Deutschland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IZNE haben das Projekt konzipiert, angestoßen und begleitet und darüber hinaus weitere Bioenergiedörfer auf den Weg gebracht. Die Jühnder Erklärung hat bereits mehr als 20 Initiativen und Dörfer als Unterstützer und wird zurzeit weiter verbreitet. „Mit der Jühnder Erklärung entsteht ein ganz neuer Zusammenhalt zwischen den Dörfern, so dass wir unsere Erfolgsgeschichte fortsetzen können“, so Eckhard Fangmeier, Vorstand und Sprecher der Bioenergiedorf Jühnde e.G.
→www.bioenergiedorf.info

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Sommerpause bis August

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Bebauung Holtenser Berg
SPD bedauert Ablehnung durch Ortrat
Eine Änderung des Flächennutzungsplanes auf dem Holtenser Berg wird von der SPD-Ratsfraktion Göttingen begrüßt. Seit Monaten fordere sie den Bau von Mietwohnungen in Göttingen. „Dazu werden diese Planungen dringend benötigt“, erklärt deren Fraktionsvorsitzender Frank-Peter Arndt. Die Fraktion bedauert zugleich die ablehnende Haltung durch den Ortsrat Holtensen, der Bedenken zum Regenwasserabfluss und zur Verkehrsanbindung eines neuen Wohnbaugebietes im Norden des Holtenser Berges geäußert hat. Auch die Belastung der Europaallee als einzige Zufahrt mit ihrer dichten Parksituation zum Holtenser Berg müsse in der Prüfung und Planung berücksichtigt werden, meint Arndt, dessen Partei die Einwände „sehr ernst“ nehmen will. Er weist zugleich auf eine mögliche Verbesserung der Infrastruktur hin: „Bisher scheiterte zum Beispiel eine Verbesserung der Nahversorgung auch an der geringen Bewohnerzahl und der damit verbunden Kaufkraft.“
Die Verwaltung hat zugesagt, die Bedenken des Ortrats ernsthaft zu prüfen und über die Ergebnisse in allen zuständigen Gremien umfänglich zu informieren.

Flüchtlinge
Geflüchtete verbinden mit Deutschland
Rechtsstaat, Menschenwürde Religionsfreiheit

Die meisten Geflüchteten verbinden mit Deutschland Rechtsstaatlichkeit, Achtung der Menschenwürde und Religionsfreiheit. Diese Werte werden von fast allen Befragten geteilt, zeigt eine Studie, die sich auf Interviews mit 123 Geflüchteten stützt.Weitere Informationen

Fahrgastbeirat hat sich konstituiert
pdg — Der neu gewählte Fahrgastbeirat der Stadt Göttingen hat sich am 20. Junierstmals getroffen. Aus mehr als 40 Bewerbungen sind zehn Mitglieder aus dem Kreis der Fahrgäste im Rahmen eines öffentlichen Bewerbungsverfahrens ausgewählt und auf zunächst drei Jahre berufen worden. Fünf weitere Mitglieder werden vom Behindertenbeirat, dem Seniorenbeirat der Stadt Göttingen, dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), dem Verkehrsclub Deutschland e.V. sowie Pro Bahn e.V. entsandt.
Der Beirat kümmert sich um die Belange des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und nimmt eine Vermittlerrolle zwischen den Fahrgästen und den Verkehrsunternehmen ein. Er gibt konstruktive Verbesserungsvorschläge, entwickelt Aktivitäten und nimmt Stellung zu aktuellen Planungen. Während der ersten Sitzung, die auf dem Gelände der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) stattgefunden hat, wurde Mathilde Lemesle zur Sprecherin gewählt.

Wenige Schäden durch Unwetter
pdg — Die Unwetter, die am vergangenen Wochenende über Göttingen gezogen sind, haben einige Schäden verursacht, teilt die Stadtverwaltung mit. Der Sturm sei demnach über Grone und den Hagenberg Richtung Nikolausberg gezogen. Schäden an Wegen gab es vor allem in ganz Geismar. Auch am Habichtsweg, den Wallaufgängen und im Bereich der Schillerwiese kam es zum Teil zu starken Ausspülungen. Ast- und Baumbrüche hatten Straßen zeitweise unpassierbar gemacht. Die Stadtverwaltung bündelt alle Hinweise, die zu den Unwetterschäden eingegangen sind, und führt zeitnah Arbeiten zur Beseitigung durch.

Amtsblatt No 12
pdg — Um die vorbereitenden Untersuchungen im Stadtquartier „Historische Altstadt-Nord“, die Aufhebung der Satzungen über die förmliche Festlegung der Sanierungsgebiete in Grone „Teilgebiet Grone-Süd“ und „Teilgebiet Alt-Grone“, die Verfahrensordnung für den Unterausschuss „Sanierungsgebiet Südliche Innenstadt“ mit Kunstquartier, die Widmung der Straße „An den Weiden“ und die Bekanntgabe der Namen und die Anschrift der Gemeindewahlleitung und Zusammensetzung des Gemeindewahlausschusses für die Stadt Göttingen zur Kommunalwahl am 11. September 2016 geht es in der neuesten Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen.
Veröffentlichungen zur Planfeststellung für den Neubau eines Gleisanschlusses auf der Siekhöhe und zur Beteiligung von Öffentlichkeit und Behörden an drei Planverfahren waren Inhalt der letzten Ausgabe. Bei den Planverfahren geht es um die Innenbereichssatzung Grone Nr. 1 „Springmühle“, das Parallelverfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und um den Bebauungsplan Göttingen-Weende Nr. 57 „Universitätsbereich Nord- Erweiterung Nordost“.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de → Rathaus & OB → Rat & Ortsräte → Amtsblatt zu finden.

Rat
Neue Kultur- und
Sozial-Dezernentin wird Petra Broistedt

Mit lediglich zwei Nein-Stimmen und keiner Enthaltung winkte der Rat auf seiner letzten Sitzung einen Vorschlag von OB Köhler durch, die gegenwärtig beim Landkreis Hameln-Pyrmont als Universaldezernentin tätige Petra Broistedt (dort zuständig für die Aufgabenbereiche Inklusion, Bildung, Jugend, Soziales, Planen und Bauen sowie Migration und Teilhabe) zur neuen Göttinger Kultur- und Sozial-Dezernentin zu küren. Köhler lieferte gleich auch indirekt eine Begründung für das Hinwegkomplimentieren von Dagmar Schlapeit-Beck nach: „Ich freue mich, dass Petra Broistedt konstruktiv in den Gestaltungsprozess der Stadt Göttingen einsteigen will und bin mir sicher, dass sie mit ihrer langjährigen Erfahrung neue Impulse liefern und wichtige Projekte auf den Weg bringen wird.“
Broistedt geht damit aus insgesamt 47 Bewerbungen als Siegerin hervor, Schlapeit-Beck nach immerhin 28 Dienstjahren in den Ruhestand.

Kunstquartier Innenstadt
CDU/FDP Gruppe scheitert
mit Dringlichkeitsantrag

Die CDU/FDP Gruppe im Rat mag sich mit dem geplanten „Betonklotz“ in der Düsteren Straße nicht abfinden. Ihr Antrag, deswegen eine Bürgerbefragung auf den Weg zu bringen, fand jedoch keine Mehrheit. Dazu hätte es einer Satzung der Stadt Göttingen nach § 35 NKomVG bedurft, die erst hätte entworfen werden müssen, um frühestens in der Ratssitzung im August beschlossen zu werden, damit der für die Befragung vorschlagene Termin (11. September) hätte eingehalten werden können. Dem Antrag zufolge sollten die Bürger allerdings nur darüber entscheiden, ob bzw. dass das „Verfahren zur Auswahl eines Architektenentwurfs“ verworfen wird, nicht aber über die Entwürfe selbst. Diese Entscheidung sollte dem Rat vorbehalten bleiben.
Die Begründung des Antrags finden Sie hier:Weitere Informationen
Kultur.

Baum-Fällliste
Europaweites Eschensterben
verschont Göttingen nicht

eb/ pdg — Die Verwaltung weist schon mal vorsorglich darauf hin, dass in diesem Jahr vermutlich überdurchschnittlich viele Eschen auf der Baum-Fällliste stehen werden. Grund ist ein aus Japan stammender Schlauchpilz, der dem Bestand zu schaffen macht. In diesem Jahr zeigen sich die Schäden nach Angaben der Stadt massiv entlang der B 27 in östlicher Richtung. Im Göttinger Wald sind die Schäden nach den Worten des stellvertretenden Fachdienstleiters ebenfalls unübersehbar.Weitere Informationen

Extremismus
Grüne kritisieren Gewalt gegen Korporierte
Die Serie von Angriffen auf Verbindungsstudenten reißt nicht ab. Schon wieder ist einer am 12. Juni Opfer von Gewalt geworden, obgleich er äußerlich nicht als solcher zu erkennen war (siehe Polizeimeldung weiter unten). Vom Stadtvorstand der Grünen wird dies missbilligt. Gewalt sei in der politischen Auseinandersetzung kein Kavaliersdelikt, erklärt Vorstandsmitglied Yonas Schiferau. Gestritten werden könne mit Worten und Argumenten, Gewalt werde man aber nicht tolerieren, egal von welcher Seite sie komme. Selbst Feinden der Demokratie gelte es mit den Mitteln der Demokratie entgegenzutreten.
Was man so interpretieren könnte, dass Verbindungsstudenten zu den Feinden der Demokratie zählen. Etwas differenzierter äußert sich der Grünen-MdL Stefan Wenzel: „Es gibt keine Rechtfertigung für Gewalt“, sagte er zu den erneuten Übergriffen auf einen Verbindungsstudenten in der Göttinger Innenstadt. Auch Selbstjustiz sei in einem demokratischen Rechtsstaat geächtet. „Man muss nicht jede historische Erfahrung zweimal machen.“

Junge Union will Sport politisieren
Die Göttinger Jugendorganisation der CDU schlägt vor, „aus Solidarität mit der Nationalmannschaft“ vor dem Alten Rathaus während der Spiele der Nationalelf die schwarz-rot-goldene Fahne der Bundesrepublik aufzuziehen. Sie verweist dabei auf das Beispiel Jena, wo ausgerechnet ein SPD-OB zum WM-Endspiel 2014 Schwarz-Rot-Gold geflaggt habe.
Ein Vorschlag, der durchaus auch von der AFD stammen könnte. Vielleicht sollte man auch noch salutieren.

Seniorenbeirat
Wahl steht im Herbst an
pdg — Am 24. November 2016, wird der Seniorenbeirat der Stadt Göttingen für fünf Jahre neu gewählt. Die Wahl erfolgt durch ein Delegationsverfahren. Verbände, Vereine, Gewerkschaften, Parteien, Kirchengemeinden und sonstige Gruppen, die regelmäßig in der Altenarbeit sind, sowie Altenpflegeheime und Wohnanlagen des Betreuten Wohnens für Seniorinnen und Senioren können jeweils eine Delegierte oder einen Delegierten benennen. Auch Einzelpersonen können Delegierte werden und in den Seniorenbeirat der Stadt Göttingen gewählt werden.Weitere Informationen

Geschwister-Scholl-Gesamtschule
Auszeichnung für „Schulen auf EssKurs“
28 Schulen aus ganz Niedersachsen haben sich über Monate erfolgreich für die Verbesserung Ihrer Schulverpflegung eingesetzt, darunter die Göttinger Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Sie wurde jetzt von der Verbraucherzentrale Niedersachsen mit einer Sterne-Auszeichnung auf der Prämierungsveranstaltung honoriert.Weitere Informationen

Radverkehrsentwicklungsplan
Noch bis zum 12. Juli die Möglichkeit, das vorhandene Angebot für den Radverkehr in Göttingen zu bewerten. Diese Stellungnahmen können Einfluss auf das weitere Planungsverfahren nehmen und die Stadt ist an einer regen Teilnahme interessiert. Der Fragebogen findet sich auf der Projekthomepage.
→ www.goettingen.de/radverkehrsentwicklung

Stadt sucht Pflege- und Adoptiveltern
pdg — Der Adoptions- und Pflegekinderdienst der Stadt Göttingen sucht Pflege- und Adoptiveltern für Säuglinge sowie für Kinder im Alter von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Interessierte Familien, Paare, Lebensgemeinschaften sowie Einzelpersonen aus dem Stadtgebiet werden im Rahmen eines Bewerberseminars auf diese Aufgabe vorbereitet. Das nächste Seminar führt der Adoptions- und Pflegekinderdienst nach den Sommerferien durch.Weitere Informationen

Klimaplan Verkehrsentwicklung
Kurzfassung als Broschüre
Klimaplanpdg — Der „Klimaplan Verkehrsentwicklung“ der Stadt Göttingen stellt auf mehr als 160 Seiten dar, welche Maßnahmen und Strategien zur Reduzierung der verkehrsbedingten CO₂-Emissionen führen sollen. Diese umfangreiche Darstellung hat das Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Göttingen in Zusammenarbeit mit der städtischen Verkehrsplanung jetzt in einer übersichtlichen Broschüre auf 14 Seiten zusammengefasst. Die am 30. Januar 2015 vom Rat beschlossene Überarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans soll Handlungsansätze und Maßnahmen für eine künftige, klimaschonende Mobilität aufzeigen.Weitere Informationen

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Arbeitsmarkt
Erstmals Anstieg in diesem Jahr
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Juni deutlich gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) legte um 0,5 auf jetzt 102,8 Punkte zu. Der positive Stand ist auf die sehr guten Beschäftigungsaussichten zurückzuführen, aber auch die Erwartungen für die Arbeitslosigkeit haben den negativen Bereich verlassen. Der seit Jahresbeginn anhaltende Abwärtstrend des IAB-Arbeitsmarktbarometers hat sich damit nicht fortgesetzt.Weitere Informationen

Entlohnung
Jeder 2.Beschäftigte mit Branchentarifvertrag
Im Jahr 2015 arbeitete rund die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland in Betrieben, für die ein Branchentarifvertrag gilt. Das zeigen Daten des IAB-Betriebspanels, einer jährlichen Befragung von rund 15.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Weiter im Aufwind
Der Mai brachte für den Arbeitsmarkt den erwarteten leichten saisonalen Aufwind: Erneut sank die Zahl der Arbeitslosen in Südniedersachsen gegenüber dem Vormonat um 314 bzw. 2,1% auf 14.371. Das Arbeitsangebot kletterte mit 1.410 neuen Arbeitsofferten im Mai und 3.684 offenen Stellen im Bestand auf einen neuen Höchstwert. Sinkende Bewerberzahlen bei gleichbleibend hohem Bedarf stellen in der Region die Personalabteilungen der Betriebe bei der Mitarbeitersuche vor Herausforderungen. Denn den Betrieben stehen nicht nur insgesamt weniger Bewerber zur Verfügung; es fehlt vielmehr insbesondere an Fachkräften, die in einigen Berufen kaum noch unter den Arbeitslosen zu finden sind.Weitere Informationen

Mindestlohn
Betriebe stellen höhere Anforderungen
Im Jahr 2015 gab es rund 122.000 sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen mit einem Entgelt auf dem Mindestlohnniveau von 8,50 Euro. 37 Prozent der Betriebe berichten über Schwierigkeiten bei Neueinstellungen im Mindestlohnbereich – doppelt so viele wie im Vorjahr. Diese Schwierigkeiten gehen mit gestiegenen Anforderungen an die Bewerber einher, wie die Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Gesundheit
Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit warnt vor Palmöl

RegenwaldPestizideinsatz auf einer Palmölplantage in Ecuador Foto: Klaus Schenck
In Palmöl ist nicht nur für die Regenwälder und deren ein Bewohner eine Katastrophe, sondern auch für unsere Gesundheit. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) warnt vor Palmöl. Raffiniertes Palmöl und daraus hergestellte Produkte weisen sehr hohe Mengen von Fettsäureestern auf, die Krebs erzeugen sowie das Erbgut, die Leber, die Nieren und die Hoden schädigen.
Die Schadstoffe entstehen bei der industriellen Verarbeitung von Palmöl. Besonders gefährdet sind demnach Kinder und Jugendliche. Denn sie essen besonders viele Fertigprodukte aus dem Supermarkt. In etwa jedem zweiten davon ist mittlerweile Palmöl enthalten – einschließlich der Giftstoffe. Bei kleinen Kindern kann schon ein Brötchen mit Nussnougatcreme zum Frühstück ausreichen, um kritische Mengen der Schadstoffe aufzunehmen. Und durch das Palmöl in der industriellen Babynahrung ist das Risiko für Säuglinge besonders hoch.
Wir verlangen von Politik und Behörden, dass sie nicht nur vor den Palmölgiften warnt, sondern unsere Gesundheit aktiv davor schützt. Denn es gibt einfache Alternativen zum schadstoffverseuchten Palmöl: Europäische Pflanzenöle aus Raps, Sonnenblume und Olive.
Zur Petition:
www.regenwald.org

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Beruf und Bildung

„How to Start-up“
Veranstaltungsreihe zur Gründungsförderung
Am 30. Juni sind ab 18 Uhr zwei Infoveranstaltungen mit Kurzvorträgen rund um die Existenzgründung geplant. Speziell an Gründungsinteressierte aus den Naturwissenschaften richten sich die Vorträge am Nordcampus mit den Themen „Finanzierung von naturwissenschaftlichen oder medizinischen Gründungen“ sowie „Markt & Patente“. Sie finden in der Fakultät für Physik, Friedrich-Hund-Platz 1, Hörsaal 5, statt.
„Aktuelle Trends und Zukunftsmärkte“ sowie „Arbeit und Leben als GründerIn“ stehen im Zentralen Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben 5, Raum ZHG 103, auf dem Programm. Ein Workshop zum Thema „Design Thinking“ findet am 2. Juli von 10 bis 17 Uhr in der Historischen Sternwarte statt. Die Teilnehmenden werden angeleitet, kreativ zu denken und innovative Lösungen zu entwickeln. Im Anschluss haben sie die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Der Workshop ist zweisprachig Deutsch und Englisch.
Das Programm ist im Internet unter www.how-to-start-up.de zu finden. Die Vorträge können ohne vorherige Anmeldung besucht werden. Um Registrierung für den kostenlosen Workshop und das Get-Together wird gebeten.

Hospizhelfer
Grund- und Aufbaukurs
Das Ambulante Hospiz an der Lutter bietet einen Kurs für die Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizhelfer an. Beginn ist am 31. August. Anmeldungen dazu sind ab sofort möglich.Weitere Informationen

Flüchtlinge als Gasthörer
Spender für Fahrtkosten Auswärtiger gesucht
Im aktuellen Sommersemester nehmen 50 Flüchtlinge als Gasthörer an Lehrveranstaltungen und weiteren Angeboten der Universität Göttingen teil. Sie können noch nicht regulär eingeschrieben werden, weil sie in der Regel noch nicht die dafür nötigen Deutschkenntnisse erreicht haben. Neun Programmteilnehmer/innen müssen mit Bus und Bahn von außerhalb anreisen, weil es in ihrem zugewiesenen Wohnort kein Studienangebot gibt. Die Zugtickets für das ansonsten kostenlose Angebot der Universität werden nicht finanziert.
Studierende haben deshalb jetzt eine Spendensammlung ins Leben gerufen. Per Crowdfunding sollen die Fahrtkosten finanziert werden.
Spenden unter www.betterplace.org/p41872 oder direkt auf das Spendenkonto Manik Chander, Konto-Nr. 649706719 (HVB Konto Online), IBAN DE18503201910649706719, BLZ 503 201 91, Swift (BIC) HYVEDEMM430.

Heilmittelberufe
MdB Güntzler für bessere Vergütung
Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) fordert eine bessere Vergütung für Heilmittelberufe. „Die Bezahlung entspricht nicht der Leistung, die zum Beispiel Physiotherapeuten in unserem Gesundheitssystem erbringen“, so Güntzler. Gerade diese hätten aufgrund schlechter Bezahlung und starker Arbeitsbelastung mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. „Das führt zu einem erheblichen Fachkräftemangel in dem Bereich“, so der CDU-Politiker. Güntzler hatte sich bei seiner Veranstaltungsreihe „Fritz im Dialog“ mit den Heilmittelberufen beschäftigt und mit Berufsträgern gesprochen.

Otto-Hahn-Gymnasium
Schüler/innen spenden für Palliativstation
2.000 Euro Erlös aus dem Weihnachtsbasar 2015 haben Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums für die Palliativstation der UMG gespendet.Weitere Informationen

Berufsinformationszentrum
Verkürzte Öffnungszeiten
Aufgrund einer internen Veranstaltung schließt das Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Göttingen am 21. Juni bereits um 13.00 Uhr.

Studentenwerk
Mietpreiserhöhungen kommen nicht gut an
Erwartungsgemäß hat sich der AStA an der Göttinger Universität gegen voraussichtliche Mietpreiserhöhungen des Studentenwerks ausgesprochen. Dessen Vorstand hat sich am 3. Juni mit einem umfangreichen Investitionsprogramm für die nächsten Jahre beschäftigt, kann alledings dabei nicht auf Unterstützung durch das Land rechnen. Mehrfach haben die niedersächsischen Studentenwerke die Landesregierung vergeblich gebeten, Zuschüsse für Neubau- und Sanierungsmaßnahmen von Wohnheimen bereit zu stellen, heißt es in einer Erklärung. Die Göttinger Einrichtung will dem Stiftungsrat nun ein Investitionsvolumen für die Jahre bis 2021 in Höhe von 47,64 Millionen Euro für die Sanierung von Wohnheimen, den Neubau des Wohnheimes „Lutterterrasse“ im Nordbereich der Universität und der Erweiterung und Sanierung der Nordmensa zur abschließenden Entscheidung vorlegen. Die Finanzierung der Maßnahmen soll zum Großteil über Kreditaufnahmen in Höhe von rund 24 Millionen Euro, den Einsatz von Rücklagen, zusätzliche Einnahmen aus Studentenwerksbeiträgen und eben auch aus Mieten erfolgen, die wohl erhöht werden müssten.

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• Sonnenschutzmittel
• Elektrofahrräder

Neue Bücher für Verbraucher
• Der kleine Kinderarzt
• Wechseljahre – Den eigenen Weg finden
• Private Altersvorsorge

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de beanstandet die Verbraucherzentrale aktuell folgende Produkte wegen irreführender oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Mister Choc Cocos & Choco
• Original Perlweiss Kaugummi

Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen
Eine Reihe von Änderungen bei der Deklaration einer Vielzahl von Produkten hat die Verbraucherzentrale inzwischen erwirkt oder auch gerichtlich erzwungen. Entsprechende Informationen darüber finden Sie direkt unter
www.lebensmittelklarheit.de

Verbraucherzentrale warnt
Erpressungs-Virus sperrt Smartphones
„Warnung! Zugang von Ihrem Browser wurde aus den unten aufgelisteten Gründen gesperrt. […] Alle Ihre Dateien sind verschlüsselt.“ Diesen Sperrbildschirm fand eine Verbraucherin auf ihrem Smartphone vor. Ihr werden diverse Gesetzesbrüche vorgeworfen. Gegen Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 100 Euro per PaySafeCard werde ihr Browser wieder freigeschaltet.
Verbraucher sollten den geforderten Betrag nicht zahlen, rät die Verbraucherzentrale, denn das Smartphone wird dadurch nicht wieder funktionsfähig. Der Virus kann in vielen Fällen jedoch gelöscht und das Gerät wieder genutzt werden.Weitere Informationen

Berufsunfähigkeitsversicherung
Erste Wahl
zur Absicherung des Arbeitseinkommens

Für den Fall, dass durch eine schwere Erkrankung oder einen Unfall der Lebensunterhalt gefährdet ist, sollten Erwerbstätige abgesichert sein. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist die erste Wahl. Dahinter kommt die Erwerbsunfähigkeitspolice. Vier weitere Versicherungen bieten nur einen Teilschutz. Die Stiftung Warentest hat Tarife sechs verschiedener Versicherungen für den Fall einer Invalidität getestet, zeigt die besten Angebote und sagt, für wen sie sinnvoll sein können.Weitere Informationen

Verbraucherstudie
Entlohnung von Landwirten ist unfair
pug — Viele Verbraucher sind der Meinung, dass die Leistungen der Landwirte in der Lebensmittelproduktion unfair entlohnt werden. In einer Studie des Lehrstuhls „Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte“ der Universität Göttingen sollten sie einschätzen, wieviel ein Landwirt bei den heutigen Preisen im Einzelhandel für Backwaren, Fleisch und Milch verdient. Zugleich sollten die Verbraucher angeben, welche Preise sie für angemessen halten würden. „Die Ergebnisse zeigen klar, dass viele Verbraucher in einer fairen Welt den Landwirten einen höheren Anteil zusprechen würden als den, der heute gezahlt wird“, so Gesa Busch, Hauptautorin der Studie. Das gilt vor allem für die Milchpreise. Der Lebensmitteleinzelhandel hingegen sollte nach Verbrauchermeinung bei allen Produkten Anteile abgeben.Weitere Informationen

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Gesellschaft

Gesundheit
Brustzentrum der UMG
sucht Studienteilnehmerinnen

Für eine Studie der Deutschen Krebshilfe sucht das Brustzentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) Frauen, die mitmachen möchten. An der Studie teilnehmen können gesunde und erkrankte Frauen zwischen 18 und 70 Jahren, bei denen eine Veränderung in den Brustkrebsgenen BRCA1 oder BRCA2 nachgewiesen wurde. Die Studie soll herausfinden, ob auch Frauen mit einem hohen, erblich bedingten Krebserkrankungsrisiko von einem strukturierten Sport- und Ernährungsprogramm profitie-ren können.
Kontakt: Studienbüro der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der UMG, Telefon 39-66077 (8.00 bis 15.00 Uhr).

Kreativitätspreis für Wälderwärts e.V.
WälderwärtsDer vor Kurzem in Göttingen gegründete Verein Wälderwärts e.V. wurde für sein neues Programmkonzept „Sternenwald“ mit dem Preis „Kreativität im Studium“ der Universität Göttingen prämiert. Der Verein bietet ganztätige Walderlebnistage, Ferienfreizeiten, einen Schulclub an der IGS Geismar sowie Wald-Familientage. Zentral dabei ist das kreative, freie Spiel in der Natur. Bei „Sternenwald – eine Nacht unterm Himmelszelt“, dem neuen Programm vom 6. bis 8. Juli, können Jugendliche unter freiem Himmel einschlafen und mit den Vögeln wieder aufwachen.
→www.wälderwärts.de

Zivilcouragepreis 2016
Der Präventionsrat für die Stadt Göttingen und die Bürgerstiftung Göttingen verleihen den Göttinger Zivilcouragepreis 2016 für Beispiele vorbildlichen Verhaltens in Verantwortung für Mitmenschen sowie demokratische Werte und Umgangsweisen. Wer Menschen in Gefahr hilft und gegen körperliche wie verbale Angriffe in Schutz nimmt, zeigt Zivilcourage. Couragiertes Handeln kann ebenso bedeuten, sich zunächst in Sicherheit zu bringen und Hilfe zu organisieren.
Vorschläge werden bis zum 10. Oktober entgegen genommen.Weitere Informationen

Great Barrier Run
Zweite Auflage des Hindernislaufs
pug — Nach dem großen Teilnehmer- und Zuschauerzuspruch beim ersten „Great Barrier Run“ im vergangenen Jahr gibt es 2016 die zweite Auflage des Hindernislaufs. Der „Great Barrier Run“ bietet auf drei verschiedenen Streckenlängen von 5, 10 und 15 Kilometern Länge Laufvergnügen kombiniert mit abwechslungsreichen Hindernissen. Der Hochschulsport der Universität Göttingen veranstaltet den Lauf am Sonnabend, 17. September 2016. Bereits jetzt können sich Interessierte anmelden.Weitere Informationen

BUND
Handy-Entsorgung auch im Landkreis
Der BUND Göttingen sammelt seit November 2015 gebrauchte Mobiltelefone und führt sie einem Recycling-Betrieb zu. Neben der Sammelstelle im Göttinger Umwelt- und Naturschutzzentrum e.V. in der Geiststraße 2 können die „alten Knochen“ nun auch im Brothofladen in Waake, sowie im Bioladen Lebenskunst in Duderstadt abgegeben werden.Weitere Informationen

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Handwerker bestohlen
lü — Ein bisher unbekannter Dieb hat am 23.06. aus einem vor einer Baustelle Am Junkernhof geparkten und unverschlossenen Sprinter einen Rucksack und eine Umhängetasche der Handwerker gestohlen – nicht zum ersten Mal.

Einbruch in Schlosserei
jk — Aus den Räumen einer Schlosserei im Hagenweg haben Unbekannte in der Nacht zu Sonntag (26.06.) digitale Geräte gestohlen.

Wohnungsraub in der Gartenstraße
Fahndung mit Phantombild
jk — Mit einem Phantombild fahndet das 2. Fachkommissariat nach einem ca. 35 bis 40 Jahre alten Mann mit dunklem Teint, der verdächtig ist, zusammen mit zwei unbekannten Komplizen am Nachmittag des 14. Juni eine 76 Jahre alte Göttingerin in ihrer Wohnung in der Gartenstraße beraubt zu haben.

Gewölbekellerdecke abgesackt
me — Am Donnerstag (23.06.) sackte in den Abendstunden in einem Wohnhaus-Altbau in der Kasseler Landstraße die Decke eines Gewölbekellers ab.

Raubüberfall auf Seniorin
Polizei sucht dringend Helferinnen als Zeugen
lü — Eine bisher unbekannte Räuberin hat am Mittag des 22.06. einer 84-jährigen Seniorin auf der Groner Landstraße die Handtasche entrissen und ist anschließend geflohen. Das Opfer stürzte bei dem Überfall zu Boden und verletzte sich dabei schwer.

Containerbrand beschädigt Garage
lü — Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch (22.06.) im Maschmühlenweg einen Restmüllcontainer in Brand gesetzt.

Anschlag auf Verbindungshaus
lü — Unbekannte haben am Abend des 20. Juni in der Ewaldstraße verschiedene Nahrungsmittel und vermutlich Fäkalien an die Fassade eines studentischen Verbindungshauses geworfen.

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