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EU-Kommission will Umweltschutz aushöhlenWeitere Informationen

 
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    Spacer 28.08.2016 18:43 SpacerOptimiert für das Format 16:9    
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft

Der Radiotipp

Der Preis der Kultur. Wie viel Geld kosten uns Theater und Oper? In keinem Land der Welt ist die Dichte der Theater und Opern so groß wie in Deutschland. Aber der Betrieb ist teuer. Schon jetzt wird jedes Ticket für die staatlich getragenen Theater- und Opernhäuser mit durchschnittlich mehr als 100 Euro gefördert. Auch in Norddeutschland. Ist das gerecht? Freie Schauspieler können von solchen Summen nur träumen. Und schon bald werden sich viele Städte und Länder diese Kulturförderung nicht mehr leisten können, da im Jahr 2020 die Schuldenbremse für die öffentlichen Haushalte greift. Rostock ist ein Beispiel dafür, wie die Zukunft der Theater aussehen könnte. Dort wird das traditionsreiche Volkstheater verkleinert.
Am 28. August um 11.05 Uhr, NDR Info.


Kultur

KAZ-Workshop
Drucktechnik
Ab dem 1.9. startet donnerstags von 17 bis 20 Uhr an sechs Terminen in der Theaterwerkstatt des KAZ ein Workshop Drucktechnik. Der syrische Künstler Ammar Hatem wird verschiedene Schnitz- und Bearbeitungstechniken auf unterschiedlichen Materialien wie Plastik, Gummi, oder Naturmaterialien vermitteln. Das gestalterische Thema ist frei und kann von den Teilnehmern individuell gewählt werden. Am Ende des Workshops soll eine kleine Ausstellung stehen. Die Materialkosten betragen 20 Euro.
Kontakt: ammar.hatem1900@gmail.com
KAZ, Hospitalstraße 6.

Kultur Ticket
Jetzt auch für Auszubildende
Jetzt können auch Auszubildende in ganz Südniedersachsen mit einem Kultur Ticket stark vergünstigten Eintritt zu Kultureinrichtungen bekommen. Den Anstoß dazu gaben Kulturschaffende und die Göttinger Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer Hannover. Über 40 Kultureinrichtungen machen bereits mit. Ausbildungsbetriebe können das Ticket im Visitenkartenformat zum Preis von 25 Euro für ihre Azubis beim Landschaftsverband Südniedersachsen bestellen.
→www.azubi-kulturticket.de

Händel 4 Kids!-Blog
Ein Schuljahr mit Händel
Der Händel 4 Kids!-Blog geht in die dritte Runde. Im Rahmen des Projekts beschäftigt sich eine Klasse der Kooperationsschule ein Schuljahr lang mit dem Komponisten Georg Friedrich Händel. Im letzten „Händel-Schuljahr“ war dies die Eichenklasse der Montessori-Schule Göttingen. Die dabei entstandenen äußerst kreativen Beiträge kann man auf dem Händel 4 Kids!-Blog bewundern. Dort finden sich u.a. spannende Texte über die Familie des Komponisten, musikalische Beiträge oder auch ein Video mit Schulhamster Günki – passend zum Puppentheaterstück Händels Hamster, das in der Festspielsaison 2016 seine Premiere feierte. Im kommenden Schuljahr werden die Internationalen Händel-Festspiele auf eine Kooperation mit der Adolf-Reichwein-Schule eingehen.
→ www.haendel4kids.de/blog.php

Stadtbibliothek
Bücherkiste für Geflüchtete
Für jede Zweigstelle der Stadtbibliothek konnte jetzt eine Vorlese- und Erzählbox „Zusammen lesen – zusammen leben“ angeschafft werden. Die Boxen, die jeweils 29 Titel für Kinder im Alter bis 12 Jahre enthalten, sind für Aktionen mit Kindern gedacht, die neu in Deutschland sind. Die Medien können als ganze Kiste z.B. für den Unterricht entliehen werden oder auch einzeln für Gespräche oder persönliche Kontakte. Besonders geeignet sind diese Titel für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe. In den Kisten befinden sich Wimmelbücher, Bilderbücher mit keinem, wenig und einfachem Text, Lieder- und Reimbücher mit Audio-CD, ein Bildkartenset sowie Kinderlexika mit hohem Bildanteil sowie zusätzliches Material mit Tipps und Ideen bei der Betreuung von Flüchtlingskindern.

Skulpturen unterwegs
Workshop und Ausstellungen
mit jugendlichen Geflüchteten

Im Rahmen der Kunstvermittlung des Kunstvereins Göttingen ist in diesen Tagen ein Skulpturenworkshop mit jugendlichen Geflüchteten und dem Künstler Uwe Schloen zu Ende gegangen, dessen Ergebnisse, darunter auch Bilder und Projektfotos sowie ein Kalender, von September bis November in verschiedenen Ausstellungen präsentiert werden sollen.Weitere Informationen

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Wissenschaft

Proxima Centauri
Hinweis auf
erdähnlichen Planeten

pug — Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat einen klaren Hinweis auf einen Planeten gefunden, der unseren nächsten Stern zur Erde, Proxima Centauri, umkreist. Dieser lang gesuchte Planet, genannt Proxima b, umkreist seinen kühlen roten Mutterstern alle elf Tage und besitzt eine Temperatur, die Wasser in flüssigem Zustand an der Oberfläche möglich erscheinen lässt. Der Gesteinsplanet besitzt etwas mehr Masse als unsere Erde und ist der uns am nächsten gelegene extrasolare Planet – vielleicht ist er sogar der nächste Ort außerhalb unseres Sonnensystems, an dem Leben existieren kann.Weitere Informationen

Lebensmittel
Wissenschaftler fordern
mehrstufige Kennzeichnung

pug — Label und Gütezeichen auf Lebensmitteln sind ein wichtiges Informationsinstrument für Verbraucher: Sie geben beispielsweise Auskunft darüber, ob ein Artikel biologisch hergestellt wurde oder ob bei der Produktion Belange des Tierschutzes beachtet wurden. Allerdings sind die meisten Gütesiegel zurzeit binär – entweder besitzt das gekennzeichnete Produkt eine bestimmte Eigenschaft oder nicht. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben nun in einer Studie die Marktchancen eines mehrstufigen Labels für Lebensmittel getestet.Weitere Informationen

Biophysik
Aktivitätsmuster
von Ionenkanälen

pug — Wissenschaftler der Universitäten Melbourne und Göttingen haben herausgefunden, nach welchem System sich Ionenkanäle öffnen und schließen. Der Schlüssel liegt in der komplexen dreidimensionalen Struktur des Proteins, aus dem ein Ionenkanal aufgebaut ist. Proteine können sich nicht beliebig, sondern nur nach bestimmten Mustern verformen. Den Forschern gelang es, die Verbindung zwischen der Aktivität des Ionenkanals und den verschiedenen Konfigurationen des Proteins durch statistische Analyse von Zeitreihendaten aufzudecken.Weitere Informationen

Kultur- und Sozialwissenschaftlen
Crime, Dis/Order, Narration
Dritte Sommerschule
pug — Vom 30. August bis 3. September treffen sich Nachwuchswissenschaftler/innen aus verschiedenen kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen am Lichtenberg-Kolleg, um sich mit international profilierten Forscher/innen auszutauschen. Das diesjährige Summer Institute beschäftigt sich mit Kriminalität und deren gesellschaftlicher Verhandlung und Verarbeitung in verschiedenen narrativen Formaten.Weitere Informationen

Agrarökologie
Artenvielfalt enorm wichtig
Studie bestätigt Allgemeinwissen
pug — Einmal mehr hat eine Studie jetzt bestätigt, was eigentlich sattsam bekannt und nur noch nicht in die Köpfe von Agrar-Politikern und Lobbyisten gedrungen ist: je mehr es wimmelt, kreucht und fleucht, desto besser für den Menschen, der von den vielfältigen und kostenlosen Dienstleistungen der Natur profitiert.Weitere Informationen

Ölpalmplantagen
Ökosystemfunktionen reduziert
pug — Ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Göttingen, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig sowie der indonesischen Bogor Agricultural University hat erstmals eine vollständige und multidisziplinäre Bewertung aller Ökosystemfunktionen in Ölpalmplantagen im Vergleich zu Tieflandregenwäldern vorgenommen. Dabei fanden die Forscher heraus, dass in Ölpalmplantagen elf von 14 Ökosystemfunktionen rückläufig sind, einige mit irreversiblen globalen Folgen.Weitere Informationen

Agrarökonomie
Nachhaltigkeitsaspekte in
Industrie- und Schwellenländern

pug — Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird meist als ein Drei-Säulen-Modell beschrieben, in dem ökonomische, ökologische und soziale Interessen gleichberechtigt berücksichtigt werden müssen. Es existiert jedoch keine allgemeingültige Definition. Wenige Studien haben sich bisher mit dem länderübergreifenden Verbraucherverständnis für Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Wissenschaftler vom Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen haben untersucht, ob und wie sich die Erwartungen der Verbraucher in Bezug auf Nachhaltigkeit zwischen Industrie- und Schwellenländern unterscheiden.Weitere Informationen

Sammlungen
Forschung mit Objekten der Uni
pug — Mit rund 500.000 Euro fördert die VolkswagenStiftung vier Jahre lang das Projekt „Sammeln erforschen – Geschichte und wissenschaftliche Aktualisierung der Göttinger Universitätssammlungen im Kontext museumstheoretischer und ethnologischer Diskurse“. Das Forschungsprojekt wurde gemeinsam von der Zentralen Kustodie der Universität Göttingen und dem Lehrstuhl für Sammeln und Ausstellen in Theorie und Praxis an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin entwickelt.Weitere Informationen

Städte im Aufbruch
Projekt zum
demografischen Wandel

pug — Viele Kommunen in Deutschland stehen vor großen demografischen Herausforderungen – Infrastruktur, Gemeinwesen und Verwaltung müssen sich einer durch Umzüge, Überalterung oder Kinderboom veränderten Bevölkerungsstruktur anpassen. Viele Kommunen versuchen, ihre Attraktivität zu steigern und ihren Bürger/innen ein auch in Zukunft lebenswertes Umfeld zu bieten. Wissenschaftler der Universität Göttingen sind in diesem Zusammenhang an einem bundesweiten Forschungsprojekt beteiligt, das die Kommunen mit einer gut funktionierenden Bürgerbeteiligung auf ihrem Weg zu innovativen Lösungen unterstützen will.Weitere Informationen

Neurowissenschaften
Synapsen im Ohr
steuern Schalldifferenzen

umg — Das Ohr setzt Synapsen mit verschiedenen Eigenschaften ein, um unterschiedlich lauten Schall zu verarbeiten. Wissenschaftler des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen sind der Frage nachgegangen, wie das Ohr es schafft, etwa über eine Million Schalldruck-Variationen zu verarbeiten.Weitere Informationen

Geisteswissenschaften
Forschungsdatenzentrum
nimmt Betrieb auf

pug — Mit fortschreitender Digitalisierung und der Etablierung der digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften, auch „Digital Humanities“ genannt, als eigenständigem Fach wächst der Bedarf für eine Infrastruktur, die die langfristige Sicherung und Bereitstellung digitaler Forschungsdaten ermöglicht. Nach einer seit 2014 vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Konzeptionsphase nimmt das „Humanities Data Centre (HDC) – Forschungsdatenzentrum für die Geisteswissenschaften“ am 1. August 2016 offiziell seinen Betrieb auf. Es wird von der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) getragen. Das HDC stellt erste Angebote zum Forschungsdatenmanagement und zur Langzeitarchivierung zur Verfügung. Im fortlaufenden Dialog mit Forscherinnen und Forschern werden die Angebote des HDC auch künftig weiterentwickelt.Weitere Informationen

Religion und Recht
Verbundprojekte auf EU-Ebene
pug — Die Universität Göttingen ist an zwei neuen europaweiten Verbundprojekten in den Geisteswissenschaften beteiligt. Die Forscher/innen beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Religion und Recht, die Europäische Union fördert die Projekte über das Netzwerk „Humanities in the European Research Area“ (HERA). Die Göttinger Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Irene Schneider ist an einem Projekt beteiligt, das erforscht, wie die Scharia der früheren Zeit in islamischen Ländern für heutige Rechtsdiskurse benutzt wird, der Göttinger Kirchenrechtler Prof. Dr. Hans Michael Heinig an einem Projekt, das sich mit dem weltlichen Charakter des Nordischen Rechts auseinandersetzt und der Frage nachgeht, inwiefern das Erbe der Reformation das Verständnis von Recht und Gesetzgebung in den nordischen Ländern beeinflusst hat.Weitere Informationen

Organspende
Einstellungen
zur Spende erforscht

umg — Seit zwei Jahren erforschen das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und das Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Kooperation Einstellungen von Menschen zur Organspende. Das Projektteam interviewte dafür 60 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet, die einer Organspende skeptisch gegenüberstehen. Zusätzlich wurden über 80 Plakatmotive deutscher Organspende-Kampagnen der letzten 20 Jahre analy-siert und deren moralische Botschaften in den Blick genommen. Erste Ergebnisse liegen nun vor und werden Mitte Juli auf einer Tagung in Erlangen vorgestellt.Weitere Informationen

Jura
Gerichtslabor zum Üben
pug — Erhöhte Richterbank, Pulte für Anklage und Verteidigung sowie ein Zeugenstand: Um Studierende frühzeitig an die Atmosphäre im Gericht heranzuführen, hat die Juristische Fakultät einen Übungsraum eingerichtet, der in Aufbau und Möblierung dem typischen Gerichtssaal gleicht. Das Gerichtslabor kann für praxisnahe Lehrveranstaltungen genutzt werden, außerdem bereiten sich hier Studierende auf Wettbewerbe wie Moot Courts vor, in denen sie in einem Planspiel rechtliche Fragen lösen müssen. Der Raum steht auch anderen Fakultäten zur Verfügung. Die Einrichtung hat rund 150.000 Euro gekostet.

Biologie
Luchs-Population schrumpft
pug — Der Bestand an Luchsen im nordhessischen Raum geht offenbar zurück. Dies lassen bis zum Frühjahr dieses Jahres erhobenen Daten vermuten. Im vergangenen Herbst konnten die Forscher durch den Einsatz von Fotofallen noch sechs verschiedene Luchse nachweisen. Weitere Informationen

Göttinger Wissenschaftlerin
wird Verfassungsrichterin

pug — Die Göttinger Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Christine Langenfeld wurde am 8. Juli vom Bundesrat einstimmig für den Zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts gewählt. „Die Wahl ist eine besondere Auszeichnung ihrer Leistung als Staats- und Europarechtlerin“, so Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen.Weitere Informationen

Molekulare Onkologie
Flimmerhärchen-Defekt:
Schlüssel-Gen entdeckt
?
umg — Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Göttinger Wissenschaftlerin Dr. Muriel Lizé hat einen zentralen molekularen Faktor gefunden, der die Bildung der Flimmerhärchen in den Atemwegen kontrolliert. Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass das Protein p73 in Zellen ein Netzwerk von Genen reguliert, das für die Bildung der Flimmerhärchen verantwortlich ist.Weitere Informationen

Klima
Methan-Freisetzung im Paläozän
Ursache globaler Erwärmung?

pug — Göttinger Geowissenschaftler halten Methan-Emissionen als Ursache für den Klimawechsel Paläozän-Eozän-Zeitalter für wahrscheinlich. Sie haben eine neue Methode entwickelt, die Konzentrationen von atmosphärischem Kohlendioxid anhand von fossilen Zähnen zu rekonstruieren.Weitere Informationen

Biologie
Verlust an Biodiversität
verhindert Evolution

pug — Das Aussterben von Arten kann die Entwicklung neuer Arten verlangsamen oder verhindern, die deren Funktionen im Ökosystem übernehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die erste experimentelle Studie zu diesem Thema, die Biologen aus Utrecht, Göttingen, Leipzig und Montpellier vorgelegt haben. Sie fanden heraus, dass das Aussterben von Arten weit längerfristige und schädlichere Wirkungen haben kann als bislang angenommen.Weitere Informationen

Madagaskar
Nachhaltige Landnutzung
mit Diversitätsperspektive

pug — Zur Verbesserung der Lebensqualität der ländlichen Bevölkerung in Madagaskar möchte ein neues Forschungsprojekt an der Universität Göttingen beitragen. Im Mittelpunkt steht der Vanilleanbau auf Madagaskar: Die Wissenschaftler/innen wollen einen Ansatz für eine nachhaltige Landnutzung entwickeln, der ausdrücklich soziale Ungleichheiten berücksichtigt, die beispielsweise auf Geschlecht oder sozialer und regionaler Herkunft beruhen. Ziel ist es nicht nur, die Folgen der Landnutzung für Umwelt und Menschen zu erforschen, sondern auch konkrete und nachhaltige Handlungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung zu erarbeiten.Weitere Informationen

Globalisierung
Auswirkungen auf Ernährung
in Entwicklungsländern

pug — Wachsende Handelsverflechtungen, ausländische Direktinvestitionen großer Agribusiness-Konzerne, neue Technologien und sich rasch wandelnde Verbraucherpräferenzen sind nur einige Beispiele für die vielschichtigen Trends im Zuge der Globalisierung. Agrarökonomen der Universität Göttingen haben diese Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Ernährung in den Entwicklungsländern untersucht. Während die positiven Effekte zu überwiegen scheinen, werden auch negative Wirkungen aufgezeigt.Weitere Informationen

Biologie
Diversität erhöht
biologische Produktivität

pug — Forscher der Universität Göttingen kommen in Zusammenarbeit mit Kollegen zu dem Ergebnis, dass die Produktivität mit steigender Diversität für alle Biodiversitätsmaße steigt, wenn alle verwendeten Artenzahlen zusammen betrachtet werden. Wenn die Daten aber in Gruppen nach ihrer Artenzahl getrennt untersucht werden, ergibt sich für die verschiedenen Diversitätsmaße ein anderes Bild.Weitere Informationen

Göttingen / Nanjing
Institute of Social Computing
pug — Die interdisziplinäre Forschung über soziale Netzwerke und Big Data steht im Mittelpunkt eines neuen gemeinsamen Instituts der Universität Göttingen und der Universität Nanjing in China. Die beiden langjährigen Partnerhochschulen haben das Sino-German Institute of Social Computing (SGISC) gegründet, um die Forschung auf dem Gebiet voranzubringen und mit akademischem Austausch und der Graduiertenausbildung zu verbinden. Social Computing versucht, das Verständnis von sozialen Verhaltensweisen sowie menschlichen Netzwerken und Interaktionen mit Hilfe von rechnergestützten Modellen und Informationstechnologien zu beantworten.Weitere Informationen

Landesforschung
Landeskundliche Regionalkarte
zu Braunschweig - Salzgitter

pug — Gemeinsam mit lokalen Experten haben Wissenschaftler der Universität Göttingen eine topografische Karte zur Geschichte und Landeskunde der Region um Braunschweig und Wolfenbüttel erstellt. Die Karte aus der Reihe „Regionalkarte zur Geschichte und Landeskunde“ zeigt Standorte der vergangenen und erhaltenen Überreste und Stätten, die die historische Entwicklung der Region maßgeblich geprägt haben. Dazu gehören vor- und frühgeschichtliche Siedlungen und Grabanlagen, mittelalterliche Wüstungen und Wehranlagen, Gerichtsorte und Richtstätten, Klöster und Stifte, Straßen, Zollstellen, Amtssitze und vieles mehr, insgesamt historische Relikte und Phänomene von der Vorgeschichte bis ins 19. Jahrhundert.Weitere Informationen

DLR
Nachbau bestätigt Lilienthal
Keine Konstruktionsfehler
Der Nachbau des ersten Serienflugzeuges der Welt von Otto Lilienthal hat nicht nur seinen Test im Windkanal bestanden. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben nunmehr nachweisen können, dass das Fluggerät des Pioniers keine konstutkiven Mängel aufwies und insofern beim tödlichen Absturz Lilienthals keine Rolle gespielt haben kann.Weitere Informationen

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Extremismus
Christdemokraten klar gegen jede Form von Gewalt
Grüne und SPD verweigern Einbeziehung linker Gewalt die Zustimmung
„Göttingen ist bunt, weltoffen, tolerant und gewaltfrei“ heißt es in einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag von Grünen-, SPD- und Piraten-Ratsfraktion, der in der letzten Ratssitzung am 19. August eingebracht wurde. Mehr als ein Schönheitsfehler: In dieser Resolution ist ausschließlich von rechter Gewalt die Rede, die sich derzeit allenfalls in Aufmärschen verschwindend kleiner Grüppchen vor dem Bahnhof manifestiert – von den nahezu wöchentlichen Gewaltexzessen angeblich Linker ist mit keinem Wort die Rede.

 
Lieber mit verdecktem Visier: Autonome in GöttingenFoto: vs

Nur zur Erinnerung: In der letzten Zeit wurde in Göttingen ein Verbindungs-Haus in Brand gesteckt, wobei nur durch glücklichen Zufall keine Personen zu Schaden kamen, häuften sich Angriffe auf deren Bewohner, nur weil sie Verbindungsstudenten waren, derart, dass die Polizei inzwischen eine (ziemlich erfolglose) Sonderkommission gebildet hat, wurden Passanten unter Gewaltandrohung verfolgt, weil sie die spruchbandgeschmückte Chaoten-Fassade des angeblichen Studentenwohnheims Rote Straße 2–6 fotografierten und ein paar Häuser weiter ein Tattoo-Studio zerlegt, weil es denselben Chaoten nicht in den Kram passte.

Wenn der Intellekt nicht reicht: Pflastersteine statt ArgumenteFoto: vs

Mit „bunt, weltoffen, tolerant und gewaltfrei“ hat das alles herzlich wenig zu tun, eher mit dogmatischer Borniertheit eines sich selbst für links haltenden deklassierten Proletariats autonomer Gruppen, dessen elitärer Anspruch mangels ausreichender Bildung vielleicht vergleichbar ist mit jenem des IS. Tatsächlich autonom aber sind sie nicht. Sie sind gefangen ihn ihrem Schwarz-Weiß-Denken, das keine Differenzierungen mehr zulässt und Feindbilder braucht. Mag man der RAF noch zugute halten können, dass sie in ihrer Ausweglosigkeit und scheinbaren Ohnmacht gegenüber gesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten auf das System keinen anderen Weg mehr sah als den, sich die von ihr ersehnte Gesellschaftsform herbeizubomben (und schließlich selbst zur Einsicht kam, dass dies ein Irrweg war), so fehlt heutigen linken Kapuzen-Gewalttätern vielfach der Intellekt zur dialektischen Auseinandersetzung. So werden Demos zum Happening, und im Vorfeld dazu werden, wie kürzlich am Albani-Platz, lustig Pflastersteine gesammelt.

Das und noch viel mehr müsste viel offener auch in dieser Stadt thematisiert werden, nur: In Göttingen trauen sich das die Wenigsten aus Angst davor, gleich als rechter Sympathisant durchzugehen. Weshalb die Ablehnung der „minimalen Änderungsvorschläge“ der CDU/FDP-Ratsgruppe wohl eine logische Folge war. Sie sollten „fraktionsübergreifend deutlich … machen, dass sich die Gemeinschaft der Göttinger Demokraten gegen jegliche Form von Extremismus wendet“. Nach Auffassung der Gruppe spricht dieses Dokument für sich selbst und bedarf daher keiner weiteren Kommentierung, heißt es in einer Erklärung. Hier ist es:Weitere Informationen

 

Verkehrssicherheit
A-7-Konferenz von 2015 zeigt positive Folgen
Stauots — Weniger Unfälle auf der A 7, weniger Staus, weniger Chaos auf den Umleitungsstrecken:das waren die Ziele einer Konferenz im Juli 2015 im Kreishaus. Gut ein Jahr später ziehen Landrat Bernhard Reuter und Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig eine positive Zwischenbilanz. „Die Entwicklung der Zahlen zeigt, dass die Initiierung der A-7-Konferenz die absolut richtige Entscheidung von Landrat Reuter war“, zieht Polizeipräsident Lührig ein erstes Rsumee und blickt auf eine Reduzierung der Unfallzahlen um bis zu 30 Prozent zurück. Es sei zwar noch „nicht alles gut, aber wir sind auf einem guten Weg“, ergänzt der Landrat.

Rund 40 Vertreter/innen betroffener Kommunen und zuständiger Behörden waren auf Einladung des Landkreises Göttingen im Juli 2015 ins Kreishaus gekommen, um über die Situation auf der A 7 im Abschnitt zwischen Göttingen und der südlichen Landesgrenze zu beraten. Verantwortliche aus Verkehrsministerium, Innenministerium, und Niedersächsischer Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr berieten mit den Spitzen der betroffenen Kommunen. Ergebnis der Konferenz war eine Liste von zehn konkreten Maßnahmen, darunter eine durchgängige Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 120 zwischen der Anschlussstelle Lutterberg und dem Dreieck Drammetal. Sämtliche Maßnahmen sind bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht.Foto: Karl432Weitere Informationen

 

Kinderfreundlichkeit
Diskussion um innerstädtische Spielplätze keimt wieder auf
Nachdem die Göttinger Piraten-Partei die Parkfläche am Waageplatz als möglichen Spielplatz in die Diskussion eingebracht hat, erneuern nunmehr die Grünen ihren Vorschlag, die bereits oftmals diskutierte Fläche an der Paulinerkirche zur zentrumsnahen Spielmöglichkeit für Kinder auszubauen. Es ist ein Vorschlag, der schon früher die Verwaltung beschäftigt hat, wobei eine Realisierung allerdings regelmäßig an der Haltung der Universität – sie ist Eigentümerin der Fläche – scheiterte.

Spielendes KindIn einem Antrag zur Ratssitzung am 19. August wollten die Piraten „mögliche Hindernisse prüfen und differenziert im Bauausschuss darstellen“ lasssen, welche Schritte nötig wären, um „die stadteigene Fläche Waageplatz/Wall in einen Kinderspielplatz umzuwandeln“. Im größeren Umkreis befänden sich keine Spielplätze, so die Piraten weiter, und die öffentlichen Parkplätze dort ließen sich sicher mit dem Carré-Parkhaus gleich nebenan kompensieren. Allenfalls mit Mindereinnahmen aus den Parkgebühren müsse man deshalb rechnen.

Das sei zwar ein schöner Wahlkampf-Gag, aber der Vorschlag der Piraten sei „der gemeinsamen Sache nicht dienlich, sondern schwäche unsere Position”, meint hingegen Michael Höfer für die Grünen im Rat der Stadt Göttingen. Er erinnert zugleich an ein Versprechen der Bauverwaltung aus dem letzten Jahr: „Gemeinsam mit allen Fraktionen haben wir einen Brief an die Universität geschrieben und Herrn Dienberg [den Bau-Dezernenten – Red.] das Versprechen abgenommen, binnen eines Jahres gemeinsam mit der Universität konkrete Ergebnisse vorzulegen. Diese Frist ist abgelaufen.“ Damals sei verabredet worden, rund zwei Drittel der Fläche an der Paulinerstraße als eine Mischung zwischen historischer Grünanlage und gelungenem Spielgelände umzugestalten. Höfer: „Jetzt den Schwanz einzuziehen und eine andere Fläche aus dem Hut zu zaubern, kommt Uni und Bauverwaltung gerade recht. Wir bleiben bei unserer Forderung.”

Ganz logisch ist diese Argumentation hingegen nicht, sondern vielmehr wohl ebenfalls dem Wahlkampf geschuldet, in dem es zu einem nicht unbedeutenden Teil ja auch um Profilierung geht. Denn trotz aller guten Argumente, die für einen zentralen Spielplatz direkt neben der Stadtbücherei sprechen, spricht ja auch nichts gegen einen Spielplatz am Waageplatz – und sei es „nur“ ein zusätzlicher. „Seit 1999“, jammert Höfer, „haben sich die Grünen im Rat der Stadt in Anträgen, Pressemitteilungen, offenen Briefen und im persönlichen Gespräch immer wieder an die Bauverwaltung und an die Universität gewandt.“ Nach einhelliger Meinung sei die Parkplatzfläche an der Paulinerkirche der passende Ort für einen Spielplatz.

 
Als Lichtverschmutzung noch ein Thema war:: Beleuchtungskontept für das AuditoriumFoto: vs

Das stimmt. Es verkennt aber, dass seitens der Uni wenig Neigung besteht, die Parkflächen auf der Südseite der Kirche vollständig aufzugeben. Und es verkennt darüber hinaus, dass die Hartnäckigkeit der Bauverwaltung beileibe nicht immer so ausdauernd ist wie jene ihrer Kontrahenten, und dass manche Vorhaben von ihr nur solange auf der Agenda stehen, wie sie „en vogue“ sind. Als Beispiel seien hier nur die Diskussionen um eine Überhand nehmende Lichtverschmutzung in der Innenstadt genannt, zu der die Verwaltung zwar ein Konzept entwickelt, dies aber dann nicht weiterverfolgt hat. Oder die verbalen Beteuerungen zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung, die nur so lange im politischen Rampenlicht standen, wie das Thema Nachhaltigkeit als populäres Schlagwort die Tagespresse beherrschte und alsdann – auch in den Vorlagen der Bauverwaltung – wieder in der Versenkung verschwanden. Nicht zuletzt aus solchen Versäumnissen heraus wurden schließlich „Beschlusskontroll-Listen“ eingeführt, welche die städtischen Gremien an ihre Versäumnisse und die Fraktionen an ihre sonst eventuell in Vergessenheit geratenen Initiativen erinnern sollen.

Die Piraten verweisen lakonisch auf Höfers eigene Aussage im Rat, dass sich die Uni ja nun schon seit immerhin „17 Jahren mit der Stadt nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen konnte“ und bezeichnen die Grünen-Strategie als erfolglos. Sie denken da offenbar sehr viel pragmatischer. „Im Gegensatz zur langanhaltenden Diskussion um einen möglichen Spielplatz auf dem Uni-Gelände Papendiek / Ecke Paulinerstraße wäre [am Waageplatz] die Stadt alleine zuständig und könnte so die Regeln und Bedingungen, unter denen dort … ein Spielplatz entstehen kann, weitgehend selbstbestimmt festlegen und umsetzen. Die Nähe zum Wall und zu den Anlagen auf dem Waageplatz (Springbrunnen, Grünflächen, Leinekanal) würden den Platz hervorragend ergänzen und insgesamt aufwerten.“

Außer taktischen lassen sich da kaum weitere Gegenargumente finden.

 

Bildung
SPD will auskömmlichen Schulbedarf für bedürftige Kids
Dringlichkeitsantrag im Sozialausschuss
„Viele Göttinger Eltern haben in den letzten Wochen die Erfahrung gemacht, dass die Kosten für die Ausstattung ihrer Kinder mit persönlichem Schulbedarf zu Beginn des Schuljahres deutlich über 100 Euro liegen“ sorgt sich Klaus-Peter Hermann, Vorsitzender im Sozialausschuss. Der Regelsatz des Bildungs- und Teilhabepaketes (BuT) für Kinder von Hartz IV-Bezieher/innen sehe derzeit jedoch zum 1. August gerade mal 70 Euro vor. „Das ist viel zu wenig“, meint Hermann.

„Durch die mangelnde finanzielle Ausstattung der Schulkinder wird Kinderarmut erzeugt und Chancengleichheit in der Bildung verhindert“, so der Sozialpolitiker weiter. Eine aktuelle Studie habe für Niedersachsen einen tatsächlichen Bedarf pro Schulkind von mindestens 153 Euro pro Schuljahr ermittelt. „Wer Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit will, muss den Regelsatz für die betroffenen Kinder und Jugendlichen dem tatsächlichen Bedarf umgehend anpassen“, fordern die Sozialdemokraten deshalb nicht zu Unrecht und angesichts einer Steuereinnahmenschwemme.

Die SPD-Ratsfraktion hat deshalb kurzfristig am 16. August einen Dringlichkeitsantrag im Sozialausschuss einbringen, der die Unterzeichnung einer Petition des Diakonieverbandes an den Deutschen Bundestag zu einer entsprechenden Anhebung des Regelsatzes fordert, wie die stellvertretende Vorsitzende der Ratsfraktion, Renate Bank, erklärte. „Die Petition sollte auch von möglichst vielen Göttinger Bürgerinnen und Bürgern unterstützt werden. Eine Unterzeichnung ist online allerdings nur bis zum 08.09. möglich, deshalb ist jetzt ein Dringlichkeitsantrag erforderlich“, so Bank und Hermann.
Eine persönliche Unterstützung der Petition, die 50.000 Mitunterzeichner erfordert, ist online über folgenden Link möglich:Weitere Informationen

 

Wirtschaftsansiedlung
Piraten-Partei führt Oberbürgermeister vor
„Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Weende nur leere Floskel“
Anlässlich der Feierlichkeiten zum 1050-jährigen Bestehen des Ortsteils hatte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) in einer Rede Weende als wichtigen Wirtschaftstandort bezeichnet. Die Göttinger Piraten hinterfragen diese Aussage vor der aktuellen Planung der Ansiedlung eines XXXL-Großmöbelmarktes mit 33.000qm Verkaufsfläche an der Autobahnausfahrt Göttingen-Mitte.

In einem Gutachten wird prognostiziert, dass im Falle der Ansiedlung eines Möbelmarktes in dieser Größe die Weender Betriebe im Möbelsegment mit 25 Prozent Umsatzeinbußen rechnen müssen, rechnet die Partei dagegen. Bei Teppichen seien es 26 Prozent bei Lampen 22 Prozent. „Indem die Stadt den XXXL-Möbelmarkt an der Autobahn ohne Einschränkungen bezüglich der Möbelverkaufsfläche ansiedeln will, schwächt sie massiv den Standort Weende“, erklärt deren zweiter Vorsitzende des Kreisverbandes, Angelo Perriello.

Nachhaltigkeit à la Göttingen
Die Diskussion um einen weiteren Groß-Möbelmarkt in Göttingen macht noch ein weiteres Dilemma kurzsichtiger kommunaler Ansiedlungspolitik deutlich: die egoistische und lediglich auf die eigenen (einnahmerelevanten) Belange gerichtete, aller Nachhaltigkeit widersprechende Expansion und damit die zumeist unwiderrufliche Versiegelung knapper städtischer Flächen – obgleich in der Bevölkerung selbst gar kein Bedarf besteht. Statt etwa über die Städtetags-Verbände gemeinsam ein ausgewogenes, allen Kommunen und insbesondere der ländlichen Bevölkerung dienendes Handelsangebot in der Region anzustreben, begeben sie sich in einen selbst auferlegten Wettbewerb, lassen Oberzentren wie Göttingen damit bewusst die Versorgung in der Fläche ausbluten und erzeugen so neue zusätzliche Verkehre – und Folgekosten.
 

Die Piraten fordern, die Möbelverkaufsfläche von derzeit geplanten 33.000qm auf 15 bis 20.000qm zu begrenzen. In ihren Stellungnahmen im Beteiligungsverfahren der Stadt hatten Städte wie Northeim und Uslar eine solche Begrenzung ebenfalls angemahnt. Auch die Stadt Kassel betonte in ihrer Stellungnahme, sie habe eine Ausweitung eines bestehenden Möbelmarktes um weitere 9000qm deswegen unterbunden, weil sie gleiche und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Kasseler Möbelhändler weiterhin gewährleistet sehen möchte.

Die Göttinger Piraten treten dafür ein, dass auch Göttingen für den neuen Möbelmarkt ein Limit für die maximale Möbelverkaufsfläche setzt. Bislang wurde im Stadtrat ausschließlich über die Begrenzung der Fläche der Randsortimente gesprochen, die ohne Sondererlaubnis des Stadtrates aufgrund des Einzelhandelskonzeptes 800qm nicht überschreiten darf. Der Wirtschaftsstandort Weende, von dem OB Köhler sprach, wird von der Stadt durch keine einzige Maßnahme geschützt. Die Piraten fordern, die der Stadt zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu nutzen.

 

Nachtragshaushalt
SPD / Die Grünen: „Haushaltsentwicklung auf gutem Weg“
„Dank 14 Jahren rot-grünem Erfolgsmodell“ seien Investitionen in dieser Stadt auch weiterhin möglich, verkünden die beiden Mehrheitsfraktionen im Göttinger Rat stolz und geben damit gleichzeitig wohl einen versteckten Wink, wem die Bürger im nächsten Monat denn am besten ihre Stimme geben sollten und warum.

Dagmar SakowskyDass in diesem Jahr ein Nachtragshaushalt notwendig werde, lasse sich auf zusätzliche Mehrbedarfe im Ergebnishaushalt von 2016 zurückführen, erläutert die Vorsitzende im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Feuerwehr, Dagmar Sakowsky (rechts). Sie führt dies vor allem auf zusätzliche Aufwendungen bei der Flüchtlingsunterbringung und Betreuung zurück sowie im Rahmen der Flüchtlingshilfe auf neu geschaffene Stellen in der Stadtverwaltung. Gleichwohl stehe Göttingen finanzpolitisch wieder gut da, meint auch die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, Helmi Behbehani. Dies sei der „konsequenten Haushaltsdisziplin von Rot/Grün zu verdanken“.

Helmi BehbehaniOhne das Entschuldungshilfepaket (EHP) und die Sparsamkeit der haushaltstragenden Fraktionen und der Verwaltung könnten die jetzigen Aufgaben nicht gestemmt werden. Eine Gefährdung der Ziele des Zukunftsvertrages sei nicht gegeben. In diesem seinerzeit heftig auch in der Öffentlichkeit diskutierten Vertrag mit der Landesregierung hat sich die Kommune zu rigorosen Sparmaßnahmen verpflichtet, um einer Überschuldung zu entgehen.

Nun schreiben sich die Koalitionspartner zugute „dafür gesorgt [zu haben], dass Göttingen in den Bereichen Bildung als Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit, Willkommenskultur und Stärkung des Radverkehrs weiter voranschreitet“. Die dafür notwendige personelle Aufstockung sei eine gute Investition in die Zukunft. Klar ist den Politikerinnen aber ebenso: „Auch in Zukunft sind wir gefordert, einen ausgeglichenen Haushalt bei einem weiterhin gültigen Entschuldungshilfepaket vorzulegen. Auch die langfristigen Schulden der Stadt Göttingen müssen weiter abgebaut werden, um investitionsfähig zu sein.“

 

Umweltbewusstsein
Wer mehr verdient, lebt meist umweltschädlicher
Blinde Flecken oft bei Mobilität und Wohnen
Wer mehr Geld hat, verbraucht meist mehr Energie und Ressourcen – und zwar unabhängig davon, ob sich jemand als umweltbewusst einschätzt oder nicht. Das zeigt eine neue Studie des Umweltbundesamts (UBA). UBA-Präsidentin Maria Krautzberger: „Mehr Einkommen fließt allzu oft in schwerere Autos, größere Wohnungen und häufigere Flugreisen – auch wenn die Menschen sich ansonsten im Alltag umweltbewusst verhalten. Aber gerade diese ‚Big Points‘ beeinflussen die Ökobilanz des Menschen am stärksten. Der Kauf von Bio-Lebensmitteln oder eine gute Mülltrennung wiegen das nicht auf.“

Flugzeug
Eine Woche Malediven im Öko-Hotel – man kann es sich ja leisten
Foto: Bernal Saborio

Vor allem Fernflüge, das Auto, der Dämmstandard der Wohnung und deren Größe und der Konsum von Fleisch entscheiden darüber, ob jemand über oder unter dem CO2-Durchschnittsverbrauch liegt. Daher haben Menschen mit hohem Umweltbewusstsein laut Studie nicht zwangsläufig eine gute persönliche Ökobilanz. Menschen aus einfacheren Milieus, die sich selbst am wenigsten sparsam beim Ressourcenschutz einschätzen und die ein eher geringeres Umweltbewusstsein haben, belasten die Umwelt hingegen am wenigsten.

Die „Umweltbewussten“ besitzen zwar mehr energieeffiziente Haushaltsgeräte, kaufen mehr Bio-Produkte und essen oft weniger Fleisch. Außerdem stimmen sie umweltpolitischen Maßnahmen eher zu als weniger umweltbewusste Menschen. Aber: Andere Aspekte ihres (nicht-) nachhaltigen Konsums wie Fernreisen werden häufig von ihnen unterschätzt oder bei der Bewertung des eigenen Verhaltens nicht berücksichtigt, so dass sie in Summe deutlich mehr CO2-Ausstoß verursachen als Menschen mit niedrigerem Einkommen.Weitere Informationen

 

Metropolegion
Projekt fördert Regionalvermarktung in der Region
Regionale Produkte für mehr Lebensqualität
In einem neuen, drei Jahre dauernden Projekt arbeiten die „Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg“ sowie Regionalinitiativen und Kommunen aus der Metropolregion zusammen, um die regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte zu unterstützen. Gefördert durch das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium ist eine Vermarktungsgemeinschaft in Hankensbüttel damit betraut worden, bestehende Regionalinitiativen im Gebiet der Metropolregion weiter auszubauen, interessierte Akteure zu beraten und bei dem Aufbau neuer Initiativen zu helfen.

 
Wiedergewonnene Lebensqualität: Frischprodukte aus der Region. Hier der Markt von Meran/SüdtirolFoto: L. Koxinga

„Regional erzeugte Nahrungsmittel schonen wegen der kurzen Transportwege die Umwelt, sind qualitativ hochwertig und fördern die regionale Wirtschaftskraft. Zudem sind regionale Lebensmittel Träger einer Regionalkultur, die Menschen emotional an ihre Heimat bindet“, fasst der Projektleiter Dr. Oskar Kölsch die Vorteile der Regionalvermarktung zusammen. Gute Beispiele, wie die Regionalinitiative HI-LAND in Hildesheim, ISE-LAND im Landkreis Gifhorn oder der Tourismusverband Nördliches Harzvorland, sollen bei der Ausweitung ihrer Aktivitäten unterstützt werden.

Getreu dem Motto „Liebe geht durch den Magen“ habe man sich das Ziel gesetzt, die Region durch die Vermarktung regionaler Lebensmittel noch lebenswerter zumachen und dort ansässige Erzeuger auch ökonomisch stärken, erklärt der Geschäftsführer der Metropolregion GmbH, Kai Florysiak. Neue Zusammenschlüsse oder Initiativen im Raum Südniedersachsen, im Landkreis Nienburg oder im nördlichen Harzvorland sollen vernetzt werden. Wo nur einzelne Direktvermarkter allein in der Vermarktung agieren, sollen Kooperationen und gemeinsame Vermarktungsaktivitäten in den Regionen organisiert werden. Das Projekt soll außerdem den Bekanntheitsgrad der Metropolregion über die Region hinaus steigern.
Landwirtschaftliche Erzeuger, Vermarkter oder Geschäfte des Lebensmitteleinzelhandels, die im Projekt mitarbeiten möchten, können sich in der Geschäftsstelle des Projektes unter Telefon 05832 9808-25 oder unter l.ernst@otterzentrum.de informieren.

 

E-Mobilität
Südniedersachsen werden aufgeschlossener
Umfragen der Universität ergeben bessere Kenntnis und positivere Einstellung
pug — Menschen in Südniedersachsen werden Elektroautos gegenüber aufgeschlossener. Das zeigt ein Vergleich von zwei regionalen Umfragen der Universität Göttingen aus den Jahren 2013 und 2015 im Rahmen des Projekts „e-Mobilität vorleben“. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Wissen beispielsweise über die Reichweite und Beschleunigung von Elektroautos in dieser Zeit deutlich erhöht hat. Darüber hinaus äußerten sich mehr Menschen grundsätzlich positiv zum Thema. Skeptisch bleiben die Teilnehmenden hingegen bei der Frage, ob sich Elektroautos in den kommenden Jahren auf dem Markt durchsetzen können.

E-Zapfsäule
Neben den hohen Fahrzeugpreisen größter Knackpunkt bei der E-Mobilität: Unzureichendes TankstellennetzFoto: E-Zapfsaeule

Insgesamt 950 Menschen aus Stadt und Landkreis Göttingen nahmen Ende 2015 an einer Umfrage der Sustainable Mobility Research Group an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität teil. Ende 2013 hatten 1.150 Menschen die Fragen der Wissenschaftler/innen beantwortet. In der jüngeren Umfrage äußerten sich 88 Prozent der Teilnehmenden grundsätzlich positiv zu Elektroautos: Das entspricht einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber der ersten Umfrage. Zehn Prozent mehr erklärten, irgendwann in der Zukunft ein Elektroauto nutzen zu wollen; die Zahl der Menschen, die bereits jetzt ein Elektroauto nutzen, stieg um drei Prozent. Im Gegensatz dazu sank die Zahl derer, die für den täglichen Weg zur Arbeit ein normales Auto nutzen, um zwölf Prozent.

Unverändert skeptisch wurde die Frage beantwortet, ob sich Elektroautos bis 2020 auf dem Markt durchsetzen könnten. In diesem Zusammenhang sprachen sich 15 Prozent der Teilnehmenden für staatliche Subventionen aus.

Die Bundesregierung fördert das Projekt „e-Mobilität vorleben“ im Rahmen der Initiative „Schaufenster Elektromobilität“. Die Sustainable Mobility Research Group der Universität Göttingen kooperiert dabei mit dem Landkreis Göttingen, der Ländlichen Erwachsenenbildung und dem Energieversorger EAM.
→ www.e-mobilitaetvorleben.de

 

Kriminalität
Geht also doch
Wohnungseinbrüche durch gezielte polizeiliche Maßnahmen reduziert
Mit offenen und verdeckten Maßnahmen versucht die Polizeidirektion Göttingen, der im Vorjahr gestiegenen Anzahl von Wohnungseinbrüchen Herr zu werden. „Aufgrund dieser für uns nicht zufriedenstellenden Entwicklung haben wir hier einen absoluten Schwerpunkt gesetzt“, erklärt der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig.

EinbruchSei noch im Dezember 2015 ein Anstieg zu verzeichnen gewesen, so kam es insbesondere in den Monaten März und April dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang um rund 30 Prozent. So wurden innerhalb der letzten Monate mehr als 2000 Personen und mehr als 1500 Fahrzeuge im Rahmen der verstärkten Kontrollen überprüft, wobei Diebesgut und Aufbruchswerkzeuge entdeckt wurde und die entsprechenden Personen vorläufig festgenommen wurden.

Die Polizei bemerkt auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Verdächtige Wahrnehmungen würden offensichtlich eher der Polizei mitgeteilt, so dass es z.B. zur Festnahme einer Einbrecherbande auf frischer Tat kam. In einem weiteren Fall konnten drei Personen aufgrund des Hinweises einer aufmerksamen Anwohnerin kurze Zeit nach einem Geschäftseinbruch im Rahmen der polizeilichen Fahndungsmaßnahmen festgenommen werden.

Geht also – wenn nur genug Personal zur Verfügung steht. Die Schwerpunktsetzung bei Wohnungseinbrüchen bedeutet vermutlich jedoch auch, dass für andere kriminelle Brennpunkte dann weniger Personal zur Verfügung steht. Die Reduzierung von Kontaktbereichsbeamten oder die Schließung von Polizeidienststellen in den Ortsteilen zeugen davon. Jetzt müssten nur noch Justiz oder besser der Gesetzgeber solch kleinen Anfangserfolgen zu dauerhaftem Erfolg verhelfen. Noch nämlich lachen sich die Straftäter ins Fäustchen angesichts lächerlicher Sanktionen, die ihnen drohen – und die mit dem nächsten Bruch schnell finanziert sind.Foto: Polizei NRW

Jetzt auch gezielt gegen Anschläge auf studentische Verbindungen
Der seit rund sechs Monaten zu verzeichnenden quantitativen Steigerung von Straftaten gegen studentische Verbindungen und deren Umfeld bzw. deren Mitgliedern durch entwurzeltes Prekariat aus dem studentischen Milieu will die Polizei nunmehr ebenfalls gezielt begegnet und hat dazu eine Ermittlungsgruppe im Fachkommissariat „Polizeilicher Staatsschutz“ eingerichtet. Polizeipräsident Uwe Lührig: „Die gewaltlose kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen politischen Auffassungen ist ein wichtiger Wert unseres demokratischen Grundverständnisses“, zum Teil wurden hier jedoch Verbrechenstatbestände erfüllt.Weitere Informationen

 

Flächennutzungsplan
Golfplatz im Süden Geismars endgültig vom Tisch
Rund 70 Hektar Landschaftsschutzgebiet im Süden Göttingens bleiben weiterhin Landschaftsschutzgebiet. Das ist nicht selbstverständlich in dieser Stadt, wo schon mal des öfteren aus ganz opportunistischen, also zumeist finanziellen Gründen einmal festgezurrte Beschlüsse nicht mehr das Papier wert sind, auf dem sie einst fixiert wurden.

PL Deutsche ArbeiterEtwa – vergleichbar zum Golfplatz – beim ehemaligen Landschaftsschutzgebiet unterm Nikolausberger Fassberg, das nun bebaut werden darf, obgleich zwar gar kein Interesse daran besteht, sich ein solches aber ja einmal entwickeln könnte. Oder – nicht ganz vergleichbar – beim „Lex-Sparkassen-Beschluss“ von 2006, der es dem Institut ermöglichte, sein Grundstück am Carré entgegen des bislang geltenden Baurechts an einen Filialisten zu verkaufen, dem es, zum Schaden des Göttinger Einzelhandels, gestattet wurde, seine Verkaufsfläche entgegen bisheriger Regelungen um mindestens 400m2 zu erweitern. Ähnliches übrigens spielt sich gerade in der Diskussion um die Ansiedlung neuer Möbelmärkte in Grone-West ab (vgl. weiter unten: →SPD wünscht sich moderate Erweiterung).

Pläne für einen Golfplatz in Göttingen gibt es schon seit langer Zeit. Noch in unguter Erinnerung sind die Bestrebungen des früheren Oberstadtdirektors Hermann Schierwater (SPD) zu Beginn der 1990er Jahre, mit Macht aus dem ehemaligen Truppenübungsplatz Kerstlingerröder Feld ein Sportgelände für Besserbetuchte machen zu wollen. Schon damals entbrannte ein bitterer Streit über dieses Ansinnen. Im 2007 veröffentlichten „Leitbild 2020“ war noch die Rede davon, dass „die Etablierung eines öffentlichen Golfplatzes … unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Artenschutzes weiter verfolgt“ wird. Pläne für ein alternatives Areal wurden hernach insbesondere von der Göttinger Sport und Freitzeit GmbH (GöSF) im Stillen vorangetrieben und trafen dabei auf das Wohlwollen des früheren Geschäftsführers der Städtischen Wohnungsbau und jetzigen Oberbürgermeisters Rolf-Georg Köhler (SPD). Sie nahmen Fahrt auf, als Anfang 2009 im Finanzausschuss sang- und klanglos ein Grundstückstausch zwischen der GmbH und der Verwaltung besiegelt wurde, der die GöSF zur Eigentümerin der südlichen Feldmark in Geismar machte. Denn die Sport und Freizeit GmbH, ebenfalls SPD-geführt, ist ein Wirtschaftsbetrieb, sie will nicht nur den Sport befördern, wie will auch Gewinn erwirtschaften – der wiederum der Verwaltung zugute käme.

Es ist die Politik, die der Verwaltung einen Riegel vorschieben kann, um Stadt- und Landschaftsplanung nicht immer nur nach fiskalpolitischen Erwägungen voranzutreiben. Das hat sie nunmehr auch getan, doch sie tut sich schwer damit und tut es viel zu selten. Am 11. April beschloss der Verwaltungsausschuss auf Initiative der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen einen Auftrag an die Verwaltung, die Einrichtung eines Golfplatzes aus dem Flächennutzungsplan zu streichen und bei den konzeptionellen Überlegungen zu seiner Neugestaltung nicht weiter zu berücksichtigen. Die Grünen wussten nicht nur eine Mehrheit in der Bevölkerung hinter sich, sondern hatten so ziemlich alle Parteien im Rat auf ihrer Seite. Nunmehr soll das Areal im Landschaftsschutzgebiet verbleiben. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler sagte noch während der Sitzung zu, bei der Erarbeitung des Vorentwurfs für den neuen Flächennutzungsplan entsprechend zu verfahren.

Der Wunsch nach Streichung der Golfplatz-Ausweisung datiert bereits vom Juli 2015, als nahezu alle Parteien einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag einbrachten. Lediglich die SPD-Fraktion mochte GöSF-Geschäftsführer Alexander Frey nicht im Regen stehen lassen. Nun hat der Verwaltungsausschuss „unter die Diskussion über die Ausweisung einer Fläche für einen öffentlichen Golfplatz im Göttinger Süden … einen Schlussstrich gezogen“, heißt es lapidar in einer Mitteilung der Verwaltung. Und das ist gut so.

 

Städtisches Museum
Sanierung lebendig gestalten
„Viele Maßnahmen“ kann sich die SPD-Fraktion im Rat vorstellen, die Arbeit des durch umfangreiche Sanierungsarbeiten arg gehandicapten Städtischen Museums besser zu präsentieren. Sie wird deshalb in der kommenden Ratssitzung einen „Antrag zur lebendigen Gestaltung des Museums und neue Wege zur Öffentlichkeitsarbeit“ einbringen.

Als eines der ältesten kultur- und stadtgeschichtlichen Museen in Niedersachsen ist die Stätte „ein zentraler Ort zur Vermittlung der Geschichte der Stadt Göttingen“, hat die Fraktion ganz richtig erkannt und wird dabei vermutlich auch den größten Teil aller Ratsmitglieder hinter sich wissen – auch wenn die derzeitige Baustelle gelegentlich von einigen als Museumsort zur Disposition gestellt wird.

Museum
 
Kartons und unbehauene Balken als Exponate: Museumsbegehung mit Leiter Dr. Ernst Böhme (rechts)Foto: vs

Das Städtische Museum ist derzeit vor allem mit Inventarisierungsarbeiten und der Dokumentation des Sammlungsbestandes beschäftigt, was zwar etwas dröge klingt, aber gleichwohl bereits interessante Ergebnisse gezeitigt hat. Diese Inventarisierungsarbeiten beispielsweise an die Hauswand zu projizieren, kann sich Fraktionvorsitzender Frank-Peter Arndt durchaus als Möglichkeit vorstellen, um die laufenden Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit wird er hoffentlich nicht die äußere Fachwerkfassade gemeint haben, sondern eine inner Wandfläche.

Überzeugender ist da schon sein Vorschlag, eine Schaufensterfläche in der Innenstadt anzumieten, um „besondere Exponate der Göttinger Bevölkerung auch während der Sanierungsphase zugänglich zu machen“. Auch könnten Vitrinen im Alten Rathaus und im Foyer des Neuen Rathauses mit Exponaten bestückt werden“, kann sich Arndt vorstellen, wobei sicherlich die Versicherungen noch ein Wörtchen mitzureden haben.

Und in Zeiten des Internet 3.0 mit seiner sogenannte „Schwarmintelligenz“ ließe sich das „Wissen der Vielen“ komfortabel nutzen, um im Web Exponate zu datieren, zu beschreiben und in ihren historischen Kontext einordnen zu lassen. Arndt: „Bei der Archivierung der Exponate könnte die Öffentlichkeit im Internet einen großen Anteil leisten.“

Die könnte vielleicht sogar mit noch viel mehr Ideen aufwarten, wenn man sie nur fragen würde und wenn sie z.B. über die Medien dazu animiert oder ein öffentlicher Bl0g dazu eingerichtet würde. Haben auch Sie Ideen? Schreiben Sie an die Redaktion oder direkt an →spd-fraktion@goettingen.de

 

Einzelhandelskonzept
SPD wünscht sich moderate Erweiterung
Zentrenrelevante Randsortimente begrenzen
Die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion Göttingen haben sich in Ihrer letzten Fraktionssitzung darüber verständigt, einen Änderungsantrag zur Vorlage der Verwaltung zum Einzelhandelskonzept für die Stadt Göttingen im nächsten Bauausschuss ins Verfahren einzubringen.

Wer einigermaßen das Ohr am Mund des Bürgers hat, dem dürfte ein seit Jahren von vielen Einwohnern beklagter Mangel kaum entgangen sein: das nahezu komplette Fehlen kleinteiliger Angebote für den täglichen Heimwerker- und Reparaturbedarf. Seitdem solche Sortimente in einer Mittelstadt von 120.000 Einwohnern nur noch von gerade mal 2 (!) Baumärkten auf der Grünen Wiese vorgehalten werden, wird die Ersatzbeschaffung passender Schrauben, Kabel, Schläuche etc. für den Verbraucher zum Spießrutenlauf – mehr noch jedenfalls als die Anschaffung von Möbeln und Wohnaccessoirs.  

„Wir wollen, dass die zentrenrelevanten Randsortimente auf insgesamt 1.950 qm der Gesamtverkaufsfläche des Vorhabens begrenzt werden“, so der Bauausschussvorsitzende Christian Henze. „Wir sprechen uns weiterhin für ein Möbelhaus im Westen der Stadt am bisher schon vorgesehen Standort aus. Der vorgelegte Beschlussvorschlag müsse jedoch nach Meinung der Fraktion geändert werden.

Die Fraktion schlägt „im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung und Stärkung der Göttinger Innenstadt“ eine entsprechende Reduzierung der zentrenrelevanten Randsortimente vor. „Den breit formulierten Befürchtungen der im Einzugsgebiet liegenden Mittelzentren soll damit Rechnung getragen werden“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten, Frank-Peter Arndt. Eine solche Entscheidung sei auch städtebaulich und raumordnerisch durchaus verträglich. Schädliche Auswirkungen auf die zentralen Versorgungsbereiche im Einzugsgebiet in der Göttinger Innenstadt und im Westen sowie auf die jeweiligen Versorgungsaufgaben der Mittelzentren seien nicht zu erwarten, sind sich Arndt und Henze sicher.

 

Öffentlicher Personennahverkehr
Elektrobusse auch für Göttingen?
CDU/FDP-Gruppe fordert schnellere Umstellung
Vierzehn neue Dieselbusse für 3,7 Millionen Euro werden die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) bis Ende dieses Jahres beschaffen. Die CDU/FDP-Ratsgruppe verweist in diesem Zusammenhang naserümpfend auf die Einführung der ersten drei Elektrobusse in Hannover schon kurz nach Ostern und fordert solche Maßnahmen auch in Göttingen – konkret: einen schnelleren Umstieg mindestens auf ein oder zwei Linien.

Elektro-Bus
 
Elektro-Bus der Braunschweiger Verkehrs-GmbH, der an Induktivladestationen wieder aufgeladen wirdFoto: Lord Alpha

Bereits im Juli 2015 hatte die Gruppe einen Ratsantrag eingebracht, der darauf abzielte, eine erste Elektro-Linie ab dem Jahr 2017 einzurichten. Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe und gleichzeitig auch Vorsitzender des Umweltausschusses, will sich weiterhin für ein schnelleres Umschwenken „auf die mit Abstand umweltfreundlichste Beförderungstechnik im ÖPNV einsetzen“, auch wenn die GöVB die Meinung vertreten, dass diese Technik noch nicht ausgereift sei.

Das Thema ist nicht ganz neu; es wurde schon in früheren Jahren im Rat diskutiert – immer mit negativem Ausgang und zum Vorteil einer inzwischen verbesserten Diesel-Abgastechnik. Allerdings sollte man angesichts aktueller Schummeleien bei den Verbrauchswerten, welche wohl nicht nur den Volkswagenkonzern betreffen, die seinerzeit hochgelobten verschärften EU-Abgasnormen nunmehr vielleicht doch etwas skeptischer betrachten. Wenn die EU-Standards und Toleranzen hierbei nämlich ähnlich locker gehandhabt werden wie bei Elektrogeräten oder Leuchtkörpern, dann bedarf es eigentlich keiner Manipulations-Software zum Schaden des Verbrauchers und der Umwelt.

Ein harter Wettbewerb um Standards, wie es ihn nun mal immer bei der Einführung neuer Systeme gebe, dürfe jedenfalls nach Auffassung Scheres kein Grund sein, neue Entwicklungen für Göttingen auf die lange Bank zu schieben. Auch das finanzielle Argument allein könne nicht ziehen, wenn man versuchen würde, zusätzliche Förderquellen anzuzapfen.

Vielleicht aber doch. Sollte nämlich eine noch nicht ausgereifte Technik auch einen höheren Service- und Reparaturaufwand nach sich ziehen, was eher wahrscheinlich ist, dann folgen daraus auch höhere laufende Kosten. Aber keine stetigen Fördermittel. Dann werden die GöVB wohl irgendwann wieder einmal die Hand gegenüber dem Fahrgast aufhalten müssen. Der aber wird gerade erst zur Kasse gebeten, am 1. April.

Scherer führt als gutes Beispiel China an, wo es bereits Millionenstädte gebe, in denen nur noch E-Busse fahren. Vielleicht auch, weil der Sauerstoff für die Verbrennungsmotoren in diesen Smog-Metropolen knapp geworden ist und deshalb vielleicht auch kein so gutes Beispiel. Denn so weit sind wir hierzulande Gott sei Dank noch nicht.
Den im Juli 2015 von der Ratsgruppe eingebrachten, seither noch nicht weiter in den Gremien beratenen Antrag zur Einführung von Elektro-Bussen finden Sie hier:Weitere Informationen

 

Altersvorsorge
Verbraucherzentrale fordert effektivere Maßnahmen
Armutsbericht 2016: Wohlfahrtsverbände kritisieren anhaltend hohe Armut
Rentenreformen und staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte wie Riester-Rente haben es bislang nicht geschafft, Altersarmut wirksam zu verhindern oder neu entstandene Versorgungslücken zu schließen, stellt die Verbraucherzentrale Niedersachsen fest. Breite Bevölkerungsschichten seien zunehmend von Altersarmut betroffen beziehungsweise bedroht. Zusätzlich leide die private Altersvorsorge unter der anhaltenden Niedrigzinspolitik. Unterdessen diagnostizieren der Paritätische Wohlfahrtsverband und weitere Verbände im aktuellen Armutsbericht 2016 eine „anhaltend hohe Armut“.

Zeitungsausschnitt
 
Wenn seit Jahren ehemalige Volksparteien tatenlos der Misere zusehen und unfähig zur Veränderung sind, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie zu Splitterparteien degenerieren

Über sinnvolle Produkte für die Altersvorsorge und gesetzlich notwendige Maßnahmen, die Altersarmut verhindern, diskutierte die Verbraucherzentrale Niedersachsen am 16. März auf einer Podiumsveranstaltung „Trotz Altersvorsorge arm im Alter?“ in Hannover mit dem Niedersächsischen Verbraucherschutzminister Christian Meyer sowie mit Ulf Prange, Mitglied des Niedersächsischen Landtages (SPD), Markus Hofmann, Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB und Prof. Dr. Ralf Kreikebohm, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig Hannover.

Rentenniveau im Sinkflug – Riester-Modell gescheitert
Seit der Rentenreform 2001 sinkt das Rentenniveau kontinuierlich. Aktuell liegt es bei 47 Prozent und soll bis 2030 auf 43 Prozent sinken. Die entstandenen Versorgungslücken sollen Rentner privat, unter anderem mithilfe der staatlich geförderten Riester-Rente, ausgleichen. Diese Rechnung ist nicht aufgegangen: Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung ist etwa jeder sechste Ruheständler von Altersarmut betroffen. Das sind 3,4 Millionen Rentner, Tendenz steigend.

Obdachloser
Obdachloser in HamburgFoto: Hendrike

„Eine weitere Absenkung des Rentenniveaus muss gestoppt werden. Nur so können Menschen mit niedrigem Einkommen besser vor Armut im Alter geschützt werden“, fordert Andreas Gernt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Er ergänzt: „Wie sich zunehmend herausgestellt hat, ist zudem die Riester-Rente in der bisherigen Form gescheitert. Sie ist in den meisten Fällen zu renditeschwach, zu bürokratisch, zu teuer und kann von wenigen sinnvoll genutzt werden“.

„Durch gesetzliche Maßnahmen müssen die gravierenden Nachteile bei der betrieblichen Altersversorgung beseitigt und insgesamt für alle Bevölkerungsschichten ertragreiche und unbürokratische Anreize zum Sparen für das Rentenalter geschaffen werden“, fordert Petra Kristandt, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. So müssen später auf die Betriebsrente Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in voller Höhe abgeführt werden und außerdem ist sie noch zu versteuern. „Von einer versprochenen Bruttorente in Höhe von 335 Euro bleiben als Vorteil durch die Direktversicherung knapp 150 Euro netto übrig. Würde man den eigenen Beitrag von 104 Euro monatlich über 37 Jahre zinslos unters Kopfkissen legen, kommt eine Summe von etwa 46.000 Euro zusammen. Da muss man schon älter als 92 Jahre werden, um mehr herauszubekommen, als man eingezahlt hat“, moniert Kristandt. Ein Positionspapier mit den Forderungen der Verbraucherzentrale ist unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/bessere-altersvorsorge erhältlich.

Armutsbericht 2016: Verbände fordern sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel
Ein Verharren der Armutsquote in Deutschland auf hohem Niveau beklagt der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Armutsbericht, der erstmals in erweiterter Form und unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen erschienen ist. Während in neun Bundesländern die Armutsquoten 2014 gesunken seien, belegt der Bericht einen Anstieg der Armut in den bevölkerungsreichen Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen. Hauptrisikogruppen seien Alleinerziehende und Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner, deren Armutsquote rasant gestiegen sei und erstmals über dem Durchschnitt liege. Die Herausgeber sehen daher auch keinerlei Anlass zur Entwarnung und fordern von der Bundesregierung einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um dringend notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf den Weg zu bringen.Weitere Informationen

 

Tierversuche
Heftige Kritik an Georg-August-Universität von PETA
Uni Göttingen zu keiner Auskunft bereit
Jedes Jahr werden an deutschen Universitäten Tausende sensibler Lebewesen für unwissenschaftliche Tierversuche missbraucht und getötet. In ihren Bemühungen, die tierversuchsfreie Lehre weiter voranzutreiben, bat die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) in einem Schreiben 126 Fakultäten lebenswissenschaftlicher Studiengänge um Informationen über ihre angewandten Lehrmethoden. Obgleich die Georg-August-Universität Göttingen zu keiner Auskunft bereit war, erfuhr PETA aus Reihen der Studierenden, dass sowohl im Fachbereich Medizin als auch im Studienfach Biologie Sektionen an Schweineherzen durchgeführt werden.

Tierversuch
LabormausFoto: Lucija T.

Zudem müssen die angehenden Biologen für das Bestehen des Moduls Zoologie verpflichtend Tiersektionen an Regenwürmern, Heuschrecken, Seesternen, Fischen, Agar-Kröten sowie Schnecken durchführen. PETA appelliert an die Hochschule, gänzlich auf Tiere im Studium zu verzichten und Studierenden eine Lehre ohne Tierleid zu ermöglichen. „Leider hält die Georg-August-Universität Göttingen weiter daran fest, Tiere für Lehrzwecke zu missbrauchen“, so Stephanie Kowalski, Tierärztin und Fachreferentin gegen Tierversuche bei PETA. „Wir fordern die Verantwortlichen auf, den Tierschutz ernst zu nehmen und die Verwendung von Tieren in Forschung und Lehre gänzlich zu stoppen.“

PETA fordert mehr Transparenz hinsichtlich der an Universitäten angewandten Methoden, damit sich Studierende und Studieninteressierte für ein Studium ohne Tierleid entscheiden können. Außerdem appelliert die Tierrechtsorganisation an die Universitäten, Tierversuche aus dem Lehrplan zu streichen und stattdessen eine fortschrittliche und zukunftsweisende Lehre zu praktizieren. PETA möchte die Universitäten auf dem Weg zu einer tierversuchsfreien Lehre begleiten und hat dies unter anderem auch der Georg-August-Universität Göttingen angeboten, die sie bislang jedoch nicht angenommen hat.

 

Museumskonzept
CDU/FDP-Gruppe wirft SPD Ausweichmanöver vor
Bekenntnis „ohne Wenn und Aber“ zum Standort Ritterplan
Die CDU/FDP-Gruppe im Rat zeigt sich verärgert darüber, dass sich SPD-Mitglieder in der letzten Kulturausschuss-Sitzung zum Thema Museumsstandort Ritterplan jeder weiteren Diskussion über das Göttinger Museumskonzept verweigert haben, obgleich sich bislang keinerlei ernsthafte Nutzungsalternative für den großen, derzeit weiter für Millionen sanierten Komplex aus drei Gebäuden am Ritterplan abzeichnet.

Museum
 
Städtebauliches Kleinod: Rückansicht des MuseumsFoto: vs

Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der Ratsgruppe, befürchtet deshalb für das Städtische Museum eine ähnliche Entwicklung wie etwa bei den Ausstellungsräumen im Alten Rathaus: „Erst zwängen wir für einen behindertengerechten Zugang mit einem irren Aufwand Fahrstühle in das alte Gemäuer. Dessen vollkommen ungeachtet sollen aber künftig die Ausstellungen inclusive der dafür ausgewiesenen Personalmittel ins Kunstquartier verlagert werden. So scheint es auch beim Museum zu laufen.“

Millionen würden in die Sanierung des großen denkmalgeschützten Komplexes gesteckt „und dann erleben wir vielleicht nur noch ein paar Wechselausstellungen zur Stadtgeschichte im ,Forum Wissen‘ der Universität am Bahnhof“. Das Städtische Museum sei aber ein derartig wichtiges Erbe echten Göttinger Bürgersinns, das es nicht verdient, sich nur als kleines Anhängsel im Universitätsmuseum wiederzufinden. Solche Kritik bedeute jedoch keine Ablehnung des Plans, ein künftiges Ausstellungskonzept des Städtischen Museums eng mit dem „Forum Wissen“ der Universität abzustimmen, um sich so künftig auch sinnvoll zu ergänzen.“

Die Parteiengruppierung bekennt sich „ohne Wenn und Aber“ zum Standort Ritterplan für ein neu zu konzipierendes Museum zur Geschichte der Universitätsstadt Göttingen, heißt es in einer Stellungnahme. Sie unterstützt auch ausdrücklich die Position des Göttinger Geschichtsvereins und verweist zudem auf das eindeutige Ergebnis des großen Workshops, den die Stadtverwaltung zu diesem Thema veranstaltet hat. „Die Fakten liegen jetzt lange genug auf dem Tisch, meint Ratsmitglied Ludwig Theuvsen (CDU) und fordert ein „Ende des Herumlavierens“.

 

Emissionen
Piraten: Rückgang der Radverkehrs
und erhöhte Stickoxidwerte haben dieselbe Ursache

Die Göttinger Piraten sehen einen Zusammenhang zwischen den erhöhten Göttinger Stickoxid-Werten und den gleichzeitig von Ihnen beobachteten rückläufigen Radverkehrszahlen. Sie stützen sich dabei insbesondere auf im neuen eRadschnellweg eingelassene Induktionsschleifen, welche die Radverkehrszahlen zuverlässig erfassen und von den Piraten akribisch analysiert werden. Als eine der Hauptursachen machen sie dabei „unkoordinierte Ampelschaltungen“ verantwortlich, die „teils durchaus anerkennenswerte bauliche Leistungen geradezu torpedieren“.

Sowohl an der Robert-Koch-Straße in Höhe des Klinikums als auch am Christophorusweg, beide Stellen Teil des 2013 neugebauten eRadschnellwegs, wurden 2015 weniger Fahrräder gezählt als 2014. „Eigentlich“, so Mitglieder des Kreisverbandes, „sollte erwartet werden, dass zumindest nach einer gewissen Eingewöhnungsphase eine Steigerung zu beobachten wäre.“ Doch während am Christophorusweg mit einem Minus von 1 Prozent (636.030 in 2014, 630.549 in 2015) der Rückgang noch relativ moderat ausfiel, brachen die Zahlen an der Robert-Koch-Straße (1.212.711 in 2014, 1.075.631 in 2015) um mehr als 10 Prozent ein. Gleichzeitig ermittelten Gutachterbüros bei Verkehrszählungen, die beispielsweise im Zuge der Planung einer eventuellen Verlegung der Bundesstraßen B3/B27 veröffentlicht wurden, weiterhin stetig steigende Zahlen im Pkw-Verkehr, heißt es in einer Mitteilung. Das Resultat seien zunehmende Stickoxid-Werte. Die Stadt tue sich schwer damit, diesen Effekt zu erklären.

„Radverkehr verliert trotz enormer Investitionen und stellenweise guter Fahrbedingungen in der Summe immer mehr an Attraktivität, während Pkw-Verkehr augenscheinlich immer attraktiver wird“, so Friederike Buch, Mitglied des Vorstands und der „Arbeitsgruppe Ampelpiraten“. „Beides hängt zusammen und hat genau dieselbe Ursache: eine seit Jahren verfehlte Verkehrspolitik in der angeblich fahrradfreundlichen Stadt Göttingen.“

Am Weender Tor wurden 2014 die Wartezeiten an den Ampeln für den Rad- und Fußverkehr spürbar verlängert. Bestens gelungen sei der perfekt ausgebaute Radschnellwegabschnitt zwar zwischen Weender Tor und Godehardstraße – doch die Grünphasen seien dort so geschaltet, dass ein Fahrrad auf dem Radschnellweg nicht schneller als 10 km/h fahren kann. Auch im Zuge der Planung des neuen Radschnellwegabschnitts zwischen Groner Tor und Leinebrücke/Rosdorfer Kreisel werde die Fahrtzeit nicht mit in die Planungen eingerechnet – ein fataler Fehler bereits in der Planungsphase, kritisieren die Piraten. Sie stimmen auch nicht der von den Grünen im Bauausschuss Mitte Februar vorgetragenen Ansicht zu, Radfahrer würden eine der vorgeschlagenen Strecken auf jeden Fall akzeptieren, gleich, für welche der Varianten man sich letztlich entscheide: „Die Zahlen im Nordbereich zeigen auf, dass dieser Fall nicht eintritt, und dass die Verkehrsplanung sich vorher ernsthaft bemühen muss, möchte sie Fehlinvestitionen vermeiden.“

 

Bildung
CDU/FDP für Fortführung der Hauptschulen
Ratsgruppe sieht Vorteile bei Flüchtlingskinderintegration
Als Fehler betrachtet die CDU/FDP-Ratsgruppe das von einer Ratsmehrheit beschlossene Aus für die letzten beiden Göttinger Hauptschulen. Gerade für die Integration nicht oder kaum alphabetisierter Kinder böten die Hauptschulen die richtige Schulform mit entsprechend qualifiziertem Personal.

K.-Kollwitz-Schule
Soll abgewickelt werden: Käthe-Kollwitz-Schule in GeismarFoto: vs

Sie wird am Freitag im Rat ein Antrag einbringen, mit dem zumindest geprüft werden soll, ob nicht doch wieder ab dem Schuljahr 2017/18 5. und 6. Klassen an Hauptschulen angeboten werden sollen. „Mit extrem unterschiedlichen schulischen Hintergründen kommen Kinder und Jugendliche aus den vielen internationalen Konfliktherden nach Göttingen. Mit einem entsprechend breit gefächerten Schulangebot würden wir Gymnasien und Gesamtschulen entlasten und auch die Kinder mit geringen Vorkenntnissen nicht überfordern“, begründet Ex-Rektor Thomas Häntsch (CDU), den Vorstoß zur Fortführung der Hauptschulen. „Ganz ohne Zweifel hätten wir mit erfahrenem Lehrpersonal in relativ kleinen Klassen dafür eine sehr gute Integrationschance, die wir nicht aus schulideologischen Gründen bei Seite schieben sollten.“

In Göttingen gebe es im Gegensatz zu allen anderen Städten und Landesteilen nur noch ein 2-Säulen-System, d.h. nur noch Gymnasien und Gesamtschulen. Die zu beschulenden Flüchtlingskinder gehören unterschiedlichen Altersgruppen an und bringen unterschiedliche schulische Voraussetzungen mit: Neben Kindern im Grundschulalter kommen Schüler, die in ihren Herkunftsländern Schulen besucht haben, die unseren Sek I-Schulen entsprechen.

„Diejenigen, die in ihrer Heimat bereits eine Fremdsprache – vorwiegend Englisch – gelernt haben, sind in der Regel bei uns in den SEK I-Schulen zu integrieren, zunächst in speziellen Sprachlernklassen, mutmaßlich später auch in Regelklassen. Für ältere Schülerinnen und Schüler sind die bereits bestehenden Sprachlernklassen-Angebote der BBS – z.B. der Arnoldi-Schule oder des Abendgymnasiums passend“, heißt es in dem Prüfantrag.

Ein besonderes Problem stelle die Unterrichtung der nicht alphabetisierten Kinder jeden Alters dar. Für sie seien nach Auffassung der Ratsgruppe weder die Gymnasien noch andere Sekundarschulen die geeignete Schulform. An den beiden Göttinger Hauptschulen hingegen bestehen seit einigen Jahren umfangreiche Erfahrungen mit Lerngruppen für nicht alphabetisierte Kinder: An der Heinrich-Heine-Schule z.B. sind z.Zt. zwei Klassen für diese Zielgruppen vorhanden. Aber auch an der Käthe-Kollwitz-Schule stünden die Räumlichkeiten und das geeignete Personal zur Verfügung.

Eine Wiedereinrichtung der Klassen 5 und 6 an diesen beiden Schulen biete sich deshalb an. „Es wäre sträflich, die vorhandenen pädagogischen und räumlichen Möglichkeiten nicht zu nutzen, zumal Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr zeigen, dass die weiterführenden Schulen auch schon rein räumlich nicht in der Lage sind, weitere Klassen unter zu bringen“, sind sich die Antragsteller sicher.

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Ausschuss für Allgemeine Angelegenheiten,
Integration und Gleichstellung:
29. August

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Nahmobilitätskonzept
Bürgerinformation am 3. September
Anmeldefrist verlängert / Mit Kinderbetreuung
Die erste öffentliche Bürgerbeteiligung für das Nahmobilitätskonzept findet am Sonnabend, 3. September, statt. Von 10.00 bis 12.30 Uhr soll ein Planungsspaziergang unternommen werden, um die Gegebenheiten vor Ort in Augenschein zu nehmen, Treffpunkt ist der Brunnen am Hiroshimaplatz vor dem Neuen Rathaus. Der Spaziergang endet am Felix-Klein-Gymnasium. Nach einer kurzen Mittagspause mit kleinem Imbiss startet um 13.00 Uhr die „Bürgerwerkstatt“. Meinungen und Ideen zum Thema Nahmobilität in der Südstadt werden dann in der Aula des Felix-Klein-Gymnasiums, Böttingerstraße 17, gesammelt. Das Nahmobilitätskonzept ist ein Initialprojekt aus dem Klimaplan Verkehrsentwicklung. Es soll einen Stadtteil durch Verbesserung der wichtigsten Fuß- und Radwegebeziehungen aufwerten und die dortige Lebensqualität verbessern. Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden. Jeder Interessierte ist willkommen.
Während der Zeit des Workshops hat die Stadt eine Betreuung für Kinder ab drei Jahren eingerichtet: Einer der Klassenräume direkt neben der Aula, in der der Workshop stattfindet, wird mit Spielsachen des „Mobilen Spielzimmers“ ausgestattet und durch eine Kraft der Kindertagespflegebörse Göttingen betreut.
Für bessere Planbarkeit wird bis zum 31. August um Anmeldung zum Planungsspaziergang und/oder der Bürgerwerkstatt gebeten an d.both@goettingen.de, Tel. 400-2945.
→www.goettingen.de/nahmobilitaet
→ www.goettingen.de/klimaplanverkehr

Rutsche am Alten Rathaus
Nicht für Kindern, sondern für Bauarbeiter: die Schuttrutsche, die sich seit seit dieser Woche am Alten Rathaus befindet, um das Dach zu sanieren und für deren Belästigung durch Lärm und Staub sich die Stadt schon mal vorsorglich vielmals entschuldigt, weil es immer ein paar Zeitgenossen gibt, die etwas zu nörgeln haben. Sie soll deshalb auch nur täglich zwischen 7.00 und 11.30 Uhr für eine voraussichtliche Dauer von drei Wochen genutzt werden, teilt die Verwaltung mit – womit hoffentlich werktäglich gemeint ist. Auf dem Arbeitsplan bis zum Winter stehen die Sanierung und Restaurierung des Zinnenkranzes, die Erneuerung und Abdichtung der Dachentwässerung, Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Dachstuhls, die Neueindeckung des Daches und schließlich die Dämmung der obersten Geschossdecke.

Amtsblatt No 16
pdg — Die Wahlbekanntmachung für die Kommunal- und Landratswahl am 11. September, die Jahresrechnung 2014 der Stadt Göttingen und die Entscheidung über die Entlastung des Oberbürgermeisters, die Aufstellungsbeschlüsse für die Bebauungspläne Göttingen - Weende Nr. 59 „Zimmermannstraße“, Göttingen Nr. 249 „Holtenser Berg - Nord“ und Göttingen - Grone Nr. 40 „Greitweg Nord“ werden im aktuellen Amtsblatt für die Stadt Göttingen veröffentlicht (erhältlich ab Montag, 29. August). Außerdem Thema der 16. Ausgabe: die Aufstellungsbeschlüsse für die 100. und 101. Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Göttingen „Zimmermannstraße“ und „Holtenser Berg - Nord“, die Auslegung des Planfeststellungsbeschlusses für die Verlegung der Weende, die Bekanntmachung der Verbandsversammlungssitzung des Sparkassenzweckverbandes sowie die beiden Anlagen „Vergütung für Sachaufwand und Anerkennung der Förderungsleistung in der Kindertagespflege ab 01.08. 2016“ und „Kostenbeiträge für die Kindertagespflege in der Stadt Göttingen ab 01.08. 2016“ zur Satzung der Stadt über die Förderung der Kindertagespflege und die Erhebung von Kostenbeiträgen für die Betreuung von Kindern in Kindertagespflege.
Die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans und der Entwurf der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Leinetal“ waren Thema der vorherigen Ausgabe.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de → Rathaus & OB → Rat & Ortsräte → Amtsblatt zu finden.

Kommunalwahl
Wahlhelfer/innen gesucht
Wahlenpdg — Am 11. September finden in Göttingen die Kommunalwahlen statt. Am Wahltag sollen und müssen in Göttingen wegen der Vielzahl der Wahlen etwa 1.300 Wahlhelfer/innen im Einsatz sein. In diesem Jahr setzt die Stadt vor allem auf das freiwillige Engagement der Göttinger Bevölkerung. 50 Personen fehlen noch, um das Wahlhelfer-Team zu komplettieren. Zehn der 50 noch unbesetzten Positionen sind die der Wahlvorsteher/innen. Hierfür werden Interessierte gesucht, die nach Möglichkeit bereits Erfahrung in Sachen Wahlhilfe gesammelt haben.
Viele der Personen, die sich für Kommunalpolitik interessieren und während vergangener Wahlen als Wahlvorsteher/innen tätig gewesen sind, stehen in diesem Jahr selbst unter den mehr als 500 Kandidaten zur Wahl, um für einen Platz in den verschiedenen Gremien zu kandidieren und können das Ehrenamt daher nicht wieder übernehmen. Damit alle organisatorischen Dinge wie der Versand von Informationsmaterial und Schulungsunterlagen rechtzeitig geklärt werden können, bittet die Stadt Göttingen interessierte Wahlvorsteher/innen, sich bis Donnerstag, 1. September, bei der Gemeindewahlleitung zu melden. Die Stadt weist außerdem darauf hin, dass Personen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, ein Wahlehrenamt aus Altersgründen zwar ablehnen dürfen, aber natürlich trotzdem willkommene Helfer/innen sind. Neben dem guten Gefühl, zur Stärkung der Demokratie beizutragen, wird der Einsatz in der Wahlhilfe auch mit Bargeld belohnt werden: Für die kommende Wahl werden mindestens 40 Euro „Erfrischungsgeld“ gezahlt – je nach Einsatzbereich fällt es sogar noch höher aus. Bei Fragen kann man sich per E-Mail an wahlen@goettingen.de wenden.
Weitere Informationen: www.wahlen.goettingen.de.
Kandidat/innen für den StadtratWeitere Informationen
Kandidat/innen für die OrtsräteWeitere Informationen

Bürgerbegehren
Landesregierung lehnt Eingabe ab
Die rot-grüne Landesregierung in Hannover hat die gemeinsam von Junger Union und Piraten eingereichte Eingabe zur Erleichterung von Bürgerbegehren in Göttingen abgelehnt. Sie hatten Ende Juni beim Innenministerium im Zusammenhang mit der geplanten Novelle des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) angeregt, das Quorum für Bürgerbegehren abzusenken. In der Ablehnung heißt es, „dass wir in der Bundesrepublik in einer repräsentativen Demokratie leben, das bedeutet, dass in erster Linie die von den Bürgerinnen und Bürgern gewählten Vertretungen die Entscheidungen treffen.“

Sanierung Jüdenstraße
Piraten kritisieren Informationsdefizit
Die Göttinger Piraten kritisieren die Kommunikationspolitik der Stadt im Sanierungsgebiet Jüdenstraße/Rote Straße. Obwohl ein Bürgerworkshop, der im Raatssaal des Neuen Rathauses am Mittwoch 7. September um 18.00 Uhr stattfinden soll, bereits am 4. August in der Bauausschuss-Sitzung angekündigt wurde, sei dieser Termin bis heute nicht auf der Homepage der Stadt zu finden. Die Anlieger der betroffenen Straßen seien bislang auch nicht über die bevorstehenden Planungen und die Möglichkeit informiert worden, sich im Rahmen dieses Bürgerworkshops an den Planungen zu beteiligen. Frühere Sanierungsvorhaben, etwa in der Düsteren Straße, hätten für Geschäftsleute zum Teil dramatische Folgen nach sich gezogen.Weitere Informationen

Neues Statistik-Journal
Focus: Göttingen besonders frauenfreundlich
Statistikpdg — Göttingen ist die frauenfreundlichste Stadt in Niedersachsen – mit diesem Ergebnis schließt eine Studie des Magazins Focus ab. Auch damit beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe der Veröffentlichung „Göttinger Statistik - Journal“ des Referats Statistik und Wahlen der Stadt, die jetzt in elektronischer Form erschienen ist. Das Journal für das 1. Quartal des Jahres 2016 präsentiert Daten und Fakten zur Stadt Göttingen. Zweites Rahmenthema der Ausgabe: „Busse und Bahnen 2015“. Allein die Fahrzeuge der Göttinger Verkehrsbetriebe legten im Jahr 2015 zusammen mehr als vier Millionen Kilometer zurück – 109 Mal um die Erde.
Alle Informationen finden sich im aktuellen Heft 1/2016, das unter „Statistische Publikationen“ bei www.goesis.goettingen.de heruntergeladen werden kann. Dort gibt es weitere Veröffentlichungen des Referats und eine Vielzahl an Daten zur Stadt, auch mit kleinräumigen Bezügen sowie zahlreichen Zeitreihen.

Wahl-o-mat vom BUND
WahlenFür den BUND Göttingen ist die Wahl ein Anlass, den Kandidaten zu wichtigen aktuellen und regionalen Naturschutz- und Umweltthemen einige Fragen zu stellen. Mit den „Wahlprüfsteinen“ möchte die Kreisgruppe umwelt- und naturschutzinteressierten Wähler/innen eine Hilfe für die Wahlentscheidung geben. Die Fragen sind bereits unter www.bund-goettingen.de einzusehen. Die Antworten der Parteien sollen in der ersten Septemberwoche veröffentlicht werden.

Städtische Wohnungsbau
2.8 Mio Euro erwirtschaftet
Die Städtische Wohnungsbau GmbH Göttingen, eine im Mehrheitsbesitz der Stadt befindliche Gesellschaft, hat im vergangenen Jahr ein Betriebsergebnis von 2.8 Mio Euro erzielt. Aus dem jetzt vorgelegten Geschäftsbericht für 2015 geht außerdem hervor, dass sie aktuell über 4.595 Wohneinheiten verfügt mit einer Leerstandsquote von 0,1 Prozent – ein Wert weit unter dem bundesweiten Durchschnitt. Obgleich im vergangenen Jahr 11,7 Mio Euro investiert wurden, beträgt sich die durchschnittliche Wohnungsmiete lediglich 4,87 Euro.Weitere Informationen

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

IAB-Prognose
Drastischer Rückgang
der Flüchtlingsmigration

Vor dem Hintergrund der stark gefallenen Flüchtlingszahlen geht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von einem Rückgang der Flüchtlingszuwanderung im laufenden Jahr um etwa zwei Drittel gegenüber dem Vorjahr aus. „Sofern sich die politischen Rahmenbedingungen nicht ändern, könnten im Verlauf des Jahres 2016 300.000 bis 400.000 Flüchtlinge zuziehen. Diese Einschätzung steht aber unter dem Vorbehalt, dass das Türkei-Abkommen und die Schließung der Balkanroute Bestand haben“, erklärte der IAB-Arbeitsmarktforscher Herbert Brücker. Im Jahr 2015 wurden 1,1 Millionen Flüchtlinge erfasst. Unter der Berücksichtigung von Doppelzählungen, Weiter- und Rückreisen schätzt das IAB die Nettozuwanderung von Flüchtlingen im Jahr 2015 auf 900.000.Weitere Informationen

Mindestlohn
Eher Preiserhöhungen als Entlassungen
Die vom Mindestlohn betroffenen Betriebe haben eher die Preise erhöht als Personal entlassen. Rund 18 Prozent der vom Mindestlohn betroffenen Betriebe führten Preiserhöhungen durch. Das zeigen die Daten des IAB-Betriebspanels, einer repräsentativen Befragung von mehr als 16.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Weitere Informationen

Internet-Kriminalität
Perfide Täuschung mit angeblicher Bewerbung
Bewerbungs-MailEine neue Masche haben sich Internet-Ganoven mit einer angeblichen Bewerbung per E-Mail ausgedacht, mit der sie bevorzugt Unternehmen ködern wollen. „Anbei erhalten Sie meine Bewerbung für Ihre bei der Arbeitsagentur ausgeschriebene Stelle“, heißt es darin so oder so ähnlich. „Warum ich die Stelle optimal ausfüllen kann und Ihrem Unternehmen durch meine Erfahrung zahlreiche Vorteile biete, entnehmen Sie bitte meinen ausführlichen und angehängten Bewerbungsunterlagen. Ich freue mich, wenn ich mich Ihnen noch einmal persönlich vorstellen kann.“
Es folgt ein freundlich-symphatisches 08-15-Agenturbild, das ebenso als Anhang beigefügt ist wie vermeintliche Bewerbungsunterlagen als komprimierte Zip-Datei. Und die hat es buchstäblich „in sich“, zumal man mit ihrem Inhalt erst nach dem Entpacken und auch dann erst mit dessen fatalen Auswirkungen konfrontiert wird. Unternehmer, die tatsächlich Stellen über das Arbeitsamt ausgeschrieben haben, könnten leicht darauf hereinfallen.
Wer nicht schon bereits beim Lesen einer solchen E-Mail stutzig wird sollte versuchen, den Absender ebenfalls per E-Mail zu kontaktieren. Fordern Sie ihn auf, seine Unterlagen per Post oder per Fax zuzusenden, wenn Sie an seiner Seriösität zweifeln. Wenn diese E-Mail dann als unzustellbar zurückkommt, und das tut sie in aller Regel, sind Sie noch einmal davongekommen und müssen die Festplatte nicht neu formatieren – vorausgesetzt, Sie haben die Finger von den Anhängen gelassen.

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Sommerloch
Erstmals in diesem Jahr stieg die Zahl der Arbeitslosen in Südniedersachsen wieder an: Im Juli waren im Agenturbezirk Göttingen 14.526 Menschen arbeitslos gemeldet, 529 bzw. 3,8% mehr als im Juni. Allerdings liegt der Wert weiterhin unter der Zahl des Vorjahresmonats. Damals waren 302 Menschen (2,0%) mehr arbeitslos als im zurückliegenden Monat.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt
Auch nach Brexit-Votum: Aussichten gut
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Juli zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) legte um 0,4 auf jetzt 103,2 Punkte zu. Sowohl die Aussichten für die Beschäftigung als auch für die Arbeitslosigkeit verbessern sich.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie
EU-Kommission höhlt Umweltschutz aus
RegenwaldKleiner FuchsFoto: vs
Verstummen bald Kiebitze und Uferschnepfen für immer? Ist der Flug von vielen Schmetterlingsarten bald Vergangenheit? Zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenspezies in Europa sind gefährdet. Vor drei Jahren lebten hierzulande höchstens noch 4.000 Uferschnepfen-Paare. Von Kiebitzen waren maximal 100.000 Paare übrig. Tendenz fallend. Dramatisch ist auch die Entwicklung bei den Schmetterlingen. Ihre Zahl ist um 40 Prozent eingebrochen. Trotzdem höhlt die EU-Kommission den Umweltschutz aus und plant, zwei wichtige Richtlinien zu verwässern. Die Vogelschutzrichtlinie und die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie sollen nach Kommissionsplänen abgeschwächt werden. Dabei sind schon heute viele Schutzgebiete in einem beklagenswerten Zustand. Um den Artenschwund zu stoppen, ist eine Verschärfung des Naturschutzes dringend geboten. Bitte fordern Sie die EU-Kommission auf, den Naturschutz zu stärken, statt ihn Wirtschaftsinteressen zu opfern:
www.regenwald.org

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Beruf und Karriere

Chemiestudium
Schnupperpraktikum für Schülerinnen
pug — Für Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10 und 11 an Gymnasien veranstaltet die Fakultät für Chemie der Universität Göttingen in den Herbstferien ein Schnupperpraktikum. Vom 4. bis 6. Oktober erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, das Chemiestudium, die Göttinger Fakultät und die späteren beruflichen Möglichkeiten in der Chemie zu erkunden. Auf dem Programm stehen praktische Versuche im Labor, populärwissenschaftliche Vorträge sowie Besuche in den Arbeitskreisen der Institute. Eine Vorstellung von Berufsbildern in der Chemie sowie Informationen zum Chemiestudium runden das Praktikum ab.
Betreut werden die Teilnehmerinnen in kleinen Gruppen von Assistent/innen sowie Studierenden, die persönliche Erfahrungen und Tipps weitergeben. „Wir wollen den jungen Frauen die Möglichkeit geben, sich ausführlicher als in der Schule mit der Wissenschaftsdisziplin Chemie zu beschäftigen und vielleicht auch einen entsprechenden Schwerpunkt bei den Kurswahlen der Oberstufe zu legen“, sagt Prof. Dr. Thomas Waitz, Studiendekan der Fakultät für Chemie. „Und natürlich wird auch der Spaß an der Wissenschaft und am Experimentieren nicht zu kurz kommen.“
Anmeldung bis 9. September unter Telefon 39-22799 oder per E-Mail: dekanat@chemie.uni-goettingen.de. Die Teilnahme ist kostenlos, die Anzahl der Plätze auf 60 begrenzt.

Gesundheitswesen
Interprofessionelle Ausbildung
Stiftung fördert neues Lehrkonzept
umg/hawk — Die Robert-Bosch-Stiftung fördert die Testphase eines neuen Lehrkonzeptes der Universitätsmedizin Göttingen und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst zur interprofessionellen Ausbildung im Gesundheitswesen. In neu entwickelten Lehreinheiten zu den Themen „Professionen im Gesundheitswesen“ und „Interprofessionelle Zusammenarbeit“ lernen Studierende unterschiedlicher Studiengänge gemeinsam an praktischen Beispielen, wie alle an der Krankenversorgung beteiligten Personen zusammen die besten Lösungen für die Probleme ihrer Patienten erarbeiten können. Dadurch sollen die Lernenden für interprofessionelle Fragestellungen und Lösungsansätze sensibilisiert werden.Weitere Informationen

Hospizhelfer
Grund- und Aufbaukurs
Das Ambulante Hospiz an der Lutter bietet einen Kurs für die Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizhelfer an. Beginn ist am 31. August. Anmeldungen dazu sind ab sofort möglich.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• Leitungs- vs. Mineralwasser
• Maschinengeschirrspülmittel
• Tablets

Neue Bücher für Verbraucher
Suppen aus aller Welt

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de beanstandet die Verbraucherzentrale aktuell folgende Produkte wegen irreführender oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Penny to Go Saft Aprikose-Kürbis
• Allos Amaranth-Butterkeks

• Labeyrie Garnelen-Kranz abgemahnt
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen
Eine Reihe von Änderungen bei der Deklaration einer Vielzahl von Produkten hat die Verbraucherzentrale inzwischen erwirkt oder auch gerichtlich erzwungen. Entsprechende Informationen darüber finden Sie direkt unter
www.lebensmittelklarheit.de

Amazon, Apple und Spotify
Kundenbenachteiligen in den AGBs
Die großen Musikstreamingdienste Amazon, Apple und Spotify benachteiligen ihre Kunden in den Datenschutzerklärungen und AGBs. Das ist das Ergebniss eines Tests von elf Streamingdiensten, der in der September-Ausgabe der Zeitschrift test erschienen ist. Überraschender Sieger ist deswegen ein eher unbekannter Anbieter.Weitere Informationen

Pokémon-Go Spieler
Zusatzversicherung unnötig
Der Versicherer Barmenia hat gemeinsam mit dem InsurTech Startup KASKO die „Unfallversicherung Trainer-Schutz“ auf den Markt gebracht, die unter anderem mit der Unfallgefahr beim Spiel „Pokémon-Go“ wirbt. Die Stiftung Warentest hat sich das Angebot angesehen und kommt zu dem Ergebnis, dass ein extra Unfallschutz für Pokémon-Spieler nicht notwendig ist. Denn wer schon eine Unfallversicherung hat, braucht keine zusätzliche Police. Wer eine abschließen möchte, sollte gleich einen umfassenden Schutz wählen. Testergebnisse von Unfallversicherungen: www.test.de/unfallversicherung

Fake Shops
Geld weg und Ware nicht geliefert
Kurzfilm entlarvt raffinierte Tricks
Bei der Online-Jagd nach Schnäppchen landen viele Verbraucher in Fake Shops. Sie bestellen dort Ware, die anschließend gar nicht, oder nur in minderwertiger Qualität geliefert wird. Dabei haben die Konsumenten bereits per Vorkasse bezahlt. Ein kurzer Erklärfilm der Verbraucherzentrale zeigt, woran Verbraucher Fake Shops erkennen.Weitere Informationen

Verbraucherzentrale
Marktwächter Energie mahnt Care-Energy ab
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen geht rechtlich gegen die Care-Energy Management GmbH vor. Nach dem Lieferstopp in zahlreichen Bundesländern hat die Unternehmensgruppe Care-Energy ihr Angebot neu strukturiert. Damit die Kunden wieder mit Strom versorgt werden können, werden sie aufgefordert, einen neuen Vertrag abzuschließen und neue Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) zu akzeptieren. Diese AGB sind aus Sicht der Verbraucherzentrale jedoch höchst problematisch, da sie eine Vollmacht enthalten, mit der Kunden zahlreiche Rechte an Care-Energy übertragen. Wie weit die Befugnisse genau gehen, ist nicht einmal eindeutig zu erkennen. Bereits Anfang Juli hatte der Marktwächter Energie erstmals vor den neuen AGB von Care-Energy und der darin enthaltenen Vollmacht gewarnt.

Virtuelle Währungen
Hohe Risiken von OneCoin und SwissCoin
Vor hohen Risiken bei den virtuellen Währungen OneCoin und SwissCoin warnt die Zeitschrift Finanztest. Ihre Anbieter ahmen die virtuelle Währung Bitcoin nach und wollen von ihrer Bekanntheit profitieren. Käufern droht die Gefahr des Totalverlustes. Die Stiftung Warentest hat deshalb OneCoin und SwissCoin auf ihre Warnliste gesetzt.Weitere Informationen

Eigenbedarf
Wann Mieter ausziehen müssen
Wenn der Vermieter die Wohnung selbst braucht, müssen Mieter ausziehen. Doch in besonderen Härtefällen können sie der Kündigung widersprechen. Chancen zu bleiben haben vor allem alte oder kranke Menschen, die schon lange in der Wohnung leben. Und wenn die Wohnung erst nach Abschluss des Mietvertrags in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde, kann den Mietern in vielen Großstädten erst nach mehreren Jahren wegen Eigenbedarfs gekündigt werden. Welche Rechte für Mieter und Vermieter gelten, wird in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest beschrieben. Abrufbar ist der Artikel auch unter www.test.de/eigenbedarf.

Widerrufsrecht
Verbraucherzentrale sammelt Erfahrungen
Immer wieder gibt es Ärger, weil Verbraucher ihre Rechte nicht kennen und Anbieter die Situation manchmal ausnutzen. Um zu erfahren, welche Erfahrungen, Kenntnisse und Probleme Verbraucher im Zusammenhang mit dem Widerrufsrecht haben, hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen eine Umfrage gestartet. Verbraucher können sich noch bis Mitte September daran beteiligen.Weitere Informationen

Private Krankenversicherung
Wer sich nicht wehrt, zahlt selbst
Was Privatpatienten tun können, wenn die Versicherung die von ihnen bezahlten Behandlungskosten nicht oder nur teilweise erstattet, listet die Zeitschrift Finanztest in ihrer August-Ausgabe auf. Die Versicherungsexperten der Stiftung Warentest erklären, worauf Versicherte Anspruch haben und wie sie ihre Forderungen durchsetzen können, hat die Zeitschrift Finanztest ermittelt.Weitere Informationen

Flugbuchungsportale
Tickets oft teurer als bei der Airline
Bei vielen Flugbuchungsportalen ist ein Ticket teurer, als wenn es direkt bei der Airline gebucht wird. Auch die Stornierungsbedingungen sind schlechter. Da die Fluggesellschaften keine Provisionen bezahlen, müssen die Portale anderweitig Geld verdienen und drängen den Kunden Versicherungen und weitere Reisebausteine auf. Keines der von der Stiftung Warentest geprüften Flugportale bot bei den Testbuchungen eine gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsmöglichkeit.Weitere Informationen

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Gesellschaft

Nachbarschaftszentrum Grone
Internationale Spiel- und Kontaktgruppe
Die Internationale Spiel- und Kontaktgruppe „Griffbereit“ im Nachbarschaftszentrum Grone hat wieder freie Plätze. Die Gruppe ist für Familien aus allen Kulturen mit Kindern im Alter von 1–3 Jahren offen. Immer montags von 10.00 bis 11.30 Uhr singen, spielen, basteln und haben sie Spaß miteinander. Die Teilnahme ist kostenlos.
Nachbarschaftszentrum Grone; Deisterstraße 10 (Bus 32).

Gesundheit
Sturzprophylaxe für Senioren
„Standfest durch den Alltag“ der Titel eines Präventionskurses zur Vermeidung von Stürzen für ältere Menschen, den das Geriatrische Zentrum des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende von 7. September bis 9. November jeweils mittwochs von 11 bis 12 Uhr anbietet. Zu den Kursinhalten gehören kurze Vorträge zu Themen wie „Der Sturz aus Sicht der Medizin“, „Die Angst vor dem Sturz – ein Teufelskreis“ oder eine Beratung in puncto Hilfsmittel. Im praktischen Teil lernen die Teilnehmer den „sicheren“ Fall. Sie können Bewegungserfahrungen am Boden machen und das „Wieder-Aufstehen“ üben. Der Kurs richtet sich an mobile Senioren.
Info und Anmeldung bei Ruth Tönsmann, Tel. 5034-1611.

Diskriminierung
So wehren sich Betroffene
Wer sich aufgrund von Alter, sexueller Identität, ethnischer Herkunft, Geschlecht oder Behinderung diskriminiert fühlt, muss dies nicht hinnehmen. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gibt Betroffenen die Möglichkeit, auf Unterlassung, Gleichbehandlung und Kompensation der erlittenen Schäden zu klagen. Wird zum Beispiel einem Dunkelhäutigen bei einer Wohnungsbesichtigung gesagt, dass die Hausverwaltung nicht an Ausländer vermietet, kann der Interessent Schadensersatz und Schmerzensgeld fordern.Weitere Informationen

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Brand in Kompostanlage „Königsbühl“
kl — In den frühen Nachmittagsstunden des Sonntags (28.08.) wurden dunkle Rauchschwaden über der Kompostanlage „Königsbühl“ gesichtet. Aus bislang unbekannter Ursache gerieten vermutlich Kompostabfälle der Deponie in Brand und schlugen im Folgenden auch auf eine angrenzende Betriebshalle über. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig und werden sich vermutlich noch über eine längere Zeit hinziehen. Es ist von einem Milionenschaden auszugehen.

Lebensmitteltransporter rausgefischt
kl/jk — Bei einer gemeinsamen Kontrollaktion haben Experten der Autobahnpolizei Göttingen und des Veterinär- und Verbraucherschutzamtes des Landkreises Göttingen von Montag bis Donnerstag dieser Woche (22. bis 25.08.) gezielt Lebensmitteltransporte unter die Lupe genommen. Die Bilanz spricht für sich: von den insgesamt 33 kontrollierten Fahrzeugen waren lediglich drei ordnungsgemäß.

VW T5 in Weende gestohlen
jk — In der Ludwig-Prandtl-Straße in Göttingen-Weende haben Unbekannte am Donnerstag (25.08.) im Laufe des Nachmittags einen auffälligen weißen VW T5 mit GÖ-Kennzeichen gestohlen.

Mit geklautem Rad zum Bruch
lü — Ein noch unbekannter Einbrecher ist gestern Abend (24.08.) in ein Mehrparteienhaus im Karolinenweg eingedrungen und hat im Keller einen dort befindlichen Münzautomaten einer Waschmaschine aufgebrochen. Zum Tatort war der Einbrecher offenbar mit einem gestohlenen E-Bike gekommen.

Drei Einbrüche in Rosdorf in einer Nacht
lü — Unbekannte sind in der Nacht zu Dienstag (23.08.) in drei Lokalitäten in Rosdorf eingedrungen und haben Wertgegenstände gestohlen.

Einbrecher stehlen Bargeld
lü — Unbekannte sind in der Nacht zu Dienstag (23.08.) durch ein Fenster in eine Gaststätte in der Goetheallee eingedrungen.

Unfall Bürgerstraße / Wiesenstraße:
Zeugen gesucht

lü — Bei einem Verkehrsunfall auf der Bürgerstraße in Höhe der Fußgängerfurt Wiesenstraße ist am vergangenen Samstag (20.08.) eine Fußgängerin durch einen Pkw angefahren und leicht verletzt worden. Jetzt wird ein dritter Unfallbeteiligter gesucht.

Baucontainer aufgebrochen
lü — Unbekannte haben am vergangenen Wochenende (19. bis 22.08.) auf zwei verschiedenen Baustellen im Stadtgebiet Göttingen insgesamt acht Bau-Container gewaltsam geöffnet und daraus diverse Gerätschaften entwendet.

Zeche geprellt, Polizisten angegriffen
lü — Nach einem Zechbetrug in einer Diskothek in der Weender Landstraße hat ein 23-jähriger eingesetzte Polizeibeamte angegriffen und zwei von ihnen verletzt.

Einbruch in Wohnhaus und Gaststätte
lü — In ein Wohnhaus und eine Gaststätte sind Unbekannte in der Nacht zum 20.08. gewaltsam eingedrungen und haben nach ersten Erkenntnissen Schmuck, Bargeld und Computerelektronik gestohlen.

Fünf Brände in einer Nacht
lü — Insgesamt fünf kleinere Brände sind der Göttinger Polizei in der Nacht zum Sonntag (21.08.) gemeldet worden. Die Feuerwehr konnte die Brände jeweils schnell löschen. Es blieb bei Sachschäden.

Rote Straße: Linke üben Selbstjustiz
jk — Das Fotografieren eines vornehmlich von Angehörigen der linken Szene genutzten Wohnkomplexes in der Roten Straße hat am Dienstagabend (16.08.) gegen 19.20 Uhr für einen 23 Jahre alten Göttinger, eine 21 Jahre alte Frau und einen weiteren 23 Jahre alten Begleiter mit der Flucht in einen Imbiss am benachbarten Wilhelmsplatz geendet.

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