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    Spacer 27.02.2017 0:58 SpacerOptimiert für das Format 16:9    
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Junges Theater
Gastspiel in der JVA
Zum Auftakt der Feierlichkeiten anlässlich des 10jährigen Bestehens der JVA Rosdorf gastiert das Junge Theater Göttingen am 28. Februar mit einer special edition der Musikshow Tausendmal berührt! mit Songs von Grönemeyer, BAP, Udo Lindenberg und vielen anderen Stars der deutschen Rockmusik in der JVA Rosdorf.
Karten gibt es zum Einheitspreis von 10 Euro ausschließlich an der Kasse des Jungen Theaters. Aus Sicherheitsgründen können nur personalisierte Eintrittskarten verkauft werden. Interessenten müssen sich beim Kauf der Karten sowie beim Einlass in die JVA mit einem gültigen Dokument (Reisepass, Personalausweis) auszuweisen. Die Mitnahme von Handys, Fotoapparaten, Schusswaffen, Pfefferspray sowie Hieb- und Stichwaffen ist nicht erlaubt, den Anweisungen der Mitarbeiter Folge zu leisten.

Städtisches Museum
Katharina und Erich I.
Am Sonntag, 5. März (15.00 Uhr) liest die Göttinger Historikerin Helga-Maria Kühn aus ihrem Buch „Katharina und Erich I., 1496–1524. Eine Fürstenehe auf Augenhöhe“. Die sächsische Prinzessin und verwitwete, kinderlose Erzherzogin von Österreich verstarb am 24. Februar 1524 während der Fastnachtsfeiern in Göttingen. Ihre letzte Ruhe fand sie in Hann. Münden. →Veranstaltungen

Open-Air am KWP
Vorverkauf beginnt
pdg — Das Programm für das Open Air im Kaiser-Wilhelm-Park (KWP) nimmt Formen an. Fest steht: Max Giesinger ist ebenso dabei wie die Band Earth, Wind & Fire Experience feat. Al McKay Allstars. Der Vorverkauf startet bereits am Montag, 27. Februar, an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Kinder bis 14 Jahren haben in Begleitung eines Erziehungsberechtigten freien Eintritt. Die Tageskarte gibt es für 25,00, den Festivalpass für 40,00 Euro jeweils zuzüglich Vorverkaufsgebühr. In diesem Jahr bietet der Fachdienst Kultur einen Frühbucherrabatt, damit sich der Kartenkauf auch lohnt. Die ersten 100 Tageskarten pro Festivalabend gibt es für einen vergünstigten Preis von 15,00 € zzgl. VVK-Gebühr.
Max Giesinger ist am 18. August im Rahmen seiner „Der Junge, der rennt“ Sommer-Tour live zu erleben. Seine Single aus dem aktuellen Album „Wenn sie tanzt“ ist ein Megahit – nach „80 Millionen“ ein weiterer Clou. Giesinger überzeugt durch seine markante Stimme und seine energiegeladenen Live-Auftritte.
Einen weiteren Höhepunkt konnten die Veranstalter für den 19. August verpflichten: die Band Earth, Wind & Fire Experience feat. Al McKay. Dreizehn erstklassige Musiker um den Gitarristen und fünffachen Grammy-Gewinner Al McKay werden die KWP-Bühne mit tanzbarer Soulmusik der legendären Band „Earth, Wind & Fire“ fluten. Welthits wie September, Best of my Love, Sing a Song u.v.m. sind zu Klassikern geworden.

Kunstsammlung
Spende ermöglicht Restaurierung
pug — Eine Spende hat die Restaurierung eines Gemäldes des niederländischen Malers Jan Victors (1619 bis 1679) in der Kunstsammlung der Universität Göttingen ermöglicht. Das signierte Gemälde „Rast vor der Schenke“ stammt aus der Zeit um 1650 und war erheblich beschädigt.Weitere Informationen

Händel-Festspiele
Vorverkauf beginnt
Ab Montag, 13. Februar, gibt es Karten für die Festspiele 2017. Inspiriert vom großen Reformationsjubiläum stehen die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2017 unter dem Motto „Glaube und Zweifel“. Die historische Figur Martin Luther ist dabei allerdings nur Ausgangspunkt für die Fragestellung, was Glauben im religiösen wie im übertragenen Sinne als Überzeugung für uns heute bedeutet. Mit der Brockes-Passion, den Oratorien Israel in Egypt und Luther in Worms sowie dem Konzert des Ensembles Concerto Romano mit katholischer Kirchenmusik von Händel und seinen italienischen Zeitgenossen spielt die sakrale Musik im Programm der Festspiele 2017 eine besondere Rolle.Weitere Informationen

Universität
Sammlungen erzählen
Sonntagsspaziergänge mit
neuem Programm und Tageskarte

pug — „Sammlungen erzählen …“ heißt es im neuen Programm der Sonntagsspaziergänge: Mit einer originellen Art von Führung und mit einer Tageskarte wollen sechs Sammlungen der Universität Göttingen in diesem Jahr weitere Besucher/innen anlocken. Mit dem Ticket können Interessierte alle sechs Sammlungen der Sonntagsspaziergänge besichtigen, es gilt an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen und kostet sechs Euro. „Damit ist der Eintritt insgesamt sehr viel günstiger“, weist Marie Luisa Allemeyer, Direktorin der Zentralen Kustodie, auf die Vorteile hin.Weitere Informationen

 
Wissenschaft

Forschungsstipendium
Regionale Waldpolitik in Afrika
pug — Regionale Waldpolitik in Afrika ist das Thema eines Forschungsaufenthaltes des Forstwissenschaftlers Dr. Symphorien Ongolo Assogoma an der Universität Göttingen. Dr. Ongolo forscht ab März an der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, wo er mit Dr. Lukas Giessen und Prof. Dr. Max Krott in der Abteilung für Forst- und Naturschutzpolitik zusammenarbeiten wird. Zurzeit ist er am Center for International Forestry Research (CIFOR) in Yaounde, Kamerun, beschäftigt. Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt seinen Aufenthalt in Göttingen mit einem zweijährigen Forschungsstipendium.Weitere Informationen

EU-Projekt
Artenvielfalt durch
landschaftliche Aufwertung

pug — Wissenschaftler der Universität Göttingen sind an einem neuen EU-Projekt zur Artenvielfalt in Agrarlandschaften beteiligt. Die Forscherinnen und Forscher untersuchen in fünf Ländern Europas, inwiefern sich die landschaftliche Aufwertung von Lebensräumen auf die Artenvielfalt auswirkt. Im Zentrum des Projekts steht das Rebhuhn, dessen Bestand seit 1980 um rund 94 Prozent zurückgegangen ist.Weitere Informationen

Herz-Kreislauf-Forschung
Herzgewebe aus Stammzellen
umg — Forschern der Universitätsmedizin Göttingen am Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Standort Göttingen, ist es erstmals gelungen, aus Stammzellen schlagende Herzgewebe für eine klinische Prüfung herzustellen.Weitere Informationen

Smart Home
Primaten Versuchskaninchen
für intelligente Hausvernetzung

pug — Menschen können Handlungen und ihre Folgen gedanklich durchspielen und somit planvoll agieren; auch bei Affen haben Wissenschaftler dieses Vorgehen beobachtet. Solche Möglichkeiten proaktiven Handelns fehlen bislang größtenteils bei technischen Systemen, zum Beispiel bei computergestützten Anwendungen für den Alltag. Ein internationales Forscherteam will nun die Nervenaktivitäten bei Primaten während komplexer Handlungen als Modell für die Entwicklung proaktiver Steuerungsbefehle für Geräte in einem vernetzten Haus verwenden.Weitere Informationen

Ethnologischen Sammlung
Geschenk: 150 Neuzugänge
Inuit-Skulpturenpug — Dr. Norbert Wieczorek, ehemaliger Göttinger Student, hat der Ethnologischen Sammlung mehr als 150 Objekte von überwiegend aus Kanada stammenden Inuit-Künstlern übertragen. Die Sammlung setzt sich aus 139 zumeist aus Speckstein gefertigten Skulpturen, dreizehn Grafiken bestehend aus Stein- und Schablonendrucken sowie Handzeichnungen zusammen. „Die Schenkung wird den Bestand der Ethnologischen Sammlung, die bereits eine kleine, aber historisch bedeutende, überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammende Sammlung aus Alaska und der östlichen Arktis besitzt, wesentlich ergänzen“, so Dr. Michael Kraus, Kustos der Ethnologischen Sammlung. Die über Jahre liebevoll angelegte Privat-Sammlung verdeutliche das künstlerische Schaffen ihrer Hersteller und spiegele zugleich in zahlreichen Beispielen die Auseinandersetzung mit mythologischen Wesen wie der Meeresgöttin Sedna wider. Darüber hinaus sei sie ein Dokument der Prozesse kultureller Veränderungen in der Region im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts.

Intensivlandwirtschaft
Arten verschwinden,
Pflanzenfraß bleibt

pug — Intensive landwirtschaftliche Nutzung führt zu einer zunehmenden Fragmentierung der Landschaft und zu immer kleiner werdenden Lebensräumen, in denen sich immer weniger Tier- und Pflanzenarten finden. Das betrifft auch pflanzenfressende Insekten, bei denen insbesondere die Spezialisten betroffen sind. Agrarökologen der Universität Göttingen haben nun anhand einer umfassenden Literaturauswertung herausgefunden, dass in diesen „Lebensrauminseln“ zwar immer weniger Pflanzenfresserarten vorkommen, die Ausmaße des Pflanzenfraßes insgesamt aber nicht abnehmen.Weitere Informationen

Stadtgrün
Unterschiedliche Bewertung
durch Experten und Laien

pug — In dicht besiedelten Städten sind Parks und andere Grünflächen von besonderer Bedeutung. Sie verbessern die Stadtluft, bringen Ruhe und tragen zum Wohlergehen der Menschen bei. Allerdings werden die begrenzten Grünflächen im städtischen Raum von vielen Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen genutzt. Agrarökologen der Universität Göttingen haben herausgefunden, dass Laien und Experten ein unterschiedliches Verständnis der kulturellen Ökosystemleistungen des Stadtgrüns besitzen.Weitere Informationen

Alzheimer
Neue Wirkstoffe
kritisch hinterfragt

umg — Die Alzheimer-Krankheit ist unheilbar. Neue Wirkstoffe richten sich zumeist gegen Protein-Ablagerungen aus Beta-Amyloid. Diese „Alzheimer-Plaques“ gelten als ein untrügliches Zeichen der Alzheimer-Krankheit. Studienergebnisse der letzten Jahre zeigen jedoch, dass diese Wirkstoffe bislang keinen Erfolg bringen. Der Göttinger Wissenschaftler Oliver Wirths hat eine mögliche Erklärung für das Scheitern gefunden. In einem Grundlagenforschungsprojekt will er nun seine Hypothese überprüfen.Weitere Informationen

Staats- und Uni-Bibliothek
Forschungsprojekt zum Barock
Französische Kunst und Architektur
im Spiegel deutscher Reiseberichte

pug — Die Reisen deutscher Architekten und Diplomaten, die um die Wende des 17. und 18. Jahrhunderts die französische Hauptstadt Paris und den Hof von Versailles besuchten, sind Gegenstadt eines neuen deutsch-französischen Forschungsprojekts mit Beteiligung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen sechs zwischen 1685 und 1723 verfasste Reiseberichte, die kunsthistorisch fundierte Ansichten zur französischen Kunst und Architektur ihrer Zeit enthalten. Die Projektleitung hat die Université de Reims Champagne-Ardenne inne, beteiligt sind neben der SUB das Centre de Recherche du Château de Versailles und das Deutsche Forum für Kunstgeschichte in Paris.Weitere Informationen

Photovoltaik
Neuer Wirkmechanismus
Völlig neuer Typus von Solarzellen
pug — Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Grundlagen für einen völlig neuen Typus von Solarzellen entwickelt. Die neue Methode wandelt jenseits der herkömmlichen Wirkmechanismen Infrarotlicht in elektrische Energie um. Der Wirkmechanismus der Festkörper-Solarzelle besteht aus dem Mineral Perowskit und beruht auf sogenannten Polaron-Anregungen. Das sind kombinierte Anregungen von Elektronen und Gitterschwingungen des Festkörpers. Beteiligt an der Entwicklung der neuartigen Methode sind Forscher der Universität Göttingen, des Göttinger Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, der Technischen Universität Clausthal und vom Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg.Weitere Informationen

Kolumbien
Göttinger Rechtswissenschaftler
begleiten Friedensprozess

pug — Die Universität Göttingen gehört zu den deutschen Universitäten, die am Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstitut (DKFI) beteiligt sind, das nun mit Förderung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes aufgebaut wird. Die Universität Göttingen ist am DKFI durch Prof. Dr. Kai Ambos, Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL), und Prof. Dr. José Martínez, Institut für Landwirtschaftsrecht, vertreten. Am 12. und 13. Januar 2017 diskutierte Prof. Martínez in Bogotá mit Vertretern der beteiligten deutschen und kolumbianischen Universitäten und Vertretern der Zivilgesellschaft über zentrale Handlungsfelder und nahm an der Auftaktveranstaltung mit Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier teil.Weitere Informationen

Partnerschaft
Volkswagen/Göttingen Campus
pug/eb — Geld stinkt nicht – vermeintlich wertfreie Wissenschaft scheinbar auch nicht. Auf die langjährige Zusammenarbeit mit China, einem der repressivsten Staaten der Welt, folgt jetzt eine mit dem kriminellen Konzern Volkswagen AG. Der wird assoziierter Partner des Göttingen Campus, des Verbundes der Universität Göttingen mit acht außeruniversitären wissenschaftlichen Einrichtungen in Göttingen. Die Universität und die Volkswagen AG unterzeichneten einen Rahmenvertrag mit dem Ziel, besonders im Bereich der globalen und transregionalen Studien in Forschung und Lehre künftig enger zusammenzuarbeiten. Die Kooperation betrifft in erster Linie die Sozial- und Geisteswissenschaften, aber auch weitere wissenschaftliche Disziplinen. Studierende erhalten dadurch unter anderem die Möglichkeit, Praktika bei Volkswagen zu absolvieren oder dort ihre Abschlussarbeiten anzufertigen.
Prof. Dr. Jochem Heizmann, im Volkswagen-Konzern für das China-Geschäft zuständig: „Mit dem Stiftungslehrstuhl zum Modernen China hat Volkswagen bereits sehr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen gemacht. Durch den Rahmenvertrag wollen wir diese weiter ausbauen.“ Die Volkswagen AG fördert an der Universität Göttingen seit 2015 bereits die Stiftungsprofessur „Modernes China mit Schwerpunkt auf globalhistorischen Perspektiven“.

Neurowissenschaften
Ursachen von
Schwerhörigkeit

umg — Die Ursachen für eine seltene erbliche menschliche Schwerhörigkeit haben jetzt Göttinger Hörforscher aufgedeckt. Menschen mit dieser ungewöhnlichen Hörstörung können zwar leise Töne fast genauso gut wahrnehmen wie Normalhörende, aber gesprochene Sprache kaum verstehen. Gleichbleibend laute Töne nehmen sie als leiser werdende Töne war. Das Hören ist „müde“.Weitere Informationen

SUB
Neu: 4.000 koreanische E-Books
pug — Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) erweitert ihr Literaturangebot um rund 4.000 koreanische E-Books. Die E-Bibliothek umfasst Werke aus den Bereichen der koreanischen Belletristik, Geschichte und Volkskunde. Das Generalkonsulat der Republik Korea in Hamburg und die SUB verbinden damit den Wunsch, Studierenden und Forschenden in Göttingen und Deutschland ein tieferes Verständnis von Korea und der Kultur des Landes zu ermöglichen. Das Generalkonsulat stellt für die Einrichtung der E-Bibliothek eine Spende in Höhe von 30.000 Euro zur Verfügung, der Betrieb ist an der SUB angesiedelt.
Die SUB verfügt über die in Deutschland größte Sammlung koreanischer Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts. Darunter befinden sich Bücher und Zeitschriften aus Süd- und Nordkorea, China und anderen Ländern sowie eine bedeutende Sammlung der älteren koreanischen Erzählliteratur. Darüber hinaus ist die SUB über rege und vielfältige Beziehungen mit wissenschaftlichen Einrichtungen der Republik Korea verbunden.

EU-Agrarpolitik
Maßnahmen zum Schutz
der Artenvielfalt oft ineffektiv

pug — „Greening“ nennt sich ein Instrument, mit dem die Europäische Union (EU) den Artenschwund in der Agrarlandschaft stoppen will. Das Prinzip ist einfach: Landwirte bekommen Geld dafür, dass sie auf ihren Flächen bestimmte Maßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna umsetzen. Wissenschaftler/innen haben untersucht, wie effektiv dieses Instrument ist. Das ernüchternde Ergebnis: Die Maßnahmen bringen oft wenig für die Artenvielfalt und sind für die Landwirte zum Teil schlecht umsetzbar. Und die Steuerzahler kostet das ganze trotzdem viel Geld. Es gäbe aber Möglichkeiten, die Situation für alle Seiten zu verbessern.Weitere Informationen

Arhinie und Bosma-Syndrom
Ursache entschlüsselt
umg — Einem internationalen Forscherteam unter federführender Beteiligung der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Bernd Wollnik, Direktor des Instituts für Humangenetik der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), ist es gelungen, die genetische Ursache der fehlenden Nasenentwicklung bei Patienten mit Arhinie und Bosma-Syndrom zu entschlüsseln. Zugleich entdecken sie dabei mögliche Behandlungsansätze für eine angeborene Muskelerkrankung.Weitere Informationen

Ansiedlungsprojekt
Luchs-Population gefährdet
pug — Seit zwei Jahren erfassen Wissenschaftler der Universität Göttingen den Bestand einer kleinen Gruppe von Eurasischen Luchsen in Nordhessen. Waren zum Jahreswechsel 2014/15 noch sechs Luchse in der Region nachgewiesen worden, war ihr Bestand im Frühjahr 2016 auf höchstens noch drei Tiere zusammengeschrumpft. Als mögliche Ursache für den Rückgang der Luchspopulation vermuteten die Göttinger Forscher eine Erkrankung der Tiere an der Fuchsräude. In diesem Winter wird untersucht, ob sich der Bestand der Luchse in Nordhessen erholen konnte.Weitere Informationen

Molekulare Onkologie
Protein p53 schützt präventiv
vor Erbgut-Schäden

umg — Das Eiweißmolekül p53 kann das Erbgut bereits während seiner Vervielfältigung vor Schäden bewahren. Das haben jetzt Wissenschaftler/innen um den Göttinger Forscher Prof. Dr. Matthias Dobbelstein herausgefunden. Bisher war lediglich bekannt, dass das Protein p53 Meldungen über geschädigtes Erbgut empfängt und dann darüber entscheidet, ob die Schäden repariert werden können oder ob die betroffene Zelle sterben soll. Letzteres bewahrt die Zelle davor, das veränderte Erbgut an ihre Nachkommen weiterzugeben.Weitere Informationen

Förderung für Verbundprojekt
Frühkindliche Bildung
und Entwicklung

pug — Die Bewegung und Aktivität von zwei- bis fünfjährigen Kindern unterschiedlicher Herkunft stehen im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts „Zur sozialen Bedingtheit von Bildungs- und Entwicklungschancen durch Bewegung – Empirische Studien und Transfers unter dem Fokus von Diversität“ an der Universität Göttingen. Die Wissenschaftler/innen wollen den Alltag von Kindern aus Familien unterschiedlicher sozialer und ethnisch-kultureller Herkunft untersuchen, um herauszufinden, welche spontanen und vorstrukturierten Möglichkeiten Kinder in ihren jeweiligen Milieus haben, sich zu bewegen. Die Ergebnisse sollen in die Beratung von Eltern einfließen. Das Land Niedersachsen fördert die interdisziplinär angelegte Studie in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 1,1 Millionen Euro.Weitere Informationen

Kontinentale Vegetation
Kompendium für ganz Europa
pug — Vegetation wird in Europa seit mehr als 100 Jahren hierarchisch klassifiziert, und seit fast 40 Jahren gelten verbindliche Regeln für die Benennung von Pflanzengesellschaften. Allerdings gab es bisher nur geografisch und inhaltlich beschränkte Übersichten – ein europaweites Kompendium fehlte. Botaniker aus zahlreichen Ländern haben nun mit Beteiligung von Wissenschaftlern der Universität Göttingen erstmals eine umfassende Klassifikation der Vegetation Europas vorgelegt. Diese soll künftig einen Standard in verschiedenen Bereichen bieten, beispielsweise im Waldbau, der Agrarumwelt- und Klimawandelforschung, dem Naturschutz, der Landnutzung, der Umweltbildung und beim Umsetzen von umweltpolitischen Instrumenten.Weitere Informationen

Sport
Grips durch Bewegung
Sport hilft gegen Schlaganfall
pug — Ob Schlaganfallpatienten verlorene Fähigkeiten wiedererlangen können, hängt weitgehend davon ab, wie wandlungsfähig ihr Gehirn ist. Für die Entwicklung guter Therapien ist es deshalb essentiell zu verstehen, wie sich die Fähigkeit des Gehirns und der Gehirnschaltkreise, sich zu reorganisieren, vor allem im Alter und nach einem Schlaganfall verbessern lassen. Wissenschaftlerinnen der Universität Göttingen haben nun erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und einer erhöhten Wandlungsfähigkeit des Gehirns nach einem Schlaganfall nachgewiesen.Weitere Informationen

Kriminalität
Rückfälligkeit von Straftätern
Studie wird weiter gefördert
pug — Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Verlängerung einer Studie der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg zur Rückfälligkeit von Straftätern. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen, inwieweit Strafsanktionen die Täter davon abhalten, weitere Straftaten zu begehen.
Grundlage der einmaligen bundesweiten Untersuchung sind Eintragungen für rund eine Million Menschen im Bundeszentralregister. Diese ermöglichen vielfältige Aussagen über den Rückfall nach einer Verurteilung, differenziert nach bestimmten strafrechtlichen Sanktionen und verschiedenen Deliktgruppen. In den vergangenen Jahren werteten die Wissenschaftler bereits drei jeweils dreijährige Erhebungswellen aus. Die Förderung schließt auch den Aufbau einer Datenbank ein, die künftig anderen Forschern für eigene Studien zur Verfügung stehen soll.
Die bisherigen Ergebnisse der Studie finden Sie hier:Weitere Informationen

Universitätsbund
Dissertationspreis
an zwei Göttinger Promovenden

pug — Für ihre mit „summa cum laude“ bewerteten Promotionen an der Universität Göttingen sind der Physiker Dr. Martin Krenkel und der Chemiker Dr. Hendrik Schröder mit dem Dissertationspreis des Universitätsbundes Göttingen ausgezeichnet worden. Der mit jeweils 5.000 Euro dotierte Preis des Universitätsbundes wird von der AKB Stiftung gefördert. Der Vorsitzende des Universitätsbundes, Prof. Dr. Arnulf Quadt, überreichte die Auszeichnung am 10. Dezember 2016 im Rahmen des Göttinger Alumni-Tags.
Röntgentomografie ermöglicht die zerstörungsfreie dreidimensionale Objektrekonstruktion von Geweben. Schwierigkeiten bereiteten dabei bislang weiche Gewebe und die Abbildung winziger Strukturen. Dr. Krenkel ist es im Rahmen seiner Dissertation gelungen, die Methodik so zu verbessern, dass auch sehr anspruchsvolle Proben wie Lungengewebe rekonstruiert werden können.
Weltweit werden pro Jahr über 100 Millionen Tonnen Kunststoffe allein durch radikalische Polymerisation aus kleinen Molekülen hergestellt. Ein bedeutendes Verfahren dabei ist die „Atom-Transfer radikalische Polymerisation (ATRP)“. Dr. Schröder hat in seiner Dissertation ein umfassendes Bild der eisenkatalysierten ATRP erarbeitet. Hierbei setzte er ein breites Methodenspektrum zur genauen Analyse von bedeutsamen Spezies und ihrer Reaktivität ein.

Mikrobiologie
Proteine schützen
Zellen bei Stress

pug — Unter Stress können viele Proteine in menschlichen und tierischen Zellen nicht mehr richtig arbeiten. Ein natürlicher Mechanismus bewahrt die Zelle vor diesem Funktionsausfall, indem er dafür sorgt, dass bevorzugt stabilisierende Proteine hergestellt werden, die vor Stress und damit dem „Kaputtgehen“ der normalen Proteine schützen. Forscher der Universität Göttingen haben herausgefunden, wie diese überlebenswichtige Maßnahme der Zellen funktioniert.Weitere Informationen

 

Kriminalstatistik 2016
Göttinger Polizei klopft sich selbst auf die Schulter
Sinkende Fallzahlen, aber Zunahme von Cybercrime und Gewalt gegen Beamte

Viel Eigenlob bei der Göttinger Polizei: Uwe Lührig, nicht ganz uneitler Präsident der Polizeidirektion Göttingen, hat jetzt die Kriminalstatistik des vergangenen Jahres vorgestellt und kommt zu einem erfreulichen Ergebnis. „Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf ihre Polizei verlassen. Sie leben in unserem Zuständigkeitsbereich sehr sicher“, vermeldet Lührig stolz. Das mag zwar die Statistik hergeben – und Statistiken geben vieles her, je nachdem, mit welchen Zahlen und Bezugsgrößen man jongliert – nur sollte man solche Urteile besser den Bürger/innen überlassen. Ob die allein in den letzten Tagen von Einbrüchen, versuchtem Handy-Raub oder Anmache betroffenen Personen (vgl. Polizeiberichte hier auf der Seite) eine solche Einschätzung teilen, bleibt dahingestellt.

Die Polizei hat am 23. Februar in Northeim einen 26-jährigen, der islamistischen Szene zuzurechnenden Deutschen festgenommen. Er hat selbst eingeräumt geplant zu haben, Polizeibeamte oder Soldaten in eine Falle locken und diese mit einem selbst gebauten Sprengsatz töten zu wollen.Weitere Informationen

Das soll keineswegs die Verdienste der Ordnungshüter schmälern, die einen ziemlich undankbaren Job zu verrichten haben und oftmals für Auseinandersetzungen den Kopf hinhalten müssen, die in einer Zivilgesellschaft eigentlich selbstregelnd erledigt werden oder gar nicht erst auftauchen sollten – und das bei einer extrem angespannten Personalsituation. So lässt sich beispielsweise der neue Ermittlungsschwerpunkt „Wohnungseinbruch“ nur bewerkstelligen, indem an anderer Stelle möglicherweise Personalressourcen abgezogen werden müssen. Wenn also in der aktuell vorgelegten Statistik stolz von „sinkenden Fallzahlen“ die Rede ist, so sind damit doch immerhin noch mehr als 79.000 Delikte gemeint und die ebenso stolz genannte stabile Aufklärungsquote von knapp 63 Prozent bedeutet eben auch, das mehr als 29.000 kriminelle Handlungen ohne Konsequenzen bleiben. Ganz ohne Zweifel ist angesichts solcher Zahlen hier auch die Politik gefragt.Weitere Informationen

 

Umwelt
Energiewende scheint zu wirken – nur nicht beim Verkehr
Stickstoffdioxid weiter Schadstoff Nummer 1 bei der Luftqualität

2015 wurden in Deutschland insgesamt 901,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind 2,3 Millionen Tonnen bzw. 0,3 Prozent weniger als 2014 und 27,9 Prozent weniger im Vergleich zu 1990. Dies zeigen die Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) jetzt an die Europäische Kommission übermittelt hat. Jedoch war die Luft in deutschen Städten zu stark mit Stickstoffdioxid belastet. Das zeigt die Auswertung der vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA). An gut 57 Prozent der verkehrsnahen Messstationen wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Jahresmittel überschritten. Seit 2010 zeigt sich ein nur leicht abnehmender Trend.

Alte Dieselautos besonders problematischFoto: Amada44

Die größten Minderungen erzielte mit 11,8 Millionen Tonnen die Energiewirtschaft. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger: „Die Energiewende beginnt zu wirken. Immer mehr Strom stammt aus Sonne, Wind oder Wasser und nicht mehr aus Kohle oder Öl. Das zeigt sich in weiter sinkenden Emissionen. Jetzt heißt es aber dranbleiben: Um unser Klima zu schützen und die Klimaziele von Paris zu erreichen, müssen wir schrittweise komplett aus der Kohleverstromung aussteigen.“

Im Verkehrssektor, der hier in die Emissionen des Energiesektors eingerechnet ist, sind die Treibhausgasemissionen dagegen erneut leicht angestiegen. Mit 160,8 Millionen Tonnen wurden in 2015 knapp 0,7 Millionen Tonnen CO2 -Äquivalente mehr als im Vorjahr emittiert. Verantwortlich für den Anstieg sind gestiegene Fahrleistungen im Straßenverkehr. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. „Die Zahlen zeigen: Nur mit der Elektromobilität haben wir eine Chance, die Emissionen des Verkehrs zu senken“, so Krautzberger.

Deutliche Fortschritte beim Feinstaub
2016 sei das Jahr mit den niedrigsten Belastungen seit 2000, sstellt das UBA fest. Auch die Ozonkonzentrationen waren im Vergleich zu den letzten 20 Jahren eher niedrig. Für Ozon und Feinstaub werden aber weiter die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Werte deutlich überschritten; diese sind wesentlich strenger als die geltenden EU-Grenzwerte.

„Schuld sind in den Städten vor allem alte Diesel-Autos“, stellt Maria Krautzberger fest. „Es kann aus Sicht des Gesundheitsschutzes nicht akzeptiert werden, dass die Kommunen keine Handhabe haben, um beispielsweise Dieselautos mit hohem Ausstoß aus den belasteten Innenstädten auszuschließen. Deutschland ist auch gegenüber der EU verpflichtet, für saubere Luft in den Städten zu sorgen. Dazu kann die Blaue Plakette einen wichtigen Beitrag leisten. Die Kommunen brauchen eine bundeseinheitliche Regelung, die festlegt, wer die blaue Plakette bekommt und wer nicht. Schließlich geht es darum, die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu schützen.“Weitere Informationen

 

Berufsfachschule für Altenpflege
Vietnames/innen erhalten vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen

pdg — Die Ausländerbehörde der Stadt kann rund 40 jungen Vietnamesinnen und Vietnamesen jetzt vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen ausstellen, die eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Altenpflege und eine mit der Ausbildung verbundene Beschäftigung ermöglichen. Das ist das Ergebnis eines Telefonats, das Erster Stadtrat Hans-Peter Suermann am 6. Februar mit der Leitung der zuständigen Abteilung im Niedersächsischen Innenministerium geführt hat.

Bei der Prüfung von Anträgen auf Aufenthaltserlaubnisse für die 60 Teilnehmer/innen des jüngsten Lehrgangs der Berufsfachschule ist die Göttinger Ausländerbehörde zuvor bei der routinemäßigen Einschaltung des sogenannten „Schengen Informations Systems“ (SIS) auf zahlreiche, nicht nachvollziehbare Einreisesperren gestoßen und hatte sich deshalb sofort an das Niedersächsische Innenministerium gewandt. Dem Vorschlag der Göttinger, die offenbar systembedingten Fehleinträge zunächst zu ignorieren, um mit der Bearbeitung der Aufenthaltstitel fortfahren zu können, war man in Hannover zunächst nicht gefolgt.

Man wolle den Betroffenen angesichts einer unzumutbar langen Zeit des Wartens auf eine Entscheidung des Auswärtigen Amtes bzw. der Deutschen Botschaft in Hanoi schnell helfen, hieß es nun. Das Ministerium teile die Auffassung der Stadt, unter Vorbehalt dem Anliegen der Schüler/innen zu entsprechen und deshalb entsprechende Bescheinigungen auszustellen.

 

Landkreis
Sportstättenförderprogramm wird ausgeweitet
Erhöhung um mindestens 100.000 Euro

Das Sportstättenförderprogramm des Landkreises soll nach dem Willen der Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/Freie Wähler ohne Unterbrechung fortgesetzt und finanziell spürbar aufgestockt werden. Einen entsprechenden Antrag haben die Gruppenpartner in den Sportausschuss des Landkreises und den Kreistag eingebracht.

SportstätteSPD-Fraktionsvorsitzender Reinhard Dierkes: „Vor dem Hintergrund der Kreisfusion wollen wir das seit 15 Jahren erfolgreiche Programm aus dem Altkreis Göttingen auf den Bereich des Altkreises Osterode ausdehnen.“ Dort habe es eine solche Förderung, die über die Jahre 3,5 Millionen Euro umfasst, bisher noch nicht gegeben. Mit der Kreisfusion war die Landkreis-Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für den Neu- und Umbau von Sportanlagen, die sich im Eigentum der Gemeinden oder Vereine befinden, sowie Erweiterung und Erhalt ausgelaufen. „Im Laufe der Jahre wurden mit den Zuschüssen Investitionen der Vereine und Gemeinden von insgesamt 25 Millionen Euro ausgelöst. Wir sind froh, dass immer mehr energetische Verbesserungen gefördert werden“, betont Grünen-Fraktionsvorsitzender Martin Worbes.

Bisher standen im Haushalt des Altkreises Göttingen 150.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. In der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Partnerschaften am 20. Januar wurden mittels eines Antrages der Gruppe die Mittel des Sportstättenförderprogramms im Jahr um mindestens 100.000 Euro auf 250.000 Euro pro Jahr erhöht. „Für 2017 ist es sogar gelungen, einmalig über die verabredeten mindestens 250.000 Euro jährlich, das Förderprogramm auf 325.000 Euro zu erhöhen“, freut sich der FWLG-Fraktionsvorsitzende Lothar Dinges. Dies liege an den günstigen finanziellen Verhältnissen und sei eine vorweggenommene Reaktion auf die zu erwartende hohe Zahl an Förderanträgen. Die drei Fraktionen: „Es ist uns ein gemeinsames Anliegen, dass viele Vereine und Gemeinden durch die Landkreis-Förderung für ihre Sportsstätten profitieren.“Foto: Umesh Behari Mathur

 

KiTa-Gebühren
Toller Vorschlag mit enormen Kosten
CDU legt nach: Absenkung von Kita-Gebühren hat nichts mit Qualitätsverlust zu tun

Das Ansinnen der CDU-Ratsfraktion, die Gebühren für den Besuch von Kindertagesstätten zunächst schrittweise zu senken und langfristig ganz abzuschaffen, sorgt weiterhin für heftige Diskussionen. Mit Worten, die wohl auch schon dem langsam beginnenden Wahlkampf geschuldet sind, weisen sie Christdemokraten den „dreiste[n] Versuch der SPD und des zuständigen Dezernenten Siegfried Lieske, den CDU-Antrag … in eine Qualitätsdebatte umzumodeln“, zurück.

Kindergarten
„Komplexe Frage“: KindergartenplatzFoto: Mpknagpur

„Nachdem sich nun ausgerechnet die Landes-SPD die Kita-Gebühren als vorrangiges Thema für den anstehenden Landtagswahlkampf vorgenommen hat, war es für die SPD-Vertreter offensichtlich umso ärgerlicher, dass sich die Göttinger CDU schon deutlich davor mit der außerordentlichen Belastung junger Familien beschäftigt hatte“, heißt es in einer Stellungnahme der Ratsfraktion als Reaktion auf die letzte Jugendhilfeausschuss-Sitzung. Und untermauert ihre Kritik mit einem konkreten Beispiel für je ein Kind in Krippe und Kita inklusive Verpflegungsgeld, „wie dann für einen Doppelverdiener-Haushalt sehr schnell 700 Euro in jedem Monat fällig werden“. „Vergleicht man diese Kosten mit den Gebühren von Sondershausen (150 Euro incl. Verpflegung pro Kind) bis Hannover (ebenfalls 150 Euro), dann wird deutlich, dass diese Belastungen nicht nur eine Zumutung für die Betroffenen, sondern gleichzeitig einen negativen Standortfaktor für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Göttingen darstellen.“

CDU-Landtagsfraktion geht auf SPD zu
Gleichwohl ist die von anderer Seite ins Feld geführte Befürchtung eines Qualitätsverlustes kein unsachliches Argument, weil „für die SPD … der CDU-Antrag nur aus der falschen Ecke“ kam, sondern eher ein bedenkenswertes. Mit solchen Unterstellungen entziehen sich die Antragsteller leider einer sachlichen Diskussion und entwerten damit teilweise auch den eigenen Antrag. Es bleibt zu hoffen, dass die Debatte auf diesem Vorwahlkampf-Niveau nicht weitergeführt wird – schon im Interesse der davon betroffenen Kinder und Erzieher/innen. Während ihrer Klausurtagung in Walsrode hat die CDU-Landtagsfraktion inzwischen der SPD angeboten, mittels eines Nachtragshaushaltes gemeinsam dafür zu sorgen, dass bereits ab 1. Januar 2018 der Kita-Besuch in Niedersachsen kostenlos wird. „Das wäre natürlich für alle Eltern und alle Kommunen die schönste Lösung“, meint das Göttinger CDU-Mitglied Dominic Steneberg.

Unterstützung bekommen die Christdemokraten von der Piratenpartei. Die freut sich, „dass die CDU in den letzten Wochen ihre soziale Ader entdeckt hat“ und ärgert sich zugleich über Göttingens zuständigen Jugend-Dezernenten Siegfried Lieske, der als drohende Konsequenz solcher Gießkannen-Wohltaten die mögliche Schließung von Spielplätzen an die Wand gemalt hatte.

Momentan zahlen Familien mit geringem Einkommen und zwei Kindern (einem in der Krippe, einem im Kindergarten) insgesamt 450 Euro monatlich, bei Zwillingen in der Krippe fallen sogar 530 Euro an, rechnen die Piraten vor. Dies sei für einkommensschwache Familien nicht zu stemmen. Im Gegenzug fällt der höchste Satz schon bei knapp über 2.000 Euro Nettoeinkommen an und beträgt 600 Euro, bzw. 710 Euro für Zwillinge. „Wie kann es sein, dass der niedrigste Satz nur 150 Euro unter dem Höchstsatz liegt und dieser bereits bei einem derart geringen Einkommen beginnt und derart hoch ist?“ fragt Pirat Martin Rieth, früher mal Fraktionsvorsitzender.

Grüne schlagen Runden Tisch vor
Die Grünen im Rat sprechen sich als Reaktion darauf für sozialverträglichere Beiträge bei der Kita-Betreuung aus und schlagen „zur fundierten Bearbeitung dieser komplexen Frage“ einen Runden Tisch „Zukunft der Kita-Betreuung in Göttingen“ vor. An ihm sollten u.a. interne und externe Fachleute und Mitglieder aller Fraktionen teilnehmen.

Sie wollen damit das Thema aus dem Wahlkampf heraushalten: „Eine gute Kinderbetreuungsinfrastruktur ist zu wichtig, um gute Vorschläge auf dem Altar von Wahlkampfplänkeleien zu opfern“, meint die Vorsitzende im städtischen Jugendhilfeausschuss, die Grüne Regina Meyer. „Wir wollen ernsthaft und zielorientiert nach einem wirklichen Weg suchen.“ Die Kinderbetreuung mehr und mehr öffentlich zu finanzieren und die Entscheidung der Eltern über einen Kita-Besuch nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig zu machen, sei nämlich eigentlich eine „urgrüne Forderung“, meint auch das Grünen-Ausschussmitglied Susanne Stobbe. „Je besser unsere Kitas sind und je mehr Kinder dort hingehen, desto mehr verbessern sich die Bildungschancen der Kinder.“ Kostenfreie Kitas werden daher von den Grünen „im Grundsatz“ begrüßt.

Klar sei aber auch, dass „wir als Kommune die Ziele nicht ohne die Hilfe des Landes und des Bundes verwirklichen können“, so Regina Meyer. Insofern sei es vielversprechend, dass hier Bewegung erkennbar ist. Es nutze jedoch niemandem, wenn gute Vorschläge im Wahlkampf zerredet würden. Man solle besser „in der Sache an einem Strang ziehen. “

 

Bank-Skandale
BAG verlangt 73.000 Euro zu viel vom Kunden
Völlig überteuerter Immobilienkredit erfolgreich angefochten
Linke fordert Teilhabe an Sparkassen-Gewinnen

Hemmungslose Bereicherung auf Kosten eines Kunden in Schwierigkeiten: Die Bankaktiengesellschaft (BAG) forderte von einem Kreditkunden einer Genossenschaftsbank 73.000 Euro zu viel. Sie kassierte bei einem Immobilienkredit mit variabler Verzinsung einen Satz, der bereits 2009 weit über dem marktüblichen lag. Ein Rechtsanwalt setzte durch: Der Kreditkunde muss nur noch 52.000 statt 125.000 Euro zahlen. Die Stiftung Warentest rechnet auf ihrer Webseite test.de vor, wie teuer unterlassene Zinsanpassungen Verbraucher zu stehen kommen können.

GierWeil ein Ehepaar einen im Jahr 1998 bei der Volksbank Lüneburg aufgenommenen Kredit in Höhe von 370.000 Mark im Jahr 2003 nicht zurückzahlen konnte, übertrug die Bank die Forderung auf Tilgung des Kredits im Jahr 2004 auf die Bankaktiengesellschaft (BAG) im westfälischen Unna. Das ist die Badbank der Genossenschaftsbanken. Im Jahr 2004 vereinbarte die Bank mit den Eheleuten einen neuen Vertrag über die Rückzahlung der noch offenen Beträge, einen Effektivzins nannte sie dabei nicht. Im Jahr 2009 vereinbarte die Bank mit den Schuldnern einen neuen Vertrag mit einem variablen Zinssatz, zunächst 7,3 Prozent – weit mehr als damals für Immobilienkredite üblich. Noch Ende 2015 kassierte sie den ursprünglich vereinbarten Zinssatz, obwohl der Ende 2015 nur noch gut 2 Prozent betrug.

Das Geld von rund 3.600 Anlegern, die der Autark-Invest AG mit Sitz in Liechtenstein und Büro in Dortmund Nachrangdarlehen in Höhe von 135 Millionen gegeben haben, ist in Gefahr. Anleger sollten Einzahlungen stoppen. Das teilt die Stiftung Warentest mit.Weitere Informationen  

Ein Rechtsanwalt ermittelte, dass die Bank rund 73.000 Euro zu viel berechnet hatte. Fehlt die Effektivzinsangabe, dann müssen Kunden der Bank nur den gesetzlichen Zinssatz von 4 Prozent zahlen. Bei Krediten mit variablem Zinssatz ist die Bank verpflichtet, den Zinssatz regelmäßig anzupassen und Zinssenkungen sofort weiterzugeben. Die Bank akzeptierte schließlich die Senkung der Restschuld um 73.000 Euro, statt 7,3 Prozent muss das Ehepaar künftig nur noch 2,26 Prozent zahlen.

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass es sich bei Immobilienkrediten mit variablem Zinssatz und Kontokorrentkrediten besonders häufig lohnt, nachzurechnen, ob die Bank oder Sparkasse die Zinsen rechtzeitig angepasst hat. Richtiger Ansprechpartner fürs Nachrechnen sind Sachverständige, die die Prüfung von Konten anbieten.
→ www.test.de

Linke fordert Teilhabe der Bürger/innen am Rekordgewinn der Sparkasse
Das ist schon „merkwürdig“: Zwar klagen Geldinstitute angesichts der aktuellen Niedrigzinspolitik (unter der ja auch die Sparer leiden) über für sie angeblich wirtschaftlich schwierige Zeiten, weshalb sie nunmehr ausgesprochen erfinderisch an ihren Gebühren für Leistungen drehen, die früher ein selbstverständlicher Service waren (worunter nochmals die Sparer zu leiden haben), gleichwohl melden sie stolz in ihren Bilanzpressekonferenzen ebenso stolze positive Ergebnisse. Auch die Sparkasse Göttingen, die einen 10 Millionen-Gewinn ausweist und sich gerade einen Millionenneubau am Groner Tor leistet.

Einen Kontowechsel sollte sich überlegen, wessen Konto bisher mehr als 60 Euro im Jahr kostet. Seit September letzten Jahres sind Geldinstitute sogar gesetzlich verpflichtet, Verbraucher beim Wechsel ihres Kontos zu unterstützen. Kunden müssen nur ihre neue Bank dazu ermächtigen, bei der alten alle Daten zu erfragen, die für die Umstellung auf ein neues Konto und die Benachrichtigung der Geschäftspartner notwendig sind. Im Idealfall erledigt das neue Institut fast die gesamte Bürokratie.

Instinkt? Fehlanzeige. Jetzt verlangt die Göttinger Linke konsequenterweise, Einleger an solchen Gewinnen teilhaben zu lassen, was Geldinstitute aber bereits in noch besseren Zeiten verschämt vermieden haben. Es sind berechtigte Forderungen, die immer wieder gegenüber öffentlich-rechtlichen Instituten erhoben werden. Die Linke weist darauf hin, dass selbst die Deutsche Bundesbank mitgeteilt habe, dass alle niedersächsischen Sparkassen ausschüttungsfähig seien und verlangt, dies „wie in anderen Städten endlich auch in Göttingen in angemessener Größenordnung“ zu tun. In der Vergangenheit sei es trotz einiger Anläufe bisher nicht gelungen, von den Jahr für Jahr steigenden Bilanzgewinnen der Sparkasse auch nur einen erkennbaren Anteil davon dem Haushalt der Stadt Göttingen zuzuführen. „Träger der Sparkasse sind aber Stadt und Landkreis Göttingen – das kennzeichnet ja gerade die Sparkasse gegenüber anderen Banken. Dieses Alleinstellungsmerkmal verpflichtet allerdings … auch dazu, entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag, Überschüsse an ihre Träger abzuführen, um die Kommunen unmittelbar in ihrer Aufgabenerfüllung zu unterstützen“, heißt es weiter in einer Mitteilung.

Dass es so schlecht um die Göttinger Sparkasse nicht bestellt sein kann, bestätigt diese übrigens selbst in ihrem veröffentlichten Jahresabschluss: „Die Kernkapitalquote beträgt 11,8 Prozent und übersteigt damit ebenfalls deutlich den für 2015 vorgeschriebenen Wert von 6 Prozent.“ In Düsseldorf übrigens will der Oberbürgermeister gegen den Sparkassenvorstand vorgehen und ihn zu Ausschüttungen zwingen.

 

Umweltbundesamt
Abbau umweltschädlicher Subventionen stockt weiter
„Blinder Fleck beim Klimaschutz“

Die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland sind weiterhin viel zu hoch und liegen 2012 bei nunmehr 57 Milliarden Euro. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts (UBA). Über 90 Prozent dieser Subventionen belasten das Klima – und konterkarieren so die deutsche Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens.

Besonders problematisch ist der Verkehr: Smog in ParisFoto: ILJR

Allein drei Milliarden Euro kostet es die Bürgerinnen und Bürger, weil der Staat das produzierende Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft bei der Strom- und Energiesteuer entlastet. Unternehmen, aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher haben so weniger Anreiz, Energie zu sparen. „Wir leisten uns beim Subventionsabbau seit Jahren riesige blinde Flecken. Es ist paradox: Deutschland verpflichtet sich auf internationaler Ebene zu mehr Klimaschutz. Gleichzeitig honorieren wir im eigenen Land klimaschädliches Verhalten mit Steuergeldern. Es ist daher konsequent, dass die Bundesregierung den Abbau klimaschädlicher Subventionen im Klimaschutzplan 2050 endlich auf die Agenda gesetzt hat. Jetzt müssen den Worten aber auch Taten folgen“, so UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

Der größte Teil der umweltschädlichen Subventionen entfällt mit 28,6 Milliarden Euro auf den Verkehrssektor. Auf Platz zwei folgt die Energiebereitstellung und -nutzung mit 20,3 Milliarden Euro. Subventionen im Verkehrs- und Energiebereich sind aus Klimasicht besonders problematisch: Der Verkehrssektor emittiert rund 18 Prozent aller Treibhausgase. Auf den Energiesektor entfallen mehr als ein Drittel.Weitere Informationen

 

Kriminalität
Polizei richtet sich strategisch neu aus
Schwerpunkte: Einbruchsdiebstahl und Auswirkungen des internationalen Terrorismus

 
Cyberkriminalität: Auf den Seiten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik erhält man erste HilfeScreenshot

In der zukünftigen strategischen Ausrichtung und der täglichen polizeilichen Arbeit habe ab diesem Jahr sowohl die Verhinderung und die Aufklärung von Wohnungseinbrüchen als auch die Bekämpfung des internationalen Terrorismus mit all seinen Auswirkungen absolute Priorität. Das erklärt der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig.

Ab sofort wird sich deshalb eine „Koordinierungsstelle Eigentum“ um die sich häufenden Wohnungseinbrüche kümmern, um unterschiedliche Lagebilder noch zielgerichteter auswerten, Tatzusammenhänge inspektions- und direktionsübergreifend schneller erkennen und identifizierte Tatserien durch überregional agierende Banden aus einer Hand in Ermittlungsgruppen bearbeiten zu können. Gleichzeitig soll durch Personen- und Fahrzeugkontrollen in den Inspektionen das Entdeckungsrisiko erhöht werden. Diese Maßnahmen sollen die bereits jetzt durchgeführten regelmäßigen Schwerpunktkontrollen in den Inspektionen ebenso ergänzen wie eine generell erhöhte Präsenz der Polizei in Wohngebieten zu tatkritischen Zeiten.

„Die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen mit Blick auf den Terrorismus und seine Folgewirkungen sind auch in unserer Region allein durch die salafistischen Hotspots in Hildesheim und Göttingen unmittelbar spürbar und angekommen“, erklärt Lührig. Man habe sofort reagiert und den betroffenen Staatsschutzkommissariaten mehr Personal zugewiesen, zusätzlich Ermittlungsgruppen für offene und verdeckte polizeiliche Maßnahmen eingesetzt und die Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt, dem Niedersächsischen Verfassungsschutz und anderen weiter intensiviert.

Wenngleich bereits eingeleitete Organisationsveränderungen erste positive Effekte zeitigten, so stehe man angesichts einer neuen Dimension terroristischer Gewalttaten „am Limit“, was aber nicht bedeute, dass Personal für die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen oder die Observation von Gefährdern nicht zur Verfügung stehe. Das Gegenteil sei der Fall. Durch Verlagerung von Prioritäten sei die Interventionsfähigkeit der Einsatz- und Streifendienste insbesondere im Stadtgebiet Göttingen vielmehr verbessert worden. Lührig: „Zur ganzen Wahrheit zählt natürlich auch, dass dauerhaft im Rahmen einer Aufgabenkritik überprüft werden muss, welche Tätigkeiten entbehrlich sind“ – etwa die Begleitung von Großraum- und Schwertransporten. Im Einzelfall könne es wichtiger sein, eine weitere Funkstreifenwagenbesatzung rund um die Uhr einsetzen zu können und „in der Konsequenz auf eine bestimmte Anzahl von Kontaktbereichsbeamten, dem Verkehrsunfalldienst oder einer Technischen Ermittlungsgruppe Umwelt zu verzichten“.

Also doch eine Personalfrage. „Vor diesem Hintergrund haben wir in unserer Direktion die richtigen Antworten gefunden auf die Entwicklungen im Wohnungseinbruchsdiebstahl und anderen Phänomenen wie den unmittelbaren Auswirkungen des Terrorismus [oder] Cybercrime“, ist sich Lührig sicher.
Das bleibt zu hoffen, muss sich aber erst noch herausstellen.

 

Kreistag
Grüne wollen Schwedhelm rausschmeißen
Kreistagsmitglied sieht wichtige ökologische Themen verwässert

Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen will sein Noch-Mitglied Hans-Georg Schwedhelm loswerden – zu Recht. Schwedhelm kam mithilfe von etwa 6000 Listenstimmen in den Kreistag, hat nun aber eine neue Heimat bei der Splittergruppierung von Linken, Piraten und Die Partei gesucht und gefunden. Der bei Duderstadt sesshafte Kommunalpolitiker war auch dort längere Zeit bei den Grünen aktiv sowie in einigen anderen Organisationen, etwa bei der dortigen Geschichtswerkstatt.

Hans-Georg SchwedhelmEs gibt einige wenige auch politisch tätige Aktionisten, die, zumeist bei den kleineren Gruppierungen, immer mal wieder in allen möglichen Zusammenhängen in Parteien und anderen Organisationen auftauchen, sich dort bereitwillig zur Wahl stellen und oft auch, mitunter mangels Alternativen, dann auch gewählt werden und ebenso schnell wieder verschwinden – Schwedhelm gehört mit Einschränkungen ebenfalls dazu. Nach seinem Seitenwechsel wurde er zunächst vom Grünen-Kreisvorstand aufgefordert, sein Kreistagsmandat niederzulegen; auf die ihm gesetzte Frist hat er gar nicht erst reagiert. Nun soll das Landesschiedsgericht entscheiden, bei dem der Kreisvorstand seien Parteiausschluss beantragt hat.

„Schwedhelms Mitarbeit in einer mit den Grünen im Kreistag konkurrierenden politischen Gruppe ist unvereinbar mit dem Verbleib in der Partei“, kommentiert leicht nachvollziehbar die Sprecherin des Kreisvorstandes, Marie Kollenrott, den Schritt des Abtrünnigen und verweist auf die Listenstimmen, durch die Schwedhelm in den Kreistag kam. Er stand auf Platz 1 in der Oststadt, kam aber eben nicht durch persönliche Stimmen in den Kreistag. Seine Stimmen kommen nach dem Übertritt nun der Gruppe von Linken, Piraten und Die Partei zugute. Kollenrott: „Das kann man als Wählertäuschung bezeichnen.“ Zudem habe Schwedhelms Verhalten erhebliche negative Konsequenzen für die politische Arbeit der Grünen im Kreistag, nicht zuletzt durch den Verlust von Sitzen in Ausschüssen und Gremien. „Wir fordern daher Hans-Georg Schwedhelm ein weiteres Mal dazu auf, sein Mandat im Kreistag zurückzugeben.“

Parteiübertritte sind für Schwedhelm (Abb.: B90/Grüne) nichts Neues. Bereits mit der Jahrtausendwende wendete auch er sich: seinerzeit wechselte er von der Duderstädter Rats-SPD hin zur Grünen-Fraktion. Damals wie heute macht er dafür geltend, dass für ihn wichtige ökologische Themen nicht oder nicht mehr vom eigenen politischen Lager aufgegriffen würden, sodass er quasi zu einem Wechsel dorthin gezwungen sei, wo solche Themen auf größere Resonanz stießen. In der Tat kann man nicht verleugnen, dass manches umweltrelevante Problem auf Göttinger Ebene jedenfalls pointierter von den bundesweit eigentlich bereits totgesagten Piraten aufgegriffen wurde als vom Grünen-Establishment. Die beschlossene Zusammenarbeit zwischen Grünen und SPD auf Kreisebene, so argumentiert Schwedhelm sinngemäß, würde wesentliche ökologische Anliegen nun weiter verwässern.

Bei allem Frust über den „Verrat am Wähler“ ist das zumindest eine nachdenkenswerte Kritik.

 

Mobilität
Fahrgastverband sieht ECO-Bus-Forschungsprojekt skeptisch
Ungünstiges Verhältnis zwischen Aufwand und eventuellem Nutzen

Rufbus
Alternative im ländlichen Raum? Rufbus.Montage: vs

Der Fahrgastverband Pro Bahn warnt davor, große Summen öffentlicher Mittel in ein naturwissenschaftliches Forschungsprojekt des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation Göttingen zu stecken, dessen Nutzen für die Fahrgäste „völlig unsicher“ ist. Der Regionalvorsitzende Michael Reinboth wies darauf hin, dass die Organisatoren des Projektes vom Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) und dem Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) fast eine Million Euro erwarten, um für einen begrenzten Zeitraum gerade mal zehn VW-Kleinbusse durch die Gegend fahren zu lassen.

Dabei stört sich der Fahrgastverband nicht nur an dem ungünstigen Verhältnis zwischen Aufwand und eventuellem Nutzen, sondern auch an der schwachen konzeptionellen Vorarbeit. „Es gibt landes-, bundes- und europaweit zahlreiche Studien zur Verbesserung öffentlicher Verkehrsmittel durch bedarfsgerechte Rufbussysteme, da füllt ein ECO-Bus keine Lücke“, erklärte Reinboth. Pro Bahn spricht sich durchaus für flexible Bediensysteme im ÖPNV aus - nur gebe es diese schon in Hülle und Fülle. Die müssten auf die Anwendbarkeit in unserer Region überprüft werden. Beim ECO-Bus bestehe die Gefahr, dass bestehende Linien nicht mehr ausreichend finanzierbar sind und ausgedünnt oder gar eingestellt werden müssten. Zudem sei der Umstand, dass die Diskussion seit Monaten hinter verschlossenen Türen laufe, einem solchen Projekt, das schließlich Fahrgäste gewinnen müsse, nicht dienlich.

Als ärgerlich bewertet Pro Bahn den Zeitpunkt abschließender Entscheidungen über die Projektfinanzierung bei den Landkreisen Göttingen und Northeim sowie beim ZVSN kurz vor dem Jahresende. Reinboth: „Die Gremien der Landkreise und des ZVSN sind noch gar nicht vollständig konstituiert. Eine sachgerechte Diskussion wird somit verhindert.“ Falsch sei der Zeitpunkt auch insofern, als Anfang Januar 2017 der neue ZVSN-Geschäftsführer seine Tätigkeit in Göttingen aufnimmt. Reinboth: „Das Geld haben andere dann schon ausgegeben, ohne dass der neue Fachmann daran noch etwas ändern könnte.“

 

Abfallvermeidung
Müllberge reduzieren – Ressourcen schützen
Weitere Schritte müssen folgen. Beispiel: Coffee-to-go

eb/bd — Im Zuge schwindender Ressourcen und gleichzeitig immer weiter wachsendem Hunger nach Rohstoffen stellt sich unweigerlicher die Frage, wie das Aufkommen von Müll möglichst gering gehalten werden kann. Vom 19. bis zum 27. November wurde diesem Thema mit der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“ besondere Aufmerksamkeit zuteil. Auch in Göttingen haben Teile des Einzelhandels durch sanftem Druck inzwischen erste Schritte unternommen und viele Einkaufstüten aus Kunststoff aus ihrem Sortiment verbannt. Doch das reicht nicht – es kann nur ein erster Schritt sein.

Freiburg Cup
 
Narrenhäs der „Friburger Glunki mit Freiburg Cup“Montage: Latschari/vs

In Deutschland werden Tag für Tag über 320.000 Kaffee-Pappbecher aus Automaten gezogen oder über die Verkaufstheken gereicht, ausgetrunken und weggeworfen – nachhaltig ist das nicht. Dass es auch anders geht, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Freiburg: Ihren Coffee-to-go können sich Kunden in den „Freiburg Cup“, einem wiederverwendbaren Mehrwegbecher im Gewand der Freiburger Skyline, füllen lassen und somit effektiv zur Müllvermeidung beitragen. An der Aktion von Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg und der Stadtverwaltung beteiligen sich derzeit 16 Cafés und Bäckereien in der Innenstadt, der Becher wandert nach dem Morgenkaffee zurück ins Geschäft und der Kunde erhält 1 Euro Pfand zurück.

Freiburg hat dem Pappbecher damit freilich nicht alleine den Kampf angesagt, unter anderem in Tübingen und der Berliner S-Bahn gibt es ähnliche Aktionen. Auch in Niedersachsen tut sich in Sachen Pfand-Pappbecher etwas. Derzeit prüft das Umweltministerium verschiedene Möglichkeiten, um die hohe Zahl von Einweggetränkebehältern zu reduzieren.

Unsere Gesellschaft wird heutzutage auch gerne als Wegwerfgesellschaft bezeichnet – Qualität verliert immer mehr an Bedeutung, Quantität wird immer wichtiger. Konsum wird schnelllebiger und produziert jede Menge Müll, der eigentlich vermieden werden könnte, dabei kann jeder mithelfen, die Müllproduktion zu verringern. „Mehrweg-Coffee-to-go-Becher als ein Anfang sind ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Marlin Seeger, FÖJlerin bei der Göttinger Kreisgruppe des BUND. In Göttingen gebe es bereits erste positive Beispiele. „Beim nächsten Coffee-to-go also einfach mal nachfragen oder gleich einen eigenen Becher mitbringen!“
Mehr Informationen erhalten Sie hier:Weitere Informationen

 

Gebühren
Donnerwetter: CDU-Fraktion will langfristig kostenlose Kita-Plätze
CDU gegen Kita-Gebührenerhöhung

Die im Rahmen des Entschuldungshilfe-Programms des Landes Niedersachsen seinerzeit beschlossene regelmäßige jährliche Anhebung der Kita-Gebühren ist inzwischen der CDU-Fraktion ein Dorn im Auge. Sie hat sich deshalb im Jugendhilfeausschuss dagegen gewandt. Begründung: Gerade junge doppelverdienende Familien würden mit gar nicht mal so hohen Einkommen schnell in die höchste der sechs Beitragsstufen rutschen.

Kita
Foto: vs

Das klingt sehr bürgerfreundlich, verkennt aber, dass die Kosten der Betreiber teilweise in noch viel höherem Maße steigen als die Beiträge und keineswegs allein von den Eltern getragen werden. Wenn die Christdemokraten nun insbesondere Doppelverdiener entlasten wollen, müssen sie Andere dafür zur Kasse bitten – und das können ganz gewiss nicht Geringverdiener sein. Insofern ist es konsequent, scheinbar kostenlose Kita-Plätze zu verlangen, deren Kosten dann allerdings von „der Allgemeinheit“ übernommen werden müssen. Damit nähert sich die Göttinger CDU sozialpolitischen Forderungen an, wie sie vielfach auch von eher linker Seite immer wieder erhoben werden.

In der konstituierenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 17. November hatten deshalb die CDU-Ratsneulinge Dominic Steneberg und Mareike Mecke weiteren Beratungsbedarf in ihrer Fraktion angemeldet. Die Erhöhung käme mit der rot-grünen Mehrheit sowieso, erklärte daraufhin sinngemäß Dr. Klaus-Peter Hermann (SPD) freien Kita-Trägern, die jetzt schon neue Verträge mit Eltern für das nächste Jahr abschließen wollen. Die endgültige Entscheidung soll nun im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss am 12. Dezember, am 15. Dezember nochmals im Jugendhilfeausschuss und dann abschließend am Tag darauf in der Ratssitzung getroffen werden.

„Auch der sicher steinige Weg zu unserem Ziel ,kostenfreie Kita-Plätze‘ fängt mit einem ersten Schritt an und deshalb wollen wir mit der Nichterhöhung der Gebühren für das nächste Jahr ein erstes Zeichen setzen“, erklärte Dominic Steneberg (CDU). Das erklärte mittelfristige Ziel der CDU-Ratsfraktion sei, alle Eltern von den Kosten der Kinderbetreuung in Göttingen zu befreien. Bereits jetzt sind aufgrund der schlechten sozialen/ finanziellen Lage über vierzig Prozent der Eltern von allen Zahlungen befreit.

 

Innenstadtnutzung
SPD: Wildwuchs bei Vergnügungsstätten eindämmen

Einer nahezu unregulierten Zunahme von Vergnügungsstätten will die SPD-Ratsfraktion in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft, allgemeine Verwaltungsangelegenheiten und Feuerwehr entgegenwirken. Mit einem entsprechenden Antrag will sie der „massiven Ausbreitung“ von Spielhallen begegnen.

 
Kann süchtig machen: SpielhalleFoto: unbek. CC BY-SA 2.5

Die Verwaltung soll mit einem solchen Antrag beauftragt werden eine Vergnügungsstättensatzung zu erarbeiten, die „den Begriff der Vergnügungsstätte definiert, Grenzen ihrer räumlichen Ansiedlung bestimmt sowie die Ansiedlung von Wettbüros in schützenswerten Stadträumen ausschließt“. „Wir möchten endlich ein Mittel an die Hand bekommen, um den Wildwuchs bei den Spielstätten einzudämmen“, erklärt Sylvia Binkenstein dazu, baupolitische Sprecherin der SPD. „Eine Regelung halten wir für notwendig, diese soll künftig dafür sorgen, dass keine weiteren Spielhallenkomplexe entstehen, es sind schon jetzt zu viele“, ergänzt die finanzpolitische Sprecherin Helmi Behbehani.

Folgen des schnellen Wachstums dieses Wirtschaftszweiges sind etwa die wachsende Zahl der Spielsüchtigen. In diesem Zusammenhang müsse man vor allem den Jugendschutz in den Vordergrund stellen, um junge Menschen vor dem Abgleiten in die Abhängigkeit zu bewahren. „Wir stellen uns vor, dass die Regulierung des gewerblichen Spielrechts basierend auf dem Genehmigungsverfahren und dem Baurecht gestaltet werden kann“, so Binkenstein. In der Niedersächsischen Bauordnung wie auch in bundes- und landesbaurechtlichen Vorschriften sei der Begriff der Vergnügungsstätte jedoch nicht definiert. „Es finden sich immer wieder Festsetzungen in Bebauungsplänen, nach denen Vergnügungsstätten in bestimmten Bereichen nicht erlaubt sind“, heißt es in den Antrag. So seien derartige Beschränkungen im Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan „Zwischen Markt und Prinzenstraße“ enthalten. „In diesem Bereich könnte man sich zum Beispiel eine Ansiedlung einer Discothek vorstellen. Da diese Nutzung aber unter den Begriff der Vergnügungsstätte fällt, wäre sie nicht zulässig.“ Um klar zu regeln, wo und welche Art von Vergnügungsstätten in der Stadt erlaubt sein sollen, müsse der Rat die hier beantragte Satzung beschließen.

In Göttingen entstehen zudem zusehends auch mehr Wettbüros, beklagt die SPD weiter – ein Resultat der nun möglichen Konzessionierung privater Wettanbieter. „Studien belegen, dass sich das Image der Stadtteile, in denen sich Wettbüros ansiedeln, zum Negativen verändert“, meinen die beiden Frauen. Um eine negative Veränderung der Innenstadt zu verhindern, sei der Einsatz einer solchen Satzung das richtige Mittel.

 

Lebensqualität
Göttingen unterzeichnet „Charta der Vielfalt“
Urkundenübergabe am 24. November

pdg — Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hat für die Stadt Göttingen die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Ziele der Initiative sind Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb der eigenen Organisation, die Wertschätzung der darin liegenden Potenziale, die Einführung und Förderung eines sogenannten Diversity Managements und der regelmäßige Austausch von besonders guten Beispielen u.a. mit Unternehmen, Politik und Wissenschaft.

Geschäftsführung und Teil des Vereinsvorstands: A. Gräfin von Hardenberg, G. Sendowski, A. Özoğuz, A. Grohnert (v.l.n.r.)Foto: Verein

Die offizielle Urkunde zum Engagement der Stadt wird Köhler im Rahmen des nächsten Forums Göttinger Unternehmen am Donnerstag, 24. November, im Alten Rathaus aus den Händen von Aletta Gräfin von Hardenberg, der Geschäftsführerin des Vereins, entgegennehmen. Köhler sieht die Unterzeichnung als Selbstverpflichtung, für eine Organisationskultur zu sorgen, die von gegenseitigem Respekt und der Wertschätzung der Einzelnen geprägt ist. „Wir wollen das Thema „Diversity“ fest bei uns verankern“, erklärte der Oberbürgermeister am Donnerstag (17. November). Die interne Vorbereitung für konkrete Schritte der Umsetzung im Sinne der Charta sei angelaufen.

Im Jahr 2006 von vier Konzernen initiiert, haben mittlerweile rund 2.350 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen die Charta unterzeichnet. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die Schirmherrin der Initiative. Aus Göttingen sind bislang die IKUD Seminare, Reeb Kommunikation Int. GmbH ,die Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e. V. (LEB) und die Universität Göttingen dabei. In Niedersachsen haben u.a. die Städte Wolfsburg, Wolfenbüttel, Salzgitter, Osnabrück, Oldenburg, Helmstedt, Goslar, Delmenhorst, Braunschweig und die Landeshauptstadt Hannover unterzeichnet.

 

Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Ausschuss für Umwelt,
Klimaschutz und Mobilität:
28. Februar
Ausschuss für Soziales, Integration,
Gesundheit und Wohnungsbau:
2. März
Ortsrat Groß Ellershausen /
Hetjershausen / Knutbühren:
2. März

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Deppoldshäuser Straße
Sanierung geht weiter – Vollsperrung
Baustellepdg — Die Stadt Göttingen sanierung die Deppoldshäuser Straße am Montag, 27. Februar, auf einer Länge von ca. 700 Metern. Die Baustelle beginnt am zuletzt sanierten Bereich und befindet sich vollständig im Wald. Dafür wird die Straße komplett für den Fahrzeugverkehr ab ca. 7.30 Uhr bis voraussichtlich 18.00 Uhr gesperrt. Die Anwohner/innen werden direkt über die Sperrung informiert. Die Sanierung war ursprünglich bereits Anfang Dezember 2016 geplant, musste aber wegen schlechter Witterungsbedingungen verschoben werden.

Kulturförderung
Politik geht betteln
MdB Güntzler sammelt für die musa
Weil die Politik die erforderlichen Mittel oftmals nur unzureichend zur Verfügung stellt – Kultur nämlich, insbesondere Soziokultur, ist immer auf Förderung angewiesen – gehen Politiker nun in der Öffentlichkeit sammeln. Der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) aktuell am 27. Februar von 17.00 bis 18.00 Uhr. Dann bittet er um Spenden für die musa im Hagenweg. Er übernimmt dafür eine Stunde lang den Job an einer Kasse im Markt der Rewe Riethmüller OHG in der Reinhäuser Landstr. 177. Die Summe, die er in dieser Zeit kassiert, wird vom Markt in gleicher Höhe aufgestockt. André Riethmüller hat solche Benefiz-Aktionen schon öfters gestartet, diesmal geht die Initiaive jedoch von Güntzler aus. Das Geld soll auf Wunsch des Abgeordneten einem Sprachkurs für geflüchtete Frauen zu Gute kommen, er ist verbunden mit einer Kinderbetreuung für die teilnehmenden Frauen und wird von der musa e.V. in Kooperation mit dem Weststadtzentrum angeboten. Die Spendenübergabe erfolgt gleich nach dem Kassensturz des Abgeordneten an Tine Tiedemann vom geschäftsführenden Team. Nun hofft Güntzler auf möglichst viele Kunden.
Das Kulturzentrum im Hagenweg, das muss zur Ehrenrettung von Politik und Verwaltung gesagt werden, nicht unerheblich von öffentlicher Föderung profitiert, die insbesondere in den Ausbau sowie Ankauf der Gebäude flossen. Da war Güntzler noch Göttinger Ratsmitglied.

Göttinger Spendenzentrum
Neue Öffnungszeiten
pdg — Veränderte Öffnungszeiten beim Göttinger Spendenzentrum in der Robert-Bosch-Breite 1 ab Montag, 27. Februar: Sachspenden werden montags von 14.00 bis 16.00 Uhr, mittwochs von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr und sonnabends von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr angenommen. Zusätzlich ist die Vereinbarung von Terminen zur Abholung oder Anlieferung von Sachspenden möglich. Telefonisch ist das Spendenzentrum unter der Nummer 63374857 erreichbar. Die Ausgabe von Spenden erfolgt künftig dienstags von 14.00 bis 17.00 Uhr, mittwochs von 14.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr.
Das Göttinger Spendenzentrum nimmt weiterhin Sachspenden entgegen. Besonderer Bedarf besteht derzeit an Kinderwagen, Babybetten und sonstigem Baby- und Kleinkindbedarf sowie an Schulmaterial wie Taschen, Rucksäcke, Stifte, Hefte usw.. Die gesamte Bedarfsübersicht ist im Internet zu finden:Weitere Informationen

Kiessee
Kommen jetzt die geplanten Parkplätze?
In einer Eilanfrage möchte die PiratenundPartei-Ratsgruppe in der kommenden Sitzung des Umweltausschusses am 28. Februar von der Verwaltung Klarheit darüber erlangen, ob die seit Mitte Februar „ohne Information der Öffentlichkeit“ begonnenen Baumfäll-Arbeiten sowie die Herausnahme von Unterholzbeständen in Nähe der Sportheime zur Anlage von Parkflächen dienen sollen. Ähnliche Arbeiten, so die Gruppe, wurden bereits Anfang letzten Jahres durchgeführt, jedoch aufgrund „massiver Proteste“ nicht zu Ende gebracht.

Kiessee - AscherbergVöllig neue Sichtweise: Parkplätze zur Aufwertung der NaherholungsfunktionFoto: F. Welter-Schultes

Pläne für die Anlage von weiteren Parkplätzen inklusive Erschließung über den Rosdorfer Weg und damit eine weitere Minderung der Naherholungsqualität gibt es bereits seit mindestens November 2013, als die SPD einen entsprechenden Antrag im Bauausschuss einbrachte. Er wurde zunächst von der Verwaltung nicht weiter verfolgt, weil nur eine Zuwegung zum Rosdorfer Weg vom Land nicht genehmigt werde, so damals Stadtbaurat Thomas Dienberg. Lediglich die Grünen im Rat hatten seinerzeit noch weitergehende Bedenken: Es würde mehr Sinn machen darüber nachzudenken, wie man das Verkehrsproblem generell besser in den Griff bekommt, alles andere wäre für die Erholung kontraproduktiv (Horst Roth).
Das Areal nördlich und westlich des Kiessees leidet bereits jetzt unter extrem hohem Verkehrsaufkommen – und wohl auch extrem hoher Schadstoffbelastung.

Eschentriebsterben
40 Bäume fallen
pdg — An der B27 müssen zwischen der Einmündung „Am Papenberg“ und der Kreuzung „Hoffmannshof“ 40 Eschen gefällt werden. Ursache ist einmal mehr das Eschentriebsterben. Die Arbeiten werden über einen Zeitraum von drei Tagen ab Dienstag, 28. Februar, unter halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung jeweils zwischen 9.00 und 15.00 Uhr auf der Nordseite der Bundesstraße durchgeführt. Die Maßnahmen sind Bestandteile der Fällliste 2016/2017. Nachpflanzungen im Auftrag der Stadt erfolgen im kommenden Herbst.

Neues Amtsblatt (Nr. 4)
Städtische Stiftungen, Elliehäuser Weg etc.
pdg — Die vom Rat am 17. Februar beschlossenen Änderungen der Satzungen städtischer Stiftungen, die Einziehung eines Teilstücks des Elliehäuser Weges, die frühzeitige Beteiligung von Öffentlichkeit und Behörden bei der Erarbeitung des Bebauungsplans Göttingen-Grone Nr. 40 „Greitweg Nord“ und der Bestätigungsvermerk für den Jahresabschluss 2015 des Abfallzweckverbandes Südniedersachsen sind Themen der jetzt erschienenen vierten Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen.
Zwei Veröffentlichungen des Abfallzweckverbandes Südniedersachsen zur Haushaltssatzung 2017 und zum Jahresabschluss 2015 beinhaltet die dritte Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de → Rathaus & OB → Rat & Ortsräte → Amtsblatt zu finden.

Waageplatz
Spielplatz in der Diskussion
Hinhaltetaktik der Uni nicht mehr nachvollziehbar
Seit längerer Zeit schon dauern Planungen und Diskussion um die Einrichtung eines Spielplatzes am Waageplatz an. Die Piraten bemängeln jetzt öffentlich die Argumentationsweise der Verwaltung, die die kleine Parkfläche nördlich von Waageplatz/Reitstallstraße am Wall für wenig geeignet hält. Sie plädiert für eine Spielfläche direkt auf dem Waageplatz, doch wird sie von der Universität – ähnlich wie bei dem Areal an der Paulinerkirche – unverständlich lange hingehalten. Die Universität will in beiden Fällen wohl nicht so richtig, mag es aber so deutlich auch nicht sagen.
Schwach ist auch ein Argument der Verwaltung gegen die von den Piraten favorisierte Fläche, nämlich die hohen Immissionsbelastungen durch wartende Autos vor dem Parkhaus. Dies träfe ja auch auf dem Waageplatz zu, wobei das Gebäude der Staatsanwaltschaft aufgrund vorherrschender Westwinde sogar einen gewissen Schutz böte. Insofern ist die Kritik der Piraten, die Argumente der Verwaltung gegen einen Spielplatz auf dem Parkplatz seien nur vorgeschoben, nicht ganz von der Hand zu weisen. Aber nur in diesem einen Punkt. Ganz eindeutig wäre der Waageplatz selbst sehr viel besser geeignet als Spielfläche, bietet er doch jetzt schon beispielsweise Wasserspiele, einen Zugang zum Leinekanal als Abenteuerplatz und den Zugang zur Innenstadt ohne Straßenquerung mit hohem Verkehrsaufkommen.
Uni und Verwaltung müssten nur endlich mal in die Pötte kommen. „Seit Beginn der Verhandlungen haben die damaligen Spielplatzkinder mittlerweile eigene Kinder, das darf sich nicht wiederholen“, argumentiert Piraten-Mitglied Angelo Perriello.

Bündnis 90/Die Grünen
Trittin und von Cramon Kandidaten
Auf der niedersächsischen Landesdelegiertenversammlung von Bündnis 90/Die Grünen am 18. Februar fand die Aufstellung der Landesliste zur Bundestagswahl statt. Jürgen Trittin kam auf den 2. Listenplatz, Viola von Cramon auf den 9. Listenplatz.

Sparkasse Göttingen
Antrag zur Gewinnausschüttung
wird weiter diskutiert

Zumindest als Teilerfolg wertet es die Linken-Ratsfraktion, dass ihre Forderung, die Verwaltung am Rekordgewinn der Sparkasse teilhaben zu lassen, nunmehr im zuständigen Ausschuss weiter diskutiert wird. Nach Recherchen der Linken hat die Sparkasse seit der sogenannten Finanzkrise 2008 ihr hartes Kernkapital um 69 Mio. Euro aufgestockt und damit die entsprechende Eigenkapital-Quote um fast 40% erhöht (von 8,5% auf 11,8%). Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hatte in der vergangenen Ratssitzung noch einmal deutlich gemacht, dass die Sparkasse Teil der kommunalen Familie sei und also auch entsprechende Leistungen erbringen müsse. „Wenn man mit der Trommel rumläuft“ und ein Rekordergebnis verkünde, dürfe man über einen solchen Antrag auch nicht überrascht sein, wandte sich der OB direkt an anwesende Vorstandsmitglieder des Geldhauses.
Die Antragsteller riefen zudem noch einmal in Erinnerung, dass auch SPD und CDU bei Verabschiedung des Haushaltssicherungskonzeptes 2010 die Absicht zur Einführung einer Sparkassenausschüttung beschlossen hatten. Sie bedauern zudem, dass im Kreistag sich „die großen Fraktionen … einer wirklichen Diskussion mit wenig differenzierten Argumenten der Angelegenheit durch Ablehnung entledigten“.

Piraten, Partei/FDP/GöLinke/Antifa-Linke
Baumschutzsatzung hinkt der Zeit hinterher
Fünf im Rat vertretene Parteien halten die Göttinger Baumschutzsatzung für wenig zeitgemäß und wollen eine Überarbeitung herbeiführen. Anlass ist eine von den Piraten vorgenommene Auswertung von 60 Baumschutzsatzungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie bemängeln beispielsweise, dass Weiden, da nicht in der Baumschutzsatzung aufgeführt, ohne Genehmigungsverfahren gefällt werden können. Ein Schutz dieser und weiterer Baumarten, etwa Wildformen von Obstbäumen, sei aber aufgrund stadtklimatischer Kriterien notwendig. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf das IWF-Gelände, auf dem Anfang 2016 alle großen Weiden und Wildkirschen mitten in einem geschlossenen Baumbestand gefällt wurden – „ohne Notwendigkeit“ (Abb.).
Baumschutzsatzung Dort wurden alle großen Bäume gefällt, die nicht durch die Satzung geschützt waren. Übrig blieb auf einer großen Fläche ein artenarmer Bestand aus satzungsgeschützten Laubbäumen, hauptsächlich Buchen und Hainbuchen. „Artenarme Laubbaumbestände können aber nicht Satzungsziel sein", kritisiert Francisco Welter-Schultes von den Piraten. Außerdem bemängelt er Außerdem wird „eine Schieflage in der Behandlung von Bürgern“ bei solchen Angelegenheiten.

Verkehr
Busse sollen schneller werden
Großräumige Ampel-Umrüstung
pdg — Seit dem 6. Februar haben die Arbeiten an der zweiten Stufe von Beschleunigungsmaßnahmen für den öffentlichen Personennahverkehr in Göttingen begonnen, die den Umbau von insgesamt 21 Lichtsignalanlagen entlang der Hannoverschen und der Weender Landstraße sowie der Groner und der Kasseler Landstraße umfassen. Der Umbau beinhaltet zum Großteil die technischen Komponenten wie Signalgeber mit Umrüstung auf die extrem energieeffiziente Ein-Watt-Technologie und den Einbau der Busbevorrechtigungs-Bauteile. Bei einigen Anlagen werden Masten getauscht. Es sind geringfügige Tiefbauarbeiten enthalten, wenn beispielsweise neue Erfassungsschleifen in die Straßendecke eingebracht werden.Weitere Informationen

Landesregierung
Zweckentfremdungsverordnung kommt
Nach einer Mitteilung der Niedersächsischen Landesregierung soll zum Jahresende eine neue Regelung zum Schutz von Wohnraum in Kraft treten. Damit wird den Kommunen ein Werkzeug an die Hand gegeben, wirksam gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum, etwa den Leerstand oder die Büronutzung, vorzugehen.
Damit wird eine Initiative der Göttinger Grünen konkret. Rolf Becker, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Stadt Göttingen: „Wir … haben im November 2015 den Anstoß für dieses Gesetz gegeben und im Rat dem Oberbürgermeister den Auftrag erteilt, sich gegenüber der Landesregierung für ein Wohnraumschutzgesetz einzusetzen.“ Hintergrund der Initiative war, dass die Stadt trotz des Leerstands in einigen Gebäuden beginnen musste, Sammelunterkünfte für Geflüchtete zu errichten, statt diese in regulärem Wohnraum unterbringen zu können. Kreisvorstandssprecherin Marie Kollenrott hatte ebenfalls im November 2015 für die Göttinger Grünen einen entsprechenden Antrag auf dem Landesparteitag eingebracht, der mit großer Mehrheit angenommen wurde.
Fahrverbote auch hier möglich
Gerichtliche Durchsetzung nicht ausgeschlossen
Angesichts der der hohen Schadstoffbelastung in Stuttgart und der Ankündigung von Fahrverboten für ältere Dieselfahrzeuge durch die Landesregierung in Baden-Württemberg halten die Grünen im Landtag dies auch in niedersächsischen Städten für möglich. Auch in sieben Städten des Landes werden nämlich die Grenzwerte für Stickoxide (NOx) überschritten.Weitere Informationen


Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Weltladencafé
Kosmetik-Tauschbörse
Unkonventionelle Wege wählt das Weltladencafé in Göttingen und bietet am 1. März eine Kosmetik-Tauschbörse an. Jede/r kann mitbringen, was er/sie an Kosmetik nicht (mehr) braucht. Auch wer nichts zum Tauschen hat, kann einfach stöbern, trinkt Kaffee oder tauscht Schminktipps aus. Es darf alles mitgebracht werden, was mit Kosmetik zu tun hat. Verboten sind lediglich medizinische Produkte, benutzte Rasierklingen, benutzte Zahnbürsten. →Veranstaltungen

Neoko 60plus
Vermittlungsbörse für aktive Senioren
Neoko 60plusNeoko, eine Gruppe von sich freiwillig und ehrenamtlich engagierenden Bürgern aus dem Landkreis, die zum Beispiel weithin beachtete Vorträge im Apex organisieren, treten mit einer neuen Idee an die Öffentlichkeit: NEOKO 60plus, ein Online-Portal für regionales Engagement. „Neoko“ steht für „Neokortex“, dem jüngsten Teil des Gehirns, mit dem wir logisch denken – und manchmal auch nicht. Angesprochen werden von der Vereinigung insbesondere Bürger/innen mit Erfahrung in verschiedensten Aufgaben- und Lebensbereichen, die motiviert und mit guter geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit gesegnet sind und die den Wunsch verspüren, für den neugewonnenen zeitlichen Freiraum im Alter eine neue, freiwillig gewählte Aufgabe zu finden, die inhaltlich bereichern kann. Neoko will nach sinnvoller Beschäftigung Suchende mit Aufgabenanbietern über das neue Portal, auf dem man seine Wünschen und Bedürfnisse selbst eintragen kann, leicht erreichbar zusammenbringen – ganz nach dem selbstgewählten Motto: „100% aller nie begonnenen Vorhaben bleiben erfolglos, 20% aller begonnenen Vorhaben führen zum Erfolg. Also fangen wir mal an“.
→www.neoko-60plus.de

IV. Quartal 2016
Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
Liegt die jährliche Nettozuwanderung in den nächsten Jahrzehnten mit rund 200.000 im Bereich des langjährigen Durchschnitts in Deutschland, würde das Arbeitskräfteangebot vom heutigen Stand mit rund 46 Millionen bis zum Jahr 2060 auf unter 40 Millionen sinken. Die voraussichtlich weiter steigende Erwerbsbeteiligung der Frauen und der Älteren ist dabei schon berücksichtigt.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Arbeitslosigkeit: Saisonaler Anstieg
Im vierten Quartal 2016 gab es auf dem ersten Arbeitsmarkt bundesweit 1.044.000 offene Stellen. Damit lag die Zahl der offenen Stellen um 6.000 über dem hohen Niveau des vierten Quartals 2015. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).Weitere Informationen

Arbeitsmarkt im Januar
Arbeitslosigkeit sinkt weiter
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,1 Punkte gestiegen. Dies geht auf die Komponente für den Ausblick auf die Arbeitslosigkeit zurück, die sich um 0,7 Punkte verbesserte. Die Komponente für die Beschäftigung verlor hingegen 0,4 Punkte. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt mit 103,2 Punkten einen positiven Ausblick auf das Jahr 2017.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Liberia
Illegale Holzimporte in die EU?
RegenwaldIllegaler Holzabbau, hier BrasilienFoto: Wilson Dias/Agência Brasil
Liberia beherbergt einen einmaligen Naturschatz: vom Aussterben bedrohte Westafrikanische Schimpansen. In dem kleinen Land wächst mehr als ein Drittel des Upper Guinean Rainforest. Der Artenreichtum ist überwältigend. Doch die Bevölkerung ist bitterarm. Um die Armut zu bekämpfen, setzt die Regierung auf den Holzexport. Dadurch droht jedoch die ungezügelte Plünderung der Regenwälder.
Laut einer neuen Studie sind alle großen Holzkonzessionen Liberias illegal. Derzeit verhandelt die EU mit Liberia über ein Holzhandelsabkommen. Damit würde Europa Holz ohne weitere Prüfung importieren, wenn Liberia die Legalität garantiert. Dass dies funktioniert, ist zweifelhaft. Vielmehr ist zu befürchten, dass illegale Konzessionen auf dem Papier für legal erklärt werden.
Trotz dieser Gefahr könne das System zum Schutz von Wäldern beitragen, berichten liberianische Umweltschützer. Ihre Arbeit sei durch die VPA-Verhandlungen gestärkt worden. Jetzt kämpfen sie dafür, dass die illegalen Konzessionen zurückgenommen werden. Bitte fordern Sie von der EU, kein Holz von Liberias illegalen Konzessionen zu importiert:
www.regenwald.org

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Bildung - Beruf - Karriere

Internationale Schülerforschungstage
pug — Teilchenphysik hautnah miterleben können Schülerinnen und Schüler der Oberstufe am 2. März bei den diesjährigen Internationalen Schülerforschungstagen. Die Fakultät für Physik der Universität Göttingen lädt zu den „International Masterclasses“ ein, an denen sich über 200 Hochschulen und Forschungsinstitute aus 50 Ländern beteiligen. Die Jugendlichen analysieren Daten, die am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik (CERN) in Genf aufgezeichnet wurden. „Diese Schülerforschungstage sind eine einzigartige Gelegenheit, Seite an Seite mit Wissenschaftlern Originaldaten auszuwerten und einen authentischen Eindruck von der modernen Forschung zu erhalten“, sagt Prof. Dr. Arnulf Quadt von der Universität Göttingen.Weitere Informationen

Studierende in der Flüchtlingsarbeit
Uni bietet Supervision und Workshops
für ehrenamtliche Helfer

pug — Mit einem neuen Angebot unterstützt die Universität Göttingen Studierende, die sich für geflüchtete Menschen engagieren möchten. Das Projekt „Integrationstandems & Supervised Networking“ bereitet die Studierenden auf ihren Einsatz vor und begleitet die Arbeit mit Workshops und Seminaren. Das Angebot ist angesiedelt an der Zentralen Einrichtung für Sprachen und Schlüsselqualifikationen (ZESS) und erfolgt in Kooperation mit der Abteilung für Sozial- und Kommunikationspsychologie, der Universitätsmedizin Göttingen und dem Hochschulsport.Weitere Informationen

Wettbewerb
Bundespreis Ecodesign 2017
Kluge Ideen für die Zukunft gesucht
„Überzeugendes Design statt kurzlebiger Wegwerfware“ – das ist das Motto eines bundesweiten Wettbewerbs, der gemeinsam vom Umweltbundesamt und de Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ausgelobt wird.
Sammelstationen für Meeresmüll, Fassaden, die atmen oder bionische Trennwände für Flugzeuge: gesucht werden mutige Design-Pioniere und Erfinder nachhaltiger Produkte. Bewerben können sich Unternehmen, Designagenturen, Start-Ups und Studierende – mit bereits erstellten Prototypen oder marktreifen Produkten und Dienstleistungen.
Die Bewerbungsfrist endet am 10. April.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• Sicherheitssoftware
• Lippenpflegemittel
• Kinderwagen

Neue Bücher für Verbraucher
Rezeptbuch: Gesunde Küche vegetarisch
Rezeptbuch: Power-Suppen
Ratgeber: Unser Hund – fit und gesund
Das große Gewächshausbuch

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de beanstandet die Verbraucherzentrale aktuell folgende Produkte wegen irreführender oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Ja! Tiefkühl-Beeren-Mischung
• Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen
Eine Reihe von Änderungen bei der Deklaration einer Vielzahl von Produkten hat die Verbraucherzentrale inzwischen erwirkt oder auch gerichtlich erzwungen. Entsprechende Informationen darüber finden Sie direkt unter
www.lebensmittelklarheit.de

Abzocke
Routenplaner: 500 Euro für die Nutzung
Maps-24.info, online-routenplaner.info oder maps-navi.info – unter wechselnden Adressen aber stets gleicher Aufmachung locken unseriöse Routenplaner Verbraucher in die Falle: Wer den Dienst nutzen möchte, muss zunächst seine E-Mail-Adresse eingeben und schließt damit angeblich eine Mitgliedschaft für 500 Euro pro Jahr ab. Bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen haben sich mehrere Verbraucher gemeldet, die jetzt dubiose Zahlungsaufforderungen erhalten haben. Per E-Mail wird der Besuch eines Inkasso-Teams angedroht und zur Zahlung des Mitgliedsbeitrags per Amazon-Gutschei­nen aufgefordert.
Die E-Mails werden von der Media Solution oder Content Solution GmbH verschickt. Der Inhalt ist immer gleich: Es wird ein konkreter Termin genannt, an dem angeblich ein „Inkasso-Außendienst-Team“ Wertgegenstände pfänden wird. Für größere Gegenstände werde am Folgetag eine Spedition beauftragt. Um diese Maßnahme abzuwehren, müsse der Verbraucher die offene Rechnung mittels Amazon-Gutscheinen begleichen.
Betroffene sollten sich auf keinen Fall einschüchtern lassen. „Auch wenn der Verbraucher den Online-Dienst genutzt hat, ist letztlich nie ein Vertrag zustande gekommen, da der Anmeldeprozess nicht ordnungsgemäß deklariert wurde“, erklärt Körber. Auch müsse niemand den Besuch eines Inkasso-Außendienst-Teams fürchten: „Gepfändet werden kann nur, wenn ein Vollstreckungstitel gegen den Verbraucher vorliegt. Hierfür fehlt den Abzockern nicht nur der Rechtsgrund, sondern auch eine ladungsfähige Anschrift“, so Kathrin Körber, Rechtsexpertin der VZN. Betroffene Verbraucher sollten die E-Mail daher schlicht ignorieren.

Test: WLan im ICE
Geschwindigkeit ok, AGB nicht
Viele hundert Kilometer sind die Tester der Stiftung Warentest mit ihren Messgeräten im ICE durch Deutschland gefahren, um zu ermitteln, welche Qualität das neue WLan in der Bahn bietet. Das Ergebnis des Praxistests ist eher erfreulich: Im Schnitt surfen Bahn-Kunden mit 1000 Kilobit pro Sekunde, das entspricht nahezu dreifacher UMTS-Geschwindigkeit. Allerdings schwankt das Surftempo teilweise erheblich: Des Öfteren stehen Datenraten von bis zu rund 2,5 Megabit pro Sekunde zur Verfügung, im Extremfall jedoch kommt gar keine Verbindung zum Internet zustande. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gibt es hingegen ärgerliche Mängel, die nicht im Einklang mit den Werbeversprechen der Bahn stehen.Weitere Informationen

Baufinanzierung
Nur 5 von 21 Banken
und Vermittlern beraten gut

Ob Wohnung oder Haus, für Immobilienkäufer bleibt eine gute Beratung die Ausnahme. Im Praxistest zur Baufinanzierung stellte die Zeitschrift Finanztest bei vielen der 21 getesteten Banken und Kreditvermittlern erhebliche Mängel fest. Mal klaffte im Finanzierungsplan eine Lücke von vielen tausend Euro, mal waren die Kreditraten für den Kunden viel zu hoch. Im Angebot fehlten oft wichtige Informationen über die Restschuld oder Möglichkeiten zur Sondertilgung. Und einige Kredite waren einfach viel zu teuer, berichtet Finanztest in der März-Ausgabe.Weitere Informationen

Amazon
Abofalle statt Gratisfilm
Auf Amazon werben Drittanbieter mit Streams von aktuellen Kinofilmen – gratis und in bester Bildqualität. Wer auf diese Lockangebote reinfällt, bekommt nicht etwa die Filme zu sehen, sondern tappt in eine Abofalle und verrät unseriösen Anbietern persönliche Daten. Amazon reagiert auf die Fake-Angebote nur langsam und ineffizient und setzt damit das Geld und das Vertrauen seiner Kunden aufs Spiel.Weitere Informationen

Kreuzfahrten
Kostenfallen und wie man sich schützt
Im Jahr 2015 hat sich die Anzahl der deutschen Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen knapp verdreifacht – rund 2,2 Millionen Deutsche gingen 2015 an Bord. Doch nicht jede Fahrt verläuft so romantisch wie in der Fernsehserie. Nicht selten klagen Kreuzfahrer über horrende Handykosten, schlechte Unterbringung wie eine Innen- statt einer gebuchten Balkonkabine und andere Ärgernisse. Solche Mängel und was man bei Reisemängeln tun kann, hat jetzt die Zeitschrift Finanztest näher beleuchtet.Weitere Informationen

Versicherungen unter der Lupe
Überwiegend Versicherungen hat sich die März-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest zum Thema genommen – und worauf man bei Ihnen achten sollte. Bei Photovoltaikversicherungen, hat sie festgestellt, sei der Schutz oft löchrig und Krankenversicherungen zahlen für Reiseimpfungen zwar vielfach einen Zuschuss, das aber in unterschiedlicher Höhe. Wie privat Versicherte steigende Beiträge reduzieren können, ist ein weiteres Thema der aktuellen Ausgabe.
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen weist darüber hinaus darauf hin, dass die Beiträge privater Pflegezusatzversicherungen nach der Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung steigen können. Werden Beiträge erhöht, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Hierfür gilt eine Frist von zwei Monaten ab Erhalt der Änderungsmitteilung.

REWE-Group
Keine Reaktion auf Beschwerden
Verbraucherunfreundliches Verhalten
Das Verbraucherschutzportal Lebensmittelklarheit.de hat speziell zu Verbraucherbeschwerden der REWE-Group einen Marktcheck durchgeführt. In allen Fällen bekam der Hersteller die Möglichkeit eine Stellungnahme abzugeben. Doch nicht ein einziges Mal reagierte die REWE-Group auf diese Schreiben. In einem Marktcheck haben die Verbraucherschützer nun untersucht, ob die Firmen die Beschwerden ignorieren und ihre Produkte unverändert anbieten oder ob sie die täuschenden Produkte kommentarlos verbessern. Insgesamt waren zu Beginn des Marktchecks, im Oktober 2016, 22 Produkte von REWE, Penny und Wilhelm Brandenburger – alles Firmen der REWE-Group – auf Lebensmittelklarheit.de zu finden. Darunter unter anderem Produkte der Marken „ja!“ (vgl. oben: →Aktuelle Verbrauchertäuschungen), „Rewe Beste Wahl“ und „Rewe Bio“.Weitere Informationen

Vodafone
Gezielte Verbraucher-Täuschung
Werbung als offizielles Schreiben getarnt
Viele Verbraucher erhalten jetzt Post von der Vodafone Kabel Deutschland GmbH: Per Brief oder Postkarte informiert das Unternehmen über „wichtige Neuerungen der Telefon- und Internet-Technologie“ oder die bevorstehende DVB-T-Abschaltung. Vermeintliche Zustellungsstempel, Vorgangsdaten und Rückmeldefristen sollen den Anschein erwecken, die Information habe eine gewisse Dringlichkeit und erfordere schnelles Handeln der Verbraucher. In Wirklichkeit geht es nur um eines – Werbung. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät Betroffenen, sich von den Schreiben nicht blenden oder unter Druck setzen zu lassen.Weitere Informationen

Antennenfernsehen
Wer nicht aufrüstet, sieht bald schwarz
Wer sein Fernsehprogramm über Antenne empfängt, muss jetzt handeln: Ab 29. März zeigen ältere TV-Geräte in vielen Regionen kein Bild mehr. Neue Technik ist nötig. Die Stiftung Warentest liefert Testergebnisse und Tipps für den Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD. Im Test: Fernseher, Empfänger und Antennen für das neue Antennenfernsehen in hoher Auflösung.Weitere Informationen


Gesellschaft

Nachbarschaftszentrum Grone
Frauen-Fitnesskurs
Einen Frauen-Fitnesskurs bietet das Nachbarschaftszentrum ab 27. Februar an. Ziel ist es, die Beweglichkeit und Kondition zu verbessern und Spaß dabei zu haben. Es gibt Übungen zur Kräftigung und Straffung von Bauch-Beine-Po, auch Übungen zur Entspannung des ganzen Körpers. Der Kurs ist für alle Trainings- und Altersstufen geeignet und findet immer montags von 18.30 bis 19.30 Uhr in der Deisterstraße 10 statt. Die Kosten betragen 3,00 Euro pro Termin.
Anmeldung unter Tel. 3848 120.

Internationaler Frauentag
Zurück zu den Wurzeln
pdg — Seit 1911 wird in Europa zum Internationalen Frauentag aufgerufen, seit 1994 stellt das Frauenforum in Göttingen hierzu ein Programm zusammen. „Zurück zu den Wurzeln“ so beschreibt die Göttinger Gleichstellungsbeauftragte Christine Müller das zentrale Anliegen in 2017.
Das Frauenforum startet am 8. März mit einem Empfang unter dem Motto „Anspruch trifft Wirklichkeit – Kommunalpolitik trifft Frauenforum“. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeisterin Helmi Behbehani informiert die Historikerin Karin Gille-Linne über Dr. Elisabeth Selbert, eine der „Mütter“ des Grundgesetzes und entscheidende Kämpferin für den Gleichberechtigungsgrundsatz. Der anschließende Austausch mit Rats-/Kreistagspolitikerinnen und Vertreterinnen des Frauenforums, den Angela Brünjes moderiert, soll Einblick in das gleichstellungspolitische Engagement geben. Die Veranstaltung findet am 8. März ab 19.00 Uhr im DT Keller statt.
Eine Woche später, am 15. März, erfolgt nach einer Information zum Stand der Klage für ein Paritätsgesetz vor dem bayerischen Verfassungsgerichtshof durch Prof. Dr. Silke Laskowski die Unterzeichnung der „Göttinger Erklärung für ein Paritätsgesetz“. Damit wird die Unterrepräsentanz von Frauen in den deutschen Parlamenten sowohl auf kommunaler, Landes- wie Bundesebene kritisiert und die Bundesregierung aufgefordert, Strukturen zu schaffen, damit Frauen und Männer paritätisch vertreten sind. Bereits Elisabeth Selbert sah in der mangelnden Heranziehung von Frauen zu öffentlichen Ämtern und Ihrer geringen Beteiligung in den Parlamenten einen „Verfassungsbruch in Permanenz“. Diese Veranstaltung findet ab 19.00 Uhr im Holbornschen Haus statt.
Weitere Veranstaltungen befassen sich mit Themen wie Antifeminismus, „Armut ist weiblich“, „We want 6“ und „Wir brauchen Frieden“.
→www.frauenbuero.goettingen.de

Bürgerstiftung Göttingen
Patenschaften mit Geflüchteten
Sie üben Deutsch, reparieren gemeinsam Fahrräder, suchen Wohnungen, füllen Formulare aus, knüpfen Kontakte, erleben Alltag in Deutschland: Wie 15 andere Bürgerstiftungen in Deutschland auch fördert die Bürgerstiftung Göttingen Patenschaften zwischen Einheimischen und Geflüchteten. Nach dem erfolgreichen ersten Jahr des Projekts „Bürgerstiftungen stiften Patenschaften“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Menschen stärken Menschen“ gefördert wird, will die Bürgerstiftung Göttingen die Zahl der von ihr betreuten Patenschaften von derzeit 35 auf 50 erhöhen.Weitere Informationen

Badeparadies Eiswiese
Weitere Meerjungfrauenschwimmkurse
Vier neue Termine hat das Badeparadies Eiswiese für das derzeit beliebte Meerjungfrauenschwimmen im Angebot. Für alle, die in den Osterferien noch nichts vorhaben und in eine Nixenflosse schlüpfen möchten, bieten wir am Freitag, 21. April 2017, wieder vier Kurse an, ebenso unmittelbar vor den Sommerferien am Sonntag, 11. Juni 2017. In der zweiten Jahreshälfte sind Bewegungsbecken und Gruppenbad am Sonntag, 10. September 2017, und am Sonntag, 10. Dezember 2017, wieder ganz in Nixenhand. Es wird wieder Anfängerinnenkurse für Kinder ab 8 Jahren mit dem Bronzeabzeichen, Anfängerkurse für Kinder und Erwachsene, die mindestens das Silberabzeichen haben, und Fortgeschrittenenkur-se, die sich an diejenigen richten, die bereits einen Anfängerkurs absolviert haben, geben.
Die genaue Kursübersicht ist unter https://www.goesf.de zu finden. Hier können sich Interessierte für die ersten beiden Termine bereits anmelden. Die Kurse im September und Dezember werden im Sommer online gestellt. Die Kosten pro Kurs belaufen sich auf 40,00 €/Teiln. (darin enthalten ist bereits die Leihflosse sowie der Eintritt ins Badeparadies Eiswiese für 2 Stunden). Mitzubringen sind Schwimmkleidung, Schwimmabzeichen und Handtuch.

Great Barrier Run
Dritte Auflage des Hindernislaufs
Nach dem großen Teilnehmer- und Zuschauerzuspruch der ersten beiden Austragungen des „Great Barrier Run“ gibt es 2017 die dritte Auflage des Hindernislaufs. Der „Great Barrier Run“ bietet auf drei verschiedenen Streckenlängen von 5, 10 und 15 Kilometern Länge Laufvergnügen kombiniert mit abwechslungsreichen Hindernissen. Der Hochschulsport der Universität Göttingen veranstaltet den Lauf am Sonnabend, 16. September. Die Anmeldung ist bereits freigeschaltet und schon über 600 Startplätze sind vergeben. Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt 1.200 Sportbegeisterte teil.
Great Barrier Run„Wir werden probieren, unsere Kapazitäten zu erhöhen. Allerdings sind uns irgendwann natürliche Grenzen gesetzt“, sagt Projektleiter Mischa Lumme. 18 Hindernisse gilt es auf der Fünf-Kilometer-Strecke zu überwinden. Während einige Hindernisse erklettert werden müssen, sind für andere Kraft und Geschicklichkeit gefragt. „Wir wollen wieder einen attraktiven Lauf schaffen, bei dem es auf den Spaß an der Bewegung ankommt. Bei allen Hindernissen ist Teamwork der Schlüssel zum Erfolg“, so Lumme.
Darüber hinaus gibt es wieder eigene Wertungen für Schulen und Firmen. Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren können in ihren Klassen und Kursen über die Fünf-Kilometer-Distanz starten. Alle Firmen und Schulen werden auch im Rahmen der Gesamtwertung erfasst. Anmeldungen sind über das Internet unter www.great-barrier-run.de möglich. Alle Informationen sind zudem auf Facebook unter www.facebook.com/GreatBarrierRun zu finden.

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Erneut Spielhalle überfallen
Erneut ist in Göttingen am frühen Samstagmorgen (25.02., 7.40 Uhr) eine Spielhalle überfallen worden. Eine vermummte männliche Person bedrohte in der Reinhäuser Landstraße die weibliche Angestellte mit einem Messer und fordert die Herausgabe von Bargeld.

Wieder gezielte Verkehrskontrollen
jan — Bei gezielten Verkehrskontrollen in Stadt und Landkreis Göttingen haben Polizeibeamte am Dienstag (21.02.) insgesamt 136 Verkehrsverstöße festgestellt. Im Rahmen der achtstündigen Kontrollaktion wurden allein bei Geschwindigkeitsmessungen 103 Temposünder erwischt.

Kleinkraftrad und Altpapiertonne angezündet
jk — Im Zusammenhang mit einem am 11.02. in der Lichtenbergstraße ausgebrannten Kleinkraftrad hat das 1. Fachkommissariat Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung eingeleitet.

Pkw streift Radfahrer – Zeugen gesucht
jan — Nach einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Radfahrer, der sich bereits am vergangenen Mittwoch (15.02.) auf einem Kundenparkplatz in der Holtenser Landstraße ereignet hat, sucht die Polizei nach Zeugen des Vorfalls und auch den Pkw-Fahrer.

Ab in die Böschung
jk — Vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ist nach ersten Ermittlungen am Montagmittag (20.02.) gegen 12.10 Uhr ein 46 Jahre alter Mann mit seinem VW Golf auf regennasser Fahrbahn nach links von der Straße abgekommen und eine abschüssige Böschung hinabgefahren.

2,68 Promille
jan — Am Sonntagabend (19.02.) fuhr ein offensichtlich alkoholisierter Fahrer mit seinem BMW auf der Bundesstraße 27 aus Ebergötzen in Richtung Göttingen.

Unter Alkoholeinfluss neben der Straße
jan — Bei einem Verkehrsunfall in Göttingen wurde am Sonntag (19.02.) eine Pkw-Fahrerin leicht verletzt.

Einbruch in Wohnhaus
jan — Unbekannte Täter sind im Zeitraum von Dienstag bis Samstag (14.–18.02.) in ein Wohnhaus in der Straße Zur Akelei eingebrochen.

Auslieferer beraubt
jk — Auf dem Gehweg vor einer Seniorenresidenz im Max-Born-Ring haben Unbekannte am Freitagabend (17.02.) gegen 22.35 Uhr einen Mitarbeiter eines Fastfood-Bringdienstes überfallen.

Großkontrollen auf der BAB 7
ots — Die Polizeidirektion Göttingen hat am vergangenen Donnerstag und Freitag (16./17.02.) in einer groß angelegten Verkehrsaktion an insgesamt neun Kontrollstellen auf BAB 7 und den Bundesstraßen 1, 3, 6, 27 und 64 Verkehrskontrollen durchgeführt und schwerpunktmäßig den gewerblichen Güter- und Personenbeförderungsverkehr kontrolliert.

Diesel abgezapft
jan — Ein auf dem Rastplatz Göttingen West an der A 7 geparkter Sattelzug wurde in der Nacht zu Samstag (18.02.) zum Ziel von Dieben.

Rotlicht missachtet
ber — Zwei leicht verletzten Personen hatte am Sonntag, 17. Februar, gegen 9.35 Uhr, an der Kreuzung Friedländer Weg / Am Steinsgraben in Göttingen ein Rotlicht-Verstoß mit hohem Sachschaden zur Folge.

Frauenbelästiger festgenommen, Opfer gesucht
jk — Ein alkoholisierter 25 Jahre alter Mann aus Göttingen hat nach derzeitigen Erkenntnissen am Donnerstagabend (16.02.) gegen 21.45 Uhr auf der Berliner Straße in Höhe des Fußgängerüberwegs zum ZOB eine junge Frau attackiert. Ein aufmerksamer Radfahrer beobachtete den Übergriff und alarmierte die Polizei. Das Opfer wird jetzt gesucht.

Unter Drogeneinfluss am Steuer
jk — Eine Funkstreife der Göttinger Polizei hat Donnerstagnacht (16.02.) gegen 2.05 Uhr im Siekweg einen vermutlich unter dem Einfluss von Drogen am Steuer sitzenden Mann aus Göttingen aus dem Verkehr gezogen.

Transporter in Flammen
jk — Vermutlich aufgrund eines technischen Defektes ist Donnerstagnacht (16.02.) gegen 3.00 Uhr im Göttinger Schildweg ein hochwertiger Mercedes in Brand geraten.

Wieder etliche Schnapsleichen
jk — In der Nacht zum Valentinstag (14.02.) haben Funkstreifen der Polizei Göttingen im Stadtgebiet erneut mehrere Trunkenheitsfahrten geahndet.

         
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