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Radfahrer nach wie vor besondere RisikogruppeWeitere Informationen

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    Spacer 28.03.2017 2:36 SpacerOptimiert für das Format 16:9    
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft

Heute im Radio

Sprechstunde. Schlafstörungen. Millionen Menschen in Deutschland schlafen schlecht ein oder durch. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Berufliche Belastungen, Stress im privaten Umfeld, übermäßiger Alkoholkonsum, eine schlechte Matratze oder ein schnarchender Bettnachbar sind nur einige davon. Etwa zehn bis 15 Prozent der Deutschen leiden an einer behandlungsbedürfti-gen und chronischen Schlafstörung. Den Betroffenen bleibt mitunter nur der Gang in ein Schlaflabor, um die Ursachen mit Hilfe von Ärzten zu ergründen und zu bekämpfen.
Hörertel.: 00800.44644464.

10.10 Uhr, Deutschlandfunk.

Deutschland – Papierverschwenderland. Wir Deutschen sind Weltmeister im Papierverschwenden. Zwar hinter Belgien/Luxemburg nur Vizeweltmeister. Aber das ist eh ein Titel, mit dem sich niemand schmücken kann. Fast 260 Kilo Papier verbrauchen wir pro Jahr und Kopf. Dreieinhalb mal mehr als China, fast doppelt so viel wie Frankreich. Ein Mensch in Afrika kommt im Vergleich mit nur 10 Kilo im Jahr aus. Muss das sein? Sollte in Zeiten von Tablets, Mails, Smartphones und digitalen Speichermedien Papierverschwendung nicht längst Geschichte sein? Unsere Reporterin wagt einen Selbstversuch: Ist ein papierloses Leben möglich?
19.30 Uhr, Deutschlandradio Kultur.


Kultur

Kultursommer
Matthias Brandt & Jens Thomas,
Jochen Malmsheimer

Schauspieler Matthias Brandt und der Singer-Songwriter und Improvisationskünstler Jens Thomas kommen am 24. Juni mit ihrem neuen Projekt „Life – Raumpatrouille & Memory Boy“ nach Göttingen. In einer Wort-Musik-Collage bringen die beiden Künstler ihre neuen Werke gemeinsam auf die Bühne im Deutschen Theater. Ihre Geschichten und Songs sind Reisen in einen Kosmos, den jeder kennt, der aber hier mit ganz besonderem Blick untersucht wird: den Kosmos der eigenen Kindheit.
Am 25. Juni trittt der wortgewaltige Kabarettist Jochen Malmsheimer im Deutschen Theater mit seinem neuen Programm „Dogensuppe Herzogin – ein Austopf mit Einlage“ auf.
Der Vorverkauf an den bekannten Göttinger Vorverkaufsstellen hat bereits begonnen.
Aus dem „Larifari“-Kinder-Sonntags-Theater wird in diesem Jahr ein „Larifari“-Kinder-Straßentheatertag, der am 24. Juni stattfindet.
→ www.kultursommer.goettingen.de

Lichtenberg zum 275.
Kleiner Mann
mit großer Ausstrahlung

pdg — Am 1. Juli jährt sich der Geburtstag von Georg Christoph Lichtenberg (1742 bis 1799) zum 275. Mal. Der geniale Experimentalphysiker, Erfinder des Plus/Minus-Zeichens und Blitzableiters, Philosoph und Aphoristiker, an den in Göttingen zwei Denkmäler auf dem Marktplatz und vor der Paulinerkirche im Papendiek erinnern, lebte und wirkte von 1763 an bis zu seinem Tode in Göttingen, vor allem im heutigen Künstlerhaus/Lichtenberg-Haus in der Gotmarstr. 1. Über seine naturwissenschaftlichen Entdeckungen hinaus gilt Lichtenberg als einer der wichtigsten Impulsgeber der Aufklärung und als Begründer des deutschsprachigen Aphorismus. Der Fachbereich Kultur der Stadt Göttingen hat neben vielen anderen eine Reihe von Veranstaltungen und Ausstellungen im Jubiläumsjahr geplant.Weitere Informationen

Schülertheatertage
Performance auf der Bühne
Bewerbungen ab sofort möglich
Vom 29. bis 31. Mai finden am Jungen Theater die Schülertheatertage statt. Sie bieten ausgewählten Inszenierungen von Göttinger Schulen die Möglichkeit, sich auf der professionellen Bühne des Jungen Theaters zu präsentieren. Mitmachen können alle Göttinger Schüler/innen ab dem Grundschulalter mit ihren Schultheaterproduktionen. Die Dauer der Aufführungsstücke sollte 60 Minuten nicht überschreiten.
Zudem wird es die Möglichkeit geben, sich in Form von Nachgesprächen zwischen Schülern und Lehrern, Schauspielern und Zuschauern über den Probenprozess und die jeweilige Aufführung auszutauschen und an einem der angebotenen Schüler- bzw. Lehrerworkshops teilzunehmen. Das Junge Theater freut sich auf alle spielwütigen Schüler/innen, die Lust haben, sich auf der JT-Bühne auszutoben, und auf alle Regie-begeisterten Lehrer/innen.
Bewerbungen mit einer kurzen Beschreibung des Projekts bis zum 31. März an: info@junges-theater.de

Open-Air am KWP
Vorverkauf beginnt
pdg — Das Programm für das Open Air im Kaiser-Wilhelm-Park (KWP) nimmt Formen an. Fest steht: Max Giesinger ist ebenso dabei wie die Band Earth, Wind & Fire Experience feat. Al McKay Allstars. Der Vorverkauf hat bereits an allen bekannten Vorverkaufsstellen begonnen. Kinder bis 14 Jahren haben in Begleitung eines Erziehungsberechtigten freien Eintritt. Die Tageskarte gibt es für 25,00, den Festivalpass für 40,00 Euro jeweils zuzüglich Vorverkaufsgebühr. In diesem Jahr bietet der Fachdienst Kultur einen Frühbucherrabatt, damit sich der Kartenkauf auch lohnt. Die ersten 100 Tageskarten pro Festivalabend gibt es für einen vergünstigten Preis von 15,00 € zzgl. VVK-Gebühr.
Max Giesinger ist am 18. August im Rahmen seiner „Der Junge, der rennt“ Sommer-Tour live zu erleben. Seine Single aus dem aktuellen Album „Wenn sie tanzt“ ist ein Megahit – nach „80 Millionen“ ein weiterer Clou. Giesinger überzeugt durch seine markante Stimme und seine energiegeladenen Live-Auftritte.
Einen weiteren Höhepunkt konnten die Veranstalter für den 19. August verpflichten: die Band Earth, Wind & Fire Experience feat. Al McKay. Dreizehn erstklassige Musiker um den Gitarristen und fünffachen Grammy-Gewinner Al McKay werden die KWP-Bühne mit tanzbarer Soulmusik der legendären Band „Earth, Wind & Fire“ fluten. Welthits wie September, Best of my Love, Sing a Song u.v.m. sind zu Klassikern geworden.

 
Wissenschaft

Milchviehhaltung
Öffentlichkeit gegen frühe
Trennung von Muttertieren

eb/pug — Man sollte mal mit den Kindern von Landwirten ebenso verfahren, wie diese es mit dem ihnen anvertrauten Vieh tun – ein empörter Aufschrei der Zunft würde durch die Feldmarken gellen. Doch beim Rindvieh finden sie nichts dabei, kleine Kälber gleich nach der Geburt von den Müttern zu trennen, es könnte sich sonst ja negativ auf die Milchleistung auswirken. Eine gerade veröffentlichte repräsentative Online-Befragung hat, wie sollte es auch anders sein, eine deutliche Ablehnung solch früher Trennung von Kuh und Kalb unter den Teilnehmer/innen ergeben. Dann was für Landwirte vielleicht nur ein Stück Fleisch mit vier Beinen darstellt, ist mindestens ebenso empfindsam wie es die Fleischproduzenten sein sollten, die gerne von glücklichen Tieren auf saftigen Almweiden faseln.Weitere Informationen

Historische Landesforschung
Niedersachsens Klöster im Web
pug — Im Jahr 2013 hat das Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen das Niedersächsische Klosterbuch herausgegeben. Darin wurden alle bis 1810 gegründeten Domkapitel, Stifte, Klöster, Ordenskommenden, Beginen- und Begardenhäuser systematisch erfasst. Nun haben die Göttinger Historikerinnen und Historiker hieraus die wichtigsten Daten zu jedem Kloster, verschwunden oder noch in Betrieb, erstmals koordinatengenau kartiert und im Internet zugänglich gemacht.Weitere Informationen

Physik
Mikroskopie per Laseranregung
eb/pug — Göttingen scheint sich zu einem wissenschaftlichen Zentrum der Mikroskopie zu entwickeln. Nachdem erst kürzlich Stefan Hell vom MPI ein optisches Mikroskop entwickelt hat, das erstmals nur millionstel Millimeter voneinander entfernte Moleküle abbilden kann (vgl. →Ausstellungen), legen jetzt Wissenschaftler vom IV. Physikalischen Institut der Uni nach: ihnen ist es gelungen, gepulste Laseranregung mit der Rastertunnelmikroskopie zu verbinden. Als erste Anwendung ihres neuen Verfahrens studierten sie Ladungsprozesse an und innerhalb von Halbleiteroberflächen. So konnten sie erstmals den Einfluss von atomaren Defekten, beispielsweise isolierten Siliziumatomen, im Galliumarsenid vermessen.Weitere Informationen

Klimawandel
Waldverlust und Dürre
als Teufelskreis

pug — Ein internationales Forscherteam analysierte den Zusammenhang zwischen Dürre und Waldverlust. Der Waldverlust durch Abholzung im Amazonasgebiet und die mögliche Abnahme der Regenfälle dort könnten einen Teufelskreis in Gang bringen: Wenn Trockenzeiten mit dem menschengemachten Klimawandel zunehmen, steigt zusätzlich das Risiko eines sich selbst verstärkenden Waldverlusts. Worauf jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch ganz von selbst kommen kann, hat ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen ebenfalls herausgefunden. Allerdings, so die Forscher, kann große Artenvielfalt von Bäumen in einem Waldabschnitt dessen Überlebenschancen merklich erhöhen.Weitere Informationen

Schlaganfall
Neues Versorgungskonzept
spart wertvolle Minuten ein

umg — 53 Minuten wertvolle Zeit für das Gehirn bringt ein neues Versorgungskonzept, das ein interdisziplinäres Team von Schlaganfallforschern an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) entwickelt hat. Das Göttinger Konzept organisiert und beschleunigt die Arbeitsabläufe ab Eintreffen eines Patienten mit Schlaganfallbeschwerden in der Notaufnahme bis zur Behandlung.Weitere Informationen

„Google Hash Code“
Mathematiker qualifizieren sich
pug — Ein Team aus der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Göttingen hat sich beim Programmierwettbewerb „Google Hash Code“ für die Finalrunde qualifiziert. Sönke Behrends, Julius Pätzold und Alexander Schiewe sind am Institut für Numerische und Angewandte Mathematik in der Arbeitsgruppe „Optimierung“ tätig. Gemeinsam mit dem Informatikstudenten Bakhodir Ashirmatov belegten sie unter mehr als 200 teilnehmenden deutschen Teams den dritten Platz. In der Gesamtwertung aller 2.800 Mannschaften aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika landeten sie auf Platz 50. Innerhalb von vier Stunden mussten die Teams ein von Google entwickeltes praxisnahes Optimierungsproblem möglichst gut lösen.

Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken
Aufnahme und Integration
geflüchteter Frauen

pug — Gibt es in Deutschland einen Unterschied bei der Aufnahme und Integration geflüchteter Männer und Frauen? Mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigt sich in den kommenden drei Jahren ein Forschungsverbund der Universitäten Osnabrück, Göttingen und Oldenburg. Die Wissenschaftler/innen wollen auch Vorschläge entwickeln, inwieweit Ungleichbehandlung künftig vermieden werden kann. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur finanziert das Vorhaben „Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken – Prozesse vergeschlechtlichter In- und Exklusionen in Niedersachsen“ mit rund 500.000 Euro.Weitere Informationen

DLR Göttingen
Neuer Superrechner in Betrieb
Einen Super-Rechner für die Flugzeugforschung hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Göttingen jetzt in Betrieb genommen. Dafür wurden 3 Millionen Euro am Standort investiert. „Damit wird das DLR seiner Rolle als einer der europaweit führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der aeroelastischen Simulation gerecht“, sagte DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke, „das ist ein weiterer Schritt in der Digitalisierung der Luftfahrtforschung.“Weitere Informationen

Bauchspeicheldrüsenkrebs
Bindegewebszellen
contra Chemotherapie

umg — Bauchspeicheldrüsenkrebs im fortgeschrittenen Stadium lässt sich mit Chemotherapie bisher nicht heilen. Warum viele Chemotherapeutika gegen Bauchspeichel-drüsenkrebs so wenig effektiv wirken, haben Göttinger Forscher näher untersucht.Weitere Informationen

Neuroanatomie
Synapsen auf der Spur
umg — Ein Forscherteam der UMG hat weitere Details zur synaptischen Verschaltung der Großhirnrinde geklärt. Was auch immer wir über Augen, Ohren, Nase oder Haut an Informationen sammeln, steht uns nur dann für Entscheidungsprozesse oder zielgerichtetes Verhalten zur Verfügung, wenn Sinnesreize von unserem Gehirn bewusst wahrgenommen und weiter verarbeitet werden können. Dafür müssen Sinnesreize vor allem wohl dosiert im Gehirn ankommen. Grundlagenforscher haben jetzt ein Detail der vielfältigen synaptischen Verschaltungen zwischen hemmenden Nervenzellen der Großhirnrinde geklärt.Weitere Informationen

Auszeichnung
Heinz Maier-Leibnitz Preis 2017
für Göttinger Neurobiologin

umg — Dr. Marion Silies, Neurobiologin und Nachwuchsgruppenleiterin am Euro-pean Neuroscience Institute Göttingen (ENI-G), ist eine von insgesamt zehn Preis-trägern des diesjährigen Heinz Maier-Leibnitz-Preises. Mit dem Preis zeichnen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jährlich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland aus, die sich mit exzellenten Forschungsarbeiten profiliert haben. Die mit jeweils 20.000 Euro dotierten Preise zählen zu den wichtigsten Wissenschaftspreisen, die in Deutschland vergeben werden.Weitere Informationen

Physik
Sonolumineszenzphänome
sichtbar gemacht

pug — Mit leistungsstarken Ultraschallanlagen werden Oberflächen oder Abwässer gereinigt sowie Nierensteine zertrümmert. Genutzt wird dabei ein Effekt, den Schallwellen in Flüssigkeiten herbeiführen: Es bilden sich Blasen, die abwechselnd stark wachsen und in sich zusammenfallen. Implodierende Blasen können das in ihnen enthaltene Gas so extrem komprimieren, dass kurze Lichtblitze entstehen – ein Vorgang, der Sonolumineszenz genannt wird. Dr. Carlos Cairós und Dr. Robert Mettin vom Dritten Physikalischen Institut der Universität Göttingen ist es als Erste gelungen, Sonolumineszenzsignale gleichzeitig mit den leuchtenden Blasen in einer mit Ultraschall angeregten Blasenwolke abzubilden. In Hochgeschwindigkeits-Videoaufnahmen mit bis zu 500.000 Bildern pro Sekunde können sie die Licht emittierenden Blasen identifizieren sowie Blasenform und -schwingung untersuchen.Weitere Informationen

Forschungsstipendium
Regionale Waldpolitik in Afrika
pug — Regionale Waldpolitik in Afrika ist das Thema eines Forschungsaufenthaltes des Forstwissenschaftlers Dr. Symphorien Ongolo Assogoma an der Universität Göttingen. Dr. Ongolo forscht ab März an der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, wo er mit Dr. Lukas Giessen und Prof. Dr. Max Krott in der Abteilung für Forst- und Naturschutzpolitik zusammenarbeiten wird. Zurzeit ist er am Center for International Forestry Research (CIFOR) in Yaounde, Kamerun, beschäftigt. Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt seinen Aufenthalt in Göttingen mit einem zweijährigen Forschungsstipendium.Weitere Informationen

EU-Projekt
Artenvielfalt durch
landschaftliche Aufwertung

pug — Wissenschaftler der Universität Göttingen sind an einem neuen EU-Projekt zur Artenvielfalt in Agrarlandschaften beteiligt. Die Forscherinnen und Forscher untersuchen in fünf Ländern Europas, inwiefern sich die landschaftliche Aufwertung von Lebensräumen auf die Artenvielfalt auswirkt. Im Zentrum des Projekts steht das Rebhuhn, dessen Bestand seit 1980 um rund 94 Prozent zurückgegangen ist.Weitere Informationen

Herz-Kreislauf-Forschung
Herzgewebe aus Stammzellen
umg — Forschern der Universitätsmedizin Göttingen am Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Standort Göttingen, ist es erstmals gelungen, aus Stammzellen schlagende Herzgewebe für eine klinische Prüfung herzustellen.Weitere Informationen

Smart Home
Primaten Versuchskaninchen
für intelligente Hausvernetzung

pug — Menschen können Handlungen und ihre Folgen gedanklich durchspielen und somit planvoll agieren; auch bei Affen haben Wissenschaftler dieses Vorgehen beobachtet. Solche Möglichkeiten proaktiven Handelns fehlen bislang größtenteils bei technischen Systemen, zum Beispiel bei computergestützten Anwendungen für den Alltag. Ein internationales Forscherteam will nun die Nervenaktivitäten bei Primaten während komplexer Handlungen als Modell für die Entwicklung proaktiver Steuerungsbefehle für Geräte in einem vernetzten Haus verwenden.Weitere Informationen

Ethnologischen Sammlung
Geschenk: 150 Neuzugänge
Inuit-Skulpturenpug — Dr. Norbert Wieczorek, ehemaliger Göttinger Student, hat der Ethnologischen Sammlung mehr als 150 Objekte von überwiegend aus Kanada stammenden Inuit-Künstlern übertragen. Die Sammlung setzt sich aus 139 zumeist aus Speckstein gefertigten Skulpturen, dreizehn Grafiken bestehend aus Stein- und Schablonendrucken sowie Handzeichnungen zusammen. „Die Schenkung wird den Bestand der Ethnologischen Sammlung, die bereits eine kleine, aber historisch bedeutende, überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammende Sammlung aus Alaska und der östlichen Arktis besitzt, wesentlich ergänzen“, so Dr. Michael Kraus, Kustos der Ethnologischen Sammlung. Die über Jahre liebevoll angelegte Privat-Sammlung verdeutliche das künstlerische Schaffen ihrer Hersteller und spiegele zugleich in zahlreichen Beispielen die Auseinandersetzung mit mythologischen Wesen wie der Meeresgöttin Sedna wider. Darüber hinaus sei sie ein Dokument der Prozesse kultureller Veränderungen in der Region im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts.

Intensivlandwirtschaft
Arten verschwinden,
Pflanzenfraß bleibt

pug — Intensive landwirtschaftliche Nutzung führt zu einer zunehmenden Fragmentierung der Landschaft und zu immer kleiner werdenden Lebensräumen, in denen sich immer weniger Tier- und Pflanzenarten finden. Das betrifft auch pflanzenfressende Insekten, bei denen insbesondere die Spezialisten betroffen sind. Agrarökologen der Universität Göttingen haben nun anhand einer umfassenden Literaturauswertung herausgefunden, dass in diesen „Lebensrauminseln“ zwar immer weniger Pflanzenfresserarten vorkommen, die Ausmaße des Pflanzenfraßes insgesamt aber nicht abnehmen.Weitere Informationen

Stadtgrün
Unterschiedliche Bewertung
durch Experten und Laien

pug — In dicht besiedelten Städten sind Parks und andere Grünflächen von besonderer Bedeutung. Sie verbessern die Stadtluft, bringen Ruhe und tragen zum Wohlergehen der Menschen bei. Allerdings werden die begrenzten Grünflächen im städtischen Raum von vielen Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen genutzt. Agrarökologen der Universität Göttingen haben herausgefunden, dass Laien und Experten ein unterschiedliches Verständnis der kulturellen Ökosystemleistungen des Stadtgrüns besitzen.Weitere Informationen

Alzheimer
Neue Wirkstoffe
kritisch hinterfragt

umg — Die Alzheimer-Krankheit ist unheilbar. Neue Wirkstoffe richten sich zumeist gegen Protein-Ablagerungen aus Beta-Amyloid. Diese „Alzheimer-Plaques“ gelten als ein untrügliches Zeichen der Alzheimer-Krankheit. Studienergebnisse der letzten Jahre zeigen jedoch, dass diese Wirkstoffe bislang keinen Erfolg bringen. Der Göttinger Wissenschaftler Oliver Wirths hat eine mögliche Erklärung für das Scheitern gefunden. In einem Grundlagenforschungsprojekt will er nun seine Hypothese überprüfen.Weitere Informationen

Staats- und Uni-Bibliothek
Forschungsprojekt zum Barock
Französische Kunst und Architektur
im Spiegel deutscher Reiseberichte

pug — Die Reisen deutscher Architekten und Diplomaten, die um die Wende des 17. und 18. Jahrhunderts die französische Hauptstadt Paris und den Hof von Versailles besuchten, sind Gegenstadt eines neuen deutsch-französischen Forschungsprojekts mit Beteiligung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen sechs zwischen 1685 und 1723 verfasste Reiseberichte, die kunsthistorisch fundierte Ansichten zur französischen Kunst und Architektur ihrer Zeit enthalten. Die Projektleitung hat die Université de Reims Champagne-Ardenne inne, beteiligt sind neben der SUB das Centre de Recherche du Château de Versailles und das Deutsche Forum für Kunstgeschichte in Paris.Weitere Informationen

Photovoltaik
Neuer Wirkmechanismus
Völlig neuer Typus von Solarzellen
pug — Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Grundlagen für einen völlig neuen Typus von Solarzellen entwickelt. Die neue Methode wandelt jenseits der herkömmlichen Wirkmechanismen Infrarotlicht in elektrische Energie um. Der Wirkmechanismus der Festkörper-Solarzelle besteht aus dem Mineral Perowskit und beruht auf sogenannten Polaron-Anregungen. Das sind kombinierte Anregungen von Elektronen und Gitterschwingungen des Festkörpers. Beteiligt an der Entwicklung der neuartigen Methode sind Forscher der Universität Göttingen, des Göttinger Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, der Technischen Universität Clausthal und vom Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg.Weitere Informationen

Kolumbien
Göttinger Rechtswissenschaftler
begleiten Friedensprozess

pug — Die Universität Göttingen gehört zu den deutschen Universitäten, die am Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstitut (DKFI) beteiligt sind, das nun mit Förderung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes aufgebaut wird. Die Universität Göttingen ist am DKFI durch Prof. Dr. Kai Ambos, Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL), und Prof. Dr. José Martínez, Institut für Landwirtschaftsrecht, vertreten. Am 12. und 13. Januar 2017 diskutierte Prof. Martínez in Bogotá mit Vertretern der beteiligten deutschen und kolumbianischen Universitäten und Vertretern der Zivilgesellschaft über zentrale Handlungsfelder und nahm an der Auftaktveranstaltung mit Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier teil.Weitere Informationen

Partnerschaft
Volkswagen/Göttingen Campus
pug/eb — Geld stinkt nicht – vermeintlich wertfreie Wissenschaft scheinbar auch nicht. Auf die langjährige Zusammenarbeit mit China, einem der repressivsten Staaten der Welt, folgt jetzt eine mit dem kriminellen Konzern Volkswagen AG. Der wird assoziierter Partner des Göttingen Campus, des Verbundes der Universität Göttingen mit acht außeruniversitären wissenschaftlichen Einrichtungen in Göttingen. Die Universität und die Volkswagen AG unterzeichneten einen Rahmenvertrag mit dem Ziel, besonders im Bereich der globalen und transregionalen Studien in Forschung und Lehre künftig enger zusammenzuarbeiten. Die Kooperation betrifft in erster Linie die Sozial- und Geisteswissenschaften, aber auch weitere wissenschaftliche Disziplinen. Studierende erhalten dadurch unter anderem die Möglichkeit, Praktika bei Volkswagen zu absolvieren oder dort ihre Abschlussarbeiten anzufertigen.
Prof. Dr. Jochem Heizmann, im Volkswagen-Konzern für das China-Geschäft zuständig: „Mit dem Stiftungslehrstuhl zum Modernen China hat Volkswagen bereits sehr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen gemacht. Durch den Rahmenvertrag wollen wir diese weiter ausbauen.“ Die Volkswagen AG fördert an der Universität Göttingen seit 2015 bereits die Stiftungsprofessur „Modernes China mit Schwerpunkt auf globalhistorischen Perspektiven“.

Neurowissenschaften
Ursachen von
Schwerhörigkeit

umg — Die Ursachen für eine seltene erbliche menschliche Schwerhörigkeit haben jetzt Göttinger Hörforscher aufgedeckt. Menschen mit dieser ungewöhnlichen Hörstörung können zwar leise Töne fast genauso gut wahrnehmen wie Normalhörende, aber gesprochene Sprache kaum verstehen. Gleichbleibend laute Töne nehmen sie als leiser werdende Töne war. Das Hören ist „müde“.Weitere Informationen

SUB
Neu: 4.000 koreanische E-Books
pug — Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) erweitert ihr Literaturangebot um rund 4.000 koreanische E-Books. Die E-Bibliothek umfasst Werke aus den Bereichen der koreanischen Belletristik, Geschichte und Volkskunde. Das Generalkonsulat der Republik Korea in Hamburg und die SUB verbinden damit den Wunsch, Studierenden und Forschenden in Göttingen und Deutschland ein tieferes Verständnis von Korea und der Kultur des Landes zu ermöglichen. Das Generalkonsulat stellt für die Einrichtung der E-Bibliothek eine Spende in Höhe von 30.000 Euro zur Verfügung, der Betrieb ist an der SUB angesiedelt.
Die SUB verfügt über die in Deutschland größte Sammlung koreanischer Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts. Darunter befinden sich Bücher und Zeitschriften aus Süd- und Nordkorea, China und anderen Ländern sowie eine bedeutende Sammlung der älteren koreanischen Erzählliteratur. Darüber hinaus ist die SUB über rege und vielfältige Beziehungen mit wissenschaftlichen Einrichtungen der Republik Korea verbunden.

EU-Agrarpolitik
Maßnahmen zum Schutz
der Artenvielfalt oft ineffektiv

pug — „Greening“ nennt sich ein Instrument, mit dem die Europäische Union (EU) den Artenschwund in der Agrarlandschaft stoppen will. Das Prinzip ist einfach: Landwirte bekommen Geld dafür, dass sie auf ihren Flächen bestimmte Maßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna umsetzen. Wissenschaftler/innen haben untersucht, wie effektiv dieses Instrument ist. Das ernüchternde Ergebnis: Die Maßnahmen bringen oft wenig für die Artenvielfalt und sind für die Landwirte zum Teil schlecht umsetzbar. Und die Steuerzahler kostet das ganze trotzdem viel Geld. Es gäbe aber Möglichkeiten, die Situation für alle Seiten zu verbessern.Weitere Informationen

 

Klimabilanz 2016
Verkehr und kühle Witterung lassen Emissionen steigen
Fast 4 Mio. to mehr Treibhausgase als 2015 – Verkehrssektor sogar über Niveau von 1990
Umweltbundesamt empfiehlt Kontingentierung und Handel mit Flächenzertifikaten

In Deutschland wurden 2016 insgesamt fast 906 Mio. Tonnen Treibhausgase freigesetzt – etwa 4 Millionen Tonnen mehr als 2015. Das zeigen aktuelle Prognose-Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA). Am stärksten gestiegen sind die Emissionen im Verkehrssektor: Hier sind es 5,4 Millionen Tonnen mehr als 2015, ein Plus von 3,4 Prozent.

Der Anstieg der Verkehrsemissionen geht vor allem darauf zurück, dass mehr Diesel getankt wurde und der Straßengüterverkehr um 2,8 Prozent gewachsen ist. „Die Klimagasemissionen des Verkehrs liegen mittlerweile 2 Millionen Tonnen über dem Wert von 1990. Wenn sich im Verkehrssektor nicht bald etwas bewegt, werden wir unsere Klimaschutzziele verfehlen. Die Effizienzsteigerungen bei Fahrzeugen sind durch das Verkehrswachstum auf der Straße verpufft“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, seine Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu mindern, derzeit ergibt sich nur eine Minderung von 27,6 Prozent.

Anders als auf der Straße erlebte der klimafreundliche Schienengüterverkehr 2016 einen Rückgang bei den transportierten Tonnenkilometern um 0,5 Prozent. Grund sind die zu niedrigen Mautsätze für Lkw und die günstigen Spritpreise. Letztere führten zu einem Plus von 3,5 Prozent beim Dieselabsatz (Benzin: plus 2 Prozent). Krautzberger: „Für eine Verkehrswende sollte die Maut auf das gesamte Straßennetz und auf alle Lkw-Klassen ausgeweitet werden. So können wir die Umweltschäden durch Treibhausgase und Lärm den Verursachern besser anlasten.“Weitere Informationen

Umweltbundesamt empfiehlt Kontingentierung und Handel mit Flächenzertifikaten
In Deutschland werden jeden Tag 66 Hektar Fläche verbraucht. Diese Zersiedelung hat erhebliche negative Folgen für die Umwelt. Die Bundesregierung hat sich deshalb in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu senken – bis 2030 soll er weniger als 30 Hektar betragen. Der in einer Studie des Umweltbundesamts (UBA) entwickelte Aktionsplan Flächensparen zeigt: Das derzeitige Bau- und Planungsrecht reicht allein nicht aus, um das „30 Hektar-Ziel“ zu erreichen. Das Ziel muss verbindlich festgelegt werden, die Fläche nach einem festen Schlüssel auf die Länder und weiter auf die Kommunen verteilt werden. Die Umsetzung könnte durch einen kommunalen Handel mit Flächenzertifikaten erfolgen, dessen Praxistauglichkeit in einem bundesweiten Modellversuch bereits erfolgreich erprobt wurde.

UBA-Präsidentin Krautzberger: „Der Flächenverbrauch zählt zu den drängenden Umweltproblemen in Deutschland. Jeden Tag bebauen und versiegeln wir 66 Hektar Land – eine Fläche etwa so groß wie 90 Fußballfelder. Die Landschaft wird immer weiter zersiedelt. Boden und Grundwasser werden belastet, die Lebensräume vieler Arten zerstört, mehr Verkehr führt zu mehr Lärm und Abgasen. Unser Flächenverbrauch ist immer noch mehr als doppelt so hoch wie ursprünglich von der Bundesregierung bis 2020 angestrebt. Das Ziel ist klar: Wir müssen unseren Flächenverbrauch reduzieren. Das werden wir nur durch Kontingentierung und verbindliche Mengenbegrenzungen erreichen.“Weitere Informationen

 

Wiedergutmachung
Stadt will dieses Jahr 300 Bäume pflanzen
Schwaches Trostpflaster für dauerhafte Flächenversiegelungen

eb/pdg — Klingt gut: Ab dem 20. März bis Ende April will die Stadt rund 200 Neuanflanzungen nicht nur zum Ersatz für im vergangenen Winter gefällte Bäume, sondern auch zur Mehrung des vorhandenen Baumbestandes sowie zur Kompensation versiegelter Flächen durchführen. Weitere 100 Pflanzungen sollen dann im Herbst erfolgen. Das mag zwar die fortschreitende Umweltzerstörung – auch in Göttingen – vielleicht ein wenig lindern, verhindern aber tut es sie nicht. Was so gut klingt, ist teilweise nur Augenwischerei.

Insgesamt sollen in diesem Frühjahr rund 130 Bäume durch Mitarbeiter des Baubetriebshofes an Straßen und in Park- und Grünanlagen in die Erde kommen. Die Jungbäume stammen aus einer Baumschule in Wahlsburg / Lippoldsberg, die nach entsprechender Ausschreibung den Auftrag für die Lieferung in diesem Jahr erhalten hat. Weitere ca. 70 Baumpflanzungen werden an ansässige Firmen des Garten- und Landschaftsbaues vergeben. Größere Pflanzungen finden in den nächsten Wochen am Kiessee (16 Bäume: ein Speierling, sechs Zier-Kirschen, jeweils drei Rotbuchen, Weißtannen und Sommerlinden), auf dem Bartholomäus-Friedhof (22 Bäume: elf Zuckerahorn, acht Zerr-Eichen und drei Walnüsse) und an der Kiesseestraße (sieben Ulmen) statt.

Baumfällung
 
„Fortschritt“ durch Versiegelung: Im Ringen mit der Stadtentwicklung zieht die Natur immer den Kürzeren Foto: vs

Weil Bäume eine wichtige ökologische Funktion erfüllen und die Stadt attraktiv machen, so die Verwaltung, schöpft der Fachbereich die vorhandenen finanziellen Mittel jedes Jahr vollständig aus. Das muss er wohl auch, wird diese wichtige ökologische Funktion an anderer Stelle doch durch massive städteplanerische Eingriffe systematisch und dauerhaft wieder gestört. Die vom Gesetzgeber nach dem Bundesnaturschutzgesetz vorgeschriebenen „Ausgleichsmaßnahmen“ mit dem darin geregelten generellen Verschlechterungsverbot für Natur und Landschaft sind da nur scheinbar ein probates Mittel, dieser dauerhaften Zerstörung Einhalt zu gebieten. Denn eine Baum­an­pflanzung als Ersatzmaßnahme für die Zerstörung des Bodens durch Versiegelung kann allenfalls den Verlust der Luftqualität kompensieren, den Verlust des Bodens selbst hingegen nicht. Und in der Folge auch nicht den Artenschwund, der sich immer mehr beschleunigt und billigend in Kauf genommen wird.

„Nun geht es darum, gemeinsam die Erwartungen an Grüne Lösungen und Ideen zu erfüllen und Grüne Antworten auf die anstehenden Herausforderungen zu liefern", erklärt passend zum Thema aber ganz unabhängig davon die gerade zur Sprecherin des Grünen-Kkreisvorstands gewähle Viola von Cramon. Man brauche „für die nächsten Monate … einen schlag­kräf­tigen, mutigen und selbstbewussten Kreisvorstand“. Na dann.  

„Die große Herausforderung ist nicht das Pflanzen selbst, sondern sind die Bewässerung und Pflege bis zum vollständigen Anwachsen am Standort“, meint die der städtischen Bauverwaltung unterstellte Leiterin des Fachbereichs Stadtgrün und Umwelt, Gudrun Friedrich-Braun. Als der Mensch noch nicht so massiv in die Natur eingegriffen hatte wie es heute der Fall ist, konnte diese Herausforderung die Natur noch selbst übernehmen – und auch lösen. Jetzt, wo man meint, im Rahmen permanenter stadtplanerischer Überlegungen lenkend eingreifen zu müssen, kostet ihn diese Herausforderung glatt bis zu 1.500 Euro – für die Vorbereitung des Standortes, die Pflanzware, für Substrat, Verankerung, Bewässerungs- und Belüftungsset, Gehwegangleichungen sowie die Fertigstellungs- und schließlich Entwicklungspflege. Für Pflanzungen in Park- und Grünanlagen – dort gibt es ja noch Reste kultivierter Natur – sind der Aufwand und damit auch die Kosten etwas geringer.

Kosten, die man zumindest teilweise vermeiden könnte, wenn kompensatorische Maßnahmen gar nicht erst erforderlich würden – wenn also Flächenversiegelungen endlich einmal Einhalt geboten würde, für die solche Baumanpflanzungen nur scheinbar ein adäquater Ersatz sind. Entsiegelt nämlich wird dadurch kein einziger Quadratmeter unserer Lebensgrundlage.

 

Finanzen
Verwaltung soll Geld künftig nachhaltig anlegen
Neue Richtlinie für Kapitalanlagen / Verwaltungshandeln selbst nicht betroffen

Die Stadt Göttingen wird ab April einen Teil ihres Kapitals nur noch dort anlegen, wo mit diesem Geld nachhaltig gewirtschaftet wird. Damit haben die Göttinger Grünen ein wichtiges kommunalpolitisches Ziel erreicht, das sie erst im November letzten Jahres in einem Antrag im Rat formuliert und auf den Weg gebracht hatten. Göttingen zählt damit nach Münster und Stuttgart zu einer der ersten Städte in Deutschland, die eine solche halbwegs nachhaltige Strategie bei der Anlage ihres Finanzvermögens verfolgen.

B90/Die Grünen
Dringlichkeitsantrag zum Parkplatzausbau am Kiessee
 

Zur Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke am 9. März hatten die Grünen wegen der Parkplätze, die die Stadtverwaltung aktuell eigenmächtig errichten lässt, einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Darin fordern sie u.a., dass der Ausbau „unverzüglich bis auf Weiteres gestoppt“ wird, verweisen auf die aktuellen Befragungsergebnisse zur gestiegenen Autonutzung der Bevölkerung und verlangen die Umsetzung der vom Rat beschlossenen Umwelt- und Klimaschutzziele.

 

Die Fahrradstadt Münster hatte sich bereits zur Zeit der Göttinger Antragstellung dazu verpflichtet, sich nicht an Unternehmen zu beteiligen, die Kinderarbeit zulassen, Militärwaffen herstellen oder vertreiben, die Atomenergie erzeugen oder auf nicht nachhaltige und klimaschädliche Energien setzen oder die Schiefergasgewinnung (Fracking) betreiben. Die nun beschlossene „Richtlinie für Kapitalanlagen der Stadt Göttingen“ betrifft hauptsächlich das Vermögen von Stiftungen und Pensionsrücklagen – zusammen immerhin knapp 80 Millionen Euro – schließt aber auch die städtischen Gesellschaften mit ein.

Sicherheit geht vor Ertrag, heißt es in der neuen Richtlinie, die Geldanlage darf deshalb „überwiegend nur in solchen Bereichen erfolgen, in denen eine Rückzahlung des gesamten nominalen Anlagekapitals gewährleistet werden kann“. Im neu hinzugekommenen §11 ist nun geregelt, dass für „alle Kapitalanlagen … der Grundsatz der Nachhaltigkeit im Sinne der Definition der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (sogenannte „Brundtland-Kommission“) gilt, worunter nicht nur die auch für Münster geltenden Kritierien aufgelistet werden, sondern in einer recht unverbindlichen Empfehlung zusätzlich auch noch weitere ethische Grundsätze „anzustreben“ sind, etwa keine Beteiligung an Gen-Tech-Unternehmen oder solchen, die Tierversuche für die Herstellung von Kosmetika durchführen, keine Beteiligung auch an Unternehmen, denen eklatante Bestechungs- oder Korruptionsfälle nachgewiesen worden sind.

 
Nachhaltigkeit bedeutet, nicht mehr zu verbrauchen oder zu zerstören, als sich auf natürliche Weise wieder regenerieren kann. Was mit kleinen zusätzlichen Parkflächen am Kiessee anfängt und weitere Verkehre nach sich zieht, hört schließlich bei der dauerhaften Landschaftszerstörung auf. Hier bei Houston/Texas.Foto: Dhanix

„Wenn wir Geldanlagen tätigen, dann geben wir den Firmen die Möglichkeit, mit diesem Geld zu investieren. Fördern sollten wir also da, wo wir den Investitionszweck gutheißen, nicht da, wo die größte Rendite lockt“, erklärt die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Dagmar Sakowsky, das Prinzip. Es geht in der Anlagerichtlinie folglich um den Boykott von Geldanlagen, die den eigenen Zielen widersprechen und damit potenziell einen Bumerang-Effekt auslösen. „Wenn wir nachhaltig investieren, hat das in dreifacher Hinsicht unschätzbare Vorteile“, meint Sakowsky: „Die Finanzen sind langfristig auf ein sicheres Fundament gestellt, wir fördern unsere nachhaltigen Klimaschutzziele und wir entziehen Firmen, die gegen grundsätzliche ethische Normen verstoßen, die Finanzierungsgrundlage.“ Jetzt sei es wichtig, dass sich das Divestment noch in weiteren Kommunen, auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene durchsetzt.

Allerdings nutzen selbst die besten Kapitalanlagen nichts, solange man vor Ort mit der Nachhaltigkeit recht berserkerhaft umgeht. Gerade erst feierten Stadtverwaltung und SPD beispielsweise die Planierung von Flächen zugunsten weiterer Autostellplätze am ehemaligen Erholungs- und mittlerweile Eventgebiet Kiessee als großartigen Erfolg, ermöglicht sie doch motorisierten Besuchern eine noch bequemere Anreise zu Funsport und Feiern in den benachbarten Vereinsheimen – und zieht damit weitere Verkehre in die schon jetzt hochbelasteten umgebenen Straßen. Es ist dies – wie etwa auch ein geplanter Hotelneubau in der Leine-Aue – nur eines von vielen Negativ-Beispielen in dieser Stadt, das einer unhinterfragten Wachstumsideologie insbesondere in der Göttinger Stadtentwicklung geschuldet ist.

Kreditinstitute oder sonstige Finanzdienstleister dürfen übrigens jetzt nur noch unter Beachtung der neuen Anlagengrundsätze mit der Vermögensbetreuung beauftragt werden, heißt es in der Richtlinie weiter. Bei einer erstmaligen Beauftragung sollen die darin formulierten Grundsätze als Vertragsbestandteil in die Vermögensverwaltungsverträge einbezogen werden. Was nicht heißt, dass Kreditinstitute in ihrem sonstigen Geschäftsgebaren mit anderen Partnern solche Verhaltensweisen ebenfalls an den Tag legen müssen, sie vielmehr nach wie vor konterkarieren können. Die von Dagmar Sakowsky postulierten „unschätzbaren Vorteile“ sind deshalb lediglich relativ, vielleicht gar Augenwischerei. Konsequenter wäre es vielmehr, Finanzdienstleister, die auch in nicht nachhaltige Projekte investieren – die also ökologisch verwerflich handeln – generell von der Vermögensverwaltung auszuschließen.

Solche humanistisch orientierten Kreditinstitute gibt es durchaus. Wer etwa auf die Website der EthikBank gerät, eine zum Verbund der Volksbanken gehörige Direktbank, erfährt dort sofort an herausragender Stelle, dass „Basis aller Geschäfte […] ihre sozialökologische Anlagepolitik – ein Mix aus Tabu- und Positivkriterien [ist]. So investiert die EthikBank das Geld ihrer Kunden nicht in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft oder in Unternehmen, die Kinderarbeit zulassen.“ Es folgt eine ganze Reihe weiterer Selbstverpflichtungen, die deutlich über jene jetzt für die Stadt Göttingen beschlossenen oder lediglich anzustrebenden hinausgehen. Und: Auch „die Unternehmen, die Geld von der EthikBank bekommen, müssen sich aktiv für eine nachhaltige Wirtschaftsweise engagieren“.

Die EthikBank ist nicht die einzige Bank, die sich ethisch-ökologischen Ansprüchen verschrieben hat und mit der sich ein „Bumerang-Effekt“ wohl wirklich vermeiden ließe (weitere Banken etwa unter https://utopia.de/bestenlisten/die-besten-gruenen-banken/). Kommunen könnten also noch sehr viel mehr bewegen, wenn sie denn wollten. Dazu allerdings müssten sie sich erst einmal aus der institutionellen Umklammerung mit den Sparkassen lösen – und der ein oder andere Kommunalpolitiker oder Verwaltungsfunktionär liebgewordene Vergünstigungen drangeben.

 

Kriminalstatistik 2016
Göttinger Polizei klopft sich selbst auf die Schulter
Sinkende Fallzahlen, aber Zunahme von Cybercrime und Gewalt gegen Beamte

Viel Eigenlob bei der Göttinger Polizei: Uwe Lührig, nicht ganz uneitler Präsident der Polizeidirektion Göttingen, hat jetzt die Kriminalstatistik des vergangenen Jahres vorgestellt und kommt zu einem erfreulichen Ergebnis. „Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf ihre Polizei verlassen. Sie leben in unserem Zuständigkeitsbereich sehr sicher“, vermeldet Lührig stolz. Das mag zwar die Statistik hergeben – und Statistiken geben vieles her, je nachdem, mit welchen Zahlen und Bezugsgrößen man jongliert – nur sollte man solche Urteile besser den Bürger/innen überlassen. Ob die allein in den letzten Tagen von Einbrüchen, versuchtem Handy-Raub oder Anmache betroffenen Personen eine solche Einschätzung teilen, bleibt dahingestellt.

 
Neue Dunkelfeldstudie
Die Kriminologische Forschungsstelle (KFST) des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA NI) führt von März 2017 an eine weitere Befragung zum Dunkelfeld der Kriminalität in Niedersachsen, darunter auch in Göttingen, durch. Mit der in dieser Form bundesweit einzigartigen Erhebung machte sich das LKA NI bereits mit einer ersten und zweiten Befragung im März 2013 und Februar 2015 auf den Weg, um Informationen über die nicht zur Anzeige gebrachte Kriminalitätslage in Niedersachsen zu erlangen. Die Erkenntnisse dieser von Beginn an auf Wiederholbarkeit angelegten Studie ergänzen die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS).Weitere Informationen

Das soll keineswegs die Verdienste der Ordnungshüter schmälern, die einen ziemlich undankbaren Job zu verrichten haben und oftmals für Auseinandersetzungen den Kopf hinhalten müssen, die in einer Zivilgesellschaft eigentlich selbstregelnd erledigt werden oder gar nicht erst auftauchen sollten – und das bei einer extrem angespannten Personalsituation. So lässt sich beispielsweise der neue Ermittlungsschwerpunkt „Wohnungseinbruch“ nur bewerkstelligen, indem an anderer Stelle möglicherweise Personalressourcen abgezogen werden müssen. Wenn also in der aktuell vorgelegten Statistik stolz von „sinkenden Fallzahlen“ die Rede ist, so sind damit doch immerhin noch mehr als 79.000 Delikte gemeint und die ebenso stolz genannte stabile Aufklärungsquote von knapp 63 Prozent bedeutet eben auch, das mehr als 29.000 kriminelle Handlungen ohne Konsequenzen bleiben. Ganz ohne Zweifel ist angesichts solcher Zahlen hier auch die Politik gefragt.Weitere Informationen

 

Umwelt
Energiewende scheint zu wirken – nur nicht beim Verkehr
Stickstoffdioxid weiter Schadstoff Nummer 1 bei der Luftqualität

2015 wurden in Deutschland insgesamt 901,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind 2,3 Millionen Tonnen bzw. 0,3 Prozent weniger als 2014 und 27,9 Prozent weniger im Vergleich zu 1990. Dies zeigen die Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) jetzt an die Europäische Kommission übermittelt hat. Jedoch war die Luft in deutschen Städten zu stark mit Stickstoffdioxid belastet. Das zeigt die Auswertung der vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA). An gut 57 Prozent der verkehrsnahen Messstationen wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Jahresmittel überschritten. Seit 2010 zeigt sich ein nur leicht abnehmender Trend.

Alte Dieselautos besonders problematischFoto: Amada44

Die größten Minderungen erzielte mit 11,8 Millionen Tonnen die Energiewirtschaft. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger: „Die Energiewende beginnt zu wirken. Immer mehr Strom stammt aus Sonne, Wind oder Wasser und nicht mehr aus Kohle oder Öl. Das zeigt sich in weiter sinkenden Emissionen. Jetzt heißt es aber dranbleiben: Um unser Klima zu schützen und die Klimaziele von Paris zu erreichen, müssen wir schrittweise komplett aus der Kohleverstromung aussteigen.“

Im Verkehrssektor, der hier in die Emissionen des Energiesektors eingerechnet ist, sind die Treibhausgasemissionen dagegen erneut leicht angestiegen. Mit 160,8 Millionen Tonnen wurden in 2015 knapp 0,7 Millionen Tonnen CO2 -Äquivalente mehr als im Vorjahr emittiert. Verantwortlich für den Anstieg sind gestiegene Fahrleistungen im Straßenverkehr. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. „Die Zahlen zeigen: Nur mit der Elektromobilität haben wir eine Chance, die Emissionen des Verkehrs zu senken“, so Krautzberger.

Deutliche Fortschritte beim Feinstaub
2016 sei das Jahr mit den niedrigsten Belastungen seit 2000, sstellt das UBA fest. Auch die Ozonkonzentrationen waren im Vergleich zu den letzten 20 Jahren eher niedrig. Für Ozon und Feinstaub werden aber weiter die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Werte deutlich überschritten; diese sind wesentlich strenger als die geltenden EU-Grenzwerte.

„Schuld sind in den Städten vor allem alte Diesel-Autos“, stellt Maria Krautzberger fest. „Es kann aus Sicht des Gesundheitsschutzes nicht akzeptiert werden, dass die Kommunen keine Handhabe haben, um beispielsweise Dieselautos mit hohem Ausstoß aus den belasteten Innenstädten auszuschließen. Deutschland ist auch gegenüber der EU verpflichtet, für saubere Luft in den Städten zu sorgen. Dazu kann die Blaue Plakette einen wichtigen Beitrag leisten. Die Kommunen brauchen eine bundeseinheitliche Regelung, die festlegt, wer die blaue Plakette bekommt und wer nicht. Schließlich geht es darum, die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu schützen.“Weitere Informationen

 

Berufsfachschule für Altenpflege
Vietnames/innen erhalten vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen

pdg — Die Ausländerbehörde der Stadt kann rund 40 jungen Vietnamesinnen und Vietnamesen jetzt vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen ausstellen, die eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Altenpflege und eine mit der Ausbildung verbundene Beschäftigung ermöglichen. Das ist das Ergebnis eines Telefonats, das Erster Stadtrat Hans-Peter Suermann am 6. Februar mit der Leitung der zuständigen Abteilung im Niedersächsischen Innenministerium geführt hat.

Bei der Prüfung von Anträgen auf Aufenthaltserlaubnisse für die 60 Teilnehmer/innen des jüngsten Lehrgangs der Berufsfachschule ist die Göttinger Ausländerbehörde zuvor bei der routinemäßigen Einschaltung des sogenannten „Schengen Informations Systems“ (SIS) auf zahlreiche, nicht nachvollziehbare Einreisesperren gestoßen und hatte sich deshalb sofort an das Niedersächsische Innenministerium gewandt. Dem Vorschlag der Göttinger, die offenbar systembedingten Fehleinträge zunächst zu ignorieren, um mit der Bearbeitung der Aufenthaltstitel fortfahren zu können, war man in Hannover zunächst nicht gefolgt.

Man wolle den Betroffenen angesichts einer unzumutbar langen Zeit des Wartens auf eine Entscheidung des Auswärtigen Amtes bzw. der Deutschen Botschaft in Hanoi schnell helfen, hieß es nun. Das Ministerium teile die Auffassung der Stadt, unter Vorbehalt dem Anliegen der Schüler/innen zu entsprechen und deshalb entsprechende Bescheinigungen auszustellen.

 

Landkreis
Sportstättenförderprogramm wird ausgeweitet
Erhöhung um mindestens 100.000 Euro

Das Sportstättenförderprogramm des Landkreises soll nach dem Willen der Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/Freie Wähler ohne Unterbrechung fortgesetzt und finanziell spürbar aufgestockt werden. Einen entsprechenden Antrag haben die Gruppenpartner in den Sportausschuss des Landkreises und den Kreistag eingebracht.

SportstätteSPD-Fraktionsvorsitzender Reinhard Dierkes: „Vor dem Hintergrund der Kreisfusion wollen wir das seit 15 Jahren erfolgreiche Programm aus dem Altkreis Göttingen auf den Bereich des Altkreises Osterode ausdehnen.“ Dort habe es eine solche Förderung, die über die Jahre 3,5 Millionen Euro umfasst, bisher noch nicht gegeben. Mit der Kreisfusion war die Landkreis-Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für den Neu- und Umbau von Sportanlagen, die sich im Eigentum der Gemeinden oder Vereine befinden, sowie Erweiterung und Erhalt ausgelaufen. „Im Laufe der Jahre wurden mit den Zuschüssen Investitionen der Vereine und Gemeinden von insgesamt 25 Millionen Euro ausgelöst. Wir sind froh, dass immer mehr energetische Verbesserungen gefördert werden“, betont Grünen-Fraktionsvorsitzender Martin Worbes.

Bisher standen im Haushalt des Altkreises Göttingen 150.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. In der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Partnerschaften am 20. Januar wurden mittels eines Antrages der Gruppe die Mittel des Sportstättenförderprogramms im Jahr um mindestens 100.000 Euro auf 250.000 Euro pro Jahr erhöht. „Für 2017 ist es sogar gelungen, einmalig über die verabredeten mindestens 250.000 Euro jährlich, das Förderprogramm auf 325.000 Euro zu erhöhen“, freut sich der FWLG-Fraktionsvorsitzende Lothar Dinges. Dies liege an den günstigen finanziellen Verhältnissen und sei eine vorweggenommene Reaktion auf die zu erwartende hohe Zahl an Förderanträgen. Die drei Fraktionen: „Es ist uns ein gemeinsames Anliegen, dass viele Vereine und Gemeinden durch die Landkreis-Förderung für ihre Sportsstätten profitieren.“Foto: Umesh Behari Mathur

 

KiTa-Gebühren
Toller Vorschlag mit enormen Kosten
CDU legt nach: Absenkung von Kita-Gebühren hat nichts mit Qualitätsverlust zu tun

Das Ansinnen der CDU-Ratsfraktion, die Gebühren für den Besuch von Kindertagesstätten zunächst schrittweise zu senken und langfristig ganz abzuschaffen, sorgt weiterhin für heftige Diskussionen. Mit Worten, die wohl auch schon dem langsam beginnenden Wahlkampf geschuldet sind, weisen sie Christdemokraten den „dreiste[n] Versuch der SPD und des zuständigen Dezernenten Siegfried Lieske, den CDU-Antrag … in eine Qualitätsdebatte umzumodeln“, zurück.

Kindergarten
„Komplexe Frage“: KindergartenplatzFoto: Mpknagpur

„Nachdem sich nun ausgerechnet die Landes-SPD die Kita-Gebühren als vorrangiges Thema für den anstehenden Landtagswahlkampf vorgenommen hat, war es für die SPD-Vertreter offensichtlich umso ärgerlicher, dass sich die Göttinger CDU schon deutlich davor mit der außerordentlichen Belastung junger Familien beschäftigt hatte“, heißt es in einer Stellungnahme der Ratsfraktion als Reaktion auf die letzte Jugendhilfeausschuss-Sitzung. Und untermauert ihre Kritik mit einem konkreten Beispiel für je ein Kind in Krippe und Kita inklusive Verpflegungsgeld, „wie dann für einen Doppelverdiener-Haushalt sehr schnell 700 Euro in jedem Monat fällig werden“. „Vergleicht man diese Kosten mit den Gebühren von Sondershausen (150 Euro incl. Verpflegung pro Kind) bis Hannover (ebenfalls 150 Euro), dann wird deutlich, dass diese Belastungen nicht nur eine Zumutung für die Betroffenen, sondern gleichzeitig einen negativen Standortfaktor für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Göttingen darstellen.“

CDU-Landtagsfraktion geht auf SPD zu
Gleichwohl ist die von anderer Seite ins Feld geführte Befürchtung eines Qualitätsverlustes kein unsachliches Argument, weil „für die SPD … der CDU-Antrag nur aus der falschen Ecke“ kam, sondern eher ein bedenkenswertes. Mit solchen Unterstellungen entziehen sich die Antragsteller leider einer sachlichen Diskussion und entwerten damit teilweise auch den eigenen Antrag. Es bleibt zu hoffen, dass die Debatte auf diesem Vorwahlkampf-Niveau nicht weitergeführt wird – schon im Interesse der davon betroffenen Kinder und Erzieher/innen. Während ihrer Klausurtagung in Walsrode hat die CDU-Landtagsfraktion inzwischen der SPD angeboten, mittels eines Nachtragshaushaltes gemeinsam dafür zu sorgen, dass bereits ab 1. Januar 2018 der Kita-Besuch in Niedersachsen kostenlos wird. „Das wäre natürlich für alle Eltern und alle Kommunen die schönste Lösung“, meint das Göttinger CDU-Mitglied Dominic Steneberg.

Unterstützung bekommen die Christdemokraten von der Piratenpartei. Die freut sich, „dass die CDU in den letzten Wochen ihre soziale Ader entdeckt hat“ und ärgert sich zugleich über Göttingens zuständigen Jugend-Dezernenten Siegfried Lieske, der als drohende Konsequenz solcher Gießkannen-Wohltaten die mögliche Schließung von Spielplätzen an die Wand gemalt hatte.

Momentan zahlen Familien mit geringem Einkommen und zwei Kindern (einem in der Krippe, einem im Kindergarten) insgesamt 450 Euro monatlich, bei Zwillingen in der Krippe fallen sogar 530 Euro an, rechnen die Piraten vor. Dies sei für einkommensschwache Familien nicht zu stemmen. Im Gegenzug fällt der höchste Satz schon bei knapp über 2.000 Euro Nettoeinkommen an und beträgt 600 Euro, bzw. 710 Euro für Zwillinge. „Wie kann es sein, dass der niedrigste Satz nur 150 Euro unter dem Höchstsatz liegt und dieser bereits bei einem derart geringen Einkommen beginnt und derart hoch ist?“ fragt Pirat Martin Rieth, früher mal Fraktionsvorsitzender.

Grüne schlagen Runden Tisch vor
Die Grünen im Rat sprechen sich als Reaktion darauf für sozialverträglichere Beiträge bei der Kita-Betreuung aus und schlagen „zur fundierten Bearbeitung dieser komplexen Frage“ einen Runden Tisch „Zukunft der Kita-Betreuung in Göttingen“ vor. An ihm sollten u.a. interne und externe Fachleute und Mitglieder aller Fraktionen teilnehmen.

Sie wollen damit das Thema aus dem Wahlkampf heraushalten: „Eine gute Kinderbetreuungsinfrastruktur ist zu wichtig, um gute Vorschläge auf dem Altar von Wahlkampfplänkeleien zu opfern“, meint die Vorsitzende im städtischen Jugendhilfeausschuss, die Grüne Regina Meyer. „Wir wollen ernsthaft und zielorientiert nach einem wirklichen Weg suchen.“ Die Kinderbetreuung mehr und mehr öffentlich zu finanzieren und die Entscheidung der Eltern über einen Kita-Besuch nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig zu machen, sei nämlich eigentlich eine „urgrüne Forderung“, meint auch das Grünen-Ausschussmitglied Susanne Stobbe. „Je besser unsere Kitas sind und je mehr Kinder dort hingehen, desto mehr verbessern sich die Bildungschancen der Kinder.“ Kostenfreie Kitas werden daher von den Grünen „im Grundsatz“ begrüßt.

Klar sei aber auch, dass „wir als Kommune die Ziele nicht ohne die Hilfe des Landes und des Bundes verwirklichen können“, so Regina Meyer. Insofern sei es vielversprechend, dass hier Bewegung erkennbar ist. Es nutze jedoch niemandem, wenn gute Vorschläge im Wahlkampf zerredet würden. Man solle besser „in der Sache an einem Strang ziehen. “

 

Bank-Skandale
BAG verlangt 73.000 Euro zu viel vom Kunden
Völlig überteuerter Immobilienkredit erfolgreich angefochten
Linke fordert Teilhabe an Sparkassen-Gewinnen

Hemmungslose Bereicherung auf Kosten eines Kunden in Schwierigkeiten: Die Bankaktiengesellschaft (BAG) forderte von einem Kreditkunden einer Genossenschaftsbank 73.000 Euro zu viel. Sie kassierte bei einem Immobilienkredit mit variabler Verzinsung einen Satz, der bereits 2009 weit über dem marktüblichen lag. Ein Rechtsanwalt setzte durch: Der Kreditkunde muss nur noch 52.000 statt 125.000 Euro zahlen. Die Stiftung Warentest rechnet auf ihrer Webseite test.de vor, wie teuer unterlassene Zinsanpassungen Verbraucher zu stehen kommen können.

GierWeil ein Ehepaar einen im Jahr 1998 bei der Volksbank Lüneburg aufgenommenen Kredit in Höhe von 370.000 Mark im Jahr 2003 nicht zurückzahlen konnte, übertrug die Bank die Forderung auf Tilgung des Kredits im Jahr 2004 auf die Bankaktiengesellschaft (BAG) im westfälischen Unna. Das ist die Badbank der Genossenschaftsbanken. Im Jahr 2004 vereinbarte die Bank mit den Eheleuten einen neuen Vertrag über die Rückzahlung der noch offenen Beträge, einen Effektivzins nannte sie dabei nicht. Im Jahr 2009 vereinbarte die Bank mit den Schuldnern einen neuen Vertrag mit einem variablen Zinssatz, zunächst 7,3 Prozent – weit mehr als damals für Immobilienkredite üblich. Noch Ende 2015 kassierte sie den ursprünglich vereinbarten Zinssatz, obwohl der Ende 2015 nur noch gut 2 Prozent betrug.

Das Geld von rund 3.600 Anlegern, die der Autark-Invest AG mit Sitz in Liechtenstein und Büro in Dortmund Nachrangdarlehen in Höhe von 135 Millionen gegeben haben, ist in Gefahr. Anleger sollten Einzahlungen stoppen. Das teilt die Stiftung Warentest mit.  

Ein Rechtsanwalt ermittelte, dass die Bank rund 73.000 Euro zu viel berechnet hatte. Fehlt die Effektivzinsangabe, dann müssen Kunden der Bank nur den gesetzlichen Zinssatz von 4 Prozent zahlen. Bei Krediten mit variablem Zinssatz ist die Bank verpflichtet, den Zinssatz regelmäßig anzupassen und Zinssenkungen sofort weiterzugeben. Die Bank akzeptierte schließlich die Senkung der Restschuld um 73.000 Euro, statt 7,3 Prozent muss das Ehepaar künftig nur noch 2,26 Prozent zahlen.

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass es sich bei Immobilienkrediten mit variablem Zinssatz und Kontokorrentkrediten besonders häufig lohnt, nachzurechnen, ob die Bank oder Sparkasse die Zinsen rechtzeitig angepasst hat. Richtiger Ansprechpartner fürs Nachrechnen sind Sachverständige, die die Prüfung von Konten anbieten.
→ www.test.de

Linke fordert Teilhabe der Bürger/innen am Rekordgewinn der Sparkasse
Das ist schon „merkwürdig“: Zwar klagen Geldinstitute angesichts der aktuellen Niedrigzinspolitik (unter der ja auch die Sparer leiden) über für sie angeblich wirtschaftlich schwierige Zeiten, weshalb sie nunmehr ausgesprochen erfinderisch an ihren Gebühren für Leistungen drehen, die früher ein selbstverständlicher Service waren (worunter nochmals die Sparer zu leiden haben), gleichwohl melden sie stolz in ihren Bilanzpressekonferenzen ebenso stolze positive Ergebnisse. Auch die Sparkasse Göttingen, die einen 10 Millionen-Gewinn ausweist und sich gerade einen Millionenneubau am Groner Tor leistet.

Einen Kontowechsel sollte sich überlegen, wessen Konto bisher mehr als 60 Euro im Jahr kostet. Seit September letzten Jahres sind Geldinstitute sogar gesetzlich verpflichtet, Verbraucher beim Wechsel ihres Kontos zu unterstützen. Kunden müssen nur ihre neue Bank dazu ermächtigen, bei der alten alle Daten zu erfragen, die für die Umstellung auf ein neues Konto und die Benachrichtigung der Geschäftspartner notwendig sind. Im Idealfall erledigt das neue Institut fast die gesamte Bürokratie.

Instinkt? Fehlanzeige. Jetzt verlangt die Göttinger Linke konsequenterweise, Einleger an solchen Gewinnen teilhaben zu lassen, was Geldinstitute aber bereits in noch besseren Zeiten verschämt vermieden haben. Es sind berechtigte Forderungen, die immer wieder gegenüber öffentlich-rechtlichen Instituten erhoben werden. Die Linke weist darauf hin, dass selbst die Deutsche Bundesbank mitgeteilt habe, dass alle niedersächsischen Sparkassen ausschüttungsfähig seien und verlangt, dies „wie in anderen Städten endlich auch in Göttingen in angemessener Größenordnung“ zu tun. In der Vergangenheit sei es trotz einiger Anläufe bisher nicht gelungen, von den Jahr für Jahr steigenden Bilanzgewinnen der Sparkasse auch nur einen erkennbaren Anteil davon dem Haushalt der Stadt Göttingen zuzuführen. „Träger der Sparkasse sind aber Stadt und Landkreis Göttingen – das kennzeichnet ja gerade die Sparkasse gegenüber anderen Banken. Dieses Alleinstellungsmerkmal verpflichtet allerdings … auch dazu, entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag, Überschüsse an ihre Träger abzuführen, um die Kommunen unmittelbar in ihrer Aufgabenerfüllung zu unterstützen“, heißt es weiter in einer Mitteilung.

Dass es so schlecht um die Göttinger Sparkasse nicht bestellt sein kann, bestätigt diese übrigens selbst in ihrem veröffentlichten Jahresabschluss: „Die Kernkapitalquote beträgt 11,8 Prozent und übersteigt damit ebenfalls deutlich den für 2015 vorgeschriebenen Wert von 6 Prozent.“ In Düsseldorf übrigens will der Oberbürgermeister gegen den Sparkassenvorstand vorgehen und ihn zu Ausschüttungen zwingen.

 

Umweltbundesamt
Abbau umweltschädlicher Subventionen stockt weiter
„Blinder Fleck beim Klimaschutz“

Die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland sind weiterhin viel zu hoch und liegen 2012 bei nunmehr 57 Milliarden Euro. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts (UBA). Über 90 Prozent dieser Subventionen belasten das Klima – und konterkarieren so die deutsche Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens.

Besonders problematisch ist der Verkehr: Smog in ParisFoto: ILJR

Allein drei Milliarden Euro kostet es die Bürgerinnen und Bürger, weil der Staat das produzierende Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft bei der Strom- und Energiesteuer entlastet. Unternehmen, aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher haben so weniger Anreiz, Energie zu sparen. „Wir leisten uns beim Subventionsabbau seit Jahren riesige blinde Flecken. Es ist paradox: Deutschland verpflichtet sich auf internationaler Ebene zu mehr Klimaschutz. Gleichzeitig honorieren wir im eigenen Land klimaschädliches Verhalten mit Steuergeldern. Es ist daher konsequent, dass die Bundesregierung den Abbau klimaschädlicher Subventionen im Klimaschutzplan 2050 endlich auf die Agenda gesetzt hat. Jetzt müssen den Worten aber auch Taten folgen“, so UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

Der größte Teil der umweltschädlichen Subventionen entfällt mit 28,6 Milliarden Euro auf den Verkehrssektor. Auf Platz zwei folgt die Energiebereitstellung und -nutzung mit 20,3 Milliarden Euro. Subventionen im Verkehrs- und Energiebereich sind aus Klimasicht besonders problematisch: Der Verkehrssektor emittiert rund 18 Prozent aller Treibhausgase. Auf den Energiesektor entfallen mehr als ein Drittel.

 

Kriminalität
Polizei richtet sich strategisch neu aus
Schwerpunkte: Einbruchsdiebstahl und Auswirkungen des internationalen Terrorismus

 
Cyberkriminalität: Auf den Seiten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik erhält man erste HilfeScreenshot

In der zukünftigen strategischen Ausrichtung und der täglichen polizeilichen Arbeit habe ab diesem Jahr sowohl die Verhinderung und die Aufklärung von Wohnungseinbrüchen als auch die Bekämpfung des internationalen Terrorismus mit all seinen Auswirkungen absolute Priorität. Das erklärt der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig.

Ab sofort wird sich deshalb eine „Koordinierungsstelle Eigentum“ um die sich häufenden Wohnungseinbrüche kümmern, um unterschiedliche Lagebilder noch zielgerichteter auswerten, Tatzusammenhänge inspektions- und direktionsübergreifend schneller erkennen und identifizierte Tatserien durch überregional agierende Banden aus einer Hand in Ermittlungsgruppen bearbeiten zu können. Gleichzeitig soll durch Personen- und Fahrzeugkontrollen in den Inspektionen das Entdeckungsrisiko erhöht werden. Diese Maßnahmen sollen die bereits jetzt durchgeführten regelmäßigen Schwerpunktkontrollen in den Inspektionen ebenso ergänzen wie eine generell erhöhte Präsenz der Polizei in Wohngebieten zu tatkritischen Zeiten.

„Die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen mit Blick auf den Terrorismus und seine Folgewirkungen sind auch in unserer Region allein durch die salafistischen Hotspots in Hildesheim und Göttingen unmittelbar spürbar und angekommen“, erklärt Lührig. Man habe sofort reagiert und den betroffenen Staatsschutzkommissariaten mehr Personal zugewiesen, zusätzlich Ermittlungsgruppen für offene und verdeckte polizeiliche Maßnahmen eingesetzt und die Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt, dem Niedersächsischen Verfassungsschutz und anderen weiter intensiviert.

Wenngleich bereits eingeleitete Organisationsveränderungen erste positive Effekte zeitigten, so stehe man angesichts einer neuen Dimension terroristischer Gewalttaten „am Limit“, was aber nicht bedeute, dass Personal für die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen oder die Observation von Gefährdern nicht zur Verfügung stehe. Das Gegenteil sei der Fall. Durch Verlagerung von Prioritäten sei die Interventionsfähigkeit der Einsatz- und Streifendienste insbesondere im Stadtgebiet Göttingen vielmehr verbessert worden. Lührig: „Zur ganzen Wahrheit zählt natürlich auch, dass dauerhaft im Rahmen einer Aufgabenkritik überprüft werden muss, welche Tätigkeiten entbehrlich sind“ – etwa die Begleitung von Großraum- und Schwertransporten. Im Einzelfall könne es wichtiger sein, eine weitere Funkstreifenwagenbesatzung rund um die Uhr einsetzen zu können und „in der Konsequenz auf eine bestimmte Anzahl von Kontaktbereichsbeamten, dem Verkehrsunfalldienst oder einer Technischen Ermittlungsgruppe Umwelt zu verzichten“.

Also doch eine Personalfrage. „Vor diesem Hintergrund haben wir in unserer Direktion die richtigen Antworten gefunden auf die Entwicklungen im Wohnungseinbruchsdiebstahl und anderen Phänomenen wie den unmittelbaren Auswirkungen des Terrorismus [oder] Cybercrime“, ist sich Lührig sicher.
Das bleibt zu hoffen, muss sich aber erst noch herausstellen.

 

Kreistag
Grüne wollen Schwedhelm rausschmeißen
Kreistagsmitglied sieht wichtige ökologische Themen verwässert

Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen will sein Noch-Mitglied Hans-Georg Schwedhelm loswerden – zu Recht. Schwedhelm kam mithilfe von etwa 6000 Listenstimmen in den Kreistag, hat nun aber eine neue Heimat bei der Splittergruppierung von Linken, Piraten und Die Partei gesucht und gefunden. Der bei Duderstadt sesshafte Kommunalpolitiker war auch dort längere Zeit bei den Grünen aktiv sowie in einigen anderen Organisationen, etwa bei der dortigen Geschichtswerkstatt.

Hans-Georg SchwedhelmEs gibt einige wenige auch politisch tätige Aktionisten, die, zumeist bei den kleineren Gruppierungen, immer mal wieder in allen möglichen Zusammenhängen in Parteien und anderen Organisationen auftauchen, sich dort bereitwillig zur Wahl stellen und oft auch, mitunter mangels Alternativen, dann auch gewählt werden und ebenso schnell wieder verschwinden – Schwedhelm gehört mit Einschränkungen ebenfalls dazu. Nach seinem Seitenwechsel wurde er zunächst vom Grünen-Kreisvorstand aufgefordert, sein Kreistagsmandat niederzulegen; auf die ihm gesetzte Frist hat er gar nicht erst reagiert. Nun soll das Landesschiedsgericht entscheiden, bei dem der Kreisvorstand seien Parteiausschluss beantragt hat.

„Schwedhelms Mitarbeit in einer mit den Grünen im Kreistag konkurrierenden politischen Gruppe ist unvereinbar mit dem Verbleib in der Partei“, kommentiert leicht nachvollziehbar die Sprecherin des Kreisvorstandes, Marie Kollenrott, den Schritt des Abtrünnigen und verweist auf die Listenstimmen, durch die Schwedhelm in den Kreistag kam. Er stand auf Platz 1 in der Oststadt, kam aber eben nicht durch persönliche Stimmen in den Kreistag. Seine Stimmen kommen nach dem Übertritt nun der Gruppe von Linken, Piraten und Die Partei zugute. Kollenrott: „Das kann man als Wählertäuschung bezeichnen.“ Zudem habe Schwedhelms Verhalten erhebliche negative Konsequenzen für die politische Arbeit der Grünen im Kreistag, nicht zuletzt durch den Verlust von Sitzen in Ausschüssen und Gremien. „Wir fordern daher Hans-Georg Schwedhelm ein weiteres Mal dazu auf, sein Mandat im Kreistag zurückzugeben.“

Parteiübertritte sind für Schwedhelm (Abb.: B90/Grüne) nichts Neues. Bereits mit der Jahrtausendwende wendete auch er sich: seinerzeit wechselte er von der Duderstädter Rats-SPD hin zur Grünen-Fraktion. Damals wie heute macht er dafür geltend, dass für ihn wichtige ökologische Themen nicht oder nicht mehr vom eigenen politischen Lager aufgegriffen würden, sodass er quasi zu einem Wechsel dorthin gezwungen sei, wo solche Themen auf größere Resonanz stießen. In der Tat kann man nicht verleugnen, dass manches umweltrelevante Problem auf Göttinger Ebene jedenfalls pointierter von den bundesweit eigentlich bereits totgesagten Piraten aufgegriffen wurde als vom Grünen-Establishment. Die beschlossene Zusammenarbeit zwischen Grünen und SPD auf Kreisebene, so argumentiert Schwedhelm sinngemäß, würde wesentliche ökologische Anliegen nun weiter verwässern.

Bei allem Frust über den „Verrat am Wähler“ ist das zumindest eine nachdenkenswerte Kritik.

 

Mobilität
Fahrgastverband sieht ECO-Bus-Forschungsprojekt skeptisch
Ungünstiges Verhältnis zwischen Aufwand und eventuellem Nutzen

Rufbus
Alternative im ländlichen Raum? Rufbus.Montage: vs

Der Fahrgastverband Pro Bahn warnt davor, große Summen öffentlicher Mittel in ein naturwissenschaftliches Forschungsprojekt des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation Göttingen zu stecken, dessen Nutzen für die Fahrgäste „völlig unsicher“ ist. Der Regionalvorsitzende Michael Reinboth wies darauf hin, dass die Organisatoren des Projektes vom Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) und dem Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) fast eine Million Euro erwarten, um für einen begrenzten Zeitraum gerade mal zehn VW-Kleinbusse durch die Gegend fahren zu lassen.

Dabei stört sich der Fahrgastverband nicht nur an dem ungünstigen Verhältnis zwischen Aufwand und eventuellem Nutzen, sondern auch an der schwachen konzeptionellen Vorarbeit. „Es gibt landes-, bundes- und europaweit zahlreiche Studien zur Verbesserung öffentlicher Verkehrsmittel durch bedarfsgerechte Rufbussysteme, da füllt ein ECO-Bus keine Lücke“, erklärte Reinboth. Pro Bahn spricht sich durchaus für flexible Bediensysteme im ÖPNV aus - nur gebe es diese schon in Hülle und Fülle. Die müssten auf die Anwendbarkeit in unserer Region überprüft werden. Beim ECO-Bus bestehe die Gefahr, dass bestehende Linien nicht mehr ausreichend finanzierbar sind und ausgedünnt oder gar eingestellt werden müssten. Zudem sei der Umstand, dass die Diskussion seit Monaten hinter verschlossenen Türen laufe, einem solchen Projekt, das schließlich Fahrgäste gewinnen müsse, nicht dienlich.

Als ärgerlich bewertet Pro Bahn den Zeitpunkt abschließender Entscheidungen über die Projektfinanzierung bei den Landkreisen Göttingen und Northeim sowie beim ZVSN kurz vor dem Jahresende. Reinboth: „Die Gremien der Landkreise und des ZVSN sind noch gar nicht vollständig konstituiert. Eine sachgerechte Diskussion wird somit verhindert.“ Falsch sei der Zeitpunkt auch insofern, als Anfang Januar 2017 der neue ZVSN-Geschäftsführer seine Tätigkeit in Göttingen aufnimmt. Reinboth: „Das Geld haben andere dann schon ausgegeben, ohne dass der neue Fachmann daran noch etwas ändern könnte.“

 

Abfallvermeidung
Müllberge reduzieren – Ressourcen schützen
Weitere Schritte müssen folgen. Beispiel: Coffee-to-go

eb/bd — Im Zuge schwindender Ressourcen und gleichzeitig immer weiter wachsendem Hunger nach Rohstoffen stellt sich unweigerlicher die Frage, wie das Aufkommen von Müll möglichst gering gehalten werden kann. Vom 19. bis zum 27. November wurde diesem Thema mit der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“ besondere Aufmerksamkeit zuteil. Auch in Göttingen haben Teile des Einzelhandels durch sanftem Druck inzwischen erste Schritte unternommen und viele Einkaufstüten aus Kunststoff aus ihrem Sortiment verbannt. Doch das reicht nicht – es kann nur ein erster Schritt sein.

Freiburg Cup
 
Narrenhäs der „Friburger Glunki mit Freiburg Cup“Montage: Latschari/vs

In Deutschland werden Tag für Tag über 320.000 Kaffee-Pappbecher aus Automaten gezogen oder über die Verkaufstheken gereicht, ausgetrunken und weggeworfen – nachhaltig ist das nicht. Dass es auch anders geht, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Freiburg: Ihren Coffee-to-go können sich Kunden in den „Freiburg Cup“, einem wiederverwendbaren Mehrwegbecher im Gewand der Freiburger Skyline, füllen lassen und somit effektiv zur Müllvermeidung beitragen. An der Aktion von Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg und der Stadtverwaltung beteiligen sich derzeit 16 Cafés und Bäckereien in der Innenstadt, der Becher wandert nach dem Morgenkaffee zurück ins Geschäft und der Kunde erhält 1 Euro Pfand zurück.

Freiburg hat dem Pappbecher damit freilich nicht alleine den Kampf angesagt, unter anderem in Tübingen und der Berliner S-Bahn gibt es ähnliche Aktionen. Auch in Niedersachsen tut sich in Sachen Pfand-Pappbecher etwas. Derzeit prüft das Umweltministerium verschiedene Möglichkeiten, um die hohe Zahl von Einweggetränkebehältern zu reduzieren.

Unsere Gesellschaft wird heutzutage auch gerne als Wegwerfgesellschaft bezeichnet – Qualität verliert immer mehr an Bedeutung, Quantität wird immer wichtiger. Konsum wird schnelllebiger und produziert jede Menge Müll, der eigentlich vermieden werden könnte, dabei kann jeder mithelfen, die Müllproduktion zu verringern. „Mehrweg-Coffee-to-go-Becher als ein Anfang sind ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Marlin Seeger, FÖJlerin bei der Göttinger Kreisgruppe des BUND. In Göttingen gebe es bereits erste positive Beispiele. „Beim nächsten Coffee-to-go also einfach mal nachfragen oder gleich einen eigenen Becher mitbringen!“
Mehr Informationen erhalten Sie hier:Weitere Informationen

 

Gebühren
Donnerwetter: CDU-Fraktion will langfristig kostenlose Kita-Plätze
CDU gegen Kita-Gebührenerhöhung

Die im Rahmen des Entschuldungshilfe-Programms des Landes Niedersachsen seinerzeit beschlossene regelmäßige jährliche Anhebung der Kita-Gebühren ist inzwischen der CDU-Fraktion ein Dorn im Auge. Sie hat sich deshalb im Jugendhilfeausschuss dagegen gewandt. Begründung: Gerade junge doppelverdienende Familien würden mit gar nicht mal so hohen Einkommen schnell in die höchste der sechs Beitragsstufen rutschen.

Kita
Foto: vs

Das klingt sehr bürgerfreundlich, verkennt aber, dass die Kosten der Betreiber teilweise in noch viel höherem Maße steigen als die Beiträge und keineswegs allein von den Eltern getragen werden. Wenn die Christdemokraten nun insbesondere Doppelverdiener entlasten wollen, müssen sie Andere dafür zur Kasse bitten – und das können ganz gewiss nicht Geringverdiener sein. Insofern ist es konsequent, scheinbar kostenlose Kita-Plätze zu verlangen, deren Kosten dann allerdings von „der Allgemeinheit“ übernommen werden müssen. Damit nähert sich die Göttinger CDU sozialpolitischen Forderungen an, wie sie vielfach auch von eher linker Seite immer wieder erhoben werden.

In der konstituierenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 17. November hatten deshalb die CDU-Ratsneulinge Dominic Steneberg und Mareike Mecke weiteren Beratungsbedarf in ihrer Fraktion angemeldet. Die Erhöhung käme mit der rot-grünen Mehrheit sowieso, erklärte daraufhin sinngemäß Dr. Klaus-Peter Hermann (SPD) freien Kita-Trägern, die jetzt schon neue Verträge mit Eltern für das nächste Jahr abschließen wollen. Die endgültige Entscheidung soll nun im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss am 12. Dezember, am 15. Dezember nochmals im Jugendhilfeausschuss und dann abschließend am Tag darauf in der Ratssitzung getroffen werden.

„Auch der sicher steinige Weg zu unserem Ziel ,kostenfreie Kita-Plätze‘ fängt mit einem ersten Schritt an und deshalb wollen wir mit der Nichterhöhung der Gebühren für das nächste Jahr ein erstes Zeichen setzen“, erklärte Dominic Steneberg (CDU). Das erklärte mittelfristige Ziel der CDU-Ratsfraktion sei, alle Eltern von den Kosten der Kinderbetreuung in Göttingen zu befreien. Bereits jetzt sind aufgrund der schlechten sozialen/ finanziellen Lage über vierzig Prozent der Eltern von allen Zahlungen befreit.

 

Innenstadtnutzung
SPD: Wildwuchs bei Vergnügungsstätten eindämmen

Einer nahezu unregulierten Zunahme von Vergnügungsstätten will die SPD-Ratsfraktion in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft, allgemeine Verwaltungsangelegenheiten und Feuerwehr entgegenwirken. Mit einem entsprechenden Antrag will sie der „massiven Ausbreitung“ von Spielhallen begegnen.

 
Kann süchtig machen: SpielhalleFoto: unbek. CC BY-SA 2.5

Die Verwaltung soll mit einem solchen Antrag beauftragt werden eine Vergnügungsstättensatzung zu erarbeiten, die „den Begriff der Vergnügungsstätte definiert, Grenzen ihrer räumlichen Ansiedlung bestimmt sowie die Ansiedlung von Wettbüros in schützenswerten Stadträumen ausschließt“. „Wir möchten endlich ein Mittel an die Hand bekommen, um den Wildwuchs bei den Spielstätten einzudämmen“, erklärt Sylvia Binkenstein dazu, baupolitische Sprecherin der SPD. „Eine Regelung halten wir für notwendig, diese soll künftig dafür sorgen, dass keine weiteren Spielhallenkomplexe entstehen, es sind schon jetzt zu viele“, ergänzt die finanzpolitische Sprecherin Helmi Behbehani.

Folgen des schnellen Wachstums dieses Wirtschaftszweiges sind etwa die wachsende Zahl der Spielsüchtigen. In diesem Zusammenhang müsse man vor allem den Jugendschutz in den Vordergrund stellen, um junge Menschen vor dem Abgleiten in die Abhängigkeit zu bewahren. „Wir stellen uns vor, dass die Regulierung des gewerblichen Spielrechts basierend auf dem Genehmigungsverfahren und dem Baurecht gestaltet werden kann“, so Binkenstein. In der Niedersächsischen Bauordnung wie auch in bundes- und landesbaurechtlichen Vorschriften sei der Begriff der Vergnügungsstätte jedoch nicht definiert. „Es finden sich immer wieder Festsetzungen in Bebauungsplänen, nach denen Vergnügungsstätten in bestimmten Bereichen nicht erlaubt sind“, heißt es in den Antrag. So seien derartige Beschränkungen im Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan „Zwischen Markt und Prinzenstraße“ enthalten. „In diesem Bereich könnte man sich zum Beispiel eine Ansiedlung einer Discothek vorstellen. Da diese Nutzung aber unter den Begriff der Vergnügungsstätte fällt, wäre sie nicht zulässig.“ Um klar zu regeln, wo und welche Art von Vergnügungsstätten in der Stadt erlaubt sein sollen, müsse der Rat die hier beantragte Satzung beschließen.

In Göttingen entstehen zudem zusehends auch mehr Wettbüros, beklagt die SPD weiter – ein Resultat der nun möglichen Konzessionierung privater Wettanbieter. „Studien belegen, dass sich das Image der Stadtteile, in denen sich Wettbüros ansiedeln, zum Negativen verändert“, meinen die beiden Frauen. Um eine negative Veränderung der Innenstadt zu verhindern, sei der Einsatz einer solchen Satzung das richtige Mittel.

 

Lebensqualität
Göttingen unterzeichnet „Charta der Vielfalt“
Urkundenübergabe am 24. November

pdg — Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hat für die Stadt Göttingen die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Ziele der Initiative sind Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb der eigenen Organisation, die Wertschätzung der darin liegenden Potenziale, die Einführung und Förderung eines sogenannten Diversity Managements und der regelmäßige Austausch von besonders guten Beispielen u.a. mit Unternehmen, Politik und Wissenschaft.

Geschäftsführung und Teil des Vereinsvorstands: A. Gräfin von Hardenberg, G. Sendowski, A. Özoğuz, A. Grohnert (v.l.n.r.)Foto: Verein

Die offizielle Urkunde zum Engagement der Stadt wird Köhler im Rahmen des nächsten Forums Göttinger Unternehmen am Donnerstag, 24. November, im Alten Rathaus aus den Händen von Aletta Gräfin von Hardenberg, der Geschäftsführerin des Vereins, entgegennehmen. Köhler sieht die Unterzeichnung als Selbstverpflichtung, für eine Organisationskultur zu sorgen, die von gegenseitigem Respekt und der Wertschätzung der Einzelnen geprägt ist. „Wir wollen das Thema „Diversity“ fest bei uns verankern“, erklärte der Oberbürgermeister am Donnerstag (17. November). Die interne Vorbereitung für konkrete Schritte der Umsetzung im Sinne der Charta sei angelaufen.

Im Jahr 2006 von vier Konzernen initiiert, haben mittlerweile rund 2.350 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen die Charta unterzeichnet. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die Schirmherrin der Initiative. Aus Göttingen sind bislang die IKUD Seminare, Reeb Kommunikation Int. GmbH ,die Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e. V. (LEB) und die Universität Göttingen dabei. In Niedersachsen haben u.a. die Städte Wolfsburg, Wolfenbüttel, Salzgitter, Osnabrück, Oldenburg, Helmstedt, Goslar, Delmenhorst, Braunschweig und die Landeshauptstadt Hannover unterzeichnet.

 

Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Betriebsausschuss Umweltdienste/
Umweltausschuss:
28. März
Ortsrat Geismar: 30. März
Ortsrat Grone: 30. März
Unterausschuss Sanierungsgebiet
Südliche Innenstadt:
4. April
Ortsrat Groß Ellershausen / Hetjershausen /
Knutbühren:
6. April
Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Versorgungsamt
Sprechtag
pdg — Der nächste Sprechtag des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie, Standort Hildesheim (Versorgungsamt) in Göttingen findet am Donnerstag, 30. März, von 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.00 Uhr in Zi. 118 im Neuen Rathaus statt (keine Beratung zu allgemeinen Rentenangelegenheiten). Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Das Landesamt ist wie folgt zu erreichen: Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie – Versorgungsamt –, Kreuzstraße 8, 31134 Hildesheim. Telefon: 05121 3040, Fax: 05121 304611, www.soziales.niedersachsen.de

Integrationsrat
Info-Veranstaltung am 3. April
pdg — Aufgrund der vom Rat am 8. Februar 2002 verabschiedeten Wahlordnung findet die nächste öffentliche Wahl der elf Mitglieder eines Integrationsrates in der Stadt Göttingen am 18. Juni statt. Wahlvorschläge können bis zum 27. April, 18.00 Uhr, bei der Wahlleitung, (Referat Statistik und Wahlen, Hiroshimaplatz 4, 37083 Göttingen) eingereicht werden.
In den Wahlbenachrichtigungen, die den Wahlberechtigten bis zum 3. Juni 2017 zugestellt werden, sind jeweils der Wahlbezirk und der Wahlraum angegeben. Wahlberechtigt sind alle Personen, die am Wahltag Nichtdeutsche im Sinne von Art. 116 Abs. 1 Grundgesetz sind oder eingebürgert wurden, seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in Göttingen gemeldet sind und das 16. Lebensjahr vollendet haben. Das trifft voraussichtlich auf ca. 23.000 Einwohner/innen zu.
Für interessierte Kandidatinnen und Kandidaten veranstaltet der Integrationsrat am Montag, 3. April, ab 20.00 Uhr im Sitzungssaal 126 im 1. Obergeschoss des Neuen Rathauses eine Informationsveranstaltung unter Beteiligung seiner aktuellen Mitglieder. Er bietet außerdem Sprechstunden dienstags und donnerstags von 10.00 bis 12.00 Uhr in seinen Räumen im Neuen Rathaus an. Weitere Informationen zu den anstehenden Wahlen sowie zu den Aufgaben und der Arbeit des Gremiums unter www.integrationsrat.de
Aufruf des Integrationsrats zur Kandidatur:Weitere Informationen

Ostermarkt ab 1. April
Der alljährliche Ostermarkt beginnt an diesem Wochenende und dauert bis zum 15. April. Mit Ausnahme des Karfreitags kann dann wieder von 10.00 bis 19.00 Uhr (So. ab 11.00 Uhr) Geld unter die Leute gebracht werden. Wer für die Ausstellung seiner Ostereimalereien an den beiden Sonntagen während der Marktzeit unentgeltlich einen Zeltplatz nutzen möchte, kann sich beim städtischen Fachbereich Ordnung unter der Göttinger Rufnummer 400-2217 melden.

Freie Wähler
Kreisvereinigung gegründet
Im Rahmen einer Frühjahrstagung wurde am 25. März in Obernfeld die „Freie Wähler Kreisvereinigung Südniedersachsen“ gegründet. Damit haben sich die Partei an die bestehenden Landkreisstrukturen angepasst und die bisherige Bezirksvereinigung aufgelöst. Zum Vorsitzenden wurde Jens Droß aus Herberhausen gewählt. Die Kreisvereinigung will sich insbesondere der politischen Willensbildung widmen, darüber hinaus wählen ihre Mitglieder die Kandidaten für die Landtags,- Bundestags-, und Europawahlen.

Partnerstadt Cheltenham
Noch freie Plätze bei Bürgerreise
Für die Bürgerreise nach Cheltenham in den Sommerferien vom 21. Bis 28. Juli mit Nachtfähre und Bus sind noch Plätze zu vergeben. Neben Ausflügen in die herrliche Umgebung der Cotswolds werden eine Zugfahrt mit der nostalgischen Eisenbahn und ein Tagesausflug nach Bath angeboten. Auch die Geselligkeit wird nicht zu kurz kommen. Bei der Partnerschaftsfête besteht dazu ausreichend Gelegenheit. Neben privater Unterbringung in Familien kann auch eine Hotelunterkunft vermittelt werden. Anmeldungen sind bis zum 18. April bei der Stadt Göttingen – Referat für Repräsentation und Internationale Beziehungen unter Tel. 400-2326 oder per email an staedtepartnerschaften@goettingen.de möglich. Dort gibt es auch weitere Informationen (485 Euro/Person).

Stadtgrün
Verwaltung: Göttingen blüht auf
Fast 1,5 Mio. Blumenzwiebeln gesteckt
Es ist schon erstaunlich, dass Göttingen angesichts eines wenig sensiblen bauwütigen Dezernats, welches zwar in seinem zwanghaften städtebaulichen Entwicklungsdrang – oft im Einvernehmen mit der Politik übrigens – selbst vor der Zerstörung von Landschaftsschutzgebieten nicht mehr Halt macht, dennoch Platz findet für einige Blumenzwiebeln. Nahezu 1,5 Mio. davon hat die Verwaltung mittlerweile ausbringen lassen – seit 1989 allerdings, was immerhin noch gut 53.000 pro Jahr sind –, um den übrigen Raubbau an den verbliebenen innerstädtischen Resten von Natur zumindest ein wenig zu kaschieren. Ehemalige Bewohner dieser Stadt, die nach langen Jahren wieder einmal hier aufschlagen, nehmen jedenfalls, wenn man sie denn fragt, vielfach ein ganz anderes Bild ihrer ehemalige Heimat bzw. Wirkungsstätte mit nach Hause als das des blühenden Idylls einer unver­brauchten, intakten Biosphäre.
17.000 weiße, blaue und gelbe Krokusse, 7000 (Wild-) Tulpen, 2.000 Narzissen, darunter 500 weiße Dichternarzissen, hat das Team des Baubetriebshofs, auf der Schillerwiese unterstützt von der Beschäftigungsförderung Göttingen und in Weende von einem Schulprojekt der Wilhelm-Henneberg-Schule, in diesen Tagen in den Boden gesetzt. Seit Monaten, so heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung, warten darüber hinaus Winterlinge, Schneeglöckchen, Anemonen und Blaustern darauf, nach und nach ein blühendes Farbenmeer entstehen zu lassen.
Wie schön. Weniger ein blühendes Farbenmeer als voraussichtlich ein blaues Wunder erwartet die Bürger hingegen demnächst wahrscheinlich in den Leineauen, im Süden der Stadt und am Kiessee, wo es gilt, die Entwicklung der Stadt voranzutreiben.Weitere Informationen

Neues Amtsblatt Nr. 6
pdg — Die neue Schulbezirkssatzung für die Sekundarstufe I , eine Reihe vom Rat gefasster Widmungsbeschlüsse sowie – neben dem Erlass einer Veränderungssperre – ein Aufstellungs- und ein Satzungsbeschluss für Bebauungsplanverfahren sind Themen der aktuellen sechsten Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen.
Die offizielle Wahlbekanntmachung zur Wahl eines Integrationsrates war Thema der fünften Ausgabe des Amtsblatts, außerdem eine Bekanntmachung des Amtes für regionale Landesentwicklung.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de → Rathaus & OB → Rat & Ortsräte → Amtsblatt zu finden.

Neue Vorstände bei FDP und Grünen
Auf einem Fusionsparteitag der Kreisverbände Osterode und Göttingen hat die FDP am 14. März den Kreisverband Göttingen-Osterode gegründet und zugleich einen neuen Vorstand gewählt. Kreisvorsitzende ist Dr. Hiltrud Sürmann, Stellvertreter sind Sigurd Hille, Wolfgang Feike und Christiane Brunk und Xenos Schirmer. Der neue Vorstand repräsentiert die regionalen Ortsverbände im neuen Kreisverband und integriert auch Mandatsträger aus Kreistag und Stadt- und Gemeinderäten.
Auf der Jahreshauptversammlung des Göttinger Stadtverbandes von Bündnis 90/Die Grünen wurde am 21. März ebenfalls ein neuer Vorstand gewählt. Die langjährigen Vorstandsmitglieder Regine Drewniak, Susanne Wiedermann, Yonas Schiferau (Kassierer) und Dirk-Claas Ulrich wurden in ihrem Amt bestätigt. Neu im Stadtvorstand sind die ehemalige Kreisvorstandssprecherin Marie Kollenrott und der Politikwissenschaftsstudent Konstantin Mallach.

CDU Ratsfraktion
Erklärung zu politisch und religiös
motivierter Gewalt in Göttingen

In einer Grundsatzerklärung stellt sich die CDU Fraktion im Rat der Stadt Göttingen gegen jede Form politisch und religiös motivierter Gewalt. Göttingen sei eine vielfältige, bunte Stadt mit einer diversen Bevölkerung, heißt es dort, die nicht immer dieselbe Sprache sprechen, kulturell verschieden geprägt seien und unterschiedliche politische und religiöse Überzeugungen hätten. „Für alle politischen und religiösen Überzeugungen, die die Rechte und die Würde anderer Menschen achten, gilt: Man muss sie nicht teilen, aber respektieren. Und die Meinungsfreiheit, die man für sich selbst in Anspruch nimmt, steht auch anderen zu."
Die CDU Ratsfraktion erklärt daher:

  1. Rechts- und linksextremistische Positionen sowie fundamentalistische religiöse Überzeugungen haben in unserer Stadt keinen Platz. Politische und religiöse Überzeugungen, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung sowie die Rechte und die Würde anderer Menschen nicht achten, lehnen wir entschieden ab und treten ihnen aktiv entgegen, wo immer sie uns begegnen.
  2. Gewalt ist in keinem Fall ein legitimes Mittel politischer Auseinandersetzungen. Dies gilt selbst in dem Fall, in dem sich politische oder religiöse Überzeugungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung oder die Rechte und die Würde anderer Menschen richten. Wir lehnen diese Überzeugungen strikt ab. Wir treten ihnen aktiv entgegen. Ebenso deutlich sprechen wir uns aber dagegen aus, diese Positionen mit Gewalt gegen Sachen oder gar Menschen zu bekämpfen.
  3. Wir erklären unseren Respekt vor allen Menschen, die in Ausübung ihres Amtes, im Rahmen ihres zivilgesellschaftlichen Engagements oder im Alltag auf der Grundlage ihrer Zivilcourage rechts- und linksextremistischen Positionen, fundamentalistischen religiösen Überzeugungen sowie jeder Form von Gewalt, die von politischen und religiösen Extremisten ausgeht, entschieden, aber friedlich entgegentreten.

Verkehr
Projekt EcoBus bewilligt
Am Freitag (17.03.) hat die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić den Bewilligungsbescheid für das Projekt EcoBus an das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) in Göttingen übergeben.
Ziel des „sehr anspruchsvollen Forschungs- und Entwicklungsprojekts“ (Heinen-Kljajić) EcoBus ist es, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nachhaltig zu ergänzen. Mittelfristig soll ein integriertes und öffentlich getragenes Mobilitätssystem für Land und Stadt entstehen, dessen Teile wissenschaftlich entwickelt und dann praktisch in der Region Südniedersachsen erprobt werden. Das EcoBus-Konzept basiert auf der Grundidee des Anrufbusses: Die Kleinbusse des EcoBus sind flexibel. Sie kommen zu jeder Uhrzeit an jeden Ort, um Menschen zu befördern.
Die Wissenschaftler/innen wollen moderne Netzwerkalgorithmen entwickeln, die die Fahrtwünsche in Echtzeit aufeinander abstimmen. Der alte Anrufbus wird so in die neue Ära der digitalen Mobilität geführt.Weitere Informationen

Göttinger Entsorgungsbetriebe
Frühjahrsputz XXL startet im April
Die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) rufen unter dem Slogan„ Jetzt bekommt der Müll `ne Abfuhr – Einfach gemeinsam!“ erneut zum großen gemeinsamen Reinemachen auf. Es startet am 3. und endet am 8. April. Im Verlauf einer ganzen Woche können alle ehrenamtlichen Helfer eine kurze Zeit der Sauberkeit in ihrem Wohn-, Arbeits- und Freizeitumfeld widmen.
Frühjahrsputz XXLUnter www.geb-goettingen.de kann eine Online-Anmeldung ausgefüllt und abgeschickt werden. Zur Koordination der Putzeinsätze benötigen die GEB wie immer ein paar verbindliche Angaben: Namen des Ansprechpartners, Gruppengröße, Einsatzort mit Datum- und Zeitangabe, benötigte Hilfsmittel. Säcke im magentafarbenen Kampagnendesign gibt es für alle, für die kleinen Helfer auch ggf. Handschuhe, sofern noch nicht im eigenen Equipment vorhanden. Als Dankeschön wartet wieder eine kleine, feine Anerkennung auf alle ehrenamtlichen Helfer.


Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Prognose 2017
Arbeitsmarkt stellt neue Rekorde auf
Die Zahl der Erwerbstätigen wird 2017 um rund 670.000 auf 44,26 Millionen steigen – ein neuer Rekord. Das geht aus der Arbeitsmarktprognose 2017 des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Die Arbeitslosigkeit wird im Jahresdurchschnitt 2017 voraussichtlich bei 2,53 Millionen Personen liegen. Das sind rund 160.000 weniger als im Jahresdurchschnitt 2016. Damit wird der IAB-Prognose zufolge der tiefste Stand nach 1990 erreicht. „Die gute Entwicklung kompensiert die zusätzlichen Arbeitslosmeldungen von Flüchtlingen“, erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“, am Freitag in Nürnberg.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Stabiler Arbeitsmarkt
Auf dem südniedersächsischen Arbeitsmarkt gab es auf den ersten Blick im Vergleich zum Januar kaum Veränderungen: die Arbeitslosenquote liegt konstant bei 6,2%. Die Zahl der Arbeitslosen sank um lediglich 0,5% bzw. 74 auf 14.626. Deutlicher sank der Wert im Vergleich zum Vorjahresmonat, als 712 Arbeitslose mehr (4,6%) auf der Suche nach einer Beschäftigung waren.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt im Februar
Weiter positiver Ausblick
„Arbeitskräfte in Deutschland werden knapper“
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte gestiegen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt mit 104,4 Punkten einen positiven Ausblick auf die kommenden Monate.Weitere Informationen

Neoko 60plus
Vermittlungsbörse für aktive Senioren
Neoko 60plusNeoko, eine Gruppe von sich freiwillig und ehrenamtlich engagierenden Bürgern aus dem Landkreis, die zum Beispiel weithin beachtete Vorträge im Apex organisieren, treten mit einer neuen Idee an die Öffentlichkeit: NEOKO 60plus, ein Online-Portal für regionales Engagement. „Neoko“ steht für „Neokortex“, dem jüngsten Teil des Gehirns, mit dem wir logisch denken – und manchmal auch nicht. Angesprochen werden von der Vereinigung insbesondere Bürger/innen mit Erfahrung in verschiedensten Aufgaben- und Lebensbereichen, die motiviert und mit guter geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit gesegnet sind und die den Wunsch verspüren, für den neugewonnenen zeitlichen Freiraum im Alter eine neue, freiwillig gewählte Aufgabe zu finden, die inhaltlich bereichern kann. Neoko will nach sinnvoller Beschäftigung Suchende mit Aufgabenanbietern über das neue Portal, auf dem man seine Wünschen und Bedürfnisse selbst eintragen kann, leicht erreichbar zusammenbringen – ganz nach dem selbstgewählten Motto: „100% aller nie begonnenen Vorhaben bleiben erfolglos, 20% aller begonnenen Vorhaben führen zum Erfolg. Also fangen wir mal an“.
→www.neoko-60plus.de

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Borneo
Monokulturen bedrohen Orang-Utans
RegenwaldFoto: Tbachner Mehr als tausend Orang-Utans leben in Sungai Putris artenreichen Sumpfwäldern auf Borneo. Erst vor zehn Jahren haben Wissenschaftler sie entdeckt und beschrieben. Die Einheimischen wussten natürlich von ihnen. Diese große Population der Menschenaffen ist ein Hoffnungsschimmer für das Überleben der stark bedrohten Primaten. Sungai Putris Wälder sind einzigartig, sie wachsen auf meterhohen Torfschichten. Solche Torfsumpfwälder zu erhalten, ist der beste Schutz vor Waldbränden, dem Anstieg von Treibhausgasemissionen und der Klimaerwärmung.
Deswegen hat die indonesische Regierung nach dem Waldbrandjahr 2015 verboten, Torfwälder und Primärwälder abzuholzen und dort Plantagen anzulegen. Doch genau das macht die Firma Mohairson Pawan Khatulistiwa in Sungai Putri. Sie zieht Kanäle, um den Torfboden auszutrocknen. Sie will dort Monokulturen für Papierfabriken anlegen. Gesetze reichen offenbar nicht. Bitte unterschreiben Sie unsere Petition an die Regierung, diese Umweltverbrechen effektiv zu verhindern:
www.regenwald.org

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Bildung - Beruf - Karriere

Berufsberatung
Neu: Bewerbungsmappen-Check
Agentur für Arbeit unterstützt in Göttingen und Northeim Ausbildungsuchende mit Haupt- und Realschulabschluss bei der Erstellung von schriftlichen Bewerbungen. Jessica Schuhmacher, Mitarbeiterin der Berufsberatung der Göttinger Arbeitsagentur, gibt nicht nur Tipps, sondern möchte mögliche Verbesserungen sofort gemeinsam mit den Jugendlichen umsetzen. Dabei prüft die Fachfrau zunächst die Unterlagen auf Vollständigkeit. Anschließend überlegen beide gemeinsam, ob der Lebenslauf vollständig ist. „Spannend wird es beim Anschreiben“, meint Schuhmacher, „denn hier kann ich zeigen, warum ich mich für diese Ausbildung und das Unternehmen interessiere. Und natürlich soll auch deutlich herauskommen, warum es sich für den Arbeitgeber lohnen könnte, gerade mich auszubilden.“
Sie bietet Einzeltermine an, die in der Regel 60 bis 90 Minuten dauern, bei Erfordernis auch länger. Dabei können in den Arbeitsagenturen Göttingen und Northeim Bewerber-PCs genutzt werden und Ausbildungsuchende während der Öffnungszeiten auch selbständig Bewerbungsunterlagen erstellen. Neben modernen, internetfähigen PCs stehen Scanner, Kopierer und Farbdrucker kostenlos zur Verfügung. Die Nutzer sollten nach Möglichkeit lediglich einen USB-Stick mitbringen, um die Dateien und Dokumente zu speichern.
Der Bewerbungsmappen-Check richtet sich ausschließlich an Ausbildungsuchende mit bzw. ohne Haupt- und Realschulabschluss. Terminvereinbarungen per E-Mail an goettingen.berufsberatung@arbeitsagentur.de oder unter Tel. 520-660.

Studierende in der Flüchtlingsarbeit
Uni bietet Supervision und Workshops
für ehrenamtliche Helfer

pug — Mit einem neuen Angebot unterstützt die Universität Göttingen Studierende, die sich für geflüchtete Menschen engagieren möchten. Das Projekt „Integrationstandems & Supervised Networking“ bereitet die Studierenden auf ihren Einsatz vor und begleitet die Arbeit mit Workshops und Seminaren. Das Angebot ist angesiedelt an der Zentralen Einrichtung für Sprachen und Schlüsselqualifikationen (ZESS) und erfolgt in Kooperation mit der Abteilung für Sozial- und Kommunikationspsychologie, der Universitätsmedizin Göttingen und dem Hochschulsport.Weitere Informationen

Wettbewerb
Bundespreis Ecodesign 2017
Kluge Ideen für die Zukunft gesucht
„Überzeugendes Design statt kurzlebiger Wegwerfware“ – das ist das Motto eines bundesweiten Wettbewerbs, der gemeinsam vom Umweltbundesamt und de Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ausgelobt wird.
Sammelstationen für Meeresmüll, Fassaden, die atmen oder bionische Trennwände für Flugzeuge: gesucht werden mutige Design-Pioniere und Erfinder nachhaltiger Produkte. Bewerben können sich Unternehmen, Designagenturen, Start-Ups und Studierende – mit bereits erstellten Prototypen oder marktreifen Produkten und Dienstleistungen.
Die Bewerbungsfrist endet am 10. April.Weitere Informationen

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• Sicherheitssoftware
• Lippenpflegemittel
• Kinderwagen

Neue Bücher für Verbraucher
Rezeptbuch: Gesunde Küche vegetarisch
Rezeptbuch: Power-Suppen
Ratgeber: Unser Hund – fit und gesund
Das große Gewächshausbuch

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de beanstandet die Verbraucherzentrale aktuell folgende Produkte wegen irreführender oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Ja! Tiefkühl-Beeren-Mischung
• Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen
Eine Reihe von Änderungen bei der Deklaration einer Vielzahl von Produkten hat die Verbraucherzentrale inzwischen erwirkt oder auch gerichtlich erzwungen. Entsprechende Informationen darüber finden Sie direkt unter
www.lebensmittelklarheit.de

Internet-Rechtsschutzversicherungen
Es geht auch ohne
Gemobbte Schulkinder, bloßgestellte Arbeitskollegen, Internetkäufe, die sich als Mogelpackung herausstellen – so etwas kommt im Internet täglich vor. Internet-Rechtsschutzversicherungen versprechen, bei Ärger im Netz einzuspringen. Aber helfen sie wirklich? Die Stiftung Warentest hat sich drei in Deutschland verfügbare Spezialpolicen angesehen und empfiehlt den ganz normalen Rechtsschutz für on- und offline.Weitere Informationen

Eigenheimfinanzierung
Die besten Angebote
Die Zinsen für Baukredite sind gestiegen, doch es gibt noch immer Kredite unter 2 Prozent – bis zu 25 Jahre lang. Wer mehrere Kreditangebote vergleicht, kann bei seiner Finanzierung einige Zehntausend Euro sparen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest von mehr als 100 Banken, Vermittlern, Bausparkassen und Versicherern.Weitere Informationen

Vattenfall
Gericht untersagt bewusste Irreführung
Der Energieversorger Vattenfall bietet seinen Kunden regelmäßig Rabatt-Gutscheine an. Wer sie nutzen möchte, musste sich bisher in einem Online-Portal registrieren. Im Anmeldeformular konnten Kunden die Erklärung „Ich möchte auch Rechnungen online erhalten“ deaktivieren. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen mussten hingegen akzeptiert werden. Das Problem: Sie legten fest, dass Vattenfall Rechnungen auch über das Internet „zustellen“ darf. Der Marktwächter Energie der Verbraucherzentrale Niedersachsen sah hier eine bewusste Irreführung und hat gegen diese Praxis geklagt – mit Erfolg.Weitere Informationen

Nahrungsergänzungsmittel
Gratisproben vom Arzt?
Patienten mit Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen oder Magen-Darm-Infekten füllen zurzeit die Arztpraxen. Um möglichst schnell wieder fit zu werden und das Immunsystem zu stärken, ist der Rat des Arztes willkommen. Doch wie häufig ist dieser mit der Gratisprobe eines Nahrungsergänzungsmittels verbunden? Das wollen die Verbraucherzentralen mit ihrer aktuellen bundesweiten Umfrage herausfinden.
Nahrungsergänzungsmittel müssen auf der Verpackung als solche gekennzeichnet sein. Dennoch sind sie leicht mit Arzneimitteln zu verwechseln. Die Verpackungen sind ganz ähnlich aufgemacht. Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente enthalten häufig die gleichen Inhaltsstoffe und werden beide als Tabletten, Pulver & Co. angeboten. Es gibt jedoch wesentliche Unterschiede: Nahrungsergänzungsmittel zählen rechtlich nicht zu Arzneimitteln, sondern zu Lebensmitteln. Arzneimittel sollen Erkrankungen lindern, heilen oder verhüten. Nahrungsergänzungsmittel sind hingegen lediglich zur Ergänzung der Ernährung bestimmt und werden nicht amtlich auf Wirkung und Sicherheit geprüft.
Die Umfrage soll Erkenntnisse darüber bringen, wie häufig Patienten von ihrem Arzt neben Arzneimittelproben auch Probepackungen von Nahrungsergänzungsmitteln jeglicher Art erhalten. „Die Gratisprobe kann leicht dazu führen, dass Patienten sie als Kaufempfehlung des Arztes verstehen und damit fälschlicherweise auch die gleichen Erwartungen wie an ein Arzneimittel knüpfen“, erklärt Brigitte Ahrens, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Die Umfrage ist bis zum 18. April unter www.klartext-nahrungsergänzung.de geschaltet. Die Daten werden anonym erhoben, die Teilnahme dauert nur wenige Minuten.

Aachener Bausparkasse
Rechtswidrige Kündigungen
Kunden der Aachener Bausparkasse sind empört: Sie kündigt ihre Verträge wegen angeblicher „Störung der Geschäftsgrundlage“. Gemeint ist die Niedrigzinsphase. Nach Auffassung der Verbraucherzentralen und mehrerer Oberlandesgerichte sind solche Kündigungen rechtswidrig. Die Stiftung Warentest rät betroffenen Bausparern, sich gegen die Kündigung zu wehren. Die Chancen, die Bausparkasse notfalls mit einer Klage vor Gericht zur Einhaltung des Vertrags zu zwingen, seien gut.Weitere Informationen

Test Online-Portal wenigermiete.de
Mietpreisbremse per Inkasso durchsetzen
Das Online-Portal wenigermiete.de bietet seinen Kunden an, für sie beim Vermieter auf die Mietpreisbremse zu treten – ohne Kostenrisiko. Die Kunden zahlen nur, wenn es klappt. Ein Drittel der im ersten Jahr ersparten Miete kostet der Dienst. Der Schnelltest der Stiftung Warentest zeigt: Das Angebot von wenigermiete.de ermöglicht tatsächlich die Mietpreisbremsung ohne Prozesskostenrisiko. Allerdings: Auch wer sich selbst einen Rechtsanwalt sucht, hat zumindest dort kein besonders hohes Kostenrisiko, wo ein gut handhabbarer Mietspiegel gilt. Wer Mitglied im Mieterverein ist oder eine Rechtsschutzversicherung mit Mieterschutz hat, braucht in der Regel auch nichts für die Mietpreisbremse zu zahlen.Weitere Informationen


Gesellschaft

Gesellschaft für bedrohte Völker
Wechsel an der Spitze
Nach fast 50 Jahren beendet Tilman Zülch seine Tätigkeit als Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Künftig wird der 77 Jahre alte GfbV-Gründer die GfbV-Kampagnen beratend begleiten. Die politische Leitung der Menschenrechtsorganisation übernimmt der langjährige GfbV-Asien- und Afrika-Experte Ulrich Delius.Weitere Informationen

Abschiebungen
Polizei sieht sich durch BVG-Urteil bestätigt
Die aktuelle Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zur Abschiebung möglicher Gefährder aus der islamistichen Szene bestätigt nach Aussage des Präsidenten der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, die Einschätzung seiner Behörde. Lührig kritisiert zugleich die Celler Generalstaatsanwaltschaft, nach deren Ansicht das Verhalten der in Göttingen nach einer Razzia festgesetzten beiden Ausländer nicht im Bereich einer strafrechtlichen Relevanz lägen.Weitere Informationen

Ferienprojekt
„Jugend für den Frieden“
pdg — Auch in diesem Jahr organisiert die Stadt das Ferienprojekt „Jugend für den Frieden“, das vom 22. bis 28. Juli 2017 in der Göttinger Partnerstadt, der Lutherstadt Wittenberg, stattfindet, die in diesem Jahr wegen der vielen interessanten Veranstaltungen zum Thema „500 Jahre Reformation“ ein besonders interessantes Ziel darstellt. Gesucht werden sechs Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren, die Spaß und Lust haben, gemeinsam mit anderen Jugendlichen aus den Göttinger Partnerstädten Toruń, Pau, Cheltenham und der Lutherstadt Wittenberg zusammen zu sein und sich im gemeinsamen Europa besser kennenzulernen. Seit 1995 finden diese Begegnungen jährlich wechselnd in den Göttinger Partnerstädten und in Göttingen selbst statt. Die Begegnung wird von der Stadt Göttingen und dem Stadtsportbund Göttingen gemeinsam betreut.Weitere Informationen

Bürgerstiftung Göttingen
Patenschaften mit Geflüchteten
Sie üben Deutsch, reparieren gemeinsam Fahrräder, suchen Wohnungen, füllen Formulare aus, knüpfen Kontakte, erleben Alltag in Deutschland: Wie 15 andere Bürgerstiftungen in Deutschland auch fördert die Bürgerstiftung Göttingen Patenschaften zwischen Einheimischen und Geflüchteten. Nach dem erfolgreichen ersten Jahr des Projekts „Bürgerstiftungen stiften Patenschaften“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Menschen stärken Menschen“ gefördert wird, will die Bürgerstiftung Göttingen die Zahl der von ihr betreuten Patenschaften von derzeit 35 auf 50 erhöhen.Weitere Informationen

Badeparadies Eiswiese
Aktualisierter Flyer für das
Feriensportprogramm in den Sommerferien

Ein neuer Flyer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH & Co. KG für das Feriensportprogramm während der Sommerferien, inkl. Fitnessprogramm für Erwachsene sowie die Kindergeburtstage im Gruppenbad der Eiswiese ist jetzt erschienen.
→www.goesf.de

Great Barrier Run
Dritte Auflage des Hindernislaufs
Nach dem großen Teilnehmer- und Zuschauerzuspruch der ersten beiden Austragungen des „Great Barrier Run“ gibt es 2017 die dritte Auflage des Hindernislaufs. Der „Great Barrier Run“ bietet auf drei verschiedenen Streckenlängen von 5, 10 und 15 Kilometern Länge Laufvergnügen kombiniert mit abwechslungsreichen Hindernissen. Der Hochschulsport der Universität Göttingen veranstaltet den Lauf am Sonnabend, 16. September. Die Anmeldung ist bereits freigeschaltet und schon über 600 Startplätze sind vergeben. Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt 1.200 Sportbegeisterte teil.
Great Barrier Run„Wir werden probieren, unsere Kapazitäten zu erhöhen. Allerdings sind uns irgendwann natürliche Grenzen gesetzt“, sagt Projektleiter Mischa Lumme. 18 Hindernisse gilt es auf der Fünf-Kilometer-Strecke zu überwinden. Während einige Hindernisse erklettert werden müssen, sind für andere Kraft und Geschicklichkeit gefragt. „Wir wollen wieder einen attraktiven Lauf schaffen, bei dem es auf den Spaß an der Bewegung ankommt. Bei allen Hindernissen ist Teamwork der Schlüssel zum Erfolg“, so Lumme.
Darüber hinaus gibt es wieder eigene Wertungen für Schulen und Firmen. Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren können in ihren Klassen und Kursen über die Fünf-Kilometer-Distanz starten. Alle Firmen und Schulen werden auch im Rahmen der Gesamtwertung erfasst. Anmeldungen sind über das Internet unter www.great-barrier-run.de möglich. Alle Informationen sind zudem auf Facebook unter www.facebook.com/GreatBarrierRun zu finden.

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Alkoholisierter Radfahrer baut Unfall
jan — Am Samstag (25.3.) gegen 13.00 Uhr wurde ein erheblich alkoholisierter Radfahrer bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt.

Unfall-Flucht mit hohem Sachschaden
Zeugen gesucht
my — In der Nacht zu Samstag (25.03.) ereignete sich gegen 3.00 Uhr in der Olenhuser Landstraße in Rosdorf ein Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden. Der Täter flüchtete, die Polizei sucht Zeugen.

Hanfplantage in Wohnung entdeckt
jan — Am Freitagabend (24.03.) gegen 20.00 Uhr hat die Polizei in einer Zwei-Zimmer-Wohnung in der Allerstraße während eines Einsatzes zufällig eine professionell betriebene Indoorplantage entdeckt.

Einbruch in Wohnhaus
jan — Unbekannte sind am Freitag (24.03.) in ein Wohnhaus in der Straße Zur Akelei eingebrochen.

Kiosk überfallen
jan — Zwei Unbekannte haben am Donnerstagabend (23.03.) im Schopenhauer Weg einen Kiosk überfallen. Beute erlangte die Räuber jedoch nicht.

Zwei Wohnungseinbrüche
jan — In zwei Wohnungen von Mehrfamilienhäusern in Göttingen sind am Donnerstag (23.03.) Unbekannte gewaltsam durch die Wohnungstür eingedrungen.

Tempo-, Gurt- und Handyverstöße
jan — Bei gezielten Verkehrskontrollen in Stadt und Landkreis Göttingen haben Polizeibeamte am Dienstag (21.03.) insgesamt 45 Verkehrsverstöße festgestellt.

Alarmanlage schlägt Täter in die Flucht
jan — Eine ausgelöste Alarmanlage hat in der Nacht zu Dienstag (21.03.) gegen 2.20 Uhr in einem Einkaufsmarkt in der Königsallee einen Einbruch vorzeitig beendet.

Weende: Geparkte Pkw beschädigt –
Zeugen gesucht

jan — Bei Ermittlungen im Zusammenhang mit einer Verkehrsunfallflucht in der Zimmermannstraße in Weende ist das 7. Fachkommissariat (Verkehrsunfallsachbearbeitung) auf der Suche nach Unfallzeugen.

         
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