Gewinnen mit Gö-PolisAnz. Ehrlich Brothers

Spacer

SpacerFair einkaufen:
SpacerTest: Drei von fünf Nachhaltigkeitssiegeln besonders vertrauenswürdigWeitere Informationen


 
  SpacerRedaktionSpacer   SpacerPolitikSpacerWirtschaftSpacerGesellschaftSpacerWissenschaftSpacerKulturSpacerVeranstaltungen
    Spacer 03.05.2016 16:57 SpacerOptimiert für das Format 16:9      
 

Wir verlosen Freikarten
für die Tagesveranstaltung am 21. Mai
Näheres im →Veranstaltungsteil

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft

Der Radiotipp
Damaskus mon amour. Fünf Freunde in Syrien. Eine Langzeitbeobachtung. — Julia hatte gerade ihr Studium abgeschlossen und arbeitete in einem Ministerium. Amer führte mit Kollegen erfolgreich ein Dolmetscherbüro und Selim arbeitete bei einer Versicherung. Während Jihad von einer Ausbildung zum Journalisten träumte, wollte Safwan lieber an der Uni Karriere machen. Sie sind Christen, Muslime, Ismaeliten, Palästinenser und Drusen. Als im März 2011 die Unruhen in Syrien ausbrechen, ist keiner der fünf Freunde Anhänger der Regierung. Vier Jahre später steht fest: Sie müssen ihre einstigen Zukunftspläne über Bord werfen und noch einmal ganz vorn beginnen.
Am 3. Mai um 20.00 Uhr, NDR kultur.


Kultur

Junges Theater
Peer Gynt –
Stück für Träumer

Ganz im Sinne des Spielzeitmottos „Als wir träumten“ kommt Ende der Woche im Haus am Wochenmarkt ein Stück auf die Bühne, dessen Inhalt verträumter kaum sein kann: Ibsens Peer Gynt, aufgeführt durch den „Club Göttingen“, 21 Laiendarsteller zwischen 22 und 77 Jahren. Sie erzählen den Trip eines ganzen Lebens als Weltreise im eigenen Kopf. Ein fantastisch-satirisches Märchen mit Musik.
Premiere am 7. Mai um 20 Uhr.

13. Göttingen International
Ethnographic Film Festival

Vom 4. bis 8. Mai findet in der Paulinerkirche wieder das International Ethnographic Film Festival statt. Die Filme zeigen vielfältige Facetten des menschlichen Lebens, kulturelle Ereignisse und spannende Erlebnisse, die durch ihre Nähe einzigartige Einblicke erlauben.
→www.gieff.de

Junges Theater
Gastspiel in Jugendanstalt
Inspiriert durch das erfolgreiche Dokumentartheater-Projekt „Wegschließen und zwar für immer“ von Nico Dietrich über Sicherungsverwahrung in Niedersachsen am Deutschen Theater in der Spielzeit 2013/14, war es Nico Dietrich schon länger ein Anliegen auch mit dem Ensemble des Jungen Theaters in die Justizvollzugsanstalten der Umgebung zu gehen, dort Theater zu machen und damit neue außergewöhnliche Kulturräume in Göttingen und Umgebung zu eröffnen. Bereits im letzten Jahr war das Junge Theater mit Ausschnitten aus dem Musikspektakel „Forever 27 Club“ zu Gast in der JVA Rosdorf.
Am 9. Mai wird das Ensemble – vor ungefähr 45 Inhaftierten, 70 Justizvollzugsbeamten sowie Angehörigen und Vertretern der Presse – Ausschnitte aus dem Musikspektakel „Money, Money, Money – Auf den Trümmern das Paradies“ in der Jugendanstalt in Hameln aufführen.

Händel-Festspiele
Umbesetzung im Oratorium
Gäste aus Partnerstädten erwartet
Aus gesundheitlichen Gründen wird der Tenor John Mark Ainsley am 5. Mai im Oratorium Susanna nicht auftreten können. An seine Stelle tritt Colin Balzer, der den Part von John Mark Ainsley übernimmt.
Vertreter/innen aus Cheltenham, Pau und Wittenberg besuchen am 4. bzw. 5. Mai zusammen mit dem Oberbürgermeister die Aufführung des Händel-Oratoriums „Susanna“, nehmen am anschließenden Abendempfang der Stadt in der Halle des Alten Rathauses teil und verlassen Göttingen einen Tag später wieder. Erwartet werden aus England Councillor John Rawson, stellvertretender Ratsvorsitzender in Cheltenham, und Martin Kimber, Mitglied des Partnerschaftskomitees, mit Ehefrau, die stellvertretende Bürgermeisterin der französischen Partnerstadt Pau, Anne Castera, und mit ihr der Präsident des Instituts „Heinrich Mann“ in Pau, Paul Selinger, sowie Thorsten Zugehör, der Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg, und Gattin. Für die englischen und französischen Gäste gibt es am Donnerstagvormittag (5. Mai) eine Stadtführung. Die kleine Delegation aus Pau nutzt den Aufenthalt zusätzlich zu einem Gespräch über Planungen zum 35jährigen Bestehen der Partnerschaft 2017.

Rockbüro
Förderung von
über 300 Live Acts

Die Livemusikförderung durch das Rockbüro Göttingen e.V. wird im Jahr 2016 erstmalig die Marke von 300 Livemusikveranstaltungen in Göttingen überschreiten. Den Live-Clubs und Veranstaltern EXIL, Kreuzberg on Kultour e.V., Dots im Börnerviertel, Nörgelbuff und Vinyl Reservat werden insgesamt über 24.000 Euro zur finanziellen Absicherung ihres Livekonzertprogrammes zur Verfügung gestellt.Weitere Informationen

Kunstquartier Innenstadt
Wettbewerb entschieden
Piraten: Bevölkerung beteiligen
Der Architektenwettbewerb für den Neubau eines Ausstellungsgebäudes in der südlichen Innenstadt Göttingens ist entschieden. Mit über 50 daran interessierten Bewerbern war die Resonanz außerordentlich groß; 15 kamen schließlich in die engere Wahl. Die Wahl des aus dem Wettbewerb hervorgegangenen Siegers erfolgte einstimmig – jedenfalls innerhalb der Jury. Außerhalb davon gibt es durchaus kritische Stimmen zu dieser Entscheidung.Weitere Informationen

Göttinger Symphonie Orchester
Mueller geht
Christoph-Mathias MuellerDer derzeitige Chefdirigent und GMD Christoph-Mathias Mueller verlässt den Göttinger Klangkörper „auf eigenen Wunsch“. Außer den bei solchen Anlässen üblichen Allgemeinplätzen („Ich glaube, dass sowohl ich wie auch das Orchester bereit sind, neue Herausforderungen anzunehmen“), die niemandem weh tun dürften, schweigt sich Mueller über die Gründe seines Weggehens aus, auch darüber, ob er ein neues Angebot vorliegen hat. Dass man für Herausforderungen „bereit“ ist, heißt ja noch nicht, dass sie auch anstehen. Mueller wird dem Göttinger Publikum jedenfalls noch bis zum Sommer 2018 erhalten bleiben.

Auszeichnung
Linde-Literaturpreis 2016
an K. Brakoniecki und J. Wagner

Verleihung am 19. Juni in Göttingen
pdg — Der von den beiden Partnerstädten Thorn (Toruń) in Polen und Göttingen gemeinsam gestiftete und zum 21. Mal vergebene Samuel-Bogumił-Linde- Literaturpreis geht für das Jahr 2016 an den polnischen Dichter und Literaturkritiker Kazimierz Brakoniecki und an den deutschen Lyriker und Schriftsteller Jan Wagner.Weitere Informationen

SeitenanfangZum Seitenanfang


Wissenschaft

Diversitätsforschung
Strukturen der Ungleichheit
Einzigartiger neuer Studiengang
pug — In einem neuen Masterstudiengang „Diversitätsforschung“ an der Universität Göttingen lernen Studierende theoretische und methodische Konzepte kennen, um Fragen von Strukturen der Ungleichheit wissenschaftlich fundiert zu bearbeiten. Das Angebot startet zum Wintersemester 2016/2017 und ist an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät angesiedelt.
Die Bewerbungsfrist endet am 15. Mai.Weitere Informationen

Rindvieh
Tödlicher Gendefekt erforscht
pug — Wissenschaftler der Universität Göttingen haben die Ursache eines weltweit verbreiteten tödlichen Gendefekts bei schwarzbunten Milchrindern gefunden. Auf dieser Grundlage können nun entsprechende Gentests entwickelt werden. Die Göttinger Forscher arbeiteten dabei mit dem Institut für Fortpflanzung landwirtschaftlicher Nutztiere Schönow (IFN), dem Deutschen Holstein Verband und den Vereinigten Informationssystemen Tierhaltung zusammen.Weitere Informationen

Universitätsmedizin Göttingen
Kooperation mit Teheran
Die Universitätsmedizin Göttingen und die Medizinische Hochschule Hannover haben ein Memorandum of Understanding mit der Tehran University of Medical Sciences unterzeichnet, das die gemeinsame Forschung, Anerkennung von Abschlüssen in der Lehre sowie den Austausch von Wissenschaftlern und Forschungsergebnissen vorsieht. Die Übereinkunft ist Ergebnis einer fünftägigen Reise des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) von Mitte April zusammen mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

Biophysik
Bewegungen in lebenden Zellen
Neue Untersuchungsmethode
pug — Ein Forscherteam aus Deutschland, den Niederlanden und den USA hat eine neue Methode entwickelt, mit der sich Bewegungsprozesse in lebenden Zellen nach ihrem Energieverbrauch unterscheiden lassen. Um die Funktion von Zellen zu verstehen, ist es wichtig, zwischen Vorgängen zu unterscheiden, die aktiv durch den Verbrauch von metabolischer Energie angetrieben werden, und solchen, die nur aufgrund von thermischer Kollision stattfinden. Neben den Universitäten Göttingen und Amsterdam waren Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München, der amerikanischen Universitäten Princeton und Yale sowie des Massachusetts Institute of Technology an der Studie beteiligt.Weitere Informationen

Forschungsprojekt
Buchdruck und Reformation
pug — Mit dem komplexen Zusammenhang zwischen Buchdruck und Reformation beschäftigt sich ein neues Forschungsprojekt des Theologen Prof. Dr. Thomas Kaufmann von der Universität Göttingen. Eine entsprechende Monografie, die mikro- und makrohistorische Perspektiven verbindet, gibt es bislang nicht. Prof. Kaufmann wird vor dem Hintergrund der europäischen Buchkultur zwischen 1450 und 1520 einerseits herausarbeiten, inwiefern sich die Reformation dem Buchdruck verdankte, andererseits wie die Reformation den Buchdruck veränderte. Gefördert wird das Projekt von der VolkswagenStiftung.Weitere Informationen

Herzmuskelschwäche
Molekulare Ursache entdeckt
umg — Die genetische Ursache für das Barth-Syndrom (BTHS) ist seit fast 20 Jahren bekannt. Ein spezieller Gendefekt führt zu der seltenen, aber schweren Erbkrankheit. Betroffene leiden an verschiedenen Symptomen, besonders schwerwiegend ist eine ausgeprägte Herzmuskelschwäche (Kardiomyopathie). Warum sich der Gendefekt vor allem auf Herzmuskelzellen auswirkt, haben Göttinger Wissenschaftler jetzt enträtselt.Weitere Informationen

Regenwaldvernichtung
Einkommen rauf,
Vielfalt runter

pug — Die Umwandlung von tropischem Regenwald in Agrarlandschaften führt einerseits zu einem Rückgang an Artenvielfalt und Ökosystemleistungen, andererseits zu erhöhtem Einkommen und damit zu besseren sozialen Bedingungen für die lokalen Bauern. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Göttingen gekommen. Die Forscherinnen und Forscher untersuchten in Indonesien die Umwandlung von Tieflandregenwäldern in Ölpalmplantagen, Kautschukplantagen und Kautschuk-Agroforstsysteme. Wege aus diesem Dilemma lassen allerdings auf sich warten.Weitere Informationen

Neurophysiologie
Charcot-Marie-Tooth-Krankheit
Forschungs-Netzwerk gegründet
umg — Eine bislang rätselhafte und wenig erforschte Krankheit soll jetzt im Netzwerk angegangen werden: die Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung. Dabei handelt es sich um eine erbliche Erkrankung des peri-pheren Nervensystems. Bis heute sind die molekularen Ursachen von CMT wenig verstanden, Risikofaktoren sind derzeit unbekannt.Weitere Informationen

Universitätsmedizin
Personalratswahl:
ver.di-Liste ist stärkste Fraktion

Bei der Personalratswahl am 12. und 13. April erzielte die Liste ver.di bei den Arbeitnehmern mit 72,22 Prozent (1167 Stimmen) eine deutliche Steigerung gegenüber dem Ergebnis der letzten Wahl (2012: 61,58 Pro-zent). Als stärkste Liste erhält ver.di im neuen Personalrat 15 Arbeitnehmer-Sitze. Die Liste GeNi (Gesundheitsgewerkschaft Niedersachsen) erzielte 27,78 Prozent (449 Stimmen) und erhält sechs Arbeitnehmer-Sitze. Bei der Gruppe der Beamten hatte ver.di die einzige Liste eingereicht und erhält beide Sitze. Insgesamt hatten sich 96 Frauen und Männer auf drei verschiedenen Wahllis-ten um die 23 Sitze im Personalrat beworben.

Biodiversität
Meeresspiegel
beeinflussen Pflanzenvielfalt

pug — Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Universität Göttingen hat den Einfluss eiszeitlicher Klima- und Meeresspiegelschwankungen auf die biologische Vielfalt von Inseln untersucht. Die Ergebnisse einer globalen Studie zur Diversität von Pflanzen auf ozeanischen Inseln zeigen die Bedeutung historischer Umwelteigenschaften auf die heutige Ausprägung von Lebensgemeinschaften und ihre Vielfalt. Die Resultate sprechen für eine stärkere Berücksichtigung historischer Faktoren in der Biodiversitätsforschung.Weitere Informationen

Ethnologische Sammlung
Uni kauft Privatsammlung
pug — Die Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen erweitert ihren Indien-Bestand um eine Privatsammlung von Amuletten, religiösen Zeichen, Schmuckgegenständen und Textilien aus Nordwestindien. Die überwiegend aus Silber gefertigten Objekte stammen von der Privatsammlerin Ute Rettberg aus Winsen/Aller. Die ehemalige Konsulatssekretärin studierte Kunstgeschichte, Religionswissenschaften und Indologie und war lange Zeit in Rajasthan und angrenzenden Gebieten, wo sie systematisch und sachkundig sammelte. Die von ihr erworbenen Objekte stammen teilweise aus dem 18. und 19. Jahrhundert und sind heutzutage nur sehr selten in einem derart guten Zustand auffindbar. Rettberg hat ihre Privatsammlung in ihrer Magisterarbeit selbst wissenschaftlich aufbereitet, sodass sich alle Objekte eindeutig identifizieren lassen.

Tierzucht / Haustiergenetik
Erhalt und Einsatz
genetischer Ressourcen

pug — Forscher entwickeln im Rahmen eines europäischen Verbundprojekts auf der Grundlage neuer Erkenntnisse der Genomforschung effiziente Ansätze für den Erhalt und den Einsatz genetischer Ressourcen bei Nutztieren. Am Projekt „Innovative Management of Genetic Resources“ (IMAGE) sind auch Wissenschaftler der Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Göttingen beteiligt. Ziel des Projekts mit insgesamt 28 Partnern ist es, genetische Sammlungen besser zu nutzen sowie das Management von Genbanken bei Nutztieren zu verbessern. Die Europäische Union hat insgesamt sieben Millionen Euro für das Vorhaben bewilligt.Weitere Informationen

Archäologie
Frühmittelalterliche Gräber
bei Helmstedt freigelegt

pug — Archäologen der Universität Göttingen haben im Landkreis Helmstedt die Überreste eines frühmittelalterlichen Friedhofs freigelegt und damit den ältesten Beleg für die Ortschaft Gevensleben erbracht.Weitere Informationen

Astrophysik
Magnetfeld elementar
für irdisches Leben

pug — Eine neue Studie mit Beteiligung der Universität Göttingen zeigt, wie wichtig die Rolle des Magnetfelds für die Entstehung von Leben auf einem Planeten ist. Weitere Informationen

Neurologie
Kaffee gegen Parkinson?
cnmpb/umg — Wissenschaftler des Exzellenzclusters CNMPB an der Universitätsmedizin Göttingen und des Instituts für Molekulare Medizin in Lissabon, Portugal, beschreiben schützenden Effekt von Coffein-ähnlichen Substanzen auf Nervenzellen im Parkinson Modell.Weitere Informationen

Neuer Ideenwettbewerb
Zum neunten Mal schreibt die Universität Göttingen einen Ideenwettbewerb für Studierende aus. „Erfolgreich studieren! Ideen für ein gelungenes Studium“ ist das diesjährige Motto. Dabei geht sowohl um die Weiterentwicklung der Serviceangebote zur Beratung und Unterstützung während des Studiums wie auch um Möglichkeiten, Lehrveranstaltungen zu gestalten oder um die Verbesserung der Prüfungsvorbereitung. Alle Studierenden können Vorschläge einbringen. Eine Bewertungskommission prämiert die besten Einsendungen mit einem Preisgeld von bis zu 1.000 Euro. Insgesamt stehen Geld- und Sachpreise im Wert von 3.000 Euro zur Verfügung. Einsendeschluss ist der 20. Mai.Weitere Informationen

Physik
Laserpulse in Echtzeit
pug — Die intensivsten und schnellsten optischen Signale – Blitze aus einem Ultrakurzpulslaser – sind heute das Präzisionswerkzeug der Grundlagenforschung, Automobilindustrie und Augenheilkunde. Ihr Licht unterscheidet sich grundlegend von üblichen, einfarbigen Laserstrahlen: Es besteht aus einem Regenbogenspektrum, und je kürzer der Puls, desto reicher die Farben. Wissenschaftler der Universität Göttingen und der University of California in Los Angeles haben nun erstmals die Entstehung dieses „Regenbogens“ in Echtzeit und mit einer Bildrate von 90 Millionen Schnappschüssen pro Sekunde gefilmt.Weitere Informationen

Verbundprojekt DARIAH-DE
Dritte Förderphase
pug — Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) koordinierte Verbundprojekt DARIAH-DE geht in die dritte Förderphase: Seit März 2016 wird das Projekt mit einer Fördersumme von insgesamt rund fünf Millionen Euro für drei weitere Jahre fortgesetzt. Seit 2011 entwickelt DARIAH-DE als nationales Teilprojekt des europaweiten Projekts DARIAH-EU (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities) eine digitale Infrastruktur für die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung in Deutschland mit insgesamt 15 Partnern, darunter Universitäten, Rechenzentren und fachspezifische Forschungseinrichtungen.Weitere Informationen

Neuroimmunologie
Immunzellen im Nervenwasser
Neue Erkenntnisse
umg — Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen haben neue Erkenntnisse in der Grundlagenforschung über Immunzellen im Nervenwasser gewonnen. Die Untersuchung von Nervenwasser (Liquor) gehört zur Standard-Diagnostik, um entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS), wie z.B. Meningitis und Enzephalitis, oder Multiple Sklerose (MS) zu erkennen. Eine erhöhte Zahl von Immunzellen im Nervenwasser gilt als ein diagnostisches Indiz für MS. Wie Immun-zellen in den Liquor gelangen, welche Funktion sie dort haben, und wie sie mit dem Nervengewebe kommunizieren, war bislang nicht geklärt.Weitere Informationen

Pro Recyclingpapier
Papieratlas
auch für Hochschulen

Erstmals bezieht die Initiative Pro Recyclingpapier Deutschlands auch Hochschulen in ihren Papieratlas mit ein und will jene mit den höchsten Recyclingpapierquoten ermitteln. Weitere Informationen

Computertomografie
Schärfere Bilder aus
„unscharfen“ Röntgenquellen

pug — Ein Wissenschaftlerteam vom Institut für Röntgenphysik der Universität Göttingen hat nun erstmals eine bisher vernachlässigte tomografische Technik experimentell umgesetzt. Damit können Untersuchungen, die bislang auf Synchrotronstrahlung wie an großen Beschleunigeranlagen angewiesen waren, zunehmend auch an Laborquellen durchgeführt werden. Denn Laborquellen sind in Forschung, Industrie und der medizinischen Diagnostik viel weiter verbreitet.Weitere Informationen

Sodbrennen
Weltweit einzigartige Diagnostik
Echtzeit-MRT erkennt Ursachen
umg — Ärzten der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und Forschern des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie ist es weltweit zum ersten Mal gelungen, das Schlucken mit bildgebenden Verfahren darzustellen. Sie entwickeln nunmehr eine neue Methode zur Darstellung und Entdeckung der Ursachen von Sodbrennen.Weitere Informationen

Wiss. Kommission Niedersachsen
Schulterklopfen für Chemiker
Die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) hat im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur das Fach Chemie an den Universitäten des Bundeslandes evaluiert. Laut Kommission handelt es sich an der Universität Göttingen um einen „exzellenten Standort der Chemie“. Die WKN untersuchte neben einer umfassenden Publikationsanalyse wissenschaftliche Leistungskriterien wie die Einwerbung von Drittmitteln, die Auszeichnung mit Preisen und die strukturelle Aufstellung der einzelnen Standorte. Sie griff dabei auch auf die Expertise eines externen Gutachtergremiums zurück, welches jeden Chemie-Standort besuchte und sich ein umfassendes Bild der bisherigen Forschung und der Entwicklungsplanung machte.

Geobiologie
Ursprung von
Körperasymmetrie

pug — Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat ein Gen in Schnecken entdeckt, das festlegt, ob sich das Gehäuse im oder gegen den Uhrzeigersinn dreht. Dieser Befund könnte Hinweise darauf geben, wie das gleiche Gen die Körperasymmetrie unter anderem auch beim Menschen beeinflusst. Außerdem zeigt die Entdeckung, warum einige der wichtigsten inneren Organe umgekehrt oder gespiegelt vorkommen, wenn etwas in der Entwicklung „schief“ geht.Weitere Informationen

Molekulare Onkologie
Mdm2: Krebserzeugendes Protein
hat noch weitere Funktionen

umg — Das Protein Mdm2 war bisher nur für seine Rolle bei der Entstehung von Krebs bekannt. Göttinger Forscher haben nun nachgewiesen, dass Mdm2 auch in der Zelldifferenzierung eine wichtige Funktion hat.Weitere Informationen

Luftfahrt
DLR plant Nachbau
von Lilienthals Fluggerät

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) plant, das erste Serienflugzeug der Welt erstmals originalgetreu nachzubauen und wissenschaftlich zu untersuchen. Damit soll das Wirken des Luftfahrtpioniers Otto Lilienthal, der vor 125 als erster Mensch in einem Flugzeug geflogen ist, gewürdigt werden. Zudem erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über den tödlichen Absturz Lilienthals. Weitere Informationen

Konsumentenforschung
Nährwertangaben
beeinflussen Kaufverhalten

pug — Käufer achten bei der Wahl von Lebensmitteln zunehmend auf Nährwerte wie Kalorien, Zucker oder Fett. Im Gegensatz zur vorgeschriebenen Nährwerttabelle auf der Rückseite der Packung kann der Hersteller bei den freiwilligen Angaben auf der Vorderseite des Produkts die Portionsgröße als Basis für Nährwertangaben variieren – je kleiner die Portion, umso geringer beispielsweise die dort angegebene Kalorienzahl. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben nun herausgefunden, dass Produkte, die an der Stelle kleinere Portionsgrößen verwenden, verstärkt gekauft werden.Weitere Informationen

Brustkrebs
Regulationsmechanismen
entschlüssel
t
umg — Krebsforscher der Uni-Medizin haben herausgefunden, dass eine Hemmung der Funktion des Brustkrebsgens BRCA1 nicht nur durch Mutationen des Gens, sondern auch durch genetische Veränderungen von anderen Krebs-relevanten Genen möglich ist.Weitere Informationen

 

SeitenanfangZum Seitenanfang

 

Kriminalität
Geht also doch
Wohnungseinbrüche durch gezielte polizeiliche Maßnahmen reduziert
Mit offenen und verdeckten Maßnahmen versucht die Polizeidirektion Göttingen, der im Vorjahr gestiegenen Anzahl von Wohnungseinbrüchen Herr zu werden. „Aufgrund dieser für uns nicht zufriedenstellenden Entwicklung haben wir hier einen absoluten Schwerpunkt gesetzt“, erklärt der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig.

EinbruchSei noch im Dezember 2015 ein Anstieg zu verzeichnen gewesen, so kam es insbesondere in den Monaten März und April dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang um rund 30 Prozent. So wurden innerhalb der letzten Monate mehr als 2000 Personen und mehr als 1500 Fahrzeuge im Rahmen der verstärkten Kontrollen überprüft, wobei Diebesgut und Aufbruchswerkzeuge entdeckt wurde und die entsprechenden Personen vorläufig festgenommen wurden.

Die Polizei bemerkt auch eine gesteigerte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Verdächtige Wahrnehmungen würden offensichtlich eher der Polizei mitgeteilt, so dass es z.B. zur Festnahme einer Einbrecherbande auf frischer Tat kam. In einem weiteren Fall konnten drei Personen aufgrund des Hinweises einer aufmerksamen Anwohnerin kurze Zeit nach einem Geschäftseinbruch im Rahmen der polizeilichen Fahndungsmaßnahmen festgenommen werden.

Geht also – wenn nur genug Personal zur Verfügung steht. Die Schwerpunktsetzung bei Wohnungseinbrüchen bedeutet vermutlich jedoch auch, dass für andere kriminelle Brennpunkte dann weniger Personal zur Verfügung steht. Die Reduzierung von Kontaktbereichsbeamten oder die Schließung von Polizeidienststellen in den Ortsteilen zeugen davon. Jetzt müssten nur noch Justiz oder besser der Gesetzgeber solch kleinen Anfangserfolgen zu dauerhaftem Erfolg verhelfen. Noch nämlich lachen sich die Straftäter ins Fäustchen angesichts lächerlicher Sanktionen, die ihnen drohen – und die mit dem nächsten Bruch schnell finanziert sind.Foto: Polizei NRW

 

Flächennutzungsplan
Golfplatz im Süden Geismars endgültig vom Tisch
Rund 70 Hektar Landschaftsschutzgebiet im Süden Göttingens bleiben weiterhin Landschaftsschutzgebiet. Das ist nicht selbstverständlich in dieser Stadt, wo schon mal des öfteren aus ganz opportunistischen, also zumeist finanziellen Gründen einmal festgezurrte Beschlüsse nicht mehr das Papier wert sind, auf dem sie einst fixiert wurden.

PL Deutsche ArbeiterEtwa – vergleichbar zum Golfplatz – beim ehemaligen Landschaftsschutzgebiet unterm Nikolausberger Fassberg, das nun bebaut werden darf, obgleich zwar gar kein Interesse daran besteht, sich ein solches aber ja einmal entwickeln könnte. Oder – nicht ganz vergleichbar – beim „Lex-Sparkassen-Beschluss“ von 2006, der es dem Institut ermöglichte, sein Grundstück am Carré entgegen des bislang geltenden Baurechts an einen Filialisten zu verkaufen, dem es, zum Schaden des Göttinger Einzelhandels, gestattet wurde, seine Verkaufsfläche entgegen bisheriger Regelungen um mindestens 400m2 zu erweitern. Ähnliches übrigens spielt sich gerade in der Diskussion um die Ansiedlung neuer Möbelmärkte in Grone-West ab (vgl. weiter unten: →SPD wünscht sich moderate Erweiterung).

Pläne für einen Golfplatz in Göttingen gibt es schon seit langer Zeit. Noch in unguter Erinnerung sind die Bestrebungen des früheren Oberstadtdirektors Hermann Schierwater (SPD) zu Beginn der 1990er Jahre, mit Macht aus dem ehemaligen Truppenübungsplatz Kerstlingerröder Feld ein Sportgelände für Besserbetuchte machen zu wollen. Schon damals entbrannte ein bitterer Streit über dieses Ansinnen. Im 2007 veröffentlichten „Leitbild 2020“ war noch die Rede davon, dass „die Etablierung eines öffentlichen Golfplatzes … unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Artenschutzes weiter verfolgt“ wird. Pläne für ein alternatives Areal wurden hernach insbesondere von der Göttinger Sport und Freitzeit GmbH (GöSF) im Stillen vorangetrieben und trafen dabei auf das Wohlwollen des früheren Geschäftsführers der Städtischen Wohnungsbau und jetzigen Oberbürgermeisters Rolf-Georg Köhler (SPD). Sie nahmen Fahrt auf, als Anfang 2009 im Finanzausschuss sang- und klanglos ein Grundstückstausch zwischen der GmbH und der Verwaltung besiegelt wurde, der die GöSF zur Eigentümerin der südlichen Feldmark in Geismar machte. Denn die Sport und Freizeit GmbH, ebenfalls SPD-geführt, ist ein Wirtschaftsbetrieb, sie will nicht nur den Sport befördern, wie will auch Gewinn erwirtschaften – der wiederum der Verwaltung zugute käme.

Es ist die Politik, die der Verwaltung einen Riegel vorschieben kann, um Stadt- und Landschaftsplanung nicht immer nur nach fiskalpolitischen Erwägungen voranzutreiben. Das hat sie nunmehr auch getan, doch sie tut sich schwer damit und tut es viel zu selten. Am 11. April beschloss der Verwaltungsausschuss auf Initiative der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen einen Auftrag an die Verwaltung, die Einrichtung eines Golfplatzes aus dem Flächennutzungsplan zu streichen und bei den konzeptionellen Überlegungen zu seiner Neugestaltung nicht weiter zu berücksichtigen. Die Grünen wussten nicht nur eine Mehrheit in der Bevölkerung hinter sich, sondern hatten so ziemlich alle Parteien im Rat auf ihrer Seite. Nunmehr soll das Areal im Landschaftsschutzgebiet verbleiben. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler sagte noch während der Sitzung zu, bei der Erarbeitung des Vorentwurfs für den neuen Flächennutzungsplan entsprechend zu verfahren.

Der Wunsch nach Streichung der Golfplatz-Ausweisung datiert bereits vom Juli 2015, als nahezu alle Parteien einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag einbrachten. Lediglich die SPD-Fraktion mochte GöSF-Geschäftsführer Alexander Frey nicht im Regen stehen lassen. Nun hat der Verwaltungsausschuss „unter die Diskussion über die Ausweisung einer Fläche für einen öffentlichen Golfplatz im Göttinger Süden … einen Schlussstrich gezogen“, heißt es lapidar in einer Mitteilung der Verwaltung. Und das ist gut so.

 

Städtisches Museum
Sanierung lebendig gestalten
„Viele Maßnahmen“ kann sich die SPD-Fraktion im Rat vorstellen, die Arbeit des durch umfangreiche Sanierungsarbeiten arg gehandicapten Städtischen Museums besser zu präsentieren. Sie wird deshalb in der kommenden Ratssitzung einen „Antrag zur lebendigen Gestaltung des Museums und neue Wege zur Öffentlichkeitsarbeit“ einbringen.

Als eines der ältesten kultur- und stadtgeschichtlichen Museen in Niedersachsen ist die Stätte „ein zentraler Ort zur Vermittlung der Geschichte der Stadt Göttingen“, hat die Fraktion ganz richtig erkannt und wird dabei vermutlich auch den größten Teil aller Ratsmitglieder hinter sich wissen – auch wenn die derzeitige Baustelle gelegentlich von einigen als Museumsort zur Disposition gestellt wird.

 
Kartons und unbehauene Balken als Exponate: Museumsbegehung mit Leiter Dr. Ernst Böhme (rechts)Foto: vs

Das Städtische Museum ist derzeit vor allem mit Inventarisierungsarbeiten und der Dokumentation des Sammlungsbestandes beschäftigt, was zwar etwas dröge klingt, aber gleichwohl bereits interessante Ergebnisse gezeitigt hat. Diese Inventarisierungsarbeiten beispielsweise an die Hauswand zu projizieren, kann sich Fraktionvorsitzender Frank-Peter Arndt durchaus als Möglichkeit vorstellen, um die laufenden Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit wird er hoffentlich nicht die äußere Fachwerkfassade gemeint haben, sondern eine inner Wandfläche.

Überzeugender ist da schon sein Vorschlag, eine Schaufensterfläche in der Innenstadt anzumieten, um „besondere Exponate der Göttinger Bevölkerung auch während der Sanierungsphase zugänglich zu machen“. Auch könnten Vitrinen im Alten Rathaus und im Foyer des Neuen Rathauses mit Exponaten bestückt werden“, kann sich Arndt vorstellen, wobei sicherlich die Versicherungen noch ein Wörtchen mitzureden haben.

Und in Zeiten des Internet 3.0 mit seiner sogenannte „Schwarmintelligenz“ ließe sich das „Wissen der Vielen“ komfortabel nutzen, um im Web Exponate zu datieren, zu beschreiben und in ihren historischen Kontext einordnen zu lassen. Arndt: „Bei der Archivierung der Exponate könnte die Öffentlichkeit im Internet einen großen Anteil leisten.“

Die könnte vielleicht sogar mit noch viel mehr Ideen aufwarten, wenn man sie nur fragen würde und wenn sie z.B. über die Medien dazu animiert oder ein öffentlicher Bl0g dazu eingerichtet würde. Haben auch Sie Ideen? Schreiben Sie an die Redaktion oder direkt an →spd-fraktion@goettingen.de

 

Einzelhandelskonzept
SPD wünscht sich moderate Erweiterung
Zentrenrelevante Randsortimente begrenzen
Die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion Göttingen haben sich in Ihrer letzten Fraktionssitzung darüber verständigt, einen Änderungsantrag zur Vorlage der Verwaltung zum Einzelhandelskonzept für die Stadt Göttingen im nächsten Bauausschuss ins Verfahren einzubringen.

Wer einigermaßen das Ohr am Mund des Bürgers hat, dem dürfte ein seit Jahren von vielen Einwohnern beklagter Mangel kaum entgangen sein: das nahezu komplette Fehlen kleinteiliger Angebote für den täglichen Heimwerker- und Reparaturbedarf. Seitdem solche Sortimente in einer Mittelstadt von 120.000 Einwohnern nur noch von gerade mal 2 (!) Baumärkten auf der Grünen Wiese vorgehalten werden, wird die Ersatzbeschaffung passender Schrauben, Kabel, Schläuche etc. für den Verbraucher zum Spießrutenlauf – mehr noch jedenfalls als die Anschaffung von Möbeln und Wohnaccessoirs.  

„Wir wollen, dass die zentrenrelevanten Randsortimente auf insgesamt 1.950 qm der Gesamtverkaufsfläche des Vorhabens begrenzt werden“, so der Bauausschussvorsitzende Christian Henze. „Wir sprechen uns weiterhin für ein Möbelhaus im Westen der Stadt am bisher schon vorgesehen Standort aus. Der vorgelegte Beschlussvorschlag müsse jedoch nach Meinung der Fraktion geändert werden.

Die Fraktion schlägt „im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung und Stärkung der Göttinger Innenstadt“ eine entsprechende Reduzierung der zentrenrelevanten Randsortimente vor. „Den breit formulierten Befürchtungen der im Einzugsgebiet liegenden Mittelzentren soll damit Rechnung getragen werden“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten, Frank-Peter Arndt. Eine solche Entscheidung sei auch städtebaulich und raumordnerisch durchaus verträglich. Schädliche Auswirkungen auf die zentralen Versorgungsbereiche im Einzugsgebiet in der Göttinger Innenstadt und im Westen sowie auf die jeweiligen Versorgungsaufgaben der Mittelzentren seien nicht zu erwarten, sind sich Arndt und Henze sicher.

 

Öffentlicher Personennahverkehr
Elektrobusse auch für Göttingen?
CDU/FDP-Gruppe fordert schnellere Umstellung
Vierzehn neue Dieselbusse für 3,7 Millionen Euro werden die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) bis Ende dieses Jahres beschaffen. Die CDU/FDP-Ratsgruppe verweist in diesem Zusammenhang naserümpfend auf die Einführung der ersten drei Elektrobusse in Hannover schon kurz nach Ostern und fordert solche Maßnahmen auch in Göttingen – konkret: einen schnelleren Umstieg mindestens auf ein oder zwei Linien.

Elektro-Bus
 
Elektro-Bus der Braunschweiger Verkehrs-GmbH, der an Induktivladestationen wieder aufgeladen wirdFoto: Lord Alpha

Bereits im Juli 2015 hatte die Gruppe einen Ratsantrag eingebracht, der darauf abzielte, eine erste Elektro-Linie ab dem Jahr 2017 einzurichten. Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe und gleichzeitig auch Vorsitzender des Umweltausschusses, will sich weiterhin für ein schnelleres Umschwenken „auf die mit Abstand umweltfreundlichste Beförderungstechnik im ÖPNV einsetzen“, auch wenn die GöVB die Meinung vertreten, dass diese Technik noch nicht ausgereift sei.

Das Thema ist nicht ganz neu; es wurde schon in früheren Jahren im Rat diskutiert – immer mit negativem Ausgang und zum Vorteil einer inzwischen verbesserten Diesel-Abgastechnik. Allerdings sollte man angesichts aktueller Schummeleien bei den Verbrauchswerten, welche wohl nicht nur den Volkswagenkonzern betreffen, die seinerzeit hochgelobten verschärften EU-Abgasnormen nunmehr vielleicht doch etwas skeptischer betrachten. Wenn die EU-Standards und Toleranzen hierbei nämlich ähnlich locker gehandhabt werden wie bei Elektrogeräten oder Leuchtkörpern, dann bedarf es eigentlich keiner Manipulations-Software zum Schaden des Verbrauchers und der Umwelt.

Ein harter Wettbewerb um Standards, wie es ihn nun mal immer bei der Einführung neuer Systeme gebe, dürfe jedenfalls nach Auffassung Scheres kein Grund sein, neue Entwicklungen für Göttingen auf die lange Bank zu schieben. Auch das finanzielle Argument allein könne nicht ziehen, wenn man versuchen würde, zusätzliche Förderquellen anzuzapfen.

Vielleicht aber doch. Sollte nämlich eine noch nicht ausgereifte Technik auch einen höheren Service- und Reparaturaufwand nach sich ziehen, was eher wahrscheinlich ist, dann folgen daraus auch höhere laufende Kosten. Aber keine stetigen Fördermittel. Dann werden die GöVB wohl irgendwann wieder einmal die Hand gegenüber dem Fahrgast aufhalten müssen. Der aber wird gerade erst zur Kasse gebeten, am 1. April.

Scherer führt als gutes Beispiel China an, wo es bereits Millionenstädte gebe, in denen nur noch E-Busse fahren. Vielleicht auch, weil der Sauerstoff für die Verbrennungsmotoren in diesen Smog-Metropolen knapp geworden ist und deshalb vielleicht auch kein so gutes Beispiel. Denn so weit sind wir hierzulande Gott sei Dank noch nicht.
Den im Juli 2015 von der Ratsgruppe eingebrachten, seither noch nicht weiter in den Gremien beratenen Antrag zur Einführung von Elektro-Bussen finden Sie hier:Weitere Informationen

 

Altersvorsorge
Verbraucherzentrale fordert effektivere Maßnahmen
Armutsbericht 2016: Wohlfahrtsverbände kritisieren anhaltend hohe Armut
Rentenreformen und staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte wie Riester-Rente haben es bislang nicht geschafft, Altersarmut wirksam zu verhindern oder neu entstandene Versorgungslücken zu schließen, stellt die Verbraucherzentrale Niedersachsen fest. Breite Bevölkerungsschichten seien zunehmend von Altersarmut betroffen beziehungsweise bedroht. Zusätzlich leide die private Altersvorsorge unter der anhaltenden Niedrigzinspolitik. Unterdessen diagnostizieren der Paritätische Wohlfahrtsverband und weitere Verbände im aktuellen Armutsbericht 2016 eine „anhaltend hohe Armut“.

Zeitungsausschnitt
 
Wenn seit Jahren ehemalige Volksparteien tatenlos der Misere zusehen und unfähig zur Veränderung sind, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie zu Splitterparteien degenerieren

Über sinnvolle Produkte für die Altersvorsorge und gesetzlich notwendige Maßnahmen, die Altersarmut verhindern, diskutierte die Verbraucherzentrale Niedersachsen am 16. März auf einer Podiumsveranstaltung „Trotz Altersvorsorge arm im Alter?“ in Hannover mit dem Niedersächsischen Verbraucherschutzminister Christian Meyer sowie mit Ulf Prange, Mitglied des Niedersächsischen Landtages (SPD), Markus Hofmann, Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB und Prof. Dr. Ralf Kreikebohm, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig Hannover.

Rentenniveau im Sinkflug – Riester-Modell gescheitert
Seit der Rentenreform 2001 sinkt das Rentenniveau kontinuierlich. Aktuell liegt es bei 47 Prozent und soll bis 2030 auf 43 Prozent sinken. Die entstandenen Versorgungslücken sollen Rentner privat, unter anderem mithilfe der staatlich geförderten Riester-Rente, ausgleichen. Diese Rechnung ist nicht aufgegangen: Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung ist etwa jeder sechste Ruheständler von Altersarmut betroffen. Das sind 3,4 Millionen Rentner, Tendenz steigend.

Obdachloser
Obdachloser in HamburgFoto: Hendrike

„Eine weitere Absenkung des Rentenniveaus muss gestoppt werden. Nur so können Menschen mit niedrigem Einkommen besser vor Armut im Alter geschützt werden“, fordert Andreas Gernt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Er ergänzt: „Wie sich zunehmend herausgestellt hat, ist zudem die Riester-Rente in der bisherigen Form gescheitert. Sie ist in den meisten Fällen zu renditeschwach, zu bürokratisch, zu teuer und kann von wenigen sinnvoll genutzt werden“.

„Durch gesetzliche Maßnahmen müssen die gravierenden Nachteile bei der betrieblichen Altersversorgung beseitigt und insgesamt für alle Bevölkerungsschichten ertragreiche und unbürokratische Anreize zum Sparen für das Rentenalter geschaffen werden“, fordert Petra Kristandt, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. So müssen später auf die Betriebsrente Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in voller Höhe abgeführt werden und außerdem ist sie noch zu versteuern. „Von einer versprochenen Bruttorente in Höhe von 335 Euro bleiben als Vorteil durch die Direktversicherung knapp 150 Euro netto übrig. Würde man den eigenen Beitrag von 104 Euro monatlich über 37 Jahre zinslos unters Kopfkissen legen, kommt eine Summe von etwa 46.000 Euro zusammen. Da muss man schon älter als 92 Jahre werden, um mehr herauszubekommen, als man eingezahlt hat“, moniert Kristandt. Ein Positionspapier mit den Forderungen der Verbraucherzentrale ist unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/bessere-altersvorsorge erhältlich.

Armutsbericht 2016: Verbände fordern sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel
Ein Verharren der Armutsquote in Deutschland auf hohem Niveau beklagt der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Armutsbericht, der erstmals in erweiterter Form und unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen erschienen ist. Während in neun Bundesländern die Armutsquoten 2014 gesunken seien, belegt der Bericht einen Anstieg der Armut in den bevölkerungsreichen Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen. Hauptrisikogruppen seien Alleinerziehende und Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner, deren Armutsquote rasant gestiegen sei und erstmals über dem Durchschnitt liege. Die Herausgeber sehen daher auch keinerlei Anlass zur Entwarnung und fordern von der Bundesregierung einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um dringend notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf den Weg zu bringen.Weitere Informationen

 

Tierversuche
Heftige Kritik an Georg-August-Universität von PETA
Uni Göttingen zu keiner Auskunft bereit
Jedes Jahr werden an deutschen Universitäten Tausende sensibler Lebewesen für unwissenschaftliche Tierversuche missbraucht und getötet. In ihren Bemühungen, die tierversuchsfreie Lehre weiter voranzutreiben, bat die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) in einem Schreiben 126 Fakultäten lebenswissenschaftlicher Studiengänge um Informationen über ihre angewandten Lehrmethoden. Obgleich die Georg-August-Universität Göttingen zu keiner Auskunft bereit war, erfuhr PETA aus Reihen der Studierenden, dass sowohl im Fachbereich Medizin als auch im Studienfach Biologie Sektionen an Schweineherzen durchgeführt werden.

LabormausFoto: Lucija T.

Zudem müssen die angehenden Biologen für das Bestehen des Moduls Zoologie verpflichtend Tiersektionen an Regenwürmern, Heuschrecken, Seesternen, Fischen, Agar-Kröten sowie Schnecken durchführen. PETA appelliert an die Hochschule, gänzlich auf Tiere im Studium zu verzichten und Studierenden eine Lehre ohne Tierleid zu ermöglichen. „Leider hält die Georg-August-Universität Göttingen weiter daran fest, Tiere für Lehrzwecke zu missbrauchen“, so Stephanie Kowalski, Tierärztin und Fachreferentin gegen Tierversuche bei PETA. „Wir fordern die Verantwortlichen auf, den Tierschutz ernst zu nehmen und die Verwendung von Tieren in Forschung und Lehre gänzlich zu stoppen.“

PETA fordert mehr Transparenz hinsichtlich der an Universitäten angewandten Methoden, damit sich Studierende und Studieninteressierte für ein Studium ohne Tierleid entscheiden können. Außerdem appelliert die Tierrechtsorganisation an die Universitäten, Tierversuche aus dem Lehrplan zu streichen und stattdessen eine fortschrittliche und zukunftsweisende Lehre zu praktizieren. PETA möchte die Universitäten auf dem Weg zu einer tierversuchsfreien Lehre begleiten und hat dies unter anderem auch der Georg-August-Universität Göttingen angeboten, die sie bislang jedoch nicht angenommen hat.Weitere Informationen

 

Museumskonzept
CDU/FDP-Gruppe wirft SPD Ausweichmanöver vor
Bekenntnis „ohne Wenn und Aber“ zum Standort Ritterplan
Die CDU/FDP-Gruppe im Rat zeigt sich verärgert darüber, dass sich SPD-Mitglieder in der letzten Kulturausschuss-Sitzung zum Thema Museumsstandort Ritterplan jeder weiteren Diskussion über das Göttinger Museumskonzept verweigert haben, obgleich sich bislang keinerlei ernsthafte Nutzungsalternative für den großen, derzeit weiter für Millionen sanierten Komplex aus drei Gebäuden am Ritterplan abzeichnet.

 
Städtebauliches Kleinod: Rückansicht des MuseumsFoto: vs

Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der Ratsgruppe, befürchtet deshalb für das Städtische Museum eine ähnliche Entwicklung wie etwa bei den Ausstellungsräumen im Alten Rathaus: „Erst zwängen wir für einen behindertengerechten Zugang mit einem irren Aufwand Fahrstühle in das alte Gemäuer. Dessen vollkommen ungeachtet sollen aber künftig die Ausstellungen inclusive der dafür ausgewiesenen Personalmittel ins Kunstquartier verlagert werden. So scheint es auch beim Museum zu laufen.“

Millionen würden in die Sanierung des großen denkmalgeschützten Komplexes gesteckt „und dann erleben wir vielleicht nur noch ein paar Wechselausstellungen zur Stadtgeschichte im ,Forum Wissen‘ der Universität am Bahnhof“. Das Städtische Museum sei aber ein derartig wichtiges Erbe echten Göttinger Bürgersinns, das es nicht verdient, sich nur als kleines Anhängsel im Universitätsmuseum wiederzufinden. Solche Kritik bedeute jedoch keine Ablehnung des Plans, ein künftiges Ausstellungskonzept des Städtischen Museums eng mit dem „Forum Wissen“ der Universität abzustimmen, um sich so künftig auch sinnvoll zu ergänzen.“

Die Parteiengruppierung bekennt sich „ohne Wenn und Aber“ zum Standort Ritterplan für ein neu zu konzipierendes Museum zur Geschichte der Universitätsstadt Göttingen, heißt es in einer Stellungnahme. Sie unterstützt auch ausdrücklich die Position des Göttinger Geschichtsvereins und verweist zudem auf das eindeutige Ergebnis des großen Workshops, den die Stadtverwaltung zu diesem Thema veranstaltet hat. „Die Fakten liegen jetzt lange genug auf dem Tisch, meint Ratsmitglied Ludwig Theuvsen (CDU) und fordert ein „Ende des Herumlavierens“.

 

Emissionen
Piraten: Rückgang der Radverkehrs
und erhöhte Stickoxidwerte haben dieselbe Ursache

Die Göttinger Piraten sehen einen Zusammenhang zwischen den erhöhten Göttinger Stickoxid-Werten und den gleichzeitig von Ihnen beobachteten rückläufigen Radverkehrszahlen. Sie stützen sich dabei insbesondere auf im neuen eRadschnellweg eingelassene Induktionsschleifen, welche die Radverkehrszahlen zuverlässig erfassen und von den Piraten akribisch analysiert werden. Als eine der Hauptursachen machen sie dabei „unkoordinierte Ampelschaltungen“ verantwortlich, die „teils durchaus anerkennenswerte bauliche Leistungen geradezu torpedieren“.

Sowohl an der Robert-Koch-Straße in Höhe des Klinikums als auch am Christophorusweg, beide Stellen Teil des 2013 neugebauten eRadschnellwegs, wurden 2015 weniger Fahrräder gezählt als 2014. „Eigentlich“, so Mitglieder des Kreisverbandes, „sollte erwartet werden, dass zumindest nach einer gewissen Eingewöhnungsphase eine Steigerung zu beobachten wäre.“ Doch während am Christophorusweg mit einem Minus von 1 Prozent (636.030 in 2014, 630.549 in 2015) der Rückgang noch relativ moderat ausfiel, brachen die Zahlen an der Robert-Koch-Straße (1.212.711 in 2014, 1.075.631 in 2015) um mehr als 10 Prozent ein. Gleichzeitig ermittelten Gutachterbüros bei Verkehrszählungen, die beispielsweise im Zuge der Planung einer eventuellen Verlegung der Bundesstraßen B3/B27 veröffentlicht wurden, weiterhin stetig steigende Zahlen im Pkw-Verkehr, heißt es in einer Mitteilung. Das Resultat seien zunehmende Stickoxid-Werte. Die Stadt tue sich schwer damit, diesen Effekt zu erklären.

„Radverkehr verliert trotz enormer Investitionen und stellenweise guter Fahrbedingungen in der Summe immer mehr an Attraktivität, während Pkw-Verkehr augenscheinlich immer attraktiver wird“, so Friederike Buch, Mitglied des Vorstands und der „Arbeitsgruppe Ampelpiraten“. „Beides hängt zusammen und hat genau dieselbe Ursache: eine seit Jahren verfehlte Verkehrspolitik in der angeblich fahrradfreundlichen Stadt Göttingen.“

Am Weender Tor wurden 2014 die Wartezeiten an den Ampeln für den Rad- und Fußverkehr spürbar verlängert. Bestens gelungen sei der perfekt ausgebaute Radschnellwegabschnitt zwar zwischen Weender Tor und Godehardstraße – doch die Grünphasen seien dort so geschaltet, dass ein Fahrrad auf dem Radschnellweg nicht schneller als 10 km/h fahren kann. Auch im Zuge der Planung des neuen Radschnellwegabschnitts zwischen Groner Tor und Leinebrücke/Rosdorfer Kreisel werde die Fahrtzeit nicht mit in die Planungen eingerechnet – ein fataler Fehler bereits in der Planungsphase, kritisieren die Piraten. Sie stimmen auch nicht der von den Grünen im Bauausschuss Mitte Februar vorgetragenen Ansicht zu, Radfahrer würden eine der vorgeschlagenen Strecken auf jeden Fall akzeptieren, gleich, für welche der Varianten man sich letztlich entscheide: „Die Zahlen im Nordbereich zeigen auf, dass dieser Fall nicht eintritt, und dass die Verkehrsplanung sich vorher ernsthaft bemühen muss, möchte sie Fehlinvestitionen vermeiden.“

 

Bildung
CDU/FDP für Fortführung der Hauptschulen
Ratsgruppe sieht Vorteile bei Flüchtlingskinderintegration
Als Fehler betrachtet die CDU/FDP-Ratsgruppe das von einer Ratsmehrheit beschlossene Aus für die letzten beiden Göttinger Hauptschulen. Gerade für die Integration nicht oder kaum alphabetisierter Kinder böten die Hauptschulen die richtige Schulform mit entsprechend qualifiziertem Personal.

Soll abgewickelt werden: Käthe-Kollwitz-Schule in GeismarFoto: vs

Sie wird am Freitag im Rat ein Antrag einbringen, mit dem zumindest geprüft werden soll, ob nicht doch wieder ab dem Schuljahr 2017/18 5. und 6. Klassen an Hauptschulen angeboten werden sollen. „Mit extrem unterschiedlichen schulischen Hintergründen kommen Kinder und Jugendliche aus den vielen internationalen Konfliktherden nach Göttingen. Mit einem entsprechend breit gefächerten Schulangebot würden wir Gymnasien und Gesamtschulen entlasten und auch die Kinder mit geringen Vorkenntnissen nicht überfordern“, begründet Ex-Rektor Thomas Häntsch (CDU), den Vorstoß zur Fortführung der Hauptschulen. „Ganz ohne Zweifel hätten wir mit erfahrenem Lehrpersonal in relativ kleinen Klassen dafür eine sehr gute Integrationschance, die wir nicht aus schulideologischen Gründen bei Seite schieben sollten.“

In Göttingen gebe es im Gegensatz zu allen anderen Städten und Landesteilen nur noch ein 2-Säulen-System, d.h. nur noch Gymnasien und Gesamtschulen. Die zu beschulenden Flüchtlingskinder gehören unterschiedlichen Altersgruppen an und bringen unterschiedliche schulische Voraussetzungen mit: Neben Kindern im Grundschulalter kommen Schüler, die in ihren Herkunftsländern Schulen besucht haben, die unseren Sek I-Schulen entsprechen.

„Diejenigen, die in ihrer Heimat bereits eine Fremdsprache – vorwiegend Englisch – gelernt haben, sind in der Regel bei uns in den SEK I-Schulen zu integrieren, zunächst in speziellen Sprachlernklassen, mutmaßlich später auch in Regelklassen. Für ältere Schülerinnen und Schüler sind die bereits bestehenden Sprachlernklassen-Angebote der BBS – z.B. der Arnoldi-Schule oder des Abendgymnasiums passend“, heißt es in dem Prüfantrag.

Ein besonderes Problem stelle die Unterrichtung der nicht alphabetisierten Kinder jeden Alters dar. Für sie seien nach Auffassung der Ratsgruppe weder die Gymnasien noch andere Sekundarschulen die geeignete Schulform. An den beiden Göttinger Hauptschulen hingegen bestehen seit einigen Jahren umfangreiche Erfahrungen mit Lerngruppen für nicht alphabetisierte Kinder: An der Heinrich-Heine-Schule z.B. sind z.Zt. zwei Klassen für diese Zielgruppen vorhanden. Aber auch an der Käthe-Kollwitz-Schule stünden die Räumlichkeiten und das geeignete Personal zur Verfügung.

Eine Wiedereinrichtung der Klassen 5 und 6 an diesen beiden Schulen biete sich deshalb an. „Es wäre sträflich, die vorhandenen pädagogischen und räumlichen Möglichkeiten nicht zu nutzen, zumal Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr zeigen, dass die weiterführenden Schulen auch schon rein räumlich nicht in der Lage sind, weitere Klassen unter zu bringen“, sind sich die Antragsteller sicher.

 

Wohnungsbau
Grüne: Förderprogramme wichtiger als Mietpreisbremse
SPD entscheidet im Sozialausschuss dafür
Die Forderung der Göttinger Landtagsabgeordneten Gabriele Andretta (SPD), eine Mietpreisbremse für die Universitätsstadt einzuführen, findet nicht einhellige Zustimmung. Andretta möchte damit „Mieterinnen und Mieter in Städten und Gemeinden mit einem überhitzten Wohnungsmarkt wirksam vor überzogenen Mieterhöhungen schützen“. Dies gelte in besonderem Maße für Göttingen, wie eine erst kürzlich vorgestellte Untersuchung des Geografischen Instituts der Universität nachgewiesen habe. Die Grünen halten dagegen.

 
Preisgekrönter sozialer Wohnungsbau: Alfred-Delp-WegFoto: vs

„Was wir deutlich dringender als eine Mietpreisbremse bräuchten, sind staatliche Wohnraumförderprogramme mit dem Schwerpunkt der Wohnungsgemeinnützigkeit und weniger Vorbehalte bei der Flächensuche für Wohnungsbau“, kommt deren Fraktionsvorsitzender Rolf Becker auch auf ein in der Öffentlichkeit heftig umstrittenes Anliegen der Partei zurück, stadtnahes Wohnen auf Kosten bestehender Kleingartenareale zu ermöglichen. Schätzungen gehen davon aus, dass in Göttingen derzeit bis zu 5.500 Wohnungen allein im Geschosswohnungsbau fehlen. Becker: „Durch eine Mietpreisbremse wird keine einzige Wohnung mehr gebaut. Solange aber Wohnraum Mangelware ist, werden auch die Preise steigen – mit Mietpreisbremse langsamer, aber doch stetig.“

Indirekt bestätigt dies auch Gabriele Andretta unter Bezugnahme auf einen von Engel & Völkers vorgelegten Bericht zum Göttinger Wohnimmobilienmarkt, der davon ausgehe, dass der hohe Nachfragedruck zu weiter steigenden Preisen führen werde. Auslaufende Mietpreisbindungen im sozialen Wohnungsbau würden das Problem künftig sogar noch verschärfen. In Kombination mit weiteren Maßnahmen sei die geplante Mietpreisbremse daher ein wirksames Instrument, um bezahlbares Wohnen möglich zu machen, betont Andretta. Dazu gehöre ebenfalls das 400-Millionen-Euro-Programm für den sozialen Wohnungsbau in Niedersachsen. So soll bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen geschaffen werden. 5.000 Wohnungen könnten durch diese Förderung entstehen.

Die Grünen sehen dagegen die Gefahr, dass sich durch eine Mietpreisbremse der Wohnraummangel nur noch verschärft: „Wer Vermieter/innen vorschreibt, zu welchem Preis zu vermieten ist, riskiert, dass einige Wohnungen schlicht vom Markt genommen werden“ meint Rolf Becker. Seine Fraktion bevorzuge daher einen anderen Weg, um den Marktpreis auf einem sozialverträglichen Niveau zu stabilisieren: „Vorrangiges Ziel muss es sein, neuen Wohnraum zu schaffen, nach Möglichkeit in integrierten Lagen. Hierzu braucht es bei der Bauflächensuche den konstruktiven Austausch mit allen relevanten Akteuren, den Anstoß dazu muss aus unserer Sicht die Politik geben.“

Die SPD-Fraktion hat angekündigt, in der kommenden Sitzung des Sozial-Ausschusses am 9. Februar für eine Preisbremse zu votieren, ist sich aber offensichtlich auch bewusst, mehr oder weniger „Schaufenster-Politik“ damit zu betreiben. „Wir stufen die Erfolge der ,Mietpreisbremse‘ auf das Göttinger Mietpreisniveau als gering ein, aber so ist diese doch ein öffentliches Signal an die Wohnungsmarktakteure und könnte damit mietpreisdämpfend wirken“, tröstet sich Ausschuss-Vorsitzender Klaus-Peter Hermann (SPD).

Tatsächlich liegt das Problem auch sehr viel tiefer: Wer, wie nahezu alle etablierten Parteien, sein politisches Heil im offenbar allein seeligmachenden Wachstum sieht – beispielsweise durch immer neue Lockangebote an Industrie und Hochschule –, der darf sich nicht wundern, wenn zwar die Steuereinnahmen besser sprudeln, die Lebensqualität hingegen ein immer knapper werdendes Gut wird. Es ist – man muss es so benennen – dieser hirnlose Wachstumswahn, der anschließend dazu führt, Kleingärten in stadtnahes Bauland umwidmen zu wollen, landschaftlich geschützte Kleinode zu „minderwertigen“, dann bebaubaren Flächen herabzustufen und der eben auch die Mieten steigen lässt. Wie die Meeresspiegel.

War da mal was? Nachhaltigkeit? Lächerlich! Eine temporäre politische Modeerscheinung vor ein paar Jahren, die längst schon wieder out ist.

 

Bioenergiedörfer fordern mehr Unterstützung durch Politik
„Jühnder Erklärung“ kritisiert rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen
pug — Die Betreiber von mehr als 20 Bioenergiedörfern und -initiativen in Deutschland haben in einer gemeinsamen Erklärung mehr Unterstützung für bestehende und neue Bioenergieprojekte gefordert. Die Unterzeichner der so genannten Jühnder Erklärung kritisierten die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für Bioenergiedörfer in Deutschland. Sie fordern unter anderem eine Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), finanzielle und personelle Unterstützung von ehrenamtlichen Initiativen durch Länder, Landkreise und Kommunen sowie ein flächendeckendes Programm zur effizienteren Nutzung von bestehenden Biogasanlagen.

 
Klimaschutzaktivitäten als Pflichtaufgabe: Biogasanlage in Jühnde
Foto: Axel Hindemith

Zu den Initiatoren der Erklärung gehört auch das Interdisziplinäre Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Universität Göttingen. „Wir verstehen die Erklärung als einen Appell an Politiker, die Bedingungen für Bioenergiedörfer zu verbessern“, so der Leiter des IZNE, Prof. Dr. Hans Ruppert. „Biogasanlagen müssen auch künftig eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen, insbesondere zur bedarfsorientierten Lieferung von Strom bei Sonne- und Windflauten, und vor allem während des Winters, wenn auch noch der Aspekt der Wärmenutzung hinzukommt.“

Konkret fordern die Unterzeichner der Erklärung eine Überarbeitung des EEG von 2014 mit höherer Förderung von neuen Biogasanlagen mit sinnvollen Wärmekonzepten und nachhaltiger Biomasseerzeugung, längeren Förderzeiträumen und eine Fortsetzung der Flexibilitätsprämie für die Spitzenlastfähigkeit von Anlagen. Kommunen und Landkreise sollen ehrenamtliche Initiativen fachlich beraten, finanziell fördern und durch die Übernahme von Bürgschaften bei der Kreditaufnahme unterstützen. Klimaschutzaktivitäten sollen in den Kommunen nicht mehr den freiwilligen Leistungen, sondern den Pflichtaufgaben zugerechnet werden. Das sogenannte 1.000-Dörfer-Programm soll Fehlsteuerungen der bundesweit mehr als 8.000 Biogasanlagen korrigieren, sie effizienter machen und die Entwicklung der Anlagen zu Bioenergiedörfern vorantreiben. Gleichzeitig sollen die Rahmenbedingungen zur regionalen Vermarktung von Strom verbessert und die bestehende Wettbewerbsverzerrung auf dem Energiemarkt korrigiert werden.

Den Inhalt der Jühnder Erklärung erarbeiteten die Unterzeichner während einer Tagung zum zehnjährigen Bestehen des Bioenergiedorfes Jühnde im Sommer dieses Jahres. Das Bioenergiedorf im Landkreis Göttingen hatte 2005 seinen Betrieb aufgenommen. Damit war der 1.000-Einwohner-Ort in Südniedersachsen Wegbereiter für mehr als 150 weitere Bioenergiedörfer in ganz Deutschland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IZNE haben das Projekt konzipiert, angestoßen und begleitet und darüber hinaus weitere Bioenergiedörfer auf den Weg gebracht. Die Jühnder Erklärung hat bereits mehr als 20 Initiativen und Dörfer als Unterstützer und wird zurzeit weiter verbreitet. „Mit der Jühnder Erklärung entsteht ein ganz neuer Zusammenhalt zwischen den Dörfern, so dass wir unsere Erfolgsgeschichte fortsetzen können“, so Eckhard Fangmeier, Vorstand und Sprecher der Bioenergiedorf Jühnde e.G.
→www.bioenergiedorf.info

 

Städtereport
Sehr attraktive Innenstadt und gesunde Kennzahlen
Filialisten ausgebremst – Analyse mit wenig überraschenden Ergebnissen
Nichts, was man nicht auch schon bereits vorher wusste, fördert der neueste Städtereport der Comfort-Gruppe, eines bundesweit tätigen Dienstleisters für Handelsimmobilien, mit aktuellen Angaben zum Einzelhandelsstandort Göttingen zutage. Die auf die Vermittlung von Geschäftshäusern und Ladenlokalen in den 1A-Lagen von Innenstädten spezialisierte Gruppe kann insbesondere ihrer Hauptklientel wenig Hoffnung machen. Ursache für das „trotz großer Nachfrage sehr schwache Transaktionsvolumen“ sei nämlich die geringe Verkaufsbereitschaft privater Eigentümer, welche in der Innenstadt klar dominierten, erklärt dazu Geschäftsführer Frank Kaiser.

Wochenmarkt
„Stattlicher Bestand an Kultur- oder Veranstaltungsstätten“: Göttinger WochenmarktFoto: vs

Alles in allem kommt die Stadt dennoch – wenngleich durch die Brille möglicher potenzieller Großinvestoren betrachtet – recht gut bei dieser Analyse weg, schimmert trotz Rendite-Fokus doch immer wieder auch durch, welche Lebensqualität das Oberzentrum aufzuweisen hat. So charakterisiert der Report die Stadt nicht nur als „Motor der wirtschaftlichen Entwicklung für die Region Südniedersachsen“ mit einer „bundesweit einmalige[n] Dichte von Messtechnikunternehmen“ und überregional bedeutsamen Bildungs- und Forschungseinrichtungen, sondern konstatiert auch einen „stattlichen Bestand an öffentlichen Gebäuden sowie Kultur- oder Veranstaltungsstätten“. Göttingens Innenstadt binde die unterschiedlichen Nutzungen wie Handel, Gastronomie, Wohnen, öffentliche Einrichtungen wie Rathaus, Universität und andere Institutionen harmonisch in das Stadtbild ein. Attraktive Plätze, kleinere Grünbereiche sowie die Leine würden dies ergänzen. Das hat sich bundesweit herumgesprochen, vielleicht nicht unter Handelsinvestoren, wohl aber unter Wissenschaftlern und Studierenden. Ein nicht unerhebliches Pfund, mit dem die Stadt wuchern kann.

Als zentrale Wirtschaftsfaktoren der Göttinger Innenstadt machen die Analysten folgerichtig auch den kleinteiligen Einzelhandel und die Gastronomie aus, sie seien der „Motor für Kultur, Tourismus, Infrastruktur und Dienstleistungen sowie für – nicht zu vergessen – öffentliche und private Investoren. Das ist nicht zuletzt dem kommunalen Einzelhandelskonzept der Stadt Göttingen geschuldet, sieht es doch eine Stärkung der Innenstadt explizit vor. Wer die Diskussionen in den Sitzungen des städtischen Bauausschusses und entprechender, von der Verwaltung initierte Bürgerforen besucht, ist darüber bestens im Bilde – Kaufkraft hin oder her, die nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt liegt, so der Städtereport.

Wenn auch die vielen kleinen Läden und vor allem eine Vielzahl an denkmalgeschützten Fassaden die Suche für Filialisten nach geeigneten Immobilien „nicht einfach“ machten und es „nach wie vor an Großflächen in der Innenstadt“ mangele, so liefere der historische Stadtgrundriss sowie der ausgeprägte Besatz an historischen Gebäuden immerhin die Grundlage für die hohe Gestaltqualität der Göttinger Innenstadt. Sie stelle das räumliche, emotionale und kulturelle Zentrum der Stadt sowie der gesamten Region dar und bilde mit ihrem dichten Einzelhandelsbesatz zugleich das wichtigste regionale Versorgungszentrum.

Das ist doch was. Merkwürdig nur, dass Großinvestoren wie Filialisten offenbar immer nur dann verstärktes Interesse zeigen, wenn sie auch die historische Bausubstanz bis hin zur Fassade eliminieren können. Wobei doch viele positive gegenteilige Beispiele in ganz Deutschland zeigen, dass es auch anders geht. Nachhaltiges Investment und kulturelle Verantwortung muss dafür jedoch zuallererst einmal in den Köpfen entstehen. Eine dankbare Aufgabe vielleicht auch für Immobiliendienstleister.
Den vollständigen Bericht finden Sie hierWeitere Informationen

 

Flüchtlingskrise
Gegen Instrumentalisierung
der Begriffe Kultur, Heimat, Identität

Österreichische Kulturanthropologen gehen öffentlich auf Distanz

Balkanflüchtlinge
 
Balkanflüchtlinge (1993)Foto: Mikhail Evstafiev (CC BY-SA 3.0)

In einer Erklärung österreichischer Volkskunde-Institute, Museen, Vereine und Verbände „Menschen in Bewegung – ,Kultur‘ und ,Heimat‘ als politische Instrumente“ wenden sich die Unterzeichner öffentlich gegen die Verwendung und mitunter auch Verfälschung der Begriffe und deren Inhalte, um sie für politische Zwecke zu instrumentalisieren bzw. zu missbrauchen.

Der Blick auf die Geschichte zeige, heißt es darin, dass „Kultur“ und „Identität“ im Laufe der Geschichte vielfach auf gefährliche Weise verwendet wurden, um das „Fremde“ vom vermeintlich „Eigenen“ abzugrenzen und Menschen auszuschließen – wie in der aktuellen Diskussion. „Politische Entscheidungen und Aktivitäten sind aktuell auf kurzfristige Krisenbewältigung ausgelegt“, konstatieren die Wissenschaftler/innen. Nicht zuletzt das Erstarken fremdenfeindlich gesinnter Gruppen mache jedoch deutlich, wie dringend der Bedarf an Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Lösungen sei.
Die Erklärung im Wortlaut:Weitere Informationen

 

Religiöser Fanatismus
DITIB-Gemeinde auf Distanz zu jedweder Form von Gewalt
Gemeinde empfängt Vertreter der Polizeidirektion Göttingen
ots/eb — Vertreter der Polizeidirektion Göttingen, darunter Polizeipräsident Uwe Lührig, der Leiter des Dezernates für Kriminalitätsbekämpfung, Klaus Häuser, sowie der Migrationsbeauftragte Ozan Kahya, waren zu Gast bei der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Göttingen e.V. (DITIB). Die „in einer sehr vertrauensvollen und harmonischen Atmosphäre“ geführten Gespräche drehten sich zwangsläufig auch um die Anschläge in Frankreich und um die aktuelle Flüchtlingsthematik.

„Es ist immer der Mensch, der die Radikalisierung vorantreibt“: DITIB-Moschee im Königsstieg : Foto: vs

Der Vorstand der DITIB-Gemeinde distanzierte sich ausdrücklich von jedweder Form von Gewalt und sieht gerade auch im Hinblick auf die Terroranschläge die Notwendigkeit, gegen die aufwachsende Islamophobie aufzuklären. „Es gibt keinen radikalen Islam. Es ist immer der Mensch, der die Radikalisierung vorantreibt“, so Mustafa Keskin. Der neue Imam, Ismail Isik, und der Vorstand der DITIB Gemeinde bekräftigten in ihren Aussagen, dass diese sich als Teil der Gesellschaft sehe und auch deren Ängste und Sorgen teile. Polizeipräsident Uwe Lührig begrüßte den offenen Dialog und sagte der Gemeinde die uneingeschränkte Unterstützung zu. „Staatliche Institutionen müssen alle rechtlichen Instrumente ausschöpfen, um islamfeindliche Tendenzen unmittelbar zu unterbinden“, unterstrich der Polizeipräsident.

Lührig gab zugleich seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Einsatz des seit November vergangenen Jahres tätigen Beauftragten für Migrationsfragen nicht nur eine Hilfe für seine Kolleg/innen sein kann, sondern er bei Migrant/innen und Migranten vertrauensbildend wirken kann. Auch für diese sei er Ansprechpartner sowie für alle in der Migrations- und Integrationsarbeit tätigen Organisationen.

Verteter der DITIB-Gemeinde beschrieben die Zusammenarbeit mit der Polizei in der Vergangenheit als „durchwegs positiv“. Die Beziehung zur Polizei könne sich durch den neuen Migrationsbeauftragten nur noch intensivieren, so der Vorstand.

 

Flüchtlingsunterkünfte
Stadtverwaltung mobilisiert Reserven
Bürgerinitiative: „Weitere Probe für die Belastbarkeit des Stadtteils“
pdg/eb — Angesichts der der Stadt auf dem Weg der Amtshilfe für das Land Niedersachsen zugewiesenen Flüchtlingskontingente muss diese jetzt ans Eingemachte gehen: nunmehr muss auch die Sporthalle Zietenterrassen in der Bertha-von-Suttner-Straße für die vorübergehende Unterbringung von bis Sporthallezu 200 Flüchtlingen herhalten. Zusätzlich soll die ganz in der Nähe liegende Fun-Sporthalle als Aufenthaltsraum und u.a. zur Ausgabe von Mahlzeiten an die Flüchtlinge genutzt werden.

Bei dieser Wahl sei mit den noch geringsten Einschnitten in den regulären Betriebsablauf der städtischen Sporthallen zu rechnen, meint Göttingens Sozialdezernentin Schlapeit-Beck, die in diesen Tagen keinen leichten Job zu machen hat. Viel Entscheidungsspielraum bleibt ihr ohnedies nicht: die ersten Flüchtlinge werden Mitte November, vielleicht auch schon früher, in Göttingen eintreffen.

Für Entlastung sollen fünf neue Standorte im nächsten Jahr sorgen. In vier Neubauten sowie einer Gewerbeimmobilie will die Stadt im kommenden Jahr Platz zur Unterbringung von rund 850 Flüchtlingen schaffen. Entsprechende Planungen wurden Anfang November in einer Bauausschuss-Sitzung vorgestellt. Ehrenamtliche des „Runden Tisches Zieten“ haben derweil gemeinsam mit den Neuankömmlingen, mit Nachbarn, dem Leiter und Mitarbeitern des gemeinnützigen Vereins Internationale Gärten Obstbäume, Beerensträucher und Blumenstauden auf dem Außengelände der Bonveno-Wohnanlage gesetzt.Weitere Informationen

 

SeitenanfangZum Seitenanfang

 

Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft
und Feuerwehr:
3. Mai
Ortsrat Elliehausen / Esebeck: 10. Mai
Ausschuss für Soziales und Gesundheit: 10. Mai
Jugendhilfeausschuss: 12. Mai

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

_________________

Große Breite
Bushaltestellen-Umbau
pdg — Unmittelbar im Anschluss an die Arbeiten an den Haltestellen „Eichweg“ werden ab Dienstag, 3. Mai, auch in der Straße „Große Breite“ die gleichnamigen Bushaltestellen behindertengerecht umgebaut. Es erfolgt eine Ausstattung mit Sonderborden und Blindenleitplatten. Zuerst wird auf der Nordseite gearbeitet, anschließend auf der Südseite. Dabei kommt es zu Verkehrsbehinderungen für alle Verkehrsarten. Ein Fahrstreifen und ein Fuß- und Radweg müssen zeitweise gesperrt werden. Die Bauzeit beträgt ca. 14 Tage je Haltestelle. Es werden Ersatzhaltestellen in kurzer Entfernung eingerichtet. Die Parkplätze und die Taxistände auf der Südseite der „Großen Breite“ müssen während der Bauzeit ebenfalls gesperrt werden.

Himmelfahrt / Pfingsten
Terminänderungen
Die Abfallentsorgung am 5. (Himmelfahrt) und 6. Mai verschiebt sich um jeweils einen auf den folgenden Tag (6. und 7. Mai). Ebenfalls um jeweils einen Tag verschiebt sie sich ab Pfingstmontag (16. Mai) während der gesamten (20. Kalender-) Woche bis einschl. 21. Mai.
Die Tourist Information im Alten Rathaus hat an Himmelfahrt und an beiden Pfingstfeiertagen jeweils von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Das Städtische Museum am Ritterplan hat an Himmelfahrt geschlossen und ist am Pfingstsonnabend und -sonntag jeweils zwischen 11.00 und 17.00 Uhr zugänglich. Die Stadtbibliothek bleibt am 5. Mai sowie am Pfingstmontag, 16. Mai, geschlossen. Der Wochenmarkt in der Hospitalstraße sowie der Liesel-Markt vor dem Alten Rathaus werden auf Mittwoch, 4. Mai, vorgezogen. Dienststellen und Einrichtungen der Stadtverwaltung bleiben am 6. Mai, dem Tag nach Christi Himmelfahrt, mit Ausnahme des Städtischen Museums, der Stadtbibliothek, der Berufsfeuerwehr, der Kindertagesstätten und der Göttinger Entsorgungsbetriebe geschlossen. Das Göttinger Spendenzentrum in der Robert-Bosch-Breite pausiert auch am 7. Mai.

CDU/FDP-Ratsgruppe
Schutz für Stadtbedienstete
gegen Übergriffe

Umfangreicher Fragenkatalog an Verwaltung
Nach dem Freispruch von Mitgliedern einer großen Personengruppe, die 2014 eine Mitarbeiterin im Göttinger Rathaus massiv bedrängt hatte, legt die CDU/FDP-Gruppe im Ausschuss für Allgemeine Fragen einen Fragenkatalog zur rechtlichen, personellen und materiellen Sicherheit des Rathauspersonals vor. „Die Verunsicherung beim Rathauspersonal ist offensichtlich so massiv, dass es Schwierigkeiten bereitet, im Sozialbereich notwendige zusätzliche Stellen zu besetzen“, stellt Dr. Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe fest. „Deshalb wollen wir zunächst wissen, ob und welche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation die Stadtverwaltung bereits ergriffen hat. Nach eingehender Prüfung werden wir dann Vorschläge machen, wo wir noch dringenden Handlungsbedarf sehen.“ Neben diesen Sicherheitsmaßnahmen sei aber fast genauso wichtig, dass die Mitarbeiter an diesen alles andere als einfachen Arbeitsplätzen das Gefühl nicht verlieren, dass Politik und Verwaltungsspitze ihnen wirklich Rückendeckung geben.
Den Wortlaut der Anfrage erhalten Sie hier:Weitere Informationen

Tag der Überstunden
Rathaus macht dicht
pdg — Um Urlaubstage und Überstunden abzubauen und gleichzeitig einem Vorschlag des Gesamtpersonalrates zu entsprechen, bleiben alle Dienststellen und Einrichtungen der Stadtverwaltung am Freitag, 6. Mai, für den Publikumsverkehr geschlossen. Ausgenommen sind die Göttinger Berufsfeuerwehr und die Göttinger Entsorgungsbetriebe. Die Regelung für einen Betriebsurlaub am Tag nach Christi Himmelfahrt soll auch in den kommenden Jahren gelten. So sieht es eine Dienstvereinbarung vor, die Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler mit dem städtischen Personalrat geschlossen hat.

Kultur- und Sozialdezernat
47 Bewerbungen
für Nachfolge Schlapeit-Becks

Aus insgesamt 47 Bewerbungen für die neu ausgeschriebene Leitungsstelle des Dezernats für Kultur und Soziales sind von OB Köhler drei Bewerberinnen in die engere Wahl genommen. Jetzt folgen Vorstellungsgespräche in den Fraktionen des Rates bzw. der CDU/FDP-Gruppe. Anschließend wird der Oberbürgermeister einen Beschlussvorschlag für die Ratssitzung am 17. Juni vorlegen, darüber wird zuvor im Personalausschuss beraten.

Amtsblatt No 9
pdg — Um den Beteiligungsbericht 2015 der Stadt, den Bebauungsplan Göttingen - Weende Nr. 58 „Parkhaus Weender Krankenhaus“ und einen Erörterungstermin im Rahmen einer Planfeststellung zur Verlegung der Weende geht es in der neunten Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen, die am 3. Mai erscheint.
Bekanntmachungen zur Kommunalwahl im September, zur Genehmigung der städtischen Haushaltssatzung für 2016, zum konsolidierten Gesamtabschluss 2012 der Stadt sowie zur Widmung von Straßen waren Themen der vorherigen Ausgabe des Amtsblatts, außerdem der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Göttingen-Roringen Nr. 7 „Zwischen Altdorf und Menzelberg“ und die vom Rat beschlossene 3. Änderung der Friedhofssatzung.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und im Internet unter www.goettingen.de → Rathaus & OB → Rat & Ortsräte → Amtsblatt zu finden.

Neues Göttinger Statistik-Journal
Bevölkerung wächst
Statistikpdg — Das „Göttinger Statistik – Journal“ ist jetzt als Ausgabe 4 / 2015 erschienen. Er präsentiert für das vierte Quartal des vergangenen Jahres eine Vielzahl von Daten und Fakten – dieses Mal zu den Themen „Göttinger Bevölkerung“ sowie „Unternehmen und Gewerbe in Göttingen“. Knappes Fazit: Die Bevölkerung in Göttingen wächst weiter: Am 31.12. 2015 waren 132.866 Frauen und Männer in Göttingen als wohnberechtigt gemeldet, 1.698 mehr als im Vorjahr.
Ebenfalls gerade herausgegeben wurde das „Göttinger Statistik – Aktuell“ Heft 41 zu den „Kommunalwahlen am 11. September 2016 in der Stadt Göttingen“. Darin werden nicht nur die Veränderungen durch die Fusion der Landkreise Göttingen und Osterode beschrieben, es geht auch um auch einen umfassenden Einblick in die Wahlvorbereitungen und die Wahlorganisation für den 11. September. Ergänzt werden die Informationen durch einige statistische Strukturdaten aus den einzelnen Wahlbezirken und Ortschaften.
Die Göttinger Statistik im „Westentaschenformat“ ist ebenfalls wieder da. Die Ausgabe 2016 beinhaltet eine Vielzahl von Daten und Fakten über die Stadt Göttingen. Das Faltblatt, das im Neuen Rathaus ausliegt, führt unkompliziert zu kompakten Informationen über Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Rat und Verwaltung und die Naturverhältnisse der Stadt. Es ermöglicht einen schnellen Überblick über die wichtigsten Eckdaten zur Bevölkerung, zu Bauen und Wohnen, den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Wissenswertes aus Sport, Kultur, Tourismus sowie Bildung und Wissenschaft runden den Überblick ab.
Exemplare der Veröffentlichungen sind beim Referat Statistik und Wahlen erhältlich. Online ist das Faltblatt unter www.goesis.goettingen.de →Statistische Publikationen zu finden.

SPD
AG der Selbständigen mit neuem Vorstand
Die Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen im SPD-Unterbezirk Göttingen (AGS) hat den Göttinger Dr. Karl Adam zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Stellvertreterin ist die Göttinger Ratsfrau Sylvia Binkenstein, Stellvertreter Karl Emde aus Friedland. Die AGS versteht sich als „wirtschaftspolitisches Kompetenzzentrum der SPD“. Ihr gehören neben Selbständigen solche SPD-Mitglieder an, die der SPD zu größerem wirtschaftpolitischen Gewicht verhelfen wollen. Die Wirtschaftspolitik der SPD müsse neben den Interessen von größeren Betrieben auch die der kleinen inhabergeführten Geschäfte in der Innenstadt im Blick haben, meint der neue Vorsitzende Dr. Karl Adam. Deshalb sehe die AGS die geplante Ansiedlung zweier Möbel-Discounter bei Groß Ellershausen kritisch.

Willkommenskultur
Neues zur Flüchtlingssituation
Sycor übernimmt Mietkosten
eb/pdg — Die zu Otto Bock (Duderstadt) gehörige Sycor Gruppe in Göttingen übernimmt die Mietkosten für das Spendenzentrum in der Robert-Bosch-Breite 1 für die nächsten drei Monate. Bisher hatte die Zufall logistics group die 1.000 Quadratmeter große Halle im Herbst letzten Jahres angemietet, saniert und der Stadt Göttingen seit Oktober mietfrei zur Verfügung gestellt. Dort lagern mehr als 700 Regalmeter Kleidung, Haushaltswaren sowie Spiel- und Schulsachen. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler dankte beiden Unternehmen für ihre Hilfe: „Das sind allerbeste Beispiele für die Hilfsbereitschaft in Göttingen.“ Alle Beteiligten hoffen, dass sich die Suche nach einem Unterstützer für die darauffolgenden drei Monate genauso problemlos gestalten wird wie dieses Mal.
Für die Abgabe von Spenden hat das Zentrum montags von 16.00 bis 19.00 Uhr, mittwochs von 8.30 bis 10.00 Uhr und sonnabends von 10.00 bis 12.00 Uhr geöffnet.
Kaum Veränderungen stellen sich gegenwärtig bei der Zahl der Flüchtlinge (Stand 20. April) dar, die in Göttingen betreut werden. Die Stadt versorgt in ihren Unterkünften gegenwärtig 1.366 Geflüchtete. Hinzu kommen 79 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Im Jahr 2016 sind bislang 412 Flüchtlinge nach Göttingen gekommen. Nach der Quotenfestlegung muss die Stadt bis Juli dieses Jahres mit der Zuweisung von 944 weiteren Geflüchteten rechnen.
Als Dankeschön für ihr Engagement hatte die Freie evangelische Gemeinde (FeG) Göttingen am Sonntag, den 10. April, die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf den Zietenterrassen für die dort untergebrachten Flüchtlinge zu einem kleinen Fest mit Kuchen, Kaffee und Chormusik eingeladen. Im Runden Tisch Zieten, der die Aktivitäten rund um die Wohnanlage an der Hannah-­Vogt­-Straße bündelt und koordiniert, engagieren sich Nachbarn ebenso wie Vereine, Bildungsträger, die Stephanusgemeinde und die Freie evangelische Gemeinde.Weitere Informationen
Zieten DankfestIn Unterkünften der Stadt Göttingen werden gegenwärtig 1.351 Flüchtlinge betreut. Im Jahr 2016 hat die Stadt bislang 406 neue Flüchtlinge aufgenommen. Bis Juli dieses Jahres rechnet die Stadt mit der Zuweisung von weiteren rund 950 Flüchtlingen.
Städtische Telefon-Hotline: 400-5000.
Spendenkonto: Sparkasse Göttingen, IBAN DE84 2605 0001 0015 1008 86 / BIC NOLADE21GOE.
→www.fluechtlingshilfe-goettingen.de

Klimaschutz wird Wahlkampfthema
Die Grünen in Göttingen nehmen die Göttinger Klimaschutztage zum Anlass, um die Notwendigkeit des Klimaschutzes vor Ort zu betonen. Sie werden insbesondere an die hohe Bedeutung der deutschen Energiewende erinnern.
Mitte April haben die Grünen zudem in den Landkreisen Göttingen und Osterode ihre Kandidat/innen für die vorderen Listenplätze für die Kreistagswahl gewählt – und zwar mehr Frauen als Männer auf den aussichtsreichen Plätzen, verkündet die Parteil stolz.Weitere Informationen

Klimaplan Verkehrsentwicklung
Kurzfassung als Broschüre
Klimaplanpdg — Der „Klimaplan Verkehrsentwicklung“ der Stadt Göttingen stellt auf mehr als 160 Seiten dar, welche Maßnahmen und Strategien zur Reduzierung der verkehrsbedingten CO₂-Emissionen führen sollen. Diese umfangreiche Darstellung hat das Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Göttingen in Zusammenarbeit mit der städtischen Verkehrsplanung jetzt in einer übersichtlichen Broschüre auf 14 Seiten zusammengefasst. Die am 30. Januar 2015 vom Rat beschlossene Überarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans soll Handlungsansätze und Maßnahmen für eine künftige, klimaschonende Mobilität aufzeigen.Weitere Informationen

Zum SeitenanfangPfeil


Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Beschäftigungsförderung
verbessert gesellschaftliche Integration

Modellprojekte in Nordrhein-Westfalen zeigen, dass öffentlich geförderte Beschäftigung das soziale Teilhabeempfinden von arbeitsmarktfernen Menschen deutlich verbessern kann. Das geht aus einer vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) veröffentlichten Studie hervor, die gemeinsam mit dem Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) erstellt wurde. Von entscheidender Bedeutung sei eine sorgfältige Auswahl der Geförderten, betonen die Autoren der Studie.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Zeichen stehen auf Frühling
„Alles beim Alten“, so könnte die Entwicklung auf dem südniedersächsischen Arbeitsmarkt mit Blick auf die April-Werte überschrieben werden. Und in der Tat setzt sich der Trend der letzten Monate fort: Seit Februar sinkt die Zahl der Arbeitslosen, der saisonalen Entwicklung und der stabilen Konjunktur folgend, kontinuierlich. Und auch im Vergleich zum Vorjahr schneiden die 2016er Daten durchweg gut ab. Die Zahl der neu gemeldeten Stellen ist konstant hoch, der Bestand an offenen Stellen wächst weiter an.Weitere Informationen

Arbeitsmarkt
Aussichten bleiben gut
Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt bleiben für die nächsten drei Monate unterm Strich positiv, zeigt das IAB-Arbeitsmarktbarometer. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt im April bei 102,4 Punkten und damit deutlich im positiven Bereich. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das allerdings einen leichten Rückgang um 0,1 Punkte.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffentlicht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.

Honduras
Siemens Staudammprojekt fordert Tote
Staudammgegner ermordet
RegenwaldFoto: RdR
Berta Cáceres und Nelson García führten den Widerstand gegen den Bau des Agua Zarca-Staudamms in dem mittelamerikanischen Land an. Das Wasserkraftwerk im Gualcarque-Fluss bedroht die Natur und die Einwohner. Jetzt sind die Umweltschützer tot. Sie wurden im Abstand weniger Tage ermordet. Trotz dieser schrecklichen Ereignisse wollen die deutschen Firmen Siemens und Voith weiter Ausrüstung für das Kraftwerk liefern. Gegen den verzweifelten Widerstand der Indianer.
22 Umweltorganisationen (u.a. BUND, International Rivers, Rettet den Regenwald) fordern, dass die Firmen sich aus dem Projekt zurückziehen. Bitte unterschreiben Sie: Siemens-Voith müssen sich aus tödlichem Staudammprojekt in Honduras zurückziehen:
www.regenwald.org

Zum SeitenanfangPfeil

____________


Beruf und Bildung

Stadtbibliothek
PC-Kurse im Mai
In der Reihe „Computerspaß – Fit am PC“ finden im Mai in der Stadtbibliothek Göttingen Kurse zu verschiedenen Computeranwendungen statt. Sie dauern jeweils zwei Stunden und kosten 16,00 Euro. Teilweise kann der eigene Laptop genutzt werden. Die Gebühr ist am Kurstag bei den Dozenten zu bezahlen. Anmeldungen und Reservierungen können unter Tel. 400-2684 oder direkt in der Stadtbibliothek am Infoplatz im 2. Obergeschoss erfolgen.
Einzelheiten finden Sie hier:Weitere InformationenWeitere Informationen

Göttinger Woche „Wissenschaft & Jugend“
Jetzt anmelden / Einige Angebote ausgebucht
Während der Göttinger Woche „Wissenschaft & Jugendvom 13. bis 17 Juni ermöglichen Göttinger Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen Einblicke in verschiedene Aktivitäten aus unterschiedlichen Fachbereichen. Kinder und Jugendliche können spannende Reisen durch die Geistes-, Gesellschafts- und Naturwissenschaften unternehmen – die Chance, kurz vor Ferienstart etwas anderes zu lernen. Auch in diesem Jahr bieten zahlreiche Veranstalter praxisorientierte Workshops, Führungen und Vorträge an. Wie in den vergangenen Jahren gibt es auch ein spezielles Angebot für Kinder unter zwölf Jahren. Einige Veranstaltungen sind bereits ausgebucht.
Wer noch eine Wahl bei den Themen und Terminen haben möchte, kann sich zum Beispiel für den Workshop „Virtuelle Vergangenheit“ der Philosophischen Fakultät der Universität Göttingen oder eine Veranstaltung der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) anmelden, in der erklärt wird, wie „Mikrocontroller – Computer ohne Maus, Tastatur und Bildschirm“ aufgebaut sind. Im Bereich Medizin können Interessierte auf „Eine Reise durchs Herz“ bei der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gehen und mehr über dessen Funktionsweise erfahren. Programmflyer sind in den Schulen in Göttingen und der Region sowie im Neuen Rathaus erhältlich.
→ www.goettinger-woche.de

Agrarwissenschaften
Neues Studienangebot
„Integrated Plant and Animal Breeding“
Für Studierende mit Interesse an Züchtungsforschung an Nutzpflanzen und Nutztieren plant die Universität Göttingen zum Wintersemester 2016/2017 die Studienrichtung „Integrated Plant and Animal Breeding“ (iPAB) im Masterstudiengang Agrarwissenschaften. Das englischsprachige Angebot richtet sich insbesondere an internationale Studierende. Hochspezialisierte Experten sind in diesem Bereich weltweit gefragt und haben exzellente Berufsperspektiven sowohl in der Forschung als auch in der Industrie.Weitere Informationen

Projekt „Mittendrin“
Jobchancen für Schwerbehinderte
Trotz der guten Entwicklung des Arbeitsmarktes haben sich die Chancen für Menschen mit Handicap kaum verbessert. 2015 sank die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Göttingen um 5,4 Prozent. Die Zahl der Schwerbehinderten sank demgegenüber lediglich um ein Prozent. Um die Integrationschancen von Menschen mit Handicap weiter zu verbessern, hat die Agentur für Arbeit Göttingen im vergangenen Jahr das Projekt „Mittendrin“ ins Leben gerufen.Weitere Informationen

____________


Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über
• Neue Handys im verschärften Test
• Mozzarella

Neue Bücher für Verbraucher
• Private Altersvorsorge
• Windows 10 Mobile
• Meine Laborwerte – Blutwerte verstehen
• Immobilien erfolgreich verkaufen
• Wissenschaft des guten Kochens: Gemüse

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de beanstandet die Verbraucherzentrale aktuell folgende Produkte wegen irreführender oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Pectoral Brust Karamellen zuckerfrei
• Freihofer Gourmet Pistazien Salz & Pfeffer
Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstandungen reagieren, auf der Verbraucherschutz-Seite.Weitere Informationen
Eine Reihe von Änderungen bei der Deklaration einer Vielzahl von Produkten hat die Verbraucherzentrale inzwischen erwirkt oder auch gerichtlich erzwungen. Entsprechende Informationen darüber finden Sie direkt unter
www.lebensmittelklarheit.de

Mietwagenportale
Billigbucher zahlen drauf
Mit Vergleichsportalen im Internet finden Urlauber schnell und bequem ein Mietauto. Viele vermeintliche Preisknüller können am Ende aber überraschend teuer sein, besonders bei Unfällen oder einem Diebstahl. Dann kassiert der Vermieter die Kasko-Beteiligung in Höhe von bis zu mehreren Tausend Euro. Für Schäden, die die Versicherung nicht abdeckt, folgen häufig noch gesonderte Rechnungen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einer Untersuchung von 16 Buchungsportalen für Mietwagen, die in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de veröffentlicht ist.

Wohngebäudeversicherung
Mehr als 300 Prozent Preisunterschied
Vielen Hauseigentümern wird ihre Wohngebäudeversicherung gekündigt oder sie erhalten eine drastische Preiserhöhung. Ein Test von 97 Angeboten von 41 Versicherern zeigt, wo es günstige Policen gibt und wie groß die Unterschiede der einzelnen Anbieter sind. Der Schutz für den Modell-Altbau kostet beim günstigsten Anbieter 238 Euro im Jahr, beim teuersten 809 Euro. Weitere Informationen

Bergrettung
Wer im Notfall versichert
Ob Wandern oder Skisport – ein Notfall in den Bergen kostet oft Tausende Euro. Allein für den Rettungshubschrauber sind pro Flugminute 40 bis 60 Euro fällig. Wer die Kosten für eine Bergung, Rettung oder medizinische Behandlung übernimmt, ist oft nicht klar. Die Zeitschrift Finanztest veröffentlicht in ihrer Mai-Ausgabe, welche Versicherungen im Notfall einspringen und zu empfehlen sind.

Immobilienkredite
Widerrufsfristen laufen jetzt ab
Auch bei fehlerhaften Verträgen
Immobilienverträge, die zwischen 1. September 2002 und 10. Juni 2010 geschlossen wurden, konnten bislang unbefristet widerrufen werden, wenn ihre Belehrungen fehlerhaft waren. Doch jetzt endet für diese Verträge das ewige Widerrufsrecht am 21. Juni. Wer rechtzeitig seine Widerrufsbelehrung prüfen lässt, kann einiges sparen.Weitere Informationen

Software für Steuererklärungen
Kein Programm ersetzt Steuerberater
Steuererklärungen digital von zuhause aus und zwar innerhalb kürzester Zeit – so lauten die Versprechungen einiger Online-Steuerprogramme. Ein aktueller Test der Stiftung Warentest zeigt: Nicht nur die Zeitangabe ist mehr als optimistisch; kein Programm im Test überzeugt gleichermaßen in Benutzerführung und Berechnung. Vor allem Laien können Online-Steuerprogramme helfen.
Einzelheiten in der Mai-Ausgabe unter www.test.de.

Zum SeitenanfangPfeil

____________


Gesellschaft

Aktion „Stadtradeln“
pdg — „Rauf aufs Rad fürs Klima!“ lautet das Motto der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ des Klima-Bündnis e.V., die im Rahmen der Klimaschutzaktivitäten der Stadt Göttingen bereits zum dritten Mal vom 1. bis 21. Mai stattfindet. Drei Wochen lang sollen möglichst viele Göttingerinnen und Göttinger das Auto stehen lassen und so oft es geht auf das umweltfreundliche Fahrrad umsteigen, um auf diese Weise mit gutem Beispiel voran zu gehen und einen Beitrag zur CO2-Einsparung zu leisten.Weitere Informationen

Sport
Erlebnis Turnfest 2016
Beim vom Niedersächsischen Turner-Bund organisierten sog. „Erlebnis Turnfest“ vom 23. bis 27. Juni in Göttingen werden spannende Wettkämpfe, zahlreiche Mitmachangebote, Musik, Kultur, Tanz und mitreißende Shows für die erwarteten rund 20.000 Teilnehmer und 300.000 Besucher angeboten. Zu den Show-Highlights zählen u.a. die Turnfest-Gala, der Showgruppenwettbewerb „Rendezvous der Besten“ und eine Kinderturn-Show.Weitere Informationen
Anmeldeschluss zur Teilnahme an Wettkämpfen ist der 9. Mai.

____________________

Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier:Weitere Informationen

Wohnungsbrand in Grone
mw — Ein vermutlich vergessenes Essen auf dem Herd war der Auslöser für einen Wohnungsbrand in Grone am Abend des 29.04. Der 51-jährige Mieter der Wohnung wurde nach dem Öffnen der Wohnungstür durch die Berufsfeuerwehr bewusstlos aufgefunden

Geschäftseinbruch
jk — Aus der Lagerhalle eines Fachgeschäftes für Fahrzeugersatzteile in der Kasseler Landstraße haben Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag (28.04.) nach ersten Informationen diverse Anlasser, Pkw-Filter, Lkw-Filter, Lichtmaschinen, Lenkhilfpumpen, Alufelgen, Ölwannen und Spezialwerkzeug gestohlen.

Automatenknacker erfolglos
lü — Vermutlich mehrere bisher unbekannte Täter haben in der Nacht zum 25.04. vergeblich versucht, einen frei stehenden Geldautomaten in der Rudolf-Winkel-Straße zu knacken.

Planenschlitzer auf A 7
lü — Vermutlich mehrere bisher unbekannte Täter haben in der Nacht zum 26.04. auf Parkplätzen an der A 7 an sieben Lkw die Planen aufgeschlitzt, um Ladung zu entwenden. Nur in einem Fall kamen die Täter zum Zuge.

Laube aufgebrochen
lü — Unbekannte sind in der Nacht zum 26.04. gewaltsam durch eine Tür in eine Gartenlaube einer Gartenkolonie am Sandweg eingebrochen.

Einbruch in Baucontainer
lü — Unbekannte haben zwischen Freitag, 22.04. und Montag, 25.04., auf einer Baustelle in der Düsteren Straße einen Baucontainer aufgebrochen.

Auto fängt während der Fahrt Feuer
lü — Beim Brand eines Pkw, der vermutlich durch einen technischen Defekt verursacht wurde, ist am Morgen des 25.04. ein 61-jähriger Autofahrer aus Klein Lengden mit dem Schrecken davon gekommen.

Tiertransporter beanstandet –
Notschlachtung

lü — Die Göttinger Autobahnpolizei und Mitarbeiter des Landkreises Göttingen haben am vergangenen Donnerstag (21.04.) einen Tiertransporter aus Thüringen aus dem Verkehr gezogen.

Überfall auf Kiosk
mw — Ein mit einem Schal maskierter Räuber hat am Samstagabend (23.04.) einen Kiosk im Nelkenwinkel überfallen und Bargeld in noch unbekannter Höhe erbeutet.

Fahrradfahrer gegen Ackerschlepper
Mb — Am Freitagabend (22.04.) kam es auf der Straße An der Springmühle in Göttingen zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Ackerschlepper und einem Fahrradfahrer, wobei dieser schwer verletzt wurde.

Zum SeitenanfangPfeil

 
           
Spacer Spacer Spacer   Spacer Spacer Spacer