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Kleiner Außenseiter zeigt’s den Großen – billiger und deutlich besserWeitere Informationen

 
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    Spacer 22.05.2015 13:43 SpacerOptimiert für das Format 16:9      
 

Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft


Kultur

Der Radiotipp
Seher, Provo­kateur, Pessi­mist. Der Schrift­steller Michel Houelle­becq und sein verstö­rendes Werk. Der französische Schrift­steller Michel Houelle­becq ist einer der umstrit­tensten Autoren der Gegen­wart. Nicht nur in Frank­reich, sondern auch in Deutsch­land ist der exzen­trische Autor ein litera­rischer Super­star. Sein neuer Roman ‚Unter­werfung‘ (‚Soumis­sion‘) wird seit seinem Erscheinen Anfang des Jahres mit Leiden­schaft disku­tiert. ‚Soumis­sion‘ ist eine litera­rische Fiktion über eine Radi­kalisie­rung der franzö­sischen Gesell­schaft. Houelle­becqs lako­nisch-bis­sige Art zu schreiben, sein gnaden­los analy­tischer und gleich­zeitig prophe­tischer Blick auf die Gegen­wart – das ist auch in seinen frühe­ren Werken, in ‚Elemen­tarteil­chen‘ oder ‚Platt­form‘, oft umwer­fend komisch und gleich­zeitig verstö­rend. Er trifft einen Nerv, eine (End-)Zeit­stimmung .
Heute um 19.30 Uhr, Deutsch­land­radio Kultur.

Händel-Festspiele
Open-Air fällt aus
Wegen einer vorhergesagten Regen­wahr­schein­lichkeit von 70 Prozent haben die Veran­stalter das Kiessee­ver­gnügen am 23. Mai abgesagt und suchen jetzt nach einem neuen Termin.

Crowdfunding
FilmnetzWerk dreht Teaser
Um für seinen neuen Kurzfilm „Slap in the Park“ weitere Mittel einzuwerben, dreht das Göttinger FilmnetzWerk e.V. am Pfingst­sonntag am Gänse­liesel einen Tea­ser dazu. Göttinger haben die Mög­lich­keit, die Dreh­arbeiten live mitzu­erleben. Bei erfolg­reicher Finan­zierung des Projekts beginnen die Dreh­arbei­ten Anfang Juli.
Am 24. Mai ab 14.00 Uhr am Gänseliesel.

Linde-Literaturpreis
Preisträger stehen fest
pdg — Der von den beiden Partnerstädten Thorn in Polen und Göttingen gemeinsam gestiftete und zum 20. Mal vergebene Sa­muel-Bogumił-Linde-Literaturpreis geht für das Jahr 2015 an die deutsche Schrift­stellerin und Journalistin Marie-Luise Scherer und an den polnischen Lite­ratur­wissen­schaftler und Schrift­steller Stefan Chwin. Der Preis wird am 28. Juni in Anwesenheit der Preis­träger und einer Dele­gation aus Göttin­gen in der Stadt an der Weichsel ver­liehen. Weitere Informationen

Sommerferien
Göttinger Kultursommer
wirft seine Schatten voraus

Kultursommerpdg — Eine gute Mi­schung aus Musik, Lite­ratur, Theater und Kaba­rett bietet der Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen auch in diesem Som­mer. Während der Theater- und Or­che­ster­fe­rien­zeit soll ein vielseitiges und ni­veau­volles Programm für kulturelle Ab­wechslung und Unterhaltung sorgen. Dazu gehören wieder u.a. das Open Air im KWP, die Reihe „Kabarett, Literatur und Musik“ im Deutschen Theater und im Alten Rathaus, das „Larifari“-Kinder-Sonntags-Theater im Lumiere und die „Göttinger Theater Tage“ im Deutschen Theater. Alles zum Programm und zu den einzelnen Veranstaltungen findet sich in der Programmbroschüre, die ab Mitte Mai in vielen Einrichtungen ausliegt.
www.kultursommer.goettingen.de

Ehrung
Steidl
erhält Ehrendoktorwürde

Mit der Ehrendoktorwürde „Doctor of fine arts honoris causa“ der NSCAD University (Nova Scotia College of Art & Design) in Halifax, Kanada, werden in diesem Jahr die Künstler Robert Frank, Tanya Tagaq Gillis, Carole Condé, Karl Beveridge und der Verleger Gerhard Steidl ausgezeichnet.Weitere Informationen

Theater im OP
KUNST e.V. hilft
Der Verein KUNST e.V. unterstützt das Theater im OP (ThOP) in diesem Jahr mit 3000 Euro, um dessen wegen Bauarbeiten erhöhte Aufwendungen durch erfor­der­liche Verle­gungen der Auffüh­rungen an ver­schie­dene andere Orte in Göttingen aufzu­fangen. Am ange­stamm­ten Platz der Alten Chirur­gie muss eine Dach­sanie­rung erfol­gen, die voraus­sicht­lich im Juni begin­nen kann. Solange müssen Auffüh­run­gen an wech­selnden Spiel­orten durch­geführt werden, wozu sich etwa die Aula am Waldweg und das Deutsche Theater bereit erklärt haben.
Das ThOP ist selbst Mitglied im Verein KUNST und profitiert nun auf ganz beson­dere Weise davon. „Wir hoffen, so ein bisschen helfen zu können und bitten die Univer­sität, die Repa­ratur­arbeiten zügig voran zu treiben, damit das ThOP schnellst­möglich wieder in seinen ange­stamm­ten Räumen spielen kann“, erklärte Nils König vom KUNST-Vorstand.

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Wissenschaft

Sonderforschungsbereiche
Neue und weitere Förderungen
Philosophie - Theologie - Physik

pug — Die Deutsche Forschungs­ge­mein­schaft (DFG) fördert ab dem 1. Juli in Göttingen einen neuen Son­der­for­schungs­bereich (SFB), der an der Philo­sophi­schen und der Theolo­gischen Fakultät ange­siedelt ist. Der SFB 1136 trägt den Titel „Bildung und Religion in den Kulturen des Mittel­meer­raums und seiner Umwelt von der Antike bis zum Mittel­alter und zum Klassi­schen Islam“. Die Förder­summe beträgt über einen Zeit­raum von vier Jahren insge­samt rund 6,7 Millio­nen Euro. Gleich­zeitig verlän­gerte die DFG die Förde­rung des SFB 755 „Photo­nische Abbil­dungen auf der Nano­meter­skala“ um weitere vier Jahre. Die Förder­summe in der nun­mehr dritten Förder­phase beträgt insge­samt knapp 6,2 Millio­nen Euro.Weitere Informationen

Psychotherapie
Angststörungen bei Kindern
Probanden gesucht
umg — Wenn Kinder längere Zeit unter starken Ängsten leiden, spricht man von „Angst­störungen“. Eine Studie zur psycho­therapeu­tischen Behand­lung solcher Störungen im Kindesalter findet aktuell an der Klinik für Psycho­soma­tische Medizin und Psycho­therapie der UMG statt. Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren, die unter ausge­prägten Ängsten leiden, können im Rahmen der Studie eine Psycho­therapie in Anspruch nehmen. Bei der wissen­schaft­lich unter­suchten Therapie han­delt es sich um Einzel-Psycho­therapie mit 25 Sitzungen und zusätzlichen beglei­tenden Elterngesprächen.
Eltern, deren Kind unter Ängsten leidet, können das Studienteam in der Klinik für Psycho­somatische Medizin und Psycho­therapie ansprechen und heraus­finden, ob die Teil­nahme an der Therapie­studie hilfreich sein könnte.
www.ask-studie.de
Kontakt: ask.studie@med.uni-goettingen.de, Tel. 39-19189.

Molekularbiologie
Mitochondrien-Membrane:
Neues Protein entdeckt
umg — Eine Forschungsgruppe am Euro­pean Neuro­science Institute Göttin­gen (ENI-G) hat ein Protein ent-deckt, das bei der Faltung von Mem­branen in Mitochon­drien eine wichtige Rolle spielt.
Mitochon­drien sind die Kraft­werke der Zellen. Sie produ­zieren einen Groß­teil der Energie, die Tiere und Pflanzen zum Leben benö­tigen. Um das leisten zu kön­nen, besitzen sie eine beson­dere Struktur: In ihrem Inne­ren befindet sich eine stark gefaltete Mem­bran.Weitere Informationen

Neurobiologie
Neues, spezifisches Zielprotein
für Insektizide

pug — Wissenschaftler der BASF Crop Pro­tection und der Univer­sität Göttingen haben ein neues Ziel­protein für Insek­tizide gefunden. Die Entde­ckung stellt die erste Identi­fikation von Vanil­loid-Rezep­toren, den TRPV-Ionen­kanälen, als Insektizid­ziele dar. Sie könnten helfen, auf Insek­tizid-Resis­tenzen besser zu rea­gieren und sich positiv auf die weitere For­schung und Insek­tizid­nut­zung aus­wirken.Weitere Informationen

Quantenphysik
Reine Überlagerungs-Zustände
freier Elektronen erzeugt

pug — Der Begriff „Schrödingers Katze“ aus der Quantenphysik steht sinnbildlich für die Möglichkeit eines Systems, sich gleich­zeitig in zwei einander eigentlich aus­schlie­ßenden Zustän­den zu befinden. In einem reinen Gedan­ken­experi­ment wird die Katze mit den Regeln der Quan­ten­mechanik in eine schein­bar absurde Über­lagerung aus „zugleich“ tot und leben­dig gebracht. Wissen­schaftler der Univer­sität Göttin­gen haben nun auf mikro­skopi­scher Ebene einen neuen Ansatz entwi­ckelt, um reine Über­lage­rungs-Zu­stände freier Elek­tronen zu erzeu­gen. In diesen Zustän­den bewegen sich die Elek­tronen „zugleich“ – im quan­tenme­chani­schen Sinn – bei einer festen Anzahl unter­schied­licher Geschwin­digkei­ten, einer in der klass­ischen Physik un­mög­lichen Situation.Weitere Informationen

Neuer Vizepräsident
pug — Der Chemiker Prof. Dr. Ulf Diede­richsen ist vom Senat der Univer­sität Göttingen einstim­mig zum Vize­präsi­denten Forschung gewählt worden. Der Stiftungs­ausschuss Univer­sität muss die Wahl noch bestäti­gen. Prof. Diede­richsen löst damit den Forst­wissen­schaftler Prof. Dr. Reiner Finkel­dey ab, der das Amt seit dem 1. April 2013 inne­hatte und zum 1. Oktober sein neues Amt als Präsident der Univer­sität Kassel antritt. Die Amtszeit von Prof. Diede­richsen beginnt am 1. Sep­tem­ber und beträgt zwei Jahre.

Biotechnologie
„Lichtschalter“
gegen Blindheit

Zellen umfunktioniert
pug — Wissenschaftlern der Universitäten Bern und Göttingen ist es gelungen, er­blin­deten Mäusen das Augenlicht zurück­zugeben. Die Forscher modifizierten noch intakte Zellen der Netzhaut bio­tech­nolo­gisch so, dass sie als Ersatz-Foto­rezep­toren die Rolle der abge­storbe­nen Licht­sensoren im Auge über­neh­men konnten.Weitere Informationen

Forstwissenschaften
Verbundwerkstoffe
aus Popcorn

pug — Wissenschaftler am Büsgen-Institut der Universität Göttingen entwickeln leichte, vollständig recycel- und biologisch abbaubare Verbund­werkstoffe, bei denen Popcorn­granulat aus Indus­triemais eine zentrale Rolle spielt. Nach der erfolg­reichen Erfindung einer popcorn­haltigen Spanplatte, die seit 2011 unter dem Namen „Balance­Board“ auf dem Markt etabliert ist, entwickeln sie aktuell einen neu­artigen Verbund­werk­stoff, der voll­ständig aus Popcorn besteht. Dieser eignet sich sowohl für den Wärme­schutz als auch, in Verbin­dung mit zwei biege­steifen Deck­lagen, zur Herstel­lung extrem leichter, hoch­fester Sand­wich-Platten.Weitere Informationen

Biologie
Embryonale Augenentwicklung
bei Spinne und Mensch ähnlich

pug — Die Entwicklung von Spinnenaugen wird durch die gleichen Gene gesteuert, die auch die Bildung anderer hoch­ent­wickel­ter Augen wie beispiels­weise des mensch­lichen Auges und der Facetten­augen von Insekten regu­lieren. Das haben Wissen­schaftler der Univer­sität Göttin­gen am Beispiel der Gewächs­haus­spinne Paras­tea­toda tepida­rio­rum heraus­gefunden. Wäh­rend Aufbau und Funk­tion der Spin­nen­augen bereits sehr gut unter­sucht sind, war ihre embry­onale Ent­wick­lung bislang uner­forscht.Weitere Informationen

DFG fördert Graduiertenkollegs
Zwei neue Kollegs eingerichtet

pug — Die Deutsche Forschungs­gemein­schaft (DFG) fördert ab dem 1. Oktober zwei neue Gra­duier­ten­kollegs an der Univer­sität Göttin­gen. Eins der neuen Kollegs richtet die Univer­sität gemein­sam mit dem Deutschen Primaten­zentrum (DPZ) ein. Darüber hinaus verlän­gerte die DFG die Förde­rung für ein beste­hendes Gradu­ierten­kolleg (GRK) um eine weitere Förder­periode.Weitere Informationen

Schwarze Löcher
Magnetfelder nachgewiesen
pug — Wissenschaftler der Universität Göt­tin­gen haben erst­mals die Existenz von sehr starken Magnet­feldern in der Umge­bung eines super­masse­reichen Schwar­zen Lochs nachge­wiesen. Unter anderem durch Beobach­tun­gen mit dem Welt­raum­teleskop Hubble konnten sie zeigen, dass in un­mittel­barer Nähe des zentra­len Schwarzen Lochs in einem vier Milliar­den Licht­jahre ent­fernten Quasar Magnet­feld­stärken von 200 Millio­nen Gauß vorkom­men. Zum Vergleich: Auf der Erde werden Magnet­feldstär­ken von etwa einem Gauß gemes­sen.Weitere Informationen

Ackerbau
Erprobung von
Diversität bei Nutzpflanzen

pug — Nutzpflanzen wie zum Beispiel Weizen, aus denen Rohstoffe für Nah­rungs­mittel, Futter und Energie erzeugt werden, kom­men in der Land­schaft über­wiegend in einheit­lichen und meist groß­flächi­gen Pflan­zen­bestän­den vor. Misch­kultur­bestände, in denen verschie­dene Nutz­pflanzen­arten gleich­zeitig auf einer Fläche mitein­ander ange­baut werden, sind dagegen kaum ver­breitet. Wissen­schaft­ler der Univer­sität Göttin­gen wollen nun die Mög­lich­kei­ten des Mischan­baus erfor­schen: In einem bisher einzig­artigen Ver­suchs­ansatz werden sie für die Nutz­pflanzen­rich­tun­gen – Acker-, Gras­land und Gehölz­anbau – Rein- und Misch­kultur­bestände mitein­ander ver­gleichen.Weitere Informationen

Flüchtlinge
Migrationsforscherin fordert
Aufhebung des Visumzwangs

pug — Nach der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer am vergangenen Wochenende hat die Migrationsforscherin Prof. Dr. Sa­bine Hess von der Univer­sität Göttingen eine Aufhe­bung des Visum­zwangs für Flücht­linge aus bestimm­ten Ländern gefor­dert. „Der über­wiegen­de Anteil von Bürger­kriegs­flücht­lingen stammt zurzeit aus Syrien, Eritrea und Somalia“, erläutert die Wissen­schaft­lerin, die sich seit mehr als 15 Jahren mit Migra­tions- und Grenz­regime­for­schung beschäf­tigt. „Der Visum­zwang nimmt diesen Menschen jede Möglich­keit, legal zu fliehen und in Europa einzu­wandern. Dabei könnten Flücht­linge aus Syrien beispiels­weise in Europa mit Aner­ken­nungs­quo­ten von über 89 Prozent rechnen. Eine Aufhe­bung des Visum­zwangs für diese Länder wäre dem­nach das Gebot der Stunde.“Weitere Informationen

Informatik
Suche nach
perfektem Fahrplan

pug — Mit der Optimierung des öf­fent­lichen Ver­kehrs beschäftigt sich eine neu einge­richtete Forscher­gruppe unter der Leitung der Univer­sität Göttin­gen. Betei­ligte aus den Berei­chen Mathe­matik, Infor­matik und Ver­kehrs­wissen­schaften wollen gemein­sam neue Modelle und Algo­rithmen entwi­ckeln, diese umsetzen und in realis­tischen Szenarien erproben.Weitere Informationen

Agrarökonomie
Machen Supermärkte dick?
Marktveränderungen und
Körpergewicht in Afrika

pug — Wissenschaftler der Universität Göttingen sind der Frage nachge­gangen, ob Super­märkte in Asien und Afrika ledig­lich ein Symptom der neuen Lebens­stile in Ent­wick­lungs­ländern sind oder oder etwa zu verän­derter Ernäh­rung und damit Über­gewicht bei­tragen.Weitere Informationen

Geologie
Spekulation um Erde
als Eisplanet

pug — Unser Planet könnte im Laufe seiner Geschichte mehrmals vollständig von einer Eisschicht bedeckt gewesen sein, so eine Hypo­these von Geologen. Aus der Distanz hätte die Erde dann wie ein riesiger Schnee­ball ausge­sehen. Eine neue Studie der Univer­sität Göttin­gen bestätigt nun extrem kaltes Klima in den soge­nannten Schnee­ball-Erde-Epi­soden vor Millio­nen und Milliar­den Jahren. Gletscher sind demnach bis an den Äquator vorge­drungen.Weitere Informationen

Physik
Metall-Halbleiter-
Grenzflächen
detailliert untersucht

pug — Wissenschaftlern der Universität Göt­tingen und des Forschungszentrums Jülich ist ein wichtiger Schritt zu einem besseren Verständnis von Metall-Halb­lei­ter-Grenz­flächen gelungen. Die Forscher unter­suchten mithilfe eines neuen experi­mentel­len Zugangs die Vertei­lung elektro­nischer Ladung an diesen Grenz­flächen auf der atomaren Skala.Weitere Informationen

Neurophysiologie
Linke Hirnhälfte steuert
das Sprechen – und Stottern

Neue Forschungsdaten von Wis­sen­schaft­lern aus Göttin­gen zeigen, wie Bewe­gungs­berei­che des Gehirns das Sprechen vorbe­reiten, und was dabei bei Men­schen gestört ist, die seit der Kind­heit stottern. Die Ergeb­nisse über­rasch­ten: Anders als gedacht, spielt für das Spre­chen vor allem die linke Hirn­hälfte eine Rolle.Weitere Informationen

Neurobiologie
Synapsentätigkeit am
lebenden Objekt beobachtet

pug — Wissenschaftler der Universität Göt­tin­gen haben mit einer neuen Methode die Aktivität von Nerven­zellen im Gehirn leben­der Frucht­fliegen beob­achtet. Bislang wurden Fragen nach der Synapsen­aktivität in der Regel an Gewebe­präpara­tionen oder einzel­nen, kulti­vierten Zellen erforscht.Weitere Informationen

Agrarwissenschaften
Kleinräumige
Landschaftsstruktur
fördert Insektenvielfalt

pug — Eine kleinräumige Land­schafts­struktur fördert die Insekten­vielfalt im Grün­land und kann sogar nega­tive Aus­wir­kun­gen einer inten­siven Land­nutzung aus­glei­chen. Das haben Agrar­ökologen der Univer­sitäten Göttin­gen und Würz­burg heraus­gefunden. Die Forscher konnten unter ande­rem zeigen, dass spezia­lisierte, aus­brei­tungs­schwache und oftmals gefähr­dete Schmet­terlings­arten in klein­räumig struk­turier­ten Land­schaften häu­figer vor­kom­men als in aus­geräum­ten Agrar­land­schaften.Weitere Informationen

Agrarwissenschaften
Effektive Schädlingskontrolle
durch Vögel im Regenwald

pug — Vögel haben eine große Bedeu­tung für die Schädlings­regula­tion und können somit zu erfolg­reiche­ren Ernten beitra­gen – vor allem in den Tropen. Es ist jedoch weit­gehend unbe­kannt, welche Arten und land­schaft­liche Faktoren für eine effek­tive natür­liche Schädlings­bekämp­fung wichtig sind. Agrar­ökologen der Univer­sität Göttingen konnten jetzt zeigen, dass besonders die häufig vor­kom­menden Vogel­arten und die Nähe von Wald eine erfolg­reiche Schädlings­regula­tion bestim­men.Weitere Informationen

Bionik
Verlorene Handfunktion
„bionisch“ rekonstruiert

umg — Wissenschaftler der Univer­sitäts­medi­zin Göttin­gen waren an der Ent­wick­lung einer Methode beteiligt, mit der verloren ge­gan­gene Funk­tio­nen der Hand erst­mals mithilfe einer mecha­tronischen Prothese chirur­gisch bei drei Unfall­opfern erfolg­reich wieder rekon­struiert werden konnten.Weitere Informationen

Forstwissenschaften
Duftstoffe beeinflussen
Wurzelwachstum

pug — Ein Forscherteam der Universitäten Göttingen und Freiburg sowie des Helm­holtz Zentrums München hat einen Zusam­men­hang zwischen den Duftstoffen von Pilzen und dem Wurzel­wachs­tum von Pflanzen entdeckt. Die Wissen­schaft­ler/in­nen fanden heraus, dass die Duft­stoffe von Mykor­rhiza­pilzen das Wurzel­wach­stum bei Pflanzen anregen. Die Er­kennt­nis ist ökolo­gisch und biotech­nolo­gisch bedeut­sam, weil eine erhöhte Wurzel­ober­fläche die Ernäh­rung und Wasser­versor­gung der Pflanze und damit ihre „Fitness“ ver­bes­sert.Weitere Informationen

Physik
Widerstände im
Sub-Nanometerbereich

pug — Wissenschaftlern der Univer­sitä­ten Göttin­gen und Erlan­gen ist ein wich­tiger Schritt zu einem bes­seren Verständ­nis von kleinsten Wider­ständen gelungen. Den Forschern gelang es, mithilfe eines Raster­tunnel­mikro­skops, erstmals die Längen­skalen eines Span­nungs­abfalls im Sub-Nano­meter­bereich aufzu­lösen.Weitere Informationen

Nephrologie
Bekanntes Blutdruck-Medikament schützt offenbar auch chronisch kranke Nieren
Nierenforscher der Universitätsmedi­zin Göt­tingen haben entdeckt, dass ein alt­be­kanntes Blut­hoch­druck­medika­ment in nied­riger Dosis offenbar auch chro­nisch kranke Nieren schützen kann.Weitere Informationen

Organspende
Studie über Skeptiker
Teilnehmer gesucht
Eine Studie „Ich möchte lieber nicht“ will die Beweg­gründe für Skepsis und Unent­schie­denheit gegenüber Organ­spenden erfor­schen. Gesucht werden dazu Teil­nehmer für Inter­views und Gruppen­dis­kus­sionen.Weitere Informationen

Geobiologie
Evolution an Schwefel-
und Methanquellen

Die Evolution von in der Tiefsee an heißen Schwe­fel- oder Methan­quellen leben­den Tieren hängt nicht nur von den dort spru­deln­den chemi­schen Quellen ab, son­dern vielmehr auch von der im Ozean gelösten Menge Schwefel, fand der Göt­tinger Paläon­tologe Dr. Steffen Kiel heraus.Weitere Informationen

Menschenrechte
Universität distanziert sich
von Ehrungen während
der Nazi-Zeit

Unrechtsbewusstsein
reicht nur bis 1945

pug/eb — Es fällt sicherlich leichter, sich von wissen­schaft­lichen Kolla­bora­tionen zu tren­nen, die trotz men­schen­verach­tender Be­gleit­um­stände früher zwar gern ein­gegan­gen wurden, heut­zutage aber ein Klotz am Bein und eh ohne Nutzen sind. Des­halb hat sich die Univer­sität Göttin­gen dieser Tage spät von acht Ehrun­gen distan­ziert, die sie wäh­rend der Zeit des National­sozialis­mus verlie­hen hatte. Weni­ger leicht hin­gegen fällt es ihr, einen ebenso klaren Schnitt in der Zusam­men­arbeit mit ähn­lichen Syste­men der Gegen­wart zu machen, die in Sachen Men­schen­rechte dem dama­ligen Nazi-Terror in nichts nach­stehen, für die For­schung und ihre damit verwo­bene Wir­schaft aber ebenso profi­tabel sind wie es die dama­lige, zumeist frei­willige Unter­wer­fung unter das NS-System seiner­zeit war. Weitere Informationen

Geobiologie
Urzeitliche Farbstoffe in
heutigen Tiefseebewohnern

pug — Forscher der Universität Göttingen konn­ten sowohl bei einer Vielzahl von fossilen Seelilien und Haar­sternen (Crinoiden) aus der Jura- und Trias-Zeit als auch bei noch heute lebenden See­lilien aus der Tiefsee die gleiche Gruppe von Chinon-Farb­stoffen (Hypericine) nach­weisen. So konnten sie erst­mals zeigen, dass diese Farbstoffe in den mit Seeigeln und See­sternen verwand­ten Meeres­tieren seit mindes­tens 240 Millionen Jahren weitver­breitet vorkom­men und sich im Laufe der Crinoi­den-Evolu­tion fast nicht verän­dert haben.Weitere Informationen

AIDS
Ausweitung von HIV-Tests
auf ältere Menschen
gefordert
pug — Bisher sind in den meisten natio­nalen Studien, die sich mit dem mensch­lichen HI-Virus beschäf­tigen, die HIV-Tests auf Men­schen beschränkt, die jünger als 50 oder 55 Jahre sind. Eine Gruppe inter­natio­naler Wissen­schaft­ler unter der Leitung der Univer­sität Göttin­gen und der Harvard School of Public Health fordert in der Fach­zeit­schrift The Lancet HIV, dass bei Daten­erhe­bun­gen im Zusam­men­hang mit HIV in Ent­wick­lungs­län­dern auch ältere Men­schen bei HIV-Tests mit ein­bezo­gen werden sollten. Weitere Informationen

Neurowissenschaften
Gene beeinflussen
Hirnstrukturen

umg — Wie die Gene die Ausformung des Gehirns beeinflussen, ist noch weitgehend unbekannt. Ein internationales For­schungs­konsor­tium hat nun beim Men­schen fünf Ver­dachts­gene entdeckt, die mit der Größe verschie­dener Gehirn­regio­nen zusam­men­hängen. Die Wissen­schaftler hoffen, mit den Er­geb­nissen die mole­ku­laren Grund­lagen psychia­trischer Erkran­kun­gen besser zu verste­hen.Weitere Informationen

 

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Östliche Innenstadt
SPD: Klares Ja zur Stadthalle
„Die Göttinger Stadthalle muss an ihrem Platz als Ort vielfäl­tiger kultu­reller Veranstal­tungen erhalten bleiben. Das Areal der Lokhalle jenseits des Bahn­damms ist städte­baulich und kulturell für uns keine Alter­native.“ Mit dieser eindeu­tigen Aussage legen sich sowohl bau- als auch kultur­politi­sche Spre­cher/in­nen der SPD-Ratsfrak­tion hinsicht­lich der weiteren Gestal­tung und der städte­baulichen Funktion der östlichen Innen­stadt fest.

 
Tagsüber tot: StadthalleFoto: vs

Das völlig marode, vor nunmehr 50 Jahren errichtete Gebäude steht schon seit langem zur Diskussion – und bei einigen auch zur Disposition, weil sein Sanie­rungs­bedarf nicht nur außer­gewöhnlich hoch ist, sondern es selbst mit Sanie­rungen allein den heutigen Anfor­derun­gen an eine Kultur­stätte nur unzurei­chend gerecht werden kann. Die Verwal­tung taxierte bereits im Herbst 2013 die erforder­lichen Sanierungs­maßnah­men auf etwa 7,1 Mio. Euro – verteilt über einen Zeitraum von voraus­sichtlich drei bis vier Jahren. Struktu­relle Mängel wie etwa das gering­fügige Platzan­gebot und damit eine ungüns­tige Erlös­situation, die auch nicht durch eine höhere Auslas­tung verbessert werden kann, lassen sich mit solchem Geld jedoch nicht beheben.

Gleichwohl bietet diese Kultur­einrich­tung, zusammen mit weiteren wie etwa der benach­barten Ethnolo­gischen Sammlung und dem Deutschen Theater, für das Quartier ganz zweifellos ein Stück über die Funktion als Wohn- und Schlaf­viertel hinaus­gehende Lebens­qualität. Sie könnte noch gehoben werden, wäre sie auch tagsüber, optimaler­weise gar mit nicht kommer­ziellen und über­teuerten kulturellen Veran­staltun­gen, öffent­lich als Treffpunkt zugänglich, wie beispiels­weise beim – leider nur teilöffent­lichen – Spiele­autoren­treffen am 6. und 7. Juni. Mehr Leben­digkeit könnte auch einziehen durch kultur­schaf­fende Dauer­mieter, etwa Ateliers, wie sie einmal in der ehema­ligen Voigt­schule angedacht waren.

Entwurf Pfuhlmann

Alternativen zum Bestands­erhalt, etwa der Total­abriss und/oder ein Neubau, auch in Lokhal­lennähe, waren jeden­falls schnell vom Tisch. Exponiert in der weiteren Diskus­sion um Alterna­tiven hatte sich auch der Verein KUNST e.V., welcher zu einem Wettbe­werb aufrief, der zum Teil interes­sante Ideen hervor­brachte, die, so Stadtbaurat Thomas Dienberg seiner­zeit, zumindest teilweise in die weitere Diskus­sion mit einflie­ßen könnten. Auch die Wett­bewerbs­teilneh­mer sprachen sich mit ihren Vorschlägen ganz über­wiegend für einen Verbleib der Kultur­stätte, mitunter erwei­tert durch Anbauten oder Einbe­ziehung des Albani-Park­platzes (Abb.: Entwurf von Jan Pfuhlmann), am alten Standort aus.

So auch die Sozialdemokraten in der jetzt wieder aktuell wer­denden Diskus­sion. Nicht nur ihnen ist der Albani­platz in seinem jetzigen Zustand ein Dorn im Auge. Er werde derzeit als weitest­gehend unge­ordnetes und nicht planvoll gestal­tetes Areal wahrge­nommen. „Durch den Erhalt der Stadthalle bei gleich­zeitiger Optimie­rung der stadt­räum­lichen Situation kann die ,Kultur­meile‘ Stadthalle - Ethnologie - Theater - Wilhelms­platz nach­haltig gestärkt und die angren­zende gastro­nomische Infra­struktur entwickelt und belebt werden“, ist sich deren baupoli­tische Sprecherin Sylvia Binken­stein sicher. „Alte Bilder belegen, welch städte­baulicher Schatz hier gehoben werden kann.“ Und: „Es wäre eine deutliche Aufwer­tung des Areals, wenn dort auch Raum für eine gastro­nomische Nutzung entstehen könnte.“

Die gab es früher bereits einmal an der Südseite der Stadthalle – und ist regel­mäßig gescheitert. Auch jüngere Bestre­bungen, das benach­barte Rohnsche Badehaus mit einzu­beziehen, waren nicht erfolg­reich. Es muss wohl am Umfeld liegen.

 

Kreistag
Ausländische Hilfesuchende sollen
elektronische Krankenkassenkarte erhalten

Gremium folgt einem Ratsbeschluss
Nach dem Göttinger Rat hat nun auch der rot-grün domi­nierte Kreistag einen Beschluss zur besseren gesund­heitli­chen Versor­gung von hier Asyl­suchen­den gefasst – einstim­mig. Zwar handelt es sich nur um einen Prüfauf­trag, nämlich „ob und gegebe­nenfalls welche recht­lichen Möglich­keiten zur Einfüh­rung der eCard“ zur Versor­gung im Krank­heitsfall, wie sie Bremen bereits einge­führt hat, „in Stadt und Land­kreis Göttingen jetzt schon beste­hen“, doch ist dies ein wichtiger Schritt auf dem Wege, auslän­dische Hilfe­suchende im Krank­heitsfall nicht aufgrund typisch deutscher bürokra­tischer Hemm­nisse unver­sorgt zu lassen.

 
Deutsche Bürokratie kann tödlich sein: NotaufnahmeFoto: EKW

In Hannover hat dies vor gut einem Jahr vermut­lich zum tragi­schen Tod eines Klein­kinds geführt, angeb­lich weil die Familie auf­grund des Notfalls nicht recht­zeitig einen Kranken­schein beibrin­gen konnte bzw. der von der Mutter vorge­legte nicht aner­kannt wurde, weil er nur für sie und ihre beiden älteren Söhne gegolten habe, nicht aber für das Baby. Die Klinik wider­sprach jedoch seiner­zeit dieser Darstel­lung des Anwalts der Mutter.

Bereits 2005 ist die Bremer Sozial­behörde zu einem anderen Verfah­ren überge­gangen und hat an Asyl­bewer­ber/in­nen eine digitale Kranken­kassen­karte ausge­geben. Diese Chipkarte umfasst zwar nicht alle Leis­tungen, die für eine Grund­versor­gung notwendig wären, gibt aber Betrof­fenen wie auch medizi­nischem Personal Sicher­heit hinsicht­lich der Kosten­über­nahme, sodass allein deshalb kein Hilfe­suchen­der abge­wiesen werden dürfte – was auch ohne eine solche Sicherheit einer unter­lasse­nen Hilfeleis­tung gleich­käme. Ein ähnliches Verfah­ren wurde 2012 auch in Ham­burg eingeführt.

Im Göttinger Rathaus liegt der vor ziem­lich genau einem Jahr einge­brachte Antrag derzeit auf Eis, wurde nach Über­weisung in den Ausschuss für Soziales und Gesund­heit dort „auf Betrei­ben der SPD-Dezer­nentin ,geparkt‘, ohne dass Bewe­gung in Sicht wäre“, wie die Grünen monieren. Die aller­dings hatten sich seiner­zeit selbst im Ausschuss bereit erklärt, ihren Antrag zurück­zustellen. Eine Rege­lung zwischen Stadt und Kranken­kassen sei nämlich nicht möglich, die Kassen verhan­delten nur auf Landes­ebene – und dort werde auch verhan­delt, erläuterte Dezer­nentin Schla­peit-Beck seiner­zeit. Insofern kann das „Erstaunen [darüber] densel­ben Antrag wie im Kreis hier in der Stadt gemein­sam mit der SPD u stellen, [was] an der Ableh­nung der SPD geschei­tert“ ist, so groß eigent­lich nicht sein.

 

Flüchtlinge
SPD-Oberbürgermeister und Landräte fordern mehr Finanzhilfen
Köhler: Kommunale Gestaltungsmöglichkeiten werden deutlich eingeschränkt
pdg — Angesichts der gegen­wärtigen katastro­phalen Flücht­lings­tragö­dien auf dem Mittel­meer sei noch einmal deutlich geworden, dass auf allen politischen Ebenen in Europa die humanitäre Verpflich­tung besteht, Aufnahme­bedin­gungen und die Hilfsan­gebote zu verändern und auszu­bauen, waren sich SPD-Ober­bürger­meister und Landräte kürzlich in Olden­burg einig, als sie über die aktuelle Flücht­lings-Proble­matik berieten. Es sei zu erwar­ten, dass über die bishe­rigen Prognosen hinaus die Flüchtlings­ströme weiter zunehmen werden und damit letztlich die kommu­nale Infra­struktur in beson­derer Weise gefordert ist.

 
Boat people im MittelmeerFoto: Noborder Network

Die Kommunen sind den bera­tenden Haupt­verwal­tungs­beam­ten zufolge bereit, ihrer huma­nitären Verpflich­tung vor Ort nachzu­kom­men, benö­tigen dafür aller­dings Unter­stützung, um die notwen­digen Vor­aus­set­zun­gen schaffen zu kön­nen. Dazu gehöre ande­rer­seits auch, dass Dieje­nigen, die hier offen­kun­dig kein Aufent­halts­recht bekom­men können, schnell in ihre Heimat­länder zurück­geführt werden. Gefragt seien jetzt laut Ober­bürger­meis­ter Rolf-Ge­org Köhler eine inten­sive Betreu­ung und eine um­fäng­liche Inte­gra­tions­infra­struk­tur für die Flücht­linge. Natür­lich ist dies nur mit einer ange­mes­senen Finanz­aus­stat­tung zu gewähr­leis­ten. Die gut 6.000 Euro, die pauschal pro Asylbe­wer­ber und Jahr gezahlt werden, seien Köhler zufolge längst nicht aus­rei­chend, obwohl diese zur­zeit durch Bun­des­mittel befris­tet aufge­stockt werden. Ein Betrag in Höhe von 10.000 Euro wäre nach Über­ein­stim­mung der SPD-Ober­bürger­meister und Land­räte hier ange­mes­sen. Eine solche Anhe­bung sei ins­beson­dere wichtig, damit die Erstat­tun­gen den tat­säch­lichen Auf­wen­dun­gen auch zeitnah entspre­chen.

Köhler: „Durch die zuneh­men­den Flücht­lings­zah­len und die wach­sen­den Unter­brin­gungs­prob­leme werden die kom­mu­nalen Gestal­tungs­mög­lich­keiten für die Stadt Göttin­gen deut­lich einge­schränkt, wenn für die anste­hen­den kom­mu­nalen Haus­halts­planun­gen nicht zusätz­liche finan­zielle Unter­stüt­zung zuge­sichert wird.“ Köhler begrüßt daher die Forde­rung des SPD-Bun­des­vorsit­zenden Sigmar Gabriel nach einer stär­keren Entlas­tung der Kom­munen von den Kosten. Es verbleibe aber die Verant­wor­tung des Landes Nieder­sach­sen für eine auf­gaben­gerechte Finanz­aus­stat­tung der Kom­mu­nen, die ihren Aufga­ben zuneh­mend nur durch Inan­spruch­nahme von Kassen­kredi­ten nach­kom­men könnten.

Die Nettobelastung der Stadt durch das Asyl­bewerber­leistungs­gesetz nach Abzug der vom Land erstat­teten Pauschale hat sich nach den Worten Köhlers 2014 auf 2,3 Millionen Euro belaufen. Für dieses Jahr sei mit einer Belas­tung von bis zu vier Millionen Euro zu rechnen. Die Forde­rung an Bund und Land nach noch stärkerer Kosten­beteili­gung sei daher wohl begründet, so Köhler.

 

Bildung
Fortbestand der Ganztagsgrundschulen gesichert
Vertragsunterzeichnung in Hannover
pdg — Mit der Unterzeich­nung einer Rahmen­vereinba­rung von sechs großen Städten und dem Nieder­sächsi­schen Kultus­ministe­rium zur Ausge­staltung von Ganztags­grund­schulen Anfang Mai in Hannover ist der Fort­bestand wesent­licher Elemente des „Göttinger Modells“ gesichert. Der Göttinger Stadtrat Siegfried Lieske äußerte sich anschlie­ßend erleich­tert: „Ich bin froh, dass es uns nach sehr kompli­zierten Verhand­lungen mit dem Ministe­rium gelungen ist, einen sowohl für das Land als auch für die Stadt gangbaren Weg gefunden zu haben. Mein ausdrück­licher Dank gilt dem Kultus­ministe­rium, das weit auf die beteiligten Städte zuge­gangen ist. Das war nicht selbstver­ständlich.“

„Einbeziehung der Ju­gend­hilfe uner­läss­lich“: Schul­deze­rnent Lieske Foto: Archiv
   

Die Erarbeitung der Rahmen­verein­barung war notwendig geworden, weil der seit dem Beginn des laufen­den Schul­jahres gültige neue Ganztags­schul­erlass des Kultus­ministe­riums einer Fortset­zung der bisher bewährten Praxis wider­spricht. Der Göttinger Schuldezer­nent dazu: „Der neue Erlass setzt viele positive Impulse für die weitere Entwick­lung der Ganztags­schulen, z.B. durch den verpflich­tenden Einsatz von Lehrkräften auch in soge­nannten außer­unterricht­lichen Ange­boten. Wir sind aber davon über­zeugt, dass die Bereiche­rung des schulischen Ganztags durch die Einbe­ziehung der Bildungs- und Erzie­hungs­kompe­tenz der Jugend­hilfe unerläss­lich ist.“

Seit dem Jahr 2010 engagiert sich die Stadt Göttingen durch die Beauf­tragung von freien Trägern der Jugend­hilfe in Ganztags­grund­schulen. Dies sind zurzeit die AWO, der ASC und Kinder­haus e.V. Zum Einen ermög­licht die Stadt mit ihrem Engage­ment erst die erforder­liche Qualität der pädago­gischen Angebote in der um 15.30 Uhr endenden Grund­schule, zum Anderen schafft sie für die Kinder einen orga­nischen Über­gang zur daran anschlie­ßenden Arbeit der freien Träger. Damit bietet die Stadt den Kindern und Eltern von montags bis freitags ein konti­nuier­liches und verläss­liches Betreu­ungs­angebot vom Schulbeginn am Morgen bis nach­mittags um 17.00 Uhr. Zu dem Angebot gehört darüber hinaus eine Ferien­betreuung über acht Wochen, eben­falls jeweils von 8.00 bis 17.00 Uhr.

Die Schul- und Jugend­verwal­tung der Stadt hat inzwischen den Entwurf eines auf die Stadt Göttingen ange­passten Ganztags­schulkon­zeptes erarbeitet. Beteiligt waren erfahrene Ganztags­grund­schulen und freie Träger sowie einige politische Mandats­träger. Dieser Entwurf ist am 20. April auf einer gut besuchten Veran­staltung einer breiten Öffent­lichkeit vorge­stellt worden. Im neuen Schuljahr werden 15 von 20 Grund­schulen in Göttingen Ganztags­schulen sein. Etwa 3.000 Grundschul­kinder haben die Möglichkeit, Ganztags­angebote in Anspruch zu nehmen. Insge­samt besuchen zurzeit 3.629 Mädchen und Jungen die Göttinger Grund­schulen. An der Adolf-Reich­wein-Schule wird es im neuen Schuljahr 2015/16 erstmals auch im Grund­schul­bereich den Ganztag in gebun­dener Form geben: Dienstags und don­nerstags werden alle Kinder – zunächst der ersten beiden Jahrgänge - auch am Nach­mittag in der Schule sein und von dem außer­unterricht­lichen Angebot der Lehr­kräfte sowie des freien Trägers der Jugend­hilfe profitieren.

 

Bereits in der Diskussion um den sog. „Zukunftsvertrag“ kam es 2011 zu einer Art Bürger­befragung über Haus­halts-rele­vante Entschei­dungen. An erster Stelle stand damals der Wunsch nach erhöhter Gewinn­abfüh­rung der trotz der Niedrig­zinsphase den Kunden vor­ent­halte­nen hohen Zins­gewinne der Sparkasse.Quelle: ontopica GmbH
Öffentliche Haushaltsplanung
Verwaltungschreibt Bürger/innen an
pdg — Die Stadt will die Öf­fent­lich­keit künf­tig stär­ker bei ihrer Haus­halts­pla­nung betei­li­gen. In ei­nem ers­ten Schritt wer­den rund 5.700 Bürge­rin­nen und Bür­ger, deren Na­men und Adres­sen zufäl­lig aus dem Göt­tin­ger Wäh­ler/in­nen-Ver­zeich­nis gezo­gen wur­den, an einer Um­frage teil­neh­men.

Die ent­spre­chende Post dazu geht jetzt an die ausge­wähl­ten Adres­saten, die ihre Ant­wor­ten inner­halb von zwei Wo­chen durch eine porto­freie, posta­lische Rück­sen­dung ins Neue Rat­haus schicken oder sich mit per­sön­lichen Zu­gangs­daten on­line an der Befra­gung be­tei­ligen sol­len. Erfragt wer­den die Wich­tig­keit aus Sicht der Bür­ger/in­nen von 23 kom­mu­nalen Auf­gaben­berei­chen von der Ab­fall­ent­sor­gung bis zum Woh­nungs­bau, ihre Zufrie­den­heit mit die­sen Poli­tik­fel­dern, ihre Be­reit­schaft, dort bera­tend oder aktiv mit­zuar­bei­ten und einige Anga­ben zur Per­son. Für alle Da­ten, die ohne Ver­bin­dung mit einem Na­men ge­spei­chert wer­den, gelten die stren­gen Vor­schrif­ten des Daten­schut­zes und des Sta­tistik­geset­zes. Sie sind, heißt es in einer Mittei­lung der Stadt, aus­schließ­lich für statis­tische Aus­wer­tun­gen bestimmt.

Die Ergeb­nisse der Um­frage sollen nach den Wor­ten von Ober­bür­ger­meis­ter Rolf-Georg Köh­ler Ein­fluss neh­men auf die Bera­tun­gen der politi­schen Gre­mien über den Haus­halt 2016. Es sei gerade in Zeiten knap­per Finanz­mit­tel wich­tig, die Mei­nung der Bür­ger/in­nen bei der Haus­halts­pla­nung einzu­bezie­hen. Köhler appel­lier­te an die für die Um­frage ausge­wähl­ten Göt­tin­ger/in­nen, sich aktiv zu betei­ligen und den Fra­gen voll­stän­dig ausge­füllt an die Ver­wal­tung zurück­zusen­den. „Kon­krete Ergeb­nisse gibt es nur, wenn sich mög­lichst viele an der Um­frage betei­ligen“, erklärte der Ober­bür­ger­meister.

 

 

Umwelt
BUND: Öffentliches Grün arten- und strukturreich gestalten
Kreisgruppe Göttingen appelliert an Verwaltung und Politik, Wildbienen stärker zu schützen

 
Für Städter oft nur „Unkraut“: Wiesenkerbel im öffentlichen Stadtraum in GöttingenFoto: vs

In einem Offenen Brief appelliert die Kreis­gruppe Göttin­gen des Bundes für Umwelt und Natur­schutz e.V. (BUND) an Stadt­ver­wal­tung, Natur­schutz­beauf­tragte und die Frak­tionen im Rat der Stadt Göt­tin­gen, sich stärker für ein viel­fäl­ti­ges Stadt­grün einzu­set­zen. „Blü­hende Felder, arten­reiche Wie­sen und ein viel­fäl­tiges Stadt­grün sind ein wert­volles Gut, sowohl für eine Viel­zahl von Tieren und Pflan­zen, als auch für uns Men­schen“, heißt es darin. Diese kost­baren Lebens­räu­me würden jedoch im­mer selte­ner, worun­ter nicht nur zahl­reiche Arten le­iden, son­dern die Lebens­quali­tät der Men­schen.

Bis zu 80 Prozent der Ernte­erfolge aus der Region hängen von der Bestäubung durch Insekten ab, wozu insbe­sondere die heimi­schen Wildbienen beitragen, deren Bestände jedoch durch den Einsatz von Pestiziden und vor allem durch monotone Grünflächen zurückgehen. „Wildbienen­schutz leistet also nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Arten­schutz, sondern dient auch unmit­telbar den Menschen in der Region“, heißt es weiter. Mit nur wenigen Maßnahmen könne auch die Stadt Göttingen ihren Beitrag zu mehr biolo­gischer Vielfalt leisten, indem das öffentliche Grün arten- und strukturreich gestaltet wird.Weitere Informationen

 

Migranten
Geduldete dürfen künftig eigenes Konto führen

Geothermie
Untersuchungen beendet

Die geophysikalische Erkun­dung des Unter­grun­des, mit der einige Göttin­ger Presse­organe Ängste und Auf­lage stei­gerten, wurden inzwi­schen, ohne dass weitere Vor­komm­nisse bekannt wur­den, erfolg­reich abge­schlos­sen. In den ver­gan­genen zwei Wochen hatte ein Mess­trupp mit bis zu vier speziel­len Vibra­tions­fahr­zeu­gen die geo­logi­schen Ver­hält­nisse unter­halb Göttin­gens mit seis­mi­schen Verfah­ren unter­sucht. Nun er­folgt die Aus­wer­tung der Daten.

 

In Göttingen sollen künftig Kontoeröff­nungen für Gedultete möglich sein, obgleich die geltende Rechts­lage dies in Deutsch­land nicht vorsieht. Bei einer Konto­eröff­nung muss nämlich ein amt­liches Identitäts­papier mit Lichtbild vorgelegt werden, was für Geduldete so gut wie unmög­lich ist. Ihre Duldung allein wird nicht als amtliches Identitäts­papier akzeptiert, ein eigenes Konto bleibt ihnen damit verwehrt.

Tugcu

Nach einer Pressemit­teilung haben die Grünen sowie der Integra­tionsrat Göttingens Ober­bürger­meister Rolf-Georg Köhler davon über­zeugen können, sich für die Konto­eröffnung von Gedul­deten einzu­setzen. „Da die Sparkasse Göttingen Teil der kommu­nalen Familie ist, sind Ratsent­scheidun­gen und das Wort des Ober­bürger­meisters, der auch im Verwal­tungsrat der Sparkasse sitzt, bindend – in diesem Fall ein echter Gewinn für Geduldete in Göttingen“, freut sich der migra­tions­politische Sprecher der Grünen-Fraktion im Rat, Mehmet Tugcu (Abb.). Dies sei ein aktiver Schritt in Richtung Willkom­mens­kultur und erleich­tere vielen nach Göttingen Geflüch­teten ihren Lebens­alltag.

 

Inklusion
Grüne: Interkommunale Steuerungsgruppe
braucht Fachbegleitung Betroffener

Menschen mit Behinde­rungen werden an der Steue­rung des Inklusions­prozesses in Göttingen nicht ausrei­chend beteiligt. Zu diesem Ergebnis kommen ein­vernehm­lich die behinderten­politischen Sprecher/innen der Grünen und der SPD im Rat, Sabine Morgen­roth und Elvan Tekin­dor-Freyjer. Gemein­sam fordern sie die Einrich­tung eines beglei­tenden Fach­gremiums von Bürger/innen mit unter­schied­lichen Beein­trächti­gungen.

 
Noch ein langer Weg: praktizierte InklusionFoto: Rainer Böhm

„Wir brauchen den fach­lichen Rat von Exper­tinnen und Experten in eigener Sache. Wir werden dem Anspruch der UN-Behin­derten­rechts­konvention nicht gerecht, wenn wir deren Anfor­derung ,Nicht ohne uns über uns‘ in der Steuerungs­gruppe keinen Stellen­wert geben“, erklären die beiden Fachfrauen. Vor sechs Monaten wurde auf Beschluss des Göttinger Stadt­rates und des Kreistags eine inter­kommu­nale Steuerungs­gruppe mit Arbeits­gruppen für den Inklusions­prozess einge­richtet. Die seither gesam­melten Erfah­rungen machen ein Nach­steuern erfor­derlich, so Tekin­dor-Freyjer: „Die bisherige Beteili­gung ehren­amtlicher Mitglieder der Behin­derten­beiräte von Stadt und Landkreis ist sinnvoll, reicht aber in der Praxis nicht aus.“ Der Zusam­menhang zwischen Beein­trächtigun­gen, daraus resultie­renden Bedarfen und erforder­lichen Maßnah­men gestalte sich so komplex, dass eine breitere Beteili­gungs­basis unum­gänglich erscheint, erläutert Morgen­roth: „Es ist einfach ein großer Unter­schied, ob jemand gehörlos, blind, auf den Rollstuhl ange­wiesen, bettlä­gerig oder geistig beein­trächtigt ist.“

Gemein­sam fordern Morgen­roth und Tekindor-Freyjer daher für die Steuerungs­gruppe ein beglei­tendes bera­tendes Gremium, das die Vielfalt körper­licher, psychischer, kommu­nikativer und geistiger Beein­trächti­gungen schon durch seine perso­nelle Zusammen­setzung und Expertise in eigener Sache ange­messen abbildet.

 

Wohnungsmarkt
Güntzler: Mietpreisbremse für Göttingen vielleicht nicht relevant
Im Gegensatz zu vielen Studie­renden kann sich der Göttinger Bundes­tagsabge­ordnete Fritz Güntzler (CDU) durchaus vorstellen, dass es in der Univer­sitäts­stadt möglicher­weise gar keine ange­spannte Situation auf dem Wohnungs­markt gibt. So äußerte er sich angesichts des gerade erst vom Bundestag verab­schie­deten Gesetzes zur Dämpfung des Miet­anstiegs auf ange­spannten Wohnungs­märkten.

Göttingen brauche jetzt erst einmal Fakten zum Wohnungs­markt, mahnt der MdB an: „Ein Puzzleteil wäre hier die Erstel­lung eines qualifi­zierten Mietpreis­spiegels. Bislang ist gar nicht sicher, ob Göttingen über­haupt einen ange­spannten Wohnungs­markt im Sinne des Gesetzes hat und so die Einfüh­rung der Mietpreis­bremse in Göttingen zum Zuge kommen kann. Auch die einzel­nen Bereiche müssten genau abge­grenzt werden“, so der Abgeord­nete. Nur Fakten könnten dann die Entschei­dung bringen, ob Göttingen einen ange­spannten Wohnungs­markt habe, den man durch die Preis­bremse dann entzerren kann oder ob nicht vielmehr Städtebau­förde­rung der richtige Weg sei.

Laut Gesetz sind vier Indikatoren vorge­sehen, um einen Wohnungs­markt als ange­spannt zu definieren:

  • die Mieten steigen deutlich stärker als im Bundes­durchschnitt,
  • die durch­schnitt­liche Mietbe­lastung über­steigt den bundes­weiten Durch­schnitt deutlich,
  • die Wohn­bevölke­rung wächst, ohne dass gleich­zeitig erforder­licher Wohn­raum geschaffen wird,
  • es besteht geringer Leer­stand bei großer Nachfrage.

Erst nach Beantwortung all dieser Fragen könne man dann den nächsten Schritt gehen. Jetzt seien nach Güntzlers Meinung erst einmal die Bauver­waltung und der Ober­bürger­meister gefragt, „ihre Hausauf­gaben zu machen“, so Güntzler.

 

Flüchtlingsunterkünfte
Bürgerinitiative kritisiert „konzeptlosen Baubeginn“
Die Bürgerinitiative Zukunft Zietenter­rassen sieht „mit großem Unbehagen“, dass die ersten Vorberei­tungen zum Bau der Sammel­unter­kunft auf den Zieten­terras­sen begonnen haben, ohne dass die Stadt bislang die verspro­chenen Eckpunkte des Betreiber- und Umfeld­konzep­tes vorge­legt hätte. Sie vermutet einen Rückstand beim Betreiber­konzept.

In einer Pressemitteilung äußert die Bürger­initiative Zukunft Zieten­terras­sen (BiZZ) ihr Unver­ständnis darüber, dass bereits mit den Bauar­beiten begonnen wurde, obgleich die Rahmen­bedin­gungen für den Betrieb noch unge­klärt seien. Es sei – jedenfalls offiziell – nicht geklärt, wer die Sammel­unter­kunft im Alltag betreiben solle, wie die Betreu­ung über die fünfjährige Betriebs­dauer hinweg organi­siert werde, welches Zahlenver­hältnis von hauptamt­lichen und ehrenamt­lichen Kräften gelte und welche Integra­tionsan­gebote mit Blick auf die zu erwar­tende Belegung der Unter­kunft über­haupt in Frage kämen, listet die BiZZ auf.

Unter Verweis auf Presse­meldun­gen bezweifelt sie zudem die Tragfä­higkeit des bisherigen Konzeptes, weil offenbar deutlich weniger Flücht­linge nach Göttingen kämen als bislang ange­nommen. Aktuelle Zahlen belegten zudem einen erheb­lichen Rückgang von Zuwan­derern aus dem Kosovo, deren Chancen auf Verbleib in Deutsch­land ohnehin deutlich gesunken sei.

„Die Stadt hat die Zietenter­rassen als Standort – angeblich – vorwiegend wegen der guten Integra­tionsbe­dingun­gen ausge­wählt. Wenn nun aber deutlich wird, dass der Anteil an Flücht­lingen mit realis­tischer Aussicht auf längeren Aufenthalt in Deutsch­land gering ist, muss der aufwändige Großbau einer sehr teuren Sammel­unter­kunft hinter­fragt werden. Es wird schon jetzt deutlich: Die Planungs­annahme von Verwal­tung und Politik sind fragwürdig, der Aufwand ist unver­hältnis­mäßig und die Erfolgs­aussich­ten des Vorha­bens sind offen“, ist sich die Bürger­initia­tive sicher.

Was verwundert. Denn je geringer der Zustrom aus anderen Kultur­kreisen ist, desto weniger Friktionen dürften sich daraus ergeben, was wiederum die Inte­grations­bemühun­gen, sofern sie von keiner Seite unter­laufen werden, leichter zum Erfolg führen dürfte.

 

Fundsachen
SPD will herrenlose Fahrräder verschenken
Die Göttinger SPD-Ratsfraktion spricht sich dafür aus, Fahrräder, die sonst zur Aufbes­serung des städti­schen Haus­haltes versteigert werden, an Flücht­linge und andere bedürf­tige Menschen zu verschen­ken.

 
Fahrradstadt Göttingen; „Sollte hier auch möglich sein“Foto: vs

Ein eigenes Fahrrad verbessere die Lebens­qualität der Betrof­fenen deutlich, meint dazu der Vorsit­zende des Sozialaus­schusses, Dr. Klaus-Peter Hermann. „Wir schlagen daher vor, die vom städti­schen Baube­triebshof gesam­melten Fahrräder aufzuar­beiten, zu repa­rieren und anschlie­ßend den betrof­fenen Menschen zur Verfü­gung zu stellen.“

„Zeichen von Willkommenskultur“: Klaus-Pe­ter HermannFoto: SPD

Gerade für Menschen mit schmalem Einkom­men, dazu gehörten Flücht­linge genauso wie andere bedürf­tige Menschen, bedeute gesell­schaft­liche Teilhabe auch die Möglich­keit mobil zu sein, erläutert Hermann weiter und nimmt sich zum Vorbild für diese Aktion das Sozialamt der Landes­haupt­stadt Stuttgart. Dieses hat in Koope­ration mit weiteren Projekt­partnern ein ähnliches Projekt bereits im Sommer 2014 ins Leben gerufen. Durch die Beteili­gung von Projekt­partnern konnte sicher­gestellt werden, dass die Fahrräder verkehrs­sicher herge­richtet wurden.

„Eine ähnliche Aktion sollte in der Fahrrad­stadt Göttingen eben­falls möglich sein“, so Hermann. Die SPD-Rats­fraktion möchte deshalb die alljährliche Verstei­gerung von Fahrrädern zumindest in diesem Jahr aussetzen. Statt­dessen soll der Bestand der Fahrräder in der Fahrrad­werkstatt der Beschäf­tigungs­förde­rung kAöR aufgear­beitet und an hier in Göttingen lebende Flücht­linge und andere bedürftige Menschen in einer zentralen Aktion verschenkt werden. Auch das sei ein Zeichen von Willkom­mens­kultur.

 

Geothermie
Im März wird Göttingens Erde beben
Auf der Suche nach alternativen Energieformen
pug/umg — Um herauszufinden, inwiefern Erdwärme künftig bei der Energie­versor­gung der Univer­sität und Univer­sitäts­medizin Göttingen eine Rolle spielen könnte, lässt deren Tochter­gesellschaft Univer­sitäts­energie Göttingen GmbH gemeinsam mit der Geother­mie-Gruppe des Geowissen­schaft­lichen Zentrums in den kom­menden Wochen den Unter­grund Göttingens mit seismi­schen Verfahren unter­suchen.

Nicht immer so leicht zu erschließen wie hier: Heiße Quelle in Chile
Foto: Gerard Prins

Dabei erzeugen spezielle, auf Lkw mon­tierte Vibra­toren Schall­wellen, mit denen die Struk­tur des Unter­grun­des bis zu einer Tiefe von 5.000 Metern sicht­bar gemacht werden kann. Bevor sich der auffäl­lige Mess­trupp vor­aus­sichtlich in der zweiten März­woche etwa zehn Tage lang durch Göttin­gen bewegt, werden ab Anfang Februar alle öffent­lichen und privat betrof­fenen Einrich­tungen, Grund­stücks­besit­zer und Anwoh­ner infor­miert und um Erlaub­nis gebeten, die ent­spre­chen­den Flächen – vor allem öffent­liche Straßen – nutzen zu dürfen.

Universität und Univer­sitäts­medi­zin Göttin­gen wollen ihre künf­tige Energie­ver­sor­gung unter ökolo­gischen und ökono­mischen Gesichts­punk­ten sowie unter Beibe­hal­tung der hohen Versor­gungs­sicher­heit neu aus­rich­ten. Erd­wärme, vor allem aus großer Tiefe von bis zu 5.000 Metern, könnte dabei in Zukunft einen bedeu­ten­den Beitrag zur zen­tralen Ver­sor­gung des Fern­wärme­netzes liefern. Da über die genauen geolo­gischen Verhält­nisse unter­halb von Göttin­gen ver­gleichs­weise wenig bekannt ist, sind zunächst die Geo­wissen­schaft­ler gefragt: Die nun anste­henden ersten geo­physika­lischen Mes­sungen sollen Grund­lagen liefern, um das Poten­zial der Erdwärme im Sinne einer regene­rati­ven Nutzung abschätzen zu können.

Vor Beginn der eigent­lichen Messun­gen im März wird das Projekt in einer öffent­lichen Infor­mations­veranstal­tung noch einmal ausführ­lich vorgestellt. Dort werden auch Fachleute für Fragen zur Verfügung stehen. Der genaue Termin steht noch nicht fest.
www.uni-goettingen.de/de/3240.html?cid=4868

 

Kriminalität
Landeskriminalamt startet zweite Dunkelfeldstudie
40.000 Bürger/innen werden angeschrieben
Die Kriminologische Forschungs­stelle (KFST) des Landes­kriminal­amtes Nieder­sachsen (LKA NI) führt ab Februar 2015 eine weitere Befragung zum Dunkel­feld der Krimi­nalität in Nieder­sachsen durch. In Deutsch­land einzig­artig, begann das LKA NI schon mit einer ersten Befragung im März 2013, um Infor­mationen über die nicht zur Anzeige gebrachte Krimi­nalitäts­lage in Nieder­sachsen zu erlangen.

Dunkelfeldstudie

Die Erkennt­nisse dieser von Beginn an auf Wieder­holbar­keit ange­legten Studie ergänzen die Polizei­liche Kriminal­statistik um unmit­telbare Erfah­rungen der Bevölke­rung und vervoll­stän­digen so das Bild von der Krimi­nalitäts­lage im Land und schließen bisherige Erkenntnis­lücken.

Um auch weiterhin aktuelle Tendenzen und Entwick­lungen des Krimi­nalitäts­gesche­hens aus Sicht der Bevöl­kerung zu erkennen, schließt sich nunmehr eine weitere landes­weite Befra­gung an. Parallel dazu werden auch Schles­wig-Hol­stein und Mecklen­burg-Vor­pom­mern eine Dunkel­feld­studie nach nieder­sächsi­schem Muster durch­führen, sodass nach Abschluss auch ein Vergleich zwischen den Bundes­ländern möglich sein wird.Weitere Informationen

 

Kunstquartier
Grüne kritisieren Stadtratsbeschluss
OB Köhler: „Projekt von nationaler Qualität“ / CDU/FDP: „Massive Einschnitte für andere“
Pragmatisch-visionslos wenden sich die Göttinger Grünen gegen einen Stadtrats­beschluss zur weiteren Förderung eines Göttinger Kunst­quartiers im Nikolai­viertel, nur „weil sich aus dem Bund ein warmer Geldregen über die Stadt ergießt“ – und lassen damit einen inzwischen inter­national hoch geachteten Verleger und Kunst­förderer ziemlich im provin­ziellen Regen stehen. Sie stehen damit allerdings nicht allein, sondern haben weitere konser­vative Bedenken­träger an ihrer Seite.

Die Kritik der Grünen geht ins Grund­sätzliche: „So begrü­ßenswert die Einrich­tung einer Kunsthalle in Göttingen ist, so frag­würdig ist die Kultur­politik, in deren Kontext die Entschei­dung steht“, meint der Sprecher des Kreisver­bands, Mathis Wesel­mann. Während die Stadt seit Jahren vor allem auf den Bestands­erhalt setze, werde jetzt wegen des „warmen Geldregens“ unter hohem Zeitdruck ein neues Projekt ange­stoßen. Das sei unter solchen Umständen ein proble­mati­sches Signal: Man müsse Verwaltung und Stadtrat schon fragen: „Auf welcher anderen Grundlage als einem positi­vem Bauch­gefühl wurde diese Entschei­dung getroffen?“

„Schwache politsche Lobby“: Top-saniertes Städtisches Museumvs

Woran sich Grüne und andere Kritiker reiben ist, dass der Bestands­schutz für die klei­neren Kultur­ein­rich­tun­gen in Göttin­gen gefähr­det sein könnte. Die bis­herige Umset­zung des Ent­schul­dungs­hilfe­ver­trags und die jüngsten Kür­zungs­vor­schläge bei Stadt­archiv und städti­schem Museum hätten hinrei­chend gezeigt, dass im Zweifel bei den Ein­rich­tungen mit der schwächs­ten politi­schen Lobby gespart würde.

Weselmann fordert daher eine offene Debatte über die Kultur­förde­rung der Stadt – es wäre nicht die erste. Der Fokus solle von der Förde­rung großer Spiel­stätten auf den Aufbau einer Infra­struktur für Kultur­schaf­fende verla­gert werden: „Wir sollten nicht so stark den Konsum von Kunst subven­tionie­ren sondern Kreati­vität fördern.“ So sei bei­spiels­weise eine stärkere Ver­knüp­fung von städti­scher Theater­land­schaft und freier Theater­szene wün­schens­werter als die Sub­ventio­nie­rung von Ein­tritts­preisen. Die bis­herige Förder­praxis müsse gerade bei den großen Kultur­ein­rich­tun­gen hinter­fragt werden. Das Göttinger Sym­phonie­orches­ter werde beispiels­weise zu über 50 Prozent aus städti­schen Mitteln finan­ziert, spiele aber zu 60 Prozent in anderen Städten. Dies müsse offen disku­tiert werden. Aller­dings geht Wesel­mann nicht darauf ein, wie anders eine solche Kultur­ein­rich­tung den – nicht zuletzt auch durch die Politik vor­gege­benen – zu erwirt­schaften­den Eigen­anteil herein­bekom­men soll, wenn nicht durch Auftritte in der Region.

Wegen der Deckelung der freiwilligen Leistungen auf 3,24 Pro­zent des Haus­halts, anderer­seits aber regel­mäßi­ger Ste­ige­rungs­raten bei den Zuschüs­sen von Deut­schem Theater und Sym­phonie Orchester beob­achtet der Verein KUNST die Dis­kus­sion um die Finan­zie­rung des geplan­ten KuQua zwar „mit großem Inter­esse, aber auch mit Sorge“. Grund­voraus­set­zung dafür sei aller­dings, dass das zu erstel­lende Kon­zept durch­dacht und gerade auch im Hin­blick auf die ent­stehen­den Kosten über­zeu­gend und belast­bar sei, heißt es in einer Erklä­rung des Vereins, die wäh­rend der KUNST-Gala in der Stadt­halle verle­sen wurde.Weitere Informationen

Weselmann weiter: „Die Frage ist nicht so sehr, ob wir alle großen Kultur­einrich­tungen in der jetzigen Form am Leben halten könnten – wir können es wahr­schein­lich nicht –, sondern ob das über­haupt das richtige Ziel wäre.“ Göttingen also als Stadt, die Wissen schaft – aber in puncto Kultur kleine Brötchen backend vor sich hin­dümpelt? Ober­bürger­meister Rolf Georg Köhler hat in seinem nur wenige politische Akzente setzenden Neujahrs­grußwort am 6. Januar in der Stadthalle zumindest bei diesem Thema klar Stellung bezogen und dagegen­gehalten: „Dass wir im Augenblick noch nicht auf alle Fragen eine Antwort haben, kann doch nicht bedeuten, sich von diesem Projekt nationaler Qualität zu verab­schieden, von einem Projekt, das auch ein städte­bauliches Signal für die südliche Innen­stadt bedeutet.“ Insofern gelte es auch, Prioritäten zu setzen: „Wenn wir ein neues Projekt umsetzen, eine neue Aufgabe über­nehmen wollen, müssen wir uns im Zweifels­fall von einem alten Projekt trennen, müssen wir auf eine andere Aufgabe verzichten.“

DownloadGleichwohl kann es nicht schaden, dabei auch die Mehrheit der Bürger hinter sich zu wissen. Die Rede von Rolf Georg Köhler können Sie hier im Wortlaut nachlesen.

CDU/FDP-Gruppe warnt vor weiteren teuren Risiken
CDU und FDP im Göttinger Rat warnen ebenfalls bereits seit längerem vor nicht abseh­baren finan­ziellen Risiken durch das geplant Kunst-Quartier. Sie fühlen sich darin „durch qualifi­zierte Kritik von sachkun­digen Bürgern in Leser­briefen und Anschreiben in ihrer Ablehnung bestätigt. Im Verlauf der Debatte seien zudem neue Probleme und Gefahren aufgetaucht, die im Zweifel wiederum zu Lasten anderer Göttinger Kultur­institu­tionen gehen würden. „Zudem werden, wie bei der Debatte um den künftigen Standort des Städtischen Museums, bisherige Entschei­dungen ins Gegenteil verkehrt, zunächst zielge­richtet inves­tierte Gelder werden dann wohl sinnlos in die Luft geblasen worden sein,“ heißt es in einer Stellungnahme.Weitere Informationen

 

Verbraucherzentrale Niedersachsen
Mehr als 111.000 Ratsuchende in 2013
Mehr als 111.000 Verbraucher in den Beratungs­stellen, am Ver­brau­cher­telefon, per Brief, Mail oder bei Vorträgen suchten im vergangenen Jahr Rat und Hilfe bei der Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen als Anlauf­stelle zu allen Aspekten des Ver­brau­cher­alltags. Ob unbe­rechtigte Inkasso­forde­rungen, Abmah­nungen wegen Urheber­rechts­ver­stößen, unter­gescho­bene Verträge an der Haustür oder am Telefon oder Ärger mit dem Strom- bzw. Tele­kommu­nikations­anbieter: Fragen zu Ver­brau­cher­recht, Telefon und Internet waren im vergan­genen Jahr unver­ändert hoch. Das ist u.a. ein Ergebnis der Jahres­bilanz 2013.

B3 VZN Göttingen
Themen der Göttinger Beratungsstelle 2013Grafik: VZN

Die seit dem vergangenen Jahr endlich wieder auf 1,5 Mio. Euro jährlich erhöhte Finanz­hilfe des Landes stellt erst­malig seit vielen Jahren die Ver­brau­cher­schützer wieder auf eine halbwegs solide Basis. Mit der gesetz­lich abge­sicher­ten Förde­rung könne man die erfolg­reich einge­leitete Struktur­reform weiter voran­bringen und mit der Bünde­lung von Beratungs­kompe­tenz in den neuen Regional­zentren biete die Ver­brau­cher­zen­trale Ratsu­chenden ein zukunfts­fähiges und modernes Erschei­nungs­bild mit verbes­sertem Service und Ange­boten“, resumiert Geschäfts­führerin Petra Kristandt. Zuvor hatte die Ver­brau­cher­zen­trale längere Zeit mit Mittel­kürzun­gen durch die Politik zu kämpfen, die landes­weit zu etlichen Schlie­ßungen von Bera­tungs­stellen führten.

Randolph Fries ist im Juli zum neuen Vorsit­zenden gewählt worden. Der Geschäfts­führer des Deutschen Mieter­bundes Nieder­sachen-Bre­men e.V. und bisherige stellver­tretende Vorsit­zende über­nimmt damit das Amt von Sigrid Leuschner, die nicht mehr kandi­dierte. Leuschner führte die Organi­sation zwanzig Jahre lang: „Mit ihrer lang­jährigen politi­schen Erfah­rung als Mitglied des nieder­sächsi­schen Land­tages hat sie sich vor allem in den immer wieder bedroh­lichen Finanz­situatio­nen souverän bei der Landes­regie­rung für die Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen stark gemacht. Sie hat maßgeb­lich dazu beige­tragen, dass die Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen heute finan­ziell besser aufge­stellt ist“, würdigte der neue Vorsit­zende die Arbeit seiner Vorgän­gerin.

Aktuell auf der Tages­ordnung der Ver­brau­cher­schützer steht das Thema Frei­handels­abkom­men TTIP (Trans­atlanti­sche Handels- und Inves­titions­partner­schaft) zwischen der EU und den USA. Zu befürchten steht eine deut­liche Aufwei­chung der Stan­dards beim Ver­brau­cher­schutz (z.B. der Sicherheit und Hygiene bei Lebens­mitteln), weshalb die Mit­glieder­versamm­lung eine Reso­lution zu TTIP verab­schie­det hat. Damit unter­stützen die Dele­gierten die Landes­regie­rung in ihren Forde­rungen gegen­über der EU-Kommis­sion und appel­lieren an die Bundes­regie­rung, sich für bewährte Ver­brau­cher­schutz­stan­dards einzu­setzen. „Wir fordern u.a. mehr Trans­parenz und die Beibe­haltung des Vorsorge­prinzips. Es gilt, Schäden vorzu­beugen und nicht wie in den USA, Schäden teuer zu repa­rieren. Dies ist ein Grund­prinzip in der EU-Wirt­schafts-ordnung, an dem nicht gerüttelt werden darf“, betont Vorsit­zender Randolph Fries. Sein eben­falls neu gewählter Stellver­treter Ulrich Gransee ergänzt: „Besorg­niserre­gend ist auch, dass künftig Ver­brau­cher­rechts­stan­dards als Eingriff in die Geschäfts­interes­sen von trans­national agierenden Unter­nehmen ange­sehen und diesen Unter­nehmen Sonder­rechte einge­räumt werden.“ Die Gewähr­leistung der wirtschaft­lichen Selbst­bestim­mung der Ver­brau­cher­ werde dadurch in hohem Maße in Frage gestellt.
Der Jahresbericht 2013 der Verbraucherzen­trale Niedersachsen steht als Download unter www.verbraucherzen­trale-niedersachsen.de/Jahresberichte zur Verfügung.

 

Busliniennetz
SPD: Nachbesserungen erforderlich
Nach Auskunft der SPD-Fraktion erreichen diese vermehrt Beschwer­den und Änderungs­wünsche von Bürger/in­nen zum „Neuen Linien­netzplan“ der Göttin­ger Verkehrs­betriebe (GöVB). Leser­briefe in der Tages­presse deuten ebenfalls darauf hin, dass für die Nutzer oder poten­ziellen Nutzer nicht alles zur Zufrie­denheit verläuft. Deshalb soll sich der Bauaus­schuss zeitnah mit den einge­gan­genen Beschwer­den beschäf­tigen, fordert die Fraktion.

 
Entschärft: Pulkfahrten in der InnenstadtFoto: vs

Frank-Peter Arndt (Foto: SPD), SPD-Fraktions­vorsit­zender, nennt als Beispiel eine feh­lende direkte Verbin­dung vom Senioren­heim am Inge­borg-Nahn­sen-Platz in die Innen­stadt, was zu Recht von den Bewoh­nern bemän­gelt werde, „aber auch andere Linien­führun­gen stehen in der Kritik.“

Arndt

Die SPD-Ratsfrak­tion hatte be­reits in der Bau­aus­schuss­sit­zung vom 20. No­vem­ber Ver­wal­tung und Göt­tin­ger Ver­kehrs­betrie­be aufge­for­dert, kurz­fristig auf die Bürger­beschwer­den und -anre­gun­gen zum neuen Bus­linien­netz zu ant­wor­ten und, soweit mög­lich, Abhilfe zu schaf­fen. In der nächs­ten Sit­zung des Aus­schus­ses am 4. Dezem­ber soll darüber Bericht erstat­tet werden, welche Bür­ger­beschwer­den es gab und wie mit den Be­schwer­den und Anre­gun­gen umge­gan­gen wurde – und gege­benen­falls welche Pro­blem­lösun­gen es diesbe­züg­lich gab. Arndt: „Es kann nicht sein, dass die Ver­wal­tung und die GöVB auf berech­tigte Beschwer­den der Bürge­rin­nen und Bürger nicht rea­giert und schweigt.“

Allerdings ist die erhebliche logistische Heraus­forde­rung, wie sie ein völlig umge­krem­peltes Linien­netz darstellt, gerade mal ein paar Wochen alt – eigentlich zu kurz, um bereits validier­bare Aussagen darüber treffen zu können, ob es sich bewährt oder nicht. Eine Balance zu finden zwischen halbwegs vertret­baren Millionen­subven­tionen des öffent­lichen Nahver­kehrs und einer optimalen Anbin­dung für das Indivi­duum wird zwangs­läufig immer zu Kompro­missen führen müssen. Kurz­fristige Reak­tionen auf Kritik mögen vielleicht den ein oder anderen Nutzer zufrieden stellen, für andere wiederum Nachteile mit sich bringen. Ein jeder­mann befriedi­gendes Netz gab es bereits in der Vergan­genheit nicht und wird wohl auch in Zukunft illuso­risch bleiben. Schnell­schüsse sind da sicher fehl am Platz.

 

Europäische Woche der Abfallvermeidung
Heute schon Lebensmittel weggeschmissen?
235 Euro landen jährlich im Müll
Bei der diesjährigen Europäischen Woche der Abfall­vermei­dung vom 22. bis 30. November liegt der Fokus auf dem Thema Lebens­mittel­verschwen­dung. Zum fünften Mal werden in den europäi­schen Mitglied­staaten Aktionen veran­staltet, die Beispiele geben für Abfallver­meidung, Wieder­verwen­dung und Recycling in Industrie, Gewerbe, Haushalt und in Behörden.

 
235 Euro jährlich pro Haushalt: LebensmittelentsorgungMontage: vs

Mit rund 280 Aktionen beteili­gen sich bundes­weit über 145 Entsor­gungs­unter­nehmen, Behörden und Ver­wal­tun­gen, soziale Einrich­tun­gen, Ver­brau­cher­zentra­len, Unter­nehmen und Einzel­per­sonen an der Woche – darunter auch die Göttinger Entsor­gungs­betriebe (GEB). Neben Presse­mittei­lungen werden Bera­tungs­stände über Bildungs­ange­bote oder auch Tausch- und Ver­schenk­börsen angeboten.

Ähnlich der Vermüllung mit Kunst­stoff­(tüten) hat das Wegwerfen unver­dorbe­ner Lebens­mittel mittler­weile enorme Ausmaße ange­nom­men. Jeder Haushalt wirft im Durch­schnitt jährlich Lebens­mittel im Wert von 235 Euro weg. Das sind etwa 82 Kilo Brot, Obst, Gemüse, Milch- und Fleisch­produkte sowie andere essbare Waren. Etwa 53 Kilo davon – also mehr als zwei Drittel – sind vermeid­barer Abfall. Darüber hinaus werden bundes­weit noch weitere etwa 100.000 Tonnen Lebens­mittel und Speise­abfälle aus Gastro­nomie, Catering, Mensen, Kranken­häusern und Schulen und aus Super­märkten oder der Lebens­mittel­indus­trie entsorgt.

Weltladenregal

Diese Verschwendung von Lebens­mittel geschieht häufig gedan­kenlos und ist zudem auch über­flüssig. „Wer das Weg­werfen von Lebens­mitteln verhin­dert, spart nicht nur Geld und vermeid­bare Abfälle, sondern schont auch Ressour­cen und leistet einen Beitrag zur Bekämp­fung des Hungers“, meint die Presse­spreche­rin der GEB, Maja Heindorf. Zur Abfall­vermei­dung in diesem Sinne gehört deshalb nicht nur eine bedarfs­gerechte Einkaufs­planung, sondern auch eine vernünf­tige Lager­haltung und Aufbewah­rung, um die Haltbar­keit von Lebens­mitteln zu verlängern. Mit der zu Unrecht bei einigen verpönten soge­nannten „Reste­küche“ ließe sich dem Problem „Wohl­stand­müll“ durchaus zu Leibe rücken, sind doch manche leckeren National­gerichte eben daraus entstanden – Paella etwa oder die Rata­touille. Eintöpfe lassen sich ebenso gut dafür einspannen wie etwa auch Spaghetti, die für so ziemlich jede Beigabe gut sind („Spaghetti con resti di cibo“).

Überflüssige Lebensmittel könnte man aber beispiels­weise auch an Nachbarn und Freunde verschen­ken, rät Maja Heindorf. Größere Mengen aus Betrieben sollten bei der Göttinger Tafel landen. Über das Internet­portal www.foodsharing.de können Händler, Produ­zenten, Gastronome und natürlich auch Privat­personen über­schüssige Lebens­mittel kostenlos anbieten und abholen lassen. Im Eingangs­bereich des Göttinger Weltladen­cafés in der Nikolai­straße 10 steht übrigens ein Food­sharing-Regal (Foto: GEB), eine Initiative von Foodsharing e.V., für Lebens­mittel­spenden bereit.

Wirklich verdorbene Lebens­mittel gehören natürlich nach wie vor in die Biotonne, aber das ist, wie gesagt, nur ein Drittel dessen, was tatsächlich dort landet.
Kontakt GEB: Tel. 4005 400.

 

VZN-Grafik <leer>
Die 6 am häufigsten genannten Angaben, was Verbraucher auf den ersten Blick auf einem Eti­kett erkennen wollen (grün) und auf was sie beim Kauf besonders achten (gelb)<leer>Grafik: Lebensmittelklarheit

Studie
Verbraucher wollen wissen,
woher ihr Essen kommt

Eine Studie des Verbraucherschutz-Portals Lebensmittel­klarheit hat gezeigt, dass die überwie­gende Zahl der Befragten konkrete Angaben darüber wünscht, woher ihre Lebens­mittel stammen. Verbrau­cher wollen sich beim Einkauf schnell orientieren können – aber an Hinweisen, die vom Inhalt auch tatsäch­lich einge­löst werden. Was drauf ist, muss drin sein, was drin ist, muss drauf stehen und was drauf steht, muss verständ­lich sein. Das dies längst nicht immer so ist, zeigen die Beispiele in der linken Spalte auf dieser Seite.

„Hergestellt für …“ – diese Angabe reicht Verbrau­chern nicht. Statt­dessen interes­sieren sie sich insbe­son­dere bei tierischen Lebens­mitteln für den Ort, an dem Tiere gehalten und gemästet wurden. Bei frischem Obst und Gemüse erwarten sie Angaben dazu, in welchem Land es geerntet wurde. 69,2 Prozent der Befragten geben an, sie vertrauten Lebens­mitteln mehr, wenn bei diesen die Herkunft ange­geben werde.

Die Verwendung von Länder­symbolen auf Verpa­ckungen nehmen Verbrau­cher sehr ernst. Sowohl Flaggen als auch Formu­lierungen wie zum Beispiel „alla Genovese“, die auf eine bestimmte Herkunft schließen lassen, werden an konkrete Herkunfts­erwar­tungen geknüpft. Wichtig ist daher, dass ein verläss­liches und über­sicht­liches System zur Herkunfts­kennzeich­nung geschaf­fen wird.

Verbraucher haben auch konkrete Vorstel­lungen, wie eine ver­braucher­freund­liche Produkt­gestaltung aussehen sollte: Name, Bezeich­nung, Produkt­bild, Netto­füllmenge, Marke und MHD gehören laut der jüngsten repräsen­tativen Studie im Rahmen von Lebens­mittel­klarheit auf die Vorder­seite eines Produkts. Der Verband hat aus diesen Wünschen die ideale infor­mative Produkt­verpackung erstellt (Abb.).
www.lebensmittelklarheit.de

 

Dispozinsen
Kunden zahlen immer noch bis zu 14,25 Prozent
Intransparenz bei vielen Banken / „Beratungsresistenz“ in Göttingen
Bankkunden zahlen immer noch bis zu 14,25 Prozent Dispozinsen, wenn sie ihr Konto überziehen, obwohl sich Banken und Sparkassen für weniger als ein Prozent Geld bei der Europäi­schen Zentral­bank leihen können. Dennoch haben die jähr­lichen Erhe­bungen der Stiftung Waren­test Wirkung gezeigt: Knapp 250 von 1504 unter­suchten Banken haben ihren Dispozins seit dem Vorjahr um mindes­tens einen Prozent­punkt gesenkt. Nicht so die Sparkasse Göttingen, die seit langem in der Kritik der Öffent­lich­keit steht. Einige Banken erheben dafür jetzt höhere Konto­führungs­gebüh­ren, um sich an den Kunden schadlos zu halten.

 
Goldene Eier legende Wollmilchsau: DispozinsenFoto:VZN

Die Tester ermittelten Zinsunter­schiede von fast 10 Prozent­punkten. Der Durch­schnitt der Dispo­zinsen liegt bei 10,65 Prozent. Einige Banken versuchen beim Dispo besser auszu­sehen als sie sind. Sie bieten günstige Dispo­zinsen nur für Giro­konten mit hoher Konto­führungs­gebühr. Sehr viele Banken veröf­fent­lichen den Dispozins nach wie vor nicht im Internet, so dass für Kunden kaum ein Vergleich möglich ist. Auch ein Preis­aus­hang vor Ort war nicht immer auffindbar, obwohl die Banken gesetz­lich dazu verpflichtet sind, ihn in der Filiale auszu­hängen. Die Ausreden der Mitar­beiter waren aben­teuer­lich: Man kenne den Dispozins selbst nicht oder teile ihn erst nach der Eröff­nung eines Kontos mit. Oft sind es teure Banken, die den Kunden die Höhe des Zinses für die Überzie­hung ihres Kontos ver­schwei­gen.

In Göttingen sticht innerhalb Nieder­sachsens insbe­sondere die Sparkasse immer wieder als „Leucht­turm­projekt“ negativ hervor. Nach einem Marktcheck der Ver­braucher­zentrale Nieder­sachsen steht sie – nicht zum ersten­mal – mit an der Spitze bei den Wucher­zinsen. Erst kürz­lich hatte sich die SPD-Land­tagsab­geord­nete Gabriele Andretta das Geldinstitut vor­genom­men: Ange­sichts eines histo­risch niedri­gen Leitzins­niveaus von 0,15 Prozent gehe es bei einem Dispozins von aktuell 12,49 Prozent und Über­ziehungs­zinsen von 16,99 Prozent letztlich „um nichts anderes als um das beden­ken­lose Abkas­sieren bei Men­schen, die den Banken auf Gedeih und Verderb ausge­liefert sind“. Diese Zahlen sind nicht einmal einen Monat später bereits überholt: Mittler­weile müssen Geldins­titute sogar einen nega­tiven Zins bezahlen, wenn sie ihr Geld bei der Euro­päischen Zentral­bank (EZB) parken statt es unter die Leute zu bringen und können sich sogar zu 0,05 Prozent refinan­zieren, bekommen das Geld also hinter­herge­schmis­sen. Der Verbrau­cher profi­tiert von all dem nicht.

„Weil wir anders sind“ – auch bei den Dispo-Zinsen: aktuelle Werbung der Sparkasse GöttingenScreenshot (29.09.2014)

Mit mehr als diffusen Begrün­dun­gen ver­sucht etwa die Spar­kasse dage­gen­zuhal­ten, merkt aber dabei nicht einmal, wie sie weiter an ihrem Nega­tiv-Image feilt: „Gerade auch im Zusam­men­hang mit den Kredit­wün­schen unserer Kunden legen wir sehr hohen Wert auf eine indivi­duelle, ganzheit­liche und faire Bera­tung“, erklärt deren Sprecher Michael Rappe – und eben auch auf einen indivi­duellen, nahezu konkur­renz­los hohen Zins­satz. Merk­würdig dabei ist, dass just zu dem Zeitpunkt, wo der EZB-Zinsatz sinkt, die internen Kosten des Geld­hauses offenbar immer in dem­selben Maße zu steigen scheinen, sodass man – leider, leider – den Kosten­vorteil nicht an die Kund­schaft weiter­reichen kann.

Mit einem am „öffent­lichen Auftrag orien­tierten Bera­tungs- und Kredi­tierungs­verhal­ten“ hebe man sich ganz bewusst und deutlich von günstigen Spezial­anbie­tern, aber auch von der Mehrheit der profit­orien­tierten Groß­banken ab, so Rappe weiter, ist also bewusst deutlich ungüns­tiger. Der PR-Mann verweist zudem auf die Mild­tätig­keit seines Hauses: Die Sparkasse nehme immerhin „grund­sätzlich für jeden Kunden“ eine Girokonto­einrich­tung vor, auch wenn sie nicht profi­tabel sei, wie z.B. bei derzeit etwa 1.100 „Giro­konten für Jeder­mann“ sowie etwa ebenso vielen Pfän­dungs­schutz­konten, was jährliche Zuschuss­beträge von etwa einer halben Million Euro erfor­dere. Das kann man glauben, nach­voll­ziehen kann man es nicht. Weitere Zahlen nennt Rappe nämlich nicht. Wie sich solch hohe Verwal­tungs­kosten (227,00 Euro pro Konto) zusam­men­setzen, darauf bleibt er die Antwort schuldig, es würde vielleicht auch dem Vorwurf der Stiftung Waren­test nach weit­verbrei­teter Intrans­parenz ent­gegen­stehen.

Mehr Transparenz einfor­dern könnten hin­gegen jene vom Göt­tinger Rat gestell­ten Mitglie­der im Verwal­tungs­rat der Spar­kasse Göttin­gen (SPD: Wolfgang Meyer, Frank-Peter Arndt, Helmi Behbe­hani; CDU: Brigitte Eiselt, Fritz Güntzler sowie Prof. Dr. Christian Schrader, auf Vorschlag der Grünen), die der Geschäfts­führung ein wenig auf die Finger sehen sollen – wenn sie sich denn nicht als bloße Abnicker und Aussitzer verstehen würden. Zwar ist es richtig, dass sich diese Mitglieder nicht in das ope­rative Geschäft einmi­schen dürfen, wenn es aber um das Ansehen und äußere Erschei­nungs­bild geht, welches zudem auf die Stadt als Ganzes zurück­fällt, dann sind sie sehr wohl gefordert. Zu hören ist von ihnen jedoch so gut wie nichts, obgleich ein Grum­meln über die Zins­politik der Spar­kasse Göttingen quer durch alle Reihen der Ratsfrak­tionen zu verneh­men ist und auch inner­halb der Verwal­tung immer wieder mal anklingt. Beim unge­störten Einsam­meln ihrer Sitzungs­gelder ziehen sie sich jedoch auf die Argu­men­tation zurück, man habe ja keinerlei Weisungs­recht gegen­über der Spar­kasse. So jeden­falls reagierte der Rat bereits 2012 auf einen entspre­chenden Vorstoß der Linke-Rats­fraktion.

Das ist zumin­dest schein­heilig. Keinem Verwal­tungsrat­mitglied ist es verwehrt, immer und immer wieder das unan­ständige Gebaren eines Vorstandes mora­lisch anzu­pran­gern statt sich wegzu­ducken, dies explizit ins Proto­koll aufneh­men zu lassen und auch der Öffent­lichkeit davon Kenntnis zu geben – Geschäfts­geheim­nisse verra­ten werden dadurch jeden­falls nicht.

 
„Beratungsresistenz des Vorstandsvorsit­zenden“: Kontrahenten Becker und Hald (rechts)Foto: Archiv

Auch die Göttinger Rats-Grünen, klagt Fraktions­vorsit­zender Rolf Becker, hätten „mit einem Brief an den gesam­ten Vorstand, in persön­lichen Gesprä­chen und durch Ver­hand­lun­gen im Verwal­tungs­rat lange versucht, den Vorstand zur Sen­kung der Zinssätze zu bewegen, aber er beharrt auf seiner unso­zialen Zins­politik“. Becker nennt die Erklä­rungs­versu­che der Spar­kasse „wenig über­zeu­gend bis zynisch“. Dies gelte vor allem für den beschwich­tigen­den Hinweis, bei länger­fristi­gem Über­ziehungs­bedarf könne man ja einen zins­günsti­geren Privat­kredit aufneh­men: „Gerade Menschen mit geringen finan­ziellen Mitteln haben oft keine realis­tische Chance, einen solchen Kredit zu erhalten, weil sie den Nachweis der Kredit­würdig­keit nicht erbrin­gen können.“ Ange­sichts der „nur schwer zu ertra­gen[den] Beratungs­resis­tenz des Vor­stands­vorsit­zenden Rainer Hald“ hofft Becker auf Rolf-Georg Köhler (SPD), „der als neuer Göttinger Ober­bürger­meister auch den Vorsitz im Verwal­tungsrat über­nehmen wird und die Sparkasse aus eige­ner beruf­licher Erfah­rung von innen kennt“.

Zumindest solange wird sich an der Beratungs­resistenz des Vor­stands­vorsit­zen­den vor­aus­sicht­lich nichts ändern – jedenfalls nicht mit den derzei­tigen Verwal­tungs­ratsmit­gliedern. Andere Geldins­titute übrigens haben Über­ziehungs­kredite inzwi­schen ganz abge­schafft.
Dass es für Anleger noch halbwegs attraktive Auswege aus der Zinsmisere gibt, hatte kürzlich erst die Stiftung Waren­test bei einer Unter­suchung von 41 Bankspar­plänen ermittelt und dabei überra­schend gute Kondi­tionen entdeckt – mit zum Teil mehr als 3 Prozent Rendite.
DownloadDer Test Dispozinsen ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest erschienen. → www.test.de/dispo
Eine Tabelle der günstigsten und teuersten überregionale Banken und Direktbanken können Sie hier herunterladen.

 

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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft


Politik und Verwaltung

Verwaltung
Ausschuss- und Ortsratssitzungen
Ortsrat Groß Ellershausen /
Hetjershausen / Knutbühren:
28. Mai
Ortsrat Geismar: 28. Mai

Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1

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Aktuell
Vollsperrung der Autobahn aufgehoben
Die seit heute (22.05.) Nacht erfolgte Vollsperrung der BAB zwischen den Anschlussstellen Northeim-Nord und Nort­heim-West ist wieder aufgehoben worden. Zwei Fahr­spuren sind jedoch weiterhin gesperrt.

Kita-Streik geht weiter
Fast überall Notgruppen/3 Kitas heute geschlossen
pdg — Die Auswirkungen der Streikmaßnahmen werden auch in der Woche nach Pfingsten in den städtischen Kinder­tagesstätten zu spüren sein. Nach Mitteilung der Stadt­ver­waltung wird es aber möglich sein, in fast allen der 13 städtischen Einrich­tungen ab 26. Mai Notgruppen einzu­richten. Leidglich im Ernst-Fahl­busch-Haus wird es ein solches Angebot erst ab 27. Mai geben. Die Kita Grone wird als einzige städtische Tages­stätte die ganze Woche über komplett geschlos­sen bleiben. Am Freitag, 22. Mai werden die Kitas Weende-Nord, Grone und das Ernst-Fahlbusch-Haus bestreikt. In allen anderen Einrich­tungen gibt es Notgruppen.

Pfingsten
Terminverschiebungen
pdg — Die Termine zur Abfuhr der Abfalltonnen und die Samm­lung der gelben Säcke verschie­ben sich in der Zeit von Pfingst­montag, 25.05., bis Freitag, 29.05., um jeweils einen Tag nach hinten.
Die Tourist Information im Alten Rathaus hat an den beiden Pfingst­feiertagen jeweils von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Das Städti­sche Museum am Ritter­plan ist für Besu­cher/in­nen am Pfingst­sonn­abend und -sonn­tag jeweils zwischen 11.00 und 17.00 Uhr zugäng­lich. Die Stadt­biblio­thek bleibt am Pfingst­montag, 25. Mai, ge­schlos­sen.

Göttingen setzt Zeichen
Flüchtlinge Willkommen-Fest
und Mahnwache

Am 25.04. ab 13 Uhr findet das Göttinger Flüchtlinge Willkommen Volksfest am Gänseliesel statt.
Um 13 Uhr beginnt eine Gedenkfeier an die im Mittelmeer ertrunkenen EU-Grenztoten. Wenn genug Leute zusammen kommen, gibt es eine Überraschungsaktion. Wer möchte, bringt hierfür bitte für jeden im Mittelmeer gestorbenen Flüchtling einen (Kiesel)stein mit und als Symbol der Trauer ein Gänseblümchen.

Demokratie vor Ort erleben
MdB Güntzler bietet Mitfahrt nach Berlin
Der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) bietet am 28. Mai eine Tagesfahrt nach Berlin an. Es gibt noch freie Plätze. Neben dem Besuch des Reichstags­gebäudes und einem Infor­mations­vortrag findet auch ein Gespräch mit dem Abgeord­neten statt. Für die Fahrt wird ein Eigen­anteil von 10€ pro Mitfahrer erhoben. Interes­senten werden gebeten, sich ab Montag, 18. Mai, um 9 Uhr über das Wahlkreis­büro von für die Fahrt anzu­melden. Telefon: 73888 oder Email: fritz.guentzler.wk@bundestag.de. Dort gibt es auch weitere Informationen.

Amtsblatt No 7
pdg — Um den Aufstellungsbeschluss für die 2. Änderung des Bebauungsplans Göttingen Nr. 141 „Nikolaikirche“ und die frühzeitige Bürgerbeteiligung für die zweite Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans Göttingen-Weende Nr. 34 „An der Lutter“ (Termin am Mittwoch, 27. Mai, 17.00 Uhr, Neues Rathaus, Sitzungsraum 1118) geht es in der siebten Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen.
Das Amts­blatt ist kosten­los im Info-Büro im Neuen Rat­haus, im Alten Rat­haus, in der Stadt­biblio­thek sowie in den Verwal­tungs­stellen Geismar, Grone und Weende erhält­lich und im Inter­net unter www.goettingen.de Rathaus & OB Rat & Ortsräte Amts­blatt zu finden.

Ferienprogramm / Cheltenham-Festival
Stadt sucht Betreuer/innen
und Gastgeber-Familien

Ferienkalender erschienen
pdg — Für die Betreuung von sechs- bis zwölfjährigen Kin­dern während der Ferien­aktionen der Stadt in der Zeit vom 27. Juli bis zum 14. August dieses Jahres sucht die Verwal­tung noch qualifi­zierte Betreuer/innen.
Darüber hinaus werden Gastgeber-Familien gesucht: für das Cheltenham-Festival vom 25. bis 31. Juli.Weitere Informationen
Inzwischen ist auch der Ferienkalender erschienen mit vielen interessanten Angeboten des Fachdienstes Jugend­arbeit/ Jugendförderung der Stadt Göttingen für die fünf- bis 14-Jährigen aus Stadt und Landkreis, die nicht verreisen werden. Er bietet von Mach-Mit-Aktionen über die Tagesbetreuung, Kurse, Besichtigungen und Tagesfahrten bis zu einer Wochenfreizeit auf dem Schulbauernhof in Hevensen ein reichhaltiges Programm. Die Broschüre wird über die Göttinger Schulen verteilt und liegt in vielen öffentlichen Einrichtungen sowie in der Sparkassen-Zentrale am Markt aus.
Anmeldungen ab sofort unter Tel. 400-2689 und 400-3291 bei Marlon Becker oder online unter www.ferien-goettingen-anmeldung.de

Elektroschrott
Sammelcontainer verschwinden wieder
Aufgrund einer strengeren Gesetzeslage wird der Modell­versuch zur dezen­tralen Erfassung von Elektro­klein­geräten in Depot­contai­nern in der letzten Mai­woche wieder beendet. Neurege­lungen im Elektro­geräte­gesetz in Verbin­dung mit verän­derten Richt­linien für den Güter­trans­port auf Grundlage des Euro­päischen Überein­kom­mens über die interna­tionale Beför­derung gefährli­cher Güter auf der Straße verbieten die Fortset­zung der Con­tainer-Samm­lung. Haupt­grund sind die zuneh­mend in Elektro­geräten enthal­tenen leistungs­starken Lithium­batterien und -akkus. Bei Beschä­digung, verursacht durch das Einwerfen oder Entleeren der Container, steigt die mögli­che Gefahr von Kurz­schlüssen und Bränden. Elektro­schrott kann jedoch weiter­hin auf dem Recycl­inghof abge­geben werden.

Elliehausen
Bürgerversammlung
beeindruckt Verwaltung

pdg — Den in Informationsveranstaltungen für Anlieger zum geplanten Ausbau „Am Eikborn“ in Elliehausen vor­getra­genen Bedenken und Anre­gungen will die Verwaltung gründlich nach­gehen. Deshalb wird es im Früh­jahr 2016 nicht zu den vorgese­henen Baumaß­nahmen im Straßen­abschnitt zwischen „In der Klappe“ und „Am Gesund­brunnen“ kommen. Nach Angaben der Stadtver­waltung haben auch die Göttinger Entsor­gungs­betriebe und die Stadtwerke Göttingen AG mitgeteilt, dass eine Verschie­bung der Baumaß­nahme aus ihrer Sicht unproble­matisch sei.

ADFC-Fahrradklimatest
Göttingen holt auf
pdg — Göttingen ist am Ende des ADFC-Fahrradklimatests 2014 in Berlin als „Aufholer“ ausge­zeichnet worden. Zu den „Auf­holern“ zählen Städte, die sich gegen­über dem Test 2012 in Sachen Fahrrad­freund­lichkeit am meisten verbes­sern konnten. Spitzen­plätze nehmen u.a. Münster, Karls­ruhe, Frei­burg, Erlan­gen, Olden­burg, Ingol­stadt, Bocholt, Nord­horn und Wesel ein. Die Aus­zeich­nung haben in der Bundes­haupt­stadt Bürger­meister Ulrich Hole­fleisch und Stadt­baurat Thomas Dienberg ent­gegen­genom­men.Weitere Informationen
www.adfc.de/fahrradklima-test

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wird gern zitiert und verlinkt
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Übrigens: Seriöse Links iden­tifi­ziert man durch eine mit Da­tum verse­he­ne Quel­len­an­gabe und gibt der zitierten Quelle davon auch Kenntnis.

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* Bei der Anfertigung webtauglicher PDFs sind wir Ihnen auf Wunsch gern behilflich.

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Wirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft

Bahn AG
Rosdorf erhält Anschluss ans Netz
Zwei neue alte Haltepunkte, nämlich Rosdorf und Ver­liehau­sen, will die Bahn nach Auskunft des Wirt­schafts­minis­terium in Hannover wieder reaktivieren und damit einer fatalen Tendenz der letzten Jahre und Ausfluss der negativen Begleitumstände von Privati­sierung etwas entgegen­wirken. „Nach der Wieder­aufnahme des Zugver­kehrs zwischen Einbeck Mitte und Göttingen ist dies der zweite positive Akzent, der für unsere Region gesetzt wird“, lobt der neue Regional­vorsitzende von PRO BAHN, Michael Reinboth. Nun müssten zielstrebig die plane­rischen Vor­aus­setzungen vor Ort geschaffen, z.B. der kommunale Anteil von 25 Prozent in den Kommunalhaushalten untergebracht werden: „Ein Bahnhaltepunkt ist von großem Vorteil für eine Kommune. Das bekommt man nicht geschenkt.“

Arbeitsmarkt Südniedersachsen
Arbeitslosenzahl geht weiter zurück
Auch im April sank die Zahl der Arbeitslosen in Süd­nieder­sachsen, so dass sich die positive Entwick­lung der letzten Monate fort­schreibt. Im Vergleich zum März waren 495 Menschen (3,2%) weniger arbeitslos gemeldet, im Vergleich zum Vorjahres­monat sank die Zahl sogar um 1.029 (6,4%). Die Arbeits­losen­quote im Agentur­bezirk beträgt 6,4% und liegt da-mit 0,4 Prozent­punkte unter dem Vor­jahres­wert. Weitere Informationen

Arbeitsmarkt
Nur noch leicht positiv
Die Arbeitsagenturen erwarten in den nächsten Monaten nach Angaben des Leiters des IAB-Forschungsbereichs „Prog­nosen und Struktur­analysen“, Enzo Weber, nur noch eine verhal­tene Entwick­lung der Arbeits­losig­keit. Das IAB-Ar­beits­markt­baro­meter liege zwar noch im positiven Bereich, aber nahe der neu­tralen Marke von 100 Punkten. „Der Rück­gang der saison­berei­nigten Arbeits­losigkeit aus den letzten Monaten wird sich wohl nicht in gleicher Höhe fort­setzen“, so Weber. Die bishe­rige Entwick­lung sei unter ande­rem durch den ver­gleichs­weise milden Winter be­güns­tigt gewesen. Eben­falls habe die starke Kon­junk­tur­belebung zum Jahres­ende 2014 eine Rolle ge­spielt.Weitere Informationen

Selbstständigkeit
Immer noch weniger Frauen als Männer
Unternehmensgründungen sind nach wie vor eine männ­liche Domäne. 2014 lag die Quote der 18- bis 64-jäh­rigen Männer, die in den letzten dreiein­halb Jahren gegrün­det haben oder aktuell planen, ein Unter­nehmen zu gründen, in Deutsch­land bei 6,5 Prozent. Die Grün­dungs­quote der Frauen betrug ledig­lich vier Prozent. Dies zeigen neue Ergeb­nisse aus dem „Global Entre­preneur­ship Monitor“, die das Institut für Arbeits­markt- und Berufs­for­schung (IAB) am Diens­tag ver­öffent­lichte.Weitere Informationen

Universitätsmedizin
Kooperation mit Einbeck
Die Göttinger Universitätsmedizin heit eine Kooperation mit dem Einbecker BürgerSpital verein­bart. Sie soll einen wich­tigen Beitrag zur lang­fristigen Sicherung der medizi­nischen Versor­gung der Menschen in Süd­nieder­sachsen sicher­stellen. Beispiels­weise sollen die Abstim­mung in der Versor­gung von Patien­ten mit kom­plexen Krankheits­bildern optimiert und Behand­lungs­abläufe effi­zienter gestaltet werden. Von der Verein­barung erhoffen sich die Vertrags­partner natürlich auch wirt­schaft­liche Syn­ergie-Effekte.

Frühjahrsprognose
Flächendeckende Fachkräfteengpässe
bei technischen Berufen im Jahr 2030

Wenn sich die bisherigen Trends in der Zukunft fortsetzen, kommt es im Bereich der technischen Berufe, die meist einen Berufsabschluss voraussetzen, bis 2030 zu Fach­kräfteeng­pässen in allen Regionen. Dies zeigen erst­mals regionale Ergeb­nisse der BIBB-IAB-Qualifi­kations- und Berufs­feldprojek­tionen, die vom Institut für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB) und dem Bundes­institut für Berufs­bildung (BIBB) ver­öffent­licht wurden.Weitere Informationen

„Soziale“ Netzwerke / Arbeitsrecht
Fristlose Kündigung
nach Beleidigung des Chefs

Wer seinen Chef oder Kollegen öffent­lich beleidigt – etwa im Internet oder auf Face­book, dem kann ohne vorhe­rige Abmah­nung gekündigt werden. Darauf weist die Stif­tung Waren­test in der April-Aus­gabe ihrer Zeitschrift Finanz­test hin.Weitere Informationen

Globale Umweltzerstörung
durch Politik und Konzerne

Die Organi­sation Rettet den Regen­wald engagiert sich auf be­wunderns­werte Weise für den Erhalt der letzten noch verblie­benen öko­logischen Reser­vate – wovon letzt­lich unsere Zukunft ab­hängt – und ruft regel­mäßig zu Kam­pagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis veröffent­licht sie hier und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebens­grund­lagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vor­finden, gibt es ei­ne neue Ak­tion bzw. Neues zu berich­ten.

Tansania
Gemetzel unter Elefanten
Regenwald<leer>Montage: RdR
65.000 Elefanten wurden in Tansania seit 2009 von Wilderern abgeschlachtet. Nur noch 58.000 sind übrig geblieben. Die Regierung verschweigt das Ausmaß des Gemetzels. Neue Gesetze erschweren es Umweltschützern zukünftig, kritische Informationen zu veröffentlichen. Sie können sogar ins Gefängnis geworfen werden. Bitte appellieren Sie an Tansanias Präsidenten Kikwete, die Zensurgesetze zu widerrufen. Wilderei darf kein Staatsgeheimnis sein. Zur Petition:
www.regenwald.org

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Beruf und Bildung

Informationsnachmittag
„Erlebnis Gastronomie“
Ein Mix aus Information und Unterhaltung erwartet die Besucher/innen einer Veranstaltung am Mittwoch, 27. Mai. Mit Vorträgen und Liveacts wollen Arbeitgeber aus dem Hotel- und Gaststätten­gewerbe im Berufs­infor­ma­tions­zen­trum der Göttinger Arbeits­agentur (BIZ) für ihre Ausbildungs­berufe werben. Mitarbeiter/innen der Hotels Freizeit In und Burghotel Harden­berg zeigen, wie Schoko­lade herge­stellt wird oder wie man ein Dessert fach­gerecht am Tisch flambiert. Außerdem können die Gäste sehen, wie aus der Cock­tail-Zube­reitung eine tolle Show wird. Begleitet werden die Events durch ein infor­matives Vortrags­programm. Dabei geht es um einen Über­blick über die vielfäl­tigen Aus­bil­dung­­sberufe im Hotel- und Gaststätten­gewerbe, aber auch um Weiter­bildungs­möglich­keiten und Kar­riere­chan­cen nach der Ausbil­dung.
Am 27. Mai von 14.00–16.30 Uhr, Bahnhofsallee 5.

18. Göttinger Woche: Wissenschaft & Jugend
Programmheft erschienen
Programmheft für die 18. Göttinger Woche: Wissenschaft & Jugend vom 13. bis zum 17. Juli ist jetzt mit vielen Ange­boten für Schüler/in­nen aus dem breiten Spek­trum der Göttin­ger Hoch­schulen und Wissen­schafts­einrich­tungen erschie­nen. Auch in diesem Jahr warten vor den Sommer­ferien wieder zahl­reiche hoch interes­sante Angebote aus den Natur-, Geistes-, Kultur- und Sozial­wissen­schaften auf die Interes­sierten. Kindern und Jugend­lichen wird hier eine einzig­artige Möglich­keit geboten, einen Einblick in die wissen­schaft­liche Arbeit in Göttin­gen zu bekom­men. Dazu werden wieder viele junge Menschen aus ganz Südnieder­sachsen und den angren­zen­den Regio­nen erwartet.
Der Programmflyer liegt ab sofort in den Schulen Göttingens und der Region und im Neuen Rathaus aus. Das komplette Programm steht im Internet unter www.goettinger-woche.de zum Down­load bereit.

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Verbraucherschutz

Aktuelle Produkt-Tests über

• Navi-Apps
• Babyphones
• Fahrradschlösser

Neue Bücher für Verbraucher
• Der kleine Hausarzt
• „Einfach glücklich“ – Beziehungsratgeber
• Sich trauen – Recht, Steuern und Finanzen

Aktuelle Verbrauchertäuschungen
Auf dem Verbraucherschutz-Portal Lebensmittelklarheit.de bean­standet die Ver­brau­cher­zentrale aktuell folgende Produkte wegen irre­führen­der oder falscher Angaben auf der Verpackung:
• Low Carb Eiweiss-Drink
• Sensations Philadelphia Cuore Cremoso
Getrocknete Tomate

Einzelheiten dazu und wie die betroffenen Firmen auf die Beanstan­dungen reagieren, auf der Verbrau­cher­schutz-Seite.Weitere Informationen
Eine Reihe von Änderungen bei der Deklaration einer Viel­zahl von Produkten hat die Ver­brau­cher­zentrale inzwi­schen erwirkt oder auch gericht­lich erzwun­gen. Ent­spre­chende Infor­matio­nen darüber finden Sie direkt unter
www.lebensmittelklarheit.de

„Anti-Kartell-Matratze“
Kleiner Außenseiter zeigt’s den Großen
Am besten und deutlich billiger als Etablierte
Den Matratzenmarkt beherrschen einige große Goliaths. Mar­kenma­tratzen kosten zwischen 400 und 1000 Euro. Dass eine gute Matratze deutlich günstiger sein kann, beweist ein David in Form des Online­händlers bett1.de. Seine „Anti-Kar­tell-Matratze“ kostet 199 Euro und schneidet im Schnell­test besser ab als alle anderen bisher von der Stiftung Warentest getesteten Matratzen.
„Anti-Kartell-Matratze 2015“ – so nennt Hersteller und Händler bett1.de sein Produkt Body­guard. Es ist eine Kampf­ansage an die Marken­hersteller. Diese stehen im Verdacht, die Preise von Matratzen durch Druck auf die Händler künst­lich hoch­zuhalten. Zwei Hersteller mussten dafür kürzlich hohe Bußgelder bezahlen. Weitere Verfahren laufen noch.Weitere Informationen

Risikolebensversicherung
Große Preisunterschiede
Ein Vergleich von Risikolebensversicherungen lohnt sich: Der teuerste Tarif in einem Test der Stiftung Warentest kostet mehr als viermal so viel wie der günstigste. Sie hat die Angebote von 40 Versicherungsgesellschaften unter­sucht und enorme Preisunterschiede festgestellt.Weitere Informationen

Banking-Apps
7 von 38 überzeugen
Mit der richtigen Banking-App für Smartphones können Nutzer ihre Bankgeschäfte sicher und reibungslos unterwegs erledigen. 7 von 38 Apps für Smartphones überzeugten in einem Test der Stiftung Warentest. Sie hat erstmals Apps für die Betriebssysteme iOS und Android untersucht.Weitere Informationen

Fernbusse
Fahrradmitnahme attraktiv
Fahrradfahrer können ihr Rad günstig mit auf Reisen nehmen. Das zeigt ein Vergleich der Stiftung Waren­test. Zahl­reiche Fernbus-Anbieter bieten Fahrrad­tickets für 9 bezie­hungs­weise 10 Euro an. Der Preis gilt für ein Fahrrad in Standard­größe und maximal 25 Kilogramm Gewicht. Weitere Informationen

Lebensmittel
Spezielles Wasser für Säuglinge: unnütz

Viele Hersteller bieten „Babywasser“ als Durstlöscher spe­ziell für Säug­linge an. Im Vergleich mit Mineral- und Leitungs­wasser ist es jedoch teuer und bietet kaum Vorteile. „Eltern, die bei der Ernäh­rung ihrer Kinder alles richtig machen wollen, sollten sich nicht von den Werbe­verspre­chen blenden lassen“, empfiehlt die Ver­brau­cher­zen­trale.Weitere Informationen

Umfrage
Aktion gegen Inkasso-Abzocker
Betroffene können Erfahrungen mitteilen
In der Ver­brau­cher­zen­trale Nieder­sachsen (VZN) ebben die Be­schwer­den zu zweifel­haften Inkasso­forde­rungen nicht ab. Unse­riöse Anbieter ziehen mit Ankün­digun­gen zu Schufa-Ein­trägen, Zwangs­vollstre­ckun­gen und Haus­besuchen alle Register und nutzen die Verun­siche­rung der Verbrau­cher aus. „Viele Betrof­fene zahlen, um ihre Ruhe zu haben oder weil sie einge­schüch­tert sind“, sagt Kathrin Körber von der VZN. In einer gemein­samen Aktion wollen die Zentralen gegen dubiose Inkasso­praktiken aktiv werden und benö­tigen dafür die Mithilfe der Verbrau­cher vor Ort. Vom 1. Mai bis zum 31. August erfas­sen sie daher Beschwer­den in ihren Bera­tungs­stellen. Weitere Informationen

Dispozinsen
Zwischen 0 und 13 Prozent alles möglich
Ein neuer Marktcheck der Verbraucherzentrale Nie­der­sach­sen deckt auf: Vielen nieder­sächsi­schen Kredit­institu­ten fehlt weiter­hin die Bereit­schaft zur flächen­decken­den Absen­kung der Dispo- und Über­zie­hungs­zinsen. Bemän­gelt wird auch die feh­lende Preis­trans­parenz im Inter­net.Weitere Informationen

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Gesellschaft

Gesundheit
Blutdruckinstitut startet Pilotprojekt
Teilnehmer/innen gesucht
Ein neues Bewegungs-Programm gegen Blut-Hochdruck der Deutschen Hochdruckliga (DHL) startet demnächst in Kooperation mit dem Blutdruckinstitut Göttingen (BIG). Ab sofort werden dafür interessierte Personen, Firmen, Vereine und Institutionen gesucht, die sich mit dem Programm unter ärztlicher Betreuung und mit speziell ausgebildeten Übungsleitern bewegen wollen. Ziel ist, jetzt die Teilnehmer zu finden, Informationen zu geben und im Herbst mit dem Bewegungsprogramm zu starten. „Teilnehmen kann man in jedem Alter, speziell auch ältere und jüngere Menschen mit Bluthochdruck oder familiärer Veranlagung dazu. Im Mai 2016 können dann alle am Programm Teilnehmenden beim Göttinger Lauf gegen Bluthochdruck starten“, erklärt Dr. Egbert Schulz vom Göttinger Blutdruckinstitut. Das Programm soll von Bluthochdruck betroffene Menschen nachhaltig für sportliche Aktivität begeistern, um so aktiv den Blutdruck zu regulieren und die Gesundheitswerte zu verbessern. Als Pilotstädte sind Göttingen, Stuttgart und Marl von der DHL ausgesucht worden.
Kontakt: Tino Römer, Tel. 309853-25, info@blutdruck-goe.de

Lärm
Leinebürger rufen zur Teilnahme
an DB-Umfrage auf

Für die von der Bahn durchgeführte Lärmkartierung im Bereich des Leinebergs ruft die Bürgerinitiative Leinebürger zu einer regen Teilhnahme der dortigen Bewohner auf. Mit einem Online-Fragebogen soll die Zahl der von Bahnlärm Betrof­fenen und deren gesund­heitliche Beeinträch­tigung ermittelt werden. Die Bürger­initiative empfiehlt den Bewoh­nern dringend, an der Online-Befragung unter www.laermaktionsplanung-schiene.de teilzu­nehmen. Wer keinen Internet­anschluss besitzt, kann einen ausgedruckten Frage­bogen im Gemeinde­büro der Thomas­kirche (dienstags bis freitags 9 bis 12 Uhr) oder im Stadtteil­büro (montags bis freitags 9 bis 14 Uhr) bekommen und auszüllen. Wer Hilfe beim Ausfüllen im Internet benötigt, kann per E-Mail unter Angabe seiner Telefon­nummer an leinebuerger@web.de diese anfordern. Die Je mehr Betroffene sich an der Befragung beteiligen, desto größer ist die Chance auf eine Lärm­schutz­maß­nahme. Die Teilnahme ist bis zum 31. Mai möglich.

PRO BAHN
Neuer Vorsitzender
Der PRO BAHN-Regionalverband Südniedersachsen hat Michael Reinboth (Walkenried) zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst Gerd Aschoff (Göttingen) ab, der nach 30 Jahren Amtszeit nicht erneut kandidierte. Er steht dem Regionalverband künftig als „Ehrenvorsitzender“ zur Ver­fügung und will den Schwer­punkt auf seine ehren­amtliche Tätigkeit als Bundes­presse­sprecher des Fahr­gast­verban­des verla­gern. Außerdem ist er stell­vertre­ten­der Landesvorsitzender.

Wohnen für Hilfe
Projekt sucht Wohnraumanbieter
Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ sucht Wohnraumanbieter. Aktuell hoffen mehrere Studierende auf eine Vermitt­lung, aber es findete sich zur Zeit niemand, der oder die Hilfe­bedarf hat und Wohn­raum anbieten kann. „Wohnen für Hilfe“ vermittelt Wohn­partner­schaften zwischen Vermie­ter/in­nen, die sich Unter­stützung im Haushalt wünschen, und Studie­renden, die eine miet­redu­zierte Bleibe suchen und hierfür Unter­stüt­zungs­leistun­gen anbieten. Als Faustregel gilt: Für einen Quadrat­meter Wohn­raum wird eine Stunde Arbeit im Monat geleistet, wobei pflege­rische Tätig­keiten ausge­schlossen sind. Wohnen für Hilfe ist ein Koope­rations­projekt der Freien Alten­arbeit Göttingen e.V. mit dem Stu­denten­werk Göttingen. Die Beratung und Vermitt­lung sind kostenfrei.
Kontakt: Tel. 43606, wohnberatungsmobil@f-a-g.de

BUND Göttingen
Aufruf zum aktiven Bienenschutz
Der BUND Göttingen ruft alle Bürger/innen in Stadt und Landkreis dazu auf, Wild­blumen­wiesen anzu­säen, um neue, artge­rechte Nah­rungs­ange­bote für die bedroh­ten Wild­bienen zu schaffen. Die heimi­schen Wild­bienen haben als Blüten­bestäu­ber einen essen­ziellen Wert. Nicht nur für viele Wild­pflanzen, sondern auch für Nutz­früchte, wie Äpfel, Birnen, Erd- oder Him­beeren. Doch die Zahl der Wild­bienen ist bedroht, denn der Verlust von natur­nahen und struktur­reichen Lebens­räumen führt zu einem starken Rück­gang vieler Wild­bienen­popula­tionen.
Biene„Wildblumenwiesen zeichnen sich durch eine besonders hohe Blüten­vielfalt und einen äußerst dichten Bestand auf. Sie stellen daher ein Eldorado für die Wild­biene dar, welche auf blüten­reiche Habitate ange­wiesen ist“, erklärt Ann-Kathrin Schmidt, von der BUND-Kreis­gruppe Göttingen. Die Aussaat von Wildb­lumen ist daher ein wesent­lichen Ansatz zur Verbes­serung der Lebens­raum­situa­tion heimi­scher Wild­bienen. Jeder, der eine unge­nutzte Grün­fläche oder ein altes Beet hat, kann dabei mitma­chen. Im Fach­handel oder beim BUND-Laden (www.BUNDladen.de) können dazu geeignete Wild­bienen-Samen­mischun­gen erworben werden, die speziell an die Bedürf­nisse von Wild­bienen ange­passt sind.
Der Aufruf richtet sich auch an Kindergärten. Ehren­amtliche Mitar­beiter des BUND haben dazu ein kindge­rechtes Bienen-Paket „Dings…Maja“ zusam­men­gestellt, das neben einer Samen­mischung auch Bastel-Mate­rialien und -Anlei­tungen sowie Rezept­ideen enthält, um den Kindern die Bedeu­tung unserer Bienen auf spiele­rische Weise näher zu bringen.
www.bund-goettingen.de/Aktionen/Wildbienen.

GöSF
Feriensportprogramm 2015
Auch in diesem Jahr gibt es wie-der ein umfangreiches Ferien­sport­programm, das ab sofort für die Anmel­dung freige­schaltet ist. Kinder und Jugend­liche im Alter von 6 bis 17 Jahren können sich aus über 30 Sport­arten das Passende heraus­suchen. Neben den Klassi­kern wie Bad­minton oder Leicht­athletik sind auch wieder ausge­falle­nere Sport­arten, z.B. Cheer­leading, dabei. Für Wasser­ratten gibt es ebenso ein vielfäl­tiges Angebot wie für Aben­teuer­lustige. Zudem werden wieder zahl­reiche Sportcamps in den Ferien ange­boten.
Das komplette Programm ist über www.goesf.de abrufbar.

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Polizeiberichte
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier: Weitere Informationen

Geschäftseinbrüche in der Innenstadt
lü — Beim Versuch, am frühen Morgen des 21.05. in eine Bücherei in der Wenden­straße einzu­brechen, wurde der Täter offenbar durch Nachbarn in die Flucht geschlagen. In der gleichen Nacht sind Unbekannte gewaltsam durch eine Tür in ein Lebens­mittel­geschäft in der Garten­straße einge­drungen.

Pkw und Roller gestohlen
lü — Einen sieben Jahre alten VW Golf Kombi haben unbe­kannte Autodiebe der Nacht zum 19.05. im Fuldaweg gestohlen. Der silber­farbene Wagen mit EIC-Kenn­zeichen hatte etwa 230.000 Kilometer auf dem Tacho und noch einen Wert von etwa 2.000 Euro. Im Zeitraum zwischen dem 14.05. und dem 19.05. haben Unbekannte auch einen Vespa-Roller in der City mitgehen lassen.

10 Autos demontiert
lü — Vermutlich mehrere Täter haben in der Nacht zum 18.05. insgesamt zehn Autos die Kataly­satoren bzw. Rußpartikel­filter abgebaut und gestohlen.

Bargeld, Schmuck und Elektronik weg
lü — Unbekannte sind am 18.05. gewaltsam durch eine Tür in die Einlieger­wohnung eines Wohn­hauses in der Sender­straße einge­drungen.

Werkmaschinen aus Zimmerei gestohlen
lü — Unbekannte Einbrecher sind in der Nacht zum 17.05. gewaltsam durch ein Fenster in eine Zimmerei im Göttinger Ortsteil Roringen einge­drungen und haben mehr als ein Dutzend Werk­maschinen gestohlen.

Überschlag auf der BAB
AW — Ein mit vier Insassen besetzter Kleinwagen ist am 16.05. gegen 3.15 Uhr auf der BAB 7 in Höhe Bovenden gegen einen Wildschutz­zaun geprallt, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

Randale in Geismar
AW — Bislang unbekannte Täter beschädigten in der Nacht zu Samstag (16.05.) mehrere Pkw, setzten Mülltonnen in Brand und zerstörten in zwei Fällen Bushalte­stellen.

Unfallflucht am Kauf„park“
lü — Bei einem Verkehrs­unfall auf dem Park­platz des Kauf„parks“ hat ein bisher unbe­kannter Autofahrer am 15.05. gegen 16.45 Uhr einen geparkten Wagen beschädigt und sich dann uner­kannt von der Unfall­stelle entfernt.

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