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Stadthallenumgestaltung
Fassadengestaltung entschiedenWeitere Informationen

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Verwaltung
Öffentliche
Sitzungstermine

Ausführlichere Informationen zu den Sitzungen erhaltn Sie unter www.goettingen.de ►Rathaus & OB ►Bürgerinfo ►Kalender.
Bürger können – zumeist gegen 18 Uhr – in allen Sitzungen sachbezogene Anliegen vorbringen.

Betriebsausschuss Umweltdienste
pdg — Der Betriebsausschuss Umweltdienste tagt am Dienstag, 26. Juni, um 16 Uhr im Raum Cheltenham (118) im Neuen Rathaus. Die Tagesordnung sieht unter anderen folgenden Themen vor: Erkenntnisse über die Belastung von Oberflächengewässern mit Medikamentenrückständen und multiresistenten Keimen, Weiterverwendung von Klärschlamm aus der kommunalen Kläranlage, Geruchsbelastung aus Schmutzwasserkanalrohren.

Ausschuss für Umwelt,
Klimaschutz und Mobilität

pdg — Am Dienstag, 26. Juni, tagt der Ausschuss um 17 Uhr im Raum Cheltenham (118) im Neuen Rathaus. Die Mitglieder werden unter anderem über die Einrichtung einer Ladestation für Elektrobusse an der Grete-Hen­ry-Straße sowie über das Thema „Mobilität neu denken – Initiative für Unternehmen, E-Bike und Fahrrad statt Dienstwagen“ (Anträge der SPD- und Bündnis 90/Die Grünen-Rats­frak­tionen) diskutieren. Außerdem geht es um die „Förderung von Lastenrädern für City-Logistik, Lasten­rad-Sharing und Privatgebrauch“, einem Antrag der Bündnis 90/Die Grünen-Rats­fraktion.

 

Stadtentwicklung
Kunstquartier wird drastisch teurer
Fortsetzung von Startseite — Dienberg räumte letztlich im öffentlichen Teil der Sitzung des Bauausschusses ein, dass die vorgesehenen Mittel für die archäologische Untersuchung „ausgeschöpft“ gewesen seien und diese deshalb nicht weitergeführt würde. Dass andere Bauherren, deren Baustellen monatelang wegen archäologischer Untersuchungen blockiert werden, ein derartiges Verhalten der Verwaltung bei städtischen Bauvorhaben für absolut nicht nachvollziehbar halten, trifft auf volle Zustimmung der CDU-Fraktion.
Nach Meinung der Mitglieder der CDU-Fraktion im Bauausschuss ergeben sich aus den Ausführungen Dienbergs weitere Probleme. Diese liegen unter anderem in der Möglichkeit, dass weitere historische und für die Stadtgeschichte bedeutende Funde an der Stelle des Baugrundes zu Tage gefördert und die Baukosten für dieses Projekt zusätzlich durch weitere Offensichtlichkeiten am Baugrund und Baukörper weiter steigen würden.
Die CDU zeigt sich über die abgespeckten Pläne der Verwaltung zum KuQua entrüstet: Um die Mehrkosten wenigstens im Bereich von leiglich einer Million Euro zu halten, soll das Gebäude fast nur im Rohbau für fertig erklärt werden: nackte Betonböden, nur teilweise kaschierte Betondecken mit darunter hängenden Installationen, dazu ein riesiges graues Zinkblechdach. „Wir waren von Anfang an kritisch gegenüber der Finanzierung und Umsetzung des Projektes. Der Vortrag [in der April-Sitzung – Red.] im Bauausschuss zu dem Thema bestätigt uns in unserer Haltung.“ Bislang ungeklärt sei auch, ob in der vorgelegten Kostensteigerung auf sechs Millionen Euro bereits die Übernahme des Nachbarhauses durch die Stadt mit rund 180.000 Euro eingerechnet wurde.
Die CDU-Ratsfraktion sieht sich durch die jetzt eingeräumten Kostensteigerungen in der Ablehnung dieses von Anfang an kritisierten Projektes bestätigt und wird die voraussichtlichen Mehrausgaben und damit die Fortführung des Prestigebaus konsequent ablehnen.
Dann aber darf man sich eigentlich auch nicht über nackte Betonböden, nur teilweise kaschierte Betondecken mit darunter hängende Installationen aufregen.


Stadthallenumgestaltung
Fassadengestaltung entschieden

pdg — Das Auswahlverfahren für die Gestaltung der Stadthallenfassade und die Rahmenplanung für das Umfeld des Gebäudes vom Cheltenhampark bis zum Deutschen Theater ist beendet. Fachverwaltung, Vertreter/innen der Ratspolitik und Sachverständige haben über die eingereichten Ideenskizzen für die Gestaltung des Gebäudehülle und des Areals entschieden. Für beide Planungsschwerpunkte waren seit Beginn 2018 mehrere Büros eingeladen, in konkurrierenden Verfahren Ideenskizzen zu erarbeiten.

Mit der Aufwertung der weiteren Umgebung der Stadthalle in dem Bereich zwischen Deutschem Theater und Cheltenhampark beschäftigten sich vier Fachbüros: Bruno Fioretti Marquez Architekten aus Berlin, Cityförster aus Hannover, DeZwarteHond aus Köln in Arbeitsgemeinschaft mit Kortemeier-Brokmann Landschaftsarchitekten aus Herford sowie Prosa aus Darmstadt. Aufgabenstellung waren dabei unter anderem die Verbesserung der Anbindung der Stadthalle an die Innenstadt, die Stärkung der räumlichen Verbindung zwischen den beiden Kultureinrichtungen Stadthalle und Deutsches Theater sowie die Umgestaltung des Albaniplatzes und die Verlegung der Parkplätze in eine Tiefgarage.

Das Büro Bruno Fioretti Marquez schied vorab aus formalen Gründen aus. Nach mehrstündiger Sitzung und Beratung über die verbleibenden drei Skizzen sprach sich die aus Ratsmitgliedern, Fachverwaltung und Sachverständigen bestehende Jury einstimmig für den Entwurf des Büros Prosa aus Darmstadt aus. „Der Entwurf hat das größte Potential für eine Weiterbearbeitung nach unseren Vorgaben“, sagt Thomas Dienberg in der Begründung der Entscheidung. Das Thema Verkehr müsse noch einmal generell durchgearbeitet werden, um eine Grundlage für die weitere Ausarbeitung der der Planung zu schaffen. Jury-Vorsitzender Georg Klaus, Professor an der Fakultät „Bauen und Erhalten“ der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), lobte weiterhin den Umgang mit dem Albaniplatz: „Die künftige Gestaltung und Funktion des Platzes bieten in diesem Entwurf die größten Potenziale.“

Für die Erneuerung und Umgestaltung der Fassade, die im Zusammenhang mit der Kernsanierung des Gebäudes steht, hatten die Architekturbüros pfp aus Hamburg, Reichel aus Kassel und Soll Sasse aus Dortmund Entwürfe eingereicht. Inhalt der Aufgabenstellung waren unter anderem die Wiederverwendung der Keramikplatten und Vorschläge für ein neues zeitgemäßes Gesicht der Stadthalle.

Nach intensiven Beratungen stimmte die Jury geschlossen für den Entwurf von Soll Sasse Architekten aus Dortmund. „Der Entwurf enthält einen innovativen Ansatz zur Unterbringung erforderlicher Technik und gleichermaßen zum Erhalt des prägnanten Erscheinungsbildes unserer Stadthalle“, begründet Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Für viele funktionale Anforderungen habe das Büro angemessene Lösungen entwickelt. Das Konzept der Architekten überzeugte weiterhin durch die Verbindung von Bestand und gleichzeitiger Entwicklung eines neuen Gestaltungsansatzes. „Da liegt die Qualität,“ begründet Stadtbaurat Thomas Dienberg. „Der Entwurf nimmt das Innovative des Ursprungsentwurfs auf und entwickelt es weiter. Er nimmt deutlich Bezug auf den Ort und wirkt so nachhaltig identitätsstiftend.“ Eine detaillierte Weiterbearbeitung müsse unter anderem für Vordach und Entrée erfolgen. Auch die Farbausgestaltung soll auf Empfehlung der Jury in der weiteren Bearbeitung angepasst werden.

Während der ersten Verfahrensphase hatten die Mitglieder der Jury die ersten Skizzen bereits gesichtet und Anmerkungen gemacht. Im Anschluss wurden die Entwürfe im Rahmen einer Infoveranstaltung in der Stadthalle öffentlich präsentiert. Interessierte konnten ihre Meinung auf Vordrucken vermerken oder sie an Stellwänden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der jeweiligen Büros mitteilen. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, die Entwürfe online zu sichten und auf der Website Kommentare und Meinungen zu den Entwürfen einzubringen. Die Anregungen der Jury und die rund 3500 aus der Bürgerschaft eingegangenen Bewertungen sollten die Büros bei der Überarbeitung ihrer Skizzen unterstützen.

Alle Beiträge können unter www.stadthalle2021.goettingen.de eingesehen werden. Außerdem werden die Skizzen von Montag, 23., bis Freitag, 27. April, im Foyer des Neuen Rathauses gezeigt. Die Ausstellung ist Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 17.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 13.00 Uhr zugänglich. Von Montag, 30. April, bis Sonnabend, 12. Mai, werden die Entwürfe im Rahmen der Messe „Wunderschönes Südniedersachsen“ am Stand der Stadt Göttingen im Einkaufszentrum „Kauf Park“ in Grone zu sehen sein. Die Öffnungszeiten der Ladenstraße, auf der sich die Messestände befinden, sind Montag bis Sonnabend von 7.45 bis 20 Uhr.

 

EAM
Re-Kommunalisierung ein Fehlschlag?
„Feierabendpolitiker“ räumen Fehler ein

Aufgrund einer Anfrage der Göttinger Linke an die Stadtverwaltung hat diese bestätigt, dass es erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten bei der EAM-Gruppe gibt, teilt die Partei in einer Erklärung mit. Offenbar sollen entgegen früherer Verlautbarungen, die von einer Ausweitung der Aktivitäten ausgingen, nunmehr 80 Arbeitsplätze wegfallen. Überdies erfolgte mit der Re-Kom­muna­lisie­rung ein Wechsel des Tarifvertrages, der neben finanziellen Einbußen eine Stunde unbezahlte Mehrarbeit für die Mitarbeiter/innen bedeutet.

Die Stadt Göttingen ist mit 9,213 Prozent als zweitgrößter kommunaler Eigentümer an der EAM beteiligt. Sie begründet die negative Entwicklung mit Auswirkungen der Entgeltregulierung in den Strom- und Gasnetzen, die nicht vorhersehbar gewesen seien. Insbesondere schlage sich indirekt die Niedrigzinsphase in reduzierten Einnahmen bei der EAM nieder. Die Göttinger Linke fragt sich nun, wofür seinerzeit exklusiven Berater im Verkaufsprozess etliche Millionen erhielten, wenn auf die allgemein bekannte Zinsentwicklung seit 2008 nicht hingewiesen wurde. Im Gegenteil war vor vier Jahren die damals bereits vorhandene Niedrigzinssituation ein wesentliches Argument für den Anteilserwerb.

Aus der Antwort auf die Anfrage der Göttinger Linken ergibt sich weiterhin, dass die EAM in den letzten Jahren insbesondere in Südniedersachsen etliche Netzteile abgeben musste – auch diese Entwicklung wurde zum Verkaufszeitpunkt nicht ausreichend benannt. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass das Sparprogramm der EAM zur wirtschaftlichen Stabilität beiträgt und die jährliche Ausschüttung der EAM an die GöSF nicht gefährdet ist. Nach Ansicht der Linken sei es jedoch eindeutig, dass der vor vier Jahren an die E.ON gezahlte Kaufpreis deutlich zu hoch war: „Den Preis dafür zahlen nun, genau wie in der sogenannten freien Wirtschaft, wieder einmal die Beschäftigten und möglicherweise die Bürger/innen der beteiligten Kommunen.“

Auch die Göttinger Linke hatte 2013 für den Erwerb der EAM-Anteile gestimmt und räumt dies heute als Fehler ein. „Für uns Feierabendpolitiker war es jedoch nicht möglich einzuschätzen, was ein realistischer Kaufpreis gewesen wäre.“ Einen Nutzen für die Bürger/innen der Stadt oder der anderer Kommunen könne man nunmehr nicht erkennen, im Gegenteil drohe im schlimmsten Fall eine Haftung der Stadt für aufgenommenen Kredite.

 

 

 
             
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