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Göttinger Fair-Trade-Portal
Einkaufsverzeichnis
fair gehandelter Produkte
Weitere Informationen

Stadthallenumgestaltung
Fassadengestaltung entschiedenWeitere Informationen

Martin-Luther-King-Schule
Piraten+Partei für
Bestandsschutz
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Radschnellweg
Ausbau wird fortgesetztWeitere Informationen

EAM
Re-Kommunalisierung
ein Fehlschlag?
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Lärmschutz
CDU gegen Tempo 30
in Reinhäuser Landstraße
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Verwaltung
Öffentliche
Sitzungstermine

Ausführlichere Informationen zu den Sitzungen erhaltn Sie unter www.goettingen.de ►Rathaus & OB ►Bürgerinfo ►Kalender.
Bürger können – zumeist gegen 18 Uhr – in allen Sitzungen sachbezogene Anliegen vorbringen.

Ausschuss für Bauen,
Planung und Grundstücke

pdg — In seiner Sitzung am 19. April wird sich der Ausschuss ab 16.00 Uhr im Sitzungsraum Cheltenham (118) unter anderem mit dem Rahmenplan „Grüne Mitte Ebertal“ befassen. Auch wird es um eine Entscheidung über die Ausbauvariante der Jakob-Henle-Straße gehen.

Ausschuss für
Kultur und Wissenschaft

pdg — Das Entwicklungsprojekt „Welcome Center Campus & Region“ steht auf der Tagesordnung des Ausschusses, der am 19. April um 16.30 Uhr im Sitzungsraum Thorn (126) im Neuen Rathaus zusammentritt. Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales der Universität Göttingen, wird dazu berichten. Auf der Sitzung wird es unter anderem auch um den Antrag der SPD-Ratsfraktion über die „Außenspielstätte für Göttingen“ gehen.

Ortsrat Nikolausberg
pdg — Auf der 10. Sitzung des Ortsrates geht es am 19. April ab 20.00 Uhr im Gasthaus Zum Klosterkrug, Kalklage 2, auf Anregung der SPD-/Bündnis 90/Die Grünen-Gruppe um die „Sanierung des Fußweges an der östlichen Seite der Senderstraße zwischen Einmündung Am Schlehdorn und Rieswartenweg". Weitere Themen sind unter anderem die Situation der Schulbusse in Nikolausberg sowie die Planung für eine Seniorenausfahrt 2018.

Betriebsausschuss
Umweltdienste

pdg — Am Dienstag, 24. April, tagt ab 16.00 Uhr der Betriebsausschuss Umweltdienste im Sitzungsraum Thorn (Zi. 126) im Neuen Rathaus. Die Tagesordnung enthält Themen wie den Bericht über die „Abfallbilanz der Stadt Göttingen für das Jahr 2017“ oder den Antrag der CDU-Ratsfraktion „Bürgerfreundliche Öffnungszeiten bei den Göttinger Entsorgungsbetrieben".

Ausschuss für Umwelt,
Klimaschutz und Mobilität

pdg — Der Ausschuss tagt am Dienstag, 24. April, ab 17.00 Uhr im Sitzungsraum Cheltenham (Zi. 118) im Neuen Rathaus. Diskutiert werden u.a. ein Antrag der SPD-Ratsfraktion zu kostenlosem WLAN in Göttinger Stadtbussen und an Haltestellen, der Antrag der Bündnis90/Die Grünen-Ratsfraktion zur Erweiterung des Schutzgebietes im Bereich der Carl-Zeiss-Straße, das Doppelgutachten zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Innenstadt oder die Ausweisung einer Pappel in der südlichen Feldmark als Naturdenkmal aufgrund eines Antrags der PIRATENundPARTEI-Ratsgruppe.

Schulausschuss
pdg — Der Schulausschuss tagt am m Donnerstag, 26.04., um 16.00 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem diese Themen: „Bestandschutz für die Martin-Lu­ther-King Schule“ (Antrag der SPD-Rats­fraktion), „Darstellung der bisherigen Planungsvarianten und Bauentwürfe zum Otto-Hahn Gym­nasium und schriftliche Stellungnahme der Schule" (Antrag der CDU-Rats­fraktion), „Sporthalle der Lohbergschule zu einem Veranstaltungsraum ausbauen“ (Antrag der Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktion).

Ortsrat Geismar
pdg — Am Donnerstag, 26. April, kommt um 19.30 Uhr der Ortsrat Geismar im Sitzungssaal der Verwaltungsstelle Geismar, Kerllsgasse 2, zusammen. Auf der Tagesordnung stehen Themen wie die Klärung der Verkehrssituation im Schulweg, der interfraktionelle Antrag des Ortsrates Geismar bezüglich der Radverkehrsführung in der Kiesseestraße oder beispielsweise der Antrag der SPD-Ortsratsfraktion und der Bündnis 90 / Die Grünen-Ortsratsfraktionen betr. Dauerhafte Installation eines Geschwindigkeitsmessgerätes zwischen „Kerllsgasse“ und „Mitteldorfstraße“.

Ortsrat Grone
pdg — Am Donnerstag, 26. April, tagt um 20.00 Uhr der Ortsrat Grone im Bürgerhaus Grone, Martin-Luther-Straße 10. U.a. wird es um diese Themen gehen: Seniorenausfahrt 2018, Ausführung des Haushalts 2018, Zuschussantrag des Vereins für interkulturelle Nachbarschaft in Grone e.V., Böllerverbot an Silvester auf dem Jonaplatz.

 

Göttinger Fair-Trade-Portal
Einkaufsverzeichnis fair gehandelter Produkte
pdg — Entwicklungspolitisches Handeln gewinnt in einer global vernetzten Welt zunehmend an Bedeutung. Auch die kommunale Ebene muss dabei einer Vielzahl an gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen gerecht werden. Seit 2013 bilden Stadt und Landkreis die ‚Fairtrade-Region Göttingen’. In der dazugehörigen Steuerungsgruppe sitzen Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt- und Kreisverwaltung sowie des Entwicklungspolitischen Informationszentrums EPIZ, der Contigo Fairtrade GmbH, des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Göttingen und der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen BIGS.
Die gemeinsame ‚Koordinierungsstelle für kommunale Entwicklungspolitik’ von Stadt und Landkreis Göttingen hat jetzt den offiziellen Startschuss für das Informationsportal für fairen Handel und faire Beschaffung gegeben. Das Portal bietet ein übersichtliches und zeitgemäßes Einkaufsverzeichnis für fair gehandelte Produkte in der Region.
„Seit der ersten Auszeichnung 2013 ist das Thema stärker in den Fokus der Verbraucher gerückt. Umso mehr freut es mich, dass wir durch die Stelle von Joachim Berchthold in der Lage sind, den interessierten Bürgerinnen und Bürgern, beispielsweise durch den neuen Internetauftritt, zuverlässige Informationen an die Hand zu geben und im Rahmen von Veranstaltungen das Thema attraktiv darzustellen“, sagte Referentin Angelika Daamen, im Göttinger Rathaus unter anderem für das Thema Fair-Trade zuständig. „Das Portal ist ein weiterer Schritt, den Fairtrade-Gedanken in der Region zu verankern“, erklärte Erste Kreisrätin Christel Wemheuer. „Für den Landkreis war es nach der Kreisfusion wichtig, die langjährigen Aktivitäten in dem Bereich zu intensivieren. Das ist mit Einrichtung der gemeinsamen Koordinierungsstelle gelungen“, führte Wemheuer weiter aus.
Im April 2017 wurde die Koordinationsstelle für kommunale Entwicklungspolitik geschaffen. Ziel ist es, entwicklungspolitisches Handeln als Aufgabe zu verstehen und dauerhaft in Stadt und Landkreis sowie innerhalb der Bevölkerung zu etablieren. Die Stelle wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Rahmen eines Programms der ‚Servicestelle Kommunen in der Einen Welt’ finanziert.
Koordinator des bei der Stadt Göttingen angesiedelten, zunächst zweijährigen Projektes ist Joachim Berchtold. Seine Tätigkeiten erstrecken sich auf das gesamte Stadt- und Landkreisgebiet. Dabei arbeitet er eng mit der Steuerungsgruppe zusammen, etabliert entwicklungspolitisches Handeln in den Verwaltungen und sensibilisiert die Bevölkerung.
Ein Bewusstsein für fairen Handel in der Gesellschaft und den Verwaltungen wird durch Bildungs-, Informations- und Promotionsveranstaltungen (als Höhepunkt während der jährlich im September stattfindenden ‚Fairen Woche’) sowie durch Öffentlichkeitsarbeit und durch Einbeziehung verschiedener Akteure in der Region gestärkt. Unternehmen werden für den fairen Handel sensibilisiert. Ein faires Beschaffungswesen, also die Verbreitung des Einkaufs fair gehandelter Produkte in den Kommunalverwaltungen anzustoßen ist ein weiteres wichtiges Ziel. Hier dient der Koordinator Joachim Berchtold den Verwaltungen als Ansprechpartner.
Als weiterer Projektschwerpunkt sollen bestehende Partnerschaften in Entwicklungs- und Schwellenländern (die Stadt pflegt enge Beziehungen zur Stadt La Paz Centro in Nicaragua, der Landkreis eine offizielle Partnerschaft mit San Juan Comalapa in Guatemala) intensiviert werden und nach Möglichkeit konkrete Projekte der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit entstehen.
→www.fairtrade-regiongoettingen.de

Martin-Luther-King-Schule
Piraten+Partei für Bestandsschutz
Die Piraten+Partei-Ratsgruppe spricht sich für den Bestandsschutz der Martin-Luther-King-Schule aus und unterstützt einen entsprechenden Antrag der Schulen an Schuldezernent Lieske. Durch die aktuelle Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes durch den Landtag liegt die Entscheidung über den Fortbestand von Förderschulen bis zum Schuljahr 2017/2018 bei den Kommunen. Grundsätzlich distanziert sich die Ratsgruppe aber von pauschalen Befürwortungen von Förderschulen und bevorzugt klar die Inklusion als ein zu erreichendes Ziel.
Allerdings seien die bislang geschaffenen Strukturen mangelhaft und ließen Fragen offen, ob und vor allem wie gut SchülerInnen mit Förderbedarf, die bisher die Martin-Luther-King-Schule besuchen, in andere System eingebunden werden könnten, wenn die Alternative der Förderschule gänzlich wegfällt, heißt es in einer Mitteilung der Gruppe. Vor allem die ausreichende Ausstattung der inklusiven Schulen mit Personal in Form von Förderschullehrer/innen, Fachschullehrer/innen und Sozialpädagog/innen zweifelt die Ratsgruppe stark an. Für die Ratsgruppe ist bislang unklar, wie genau der Wegfall der Martin-Luther-King-Schule kompensiert werden soll. Laut Antrag der Schulleitung seien die Schülerzahlen an der MLK konstant, obwohl in jedem Schuljahr, bedingt durch die geplante Auflösung, ein Jahrgang wegfiele. Viele Neuanmeldungen erfolgten von Eltern, deren Kinder vorher ein größeres System besucht hatten und mit den derzeitigen inklusiven Rahmenbedingungen an anderen Schulen nicht zurechtkamen. Dies sei ein deutliches Indiz für einen weiterhin nötigen Handlungsbedarf.

Radschnellweg
Ausbau wird fortgesetzt
Erhebliche Verkehrsbehinderungen
pdg — Mitte April geht es mit dem Bau des Radschnellweges Richtung Rosdorf und mit der Herstellung der Außenanlagen für das Neubauprojekt am Groner Tor weiter. Vorbereitende Arbeiten beginnen bereits am Montag, 19. März, und dauern voraussichtlich bis zum 15. April. In der Zeit erfolgt der Rückbau der frei fließenden Rechtsabbiegespur. Mit erheblichen Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen. Während der Bauarbeiten ist es nicht möglich, von der Berliner Straße auf die Groner Landstraße abzubiegen.
Der Verkehr wird deshalb bereits an der Kreuzung Godehardstaße großräumig umgeleitet: von der Berliner Straße in die Godehardstaße / Bahnhofsallee / Groner Landstraße / Kasseler Landstraße. Wer dieser Umleitung nicht folgt, muss von der Berliner Straße geradeaus weiter über die Route Rosdorfer Weg – Rosdorfer Kreisel – Jheringstraße in die Groner Landstraße fahren. Auf der Berliner Straße stadteinwärts stehen in diesem Zeitraum nur drei Fahrspuren zur Verfügung, zwei für den geradeaus fahrenden Verkehr, eine für den linksabbiegenden Verkehr. Wegen der erforderlich Fräs-und Asphaltarbeiten gibt es an drei bis vier Tagen lediglich zwei Fahrspuren, eine Geradeaus- und eine Linksabbiegespur. Der Fußgänger- und der Radverkehr werden provisorisch durch den Baustellenbereich am neuen Hotel vorbei sowie durch den Kreuzungsbereich Groner Landstraße geführt.
Der Bau des Radschnellweges bezieht sich zunächst auf den Abschnitt zwischen ZOB und Groner Landstraße und erfolgt gleichzeitig mit der Herstellung der Außenanlagen des Hotel- und Sparkassenneubaus. Ab 19. März sind zunächst der Rückbau der alten Rechtsabbiegespur, die Schaffung einer neuen Bordführung und der Bau eines signalisierten Rechtsabbiegestreifens vorgesehen. Gleichzeitig ändert sich die Lage der Furten, Übergänge und Lichtsignalanlagen.


Stadthallenumgestaltung
Fassadengestaltung entschieden

pdg — Das Auswahlverfahren für die Gestaltung der Stadthallenfassade und die Rahmenplanung für das Umfeld des Gebäudes vom Cheltenhampark bis zum Deutschen Theater ist beendet. Fachverwaltung, Vertreter/innen der Ratspolitik und Sachverständige haben über die eingereichten Ideenskizzen für die Gestaltung des Gebäudehülle und des Areals entschieden. Für beide Planungsschwerpunkte waren seit Beginn 2018 mehrere Büros eingeladen, in konkurrierenden Verfahren Ideenskizzen zu erarbeiten.

Mit der Aufwertung der weiteren Umgebung der Stadthalle in dem Bereich zwischen Deutschem Theater und Cheltenhampark beschäftigten sich vier Fachbüros: Bruno Fioretti Marquez Architekten aus Berlin, Cityförster aus Hannover, DeZwarteHond aus Köln in Arbeitsgemeinschaft mit Kortemeier-Brokmann Landschaftsarchitekten aus Herford sowie Prosa aus Darmstadt. Aufgabenstellung waren dabei unter anderem die Verbesserung der Anbindung der Stadthalle an die Innenstadt, die Stärkung der räumlichen Verbindung zwischen den beiden Kultureinrichtungen Stadthalle und Deutsches Theater sowie die Umgestaltung des Albaniplatzes und die Verlegung der Parkplätze in eine Tiefgarage.

Das Büro Bruno Fioretti Marquez schied vorab aus formalen Gründen aus. Nach mehrstündiger Sitzung und Beratung über die verbleibenden drei Skizzen sprach sich die aus Ratsmitgliedern, Fachverwaltung und Sachverständigen bestehende Jury einstimmig für den Entwurf des Büros Prosa aus Darmstadt aus. „Der Entwurf hat das größte Potential für eine Weiterbearbeitung nach unseren Vorgaben“, sagt Thomas Dienberg in der Begründung der Entscheidung. Das Thema Verkehr müsse noch einmal generell durchgearbeitet werden, um eine Grundlage für die weitere Ausarbeitung der der Planung zu schaffen. Jury-Vorsitzender Georg Klaus, Professor an der Fakultät „Bauen und Erhalten“ der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), lobte weiterhin den Umgang mit dem Albaniplatz: „Die künftige Gestaltung und Funktion des Platzes bieten in diesem Entwurf die größten Potenziale.“

Für die Erneuerung und Umgestaltung der Fassade, die im Zusammenhang mit der Kernsanierung des Gebäudes steht, hatten die Architekturbüros pfp aus Hamburg, Reichel aus Kassel und Soll Sasse aus Dortmund Entwürfe eingereicht. Inhalt der Aufgabenstellung waren unter anderem die Wiederverwendung der Keramikplatten und Vorschläge für ein neues zeitgemäßes Gesicht der Stadthalle.

Nach intensiven Beratungen stimmte die Jury geschlossen für den Entwurf von Soll Sasse Architekten aus Dortmund. „Der Entwurf enthält einen innovativen Ansatz zur Unterbringung erforderlicher Technik und gleichermaßen zum Erhalt des prägnanten Erscheinungsbildes unserer Stadthalle“, begründet Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Für viele funktionale Anforderungen habe das Büro angemessene Lösungen entwickelt. Das Konzept der Architekten überzeugte weiterhin durch die Verbindung von Bestand und gleichzeitiger Entwicklung eines neuen Gestaltungsansatzes. „Da liegt die Qualität,“ begründet Stadtbaurat Thomas Dienberg. „Der Entwurf nimmt das Innovative des Ursprungsentwurfs auf und entwickelt es weiter. Er nimmt deutlich Bezug auf den Ort und wirkt so nachhaltig identitätsstiftend.“ Eine detaillierte Weiterbearbeitung müsse unter anderem für Vordach und Entrée erfolgen. Auch die Farbausgestaltung soll auf Empfehlung der Jury in der weiteren Bearbeitung angepasst werden.

Während der ersten Verfahrensphase hatten die Mitglieder der Jury die ersten Skizzen bereits gesichtet und Anmerkungen gemacht. Im Anschluss wurden die Entwürfe im Rahmen einer Infoveranstaltung in der Stadthalle öffentlich präsentiert. Interessierte konnten ihre Meinung auf Vordrucken vermerken oder sie an Stellwänden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der jeweiligen Büros mitteilen. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, die Entwürfe online zu sichten und auf der Website Kommentare und Meinungen zu den Entwürfen einzubringen. Die Anregungen der Jury und die rund 3500 aus der Bürgerschaft eingegangenen Bewertungen sollten die Büros bei der Überarbeitung ihrer Skizzen unterstützen.

Alle Beiträge können unter www.stadthalle2021.goettingen.de eingesehen werden. Außerdem werden die Skizzen von Montag, 23., bis Freitag, 27. April, im Foyer des Neuen Rathauses gezeigt. Die Ausstellung ist Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 17.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 13.00 Uhr zugänglich. Von Montag, 30. April, bis Sonnabend, 12. Mai, werden die Entwürfe im Rahmen der Messe „Wunderschönes Südniedersachsen“ am Stand der Stadt Göttingen im Einkaufszentrum „Kauf Park“ in Grone zu sehen sein. Die Öffnungszeiten der Ladenstraße, auf der sich die Messestände befinden, sind Montag bis Sonnabend von 7.45 bis 20 Uhr.

 

EAM
Re-Kommunalisierung ein Fehlschlag?
„Feierabendpolitiker“ räumen Fehler ein

Aufgrund einer Anfrage der Göttinger Linke an die Stadtverwaltung hat diese bestätigt, dass es erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten bei der EAM-Gruppe gibt, teilt die Partei in einer Erklärung mit. Offenbar sollen entgegen früherer Verlautbarungen, die von einer Ausweitung der Aktivitäten ausgingen, nunmehr 80 Arbeitsplätze wegfallen. Überdies erfolgte mit der Re-Kom­muna­lisie­rung ein Wechsel des Tarifvertrages, der neben finanziellen Einbußen eine Stunde unbezahlte Mehrarbeit für die Mitarbeiter/innen bedeutet.

Die Stadt Göttingen ist mit 9,213 Prozent als zweitgrößter kommunaler Eigentümer an der EAM beteiligt. Sie begründet die negative Entwicklung mit Auswirkungen der Entgeltregulierung in den Strom- und Gasnetzen, die nicht vorhersehbar gewesen seien. Insbesondere schlage sich indirekt die Niedrigzinsphase in reduzierten Einnahmen bei der EAM nieder. Die Göttinger Linke fragt sich nun, wofür seinerzeit exklusiven Berater im Verkaufsprozess etliche Millionen erhielten, wenn auf die allgemein bekannte Zinsentwicklung seit 2008 nicht hingewiesen wurde. Im Gegenteil war vor vier Jahren die damals bereits vorhandene Niedrigzinssituation ein wesentliches Argument für den Anteilserwerb.

Aus der Antwort auf die Anfrage der Göttinger Linken ergibt sich weiterhin, dass die EAM in den letzten Jahren insbesondere in Südniedersachsen etliche Netzteile abgeben musste – auch diese Entwicklung wurde zum Verkaufszeitpunkt nicht ausreichend benannt. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass das Sparprogramm der EAM zur wirtschaftlichen Stabilität beiträgt und die jährliche Ausschüttung der EAM an die GöSF nicht gefährdet ist. Nach Ansicht der Linken sei es jedoch eindeutig, dass der vor vier Jahren an die E.ON gezahlte Kaufpreis deutlich zu hoch war: „Den Preis dafür zahlen nun, genau wie in der sogenannten freien Wirtschaft, wieder einmal die Beschäftigten und möglicherweise die Bürger/innen der beteiligten Kommunen.“

Auch die Göttinger Linke hatte 2013 für den Erwerb der EAM-Anteile gestimmt und räumt dies heute als Fehler ein. „Für uns Feierabendpolitiker war es jedoch nicht möglich einzuschätzen, was ein realistischer Kaufpreis gewesen wäre.“ Einen Nutzen für die Bürger/innen der Stadt oder der anderer Kommunen könne man nunmehr nicht erkennen, im Gegenteil drohe im schlimmsten Fall eine Haftung der Stadt für aufgenommenen Kredite.

 

Lärmschutz
CDU gegen Tempo 30 in Reinhäuser Landstraße
„Pflicht zur zügigen und verträglichen Abwicklung des Verkehrs“

Während sich die CDU-Ratsfraktion jahrelang für mehr Lärmschutz am Holtenser Berg engagiert hat, lässt sie dieses Engagement den Anwohnern der Reinhäuser Landstraße gegenüber vermissen. Dort ist ihr die „zügige und verträgliche Abwicklung“ des, wie sie selbst einäumt, „unstrittig zunehmenden Verkehrs“ wichtiger als die Gesundheit der dort wohnenden Bevölkerung. Und sie sieht auch die Verwaltung in der Pflicht, der selbst attestierten Verkehrszunahme keine weiteren Hindernisse in den Weg zu legen.

Lärmaktionsplan
 
Als kritische Lärmquelle schon im Lärmaktionsplan von 2013 erkannt: die Reinhäuser Landstraße (Nr. 25 u. Nr. 10)Stadt Göttingen / LK Argus

Das war nicht immer so. Vor vielen Jahren gingen CDUler sogar auf die Straße, um gemeinsam mit Gleichgesinnten für eine Reduzierung des Verkehrs, für weniger Lärm und für saubere Luft in der Reinhäuser zu mobilisieren. Wobei allerdings nicht so ganz auseinander zu halten war, ob es mehr um diese Anliegen ging oder eher darum, Pendler und Besucher schneller und bequemer zu ihrer Arbeitsstätte oder zum Einkaufen nach Grone zu bringen. Denn eine Schneise quer durch noch halbwegs intakte Natur im Göttinger Süden hätte natürlich auch eine Entlastung für die Südstadt gebracht, doch vor allem auch mehr Bequemlichkeit für autoverliebte Individualisten und insbesondere eine unwiderbringlich zerstörte Landschaft, von der Göttingen immer weniger besitzt. Das war einer Mehrheit der Göttinger dann doch zu viel Kurzsichtigkeit.

Die scheint immer noch nicht ganz ausgeräumt. Aktuell kritisiert die CDU-Ratsfraktion Gedankenspiele der rot-grünen Ratsmehrheit, die Reinhäuser Landstraße über einen Pilotversuch des Landes auch tagsüber auf Tempo 30 zu drosseln. Ein solches Tempo gilt allerdings bislang nicht einmal für die Nachtstunden, wie die überklebten Schilder dort seit Jahren verkünden. Die CDU-Ratsfraktion lehnt diesen Vorstoß vehement ab: „Das Oberzentrum Göttingen verletze damit die Pflicht zur zügigen und verträglichen Abwicklung des unstrittig zunehmenden Verkehrs.“

„Wer sich darüber freut, dass in den letzten fünf Jahren die Zahl der Arbeitsplätze wie auch der Studierenden um jeweils rund 5.000 zugenommen hat, der kann nicht andererseits den innerörtlichen und den Regionalverkehr abwürgen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Ludwig Theuvsen. „Noch nicht einmal, wenn vor Jahren die Südumgehung realisiert worden wäre, könnten wir uns an der Reinhäuser Landstraße solche Spielchen erlauben. 38.000 Einpendler müssen werktäglich in Göttingen ihren Arbeitsplatz erreichen. Für jeden einzelnen ist es ein Stück wesentlicher Lebensqualität, dass er diesen Weg in annehmbarer Zeit und auch trockenen Hauptes zurücklegen kann.“

So kann man es natürlich auch sehen: trockene Füße und Köpfe und zügiges Vorankommen als Qualitätsmerkmal für Lebensqualität. Was zählen da schon saubere Lungen und psychische wie gesundheitliche Belastungen durch Lärm.

Er könne Göttinger Sozialdemokraten absolut nicht verstehen, die dafür den arbeitenden Kollegen aus der Region die Benutzung des eigenen fahrbaren Untersatzes vermiesen wollen, pflichtet der Vorsitzende im Bau- und Planungsausschusses, Hans Otto Arnold (CDU), Theuvsen bei. Es sei eine pure Illusion, dass in unserer Region mit ihrer ländlichen Struktur der ÖPNV wesentliche Teile des Pendlerstroms auffangen könnte. Der motorisierte Individualverkehr werde auch in den folgenden Jahrzehnten für unsere Region von grundsätzlicher Bedeutung bleiben – allenfalls die Antriebsart wird sich ändern.

Nun könnte man ja daran arbeiten, dass sich das ändert – vor allem in den Köpfen der politischen Entscheidungsträger. Dazu müssten sie allerdings weniger industriehörig und bürgerfreundlicher werden. Solange sich jedoch eher die Zivilgesellschaft statt die Politik für mehr Lebensqualität engagiert, die über individuelle Freiheiten hinausgeht und den Gemeinsinn mehr in den Blick nimmt, wird dies noch ein langer Weg bleiben. Nach Überzeugung der CDU-Ratsfraktion bedarf es jedenfalls keiner weiteren Versuche, um den „optimalen Fahrzeugdurchsatz einer Straße“ zu ermitteln.Dieser liege nicht bei Tempo 30, sondern in allen Praxistests seit 1972 klar um Tempo 50, ist sie sich sicher.

Unweigerlich habe in Göttingen die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge im Jahr 2017 einen neuen Spitzenwert erreicht und neue Verkehrszählungen haben eine deutliche Zunahme des Verkehrs im gesamten Stadtgebiet nachgewiesen, räumen auch die CDUler ein. Was will man mehr. Mehr Verkehr, mehr Wachstum, Umsatz etc. pp. und auch mehr Umweltbelastungen. So geht es voran. Und nicht mit querulatorischen Einwohnern, die dies alles ertragen müssen.

 

 

 
             
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