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Volkstrauertag
Gedenkstunde im Alten RathausWeitere Informationen

21. November bis 1. Dezember
Klimaschutz-Tage in GöttingenWeitere Informationen

Neuerscheinung
Senioren- und PflegewegweiserWeitere Informationen

Bauplanung ehem. IWF
Bürgerinitiative weiterhin kritischWeitere Informationen

Ausfallstraßen werden schneller
Vorrang für BusseWeitere Informationen

Urban Mining
Rohstoffquellen
direkt vor der HaustürWeitere Informationen

Klimaschutz-Bericht Göttingen
Weiterhin hohe Anstrengungen
erforderlich
Weitere Informationen

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Verwaltung
Ausschuss- und
Ortsratssitzungen

Ausführlichere Informationen zu den Sitzungen erhaltn Sie unter www.goettingen.de ►Rathaus & OB ►Bürgerinfo ►Kalender.
Bürger können – zumeist gegen 18 Uhr – in allen Sitzungen sachbezogene Anliegen vorbringen.

Ausschuss für Personal,
Gleichstellung und Inklusion

pdg — Die Vorbereitung der Wahl eines Ersten Stadtrats und Dezernenten für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr, der Entwurf für den Nachtragsstellenplan 2018, Planungen zur „Unterbringung der Verwaltung“ und der Controlling-Report zum 31. Juli 2017 – das sind Themen, mit denen sich der Ausschuss am Montag, 20. November, ab 16.00 Uhr im Sitzungssaal Thorn (126) beschäftigt.

Sportausschuss
pdg — Ein Antrag der Bündnis 90 / Die Grünen-Fraktion zum Ausbau der Sporthalle der Lohbergschule zu einem Veranstaltungsraum steht auf der Tagesordnung der fünften Sitzung des Sportausschusses der Stadt Göttingen, der am Dienstag, 21. November, ab 16.45 Uhr im Seminarraum Ebene 3 der Zentralen Einrichtung für den Sport der Universität Göttingen (Sprangerweg 2) tagt. Laut Tagesordnung geht es neben Mitteilungen der Verwaltung in der Sitzung auch um Anfragen. Ab 16.15 Uhr findet eine Führung über das Universitätssportgelände für die Ausschussmitglieder statt.

Ortsrat Holtensen
pdg — Um den Kanalbau im Ortsteil ab 2018 geht es in der 5. Sitzung des Ortsrates Holtensen am Dienstag, 21. November, ab 20.00 Uhr im Gasthaus Wille, Lenglerner Straße 37. Dazu berichten die Göttinger Entsorgungsbetriebe. Auf der Tagesordnung stehen u.a. auch „Anfragen“.

Ausschuss für Bauen,
Planung und Grundstücke

pdg — Über eine Informationsveranstaltung zum Ausbau der Merkelstraße, den Neubau eines Geh- und Radweges im Gartetal und den Stand der Umsetzung des Investitionsprogramms 2017 berät der Ausschuss am Donnerstag, 23. November, ab 16.00 Uhr im Sitzungssaal Cheltenham (118) im 1. OG des Neuen Rathauses. Laut Tagesordnung geht es u.a. auch um Satzungsbeschlüsse in zwei Bebauungsplanverfahren (Paul-Löbe-Weg; Deneweg), um die Nahwärmesatzung „Deneweg“ sowie um den Auslegungsbeschluss für die 1. Änderung des Teilplans 1 des Bebauungsplans Göttingen Nr. 127 „Güterverkehrszentrum“.

Ausschuss für
Kultur und Wissenschaft

pdg — Berichte zum Arbeitskreis „Wissenschaft / Hochschulen“ sowie der Universität zur neuen Exzellenzinitiative, zum „Forum Wissen“ und zum „Alten Botanischen Garten“ erwarten die Mitglieder des Ausschusses am Donnerstag, 23. November, ab 16.30 Uhr im Sitzungszimmer des Aulagebäudes der Universität am Wilhelmsplatz. Auf seiner Tagesordnung hat der Ausschuss außerdem einen Antrag der SPD-Fraktion zur „Außenspielstätte für Göttingen“, den Wirtschaftsplan 2018 der Stadthalle sowie Berichte zu Vergabe von Zuschüssen an Projekte und Einrichtungen bzw. für kulturelle Aktivitäten ausländischer Mitbürger/innen.

Ortsrat Nikolausberg
pdg — Mit dem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Göttingen-Nikolausberg Nr. 21 „Hotel Beckmann“ beschäftigt sich der Ortsrat Nikolausberg in seiner achten Sitzung am Donnerstag, 23. November, ab 20.00 Uhr im Gasthaus „Klosterkrug“, Kalklage 2. Auf der Tagesordnung stehen u.a. auch Anträge zur Bildung eines Arbeitskreises „Wohnen mit Weitblick“, zur Neufassung der Förderrichtlinien des Ortsrates, zum Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern und zur Sanierung eines Fußweges (alle SPD-Bündnis 90 / Die Grünen- Gruppe) sowie zur Entwicklung eines erweiterten Angebots an Bushaltestellen (CDU-Fraktion).

 

Volkstrauertag
Gedenkstunde im Alten Rathaus
pdg — Anlässlich des Volkstrauertages 2017 veranstalten die beiden Göttinger Kreisverbände des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. am Sonntag, 19. November, um 11.15 Uhr eine Gedenkstunde in der Halle des Alten Rathauses. Nach der Begrüßung durch Landrat Bernhard Reuter spricht Dr. Martin Heimbucher, Kirchenpräsident der Evangelisch-Reformierten Kirche. Musikalisch umrahmt wird die Feierstunde von Mitgliedern der Akademischen Orchestervereinigung Göttingen.
Wegen der Gedenkstunde wird die Ausstellung des Kunstvereins Göttingen „NO FUTURE Komplex Foutue“ im Obergeschoss des Alten Rathauses erst um 12.30 Uhr geöffnet.
Im Anschluss an die Gedenkstunde findet gegen 12.20 Uhr die Totenehrung mit Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof des Stadtfriedhofs, Kasseler Landstraße 1, statt. Es besteht die Möglichkeit, gegen 11.55 Uhr mit einem Sonderbus der Göttinger Verkehrsbetriebe von Haltestelle vor der Stadtbibliothek am Markt zum Stadtfriedhof (Haltestelle Stadtfriedhof / Eingang Kasseler Landstraße) zu fahren. Nach der Kranzniederlegung fährt der Bus von der Haltestelle Stadtfriedhof wieder in die Innenstadt zurück.
Weitere Gedenkveranstaltungen in den Ortsteilen:
Hetjershausen: 11.00 Uhr am Ehrenmal; Knutbühren: nach der um 11.30 Uhr beginnenden Andacht am Ehrenmal; Groß Ellershausen: nach dem um 10.00 Uhr beginnenden Gottesdienst am Ehrenmal; Roringen: 10.00 Uhr Gottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal; Herberhausen: 11.00 Uhr vor dem Gottesdienst, der um 11.15 Uhr beginnt, am Ehrenmal vor der Kirche; Holtensen: 9.30 Uhr Gottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal; Weende: am Mahnmal „Stumpfe Eiche“ um 11.30 Uhr; Grone: am Ehrenmal um 11.10 Uhr; Geismar: 10.00 Uhr im Rahmen des Gottesdienstes in der St.-Martini-Kirche, danach um 11.30 Uhr Kranzniederlegung am Ehrenmal des Geismarer Friedhofs; Elliehausen: 10.45 Uhr Gottesdienst in der Kirche in Elliehausen, danach Kranzniederlegung am Ehrenmal; Nikolausberg: am Mahnmal „Auf dem Hainholz“ um ca.11.00 Uhr; im direkten Anschluss an den um 10.00 Uhr in der Klosterkirche stattfindenden Gottesdienst; Esebeck: 11.45 Uhr Kranzniederlegung am Ehrenmal.

Klimaschutz-Tage in Göttingen
Ausdrücklich auch für junge Menschen
pdg — Klimaschutz in seiner ganzen Bandbreite ist das Thema der Klimaschutz-Tage, die die Stadt Göttingen in diesem Jahr bereits zum fünften Mal ausrichtet. Vom 21. November bis zum 1. Dezember zeigt ein großes Netzwerk Göttinger Organisationen, wie ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann. Die Klimaschutz-Tage stehen in enger Verbindung mit dem Netzwerk21Kongress, der am 29. und 30. November in Göttingen stattfindet. In den mehr als 50 Veranstaltungen unterschiedlichsten Formats wird das Thema Klimaschutz mit all seinen Facetten betrachtet. Die Göttingerinnen und Göttinger sind zum Mitmachen eingeladen.
Das Angebot reicht von einem schmackhaften veganen Mitbring-Brunch, spannenden Filmvorführungen, abwechslungsreichen Besichtigungen, zahlreichen Workshops und Vorträgen bis hin zum Klimaschutz-Markt, auf dem sich viele der teilnehmenden Organisationen vorstellen.
Die Klimaschutz-Tage starten am Dienstag (21.11.) ab 17.30 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses mit einem Vortrag des bekannten Klimaforschers Prof. Dr. Mojib Latif zur „Herausforderung Klimawandel“. Direkt im Anschluss werden auf der Informationsveranstaltung zum Projekt „Klimaschutz im Zentrum“ aktuelle Handlungsansätze und Beteiligungsmöglichkeiten zur Sichtbar- und Erlebbarmachung des Klimaschutzes in der Göttinger Innenstadt vorgestellt. Am Sonnabend, 25. November, findet von 9.00 bis 17.30 Uhr das ClimateCultureLab statt – eine eintägige Werkstatt, bei der gemeinsam mit interessierten Göttinger Bürger/innen, Akteuren und Entscheidungsträgern der Weg für einen „Klima-Kultur-Wandel“ in Göttingen bereitet werden soll.
Auch auf dem Klimaschutz-Markt am 29. und 30. November in der Lokhalle, der in Verbindung mit dem bundesweiten Netzwerk21Kongress organisiert wird, steht der Klimaschutz in Göttingen im Mittelpunkt. Die aktiven Organisationen zeigen Zusammenhänge zwischen Klimaschutz und Ernährung, Mobilität oder dem bewussten Umgang mit den Ressourcen auf. Außerdem geht es um den Klimawandel als Fluchtursache sowie seine Thematisierung in Medien und Kunst. Viele Mitmach-Aktionen laden ein, auszuprobieren und selbst kreativ zu werden, beispielsweise durch Upcycling, bei dem (vermeintlicher) Abfall eine neue Bedeutung als Musikinstrument oder Geschenkverpackung bekommt, oder bei eigenen Kunstaktionen.
Auch ein Bühnenprogramm ist in Vorbereitung. Viele Veranstaltungen während der Klimaschutz-Tage richten sich ausdrücklich an Kinder und Jugendliche, die auf vielfältige Weise mit dem Thema in Berührung kommen. Die kostenfreien Aktionen für Schulklassen und Kita-Gruppen gehen dabei altersgerecht auf die Themen Klimaschutz, erneuerbare Energien, klimafreundliche Ernährung und Nachhaltigkeit ein. Sie können z.B. auf einer spielerischen Reise um die Welt und durch die Jahreszeiten den Zusammenhang von Klimaschutz und Ernährung oder Alternativen für den „Wahnsinn Verpackung“ und die alltägliche Papierverschwendung kennenlernen.
Ausgerichtet und koordiniert werden die Klimaschutz-Tage von der Stadt Göttingen.
www.klimaschutz.goettingen.de/klimaschutztage.

 

Neuerscheinung
Senioren- und Pflegewegweiser
Pflegewegweiserpdg — Eine neue Auflage der Broschüre Senioren- und Pflegewegweiser des Senioren- und Pflegestützpunktes Niedersachsen der Stadt Göttingen ist jetzt erschienen. Die komplett überarbeitete 7. Auflage veröffentlicht zahlreiche Informationen und Adressen rund um das Thema Älterwerden in Göttingen, die vom städtischen Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen aktualisiert oder neu aufgenommen worden sind. Der Senioren- und Pflegewegweiser richtet sich an ältere Menschen und deren Angehörige, an Pflegebedürftige und Menschen, die von Pflegebedürftigkeit bedroht sind, darüber hinaus auch an alle, die beruflich oder ehrenamtlich mit Seniorinnen und Senioren in Göttingen zu tun haben.
Erneut feste Bestandteile der Broschüre sind die Themenbereiche Beratung, Pflege, Wohnen und Freizeit. Insbesondere die Informationen zum Pflegeversicherungsgesetz wurden komplett überarbeitet und aktualisiert. Wesentliche Änderungen, die durch das Pflegestärkungsgesetz II seit dem 1. Januar 2017 entstanden sind, werden verständlich dargestellt. Die 60seitige Publikation gibt es kostenlos u.a. im Neuen Rathaus, in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende sowie in der Touristen-Information im Alten Rathaus. Zusätzlich ist der Senioren- und Pflegewegweiser auch auf der Homepage der Stadt unter www.goettingen.de/senioren einsehbar.

Hausbesetzung
Grüne + SPD: Junge Union fremdenfeindlich
Ein Facebook-Posting der Jungen Union bringt SPD und Grüne auf die Palme. Darin wird unterstellt, die SPD würde sich gegen eine Nutzung des Wohnheims Albrecht-Thaer-Weg für Studierende wenden. Dies sei „eine böse Verdrehung und der Versuch, Studierende gegen Geflüchtete zu instrumentalisieren“, so die Fraktionsvorsitzenden Tom Wedrins (SPD) und Rolf Becker (Grüne). Fakt sei, dass die Hälfte der Wohnplätze für geflüchtete Menschen bereit gehalten werde. Die Argumentation, SPD und Grüne hätten durch die kommende Schließung des IWF die Situation auf dem Wohnungsmarkt verschärft, sei falsch, genau das Gegenteil sei der Fall, heißt es in einer Erklärung der beiden Parteien. Dort werde mehr neuer Wohnraum für Göttingen entstehen.
„Es ist kein sinnvoller Debattenbeitrag, der SPD Doppelmoral vorzuwerfen, sondern unredlich, wenn die Junge Union die Interessen von Studierenden und Geflüchteten gegeneinander ausspielt“, erklärt Rolf Becker.
Hintergrund der Auseinandersetzung ist, dass SPD und Grüne für den Versuch einer Hausbesetzung in der Baurat-Gerber-Straße Verständnis geäußert hatten. „Der Wohnungsmarkt ist heiß umkämpft. Wo ist die Doppelmoral, wenn wir eine Wohnanlage gemeinsam für Studierende und geflüchtete Menschen erschließen und uns gleichzeitig entschieden gegen Leerstand wenden?“, so Tom Wedrins. Beide Parteien wenden sich entschieden gegen jede Form des spekulativen Leerstands. Leerstand wie in der Baurat-Gerber-Straße oder wie am alten Gefängnis am Waageplatz, so der Grüne Thomas Harms, müsse vermieden und sozial geächtet werden.
„Ein wohnraumpolitisches Denken der JU-Göttingen vom Wand bis zur Tapete ist bezeichnend, aber wenig hilfreich.“ Da sich Ton und Argumentation des kritisierten Postings gegen Geflüchtete richte, fordern die Fraktionsvorsitzenden „umgehend“ eine Distanzierung der CDU von ihrer Jugendorganisation.
Junge Union kontert
Der Junge Union Stadtverband Göttingen (JU) weist den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit entschieden zurück. Die Äußerungen der SPD-Ratsfraktion seien haltlos und einer sachlichen Debatte nicht förderlich.
Die JU hatte der SPD in einem Facebook-Post Doppelmoral unterstellt, weil die SPD einerseits die versuchte Hausbesetzung in der Baurat-Gerber-Straße gutheiße, aber andererseits eine komplette studentische Nutzung des neuen Wohnheims im Albrecht-Thaer-Weg ablehne. So ließe sich das Problem bezahlbarer Wohnungen nicht lösen. „Der reflexhafte Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit ist in höchstem Maße unseriös“ und lenke von der eigentlichen Debatte ab. „Statt andere zu diffamieren, sollte sich die SPD auf unser gemeinsames Ziel fokussieren: nämlich ausreichenden, bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen“, entgegnet der JU-Stadtverbandsvorsitzende Simeon Atkinson und bekräftigt, es sei widersinnig, erst eine Flüchtlingsunterkunft zu schließen und somit das Angebot auf dem Wohnungsmarkt zu verknappen und anschließend Unterstützung für eine Hausbesetzung zu erklären. „Wir hätten eine Fortführung der IWF-Unterkunft mit seinen hervorragenden Betreuungsmöglichkeiten sehr begrüßt, so die Pressesprecherin der JU, Anna Grill. Rot-Grün habe sich dagegen entschieden. „Dass die Unterbringung der IWF-Bewohner nun natürlich den Wohnungsmarkt belastet, ist einfache Mathematik und keine Fremdenfeindlichkeit.“
Zudem könne es in einem Rechtsstaat keine Rechtfertigung für willkürliche Eingriffe in das Eigentum Anderer geben.

Ausfallstraßen werden schneller
Vorrang für Busse
pdg — Der Umbau von Lichtsignalanlagen (LSA) zur Beschleunigung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Göttingen geht weiter. Die Ausbaustufe zwei hat am 16. Oktober begonnen und umfasst 21 weitere LSA. Die Arbeiten betreffen Ampeln an der Kasseler Landstraße, der Dransfelder Straße, der Otto-Brenner-Straße, der Holtenser Landstraße, am Hagenweg, in der Königsallee, der Godehard- und der Grätzelstraße sowie in der Martin-Luther-Straße. Begonnen wurde in dieser Woche mit der Anlage „Otto-Brenner-Straße / Martin-Luther-Straße“.
An den besonders verkehrsstarken Anlagen werden nach Angaben der Stadtverwaltung während der Umbauphase mobile Anlagen aufgestellt. Die Bauphase soll im April 2018 abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf rund eine Million Euro. Das bis ins Jahr 2019 angelegte Gesamtprogramm zur ÖPNV-Beschleunigung kostet fünf Millionen Euro. Oberbürgermeister Rolf-Georg-Köhler und Stadtbaurat Thomas Dienberg hatten es aus Anlass der Fertigstellung des Umbaus von 21 LSA in der Ausbaustufe 1.2 Mitte August der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Umbaumaßnahmen beinhalten die Umstellung der Anlagen auf eine verkehrsabhängige Steuerung, die Ausstattung mit Technik zur Busbeschleunigung, die Umstellung aller Anlagen auf energiesparende LED Technik, die Installation von Sensoren zur Verkehrserfassung, den Einbau moderner und leistungsstarker Steuergeräte, den Austausch schadhafter Masten, die Integration von Videodetektoren sowie eine komplette Neuverkabelung. Im Zuge der Arbeiten werden alle Signalprogramme der betroffenen Anlagen angepasst. Dies ist notwendig, da die LSA von der bisherigen Festzeitsteuerung auf eine flexible, verkehrsabhängige Steuerung umgestellt werden. Gleichzeitung werden Unfallschwerpunkte wie integrierte Linksabbieger entschärft.
Die Umstellung erfordert erfahrungsgemäß spätere Anpassungen im laufenden Betrieb. Busse erhalten nach dem Ausbau an den ausgerüsteten Lichtsignalanlagen eine bedingte Bevorrechtigung, d.h. die Fahrzeuge senden in definierten Abständen vor den Anlagen ein Signal, das in deren Steuergerät verarbeitet wird. Der Bus erhält entweder nach einem verkürzten Umlauf ein Grünsignal oder das bestehende Grünsignal wird bis nach dem Queren der Kreuzung verlängert.


Urban Mining
Rohstoffquellen direkt vor der Haustür

Forts. von der Startseite — Urban Mining bezieht sich nicht allein auf die Nutzung der innerstädtischen Lager, sondern befasst sich vielmehr mit dem gesamten Bestand an langlebigen Gütern. Darunter fallen beispielsweise Konsumgüter wie Elektrogeräte und Autos, aber auch Infrastrukturen, Gebäude, Ablagerungen und Deponien. Wir sind umgeben von einem vom Menschen gemachten Lager in Höhe von über 50 Milliarden Tonnen an Materialien. Noch wächst dieses anthropogene Lager Jahr für Jahr um weitere zehn Tonnen pro Einwohner an.

In Hinblick auf einen zunehmenden internationalen Wettbewerb um die knappen Rohstoffe der Erde kann die Nutzung von Sekundärrohstoffen aus heimischen Quellen dazu beitragen, die natürlichen Ressourcen der Erde zu schonen und so die Lebensgrundlagen bestehender und zukünftiger Generationen zu sichern. Besonders im Bereich der als versorgungskritisch eingestuften Edel- und Sondermetalle wie Platin, Silber, Kobalt und Neodym kommt diesem Punkt eine große Bedeutung zu, da viele Zukunftstechnologien in ihrer Funktionsweise vom Vorhandensein solcher Metalle abhängig sind. Zum anderen ergeben sich durch den Einsatz von Sekundärrohstoffen und die Aufbereitung im Inland wirtschaftliche Vorteile – für das produzierende Gewerbe durch Kosteneinsparungen im Materialbereich, für die Volkswirtschaft durch Erhöhung der inländischen Wertschöpfung. Die Recyclingwirtschaft ist schon jetzt ein potenzialträchtiger Innovationsmotor und Arbeitsmarkt.

Die größte Masse des Rohstoffpotenzials umgibt uns in Form von Baustoffen wie Steinen, Kies, Beton und Erden in Bauwerken. Fast jede und jeder kennt den Anblick ungenutzter, ehemaliger Industrieflächen mit übrig gebliebenen Gebäudebeständen oder auch leerstehender Wohngebäude in wirtschaftlich schrumpfenden ländlichen Gegenden. Eine bessere Ausnutzung und Zweitverwertung dieser Ressourcen könnte helfen, den Aufschluss neuer Steinbrüche oder Kiesgruben zu vermeiden.

Der größte finanzielle Wert besteht in Form nicht mehr genutzter Metalle, beispielsweise Eisenträger, Stahlarmierungen oder Kupferleitungen aus ungenutzten Immobilien oder Brücken sowie Stahlschienen ehemaliger Eisenbahnstrecken. Auch Schrott ist wertvoll, der noch in der Frühzeit der Abfallwirtschaft auf Deponien vergraben wurde. Je nach Lage der Schrottpreise wurde dieses Potenzial auch in der Vergangenheit schon zur Herstellung neuer Metallwerkstoffe eingesetzt.

Das Umweltbundesamt sieht für die kommenden Jahre Spielraum insbesondere auf folgenden Feldern:

  • Recyclinggestein: Hochwertige, qualitätsgesicherte Sekundärbaustoffe könnten erzeugt werden, wenn Bauschutt bereits an der Abbruchstelle sortenrein erfasst wird und Gewinnung sowie Aufbereitung und Behandlung bis hin zum Wiedereinsatz der Sekundärmaterialien in der Produktion integriert betrachtet werden.
  • Elektronikschrott: Eine effektivere Gewinnung von Edel- Sondermetallen aus zum Teil langlebigen Konsumgütern wie Mobiltelefonen und sonstigen Elektrogeräten könnte die Abhängigkeit von teuren, versorgungskritischen Rohstoffimporten verringern. Außerdem könnte eine vermehrte kontrollierte Aufbereitung innerhalb Deutschlands dazu beitragen, die unsäglichen Arbeitsbedingungen zu beenden, unter denen weltweit Elektronikschrott behandelt wird.
  • Materialkataster: Einer höheren Recyclingquote steht häufig die Unkenntnis des Sekundärrohstoffvorkommens entgegen. Neubauten und auch Konsumgüter könnten in Zukunft sogenannte Materialpässe erhalten, auf deren Grundlage ein hochwertigeres Recycling möglich wird. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um komplexe Stoffverbünde mit hohen Anforderungen an Sortier-, Trenn- und Recyclingtechniken handelt, die bereits heutzutage die Abfallwirtschaft vor große Herausforderungen stellen. Für den Bestand an schlummerndem Material lohnt sich für bestimmte Rohstofflager auch eine aktive Erfassung und Katasterisierung der verbauten Materialien.

→www.umweltbundesamt.de/publikationen/urban-mining

 

Klimaschutz-Bericht Göttingen
Weiterhin hohe Anstrengungen erforderlich
Treibhausgas-Emissionen von 7,08 t jährlich pro Einwohner

Forts. von der Startseite — Dazu werden neben den Energie- und Treibhausgas-Bilanzen unterschiedliche Klimaschutz-Aktivitäten lokaler Akteure wie der Stadt Göttingen, der Stadtwerke Göttingen AG, der Georg-August-Universität Göttingen als Träger des Masterplans 100% Klimaschutz und der Energieagentur Region Göttingen als lokalem Partner betrachtet. So wird der derzeitige Umsetzungsstand des Masterplans 100% Klimaschutz auf dem Weg zur Klimaneutralität Göttingens aufgezeigt. Dies stellt sicher, dass die gesetzten Klimaschutzziele kontinuierlich verfolgt und wo nötig Korrekturen vorgenommen bzw. Anstrengungen verstärkt werden können.

Um die gesetzten Klimaschutzziele mittel- und langfristig zu erreichen, plant die Stadt Göttingen mit ihren Partnern verschiedene Projekte, die die positive Entwicklung in den unterschiedlichen Handlungsfeldern weiter fortführen und möglichst verstärken sollen. Die folgenden Maßnahmen und Projekte, die in Zukunft angegangen werden sollen, können dazu beitragen, bis zum Jahr 2050 eine klimaneutrale und vor allem lebenswerte Stadt Göttingen zu schaffen:

  • das Projekt „Klimaschutz im Zentrum“, welches ebenfalls am 29. August im Umweltausschuss vorgestellt und voraussichtlich bis Ende 2018 umgesetzt wird. Es hat das Ziel, in der Innenstadt Orte für den Klimaschutz entstehen und dauerhaft sichtbar werden zu lassen. Unter intensiver Beteiligung verschiedener Akteure und vor allem der Bürgerschaft wird in mehreren thematischen Bausteinen von der energetischen Sanierung über einen klimabewussten Lebensstil bis hin zum „Grün in der Innenstadt“ die Bandbreite des Klimaschutzes abgebildet, indem bereits umgesetzte Maßnahmen anschaulich präsentiert und neue Projekte angestoßen werden.
  • Maßnahmen im Bereich Mobilität und Verkehr, wie z.B. die Erstellung des Nahverkehrsplans südliche Innenstadt und des Radverkehrsentwicklungsplans, erfolgen immer mit Fokus auf dem Klimaschutz und zur Stärkung des Umweltverbundes (dazu zählen Fuß-, Rad- und öffentlicher Nahverkehr).
  • Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs wurde kürzlich der Grundsatzbeschluss gefasst, die Busflotte auf Elektroantrieb umzustellen, was nun schrittweise umgesetzt wird.
  • Im Handlungsfeld Energieversorgung wird die Weiterentwicklung der Fernwärmeerzeugung unter Einsatz erneuerbarer Energien vorangetrieben.
  • Im Bereich Sensibilisierung und Bildung liegt der Fokus u.a. auf Bildungsmaßnahmen in Kita und Schule sowie die jährlichen Klimaschutz-Tage. Diese Veranstaltungsreihe wird von der Stadt Göttingen koordiniert und bietet im Zeitraum vom 21.11. bis 1.12. Aktionen und Veranstaltungen für alle interessierten Göttingerinnen und Göttinger, u.a. auf dem Klimaschutz-Markt am 29. und 30.11. in der Lokhalle.

Nach wie vor ist darüber hinaus der Beitrag jeder und jedes Einzelnen wichtig. Klimaschutz wird also auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe in Göttingen darstellen. Begleitet und koordiniert wird die Umsetzung des Masterplans 100% Klimaschutz von zwei Klimaschutz-Managerinnen der Stadt Göttingen. Genauere Informationen und aktuelle Meldungen unter →www.klimaschutz.goettingen.de

 

 

 
             
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