Platzhalter

Spacer  
  SpacerRedaktionSpacer   SpacerPolitikSpacerWirtschaftSpacerGesellschaftSpacerWissenschaftSpacerKulturSpacerVeranstaltungen
           
 

 

Arbeitsmarkt im Januar
Saisonüblicher AnstiegWeitere Informationen

Umweltzerstörung
Unilever schert sich nicht
um Palmöl-Opfer
Weitere Informationen

Deutsche Bahn AG
Von wegen PünktlichkeitWeitere Informationen

Nahversorgung mit Lebensmitteln Teilweise große DifferenzenWeitere Informationen

__________________

 

Arbeitsmarkt im Januar
Saisonüblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn
Göttingen. — Mit einem deutlichen Anstieg der Arbeits­losen­zahlen startete der Arbeits­markt in das neue Jahr. Im Januar waren 16.574 Menschen arbeitslos gemeldet, das waren 1.704 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zu der Entwick­lung in voran­gegan­genen Jahren fiel der Anstieg in absoluten Zahlen jedoch mode­rater aus als zu diesem Zeitpunkt üblich.

  • Arbeitslosenzahl: 16.574
  • Veränderung gegenüber Vormonat: +1.704 bzw. 11,5%
  • Veränderung gegenüber Vorjahres­monat: -2.872 bzw. -14,8%
  • Arbeitslosenquote (Vorjahres­wert): 7,4% (8,7%)

„Der Anstieg der Arbeits­losigkeit im Januar gehört zu den typischen saisonalen Schwan­kungen, die sich immer wieder in den Verlaufs­kurven finden. Der 31.12. beendet nicht nur das alte Kalen­derjahr, sondern als Quartals- und Jahres­ende auch zahlreiche Arbeits­verhält­nisse. Er fällt in den meisten Unter­nehmen mit dem Ende des Geschäfts­jahres zusammen und markiert somit einen Zeitpunkt, an dem zunächst Bilanz gezogen wird und die Personal­planung gege­benen­falls korrigiert wird“, erläuterte Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäfts­führung der Agentur für Arbeit Göttingen, die Entwick­lung auf dem Arbeits­markt. Auch im Einzel­handel würden zum Januar nach dem Ende des Weih­nachts­geschäf­tes viele befristete Verträge auslaufen. Da viele Menschen sich nach einer sozial­versiche­rungs­pflichtigen Beschäf­tigung arbeitslos meldeten, war der Zugang aus Beschäf­tigung insbe­sondere im Bereich der Arbeits­losen­versiche­rung zu spüren.

Statistik 1

Aussagekräftiger bezüglich der Situation am Arbeits­markt ist der Blick auf die Vor­jahres­zahlen. Hier zeigt sich, wie positiv sich der Arbeits­markt im Verlauf des zurück­liegenden Jahres entwickelt hat. Denn gegenüber Januar 2011 sank die Zahl der Arbeits­losen um 2.872 bzw. 14,8%. Besonders stark profitierten Jugend­liche unter 25 Jahren. Hier sank die Arbeits­losigkeit um 19,6% auf 1.365. Agentur für Arbeit Göttingen Seite 2 von 3 Deutlich zurück ging allerdings im Vergleich zum Vor­jahres­monat die Zahl der Stellen­angebote, die der Arbeits­agentur von Betrieben und Verwal­tung gemeldet wurden. Im Vergleich zum Januar 2011 sank die Zahl der Stellen­zugänge um 93 bzw. 13,0% auf 621. Gläser sieht hierfür insbe­sondere zwei Gründe: „Zum einen hören wir von den Betrieben, dass sie zwar Aufträge haben, aber mit Blick auf die finan­ziellen Unsicher­heiten im Rahmen der europäi­schen Schulden­krise mit Investi­tionen, auch in Personal, zögern. Zum anderen hat der bisher sehr milde Verlauf des Winters dazu geführt, dass die Firmen, die in den Außen­bereichen arbeiten, ihr Personal nicht entlassen mussten. Dement­sprechend besteht dort natürlich aktuell auch keine Nach­frage.“ Dennoch liegt das aktuelle Stellen­angebot in Süd­nieder­sachsen mit insgesamt 1.937 Stellen um 163 bzw. 9,2% über dem Vorjahr.

Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeits­losenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeits­losen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber z.B. im Rahmen von arbeits­markt­politischen Maßnah­men gefördert werden.* Die Unter­beschäfti­gung betrug nach vorläufigen Angaben im Januar 22.169. Damit lag die Unter­beschäfti­gung um 3.130 bzw. 12,4% unter dem Wert des Vorjahres­monats.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit
im Agenturbezirk Göttingen im Jahresverlauf

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Agentur­bezirk Göttingen verlief in den zurück­liegen­den Monaten mit den regional üblichen, saisonal bedingten Höhen und Tiefen. Seit Februar 2010 werden allerdings aufgrund günstiger konjunk­tureller Einflüsse konstant die jeweiligen Werte des Vorjahres­monats unter­schritten.

Statisktik 2

Entwicklung in den Landkreisen
und den angrenzenden Agenturbezirken

Wie im gesamten Agenturbezirk stieg die Zahl der Arbeits­losen in den drei süd­nieder­sächsischen Land­kreisen Göttingen, Northeim und Oste­rode im Vergleich zum Vormonat deutlich an. Im Landkreis Göttingen um 12,0% (884), im Land­kreis Northeim um 13,7% (649) und im Landkreis Osterode um 8,5% (293). Im Vergleich zum Januar 2011 waren jedoch in allen Land­kreisen deutlich weniger Men­schen arbeitslos.

Am deutlichsten sank die Arbeits­losigkeit im Land­kreis Göttingen. Hier waren im Januar 2.221 Menschen bzw. 21,2% weniger Menschen arbeitslos als im Vorjahres­monat. Die Entwick­lung war insbe­sondere dem Rückgang um rund 30% in der Grund­sicherung für Arbeit­suchende geschuldet. Zum Statistik­stichtag waren somit im Land­kreis Göttingen 8.255 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeits­losen­quote im Landkreis betrug 6,5% und lag damit 1,8 Prozent­punkte unter der Quote des Vorjahres­monats.

Auch im Landkreis Northeim sank die Arbeits­losigkeit. Im Januar waren 5.383 Menschen arbeitslos, 351 bzw. 6,1% weniger als im Januar 2011. Die Arbeits­losen­quote betrug 7,7%, vor einem Jahr hatte sie noch 8,2% betragen. Der Land­kreis Osterode meldete eine Arbeits­losen­quote von aktuell 9,8%. Die Arbeits­losen­quote lag 1,1 Prozent­punkte unter der Januar-Quote 2011. 3.741 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 419 bzw. 10,1% weniger als im Vorjahres­monat.

Mit 7,4% liegt die Arbeits­losen­quote im Agentur­bezirk über der durch­schnitt­lichen Arbeits­losen­quote Nieder­sachsens, die im Januar 7,0 betrug. Im Vergleich zu den nieder­sächsi­schen Nachbar­bezirken weist der Göttinger Agentur­bezirk jedoch weiterhin die niedrigste Arbeits­losen­quote aus. Im Agentur­bezirk Hildes­heim lag die Arbeits­losen­quote bei 7,6% und damit 1,3 Prozent­punkte unter dem Vorjahres­wert. Die Arbeits­agentur Hameln meldete eine Arbeits­losen­quote von 8,7% (Januar 2011: 9,0%). Im Agentur­bezirk Goslar lag die Arbeits­losen­quote mit 9,4% 0,7 Prozent­punkte unter dem Vorjahres­wert. Die Arbeits­agentur Nordhausen, die auf thürin­gischer Seite an den Göttinger Agentur­bezirk angrenzt, meldete eine Arbeits­losen­quote von 11,1%, im Januar 2011 hatte sie noch bei 12,3% gelegen.

* Dazu gehören Personen, die mit Arbeits­markt­maß­nahmen wie z.B. beruflicher Weiter­bildung, Arbeits­gelegen­heiten, Grünungs­zuschuss oder Alters­teilzeit gefördert werden, oder sich in einem arbeits­markt­politi­schen Sonder­status befinden. Aufgrund der Vorläufigkeit der Daten zur Maß­nahme­teilnahme können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht ent­halten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Daten erst mit mehr­monati­ger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.

 

Umweltzerstörung
Unilever schert sich nicht um Palmöl-Opfer
Mit Pfanni, OMO und Langnese 5 Milliarden Gewinn auf Kosten der Umwelt in der Dritten Welt
Auf der indonesischen Insel Sumatra droht der Konflikt zwischen Unilevers Palmöl-Lieferanten Wilmar und der Bevölkerung zu eskalieren. Mit Aktionen und Demon­strationen wehren sich die betroffenen Menschen seit der vergangenen Woche erneut gegen Landraub und Gewalt durch den Palmöl­konzern. Die Organisationen Robin Wood, Rettet den Regenwald und Watch Indonesia! unter­stützen den Widerstand der Regen­wald-Akti­visten und Palmöl-Opfer. In einem offenen Brief an Unilever-Chef Paul Polman werfen sie dem Konzern jetzt vor, bei Wilmar – entgegen anders lautenden Verspre­chungen – keine Entschä­digung für die Opfer des Landraubs durchgesetzt zu haben und fordern ihn auf, den Palmöl-Einkauf bei Wilmar sofort zu stoppen. Deutsche Verbraucher, die der Umwelt­zerstörung nicht gleichgültig gegen­über­stehen, sollten genau überlegen wo und was sie kaufen.

Spacer Konzernzentrale
  Unilver-Zentrale in HamburgSpacerFoto: Gerhard Kemme

Am 14. Dezember 2011 hat Unilever-Sprecher Merlin Koene einer Abordnung von Indigenen und Menschen­rechtlern aus Sumatra ein Versprechen gegeben. Mit nacktem Ober­körper stand Urein­wohner Bidin vor Unilevers Zentrale in der Hamburger HafenCity, um zu demon­strieren: Euer Palmöllieferant Wilmar hat unser Land geraubt, unseren Wald und unsere Häuser zerstört und auf uns schießen lassen. Er hat uns zu Bettlern gemacht! Koene zeigte sich besorgt um die Gesundheit des zitternden Mannes, zog sein wärmendes Jackett aus und versprach später: „Wir werden mit Wilmar Kontakt aufnehmen und den Konzern drängen, die zerstörten Häuser wieder aufzubauen – und zwar dort, wo die Leute wohnen wollen.“ Nach 30 Tagen werde Unilever berichten, wie weit der Wieder­aufbau in den zerstörten Siedlungen voran­gekommen ist.

Zeugen dieser Aussage waren Vertreter der Organi­sationen Robin Wood und Rettet den Regenwald, die eine Delegation von sieben Indonesiern nach Deutschland eingeladen hatten. Hintergrund sind fortgesetzte Menschen­rechtsver­letzungen und illegale Abholzung durch den weltgrößten Palmöl­konzern Wilmar International. So zerstörte Wilmar im August 2011 zusammen mit Polizei­einheiten das inmitten von Palmöl­plantagen gelegene Dorf Sungai Beruang sowie benachbarte Siedlungen, um den Widerstand der Bewohner gegen die Palmöl­industrie zu brechen. Unilever zählt zu den Großkunden von Wilmar und ist mitverantwortlich für die Rechtsver­stöße seines Lieferanten.

Produkte von Unilever
 
Lebensmittel: Ben & Jerry’s, Bertolli, Becel, BiFi, Du Darfst, Flora (Becel), Hell­mann’s, Homa, Knorr, Lang­nese, Lätta, Lipton, Maille, Mazola, Monda­min, Pfanni, PG Tips, Rama, Sanella, Slim-Fast, Unox. Reini­gungs- und Putz­mittel: Viss, Domestos, Coral, OMO. Hygiene- und Kos­metik­artikel: Axe, Dove, Baba, Impulse, Lux, Rexona, Sunsilk, Timotei, Signal, PONDS, TIGI, duschdas.
Quelle: Wikipedia
 

Unilever hat sein Versprechen vom 14. Dezember 2011 gebrochen. Die Frist ist verstrichen, ohne dass auch nur ein Dorf wieder aufgebaut wurde. Im Gegenteil: Für die Betrof­fenen, die ihr Land verloren haben und jetzt obdachlos sind, spitzt sich die Lage weiter zu. Am 14. und 15. Januar 2012 umstellten Polizei­einheiten die provisorisch aufgestellten Zelte von Bidins Familienclan, setzten ihn fest und verhörten ihn. Unilever hat keinen Bericht über den Wieder­aufbau der zerstörten Siedlungen abgeliefert und kauft noch immer Palmöl von Wilmar.

Doch die Menschen vor Ort lassen sich nicht einschüchtern. Ihr Widerstand wächst. Am 10. Januar besetzten Tausende Aktivist/innen aus ganz Sumatra die Plantage der Wilmar-Tochter Asiatic Persada. Zwei Tage darauf versammelten sich Menschen zu einer Demon­stration in der Provinz Jambi, um mit blutver­schmierten Transpa­renten gegen die Gewalt und Vertreibung durch Wilmar und die Polizei zu protestieren. „Wir fordern Unilever auf, sofort die Verträge mit Wilmar zu kündigen“, sagt Aktivist Feri Irawan, der ebenfalls an der Protest­aktion gegen Unilever in Hamburg beteiligt war. „Das ist die einzige Sprache, die Wilmar versteht.“
www.regenwald.org

 

Deutsche Bahn AG
Von wegen Pünktlichkeit
Mehr als 2 Millionen Zugankünfte überprüft
Vier von fünf Fern­zügen fahren pünktlich, sagt die Deutsche Bahn. Doch es gibt große Unterschiede – zum Beispiel je nach Zugart und Region. Die Stiftung Warentest hat im vergangenen Jahr an 20 wichtigen Bahnhöfen mehr als 2 Millionen Zugankünfte überprüft. Dabei schnitten Stralsund im Norden und Freiburg im Südwesten am besten ab. Als Bahnhof mit den häufigsten Verspätungen erwies sich der Hamburger Hauptbahnhof.

Anzeige
Anzeige

In Stralsund kamen im Durchschnitt 85 Prozent der Fernzüge pünktlich an oder waren allenfalls wenige Minuten im Verzug. Eine Verspätung ab 6 Minuten hatten nur 15 Prozent der Intercity(IC)-Züge, die hier im Fernverkehr unterwegs sind. Bei Zugläufen, die sich oft über viele hundert Kilometer quer durch Deutschland erstrecken, sind dies recht gute Werte. Auch in Freiburg – wichtiger Zwischenhalt im Verkehr mit der Schweiz – profitierten die Fahrgäste von überdurchschnittlich vielen pünktlichen Zugankünften. Drittplatzierter Bahnhof im Test ist Leipzig – mit deutlichen Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr. Basis der Auswertung sind die Ankunftszeiten von mehr als 2 Millionen Zügen. Deren Daten wurden über das Kundeninformationssystem der DB („Ist mein Zug pünktlich?“) erfasst.

Die Bahnkunden profitierten vom milden Winterwetter. Im Dezember fuhren die Züge so pünktlich wie schon lange nicht mehr. Von Weihnachten bis Silvester kamen an den 20 Bahnhöfen im Test mehr als 90 Prozent der ICE, EC und IC auf die Minute pünktlich an oder waren allenfalls leicht im Verzug. Die Stiftung Warentest ermittelte den ersten Weihnachtsfeiertag als den Tag des Jahres 2011 mit den besten Pünktlichkeitswerten. Ein Jahr zuvor hatten die Fahrgäste noch unter dem „Winterchaos“ gelitten. Damals fuhr wochenlang oft mehr als jeder zweite Fernzug seinem Fahrplan hinterher. Die guten Pünktlichkeitswerte zum Jahresende zeigen, dass der Schienenverkehr unter günstigen Bedingungen auch in Deutschland problemlos rollt – sogar ähnlich pünktlich wie im Bahnmusterland Schweiz. Gutes Wetter, wenige Baustellen und eine geringere Anzahl von Güterzügen ermöglichten eine „wesentlich höhere Verfügbarkeit des Schienennetzes“, so Bahnvorstand Homburg. Schlussfolgerung aus Kundensicht: Wenn das Schienennetz ausgebaut und die Engpässe beseitigt würden, könnten die Züge auch „im Normalbetrieb“ deutlich pünktlicher fahren.

Spacer Münster
  Für viele Bahnbauprojekte das Geld: Bahnhof in MünsterSpacerFoto: Rüdiger Wölk

Tatsächlich fehlt aber für viele Bahnbauprojekte das Geld. Experten kritisieren, dass sowohl in den Streckenneubau als auch in die Sanierung und den Unterhalt des bestehenden Netzes zu wenig investiert werde. Engpässe an Knotenpunkten, eingleisige Streckenabschnitte, Langsamfahrstellen und vielfältige technische Störungen bremsen immer wieder den Zugverkehr. So deuten die schlechten Pünktlichkeitswerte für Hamburg auf Engpässe im Verkehr zu den deutschen Seehäfen hin. In einer Presseerklärung warnt die Deutsche Bahn (DB) ihre Kunden schon einmal vor. Bereits jetzt sei absehbar, dass die Züge in den kommenden Monaten nicht so pünktlich wie im Dezember rollen könnten. Bautätigkeit und Güterverkehrsaufkommen würden wieder signifikant anziehen. Diese würden zu einer spürbar höheren Auslastung des Schienennetzes mit entsprechenden Auswirkungen auf die Pünktlichkeit führen. Die Chance, bei knappen Umsteigezeiten einen Anschlusszug zu erreichen, wäre dann wieder schlechter.

Im Jahresdurchschnitt ermittelte die Stiftung Warentest für die Fernzüge an den 20 Bahnhöfen eine Verspätungsquote von etwa 24 Prozent. Zum Vergleich: Für das Gesamtnetz nennt die DB in ihrer eigenen Jahresstatistik eine günstigere Verspätungsquote von 20 Prozent. Dieser Unterschied ist ein Indiz für die häufige Überlastung der wichtigen Knotenpunkte. Interessant für Bahnkunden sind die Pünktlichkeitswerte der verschiedenen Zugarten. Bei früheren Untersuchungen hatten die schnellen ICE-Züge erstaunlich schlecht abgeschnitten. Anders im letzten Quartal des Jahres 2011: Hier erreichte das DB-Flaggschiff ähnliche Pünktlichkeitswerte wie IC- und EC-Züge. Schlusslichter unter den Fernzügen waren die City-Nightline-Nachtzüge. Im Vergleich aller Zugarten halten die Regionalbahnen (RB) ihre Fahrpläne am besten ein. Im Sommer ebenso wie im Winter kamen immerhin 93 Prozent von ihnen pünktlich an oder verspäteten sich allenfalls um wenige Minuten. Nur 7 Prozent waren 6 Minuten oder mehr verspätet. Die Regionalexpresszüge (RE), die relativ weite Wege zurücklegen, waren hingegen etwas unpünktlicher. Durchschnittswert für alle Regionalverkehrszüge an den 20 Bahnhöfen: 12 Prozent mit Verspätungen ab 6 Minuten. Relativ pünktlich war der Nahverkehr vor allem im Südwesten, in Saarbrücken, Mannheim und Freiburg.
www.test.de/bahnverspaetung.

 

Göttinger Statistik – Aktuell
Nahversorgung mit Lebensmitteln
Teilweise große Differenzen
pdg — In der Stadt Göttingen gibt es insgesamt ein breites Angebot an Lebensmittelhandel, allerdings nicht mehr in manchen Bereichen außerhalb der Kernstadt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung zur „Nahversorgung mit Lebensmitteln in Göttingen 2011“, die in der Publikationsreihe des Fachdienstes Statistik und Wahlen der Stadt Göttingen „Göttinger Statistik - Aktuell“ veröffentlicht wird. Deren Heft 35 ist jetzt erschienen.

In diesem Beitrag wird die Nahversorgung mit Lebens­mitteln durch den Einzel­handel im Stadtgebiet Göttingens analysiert. Ziel der Unter­suchung ist es, die Angebots­situation in der Stadt möglichst kleinräumig darzustellen und zu prüfen, inwieweit hinsichtlich der Angebots­ausstat­tung räumliche Dispari­täten bestehen. Insgesamt wurden 46 Verkaufs­stellen mit einer Verkaufs­fläche von 67.437 qm untersucht. Es handelt sich hierbei um die Ergeb­nisse eines Projektes in Kombination mit einer praxis­orientierten Lehrver­anstaltung am Geogra­phischen Institut der Univer­sität Göttingen, Abteilung Human­geographie. Die Untersu­chungen zeigen, dass die Stadt Göttingen über ein sehr breites Angebot an Lebens­mittel­einzel­handel verfügt. Jedoch bestehen innerhalb des gesamt­städtischen Raumes große Unterschiede der Nahver­sorgung und auch der Erreich­barkeit dieser Anbieter.

Teilweise konzentriert sich das Angebot gemeinsam mit anderen Anbietern an bestimmten Standorten, um die daraus resultierenden Agglomera­tionsvorteile zu nutzen. In einigen Gebieten, vor allem abseits der Kernstadt, ist ein einst vorhandenes Angebot weggebrochen. Die ausblei­bende Nachfrage durch die Bevöl­kerung vor Ort ist hier sicher ein wesentlicher Grund. Da die Einwohner mehrheitlich mobil sind, orientieren sie sich heute verstärkt an Standorten abseits ihrer Wohngebiete. Allerdings existieren in Göttingen auch regelrecht unterver­sorgte Gebiete mit relativ hoher Bevölkerungs­dichte, die grundsätzlich als Ansiedlungs­gebiete in Frage kämen, wie z.B. der Holtenser Berg.
Die aktuelle Ausgabe ist beim Fachdienst Statistik und Wahlen (Eingang Reinhäuser Landstraße des Neuen Rathauses, 4.OG) erhältlich oder online aufzurufen unter www.goesis.goettingen.de.

 

SeitenanfangZum Seitenanfang

 


EigenwerbungBeugen Sie vor, damit Vater Staat Ihnen nicht mit 500 Milliarden unter die Arme greifen muss: Werben statt spekulieren!
In schon ab ca. 1/1.000.000 einer ordentlichen ManagerAbfindung
.

_________________

 
 
             
Spacer Spacer Spacer   Spacer Spacer Spacer