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Ausstellungen
going '99
Videokunst von Hee-Seon Kim
Bis 26. Februar im Schaufenster der Galerie Apex
Eine Videopräsention, passend zur Jahreszeit: immer erst nach Einbruch der Dunkelheit zu sehen und deshalb also derzeit recht lange. Die Göttinger Film- und Videokunstkuratorin Kristina Danzer hat eine Arbeit der koreanischen Künstlerin Hee-Seon Kim ausgewählt, die spielerisch das Thema „Passanten“ aufgreift. Ein quasi selbstreflexives Thema, betrachten doch Göttinger Flaneure durch die Scheibe Ihresgleichen.
In der Videoarbeit going ’99 (1999) gehen Menschen, jeweils aus demselben Blickwinkel aufgenommen, durch verschiedene Orte auf der ganzen Welt. Durch die kurzen Schnitte, die zahlreichen Protagonisten, die im Hintergrund manifestierten Ortswechsel und den Einsatz von Musik entsteht ein rhythmisches Gesamtbild und der Eindruck einer fließenden Bewegung.
Apex, Burgstraße 46.
Der rote Wunderschirm
Verlängert bis 26. Februar in der Paulinerkirche
Der Hannoveraner Politikwissenschaftler und Verfassungsrechtler Prof. Seifert hat über mehrere Jahrzehnte fast 12.000 Bücher zusammengetragen, die die Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur in einem Zeitraum von nahezu 300 Jahren dokumentieren. 2008 wurde die „Sammlung Seifert“ vom Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen erworben. Die Ausstellung „Der rote Wunderschirm“ zeigt in 14 Themengruppen das gesamte thematische Spektrum der Sammlung – von Märchen und Abenteuerliteratur bis hin zu Pop-up-Büchern und Sachliteratur. Besonderen Raum widmet sie den reichhaltigen Illustrationen, die von den bekanntesten Buchkünstlern ihrer Zeit stammen. Die Ausstellung wird durch historisches Spielzeug aus dem Städtischen Museum Göttingen und dem Deutschen Spielzeugmuseum Sonneberg ergänzt sowie von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet.
„Als Politikwissenschaftler hat Jürgen Seifert auch die Frage interessiert, mit welchen Absichten Bücher für junge Leserinnen und Leser geschrieben wurden“, so Dr. Wangerin von der Arbeitsgruppe Historische Jugendbuchforschung. „In diesem Interesse ist die politische Schwerpunktsetzung der Sammlung begründet, die Bücher auch in ihrer Funktion als Instrumente der ideologischen und politischen Indoktrinierung umfasst. Sie spiegelt sich vor allem in den Themengruppen Erziehung zum Krieg, Sozialistische Kinder- und Jugendliteratur sowie Kinder- und Jugendliteratur unterm Hakenkreuz wider.“
Paulinerkirche, Papendiek 14. Di–So 11–18 Uhr. 15. u. 25. Nov. sowie 19. Dez. bis 1. Jan. geschlossen.
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Laughing at the stars |
Grundrauschen
Heiko Blankenstein
Bis 26. Februar im Künsterlerhaus
Die Szenarien, die in Heiko Blankensteins aufwändigen, großformatigen Zeichnungen und skulpturalen Installationen dargestellt werden, haben ihre eigene Gesetzmäßigkeit. Diese virtuos gezeichneten Bildwelten nehmen ihre Inspiration aus unterschiedlichsten Quellen - aus frühen astronomischen Illustrationen, aus wirklichen Landschaften und aus der Popkultur - und zeigen seltsame Mutationen der Natur sowie deren merkwürdige Fusionen mit dem menschlichen Alltag.
Vor allem ist es aber die Farbigkeit von Blankensteins Arbeiten – insbesondere das ätzende Grün seiner Leuchtkästen –, die seinen Kompositionen ein Element des Surrealen und Psychedelischen hinzufügt. Die Kosmologie und die Chaostheorie bieten durchgehend Anhaltspunkte für eine Welt umfassende Perspektive in den Arbeiten des Künstlers, aber letztlich betont sein Blick auf die Natur immer das Artifizielle. Seine sich weit öffnenden Landschaften erinnern einerseits an die Tradition der romantischen Malerei, anderseits sind sie in ein synthetisches Licht getaucht. Nichts desto trotz fehlt in ihnen jegliche Spur von Ironie.
Grundrauschen ist eine Auseinandersetzung mit der zunehmenden Künstlichkeit unserer natürlichen Umwelt. Blankenstein reagiert auf diesen Zustand, indem er sich auf diese veränderten Gegebenheiten einlässt. Laura Schleussner
Gotmarstraße 1. Di–Fr 14–18 Uhr, Sa/So 11–17 Uhr.
Meister auf Papier –
Graphik aus dem Bestand der universitären Kunstsammlung
Holzschnitte, Kupferstiche, Radierungen und Aquatinten
unter anderem von Dürer, Rembrandt, Goya sowie Miró und Picasso
Bis 29. Februar im Auditorium Maximum
Anläßlich des „Wochenendes der Graphik“, öffnet die Kunstsammlung samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr ihre Pforten und zeigt Holzschnitte, Kupferstiche, Radierungen und Aquatinten von Dürer, Rembrandt, Goya, Miró, Picasso u.a.
Auditorium, Weender Landstraße 2. So 10–13 Uhr.
Kreis 34 – Göttinger Künstler stellen sich vor
9. Februar bis 2. März in der Stadthalle
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Anna Tarach-Bidlingmaier |
Christiane Christen |
Karl-Heinz Haselmeyer |
Rainer Lynen |
Verschiedene Künstlergruppen gestalten die KUNST-Gala, eine jährlich stattfindende Veranstaltung in der Göttinger Stadthalle zur finanziellen Förderung kultureller Aktivitäten, die über das hinausgeht, was der Kulturetat der Stadt Göttingen zu leisten imstande ist. In diesem Kontext beleben vier Mitglieder des Kreises 34 die Seitenwände des Foyers der Stadthalle mit ihren Werken, allesamt in größerem Format. Anna Tarach-Bidlingmaier zeigt erst kürzlich entstandene floral-ornamentale Arbeiten, von Christiane Christen gibt es Portraits von Idolen verschiedener Epochen, Karl-Heinz Haselmeyer überlässt seine figürlichen Arbeiten der Phantasie der Betrachter, und Rainer Lynen lässt auf seinen großzügig gestalteten Farbflächen gelegentlich Bekanntes wiederfinden.
Öffnungszeiten sind immer während der Veranstaltungen in der Stadthalle Göttingen.
Fährten, Dinos & Mehr
Verlängert bis 31. März im Geowissenschaftlichen Zentrum
Aus Niedersachsen sind seit mehr als 150 Jahren Funde von Dinosauriern bzw. Fährten bekannt, die fast alle aus der Unterkreide, Oberjura- bzw. Obertrias-Zeit stammen. Insbesondere die Dinosaurier der frühen Unterkreide-Zeit, auch ‚Wealden’-Zeit genannt, haben vielfältige ‚Spuren’, im doppelten Sinne hinterlassen.
Die Sonderausstellung „Fährten, Dinos & Mehr“ präsentiert Originalfährten verschiedener Dinosaurier-Gruppen der frühen Unterkreide-Zeit aus Niedersachsen. Darunter befinden sich Pflanzen- und Fleischfresser, Dinosaurier die sich biped (‚zweibeinig’) oder quadruped (‚vierbeinig’) fortbewegt haben bzw. die gepanzert oder gefiedert waren. Des Weiteren zeigt die Ausstellung auch Funde von äußerst seltenen niedersächsischen Dinosauriern, darunter sogar ganze Skelette. Fossilien weiterer Wirbeltiere, wie beispielsweise von Schildkröten, Krokodilen und Fischen, ermöglichen einen Einblick in die vormalige Lebewelt der frühen Unterkreide-Zeit. Exemplarisch werden alle Fundstellen niedersächsischer Dinosaurierfährten nebst derzeitigen Grabungsaktivitäten vorgestellt. (Univ.)
Goldschmidtstraße 3–5. Mo–Fr 9–17 Uhr, jeden 1. Sonntag im Monat 10–16 Uhr, übrige Sonntage 10–13 Uhr.
Franziska Becker: Letzte Warnung
Bis 9. April im Alten Rathaus
Angesichts der Verleihung des „Göttinger Elchs“ an die Malerin und Karikaturistin Franziska Becker präsentiert die Stadt Göttingen eine Auswahl ihrer sarkastischen Werke. Becker ist inzwischen weit über den deutschsprachigen Raum hinaus bekannt – bis nach New York, die Türkei und nach Indien. Sie veröffentlichte über zwanzig Bücher, von denen einige zu Bestsellern wurden, unter anderem die Sammelbände „Mein feministischer Alltag 1–4“, „Männer“ und „Weiber“ sowie „Feminax und Walkürax“. Populär machten sie vor allem auch ihre Zeichnungen als Hauscartoonistin der Zeitschrift Emma, für die sie seit der ersten Ausgabe im Jahr 1977 tätig ist.
Altes Rathaus. Di–So 11–17 Uhr.
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