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Kurz & bündig
Kultur · Wissenschaft
Der Radiotipp |
Cantarem la vida! Wir werden das Leben singen! Die Lange Nacht aus Katalonien. Wo liegt Katalonien? Diese Frage schaltete die katalanische Regionalregierung 1992 als Anzeige zu den Olympischen Spielen in Barcelona. Damit wollte sie einerseits zum Ausdruck bringen, dass viele Besucher den Unterschied zwischen der spanischen und der katalanischen Kultur nicht kannten und immer nur nach Spanien reisten, andererseits wollte sie eben auf diese Kultur neugierig machen. Die rund 1000-jährige Kulturgeschichte dieses Raums, die immer stark von den politischen Ereignissen beeinflusst war, hat eine reiche Literatur hervorgebracht, und auch spannende musikalische Ergebnisse: Vom Troubadourgesang über die Kunst des Cellisten Pablo Casals und die Protestsänger gegen das Franco-Regime, bis zum Rock und Hip-Hop unserer Tage sowie zur Mestizomusik aus Barcelona reicht die Bandbreite dieser ‚Langen Nacht‘.
Am 19. Mai um 0.05 Uhr, Deutschlandradio Kultur, 23.05 Deutschlandfunk.
Republik im Steppenwind. Dschingis Khans Erben in Kalmückien. Sie sind das einzige buddhistische Volk Europas, ihre Volkssänger singen mehrstimmig aus einer Kehle, ihre Hauptstadt Elista ist die selbst ernannte Welthauptstadt des Schachspiels – und trotzdem sind sie im Rest von Europa ziemlich unbekannt: die Kalmücken. In wörtlicher Übersetzung bedeutet das soviel wie ‚die Abgetrennten‘. Und tatsächlich hat sich das kleine Mongolenvolk, das im Südwesten Russlands nahe dem Kaspischen Meer zuhause ist, vieles bewahrt, was in Europa einzigartig ist. Im schwach besiedelten Kalmückien, einer autonomen Republik innerhalb der Russischen Föderation, pflegen die Nachfahren von Dschingis Khans ‚Goldener Horde‘ bis heute ein eigenständiges kulturelles Leben. Doch ihre Zukunft ist ungewiss, denn der Klimawandel droht, die Steppenlandschaft Kalmückiens in eine Wüste zu verwandeln.
Am 19. Mai um 11.05 Uhr, Deutschlandfunk.
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Kultur
Händel-Festspiele
Familientag:
Innenstadt als Bühne
Erstmalig zu den Händel-Festspielen gibt es am Samstag, den 19. Mai, von 10.00 bis 17.00 Uhr einen großen Familientag in Göttingens Innenstadt. Gemeinsam mit Pro City haben die Veranstalter zahlreiche Institutionen und Einzelhändler animiert. „Die ganze Stadt wird zur Bühne“, so der Geschäftsführende Intendant der Festspiele, Tobias Wolff. Viele originelle Vorschläge für ein buntes Programm seien eingegangen.
Am 23. Mai findet um 18.00 Uhr erstmalig ein „Public Viewing“ in der Göttinger Lokhalle statt. Bei freiem Eintritt können die Zuschauer den Mitschnitt der diesjährigen Opernproduktion „Amadigi di Gaula“ auf Großleinwand verfolgen. Die Aufnahmen stammen von der Opernpremiere, die von NDR Kultur am 18. Mai live übertragen wird.
Festspielfotos gesucht
Erstmalig veranstalten die Händel-Festspiele in diesem Jahr einen Fotowettbewerb. Unter dem Titel „Unsere Händel-Festspiele in Bildern“ werden die drei besten Festspielfotos gesucht. Teilnehmen kann jeder, egal ob Profi oder Amateur, Anfänger oder Fortgeschrittener. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gibt es eine eigene Kategorie „Händel 4 Kids!“, in der sie außer Konkurrenz mit den Erwachsenen ihre Bilder einsenden können – was nicht bedeutet, dass sie nicht auch in einer der anderen Kategorien teilnehmen können. Diese drei Kategorien sind: „Händel-Festspiele 2012“: Fotos, die sich mit den Festspielen befassen, „Familientag 2012“: Fotos rund um die Veranstaltungen des Familientags am 19. Mai, „Public Viewing 2012“: Fotos zur Public Viewing-Veranstaltung „Amadigi für alle“ am 23. Mai. Die Sieger erhalten jeweils zwei Karten für eine Veranstaltung der Händel-Festspiele 2013. Die besten Bilder werden außerdem im kommenden Jahr im Festspielzentrum ausgestellt.
www.haendel-festspiele.de/fotowettbewerb
Göttinger Kultursommer
Kabarett, Literatur, Musik
Sechs Programme mit Kabarett, Literatur und Musik bietet die Kultursommerreihe dieses Jahr im Alten Rathaus. Das Sommernachtskonzert macht am 14. Juli um 20.30 Uhr den Auftakt. „Magie der Nacht“ ist eine Collage aus Gedichten und Geschichten hinterlegt mit Klavierstücken, die den Texten viel Raum für Fantasie geben und musikalische Flügel verleihen. Eine Lesung zwischen Mitternacht und Morgen. Es rezitieren Julia Hansen und Heikko Deutschmann, begleitet am Klavier von Julia Bartha.
Mit furiosem Musikentertainment kommt die Cello Mafia am 21. Juli um 20.30 Uhr mit ihrem „Best of“ zum ersten Mal nach Göttingen. Eine Frau, vier Männer und fünf Celli – Musikcomedy pur, vom Rock ’n Roll bis zum Maccarena ein Glissando durch alle Musikrichtungen.
Politisches Kabarett mit 21 Parodieopfern bietet Reiner Kröhnert am 28. Juli um 20.30 Uhr in seinem neuesten Solo „Kröhnerts Krönung“.
Für den Musikkabarettisten Martin Schmitt ist es am 4. August um 20.30 Uhr ebenfalls eine Premiere in Göttingen. Martin Schmitt ist künstlerischer Leiter vieler bekannter Piano-Festivals und steht häufig auch mit Helge Schneider auf der Bühne. In Göttingen wird er sich als feinsinniger Unterhalter mit eigenen Texten „Aufbassn!“ und wunderbaren Klassikern aus Soul und Rhythm & Blues präsentieren.
In seinem aktuelle Programm „Der Rubel rollt“ outet sich Chin Meyer alias von Treiber als Anwalt des kleinen Mannes. Der Finanzkabarettist gastiert ebenfalls zum ersten Mal in Göttingen. Um seinen potentiellen Klienten zu helfen, die Finanzkrise zu überwinden, veranstaltet Meyer konspirative Informationsabende, so auch in Göttingen am 11. August um 20.30 Uhr.
Zum Abschluss der Reihe im Alten Rathaus noch ein besonderes Bonbon: Matthias Brandt, mehrfach ausgezeichneter und vielbeschäftigter Schauspieler, kommt mit einer musikalischen Lesung aus Hitchcocks’s Film „Psycho“ am 18. August um 20.30 Uhr nach Göttingen. Brandt bringt dieses filmische Jahrhundertwerk nun auf die Bühne, um es neu zu interpretieren, und greift dabei auf die literarische Vorlage von Robert Bloch zurück. Der Jazzpianist und Sänger Jens Thomas improvisiert zu Brandts inszenierter Lesung einen Soundtrack. Dabei entsteht eine Improvisation mit Text und Klang, ein ungemein dichtes und individuell ausgestaltetes Szenario, ein nur mit Fantasie gefüllter Klang- und Assoziationsraum (FR).
Der Kartenvorverkauf in der Tourist-Info im Alten Rathaus hat begonnen.
→ www.kultursommer.goettingen.de
Kulturstiftung
Fördermittel vergeben
In seiner konstituierenden Sitzung am 24. April hat der neu zusammengesetzte Beirat der Göttinger Kulturstiftung Fördermittel zugunsten kultureller Aktivitäten vergeben. Von insgesamt 26 eingereichten Anträgen wurden 14 mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 16.050 Euro berücksichtigt. Der Schwerpunkt bei der ersten Vergabe im Jahr 2012 lag vor allem bei der Förderung von Theaterprojekten; Mittel erhalten u.a. die Weststadtkonferenz, die Freie Altenarbeit Göttingen e.V. und AWO, das Theater M 21, das Lumière, das 16. Göttinger Innenhof-Theaterfestival (Ausfallbürgschaft), Künstlerhaus, Domino Kindertheater, Neues Junges Theater und die 44. Göttinger Kinder- und Jugendbuchwoche.
Neu in den Beirat gewählt wurden Frank Möbus, Doris Lemmermöhle, Dagmar Sakowsky und Annamaria Geiger; Frank Möbus ist neuer Vorsitzender. Ausgeschieden sind Gerhard Scharner, Stephan Ferneding, Thedel v. Wallmoden und Rebekka Habermas. Aufgrund der ungünstigen Zinsentwicklung konnten keine größeren Erträge erwirtschaftet werden, bedauert der neue Beiratsvorsitzende. Um die Vielfalt der Göttinger Kulturszene noch besser fördern zu können, bittet der Beirat die Göttinger Bürger deshalb um Zuwendungen an die gemeinnützige Göttinger Kulturstiftung.
►Nächster Termin für Anträge auf Unterstützung kultureller Aktivitäten ist der 1. Oktober. Formlose Anträge mit ausführlicher Projektbeschreibung und Kosten-/Finanzierungsplan können beim Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen im Neuen Rathaus eingereicht werden.
Linde-Preis 2012
Andrzej Bart
und Stephan Wackwitz
pdg — Der von den beiden Partnerstädten Thorn (Toruń) in Polen und Göttingen gemeinsam gestiftete und zum 17. Mal vergebene Samuel-Bogumił-Linde-Literaturpreis geht für das Jahr 2012 an den polnischen Schriftsteller, Drehbuchautor und Dokumentarfilmer Andrzej Bart und an den deutschen Essayisten und Schriftsteller Stephan Wackwitz. Der Preis wird am 1. Juli im Alten Rathaus in Göttingen verliehen. Beide Preisträger und eine Delegation aus Toruń werden anwesend sein.
Festspiel-Region
Kooperation von
Händel-Festspielen,
Gandersheimer Domfestspielen,
Walkenrieder Kreuzgangkonzerte
Noch ungenutzte Möglichkeiten wollen die drei Konzertveranstalter zusammen mit dem Landschaftsverband Südniedersachsen erschließen. Der kommunale Verband für regionale Kulturförderung unterstützt die Veranstalter nicht nur mit Zuschüssen, sondern regte auch diese Zusammenarbeit an. Bei jedem der drei Festspiele wird nun für die beiden anderen geworben. Die Mitglieder der jeweiligen Trägervereine bekommen bei den Partnern ermäßigten Eintritt. Über die Verteiler der einzelnen Veranstalter werden nun auch Informationen der anderen verschickt. Schließlich werden auch Koproduktionen geplant, ein Konzert der Händel-Festspiele soll zum Beispiel in Walkenried stattfinden.
„Wir erreichen mit geringem Zusatzaufwand neue Zielgruppen“, sagt dazu Christian Doll, der Intendant der Domfestspiele. Klaus Liebing, stellvertretender Landrat in Osterode, sieht für die Zukunft noch Entwicklungspotenzial: „Wenn sich diese Zusammenarbeit bewährt, ist da noch mehr drin. Südniedersachsen ist eine Kulturregion!“
►www.festspielsommer-suedniedersachsen.de
Restkarten für Händelfestspiele
Nachdem nicht in Anspruch genommene Sponsorenkontingente in den Verkauf kommen, gibt es wieder Tickets für Opernvorstellungen sowie für alle Konzerte und Veranstaltungen in Göttingen und in der Region.
►www.haendel-festspiele.de
GSO im Mai
Virtuos, romantisch, jung
Unter diesem Motto kündigt das Göttinger Symphonie Orchester sein neues Programm für den klassischen Frühlingsmonat an, der zudem ganz unter dem Eindruck der bevorstehenden Händel-Festspiele steht. Die chinesische Violinistin Tianwa Yang macht den Auftakt, sie gilt in der Musikwelt aufstrebendes Talent und hat bereits mit 13 Jahren – als jüngste Interpretin weltweit – die 24 Capricen von Niccolò Paganini auf CD einspielt. Am 13. Mai, wenn das Göttinger Symphonie Orchester anlässlich des diesjährigen Johann-Joachim-Quantz-Konzerts in Scheden gastiert, sowie am 20. Mai: Im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele sind Bearbeitungen von Werken Georg Friedrich Händels zu hören, Solistin des Abends ist die Göttinger Pianistin Julia Bartha. → Veranstaltungen.
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Wissenschaft
Physik
Membranverschmelzung
Neue Einblicke durch Röntgen
pug — Membrane bestehen im Wesentlichen aus einer Lipiddoppelschicht und Membranproteinen und verhindern die unkontrollierte Durchmischung von Stoffwechselprodukten und Ionen. Bei einer Vielzahl von biologischen Prozessen – wie beispielsweise bei der Nervenreizleitung, der Befruchtung oder der Ausscheidung von Stoffwechselprodukten aus der Zelle – ist jedoch eine kontrollierte Verschmelzung von Membranen erforderlich, die sogenannte Membranfusion. Biophysiker der Universität Göttingen haben sich nun eines Tricks bedient, um die dreidimensionale Struktur bei der Verschmelzung von Membranen mit der Röntgenbeugung aufzuklären.
Physik
Extreme UV-Strahlung erzeugt
pug — Wissenschaftlern der Universität Göttingen und der Universität Leipzig ist es gelungen, die Erzeugung von extrem ultravioletter Strahlung an Nanostrukturen mit Laserpulsen in ein neues Licht zu rücken. Die Forscher konnten einen bisher in großen Teilen unverstandenen physikalischen Mechanismus aufklären.
Forstwissenschaft/Waldökologie
Verbesserte Laubholznutzung
pug — Die verbesserte Nutzung von Laubholz in Deutschland ist das Ziel eines neuen Forschungsprojekts an der Universität Göttingen. Gemeinsam mit Kooperationspartnern aus der Forst- und Holzwirtschaft wollen die Wissenschaftler/innen verschiedene laubholzbasierte Produkte entwickeln. Dabei sollen die Potentiale von Laubholz effizienter und wirtschaftlicher als bisher genutzt werden. Die Nachwuchsgruppe ist an der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie angesiedelt. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. fördert das Projekt fünf Jahre lang mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
DLR
Wanderheuschrecken
im Windkanal
Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit der Universität Oxford und der Messtechnik-Firma La Vision den Flug von Heuschrecken und Motten in einem Windkanal in Göttingen untersucht. Modernste Messtechnik machte die Luftströmung hinter den Tieren in bislang unerreichter dreidimensionaler Auflösung sichtbar.
Hochschulranking
Göttingen schneidet gut ab
pug — Im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) belegt die Universität Göttingen in fünf Fächern Plätze in der Spitzengruppe. Mit insgesamt 32 Fächern und mehr als 300 analysierten Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden ist das CHE-Hochschulranking das umfassendste und detaillierteste Ranking im deutschsprachigen Raum. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung berücksichtigt die Rangliste Urteile von mehr als 250.000 Studierenden über ihre Studienbedingungen.
→ www.zeit.de/hochschulranking
Wissenschaftspreis 2012
Bundestag schreibt aus
Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Dr. Lutz Knopek ruft zur Teilnahme am Wissenschaftspreis des Deutschen Bundestages auf. Noch bis zum 1. Juli können sich Akademiker mit ihren Forschungsarbeiten zum Parlamentarismus bewerben. Der Preis ist mit 10.000 dotiert und wird seit 1997 alle zwei Jahre verliehen. „Viele Bereiche der Parlamentsgeschichte sind bis heute nicht wissenschaftlich untersucht. Das zeigt, wie vielschichtig die parlamentarische Demokratie ist. Gleichzeitig ist und bleibt es wichtig, dass sich auch die Wissenschaft stetig mit Fragen des Parlamentarismus auseinandersetzt. Nur so werden wichtige Vorgänge der Parlamentshistorie auch künftig tiefgehend betrachtet und in Erinnerung gehalten“, so Knopek. Gerade aus Universitätsstadt Göttingen erhofft er sich Beiträge, die für den Wettbewerb in Frage kommen.
Die wissenschaftlichen Beiträge, in der Regel Dissertationen und Habilitationsschriften, können sowohl vom Autor selbst als auch von Dritten vorgeschlagen werden. Die Werke müssen in dreifacher Ausfertigung und nach Abschluss der gegebenenfalls vorangegangenen akademischen Verfahren eingereicht werden. Der Bewerbung ist ein Lebenslauf beizufügen. Berücksichtigt werden nur bereits publizierte Arbeiten, die seit dem 1. Juli 2010 erschienen sind. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine hochkarätig besetzte Fachjury aus Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen.
►Kontakt: Deutscher Bundestag, Fachbereich WD 1 – Wissenschaftspreis, Platz der Republik 1, 11011 Berlin. E-Mail: vorzimmer.wd1@bundestag.de, Telefon: 030 227-37410 / Fax: 030 227-36464.
Biodiversität
Natürlicher Pflanzenschutz
durch Bodenbakterien
pug — Pflanzen leben eng mit Bodenbakterien zusammen: Sie fördern eine spezifische mikrobielle Gemeinschaft, die die Wurzeln besiedelt und das Wachstum der Pflanzen verbessert. Bestimmte Bakterien wie die Pseudomonaden bilden Wirkstoffe, die die Wirtspflanze gesund halten und vor Krankheitserregern schützen. Wissenschaftler der Universität Göttingen konnten zeigen, dass die Vielfalt der mikrobiellen Gemeinschaften entscheidend für ihre schützende Wirkung auf Pflanzen ist. Sie bildeten Bakteriengemeinschaften von hoher und geringer Vielfalt und fanden heraus, dass sich Gemeinschaften mit höherer Vielfalt schlechter entwickelten und dann nicht mehr in der Lage waren, die Wirtspflanzen vor Krankheiten zu schützen. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Ecology Letters veröffentlicht.
Kulturwissenschaften
Gastprofessur aus der Schweiz
pug — Die Schweizer Kulturwissenschaftlerin Dr. Brigitte Frizzoni von der Universität Zürich übernimmt im Sommersemester 2012 eine Gastprofessur an der Universität Göttingen. Seit April dieses Jahres forscht und lehrt sie am Institut für Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie in Göttingen. Dr. Frizzoni ist spezialisiert auf den Bereich populäre Literaturen und Medien sowie Formen der Unterhaltung. Sie untersucht literarische Gattungen wie den Kriminalroman, Fernseh-Unterhaltungsformate wie Serien, Telenovelas und Reality-TV, außerdem Filmgattungen und Produktionsstile von Hollywood bis Bollywood und deren Rezeption. In Göttingen bietet sie für Studierende in diesem Semester unter anderem das Seminar „Fortsetzung folgt“ sowie eine Lehrveranstaltung zum Krimi an. Darüber hinaus arbeitet sie mit den Wissenschaftlern der DFG-Forschergruppe „Ästhetik und Praxis populärer Serialität“ zusammen.
Biodiversitätsforschung
Luftbilder zeigen
Artenvielfalt am Waldboden
pug — Die Lücken im Kronendach eines Waldes geben Aufschluss über die Artenvielfalt am Waldboden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität Göttingen. Die Wissenschaftler hatten mithilfe von unbemannten Flugdrohnen Luftbilder von deutschen Laub- und Mischwäldern gemacht. Anhand der Aufnahmen konnten die Forscher zeigen, dass zwischen den Lücken im Kronendach eines Waldes und der Artenvielfalt am Waldboden ein starker Zusammenhang besteht: Je unregelmäßiger die Lücken geformt sind, desto größer ist die Pflanzenvielfalt darunter.
DLR
Mikro-Antriebe
für Satelliten-Steuerung
Manöver im Weltall wie das Andocken zweier Raumschiffe oder der Flug in Formation erfordern Steuerdüsen mit kleiner Leistung aber großer Präzision. Der Erforschung solcher nur wenige Millimeter großen Mikro-Antriebe widmet sich jetzt ein internationaler Forschungsverbund unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen. 
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Klimaschutz
Stadt Göttingen gewinnt Förderpreis
„Masterplan 100% Klimaschutz“
pdg — Die Stadt Göttingen zählt zu den 19 deutschen Kommunen, die mit dem Förderpreis „Masterplan 100% Klimaschutz“ ausgezeichnet worden sind. Verbunden damit ist nach Angaben der Verwaltung eine finanzielle Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Höhe von fast 430.000 Euro in den nächsten vier Jahren.
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Anerkennenswerte Leistung: Dina Epperlein und Dezernent Thomas Dienberg bei Verleihung der Urkunde mit Minister Norbert Röttgen
Foto: Thomas Koehler/photothek/BMU |
Oberbürgermeister Wolfgang Meyer würdigte die Auszeichnung als deutliche Anerkennung der städtischen Klimaschutzaktivitäten in der Vergangenheit, aber auch als Verpflichtung, diese Arbeit noch intensiver fortzusetzen. Dass Göttingen zur kleinen Schar der besonders vorbildlichen deutschen Klimaschutzkommunen gehöre, sei auch ein Verdienst der unter der Leitung von Dinah Epperlein im Fachdienst Energie und Klimaschutz tätigen Mitarbeiter/innen. Epperlein hatte am Montag, 7. Mai, gemeinsam mit Stadtbaurat und Umweltdezernent Thomas Dienberg die Urkunde aus den Händen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen im Rahmen eines Festaktes in der Bundeshauptstadt entgegengenommen. Der Minister lobte die hervorragenden Strategien und Maßnahmen, mit denen die 19 Kommunen als Pioniere der Energiewende vorangingen. Neben Göttingen wurden u.a. auch die Städte Frankfurt / Main, Herten, Hannover, Rostock, Heidelberg, Osnabrück und Flensburg sowie die Region Hannover ausgezeichnet.
Klimaschutz stelle für die Stadt Göttingen eine zentrale Aufgabe dar, die nicht nur global, sondern ganz konkret auch für die Zukunft Göttingens und seiner Menschen wichtig sei, betonte der Oberbürgermeister in einer Stellungnahme. Als allgemeiner Leitsatz für Klimaschutz Göttingen gilt, dass vorrangig Energieumsatz vermieden und erst dann die benötigte Energie oder Verkehrsleistung so effizient und umweltfreundlich wie möglich zur Verfügung gestellt werden soll. Deshalb haben Energieeinsparung, Energieeffizienz sowie Verkehrsvermeidung einen besonders hohen Stellenwert. Für den Restenergiebedarf sollen langfristig zu einem erheblichen Anteil lokale oder regionale erneuerbare Energieträger genutzt werden. Auch hierbei spielen effiziente Erzeugungstechnologien eine besondere Rolle.
Aktuell werden in Göttingen jährlich knapp eine Million Tonnen Kohlendioxid (CO2) emittiert, davon rund ein Viertel aus dem Verkehrsbereich. Bezogen auf die Einwohnerzahl waren dies im Jahr 2008 etwa 7,8 Tonnen CO2-Äquivalente pro Kopf, etwa 11% weniger als im Vergleichsjahr 1990. Die Evaluierung des Verkehrsentwicklungsplan 2000 im Jahr 2010 zeigt für den Binnenverkehr im Zeitraum von 1999 bis 2009 eine sehr positive Entwicklung. Der CO2-Ausstoß hat sich um etwa 25% verringert. Die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts zu einem Masterplan für den Weg zur Klimaneutralität mit Zeithorizont bis 2050 beinhaltet neben technischen Fragestellungen wie dem Einsatz neuer Effizienz-, Erzeugungs- oder Speichertechnologien insbesondere auch die Untersuchung und Erprobung, wie der gesellschaftliche Wandel angestoßen und vorangebracht werden kann. Dabei gelten folgende Aspekte besondere Herausforderungen:
- Konstruktive Einbeziehung möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sowie Einrichtungen und Unternehmen
- Lösungen zur Treibhausgasreduktion in Stadtteilen mit historischer, durch den Krieg kaum zerstörter Gebäudesubstanz unter Wahrung ihrer baukulturellen Integrität
- Bedarfsangepasste Mobilitätsangebote zur weiteren Erhöhung des Anteils des Umweltverbundes am Gesamtverkehrsaufkommen im Binnen, Quell- und Zielverkehr
- Wandel der Stadtwerke Göttingen AG vom Energieversorgungsunternehmen zum Energieeffizienz- und Klimaschutzdienstleistungsunternehmen
- Integration des Klimaschutzes in allen Bereichen der Hochschul- und Forschungseinrichtungen von der Reduktion und Deckung des Energiebedarfs bis zur Forschung und Lehre
- Entwicklung von Kooperationsprojekten von Stadt und Region zur Deckung des Restenergiebedarfs mit erneuerbaren Energien.
→ www.klimaschutz.goettingen.de
Nachhaltigkeit
Transition Town Initiative „Göttingen im Wandel“ ausgezeichnet
Rat verleiht Qualitätslabel für besonders zukunftsweisende Initiativen
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat die 100 bemerkenswertesten Initiativen und Ideen ausgezeichnet, die eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland vorantreiben. Ihr ideenreiches Engagement ist Beweis und Motivation dafür, dass Nachhaltigkeit in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens möglich ist. Die Transition Town Initiative „Göttingen im Wandel“ gehört dazu.
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Kosten und Erträge gemeinsam teilen Foto: Solid. Landwirtschaft |
Die Transition Town-Bewegung entsprang der Erkenntnis, dass sowohl die nationale wie auch die internationale Politik auf die Herausforderungen des Klimawandels und der bevorstehenden Erschöpfung der weltweiten Ölvorkommen nicht adäquat reagiert und daher am ehesten „von unten“, also in den Kommunen, darauf reagiert werden müsse. Aus der Bewegung heraus sind viele Gemeinschaftsprojekte entstanden, insbesondere zur Stärkung der regionalen Wirtschaft – in Göttingen zuletzt das Projekt „Solidarische Landwirtschaft“, bei dem Interessierte langfristig mit einem Hof zusammenarbeiten, sich die jährlichen anfallenden Kosten dieses Hofes gemeinsam teilen und im Voraus finanzieren und dafür im Gegenzug einen entsprechenden Anteil an der Ernte erhalten.
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung zeichnet jedes Jahr rund 100 Projekte aus. Das Label „Werkstatt N-Projekt 2012“ erhalten Projekte, die bereits umgesetzt werden. Um dem Prozesscharakter der nachhaltigen Entwicklung Rechnung zu tragen, werden neben den Projekten auch „Werkstatt N-Impulse“ ausgezeichnet. Bei den „Impulsen“ handelt es sich um Beiträge, die in Form von Modellen, Entwürfen oder Prototypen eine Idee für Nachhaltigkeit in die Gesellschaft einbringen, deren Umsetzung als Projekt aber noch in der Zukunft liegt.
→ www.nachhaltigkeitsrat.de
Entschuldungshilfe / Zukunftsvertrag
Entschuldungshilfeprogramm beschlossen
Tumultartige Szenen im Ratssaal
Begleitet von Tröten und permanenten Zwischenrufen spätadoleszenter Jugendlicher, die differenzierteren Argumenten trotz vielfältigen persönlichen Bemühens nicht zugänglich waren, wurde am 26. April wie erwartet ein heftig umstrittenes Programm zur Entschuldung des Göttinger Haushalts mit großer Mehrheit vom Rat auf den Weg gebracht. Inwieweit sich die Niedersächsische Landesregierung dem gegenüber aufgeschlossen zeigt, wird sich erst noch herausstellen müssen – einstweilen bindet das Vertragswerk nur die Göttinger Verwaltung.
Weder Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, der an diesem für ihn in der Rückschau wahrscheinlich denkwürdigen Tag seinen Geburtstag beging und unter lautem „Happy Birthday to you“-Gejohle am Reden gehindert wurde, dies aber dennoch zunächst tapfer weiter versuchte, noch seinem Parteikollegen und Fraktionsvorsitzenden Frank-Peter Arndt gelang es, sich dem zuhörungswilligen Teil des Publikums verständlich zu machen. Gleichermaßen unverständlich war die Reaktion der das Entschuldungshilfeprogramm ablehnenden Fraktionsmitglieder der Göttinger Linke und der Piraten-Partei auf die massiven Störungen der im Saal anwesenden selbsternannten Demokratiewächter, die sich bei deren Redebeiträgen übrigens erkennbar zurückhielten – sie blieb nämlich völlig aus. Dabei hätten gerade sie, die nicht permanent niedergeschrieen wurden sondern wohl noch am ehesten Gehör bei den offenbar teilweise organisiert Empörten gefunden hätten, die Chance gehabt, Anhängern des im Ratssaal zelebrierten Polit-Happenings sowohl die Grundregeln einer parlamentarischen Demokratie als auch die eines politischen Diskurses auf Augenhöhe wenigstens nahezubringen.
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„Knebelung“: Patrick Humke GöLinke |
Mitglieder der Göttinger Linken sprachen vom „Durchpeitschen“ und einer, wenn auch freiwilligen, „Knebelung“ durch den zur Debatte stehenden Vertrag. Die Piraten gingen gar noch einen Schritt weiter indem sie postulierten, die Ratsmitglieder hätten sich mehrheitlich entschieden, „den Erpressungen der Landesregierung nachzugeben“. Das brachte, auch wenn eine solche Aussage nachweislich falsch ist, immerhin etwas Ruhe in die Reihen der Störer, konnten sie sich damit doch eher identifizieren als mit Aussagen von Befürwortern des Vertrags. Niemand jedoch ist gezwungen, einen solchen Vertrag, wie er hier in Rede steht, abzuschließen. Wäre dies so, gäbe es nämlich keine Alternative, und nur weil eben kein Zwang besteht, können die Gegner eines solchen Vertrages auch dessen Ablehnung fordern. Tatsächlich handelt es sich um ein Angebot der Landesregierung – um ein Angebot allerdings, das kaum eine Kommune ausschlagen kann, weil ihr, wiederum durch Zutun von Landes- wie Bundesregierung, das Wasser bis zum Halse steht. Eine Kommune, die auf diesen Deal eingeht, wird allerdings die Bedingungen der Landesregierung, jedenfalls weitestgehend, zu akzeptieren haben.
„Amused“ sein über einen solchen Deal muss man deshalb nicht. Ihn nicht in Erwägung zu ziehen, sondern kategorisch abzulehnen, ohne die Konsequenzen einer solchen Ablehnung differenziert zu betrachten, ist aber mindestens fahrlässig. Das mag man pubertierenden Heranwachsenden noch durchgehen lassen. Bei Erwachsenen hingegen fällt das schon sehr viel schwieriger.
►Das Entschuldungshilfeprogramm und den Vertragsentwurf mit der Niedersächsischen Landesregierung
erhalten Sie über das Download-Symbol.
Internetauftritt der Polizeidirektion wird bürgerfreundlicher
ma — Im Zuge der landesweiten Umstellung des Internetangebotes der Polizei Niedersachsen auf ein modernes Redaktionssystem, hat auch die Polizeidirektion Göttingen mit ihren Dienststellen einen neuen Internetauftritt erhalten..
Das Internetangebot der Polizeidirektion Göttingen (www.pd-goe.polizei-nds.de) umfasst alle wesentlichen Bereiche wie Fahndungen, Pressemitteilungen, Veranstaltungen, Dienststellenübersichten mit Erreichbarkeiten und ergänzt mit regionalen Bezügen die landesweiten Angebote (www.polizei-nds.de) zu den Themen Verkehr, Kriminalität und Prävention. Weitere Neuerung sind die kurzen und einprägsamen Internetadressen, mit denen die Bürgerinnen und Bürger ihre Dienststellen zukünftig aufrufen können. Für die Polizeiinspektion Göttingen lautet sie www.pi-goe.polizei-nds.de.
„Mit der Neugestaltung unseres Internetangebotes auf Basis eines modernen Redaktionssystems haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung der sich ständig fortentwickelnden Online-Medien gemacht. Zukünftig können wir noch schneller auf Ereignisse reagieren und die Bürgerinnen und Bürger über das Internet informieren“, meint der Göttinger Polizeipräsident Robert Kruse dazu.
Metropolregion
Schaufenster für E-Mobilität
Die Bundesregierung hat Anfang April entschieden, dass die Niedersächsische Bewerbung der Metropolregion Hannover - Braunschweig - Göttingen - Wolfsburg als eine von Vieren zum nationalen „Schaufenster Elektromobilität“ gefördert wird. Sie war damit unter insgesamt 23 Bewerbungen erfolgreich.
Zwischen 30 und 50 Millionen Euro Fördermittel fließen damit in den kommenden drei Jahren zur Förderung der Elektromobilität in die Region. Auch die in Südniedersachsen angesiedelten Teilprojekte können damit jetzt vorangebracht werden. Dazu zählen der Aufbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur für Elektroautos, Car-Sharing-Konzepte sowie ein intelligentes Strommanagement; Projekte, die vom Centrum Neue Energien (CNE) in Jühnde koordiniert werden. Das besondere Augenmerk liegt auf der Verbindung städtischer und ländlicher Räume mit Möglichkeiten dezentraler Energieproduktion und einem starken Pendlerverhalten. Dieser Ansatz ist eine wichtige Säule des Schaufensterantrages der Metropolregion. CNE-Geschäftsführer Heiko Lohrengel geht davon aus, dass jetzt mit voller Kraft an der Umsetzung der E-Mobilität in der Region gearbeitet werden kann.
Mit der Stadt und dem Landkreis Göttingen, der Universität sowie kleinen und mittleren Unternehmen aus der Region habe man starke Partner an der Seite, mit denen man zügig erfolgreich an die Umsetzung gehen könne, so Lohrengel. Möglich geworden sei dies aber vor allem dank der erfolgreichen Zusammenarbeit innerhalb der Metropolregion sowie der Unterstützung der dortigen Geschäftsstelle. Die Stadt und der Landkreis Göttingen arbeiten gemeinsam mit dem CNE an einem Konzept zur Umsetzung von E–Mobilität.
Oberbürgermeister Wolfgang Meyer freut sich über „herausragende Voraussetzungen, um nun das Thema Elektromobilität in Stadt und Region voranzubringen. Für mich ist die Elektromobilität allerdings nur ein sinnvoller Weg im Zusammenspiel mit dem konsequenten Ausbau regenerativer Energie und auch dies Thema werden wir weiter vorantreiben.“ Landrat Bernhard Reuter betont die Wichtigkeit der Elektromobilität bei der Energiewende im Landkreis Göttingen. Der Verkehr trage mit 20 Prozent bundesweit einen hohen Anteil am CO2-Ausstoß. Der Ausbau der E-Mobilität sei nicht nur wichtig für den Klimaschutz, sie könne zudem für Pendler aus dem ländlichen Raum bei weiter steigenden Benzinpreisen schnell zu einer echten Alternative werden. Und: „Ein großer Teil der Wertschöpfung bleibt bei erneuerbaren Energien vor Ort. Das stärkt den ländlichen Raum.“
Ökologie
Landschaftliche Struktur
bestimmt Erfolg ökologischer Maßnahmen
Göttinger Agrarökologen fordern abgestimmtes Konzept zur Förderung der Artenvielfalt
Weitere Studie zeigt negativen Einfluss intensiver Landwirtschaft auf den Wasserhaushalt
pug — In der Landwirtschaft können Maßnahmen zum Schutz der Umwelt finanziell durch die Europäische Union unterstützt werden. Deshalb stellen Landwirte im Rahmen von EU-Agrarumweltmaßnahmen auf ökologischen Landbau um oder legen Hecken und blütenreiche Ackerrandstreifen an. Laut einer Studie an der Universität Göttingen eignen sich diese Maßnahmen vor allem für artenarme Landschaften, die durch Ackerflächen geprägt sind. Landschaften, die ohnehin sehr artenreich sind – wie zum Beispiel Landschaften mit Wiesen, Waldrändern und Ackerbrachen in enger Nachbarschaft – profitieren kaum von weiteren kleinteiligen ökologischen Verbesserungen. Die Göttinger Forscher fordern nun einen differenzierten und aufeinander abgestimmten Einsatz von ökologischen Verbesserungen für artenreiche und artenarme Landschaften.
Eine weitere Untersuchung hat jetzt den negativen Einfluss intensiver Landwirtschaft auf den Wasserhaushalt von Ökosystemen bestätigt. Wissenschaftler der Universität Göttingen konnten zeigen, dass auf gedüngten Grünlandflächen deutlich mehr Regenwasser verdunstet als auf ungedüngten. Entsprechend weniger Regenwasser versickert im Boden, wo es dann bei der Bildung von Grundwasservorräten fehlt, die wiederum notwendig sind zur Gewinnung von Trinkwasser. Die Forscher gehen davon aus, dass die Kombination aus intensiver Bewirtschaftung und Klimawandel auch in einzelnen Regionen Mitteleuropas künftig unter Umständen zu Wasserknappheit in den Sommermonaten führen könnte.
Kulturpolitik
Am Boden zerstört

wie hier die Protagonistinnen des DT-Projektes NoGoLab wirken die meisten Beteiligten der potenziell von den Einsparvorschlägen der Göttinger Stadtverwaltung betroffenen Kulturinstitutionen – und das nicht ohne Grund. Sie sollen – ebenso wie andere gesellschaftliche Gruppen – gleichfalls ihr Scherflein zur Gesundung der kommunalen Finanzen beitragen. Eine knappe Million Euro will die Verwaltung selbst bereits im nächsten Jahr einsparen, und bei den sog. freiwilligen Leistungen, von denen zumeist die Göttinger Kulturlandschaft profitiert, soll es in etwa noch einmal die gleiche Summe sein. Einen noch größeren Batzen aber wird die Allgemeinheit auf sich nehmen müssen, sollten die Vorschläge umgesetzt werden. Die übrigens verhält sich – im Gegensatz zu den Interessenverbänden – erstaunlich einsichtig: nicht nur, dass eine Mehrheit generell dafür votiert, Schulden und Zinsbelastungen für die weitere Zukunft mithilfe des Landes zu reduzieren – sie beteiligt sich mit ebenso skurrilen wie auch konstruktiven Vorschlägen an der öffentlichen Diskussion, wohingegen die betroffenen Kulturträger zumeist über eine bloße Ablehnung nicht hinauskommen.
Eine „Landkarte des Unmöglichen, Unerlaubten, des Verpönten, des Neuzubeschreitenden und des Niegetanen“ soll mit dem Theaterprojekt NoGoLab entworfen werden, von der Mitglieder des Labors 7 – zehn Labore mit durchschnittlich acht bis neun Mitgliedern im Alter von 11 bis 49 Jahren gibt es insgesamt – am 2. März mit ihrer selbst gestalteten Choreografie einen ersten Eindruck vermittelten. Ein gutes Motto vielleicht auch für die derzeit laufende kulturpolitische Debatte. Als „Arbeit an der Zukunft“ bezeichnet Mark Zurmühle dieses Projekt mit jungen Heranwachsenden, wie es ähnlich wohl auch eine Mutter während der ersten Diskussionsrunde über den Zukunftsvertrag am 22. Februar im Blick hatte: „Das ist für mich ganz wichtig, dass wir das machen“, erklärte sie, „auch für meine Kinder.“
Deutsches Theater fordert Beratergremium
Das Deutsche Theater hat sich inzwischen zu der von der Verwaltung vorgeschlagenen Fusion und Neuorganisation der beiden Bühnen geäußert. Einmal abgesehen davon, dass ein beabsichtigtes Zusammengehen nicht ,par ordre du mufti‘ angeordnet, sondern von dem rechtlich selbstständig agierenden Förderverein Junges Theater beschlossen werden müsste, zeige man sich jedoch grundsätzlich „offen für Gespräche“, heißt es in einer Stellungnahme. Im Hinblick auf die Theaterarbeit für Kinder und Jugendliche scheint der „Standort Ottfried-Müller-Haus von seiner räumlichen Atmosphäre und seiner zentralen Lage her optimal, um den künstlerischen Wirkungskreis in dieser Richtung auszubauen“, erklären Intendant Mark Zurmühle und Verwaltungschefin Bettina Reinhart (Abb.). Allerdings sei eine „rechtliche und organisatorische Prüfung der städtischen Pläne durch eine externe Fachinstanz … zwingend erforderlich“, fahren sie fort und bringen als eine solche Fachinstanz den Deutschen Bühnenverein ins Spiel, um den städtischen Vorschlag dezidiert zu prüfen und stichhaltige Zahlen über einen möglichen Einspareffekt zu ermitteln.
Als nächsten Schritt fordert das Deutsche Theater bei einer möglichen Konkretisierung der städtischen Pläne, ein Beratergremium aus Vertretern beider Häuser, deren Aufsichtsräten und Betriebsräten, Mitgliedern der Stadtspitze sowie des Deutschen Bühnenvereins zu bilden, um sämtliche Details zu erörtern und kritisch zu hinterfragen. Ohne dieses Gremium ließe sich ein solches Unterfangen nicht auf eine solide Grundlage stellen „und nichts wäre aus der Sicht des DTs fataler als ein Konzept, das langfristig nicht tragfähig ist und die Existenz der beiden Häuser in der Zukunft gefährden könnte“.
Gremien aber brauchen ihre Zeit, und viel Zeit bleibt nicht mehr. Nach den Plänen der Verwaltung soll der Rat spätestens Mitte des Jahres über eine Entschuldungshilfe („Zukunftsvertrag“) für Göttingen entscheiden. Noch sind etwa 400 bis 500 Millionen in jenem Topf des Landes, aus dem sich nicht nur Göttingen, sondern etliche niedersächsische Kommunen bedienen wollen und die Lösung ihrer Probleme erhoffen. Und schon jetzt führt das Land Verhandlungen mit mehr Gemeinden, als Geld vorhanden ist. Ein Zukunftsvertrag ist also auch ein Wettlauf mit der Zeit.
→ Mehr zum Thema Entschuldungshilfe im aktuellen Heft.
Google
Neue
Datenschutzerklärung
nach deutschem Recht angreifbar
Zum 1. März führt Google neue, einheitliche Datenschutzbestimmungen ein, sie ersetzen die über 60 Datenschutzerklärungen der verschiedenen Dienste. Vorteilhaft für den Nutzer ist das nur auf den ersten Blick, hat die Stiftung Warentest herausgefunden. Google bleibt in den Formulierungen auffällig vage und räumt sich auf diese Weise weitreichende Rechte ein, die nach deutschem Recht angreifbar sind.
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Nutzer in trügerischer Sicherheit wiegen: Googles Datenschutz Screenshot |
Die neue Datenschutzerklärung ist zwar besser strukturiert und insgesamt verständlicher als ihre zahlreichen Vorgänger. Trotzdem gelingt es Google nicht, die versprochene „höchstmögliche Transparenz“ herzustellen. Die etwa neunseitige Erklärung wimmelt geradezu von äußerst dehnbaren Formulierungen wie „möglicherweise“ (15 Mal) und „gegebenenfalls“ (zehn Mal).
Dies zeigt beispielhaft die Klausel, die zukünftig die umfassende Profilbildung ermöglichen soll: „Unter Umständen verknüpfen wir personenbezogene Daten aus einem Dienst mit Informationen und personenbezogenen Daten aus anderen Google-Diensten.“ Damit weiß ein Nutzer nicht, ob und wann es zu einer Verknüpfung kommt und ob er jemals etwas davon erfährt. Nach deutschem Recht sind solche schwammigen Formulierungen angreifbar.
Die Stiftung Warentest empfiehlt Nutzern, die einer umfassenden Profilbildung durch Google gegensteuern möchten, ihre Internetaktivitäten auf Dienste bei unterschiedlichen Anbietern zu verteilen. Zudem sollten Cookies in regelmäßigen Abständen gelöscht werden.
→ Der vollständige Bericht ist online unter www.test.de abrufbar.
Großraum Südniedersachsen
Umweltschutzverbände pochen auf nachhaltige Entwicklung
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Noch wenig erschlossen – zum Kummer von Regionalplanern: Leinetal Foto: vs |
Im Zuge vielfältiger Überlegungen zu einer politischen Neustrukturierung Südniedersachsen macht die Göttinger Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) darauf aufmerksam, dass die Zukunftsfähigkeit der Region neben der großen Bedeutung einer regionalen Raumordnung vor allem in einer inhaltlichen Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit zu finden ist.
„Die Stadt Göttingen und ihr Tochterunternehmen, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH (GWG), betreiben mit Nachdruck die weitere Entwicklung des Güterverkehrszentrums (GVZ) Göttingen. Dazu sind in den Teilabschnitten 1) GVZ am Güterbahnhof (Kern-GVZ), 2) GVZ Nordanbindung und 3) GVZ Erweiterungsstandort Siekanger wesentliche Fortschritte erzielt worden, die anlässlich des Besuches des Staatssekretärs im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr … vorgestellt werden.“
Aus einer Pressemittteilung vom selben Tag. |
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Die Region Südniedersachsen wurde vor kurzem noch im bundesweiten Wettbewerb „Regionen der Zukunft“ ausgezeichnet. Einige positive Ansätze konnten angeführt werden, die in Richtung Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit zeigen. Aktuelle Entwicklungen gefährden allerdings dieses anspruchsvolle Ziel. Nachhaltigkeit bedeutet hier eine Entwicklung hin zu einer Region mit hoher Lebensqualität, die sozialen Systeme qualitativ zu stärken und die natürlichen Lebensgrundlagen, sowie die Biodiversität zu erhalten.
Mehrere negative Trends zeichnen sich nach Auffassung der Umweltschutzorganisation inzwischen ab, die bei ihr und in großen Teilen der Bevölkerung erhebliche Bedenken auslösen.
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Kurz & bündig
Politik · Wirtschaft · Gesellschaft
Politik und Verwaltung
Verwaltung
Ausschuss- und
Ortsratssitzungen
Ausschuss für Allgemeine Angelegenheiten,
Integration und Gleichstellung: 21. Mai.
Ausschuss für Finanzen,
Wirtschaft und Feuerwehr: 22. Mai.
Ortsrat Nikolausberg: 24. Mai.
Ortsrat Roringen: 24. Mai.
Ausschuss für Bauen,
Planung und Grundstücke: 24. Mai.
Ausschuss für Kultur und Wissenschaft: 24. Mai.
►Einzelheiten zu den Sitzungen auf Seite 1
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Himmelfahrt/Pfingsten
Terminänderungen
vor und nach den Feiertagen
pdg — Die Termine zur Abfuhr von Restabfällen, Papierbehälter, Biotonnen und die Sammlung der gelben Säcke verschieben sich in der Zeit von Pfingstmontag, 28.05., bis Freitag, 1.06 jeweils auf den nächsten Tag. Die Tourist Information im Alten Rathaus hat an den beiden Pfingstfeiertagen von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Das Städtische Museum am Ritterplan ist für Besucher/innen am Pfingstsonnabend und -sonntag zwischen 11.00 und 17.00 Uhr zugänglich.
Holtenser Berg
Zweiter öffentlicher Bücherschrank
pdg — Einen weiteren öffentlichen Bücherschrank wird es ab Freitag, 25. Mai, auf dem Holtenser Berg in Göttingen geben. Um 12.00 Uhr wird Kulturdezernentin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck gemeinsam mit Elke Niemeyer-Friebe (Verein Förderer der Straßensozialarbeit), Antje Brockmüller (Städtische Wohnungsbau Göttingen GmbH) und Dietmar Linne (Beschäftigungsförderung Göttingen) am Standort Europaallee 17 die neue Bücher-Ausleihstation ihrer Bestimmung übergeben. Insgesamt soll es in Göttingen vier öffentliche Bücherschränke geben. Der erste von ihnen war vor einem Jahr in der Königsberger Straße vorgestellt worden.
Städtepartnerschaften
OB und Bürgerdelegation in Cheltenham
Delegation aus Pau im Juni in Göttingen
pdg — Zur Teilnahme am „Olympic Torch“ in der englischen Partnerstadt Cheltenham reisen OB Wolfgang Meyer und eine Göttinger Bürgerdelegation in der kommenden Woche auf die Insel. Die Feier der Ankunft der olympischen Flamme in ihrer Stadt wollen die Cheltenhamer mit Gruppen aus allen ihren Partnerstädten begehen. Deshalb startet der Bus der Bürgerdelegation bereits am 20. Mai; die offizielle Vertretung der Stadt – neben dem OB auch Bürgermeisterin Katharina Lankeit und Bürgermeister Wilhelm Gerhardy – reist erst am 22. Mai ab und wird schon zwei Tage später zurück erwartet.
Das Jubiläum der 30-jährigen Partnerschaft Göttingens mit der südfranzösischen Stadt Pau wird nach Mitteilung der Stadtverwaltung mit einer Feierstunde am Montag, 4. Juni, im Alten Rathaus begangen. Dazu wird sich eine Delegation aus Pau unter Leitung der stellvertretenden Bürgermeisterin Anne Castera vom 3. bis 6. Juni in Göttingen aufhalten.
Statistik
Zwei auf einen Streich
pdg — Gleich zwei Veröffentlichungen sind jetzt beim Fachdienst Statistik und Wahlen neu erschienen. Die Göttinger Statistik im Westentaschenformat „Daten, Fakten, Zahlen“ Die Ausgabe 2012 mit Zahlen für das Jahr 2011 führt unkompliziert hin zu kompakten Informationen über Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Rat und Verwaltung und die Naturverhältnisse der Stadt. Sie ermöglicht einen schnellen Überblick über die wichtigsten Eckdaten zur Bevölkerung, zu Bauen und Wohnen, die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Wissenswertes aus Sport, Kultur, Tourismus sowie Bildung und Wissenschaft runden den Überblick ab. In der Online-Präsentation des Göttinger Statistischen Informationssystems GÖSIS finden Sie auch weitere statistische Informationen zur Stadt Göttingen und ihren Gebietsteilen.
Das „Göttinger Statistik-Journal“ 4/2011 erscheint vierteljährlich und präsentiert für die Monate Oktober bis Dezember 2011 und das zugehörige Quartal 4/2011 eine Vielzahl von Daten und Fakten über die Stadt Göttingen. Eingestreute farbige Grafiken im direkten Zahlenkontext erleichtern die Interpretation der tabellarischen Sachzusammenhänge. 
►Erhältlich beim Fachdienst Statistik und Wahlen im Neuen Rathaus oder online unter
www.goesis.goettingen.de / Statistische Publikationen.
Amtsblatt Nr. 9
pdg — Die Haushaltssatzung und die 2. Änderung der Satzung des Zweckverbandes für Tierkörperbeseitigung Südniedersachsen-Hannover sowie Bekanntmachungen über die Auslegung des Entwurfes der Verordnung zur Festsetzung des Überschwemmungsgebietes der Leine auf dem Gebiet der Stadt Göttingen, über die Vermessungsarbeiten für die Erstellung einer schalltechnischen Untersuchung (Lärmsanierung) B 27, Göttingen-Holtenser Berg, Vorarbeiten auf Grundstücken sind u.a. Themen der 9. Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen in diesem Jahr, die am Donnerstag, 3. Mai, erschienen ist.
Die vorbereitenden Arbeiten im Gelände für die 380-kV-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar waren einziges Thema der vorherigen, 8. Ausgabe des Amtsblatts für die Stadt Göttingen.
Das Amtsblatt ist kostenlos im Info-Büro im Neuen Rathaus, im Alten Rathaus, in der Stadtbibliothek sowie in den Verwaltungsstellen Geismar, Grone und Weende erhältlich und auch im Internet unter www.goettingen.de →Rathaus & OB →Politik & Rat →Amtsblatt zu finden.
Photovoltaik
Firmenpleiten politisch gewollt
Markt komplett weggebrochen
Der Göttnger FDP-Bundestagsabgeordnete Lutz Knopek spricht vom „Süßen Gift der Dauersubventionen“ und einer „übersubventionierten Branche“, derweil führende Firmen eben dieser Branche in nun schon unschöner Regelmäßigkeit die Grätsche machen. Sieht so die neue Mittelstandspolitik der Bundesregierung aus, die nunmehr dutzendweise Mitarbeiter einer innovativen Zukunftstechnologie auf die Straße stellt oder zum Arbeitsamt schickt?
Als (zunächst) letzten hat es nun den Bovender Hersteller Pairan getroffen, der erst vor kurzem dorthin umgesiedelt ist und erhebliche Investitionen dafür getätigt hat. Pairan sieht vor allem die von der Regierung beschlossene Verschlechterung bei der Vergütung für die Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Netz als Hauptursache dafür, dass nunmehr der wichtige Markt für kleine und mittlere Anlagen „komplett weggebrochen“ ist. Es sind jene Anlagen, für die sich insbesondere auch Eigenheimbesitzer interessieren, die ihre Immobilie damit energetisch sanieren möchten, denen nun aber das Interesse daran schwindet. Man stelle sich einmal vor, die Bundesregierung würde in gleicher Höhe von einem Tag auf den anderen die Subventionen für die Landwirtschaft zusammenstreichen.
Der von Knopek heftig kritisierte Grünen-Landtagsabgeordnete Stefan Wenzel („Anwalt einer übersubventionierten Branche“) hofft derweil, dass Pairan noch gerettet werden kann: „Die Landesregierung muss prüfen, ob hier eine gezielte Bürgschaft helfen kann“ – soll also einen Karren wieder flott machen, den die Bundesregierung vorsätzlich in den Sand fährt. Es sei immer Konsens gewesen, so der Grüne, dass die Einspeisevergütung stetig und verlässlich sinken müsse. Darauf könnten und müssten sich Unternehmen einstellen. Verantwortungslos sei aber eine Kürzung, die die Förderung innerhalb weniger Wochen um über 30 Prozent kürze und die Unternehmen in den Konkurs treibe. Damit werde das Vertrauen in die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beschädigt.
„Die Solartechnik kann das Geschäftsmodell der großen Strom- und Ölkonzerne in ein bis zwei Jahrzehnten in Frage stellen“, sagte Wenzel. Diese Zukunftstechnologie dürfe man nicht ins Ausland vertreiben, vielmehr müsse man die Technologieführerschaft anstreben. Moderne Konzentrator-Solarzellen könnten künftig Wirkungsgrade von bis zu 40 Prozent erreichen. Auch Konkurrenz aus China sei kein Grund, diese Technik in Deutschland aufzugeben.
FDP-Mann Knopek ficht so etwas nicht an: Die Rückführung der Einspeisesätze war im Koalitionsvertrag von Union und FDP im Bund angekündigt worden und werde nun umgesetzt. Das klingt vor allem apodiktisch, politisch weitsichtig klingt es nicht.
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Wirtschaft
Gewerbliche Wirtschaft
Arbeitsmarkt im April
In Südniedersachsen stabil
Mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit zeigte sich der Arbeitsmarkt Südniedersachsens im April stabil. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum März um 254 bzw. 1,6% auf 15.466. Binnen Jahresfrist ging die Arbeitslosenzahl deutlich um 2.148 bzw. 12,2% zurück.
Frauenbüro
Weibliche Beschäftigte
im Reinigungs- und Küchenbereich
pdg — Den demografischen Wandel aktiv angehen will das Frauenbüro der Stadt Göttingen im Rahmen des Landesprogramms „älter, bunter, weiblicher – wir gestalten Zukunft!“. Modellhaft wurde die Situation der zu 100 Prozent weiblichen Beschäftigten im Reinigungs- und Küchenbereich in den Blick genommen. Mit dem Projektbericht „Wir werden älter – na und?!“ liegt nun eine quantitative und qualitative Bestandsaufnahme vor, in der die Ergebnisse übersichtlich zusammengefasst wurden. 
Rettet den Regenwald
Die Euphorie, die sich einst um nachwachsende Rohstoffe als allein selig machender Ersatz für konventionelle Energieträger gebildet hatte, ist längst der Ernüchterung gewichen. Denn für die Gewinnung von Palm- und Sojaöl werden in Südamerika und Südostasien in großem Stil Urwälder vernichtet. Ebenso dafür, um unter dem Label der Ökologie in Europa angeblich umweltfreundlich gewonnene Nahrungsmittel anbieten zu können – bevorzugt auch in Ökoläden. EU und selbst der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung nehmen längst eine kritische Haltung gegenüber diesen „Alternativen“ ein. Die Organisation Rettet den Regenwald engagiert sich auf bewundernswerte Weise für den Erhalt der letzten noch verbliebenen ökologischen Reservate – wovon letztlich unsere Zukunft abhängt – und ruft regelmäßig zu Kampagnen gegen deren weitere Zerstörung auf. Gö-Polis wird sie an dieser Stelle ebenso regelmäßig veröffentlichen und möchte seine Leser dazu animieren, sich am Erhalt unserer Lebensgrundlagen aktiv zu beteiligen. Immer, wenn Sie an dieser Stelle ein neues Bild vorfinden, gibt es eine neue Aktion bzw. Neues zu berichten.
Deutschland
Walschützer Watson verhaftet
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Paul Watson wurde mehrfach international für seine Arbeit ausgezeichnet Foto: RdR
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Einer der wichtigsten Schützer der Meere, Paul Watson, wurde am Montag am Frankfurter Flughafen festgenommen. Sein Vergehen: Vor der südamerikanischen Küste hatte er 2002 hunderte Haifische vor dem grausamen Finning bewahren wollen. Bei dieser tierquälerischen Methode werden den Tieren die Rückenflossen abgetrennt, dann werden sie ins Meer zurückgeworfen, wo sie langsam verenden. Obwohl selbst Interpol empfohlen hat, Paul Watson nicht festzunehmen und eine internationale Fahndungsausschreibung ablehnte, hat das Amtsgericht Frankfurt seine Festhaltung beschlossen. Diese Entscheidung ist absurd! Unsere Erde braucht mutige Menschen, die sie verteidigen. Bitte fordern Sie bei der Justizministerin die sofortige Freilassung von Paul Watson:
http://www.regenwald.org
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Beruf und Karriere
Berufsgenossenschaft
Thema Arbeitssicherheit
Trainingstruck bei den BBS II
Ein mobiles Trainingszentrum für Arbeitssicherheit mit Demonstrationslabor und Multimedia-Kino wird vom 22. bis 24. Mai vor den Berufsbildenden Schulen II in Göttingen Station machen. Unter dem Motto „Gefahr erkennen – Gesundheitsschäden vermeiden“ ist die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) vor Ort, um rund 300 Schüler/innen aus den Fachbereichen Elektrotechnik, Bau, Holz, Metall, Farbe und Druck die Augen und Ohren für die Gefahren ihrer Tätigkeiten bei der Ausbildung und im betrieblichen Praktikum zu öffnen und sie zu konsequentem Sicherheitsverhalten zu motivieren.
Mit spannenden Videos und Experimenten demonstrieren die Arbeitssicherheitsexperten der Berufsgenossenschaft zum Beispiel die Gefahren des elektrischen Stroms. Gezeigt wird auch, wie gefährlich elektrisch getriebene Arbeitsgeräte bei falscher Handhabung sein können, wie man sich vor Stürzen von Leitern, Dächern und Gerüsten schützt und welche gesundheitlichen Folgen der nachlässige Umgang mit Gefahrstoffen wie zum Beispiel Lösungsmitteln haben kann. „Je höher das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter ist, desto mehr profitieren die Betriebe und deren Kunden“, betont Martin Raabe, Fachpraxislehrer Elektro und Mitglied im Arbeitssicherheitsausschuss der Schule, „denn wer sicher arbeitet, bringt gute Qualität und Ergebnisse, weil er organisiert, konzentriert und aufmerksam vorgeht. Sicherheit und Qualität gehen Hand in Hand.“
BIOTechnikum in Göttingen
Praktika und „Offene Tür“ bieten
Einblicke in die Biotechnologie
Können „künstliche Bauchspeicheldrüsen“ eines Tages den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern messen und regulieren? Werden wir schon bald Energie gewinnen, indem wir die Photosynthese der Pflanzen nachahmen? Können Abfälle in Zukunft biotechnologisch recycelt und als Dünger verwendet werden? Mehr über Chancen und Perspektiven der Biotechnologie erfahren Schüler/innen und die Öffentlichkeit, wenn die Initiative „BIOTechnikum. Leben erforschen – Zukunft gestalten“ in Göttingen Station macht. Am Dienstag und Mittwoch, 22. und 23. Mai, ist die Informations- und Bildungskampagne des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu Gast an der Voigt-Realschule. In der mobilen Erlebniswelt BIOTechnikum können sich Besucher/innen über die Forschung in der modernen Biotechnologie in Deutschland, deren Ergebnisse und Berufsfelder informieren und ungewöhnliche Einblicke in eine faszinierende Technologie gewinnen.
Denkmalpädagogik
Pilotprojekt an der Albanischule
pdg — Neue Wege der Denkmalpädagogik geht das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege mit einem Pilotprojekt an der Göttinger Albanischule. Dort kommt es am Mittwoch, 23. Mai, ab 10.00 Uhr im Musikraum zur Abschlusspräsentation. In der Schule war es seit 7. Mai an Projekttagen oder unterrichtsbegleitend für die Schüler/innen der dritten Klassen um „Religiöse Denkmale an der Schule“ gegangen. Dabei sollen die Kinder den Themenbereich „Denkmal und Baudenkmal“ altersgerecht erfahren, erarbeiten und begreifen, damit sie sich für die Bedeutung und den Wert von Kulturdenkmalen interessieren und für die Bewahrung der Denkmale begeistern. Beteiligt waren an dem Pilotprojekt neben Pädagogen, Denkmalschützern und Stadtkuratoren auch Vertreter von Kirchen und Religionsgemeinschaften.
Bundesfreiwilligendienst
Individuelle Beratung im BiZ
Seit dem letzten Jahr gibt es ein neues Angebot für Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren möchten: den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Dieses noch junge Angebot stellt Thomas Knäpper, regionaler BFD-Berater, am Donnerstag, 24. Mai, im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit vor. Knäpper berät in Einzelgesprächen und geht auf individuelle Fragen ein. Freiwilligendienste gibt es im sozialen und ökologischen Bereich, aber auch im Sport, in der Integrationsarbeit, in kulturellen und Bildungseinrichtungen, dem Zivil- und Katastrophenschutz. Das Engagement kann zwischen sechs und 26 Monaten dauern. Anders als der frühere Zivildienst richtet sich der BFD nicht nur an Jugendliche sondern auch an Erwachsene. Besonders angesprochen werden auch Seniorinnen und Senioren, die sich nach dem Ende ihrer Erwerbstätigkeit gemeinnützig engagieren möchten.
Wer den Termin am 24. Mai nicht wahrnehmen kann, sollte sich den 21. Juni oder den 19. Juli vormerken. Dann steht der BFD-Berater wieder von 15.00–17.00 Uhr zur Verfügung.
►Am 24. Mai von 15.00–17.00 Uhr im BiZ, Bahnhofsallee 5.
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Verbraucherschutz
Gesetzliche Krankenkassen
Mehr Leistung fürs gleiche Geld
Zusatzleistungen nutzen und hunderte Euro sparen: Gesetzliche Krankenkassen bieten häufig Extras, die für Versicherte viel wert sind. Ein neues Gesetz erweitert den Spielraum der Kassen für solche Mehrleistungen, zum Beispiel für alternative Behandlungsmethoden. Die Zeitschrift Finanztest hat in ihrer aktuellen Ausgabe die Zusatzleistungen und Serviceangebote von 88 Krankenkassen unter die Lupe genommen.
Verkehrsbezeichnung bei Lebensmitteln
Schwer zu finden, schlecht lesbar,
beschönigend und uneindeutig
Verbraucherzentralen: Gesetzgeber gefordert
Verpackte Lebensmittel müssen eine beschreibende sogenannte Verkehrsbezeichnung tragen, weil die oftmals mit viel Phantasie von Herstellern gewählten Produktnamen häufig keine geeignete Einkaufshilfe sind. Bei einer bundesweiten Marktprüfung fanden die Verbraucherzentralen 119 Produkte, deren Verkehrsbezeichnungen schwer zu finden, schlecht lesbar, beschönigend oder nicht eindeutig waren. Deshalb fordern sie von Herstellern und Gesetzgeber Nachbesserung.
Küchenkräuter
Wissenswertes über
den Pep in der Küche
Die meisten Kräuter sind unbelastet
Frische Kräuter werden in diesen Frühlingstagen vielfältig angeboten. Sie enthalten ätherische Öle oder andere sekundäre Pflanzenstoffe. Die würzigen Küchenkräuter verfeinern viele Gerichte und haben gesundheitsfördernde Wirkungen.
Energie sparen
Handeln und
Kosten senken
In welchen Bereichen kann ich Energie und gleichzeitig Energiekosten sparen? Wie dämme ich am besten mein Haus? Wie finde ich einen guten Energieberater? Das neue test Spezial „Energie sparen“ der Stiftung Warentest gibt auf viele Fragen Antworten.
Test Vertikutierer
Nur jeder dritte schneidet „gut“ ab
Gegen Rasenfilz und Moos ist kein Kraut gewachsen, doch es gibt eine Maschine dafür: den Vertikutierer. Aber nur jeder dritte Vertikutierer im Test schafft es, Filz und Moos „gut“ zu entfernen, das Gras dabei zu schonen und nicht zu verstopfen. Die Stiftung Warentest prüfte für die April-Ausgabe der Zeitschrift test 18 Vertikutierer zum Preis von 80 bis 450 Euro. Insgesamt reichen die Ergebnisse von „Gut“ bis „Mangelhaft“.
Test Anti-Viren-Software
Nur vier Programme
bieten „guten“ Schutz
Ohne Schutzprogramm auf dem Computer haben Viren und Trojaner auf dem PC freies Spiel. Aber selbst mit Anti-Viren-Software sind Computer nicht rundum sicher. Im Test der Stiftung Warentest mussten die Programme 1800 aktuelle Schädlinge finden und löschen. Kein Programm spürte alle auf, nur vier Programme sind insgesamt „gut“, berichtet die Zeitschrift test in ihrer April-Ausgabe.
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Gesellschaft
Verkehrswacht
Sicherheitstraining für Pkw
Die Verkehrswacht Göttingen e.V. bietet jetzt auch in Göttingen Sicherheitstraining für Pkw nach Richtlinien des Deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. an. Trainiert wird mit dem eigenen Pkw auf dem Platz der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH in der Gustav-Bielefeld-Straße 1 jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr. Die Kursgebühr beträgt pro Person 80,00 Euro und wird am Veranstaltungstag bar vom Trainer kassiert. Viele Berufsgenossenschaften unterstützen Sicherheitstrainings nach den Richtlinien des Deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. und zahlen Zuschüsse bzw. übernehmen die Teilnehmergebühren komplett. Die Termine in Göttingen sind jeweils Samstags am 2., 23. und 30. juni sowie am 7. und 14. Juli. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
►Info und Anmeldung:
www.landesverkehrswacht.de/goettingen
Bürgerstiftung zieht um
Die Bürgerstiftung Göttingen organisiert nicht nur den größten Frühstückstisch in der Stadt (den nächsten am Sonntag, den 8. Juli) und setzt damit ein Zeichen für bürgerschaftliches Engagement, sie zieht nun auch mit ihrer Geschäftsstelle ganz in die Nähe dieses Tisches: ab 21. Mai ist sie in der Langen Geismarstr. 71 zu erreichen (neue Telefonnummer: 384 898 72). „Für die fast 12-jährige Gastfreundschaft in der Kanzlei des Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Harald Noack ist die Bürgerstiftung Göttingen sehr dankbar“, erklärt Geschäftsführer Andreas Schreck. Interessenten an ehrenamtlicher Mitarbeit sind ab 21. Mai täglich von 9 bis 14 Uhr herzlich willkommen.
Tuberkulose
Rasante Ausbreitung resistenter Keime
Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen fordert ein koordiniertes internationales Vorgehen zur Bekämpfung von Formen der Tuberkulose, gegen die herkömmliche Medikamente unwirksam sind. Die Organisation ruft Regierungen, internationale Organisationen und Pharmaunternehmen nachdrücklich auf, mehr Geld zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose (MDR-TB) zur Verfügung zu stellen und wirksame und bezahlbare Medikamente sowie Tests zu entwickeln. Alarmierende Daten aus den Projekten der Organisation zeigen, dass entsprechende Bakterienstämme viel weiter verbreitet sind als bisher angenommen.
Ernährung
Bessere Schulverpflegung
Neue Bewerbungsrunde „Schule auf EssKurs“
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen bietet auch in diesem Jahr allen Schulen im Land die Möglichkeit, sich für eine gesunde, attraktive und schmackhafte Schulverpflegung zu engagieren. Ab sofort läuft das Bewerbungsverfahren für die kostenfreie Maßnahme „Schule auf EssKurs“. Die Teilnahme ist denkbar einfach: Schulen, die mitmachen wollen, bewerben sich bis zum 27. Juli schriftlich bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Im Bewerbungsschreiben sollten möglichst zwei bis drei nachhaltige Ziele mit entsprechenden Maßnahmen benannt werden, um die Ernährungssituation an der Schule positiv zu verändern. Auch Angaben zur aktuellen Ist-Situation sind wünschenswert. Bei der Wahl der Vorhaben steht die Qualität des Mittagessens im Vordergrund. Bewerbungsunterlagen sowie Hintergrundinformationen sind ab sofort im Internet abrufbar.
►www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/neue-runde-schule-auf-esskurs
Polizei
Tagesaktuelle Meldungen
Die ausführlichen Polizeiberichte finden Sie hier: 
Einsamer Vatertagswanderer
beschallt Groß Schneen
lü — Ein offenbar übrig gebliebener einsamer Vatertagswanderer hat in der Nacht zum 18.05. die Beamten der Polizeistation Friedland in Gr. Schneen beschäftigt.
Einbruch in Kiosk
jk — Bei einem Einbruch in einen Kiosk in der Gartenstraße haben zwei unbekannte Diebe Freitagnacht (18.05.) gegen 2.10 einen Gesamtschaden in Höhe von mehreren tausend Euro verursacht.
Rollator geklaut
jk — Aus dem Garten eines Wohnhauses in der Sternstraße haben rücksichtslose Diebe in der Nacht zu Donnerstag (17.05.) einen schwarz-silbernen Rollator gestohlen.
Alki tritt nach Polizisten
jk — Bei einem Einsatz in der Göttinger Innenstadt ist am Dienstagnachmittag (15.05.) gegen 15.45 Uhr ein Polizist der Innenstadtwache von einem unter Alkoholeinfluss stehenden 34 Jahre alten Mann aus Northeim durch Tritte und Schläge leicht verletzt worden.
Drogendealer festgesetzt
jk — Im Klosterpark im Göttinger Stadtteil Weende hat die Polizei am Montagabend (14.05.) gegen 19.15 Uhr einen mutmaßlichen Drogendealer festgenommen.
Gaststätte trockengelegt
jk — Aus einer Gaststätte in der Goetheallee haben Einbrecher in der Nacht zu Montag (14.05.) nach ersten Ermittlungen offenbar gezielt mehrere Flaschen Schnaps, darunter auch hochwertigen Whisky, im Gesamtwert von rund 400 Euro gestohlen.
Ohne Führerschein gegen Baum
lü — Zwei bulgarische Brüder hat die Göttinger Autobahnpolizei am Samstagnachmittag (12.05.) auf der Rastanlage Göttingen-Ost aufgegriffen, nachdem einer von ihnen nur wenige 100 Meter entfernt einen Unfall gebaut hatte und dann abgehauen war.
Kaum Wochenende –
schon beschickert
UBR — Gleich vier Radfahrer und ein Pkw-Führer wurden in der Zeit vom 11. bis 12.05. im Stadtgebiet Göttingen durch die Polizei kontrolliert und aus dem Verkehr gezogen.
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